Eine Hörerin fragt: Was tun, wenn plötzlich die Worte fehlen? Miriam und Florian, die es beruflich gewohnt sind, dass ihnen so gut wie nie das Reden ausgeht, tun sich mit dem Thema erst schwer — und genau da wird es interessant. Es geht um die Braut, die am Altar ihr "Ja" nicht rausbekommt, um den frechen Spruch, der dich für einen Moment gefrieren lässt, und um einen kleinen Trick mit einem Gähnen. Und du erfährst, warum eine bewusste Pause manchmal mehr wert ist als jedes schnelle Wort.
Ein Thema, auf das keiner Lust hat
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Herzlich willkommen da draußen, liebe Hörer.
Florian: Zum kontext*denken Podcast der Woche.
Miriam: Ich habe überhaupt null Bock auf dieses Thema.
Florian: Danke, liebe Silke, für das Stiften dieses Themas. Das hat mich sehr amüsiert.
Miriam: So eine Rückrunde, so eine epische Rückrunde.
Florian: Miri hat es jetzt auch mehrfach auf der Liste der Themen eher nach hinten geschoben.
Miriam: Okay, stellen wir das Thema vor, seien wir professionell. Silke hat gesagt, Miri und Florian, ich höre sehr gerne euren Podcast. Vielen Dank dafür. Macht doch bitte mal das Thema, wenn ich mal sprachlos bin.
Florian: Nein. So, und wir dachten, wir machen eine Erfahrungsgeschichte von Miriam. Miriam erzählt den ganzen Podcast von der einen Situation, in der sie mal sprachlos war.
Miriam: Ich weiß überhaupt nicht, wie das geht. In den allergrößten Notsituationen.
Florian: Haben wir uns schon vorgestellt? Mir gegenüber sitzt die bezaubernde Miriam Deforth.
Miriam: Das macht unser Vorspann seit neuestem. Du brauchst dich nicht mehr vorstellen. Ist noch neu.
Florian: Du gewöhnst dich noch dran. Sollen wir dann nochmal neu anfangen? Nein.
Miriam: Das ist toll, dass die Leute merken, dass wir Menschen aus Fleisch und Blut sind mit Gehirnen, bei denen das Weibliche richtig gut funktioniert.
Florian: Sprachlos, ja? Nein. Mit der Rückrunde wartend.
Miriam: Ah, okay. Gut. Und Silke hat das Thema auf Facebook genauer beschrieben und hat gesagt, es gibt Situationen, in denen fühle ich mich sprachlos. Woher kommt das und was mache ich dann? Ist eine sehr lustige Frage.
Florian: Das stimmt.
Miriam: und eine sehr gute. Denn wir erfahren das ja auch öfter in unseren Seminaren, wo es um Kommunikation geht, um Sprache, um Sprechtechnik, um alles Mögliche, dass Menschen uns sagen, wenn ich mit diesem bestimmten Menschen spreche oder in dieser speziellen Situation, da weiß ich plötzlich einfach nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll. Da fehlen mir die Worte. Dann sage ich nichts und danach fühle ich mich wieder schlecht, weil hätte ich doch mal besser meine Meinung gesagt an der Stelle. Hör ich ganz häufig. Florian, was ist dein Tipp? Ich kann dazu nichts sagen, ich rede eh immer weiter.
Florian: Entspannt sein.
Miriam: Das kommt jetzt so aus heiterem Himmel, wenn da eine Konfliktsituation ist, ist Entspannung weit, weit am Horizont für manche Menschen.
Florian: Ich glaube, dass viele Menschen sich eher bisher daran erinnert haben, was in Situationen, wo sie mal sprachlos waren, und die Situationen, wo ihnen direkt etwas eingefallen ist, wo dir direkt etwas eingefallen ist, die hast du vielleicht erst jetzt auf dem Schirm, wenn du mal drüber nachdenkst. Weil es ist halt, es passiert halt mal, ja, da macht jemand einen lustigen Spruch, ja, und dann fällt mir vielleicht auch nichts dazu ein oder in der Vergangenheit fiel mir nichts dazu ein. Und das ist natürlich was, was ich früher eher erinnert habe als all die tollen Situationen, in denen ich sprachvoll war. Was ist eigentlich das Gegenteil von sprachlos?
Miriam: Du hast es gerade gesagt. Ist es sprachvoll? Es macht mich sprachlos. Du erfindest einfach irgendein Wort.
Florian: Ja, so ist das.
Miriam: Ich habe mal einen weisen Satz gehört von einem Trainer, den wir beide in Amerika genossen haben. Und der sagte, es wird sowieso viel zu viel geredet auf diesem Planeten.
Florian: Die Kraft der Stille.
Miriam: Das kann auch gehen.
Florian: Definitiv. Wir sind schon in der Tipp-Sektion.
Miriam: Nö, sind wir nicht. Ich wollte es nur mal in den Raum gestellt haben.
Florian: Also wenn du nachher in der Tipp-Sektion ein Déjà-vu hast.
Miriam: Ich meine, entspannt sein ist ja auch...
Florian: Ein Déjà-ü. Ein Déjà-ü-Ei. Ein Déjà-ü. Schon gehört.
Miriam: Jetzt wird's ja geil. Wow.
Florian: Der hat aber lang gebraucht. Da war die Leitung aber. Das macht dich fast sprachlos, oder? So viel französisch Brillanz.
Wenn das Gehirn in den Fluchtmodus springt
Miriam: Ja stimmt und mein Gehirn ist einfach auch schon immer 15 Kilometer voraus, wenn wir Podcasts aufnehmen. Also ich glaube, dass es grundsätzlich so eine Furcht bei manchen Menschen gibt und das habe ich festgestellt bei Auftritten früher, bei mir selbst, bei anderen Leuten. In Situationen, wo das Gehirn wusste, jetzt kommt es drauf an, das ist jetzt ein ganz, ganz existenziell wichtiger Augenblick. Sogar bei Trauungen habe ich das erlebt, diese plötzliche Sprachlosigkeit an der Stelle, wo es echt wichtig gewesen wäre, dass da jetzt was kommt.
Florian: So ein kurzes Wort.
Miriam: Eine Freundin von mir konnte tatsächlich, die war so überwältigt bei ihrer Hochzeit von allem, was da vorher schon war, bevor der Standesbeamte gefragt hat, willst du Liebe? Und als dann ihr Einsatz kam und ihr Einsatz wäre Ja gewesen. guckte sie wie so ein kleines verschrecktes Kaninchen ihren zukünftigen Ehemann an und den Standesbeamten und wieder zurück und alle im Publikum wurden unruhig und es entstand so eine, also ich wäre am liebsten aufgesprungen und hätte sie so angeschubst, dass sie wieder zu sich kommt und dieses Ja, sagen wir, mehr war es gar nicht. Es ging gar nicht um mehr und ein Gehirn, das gerade entspannt im Publikum gesessen ist, fragte sich natürlich, warum sagst du jetzt nicht Ja?
Florian: Alles gut.
Miriam: Und es kam nicht. Okay. Oder, was ich eben auch öfter erlebt habe, war, dass jemand wirklich unverschämt frech war in der Situation und dass daraus so eine Sprachlosigkeit entstand. Also, dass wirklich sowas gesagt wurde, wo der andere nicht damit gerechnet hätte, dass das im Entferntesten kommen könnte. Und dann wirklich so eine Art des Luftanhaltens.
Florian: Und für beides ist der Trick die Entspannung. Weil das ist ja, dann geht das Gehirn in so einen Fight or Flight, also in so einen Flucht- oder Kampfmodus rein. Sehr spannend.
Miriam: Würdest du mir das bitte genauer erklären?
Florian: Es entsteht so viel Stress in der Situation, gerade wie du es beschrieben hast, dass dann auch wenn deine Freundin am Altar plötzlich sich umschaut, so wo sind die Fluchtmöglichkeiten, wo ist der Angreifer, dann ist sie offensichtlich in einen von diesen uralten Modi des Gehirns gesprungen, wo es darum geht, entweder ich flüchte jetzt oder ich gehe jetzt in den Kampf. Ihre Reaktion klang eher nach, ich suche jetzt die Flucht, nur was unser Gehirn dann nicht mehr macht, ist die ganzen Sprachzentren ansteuern.
Miriam: Ja, ist ja auch Unfug angesichts eines Säbelzahntigers. Exakt.
Florian: Deswegen entspannen an der Stelle.
Miriam: Ich glaube, entspannt ist auch das bei dem... Ich kann mir gerade vorstellen, wie lustig das wäre, wenn da so ein Säbelzahntiger in Angriffsstellung steht und der Mensch so, lass uns mal kurz drüber reden. Wir machen mal zu zweit einen Stuhlkreis.
Florian: Auch bei der verbalen Attacke kann es ja tatsächlich sein, dass sich jemand wirklich angegriffen fühlt. Verbal angegriffen, physisch bedroht. Unser Gehirn macht da ja keine Unterschiede. Wie groß die Bedrohung ist oder was da ist, wenn wir uns bedroht fühlen, dann ist eben, jetzt müssen wir fliehen oder kämpfen. Und deswegen, da ist Entspannung immer die Reaktion drauf oder immer das, was uns dabei hilft.
Die dramatische Pause — und ein Beispiel aus der Live-Sendung
Miriam: Was ich gelernt habe ist zum einen, und darüber funktioniert diese, weil es ist immer leicht gesagt, da ist diese Situation und dann entspann dich mal. Ich habe die These, dass wenn ich dieser Braut damals zugerufen hätte, entspann dich einfach. Hey jetzt, entspann dich! Dann hätte sie vermutlich noch deutlicher nach dem Fluchtweg gesucht.
Florian: Exakt, das ist ja nur zusätzlicher Stress. Also sie ist ja sowieso schon in der Situation, die völlige Überlast ist und dann noch, noch...
Miriam: Das heißt, was ich für mich gelernt habe an der Stelle ist zum einen, und da bin ich jetzt wieder bei John Lawal, der gesagt hat, es wird sowieso viel zu viel gesprochen auf diesem Planeten, ist eine dramatische Sprachpause. Ist grundsätzlich gut und die meisten Menschen glauben, dass das...
Florian: Dieser Glaubenssatz ist gut. Du kannst es ja mal ausprobieren in Meetings oder in Situationen, wo du dich sehr wohl fühlst, einfach eine kurze Pause zu machen, um auch mal zu erleben, dass das okay ist, weil dann ist es in solchen Situationen in Zukunft auch okay.
Miriam: Ich mache also durchaus dann bewusst mittlerweile eine dramatische Pause. Neulich bei QVC, mitten in der Live-Sendung, wir hatten ein Gerät zur, war das Haarentfernung? Ich meine, es war Haarentfernung. Und ich habe das vorher nicht gekannt und habe das selbst in der Sendung erst kennengelernt. Und die Expertin für das Gerät wand das auf ihrem Arm an. Und ich kenne Haarentfernung als sehr schmerzhaft, weil bei Frauen wird da epiliert. Das heißt, die Haare werden rausgezogen. und dieses Gerät wollte ich definitiv nicht an meinem eigenen Arm in der Live-Sendung ausprobieren. Nur sie redete die ganze Zeit davon, dass das total einfach ist und total schmerzfrei und dass man da gar nichts merkt. Und dann griff sie einfach nach meinem Arm, schob meinen Ärmel hoch und sagte, wissen Sie was, liebe Zuschauer, ich zeige Ihnen das jetzt einfach mal bei der Miri. und guckt mich an und erwartet von mir ein Statement. Und in dem Augenblick ging in meinem Kopf sowas los wie, wenn ich jetzt Nein sage, dann verbrüskiere ich sie. Wenn ich Ja sage, habe ich gleich Schmerzen. Also ich kenne diese Situation. Und da habe ich für mich gelernt, ich mache eine bewusste, kurze Pause. Das heißt, ich lächelte sie an. Ich lächelte in die Kamera und dann sagte ich ihr, meine liebe XY, ich gebe dir meinen Arm und du machst es. Wenn das auch nur annähernd piekst, haben wir ein Live-Sendung-Problem. Und sie sagte, nein, nein, nein, alles gut. Und dann dachte ich, okay. Also ich habe sozusagen erstmal überlegt.
Florian: Ja, genau. Es ist voll okay.
Miriam: Und dann meine Antwort gegeben.
Florian: Du darfst dir die Zeit nehmen, die du brauchst.
Miriam: Und dieses kurze Überlegen nutze ich gleichzeitig um, und das habe ich von Florian, von dir gelernt, einmal tief ein- und wieder auszuatmen.
Ein Gähnen als Signal — und wie du anderen hilfst
Florian: Was mir auch eben eingefallen ist, manchmal bist du als Hörer oder Hörerin ja auch in der Situation, dass du siehst, dass jemand anders in so eine Situation reinfährt, wie bei der Braut am Altar. Und dann ist ja die Frage, was kann ich tun, außer zu brüllen, jetzt entspann dich doch mal. Ja. Weißt du, was ich da in Meetings mache? Und ich weiß das, also ich sage nur einen Tipp, weil ich weiß, dass manche meiner Kollegen zuhören. Ich gähne. Das macht man nämlich auch bei Hunden, wenn die Angst haben.
Miriam: Das stimmt. Das stimmt.
Florian: Weil offensichtlich, wenn ich im Publikum sitze und gähnen kann, oder in einem Meeting bin und gähnen kann, dann fühle ich mich unglaublich sicher, weil das ist ja eine Entspannungsgeste. Insofern ist es jetzt vielleicht nicht so ganz extrem höflich, nur ich signalisiere meinem Gegenüber, der gerade in einer Stresssituation ist, dass alles gut ist. Also dass mindestens ein anderes Gehirn im Raum denkt, hier ist doch alles prima.
Miriam: Das ist die unterbewusste Botschaft von Gähnen. Das wissen viele nicht. Und du kannst das anwenden, wenn du einem anderen Menschen helfen möchtest in so einer Situation, ohne direkt mit ihm zu sprechen.
Florian: Ja, genau.
Miriam: Total gut. Ganz wertvoller Tipp. Lässt Florian sich normalerweise teuer bezahlen. Einstecken, ausprobieren, Spaß haben. Wirklich.
Florian: Funktioniert auch in anderen Situationen.
Miriam: Ich weiß. Funktioniert immer. Also damit kannst du einem anderen helfen und dir selbst übrigens im absoluten Notfall auch.
Florian: Ja.
Miriam: Also nochmal, wenn so eine Situation eintritt, in der du schließt, dann sage ich jetzt nichts. Finde ich das auch okay.
Florian: Allerdings.
Miriam: Das war für mich ein langer Weg. Also ich sage auch gelegentlich auf irgendwelche Dinge, mit denen Menschen zu mir kommen. Das sind über den Tag viele Botschaften, sage ich auch mal nichts. Nix. Das war bis vor fünf Jahren bei mir undenkbar übrigens. Da habe ich lieber dann angefangen, einen völlig sinnfreien Silbenausstoß von mir zu geben, bevor das einmal vorkommt, dass ich nichts gesagt habe. Wobei das ja auch seltsam ist, wenn jemand nichts sagt. Nichts, nichts, nichts, nichts, nichts. Also ich habe meine Klappe gehalten. Und wenn die Situation es bedingen würde, dass ich was sage, wir nehmen die Braut, die jetzt bitte ihr Ja rausbringt oder wir nehmen den Menschen, der sich angegriffen fühlt auf irgendeine Weise oder der einem unerwarteten Verbalausstoß eines Gegenübers sich konfrontiert sieht, dann bewusst diese zwei, drei Sekunden, die es braucht, um einmal tief ein- und wieder auszuatmen, die stören nicht in so einem Dialog. und dann antworten. Das macht einen riesen Unterschied. Und bewusst sagen, ich bleibe entspannt. Sehr cool. Und das ist wirklich, liebe Silke, jetzt nochmal explizit für dich auch, das ist die Stelle.
Florian: Wir hatten glaube ich in einem Podcast früher schon mal, wie du dich vorbereitest, liebe Miriam. Also dass du sehr viel, dass du zum Beispiel den ersten Satz in die Sendung schon weißt und wir haben es in den Seminaren auch immer wieder, wie so eine Vorbereitung laufen kann auf so eine Live-Situation oder auf eine Moderation. Ich glaube, das ist halt der Trick, der vielen Menschen hilft, um noch entspannter in sowas schon reinzugehen. Und je nachdem, über was für eine Situation du jetzt zu Hause nachdenkst, wo du vielleicht früher die Befürchtung gehabt hättest, dass du sprachlos wirst, kannst du dich ja entsprechend auch vorbereiten. Also vielleicht Moderationskarten mit auf die Bühne nehmen oder Reden zum Beispiel schon mal üben. Das sind ja ganz einfache Tipps, um von Anfang an schon sicherer zu sein, dass du dich immer sicherer fühlst in solchen Situationen.
Wu-Wei, Wasser und die Stille als Ressource
Miriam: Und es heißt Wu-Wei, ne?
Florian: Wu-Wei?
Miriam: Heißt es nicht Wu-Wei? Verwechsel ich jetzt das Wort wieder, wo ich in ein aktives Nichtstun gehe?
Florian: Ja, ich habe mich nur gerade gewundert, dass du das kennst.
Miriam: Klar.
Florian: Also aktiv, ja. Ja, warum nicht?
Miriam: So habe ich es verstanden. Also ich nehme den anderen wahr mit all seinen Vorwürfen oder was er so von sich gibt oder vielleicht freche Sprüche, nehme das wahr, verarbeite das für mich und dann tue ich nichts. Ja, die ganz Weisen, die sprechen dann noch so einen inneren Segen.
Florian: Ich habe eben auch darüber nachgedacht, von Bruce Lee. Ja. Gibt es das Bonmot, Be like water, sei wie Wasser. Also das Wasser, das eben um den Stein herum fließt und nicht sich den Kopf am Stein einschlägt. Oh toll! Und genau das ist es ja auch in den Situationen. Da fällt mir im Moment nichts ein und dann ist es eben, ich bin wie Wasser und dann fließe ich um diesen Moment herum und es geht, tatsächlich geht es immer weiter.
Miriam: Das war übrigens süß, weil mir eine Teilnehmerin das mal als Fortschritt für sich selbst gemeldet hat. Ja? Ja, dass sie gesagt hat, ich fand es total in Ordnung, dass mir auf die Äußerung von dem Menschen, mit dem ich mich früher ständig gekabbelt und gestritten habe, plötzlich nichts mehr einfiel zum Streiten. Und dann habe ich gedacht, was war es? Ich sage jetzt einfach was Nettes und aus. Cool.
Florian: Ein Aspekt ist mir noch eingefallen zu diesem Stillsein, zu diesem Sprachlossein, nämlich in Hypnose oder Entspannung ist es tatsächlich ein sehr nützlicher Zustand, diese Überladung, diese Überlastung, dass jemand dann auf transderivationaler Suche unterwegs, also auf der Suche nach dem Sinn in der Situation, die er oder sie gerade hat.
Miriam: Und das wäre auch zu verbalisieren. Ich könnte das ja meinem Gegenüber auch einfach sagen.
Florian: Ja, oder da kann ich es als Hypnose-Coach natürlich auch einfach nutzen.
Miriam: Ja, und ich glaube, dass die meisten Menschen diese trans-derivationale Suche in ihrem Leben, wenn sie in normalen Gesprächssituationen passiert, nicht als, wow, ich übe gerade Trance, deklarieren. Warum nicht? Wäre toll.
Florian: Sei still.
Miriam: Ich sage sowas dann zum Beispiel auch einfach. Sei still und fühle dich gut. in so eine Art verwirrten Zustand bringt, sage ich entweder, du toll, andere Leute zahlen dafür viel Geld in Indien, dass sie in so einen Zustand kommen und ich kann das einfach mit dir üben. Oder ich sage, Moment, ich sortiere gerade noch schnell die rechte und linke Gehirnhälfte auseinander. Da hat sich gerade ein dicker goldener Knoten gebildet und ich weiß mittlerweile, wie ich den entwirre. Und dann schiele ich, Und dann sag ich, jetzt geht's wieder. Nur um zurückzuverwirren. Cool. Also auch da wieder mit witzig, mit Spaß.
Florian: Genau.
Miriam: Und ein ganz tolles Thema. Von Herzen danke. Mehr solcher Themen behandeln wir bei unserem Sprachzaubertag am 1.10. Behandeln wir. Da bist du übrigens herzlich eingeladen zu. Es gibt noch Plätze. Bitte setz dich mit uns in Verbindung. Wir freuen uns riesig auf die Menschen, die da hinkommen, um eine positivere Kommunikation ihr eigen zu nennen danach. Dann laden wir dich ein zu unserem Besser-Denken-Besser-Sprechen-Workshop am 4., 5., 11. Da geht es schon ein bisschen intensiver los. Da haben wir schon die sitzen, die Profis werden wollen. Und selbstverständlich für alle, die sagen, ich kommuniziere professionell, ich trainiere, ich möchte noch besserer Trainer werden, ich will überhaupt Trainer werden oder Coach. Unsere NLP-Ausbildung Ende Januar, Anfang Februar. Meld dich bei uns. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass das eine Bombentruppe wird, die wir da mitnehmen dürfen auf unseren Zauberberg im Sauerland. Bis zur nächsten Woche.
Florian: Ein sprachloses Thema, ganz schnell abgehandelt.
Miriam: Richtig. Bis dann.
Florian: Bis dann. Tschüss.
Miriam: Tschüss.