"Wie kann ich meinem Chef beibringen, dass er mich mehr wertschätzt für die Arbeit, die ich leiste?" Genau darum dreht sich diese Folge — eine echte Hörerfrage, an der Miriam und Florian entlanggehen. Und schnell dreht sich die Perspektive: Statt zu fragen, wie der andere sich ändern soll, landen die beiden bei einer viel unbequemeren Frage — wann hast du eigentlich zuletzt selbst gewertschätzt? Vom Piloten über den Wolken bis zur Komplimente-Challenge findest du hier einen Dreisprung, den du direkt ausprobieren kannst.
Die Hörerfrage und der erste Impuls
Miriam: Liebe, wundervolle Podcast-Hörer da draußen. Wir sind so dankbar, dass wir mittlerweile schon beinahe auf der Zielgeraden sind für die 50. Folge und dass unsere Hörer uns so ein tolles Feedback geben. Und ja, an jeden Einzelnen da draußen, der uns wöchentlich hört oder ab und zu mal, vielen, vielen Dank, dass du da bist und dass du uns dein Däumchen hoch schenkst oder einfach nur deine Aufmerksamkeit.
Florian: Hallo auch von mir und auch von mir vielen Dank. Das ist nicht nur so, dass ich mich jede Woche freue, wenn ich die Statistiken anschaue und die Zahlen anschaue, sondern tatsächlich, dass ich ja auch sehe, wie in den Augen meiner Traumfrau das Glänzen entsteht, wenn ich ihr dann davon erzähle. Und das ist wirklich ganz, ganz wunderbar.
Miriam: Das war eben der Florian.
Florian: Und vorher war die Miriam dran.
Miriam: Und das war auch schon alles für heute.
Florian: Was ist denn das Thema heute?
Miriam: Das Thema ist auch wieder ein ganz toller Hörerwunsch. Und zwar heißt es, wie kann ich meinem Chef beibringen, dass er mich mehr wertschätzt für die Arbeit, die ich leiste. Und Wertschätzung ist ein ganz elementares Thema, habe ich mitbekommen in meiner eigenen beruflichen Laufbahn.
Florian: Ist es nicht einfach so, dass das Geld, das überwiesen wird, schon Wertschätzung genug ist?
Miriam: Für den einen oder anderen ja.
Florian: Und kaik Schrei ist Glob gnug, oder?
Miriam: Wie bitte?
Florian: Kaik Schrei ist Glob gnug.
Miriam: Ach, du bist aus Franken, gell? Ja. Wie würden wir Hessen sagen? Wenn einer nicht motzt, ist schon prima. Ja, das wäre so eine Grundannahme, ne? Das ist so dieses, keine Nachrichten sind gute Nachrichten.
Florian: Ja. Also insofern, vielleicht ist das ja einfach schon die Lösung.
Miriam: Und vielleicht auch nicht. Weil scheinbar ist es doch ein wertvolles Geschenk, wenn jemand zu einem anderen geht und ihn lobt, ganz klar für eine bestimmte Aktion oder für etwas, was akut geschehen ist oder was derjenige initiiert oder getan hat.
Florian: Auf jeden Fall ist das ein großer Teil von dem, was... Also ich halte mich jetzt gerade schon echt zurück... Intrinsische Motivation.
Miriam: Ja, weil ich bin, ne? Also Applaus. Applaus, Applaus, Applaus! Ich komme von der Bühne. Szenenapplaus schon, ne? Lob kann ich gar nicht genug bekommen. Du machst mich zum glücklichsten Mensch, wenn du drei Leute hinsetzt, die einfach nur klatschen, wenn ich die Spülmaschine ausgeräumt habe oder so.
Florian: Wir haben auch zu Hause so einen Applausometer.
Miriam: Wir haben einen Applausometer, das ist toll. Das liegt direkt neben der Spülmaschine. Ja, nur das ist vielleicht nicht die Wertschätzung, um die es dem Hörer ging.
Florian: Hast du noch mehr Kontext oder ging es nur um die Wertschätzung?
Miriam: Ja, es war noch ein bisschen mehr Text dabei, nur letztlich war das die zentrale Frage und es ging auch nicht um einen konkreten Vorfall, sondern es ging um generell, dass so eine Firmenkultur nicht wirklich gut funktioniert, wenn nie gelobt wird, wenn die Menschen, die hart arbeiten für ein Projekt oder für das Produkt oder was auch immer, wenn die nie wahrgenommen werden im Sinne von, da kommt einer, geht durch die Reihe, klopft jedem auf die Schulter und sagt, das hast du toll gemacht gestern oder so, vielleicht auch für kleinere Dinge mal. Und es ist lustig, weil wir haben auch bei uns in der Firma dieses Gespräch, dieses Meeting schon mal gehabt, wo ich dabei war. Also wir haben in regelmäßigen Abständen, wie in jeder Firma, gibt es Meetings, wo, keine Ahnung, wichtige Dinge besprochen werden, die das Unternehmen betreffen oder die einzelnen Leute oder was auch immer. Und da fiel auch schon dieses Wort Wertschätzung im Sinne von eingefordert. Also wir hätten gerne mehr davon oder überhaupt mal. Und an der Stelle zuckt es bei mir dann natürlich im NLPler-Gehirn in Richtung, das war auch die Frage, die ich dann gestellt habe, wann hast du denn das letzte Mal gewertschätzt?
Florian: Also du drehst den Tisch quasi einmal um.
Miriam: Ja, weil ich mir immer überlegen würde, wenn ich was einfordere, auch bei dir, mache ich das auch so? Vielleicht ist das auch ein bisschen, vielleicht ist das auch gar nicht NLP, vielleicht ist das vielmehr so eine Geschichte, die ich gelernt habe. Das wäre jetzt das Negativbeispiel, was du nicht willst, dass man dir tut.
Florian: Ich dachte auch gerade, was du willst, dass man dir tut, das füg den anderen zu, oder?
Miriam: Ja, ja, genau. Umgekehrt wäre das so. Es gibt ja auch die Annahme vom Gesetz der Resonanz, so wie es in den Wald hineinruft, so ruft es zurück. Ja, das war so mein erster Impuls an der Stelle.
Lob, Geld und die Grenzen der Wertschätzung
Florian: Ja, wir hatten uns ja schon ein paar Mal darüber unterhalten und auch wenn ich in Teams damit unterwegs bin und wir über sowas reden, da gibt es schon spannende Statistiken, zum Beispiel eben, dass Teams, die richtig hoch performant sind, ungefähr dreimal so viele Positiv-Interaktionen haben wie Negativ-Interaktionen.
Miriam: Das heißt?
Florian: Das heißt, dass dreimal, vereinfacht, dass dreimal so viel gelobt wird, wie geschimpft wird.
Miriam: Gut, wenn die sowieso die Besten sind, fällt das ja auch leicht mit dem Loben, oder?
Florian: Das ist natürlich die Frage. Kann man das auch rückwärts machen? Kann man über positive Interaktionen, über den Fokus darauf, dann einfach dafür sorgen, dass es den Teams auch tatsächlich gut geht? Mir geht es gut, wenn mich jemand lobt. Ja, mir auch. Du darfst mich ruhig öfter loben. Noch öfter.
Miriam: Ich lese dir immer vor, wenn du Lob bekommst für den Podcast.
Florian: Das stimmt.
Miriam: Es haben ja schon einige geschrieben, dass deine Lache so sympathisch ist, zum Beispiel.
Florian: Vielen Dank. Ja. Da freue ich mich auch sehr.
Miriam: Ich auch. Ich freue mich auch, wenn du gelobt wirst.
Florian: Egal wo ich bin, nach einer Weile, in fast jedem Projekt heißt es dann auch irgendwann, ach Florian, du warst gerade um die Ecke, oder? Wir haben dich lachen gehört.
Miriam: Ist denn das Wort Wertschätzung überhaupt gleichzusetzen mit dem Wort Lob?
Florian: Ich glaube nicht, ne? Ja, weil da habe ich mich auch gefragt. Also Loben ist bestimmt ein Teil des Ganzen. Nur dazu kommt ja auch noch, dass wenn jemand Besondere, irgendwas Besonderes tut oder so, das vielleicht auch einfach nur wahrgenommen wird, ne?
Miriam: Und das Wort Wert und Schätzen hat mich auch schon wieder interessiert. Also weil hier ja ein Wert geschätzt wird. Und kann ich den Wert eines Menschen darauf oder schätzen, wie gut er performt oder ein Team oder wie gut er arbeitet oder welche Ziele er erreicht oder wie schnell er arbeitet? Also kann ich den Wert eines Menschen dadurch schätzen?
Florian: Siehst du, ich hätte jetzt eher an Schatz gedacht, dass es eben was ganz Wertvolles ist.
Miriam: Es hat was miteinander zu tun, nur da ist ja die Schätzung drin und nicht der Schatz, es ist ja nicht Wertschatz.
Florian: Ja, aber es gibt ja auch etwas sehr Schätzen, also ohne es, es ist die gleiche, wahrscheinlich ist etymologisch der gleiche Hintergrund.
Miriam: Sicher. Und dann frage ich mich, wie viel Wertschätzung brauche ich denn ausgesprochen oder gezeigt und wie zeigt mir ein Unternehmen Wertschätzung?
Florian: Im Englischen gibt es ja dieses schöne Put your money where your mouth is oder walk the talk. Also es geht schon darum, dass es tatsächlich spürbar ist, oder? Es geht nicht nur darum, dass es ausgesprochen wird.
Miriam: Weiß ich nicht.
Florian: Oder um beides.
Miriam: Ich habe schon zum Beispiel oft erlebt, dass Menschen, die mit mir gesprochen haben, aus meinem Familienumfeld zum Beispiel gesagt haben, ja geben die dir dann auch eine Gehaltserhöhung.
Florian: Ist auch eine Form von Wertschätzung.
Miriam: Und das könnte vielleicht für den einen oder anderen die Wertschätzung sein, auf die ihr wahrhaftig hofft oder an die ihr denkt, dass ein Unternehmen sagt, du arbeitest so fantastisch, jetzt verdoppeln.
Florian: Ja, eine der Empfehlungen in den Kreisen, in denen ich unterwegs bin, ist tatsächlich das Gehalt so hoch zu setzen, dass die Menschen nicht mehr primär darüber nachdenken. Weil das dann dazu führt, dass diese innere Motivation viel leichter entstehen kann. Also dass wir über die Gehaltsschwelle kommen, wo dann jemand sich wirklich stark Gedanken darüber macht.
Miriam: Wow, macht das irgendein Unternehmen in Deutschland?
Florian: Ja, ich kenne schon ein paar, ja.
Miriam: Die so viel bezahlen einfach für ihre Leute, dass das Geld schon mal kein Thema ist.
Florian: Das ist ja immer im Vergleich. Also die brauchen nicht jedem eine Million zu zahlen, sondern es geht nur darum, für einen vergleichbaren Job woanders, dass der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin das Gefühl hat, wow, ich bin gut gestellt. Das ist ein gutes Gehalt, das ich bekomme. Und ab da einfach nicht mehr drüber zu reden.
Miriam: Dann ist dieses Wertschätzungsfeld schon mal aus.
Florian: Geld ist ja eine extrinsische Motivation. Das heißt, das ist was, was von außen kommt und Motivation macht. Das ist vielleicht so, wie wenn ich als Vater gute Noten bezahlen würde oder so. Und erwiesenermaßen führt es einfach dazu, dass diese innere Motivation abnimmt. Und deswegen möchten wir bei Mitarbeitern diesen Geldfaktor raus haben, weil es geht viel einfacher, dass Menschen motiviert irgendwo sind, wenn sie Sinn darin sehen, was sie tun.
Miriam: Cool.
Florian: Und eine Meisterschaft erlangen können und eine gewisse Selbstständigkeit in ihrer Arbeit haben. Das sind die drei großen Faktoren.
Der Pilot über den Wolken: Begeisterung statt Applaus
Miriam: Okay. Wenn jetzt zum Beispiel das Geld für einen Menschen gar nicht so eine große Rolle spielt, weil er einen absoluten Traumjob macht. Ja. Also wenn es ihm eh egal ist, sag ich mal, wie viel er jetzt verdient, also nicht ganz egal, aber er kann sein Leben leben, oder was dieser Mensch fühlen würde, wäre die totale Begeisterung für seine Arbeit.
Florian: Ja.
Miriam: Dann frage ich mich auch wieder...
Florian: Wie viel Wertschätzung braucht der? Wie viel Wertschätzung braucht der dann überhaupt?
Miriam: Ja, klar. Also wenn einer so, ich habe mal ein tolles, spannendes Interview gelesen mit einem Lufthansa-Piloten, da ging es um so einen Arbeitsalltag, wie der anfängt, was er lernt, was er können muss, was er tut und wie dann auch so ein Arbeitstag ausschaut. Und das Interview endete mit einem Zitat von ihm, wo er sagt, und wenn ich dann gestartet bin, früh am Morgen für den ersten Flug, und habe die Wolkendecke durchbrochen mit dem Flieger und sehe die Sonne aufgehen über den Wolken, dann stelle ich mir jedes Mal innerlich die Frage, warum bekomme ich für diesen geilen Job überhaupt Geld?
Florian: Ja, voll gut, ne?
Miriam: So, dann ist der so begeistert von sich, von dem Augenblick, von dem, was er da macht, von dem Traum, den er da lebt, dass alles völlig in den Hintergrund tritt, dass dieser Blick und dieses Gefühl da völlig überwiegen.
Florian: Du hast mir letztens auch von so einer Lackierwerkstatt erzählt, wo lauter so autobegeisterte Lackierer arbeiten, wo es auch primär darum geht, dass die halt auch ihren eigenen Kram machen können. Also wo es mehr darum geht, dass sie ihre eigenen Wagen in ihrer Freizeit dann auch lackieren können und dass das günstig ist und dann machen sie halt das für andere Menschen auch mit.
Miriam: Der Chef da ist so begeistert von seinem Job, der lackiert am allerliebsten Autos.
Florian: Das ist nicht so
Miriam: Und das lebt der aus allen Poren. Dem geht es echt immer darum, das Bestmögliche zu machen, damit seine Werkstatt gut läuft, damit er am Ende die Möglichkeiten hat, da seine Liebe zu Oldtimern auch noch durchzuführen in seiner Freizeit. Der macht in seiner Freizeit das, was er auch beruflich macht.
Florian: Ja, voll gut.
Miriam: Gut, das ist jetzt für manchen ein Schritt, weil die sagen vielleicht...
Florian: Vielleicht ist das noch nicht so oder vielleicht wird es auch nie so... Also es gibt ja unterschiedliche Modelle davon, wie ich meine Arbeit gestalte und ob ich das stark trennen möchte von dem, was spannend ist oder nicht. Unsere Empfehlung ist, schon was zu tun. Tu was, was dir Spaß macht.
Miriam: Und da hören wir ja auch in unseren Workshops, zumindest zu Beginn, ganz häufig dieses, ja, ihr habt es ja auch gut, ihr konntet ja studieren, ich hatte eine schwere Kindheit, ich habe nicht die Ausbildung, um den Job zu machen, ich wäre gern Arzt geworden, aber ich habe noch nicht mal Abitur, also wie soll das dann gehen? Und jetzt schon gar nicht mehr mit 50, also das sind lauter so einschränkende Dinge, die dann kommen, die ja auch nachvollziehbar sind, ist ja nicht so, dass wir das nicht verstehen. Und da ist eben dann so der Spaß an der Arbeit jetzt nicht so der Riesenfaktor. Ich habe auch eine Freundin, die künstlerisch unglaublich begabt ist, die wahnsinnig gut malt, die kreativste Seele, die ich kenne, unglaublich eloquent, also wortgewandt, eine Dichterin, eine Poetin, eine Malerin, bei der fließt die Kunst quasi aus allen Poren. Und sie arbeitet als Teamassistentin in der IT-Branche schon seit 130 Millionen Jahren. Da verdient sie das Geld, um dann am Wochenende oder in der Freizeit zu malen und diese Dinge zu tun.
Florian: Das ist ja auch, wenn sie das so überlegt hat, ist das ja auch gut.
Miriam: Und sie ist jetzt natürlich, das ist ja eine lange Zeit am Tag, die sie dann mit einer Arbeit verbringt, die so nichts damit zu tun hat, was ihr wirklich Spaß macht. Sie hat sehr viel Humor und macht sich das auch sicher zu einer ganz guten Zeit, nur die hat nie in ihrem Berufsleben ihren Traum gelebt. Wird es auch nicht mehr tun, so wie ich das einschätze oder einschätzen würde. Vielleicht überrascht sie mich noch, aber im Moment sieht es nicht so aus. Ich weiß nicht, ob dann in so einem Job so eine Wertschätzung auch oder ob das da dann auch eine untergeordnete Rolle spielt, wenn Leute sagen, ich verdiene halt meine Kröten da, fertig. Mir egal, was die von mir denken. Ich liefere da ab, was die von mir erwarten und auch nicht mehr.
Florian: Es bleibt halt immer noch ein Viertel unserer Lebenszeit, die wir damit verbringen, wenn wir 40 Stunden ungefähr arbeiten. Also es gibt 168 Stunden in der Woche, 40 Stunden plus ein bisschen hin und her fahren, dann sind wir beim Viertel einfach. Das ist viel Zeit für, ich mache was, was mich nicht großartig begeistert.
Miriam: Stimmt. Und wie gesagt, was ist, oder wo ist die Stelle, wo Menschen, also wir haben jetzt sozusagen zwei Extreme beleuchtet. Der eine, der völlig aufgeht in seinem Job und sagt, mir doch egal, was ich hier verdiene.
Florian: Und der andere, der einfach nur seine, was hast du eben gesagt, Kröten verdienen möchte.
Miriam: Genau. Der sagt, damit bezahle ich mir eben die Wohnung und die Staffelei und die Farben.
Florian: Außerdem stehe ich auf die Frau Schenkel, oder? Auf die Frau Schenkel? Ja, wegen den Kröten.
Miriam: Ach no. Du bist der Enkel. Gut, sagen wir Kohle.
Florian: Oh, verbrannt wird es.
Miriam: Oh nein. Also der eine, der das arbeitet, damit er irgendwie das Geld zum Leben hat und es ihm auch im Grunde wurscht ist. Wo kommt denn dann dieses Mittelfeld her? Oder vielleicht ist es kein Mittelfeld. Wo kommt diese Gruppe von Menschen her, die sagt, ich mache ja den Job und es ist okay. Was mir fehlt hier ist, dass einer kommt und mich wertschätzt. Von den Menschen, die mich hier beschäftigen oder die mir den Vertrag gegeben haben.
Kultur verändern, indem ich anfange: die Komplimente-Challenge
Florian: Ich finde deinen Gedanken vom Anfang so spannend tatsächlich. Diese Frage eben, mit wann hast du das letzte Mal gewertschätzt? Weil die Kultur, die in jeder Organisation einfach herrscht, ist ja einfach nur wie so ein Schatten an der Wand und entsteht dadurch, dass wir eben was tun. Die Kultur ist ja nicht was, was statisch einfach da ist, sondern es liegt ja einfach daran, wenn wir eine bestimmte Kultur haben möchten, hier in der Familie oder in unserem Land oder in einer Organisation, was ist das, was wir tun? Und wenn ich daran was ändern möchte... Kann ich als Mitarbeiter oder als Bürger eines Landes oder als Teil einer Familie eines Ruhls, kann einfach dafür sorgen, dass sich was ändert, indem ich mich so verhalte, wie ich gerne hätte, dass die Kultur sein möchte. Und das heißt, wenn ich mehr Wertschätzung erleben möchte, dann darf ich mehr wertschätzen. Superspannender Gedanke.
Miriam: Also ich habe das Experiment schon mal gemacht mit einer Woche, ich habe das auch glaube ich schon mal in einem anderen Podcast erzählt, eine Woche Komplimente-Challenge. Da haben sich viele Leute auf Facebook zusammengetan und wir haben eine Woche lang jedem, der nicht bei drei auf dem Baum war, ein Kompliment gemacht, der uns über den Weg gelaufen ist, egal. Die Bäckereifachverkäuferin, der Traummann, die Traumfrau, die Kinder, die Lehrerin, die aus dem Raum gehuscht ist von den Kindern, die Kollegen, jeder hat ein Kompliment bekommen und der Anspruch an uns selbst war, dass das ein ehrliches Kompliment ist. Das heißt, wir haben in dem Augenblick was gefunden, was uns an diesem Menschen gerade besonders gut gefällt. Und wenn es der Nagellack war, also den diese Frau trug oder die Krawatte, die der Mann anhatte. Also es waren manchmal kleine Sachen, manchmal größere Sachen, nur jeder hat ein Kompliment bekommen. Und was mir in dieser Woche aufgefallen ist, ist, dass ich mindestens genauso viele Komplimente auch bekommen habe.
Florian: Zurückbekommen, oder?
Miriam: Es war wie ein Spiegel. Von den gleichen Leuten, die du... Nein, scheinbar habe ich dieses Komplimente-Ding ausgestrahlt. Es war wirklich auffallend. Und genau so empfinde ich das auch mit einer Wertschätzung, weil ich das, das ist so ein bisschen wie ein kleines Training, das auch wahrzunehmen. Es gibt wertschätzende Blicke, es gibt wertschätzende Gesten.
Florian: Ah, und über sowas ist dir das überhaupt erst aufgefallen, dann mit den Komplimenten auch. Richtig.
Miriam: Genau.
Florian: Weil du deinen Fokus so stark darauf gerichtet hattest, auf die Komplimente hast du plötzlich gemerkt, wo sind denn überall diese Komplimente?
Miriam: Richtig, die hätte ich vielleicht früher gar nicht gemerkt. Vielleicht habe ich immer schon so viele Komplimente bekommen. Nur in dieser Woche war ich so darauf fokussiert, wie du schon sagst, Komplimente auch zu geben, dass mir es auch total aufgefallen ist, wenn so ein Mini-Kompliment kam. Und da fiel schon drunter so ein Satz wie, schön, dass du da bist. Sofort eingebucht.
Florian: Ist ja auch wertschätzend an der Stelle.
Miriam: Und wäre jetzt auch dieses Wertschätzende. Da ist natürlich ein riesen Interpretationsspielraum. Denn ein wertschätzender Blick von jemandem, das ist keine ausgesprochene Sache und es bleibt so ein Stückchen weit auslegbar. Das heißt, ich kann den Blick von einem anderen Menschen als wertschätzenden Blick interpretieren oder vielleicht auch als schrägen Blick, weil es ungewohnt ist. Und da geht das Kopfkino los.
Florian: Ah, dann sind wir wieder beim Glaskugel lesen. Es stimmt schon.
Miriam: Oder manche Menschen haben sehr seltsam reagiert, wenn sie ein Kompliment bekommen haben. Ja.
Florian: In manchen Organisationen sind sie es ja gar nicht gewöhnt oder in manchen Settings.
Miriam: Das heißt, manche haben gedacht, keine Ahnung, das stimmt nicht.
Florian: Dann sind wir wieder bei dem Thema auch Dankbarkeit und Dinge annehmen können. Dazu hatten wir auch mal einen Podcast. Genau, das greift jetzt fast zu weit. Das stimmt.
Miriam: Und wie du schon sagst.
Florian: Den Wertschätzungsmuskel trainieren.
Miriam: Total. Also Dinge wahrnehmen, die ich als wertschätzend empfinden könnte.
Florian: Und dann davon ausgehen, dass die Leute, mein Gegenüber, das tatsächlich ernst meint?
Miriam: Ja, genau. Also voller...
Florian: Ich finde das auch immer spannend. Vielleicht üben die ja auch noch, ne? Also, wenn ich mich so zurückerinnere, als ich 12, 13, 14 war und so die ersten Komplimente an Mädchen gemacht habe, an junge Frauen, da waren auch welche dabei. Da durfte man suchen. Nur von dem, wie ich es gesagt habe, war das total als Kompliment gemeint. Nur das, was aus meinem Mund kam damals, war vielleicht noch nicht so geschliffen.
Miriam: Also hätte auch falsch verstanden werden können.
Florian: Hätte auch falsch verstanden werden können. Und das ist ja diese andere Seite von jemand meint es ehrlich oder auch nicht. Manchmal sagen Menschen ja was und meinen damit was Gutes und es kommt halt erstmal ein bisschen krumm aus dem Mund raus. Und dann kann ich das ja trotzdem als gut nehmen. Wie du das nimmst, das liegt ja ganz bei dir, wo du die Wertschätzung überall entdeckst in den nächsten Wochen.
Sich selbst wertschätzen: der Dreisprung
Miriam: Und wenn ich jetzt nochmal zurückgehe zu diesem Piloten, der völlig dankbar in seinem Cockpit sitzt und sein Glück nicht fasst, wenn er da durch die Wolkendecke geflogen ist, frühmorgens, dann habe ich mir überlegt, wie sehr wertschätze ich mich denn selbst? An vielen Stellen in meinem Leben. Bevor ich zum Beispiel eine Wertschätzung von dir jetzt erwarten würde, was ich sowieso nicht tue. Also ich tue es deshalb nicht. Du erwartest nicht, meinst du? Ich erwarte gar nichts. Ich erwarte von dir, jetzt auch in der Partnerschaft, wenn wir von Partnerschaft reden zum Beispiel, keinerlei Wertschätzung. Und es freut mich riesig, wenn du mir sagst, du hast einen tollen Blogtext geschrieben. Oder der Podcast mit dem Thema XY war wahnsinnig erfolgreich. Und es war vielleicht sogar ein Thema, das ich mir ausgedacht habe. Nur dann frage ich mich wieder, wie sehr wertschätze ich mich, wie oft wertschätze ich mich am Tag? Wie oft kloppe ich mir im Geist selbst auf die Schulter und sage, Miri?
Florian: Gut gemacht.
Miriam: Das ist jetzt echt mal richtig gut gewesen.
Florian: Ich hab das manchmal, die lustigsten Situationen sind die, wenn ich in irgendeine Moderation reingehe oder irgendwas vor Wochen schon hätte vorbereitet haben müssen. Und dann kurz vorher so denke so, hab ich da überhaupt dran gedacht? Und gucke dann in meine Unterlagen rein und denke mir so, oh ja, hab ich schon alles fertig gemacht. Wow. Mein früheres Selbst war sehr schlau. Vielen Dank.
Miriam: Ja, zum Beispiel. Diese kleinen Augenblicke zu finden. Die Kinder wünschen sich irgendein Essen, was ich noch nie zubereitet habe und es gelingt.
Florian: Auf Anhieb.
Miriam: Auf Anhieb. Dann stehe ich schon am Kochtopf, wenn ich genascht habe und denke, Strike. Miri?
Florian: Ja, es können ja diese kleinen Dinge sein. Das heißt, wir sind schon die ganze Zeit in der Tipp-Sektion angekommen.
Miriam: Das ist ein tolles Tipp-Thema.
Florian: Das heißt, unser Tipp ist, erstmal sich selbst wertschätzen.
Miriam: Ich finde das das Allerwichtigste.
Florian: Dann andere wertschätzen.
Miriam: Ja.
Florian: Und dann darfst du dich überraschen lassen, was dann alles zu dir zurückkommt.
Miriam: Ich hätte eine These, dass auf dem Weg von ich schätze mich selbst wert zu ich schätze andere wert, dass auf dem Weg schon ganz viel Wertschätzung auch zu dir kommt. Dass das schon passiert. Nur... Wenn jetzt jemand sagen würde, ja, ich habe ja auch schon mal was gelobt, da kam aber gar nichts zurück, dann würde ich sagen, okay, steter Tropfen höhlt den Stein. Oder mal für längerfristig einplanen, das zu tun.
Florian: Wie lange ist denn dann längerfristig?
Miriam: Lustigerweise hat sich bei mir eine 4-Wochen-Etappe als sehr gut etabliert und das ist ein Miri-Wert. Also das ist nicht zu verallgemeinern. Nur der war sehr gut. Das hat angefangen mit meiner 4-Wochen-Vegan-Challenge. Das ist so ein überschaubarer Zeitraum, finde ich. Da probiere ich Sachen aus. 4 Wochen lang das Wort muss aus meiner Sprache nehmen, durch darf ersetzen. Auch so ein Ding. 4 Wochen. 4 Wochen gucken, was passiert. 4 Wochen ist auch lustigerweise zum Beispiel ein Zellerneuerungszyklus des Körpers. Also ich finde, das passt so.
Florian: Ja, es ist tatsächlich ja so, auch wenn wir Veränderungen in Teams machen, es ist immer schön, eine überschaubare Zeit zu haben, auf die man sich committen kann. Also wir lang genug haben, dass tatsächlich die Effekte schon eintreten können und gleichzeitig kurz genug, als dass, wenn da nichts passiert, dass wir es nicht ewig nachvollziehen müssen oder ewig machen brauchen. Ja. Voll gut. Also vier Wochen. Wertschätzungsherausforderung.
Miriam: Ja, ich finde noch nicht mal, dass es eine Herausforderung ist, weil letztlich tut es ja gut. Das ist ja so, wie wenn ich anfange, wieder Sport zu machen nach längerer Zeit und mache das richtig, dann würde ich am Anfang nicht übertreiben, sondern dann fange ich mit zehn Minuten an und freue mich, dass ich die gemacht habe. Und genauso wäre das mit diesem Wertschätzungstraining. Das heißt, ich fange mal langsam an und stehe mal morgens auf und es ist nicht das Erste, was ich im Spiegel, wenn ich in den Spiegel gucke, sage, das ist ja schon wieder ein Pickel oder die nächste Falte, sondern ich gucke in den Spiegel und sage, hm? Guck mal, heute kriege ich die Augen halb auf. Es war gestern anders. Irgendwas passiert letzte Nacht, was Gutes. So mit kleinen Sachen anfangen.
Florian: Das ist wirklich nah an der Dankbarkeit dran.
Miriam: Positiv, ja.
Florian: Und das ist einfach bewiesen, dass das tatsächlich auch gut ist für unsere Psychohygiene. Also dass es uns einfach gut tut. Dass wir uns besser fühlen dann.
Miriam: Das ist schön.
Florian: Wenn du sowas morgens vor dem Spiegel machst, dann fühlst du dich einfach besser.
Miriam: Mir geht es deutlich so. Und das eben, wie gesagt, dieser Vier-Wochen-Zeitraum, in dem ich sehr bewusst auf die Wertschätzung achte, die ich mir zolle und anderen Menschen spiegle und was dann auch kommt, dass ich da sehr wach bin und mal darauf achte, wie viel Wertschätzung am Tag ich erfahre, vielleicht auch minimale Kleinigkeiten. Ja. Das ist, finde ich, das ist okay. Fürs Erste.
Florian: Und das ist auch unsere Empfehlung auf die Frage hin, dass eben, wenn ich mir mehr Wertschätzung wünsche, dass ich das mal ausprobiere, ob sich das vielleicht schon dadurch erledigt.
Miriam: Ja.
Florian: Vielleicht erledigt es viel einfacher, sich selber zu verändern als die anderen. Das ist echt das Schöne.
Miriam: Ja, da gibt es ja ganz viele große, weise Wissenschaftler, wie auch immer, die so wie Einstein auch schon sagten, wenn du willst, dass sich was ändert, um dich rum, dann verändere du was. Das ist immer das gleiche Spiel. Die Jahreszeiten, die Wände vom Haus, die anderen Menschen, die verändern sich nur dann, wenn sie sich verändern wollen oder eben auch nie. Und ansonsten kann ich das Einzige, was ich in meinem Leben wirksam verändern kann und auch in relativ zügigem Tempo, wenn ich das wirklich möchte, bin nun mal ich selbst. Und es ist ja auch kein gutes Gefühl, finde ich, wenn ich zu jemandem hingehe und sage, jetzt schätze mich mal wert.
Florian: Jetzt. Vor allem, was kommt dann raus für eine Grütze, ne? Wir haben solche Experimente in Teams ja tatsächlich schon gemacht. Habt ihr? Ja, ja. Es gibt eine Übung, die heißt Shower of Appreciation, also eine Wertschätzungsdusche. Und eine der Varianten, wie man das spielen kann, ist, dass sich zwei Menschen gegenüber setzen und eine dritte Person setzt sich mit dem Rücken zu den beiden. Und dann reden die beiden Angesicht zu Angesicht. Hinter dem Rücken der anderen Person nur gut über diese Person. So für zwei, drei, fünf Minuten. Also wir würden, wenn wir uns so gegenüber sitzen und haben irgendjemand neben uns sitzen, sprechen wir einfach nur die ganzen guten Sachen aus, die uns an dieser Person aufgefallen sind oder die wir sehr schätzen. Und das ist für manche Teilnehmer, die ich da schon hatte, eine schwierige Übung. Also da geht es erstmal, die erste Minute ist schon heu, heu, heu.
Miriam: Ja, also gerade jetzt unsere Hörer dieses Podcasts, wenn du diese Übung jetzt gerade im Geiste vor dir gesehen hast und ich habe es deutlich vor mir gesehen, dann was hat das gerade in dir ausgelöst? Also könntest du dir vorstellen, das zu tun? Wäre ja auch in der Familie manchmal ein Spiel, dass man das in der Familie, wenn die Kinder schon alt genug sind, um sowas zu tun, also reden können, dass das mal gespielt wird, das Spiel. Ich finde es super. Und ich kann auch in beiden Positionen drüber sprechen und da sitzen.
Florian: Ich saß auch schon mit dem Rücken zu anderen, tatsächlich auch zu einer größeren Gruppe schon. Das ist ganz großartig. Also es ist ganz wunderbar zu hören. Und das hat ja auch dann wieder was damit zu tun, inwieweit bin ich schon in der Lage, Komplimente anzunehmen und dieses Gute anzunehmen, was meine Kollegen in mir sehen. Das ist ganz toll.
Miriam: Zum Beispiel. Und selbst wenn jetzt jemand sagt, gut, jetzt sind wir immer noch bei dem Thema mit dem Chef, der da vielleicht nicht oft genug wertschätzt oder selten oder nie. Dann wäre unsere Annahme an der Stelle, dieser Chef wird sich an der Stelle auch nicht großartig verändern, solange er das nicht für notwendig befindet.
Florian: Ah, siehst du, da habe ich ein anderes Bild. Das ist ja ein System, in dem wir uns bewegen. Also es ist ja nicht so, dass der Chef völlig unabhängig ist von dem, was ich tue und umgedreht oder dass mein Chef völlig unabhängig ist von dem, was ich tue. Und solange ich mich so verhalte, wie ich mich bisher verhalten habe, wird sich mein Chef vermutlich an der Stelle auch so verhalten. Nur ist es völlig egal, ob er was ändert oder ich was ändere oder ob sie was ändert oder ob ich was ändere, weil sich dieses System dadurch verändert. Und das heißt, wer auch immer am flexibelsten ist an dieser Stelle, der führt an der Stelle. Das heißt, wenn ich mehr Wertschätzung haben möchte von jemandem, dann kann ich ja mal ausprobieren, wie komme ich da eigentlich dran.
Miriam: Super.
Florian: Und ich bin voll bei dir über ich übe selber Wertschätzung wäre für mich, ist für mich auch tatsächlich die erste Variante, weil wahrscheinlich klappt das.
Miriam: Ich habe null Thema, zu jemandem hinzugehen und zu sagen, das war mega, was du gerade gemacht hast. Also null Thema. Weil ich freue mich an der Stelle.
Florian: Macht so viele Sachen gut, genau.
Miriam: Ich freue mich an der Stelle schon so sehr darüber, ganz ehrlich, dass das kein Schritt ist, zu sagen, das war eben mal richtig cool. Das war eine tolle E-Mail, die du da geschrieben hast. Die hat gut getan. Oder das waren mal wirklich wichtige Informationen. Und die waren auch super gut formuliert. Oder es war schön, dass du uns überhaupt eine E-Mail geschrieben hast und uns informiert hast darüber. Also da auch in Kleinigkeiten was Gutes zu sehen und es dann auch hinzuspielen zu demjenigen. Auch das kann ich ja am Anfang mit Kleinigkeiten üben, wenn ich sage, wir haben das so wenig in unserer Firma gemacht, ich bin das gar nicht gewohnt, zu jemandem hinzugehen. Und vielleicht gucken die dann schräg. Nur in Wahrheit ist das egal.
Florian: Ja, das stimmt.
Miriam: Egal, ja. Weil wegen einem Kompliment.
Florian: So funktioniert dieser Kulturwechsel.
Miriam: Oder guten Gefühlen.
Florian: Viele kleine einzelne Momente. Es ist keine Reise. Es sind viele einzelne kleine Momente, wo sich langsam die Kultur dreht.
Zusammengefasst: der Dreisprung für mehr Wertschätzung
Miriam: Also fassen wir es nochmal kurz zusammen für diesen Podcast. Zum einen, fang an, dich selbst wertzuschätzen, wenn du es nicht sowieso schon tust. Mach es mit kleinen Schritten, fang morgens damit an. Die Dinge, die du gut kannst, die Dinge, die dir gerade gefallen an dir, die Dinge, die dir an deinen Taten gefallen. Das kann wirklich sein, dass du dich im Auto lobst, dass du tags zuvor getankt hast und es nicht vergessen hast. Und morgens nicht dastehst mit dem leeren Tank und dann zu spät kommst, zum Beispiel. Damit anfangen. Das nächste ist, selber auch Wertschätzung zu erzeugen bei anderen. Also das heißt, hinzugehen und jemanden zu wertschätzen dafür, dass er was Gutes macht. Vielleicht mit einem Lächeln am Anfang, mit einem wertschätzenden Blick, mit einer Geste, später auch mit Worten, wenn du schon so weit bist. Und dann eben genau darauf achten, wo dir Wertschätzung begegnet in deinem Leben. Weil sie vielleicht an vielen Stellen schon da ist und es einfach nur die ganze Zeit an dir vorbeigezogen ist, aus guten Gründen. Ja, genau. Es ist ein Dreisprung, ein klassischer.
Florian: Sehr cool. Vielen, vielen Dank für diese Frage.
Miriam: Boah, ja. Und? Ja, wir freuen uns auf nächsten Dienstag auf den nächsten Podcast.
Florian: Und wir freuen uns auch über Kommentare, über Likes oder über Nachrichten.
Miriam: Über neue Themen. Und wir freuen uns, wenn du unsere wuckelnagelneue Website besuchst und sie wertschätzt. www.kontext*denken.de ist gleich geblieben. Das Design vom wundervollen Sven ist fantastisch geworden, finde ich. Hat der da einen Hirnschmalz reingegeben? Meine Güte. Ein toller Mensch, unser Sven. Und ja, wir freuen uns über dein Feedback. Unsere Seite hat ein neues Kleid.
Florian: Genau. Und ansonsten freuen wir uns auch, wenn du auf YouTube auf diesen Abonnieren-Button drückst. Und sind dann nächste Woche wieder da, oder?
Miriam: Und wie. Und dann mit dem nächsten Thema. Und bis dahin wünschen wir dir eine tolle Woche und ganz viel Freude beim Wertschätzen von allem, was dir über den Weg läuft. Was nicht bei drei auf dem Baum ist. Vielen Dank fürs Zuhören.
Florian: Dankeschön, bis dann. Tschüss. Tschüss.