Du weißt eigentlich, was du tun müsstest — und tust es trotzdem nicht. Kommt dir bekannt vor? Miriam hängt an einem uralten Apple-Laptop, obwohl ein neues Gerät ihr die Arbeit längst leichter machen würde. Genau an diesem kleinen, sehr echten Beispiel drehen Miriam und Florian die große Frage: Warum fällt Verändern so schwer, selbst wenn wir wissen, dass etwas Neues besser wäre?
Komfortzone oder kuschelig bleiben?
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.
Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Welche Anmoderation? Für den Podcast. Wir haben doch schon in dem Podcast, in dem Titelsong ist doch schon eine Anmoderation drin.
Miriam: Ja, das ist nicht die individuelle Begrüßung pro Folge. Und jetzt sollten wir vielleicht nicht rumdiskutieren, sondern was anders machen.
Florian: Was? Ja. Wir machen es ohne.
Miriam: Ist ja ganz anders.
Florian: Hallo Miri, was ist denn heute das Thema diese Woche?
Miriam: Nee, nee. Das sagst du heute an.
Florian: Okay.
Miriam: Ich sag das ja immer an.
Florian: Gut, dann...
Miriam: Ja, denk dir was aus.
Florian: Was?
Miriam: Wir haben ja die Idee davon, haben wir ja fest.
Florian: Jetzt denk dir was aus. Müsstest dann nicht du fragen?
Miriam: Hallo Florian, wie heißt denn unser Thema heute?
Florian: Mal was anders machen als bisher.
Miriam: Cool, dann haben wir es ja erledigt und tschüss. Will ich mich weit aus dem Fenster lehnen? Nein. Will ich aus meiner Komfortzone raus? Nein. Sehr gut. Möchte ich gern, dass es kuschelig bleibt? Ja. Das ist doch immer die Frage, die sich dann stellt, wie weit gehst du aus deiner Komfortzone, um Verhaltensweisen sinnvoll zu verändern, wenn es anstehen würde.
Florian: Ja, das stimmt.
Miriam: Da sind wir ja bei diesem, manche Menschen verhalten sich oft sehr gleich und wundern sich, dass sie das gleiche Ergebnis bekommen.
Florian: Ei, ei, ei.
Miriam: Ja.
Florian: Wenn wir was Neues bekommen möchten, müssen wir uns dann etwa verändern?
Miriam: Du nicht. Alle anderen schon.
Florian: Oh Gott sei Dank.
Miriam: Florian ist ganz blass geworden. Ich möchte nichts anderes.
Florian: Allein dieser Beginn würde für mich schon bedeuten, na so, puh.
Miriam: Jetzt habe ich dich ganz schön rausgetrieben aus deiner Ecke. Allerdings. Und wie hat es sich so angefühlt jetzt im Nachhinein? Hast du noch Adrenalin?
Florian: Ja, aber die Frage ist, welches?
Miriam: Ja, wie flexibel bist du?
Florian: Ja.
Miriam: Ja, das ist dieser Podcast. Und wir haben uns da echt einen vorgenommen, Leute.
Florian: Wieso denn?
Wissen, dass man unzufrieden ist — und trotzdem nichts tun
Miriam: Ja, erklär das mal mit dem Verändern. Erstmal darf ich ja sozusagen, also gehen wir mal jetzt von den Hörern aus, die schon so eine Ahnung haben, in bestimmten Lebensbereichen könnte ich dadurch, dass ich mein Verhalten ändere, vielleicht bessere Ergebnisse erzielen. Zum Beispiel nehmen wir mal was Simples. Wenn eine Steuererklärung nie pünktlich abgegeben wird. Oder wenn, also ich will jetzt gar nicht so weit in die Materie gehen, also ich will über Partnerschaften oder sowas gar nicht sprechen, das ginge auch zu weit, nur... Wenn ich zum Beispiel mich anders kleiden würde, würde ich vielleicht Frauen oder Männern mehr auffallen, wenn ich nach einer Beziehung suchen würde. Das ist ja auch eine Verhaltensänderung. Oder wenn ich mich öfter bewusst am Tag hinsetze und mich entspanne, bin ich vielleicht dem Ganzen entspannter. Wäre ja auch eine Verhaltensänderung zu vorher.
Florian: Das stimmt.
Miriam: Nur, was ich oft feststelle ist, dass Menschen in so einem unzufriedenen Zustand sind.
Florian: Mhm.
Miriam: Und irgendwie schon wissen, dass sie unzufrieden sind und sagen, dass sie unzufrieden sind, nur sie tun dann nichts. Es bleibt dabei. Weil sie sterben ja nicht.
Florian: Das ist das, was wir eigentlich vor anderthalb Monaten hatten, oder? Dieses, ah ja, ich sehe den Sommer kommen. Jetzt hier im Rheinland konkret, spezifisch ist es ein bisschen verregnet noch gerade. Das stimmt. Dann ist der Sommer sehr in Gedanken und in diesen großen Bildern von Sandstränden und Wärme und dieses Gefühl von, wow, am Badesee, ganz viele Kinder und alles ist um uns herum. Das ist noch das. Nur dann guckt der eine oder die andere vielleicht an sich runter und sagt so: Oh, da müsste ich jetzt quasi noch für meine Sommerfigur was tun. Und dann ist die Verhaltensweise einfach vielleicht zu ändern, hier nicht zweimal in der Woche oder dreimal in der Woche am Abend noch ordentlich bei McDonalds oder Burger King vorbeifahren, statt Abendessen zu machen. Statt was Leichteres vielleicht zu essen. Oder was auch immer dein Weg wäre, da was dran zu ändern, wenn du an der Figur... Vielleicht wäre das neue Verhalten eher, zweimal in der Woche zum Sport zu gehen.
Miriam: Warum ist das denn so schwer? Also warum ist uns manches schon klar oder warum haben manche Menschen schon auf dem Schirm, ich könnte ja mein Verhalten ändern, damit es besser wird und tun es nicht und andere wiederum hast du vielleicht schon beobachtet, die in diesem unzufriedenen Bereich unterwegs sind und nichts verändern und du fragst dich ja gut, wie soll es denn dann besser werden? Ich habe das neulich erlebt mit... Also der Gedanke an den Frühling ist sicher eins davon, nur zum Beispiel, wir hatten dieses Computerthema. Also ich insbesondere, Florian hat keine Computerthemen, ich habe Computerthemen.
Florian: Ich habe auch Computerthemen, ich freue mich regelmäßig über unsere Computer.
Miriam: Ja, das stimmt. Florian hat eine sehr innige Beziehung zu seinen Computern, die haben sogar alle einen Namen.
Florian: Die haben alle, natürlich.
Miriam: Natürlich. Wenn einer da draußen zuhört, der seinem Computer auch einen Namen gegeben hat, schreib uns bitte.
Florian: Ich habe immer schon in Firmen gearbeitet, die irgendwelche Namenskonventionen für Computer hatten. Ich habe schon mit Asterix-Charakteren gearbeitet, mit Planeten, mit allem möglichen schon. Mit Charakteren aus Herr der Ringe, hier aus dem großen Universum auch.
Miriam: Was sind das für Unternehmen?
Florian: IT-Unternehmen, die einen Systemadministrator haben, der sich um seine Computer kümmert.
Miriam: What? Ah, okay. Ich habe bis jetzt immer in Unternehmen gearbeitet...
Florian: Simpsons-Charaktere. Ich habe einen Account auf Norma.
Miriam: Merkt ihr was? Irgendwie habe ich Florian gerade angepiekst, ohne es zu wissen. Das geht jetzt so weit.
Das geliebte alte Laptop — und warum Loslassen so schwerfällt
Miriam: Ja, also das Computer-Thema sieht bei mir ein bisschen anders aus und zwar ist es so, dass ich bei Computern sehr ungern aus meiner Komfortzone rausgehe und im Grunde mag ich, ich hatte das allererste, das war ein Apple-Computer, das allererste Laptop, was ich besaß, war ein sehr kleines, kompaktes, weißes, wunderschönes Laptop, dem traue ich bis heute hinterher.
Florian: Noch so ein i3-Prozessor drin, oder?
Miriam: Oder ein G3? Also es war einer der ersten Laptops, diese weißen, diese zum ersten Mal weißen Computer auch, unglaublich empfindlich auch auf der Oberfläche, also total schön, dieses Ding einfach wunderschön. Und sehr, sehr schlicht zu bedienen und ganz neu damals für das Auge auch oder für meine Augen. Und ich habe mich so in dieses Gerät verliebt und natürlich wurde das älter und älter und am Ende konnte es auch gar nicht mehr mithalten mit dem, was im Internet geschah oder mit Updates, die Apple rausgebracht hat und ich hatte echt Herausforderungen und es war so schade. Guck mal, ich könnte jetzt noch ein schwarzes Netz vor mein Gesicht hängen, wenn ich darüber nachdenke, dass ich den irgendwann abgegeben habe.
Florian: Wieso?
Miriam: Das fühlt sich fast an wie ein traumatisches Erlebnis.
Florian: Ich dachte auch gerade, wir sollten jetzt den Bezug zu deiner Kindheit herstellen.
Miriam: Nee, nee, ich weiß, wann das passiert ist. Ja? Ja. Da war ich so Ende 20 oder so. Mitte, Ende 20.
Florian: Oh, oh, oh.
Miriam: Okay, lass uns weitermachen. Das erinnert mich ja auch an so alte Sammlungen. Es gibt ja so Sammler. Ich habe neulich, wie heißt diese kleine asiatische Frau, die in Amerika im Moment dafür sorgt, dass alle aufhören? Marie Kondo, oder? Kondo? Egal. Auf jeden Fall ist das auch eine Serie, eine Doku-Soap auf Netflix und die Kamera beobachtet sie dabei, wie sie Menschen hilft, in ihrer Wohnung und in ihrem Leben damit auch wieder mehr Ordnung herzustellen. Das passt ja auch total in die Jahreszeit.
Miriam: Das passt super in die Jahreszeit. Und es ist sozusagen die neue Räum-dein-Haus-auf-Ikone. Und ich habe ein paar Folgen von dieser Serie geguckt, allerdings hatte ich so nach vieren dann raus, wie sie es macht und dann war es auch nicht mehr so spannend. Nur eine würde ich auf jeden Fall mal empfehlen, weil diese Frau ist echt ganz zauberhaft. Die geht total zauberhaft mit den Menschen um, die sie rufen. Also die Menschen entscheiden sich freiwillig dazu, in ihrem Haus zu entrümpeln und sie besucht diese Menschen und ist dann sehr wertschätzend mit denen und auch mit ihren, zum Beispiel war da einer, der hat sein ganzes Leben lang Basketball-Eintrittskarten gesammelt. In riesigen Kisten.
Florian: Welche Spiele, die er selber gesehen hat oder ganz generell?
Miriam: Das weiß ich nicht. Oder vielleicht waren es auch keine Eintrittskarten, es hieß Cards. Also ich habe es auf Englisch geguckt.
Florian: Wahrscheinlich sind es eher so Spielerkarten.
Miriam: Spielerkarten. Also dieser Mensch war auch schon über 60, nur es war eine unendlich große, ein ganzes Zimmer des Hauses war voll mit diesen Karten in Kisten und die Kisten waren nicht beschriftet oder so, sondern der wusste irgendwie, wo welche Karten drin sind. Okay. Nur der hat die jetzt auch nicht jeden Tag rausgeholt und sich die angeguckt. Für Sammler bestimmt ein hoher Wert. Nur die haben einfach ein ganzes Zimmer.
Florian: Standen überall Kisten drin.
Miriam: Also das Arbeitszimmer war nicht zu benutzen in dem Haus, weil es voller dieser Kisten war.
Florian: Und dann?
Miriam: Er hätte sich gewünscht und seine Frau auch in dieser Folge, dass da mehr Luft ist zum Arbeiten, also dass da wieder Platz entsteht, damit sie ihren Hobbys und ihren Arbeiten, die sie für Vereine und ehrenamtlich gemacht haben, auch nachgehen konnten und das nicht in der Küche machen, weil das Arbeitszimmer, das dafür vorgesehen ist, eben einfach voll ist. Und das war, glaube ich, ein ganz schön schwerer Weg für den, da loszulassen. Also diese ganze riesige alte Sammlung, die auch verknüpft war mit Besuchen von vielen Basketballspielen, dass er da loslassen wollte, das war seine Entscheidung.
Platz für Neues: Loslassen in Unternehmen
Florian: Ich habe den im Moment in der Arbeit auch. Bei dem einen Kunden, den ich habe, geht es darum, neue Innovationen zu starten und neue Produkte zu schaffen, die jetzt besser auf Kunden zugeschnitten sind, wo wir die ganze Zeit am Überlegen sind. Eine der Herausforderungen ist ja, was ist das, was du lässt? Also was ist das, wenn du Platz machst für was Neues, wenn du neue Dinge herausbringen möchtest? Am Ende des Tages, entweder ist es räumlich begrenzt oder oftmals in der Arbeit ist es eben zeitlich begrenzt. Und die Frage ist einfach, wie viele Stunden am Tag möchtest du in irgendwas investieren? Und wo ist der Raum für dich oder die Zeit für dich, auch etwas Neues zu unterstützen, etwas Neues zu machen? Und in dem Produktfindungsprozess geht es eben auch darum zu sagen: Wir haben jetzt hier N100 Mitarbeiter, in dem konkreten Fall geht es um die 350 Mitarbeiter und die sind eben 8 Stunden am Tag da für die Vollzeitangestellten. Und worauf möchten wir ihre Energie fokussieren und was ist das, was sie machen sollen? Und dann bringen wir die ganzen Themen, die wir haben, eben in eine Reihenfolge und stellen die mal sichtbar an die Wand. Und wenn du das dann alles vor dir siehst, was du so in deinem Leben hast und was dir was bringt und was vielleicht einfach alte Geschichten sind, manche von den Produkten sind ja schon seit 10 Jahren oder 15 Jahren am Markt und man sagt einfach, ja, da haben wir halt die Bestandskunden und das ist uns auch wichtig und wir haben die jetzt schon die ganze Zeit dabei und auf der anderen Seite gibt es eben dieses Neue, wo wir sagen, wir können viel bessere Sachen machen, die viel besser zu dir passen. Und das dann eben einfach alles einmal sichtbar machen und dann zu überlegen, wenn du dieses Neue richtig unterstützen möchtest, was ist dann das, was du vielleicht auch einfach lässt? Das hat dich lange begleitet und dann eben zu sagen... Das ist ein spannender Prozess in vielen Unternehmen, weil die ganz große Herausforderungen damit haben. An der einen oder anderen Stelle gibt es ja dann Mitarbeiter, die sich darauf spezialisiert haben. In einem anderen Unternehmen hatte ich mal den Fall, dass ein einziger Mitarbeiter noch da war, der einen Service-Prozess unterstützt hat, wo es darum ging, langfristige Verträge zu kündigen. Und die Idee war, diese Verträge so lange zu unterstützen, bis der in Rente geht.
Miriam: Damit er Arbeit hat?
Florian: Ja, weil es da auch noch Kunden gab. Nur die Frage war, in dem Fall ging es um eine Versicherung, wo eben sehr langfristige Verträge noch liefen. Und wenn da eine Rückfrage war, dann war er eben der Ansprechpartner. Und die Idee war, solange er noch da war, lohnt es sich noch. Nur was, wenn der nicht mehr da ist, weil der in Rente geht? Und dann war die Idee dann... die ganze Geschichte zu computerisieren und über Software abzuwickeln und dann zu sagen, gut, dann ist es eben nicht mehr. Und an der Stelle dann einfach dafür zu sorgen, dass es trotzdem weiterläuft, sodass es noch unterstützt ist für die Verträge, die Kunden abgeschlossen haben. Und auf der anderen Seite jemanden Neuen einzulernen da drauf, jetzt nochmal neu anzufangen, an der Stelle irgendwas zu verbessern, hat sich einfach nicht gelohnt für dieses Unternehmen.
Miriam: Was für eine Entscheidung. Das stimmt. Ich glaube, das ist es genau. Vielleicht wäre was Neues besser, vielleicht wäre es für alle ertragreicher, vielleicht wäre es für dich persönlich weiterführend, wenn du sagst, dieses Verhalten, was ich da bis jetzt an den Tag gelegt habe, hat zwar dafür gesorgt, dass ich irgendwie viel Leckeres esse im Winter, nur es hat mir halt auch einen dicken Ranzen gemacht. Und jetzt ist es Zeit, daran was zu ändern, weil ich möchte ein anderes Ergebnis haben. Ich möchte, dass ich die schlanke Bikini-Figur habe oder ich möchte, dass mir diese Hose wieder passt. Und dann ist es deine Entscheidung, verstehst du, solange Menschen glücklich sind mit irgendwas, also solange dieser Mitarbeiter glücklich ist und die Versicherung glücklich ist, dass diese alten Kunden noch weiter persönlich betreut werden, großartig. Wenn alle damit zufrieden sind. Die Frage, die Marie Kondo stellt, oder die Leute sich selbst stellen, das ist, wie glücklich machen sie diese Gegenstände noch? Wie glücklich machen sie bestimmte Kleidungsstücke?
Florian: Das heißt, es geht gar nicht darum, jetzt hier Minimalismus zu haben bei ihr, oder wie?
Miriam: Nein, nein, überhaupt nicht. Sie sagt auch nicht, da muss jetzt die Hälfte raus oder sowas. Sondern sie sagt, wie glücklich bist du noch mit dem, was da ist? Und das ist das, was du dir überlegen darfst. Und die Leute nehmen jedes einzelne Teil in die Hand und fragen sich, wie glücklich macht mich das noch?
Florian: Mhm.
Miriam: Und wenn die dann in sich reingespürt haben und haben festgestellt, da ist nichts mehr, da gibt es keine Resonanz mehr, also ich halte es zwar in der Hand, ich weiß auch noch, wo es her ist, es hat mich mal glücklich gemacht, das zu besitzen, nur ich habe das jetzt schon seit einem Jahr nicht mehr angeguckt und wenn ich es jetzt…
Florian: Da gibt es ja auch diese Tipps, die Bügel falsch rum in den Schrank reinhängen und jedes Mal, wenn du was rausholst, hängst du ihn richtig rum rein und die Sachen, die dann auf dem Bügel falsch rumhängen, also wo ich den Bügel nach hinten rausnehmen muss, da weiß ich dann einfach nach sechs Monaten, die habe ich sechs Monate lang nicht angefasst. Ein halbes Jahr nicht angefasst, genau. Ist das dann noch das Richtige?
Miriam: Ja, also sie hat ein netteres Konzept, finde ich, nämlich mit viel Liebe zu den Menschen selbst. Also das heißt, wie glücklich würde es dich machen, dein Verhalten jetzt zu verändern? Noch besser, wie glücklich würde dich das Ergebnis machen, das Neue, das du bekommst? Und vielleicht ist das Ergebnis relativ planbar im Zuge von einem Gewichtsmanagement, wenn ich sowieso schon Erfahrungen damit gesammelt habe und weiß eben, vier Wochen lang vegan for fit mit Attila Hildmann und alles ist wieder, wie es war. Oder geht es um ein längerfristiges Projekt?
Florian: Wie glücklich wärst du, wenn du dir vorstellst, du sitzt am Strand und du hast da eine Figur, die du gerne hättest, die für dich auch gut erreichbar ist in diesem Jahr und du strahlst eben das aus. Du hast die Möglichkeit, bestimmte Dinge zu tun, die du vielleicht jetzt nicht mehr hast. Welche Bilder siehst du da?
Die Stimme, die sagt: Mach's dir leicht
Miriam: Wie hört sich das an? Also gerade in Technologie sehe ich für mich immer wieder Herausforderungen, weil ich mich so ungerne an was Neues gewöhnen möchte da. Da merke ich so richtig die Trägheit meines Gehirns, wenn ich das zulassen möchte. Mein Gehirn kann sehr flott sein, wohlgemerkt. An der Stelle habe ich das Gefühl, das hockt so in seinem uralten, verstaubten Sessel von 1998, wo es das erste Mal intensiv Computer bedient hat, also der neueren Generation, und möchte da überhaupt nicht raus mit seinem Hintern. Dabei ist es wirklich ein alter, stinkender, verstaubter Sessel, der überhaupt nichts mehr taugt. Und ein neuer Computer hätte ganz viele Vorteile. Und ich habe ja dadurch, dass ich diesem uralten Apple-iBook nachgetrauert habe, und bis heute kommen die manchmal, die Impulse, dass ich denke, warum machen die nicht mal wieder so was Schönes?
Florian: Weil du das Gewicht gar nicht mehr gewöhnt wirst.
Miriam: Habe ich bei Florian eins gefunden, das zumindest diese Maße hatte. Es war nicht ganz so hübsch.
Florian: Das war mein altes MacBook Air von 2011.
Miriam: Ja, und da habe ich Florian gefragt, ob ich das benutzen darf, statt der brandaktuellen neuen Notebooks, die wir zu Hause haben. Und Florian hat mich angeguckt, als käme ich vom Mars.
Florian: Zu Recht.
Miriam: Und er hat es gestattet.
Florian: Und ich habe auch ein Betriebssystem drauf gemacht. Es lief ja dann so nebenbei, während ich an was anderem gearbeitet habe. Und ich dachte mir schon, als ich es das erste Mal benutzt habe, um Gottes Willen.
Miriam: So und ich fand es total toll, dieses Ding ist mega leicht, also wirklich mega leicht im Gegensatz zu dem großen Gerät, was ich habe und es ist auch irgendwie so, es sieht so benutzt und so bereist aus, also so als wäre da schon viel Reise mit passieren, das sind Geräte, die haben dann für mich so eine Schönheit. Und ich habe es dann einmal bei meinen Eltern vergessen. Und dann hatte ich im Rheinland keinen brauchbaren Computer, mit dem ich Kunden-E-Mails beantworte und unsere Homepage pflege und so weiter. Florian hat die nötigsten Sachen auf dem dann wiederum neuen großen Gerät eingerichtet, damit ich hier so einen Notbehelf habe. Und dann habe ich gemerkt, als ich das benutzt habe, dass durch den großen, hellen Bildschirm ich natürlich viel besser sehe. Und dass die Tastatur sich viel leichter bedienen lässt. Und dieses Ding war unglaublich viel schneller beim Runterladen von Zeug, beim Hochladen von Zeug ins Netz, beim Bearbeiten und Abspeichern. Und dann gab es in mir plötzlich so eine Stimme.
Florian: Ja.
Miriam: Ja. Und die rief mir zu, Miri.
Florian: Lass los.
Miriam: Nimm das Angebot an!
Florian: Mach's dir leicht!
Miriam: Ah, war ja. Und diese Erfahrung, das hat mir wieder zu denken gegeben, weil ich überlegt habe, guck mal, jetzt hättest du einfach nur aus diesem Jammer an Altem festgehalten, was heute und jetzt und mit der Arbeit, die wir jetzt machen und mit den Herausforderungen, die wir jetzt auch haben an Geschwindigkeiten zum Teil, überhaupt nicht mehr taugt. Überhaupt nicht. Da mache ich es mir echt viel, viel schwerer, meine wunderbaren Texte zu schreiben, die hochzuladen. Kreativ zu sein für unser Unternehmen, ne. Und jetzt tatsächlich habe ich mich mit mir geeinigt und auch mit Florian, das war der schwerste Schritt, weil es fühlte sich so ein bisschen an wie so ein innerer Sonntags-Nachmittagsspaziergang. Zeit auch für Florian, dass ich jetzt sozusagen angekrochen komme und sage, boah, das ist ja eine Metapher, die wir nicht haben wollen. Darf ich bitte doch das große, obwohl Florian mir geraten hatte, das große Gerät zu behalten. Ja, und ich kann's doch mal sagen, wie sich's angefühlt hat. Ich habe mich dann durch NLP ganz schnell wieder irgendwie in einem guten State oder in einem guten Gefühl. Und es war erst mal so, jetzt, wie sag ich dem das? Ich habe mich entschieden. Ich mach jetzt was anders.
Florian: Mhm.
Miriam: Und es ist cool, dass da ein völlig anderes Ergebnis bei rauskam. Nämlich, dass ich viel schneller, viel einfacher meine Arbeit erledigen kann. Zum Beispiel. Ja. Oder dass Dinge vielleicht auch einfach mal einen neuen Drive bekommen, ein neues Tempo. Dass plötzlich neue Sachen passieren, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie möglich sind. Dass ich mich für was begeistere. Ich hätte x Geschichten in meinem Leben, also ich kenne dieses Muster gut. Dass Florian sagt, warst du schon mal wirklich vietnamesisch essen? Und ich so, ne will ich auch gar nicht.
Florian: Braucht kein Mensch.
Miriam: Bis Florian sich dann das erste vietnamesische Essen mit nach Hause bringt und es hier isst und in meinem Gehirn sowas macht, das riecht gut. Und ich dann sage, darf ich mal probieren? Und Florian mich dann probieren lässt und ab da gehen wir nur noch in vietnamesische Restaurants, weil es so cool ist, weil es so lecker ist. Und ich hätte das echt verpasst, wenn ich nicht gefragt hätte, darf ich mal kosten? Also es ist super, dass mein Gehirn mir hilft, dass es mir Impulse gibt von, das riecht lecker oder das sieht doch cool aus mit dem großen Bildschirm. Oder es ist super, irgendwie sich von alten Sachen getrennt zu haben, weil da ist auf einmal auch Platz für Neues. Schönes, Frisches, so wie der Frühling hier im Rheinland. Wenn der mal da ist, ist es hier bildschön.
Steuererklärung 2017 und eine große Veränderung
Florian: Weißt du, was ich jetzt gehört habe? Hm? Jemand hat seine Steuererklärung 2017 jetzt abgegeben.
Miriam: Jetzt?
Florian: Ja.
Miriam: 2017?
Florian: Ja, der wurde vom Steuerberater kommentiert mit, gut, dann können Sie gleich weiterarbeiten an 2018. Okay. Ja, kann sein. Nächste Woche geht es wieder weiter, oder wie?
Miriam: Ja, das stimmt.
Florian: Wollen wir das Thema... Wollen wir das ganz wild machen? Wollen wir das Thema für nächste Woche diese Woche schon sagen?
Miriam: Nein, auf gar keinen Fall. Nee, da komme ich durcheinander. Das bin ich nicht gewöhnt.
Florian: Okay.
Miriam: Im Mai ist der nächste Practitioner. Übrigens der einzige Practitioner, für den du vier Tage Urlaub brauchst, um zehn Tage Ausbildung zu machen, weil der über die Feiertage drüber geht und in zwei Blöcken stattfindet. Haben wir zum ersten Mal.
Florian: Ja, und noch eine große Veränderung gibt es.
Miriam: Oh, wow, wow. Und das will ich erst im Newsletter verkünden.
Florian: Okay.
Miriam: Und dann im nächsten Podcast.
Florian: Sagst du es dann da?
Miriam: Ja, dann können wir es auch sagen.
Florian: In diesem Podcast. Also die größte Veränderung.
Miriam: Riesenveränderung.
Florian: Für uns auch. Nächste Woche dann? Ja. Wieder am Dienstag? Ja. Wenn es heißt?
Miriam: Alles wird anders. Zwei Gehirne und ein Podcast. Bis dann.
Florian: Bis dann, tschüss. Tschüss.
Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext-denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.