NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 36

Zaubern mit Komplimenten!

Komplimente können zaubern... vorausgesetzt, sie werden gemacht ;-)

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In dieser Folge

Darum geht es

"Wow, Dein T-Shirt heute steht Dir richtig gut!" - "Naja, das liegt nur daran, dass ich heute diesen Lippenstift trage. Ansonsten machen mich die Farben ganz furchtbar blass." Hast Du das auch schon erlebt? Du machst ein tolles Kompliment und der oder die Komplimentierte nimmt es nur halb oder gar nicht an? Andersherum? Wann hast Du das letzte tolle Kompliment bekommen? Und von wem? Wir gehen davon aus, dass Komplimente zu den mächtigsten Sprachzaubereien der Welt zählen. Nur - wie sollen Menschen sie plazieren, wenn sie entweder vergessen haben, die schönen Seiten eines anderen zu entdecken oder glauben, dass Komplimente eh als Schleimerei oder Anbiederei gedeutet werden? Dieser Podcast steigt ein! Wir laden Dich ein zu einem vermessenen Experiment. Und zum Zaubern. Wie immer. Viel Spaß beim Zuhören! Dein Feedback und Deine Fragen schreibst Du einfach an Miriam@pergaudiaadastra.de Und wenn Du uns öffentlich die Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Für noch mehr Kommunikations-Fähigkeiten in Deinem Leben, besuch gerne unsere Seminare: http://www.kontext-denken.de/seminare/ Unseren Video-Podcast (ja, da sind wir zu sehen) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX

Miriam und Florian erzählen von ihrer Komplimente-Challenge mit 500 Teilnehmenden und davon, warum ein Kompliment immer als erstes kommen darf – vor der Brötchenbestellung, vor dem Meeting. Es geht um die Frage, wie du Komplimente annimmst statt abzuwehren ("nimm Geschenke immer an") und wie du das Komplimente-Machen überhaupt übst, wenn dir zu jemandem partout nichts einfällt – Stichwort Esmeralda und die Schwiegermutter. Dazu Geschichten von Miriams ersten QVC-Live-Sendungen und Florians Catwalk-Training, die zeigen: Was ungewohnt ist, wird mit jedem Mal leichter. Ein Podcast über Wertschätzung, Perspektivwechsel und darüber, wie kleine positive Sätze im Alltag Türen öffnen.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein Ding mit den Komplimenten
  2. Nimm Geschenke immer an
  3. Esmeralda und die Schwiegermutter
  4. Die Komplimente-Challenge
  5. Alles Ungewohnte wird leichter: von QVC bis zum Catwalk
  6. Das Kompliment annehmen – und einfach Danke sagen
  7. Komplimente öffnen Türen – der Tipp zum Schluss

"Dein T-Shirt steht dir heute richtig gut!" – und zurück kommt: "Naja, das ist nur wegen des Lippenstifts, sonst sehe ich damit aus wie eine Wasserleiche." Kennst du das? Miriam und Florian nehmen sich genau diesen Moment vor: das Kompliment, das der andere gar nicht erst annimmt. Sie erzählen von einer Komplimente-Challenge mit 500 Leuten, von zitternden Models kurz vor dem Catwalk und von Esmeralda, die einfach kein Kompliment für ihre Schwiegermutter findet.

Ein Ding mit den Komplimenten

Miriam: Herzlich Willkommen da draußen.

Florian: Hallo.

Miriam: Es ist super, dass du dir Zeit nimmst, uns zuzuhören. Vielen Dank.

Florian: Wow, das ist ganz toll. Wir haben wunderbares Feedback bekommen auf die letzten Podcasts. Dankeschön, dass ihr euch die Zeit nehmt.

Miriam: Das war's für heute.

Florian: Was war denn das Thema, über das wir geredet haben? Ich habe es vergessen.

Miriam: Ich wollte dir sagen, dass ich deine Stimme total schön finde. Und zwar nicht nur im Podcast, sondern auch bei unserer Beziehungskiste und auch, wenn wir zusammen irgendwo Seminar halten und wenn ich auf der Bühne stehe. Und das Allercoolste daran ist, dass ständig Leute zu mir kommen und sagen, Florian hat so eine tolle Stimme. Und Zuhörer dieses Podcasts haben geschrieben, dass du eine ganz tolle Stimme hast. Und das Schlimme daran ist, dass du gar keine Sprecherausbildung gemacht hast.

Florian: Doch, bei dir.

Miriam: Oh ja, stimmt. Dann ist es ja klar. Cool. Vielen Dank. Bitte.

Florian: Das freut mich. Was ist das Thema heute?

Miriam: Komplimente machen. Um genau zu sein, lautet das Thema Zauber doch mal mit Komplimenten.

Florian: Zauber doch mal mit Komplimenten.

Miriam: Ja.

Florian: Komplimenten wohnt schon ein Zauber inne, oder?

Miriam: Würden wir jetzt mal als Vorannahme für diesen Podcast hinstellen, so als Idee. Ich weiß nicht, was Komplimente konkret mit dir machen, wenn sie zu dir kommen. Ich habe festgestellt, dass das mit den Komplimenten so ein Ding ist. Wenn ich davon ausgehe, dass Komplimente was Gutes tun im anderen, dann wundere ich mich häufig, welche Reaktion kommt, wenn ich Menschen ein Kompliment mache. Jetzt lach doch nicht. Wir waren jetzt gerade auf einer großen Messe zusammen und was ich grundsätzlich gerne mache ist, also ich verteile wahnsinnig gern Komplimente. Und ich mag es, in den Raum reinzukommen und als allererstes dem ersten Menschen, den ich da treffe, ein Kompliment zu machen. Und es ist lustig, wenn ich zu jemandem sage, oder es ist nicht lustig, wenn ich zu jemandem sage, du hast heute ein wunderschönes T-Shirt an, das steht dir richtig gut, wenn dann sowas kommt wie, ja, geht so, also es geht auch nur, wenn ich diesen roten Lippenstift dazu trage, sonst sehe ich damit aus wie eine Wasserleiche.

Florian: Wow.

Miriam: Oh, ihr dürftet Florians Gesicht sehen.

Florian: Ja. So bekomme ich, also so bekommt er oder sie dann nicht so mehr Komplimente, ne?

Miriam: Meinst du? Ich gebe ja nicht auf.

Florian: Du gibst nicht auf.

Miriam: Ich gebe nicht auf.

Florian: Du bleibst dran. Die gute Gefühle, Kompliment, Miriam.

Miriam: Sag ich sowas wie, der Lippenstift steht dir auch gut. So verzweifelt sage ich das dann nochmal. Mein Komplimente wäre auch deutlich ein Thema für unsere Beziehungskiste. Ist mir schon in der Vorbereitung für den Podcast aufgefallen. Nur die Paarbeziehungen, die entschließen wir jetzt einfach mal.

Florian: In Paarbeziehungen ist es auch einfach schön, oder? Also ich mag das ja morgens aufzuwachen und dir einfach über die Nase zu streichen und dann, wenn du deine Augen öffnest, dir ein schönes Kompliment über diese wunderschönen braunen Augen zu machen, die mich jetzt auch gerade anschauen. Ja.

Miriam: Und früher hätte ich dann so reagiert wie, wieso, die sind ja noch gar nicht ganz offen. What's up? Wenn die mal ganz auf sind, ab heute Mittag.

Florian: Direkt das Kompliment aufzufangen und zurück zu feuern.

Miriam: Ja, es wäre ja nicht zurückgefeuert. Pingpong wäre ja, wenn ich dir dann auch ein Kompliment machen würde für irgendwas. Und zumindest, was weiß ich, vielleicht Danke?

Florian: Ja.

Miriam: Früher habe ich immer zu den Leuten gesagt, dein Text ist Danke.

Florian: Ja, an manchen Stellen hilft es, anderen Menschen zu helfen.

Nimm Geschenke immer an

Miriam: Und auch Komplimente anzunehmen. Da fällt mir übrigens was sehr Schönes ein. Ich hatte mal eine Freundin und die Geschichte dieser Freundschaft und warum sie nicht mehr existiert, gehört deutlich in einen anderen Podcast. Nur, wenn ich jetzt heute rückblickend sagen würde, diese Freundin hat, diese damalige Freundin, hat nicht viel Positives von sich gegeben in der Zeit, in der ich sie kannte. Und eine Sache hat sie mir mal gesagt, die habe ich mir behalten. Und das war, nimm Geschenke immer an.

Florian: Okay.

Miriam: Egal.

Florian: Und ein Kompliment ist ein Geschenk in dem Sinn.

Miriam: Ich würde ein Kompliment als Geschenk jetzt betrachten, heute aus meiner Sicht. Sie sagte, nimm Komplimente immer an. Dann kam von mir sowas wie, ja und wenn das ein Geschenk ist, das irgendwie mit miesen Absichten überreicht wird.

Florian: Kann sein, dass hier jemand nur gute Gefühle machen möchte.

Miriam: Kann ja sein, dass jemand schleimen will. Oder vielleicht erwartet, dass ich ihm dann auch was schenke. Also könnte ja sein. Damals habe ich das so gedacht. Und dann sagte sie, trotzdem, nimm das Geschenk an und ich sage dir auch warum. Und dann war ich ein bisschen neugierig und dann sagte sie, pass auf, wenn dir dieser Mensch ein Geschenk macht, weil er dich gerne hat und weil er möchte, dass du dich darüber freust, dann nimm es an, weil dann freut er sich, dass du es angenommen hast und verstanden hast. Egal um was es geht, was materiell ist oder auch eben wie so ein Kompliment oder irgendwas Nettes gesagt oder… Und wenn derjenige es nicht gut meint und mit unlauteren Absichten schenkt, nimm's auch an, dann hat das nicht besser verdient. Ich weiß, dass dir das einen Ouch macht, nur das war damals für mich plausibel.

Florian: Ja, das ist ja auch. Also es ist einfach logisch.

Miriam: Und es fühlt sich nicht gut an, nur, ja, stimmt. Und es hat mir damals geholfen, zum Beispiel mit Komplimenten anders umzugehen. Weil es mir dann nämlich plötzlich egal war, ob einer das sagt, um sich einzuschleimen, wenn ich das als Vorannahme haben wollen würde. Es war mir dann egal. Oder ob er es wirklich macht, weil er was schön findet an mir. Was ich mir damals schwer vorstellen konnte.

Florian: Ah, spannend. Ja. Das heißt im Zweifel, und das ist die zweite Seite unseres Podcasts, im Zweifel die Komplimente, eigentlich die Komplimente immer annehmen. Immer danke.

Miriam: Also das war Ihre Idee darüber. Manche, denen ich die Geschichte erzähle, sagen sofort, ja, stimmt eigentlich. Ich würde dann sagen, und uneigentlich auch. Und um Komplimente zu machen, klar, wenn wir zum Beispiel in unserem Seminarkontext, oder ich habe auch mal einen Blog zu dem Thema geschrieben, mit einer Komplimente-Challenge sogar. Wir haben eine Woche Komplimente-Challenge gemacht damals. Das war cool. 500 Leute mitgemacht, war echt cool. Nur da kam dann auch am Anfang, bevor es losging, kam dann sowas wie, ja und wenn mir zu jemandem nichts Gutes einfällt?

Florian: Dann schau genau.

Esmeralda und die Schwiegermutter

Miriam: Naja, also es mutet ja etwas seltsam an, wenn ich mich jetzt vor dich hinstelle und sage nichts und gucke dich von Kopf bis Fuß an, also scanne dich so ein.

Florian: Und dann sage ich sowas wie, wow, ganz schön weiße Schnürsenkel.

Miriam: Ja. Also es würde ja bedingen, dass ich auf ganz ehrliche Weise irgendetwas an diesem Menschen schön finde. Bei manchen Menschen fällt das ja sehr leicht, weil ich sie eben vom Kopf bis Fuß toll finde und gar nicht wüsste, wo ich anfangen soll mit Komplimenten. Und bei Menschen, mit denen ich mich vielleicht mal gestritten habe oder wie auch immer, wäre es vielleicht schwieriger gewesen. Und das heißt ja, ich darf sozusagen in meinem Kopf was drehen, damit es überhaupt erst, ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll. Wenn jemand sagt, es fällt mir schwer, meiner Schwiegermutter ein Kompliment zu machen. Also jemand, irgendwer, jemand Fremdes. Du sagst immer, was sagst du immer?

Florian: Ich suche mir immer einen Namen aus, der nicht im Raum ist. Ja. Esmeralda. Oder Esmeralda. Esmeralda ist gut.

Miriam: Esmeralda würde sagen, ich kann meiner Schwiegermutter einfach kein Kompliment machen, sorry. Die ist weder schön noch nett. Vielleicht ist sie reich. Gut, jetzt gehen wir davon aus, die ist auch noch arm wie eine Kirchmaus. Also nicht mal das.

Florian: Und ich gehe davon aus, auch alle anderen Beispiele, also es gibt einfach nichts an der, was jetzt komplementierbar ist.

Miriam: Wo Esmeralda jetzt sagen würde, da könnte ich ihr mal ein Kompliment machen.

Florian: Dann geht es wohl erstmal darum, auf die Perspektivwechsel-Finde zu gehen.

Miriam: Das hört sich sehr theoretisch an. Meinst du mit Perspektivwechsel, ich gucke sie mir mal von hinten an? Zum Beispiel. Immer wenn sie nicht da ist, ist es noch schöner. Stell dir mal vor, Esmeralda würde das zu ihrer Schwiegermutter sagen. Und vielleicht wäre es ja auch ehrlich. Nein, also das ist nicht das, was wir meinen mit Komplimente machen. Glaube ich.

Florian: Das war nicht die Idee. Ich bin mir sehr sicher, dass es das nicht ist, ja. Weil ein Kompliment ist ja etwas, was ich zu jemand anderem sage, weil ich irgendetwas toll oder schön oder gut finde im Zusammenhang mit dieser Person. Und mittelbar, vielleicht freut sie sich sogar drüber, die Anden, mein Gegenüber oder er.

Miriam: So und dann würde erstmal Rainer vielleicht sagen, wenn ich mir jetzt irgendwas aus den Fingern sauge, das ist ja so ein klassischer Begriff dafür, ich stelle mir das dann immer vor, wie jemand sich hinstellt und saugt sich so am…

Florian: Also wenn ich mir jetzt… Und wer weiß, wo die vorher waren.

Miriam: Nein, bitte hör jetzt auf. Also ich würde mir jetzt was, halt irgendwas, nur damit ich ein Kompliment sage, würde Esmeralda ja sagen, dann lüge ich ja. Dann ist es ja noch nicht mal ehrlich. Oder ich schleime mich dann bei der nur ein.

Florian: Ja. Und dann?

Miriam: Und was würden wir dann sagen?

Florian: Gib dir mehr Mühe! Es ist voll toll, dass die Intention schon da ist. Wow! Also cool, dass die Intention schon da ist, auch so jemandem Komplimente geben zu wollen. Und vielleicht ist es für den Anfang ein schwieriges Übungssubjekt. Also vielleicht ist es von der Schrittigkeit her einfacher, bei anderen Menschen anzufangen, Komplimente machen zu üben.

Miriam: Bei der Katze.

Florian: Zum Beispiel?

Miriam: Bei der kleinen Schmusekatze zu Hause.

Florian: Mei, bist du süß.

Miriam: Und Katzen würden vermutlich anfangen zu schnurren.

Florian: Wenn ich in den Bauch kraul, ja.

Miriam: Ja, das ist was anderes. Das ist ein anderes Thema.

Florian: Wie eine Beziehungskiste.

Miriam: Ich sehe genau, was du denkst. Ja, also das meine ich nicht. Ich meine ja, dass jemand versteht oder dass, wenn ich davon ausgehe, dass Komplimente zaubern könnten und dass es mir helfen könnte, mit anderen Menschen schon mal einen guten Start im Gespräch zu haben.

Florian: Ja, nur warum würde ich bei der schwierigsten Person in meinem Leben anfangen, wenn ich Esmeralda wäre?

Die Komplimente-Challenge

Miriam: Wir haben ja von dieser Komplimente-Challenge gesprochen und die Komplimente-Challenge war schon ein guter Stoff. Also wir haben gesagt, wir machen jedem Menschen, den wir in dieser Woche treffen, jedem. Als allererstes, bevor wir über irgendwas anderes sprechen, ein Kompliment. Also der Bäckerin oder der Fachverkäuferin in der Bäckerei, bevor ich meine Brötchenbestellung aufgebe und der Kollegin. Und wenn sie mir in der Woche über den Weg läuft, ist sie fällig. Also dann bekommt sie ein Kompliment. Es war lustig, weil wir auch beschlossen hatten, wir nehmen es hin, wenn jemand darauf reagiert wie ich früher. Meine Augen sind ja noch gar nicht richtig offen. Oder diese Bekannte, die gesagt hat, das ist ja nur, weil ich auch roten Lippenstift trage bei dem T-Shirt. Also egal, wir machen dieses Kompliment. Und es ist egal, ob wir sagen, diese eine Haarlocke da oben sieht bei dir heute pfiffig aus oder die weißen Schnürsenkel gefallen mir an den Schuhen, du hast die Schuhe gekauft. Also es kann ein kleines Kompliment sein, kann ein großes Kompliment sein und jeder Mensch ist sofort dran, wenn wir ihn treffen. Und in dieser Gruppe damals bei Facebook ging es echt ab, das war super, das war ganz toll. Das wurde auch immer einfacher. Also je länger die das gemacht haben.

Florian: Und das meinte ich, also vielleicht ist dann die Schwiegermutter einfach ab Tag 6 treffen erst oder so, oder?

Miriam: Wenn ich es beeinflussen kann. Vorausgesetzt, ich mache mir Termine.

Florian: Schwiegermutter-Radar einschalten als erstes Mal.

Miriam: Warte, ich stell mich kurz hinter dich. Ja, also das war ja die ursprüngliche Idee. Und da eben dieses Struggle mit, also dass jemand Komplimente annimmt, da kommen wir später noch zu im Podcast, nur dass erstmal ein Kompliment machen, wie trainiere ich es denn, dass das funktioniert, wenn ich es können will?

Florian: Weil umso öfter du es tust, umso leichter fällt es dir.

Alles Ungewohnte wird leichter: von QVC bis zum Catwalk

Miriam: Das wäre die Annahme. Das stimmt. Das ist bei allen oder bei vielen Sachen im Leben so. Dass sich Dinge erstmal ungewohnt anfühlen, wenn ich eine neue Sprache lerne. Oder am Anfang, als ich zu QVC kam, vom Hessischen Rundfunk. Beim Hessischen Rundfunk war ich es gewohnt, Sendungen aufzuzeichnen. Also vorzuproduzieren, um mehrfach machen zu können, wenn es nicht so brillant war beim ersten Wurf.

Florian: Das heißt, als du die ersten Live-Sendungen hattest, war das noch ungewohnt?

Miriam: Das war harter Tobak.

Florian: Das erste Mal, wenn du was tust, fühlt es sich vielleicht einfach noch komisch an. Und jedes Mal, wenn du es dann mehr tust, wird es leichter.

Miriam: Und ich habe auch mit einem ganz schrägen Gefühl die Kollegen dort beobachtet, die das so wie aus der hohlen Hand geschüttelt haben. Dieses Live-on-Air-Gehen. Die wurden runtergezählt.

Florian: Es ist schön zu sehen, dass es geht. Das ist toll, oder? Ja, das stimmt. Dass jemand da ist, der beweist, dass es geht. Das macht es viel einfacher.

Miriam: Ja, stimmt. Also zum einen hat es in mir ausgelöst, es ist sichtbar, dass es geht, weil die anderen können das ja auch. Da war dann so ein bisschen dieses, warum sollte ich das dann nicht auch können?

Florian: Ja, genau. Wenn du siehst, dass es funktioniert, dann wird es auch einfacher für dich, das nachzuvollziehen.

Miriam: Und es war auch so ein bisschen Frust war dabei, weil ich eben noch nicht so weit war. Ah. Also weil es mir noch lange nicht so leicht fiel wie denen, wenn die mich runtergezählt haben auf meine Sendung und beim Fernsehen wirst du runtergezählt auf jetzt geht's los. Das bedeutet, dass dir irgendjemand im Studio brüllt, noch eine Minute und dann sind alle still. Dann kommt diese Konzentration im Studio. Und dann kommt noch 30, noch 20, noch 10 und die letzten 5 werden abgezählt. 5, 4, 3, 2, 1, los. Du bist jetzt on. Und das war, also an der Stelle spätestens bei diesem 5, 4, 3 habe ich den klassischen Adrenalinschub gehabt.

Florian: Cool.

Miriam: Echt?

Florian: Ja, voll da, oder?

Miriam: Das war nicht, cool war nicht das Wort.

Florian: Achso, das war hot. Das war hot, das war hot, ja.

Miriam: Das war hui, hui, hui. Hui, hui, hui.

Florian: Und es blieb. Und los ging's.

Miriam: Ungefähr ein Vierteljahr habe ich in Erinnerung, blieb das ungewohnt. Und jetzt mittlerweile ist es anders. Nur damals, es war wirklich ungewohnt. Okay. Und ich kenne es eben, wie gesagt, aus ganz vielen verschiedenen Bereichen in meinem Leben, dass Dinge, die neu sind oder die ich lange nicht gemacht habe oder die ich wieder machen möchte, wie jetzt auch Schlittschuh fahren. Das war ja auch nicht so oft.

Florian: Ich habe auch, wir haben ja eben schon von der Messe erzählt, da darf ich das Catwalk-Training machen.

Miriam: Oh, das ist cool. Leute, das ist wirklich großartig. Florian macht im Grunde Stage-Management da, was nichts zu tun hat mit Jorge, wie heißt der? Ja, genau, aus Germany's Next Topmodel. Gar nicht. Das wäre der Auftrag für einen Choreograf, nur den gibt es da nicht.

Florian: Und da sind halt verschiedene Wettbewerbe, wo dann Teilnehmerinnen Modelle schminken oder Teilnehmer auch Modelle in irgendeiner Form bearbeiten, hübscher machen, schöner machen. Und die Models dürfen dann auf die Bühne gehen und sich zeigen. Und eine der wichtigsten Fähigkeiten für die Modelle ist einfach langsam laufen zu dürfen. Und deswegen üben wir das vorher. Und die, die das das erste Mal machen, für die ist das ungewohnt, auf die Bühne zu gehen und dann gibt es Applaus, wenn die auf die Bühne kommen und das ist ja schon eine Situation. Und nach dem zweiten oder dritten Mal, manche von denen habe ich schon mehrfach gesehen jetzt, das wird immer einfacher.

Miriam: Ja, das stimmt. Also das passiert bei allen möglichen.

Florian: Und bei denen, da ist es ja auch spannend, Lernen geht auch über Komplimente am besten. Das finde ich schon. Also ich gebe denen gerne auch die Komplimente vorneweg. Wie toll die aussehen, wie wunderbar das jetzt schon aussieht in der Training-Situation.

Miriam: Vielleicht sagen wir dazu, dass das keine Profimodels sind in den meisten Fällen. Weil ein Profimodel würde es vielleicht anders handeln und das sind…

Florian: Die hat das ja schon gemacht.

Miriam: Da geht es hauptsächlich um Make-up, das heißt, die haben meistens bildschöne Gesichter und waren noch nie in ihrem Leben auf einer Bühne bewegt. Von denen wurde vielleicht schon mal ein Foto gemacht. Die sind noch nie wirklich gelaufen. Und das trainieren die dann, wo die hinlaufen, wann die wo stehen bleiben, wie sie posen.

Florian: Und ich sehe dann auch neben denen, vor der Bühne, also die… Die Show läuft schon, es geht schon gleich los und dann wird ihr Name aufgerufen und die stehen da noch zitternd und ich gebe ihnen noch ein Wow, langsam mit und dann fangen die an loszulaufen, genau. Und das ist wunderschön anzusehen.

Miriam: Also Dinge, die ungewohnt sind, werden immer besser, je öfter du es machst.

Florian: Ja.

Miriam: Also in allen Dingen, wo wir auch diese Erfahrungen schon gemacht haben. Wir erzählen hier jetzt unsere Geschichten. Vermutlich hast du deine Geschichten schon im Kopf, wo das auch so war. Und heute würdest du fast sagen, ich erinnere mich gar nicht mehr, wie sich das am Anfang seltsam angefühlt hat. Jetzt heute ist es ziemlich stabil da und ich kann das einfach abrufen. Fähigkeiten, berufliche Fähigkeiten, Fingerfertigkeiten, sprachliche Fähigkeiten, manche lernen eine Fremdsprache, Klavier spielen, ein Instrument, also ganz viele, ganz viele Dinge. Und es ist am Anfang ungewohnt und es wird immer besser. Wenn ich jetzt Komplimente wieder nehme als Thema und sage, wenn ich glaube, dass ich mit Komplimenten zaubern kann in der Sprache, dass Komplimente was machen mit mir und mit dem anderen, das ist ja immer ein Wechselspiel, dann ist es toll, das wieder zu können, wenn ich es lange nicht gemacht hätte.

Florian: Ja, oder vielleicht das erste Mal zu können. Ja, voll gut.

Das Kompliment annehmen – und einfach Danke sagen

Miriam: Mir ist aufgefallen, dass manche Menschen das sehr souverän machen, immer. Das ist mir vor allen Dingen in dieser Woche aufgefallen, dass ich zum Beispiel zwei Kolleginnen habe, die das immer machen. Die kommen immer rein und machen als erstes jedem der Anwesenden ein Kompliment. Und zwar, wenn sie sie begrüßen. Also meistens begrüßen, das ist ja eine überschaubare Menge von Menschen in so einem Büro. Das heißt, es sind vielleicht zwei Moderationskollegen da und ein Redakteur. Und in unserer Branche wird ja auch mit Küsschen Küsschen begrüßt meist, man umarmt sich oder so. Und dann diese beiden Kolleginnen gehen zu jedem hin, umarmen denjenigen und sagen, boah riechst du gut, hast du ein neues Parfum? Das kommt so völlig selbstverständlich, direkt. Oder Miriam, du strahlst, ich bleibe einfach an dir dran, ich lasse dich gar nicht mehr los. Das macht was mit mir auch.

Florian: Dann strahlst du noch mehr.

Miriam: Dann strahle ich noch mehr. Wenn ich es vorher noch nicht bemerkt hätte, dass ich heute strahle, fange ich spätestens dann an damit.

Florian: Bei Komplimenten ist es ja auch völlig egal, ob du es bewusst oder unbewusst tust. Sobald es jemand bemerkt hat, darfst du damit auch bewusst anfangen.

Miriam: Und dann kommt die Reaktion, die ich auch sehr spannend finde. Also wie unterschiedlich die Menschen in diesem Büro dann mit diesem Kompliment umgehen. Ich heute nehme jedes Kompliment an.

Florian: Das ist ja diese zweite Seite, über die wir schon gesprochen haben.

Miriam: Genau. Das heißt, ich sage Danke. Manch einem Teilnehmer sage ich ja auch in unseren Workshops, dein Text an der Stelle ist Danke. Was auch immer es jetzt in dir denkt. Weil derjenige, der vor dir steht, war poetisch gerade für dich. Egal, ob du glaubst, dass das die Wahrheit ist oder nicht.

Florian: An Weihnachten sind manche Geschenke ja auch komisch verpackt. Das stimmt. Gerade wenn zum Beispiel, wenn ich von unseren Kids Geschenke bekomme, sind die ja besonders verpackt. Ja, mit viel Liebe. Exakt, mit viel Liebe verpackt und sind vielleicht am Anfang noch ein bisschen seltsamer. Und das, was drinsteckt, kommt von Herzen.

Miriam: Ja, voll schön.

Florian: Und genauso, wenn ein Kompliment erstmal, ja, da übt noch jemand, voll gut.

Miriam: Was ich auch schön fand als Reaktion, was ich schon öfter mal gehört habe, war, das hat mir noch nie jemand gesagt. Weil das signalisiert mir ja auch eine große Wahrhaftigkeit.

Florian: Und Wahrnehmung von Dingen, die völlig unterbewusst vielleicht auch noch laufen.

Miriam: Und okay, dann ist es jetzt das erste Mal und es fühlt sich vielleicht ein bisschen ungewohnt an, dass jemand deine Nase schön findet oder jemand deine Augen toll findet oder das T-Shirt, das du trägst.

Florian: Ja.

Miriam: Und für mich ist es immer ein kleiner magischer Augenblick, der da kommt. Immer. Also ich könnte fast behaupten, ich sehe Funken fliegen.

Florian: Deswegen zaubern mit Komplimenten.

Miriam: Ja. Ja. Und es ist erstmal ein bisschen Übung.

Florian: Und das ist tatsächlich so einfach auch zu sehen, was Komplimente für Auswirkungen haben und wie einfach das sein darf.

Miriam: Was macht denn Esmeralda, wenn sie ihrer Schwiegermutter jetzt ein Kompliment gemacht hat?

Florian: So was wie… Waren wir schon dabei, dass sie eins gefunden hat?

Miriam: Nein.

Florian: Ja, da sind wir vorhin hängen geblieben.

Miriam: Sie hat ja noch nicht mal eins.

Florian: Ja.

Miriam: Das ist ja tragisch. Gut, also Esmeralda wäre jetzt mal, wir nehmen es mal sinnbildlich, Esmeralda wäre jetzt um ihre Schwiegermutter rummarschiert, um ihre Perspektive zu verändern. Hätte vorher drei Tage lang Komplimente geübt mit Menschen, wo es ihr leichter fällt.

Florian: Und dann fällt ihr wahrscheinlich schon eins ein.

Miriam: Und dann sieht sie vielleicht, dass die raffinierte Bluse, die ihre Schwiegermutter trägt, auf der Rückseite Knöpfe hat und nicht auf der Vorderseite.

Florian: Es braucht auch keine große Hürde sein, oder? Also es dürfen einfach auch kleine Komplimente sein.

Miriam: Ja, die Knopfleiste auf der Rückseite. Ist das für dich ein großes Kompliment?

Florian: Nein, nur auch, wow, dass die Schwiegermutter heute besonders wach aussieht oder dass es schön ist, dass sie wieder vorbeikommt. Also tatsächlich so etwas Kleines, was manche vielleicht noch unter Floskel abgetan hätten. Also eine schöne Floskel. Ist vielleicht der Einstieg in ein Kompliment an der Stelle. Ich möchte es ja mal einfach machen, um das auch in solchen Situationen üben zu können.

Miriam: Aha. Gut, also gefällt mir nicht so, weil es ist für mich nicht, was ist ein Kompliment? Ich finde ein Kompliment hat was Persönliches.

Florian: Ja, ich nehme etwas wahr und vielleicht sind es die Haare oder vielleicht wirkt die Schwiegermutter heute wirklich aufgeräumter oder wacher oder es ist irgendwie eine schöne Atmosphäre.

Miriam: Vielleicht stimmt der Nagellack auf ihren Händen mal überein mit dem Lippenstift, den sie trägt. Ja, gut. Dann sage ich, oh.

Florian: Wow. Heute hast du mal auf der Farbskala die richtigen Nummern getroffen.

Miriam: Ich weiß es nicht. Ich habe gerade angesetzt mit, ich mache einen Perspektivenwechsel, stelle mich auf ihre Rückseite und finde einen Zopf. Nein, ich weiß es nicht.

Florian: Ja, nur die Knopfleiste auf der Rückseite sehe ich ja dann auch nur, wenn sie wieder geht. Was war der Trick mit dem Perspektivwechsel? Ich glaube, tatsächlich drei Tage üben, Komplimente bei der Bäckerin, beim Friseur, beim… Wo auch immer ihr seid, beim Metzger, hilft. In jeder Situation die Komplimente üben. Und dann die Hürde bei der Schwiegermutter von Esmeralda einfach niedrig halten. Sagen, ja, irgendwas Positives, irgendeine Kleinigkeit, die heute schön ist, die ich an vielen Leuten schön finden würde und dann eben auch an der Schwiegermutter schön finden darf.

Miriam: Die Leine vom Dackel ist sehr gut ausgesucht. Den sie an der Hand hat. Ja. Ja, zum Beispiel. Wäre ja schon mal eine Kleinigkeit. Ja. Gut. Und das Üben von Komplimenten würde ich konsequent durchführen. Wäre das dann jetzt, würden wir wieder aufrufen zu so einer Art Komplimente-Challenge?

Florian: Wenn du das machen möchtest.

Miriam: In diesem Podcast? Naja, nicht offiziell. Also ich hatte ja damals wirklich auch eine Facebook-Gruppe gegründet und war jeden Tag da und habe das genau beguckt und wir haben das gemeinsam gemacht.

Florian: Worüber wir uns auf alle Fälle freuen, ist, wenn ihr ausprobiert. Komplimente zu geben und es passiert irgendwas Lustiges oder wenn du bemerkst, was beim anderen Positives passiert, wie die gute Reaktion ist darauf, dass du etwas Schönes gesagt hast, dann super gerne das Feedback entweder auf Facebook schreiben oder per E-Mail oder auch immer.

Komplimente öffnen Türen – der Tipp zum Schluss

Miriam: Oder die Reaktionen auf Komplimente sind sehr unterschiedlich. Ich kenne mittlerweile sehr viele Menschen, die Komplimente wirklich ganz toll annehmen. Also die sich wirklich freuen von Herzen über ein Kompliment. Und einfach Danke sagen. Also es hat sich auch verändert. Ich bemerke das bei vielen Kollegen zum Beispiel, auch bei QVC oder bei Trainerkollegen, die wir haben. Wenn wir da ein Kompliment machen, dann geht es einfach durch. Also es wird einfach Danke gesagt. Und es gibt immer noch hier und da mal jemanden, der ein bisschen schräg darauf reagiert. Und dann ist es mir in dem Augenblick, wenn ich gerade übe, ist es mir egal, ich beobachte das dann nur. Also ich bewerte das nicht oder sage nicht, hey, ich habe dir gerade ein Kompliment gemacht, sondern ich lasse es einfach sein. Und sage, prima, ich habe es gemacht.

Florian: Das ist ja diese Ausprobierensphase. Das ist dieses… Ein Achtjähriger wickelt ein Geschenk an Weihnachten ein. Voll gut. Ja, das sieht halt so aus, wie es dann aussieht.

Miriam: Genau, und ich gehe davon aus, dass ein Kompliment noch nie jemandem geschadet hat. Also egal, wie er darauf reagiert.

Florian: Wenn ich eine positive Absicht hatte beim Kompliment geben, super.

Miriam: Zum Beispiel.

Florian: Den Mädels, die zittern dastehen vor der Bühne, um dann auf die Bühne zu gehen als Modell und es das erste Mal machen und da sind 150 Leute drumherum, denen sage ich auch ganz viele schöne Sachen, um rauszufinden, was ist denn das, was ihnen jetzt hilft, dass sie noch mehr entspannen an der Stelle.

Miriam: Oder die Freundin mit dem T-Shirt, die ja behauptet hat, ohne Lippenstift würde das auch nicht gut aussehen. Ja. Bei der sehe ich einfach eine Entwicklung, weil ich dranbleibe. Das heißt, die bekommen von mir eben am nächsten Tag noch ein Kompliment. Und irgendwann zwei am Tag.

Florian: Und dir fällt mehr und mehr Gutes an den Menschen um dich herum auf.

Miriam: Mir fällt mehr und mehr Gutes auf und sie gewöhnt sich immer mehr dran, dass sie Komplimente bekommt. Dass sie ein tolles Händchen hat, um T-Shirts auszuwählen. Zum Beispiel generell.

Florian: Und ich habe da so eine Idee von, wenn sie sich besser fühlt an der Stelle, fängt sie mehr an zu strahlen und sucht sich schönere Sachen aus und es wird noch einfacher.

Miriam: Und es ist cool, wenn du feststellst, dass Komplimente wirklich Türen öffnen.

Florian: Und das ist Teil, wir haben ja diesen Tippsteil am Schluss auch immer von diesem Podcast. Das ist schon einer der Tricks, die Miri anwendet. Wenn wir unterwegs sind. Also auch du hast von deiner Kollegin gesprochen bei QVC oder von deinen beiden Kolleginnen, die Komplimente geben. Du gibst auch wahnsinnig viele Komplimente und das ist einfach schön zu sehen, wie die Menschen sich dann öffnen und wie deine Interaktionen immer einfacher werden.

Miriam: Und es ist toll für mich selbst, weil es mich trainiert, erstmal das Gute zu sehen an meinem Gegenüber. Erstmal das Gute. Egal um welches Thema es geht, wir haben gelegentlich ganz trockene geschäftliche Besprechungen, geschäftliche Meetings oder es geht um irgendwelche Themen, die wir für die Zukunft in der Familie festlegen wollen. Ich sehe erstmal das Gute in der Situation.

Florian: Das ist tatsächlich auch der Schaffner im Zug, wenn wir unterwegs sind oder in ganz vielen Alltagssituationen. Und es öffnet dir wirklich Türen.

Miriam: Also von uns der Tipp an der Stelle und das wäre jetzt auch das Ende dieses Podcasts. Geh da raus und mach das mal vielleicht eine Woche lang oder nimm es dir drei Tage lang vor. Immer als erstes ein Kompliment. Egal wer kommt, egal wer da ist, egal wer dir über den Weg läuft, egal mit wem ein Gespräch stattfindet, sobald ein Gespräch sich eröffnet, spätestens nach dem Hallo, gibt es ein Kompliment.

Florian: Ja, sehr gut.

Miriam: Und es darf was kleines sein. Also wenn es am Anfang nicht so ganz ersichtlich ist, wie gesagt, bei manchen Menschen fällt es mir so leicht, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, da mache ich gleich fünf Komplimente, weil es alles so schön ist. Ja, Komplimente im Überfluss.

Florian: Und wenn jemand da draußen gerade erst anfängt, dann reicht auch eins. Und ein kleines.

Miriam: Und ein kleines. Und die kleine Locke oder die Form der Augenbraue.

Florian: Weil mit jedem Mal, mit dem du etwas Neues wahrnimmst, mit dem du etwas Gutes wahrnimmst an anderen Menschen, wirst du mehr davon wahrnehmen in Zukunft.

Miriam: Sehr, sehr schön.

Florian: Ein sehr psychologischer Podcast.

Miriam: In dem Fall ist es ja wirklich ein Poddi. Wir haben ja auch ein Floddi. Aber das hier ist ein Poddi.

Florian: Ja. Zum Anhören. Auf dem Floddi könnt ihr Miriam auch live und in Farbe sehen. Also damals live, als wir es aufgezeichnet haben.

Miriam: Und den Florian auch. Das ist die Beziehungskiste auf YouTube. Die gibt es auch nur auf YouTube. Also das heißt nur. Die gibt es auf YouTube. Wow! Ja, zum Sehen und Zuhören mit uns beiden. Und der Podcast bleibt weiterhin bestehen, kostenlos jeden Dienstag zu einem Thema, das ihr euch wünscht oder das wir uns ausdenken.

Florian: Exakt.

Miriam: Wenn du mehr wissen möchtest, klickst du auf unsere Seite www.kontext*denken.de, falls du nicht diesen Podcast sowieso auf dieser Seite gerade hörst. Hier findest du auch unsere Angebote im Bereich Kommunikationsweiterbildung und da empfehlen wir von ganzem Herzen, weil wir es kaum erwarten können, den Juli.

Florian: Im Juli machen wir nämlich das erste Mal ein Practitioner-Training, eine NLP-Ausbildung.

Miriam: International zertifiziert. Das haben wir in diesem Jahr ganz neu erschaffen in unserem Leben. Und die Gruppe ist vollständig. Das heißt, wir haben so viele Buchungen für diesen Practitioner, dass er stattfindet. Und jetzt können wir noch drei, vier Plätze, glaube ich, vergeben. Ja, ähm… Florian meint nein. Ich sage ja. Alle, die noch wollen, kommt. Kommt mit uns auf den Berg. Das wird schön.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Das wird so zauberhaft und es werden zwölf Tage voller Sprachzauberei. Ja, große Einladung, großer Podcast. Damit vielen Dank, dass du uns zugehört hast.

Florian: Danke für dein Zuhören.

Miriam: Genau, auch schon wieder ein Kompliment. Wenn ich mir im Geist unsere Zuhörer vorstelle, sehe ich immer ganz viele wunderschöne Zuhörer, witzige Zuhörer, humorvolle, fröhliche.

Florian: An der einen oder anderen Stelle, wie sie im Zug oder im Auto sitzen und plötzlich lachen.

Miriam: Bei dem Podcast, ja, das stelle ich mir vor. Dann mach weiter so und wir hören uns gerne am nächsten Dienstag wieder. Bis dann. Tschüss!

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