„Wie schaffst du das alles?“ Diese Frage bekommt Miriam immer wieder – per Facebook, per Mail, von Freunden und Kollegen. TV-Moderation, Training, Coaching, Kinder, ein Podcast pro Woche. Doch schon am Wort „schaffen“ hakt es bei ihr: Es klingt nach Zähne zusammenbeißen, nach durchhalten. In dieser Folge drehen Miriam und Florian das Wort um und reden darüber, wie sich ein voller Kalender anfühlt, wenn Begeisterung der Antrieb ist – und was man mit den Dingen macht, die eben doch getan werden müssen.
Zu kurz? Und warum „schaffen“ nicht passt
Florian: So, was hast du heute noch alles vor?
Florian: Workshop für Mittwoch und Donnerstag vorbereiten. Meine Unterlagen für morgen vorbereiten. Podcast schneiden. Podcast schneiden, weil morgen kommt ein neuer Podcast raus.
Miriam: Einen Kuchen für mich backen, Blumen kaufen.
Florian: Ja, ja, echt? Die Rechnungen bearbeiten, weil es ist Monatsende. Meine Abrechnungen fertig machen für den ganzen Monat.
Miriam: Einen Kuchen backen und Blumen kaufen.
Florian: Ja, mit dem Holzlöffel hinter Miri herjagen.
Miriam: Herzlich willkommen da draußen. Das ist der Miri und Flori Podcast von kontext*denken. Und du bist mittendrin. Wir haben tolles Feedback bekommen auf den letzten Podcast, und das macht uns sehr glücklich.
Florian: Das freut uns.
Miriam: Über eins habe ich mich sehr gefreut. Mich hat es sofort inspiriert. Florian war etwas zögerlich. Eine Kollegin sagte, euer Podcast ist zu kurz. Meine Fahrt nach Hause dauert eine Stunde und ihr redet nur eine halbe. Ich will mehr von euch. Boah, habe ich mich drin gebadet. Kam ich nach Hause, sagte zu Florian, wir machen ab jetzt drei Stunden Podcasts. Und dann hat er mir einen Vogel gezeigt. Ja. Warum nicht? Andere machen das auch. Die schaffen das auch.
Florian: Ja, und andere haben dann nicht noch 20.000 Sachen nebenher zu tun.
Miriam: Ach so. Und ich finde auch, die halbe Stunde ist genau richtig.
Florian: Ja, genau.
Miriam: Um die Themen zu besprechen, die ihr uns schenkt oder die wir uns aussuchen. Und das Thema jetzt und heute ist, wie schaffst du das alles?
Florian: Exakt.
Miriam: Das ist eine Frage, die immer mal wieder über Facebook oder E-Mails an mich vor allen Dingen ransprudelt, weil ich bin ja zu sehen. Als Frau, die arbeitet, eine Familie hat.
Florian: Bei mir kommt das manchmal von meinen Kollegen, das bekommt man dann so nicht mit.
Miriam: Ja, oder von Freunden, die wir haben oder so. Wie macht ihr das alles? Ihr arbeitet da und dort, die Miriam im Fernsehen, der Florian bei den großen Konzernen als Trainer, dann trainiert ihr zusammen, ihr coacht, dann habt ihr die Kinder, ihr habt euer Privatleben.
Florian: Wir haben eine Beziehungskiste, Video, Podcast, wir haben einen Podcast jede Woche.
Miriam: Also ganz viele Dinge, die dann aufgeführt werden und dann immer verknüpft mit der Frage, wie machst du das? Ja, ich weiß es manchmal selber nicht.
Florian: Der Trick ist ganz einfach. Nicht schlafen.
Miriam: Das ist eine Stelle.
Florian: Ich glaube, dass wir weniger schlafen. Man kann uns beide irgendwo hinlegen, also wirklich Mann, Mann. Wenn wir uns irgendwo hinlegen, sind wir innerhalb von drei Minuten eingeschlafen beide.
Miriam: Ja richtig, alle beide, auf Kommando sozusagen. Wenn mir einer sagt, Miriam, du hast jetzt eine halbe Stunde Zeit zum Schlafen, fup. Gut, dass mein Körper das kann, zum Beispiel. Was mich an der Frage in Anführungszeichen schon gestört hat beim Lesen, war schaffen. Weil ich gar nicht das Gefühl habe, dass ich was schaffe. Schaffen hat für mich im Deutschen gerade sowas von hart erarbeitet, umkämpft, durchgebracht, geschafft. Und dann ist es zum Glück vorbei. Also sowas schwingt da mit.
Florian: Ach, ist das gar nicht bei dir R-Schaffen?
Miriam: Nee, es ist nicht Erschaffen.
Florian: Also kreieren?
Miriam: Nee. Dieses, ich schaff das noch oder du schaffst das, wenn du dir nur richtig Mühe gibst. Das hat was schweres. Also das hat so was, als müsste ich die, wie hat mein Vater immer gesagt, die Arschbacken zusammenkneifen und die Zähne auch und dann da irgendwie durch. Das ist nicht das, wonach sich's anfühlt. Weil ich in meinem Leben fast nur Dinge tue, die mir ganz natürlich ganz viel Spaß machen.
Florian: Wow. Das ist ja schon fast, wir sind schon fast in der Tipp-Sektion, in Minute drei oder so.
Miriam: So schnell waren wir noch nie fertig.
Florian: Ja, wir schaffen jetzt 17 Podcasts in der Woche, weil alle nur drei Minuten lang sind.
Miriam: Und die Frage, die sich ja auch stellt, ist, wie viel willst du denn schaffen?
Florian: Ja, was sind die Ziele? Was möchte ich eigentlich alles erreichen?
Miriam: Und wie begeistert.
Florian: Und ja.
Miriam: Und ich glaube, dass viele Menschen sehr viele Dinge tun, die sie 0,0,0 begeistern. Wow. Und dann haben sie das Gefühl, dass sie das schaffen oder nicht schaffen. Vielleicht.
Florian: Dann ist es eher so, boah, weiß auch nicht genau, soll ich das machen, soll ich das nicht machen, dann schiebe ich es auf vor mir. Solche Geschichten.
Miriam: Sowas oder ich lasse es auch sein. Ich habe jetzt sowas Süßes auf Facebook gelesen. 94 Prozent aller Vorhaben scheitern laut wissenschaftlicher Erhebung daran, dass sie gar nicht erst begonnen werden. Das finde ich sehr, sehr cool. Es stimmt ja. Gut, wenn ich was gar nicht erst angefangen habe, habe ich es auch nicht.
Florian: Kann es dann überhaupt schon scheitern?
Miriam: Wenn mich jetzt direkt jemand fragen würde, das war neulich der Fall.
Florian: Kann es dann überhaupt schon scheitern? Was ist das denn wieder für ein Fest?
Miriam: Ich fände es lustig. Hey, wir spielen mit Sprache. Der ist cool. Ich habe mich mit einem Bekannten getroffen, den wir auch aus Fortbildungen kennen, einem fantastischen Rhetoriker und Redner, der mir die gleiche Frage gestellt hat, der hat gesagt, wie schaffst du das denn alles? Auch bei diesen Menschen, die rhetorisch fit sind, sage ich dann, entspannt und witzig, nur das ist ein Schritt zu weit. Das stimmt. Also auch bei mir entspannt und witzig im Rahmen der Möglichkeiten, denn es kommt schon vor, dass sich an manchen Tagen, wenn sich zum Beispiel Termine überschneiden, plötzlich, die so nicht als Überschnitt geplant waren oder es kommt was dazu, was nicht geplant war. Ein Kind wird mal krank oder das Auto muss in die Inspektion. Das ist ja auch immer ein Zeitfenster. Dann wird es sozusagen für mich auch für einen kurzen Augenblick unentspannter.
Florian: Okay. Und was tust du dann?
Miriam: Mit dir telefonieren.
Florian: Das ist kein Heilmittel.
Florian: Nicht? Nein.
Miriam: Ich könnte deine Telefonnummer jetzt hier auf Band sprechen.
Florian: Meine Telefonnummer steht auf unserer Webseite drauf, nur im Normalfall gehe ich da nicht dran, weil im Normalfall habe ich gerade was anderes zu tun, weil wir gerade an irgendwas anderem schaffen.
Schaffe, schaffe, Häusle baue – Begeisterung als Frage des Grundes
Miriam: Ja, das stimmt. Schaffen. Erschaffen. Bauen.
Florian: Schaffe, schaffe.
Miriam: Schaffe, Schaffe, Häusle baue. Das ist der Satz, der dahinter steckt. Dieses Schaffe, Schaffe, Häusle baue. Also wer nichts tut, wer nicht aktiv ist, wer nicht arbeitet für was, der hat am Ende auch kein Resultat.
Florian: Ja, und wofür auch immer dann, um das den Kindern zu überlassen oder den Nachfahren.
Miriam: Um was zum Putzen zu haben.
Florian: Um was zum Putzen zu haben. Deswegen würdest du ein Haus bauen, damit du dann was hast, was du putzen kannst?
Miriam: Da kommt jetzt ein Feedback zurück, glaube ich. Wir haben unser Haus nicht, um was zum Putzen zu haben. Wir haben unser Haus, damit wir was Eigenes haben. Als Geldanlage. Als Geldanlage, damit wir was Eigenes haben.
Florian: Ja, da gibt es ja wirklich ganz viele Gründe und ich glaube, die Begeisterung hängt halt dran, was ist der Grund, den du dafür hast, Dinge zu tun?
Miriam: Was ist der Grund dafür, den du hast, ein Haus zu haben oder ein... Ich kenne nur zwei Menschen, die wirklich voller Begeisterung von der ersten bis zur letzten Sekunde ihr Haus gebaut haben. Ja? Ja. Alle anderen, die ich kenne, die ich kenne, und ich weiß nicht, vielleicht kennst du lieber Hörer da draußen ganz viele andere Beispiele, die anderen, die ich kenne, die ein eigenes Haus gebaut haben...
Florian: inklusive unserem Hausherrn hier.
Miriam: Wir haben eine Geschichte durch ein Jammertal geschrieben. Wenn du die da drauf ansprichst, kommt eine Katastrophen-Story nach der anderen, wo ich dann denke, nee, ich mach das lieber nicht. Danke, nein. Wenn schon eins irgendwo fertig rumsteht, dann nehmen wir das vielleicht. Und dann scheint auch dieses, die haben sich ja mit großer Freude hoffentlich das Haus ausgewählt oder sich von einem Architekten malen lassen, nach ihren eigenen Wünschen. Und das höre ich gar nicht mehr in diesen Geschichten. So dieses, boah, und wir haben uns die ganze Zeit so gefreut, wie das dann wird, wenn wir das Richtfest feiern.
Florian: Es sind eher diese Geschichten von, oh, und dann kamen die Handwerker nicht oder da wurde was nicht geliefert.
Miriam: Oder das Baugrundstück war verunreinigt und musste erst kernsaniert.
Florian: Plötzlich geht es gar nicht.
Miriam: Ja, Dinge gehen nicht, die vorher geplant sind. Es wurde ja viel teurer oder es hat viel länger gedauert. Und dann war Mietwohnung schon gekündigt. Also nur Stressgeschichten. Und dann noch alles drumrum auch, wie schaffst du das alles? So ein Hausbau scheint sich zeitlich sehr niederzuschlagen in einem Schedule, also wenn noch ein Beruf dabei läuft, eine Familie, andere Dinge, die zu organisieren sind.
Florian: Das hat mich gewundert. Ja, allerdings.
Miriam: Und bis jetzt davon abgehalten, erfolgreich selbst ein Haus bauen zu wollen. Wobei wir eine Teilnehmerin in einem unserer Seminare hatten, die ja Häuser verkauft. Und die Geschichten, die die schreibt, sind immer mega. Also es ist eine ganz süße, positive Frau, die verkauft extrem erfolgreich ihre Häuser. Nicht hier in Düsseldorf, sondern ich glaube in der Nähe von Leipzig hat die ihr Geschäft. Und die kümmert sich im Vorfeld mit so einer Begeisterung für einen reibungslosen Ablauf und ihr Ziel ist es, die Paare oder die Familien, die da einziehen, so schnell und einfach wie möglich in dieses neue Traumhaus zu setzen. Und die bleibt an diesem Projekt, bis der Schlüssel übergeben wird.
Florian: Das ist auch cool, oder?
Miriam: Und bei jeder Schlüsselübergabe bringt sie dann noch einen Glücksbringer und ein Geschenk mit.
Florian: Das ist eher die Frage, wann ist es endlich fertig, wie lange geht es?
Miriam: Ja, also es gibt, wie gesagt, auch die, genau, also es gibt, ich kenne auch zwei Leute, die mir erzählt haben, wie cool auch die ganze Arbeitsgeschichte bis zum Haus hin war. Ich habe zwei Beispiele immerhin im Bekanntenkreis.
Ist das ein Frauending? Und wo Dinge hinten runterfallen
Miriam: Und nochmal zurück zu der Frage, wie schaffst du das alles? Da wird ja oft so dieses Frauending auch oder Frauenthema schwingt damit, habe ich das Gefühl.
Florian: Weil ihr mehr schafft als Frauen?
Miriam: Ja. Achtung, jetzt gibt es eine Rückrunde.
Florian: Wieso denn? Ich habe das doch eben, ich habe die Frage doch eben gestellt.
Miriam: Weil ihr mehr schafft.
Florian: Ja, manchmal bin ich schon beeindruckt. Ich passe ja auch jetzt auf die Rasselbande hier des Öfteren auf und das ist schon, da bin ich dann schon beschäftigt. Dann übernachten hier noch ein, zwei Kinder zusätzlich und dann ist der Abend rum.
Miriam: Deswegen gehe ich ja an solchen Abenden arbeiten.
Florian: Wenn die Kinder dann ins Bett gebracht sind, wenn ich die versorgt habe, dann ist ja noch die Küche aufzuräumen. Und dann ist das Gefühl halb elf. Und dann kommt die Webseite und dann kommt der Podcast.
Miriam: Ja, das stimmt. Ich finde, im Grunde ist das kein Geschlechterthema, weil Menschen, die arbeiten, Kinder haben, Haustiere haben, vielleicht sogar im größeren Umfang, die Projekte haben, die vielleicht sogar zwei Jobs haben, die haben eine Menge zu tun, wenn ich dann noch Projekte realisieren möchte, die mich ganz persönlich betreffen. Musik machen, ein Buch schreiben, stricken. Wir beide spielen zum Beispiel sehr gerne Gesellschaftsspiele. Und zwar analog und virtuell. Sagt Florian immer so nett.
Florian: Ja, also auch am Computer oder an der Playstation oder eben richtig hier aufgebaut, den ganzen Tisch voll.
Miriam: Und manchmal, wenn wir irgendwo hinfahren zu einem Coaching oder einem Training, sitzen wir im Auto und sagen, wir haben schon voll lange nicht mehr zusammen einen Spieleabend gehabt.
Florian: Ja.
Miriam: Also es fällt uns dann auch auf, dass Dinge auf der Strecke bleiben, die wir ganz gerne getan hätten oder die wir gerne öfter tun würden.
Florian: Ja, doch, wenn ich jetzt so überlege, wann wir das letzte Mal gespielt haben zusammen abends. Das ist schon eine Weile her.
Miriam: Zum Beispiel. Ja. Also so Dinge, die auch wichtig sind. Das ist mir so aufgefallen bei der Sache. Also es geht den Menschen wie den Leuten. Deshalb verstehe ich diese Frage. Ich glaube, von außen betrachtet fehlt ja dann auch immer ein Teil des Bildes. Also wenn ich Kollegen oder dich, selbst bei dir, und ich erlebe dich ja sehr nah und ich weiß, was du gerade machst. Ich sehe nicht alles. Also ich kann nicht in deinen Kopf gucken. Ich weiß nicht, was an den Stellen, wo du jetzt sagen würdest, jetzt habe ich heute das und das und das und das abgehakt. Und schade, ich hätte gerne für mich ganz persönlich aus purer Begeisterung auch noch das gemacht. Nur das fällt jetzt hinten runter, weil irgendwann gehe ich auch mal schlafen.
Florian: Ja.
Miriam: Und das, glaube ich, gibt es eben bei dieser Behauptung, es ist ja eine Behauptung, wie schaffst du das alles? Vielleicht ist das gar nicht alles, was ich gern tun würde. Ich tue eine Menge und es ist noch nicht mal alles.
Florian: Nur, das ist doch das Gleiche wie auch in Organisation oder im Geschäft, oder? Ich bringe die Dinge, die ich machen möchte, in eine sinnvolle Reihenfolge und dann fange ich vorne an, bei dem, was am meisten Wert erzeugt. Die Frage ist halt, was ist der meiste Wert? Ist das Begeisterung oder ist das, also was ist mir im Privaten am wichtigsten?
Miriam: Trennst du Privat und Geschäft? Nein. Es gab ja mal so eine Idee von Work-Life-Balance, das wäre ein Thema für einen eigenen Podcast.
Florian: Ja, das stimmt.
Miriam: Also wo es deutlich getrennt wird, ne? So Work ist das und Leben ist das andere.
Florian: Ja, nur dann fahren wir ins Phantasialand und machen da Fotos für einen Podcast, während wir Taron fahren und so. Ja, stimmt.
Miriam: Nee, für mich ist es viel zu eng verknüpft. Wir leben ja zum Beispiel auch das, was wir unterrichten, im Bereich Sprache, sehr konsequent, alle beide. Und im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir jeden Tag besser.
Florian: Auch die Tatsache, dass ich selbstständig bin oder dass wir unser gemeinsames Geschäft haben, hat ja schon was mit einer Entscheidung zu tun, dass das der Lebensweg ist, den ich gehen möchte. Und das hat ja auch Auswirkungen darauf, was können wir eben zusammen machen. Also dafür arbeite ich halt manchmal am Sonntag und dann können wir am Dienstag einfach frei machen.
Miriam: Ja, das stimmt. Das stimmt. Das ist eine Aufteilungssache auf der einen Seite. Ich merke schon, dass Spaß und Begeisterung für mich immer wieder eine Riesenrolle spielen, wenn mich etwas begeistert. Ein Projekt wie zum Beispiel dieser Podcast, der fühlt sich an wie ein drittes Baby. Dann will ich das, verstehst du dann, ich will das machen und wenn wir dann um 23 Uhr feststellen, wir hätten jetzt noch eine Stunde, um zwei Podcast-Folgen aufzunehmen und andere würden sagen, wir nehmen die immer direkt vor dem Termin auf. Das ist zum Beispiel ein Trick. Ich teile mir die Zeit ein.
Florian: Wir nehmen dann nicht nur einen Podcast auf.
Miriam: Wir nehmen nicht nur einen Podcast auf, wir nehmen zwei auf. Dann haben wir zwei Wochen thematisch schon durch. Es kommen ja auch genug Themen an uns herangesprudelt.
Florian: Deswegen dauert es auch vielleicht einen kleinen Moment, wenn du uns ein neues Thema schickst, bis wir dann tatsächlich dazu kommen. Weil manchmal sind zwei, drei, vier, fünf Themen schon in Vorbearbeitung oder wir machen uns schon Gedanken dazu.
Miriam: Und nebst der Frage, wie teile ich mir die Termine so ein, dass es funktioniert, auch mit den Kindern ist das ja eine logistische Sache zum Teil, sehr heftig sogar für uns beide, weil wir beide arbeiten und uns manchmal hier die Klinke in die Hand drücken, damit eben hier jemand ist. Und es ist zum einen logistisch, das war noch nie eine meiner größten Stärken. Ich wünschte, wir hätten hier jemanden, der das alles für uns erledigt, der uns sagt, heute macht ihr um 10 Uhr Frühstück mit leckerem Croissants und Kaffee. Um 11.30 Uhr machst du das. Hältst du dich dann da auch dran, wenn ich dir das sage? Ja, ich habe mir das schon immer, haben wir ja noch nie drüber gesprochen.
Florian: Nein. Achso, ich könnte dir einfach Tagespläne machen und dann würdest du das so tun.
Miriam: Ja, und zwar auf die Minute.
Florian: Achso.
Miriam: Auf die Minute. Es funktioniert ja beim Fernsehen auch. Ich bin noch nie zu spät. Einmal bin ich in neun Jahren einmal zu spät in eine Sendung gekommen. Mein Kollege Volker Kirst kann die Geschichte erzählen. Ich war da und ich habe die Uhr falsch gelesen. Ist das witzig? Und dachte, das ist noch Zeit für Toilette.
Florian: Und dann bist du zwei, drei Minuten zu spät gekommen.
Miriam: Die Sendung hatte schon angefangen, ist der Albtraum.
Florian: Und dann ist Volker einfach kurz da geblieben, oder?
Miriam: Die haben mich überall schon so, ich hab das dann, also ich auf der Toilette, ne, und an der Tür rennt eins vorbei und sagt, Miri! Miri! Und ich fähr so durch die geschlossene Tür und denk, hä?
Florian: So, erst zwei nach, zwei nach!
Miriam: Handtaschensendung mit Volker. In der Doppelmoderation.
Florian: Ach so, in der Doppelmoderation. Dann war es ja noch einfacher.
Miriam: Ja, er hat es gerettet. Und ich stand da mit hochrotem Kopf. Ich finde, das wäre ganz fantastisch. Ja, du darfst mir einen Tagesplan machen.
Florian: Oh, wow. Ganz neue Möglichkeiten.
Miriam: Also voller Liebe. Schick die mal los jetzt.
Florian: Dann ist sie beschäftigt. Ich verräum dich.
Miriam: Ist kein Thema. Natürlich unter Rücksichtnahme auf meine Begeisterungsfelder, weil sonst kommen wir nicht weit.
Florian: Jetzt kommen die ganzen Einschränkungen.
Miriam: Nein, da darf auch was dazwischen sein, was mich nicht so sehr begeistert.
Florian: Ja? Immer zwischen zwei Sachen, die dich begeistern.
Miriam: Ja, genau.
Florian: Ganz wichtig. Das ist auch ein Trick, dass wir zwischendurch auch immer wieder Sachen machen. Also manchmal sind einfach administrative Sachen notwendig, so wie jetzt, es ist gerade Ende April, dann kommen halt die ganzen Rechnungen für den April, die darf ich jetzt alle schauen, dass die alle passen und in die Buchhaltung geben und so. Das macht mir dann schon Spaß, weil da ist auch Geld dran und dann mache ich vielleicht zwischendrin auch nochmal was anderes oder danach was anderes, wo noch mehr Begeisterung drin steckt.
Miriam: Sehr gut.
Florian: So wie du auch eben schon beschrieben hast. Zwischen zwei Begeisterungssachen, die dann vielleicht auch mal hochenergetisch sind, so ein etwas weniger aktives einfach reinzuschieben. Du schreibst ja auch viele Blogposts und viele Artikel und sowas. Das wäre auch sowas, ne?
Miriam: Ja, ich schreibe für mein Leben gerne. Da versinke ich. Ich schreibe ganze Theaterstücke.
Florian: Das ist eine andere Begeisterung, als dann rauszugehen in den Wald oder was aktiv zu machen wahrscheinlich, ne?
Zwei Tricks: bewusst entscheiden und die notwendigen Dinge schön machen
Miriam: Mittlerweile gibt es in meinem Leben eine Fülle von Dingen, die ich sofort tun kann, die mir einen riesen Spaß bereiten. Und ich kann sozusagen zu jedem Zeitpunkt, wenn sich mal sowas einstellen würde wie jetzt ist Zeit und wir haben es gar nicht verplant. Dann genieße ich es auch, einfach mit dir auf der Couch zu sitzen und einen tollen, lustigen Film anzugucken. Oder wir beide sind ja auch echt spontan was so, wir fahren jetzt mal schnell dahin und gucken uns mal Sachen an. Das auch. Also alle Erlebnisse, die ich bis jetzt mit dir generiert habe, sind fantastisch. Ich habe bei dieser Frage noch, ich hänge noch immer an diesem Schaffen.
Florian: An einem Schaffe.
Miriam: Wie schaffst du das alles? Es fühlt sich nicht so an. Ich hänge da volle Kanne dran. Weil in dem Augenblick, wo ich das Gefühl habe, das habe ich jetzt geschafft, das wäre bei mir bei Steuererklärung so deutlich.
Florian: Ja, dafür haben wir einen Steuerberater.
Miriam: Ja, und dem darf ich trotzdem den ganzen Kram zusammensuchen.
Florian: Ach so, bei mir ist das nur ein Ja, bitte machen Sie die Steuerberatung. Also bitte machen Sie die Steuer für 2017.
Miriam: Ja, bei mir ist es ja so ein Mischmodell. Ich bin ja angestellt bei QVC und selbstständig mit dir. Und dann suche ich für den Steuerberater alles zusammen, was da eben zusammenzusuchen ist. Wenn ich das erledigt habe und ich schiebe es lange vor mir her, auch wenn da Geld dranhängt, dann habe ich das geschafft.
Florian: Dann ist es geschafft.
Miriam: Nur die meisten Dinge in meinem Leben fühlen sich eben nicht so an, sondern es fühlt sich nach Etappenziel erreicht.
Florian: Wie hast du das gemacht? Du hast ja eben schon gesagt, dass du immer mehr Felder aufdeckst, wo du begeistert bist oder immer mehr Sachen, wo du merkst, da kann ich mich sofort von dem einen oder dem anderen begeistert. Wie hast du diese Sachen gefunden?
Miriam: Zwei Sachen. Übrigens, da sind wir jetzt an der Stelle, habe ich auch in dem Blogpost schon mal geschrieben. Zwei Sachen. Das eine ist, ich entscheide mich immer bewusster für Dinge, die ich in meinem Leben tun und auch lassen möchte. Das ist dieses kannst du auch mal nein sagen. Das heißt, ich mache die Sachen, die mir Spaß machen.
Florian: Okay. Ja. Hast du ein Beispiel für was, wo du dich gegen etwas entschieden hast? Also offensichtlich nicht Küche aufräumen oder Wäsche machen?
Miriam: Das stimmt, ich lasse das nicht liegen. Das ist der zweite Trick übrigens. Also der erste Trick wäre das. Ich habe jetzt gerade eine Anfrage gehabt, ob ich bloggen kann für ein anderes Unternehmen. Und wir haben dann darüber gesprochen, weil grundsätzlich bloggen macht mir mega Spaß. Also ich schreibe für mein Leben gerne. Ich habe mich schon da sitzen gesehen und über diese Themen was schreiben sehen.
Florian: Jedes Jahr, das wusste ich auch, wusste ich überhaupt nicht. Du schreibst ja seit Jahren die Theaterstücke für die Theatergruppe Assenheim. Die Musicalproduktion. Die Musicalproduktion. Die sprechen fast deinen Text, also der wird nochmal nachbearbeitet. Da kommen natürlich noch mehr Leute dann mit rein, nur das Grundgerüst und die ersten, die komplette erste Fassung, das machst komplett du, ne?
Miriam: Ja.
Florian: Sehr beeindruckend.
Miriam: Und da hatte ich schon so ein Mischmaschgefühl dabei, obwohl es mich begeistert, also obwohl mir das Spaß macht, weil wir gerade wirklich viel zu tun haben mit unserem Business. Das heißt, was hier gerade entsteht, ist ja unsere Akademie für Zaubersprache. Wir haben wirklich toll ausgebuchte Seminare jetzt, wir haben tolle Aufträge, Menschen aus ganz Europa, kann ich fast schon sagen, buchen uns als Trainer und als Coaches. Ich kann mein Glück kaum fassen an der Stelle. Das ist immer, wenn einer anruft und sagt, ich interessiere mich für dieses Seminar, besser denken, besser sprechen. Oder wie ist denn das genau mit dem NLP Practitioner bei euch? Was macht ihr da? Ich drehe durch vor Freude. Ich drehe durch. Florian sieht das.
Florian: Ich tanze hier.
Miriam: Ich bin am Telefon noch ganz ruhig. Aber sobald ich auflege, ist es so. Ja, es funktioniert. Die Menschen fangen an zu zaubern. Es fangen immer mehr Menschen an, mit der Sprache zu zaubern.
Florian: Vielleicht warst du, liebe Hörer oder du, liebe Hörerin, tatsächlich auch schon Grund dafür, dass wir hier ab und zu mal ein Champagner aufgemacht haben.
Miriam: Das kann sein.
Florian: Weil wir uns tatsächlich dann so drüber freuen. Und abends auch einfach sagen, wow, guck mal, was heute passiert ist. Ja, sehr cool.
Miriam: Und ich sehe, dass wir die Zeit, die wir brauchen, um dieses Geschäft, diese Vision, das ist ja mehr als ein Geschäft, das ist eine Vision, das ist eine Mission. Ich bin jetzt mal ganz episch. Dass wir da auf dem Weg sind, endlich. Ich bin auch so angekommen da drin. Das ist das, was ich leben will, wo ich merke, es hilft mir in allen Lebensbereichen weiter.
Florian: Das heißt, wir dürfen mal einen Podcast zum Thema Vision und Mission machen. Und wie finde ich das, wenn das noch nicht da ist?
Miriam: Oh ja, wenn uns, also da darfst du uns gerne ein Feedback geben, lieber Hörer, das ist schon ein großer Batzen-Thema, finde ich.
Florian: Weil du, Miri setzt das jetzt einfach so voraus, dass das da ist irgendwie, oder dass ich das habe.
Miriam: Gut, also an der Stelle habe ich zum Beispiel eben dieses andere Blog und dafür hätte ich auch Geld bekommen, also das Blog-Projekt abgelehnt. Ich sage dann jetzt nein, früher hätte ich mir das auch noch aufgebürdet. Das heißt, ich sage ja zu den Dingen, von denen ich glaube, dass sie mich weiterbringen und wo ich diese große Begeisterung spüre. Zwei Grundvoraussetzungen.
Florian: Ja.
Miriam: Dann gibt es Dinge im Leben, die mich jetzt nicht so wahnsinnig begeistern, die ich persönlich als notwendig erachte. Zum Beispiel die Spülmaschine voll und wieder ausräumen. Oder die Wäsche waschen, vom Ständer abhängen, wenn sie trocken ist und in den Schrank sortieren.
Florian: Oder Staubsaugen.
Miriam: Das sind Sachen, da sind jetzt Begeisterungsfelder, sag ich mal, übertrieben. Auch für mich. Und ich möchte in einer einigermaßen kuscheligen, schönen Wohnung leben. Ich bin nicht der Obersauberkeitsfanat und auch nicht der Oberordentlichkeitsfanat. Ich möchte nur zum Beispiel, wir leben in einem loftähnlichen Haus, das heißt, es ist alles offen. Und ich möchte, dass dieser Raum, der sehr offen ist, dass der zum Beispiel immer einigermaßen stimmt, weil wir uns da alle drin bewegen. Das heißt, für mich ist es okay, wenn da jetzt nicht in der einen Ecke Florians Arbeitsecke ist und in der anderen Ecke meine Arbeitsecke und dazwischen noch Reste vom Frühstück und dazwischen Spielzeug von den Kindern.
Florian: Genau, mein Büro ist separiert.
Miriam: Das Büro ist separiert, die Kinder haben ihre Zimmer, wo die ihr Spielzeug haben. Und hier ist wirklich der Aufenthaltsort, der immer mal umfunktioniert werden kann, zu spielen oder zu genießen oder zu toben oder zu auf der Couch kuscheln und einen schönen Film gucken. Und das darf immer so sein, dass das geht. Und es ist nicht mein Begeisterungsfeld, hier rumzuräumen.
Florian: Wie machst du es dann, dass du es machst?
Miriam: Da mache ich es mir hübsch. Da sorge ich dafür, dass es sich besser anfühlt. Das habe ich auch im Blog geschrieben. Nein, währenddessen und davor. Das heißt, wenn ich weiß, ich habe hier morgens eine Stunde aufzuräumen, weil Wäsche da steht, die wegsortiert wird, bla bla bla. Dann mache ich mir als allererstes schon mal richtig witzige Musik dazu an. Musik ist bei mir echt ein Zauberschlüssel. Und zwar nicht den Trauermarsch von Chopin, sondern echt Musik, die abgeht. Auf Spotify gibt es so eine Putz-Playlist.
Florian: Es gibt eine.
Miriam: Es gibt eine Putz-Playlist. Cool, oder?
Florian: Ja, ist gut.
Miriam: Die ist mega. Das sind nur so Schoten, weißt du, so, come on Eileen, bam, bam, badam, bam, so, da putze ich zu. Dann putze ich im Takt oder ich räume im Takt auf. Ich kenne da ja auch nichts. Weißt du, ich tanze. Ich übe Steppen, während ich die Wäsche in den Schrank räume. Mit den Kindern spiele ich, wenn wir zusammen im Supermarkt sind, für uns beide, für uns beide, für uns drei. Kein Begeisterungsfeld. Die Kinder finden Rewe super langweilig. Entschuldigung, Edeka auch.
Florian: und Real erst recht. Richtig.
Miriam: Nee, im Real gibt es ein Spielzeug am Teil.
Florian: Das stimmt, ja. Da können wir die einfach beim Playmobil und beim Lego abstellen und dann träumen die sich ihre Visionen und Missionen zusammen.
Miriam: Und da zum Beispiel spielen wir um die Regale verstecken. Oder wir spielen, wer schiebt den Einkaufswagen durch die Ideallinie. Keine Ahnung, also dann mache ich es mir schön. Jetzt könnten einige sagen, Geschirr spülen kann ich mir bei aller Liebe nicht schön machen. Hätten wir jetzt laut unseres vergangenen Podcasts der Herr-Kann-Ich-Wohne-der-Will-Nicht-Straße schon wieder ein Gegenargument? Nur, was kannst du jetzt nicht drüber nachdenken, was blöd ist, sondern was kannst du tun? Wie machst du es dir angenehm, wenn du eine Arbeit zu erledigen hast? Was brauchst du, damit es dir dabei einigermaßen geht?
Florian: Ja, du machst es dir schön, ne? Ja, das ist gut. Was du auch öfter machst, ist QVC dabei schauen.
Miriam: Stimmt, beim Wäsche aufhängen liebe ich das sehr. Das ist meistens die Stelle.
Florian: Oder beim Abschminken habe ich dich auch schon erwischt, dann schaust du noch QVC. Und das ist der Trick, den ich auch hätte oder den ich auch habe. Ich höre viel Podcasts oder Audiobücher dann dabei. Spannend, ja. Für mich ist es nicht so sehr die Musik. Sondern für mich ist dann, also was mich begeistert, was mir Spaß macht, ist viel Lernen, viel Wissen, viele neue Ideen in den Kopf bekommen und drüber nachdenken, wo ich wieder irgendwas Neues anwenden kann und damit dann auch drüber nachzudenken, was habe ich gerade für Herausforderungen und das sind eben neue Podcasts, neue Audiobücher, wo ich dann sage, okay, dabei kann ich auch abwaschen. Das sind dann eher so Tätigkeiten, wo ich meinen Kopf sonst nicht brauche, auf dem Trampolin auch.
Kaffee, Erlebnisse und die Quintessenz: nicht schaffen, sondern tun
Miriam: Dieses Podcast oder Hörbuch hören und da gibt es ja sogar kostenlos eine Riesenauswahl im Netz.
Florian: Zum Beispiel unter kontext*denken.de. Richtig, unseren.
Miriam: Wir haben mittlerweile fast 40, wir feiern bald 40. Folge. Das ist schon eine Menge Holz zum Hören. Also das reicht schon für eine Autofahrt von Düsseldorf nach München. Genau. Und kostenlos. Oder such dir die Themen raus. Wenn dich Gärtnerei interessiert, es gibt kostenlose Podcasts zum Thema Blumen und Garten und Pflanzen.
Florian: Wo Menschen total begeistert sind oder Segeln oder was auch immer.
Miriam: Computer, Florian hört auch Computer-Podcasts, wo ich gelegentlich daneben sitze und fange sofort an zu schielen.
Florian: Das ist ja für jeden. Mein Gehirn steigt da echt aus. Verstehst du das wirklich? Ja, du verstehst das.
Miriam: Das ist wirklich eine tolle Hilfe. Ja, gerade wenn Tätigkeiten echt auch so ein bisschen stumpf sind. Bei der Steuererklärung kommt ja ein Aspekt dazu, der Konzentration, zumindest ein bisschen.
Florian: Ja, genau. Da würde ich das auch nicht tun.
Miriam: Also da läuft nebenbei gewiss nicht QVC.
Florian: Da läuft für mich dann Musik daneben, witzigerweise.
Miriam: Und ich habe auf jeden Fall immer einen guten Kaffee. Kaffee ist für mich auch was ganz Fantastisches. Wir haben uns eine Kaffeemaschine gekauft, ganz zu Beginn unserer Beziehung. Das ist nicht die beste auf der Welt. Nur der Kaffee, der da drin...
Florian: Das ist nicht mal eine automatische, wir dürfen von Hand abschalten und so, ja genau.
Miriam: Und der Kaffee, den wir da drin machen, der erinnert mich an unser allererstes frisch verliebt sein. Ich liebe diesen Kaffee. Wenn diese Kaffeemaschine anfängt...
Florian: Wir hatten die ja schon auf Seminaren dabei. Also bei solchen Sachen achten wir halt sehr darauf, dass wir mit den Sachen, die wir in unserer Wohnung haben, auch Erlebnisse schaffen.
Miriam: Ja, gut, das ist schon wieder ein nächster Schritt und das funktioniert gut. Es gibt also Getränke, die mir helfen, die nicht alkoholisch sind, die mich in solchen Augenblicken in eine gute Stimmung bringen. Und ich glaube, dass das die Quintessenz ist. Ich schaffe nicht, sondern ich tue Dinge mit großer Begeisterung. Ich entscheide mich bewusst für die Dinge, die ich tue.
Florian: Du tust die dann einfach.
Miriam: Und dann ist es so, wie wenn manche Leute völlig versinken im Lesen eines spannenden Buchs oder beim Stricken, manche Männer bauen an Autos rum mit großer Begeisterung, manche nähen oder handarbeiten irgendwas und merken nicht, wie die Zeit vergeht. So cool ist das. Wenn ich schreibe, wenn ich sende, ich mache vier Stunden Beauty Night und ich merke nicht, wie vier Stunden vergehen. Wenn meine Kollegin Kerstin irgendwann sagt, so jetzt haben wir auch diese Beauty Night wieder zu Ende gefahren, dann sitze ich im Studio und denke, wie, wir haben gerade erst angefangen.
Florian: Ja, bei Seminaren oder bei Workshops. Auch.
Miriam: Und ich denke, nee, jetzt haben wir nur noch eine Stunde, ist schon Abschiedszeit.
Florian: Wow, noch so viele Sachen, die wir tun können oder so viel zu erleben und so viel zu tun. Toll. Ja, und auf der anderen Seite schon so viel gemacht und jetzt, wow.
Miriam: Also aussortieren, was geht, wo ich sage, es macht keinen Sinn, weder für mich noch für andere, dass ich das mache, weil ich tue es eh mit Henken, Backen, soweit es möglich ist. Wenn die Dinge, dann die, die richtig cool sind, noch dazu, die was bringen, die dich dem Ziel näher bringen.
Florian: Immer wieder bewusst, dass du Dinge tust, die dir gut tun.
Miriam: Und die Dinge, die nun mal in Anführungszeichen sein müssen, wir mögen das Wort ja nicht so gerne, nur wo wir glauben, dass sie sein müssen in dem Augenblick, wie Wäsche zusammenlegen oder Steuererklärung machen, macht ihr doch die Zeit so schön, wie es geht dann. Drumrum. Ja. Das ist der Podcast zum Wie schaffst du das alles?
Florian: Ja.
Miriam: Das war's.
Florian: Begeistert, entspannt und... Witzig. Dinge tun, ja. Und tun, ja. Task. Ja, dann...
Miriam: Wenn du mehr dazu erfahren möchtest oder wenn du das Gesamtkonzept kennenlernen möchtest, dann melde dich an zu Besser Denken, Besser Sprechen. Das ist unser Seminar, unser Klassiker.
Florian: Der Seminar ist im November jetzt, ne?
Miriam: Nee, wir haben im Sommer?
Florian: Ah, im Sommer haben wir nur zwei Einzeltage.
Miriam: Ach, dann haben wir Sprachzaubertage.
Florian: Genau.
Miriam: Sprachzaubertage für alle, die noch so ein bisschen unentschlossen sind.
Florian: Wir sind gerade dabei, die Termine festzustellen.
Miriam: Die so ein bisschen unverbindlicher bei uns lernen möchten.
Florian: Genau, dann machen wir mal einen Tag, Miriam und Florian.
Miriam: Kostet 89 Euro, bei Frühbucher-Rabatt.
Florian: Ja.
Miriam: 99 später. Ist an tollen Orten, einen Tag lang. Genieß uns. Und genau, ansonsten gibt es viele Informationen auf unserer Website www.kontext*denken.de Unseren Beziehungskiste-Podcast, der sich nur an Paare und zu Paar-Themen äußert, den findest du auf YouTube.
Florian: Kein Paar-Coaching.
Miriam: Kein Paar-Coaching, immer witzig und die wirklich spannenden Themen mal ordentlich um den heißen Brei geschleift.
Florian: Geschlüfft. Geschlüfft.
Miriam: Und besser wisserisch wie wir sind, haben wir auch immer noch einen Lösungstipp. Also auf YouTube gibt es die Beziehungskiste, auf unserer Seite gibt es alle Infos zu uns und den Podcast hier gibt es immer dienstags von uns mit tollen Themen Sprachzauberei, Gehirnzauberei.
Florian: Cool. Dann vielen Dank fürs Zuhören.
Miriam: Vielen Dank.
Florian: Bis nächste Woche.
Miriam: Hab eine tolle Woche. Ciao. Tschüss.