„Immer regnet es im Januar.“ „Mir hört hier nie jemand zu.“ „Musik habe ich noch nie gut gelernt.“ Solche Sätze rutschen dir vielleicht selbst raus — und du merkst gar nicht, welche kleine goldene Regel du dir damit baust. Eine Studie im Clinical Psychological Science Journal hat genau hingehört: Menschen mit depressivem Verhalten benutzen ein bestimmtes Sprachmuster auffällig häufig. Miriam und Florian nehmen sich dieses eine Muster vor — und zeigen dir, wie du es hörst und wo du sanft nachfragen kannst.
Ein trüber Tag, ein spannendes Thema
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Es ist ein trauriger Tag.
Florian: Das stimmt. Ich fahre heute noch ganz weit und es regnet draußen und ich warte schon den ganzen Tag darauf, dass es jetzt weniger Verkehr hat hier im Rheinland, weil immer ist die Autobahn total voll.
Miriam: Das stimmt.
Florian: Die 57, die 52, alles voll.
Miriam: Und auch immer die gleichen Autos, habe ich das Gefühl. Die dafür sorgen, dass es nicht läuft. Ja.
Florian: Was ist denn das Thema heute?
Miriam: Heute ist ziemlich cool. Es gibt neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die uns im NLP-Bereich berühren möchten. Und zwar gibt es Forscher, die auf die Sprache von Menschen geachtet haben, die depressives Verhalten zeigen. Und inwieweit sich deren Sprachmuster unterscheiden von Menschen, die dieses Verhalten nicht zeigen.
Florian: Also geschrieben und gesprochen und aus Foren zum Beispiel.
Miriam: Ja, aus Interviews, aus Foren. Tagebücher, okay, sowas. Und haben das gemessen und haben herausgefunden, dass es da signifikante Sprachmuster gibt, die sehr häufig vorkommen im Gegensatz zu Menschen.
Florian: Das passt ja schon zu dem Linguistisch, das wir im neurolinguistischen Programmieren drin haben.
Miriam: Total. Und es ist vielleicht auch spannend für Menschen, die kein depressives Verhalten an den Tag legen und eben ab und zu mal das Gefühl haben, dass es ihnen nicht so gut geht. Also ich habe da selbst, als ich den Artikel gelesen habe, der sehr spannend ist, habe ich mich selbst auch so hinterfragt, an welchen Stellen im Leben ich solche Sprachmuster benutze oder früher benutzt habe. Und was ich noch spannender finde daran ist, dass Richard Bandler und John Grinder, die NLP entwickelt haben Ende der 60er, darauf schon gekommen sind und sie konnten es noch nicht über großflächig angelegte Studien beweisen.
Florian: Also damals war es einfach das Abmodellieren an exzellenten Therapeuten, wo sie gemerkt haben, die verwenden Sprache irgendwie anders als andere Menschen. Und dann eben dieses genaue Hinhören und genau hinschauen, was machen die denn jetzt anders und welche Fragen stellen die, wenn jemand mit einem Problem kommt oder mit einer Herausforderung kommt.
Miriam: Ja, und da ist eine Stelle drin, die für uns jetzt sprachlich für alle Sprachzauberer da draußen einen riesen Impact haben kann. Alleine das zu wissen, vielleicht sogar ein bisschen zu üben, vielleicht sogar anzuwenden, dafür ist dieser Podcast heute da. Und ich wünsche mir, dass wir das so gut erklären, dass das jeder da draußen versteht. Es wäre Practitioner-Stoff normalerweise, ihr Lieben. Es wäre Practitioner-Stoff, ganz klar. Und es hat uns beide so beeindruckt, dass wir gesagt haben, wir nehmen das als Podcast-Thema. So, jetzt stehen wir hier, wir beiden NLP-Helden. Los geht's.
„Mir hört hier keiner zu“ — Generalisierungen im Alltag
Florian: Ich kenne das ja aus Teams manchmal, dass dann jemand sagt, mir hört hier keiner zu. Also irgendwie in einem Team gibt es eine Person, die ein bisschen ruhiger ist und der dann irgendwann aus dem Platz dann irgendwie heraus oder im Einzelgespräch, wenn ich dann mal einen Kaffee mit ihm trinken gehe oder so, kommt dann, nie hört mir einer zu hier.
Miriam: So, ich kenne das auch aus der Familie, da antwortet noch nicht mal einer.
Florian: Da gibt es dann noch nicht mal ein Einzelgespräch. Nicht mal das.
Miriam: Nicht mal das.
Florian: Ja. Mensch.
Miriam: Kann ja nicht sein. Und Origami falten ist so schwer. Nur um es nochmal gesagt zu haben.
Florian: Ah ja, Miri hat über Weihnachten und Neujahr ja ganz viel Origami gefaltet.
Miriam: Ja, ich habe im letzten Podcast ausführlich darüber berichtet. Kannst du dir anhören. Die Jammerade. Scharade. Schade.
Florian: Schade.
Miriam: Ja, wo wollen wir denn jetzt drauf raus? Welche Sprachmuster benutzen denn diese Menschen, die sich depressiv verhalten?
Florian: Was am meisten aufgefallen ist, ist, dass sie sehr viele, im NLP würden wir schon sagen, Generalisierungen verwenden. Und normaler, vielleicht Verallgemeinerung. Also so zu tun, als gäbe es keine Ausnahmen für eine Regel.
Miriam: Das machen übrigens ganz viele Menschen. Das machen nicht nur Menschen, die depressives Verhalten an den Tag legen, sondern Generalisierungen erfahren wir, erleben wir, hörst du da draußen jeden Tag überall, wenn du die Ohren spitzt. Es wird immer mal eins kommen und sagen, immer regnet es in Deutschland im Januar. Und da gibt es ja jetzt Möglichkeiten, das nachzuvollziehen, ob das die Wahrheit wäre. Also da gibt es sogar wissenschaftliche Erhebungen. Ich kenne ja den Wetterfrosch persönlich vom Hessischen Rundfunk, den Thomas Ranft, falls er zuhört, herzliche Grüße, der mir sehr viele spannende Dinge über Wetter und Wetterprognosen gesagt hat, seiner Zeit, als ich noch dort war. Und natürlich ist das Wetter in all seinen minimalsten Ausprägungen und Veränderungen schriftlich festgehalten worden in seinen Entwicklungen, wissenschaftlichst dokumentiert, mindestens die letzten 150 Jahre. Das heißt, wir könnten sehr gut nachvollziehen, ob in den letzten 150 Januars es immer geregnet hat.
Florian: Immer, immer. Immer, immer.
Miriam: Immer, immer überall. Und ich vermute, ohne diese Erhebungen jetzt persönlich zu kennen.
Florian: Dafür hatten wir schon zu viele schöne Januartage.
Miriam: Ja, und auch zu viel Schnee mal im Januar. Also es ist tatsächlich, ja.
Florian: Ja, vielleicht könnte man ja sagen, dass Schnee sowas wie Regen bei kälteren Temperaturen ist.
Miriam: Da, schau Florian, versucht euch zu verteidigen, ihr Lieben, wenn ihr sagt, ja, habe ich heute auch schon gesagt, es regnet immer im Januar.
Florian: Ist doch wahr. Und klar. Du darfst die Sprache behalten, die du haben möchtest.
Miriam: Natürlich. Es geht ja jetzt um gute Beispiele, damit du verstehst, von was wir reden. Oder nie, wenn Florian nach Hause kommt, gibt er mir ersten Kuss. Nie. Es stimmt auch nicht.
Florian: Manchmal schon. Könnte noch öfter. Meistens.
Miriam: Guck mal, meistens. Immer.
Florian: Immer. Funktioniert es dann auch in die andere Richtung?
Miriam: Ja.
Florian: Also wenn es was Positives ist.
Miriam: Ja, klar. Deswegen sage ich ja, sie sind überall versteckt, diese sogenannten Generalisierungen oder Verallgemeinerungen. Die gibt es. Und dann ist die Frage, sind sie nützlich oder nicht? Ja, eine Verallgemeinerung wäre ja auch, Florian hat jetzt begonnen, Ukulele zu spielen, spielt schon sehr schön. Eine Verallgemeinerung zu diesem Thema wäre, Ukulele spielen ist schwierig. Wieso denn? Könnte ja jemand vorher sagen, oh, das ist ein Seiteninstrument, oh, das ist schwierig.
Florian: Vier Seiten, oh, und 18 Bünde, oh.
Miriam: Hilft das, wenn beim Start bei so einem Projekt, hilft es, solche Sätze zu sagen? Vermutlich eher nicht.
Florian: Oder gerade wenn es um so ein Projekt geht, würden mir noch mehr Sachen einfallen, die ich schon gehört habe. Oh, Musik habe ich ja noch nie gut gelernt.
Miriam: Ja.
Florian: Musik ist immer schwer.
Miriam: Mir wurde früher schon gesagt, dass ich nicht musikalisch bin.
Florian: Rhythmus habe ich auch nicht.
Das Metamodell der Sprache und die Kunst der Rückfrage
Miriam: Und jetzt würden wir ja aus dem NLP heraus sagen, das fällt unter das sogenannte Meta-Modell der Sprache, ich möchte es wenigstens einmal erwähnt haben, das heißt intervenieren, eingreifen, reingrätschen, würden wir an so einer Stelle sprachlich mit einer Frage, die auf dieses immer, nie, alles zielt, also die Verallgemeinerung in dem Satz. Wenn also jemand sagt, immer im Januar regnet, würden wir fragen, wirklich immer? Gibt es Ausnahmen? Hast du schon mal eine Ausnahme erlebt? Gab es in irgendeinem Januar, den du in deinem Leben erlebt hast, auch schon mal keinen Regen?
Florian: An einem Tag?
Miriam: Oder eine halbe Stunde? Oder gibt es Menschen, die sich daran erinnern, dass es nicht geregnet hat?
Florian: Gegenbeispiele finden an der Stelle. Oder finden lassen. Ja, genau.
Miriam: Denn derjenige, der die These aufstellt, lebt ja in dieser goldenen Regel. Ich sage immer, wir hämmern Thesen an die Kirchentür. Das sind ja Thesen, die ein Mensch für sich beschließt, dass irgendetwas immer schwierig ist.
Florian: Das macht es ja auch einfacher. Also Generalisierungen sind ja auch praktisch. Oder es gibt dann drei Kategorien unter diesem Meta-Modell der Sprache. Generalisierung, Löschung und Verzerrung. Und vielleicht machen wir die anderen einfach auch mal demnächst einen Podcast.
Miriam: Warum nicht?
Florian: Nur, die sind ja nicht in sich nützlich oder unnütz, sondern die helfen uns einfach, mit anderen Menschen leichter zu kommunizieren, weil wir diese unglaubliche Vielfalt, die es da draußen gibt, eben runterkondensieren auf einen oder zwei Sätze. Und jetzt ist halt die Frage, wenn ich sage, immer regnet es im Januar, fühlen sich die Leute dann besser oder nicht? Also fühlt sich mein Zuhörer besser, fühle ich mich dann besser, wenn ich das sage? Vielleicht bin ich auch jemand, der Regenwetter mag.
Miriam: Ja.
Florian: Singing in the rain.
Miriam: Ach super, wie der mit seinem Schirm tanzt. Die Szene ist großartig, die ist übrigens komplett im Studio gedreht. Die war gar nicht draußen? Die war nicht draußen und die haben, ich weiß nicht wie viele Kubikliter Wasser aus allen Rohren in diese Szene gefeuert, weil der tanzt ja wirklich durch immer größer werdende Pfützen und von oben prasselt der Regen, der Schirm geht kaputt. Er ist pitschnass durchnässt. Es war kein warmes Wasser übrigens. Und der Legende nach war der arme Mensch auch noch todsterbenskrank, als er diese Szene gedreht hat. Er hatte die Grippe. Ja, Männer schnupfen, möchten wir sagen. Es war ein Mann, der getanzt hat. Es war Gene Kelly. Jetzt stell dir vor.
Florian: Hart. Ja.
Miriam: Für Männer ist es besonders.
Florian: Helden sind da gefragt. Helden.
Miriam: Der Star hat ja sich heldenhaft benommen. Der Gene Kelly. Männer schnupfen ist auch eine Verallgemeinerung.
Florian: Dass alle Männer, wenn sie Schnupfen haben, so ein Männerschnupfen bekommen.
Miriam: Ja, so memmenhaft sind.
Florian: Männerhaft sind.
Miriam: Mämmerhaft. Da gibt es wirklich wunderschöne YouTube-Clips dazu.
Florian: Ja, genau.
Miriam: Ja, genau. Also Verallgemeinerungen, da sind sie. Und ja, offensichtlich haben Forscher herausgefunden, dass gerade dieses immer, nie, ständig, alle, alles, überall, jeder, jede bei Menschen, die depressives Verhalten zeigen, sehr viel häufiger ist als bei Menschen, die das Verhalten nicht zeigen. Und das ist spannend, wenn wir uns überlegen, dass unser Gehirn ja ein Stück weit über das, was wir denken und sagen, auch unsere Realitätswahrnehmung mit beeinflusst. Also wenn ich davon ausgehen würde, dass es unglaublich schwierig ist, Ukulele zu lernen, hätte ich es Florian nicht zu Weihnachten geschenkt. Wobei...
Der Denker, der Beweiser und die Fußgängerzone
Florian: Ich mag da auch von Robert Anton Wilson dieses Bild vom Denker und vom Beweiser, wo er sagt, wir haben zwei Funktionen im Kopf. Der Denker denkt sich den ganzen Tag was über die Welt aus und der Beweiser sorgt dann dafür, dass die Teile der Realität ausgewählt werden, um ins Bewusstsein zu kommen, die denen entsprechen. Also dass der Denker immer recht hat. Das ist was total Gutes. Der Beweiser sorgt immer dafür, dass der Denker Recht hat und dass das stimmt. Und dann wäre es eben so, dann gibt es mal einen Sonnentag im Januar, an dem Tag denkt die Person, die sagt, im Januar regnet es immer, vielleicht gar nicht darüber nach, dass es heute nicht geregnet hat. Der Tag wird dann einfach nicht betrachtet.
Miriam: Das ist das sogenannte Fußgängerzonen-Syndrom. Es gibt dieses Experiment, dass sie ein paar Menschen durch die gleiche Fußgängerzone geschickt haben zur gleichen Zeit und sie sollten danach schildern, was die fünf bis sechs eindrucksvollsten Dinge in dieser Fußgängerzone waren, die sie gesehen haben. Also was prägt diese Fußgängerzone? Und es gab welche, die haben da tolle Schaufensterscheiben entdeckt und wunderschöne Kleidung und ganz lustige Straßenakrobaten und tolle Musiker, die auf der Gitarre schöne Lieder gespielt haben und gleiche Zeit, gleiche Fußgängerzone, gleicher Ort. Andere, die gesagt haben, es ist alles verdreckt, überall ist Taubenkacke, also auch Generalisierungen, überall. Jetzt wäre die Frage, ob wirklich über, über, überall Taubenkacke war. Nur das ist eben die Wahrnehmung der Welt und denen zuzuhören, ohne selbst dabei gewesen zu sein, da hätten ja einige gedacht, die sind durch unterschiedliche Fußgängerzonen gelaufen.
Florian: Und dabei ist es nur die Auswahl dessen, was du in der Realität wahrnimmst und sagst, wo du den Schwerpunkt drauf legst. Ja. Und dann kann es eben ganz praktisch sein, diese Rückfrage mal zu stellen, in der einen oder anderen Situation, oh, ist es tatsächlich immer so? Oder es ist noch nie anders gewesen, es gab noch keine Ausnahme davon, weil sobald eine Ausnahme da ist, gilt diese große goldene Regel, wie Miri es genannt hat, nicht mehr. Da ist die schon mal ein bisschen schwächer geworden.
Miriam: Ganz genau. Weil wenn irgendjemand auf der Welt das geschafft hat oder wenn es irgendeinen Tag im Januar gegeben hätte, an dem die Sonne geschienen hat, dann wäre die Regel schon gebrochen. Dann ist es zumindest nicht immer so. Dann ist es vielleicht meistens so und manchmal anders. Ja. Oder vielleicht sogar öfter mal anders. Und das wäre ja dann zu überprüfen. Oder wir könnten dann losziehen und googeln und uns Informationsquellen besorgen. Menschen fragen, die dafür spezialisiert sind. Wetterfrösche zum Beispiel. Ich könnte dem Thomas Ranft eine E-Mail schreiben und ihn fragen, wie viele Tage im Januar ist denn in Deutschland wirklich Regenwetter gewesen? In den letzten zehn Jahren. Nehmen wir die letzten zehn Januare, die gelaufen sind. Und es wäre ja spannend, was dabei rauskommt. Und vielleicht wäre das Ergebnis sehr überraschend. Und wer weiß, wie das weitergeht. Ist der Januar in Deutschland verlässlich?
Florian: Ja.
Miriam: Ist das Wetter in Deutschland überhaupt verlässlich? Ich finde ja Wetterdiskussionen in Deutschland super. Das ist der große Vorteil von der, wie heißt es denn? Versatile. Unser Wetter in Deutschland bedingt ja dadurch, dass es so veränderlich ist, so viele verschiedene Seiten hat, so viel sein kann, dass wir Deutschen am besten ausgerüstet sind, was Klamotten angeht. Die meisten Deutschen haben mindestens eine Jacke im Kleiderschrank, bei der sie mit minus 60 Grad im Biwak überleben würden. Und sie haben auch Flip-Flops und eine Bermuda-Hose und einen Spaghetti-Top oder super schöne Bikinis, weil hier kann es auch mal 35 Grad sein. Und dann will ja keiner diese Jacke tragen. Also überraschen kann uns das Wetter nicht wirklich, was das angeht. Ja, da können wir die teuren Sachen endlich mal anziehen. So, das ist immer so eine, sind wir ja beim anderen Thema, beim NLP Reframing, etwas, was ich für mich bereitgestellt habe, um mit Wetter gut umzugehen. Ist toll, dass ich das alles habe.
Florian: Ja.
Miriam: Die ganzen tollen Kleidungsstücke. Und genauso wäre es auch mit den anderen Beispielen. Also mit der Idee von Origamifalten ist superkomplex, wahnsinnig schwierig und sehr filigran in der Physik.
Florian: Vielleicht machst du dir dann wirklich den Gefallen und erfüllst dir diesen Glaubenssatz.
Miriam: Ja, mein Beweiser wird dafür sorgen, dass ich genau das erfahre. Spätestens beim ersten kleineren Kniff, den ich in dieses Papier zu machen habe. Wirst du? Ich hab's doch gesagt!
Florian: Ja und das ist ja gut, also das ist ja praktisch, dass das so ist.
Miriam: Ja, ist praktisch.
Wachheit für Sprache — und kein Stau mehr
Florian: Die Frage ist nur, in welche Richtung wir das ausrichten möchten. Und darum geht es ja dann auch, dass du eine Wachheit für die Sprache entwickelst und du hörst genau, was dein Gegenüber sagt und was da auch dann an Strukturen und Ideen dahinter stecken, über die Welt nachzudenken. Und daraus lässt sich dann ja schon fast vorhersagen, was für Erfahrungen eine Person machen wird da draußen. Und das wäre ja auch ein spannender Test.
Miriam: Das stimmt, das stimmt.
Florian: Da dann, wenn du gerade jemanden neu kennenlernst, mal ein, zwei Minuten zuzuhören und dann dir zu überlegen, wenn die Welt so aussieht, wie die Person sie mir eben beschrieben hat, welche Vorhersagen kann ich denn dann machen darauf, wie das innere Bild, wir sagen die Landkarte, die Landkarte von der Welt da draußen im Kopf, wie die dann aussieht. Und jetzt?
Miriam: Ja und jetzt? Kein Stau mehr auf den Autobahnen in NRW. Du kannst los.
Florian: Ja meistens ist es ja erstmal so, dass in den Teams, dass dann eben doch jemandem zugehört wird. Spätestens wenn er dann sagt, mir hört nie jemand zu.
Miriam: Ja der Satz, mir hört hier keiner zu, beinhaltet ja eine Menge generell. Und da ist es noch spannender hinzuhören. Zu wem hat denn derjenige den Satz gerade gesagt zum Beispiel? Hätte den Satz ja auch keiner gehört. Wüssten wir es gar nicht. Also sehr cool da echt wach zu sein. Es entsteht sogar manchmal eine gewisse Witzigkeit über solche negativen Verallgemeinerungen. Und vielleicht auch gleich die Übung dazu, im Kopf das positive Pendant zu finden. Immer wenn ich etwas Wichtiges zu sagen habe, hört auch genau der richtige Mensch zu. Das ist auch eine Verallgemeinerung. Und sie würde mich eher unterstützen. Zum Beispiel. Und ich kenne diese Sätze sehr wohl. Und vielleicht gibt es Menschen, die auch ganz andere Erfahrungen gemacht haben. Und vielleicht gab es den einen Tag, an dem demjenigen doch jemand zugehört hat. Irgendjemand. Jetzt gerade zum Beispiel.
Florian: Exakt.
Miriam: Was sehr cool ist.
Florian: Ja, ich mache mich dann tatsächlich gleich los.
Miriam: Und wie hältst du es mit den Autobahnen?
Florian: Ich finde ja, es kommt so ein bisschen auf die Zeit auch noch drauf an jetzt. Und da findet sich schon die eine oder andere Lücke dann.
Miriam: Die Autobahnen im Rheinland sind wie ein Spaghetti-Topf, habe ich mal gehört. Es ist nicht wichtig, auf welche du drauf fährst, weil du hast immer die Wahl. Du kommst überall an, da wo du hin willst.
Florian: Alle Wege führen nach überall?
Miriam: Alle Wege führen nach überall im Rheinland. Das ist so. Hast du dir mal eine Karte angeguckt vom Rheinland? Du kannst erstmal einfach auf der Autobahn fahren.
Florian: Da kannst du gucken, wo es eben geht. Von Köln zu uns nach Hause kann ich tatsächlich über vier verschiedene Autobahnen fahren oder fünf.
Miriam: Und es gibt sich nicht viel von den Kilometern, die du fährst. Also es ist vielleicht ein Unterschied von zehn Kilometern höchstens, die du mehr hast. Also es ist total cool. Das ist am Rheinland super, die Infrastruktur. Auch, dass hier alle fünf Meter gefühlten ICE-Bahnhof ist. Das hat sonst keine Region in Deutschland so sehr wie das Rheinland und das Ruhrgebiet. Das ist wirklich cool. Von daher kommst du wahrscheinlich sehr gut durch gleich. Was ja auch schön ist. Fällt mir noch Henry Ford ein. Henry Ford mag ich sowieso mit seinen Zitaten. Egal, ob du glaubst, du kannst es oder du kannst es nicht, du hast immer recht.
Florian: Ja, das passt ja. Da gehe ich doch gleich mal nachgucken, ob das von dem ist.
Miriam: Doch, das ist von dem. Wir haben neulich erst gelesen, gerade erst.
Florian: Diesmal bin ich mir wohl sicher.
Miriam: Wir haben das sehr anschaulich erklärt, finde ich. Falls es dagegen Einwände gäbe, würdest du die bitte richten an info-at-kontext*denken.de. Das ist die direkte E-Mail-Adresse zu Florian und mir. Du darfst uns gerne besuchen und buchen. Wir veranstalten am 17. Januar den nächsten kostenlosen, also 5 Euro Raum und Getränkepauschale, Infoabend, NLP-Infoabend in Düsseldorf. Wir veranstalten mittlerweile Infoabende auch noch in anderen Städten. Festgeplant ist schon Bremen, festgeplant ist schon Berlin. Fast fest geplant, da warte ich nur noch auf das Go aus Hamburg. Und es gibt auch ein Infoabend in Frankfurt. Schau bitte auf unserer Homepage www.kontext*denken.de vorbei. Wir freuen uns jetzt erstmal auf Karneval. Nee, Florian, nicht.
Florian: Das ist doch noch eine ganze Weile hin.
Miriam: Ja, hier im Rheinland geht das jetzt los.
Florian: Also entweder läuft es schon eine ganze Weile oder es ist noch eine ganze Weile hin.
Miriam: Hier im Rheinland läuft es schon seit dem 11.11. Schau hin!
Florian: Und bis dahin, wie jede Woche, bis zum nächsten Podcast.
Miriam: Dienstags. Cool, wir sind wieder back on track. Mit zwei Gehirnen und diesem einen Mikrofon. Mittlerweile sind es zwei Mikrofone, wir dürften es ändern. Ihr Lieben, bis bald!
Florian: Tschüss!
Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.