Ein Mittwoch statt Dienstag, ein zerknüllter Origami-Drache im Papiereimer, eine App voller roter und grüner Noten – aus solchen kleinen Alltagsszenen wird hier ein Muster sichtbar, das die meisten kennen: Ein Vorsatz reißt einmal, und schon wirft man das Ganze über Bord. Miriam und Florian gehen der Frage nach, warum das Gehirn ein gebrochenes Regelwerk gleich komplett kassiert. Und was man stattdessen mit sich anfangen kann – von Gunter Schmidts Ehrenrunde bis zum Satz eines fast 90-jährigen Schauspiellehrers.
Ein Podcast am falschen Tag – und das schlechte Gewissen
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.
Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Miriam: Und ich fühle mich so schlecht.
Florian: Bist du so vollgefressen?
Miriam: Nein, schuldig.
Florian: Schuldig? Ja.
Miriam: Hast du mal auf die Uhr geguckt?
Florian: Wieso denn?
Miriam: Es ist Mittwoch.
Florian: Eieiei, na Mittwoch hatten wir schon ein paar Mal.
Miriam: Ja und dann mitten in der Nacht so eben so gerade so am Dienstag vorbeigeflitscht. Ich finde das jetzt schon übertrieben weit im Mittwoch.
Florian: Der Podcast, der eigentlich am Dienstag rauskommt.
Miriam: Ich habe mir so viele Rechtfertigungen zurechtgelegt. Es ist ja zwischen den Jahren, wir haben auch mal Urlaub, wir machen trotzdem einen Podcast. Wir konnten eben einfach am Dienstag nicht. Da waren wir unterwegs mal, da haben wir uns mal ein bisschen Auszeit gegönnt.
Florian: Mir ging es auch nicht so gut. Unser Podcast am Dienstag ist ja wie ein Vorsatz fürs neue Jahr. Ja. Und jetzt ist Tag 2.
Miriam: Ey, hör auf, bitte mach es nicht noch schlimmer jetzt.
Florian: Tag 2 und wir haben ihn nicht geschafft. Wie wäre es, wenn wir den Podcast einfach unregelmäßig rausbringen?
Miriam: Wie wäre es, wenn wir ihn lassen?
Florian: Wenn wir ihn lassen? Ja, also durchaus eine Reaktion, Wert auf. Wir haben einmal um 24 Stunden überzogen. Ja, das stimmt. Das ist eine angemessene Reaktion.
Miriam: Und jetzt?
Florian: 123 Folgen geschafft. Mit der 124 dann einfach so, ach, jetzt hier wegen Verzögerung.
Miriam: Was ist denn das Thema heute?
Florian: Das Thema?
Miriam: Ja.
Florian: Na, ich war heute Morgen schon nicht joggen. Ey, brauche ich ja heute Nachmittag auch nicht gehen. Weil ich bin morgens Jogger.
Miriam: Du gehst nie, Florian. Ihr anderen da draußen bestimmt. Wir haben bestimmt ein paar Hörer, die sagen, ich erkläre dir, wie es geht. Also so dieses, ich nehme mir was vor, schaffe einen Teil davon nicht, dann lasse ich es gleich ganz.
Der Origami-Drache und das Alles-oder-nichts
Miriam: Ist mir übrigens die letzten Tage ständig passiert. Ich habe nämlich zu Weihnachten Origami-Papier geschenkt bekommen. Weil ich vor Weihnachten mit den Kindern nach einem YouTube-Video einen Origami-Stern falten wollte. Und den wollte ich erstmal als gute Mutter alleine können, bevor ich ihn dann mit den Kindern bastel.
Florian: Hat auch was damit zu tun, dass das YouTube-Video, das passende dazu, 50 Mal hin und her gescrollt wird, bis es klappt.
Miriam: Ja, und der Stern gehört noch mit zu den einfacheren Sachen bei Origami. Als mir der dann nach ein paar Versuchen gelang, dachte ich natürlich, ich bin die Origami-Königin und ich will jetzt Origami so als meditative, künstlerische Tätigkeit können. Dann habe ich fein vom Christkind Origami-Papier bekommen, weil ich gesagt habe, das klappt mal nicht so gut mit dem Falten, weil das Schreibmaschinenpapier ist. So, und jetzt habe ich dieses feinste Papier und habe mir tolle Sachen bei YouTube rausgeguckt, was ich falten wollte. Ey, und ich habe das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt geschafft. Dann fiel mir dieses Ding auseinander oder wurde zu einem großen Papierknäuel, aus dem nichts mehr zu fertigen war. Und statt dann einfach nochmal zu probieren, habe ich dann das Ding genommen, in den Papiereimer geschmissen und habe es gar nicht mehr gemacht. Deswegen gibt es keinen Drachen, deswegen gibt es keinen Löwen, deswegen gibt es auch keinen, ähm, was habe ich denn noch alles nicht nur zur Hälfte gemacht?
Florian: Wir sind ja im Moment auch in unserer Urlaubszeit in Holland und wir hatten so viel vor. Das stimmt. Wir hatten so viele verschiedene Sachen hier vor.
Miriam: Komm, wir lassen es ganz. Ich bin jetzt gerade so richtig in Rage. Kein Bock mehr.
Florian: Wir waren noch nicht am Meer.
Miriam: Das stimmt.
Florian: In zehn Tagen.
Miriam: Moment, wir wohnen am Meer.
Florian: Also wir wohnen hier am Meer, nur wir waren noch nicht an einem Sandstrand, um dann Frühjahrsbaden zu gehen oder Neujahrsbaden zu gehen, so heißt es.
Miriam: Ist auch kalt hier.
Florian: Ja, das stimmt.
Miriam: Boah, ich bin so richtig bockig und ich fühle mich so richtig bockig gerade. Am liebsten würde ich den jetzt ausmachen, den Podcast.
Florian: Ja?
Miriam: Ja. Ich ärgere mich jetzt noch über diesen blöden Origami-Drachen. Er ist so schwer. Der sieht so nett aus, gefaltet. Da sind Millionen von Menschen daran gescheitert, an dem Origami-Drachen.
Florian: Steht auch in den YouTube-Kommentaren drunter. Wieso hast du denn überhaupt damit angefangen?
Miriam: Es gibt ja wirklich eine Studie. Wieso? Einer hat auch geschrieben, ich ärgere mich über alle, die hier ständig rumjammern in den Kommentaren. Es ist Origami und nicht, was hat sie geschrieben, irgendwas anderes. Es ist eine Kunst. So. Scheinbar verknüpft sie Kunst mit großen Schmerzen. Ich weiß es nicht.
Die Keks-Studie: Wenn das Limit gerissen ist
Miriam: Also es gibt eine Studie, eine sehr alte sogar. Über das Essverhalten von Menschen. Sehr spannend. In der Leute, die nicht genau wussten, wozu sie eingeladen werden, eingeladen wurden, um angeblich eine neue Kekssorte zu testen. Kekse. Kekse mit irgendwas. In verschiedenen Geschmacksrichtungen. Und die Leute wurden ausgewählt nach entweder sehr Traumfigur oder schon deutlich übergewichtig. Und die haben dann zur Begrüßung, in Wahrheit ging es um Essverhalten und sie dachten eben, dass sie Kekse testen. Und sie haben zur Begrüßung bereits einen sehr kalorienhaltigen, das war auch deutlich schmeckbar, sehr kalorienhaltigen Milch-Sahne-Shake bekommen. Als Begrüßungsdrink. Ohne dass der Test angefangen hatte. Das heißt, sie hatten alle schon um die 400-500 Kalorien drin. Und das, wie gesagt, war auch zu spüren. Und danach kam dann der Kekstest und die durften von den Keksen so viel essen, wie sie wollten. Die sogenannten kontrollierten Esser, die das auch in ihren Bögen angegeben hatten, haben, nachdem sie diesen Shake getrunken haben, haben die wie die bekloppten Kekse gegessen. Weil, das war die Begründung, weil sie sowieso ihr Limit quasi schon gesprengt hatten mit diesem Shake. Also sie hatten alles, was sie sonst tun in den kontrollierten Essverhalten, hatten sie schon über Bord geschmissen und dann war es eh egal. Und dann haben die wirklich wahnsinnig viel Kekse gegessen. Wohingegen die Menschen, die ein sehr normales, gemischtes Essverhalten hatten, die haben, nachdem sie den Shake getrunken haben, einfach ganz nach Format ihre vier Kekse probiert und ihren Bogen ausgefüllt und sind dann wieder gefahren. Also sehr spannend zu sehen, dass es sozusagen sobald ein gewisses Limit überschritten ist, das war so das Endergebnis dieses Tests, sobald ein gewisses Limit an möglichem Versagen oder möglichem eigenen Regelbrechen erreicht ist, wird dann alles über Bord geworfen bei Menschen, die sich so irgendwas vornehmen, die sich ein sehr starkes Regelwerk aufdrücken.
Florian: Das heißt, wenn ich mir jetzt vorgenommen hätte, ich gehe jeden Tag im neuen Jahr morgens um Punkt 6.30 Uhr joggen und dann ist 6.31 Uhr, dann ist halt gerade vorbei, oder wie? Ja.
Miriam: Und wenn du, das geht jetzt auch an unsere Hörer, wenn du dich mal hinterfragst, wie das in deinem Leben war früher mal, wenn sowas passiert ist. Also wenn du gerade, keine Ahnung, Diät gehalten hast und dann kam der Geburtstag von der Oma und die macht ausgerechnet deine Lieblingstorte. Und da ist dieses erste Stück drin, ach komm, da ist es dann eh egal. Das wäre früher vielleicht mal gewesen. Oder eben beim Joggen, beim Sport machen, beim ins Fitnessstudio fahren. Wir haben einen Fitnessstudio-Vertrag gemacht.
Florian: Ja.
Miriam: Das ist wieder die Zeit. Ich fahre jeden Abend nach der Arbeit für eine halbe Stunde oder für eine Stunde ins Fitnessstudio. Einmal nicht gemacht, brauchst du auch am nächsten Tag nicht. Da ist die ganze Woche. Oder die ganze Woche schon im Eimer. Können wir uns auch gleich lassen.
Florian: Ich fahre Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Montag nicht geschafft.
Miriam: Steuererklärung machen. Auch so ein Ding. Steuererklärung machen. Fehlt irgendwie, der Locher ist kaputt. Also ein kleines Teil funktioniert nicht an dem, was sozusagen im eigenen Kopf für eine Steuererklärung nötig wäre oder welche Regeln sich Menschen aufstellen. Ein minimales Teil davon fehlt, dann geht's nicht. Wird alles abgeblasen, das ganze Projekt. Punkt. Und das wäre ein sehr spannendes, das wäre ein Verhalten. Das ist dann nicht ein Schicksalsschlag oder so, sondern das ist ein Verhalten. Im NLP würden wir ziemlich rigoros damit umgehen. Da geht es dann darum, wie machst du es an anderen Stellen, dass du trotzdem Dinge durchziehst oder würden wir im NLP Practitioner sehr ausführlich besprechen, weil das auch fürs Coaching wichtig ist, fürs Selbstcoaching, fürs Coaching mit anderen. Wir haben auch ein paar etwas sanftere Umgehensweisen damit gefunden. Eine hatten wir schon mal. Hier unser geliebter Gunter Schmidt. Ja. Der ist wohl auch NLPler, unterrichtet es aber nicht. Jetzt habe ich aber gesagt.
Die Ehrenrunde: eine sanftere Umgehensweise
Florian: Ja, ich glaube auch nicht. Der kommt eher aus der systemischen, aus der ericksonischen Hypnotherapie. Und der hat eben dieses Konzept von Ehrenrunden geschaffen. Das heißt, ein neues Verhalten, ich möchte ein neues Verhalten an den Tag legen und falle jetzt zurück ins Alte und was passiert? Naja, es ist halt nochmal der Lauf durchs Stadion zurück, nochmal allen bewiesen, dem jubelnden Publikum bewiesen, der Held kann das alte Verhalten noch, wenn er denn möchte, nochmal eine Runde durchs Stadion, eher eine Runde gedreht und dann geht's wieder auf ins neue Verhalten.
Miriam: Also nur, dass wir uns richtig verstehen, ich finde das Bild super. Ein Verhalten ist es auch, wenn Menschen nicht joggen gehen.
Florian: Ja, das stimmt.
Miriam: Also irgendwie machen sie es. Das heißt, da stehen die Turnschuhe, da ist die Tür, da geht es raus, da ist der Wald, da ist das Feld, da ist der schöne Weg am Rhein entlang. Da sind die 1,2 oder 8,7 Kilometer. Irgendwie machen sie es, dass sie es dann lassen. Das heißt, es ist ein Verhalten, das sie tun. Das haben sie ja früher auch gemacht. Sonst gäbe es ja keinen Vorsatz, es jetzt anders zu machen. Und da setzt Gunter Schmidt sehr schön mit dieser Ehrenrunde ein. Vielleicht hilfst du dir damit, relativ schnell, dass du sagst, okay, heute war jetzt eine Ehrenrunde.
Florian: Haben wir eigentlich schon über unsere Geschenke gesprochen, die wir jetzt so bekommen haben?
Miriam: Origami-Papier.
Florian: Nicht, dass du mich wieder daran erinnerst. Ich habe auch was geschenkt bekommen. Ich habe an Weihnachten auch was ganz tolles geschenkt bekommen. Miriam hat mir eine Ukulele geschenkt. Und jetzt lerne ich Ukulele spielen. Mit einer App. Die macht auch ganz toll diese so grüne Noten, wenn ich die richtige Note gezupft habe zur richtigen Zeit oder getroffen habe oder gestrumpt habe und ansonsten bleiben die rot. Und da kriege ich ganz schnell Feedback auch drauf, was passiert. Was bei der Ukulele ein bisschen komisch war am Anfang ist, ich wusste nicht, dass ein Instrument immer wieder gestimmt werden darf. Das ist sowas, was, also vielleicht sind ja noch mehr Nicht-Musiker unter den Zuhörern.
Miriam: So toll, wie Florian jetzt schon spielt. Hätte ich echt nicht gedacht.
Florian: Ich dachte, die stimmt man einmal und dann stimmt die für 2019. Immer wieder. Das ist immer der Anfang von dem. Immer wieder erstmal tunen und rausfinden, was ist das, wie verhält die sich heute. Offensichtlich liegt es daran, dass das irgendwie Holz ist oder so.
Miriam: Ja, ja.
Florian: Organisches Material, das irgendwie in seiner Umgebung arbeitet und dann eben immer wieder jeden Tag vor jedem Spiel neu gestimmt werden darf. Wenn hier ein Luftzug durch die Wohnung geht, ist manchmal eine Seite.
Miriam: Das, was ich toll finde, wie schnell du die jetzt schon stimmst.
Florian: Das stimmt.
Miriam: Also das hat am Anfang sehr lange gedauert, bis die dann endlich so gestimmt hat, dass das Stimmgerät in dieser App gesagt hat, ja Florian, go for it. Und jetzt mittlerweile ist es so, dass Florian das Instrument in die Hand nimmt und binnen vier, fünf Sekunden stimmt die wieder und dann geht's los. Und es klingt schon nach Musik.
Florian: Ich hab dann auch online mal geguckt, ob die Ukulele vielleicht kaputt ist.
Miriam: Das ist doch das Muster.
Florian: Oder dann zu sagen, ja vielleicht liegt es ja am Instrument. Könntest ja mal ein Profi fragen.
Miriam: Geht ja auch.
Florian: Und dann tatsächlich kam in den Foren dann hoch, also falls du dir mal eine Ukulele kaufen möchtest oder falls mal sowas anliegt. Manche Instrumente brauchen Wochen, um sich einzustimmen. Also jedes Mal ist nach jedem Spielen ganz schlimm verstimmt oder vor jedem neuen Anfang ist es erstmal ganz ungewohnt wieder und wieder neu und alles wieder einrichten. Und nach ein paar Wochen zieht sich das dann bei.
Miriam: Spielst du uns nachher was am Ende von dem Podcast? Nein.
Florian: Oh, so schön Ukulele. Noch nicht gut genug. Das gibt Aufschrei. Ich find's gut. Ja.
Dranbleiben, Ehrenrunden und der beste Teil des Lebens
Miriam: Genau. Sonst könnte ich ja, wenn wir jetzt eh schon beim Thema Weihnachtsgeschenke sind, könnte ich ja erzählen, dass ich dran geblieben bin.
Florian: An dem Origami-Ding.
Miriam: Ich habe ein Konzept gefunden. Also ich werde diesen Drachen noch falten.
Florian: Ja?
Miriam: Ja. Nur ich übe erstmal noch ein bisschen. Also der ist wirklich komplex. Das ist jetzt nicht so was, was eben so schnell in 10 Minuten geht. Was mir gelungen ist zu Florians Geburtstag, die ist nämlich auch ein Geburtstagspodcast, wir feiern das nur nicht so, nur Florian hat während wir aufnehmen Geburtstag.
Florian: Ja, wie letztes Jahr. Letztes Jahr hatten wir einen Geburtstags-Podcast am Dienstag.
Miriam: Und dieses Jahr ist der Mittwochgeburtstag. Habe ich nämlich einen, wie heißt das, Tie-Fighter gefaltet. Aus Star Wars für Florian. Echten Tie-Fighter aus Star Wars. Der war auch schon ziemlich komplex. Den habe ich hinbekommen und ich habe mir sogar vier Versuche gegönnt. Vier von den teuren Blättern.
Florian: Von den Luxusblättern.
Miriam: Mittlerweile habe ich eben in den Kommentaren auch gelesen, dass ich da nicht alleine bin. Manche machen 40 Mal dieses Ding, bis sie es können. Also es ist dann schon so dieses Üben, was da auch eine Rolle spielt. Das ist eben ein sehr filigranes Falten, anders als jetzt so ein Blatt Papier zweimal knicken. Sondern es sind so ganz kunstvolle Handgriffe auch einfach, fast wie beim Stricken oder beim Sticken. Und die Finger dürfen sich da erstmal so ein bisschen dran gewöhnen. Und ich merke mittlerweile, so wie Florian auch beim Ukulele spielen, die Fortschritte. Das ist ganz cool.
Florian: Falls ihr übrigens mal in Holland, in Seeland seid, mit Kindern oder auch ohne, am besten ohne. Am besten ohne, wirklich. Wir waren heute zu meinem Geburtstag, waren wir in Prison Island. Das hört sich erstmal an, als würden wir zu meinem Geburtstag ins Gefängnis fahren und ja, stimmt.
Miriam: Ja, wir haben Florian eingeknastet mit seiner Lieblingstorte.
Florian: Das ist ein ganz tolles Rätselspiel, wo es so verschiedene Zellen gibt, in die wir immer reingegangen sind und dann durften wir ausbrechen aus der Zelle. Und manche waren echt schwer. Bei manchen war das echt gemein. Da sind wir in die Zelle reingekommen und dann lagen da ein paar Bälle und irgendwo weiter hinten standen Tore und der erste Junge ist reingerannt, hat die Bälle gesehen, hat die Tore gesehen, hat den Ball in die Hand genommen, ist vorgesprintet zum Tor, um den Ball direkt vor dem Tor reinzuschießen. Schon verloren. Tja, schon aus.
Miriam: Gut, dann, nur, wir sind ja da schon, also wir sind da schon cool, finde ich.
Florian: Hm, wieso?
Miriam: Ja, weil wir ja, also dieses Ding macht dann quasi zu, das heißt, ne, verloren.
Florian: Dann war verloren, weil da gab es eine weiße Linie, über die wir nicht hätten drüber treten dürfen.
Miriam: Das war das Learning. So, dann sind wir raus aus der Zelle und sind auch gleich wieder rein. Weil wir dann wussten, wie es geht.
Florian: Tatsache. Ja. Ja, das stimmt.
Miriam: Ja. Und haben das eben gemacht.
Florian: Manche Sachen haben wir 17 Mal versucht.
Miriam: Und beim 17. Mal geschafft.
Florian: Ja, das stimmt. Also zumindest ein paar Pünktchen haben wir überall gesammelt.
Miriam: Haben wir überall gesammelt, genau. Und was ich schön fand, so dieses Team-Ding, also dass wir uns immer High-Five gegeben haben und dass wir uns gute Sachen gesagt haben und dass wir dann auch bei besonders kniffligen Sachen, waren wir echt auch stolz auf Teilerfolge. Da haben wir uns dann so gefreut über 30 von 100 Punkten, weil wir gesagt haben, immerhin, wir machen das zum ersten Mal. 30 Punkte ist ein Drittel. Ich habe das ja auch beim Verkaufen gelernt, bei QVC, bin ich heute noch stolz drauf. Da haben wir uns gefreut, wenn 30 Prozent vom Gesamtbestand schon ausverkauft waren. Das war das Zeichen dafür, dass das ein sehr erfolgreiches Produkt ist. Und deswegen würde ich das weiterhin so betreiben wollen, egal was auch immer ich mache. Ja, und wir haben auch gelernt, uns an solchen Stellen zu vergeben. Also wenn ich wirklich so drauf wäre, dass ich sagen würde, Podcast am Dienstag nicht gemacht, fertig, dann fliegt der raus. Dann wäre es, oder vielleicht hätte ich das sogar früher gemacht. Vielleicht hätte ich das früher gemacht.
Florian: Ja? Also ich habe so ein paar Mal so, ja, definitiv.
Miriam: Und heute auch, und wirklich, ich bin so dankbar. Durch diese Ausbildung rede ich anders mit mir, innerlich. Also es gibt schon noch so einen kleinen Kobold in meinem Kopf, so stelle ich mir das immer vor, der dann so rumdöngelt, wenn sowas passiert. Dann lasse ich den kurz zwei, drei Sätze sagen und dann habe ich innerlich auch so einen kleinen Holzhammer. Weißt du, so einen Klin. Und dann mache ich kurz so und dann ist der still und dann sage ich, ach, wie schön, dass wir es jetzt machen. Ach, wie schön, dass du es jetzt angehst. Ach, du kannst so stolz auf dich sein. Mensch, das ist doch gut, dass du es jetzt machst. Das erinnert mich an Brian. Mit Brian zusammen haben wir unsere NLP-Trainer-Ausbildung in Orlando machen dürfen. Ein fast 90-jähriger Brite, der in seinem Leben im Schauspielbereich tätig war, selbst Schauspieler an den Royalen Bühnen war in London und dann später auch Schauspiellehrer an der Royal Academy. Und der dann mit, keine Ahnung, 87 nochmal entschieden hat, er wird jetzt auch nochmal NLP-Trainer, weil da kann er seinen Studenten noch mehr mitgeben. Er unterrichtet auch immer noch Schauspiel. Und bei seiner Abschlussrede, die jeder Trainer halten durfte, hat er einen Satz gesagt, der hat mich so tief berührt und zwar, weil es von diesem Mann kam, weil es von diesem so, in Anführungszeichen, alten Mann kam, der da nochmal einen neuen Abschnitt seines Lebens gestartet hat und wie, mit weitem Flug und was weiß ich. Und er sagte, denk immer dran, der beste Teil deines Lebens beginnt genau jetzt. Und das ist ein Satz, den habe ich mir wirklich mit goldenen Buchstaben, habe ich mir den wie so eine Sprechblase über meinen Kopf gezaubert innerlich, dass ich den immer angucken und lesen kann. Der beste Teil deines Lebens beginnt immer jetzt. Jetzt machen wir den Podcast und weil wir ihn mittwochs machen ausnahmsweise, wird es auch in Ausnahmsweise besondererer Podcast.
Florian: Besondererer?
Miriam: Ja, weil unsere Podcasts sind immer besonders und der wird besondererer noch.
Florian: Oder wie schön, dass wir uns dann jetzt an Florians Geburtstag die Zeit nehmen und den Podcast aufnehmen.
Miriam: Ja, das stimmt. Das ist cool von uns.
Florian: Ich habe ja schon Lust, morgen nochmal nach Prison Island zu fahren.
Miriam: Oh, ich würde das jetzt gerne jeden Tag machen. So 14 Tage lang könnte ich mir das vorstellen.
Florian: Nein, so zwei, drei, vier Tage. Die Rätsel, die da sind, knacken. Das fände ich schon gut. Jetzt an der einen oder anderen Stelle haben wir noch eine Idee, wie es funktionieren könnte. Und jetzt... Ja, eine gute Sache.
Miriam: Ich weiß ja auch, dass wir jetzt demnächst eine noch bessere Ukulele bekommen, als das Kind gebracht hat, die die Stimmung noch solider hält.
Florian: Die vor allem noch ein Stückchen leiser ist. Echt?
Miriam: Wie schade. Ich würde dich super gerne spielen.
Florian: Dafür mit E-Anschluss.
Miriam: Dann wird es noch lauter.
Florian: Die kann auch lauter.
Miriam: Dann kannst du das Viertel bescheiden.
Florian: Ja, das ist ganz spannend. Ich mag das an dieser App, die ich habe zum Spielen voll gerne, weil die mich einfach einmal am Tag daran erinnert. Und ich auch sehen kann, was das Kumulierte schon ist, wie viel ich tatsächlich in den letzten anderthalb, zwei Wochen schon gespielt habe. Weil ich glaube auch, dass das nächste Woche, wenn bei mir auch wieder die Projekte losgehen, wenn es wieder in den agilen Coaching-Alltag reingeht, bei großen Konzernen, großen Kunden, dass die Zeiten, in denen ich tatsächlich in Ruhe spielen kann, anders verteilt sind als jetzt. Da finde ich dann raus, wie spannend das ist, wenn es plötzlich wieder losgeht.
Miriam: Oder auch entspannend.
Florian: Ja.
Miriam: Denn das scheint es ja zu sein.
Florian: Ja, das hätte ich nicht gedacht. Es ist so unmittelbar. Es ist ein bisschen so wie Jonglieren. Beim Jonglieren ist es auch, bei schwierigen Mustern, wenn ich da nicht voll dabei bleibe mit dem Kopf, dann ist es halt auch einfach vorbei. Landen Bälle irgendwo. Das stimmt. Deswegen ist das schön zum Konzentriert. Zehn Minuten, Viertelstunde, 20 Minuten was tun. Genau an der Grenze arbeiten.
Miriam: Ich bin auch super, also ich kann es ja verraten. Ich habe heute Morgen Frühstückstisch dekoriert und ich habe, weil ich ja jetzt Origami-Künstlerin bin, habe ich für meinen geliebten Traummann Florian Nerd-Origami gefaltet.
Florian: Ja, eins hast du ja schon verraten. Eins habe ich verraten. Tie Fighter.
Miriam: Tie Fighter. Dann habe ich noch Batman gefaltet. Und dann habe ich den Geniestreich überhaupt gefaltet. Einen 3D, voll funktionsfähigen, echt real life Pac-Man.
Florian: Wenn ich den so an den Seiten nehme und ein bisschen aufziehe, dann macht er den Mund auf und zu.
Miriam: Und er sieht wirklich aus wie Pac-Man. Auch die Form.
Florian: Gut, er ist jetzt leicht grün.
Miriam: Ich hatte keine andere Farbe mehr. Ich habe so viele Blätter weg. Der hatte am Anfang die richtige Farbe.
Florian: Nur der erste Versuch wurde nix.
Miriam: Ja dann, ihr Lieben, hören wir uns nächste Woche wieder. Dann Dienstag.
Florian: Dann Dienstag, wenn es wieder heißt.
Miriam: Zwei Gehirne.
Florian: Ein Podcast.
Miriam: Und ganz viele Vorhaben.
Florian: Und schreibt uns gerne, was du dir vorgenommen hast und was jetzt bei dir so ansteht, weil soziale Verpflichtungen eingehen auf Vorhaben hilft.
Miriam: Genau. Vielleicht hast du ja auch noch Lust zu unserem NLP-Basics-Seminar zu kommen oder unserem kostenlosen Infoabend am 17.01.2019 in Düsseldorf oder am 12.02.2019 in Berlin. Genaue Infos dazu gibt es auf kontext*denken.de.
Florian: Richtig. Bis dann. Bis dann. Tschüss.
Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.