Manche Menschen quälen sich jahrelang durch denselben Ärger — mit dem Chef, in der Beziehung, im eigenen Kopf — und tun trotzdem nichts. Und dann, irgendwann, kippt es plötzlich: ein volles Auto mit unsinnigem Gepäck, um 5 Uhr morgens auf der A3 Richtung Nürnberg. Miriam und Florian sprechen darüber, warum der "Heckantrieb" fast immer zu spät zündet — und wie du früher merkst, dass etwas dran ist zu ändern. Und ja: Es geht auch um eine Puddingbrumsel.
"Ich mag nicht mehr" — der fünfte Anlauf
Miriam: Willkommen bei kontext*denken.
Miriam: Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.
Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Miriam: So, der wievielte Anlauf ist es jetzt?
Florian: Nummer 5. Wir haben bisher immer alle in einem geschafft und den Podcast machen wir jetzt zum fünften Mal.
Miriam: Nee, wir hatten das schon mal. Und ich mag nicht mehr.
Florian: Wollen wir einfach das Thema wechseln?
Miriam: Ich hab so, wir sind heute Morgen früh von London zurückgeflogen. Davor war unser Practitioner. Wir haben heute einen halben Tag Zeit, um zu waschen und umzupacken.
Florian: Und einen Podcast aufzunehmen.
Miriam: Ja, und ich mag nicht mehr.
Florian: Gut, dann lassen wir es einfach. Dann gibt es diese Woche keinen Podcast.
Miriam: Das geht auch nicht.
Florian: Wie, das geht auch nicht?
Miriam: Das geht auch nicht, weil dann habe ich die E-Mail-Box wieder voll mit Beschwerden, dass der Podcast nicht am Dienstag und Nacht um 0 Uhr... Gut, dann gibt es einfach nur einen...
Florian: Wie viele Sekunden haben wir jetzt? Dann gibt es einen 47-Sekunden-Podcast.
Miriam: Das wäre nicht genug.
Florian: Die Leute... Zu welchem Thema können wir denn heute was machen?
Miriam: Wir hatten es uns ja vorher überlegt. Ich finde, das ist ein sehr passendes Thema.
Florian: Ja, ich finde, dass es sich jetzt langsam selbst manifestiert in unsere Podcast-Aufnahmen. Langsam reicht es.
Miriam: Ja, genau so heißt das Thema.
Florian: Eben reicht's. Worum geht es jetzt da genau? Also wir sind ja noch im NLP-Blog drin.
Miriam: Das stimmt. Und wir waren jetzt an diesem Wochenende als Assistenztrainer im Team von Richard Bandler, dem Mitbegründer von NLP in London und durften dort das Seminar Lebe das Leben deiner Träume begleiten.
Florian: Get the life you want, genau.
Miriam: Und das war wieder mal krass. Also hier waren über 300 Teilnehmer, die alle sich entschieden hatten wirklich Extremes an ihrem Leben zu verändern. Ihr Leben in eine deutlich bessere Qualität zu heben.
Florian: Manche waren schon sehr erfolgreich.
Miriam: Und nicht glücklich dabei. Wir haben in ganz viele sehr unglückliche Gesichter geschaut. Manche kamen mit jahrelangem Schmerz, mit jahrelangem Beziehungsstress, mit jahrelangem Mobbing, mit jahrelangen leidvollen Erlebnissen, manche sogar mit Traumata dahin.
Florian: Im Einlass an Tag 1, also wir erzählen nachher noch so ein bisschen, wie sich das verändert hat über die Zeit, nur am Einlass von Tag 1. Manche Leute konnten nicht mal richtig guten Morgen sagen oder dabei nicht lachen. Also grundsätzlich war das was, worauf die sich wahrscheinlich lange vorbereitet haben oder was sie schon vor langer Zeit gebucht haben. Also wo sie beschlossen haben, da gehen sie jetzt mal hin, wir machen mal ein Seminar und waren dann da und es war irgendwie nur Stress an dem ersten Morgen.
Warum ändern Menschen nichts?
Miriam: Ja, allerdings. Und vielleicht kennst du ja auch Menschen in deinem direkten Umfeld, die, oder wo du das wahrnimmst, dass die schon viele Jahre sich quälen in bestimmten Bereichen, beruflich, körperlich, in Beziehungen, wo du dir vielleicht schon oft gedacht hast, meine Güte, warum lassen die sich nicht einfach in Ruhe oder... und du fragst dich, warum ändern die da nichts dran, also warum machen die immer so weiter, warum ist jedes Telefonat das gleiche Thema, warum ist es immer wieder der gleiche Stress, der gleiche Ärger, der gleiche Frust und welche Energie oder wie viel Schmerz braucht ein Mensch, um irgendwann die Entscheidung zu treffen, jetzt langt's, jetzt ist genug. Ich habe jetzt Jahrzehnte und es geht hier nicht um, ich habe mich mal am Wochenende irgendwie mit meiner Frau nicht verstanden, sondern Jahrzehnte langer Stress miteinander, Jahrzehnte langer Ärger mit dem Vorgesetzten oder wie auch immer und machen nichts. Machen einfach so weiter.
Florian: Das passt auch super zu unserer Zeit im Moment mit den Klimaaktivisten, die im Moment Proteste machen in Berlin, die auf die Straße gehen, die Fridays for Future, mit dem Aufräumen im Meer. Weil auch da haben wir ja so einen Punkt erreicht, wo jetzt plötzlich kommt eine Klimaveränderung auch in den Leben von jedem Einzelnen an. Und bisher war einfach keine Aktivierungsenergie da irgendwas zu tun. Also solange da nur, ja es ist ja alles so wie bisher, klar können wir im Sommer so viel Wasser verwenden wie wir wollen, können so viel Strom verwenden wie wir wollen, das ist völlig egal, hat keine Auswirkungen auf uns, ja dann, machen wir das halt so.
Miriam: Ist es das, ist es so dieser berühmte Tropfen, der das fast zum Überlaufen bringt, der Menschen dazu bewegt etwas zu tun und wo geht es dann hin? Also was dann? Ich kenne das auch, also manche Menschen denken, ja die Miri wird TV-Moderatorin, vom Leben immer den Hintern gepudert, brauchte ja noch nie. Ich hatte in meinem Leben durchaus auch Stressstrecken und Herausforderungsmomente, die ich damals als sehr dramatisch empfand und die auch wirklich krasse Geschichten ausgelöst haben und ich habe bemerkt, dass ich nicht lange brauchte, um diesen Heckantrieb zu spüren, also dieses ich will jetzt hier raus Ding.
5 Uhr morgens auf der A3 — Miriams Geschichte
Miriam: Ich wurde, schon 20 Jahre her, hatte ich mal tatsächlich alle Register gezogen im Bereich Beziehung. Ich war komplett wahnsinnig verliebt in einen Mann und lebte mit dem zusammen und das endete unrühmlich damit, dass er mich dann betrog und da war auch noch meine beste Freundin damals im Boot. Also ich könnte die ganze Geschichte jetzt aufrollen, will ich gar nicht. Nur als ich das rausfand, weiß ich noch, das war in einer Nacht, als ich das rausfand, und was ich getan habe war, als dieser Schmerz einsetzte, habe ich angefangen, wie bekloppt mein Auto zu packen und zwar mit völlig unsinnigem Kram. Also ich habe da den Fernseher eingepackt, den Computer nicht. Ich habe fast alle meine Klamotten, nicht alle. Ich habe Teile der Küche, den teuersten Topf. Ich habe Blödsinn. Das Auto war voll bis zum Rand, auch auf dem Beifahrersitz. Und mit diesem vollgestopften Auto mit Plunder bin ich dann einfach losgefahren. Und ich weiß, dass ich zu mir kam am Nürnberger Kreuz, also auf der A3. Und das war um 5 Uhr morgens, ich war einfach auf die A3 gefahren Richtung Süden. Ich hatte kein Ziel, ich weiß nicht mal genau warum, das war keine bewusste Entscheidung, sondern ich bin eben losgefahren. Und lustigerweise klingelte an diesem Morgen dann um 5 Uhr, was auch sonst nie vorkommt, wirklich nie, mein Mobiltelefon und meine Mutter war am Telefon und war wach geworden, weil sie schlecht geträumt hatte und sich fragte, ob alles in Ordnung ist bei mir und fragte mich am Telefon, wo bist du denn? Dann sag ich, ich bin auf der A3. Und sie, wo auf der A3? Und ich sag, Nürnberg. Und sie sagt, was machst du denn da? Und ich sag, Richtung Süden fahren. Dann sagt sie, okay, pass auf, wir machen das wie folgt. Bevor du weiter Richtung Süden fährst, komm erstmal zu mir. Ich mach jetzt eine Tasse Tee und wir überlegen, wo du genau hin willst.
Florian: Das ist ja schon, also die Herausforderung an der Stelle ist, da ist halt die Scheiße so am Dampfen schon, dass es einfach nur noch darum geht, aus der Situation herauszukommen. Das sind dann die typischen Coaching-Klienten, die dann kommen und sagen, boah, ich hab jetzt so die Nase voll von meiner aktuellen beruflichen Situation, ich kündige jetzt und ich will da raus und am liebsten direkt nächste Woche und ich hab überhaupt keinen Bock mehr da drauf und es muss jetzt sich alles irgendwie ändern. Und das, was daran schade ist, ist, da ist so viel Energie im Raum, nur es gibt noch überhaupt keine Kanalisierung in eine bestimmte Richtung und es wäre doch so viel einfacher gewesen, wenn da weniger Schmerzen im Raum gewesen wären, wenn dieser Heckantrieb... Darf einfach viel früher zünden. Weil das, was sich Menschen ja überlegen dürfen, und jetzt ist das halt in der Situation bei dir, in der Beziehung, Miriam, so gewesen, vielleicht konntest du es vorher nicht ahnen oder wolltest es nicht sehen oder was auch immer.
Miriam: Es interessiert ja auch im NLP nicht. Also wir wollen ja durch die Brille des NLP schauen.
Florian: Die Idee wäre doch, diesen Heckantrieb möglichst früh zu zünden. Also wenn jemand sagt in seinem Job, boah, mir macht das wirklich keinen Spaß. Und wenn du dir vorstellst, du machst deinen Job so wie du ihn heute machst, machst du nächste Woche, in der Woche drauf, über Weihnachten, dann nächstes Jahr, die nächsten zwei Jahre, die nächsten fünf Jahre. Ist das was, was du tun möchtest? Ist es wirklich das, was du tun möchtest? Wie ist es, wenn du noch 20 Jahre diese Beziehung lebst, die du gerade lebst? Ist es in der Art und Weise, wie du das gerne tun möchtest? Wenn du 30, 50, 60 Jahre lang noch so weiterlebst, wie du im Moment lebst, generiert das das, was du haben möchtest, wenn du dich selber siehst. In weiter Zukunft, auf dem Sterbebett vielleicht oder im Kreis von deinen Liebsten zu dem Zeitpunkt und du schaust so zurück auf dein Leben. Ist es das dann, was du gerne gehabt hättest? Also generiert es das, was du haben möchtest?
Miriam: Nur nutzt es dann einfach loszurennen?
Florian: Nein, eben nicht. Sondern tatsächlich mit einem Plan loszugehen. Nur bevor diese Kacke so am Dampfen ist. Also bevor es zu solchen Situationen kommt, wo wir nur noch rauswollen aus so einer Situation.
Miriam: Und offensichtlich ist da tatsächlich Schub drin. Ist das so ein Turbo zu zünden? Nach dem Motto, jetzt reicht's. Und dann Heckantrieb und dann einfach weg. Nur... Es hat noch nie wirklich Sinn gemacht, so ein Turbo einfach mal zu zünden. Dann geht es halt in irgendeine Richtung los. Dann machst du wupp und dann ist das Auto los.
Florian: Und plötzlich steht man auf der A3 in Nürnberg.
Miriam: Ja, und das ist kein guter Platz, das ist kein guter Platz, wirklich.
Florian: Also das ist toll, um Menschen... Nürnberg ist eine schöne Stadt.
Miriam: Tatsächlich. Und die A3 da ist, also ja.
Florian: Es ist toll, um Menschen aus einer kritischen Situation in dem Moment rauszuheben, nur wie viel praktischer wäre es, wenn du diesen Heckantrieb spürst du viel früher schon. Also du merkst, nimmst viel früher schon wahr, tut das dir gerade gut oder nicht.
Florians Jahresgespräch und die Kündigung mit Plan
Florian: Ich erinnere mich daran, als ich meine letzte Festanstellung hatte in einer Firma, in der ich nicht auch gleichzeitig Geschäftsführer war, da habe ich im... Das war April rum, haben wir die Jahresgespräche gehabt. Hatte ich mit meinem damaligen Chef, der Geschäftsführer in dem Unternehmen war. Und es ging darum, wie sich so meine Karriere weiterentwickelt und wie sich das über die nächsten zwei, drei, vier, fünf Jahre entwickelt. Ich hatte gerade NLP-Ausbildung gemacht und war dabei und war in der neuen Position auch da drin. Und wir haben uns so drüber unterhalten, wie das so weitergeht und er hat mir dann eine starke Bremse reingezogen und hat gesagt so, ah ja, okay, und wir brauchen jetzt mal Ruhe für die nächsten vier, fünf Jahre in deiner Position drin, weil jetzt, da hat sich so viel in letzter Zeit verändert, da muss jetzt erstmal eine Ruhe reinkommen, damit es nicht zu schnell geht und damit alles irgendwie sich hier auch setzt. Und das war der Punkt, wo ich aus dem Gespräch rausgegangen bin und ich hatte dann, wir hatten uns auf irgendwas geeinigt und ich bin aus dem Gespräch rausgegangen und hab mir das die nächsten Wochen überlegt und ich hatte genau diese Bilder, wie ist das, wenn ich das gleiche jetzt noch ein paar Jahre mache, ist das was für mich? Und tatsächlich war es für mich damals in der Situation nicht sinnvoll, also ich hab tatsächlich diese Bilder gehabt von, boah, hey, boah, noch fünf Jahre diese gleiche Position innehaben, fünf Jahre mit dem gleichen Produkt arbeiten und da in kleinen Schritten irgendwie da weiterzukommen, ist das das, was ich haben wollte. Und ich habe dann tatsächlich meine Kündigung eingereicht, relativ zügig nach diesem Gespräch auf ein halbes Jahr nach meinem Kündigungstermin. Also mir war klar, ich möchte da raus, nur es ging darum, die Stelle, die ich hatte, sinnvoll an meinen Nachfolger zu übergeben und gleichzeitig auch einen Plan zu bekommen, was ist das, was ich denn dann machen kann? Also wo darf es denn hingehen für mich? Und in der Zeit wollte ich gern auch noch was zu essen auf dem Tisch haben.
Miriam: Jetzt wirst du natürlich vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht haben, dass wenn du mit Menschen sprichst, die gerade und wie gesagt, vielleicht hast du es da draußen ja in deinem Umfeld auch schon beobachtet, dass da jemand ist, vielleicht sogar ein guter Freund, eine gute Freundin, wo du dir schon seit geraumer Zeit denkst, meine Güte, was macht die denn mit ihrem Leben oder was macht der denn da? Warum denn jeden Tag wieder das Gleiche, die gleichen Schmerzen, die gleiche Qual? Und wenn du diese Menschen dann fragst, wie hättest du es denn gerne? Dann kommen so Antworten wie, also mit diesem Mann will ich nichts mehr zu tun haben. Oder dieser Job ist einfach super nervig und das möchte ich nicht mehr machen.
Florian: Und es belastet mich alles und ich finde es scheiße.
Miriam: Und es kommt keine Antwort auf, wo soll es denn hingehen, weil da ist noch nichts. Und wir würden uns ja im NLP fragen wollen, wie machen Menschen das, dass die sich nicht für ihre Zukunft vorstellen können, wie es ihnen gut wäre, sondern immer nur weiter in dieser schlechten Erinnerung bleiben, statt in die Zukunft zu denken.
Florian: Und eine Vermutung ist eben zu sagen, da sind die Schmerzen einfach noch nicht groß genug.
Miriam: Das wäre zum Beispiel so, ja.
Florian: Oder vielleicht hat jemand auch einfach keinen, also vielleicht gibt es auch viele andere gute Gründe da drin zu bleiben. Also dann eben reinzugehen und zu sagen, irgendjemand hat, offensichtlich gibt es gute Gründe in dieser Situation drin zu bleiben. Eine Hypothese wäre, boah, der Haufen ist halt noch nicht groß genug im Moment, also die Bewegungsenergie ist noch gar nicht da, um da rauszugehen und vielleicht fehlt ja auch einfach diese Alternative, diese Option, irgendwas anderes zu machen. Wir reden da ja aus einer sehr privilegierten Situation vielleicht auch aus, dass wir bestimmte Optionen einfach haben oder hatten.
Miriam: Oder dass wir uns erlaubt haben, uns das vorzustellen. Dass ich mir auch schon in finanziell miserablen Situationen in meinem Leben vorgestellt habe, dass es für mich da draußen irgendwas gibt, was gut ist. Dass es vielleicht doch irgend so ein Leben gibt, was für mich geeignet ist. Dass es einen Traumpartner gibt. Dass es da draußen einen Menschen gibt, der genau zu mir passt. Dass es einen Job gibt, in dem ich glücklich bin. Dass es eine Umgebung gibt, in der ich mich superwohl fühle. Dass es ein Leben da draußen auch für mich gibt und nicht nur für andere. Dass ich mir das gestattet habe. Und ja, da würde jetzt wieder der Realist anmarschieren.
Florian: Ja, allerdings, ich habe schon angefangen Luft zu holen, Miriam hat es schon gesehen.
Das letzte Einhorn und die Frage nach dem Grabstein
Miriam: Und ich habe darüber neulich wieder nachgedacht, Florian und ich sind wirklich auf dem Weg und wir machen tolle Sachen und ich liebe jeden Tag, den wir leben und jeder Tag ist mittlerweile voller Highlights und wir haben da was für getan, nur... Ich war bei einem Schulkonzert in der Schule unserer beiden Söhne und hier gibt es ein großes Orchester aus ehemaligen Schülern, die wirklich fantastisch musizieren. Und die haben die Symphonie aufgeführt, die heißt Die Jagd auf das letzte Einhorn. Es ist ein symphonisches Werk. Und da geht es eben darum, dass das letzte Einhorn auf dieser Welt, also das letzte Zauberwesen wird gestellt von Jägern und das ist sehr lautmalerisch auch dargestellt. Es ist ein modernes Werk, sehr symphonisch, sehr klangvoll, sehr dicht auch an manchen Stellen und unfassbar berührend und ich war richtig in dieser Geschichte drin. Ich habe gesehen, wie dieses letzte erhabene Tier, dieses letzte Symbol für Märchen, für Träume, für Gespinste, für Dinge, die gar nicht jetzt erstmal wichtig sind, ob sie reell sind oder nicht, dass da jetzt Menschen kommen, die sich selbst nicht sicher sind, ob das jetzt gut ist, was sie da tun und trotzdem weitermachen, dieses letzte Tier zu stellen. Und es hat mich mit so einer unfassbaren Traurigkeit erfüllt, mit so einem Wunsch nach Rettung, mit so einem Wunsch nach ich schmeiße mich vor dieses Einhorn und rette das, weil es so wichtig ist, dass wir Menschen träumen, dass wir uns das erlauben, weil wir sind alle auf diese Welt gekommen und konnten träumen. Kinder träumen einfach vor sich hin. Und es ist ihnen wirklich wurscht, wie realistisch das ist. Das ist denen total egal. Das heißt, ich gehe davon aus, dass du, der du uns zuhörst oder auch der Mensch, über den du gerade nachdenkst, den du kennst, weil du vielleicht schon längst auf dem Weg bist und dir das Leben deiner Träume ermöglichst und wieder angefangen hast zu träumen. Dass dieser Mensch, an den du gerade denkst, dass der auch genauso wie alle anderen auf die Welt gekommen ist als Kind mit ganz vielen Träumen, mit Fantastereien, mit nichts Realistischem, mit so wär's in cool.
Florian: Jetzt sind wir wieder in dem Träumending drin, ne? Jetzt, nur was ist, wenn denn jetzt noch gar nicht, weil vielleicht ist es ja okay, also vielleicht ist es ja tatsächlich so lala oder es ist... Nicht gut oder nicht großartig, nur es ist auch nicht scheiße, also es ist auch nicht schlecht und nicht furchtbar, sondern so lala.
Miriam: Ja, dann würde halt auf dem Grabstein stehen, es war so lala. Wenn ich mir das vorstelle, denke ich so, ja. Also ich war mal, ich habe mal eine große Runde gedreht über den Zentralfriedhof in Wien, weil ich mir den angucken wollte. Ich wollte vorrangig zu den Gräbern von hier Mozart und so, nur wir haben da eine große Runde gedreht und auf den Grabsteinen im Auf dem Zentralfriedhof in Wien ist es auffällig, dass die Menschen alle einen Titel haben. Also die Österreicher legten da in einer gewissen Zeit sehr viel Wert darauf, dass da nicht einfach nur steht, keine Ahnung, Lissi Müller, sondern dass da eben steht, der Hausbesitzer oder der Maurermeister. Also das, was sie eben waren, haben sie dann auch vor ihren Namen setzen lassen. Und manche waren eben nichts Tolles, dann steht da eben der Hausbewohner. Oder tatsächlich, oder der Hundebesitzer. Der Hundeeigentümer. Also tatsächlich. Und wir trafen einen Friedhofswärter, der da arbeitete, den wir auch fragen wollten, wo jetzt die, in Anführungszeichen, spannenden Gräber sind auf diesem Friedhof. Und dann haben wir ihn auch angesprochen auf diese Betitelung. Und er sagt, ja, ja, ja, das ist sehr wichtig. Und er sagte das so in seinem Wiener Schmäh, so, ja, wenn einer gar nichts ist, dann sage ich halt, Herr Professor.
Florian: Also es war so dieses...
Miriam: Und ist es das, wonach wir streben? Also kommt es darauf an?
Florian: Was ist das, was dann auf dem Grabstein steht? Lala hat geatmet, ein und aus. Und ist das das, wie du es gerne hättest? Also das ist ja die Frage, die sich tatsächlich nur jeder Mensch selber beantworten kann.
Miriam: Ich habe es durchgehalten.
Florian: Wenn es jetzt noch so 30, 50, 60, 100, was weiß ich wie viele Jahre du noch vorhast, so weiter geht wie bisher, ist es dann das, was du gerne hättest? Also wenn du dir vorstellst, du machst, was weiß ich, du arbeitest 40 Stunden in der Woche über 45 Wochen im Jahr, dann kommt da eine Gesamtsumme raus und das über die nächsten 10 Jahre aufmultipliziert, ist das tatsächlich das, wo du gerne wärst? Möchtest du die nächsten x10.000 Stunden damit verbringen?
Miriam: Und Florian und ich sind da auch vorsichtig. Also es ist nicht so, dass wir sagen, boah, reiß alles ein, reiß die Mauern ein, schwimm dich frei.
Florian: Das ist genau das Thema.
Miriam: Weil das wäre dieses amerikanische Live your dream, wie auch immer.
Florian: Und das ist das, diesen Scheißpott so lange voll zu machen, bis er überläuft und dann mit dem letzten Tropfen dann plötzlich anzufangen, hektisch irgendwo irgendwas zu tun. Dann doch lieber vorher schon beschließen, dass es gibt da was zu tun. Da ist jetzt was zu machen. Und frühzeitig und dann eben mit einem Plan und Schritt für Schritt da raus zu gehen.
Der Tipp: In klein anfangen — und die Puddingbrumsel
Miriam: Und jetzt kommt der Tipp des Podcasts. Wir machen einen Tipp?
Florian: In jedem Podcast. In fast jedem Podcast. In einigen Podcasts. Ja, was ist denn der Tipp heute?
Miriam: Was wäre denn unser Tipp für, wenn da jetzt dieser Freund oder diese Freundin ist und wir wollen dem gerne helfen oder du willst dir selbst helfen und du denkst an deine Zukunft und dann geht das Gnatsche im Kopf los. Das machen ja die meisten, die fangen an zu gnatschen. Statt darüber nachzudenken, wie könnte es ihm gut sein und vielleicht auch in kleinen Schritten zu denken, wie könnte es besser werden.
Florian: So, solange du noch dran bist, dass du sagst, naja, also im Moment passt es ja auch so einigermaßen, dann überleg wirklich mal, wie ist es denn, wenn du es jetzt noch zwei Jahre machst, noch fünf Jahre machst, wenn du da noch tausend Stunden mit verbringst oder zehntausend Stunden mit verbringst, was könntest du mit der Zeit auch tatsächlich anderes machen? Also tatsächlich, um mal in die Energie reinzukommen, verändere was. Und dann ist die Frage, ja, in welche Richtung denn?
Miriam: Also mache ich dann gleich das große Schloss auf, will ich dann gleich Neuschwanstein bauen? Ja? Also ist es dieses, dann habe ich eine Villa in Miami mit einem Helikopterlandeplatz und einem, das wäre ja so dieses amerikanische... Und sehe dann aus wie Ken und an meiner Seite ist Barbie? Ja, was denn nun?
Florian: Weiß ich nicht.
Miriam: Ist das jetzt gut oder ist das nicht gut?
Florian: Das klingt irgendwie für mich auch nach diesem amerikanischen Bullshit, oder?
Miriam: Da kommt ja dann der Realist raus. Zu Recht, würden einige sagen. Moment, Größenwahn ist auch keine Tugend. Ja. Wir hören hier nicht gleich irgendwie einen auf, wie heißt das da, Millionärs Mind oder so, sondern... Wenn du anfangen möchtest, dein Gehirn dahin zu trainieren, dass es dir Wünsche erfüllt, dann geht es ja in klein los. Was könntest du denn tun, um mal so einen wunderschönen oder für dich schönen Samstagnachmittag zu generieren? Wie gut gelingt dir das schon? Wie sähe der aus in Ideal?
Florian: Also was würdest du dann tun?
Miriam: Oder stell dir das ideale Frühstück für dich vor. Wenn du jetzt, wenn da diese gute Fee wäre und sie würde sagen, morgen gibt es das ideale Flori-Frühstück.
Florian: Hättest du dann gerne ein Frühstücksei? Also manche Leute stellen sich ja diese Frage nicht. Tatsächlich nicht. Wie wäre es denn ideal? Hättest du gerne ein Frühstücksei? Gibt es eine Marmelade, die du gerne hättest? Hättest du gerne zwei Marmeladen auf dem Tisch?
Miriam: Oder ist süß gar nicht deins, sondern wäre das ein deftiges Frühstück? Bei Florian bestimmt.
Florian: Wir haben hier, aufgrund von Florian, haben wir einen kleinen Nessie-Löffel, den wir in einen Topf mit heißem Wasser reinmachen können, indem wir dann Poached Eggs machen können. Also pochierte Eier.
Miriam: Ganz wichtig, weil pochierte Eier für Florian ein absoluter Genuss zum Frühstück.
Florian: Und wir haben auch eine E-Gondola. Ja, da geht auch, da geht auch, wo steht das Ei drin?
Miriam: Das haben wir nur, weil Florian sich vorstellt, wie wäre mein ideales Frühstück.
Florian: Das ist was, was toll ist. Also ich mag das gerne.
Miriam: Und dann findet Florian plötzlich bei irgend so einem großen Internet-Versandhandel für 3,50 Euro die Lösung. Und die heißt E-Gondola. Weil da ein Ei gegondelt wird.
Florian: Ja.
Miriam: Und das ist unser Ernst. Wir haben unser Gehirn auch auf diese Weise in Richtung Sonnenaufgang, in Richtung Süden trainiert. Und das funktioniert hervorragend. Und wenn das vielleicht noch nicht reicht, sondern wenn da immer noch diese Gnatsche-Bilder wären von früher, also wie es bis gestern war oder bis eben noch, mit dem Chef oder mit der Beziehung, dann hilft auch eine Puddingbrumsel.
Florian: Was ist denn eine Puddingbrumsel?
Miriam: Du kennst die Puddingbrumsel nicht? Bitte ihr Lieben, wenn ihr die Puddingbrumsel kennt, bitte in diesem Fall schreibt mir eine Mail miriam at kontext*denken.de. Ich brauche nur ein Ja im Betreff. Dann weiß ich schon, du kennst die Puddingbrumsel. Das war eine Augsburger Puppenkiste, Verfilmung eines Kinderbuchs und das heißt, die Katze mit Hut? Und da leben verrückte Tiere in einem alten Haus miteinander und erleben tolle Abenteuer in dieser kleinen Stadt. Die sind alle so ein bisschen wahnsinnig, diese Gestalten da. Das ist die Katze mit Hut, die ist sehr vernünftig und führt das Ganze an und in diesem Haus lebt unterm Dach die Puddingbrumsel. Eine Katze mit Hut ist sehr vernünftig. Das ist die Puddingbrumsel. Natürlich, die redet, die sagt den ganzen Tag nichts anderes als Puddingnamen. Vanillepudding, Brums Brums, Schokopudding, Brums Brums, das sagt die so. Die sagt auch Petersilienpudding, weil das eine Hummel ist. Die Gestalt ist an eine Hummel angelehnt. An eine kleine fluffige aufgepupst.
Florian: Was hat das jetzt mit den ganzen Problemen da draußen zu tun?
Miriam: Was? Hummeln sind ja so sanfte Tiere. Das war eine ganz süße Hummel. Und die hat den ganzen Tag, die konnte auch nichts anderes. Sie hat immer nur mit Puddingnamen geantwortet. Und wenn sie sowas gesagt hat wie Petersilien-Pudding-Brumsel-Brums, dann hat irgendeins von den anderen Gestalten in dem Haus ihr gesagt, es gibt gar keinen Petersilien-Pudding. Und dann hat sie geantwortet mit Vanillepudding-Brums. So, wenn so eine Pudding-Brumsel jetzt plötzlich um den Kopf von diesem Chef, der immer nur rumnölt, rumfliegen würde, im Geiste, wir stellen es uns nur so vor, nur im Kopf so. So eine aufgefluffte, puschelige, Pudding-Namen-vor-sich-hin-brumselnde Pudding-Brumsel.
Florian: Mhm.
Miriam: Und dann? Nur mal so gesetzt den Fall.
Florian: So, jetzt haben wir also nicht nur den Chef. Ja, mach doch mal, stell es dir mal vor. Plötzlich ist in den Bildern vom schlecht gelaunten Chef nicht nur der Chef drin, sondern auch noch eine Puddingbrumsel. Jetzt habe ich, was?
Miriam: Ja, du könntest dir ja mal den zweiten Geschäftsführer in unserer Firma vorstellen mit so einer Pudding-Brumsel auf dem Kopf. Die sitzt da und lächelt den ganzen Tag und sagt sowas wie Vanillepudding-Brumsel-Brumsel.
Florian: Hat die auch noch einen dabei und so einen großen Löffel?
Miriam: Nein, nein, nein. Die bekommt in dieser ganzen vierteiligen Serie nicht einmal Pudding. Sie redet nur den ganzen Tag darüber. Und sie ist sehr glücklich damit. Sie ist am glücklichsten bei süßen Pudding-Arten. Wenn sie sich aufregt, wird der Pudding immer verrückter. Also es ist schon so ein Grad an Aufregung bei ihr auch zu merken, wenn sie, wenn was geschieht, was sie nicht will.
Florian: Das heißt, ich könnte den Grad der Aufregung des Chefs daran erkennen, was die Brumsel, die ich mir um den Neuron vorstelle, gerade sagt.
Miriam: Richtig, wenn die sowas sagt wie Salami-Pudding, ist schon der Busch am Brennen.
Florian: Weißt du, was dann auch noch lustig wäre? Wenn wie so ein Leuchtlicht angehen würde, so ein Warnlicht auf seinem Kopf. Es gibt doch auch diese lustigen Helme, wo dann so ein Leuchtlicht drauf sitzt, wo das Leuchtlicht angeht und dann sagt die Puddingbrumsel sowas wie Kühlschrank-Pudding.
Miriam: Nein, nein, das sind immer Lebensmittel. Es wäre dann sowas wie Cornichon-Pudding. Ja, sowas Deftiges. Das zeigt ihren Aufregungsgrad an. Und dann kommt irgendjemand und sagt, es gibt gar keinen Cornichon-Pudding. Und dann siehst du, wie sie sich beruhigt und wie sie wieder so ein bisschen rote Bäckchen bekommt. Und dann sagt sie sowas wie Schokoladen-Pudding.
Florian: Brumselbrums. Waren wir wirklich im Tippteil?
Miriam: Ich finde das sensationell. Es funktioniert bei mir hervorragend. Ich kann diese Puddingbrumsel quasi x-beliebig platzieren vor meinem geistigen Auge. Ich rede nicht darüber, wohlgemerkt. Ich rede nicht darüber, ich mache es einfach.
Florian: Plötzlich taucht die einfach in den Bildern auf und macht Vanillepudding.
Miriam: Ich stelle mir sowas vor, keine Ahnung, wenn da jetzt ein Mensch wäre in meinem Leben, der irgendwie sehr gerne schimpft oder so. Dann sehe ich den ja vor meinem geistigen Auge, bevor ich in sein Büro gehe oder bevor ich ihn treffe, sehe ich vielleicht schon, höre den schon, wie der wieder anfängt zu schimpfen oder so, in meinem Kopf, wenn ich ja hinfahre im Auto. Sobald ich mich dabei ertappe, setze ich dem so eine Pudding-Brumsel auf den Kopf. Und die sagt dann sowas wie, Karamell-Pudding, Brumsel-Brumsel.
Florian: Wie würde das jetzt funktionieren in der Beziehung?
Miriam: Oh, das geht genauso. Diese Brumseln können überall sein. Die sind auch sehr, ich sag mal, die sind sehr entspannt. Diese Puddingbrumseln sind einfach gerne bei so...
Florian: Knöterich, Mensch. Und die These ist jetzt, wenn du genau hinschaust, siehst du die plötzlich. Puddingbrumseln?
Miriam: Ja, klar. Vanillepudding.
Florian: Die ist sowieso schon da und du brauchst nur genau hinzuschauen.
Miriam: Manchmal versteckt sie sich auch hinter dem Kopf von demjenigen, dann hörst du nur ihre Stimme. Nur du weißt, sie ist da. Weil sie ruft dann mitten rein. Sie ruft nicht. Die ruft nicht. Die sagt.
Florian: Weißt du, was ich total lustig fände? Wenn jetzt plötzlich jemand mitten im Meeting sitzt und irgendein doofer Kollege sagt irgendwas und es kommt so eine Rückfrage wie, hast du gerade Vanille gesagt? War das wirklich das Wort? Ich dachte, wir reden über Abnahmezahlen von Endanwendern, was weiß ich was.
Miriam: Ja, ging auch. Und würde ich nicht machen, also meine Empfehlung ist es einfach vor dem inneren Auge mal auszuprobieren, was kann schon passieren.
Florian: Nichts, außer vielleicht, dass du bemerkst, dass ich in der Mittagspause mega Bock hab auf Vanillepudding.
Miriam: Ja gut, das ist der Nachteil. Dann sagst du halt schnell Salamipudding.
Florian: Hahaha.
Miriam: Ja, so braucht ja kein Mensch, ne? Das stimmt. Das ist mit dem Aufregungsgrad auch verbunden. Dass du wirklich, dass du, dass du, ja, Salzstangenpudding. Ja, wohl.
Florian: Mit Schokoladenpudding? Schokoladenpudding mit Salzstangenpudding?
Miriam: Ja, das ist ja nicht vermischt. Es gibt ja nur Reinform von Pudding. Ja. Makrelenpudding. Boah. Ich liebe, ich liebe diese Technik. Und ja, das ist ein bisschen crazy, das stimmt, aber es bekommt ja keiner mit. Weißt du, was in meinem Kopf ist? Es bekommt doch keiner mit. So, ich helfe mir erstmal selbst.
Florian: Mach erstmal so, dass es lustig wird.
Miriam: Und dann, wenn die Puddingbrumsel sowas gemacht hat wie... Was gibt es noch? Hier Chili con Carne Pudding. Dann überlege ich mir, wie könnte es denn in gut werden? Was könnte ich denn jetzt tun, damit es mir ein bisschen besser geht?
Florian: Weil darum geht es immer. Das ist ja die Grundidee hinter NLP. Was kannst du jetzt tun, damit es dir ein ganz klein bisschen besser geht, damit es dir morgen noch besser geht als heute, damit es dir übermorgen besser geht als morgen, damit du kommst Schritt für Schritt für Schritt für Schritt in ein lustigeres Leben oder ein schöneres Leben oder was auch immer du dir vorgenommen hast.
Der Fachwerkbahnhof — und wieder anfangen zu träumen
Miriam: War auch damals so, ich bin ja dann tatsächlich zu meiner Mutter gegondelt mit diesem völlig sinnlos vollgepackten kleinen Punto und meine Mutter hatte Tee gekocht und wir haben dann da gesessen und was ich wusste war, meine Mutter will vermeiden, dass ich da wieder einziehe. Und sie wusste, es ist auch nicht gut, wenn ich jetzt da, also ich wusste auch, ich gehe nicht zurück. Ich gehe nicht zurück. Hat sie mir angesehen und ich wusste es. Ich gehe auf keinen Fall zurück. Wusste nicht wohin, nur ich gehe auf keinen Fall zurück. So was meine Mutter, super pragmatisch, ich schätze das bis heute, ich liebe meine Mutter, ist eine wundervolle Frau und immer sehr pragmatisch in solchen Situationen, holt sie ihre Tageszeitung aus dem Briefkasten, die war dann auch schon geliefert und schlägt die auf auf der Immobilienseite und was finden wir? Wir finden, damals war ich ja noch in Frankfurt beim Hessischen Rundfunk, in Altenstadt in Hessen einen alten, ausgebauten Fachwerkbahnhof. Der war wirklich früher ein Dampflokomotivenbahnhof. Ausgebaut von einem Architekten, wunderschön mit einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung unterm Dach, alles aus Holz, alles duftete, alles war wunderschön hergerichtet, der Holzfußboden knarrte so ein bisschen. Großer Blick aus diesem Dachfenster auf die Sterne und über diese Gleisen so in die Zukunft und Richtung Süden, wo ich ja eh hin wollte. Und der war frei. Und wir sind hingefahren mit dem Auto und ich durfte gleich meinen Fernseher ausladen. Hast gleich den richtigen Kram dagelassen. Die Vermieterin, ein Engel, hat die Situation erkannt und hat gesagt, die Wohnung ist frei, sie können sofort einziehen, hier ist der Vertrag, wir haben unterschrieben. Und von dort aus habe ich dann entspannt meine Zukunft geplant, mit dem Blick in diese Sterne. Und ich glaube, dieses Fangen wieder an zu träumen, dass das ein sehr gutes Credo ist für, ist doch erstmal egal, ob es wirklich wird oder nicht. Ist doch erstmal egal, Hauptsache du fängst wieder an zu träumen und dir was vorzustellen, wie es in schön sein könnte. Wie es für dich in schön sein könnte. Und dann gibt es nicht mehr dieses letzte Einhorn, sondern dann gibt es da auf einmal wieder viele.
Florian: Oder Puddingbrumseln.
Miriam: Ja gut, das ist ja eine Nothilfe. So Puddingbrumseln sind ja kleine, kecke Gesellen.
Florian: Die sind super. Ich gehe jetzt gleich mal auf YouTube, um zu gucken, wie so eine Puddingbrumsel aussieht.
Miriam: Die ist zauberhaft. Guck sie dir gerne mal an auf YouTube. Das ist eine zauberhafte Erfindung. Und von der Augsburger Puppenkiste zauberhaftigst umgesetzt. Die Katze mit Hut? Super. Baby Hübner kommt auch drin vor. Das ist ein klavierspielendes Wildschwein.
Veränderung, die im echten Leben funktioniert
Florian: Mir war das dieses Wochenende jetzt schon genug Spannung. Genug Spannung. Genug Veränderung auch.
Miriam: Ja. Dann reicht es ja jetzt auch mal, oder?
Florian: Tatsächlich ist das ja immer schön zu sehen bei diesen Seminaren, als wir jetzt in London waren. Was ich sehr spannend finde und woran ich messe, wie erfolgreich ist das Seminar, ist dann tatsächlich, wie kommen die Menschen an Tag 1 rein, wie kommen sie an Tag 2 rein, wie gehen sie aus dem Seminar raus, was ist die Veränderung, die tatsächlich da ist. Weil dieses ganze Werkzeug, was wir benutzen, diese Toolbox, die darf ja im richtigen Leben funktionieren. Also es darf ja tatsächlich was sein, wo du dann ein Stückchen fröhlicher bist, ein Stückchen lustiger bist, was auch immer dein Ziel ist.
Miriam: Entspannter, fokussierter.
Florian: Also dass es tatsächlich was ist, was im wirklichen Leben anwendbar und nutzbar ist. Das ist das, was Miriam und ich so großartig finden.
Miriam: Und warum wir dieses Konzept lehren, dieses Modell von Welt, dieses Modell von Kommunikation und diese Art, auch mit den Möglichkeiten umzugehen, die du hast, die du hast als Mensch, als kommunizierender Mensch. Ja, wir freuen uns riesig, wenn du zum Beispiel zum NLP Basic kommst, denn das nächste ist im Januar, vom 14. bis 17. Januar, 14. bis 16.
Florian: Schreib uns kurz eine E-Mail. Unsere Website ist nämlich eins dieser Themen. Wie viel Batterie haben wir denn noch?
Miriam: Unsere Website ist nämlich wirklich eins dieser Themen, wo wir auch was tun dürfen jetzt und wo es wichtig ist, dass wir jetzt anfangen, da was dran zu machen. Bevor wir da wirklich überhaupt keinen mehr haben. Miriam at kontext*denken.de. Und ich habe so viele Puddingbrumseln, ich habe eine für dich übrig. Bis zur nächsten Woche.
Florian: Bis dann. Tschüss.
Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.