NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 169

Welches NLP-Buch? Macht Sinn.

Gibt's da überhaupt eins?!

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In dieser Folge

Darum geht es

Gibt's da überhaupt eins?! Eine immer und immer wieder gestellte Frage in NLP Foren lautet: „Könnt Ihr mir ein NLP Buch empfehlen, mit dem ich NLP lerne?“ Und meistens sind die Antworten… hm… unbefriedigend. „Es gibt kein gutes.“ wird genauso häufig geantwortet wie „NLP kann man nur in der Praxis lernen.“ Leute!! Wollen wir wirklich so schnell aufgeben? Gefühlt gibt es tausende von Büchern über NLP, Teilgebiete des NLP oder NLP Praxis-Handbücher. Es gibt NLP Ausbildungsbücher und NLP Wissenschaftsbücher. Es gibt NLP Doktorarbeiten und NLP Geschichten. Da wird doch wohl EINS dabei sein, was auch einen NLP Neuling näher an die Materie heranführt! Dieser Podcast wird aufräumen. Aufräumen mit der ablehnenden Haltung vieler NLP-Trainer (wir eingeschlossen) gegenüber Selbststudium und Bücherkonsum. Ja, wir empfehlen in diesem Podcast Bücher. Also hol Dir schon mal einen Zettel und einen Stift zum Mitschreiben. Und NATÜRLICH wir haben unsere Anmerkungen zum Thema „NLP lesen“. Der Podcast mit den zwei Gehirnen vor einem Mikrofon ist nämlich für seine Überraschungen bekannt. Deshalb sagen wir hier auch nix und verlinken nix. Das, was wir über's NLP Bücherlesen glauben und das, was wir aus dieser Haltung heraus empfehlen, gibt's ausschließlich im Inneren dieses auditiven Werks. Also: Viel Freude bei der literarischsten NLP Podcastfolge aller Zeiten und des gesamten Universums. Und: Die Bücher, die wir nennen, haben es in sich. Überlege Dir also gut, ob Du wirklich wissen möchtest, welches Buch… macht Sinn. Miriam und Florian streiten sich über Käpt'n Blaubär, den Herrn der Ringe und darüber, ob wirklich alle ständig NLP machen. Dann werden sie konkret: die „Ultimative Einführung in NLP“ und der „Leitfaden zur persönlichen Veränderung“ von Richard Bandler, die englischen Titel „Teaching Excellence“, „Thinking on Purpose“ und „The Adventures of Anybody“ — und die Frage, wann sich die anspruchsvolle „Magie der Sprache“ überhaupt lohnt. Wenn du ein NLP-Buch zum Selbststudium, zum Einstieg oder für Metaprogramme und hypnotische Sprachmuster suchst, findest du hier ehrliche Empfehlungen samt der wichtigsten Warnung: Ein Buch bringt erst dann etwas, wenn du danach auch wirklich übst.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Warum wir Dinge wissen wollen, bevor sie fertig sind
  2. NLP ist etwas, das man tut
  3. Warum ein Buch allein nicht reicht
  4. Alle machen ständig NLP — nur wissen sie es nicht
  5. Und jetzt die echten Buchempfehlungen
  6. Für alle, die tiefer einsteigen wollen — und eine Bibliothek zum Verlieben
  7. Bücher, die in die Tat begleiten

Welches NLP-Buch bringt mich weiter, wenn ich zu Hause selbst loslegen will? In fast jedem NLP-Forum stapeln sich diese Fragen — und die Antworten sind oft ernüchternd. Miriam und Florian nehmen sich die Sache trotzdem vor, streiten sich freundlich über Käpt'n Blaubär und Tolkien und rücken am Ende mit echten Titeln raus. Nur so viel vorweg: Ein Buch allein wird dich nicht zum NLPler machen.

Warum wir Dinge wissen wollen, bevor sie fertig sind

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Florian: Das ist heute ein ganz, ganz, ganz schwieriges... Ah, auf den Podcast habe ich mich schon gefreut. Endlich!

Miriam: Das ist mit ein Grund, warum das so schwierig wird heute.

Florian: Ah, ja, ja, ja, ja, ja.

Miriam: Heute wird ein guter Podcast.

Florian: Ich weiß nur noch nicht, wie wir uns entscheiden sollen.

Miriam: Duracell-Äffchen.

Florian: Oh ja, oh ja, oh ja, oh ja.

Miriam: Das kann der Florian nämlich auch. Das trauen ihm manche nicht zu.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Dass der wegen eines Themas hier völlig durchdreht.

Florian: Ja, völlig durchdrehen ist auch noch ein bisschen weit weg. Da geht noch mehr. Da geht noch mehr, ja. Mal schauen, ob wir das in diesem Fall... Sicherlich nicht. Natürlich, natürlich. Sicherlich nicht.

Miriam: Wie auch, ja. Ja, willkommen erstmal da draußen.

Florian: Was ist denn heute das Thema, das Thema, das Thema... Dass ich gerne viel mehr... Dass ich mehr aussuchen durfte.

Miriam: Ich habe damit auch was zu tun mit dem Thema. Ich kenne nämlich diesen Drang, gerne alles im Vorfeld schon wissen zu wollen.

Florian: Ja.

Miriam: Dinge, die vielleicht auch gar nicht zu wissen sind, würde ich gerne wissen. Ich erinnere mich an eine Situation, da war ich mit unserem zweiten Kind schwanger und ich hatte bei einem Screening, bei einem Ultraschall-Screening, einen sehr seltsamen Befund. Und dann stand — ja, das ist ein ernstes Thema, war auch im Deutschlandfunk, wurde vom ZDF gefeatured. Also ich habe das dann damals auch bewusst an die große Glocke gebimmelt.

Florian: Okay.

Miriam: Und dieses Screening wird noch nicht mal von der Kasse bezahlt und mein Drang, Dinge zu wissen, bevor sie fertig sind, also irgendwie eine Prognose zu haben für einen Ausgang, war so gewaltig, dass ich mir damals im Grunde selbst einen eingeschenkt habe, wie die Hessen sagen würden, weil da war er dann, dieser Befund, der eine bestimmte Wahrscheinlichkeit dafür ausrechnete, dass dieses Kind anders zur Welt kommt als vielleicht normale Kinder. Und dass so Worte wie Abtreibung im Raum standen. Und dann begann für mich eine ganz fürchterliche Zeit.

Florian: Wir machen doch einen Unterhaltungspodcast hier.

Miriam: Ja, was soll ich tun? Es hat was damit zu tun. Also es ist einfach so. Das fiel mir dazu ein. Und dann begann für mich eine sehr anstrengende Zeit des überall Rumrecherchierens in Büchern, im Internet, mit vermeintlichen Experten sprechen, um von irgendjemandem aus irgendeiner Quelle, irgendwoher eine Information zu bekommen, die mich dann auch wieder beruhigte. Und ich habe damals ein Wissen angesammelt über Ultraschall, über Screenings, über prägeburtliche, pränatale Voraussehungen. Das ist immer noch in mir. Einen ganzen Abend lang kann ich darüber referieren und zwar wissenschaftlich. So krass war das damals. Ich habe das nochmal studiert.

Florian: Und das ist ja jetzt schon ein paar Jährchen her.

Miriam: Das ist schon lange her.

Florian: Was ist denn das Thema heute?

Miriam: Das Thema heute.

Florian: Auf das ich mich so gefreut hatte.

Miriam: Ja, das habe ich dir jetzt gerade mal in Grund und Boden erzählt.

Florian: Alle waren schon so, oh, tolles Thema. Und jetzt so, wow, was für Themen mag denn der Florian?

Miriam: Das Thema ist tatsächlich — also, wer es jetzt gleich hören wird, wird sagen, warte ab. Wir sind ja auch zum Teil, oder ich zumindest, in Facebook-NLP-Forengruppen. Und jeder zweite Post im Grunde in fast jedem dieser Foren ist: Welches Buch kann ich denn lesen, um ein Selbststudium für NLP, für neurolinguistisches Programm... So, da ist sie jetzt endlich. Und lustigerweise, Florian ist gar nicht in diesen Foren und empfiehlt auch keine Bücher und Florian ist ein wandelndes NLP-Buch-Bibliotheks-Gedönsregal.

Florian: Nicht nur im NLP-Bereich.

Miriam: Nicht nur im NLP-Bereich, genau. Und Florian könnte das vermutlich noch viel kompetenter als ich. Ich mach das dann manchmal. Verbunden mit dem Hinweis. Und jetzt bist du dran, Florian. Wie gut können Menschen denn NLP lernen aus deiner Erfahrung, aus deiner großen Erfahrung mit NLP und Büchern?

NLP ist etwas, das man tut

Florian: Sehr gut. Brillant. So, damit ist der Podcast dann auch erledigt, weil jetzt könntest du ja die Tipps... Also, die Herausforderung ist für mich, mein Modell von Welt an der Stelle funktioniert tatsächlich so, dass es sehr viel Sinn ergibt, eine theorieinformierte Praxis zu haben. Also dass hinter der Praxis, die jemand hat, eine gute Theorie auch steckt. Also dass da ein Modell von Welt dahintersteckt, was in sich kohärent ist. Also keine komischen Glaubenssätze, die sich widersprechen, beinhaltet. Oder sehr wenig von denen oder sehr ausgewählte von denen. Und dass daraus sozusagen neue Möglichkeiten generiert werden, was ich in der Praxis denn ausprobieren kann. Die Herausforderung ist, die meisten Menschen lesen diese Bücher und tun dann nix.

Miriam: Jetzt sind wir an einer ganz anderen Stelle angekommen.

Florian: Nee, wir sind genau bei der Buchempfehlung. Wir sind wirklich genau bei der Buchempfehlung. Ein Buch lese ich doch nur, um dann was zu tun.

Miriam: Also die unendliche Geschichte oder die 13,5 Leben des Käpt'n Blaubär habe ich nicht gelesen, um danach was zu tun. Die 13,5 Leben des Käpt'n Blaubär sind übrigens mal — das ist NLP. Soll ich euch mal ein NLP-Buch empfehlen? Das ist doch Quatsch.

Florian: Dann wäre der Herr der Ringe auch ein NLP-Buch.

Miriam: Ist er auch. Wenn wir es, wenn wir es, also je nachdem, wie wir den betrachten wollen.

Florian: Wie betrachtest du denn, dass Käpt'n Blaubär ein NLP-Buch ist?

Miriam: Es gibt kein schöneres Loop-Buch als die 13,5 Leben des Käpt'n Blaubär.

Florian: Also es sind tolle Metaphern drin, das stimmt.

Miriam: Und Loops. Es sind ganz viele Geschichten, die sich umeinander ranken, die immer wieder ineinander fassen, die aufgegriffen werden, die Entwicklungen dieses... Es ist übrigens kein Kinderbuch. Also wer glaubt, dass die 13,5 Leben des Käpt'n Blaubär geeignet sind, um sie abends einem Sechsjährigen vorzulegen? Toi, toi, toi. Das funktioniert nicht. Funktioniert auch. Was der WDR dann später draus machte aus dieser Figur, ist was anderes als das, was in diesem Buch passiert.

Florian: Das ist wirklich ein sehr, sehr lustiges Buch.

Miriam: Und genauso verhält es sich auch mit dem Henry.

Florian: Es ist noch auf einem anderen Level ein NLP-Buch. Das ist nämlich ein VAKOG-Buch auch.

Miriam: Oh, wie gegossen.

Florian: Also visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch, gustatorisch.

Miriam: Die Sinnessysteme, also unsere Sinneswahrnehmungen werden einmal von oben bis unten... Gespült, gespült, geflutet mit Informationen, die dreidimensional erscheinen. Das Hörbuch ist auch super. Gibt's in voller Länge. Ungekürzt. So, das wäre jetzt meine Buchempfehlung. Und ich, als ich es gelesen habe, habe ich erstens ganz viel laut gelacht und ich habe danach jetzt nichts getan, weil du sagst, die Menschen lesen so ein Buch und tun dann nichts. Hast du schon mal ein wissenschaftliches?

Florian: Tatsächlich, bei Käpt'n Blaubär, idealerweise macht jemand dann etwas danach. Und zwar blumigere Beschreibungen für die Welt da draußen finden.

Miriam: Oh, wie schön.

Florian: Und dann wird es plötzlich spannend.

Miriam: Ich habe doch was gemacht danach.

Florian: Weißt du, was ich gemacht habe?

Miriam: Ich habe mich online für Dr. Nachtigallers Nachtschule angemeldet. Dunkelhausen.

Florian: Und dann?

Miriam: Ich habe dann da eine ganze Zeit lang gepostet, das ist ein Forum, in dem dann so ganz schräge Titel von Kurzgeschichten genannt werden und dann gibt es Challenges, wer die beste Kurzgeschichte schreibt. Und weil ich sowieso irrsinnig gerne schreibe und die Titel einfach von Moers sind und so lustig, das ging gar nicht anders. Also ich habe die Technik gelernt dort.

Florian: Wieso ist denn dann der Herr der Ringe ein NLP-Buch, Miriam?

Miriam: Ja, wenn ich mir jetzt vorstelle, was Leute tun, wenn sie dieses Buch gelesen haben, bin ich mir nicht sicher, ob ich das wirklich wissen will. Da hast du recht. Also wenn dein Glaubenssatz, Florian, wäre, dass Menschen immer irgendetwas tun, wenn sie ein Buch gelesen haben. Uiuiui.

Florian: Ich glaube, die Metaphern, die wir verwenden, sind halt sehr spannend. Also welche Metaphern tue ich mir in den Kopf, wenn wir jetzt — also wir sind ja jetzt im Moment erstmal noch bei, wir sind überhaupt nicht beim Thema.

Miriam: Menschen, die den Podcast hören, weil sie einen tollen Tipp haben wollen für ein NLP-Buch, die könnten jetzt schon kurz davor sein, mit dem Finger auf diese Austaste zu drücken.

Florian: Kommt noch, kommt noch. Kommt noch. Was, das Ausschalten? Das auch, wenn wir fertig sind. Nur die NLP-Buchempfehlungen kommen auch noch. Der Herr der Ringe ist deswegen auch spannend, weil wer den mal gelesen hat, der ist entweder begeistert von den wunderbaren Beschreibungen, die Tolkien gefunden hat für Landschaft und Natur und für diese epische Weite, die an vielen Stellen auch entsteht. Oder ist völlig frustriert davon. Und Tolkien spielt an der Stelle auch mit Sprache und der Herr der Ringe ist ja ein Buch, das um die Sprache, die Tolkien sich ausgedacht hat, nämlich das Elbisch, herumgebaut wurde. Also es ist ganz viel Linguistik auch drin und eben diese Beschreibungen sind auch wieder das, was es spannend macht. Der Chris, ein NLP-Trainer aus Berlin, Chris Mulzer, liest zum Beispiel deswegen sehr gerne Schnitzler. Weil er sagt, da sind Beschreibungen drin.

Miriam: Du darfst unseren Hörern jetzt kurz was zu Schnitzler sagen, bitte.

Florian: Ich weiß nicht, ich habe den nie gelesen. Kennst du den?

Miriam: Ich dachte, du kannst mir jetzt direkt irgendwelche... Keine Ahnung. Eieiei, Nachtigall, ich hör dir trapsen. Das wäre Vorbereitung für eine Podcast-Folge gewesen.

Florian: Ich sagte nicht, dass wir über Romane reden. Also er hat es mir schon wärmstens ans Herz gelegt, weil es eben auch um epische Beschreibungen geht. Und dann lese ich halt Käpt'n Blaubär.

Warum ein Buch allein nicht reicht

Miriam: So, jetzt nochmal zu der Frage, die verzweifelte Menschen in NLP-Foren stellen. Welches Buch kann ich denn lesen, um mir selbst NLP beizubringen? Und das ist das, was dahinter steht. Sie begründen es manchmal manche, weil sie sagen, ich kann mir eine Practitioner-Ausbildung noch nicht leisten. Oder ich mag es nicht, mich mit anderen Menschen in den Raum zu setzen und Kommunikation zu üben.

Florian: Ja, die Herausforderung ist, so wie Richard Bandler so schön sagt, NLP ist irgendwas, was wir tun. Also es ist eine Technologie, die wir benutzen, um irgendwas da draußen zu machen, in der Interaktion mit uns selber oder hauptsächlich mit anderen Menschen. Das heißt, es ist kein Ding, was ich mir in meinem Lehnsessel, wo ich mein Buch aufschlage und dann drüber nachdenke, wie schön es wäre, wenn ich da irgendwas machen würde, sondern es geht darum, was zu machen.

Miriam: Das ist was Praktisches.

Florian: Es ist was super Praktisches.

Miriam: Das ist so wie ein Buch über Kunstradfahren lesen.

Florian: Ich habe auch Jonglierbücher schon gelesen. Zum Beispiel gibt es das wunderbare Zen in der Kunst des Jonglierens. Hast du danach Übungen gemacht? Da stand ich dann wirklich sehr lange danach im Garten und habe jongliert. Da stand ich dann auch mal eine Stunde im Garten und habe jongliert.

Miriam: Das wäre ja cool, wenn es so ein Buch gäbe, so ein NLP-Buch, wo die Leute sich dann eine Stunde im Garten stellen und mit den Bäumen kommunizieren.

Florian: Ich glaube, die Herausforderung ist, dass die meisten Bücher viel besser werden, wenn du schon mal praktisch irgendetwas gemacht hast. Und das Spannende ist eben, dann ist so ein Buch interessant, um die Praxis zu unterstützen, um mehr Möglichkeiten zu machen. So verstehe ich diese Bücher. Also es geht darum, irgendwas daraus zu machen und dafür brauche ich schon eine gewisse Grundlage. Es gibt so viele — und wir bieten auch so einen an, deswegen, ihr könnt auch gerne zu uns kommen — es gibt so viele Info- und Übungsabende, wo jemand mal einfach zeigt, wie NLP geht und wo was zum Ausprobieren ist. Also auf Meetup in verschiedenen Städten in Deutschland gibt es das regelmäßig, einfach kostenlos oder für einen kleinen Beitrag, um was auszuprobieren. Und wenn da ein NLP-Format mal vorgestellt wird und du probierst was aus, dann in die Literatur reinzuschauen und zu sehen, was könnte ich denn mit diesem Format noch alles machen, um dann was auszuprobieren — das finde ich dann wieder schlau.

Miriam: Das war jetzt ein Tipp.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Und das würde das Argument entkräften, ich kann mir das nicht leisten. Weil zum Beispiel auch unsere NLP-Basic-Ausbildung ist ja durchaus bezahlbar.

Florian: Die gibt es auch von anderen Trainern.

Miriam: Die gibt es auch von anderen Trainern.

Florian: Genau, also wenn wir jetzt im Podcast...

Miriam: Und wir dürfen ja in unserem Podcast auch mal Werbung für uns machen. Unser NLP Basic ist so geil.

Florian: Wenn wirklich jemand wenig Geld hat, dann möchte er vielleicht in seiner Stadt gehen. Wir bieten das jetzt in unseren neuen Seminarräumen an.

Miriam: Weißt du was, ich schreibe ein Buch über unsere neuen Seminarräume. Ich habe ja gerade ein Buch geschrieben, es ist nur noch nicht veröffentlicht, immer noch nicht. Ein Sprachzauberbuch, ja. Ja, also ich gebe das auch nicht auf mit diesem: Du kannst ein Buch lesen und ein bisschen was besser verstehen über NLP. Ich habe da sehr, sehr viel Energie jetzt auch schon selbst reinversenkt, weil ich diese Möglichkeit Menschen gerne geben wollen würde. Ich habe das Sprachzauberei genannt, weil neurolinguistisches Programmieren an sich ist wirklich technisch und ist auf der einen Seite intellektuell und geistig sehr spannend und hat tolle Theorieanteile, die der Frontallappen einfach verstehen darf. Und auf der anderen Seite ist es etwas, was Menschen tun.

Alle machen ständig NLP — nur wissen sie es nicht

Florian: Alle Menschen auf diesem gesamten Planeten. Und jetzt kommt es. Das ist die Botschaft dieses Podcasts.

Miriam: Können wir so ein Halleluja-Chor einspielen? Das haben wir jetzt bei Faust immer, bei dem Musical.

Florian: Wird immer, wenn der Herrgott auftritt.

Miriam: Alle Menschen auf diesem ganzen Planeten machen ständig NLP. Und das ist die Herausforderung. Sie wissen es nur nicht. Sie tun es, weil sie sprechen, weil sie interagieren, weil sie kommunizieren. Sie machen irgendwas mit ihrer Sprache und irgendwas mit ihren Geschichten und irgendwas mit ihren Fragen. Und sie tun es so, wie sie es gelernt haben und sie tun es eben irgendwie. Manche tun es auch schon sehr bewusst, manche sehr wach, manche haben sich sogar schon damit beschäftigt in anderen Bereichen. Und alle machen das irgendwie. Ich hatte in meinem Practitioner, als ich meine Ausbildung gemacht habe — Florian guckt skeptisch, es ist wirklich mein Grundeindruck davon. Ich hatte schon so viel gelernt, schon so viele Seminare besucht, so viele Sprechertrainings, Rhetoriktrainings, Kommunikationstrainings hinter mir. Ich habe Sprache schon sehr bewusst eingesetzt, auch meine Stimme. Und ich habe dann gemerkt, ich habe schon immer NLP gemacht, ich habe es nur nicht gewusst. Und zwar nicht in Reinform und auch nicht das, was NLP sagen würde. Nur: alles ist NLP, so oder so.

Florian: Weiß ich nicht. Also ja, Sprachmuster — wir haben ja Podcasts zum Beispiel zum Thema Milton-Sprachmuster gemacht oder Meta-Modell der Sprache und so. Das sind schon Fragen oder Sprachmuster, die auch in der natürlichen Sprache vorkommen von Menschen. Nur eben nicht bewusst. Jetzt ist die Frage, machen die dann NLP oder reden die halt einfach was und im NLP verwenden wir ähnliche Dinge, nur bewusster. Ja, weiß ich nicht. Das ist mir zu unpraktisch. Könnten wir sozusagen drüber philosophieren, nur spannend ist ja wirklich: mach was. Das ist der Teil, der interessant ist, der, wo es darum geht, aus dem, was ich gelesen habe oder was ich irgendwo aufgenommen habe, dann eben was zu tun.

Miriam: Ich finde, Selbststudium ist sehr einfach geworden. Wie war das denn früher? Als ich studiert habe — also als ich studiert habe, gab es gerade so diese ersten Computer mit Word und kaum einer konnte das bedienen. Die Unibibliothek hat noch funktioniert mit Scheine ausfüllen und nach München schicken oder faxen und dann kam ein Buch mit so einem Buchkurier aus der Münchner Universitätsbibliothek, damit wir diese Texte lesen können, die da drinstehen. Ich habe wirklich wie in der Steinzeit noch studiert und Wissen angesammelt. Und wenn ich überlege, wie einfach heute Wissen ansammeln ist, wenn du dich für irgendein Thema interessierst, wenn du dich wirklich interessierst für ein Thema, wenn dir das echt Spaß macht oder wenn du neugierig bist darauf — welche Möglichkeiten hast du heute? Wir haben eben schon angeführt, du könntest wirklich schon fast seminarartige Events besuchen für, keine Ahnung, 5 Euro, kein Euro, weil das diese Infoabende sind zum Beispiel. Oder du hast YouTube. Ich weiß nicht, wie viele NLP-Videos von Trainern es auf YouTube gibt mittlerweile. Da kannst du nach Thema oder nach Gesicht aussuchen, wenn dir ein Gesicht besonders sympathisch ist von einem dieser Trainer. Florian und ich haben auch welche online, also es ist deutlich Hoffnung, dass du zwei sehr sympathische Gesichter auch findest. Dann entscheide nach Sympathie. Wenn du ein Buch lesen möchtest und hast dann den Eindruck, du hättest gerne mehr Interaktion oder das Buch alleine führt noch nicht zu einem exorbitanten Verständnis von der Materie, dann findest du Menschen, die im Internet auf Facebook mit dir über diese Bücher diskutieren, zum Beispiel in so NLP-Gruppen. Das ist alles möglich und ich finde das so ein Luxus, so ein Recherche-Luxus. Jeder von uns könnte heutzutage investigativen Journalismus betreiben. Du kannst dich schon ziemlich aufschlauen, alleine über diese kostenlosen Möglichkeiten.

Und jetzt die echten Buchempfehlungen

Florian: Was empfehlen wir denn jetzt hier für ein Buch?

Miriam: Ja, keins. Ich bin jetzt mal ganz ketzerisch und sage, NLP ist etwas, was Menschen tun am Ende des Tages. Wenn du ein Buch liest, bevor du in die Tat gehst, ist es eine wirklich in meiner Welt häufig sehr trockene, theoretische...

Florian: Also es gibt schon Bücher, die dann — und ich habe die halt immer gelesen, da wusste ich schon viel. Insofern, wir haben das Feedback von einigen von unseren Teilnehmern, die eben auch Bücher schon gekauft und gelesen und gemacht haben. Und das ist das, was dann ja auch zu uns zurückfließt, wo wir sagen, aus der Erfahrung heraus können wir das eine oder andere Buch empfehlen. Inzwischen tendiere ich auch dazu, dass sowas kurz sein darf. Also wenn du wirklich etwas lesen möchtest, bevor du was Praktisches tust, weil das halt so sein soll. Dann ist die ultimative Einführung in NLP von Richard Bandler tatsächlich ein vom Umfang her überschaubares Buch, das auch ganz schön geschrieben ist als Geschichte, wo du einfach mal lesen kannst, wie wäre das denn, so ein Seminar zu besuchen. Vielleicht ist das ja das, worum es geht. Mal zu erfahren, was passiert denn da oder was sind denn die einzelnen Techniken, die möglicherweise in so einem Practitioner oder in einem NLP Basic eben drankommen. Das ist schon ein ganz guter Einstieg, finde ich.

Miriam: Und leicht. Also es ist kein Wälzer oder so.

Florian: Manchmal wird ja auch die Magie der Sprache empfohlen, also diese ursprünglichen Bücher von Richard Bandler, das ist schon, finde ich, eher anspruchsvolle Kost.

Miriam: Wir glauben, dass es Menschen da draußen gibt, die das durchlesen, ohne NLP zu machen. Und es ist sehr wissenschaftlich gehalten. Ist ja angelehnt an Richard Bandlers erste Doktorarbeit, glaube ich, zu dem Thema.

Florian: Also da geht es noch um Transformationsgrammatiken und um, wie funktioniert was grammatikalisch, und dann text- oder seitenweise geht es um Mitschnitte von irgendwelchen Coaching-Sessions, wo es darum geht, was wurde da an welcher Stelle und was ist das, was da passiert. Ich würde es nicht als erstes Buch lesen. Das ist mal spannend, wenn du tiefer eintauchen möchtest.

Miriam: Ich habe mein erstes NLP-Buch gelesen, bevor ich NLP kannte.

Florian: Was hast du denn gelesen?

Miriam: Das weiß ich nicht mehr. Und ich kann dir auch sagen, warum. Weil das war eine redaktionelle Vorbereitung auf ein Casting mit einem NLPler. Und die Redaktion hatte mir gesagt, ich soll mir aus der Riesenkiste Bücher, die damals im Sender ankamen, irgendeins raussuchen und soll mal ein bisschen was lesen, dass ich weiß, wovon der da redet. Und dann habe ich mir mit spitzen Fingern irgendein Buch aus dieser Kiste genommen, habe das mit nach Hause genommen, habe mich hingesetzt, habe angefangen das zu lesen, in Kapitel 2 bin ich eingeschlafen.

Florian: Nächster Abend, nächster Versuch.

Miriam: Ich wusste nicht mehr genau an welcher Stelle.

Florian: Da habe ich noch eine mega Buchempfehlung, allerdings nur auf Englisch.

Miriam: Also ich bin quasi immer an der gleichen Stelle dieses Buchs eingeschlafen abends, das lag auch an meiner notorischen Müdigkeit damals, und habe für mich entschieden, das bringt gar nichts, dann soll der halt irgendwas erzählen, ich antworte schon. Also ich hielt mich damals für weise, schlau und gebildet genug, um diesem Casting beizuwohnen als Moderatorin, ohne selbst Expertin zu sein für dieses Fach. Und ich hätte zu dem Zeitpunkt, als ich dieses Buch angefangen habe zu lesen, das übrigens sehr schnell im Altpapier gelandet ist, auch niemals für möglich gehalten, dass ich jemals eine solche Ausbildung mache, weil das Einzige, was bei mir übrig geblieben war im Gehirn, war: langweilig, langweilig, langweilig.

Florian: In den Büchern? Echt?

Miriam: Ja, in diesem Buch. Und ich weiß wirklich nicht mehr, welches es war. Es war ein dickes Buch. Es kann sein, dass es sogar...

Florian: Das ist ein paar Jahre her, ne?

Miriam: Ja, das ist schon sehr, sehr viele Jahre her. Und ich habe dann auch, nachdem ich meine erste Ausbildung gemacht hatte, mir ein NLP-Buch empfehlen lassen und das war Gold, weil ich hatte die praktische Übung.

Florian: Plötzlich, genau.

Miriam: Und dann war das super spannend, das nochmal auch in einem theoretischen Format kompakt nachzulesen, was da im Seminar passiert war. Ich hatte sowieso ein wandelndes Lexikon an meiner Seite dann durch Florian und konnte alle meine Fragen auch stellen. Das ist cool. Das hat dann Spaß gemacht. Dieser Weg war klasse. Und ich hätte damals besser getan, mir erstmal ein Video tatsächlich anzuschauen auf YouTube. Was ich auch gemerkt habe, war ein Hörbuch hören, so wie unser Podcast auch funktioniert.

Florian: Das ist auch einfacher.

Miriam: War einfacher und das war die Vorbereitung, die mir dann für dieses Casting deutlich mehr Spaß gemacht hat. Und ich finde es toll, wenn Menschen Bücher lesen. Ich selbst lese sehr, sehr gerne. Ich höre auch total gerne Hörbücher und ich halte es für einen ganz wichtigen Bildungsbeutel.

Florian: Es gibt ein mega Hörbuch.

Miriam: Und jetzt kommt's.

Florian: Die Adventures of Anybody, allerdings dann auf Englisch, sind als Hörbuch wirklich ganz, ganz, ganz super. Weil jedes Mal, wenn ich anfange, das zu hören, habe ich genau deine Erfahrungen. Irgendwann bin ich zwischendurch einfach weg. Der Hauptcharakter heißt Blink, also Blinzel. Das ist natürlich... für NLPler ist klar. Also es ist einfach super, auch wenn ich dieses Buch lese auf Englisch. Es ist einfach zwischendurch — ich habe es immer, es ist irgendwie ganz seltsam zwischendurch. Inzwischen habe ich mal, dadurch dass ich es rückwärts gelesen habe, auch die Geschichte.

Miriam: Ist das gut.

Florian: Das finde ich — und es ist auch ein kurzes Buch, es ist auch schön geschrieben als Geschichte eben, das finde ich auch richtig schön. Das ist so ein... ab und zu mache ich das Hörbuch an, tatsächlich, weil ich es sehr witzig finde.

Miriam: Ich habe jetzt gerade ein sehr spannendes NLP-Buch in der Lese. Uns hören ja auch NLPler zu. Da geht es darum, wie das ist, wenn eine Beziehung besteht, eine Partnerschaft, und einer von beiden macht eine NLP-Ausbildung und der andere nicht. Dieses Buch heißt „Irgendwas ist anders“. Und das ist wirklich super, weil das aus zwei Seiten die Wirkung einer NLP-Ausbildung beleuchtet. Und ich mag's. Es ist nicht ganz NLP, also es wäre auf keinen Fall ein wissenschaftliches NLP-Werk, das ich empfehlen würde, um NLP kennenzulernen — und als Schmankerl für unsere NLP-Hörer.

Für alle, die tiefer einsteigen wollen — und eine Bibliothek zum Verlieben

Florian: Was hätten wir denn dann, wenn jetzt jemand wirklich tiefer einsteigen möchte? Mir fallen tatsächlich die beiden Bücher von Richard Bandler auch ein, die relativ jung sind, nämlich der Leitfaden zur persönlichen Veränderung.

Miriam: Das ist ein Buch, was ich immer empfehle. Das ist super. Das ist fast ein Coaching-Buch. Das ist sehr schön.

Florian: Also wie können wir NLP Richtung Coaching einsetzen? Nur ist schon mal eine größere Aufgabe.

Miriam: Und es ist ein Selbstcoaching auch drin. Also es sind schöne praktische Teile drin, die du wirklich mal zu Hause für dich ausprobieren kannst. Das mag ich wirklich. Das ist ein schönes Buch, ja.

Florian: Und dann zwei englische Buchempfehlungen, die ich wirklich großartig finde, die in den letzten Jahren rausgekommen sind. Das eine ist Teaching Excellence, auf dem englischen Markt, auch von Richard geschrieben, mit Kate Benson zusammen, wo es darum geht, wie können wir in der Lehre oder dadurch, wenn wir anderen etwas beibringen möchten, wie können wir dafür NLP einsetzen. Hauptsächlich eben für Lehrer. Und das neue von Richard Bandler finde ich auch ganz toll, Thinking on Purpose, weil da wird es halt unglaublich praktisch wieder.

Miriam: Mit Absicht denken. Ja. Finde ich sehr hübsch.

Florian: Wir haben die italienische Version davon auch schon. Gut, die nutzt unseren deutschen Lehrern jetzt auch nichts. Falls du Italienisch kannst.

Miriam: Auf Italienisch gibt es das schon. Auf Deutsch gibt es das noch nicht. Ja. Das gab ja wirklich Bücher empfohlen.

Florian: Das stimmt. Es gibt auch ganz großartige Bücher, die es gar nicht mehr so richtig gibt. Es gibt so ein NLP Volume 1 und so. Da habe ich ja wirklich Spaß dran. Die Version, die wir davon haben, die riechen schon nach 40 Jahre Buch. Und so alt ist es ja auch fast. Das ist wirklich, ich finde das toll.

Miriam: Vielleicht sollten wir, wenn wir schon mal einen Podcast über NLP-Bücher machen — das wird übrigens der einzige sein, den ihr von uns bekommt.

Florian: Was? Ich dachte, wir machen nächstes Mal noch einen mit was? Nein. Wir haben noch gar nicht über Milton gesprochen und über February Man und so.

Miriam: Wir haben ja auch noch Zeit. Das ist gut, du hast noch Zeit. Was ich gerne jetzt im Zentrum dieses Podcasts erwähnen wollen würde, wäre diese — ich sage jetzt mal ketzerisch — Bibel für NLPler, die du irgendwann angeschleppt hast. Wo ich erst dachte, das ist der völlige Wahnsinn. Ich würde sie gerne erwähnen, weil sie wirklich... weil das so eine Sammlung ist, die sieht schon so schön aus. Die sieht einfach schön aus. Die ist schon in die Jahre gekommen. Heute würde die wahrscheinlich aktualisiert werden dürfen. Und sie ist wunderschön. Das ist ein Riesenwerk.

Florian: Da geht es um NLP, vorgestellt von einem anderen Verband als der, bei dem wir sind. Und eben zweimal 1200 Seiten A bis Z, für was es da alles passiert. Also ich finde es historisch tatsächlich spannender. Weil es eben um die Bücher geht, die zum NLP in den 80ern und 90ern veröffentlicht wurden, oder 70er, 80er, 90er, wo sehr viele Details drinstehen. Und an der einen oder anderen Stelle, wenn wir einen Practitioner oder einen Master Practitioner vorbereiten, dann gucke ich da ganz gerne noch mal rein zu den Techniken, wie so die ursprüngliche Form von irgendwelchen Übungen, die wir heutzutage haben, wie die mal so beschrieben wurde. Das ist sehr, das ist sehr lustig und unbezahlbar. Also mit Import aus Amerika und 170 Dollar oder was das kostet.

Miriam: Herrlich.

Florian: Nur ich finde es — also ich mag es auch ganz gerne solche Riesenbücher.

Miriam: Dann hat Buch für mich auch wieder so eine Bedeutung.

Florian: Das ist auch ein Buch, womit man wirklich jemand anders...

Miriam: Das gibt doch diese Kaffeetischbücher oder Tee-Tischbücher. Da gehört es für mich zu. Das liegt eben irgendwo stolz. Also für Leute, die NLP lieben und da begeistert für sind, ist es so ein... Wir haben das, finde ich. Also das ist auch schon alles.

Florian: In unseren neuen Räumlichkeiten haben wir Gott sei Dank ganz viele Buchregale.

Miriam: Und all die Bücher, die normalerweise hier bei uns zu Hause — ich glaube, ich werde das filmen, wenn Florian anfängt, seine Bücher da einzusortieren, seine Massen von Büchern, die jetzt zum Teil in Kisten einfach irgendwo rumstehen, weil kein Platz ist. Florian wird eine riesen Bibliothek haben in diesen neuen Räumen. Und ich glaube, dass Florian für uns alle, für sich selbst und für euch nackt tanzen wird vor diesen Bücherregalen. Weil das so cool ist. Und ich freue mich da auch schon drauf, weil wir einfach während eines Seminars an diese riesen Bücherwand gehen. Ich hätte ja gern mit so einer Leiter, weißt du, wo er so schwingen kann, so eine Rutscheleiter da. Und dann können wir sagen, es geht um dieses Buch. Ja, warte, das haben wir hier. Und dann sehe ich mich in Zeitlupe, wie ich dieses Buch aus dem Regal ziehe.

Florian: Und wir sind immer noch bei der Message. Es geht darum, irgendwas zu tun. Also an der einen oder anderen Stelle ist es wirklich spannend nachzuschauen, wie es ursprünglich mal gedacht war oder wie es sich entwickelt hat über die Zeit. Superspannend. Das mache ich auch in dem anderen Bereich, in der Organisationsentwicklung. Ist es für mich genauso interessant zu wissen, wie hat sich die Technik verändert. Oder ich bin gerade in einer Fortbildung drin, wo es auch um bestimmte Sachen geht. Wie können wir Teams besser machen? Und eine Frage, die heute jemand im Raum gestellt hat, ist tatsächlich: das System, das wir da lernen, hat sich über die letzten paar Jahre, über die letzten acht Jahre auch weiterentwickelt. Und ein Teilnehmer hat die Frage heute gestellt, was waren denn die größten Sprünge der Erkenntnis in diesen acht Jahren drin? Und das fand ich auch super spannend, dann mal zu sehen, wie war es denn früher und wie ist es heute jetzt. Und nur, wenn ich anfange zu lernen, dann möchte ich das von heute lernen. Dann fange ich nicht an, den Erkenntnisprozess eines Autors von vor 30 Jahren durchzumachen, um irgendwas zu haben, sondern dann ist es erstmal das von heute können. Und dann eventuell mal schauen, wo kam das denn eigentlich her, wie hat sich das entwickelt, was könnte denn da noch sein, Seiteneinflüsse, die da reingekommen sind. Natürlich ist es spannend, irgendwann mal Bücher von früher zu lesen.

Bücher, die in die Tat begleiten

Miriam: Ich finde es auch schön, mich anstiften zu lassen von einem Buch. Bücher haben es schon immer geschafft, mich sehr zu inspirieren, oder ich habe mich inspiriert dadurch, dass ich Bücher gelesen habe. Und da sind wir dann wieder an der Stelle, was tun wir denn, wenn wir so ein NLP-Buch gelesen haben? Also gesetzt den Fall, du würdest dir jetzt ein NLP-Buch kaufen wie dieses Coaching-Buch von Richard Bandler, der Leitfaden zur persönlichen Veränderung, das es auch auf Deutsch gibt, das auch wirklich bezahlbar ist, alles gut, so ein Paperback-Buch. Da sind echt praktische Übungen drin. Du würdest jetzt anfangen, das auszuprobieren zu Hause und Erfahrungen damit zu sammeln und vielleicht spüren, wie sehr dich NLP begeistert. Was wäre dann die Folge? Dann hätte dieses Buch seinen Sinn erfüllt, wenn du dadurch vielleicht in der einen oder anderen Situation noch wacher wirst, wenn du merkst: Ich kann jetzt mit meiner Sprache schon ein bisschen was verändern, mit meiner Denkweise über bestimmte Situationen. Ich kann mich und andere besser unterstützen in vielleicht auch anstrengenden Situationen, die früher anstrengend waren. Das ist super. Ich mag es, wenn Bücher uns in die Tat begleiten, einen Impuls vielleicht auch setzen, vielleicht auch den Impuls nach so einem Buch festzustellen: Ich möchte doch zum Trainer. Also wenn so ein Buch die Message hätte, du gehst zu so einem Infoabend, weil das Buch eben da ist und vielleicht verstehst du es dann noch besser, gut.

Florian: Also ihr dürft gerne bei uns ab Januar oder ab Januar, Februar in den Räumlichkeiten auch vorbeikommen beim Info- und Übungsabend. Da stehen die alle rum. Die Bücher. Und auch die Trainer.

Miriam: Auch.

Florian: Und dann dürft ihr da gerne reinschauen. Also dafür ist das auch gedacht, um so ein bisschen die Breite reinzubekommen, um eine tiefergehende Beschäftigung mit diesem Thema zu ermöglichen. Und gleichzeitig, es geht immer um die Praxis. Also mach was. Vielleicht schreiben wir das in großen Lettern über die Bibliothek.

Miriam: Oh, wie schön. Der Gedanke gefällt mir. Dann wird auch das Lesen eines anderen Buchs plötzlich wieder bewusster und das ist das, was dieser Podcast ja auch will, dass du zum Beispiel nach so einem Werk wie die 13,5 Leben des Käpt'n Blaubär losziehst und bei den Zwergpiraten anheuerst. Nee, das war jetzt wieder was anderes, ne? Oder, nee, warte mal, bei Herr der Ringe ist es ja die klassische Heldenreise.

Florian: Also das ist ja eine Entwicklungsgeschichte auch noch.

Miriam: Also wie jemand stärker und stärker und besser und exzellenter und sportlicher und kämpferischer und durchsetzungsfähiger und selbstbewusster und wie auch immer wird, um dann am Ende eben auch so ein riesiges Abenteuer nicht nur zu überstehen, sondern sogar den Kampf zu gewinnen. Und dann — das sind Geschichten, die uns ja auf der einen Seite anspornen können, die uns auch Kraft geben können oder die uns Menschen schon immer faszinieren, die ja auch ganz klassische Märchen sind. Und dann sind wir wieder bei diesem Thema, was ist denn jetzt NLP, was ist nicht NLP, und wenn ich jetzt in so einem Forum hier wie bei Facebook, wenn da jetzt das nächste Mal einer schreibt, welches Buch soll ich denn lesen, damit ich NLP lerne, und ich schreibe Herr der Ringe von Tolkien, bekomme ich vermutlich ein Feedback.

Florian: Ich finde die 13,5 Leben auch grundsätzlich spannender. Mindestens auch deswegen, weil es viel lustiger ist. Ja, stimmt. Definitiv lustig. Oder Rumo, finde ich auch super.

Miriam: Stimmt. Das ist auch ein Moers-Buch. Da können wir ein neues Kapitel dieses Podcasts aufmachen, nur es gibt keinen weiteren Bücher-Podcast. Deshalb sind wir so press unterwegs. Wir werden nie wieder über Bücher sprechen.

Florian: Was? Warum nicht? Wir haben wirklich noch nicht über die ganzen Bücher gesprochen.

Miriam: Gut, du hast jetzt noch eine Chance. Fallen dir noch welche ein, die du jetzt empfehlen möchtest, dann tu es jetzt. Guck mal, Florian bekommt gerade Schweiß.

Florian: Ganz viele nur, die sind alle dann zu Spezialthemen. Dann sprich mich bitte einfach an. Also wenn du dann Interesse an einem bestimmten Thema hast, zum Beispiel die Metaprogramme aus dem NLP, gibt es ganz tolle Buchempfehlungen dazu. Also gibt es wirklich gute Bücher dazu, die das toll erklären, die da eine Breite reinbringen. Auch mehr als eine Buchempfehlung. Also nicht nur Wortzeitang, sondern da gibt es auch noch zwei andere Bücher, die mir einfallen, die mindestens genauso gut sind. Und dann geht es eben darum, was ist es? Geht es um hypnotische Sprachmuster? Gibt es ganz großartige Bücher für, die auf Grundlage von — da ist schon Praxis — dann tatsächlich den nächsten Schritt ermöglichen. Oder die dann eben ermöglichen, jetzt kannst du was ausprobieren im Freundeskreis zu Hause oder was auch immer.

Miriam: Das ist ja auch ein Weg, den viele Menschen gehen, dass sie für sich entscheiden, je mehr ich über etwas weiß, desto sicherer bin ich in der Thematik, desto besser kann ich damit umgehen. Manchmal entsteht ein sehr großes, ein sehr stabiles Wissen auch dadurch, dass du Dinge tust. Und das war sicher auch das Learning damals aus dieser Geschichte mit meinem zweiten Sohn, dass ich am Ende dieser Schwangerschaft und auch während der Geburt — mein Gehirn war so voll mit Wissen, dass ich beinahe die Freude an diesem Prozess, dass da jetzt ein Kind heranwächst, dass da jetzt ein tolles Ereignis kommt, dass die Natur vielleicht sogar ihren eigenen Weg geht an der Stelle — das hätte ich alles über den Haufen geworfen. Das war sehr, sehr anstrengend. Und ich habe dann ein gesundes Kind geboren. Und es ist bis heute ein sehr gesundes Kind.

Florian: Manchmal ist er ein zu gesundes Kind.

Miriam: Und ich habe gelernt: etwas über dieses Kind zu wissen, ist dieses Kind kennenzulernen, so wie es eben jetzt da ist. Und die ganzen Prognosen, die da von außen stattgefunden haben — ich habe nichts grundsätzlich, das ist ein völlig anderes Thema, da über Schwangerschaftsgeschichten was aufzumachen.

Florian: Bzw. es ist überhaupt nicht mehr zu merken jetzt.

Miriam: Es ist jetzt einfach nicht mehr relevant. Es ist jetzt nicht mehr relevant.

Florian: Weder zu spüren oder zu sehen, zu erfahren, noch ist es relevant.

Miriam: Genau. Und da habe ich was für mich gelernt. Und ich liebe es, Dinge zu durchdringen, nach wie vor. Ich mag es gerne, mich schlau zu machen über Sachen. Finde es schön, mein Wissen zu erweitern. Und das Wissen und die Tat — und da sind wir jetzt wieder bei dem Musical, das ich in diesem Jahr mit aufführen darf, Goethes Faust, da geht es genau um diese beiden Pole, das Wissen und die Tat. Und wenn beides zusammenkommt, dann entsteht plötzlich eine Erfahrung, dann entsteht auch plötzlich eine sinnvolle Erfahrung, sinnhaft, mit allen Sinnen. Ich werde jetzt ganz philosophisch.

Florian: Gut, dann hören wir jetzt auf. Weil wir sind schon bei Minute 36.

Miriam: What? Die Zeit ist verflogen. Das ist gut, weil ich höre den Podcast ja immer am nächsten Tag im Auto. Wenn ich längere Fahrten habe, ist es gut, wenn der mal ein bisschen länger ist.

Florian: Wir hören uns nächste Woche wieder, wenn es wieder heißt: Zwei Bücherwürmer.

Miriam: Nein, wir machen keinen Podcast mehr.

Florian: Ich dachte, wir machen jetzt jede Woche ein literarisches Review.

Miriam: Ihr Lieben, hier geht es ganz normal weiter mit NLP. Unseren Veranstaltungskalender findet ihr auf www.kontext-denken.de. Das ist übrigens eine Website, die jetzt im neuen Glanz erstrahlt.

Florian: Seit vielen Wochen schon.

Miriam: Wir laden euch ein, da mal einen Blick drauf zu tun. Und nächste Woche gibt es eine nächste Folge. Dann reden wir über etwas völlig anderes als Bücher. Was?

Florian: Hörbücher. Videos, wir machen ein... Welches Video sollte ich schauen, Podcast? Haben wir vorhin über VAKOG gesprochen?

Miriam: Haben wir genug über VAKOG gesprochen?

Florian: Schluss jetzt! Wir sind bei Minute 37, wenn es so weit ist.

Miriam: Tschüss! Mehr von uns gibt es unter www.kontext-denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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