NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 223

Wie Du Ruhe in aufgeregte Teams oder Familien bringst

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In dieser Folge

Darum geht es

Diese Podcastfolge ist mehr als besonders. Zum einen ist sie ein LIVE Mitschnitt unseres Facebook LIVE Trainings vom 24.11.2020, zum anderen behandelt sie ein dankenswertes Thema. Beef, Stress, Frust im Team oder in der Familie? Und Du könntest die Heldin oder der Held sein, die für Entspannung, Ruhe und Refokussierung sorgt? Wow. Das ist doch mal ein Auftrag für Superwoman und Batman. Natürlich liefern wir Dir in fast 50 Minuten Spielzeit nicht nur viele Tipps und Hacks – sondern gehen auch die Funktion eines einzelnen in einer Gruppe aufgeregter Hühner mit Dir durch. Denn auf einen kommt es bei diesem heldenhaften Plan besonders an – auf Dich. Unsere beste Hoffnung ist, dass Du Dir beim Anhören dieser Folge Stift und Zettel schnappst und mitmachst. So wie es in der Aufnahme 50 Menschen getan haben, die sich mit diesem Thema befassten. LIVE und auf Facebook. Wir sind sehr dankbar für diese eine Folge. Sie ist besonders. Auch im Klang. Und das macht nichts, denn ab kommenden Dienstag ist alles wieder „normal“.

Hier ist unsere Gruppe, wenn du in Zukunft auch live auf Facebook dabei sein möchtest: https://www.facebook.com/groups/kontextdenken

Warum "Ruhe jetzt mal hier!" und der gut gemeinte Stuhlkreis meist nach hinten losgehen, klären Miriam und Florian gleich zu Beginn. Dann bekommst du die NLP-Regel "you go first", das Bild mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug und eine Sieben-Minuten-Vorbereitungsübung mit den Fragen: Wozu trefft ihr euch? Welche drei Adjektive beschreiben das Treffen in perfekt? Und wie sollen alle da wieder rausgehen? Für den akuten Moment gibt es konkrete Hacks — vom bewussten Gähnen als Sicherheitssignal übers Sprechen in ruhiger Stimme bis zur kleinen netten Geschichte und dem Blitzlicht zum Einstieg. Eine Folge für alle, die Spannungen im Team, Streit in Meetings oder Stress beim Familientreffen entschärfen wollen — und dabei bei sich selbst anfangen.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein besonderer Live-Podcast zum Mitmachen
  2. Warum die klassischen Interventionen scheitern
  3. Der Beweis: Du kannst ruhig bleiben
  4. You go first — und das Bild mit der Sauerstoffmaske
  5. Die Vorbereitungsübung: Wozu, welche Adjektive, wie geht ihr raus
  6. Die Akut-Hacks: Gähnen, ruhige Stimme, kleine Geschichten und Witze
  7. Das Blitzlicht — und ein Ausblick auf die nächste Folge

Es sitzen acht Leute im Raum, einer schimpft schon, die anderen ziehen mit — und du sollst da jetzt Ruhe reinbringen. Ein "Jetzt beruhigt euch mal!" macht die Sache meist nur schlimmer. Miriam und Florian zeigen dir in diesem Live-Mitschnitt, wie du bei dir anfängst, bevor du bei anderen ansetzt. Schnapp dir Stift und Zettel — hier wird mitgearbeitet.

Ein besonderer Live-Podcast zum Mitmachen

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Herzlich willkommen da draußen heute zu einem ganz besonderen Podcast von kontext*denken. Das ist nämlich eine Verknüpfung von Podcast und Facebook Live. Wir zeichnen unseren Ton auf, den wir während unseres aktuellen, also heute zu diesem Zeitpunkt gerade laufenden Live-Trainings produzieren. Und hoffen, dass du ganz viel Spaß hast, auch beim Zuhören, beim Mitmachen. Wenn du bei diesem Podcast richtig profitieren möchtest, leg dir was zum Schreiben hin, einen Stift dazu, fahr möglichst nicht Auto dabei, sondern arbeite mit. Es ist eine goldene Folge für Kommunikationstraining und Lernen, gerade wenn du in einem Team-, Gruppen- oder Familienkontext das Wort in die Entspannung führen möchtest. So, und damit geht's hier los bei uns auf live. Unsere Zuschauer sind parat, Florian und ich sind bereit. Das Thema ist Ommmmsen. Dann, wenn es überhaupt nicht passt, nämlich du kommst in einen Raum, hier ist die Familie, hier ist das Team, hier ist wer auch immer oder die Leute kommen zu dir.

Florian: Weißt du, was auch passen würde? So Elternabend.

Miriam: Elternabends aus, super. Da kannst du das auch alles probieren, was wir dir heute Abend beibringen. Nur, wenn du das tust, hast du vielleicht ein paar Lacher, andere werden dich etwas schräg anschauen, zu Recht, wenn du das aus dem Kaltstart heraus machst. Und ja, das ist natürlich auch eine Situation, wenn die da alle so sitzen mit verschränkten Armen oder einer ist sowieso schon am Schimpfen und alle anderen schimpfen mit und es ist so eine dunkle Rauchwolke.

Florian: Über dem Raum und das ist schon zu spüren. Manchmal ist es ja so, in den Raum reinkommen, je nachdem wie die Konferenzräume geschnitten sind in Unternehmen, in denen ich drin bin. Und dann schon, das Beste war früher immer, wenn es stille war. Also acht Leute im Raum und keiner sagt was. So mögen die sich nicht, haben die sich nichts zu sagen, inzwischen sind die ja dann alle so hängen am Handy.

Miriam: Nur wir gehen ja heute Abend mal von dem Fall aus, dass Beef ist, also dass Trouble ist.

Florian: Ja meistens ist der ja Beef. Apropos.

Miriam: Apropos Beef, jetzt kommt unsere Lasagne. Auch das ist auf dem Podcast zu hören und auch das ist in Ordnung. Also wir gehen eher in die Situation, wenn Trouble ist und Florian hat recht, auch diese Art von Situation kann sein. Nur wir nehmen uns jetzt mal, wir knöpfen uns mal die Situation vor, da haben sich schon zwei am Kopf oder es ist sowieso schon von vornherein klar, dass es Ärger geben wird und alle Köpfe haben es auch schon erfahren, dass das so sein wird. Und es gibt auch Hauptverdächtige, die immer dafür sorgen, dass Stress ist. Oder die sehr dafür berühmt sind.

Warum die klassischen Interventionen scheitern

Miriam: Und was machen Menschen dann normalerweise? Also vielleicht erinnerst du dich ja auch daran, dass es diese, an solche Situationen in der Familie, in Gruppenvereinen und im Team in der Firma, dass es dann so verschiedene klassische sogenannte Interventionen gibt, um da etwas dran zu verändern. Von Menschen, die sich noch nicht so wie du viele Gedanken gemacht haben über ihre Sprache. Die machen das auch immer wieder so, also sie probieren es, indem sie sich vor die Gruppe stellen und sagen, Ruhe jetzt mal hier. Also unsere NLPler haben jetzt schon gezuckt, weil da kommen wir später nochmal drauf zu sprechen, was das macht. Auch wenn du dich vor einen Menschen stellst und ihm sowas sagst wie, entspann dich jetzt, sofort! Was dann so sich für eine Schwingung überträgt von einem zum anderen, wenn es Schwingungen gäbe. Oder was auch nicht funktioniert, der Erfahrung nach ist, jetzt atmet doch mal tief durch und entspannt euch mal. Das ist jetzt zu Florians, jetzt atme mal tief durch und entspann dich mal hier.

Florian: Ich bin doch entspannt.

Miriam: So, siehste?

Florian: Was willst du denn jetzt von mir?

Miriam: Ja, das ist das, was dann kommt. Klassische Reaktion, klassischer Angriff, klassische Reaktion. Was auch manchmal funktioniert und häufig nicht dann wirklich zum Punkt führt, weil wir treffen uns ja auch aus irgendeinem Grund, ist, was ist denn los? Wollen wir mal einen Stuhlkreis zusammen machen?

Florian: Die Wattebäuschen-Räucherstäbchen-Nummer? Ja. Da denkt Florian jetzt an so einige Teams, die er so hat und manche von euch werden das ja auch so im Kollegenkreis jetzt mal kurz... Ich hatte heute wieder mit sehr hardcore IT-Spezialisten zu tun, die Betrieb machen von großen internen Konzernrechenzentren. Wenn ich denen komme mit, also das erste, was wir jetzt mal machen ist, ich habe mal eine kleine Kerze mitgebracht und wir setzen uns mal in einen Kreis und wir fangen mal an darüber zu reden, wie geht es dir denn heute so? Dann gehen die.

Miriam: Also auch das ist so ein Klassiker. Oder was es auch gibt ist, wir sollten gemeinsam in einem Workshop für unser Team mal Regeln entwickeln. Benimmregeln. Haben wir jetzt gerade auch einen Fall in der Schule gehabt aktuell.

Florian: Auch dann gehen die und die Antwort kann nur sein, bleib, bleib, bitte bleib hier.

Miriam: Wir hatten mal so eine Anfrage, die haben wir nicht gemacht, nur da ging es darum, ein Orchester, und zwar ein Profi-Orchester, die wollten das. Also die haben sich nur noch gekloppt mit dem Dirigenten untereinander, es war nur noch Stress in den Proben und die wünschten sich Regeln. Damit sie mal auch auf was zeigen können und sagen können, so, hier steht es an der Wand, so hast du dich zu benehmen und wenn du dich so nicht benimmst, hör mal, Alter, dann raus hier. Nur wie willst du denn den ersten Geiger feuern? Also zumindest nicht von heute auf morgen. Das ist schon schwierig. Ja, also wenn wir also sowas uns vor, dann stellt sich ja zurecht die Frage in diesem Training, okay, wissen wir alles? Funktioniert so halb oder gar nicht? Was denn dann? Und da gehen wir jetzt mal, da holen wir ein bisschen weiter aus und fragen uns auch zurecht, ist denn Trouble überhaupt ansteckend? Also viele Menschen da draußen glauben ja, wenn es so eine Zelle gibt, so eine Beef-Zelle in so einem Team, dann steckt die binnen Sekunden alle an inklusive...

Florian: Also es ist auf jeden Fall die Einladung, ist mein Eindruck. Wenn so jemand dabei ist, ich habe in einem anderen Unternehmen gerade mit zwei Teams zu tun, wo es wirklich darum geht, ob bestimmte Teammitglieder in Teams drinbleiben dürfen, weil immer wieder Reibung entsteht und immer wieder Stress entsteht an der Stelle. Also es tut halt was mit uns Menschen, wenn jemand dabei ist, der... eher Nein sagt zu Vorschlägen, der, wenn im Team irgendwie die Meinung ist, wir sollten mal dies und jenes machen, dann sagt, na, da habe ich nicht dran, das funktioniert, der meint nicht mit.

Miriam: Und dann könnten wir ja behaupten, bis jetzt zumindest, bis du gleich ein paar Informationen bekommst, die das vielleicht ändern könnten, wissen wir nicht, es ist in Anführungszeichen hier kein Practitioner, nur kann ja sein, dass du da schon anderweitig drüber nachdenkst, weil viele Menschen ja eben behaupten würden, das ist auf jeden Fall ansteckend, also ich kann gar nicht anders, wenn der so ist...

Florian: Und da gehe ich nicht mit. Also nur weil jemand ein Angebot macht, in die Richtung zu gehen, heißt das ja nicht, dass ich da mitgehen muss. Oder dass das für immer so sein braucht. Nur manche Menschen machen richtig gute Angebote, Stresstanzen, miteinander Stresstanzen zu machen. Die fordern zum Stresstanz auf. Und manche von denen machen eine richtig schöne Aufforderung, wo viele Leute drauf einsteigen. Nur die Wahl haben wir trotzdem vielleicht noch.

Miriam: Irgendwo sollte sie sein. Auch da, wie gesagt, die Tipps kommen auch gleich oder wir üben das sogar miteinander. Das ist ja interaktiv heute in dieser Folge, in diesem Training. Und deswegen dürfen wir uns zu Recht mal Gedanken machen, was behaupten Menschen so über ihre Gefühle? Was behauptest du über deine Gefühle? Baust du dir deine Gefühle selbst? Sind die in deinem Körper? Oder gibt es von außen ganz viel, was sozusagen dich anspringt und dann laufen diese Muster ab innerlich und wir können nichts dagegen tun? Viele würden jetzt vermutlich sowas sagen wie, ja, das ist bei mir so. Also wie auch anders. Da draußen passieren Katastrophen, schlimme Dinge. Natürlich fühle ich dann mich schlecht.

Der Beweis: Du kannst ruhig bleiben

Miriam: Wir machen mal ein kleines folgendes Experiment, da brauchen wir euch jetzt wieder im Chat mit möglichst viel Eintrag. Und da sind jetzt vielleicht nicht alle im Boot, nur jetzt ganz konkret an die, die es können. Kannst du dich erinnern an eine Situation im Leben? Wo du schon mal ruhig geblieben bist, obwohl um dich rum fast alle oder alle ausgerastet sind oder völlig außer sich waren. Und du fühltest dich und warst tatsächlich wie so ein ruhender Pol. Menschen kamen danach zu dir und haben dir sowas gesagt wie, boah, wie hast du das gemacht? Du hast die ganze Zeit voll fokussiert und entspannt. Egal ob jetzt aus dem Privaten, aus dem Beruflichen, wo auch immer das stattgefunden hat. Wenn du jetzt so eine Situation findest in deiner Erinnerung und dich wieder siehst, wo das war, wer das war, brauchst keine Namen nennen, nur dann bitte gib uns mal das Beispiel in den Chat. Schreib mal, ja, das war in der Familie oder das war im Job oder das war im Verein oder das war einfach nur, dass wir mal so Spotlights hier haben. Wir brauchen natürlich hier keine konkreten Angaben, nur, dass wir da mal so ein bisschen Fülle sehen von, es gab solche Situationen. Da freuen wir uns gleich drauf. Und dieses Erinnern daran bedeutet vielleicht für den einen oder anderen relativ weit zurückzugehen. Der andere hat es vielleicht relativ schnell greifbar. Manche von euch haben sich auch schon sehr weit fortgebildet und üben das regelrecht. Das heißt, die werden eine Menge Auswahl haben jetzt auch schon.

Florian: Hast du schon so ein paar? Als Azubi habe ich oft den Vorwurf bekommen, wie können sie denn jetzt so ruhig bleiben?

Miriam: Cool. Ja, genau, exakt.

Florian: Eine Mitarbeiterbesprechung, ja, das habe ich ganz oft, Teammeeting, erster Lockdown oder Lockdown-Light, die Nachricht ganz entspannt zur Kenntnis genommen zu haben. Bei einem Unfall erste Hilfeleistung.

Miriam: Wow. Ja, also richtig krasse Situation auch. Wahrscheinlich viele Menschen sehr heftig reagieren auch in solchen Augenblicken. Super. Vielen, vielen Dank für die Beispiele. Und egal, ob du jetzt mitgemacht hast im Chat oder nicht, also die Situation, die du dir gegriffen hast, das ist das Gold, womit wir jetzt ganz kurz arbeiten möchten im Bereich, wie kannst du deine Gefühle dahingehend unabhängig machen von dem, was da im Außen ist. Mit deinem Eintrag hier im Chat oder deinem Gedanken an diese Situation hast du dir schon mal eins bewiesen, unabhängig jetzt von allem anderen. Grundsätzlich kannst du es. Also grundsätzlich bist du imstande, in Situationen, in denen alle möglichen anderen Menschen völlig durchdrehen.

Florian: In denen von außen vielleicht viel Impuls kommt, jetzt in eine stressigere Situation reinzugehen oder ärgerlich oder was auch immer dein Begriff wäre, trotzdem eben bei dir zu bleiben und trotzdem ruhig zu bleiben. Voll gut.

Miriam: Allein das Wissen ist schon mega wertvoll. In einem Coaching würden wir jetzt noch einen Schritt weiter gehen und dich wirklich fragen, wie genau hast du das in dieser Situation gemacht? Was hast du anders gemacht als in Situationen, wo du dich vielleicht bis jetzt aufgeregt hast, weil andere sich aufgeregt haben oder weil im Außen etwas Aufregendes geschah? Wo genau waren die Unterschiede? Was hast du anders gemacht? Weil du könntest daraus wertvolle Schlüsse ziehen auf, wie machst du es in Zukunft, wenn du schon mal ruhig bleiben wollen würdest.

You go first — und das Bild mit der Sauerstoffmaske

Miriam: Und das ist der nächste spannende Punkt. Ganz viele Menschen, ihr nicht hier, nicht unsere Hörer und auch nicht ihr hier im Live-Training, sind natürlich schon wahnsinnig weit und überlegen. Und erwarten nichts von anderen, was sie nicht selber performen. Ja, also das habe ich ja vorhin angedeutet mit diesem Ruhe jetzt hier mal. Das ist ja nicht ein Vorbild für so geht es jetzt hier in Ruhe, sondern das zahlt noch ein. Also das ist noch mal eine Schippe Kohlen drauf auf die ganze Nummer. Funktioniert ja wie gesagt auch mäßig, wenn wir es so beobachten. Die erste goldene Regel, und die bringen wir dir heute Abend bei, die schenken wir dir, die stammt wirklich aus der NLP-Ausbildung, ist, you go first. Und die begleitet unsere NLPler, bis sie NLP zum Beruf machen. Also Menschen, die so weit gehen im NLP. Es reicht ja der NLP-Practitioner, um das zu können. Nur Menschen, die Coach werden, you go first.

Florian: Auch im Trainer dann.

Miriam: Es ist einfach nicht so schön, wenn ich vor der Glotze sitze und gucke Netflix und sage, Florian, er soll nicht so viel Netflix spielen. Nicht so viel Gameboy. Nee, wie heißt es hier? Playstation spielen. Weil wir hocken beide vor der Glotze. In der Freizeit. Das heißt, ich kann sozusagen nicht aus meinem eigenen Refugium heraus von Florian etwas erwarten, was ich nicht mache. Genauso ist es dieses, jetzt beruhig dich mal.

Florian: Ich selber aufgeregt zu sein in dem Moment hilft einfach nicht.

Miriam: Ja, hilft einfach nicht. Wenn wir jetzt also davon ausgehen, dass wir deutlich mehr Impact haben auf uns und auf andere, wenn wir in dem gewünschten Zustand schon mal drin sind, dann dürfen wir anfangen, an Techniken zu arbeiten, in denen es uns sehr leicht und immer leichter fällt, diesen Zustand zu erzeugen, den wir haben wollen. So, das ist das eine. Das You-Go-First hat eine wunderbare Metapher, die vielleicht noch ein bisschen deutlicher ist, die ich mit unserem wunderbaren Paddy mehrfach besprochen habe. Nämlich, der kennt sich ja aus mit Fliegen, mit Fliegerei. Und es gibt, wenn du fliegst, wenn du ins Flugzeug steigst, immer diese Sicherheitsansage. Viele hören gar nicht mehr zu, die haben die Zeitung irgendwie vorm Gesicht. Nur die läuft eben und immerhin wandert sie ins Unterbewusstsein. Da sagen die dir alles Mögliche über Sicherheit. Dann kommt eine goldene Stelle. Und zwar die, wo sie sagen, im unwahrscheinlichen Fall eines Druckabfalls in der Kabine fallen vor ihnen aus der Kabinendecke Sauerstoffmasken herunter. Bis dahin alles noch tutti. Dann kommt's. Setzen Sie sich die Sauerstoffmaske aufs Gesicht, ziehen Sie sie fest und helfen Sie dann Mitreisenden und Kindern. Was wäre der erste Impuls von einer Mutter mit einem dreijährigen Kind neben sich, wenn so ein unwahrscheinlicher Fall eintritt? Alle Mütter werden mir jetzt beipflichten, natürlich erstmal das Kind retten. Nur, ich habe wie gesagt mit Patti drüber gesprochen, Mutter und Kind haben in so einer Situation ungefähr 18 Sekunden bis zur Bewusstlosigkeit, je nach körperlicher Fitness. Das heißt, dass die einem sagen, machen sie bei sich zuerst und dann bei anderen, hat einen sehr schlauen Grund. Du bist erwachsen, du bist klaren Geistes, du ziehst dir diese Maske auf, du bekommst Luft. Selbst wenn dein Kind dann schon so ein bisschen die Augen verdreht, macht nichts. Du hast dann die Ruhe, die Klarheit und die Luft, um dem Kind entspannt zu helfen. Andersrum ist die Gefahr größer, dass Schlimmes passiert. Das ist eine wichtige, wichtige Runde über, du sorgst immer erstmal dafür, dass es dir gut geht. Es ist so wichtig, denn du kennst Menschen da draußen und vielleicht dich auch in der einen oder anderen Situation. Du hast uns solche Situationen gerade hier in den Chat geschrieben, in denen du dadurch, dass du der Fels in der Brandung warst oder einfach voll in deiner Kraft, voll in deiner Konzentration, voll im Hier und Jetzt und dabei auch noch ruhig, dass andere Menschen dir auch viel mehr vertraut und zugetraut haben. Menschen, die gut für sich sorgen, die erstmal sich darum kümmern, dass sie genug gegessen, getrunken haben vor so einem Training. Florian und ich dürfen hier gut auf uns aufpassen. Genug geschlafen, sich angelächelt, viel gelacht haben. Die haben plötzlich dieses Leuchten, was wir als Ausstrahlung bezeichnen. Das ist stark, das ist Sicherheit. Die sind wie so Kometen. Du bist ein Komet, du leuchtest, hinter dran ist so ein Schweif und in dem Schweif haben ganz viele Menschen Platz. Nur wenn du außer dir bist und rumzappelst, dann hast du keinen Schweif mehr da oder keine Kraft, um die alle mitzuziehen. Ist doch logisch. Wir sprechen da mit Müttern immer sehr tacheles, weil die natürlich immer instinktiv ihre Kinder vorziehen, selbst wenn die Kinder schon 16 sind und Brusthaare haben. Nur die sind wichtiger. Wir dürfen da aufpassen. Je mehr Kraft du hast, desto besser kannst du anderen helfen. Ist logisch. Also brauchen wir weder über NLP noch Psychologie noch sonst irgendwas zu reden. Je mehr Kraft du hast, desto besser kannst du andere unterstützen. Ich möchte, dass... Einfach nur im Sinn mal haben. Du hast Fragen aufgeschrieben.

Florian: Ich habe eine Frage mit reinkopiert, wo es darum ging, nicht ruhig bleibe ich, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle.

Miriam: Ja.

Florian: Auch da ist eben die Frage, oder da kommen wir im nächsten Blog drauf, ne?

Miriam: Da kommen wir nochmal drauf zu sprechen.

Florian: Da kommen wir gleich nochmal drauf. Also den heben wir uns vielleicht sogar noch einen Moment auf.

Miriam: Und ich finde es auch gut, dass Menschen aufbegehren und dass wir uns nicht alles gefallen lassen da draußen. Es geht auch nicht darum, das ist ja genau das, was Florian gesagt hat, wir machen jetzt mal einen Stuhlkreis und dann sind wir alle happy lappy. Sondern es geht darum, dass du in deiner Klarheit bist und es eben von außen her nicht mehr so viele Faktoren, für dieses Training reicht nicht mehr so viele Faktoren gibt, die dafür sorgen, dass du dich schlecht fühlst. Wir wollen, dass du dich gut fühlst.

Florian: Und der erste Trick ist, dass du in der Lage bist, für dich eben rauszufinden oder für dich ein Stück weit dich unabhängig zu machen von dem Angebot, was von da außen kommt. Und für dich zu entscheiden, wie wärst du gerade gerne oder was wäre das. Und das ist dann der nächste Schritt. Ja, genau.

Die Vorbereitungsübung: Wozu, welche Adjektive, wie geht ihr raus

Miriam: Und jetzt geht es endlich auch um andere und nicht mehr nur um dich. Es geht ja hier in diesem Training um andere. Du hast ja recht.

Florian: Wir wollen ja bei den anderen eigentlich was verändern. Bei den Teammitgliedern, die stören.

Miriam: Die da Beef machen, Trouble, Stress. Also, jetzt kommen wir zu einer Übung. Und zwar um dich vor deinem Gespräch im Team, der Teamsitzung, dem Gruppenmeeting, Gruppentreffen, Dem Familienabendessen vorzubereiten, gerade wenn es im Moment Stresspunkte gibt, um mal was zu verändern da dran und zwar aus deiner Kraft heraus, nicht aus der Kraft der anderen. Und das funktioniert hervorragend, deswegen darfst du jetzt gleich sehr aktiv im Chat schon mitüben. Die Übung dauert ungefähr sieben Minuten, kannst du also immer einziehen, zum Beispiel vor einer Teamsitzung, wenn du sie ansetzt, sieben Minuten wie ein gutes Bier, hab ich wieder gepasst, ja, hier zu uns Deutschen, wobei ich trinke gar kein Bier. Du auch nicht, ne? Ja, also. Vor dem Meeting, vor dem Abendessen, vor dem Treffen, die allererste Frage, die darfst du dir auch gerne noch zusätzlich auf ein Blatt Papier oder in deine Notes schreiben, um diese Übung für immer für dich greifbar zu haben. Stellst du dir bitte die Frage, wozu trefft ihr euch? Und da fragst du bitte nicht die anderen, sondern diese Frage beantwortest du ganz für dich alleine. Und du kannst jetzt gerne einen Fall nehmen, den du anonymisierst und in den Chat mal so ein paar klassische Gründe schreiben, warum, du kannst ja auch so tun, oder du kannst einfach mal eine Fremdfamilie nehmen oder so tun, als ging es um deine Familie, dabei geht es um deinen Beruf, ist auch egal. Also bestenfalls arbeitest du mit einem, wozu trefft ihr euch? Wozu? Was ist Outcome? Was ist der Sinn dieses Treffens?

Florian: Oder vielleicht was wäre der Zweck grundsätzlich? Also gerade wenn wir jetzt über Familientreffen oder die ja dieses Jahr vielleicht in einem eingeschränkten Rahmen stattfinden, wenn wir über die sprechen, die hatten ja mal einen Zweck oder die haben ja so eine höhere, im Englischen heißt das eine Aspiration, also eine beste Hoffnung. Warum treffen wir uns denn in so einem Kontext und was wäre denn das, was wir eigentlich machen wollen?

Miriam: Also da kannst du dir einfach, oder wenn du es auf dem Blatt Papier üben möchtest, ist auch fein. Du profitierst davon. Wird ja alles gelöscht nach diesem Live im Facebook, also es ist nicht mehr einsehbar, was da unsere Teilnehmer unter Umständen geschrieben haben. Kannst du also gerne einfach machen. So, wenn du die Frage beantwortet hast nach dem Wozu, kommt jetzt die nächste Frage. Welche emotionalen Adjektive würden das Treffen in perfekt beschreiben, wenn du es dir wünschen und aussuchen könntest? Also gesetzt den Fall, du könntest zaubern und so einen Zauberspruch über dieses Meeting legen. Und du kannst dir drei Adjektive, also Wie-Wörter, auswählen. Das wäre ideal, wenn so dieses Treffen, wenn das die Hauptstimmungen wären da drin. Ich gebe dir mal ein Beispiel, da könnte jetzt sowas stehen wie fokussiert, entspannt und witzig. Also solche drei Worte, die kannst du dir jetzt mal für das nächste Meeting, Treffen, Familienzusammenkunft, kannst du dir mal überlegen, wie es in perfekt wäre. Nicht so in okay. Weil wir wollen dein Gehirn mal auf eine Spur bringen, auf eine Trasse sozusagen. Und das funktioniert nur, wenn du sagst, das wäre perfekt. So wäre es genau perfekt. So sehe ich das vor mir. So fühle ich das. So klingt es für mich richtig. Wenn es diese drei Adjektive sind.

Florian: Als Gründe haben wir hier zum Beispiel, um das Arbeitspensum zu schaffen oder im besten Fall einen harmonischen und entspannten Abend zu haben. Das wäre dann eher das... Schön, eher super, genau. Knuddeln, direkter Kontakt in die Augen.

Miriam: Voll gut. Super, dass du mitmachst. Perfekt. Wie gesagt, wir machen das Angebot, das hier zu üben, weil hier übst du es sozusagen im luftleeren Raum. Da geht es um Nüchte. Wenn du es dann anwendest, hast du es schon einmal durch. Wie eine Generalprobe sozusagen. Das gibt unfassbar viel Sicherheit. Ja.

Florian: So jetzt deine drei Adjektive auch. Ja. Entspannt, Erklärend, Austausch. Super. Oder zum was ist das wozu noch? Besprechung von dienstlichen Gegebenheiten, Absprachen, Austausch, Problembesprechung und dann ruhig, sachlich und entspannt.

Miriam: Super, genau. Also von diesen drei Adjektiven können wir ruhig ein paar vertragen hier im Chat. Also bitte gib da ruhig mal ein bisschen Beispiele für diese drei Adjektive.

Florian: Für den harmonischen und entspannten Abend zusammen wäre es herzlich, liebevoll und entspannt.

Miriam: Oh, wie schön. Ja, genau. Perfekt. So, das überlegst du dir vorher. Unabhängig davon, wie realistisch das gerade scheint. Es geht nur darum, sich das mal auszumalen in eben möglichst Perfekte.

Florian: Weil das ist ja die Idee, die dahinter liegt. Also dieses, wenn das Meeting einen Schatten an die Wand werfen würde, so ist ja früher von Platon die Idee gewesen, dass es so ein, bevor wir verstanden haben, dass es irgendwie sowas mit Evolution gibt und dass da eben Veränderungen in den Tieren drin ist, gab es ja so die Idee, dass es einen prototypischen, einen idealen Hund gibt. Oh, das ist die Lasagne.

Miriam: Ah, okay, ich dachte, die wäre vorhin schon gekommen. Nein, nein, nein. Ach, also. Das ist ja super, da ist die ja nochmal heiß, wenn wir die jetzt gleich essen. Sehr gut. Also wenn es da so einen prototypischen Fall gäbe, dann wäre es eben das Original, dass du dir in deinem Kopf ausdenkst und der Schatten, der geworfen wird, wenn wir nach Platons Höhlengleichnis gehen, der ist irgendwo da draußen und das entspricht eben nicht der Realität. Florian wird da auch sicher gleich nochmal darauf zurückkommen. Die nächste Frage, wir haben ja gesagt, es sind einige Fragen und wenn du die Übung komprimiert machst, ohne unser ganzes Drumherum, dann läuft die sehr schnell durch. Jetzt kommt nämlich die Frage, wie gehst du, wie gehen alle insgesamt aus diesem Treffen, Abendessen, Gemeinsamkeit, Meeting raus? Wie gehen die Menschen da raus? Wie fühlen die sich? Wie sehen die aus? Was sagen die? Was immer dir jetzt spontan einfällt, im idealsten Fall. Also jetzt, wir haben ja hier unsere Pappenheimer, die da gerne mal sehr ironisch und zynisch drüber bürsten. Wirklich mal im idealen Fall, also wie gehen die Menschen idealerweise aus diesem Treffen, aus diesem Meeting, aus dieser Veranstaltung raus? Was hörst du sie sagen? Wie sehen sie aus? Also du brauchst wirklich nicht alles davon zu schreiben, nur was dir so als erstes in den Sinn kommt. Da geht es jetzt los mit, wie gehen die Menschen idealerweise aus diesem Moment wieder raus, den ihr gemeinsam verbracht habt. Und da kommen jetzt die ersten idealen Würfe aus deinem Höhlengleichnis, wo wir noch nicht ganz über den Prototyp rausgekommen waren.

Florian: Genau. Weil die Idee ist ja, also manche von diesen Meetings oder auch den Familientreffen, die sind ja nicht so, also die möchte keiner so haben. Also wenn ich dann als Coach dazukomme, kein Mensch möchte dieses Meeting so haben, sondern es gibt dieses Idealisierte, wo wir sagen würden, so soll es doch sein, da sind, das ist die Hoffnung, die eben im Raum steht. Nur wir reden da gar nicht mehr drüber, wie wir denken, dass es vielleicht idealerweise sein könnte, sondern es ist nur noch dieses, ah... in dem Teammeeting, ja der schon wieder, oder das ist halt wegen dem Störenfried. Gibt es immer wieder Herausforderungen.

Miriam: Ja, also wie gehen die Menschen aus dem Treffen raus? Haben wir ein paar?

Florian: Ja, glücklich, zufrieden und dankbar, mit Klarheit und freudigem Herzen wieder vereint, committed und entspannt im Teammeeting, erleichtert, entspannt, freudig, entspannt und zufrieden, voller Tatendrang ist noch, zufrieden, entspannt, genau.

Miriam: Ja, motiviert auch.

Florian: Tief verbunden, entspannt, mit Vorfreude auf das nächste Treffen in der Familie.

Miriam: Super.

Florian: Weil das ist ja das, worum es häufig gehen würde. Das ist ja der Wunsch, der wirklich im Raum steht. Deswegen treffen wir uns. Es stand eben im Chat auch, einer der Gründe, sich zu treffen, jetzt vielleicht auch in der Zeit ist, gerade wenn die Eltern oder Schwiegereltern schon ein bisschen älter sind, dann ist ja jedes Treffen irgendwie auch spannend und die Zeit miteinander zu verbringen, schön und eine gute Gelegenheit noch.

Miriam: Genau, also es ist eine meditative Aufgabe und bringt unfassbar viel. Also es ist ganz kraftvoll, was wir dir hier gerade beibringen und was wir auch normalerweise eben nicht, also umsonst raus tun. Ist ja auch nicht umsonst, nur kostenlos. Und jetzt kommt die letzte Frage an dich, gerade wenn du jetzt aktiv mitgearbeitet hast durch diesen fünf Sprungen, den wir da gemacht haben mit dir. Die lautet, was kannst du für dich tun, damit du dieses gewünschte Ergebnis unterstützen kannst? Was kannst du konkret tun für dich und im Meeting, um dieses Ergebnis zu unterstützen? Und jetzt bist du dran. Jetzt darfst du konkret werden.

Florian: und wir haben diesen Vorlauf gebraucht über diesen, wozu trefft ihr euch eigentlich und wie wäre das in richtig gut, wie möchtet ihr aus diesem Termin oder diesem Treffen herausgehen, um überhaupt dann mal in dem Zustand schon zu sein, vielleicht hast du es ja auch gemerkt, Das führt ja dazu, dass du vielleicht schon das ein oder andere Gefühl hast, wie es in gut wäre, wie es in richtig wäre, dass du mehr in diese Kraft reinkommst von, achso, ja, darum ging es mir ja. Also das ist ja das, was ich gerne hätte, so einen Tatendrang zu spüren wieder oder eben mit der Familie wieder vereint zu sein und diese Liebe ein bisschen mehr zu spüren oder eine höhere Verbundenheit, eine größere Verbundenheit zu spüren und aus diesem Gefühl heraus dann eben zu überlegen, was kannst du tun.

Miriam: Was kannst du konkret tun? Das kann kleinteilig sein und es geht eben nicht darum, dass andere erstmal was machen, sondern was kannst du tun, damit dieses Ergebnis von deiner Seite aus schon mal entstehen kann? Ja, da geht es darum, was du mit dir tust, was du vielleicht in dem Meeting tust, wie du da bist, wie du aussiehst, was du sagst, wie du dich fühlst, auch das wieder in ideal. Das ist die Idee hinter dieser letzten Frage. Und was auch immer dir da einfällt, ob das mehrere Dinge sind oder nur eine einzige, es ist gerade ein Gold, das aus dir selbst herauskommt, das am besten auch zu dir passt und zu dem, was du beisteuern kannst zu so einer Situation.

Florian: Weil die Einladung, die da drin ist, gerade wenn wir jetzt eher über einen geschäftlichen Kontext sprechen, ist, natürlich haben wir da Systeme drin, wir verstehen ja dann die Interaktion zwischen den einzelnen Menschen nicht unabhängig voneinander oder völlig autark, sondern es ist eben ein, jemand tut etwas, jemand anders reagiert da drauf und dann reagieren andere da drauf und dann sehen wir uns und dann entstehen eben Stimmungen. Und manchmal ist ja die Hoffnung, dass, ey, wenn sich nur der andere ändern würde. Nur die Frage ist ja... Will der sich überhaupt ändern? Hat der die gleichen Bedürfnisse wie wir? Vielleicht ist die andere Person auch gar nicht in der Lage, von dem Grad der Entspannung, von der Reflexion, von was auch immer her, auch vielleicht von dem Ziel, was in dem Meeting verfolgt wird, sich zu verändern. Vielleicht läuft es ja auch einfach gut. Ich habe immer wieder Kollegen, mit denen ich dann ganz gut kann. Also ich habe tatsächlich sehr selten Herausforderungen mit irgendwelchen Menschen, dass ich so das Gefühl habe, ich bekomme überhaupt keinen Connect hin. Manche sind halt super trocken und super straight und wollen einfach nur auf ein bestimmtes Thema raus. Und die wollen einfach Dinge abhaken bei mir manchmal im Termin. Also da geht es darum, nur einen Haken nach dem anderen an bestimmte Themen zu machen. Dieses menschliche Zwischending, ja die verstehen das, dass die anderen Menschen, manchmal verstehen die nicht mal, dass die anderen Menschen das brauchen. Sondern es geht nur darum, wir haben eine bestimmte Agenda, wir rocken die jetzt runter. Und dass andere Menschen im Raum andere Bedürfnisse haben, das ist nicht in deren Weltbild drin. Und dementsprechend würden die auch nichts tun, was dazu beiträgt, das irgendwie zu erfüllen. Nur wenn das für dich wichtig ist, was kannst du denn dann tun, um da ein Stückchen näher dran zu kommen und das Ergebnis zu unterstützen? Und dann haben wir so Sachen wie gut zuhören, beide Seiten versuchen zu verstehen, eventuell eigenes Umdenken. Wow. Diese andere Perspektive auch mal einnehmen.

Miriam: Leute, ihr seid wirklich krass.

Florian: Ihr seid wirklich krass. Alle im Gespräch mit einbeziehen und gucken, dass das Umfeld schon Harmonie ausstrahlt. Mit einer positiven Einstellung in das Meeting gehen und die auch beibehalten. Super wichtig auch, weil wenn wir schon wie so ein geschlagener Hund ins Meeting reinkommen und uns denken, jetzt wird es gleich wieder. Das ist eben auch das, was unterbewusst schon zu spüren ist in diesen Meetings. Und ja, das ist die Arbeit an dir, immer wieder mit der besten Hoffnung in dieses Meeting reingehen, dass sich dieses Mal ja was verändern könnte. Und eben immer wieder was Neues auszuprobieren. Tief atmen, entspannt bleiben und die anderen Teilnehmer sehen. Zuversicht in die Gedanken bringen. Damit auch zufrieden sein und die Dankbarkeit, die aus den Augen daraus zusehen. Das gibt mir viel. Wer Liebe gibt, bekommt sie doppelt zurück. Ich bleibe authentisch, höre gut zu und respektiere alle Teilnehmer. Ich zeige meine Freude und betone das Positive. Das Team-Meeting, auch das ist dann sehr konkret, das Team-Meeting gut vorbereitet, also mental und fachlich. Möglicherweise hilft einfach eine strukturierte und klare Agenda bei dem einen oder anderen Team schon. Und wenn einfach die Daten da sind und es wirklich nur noch darum geht, relativ zügig Entscheidungen zu treffen. Aufgaben klar absprechen, gut und wohlwollend zuhören, Kompromissbereitschaft zuhören und die Meinung anderer tolerieren, entsprechend deiner besten Hoffnung, you go first.

Die Akut-Hacks: Gähnen, ruhige Stimme, kleine Geschichten und Witze

Miriam: Das ist was, wir hören einfach hier auf. Ihr seid mega. Jetzt haben wir natürlich noch so ein paar kleine Hacks, die kriegt ihr ja immer von uns, um mal auch so ein bisschen spielen zu können.

Florian: Das, was wir bisher hatten, ist diese Vorbereitung vorher und natürlich, da ist die Annahme drin, wenn du dich veränderst, verändern sich die anderen Menschen um dich herum. Dann sind wir in ganz viel systemischer Theorie drin und auch in diesem Weltbild von NLP, was dahinter steckt. Das kann so ein kleiner Sprung sein vielleicht.

Miriam: Ja, das ist auszuprobieren. Wir erhöhen Wahrscheinlichkeiten, sage ich mal so ganz vorsichtig. So, jetzt kommen wir noch zu den kleineren Hacks, die dann im Meeting akut...

Florian: So, was kannst du tun, wenn jetzt die Hütte brennt und Vorbereitung wäre gestern gewesen.

Miriam: Das ist so ein schöner Trick, den Florian euch jetzt schenkt, wirklich. Es ist gut, dass wir die Trainings danach löschen, weil das ist, egal welches Business-Training ich hatte, heute Morgen hatte ich eins und gestern auch, wo es wirklich hart herging und ich mache das einfach.

Florian: Hast du das gemacht? Und es funktioniert online, ihr Lieben.

Miriam: Es funktioniert online. Es ist rein theoretisch. Rein theoretisch. Was? Entschuldigung. Du steckst mich an, wenn du das machst.

Florian: Entschuldigung. Weiter. Dann kann es keine stressige Situation sein. Also dann kann es keine lebensbedrohliche Situation sein. Das funktioniert. Ursprünglich habe ich das aus dem Hundetraining. Eine Hundetrainerin hat mir das mal verraten.

Miriam: Jetzt dürfen wir für die Podcast-Hörer sagen, was wir gerade getan haben.

Florian: Ich glaube, das war auch zu hören. Wir haben gegähnt. Und der Trick beim Hundetraining ist eben auch, manchmal sind ja Hunde unglaublich aufgeregt oder Tiere sind unglaublich aufgeregt und gucken dann auch zu ihrem Herrchen, zu wichtigen Personen und Menschen machen das unterbewusst natürlich genauso. Ist das gerade anstrengend oder nicht? Also ist das gerade eine gefährliche Situation? Und wenn jemand in einer Position dann drin ist, zum Beispiel in der Moderation oder eben als Teamlead oder so, und an der Stelle dann gähnt, dann ist auf jeden Fall das Signal schon mal, lebensgefährlich ist es hier gerade nicht. Weil ansonsten, das wäre keine Reaktion darauf.

Miriam: Menschen können nicht gähnen, wenn sie unter Stress sind. Es geht nicht.

Florian: Es macht das Gehirn nicht. In diesem Flucht-, Vorstellreflex oder Kampfmodus, den ja unser Stammhirn hat, wenn wir in diesen Modus reinrutschen, dass es wirklich nur noch darum geht zu überleben und jetzt hier zu verteidigen, was zu verteidigen ist. Da ist der ganze Körper nicht auf Gähnen eingestellt und insofern können wir das auch in die andere Richtung eben nutzen. Die Signale fließen ja immer in beide Richtungen.

Miriam: Richtig. Und wir arbeiten quasi direkt in die Unterbewusstseine und signalisieren, hier ist alles in Sicherheit. Du bist in Sicherheit, du bist sicher, ist alles gut. Mit diesem Gähnen, das sagen wir nicht. Das vermittelt sich durch die Tat. Das heißt natürlich auch, dass du mal unverhohlen einfach gähnen darfst. Mit Absicht.

Florian: Ja, okay.

Miriam: Nur das können wir ja einfach. Und dich danach natürlich auch bitte entschuldigst. Also das schon. Nur das haben alle mitgekriegt. Das ist wichtig. Also Mikrofon auf vorher beim Online-Meeting.

Florian: Mikrofon auf vorher. Ja.

Miriam: Und dann kommt der nächste Trick. Gerade weil ihr so wunderschöne Was kann ich tun? aktiv. Sei der oder diejenige in dieser Gruppe in dem Meeting mit einer ruhigen Stimme. Für Frauen noch mehr der Hinweis als für Männer, wobei auch Männer ordentlich im Hals durchpressen können. Also wir merken auch bei Männern, ob die gestresst klingen oder nicht und auch das ist ein sehr eindeutiges Signal ans Unterbewusstsein. Das ist, wenn einer sowas sagt wie, ich bin total entspannt. dass unser Unterbewusstsein bei uns anklopft und sagt, es klingt nicht so, es klingt nicht so, es klingt nicht so.

Florian: Falls du dir denkst, boah ey, also wie jemand was sagt, da habe ich ja noch nie drauf geachtet, das ging mir auch so, bis ich angefangen habe NLP zu machen und jetzt gerade in dieser Trainertätigkeit mit Miriam auch, da öffnet sich ein völlig neuer Kosmos für mich, weil meine Stimme klang doch immer entspannt, oder? Genau. Oder meine Stimme klingt doch immer so, wie meine Stimme klingt. Die verändert sich doch überhaupt nicht. Da ist doch kein, wo ist denn da der Unterschied drin? Falls du bisher so durch die Welt gegangen bist, voll gut, die Vermutung ist, dass du dann auf andere Dinge eben mehr Wert legst. Zum Beispiel, welchen Gesichtsausdruck haben Leute oder vielleicht nimmst du die Mimik oder Gestik von anderen viel mehr wahr. Bist viel mehr in irgendwelchen Texten drin, die die mitbringen oder sonst irgendwas. Also die Aufmerksamkeit ist sicherlich da. Die Frage ist, hast du auf deiner inneren Landkarte schon eine Referenz für, wie sich die Stimme verändert von anderen Menschen?

Miriam: Und von dir.

Florian: Und von dir selber.

Miriam: Und da kannst du sehr leicht jetzt vielleicht, ich weiß nicht, wo du gerade sitzt mit dem Facebook Live, wenn du ungestört bist, kannst du mal ausprobieren. Und zwar gehen wir von der Übertreibung ins Normale. Also ich sage immer, wenn du ein kleines Kind beruhigen wollen würdest oder das schläft auf deinem Arm und du würdest so im Wiegenlied-Modus reden, dann hast du ja eine andere Stimme, als wenn du dich bis jetzt über irgendwas früher aufgeregt hast. Als wenn du so richtig rumkrakelst. und allein diesen großen Unterschied schon mal klar zu haben vom Klang her in der Stimme und auch wo die Stimme sich dann mehr anfühlt, mehr im Hals, mehr im Kinn, mehr in der Brust, da haben wir ja auch unseren Vocal Coach Patrick Lagerpusch bei dem mal so ein Stündchen gemacht, reicht echt auch ein Stündchen, um das mal zu erkunden, wo so deine verschiedenen Stimmlagen sind, ein mega schönes Weihnachtsgeschenk, also ganz, ganz schöne Erfahrung. Also die Stimme da mal üben, das auch bewusst wahrnehmen, bewusst ruhig sprechen, so als...

Florian: So als würdest du Lasagne sagen.

Miriam: Lasagne.

Florian: Ah, ja. Es kam ein Einwand mit dem Gähnen und ich habe damit gerechnet, dass ihr den bringt. Also das war einfach vorherzusehen. Ja, was wenn die dann, kann ich meinen Chef angähnen? Es geht immer um den, was ist der Kontext?

Miriam: Wir glauben, dass du es kannst. Also wir glauben, dass du gähnen kannst, egal wo. Ob du es willst, ist eine andere Frage. Das sind ja Angebote, die wir machen. Und ich habe schon in jedem Beef-Kontext gegähnt. Florian kennt mich. Ich bin da ziemlich hemmungslos und ich habe wirklich über den Tisch gegähnt. Also als das noch erlaubt war, ohne hier Dings. Jetzt im Online geht es wieder super. Heute Morgen erst. Klar, das wägst du ab.

Florian: Ich hatte eine ganz lange Zeit, das hatte ich mir mal antrainiert in einem dieser NLP-Seminare, immer wenn es stressig wurde, kam mir tatsächlich ein Gähnen hoch. Es war wirklich anstrengend.

Miriam: Da hatte sich das so angewöhnt, das war dann auch, wenn wir beide so ernste Themen, jetzt geht es hier mal um die Steuer und Florian sitzt mir gegenüber und das Erste, was er macht, ist das. Und ich so, ey, ich kenne den Trick. Wir sind in Sicherheit, danke, das ist gut.

Florian: Und das ist ja völlig egal, vielleicht sind die anderen ja auch erstmal völlig egal, im Zweifel wirkt es auch für dich. Also im Zweifel signalisierst du dir auch selber, es ist alles gut hier und du bist sicher und du kannst mal was ausprobieren. Und wenn die ruhige Stimme das ist, womit du besser starten kannst, voll gut.

Miriam: Dann sehr bewusst, wenn du was sagst, also wenn du dich zu Wort meldest oder wenn du aufgefordert wirst zum Reden, ganz bewusst in dieser fast schon streichelnden Stimme sprechen. Das ist ein bisschen Üben vorher alleine vielleicht vom Spiegel oder vielleicht mal aufs Handy aufnehmen, unterschiedlich. Und es ist wirklich, es ist so unfassbar, was die ganze Gruppe atmet anders. Wirklich cool. So, der nächste Tipp ist, bevor das eigentliche Meeting losgeht oder wenn du zum ersten Mal dran bist, zu starten mit einer klitzekleinen, und ich spreche nicht von zehn Minuten Monolog, sondern von einem 20-sekündigen kleinen Einsatz, dem Beschreiben einer schönen Begebenheit, die dir heute aufgefallen ist oder auch gestern oder vor zehn Jahren, das ist völlig egal. Die ist nur schnell zu erzählen und ich meine so Blitzgeschichten wie, hat jemand von euch heute den Sonnenaufgang gesehen? Heute war ja ein wolkenloser Tag im Rheinland, einer dieser wunderschönen Spätherbsttage. Nur heute Morgen war neblig. Und als die Sonne aus ihrem Bett aufstand, da lag das Land über so einem ganz wie im Theater beleuchteten Bereich. Also es war alles wie auf so einem alten Gemälde von Rembrandt. Ich hätte am liebsten, hätte ich mich mit einer Staffelei hingesetzt und hätte das abgemalt, weil das Versprechen da drin war, dass das heute ein ganz wundervoller Tag wird. Ich werde da immer ganz episch, Entschuldigung. Und dann sagst du so, wir wollen ja heute nicht über das Wetter sprechen, sondern...

Florian: Falls das nicht so zu deinem Stil passt, also weil du dir eben schon dachtest, wo soll ich diese ganzen Wörter hinnehmen? Es kann ja auch sowas kleines sein wie, heute Morgen saßen wir zusammen mit den Kindern am Tisch und der eine von uns hat einen Witz erzählt, unser Kleiner hat einen Witz erzählt und dem Großen, denen sind die Cornflakes aus der Nase rausgekommen. Vorlagen. Das war wirklich so, also war eine Riesensauerei, nur es war wirklich auch lustig.

Miriam: Auch das geht. Also einfach was Kleines, Nettes. Du hast dich gerade mit einer Kollegin unterhalten, die hat sich ein neues Kleid gekauft. Das Kleid sieht so toll an dir aus. Jetzt bist du schon die ganze Zeit am überlegen, ob du einkaufst oder nicht. Also das sind so kleine, schöne Geschichten, die erstmal die Gehirne in eine andere Richtung tragen, wo alle erstmal kurz an was anderes denken und zwar an was Nettes. Das ist wie Zauberei. Wir schwören. Es ist megaschön. Den Witz parat haben, das ist jetzt nicht jedermanns Sache, genauso wie das Gähnen. Ich weiß, das ist schon was für die Fortgeschrittenen, für die Kracher sozusagen.

Florian: Ich finde das mega.

Miriam: Den neuesten Witz gehört zu haben, also viele unserer Teilnehmer üben das ganz bewusst, gerade im beruflichen Kontext. In der Family kommt es übrigens angeschossen. Da darf es halt ein Witz im Zweifel sein, der jugendfrei ist. Nur wir haben uns zum Beispiel ein Buch gekauft mit Kinderwitzen extra, dass wir auch den Theo abholen können mit den Witzen. Und ansonsten gibt es schlechtewitze.com, habe ich heute gefunden. Die Seite kannte ich noch nicht. Mega. Sehr, sehr, sehr witzig. Um sich mal einzuziehen.

Florian: Das ist eher was, was ihr, ich habe heute den Begriff gelernt, was ihr in so eine Team-Folklore auch mit aufnehmen könnt. Also wenn ihr das eben häufiger macht, also dass das einfach zu so einem kleinen Ritual vielleicht auch wird. Der Norm, einer unserer Freunde und guten Bekannten, der hat das wirklich angefangen.

Miriam: Auf Instagram, Witz des Tages.

Florian: Nee. Es geht auch um die Team-Meetings. Stimmt. Der hat angefangen, in Stellen, wo es irgendwie egal war, sozusagen immer wenn mal eine kurze Pause war oder man auf jemanden noch gewartet hat, dann Witz zu erzählen. Und dann natürlich mit der Zeit kann man anfangen, Witze auch an Stellen zu erzählen, wo es ein bisschen stressiger wäre. Dann ergibt sich ja so eine Treppe, die du langsam hochlaufen kannst. Das ist natürlich eine langfristigere Lösung dann. Also der eine Witz bringt eben so ein bisschen Entspannung in diesen einen Moment rein. Wenn das häufiger der Fall ist, er wird inzwischen gefragt in Situationen, wo die Leute merken, jetzt wäre doch ein Witz gut, dann einen zu erzählen.

Miriam: Norman! Und Norman hat hoffentlich noch einen in der Tasche. Ich habe da heute direkt den ersten, kannte ich noch nicht. Auf dieser Witzplattform. Was hat einer, der im Dreieck läuft? Achtung, Kreislaufprobleme.

Florian: Sehr gut. Da geht's dann garantiert auf, warum das lange Gesicht draus.

Das Blitzlicht — und ein Ausblick auf die nächste Folge

Miriam: Und jetzt kommt der letzte, der ist etwas aufwendiger, da darfst du derjenige sein, der offiziell auch wirklich das Wort führt oder das Teammeeting leitet oder in der Familie vorher gefragt hat, ob das okay ist für alle, wenn ihr mal eine kleine Übung miteinander macht oder mal ein kleines Experiment oder im Verein derjenige, der so eine Sitzung eröffnet, dann ist das hier eine Möglichkeit und zwar wird es dir bekannt vorkommen vom Anfang dieses Trainings oder dieses Podcasts. Da holst du nämlich einfach jede Stimme mal in den Raum oder in den Chat von deinem Online-Meeting und machst so, wir nennen das Blitzlicht, mit der Frage, wie geht's dir gerade und was ist deine beste Hoffnung für den Nachmittag, das Meeting, das Abendessen, diese Familienfeier, was auch immer, heute. Wie geht's dir gerade? Jeder Mensch darf erstmal schreiben, wie es ihm geht. Und wenn da steht, stressig, ist alles gut, weil dann ist das eben so. Und dann lenken wir das Gehirn in eine gute Richtung. In so eine wie, was ist deine beste Hoffnung für heute? Was nimmst du mit raus? Was erfährst du? Was erlebst du? Du kannst alles hinschreiben, was dir einfällt. Völlig egal. Es geht nur um die Beste aller Hoffnungen. Und diese Frage, diese Doppelfrage, die ihr wunderbar beantwortet habt, ganz am Anfang von diesem Training heute, soll dann auch den Kreis schließen zu, wie kannst du dafür sorgen, dass es in Teammeetings ruhiger, entspannter, vielleicht sogar freundlicher, fröhlicher, witziger zugeht. Und ja, vielleicht hast du jetzt auch noch besser verstanden, was wir da tun, wenn wir so eine Frage stellen. Weil es eben nicht einfach nur darum geht, dass jeder mal was schreibt. Das wäre so eine Frage wie, aus welcher Stadt sendest du oder hörst du gerade zu oder siehst du gerade zu.

Florian: Und auch das macht schon Verbindung.

Miriam: Auch das macht schon Verbindung. Nur hier ist eine deutliche Intention drin zu sagen, wir möchten euch gerne mitnehmen Richtung Sonnenaufgang. Wir machen euch zumindest das Angebot.

Florian: Manchmal ist es ja auch in diesen Organisation-Settings einfach nur die Erinnerung daran, wozu sind wir eigentlich da. Also oftmals sind ja Menschen und bei Familien-Settings ist es dann auch nicht anders. Nur im Beruf ist es halt so einfach, darüber zu reflektieren, weil wir oftmals weniger involviert sind. Manchmal sind wir ja so beschäftigt mit anderen Dingen, dass wir irgendwo hinkommen und uns denken, ja, jetzt das nächste Ding. Und dann eben kurz innezuhalten und zu überlegen, was ist denn das, was ich gerne heute Abend haben möchte? Wie möchtest du heute in den Abend gehen? Wie möchtest du heute hier rausgehen? Wie möchtest du deine nächste Woche verleben? Das sind ja alles so Fragen, wenn du dich kurz darauf besinnst... Geht es vielleicht schon in eine ein bisschen positivere Richtung, vielleicht entsteht so ein Gefühl von einer kleinen Hoffnung in dir und dann geht es eben aus dem heraus, und das war ja auch eine der Fragen, entsteht ja dann auch die Idee für, das könnte ich jetzt gerade tun. Also aus diesem Gefühl heraus wird die nicht entstehen, so eine Idee, sondern es ist eher dieses, was ist das, was du dir vorstellen könntest, wie könnte es aussehen oder was würdest du dann hören? Was würdest du dich selber vielleicht auch sagen hören? Und wie würdest du dich fühlen, wenn es wirklich gut liefe? Was ist dann, wenn die nächste Woche einfach richtig gut liefe? Was würdest du dann tun jetzt?

Miriam: So, das war euer Wunsch und Wille heute Abend, dass wir euch zeigen, wie ihr Ruhe und unter Umständen eben auch Entspannung in so eine Team- oder eine Gruppensitzung, in eine Familien-, in ein Familientreffen hineintragen könnt, ganz aktiv, du von dir aus. Und ja, vielleicht machen wir nächste Woche dann eine Runde in die andere Richtung, wo es mal ein bisschen darum geht, auch Motivation. Nein, nicht das! Motivation oder auch was ganz anderes. Wir stellen wieder Themen zur Verfügung. Ihr dürft wieder mitwählen. Kommt ganz zuhauf und wählt. Ladet Menschen ein, die auch teilnehmen möchten an den Trainings. Wie gesagt, das Angebot steht. Wenn der tausendste Mitglied in der Gruppe ist, ziehe ich Florians Klamotten an und er meine, was deutlich witziger wird, weil seine sind mir einfach ein bisschen zu groß. Andersrum wird es lustiger. Denkt an den 26.11. um 23 Uhr, wenn wir hier abends Lagerfeuer-Party machen. Da bringst du dir was zu trinken mit, Hammer. Und schön was zu knabbern, Popcorn, Chips und dann machen wir hier schön Lagerfeuer reinfeiern in unserem Black Friday am Freitag.

Florian: Sehr gut.

Miriam: Und wenn du dieses Training nachhören möchtest, dann eben auf unserer Podcast-Plattform, das ist www.kontext*denken.de-podcast. Das funktioniert. Das Seminarprogramm, um Black Friday zu planen, gibt es auch auf www.kontext*denken.de. Da kommst du dann direkt zu allen aktualisierten Terminen 2020, 2021. Da habe ich nämlich die letzten Nächte dran gesessen, um es nochmal gesagt zu haben, um mal ein bisschen zu eskalieren jetzt hier noch. Jetzt gibt es Lasagne?

Florian: Jetzt gibt es Lasagne.

Miriam: Vielen Dank an euch alle. War super, super, super gut. War auch anspruchsvoll, also ziemlich. Vielen Dank. Bis zum nächsten Mal.

Florian: Tschüss.

Miriam: Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.

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