Warum folgen Menschen der einen Chefin bereitwillig, während sie beim nächsten Vorgesetzten innerlich abschalten? Miriam und Florian gehen dieser Frage nach — und landen dabei bei einem Bild vom Nordstern, bei einem Lachs mit Salzkruste und bei der Frage, was du eigentlich an Heiligabend wirklich willst. Es geht um den Unterschied zwischen Management und Leadership. Und darum, warum es leichter ist, die Arbeit zu steuern als die Menschen.
Leadership, Führung, Management — ist das dasselbe?
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast.
Florian: Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Miriam: Indianer oder Häuptling? Anführer oder Follower? Ja, das ist, ich fang mal hochphilosophisch an, warum sollen wir denn, warum sollen wir mit Bottom Line Up Front beginnen? Also, tun wir ja. Willkommen da draußen, dies ist eine neue Podcast-Folge von kontext*denken.
Florian: Yay!
Miriam: Wir sind so weit in den 200ern, dass wir den Überblick verloren haben. Wir werden die 300. Folge nicht feiern, weil Florian und ich nicht wissen, wann die kommt. Die kommt bestimmt irgendwann. Klar kommt die irgendwann. Wir sind wirklich treu. Ich finde das sehr schön. Das werde ich bei unserem Jahresabschluss 2020 das lobend erwähnen.
Florian: Um was geht denn die heutige Folge?
Miriam: Ums Führen. Leadership.
Florian: Und das ist schon die erste Frage. Ist Leadership gleich Führung?
Miriam: So siehste, da sind wir schon genau an der Stelle, wo Florian gar nicht will, dass wir drüber sprechen, weil Leadership hat nämlich null mit Führung zu tun.
Florian: Vielleicht schon. Vielleicht schon. Manchmal wird Führung als der Oberbegriff von Management und Leadership gesehen.
Miriam: Wenn ich jetzt, also.
Florian: Und Management wäre sowas wie Steuern und Walten.
Miriam: Nur was ist denn das Problem daran? Warum reden wir überhaupt? Ich find's voll geil, Leader zu sein, fertig, ist die Folge zu Ende.
Florian: Folgt mir!
Miriam: Wie machst du es denn?
Florian: Kommt mit!
Miriam: Hier ist die Frau mit dem roten Fähnchen, ich weiß, wo es lang geht.
Florian: Das ist häufig die Idee von einem Leader, dass der sagt hier, also als würde so ein Obama, bei dem ist es ja sehr auffällig gewesen in der amerikanischen Politik, dass der eben so ein Leader war und Massen mobilisiert hat, der Trump jetzt übrigens witzigerweise auch, der Biden auch, die sind irgendwie Leader. Nur, was machen die denn?
Miriam: Mit dem Begriff spielen wir überall. Es gibt ein Familienoberhaupt und eine Familienführung. Es gibt ein Teamlead.
Florian: Und Vorsicht, genau, Vorsicht. Also der Teamlead in vielen Firmen ist ein Manager. Das heißt, der verwaltet und steuert.
Miriam: Ja, nur wenn ich jetzt Steuer nehme.
Florian: Ja.
Miriam: Also hockt jemand am Steuer vom Bus. Ja. Und weiß nicht, wo es hingeht, dann fährt er doch im Kreis, oder? Da gibt es doch diesen Film, wo die ewig im Kreis fahren, weil da so eine Bombe im Bus ist, oder? Speed. Speed, genau, mit Sandra Bullock.
Florian: Sehr schöne Frau. So. Die Herausforderung ist, was bedeutet für dich Leadership oder was bedeutet für dich Führung oder was bedeutet Management? Weil viele Organisationen, wenn wir gerade über größere Konzerne sprechen, was die gut drauf haben, ist Management, also Steuern, Planzahlen erstellen, auf bestimmte Ziele hinarbeiten, diesen Plan langsam Realität werden zu lassen. Die Frage ist, ist das Leadership? Also ist das eine neue Art der Führung. Weil in den Kreisen, in denen ich mich viel bewege, wird tatsächlich im Deutschen auch Leadership verwendet. Also da sagen, wenn wir über diese spezielle Art der Führung sprechen, wo es eher darum geht zu begeistern, zu motivieren, Visionen aufzumachen, was auch immer das bedeutet, einen Nordstern zu kommunizieren, dann ist der korrekte Begriff in meinem Umfeld eher Leadership als Führung.
Miriam: Und Leadership ist nicht so einfach zu übersetzen, ne? Da ist sowas wie die Kunst der Führung drin. Weil das ja, was Menschen normalerweise tun, das ist ja ein Begriff, was tun Menschen, wenn sie Leadership machen, wäre ja die Frage. Und das war ja auch deine erste eben. Was hat denn der Obama jetzt anders gemacht, als zum Beispiel, keine Ahnung wer?
Florian: Als eine Frau Merkel hier in Deutschland, ne?
Miriam: Oder das, ja. Weil so einen richtigen Fan-Club hat die nicht, ne? Die hat irgendwie Anhänger oder eine Partei.
Florian: Wir hatten wirklich mal überlegt, eigentlich, und es gab's nicht, ne? Wir haben mal überlegt, weil von den amerikanischen Basketball-Clubs, die ich ganz cool finde, gibt's ja auch dann Cappies und Pullover und so. Und es gibt einfach keinen Merkel-Pullover.
Miriam: Oh, von den Präsidenten gibt's das auch immer. Selbst von den Präsidentschaftsanwärtern gibt es Cappies und T-Shirts und Fähnchen und Ansteckungen.
Florian: Und hier gibt's keinen so coolen Hipster. Oder ich weiß nicht, ich hab ihn nicht gefunden.
Miriam: Merch gibt's überhaupt nicht für unsere Politiker.
Florian: So eine MRKL-Cappy wäre eigentlich schon witzig.
Miriam: MRKL-Cappy.
Florian: Vielleicht ist das eine Marktlücke. Das stimmt. Also irgendwas inspiriert uns ja bei manchen Führungskräften und ist was, wo wir sagen, da wollen wir gerne mitgehen oder da macht es Spaß irgendwie zu arbeiten und bei anderen nicht. Ist das eigentlich eine Folge, die mit der Familie überhaupt nichts zu tun hat? Oder mit Freizeit?
Wenn Firma und Familie sich spiegeln
Miriam: Ich weiß nicht, vieles spiegelt sich ja. Also wir haben ja ganz häufig etwas, was wir gerne getrennt hätten. Also wo wir sagen, das läuft natürlich in der Firma ganz anders als privat. Und wenn wir mal genau hinschauen, dann sehen wir, dass die Stellen, wo es struggelt oder mal kneift, die sind so ähnlich im Privaten wie in der Firma. Nur, das lässt sich natürlich dann schwierig verbinden, wenn wir sagen, wir wollen ja nicht, dass die Familie sich anfühlt wie eine Firma. Da sind wir im Deutschen, glaube ich, auch sehr unentspannt mit. Wir haben so eine Art Work-Life-Balance und die Freizeit sollte strikt getrennt sein und wer aus der Firma rausgeht und die Tür nicht hinter sich zumachen kann, der hat sowieso demnächst ein Psychoproblem. Das sind ja so Glaubenssätze, die gibt es nicht in allen Ländern. Es gibt auch Länder, die sind da freimütiger. Und wir beide, Florian und ich, wir leben ja ein Leben, wo das auch nicht so richtig passt. Weil wir grundsätzlich auch im Beruf total viele Dinge machen, die uns einfach voll Spaß machen. Das fühlt sich häufig an wie Hobby.
Florian: Oder in der Freizeit Dinge tun, die für den Beruf sind.
Miriam: Ja, genau. Und auch die Kinder sind da so implementiert. Jetzt kommen wir allerdings vom Thema weg. Wir wollen ja heute nicht darüber sprechen, wie viel Spaß dir dein Beruf macht oder wie gerne du da hinfährst oder wie sehr das Teil deines Lebens ist, sondern was uns ja heute beschäftigen soll, ist dieses, wenn jemand diesen Deckel aufkriegt. Und das gibt es ja in Firmen immer noch. Also es werden schon Rollen vergeben, die dann sowas machen wie, du bist jetzt Führungskraft geworden.
Florian: Genau. So und was ist denn dann der Job?
Miriam: Was ist der Job? Genau. Und warum funktioniert das manchmal auch nur so halb gut?
Die Arbeit managen — und die Menschen sich selbst organisieren lassen
Florian: Also eine der Annahmen, die in meiner Tätigkeit auch ganz stark drin sind, weil ich eben auch akkreditierter Kanban-Trainer bin, ist, dass es viel einfacher ist, die Arbeit zu managen, also sich darum zu kümmern, wie fließt die Arbeit durch ein System durch, als die Menschen. Und die Menschen sich selbst organisieren zu lassen, um die Arbeit herum. Also was wir brauchen aus dieser Brille heraus, ist ein guter Arbeitsfluss, ein System, in dem die Arbeit gut funktioniert, in dem es grundsätzlich alles klappt und dann organisieren sich die Menschen darum schon. Das ist allerdings ein anderes Verständnis von wie Menschen funktionieren, als ich es in mancher Organisation erlebe.
Miriam: Ich finde es auch sehr abstrakt. Kannst du uns das mal ein bisschen konkret machen?
Florian: Wir würden uns mit einem Team zum Beispiel darauf einigen, dass, wenn wir in so einem Vertriebsteam drin sind, dass wir einfach transparent machen, welche Leads gibt es gerade, also mit welchen Kunden oder welchen Kundengruppen oder welchen Key-Accounts sind wir gerade im Gespräch, was ist da der Status von den Dingen. Das ist das, was wir transparent machen. Wir haben einen vordefinierten Prozess, den wir durchgehen. Also jetzt ein ganz einfacher für den Podcast hier wäre, es gibt so eine Akquise-Phase, dann gibt es irgendwie eine Erstkontakt-Phase, dann gibt es irgendwie eine Vertragsabschluss-Phase und dann eben eine Nachbereitung. Vielleicht gibt es dann ja auch Up- und Cross-Sales und solche Sachen. Und das, was wir tun, ist eben diese Sachen transparent machen und an dem System arbeiten. Also was machen wir in dieser Vertragsabschluss-Phase oder wie können wir das noch unterstützen? Und dann eben gucken, dass wir möglichst viele Kunden da möglichst locker durchbekommen und entspannter durchbekommen und die Menschen sich selbst drumrum organisieren lassen, um das, was da gerade passiert bei uns. Also wenn ein Kollege mal krank ist, dass dann jemand anders einfach übernimmt und den Kunden zum Beispiel vertröstet oder so. Dass wir alle ein gemeinsames Verständnis dafür haben, welcher Kunde ist gerade wo und was passiert da gerade und auch ein gemeinsames Verständnis haben.
Miriam: Klingt und sieht auch ein bisschen utopisch aus. Findest du? Dass jemand so ganz proaktiv in der Firma, also ich habe ja auch mal in größeren Firmen gearbeitet. Und wenn jemand in Urlaub war oder krank, war es nicht so, dass Menschen oder dass Kollegen sich drum geprügelt haben, das jetzt zu übernehmen proaktiv, was da noch so zusätzlich war. Nur das ist vielleicht auch wieder ein anderes Thema. Wir schweifen ja ab. Du hast ja eben gesagt, die Schwierigkeit scheint ja zu sein, die Menschen zu führen und nicht den Prozess irgendwie zu entwickeln oder anzuleiten oder so.
Florian: Genau, also die Arbeit zu managen, also Steuern zu planen, auch vorhersagbar zu machen, also dass wir, mein Lieblingsbeispiel im Moment ist, wenn ich hier an so einen Fastfood-Laden ranfahre, jetzt mit dem Auto, dann ist die Qualität des Essens, die die mir liefern, ist nur ein Teil dessen, was ich als Erlebnis als Kunde da haben möchte. Ja. Also es bringt mir halt nichts, wenn ich da so einen Burger bekomme, der toll schmeckt, so wie alle anderen 10.000 Burger, die ich in dieser Art schon gegessen habe, nur die brauchen 47 Minuten, um ihn vorzubereiten. Also eine Dienstleistung hat eben nicht nur was mit dem Ergebnis zu tun, was ich bekomme, sondern auch wie ich es bekomme.
Miriam: Das Einkaufserlebnis gehört ja da auch dazu. Also ich kann ja wirklich ganz tolle Sachen vielleicht in einem Laden kaufen, der echt eklig ist und stinkelig. Das, was ich damit rausnehme, ist toll, nur es bleibt sowas übrig von... Ich gehe da nicht gern hin, weil nur das Zeug, was ich mir da hole, ist super. Und wenn es dann Kunden gäbe, die aufgrund dieser Tatsache abspringen würden... Hätte ich ja da was besser zu machen. Und was hat das denn jetzt wieder mit Führung zu tun? Da können sich doch die drum kümmern, die davon Ahnung haben im Team.
Florian: So und Führung wirft eben den Blick auf all das. Also wir, die Arbeit managen, dass die Kunden nicht zu lange warten, dass die regelmäßig Antworten bekommen, all diese Dinge. Das ist dieses Managen der Arbeit. Und darum sollen sich eben die Menschen selbst organisieren. Also drumherum finden. Wir haben bestimmte Arbeit im System und das wäre dieser utopische Traum. Der, der gerade Zeit hat und gerade was tun kann, bewegt die Arbeit, die am weitesten fortgeschritten ist, jetzt einfach ein Stückchen weiter und kümmert sich darum, dass wir damit fertig werden. Also, dass wir Dinge abschließen, du machst Sachen fertig, angefangenes, jetzt gerade zum Ende des Jahres, du schließt Sachen noch ab, all solche Sachen eben zu nehmen, weil das was ist, was in diesem System einfach gut tut. Dann haben wir einen schönen Fluss in den Systemen drin.
Miriam: Das ist die Idee dahinter. Gehen wir mal davon aus, das ist eine gute Idee. Wie lustig, wir gehen von was aus.
Florian: Und dann kommt noch eine Komponente mit rein, die irgendwie schwierig ist. Nämlich sowas wie das, was du gerade gesagt hast. Also wir nehmen dieses Urlaubsbeispiel, das ist mir nämlich auch schon ein paar Mal untergekommen. Da steht man so im Team rum, das macht man heutzutage ja in vielen Firmen, morgens erstmal mit der Kaffeetasse in der Hand oder eben ohne Kaffeetasse stehen Menschen irgendwo und starren auf Boards, also starren auf Arbeitsaufgaben und dann erzählt jeder so, was er gestern gemacht hat und wie es ihm gerade so geht und was gerade so in den Hindernissen da ist und man überlegt gemeinsam, was man tun könnte. So und jetzt ist ein Kollege krank. Und die Frage ist, wer stellt diese spannende Frage, sag mal, was ist denn da hinten eigentlich mit, müsste da nicht jemand heute was machen, weil der Kollege Meier ist ja gar nicht da. Und dann sind wir in was drin, was ich Führung oder Leadership nennen würde. Wenn, egal wer im Team diese, also irgendjemand darf diese Frage stellen und es aussprechen. Das ist wichtig. Weil denken tun sie es meiner Erfahrung nach vier oder fünf im Team. Also wenn wir so ein Zehn-Leute-Team haben, die Hälfte denkt drüber nach. Und die Frage ist, wer spricht es aus? Weil irgendjemand darf es ja ansprechen.
Miriam: Ich wäre jetzt die Führungskraft in exakt dieser Situation. Würde ich dann telepathisch auffordern? Oder einfach da stehen und beten, dass es einer von sich aus macht? Oder bin ich derjenige?
Florian: Dinge tun, die dafür sorgen, dass die Kollegen das auch ansprechen. So stelle ich mir meine Teams vor.
Zielbilder malen — wie hätten wir es denn gerne?
Miriam: Was können denn Menschen tun dann, dass andere was tun? Im NLP würden wir ja da schon so ein rotes Licht angehen. Wir können uns selbst sehr einfach verändern. Inwieweit wir andere Menschen verändern können, ist eine Frage, die wir in einem anderen Podcast nochmal klären können.
Florian: Zum Beispiel Zielbilder malen. Also wie hätten wir es denn gerne? Darüber sprechen, wie soll so ein Team funktionieren? Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich Führungskräfte, also hier deutsche Führungskräfte, mit denen ich zusammenarbeite, keine Gedanken gemacht haben bisher in zwei Jahren oder in drei Jahren, wenn so ein Meeting ist. Wie soll denn das aussehen? Also wer sagt denn da, sagen da alle was? Sagt da nur ein Teil was? Wer übernimmt die Frage nach sowas? Bewegt sich da einfach nix? Lassen wir das dem Kunden liegen? Wie sähe das denn aus in richtig gut? Also ich komme morgens als Führungskraft leider zu spät irgendwie, ich staue, ich komme zehn Minuten zu spät zu diesem Meeting dazu. Und was hätte ich dann gerne, was passiert? Und ich habe da Vorstellungen von. Ich habe da Bilder und Filme von. Ich sehe die wild diskutieren.
Miriam: Bilder und Filme dürfen wir kurz erklären, glaube ich. Du hast Visionen im Kopf davon.
Florian: Ich habe Visionen im Kopf davon.
Miriam: Das ist das Kopfkino, was du dir machst.
Florian: Ich habe eine Vorstellung davon. Eine bewegte Vorstellung davon sogar, wie das aussieht. Also ich hätte gerne, dass da nicht nur eine Person was sagt, sondern dass die möglicherweise wild miteinander gestikulierend diskutieren, was man jetzt machen könnte. Und dann auch relativ zügig, während ich noch überlege, ob ich da jetzt reingehe oder nicht, kommen die zu einem Konsens, dass einer sagt, ja gut, machen wir so.
Miriam: Also die einigen sich auf etwas, was sie machen. Und du hast als Chef gar nichts dazu beigetragen. Du hast weder gesagt, Leute, wir müssen ja jetzt mal, oder hat schon mal jemand nach den Karten von dem Herrn Mayer geguckt, der im Urlaub ist.
Florian: Ich kann die Vorstellung auch erweitern und kann sagen, oh, habt ihr auch dran gedacht, dass der Steffen heute krank ist? Und die dann sagen, also bitte. Das koste ich einen Kaffee, Chef. Diese Frage. Klar haben wir das dran geschafft.
Miriam: Das erfordert ja auch ein Mitdenken an Stellen, wo Menschen es vielleicht gar nicht gewohnt waren, bis jetzt mitzudenken.
Florian: Wie wäre das denn ideal, wenn du mit anderen Menschen zusammenarbeitest? Wie möchtest du das denn haben? Das ist die Frage.
Miriam: Stellt sich diese Frage nur der Chef?
Florian: Für mich stellen die sich alle oder ich stelle die gerne allen Teammitgliedern. Und es ist wirklich spannend, wenn da keine Antwort kommt. Also wenn dann nur Sachen kommen, ja, ich möchte es halt sehr leicht haben oder es soll sehr harmonisch sein.
Miriam: Das wären ja schon mal Antworten.
Florian: Das sind Antworten, ja. Nur was macht man jetzt damit?
Miriam: Da sind wir ja mitten in den Kommunikationszaubereien, die wir lehren in einer ja auch nicht wirklich unerheblich langen Ausbildung. Also wir haben ja gerade eben ist unsere Practitioner-Ausbildung.
Florian: Die Grundausbildung.
Miriam: Und die Grundausbildung dauert zehn Ausbildungstage bei uns. Und damit sind wir schon ein kompakter Kurs. Das heißt, zehn ganze Tage aneinander, ganz intensiv, damit Menschen eben auch hier mal genauer hinhören, sehen und auch fühlen, was da andere Menschen so von sich geben. Denn wenn ich in ein Team hineinfrage, wie hättest du es denn gerne? Und es würde eine Antwort kommen wie, ja, harmonisch. Das ist mir ganz wichtig. Dann das Wort harmonisch mal sich zu schnappen und zu sagen, okay, harmonisch kommt ursprünglich aus der Musiktheorielehre und bedeutet, dass wir mehrere Töne gleichzeitig hören, die in einem harmonischen Zusammenhang stehen.
Florian: Jetzt hast du harmonisch mit harmonisch erklärt.
Miriam: Jaja, nur, dann würde ich mich ja umgucken und sagen, wer spielt denn hier welches Instrument? Also ganz platt gesprochen. Und es würde vielleicht sowas kommen, es geht ja nicht um die Musik. Sag ich, gut, was bedeutet denn dann harmonisch jetzt im Kontext für unsere Arbeit? Woran würdest du merken, dass die Arbeitsabläufe sehr harmonisch sind? Dass es in zwei Jahren so ist, dass du, wenn du aus den Teammeetings oder aus dem Arbeitstag rausgehst, sagst, boah, das war heute genau so harmonisch, wie ich mir das vorgestellt habe. Was wäre dann anders als jetzt? Und dann kommen wir in eine Art Fragetechnik, die wir im Meta-Modell der Fragen oder Meta-Modell der Sprache lehren. Das ist wirklich tiefster Einstieg in Kommunikation. Und ich glaube, dass viele Führungskräfte das schon nie gelernt haben. Das gehört nicht zur Ausbildung, glaube ich.
Florian: In manchen Unternehmen vielleicht, also zumindest, dass sie merken, dass sie da irgendwie mehr Visionen oder Zielbilder an die Wand werfen dürfen. Nur manchmal bleiben die halt völlig, also manche Führungskräfte schreiben das ja auf, nur es bleibt eben so abstrakt.
Miriam: auch bei sich selbst zum Teil ja. Also wenn ich Führungskräfte-Coachings mache, ist das eine Stelle, wo ich reingrätsche und diesen Führungskräften auch vermittle, wie sie da bei sich selbst auch genauer nachfragen können. Denn was Florian eben gesagt hat, ist ganz wichtig. Unser Gehirn arbeitet eben sehr gerne mit inneren Bildern, mit Vorstellungen von der Zukunft. Du stellst dir deine Zukunft irgendwie vor. Wir können das für diesen Podcast jetzt mal ganz simpel machen. Wir nehmen den in der Vorweihnachtszeit auf und jeder da draußen hat vermutlich eine mehr oder minder genaue Vorstellung davon, was er oder sie am Heiligabend dieses Jahr machen wird. Also wir haben Bilder davon im Kopf. Du siehst vielleicht, wenn du es jetzt schon weißt, die Menschen, mit denen du Heiligabend verbringen wirst oder vielleicht auch ganz kuschelig für dich und freust dich drauf und siehst dich, wie du irgendwo... Oder elektronisch fern verbunden mit Menschen. Ja, oder du siehst das Essen schon, wie es auf dem Tisch steht und du könntest uns wahrscheinlich sehr genau beschreiben, wie das ein Ideal wäre. Die Ideale ganz oder...
Der Lachs, die Gans und die Kunst, Entscheidungen zu treffen
Florian: So, das ist die erste Herausforderung. Weil manche Menschen jetzt im Coaching oder am Anfang von den Ausbildungen oder im normalen Alltag, wenn ich mit denen zu tun habe, manche sagen, ja dieses Jahr geht ja gar nicht ideal. Also ideal geht ja gar nicht dieses Jahr. Weil die Randbedingungen nicht vorbei sind. Also wir können halt bestimmte Sachen dieses Jahr nicht machen.
Miriam: Dieser Podcast, den nehmen wir Weihnachten 2020 auf. Ich sag's nur nochmal dazu, falls Leute den später hören.
Florian: Es gibt irgendwie so noch ein paar Randbedingungen jetzt.
Miriam: Und vielleicht ist es ja trotzdem möglich, es gibt ja vielleicht ein paar Dinge, die trotzdem ideal sein könnten. Also wenn wir sagen, dieses Jahr sind wir nicht zu 20, was wir sonst lieben. Also wir sind halt gern mit einer großen Horde am Feiern. Dieses Jahr sind wir viel weniger. Nur was wir in ideal hinbekommen, ist eben die Gans. Weil die ist unabhängig davon, die können wir schön irgendwo uns auswählen und können die entsprechend zubereiten oder der Baum ist ideal geschmückt.
Florian: Und da ist auch in dieser Metapher oder in diesem Beispiel ist auch was Lustiges drin, weil irgendjemand darf ja die Entscheidung treffen, wollen wir eine Gans oder eine Ente oder wollen wir eine Sau am Spieß oder wollen wir, was machen wir denn?
Miriam: Eine Sau am Spieß im Wohnzimmer, weil wir haben ja Platz dieses. Ich liebe dein Gehirn. Nein, das wollen wir nicht. Ich sag's nur schon mal.
Florian: Ah, auf dem Balkon. Oh nein. Florian wird sich wieder verhaltensauffällig. Was wollen wir? Also irgendjemand darf das ja mal entscheiden.
Miriam: Ja, stimmt.
Florian: Und für dein ideales Weihnachten, gute Nachrichten, die Person, die es entscheidet, bist du. Also tatsächlich. Und dann kommt der nächste Bullshit, den ich mit Führungskräften immer mal wieder habe. Ja, ist mir ja nicht wichtig. Hauptsache wir haben was zu essen, was Leckeres.
Miriam: So und dann kommen wir in ein Fahrwasser, wo auch bei mir, also da stellen sich bei mir die Nackenhaare. Florian und ich sind beide, wir sind beides Menschen, wir treffen Entscheidungen. Und wir haben Bilder dazu im Kopf und wir fühlen das, wir sehen das, was wir da planen. Wir haben sogar, wir könnten sogar schon riechen, wie diese Sau, ne wir wollen nicht mehr über die Sau am Spieß reden, weil das wird bei uns dann zu schnell Realität. Lass uns über den Lachs sprechen, der ist gesund. Also der Lachs, der da irgendwo im Ofen vor sich hin backt, der richtig leckere. So, dann... Also wir stellen uns vor, ich habe den lustigerweise im Ofen liegen, der ist bei mir nicht auf dem Tisch, wenn ich mir das vorstelle und ich rieche den Duft von frischen mediterranen Kräutern und wie der eingelegt und mariniert ist und wie sich so langsam diese knusprige Kruste auf dem Lachs bildet und so eine Salzkruste fände ich toll. So das kann ich mir alles sehr genau vorstellen, ich habe schon den Geschmack im Mund, wenn ich so darüber spreche. Damit arbeiten wir ja in das hinein, was unser Gehirn liebt, um Ziele überhaupt erreichen zu können. Nur wenn ich natürlich von vornherein sage, ja, also wenn Florian und ich noch damit rumkaspern würden, wer jetzt die Entscheidung trifft, wir können diese Bilder abgleichen und können dann, wer das schönere Bild hat, darf es entscheiden oder so. Ich weiß es nicht.
Florian: Ja, ist spannend, weil irgendjemand darf halt sagen oder sich ausmalen, wie es sein könnte. Wie wäre das denn in gut? Könnten wir das auch zusammen machen? Wir können das auch zusammen machen, klar. Nur irgendwie, also es ist sehr, ich empfinde es als sehr schwer in solchen Organisationen zu arbeiten, wenn alle nur sagen, naja, es soll halt gut sein. Weil gut kann ich mir in ganz unterschiedlichsten Varianten vorstellen. Ja, allerdings. Ich kann mir auch eine tolle Teamzusammenarbeit vorstellen, wo alle nur an ihrem Rechner sitzen und wir per Chatnachricht Aufgaben verteilen und die haben eigentlich nichts miteinander zu tun, nur rocken die Hütte durch. Und da würden viele sagen, ja, nee, das ist, also so stelle ich mir das nicht vor. Ja. In gut ist es drin. So, was ist denn das, was wir haben wollen? Wollen wir viel Interaktion haben? Glauben wir daran, dass es wichtig ist, dass Menschen miteinander zusammen was machen? Ich schon. Und dass es auch gut ist, wenn die sich mal austauschen, wenn die sich sehen, wenn die miteinander irgendwie zusammen auch was tun. Also an einer Arbeitsaufgabe auch mal zwei Leute dran sitzen, um entweder Wissen auszutauschen oder eben tolle Ideen zu generieren.
Miriam: Es gibt ja auch nichts Schöneres, als gemeinsam Erfolge zu feiern. Also ich bin, wenn wir so einen Meilenstein erreichen in unseren Unternehmungen, dann ist das erste, was ich tun möchte, wenn Florian gerade nicht körperlich zur Verfügung steht, dann möchte ich ihn mindestens anrufen und ihm am Telefon um den Hals fallen. Und am allerliebsten wäre es mir, wenn wir dann abends irgendwie losziehen, das geht im Moment nicht so gut, nur losziehen würden und würden uns ein tolles Essen gönnen und anstoßen mit irgendwas ganz leckerem. Wir sind ja nicht so Alkoholtrinker, nur es gibt ja auch tolle alkoholfreie Cocktails. Also sowas habe ich dann sofort in der Birne und bin schon fast über mein Ziel hinausgeschlittert mit meinen Gedanken. Also für, keine Ahnung, ich sende am 18.12. wieder bei HSE24 mit meiner Marke Miri. Sobald das vorbei ist, dieser Sendetag, und ich freue mich über die schönen Ergebnisse und die vielen Erlebnisse an dem Tag und die vielen Gesichter und heute, die ich wieder verwöhnen durfte, dann ist das Erste, was ich mache, mit Florian darüber feiern. Und ich sehe mich schon, wie ich abends im Hotelzimmer Florian anrufe und mich mit ihm zusammen freue. Das ist mein Zielbild.
Florian: und die Marke Miri ist auch wieder ein tolles Beispiel, weil wir könnten ja so viele verschiedene Dinge machen. Also wir könnten von einem Badezusatz bis Saunaöl oder so, ist alles drin. Zedernholzduft für die Sauna. Und was ist denn das, was wir jetzt machen? Irgendjemand darf ja und irgendjemand wirklich ganz plakativ, man braucht jemanden, der sagt, das gehört dazu und das gehört nicht dazu. Da wollen wir hin. So stelle ich mir die Marke in Zukunft vor. Das ist die, so sieht die Kundin aus oder das ist das, was wir machen möchten. Und Miri macht das ganz hervorragend.
Der Nordstern — ein Fixpunkt, an dem sich alles ausrichtet
Miriam: So und jetzt nochmal zurück zu unseren Führungskräften.
Florian: Genau.
Miriam: Ich bin ja noch nicht mal Führungskraft hier. Ich bin ja Angestellte.
Florian: Ich gehöre zum Team. Führung, das was wir im Deutschen unter einer disziplinarischen oder einer inhaltlichen Führung nennen. Manchmal geht es ja auch um sowas wie eine Expertenrolle oder andere Begriffe, die noch damit reinkommen können. Trotzdem hast du ja eine... Und dann eben der englische Begriff. Du leadest ja. Also du steckst eben ab. Du... steckst irgendeinen Vlog ein und sagst, da wollen wir hin.
Miriam: Es kann auch ein Etappenziel sein, sozusagen.
Florian: Es kann ein Etappenziel sein, es kann ein großes Ziel sein, idealerweise vielleicht sogar beides. Also dieses große, und das wird manchmal so belächelt auch, der Nordstern, an dem wir uns ausrichten und wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.
Miriam: Ich liebe es, wenn ich mir vorstelle, dass so ein Seemann auf so einem wunderschönen Schiff vorne, wie heißt das, wenn die ganz vorne an der Spitze von dem Schiff stehen, ich bin kein Seemann, wie ihr merkt. Es gibt ja Backbord, Steuerbord.
Florian: Das ist, ja, und Bug und Heck.
Miriam: Genau, also dann steht der am Bug und hat dieses Navigationswerkzeug in der Hand und es ist Nacht und über ihm sind Millionen von Sterne und auf dem Meer sind die so wunderschön zu sehen, so wie auch in den Bergen. Das ist so ein besonderer Zauber, also die ganze Milchstraße ist irgendwie wahrnehmbar. Und dann hat er diesen einen besonders hell leuchtenden Stern zwischen all den vielen wunderschönen, zauberhaften Sternen, von dem er weiß, dass das der richtungsweisende Stern ist. Und er ist umgeben von ganz vielen wunderschönen Möglichkeiten und das ist der, auf den wir uns geeinigt haben. Das ist der jetzt, für jetzt und hier wichtige Stern. Und dann richtet der sein Navigationswerkzeug, die sind ja auch so schick, diese zirkelartigen.
Florian: Meinst du ein Sechshand?
Miriam: Ein Sechshand, genau. Danke. Wunderschön. Guck mal, jetzt wird es Poesie. Nicht nachts. Wie kann er das nachts am Nordstern dann machen?
Florian: Der Nordstern steht immer im Norden bei uns.
Miriam: Super, da ist ja auch schon, der Name ist ja auch schon so. Und dann weiß der, da ist Norden und dann kann der sich in die richtige Richtung drehen und kann den, selbst wenn Norden im Rücken wäre und der nach Süden fahren würde, könnte er sich immer wieder vergewissern, dass der Nordstern da ist, wo er hingehört. Und als feste Größe da haben. Ich liebe dieses Bild und ich mag auch den Sextant noch dazu. Für mich ist das mit in dem Bild. Ob das jetzt funktioniert oder nicht, das habe ich in der Hand, das ist schick, das gehört sich irgendwie so. Das wäre mein Bild, was ich malen würde für dieses Gefühl, dass ich für mich haben möchte als Angestellte, wenn mein Chef mal oder wenn der Steuermann mal schlafen gehen möchte für eine Stunde, dann kann ich den vertreten.
Florian: Richte dich danach aus, dann passt alles.
Miriam: Genau. Und dann kann ich mich an den Bug stellen und kann mich ausrichten. Ich finde das ein wunderschönes Bild. Da kann jeder sein eigenes für machen. Manche mögen das auch lieber in den Bergen oder auf so verschlungenen Pfaden. Es gibt ja auch Menschen, die können sich im Dschungel zurechtfinden, die haben auch solche Werkzeuge.
Florian: Weil wir brauchen dieses, wir brauchen irgendwie einen Fixpunkt, um zu entscheiden, die nächste, von den ganzen Sachen, die wir machen können, welche tun wir denn jetzt? Ist eine Aktion, ist irgendwas nützlich oder nicht? Hat was damit zu tun, gemessen an unserem Nordstern? Also ein neues Teammitglied kommt dazu, sagt, ach, in meiner letzten Firma habe ich schon eine Erfahrung gemacht, dieses morgendliche Treffen ist total Blödsinn. Wir ersetzen das einfach durch E-Mails. Das hat bei mir viel besser funktioniert. Das ist ja ein Vorschlag, mit dem wir was tun könnten. So, woran messen wir denn jetzt, ob das ein nützlicher Vorschlag ist oder nicht? Naja, an unserem Nordstern, wo wir sagen, hey, wir möchten hier doch alle irgendwie sehr lebhaft zusammen sein und uns morgens irgendwie zusammentreffen und einen tollen gemeinsamen Plan für den Tag machen. Zahlt es da drauf ein? Ne, tut es nicht. Also es ist nicht nützlich in dem Sinne.
Miriam: Es hilft uns Entscheidungen zu treffen, einen Nordstern zu haben. Weil der Abgleich damit ist eben, gerade wenn es mal Schwierigkeiten gibt, wenn alles läuft, ist es ja kein Thema. Das ist auch in der Familie so, das ist auch für Weihnachten so. Nur wenn alles läuft, brauchen wir es nicht. Wenn es Schwierigkeiten gibt, wenn wir uns fragen, ob wir noch in der richtigen Richtung unterwegs sind, wenn wir uns nicht mehr ganz sicher fühlen, wenn es plötzlich zwei neue Optionen gäbe, dann abgleichen zu können, passt das zu dem Lachs oder der Gans oder meinetwegen auch der Sau am Spieß auf dem Balkon, was wir da jetzt gerade tun. Und ich glaube, das ist das, was eben diese Menschen in ihrem Kopf, das ist ja selbstverständlich, das ist ein Programm, was immer mitläuft. Die Führungskräfte, denen ich gerne folge. Ich folge Florian gerne. Manchmal wehre ich mich erst so ein bisschen, das hat was mit meinem Naturell zu tun. Grundsätzlich vertraue ich Florian unfassbar und traue ihm sehr viel zu und ich merke den Abgleich zum Nordstern immer mal wieder. Und damit holt Florian mich endlos ab. Florian und ich haben eine große Mission, so eine Art C-Ziel. und es ist uns beiden glaube ich nicht wirklich klar, wann wir es erreichen, ob da jemals was draus wird, nur der Gedanke daran ist tröstlich und sobald Florian den auspackt, bin ich unfassbar motiviert, am Start, nehme neue Dinge an, neue Abläufe, weil das zu wichtig scheint, über was wir da gerade sprechen, um jetzt irgendwie Kokolores zu machen. Es geht ja darum, dass du dein Weihnachtsfest genießt. Egal jetzt unter welchen äußeren Umständen, dass es für dich so schön wie möglich ist. Und genauso sehe ich das in der Firma auch. Und wenn das schöne Weihnachtsfest mit viel Harmonie und Freude und Leckeressen und einem netten Kontakt oder auch mal ganz still, was dir gut tut, was tut dir denn gut? Dass das im Vordergrund steht und wir all unsere Entscheidungen, die wir jetzt im Vorfeld treffen, darauf abgleichen.
Florian: Darauf immer überlegen.
Miriam: Immer darauf überlegen.
Florian: Also vielleicht ist ja ein großes Familienziel, wenn wir in der Ebene sind, könnte sowas sein, wie eine Tradition aufrechtzuerhalten. Und dass wir sagen, wir möchten bestimmte Traditionen in unserer Familie, die vielleicht schon lange vererbt wurden, auch aufrechterhalten und weiter pflegen. Und dann wäre es eben nichts, dass wir sagen, naja, wir schwanken jetzt von dem traditionellen Lachs zu einem sauren Spieß. Dann fällt diese Idee einfach durch.
Miriam: Das hilft uns, der Abgleich. Oder wenn wir eben mit diesen immer gleichen 20 Menschen am Fest Kontakt haben möchten, dann wäre vielleicht wirklich so ein Open Zoom an dem Abend eine gute Idee.
Florian: Videoanruf, wo wir alle gemeinsam sein können und uns zumindest sehen und hören.
Miriam: Zusammen was singen, was weiß ich, wenn das Ziel wäre, die Tradition aufrecht zu erhalten. Ja, mega. Guck mal, wie cool das funktioniert.
Kopf aus dem Panzer — was Leadership konkret bedeutet
Florian: Und das ist die Aufgabe. Das ist eben Führung. Wenn wir sagen würden, ja, Management lassen wir raus, also dieses Steuern von irgendwelchen Sachverhalten lassen wir erstmal raus. Nur was ist dann Leadership? solche Bilder aufzuwerfen, auch Entscheidungen zu treffen, zu sagen, das ist, also vielleicht auch mal mit dem Kopf aus dem Schildkrötenpanzer rauszukommen, bei der einen oder anderen Person zu sagen, ich reg mal meinen Kopf raus und ich sag, meine Vorstellung ist, dass das so aussieht, dass wir in zwei Jahren oder in drei Jahren, dass wir in dieser Art zusammenarbeiten oder zu Hause eben, dass wir zusammenleben. Wir haben sowas auch für die Kinder und für unsere Familie. Wie soll das ablaufen?
Miriam: Und schön, das dort zu üben.
Florian: Ich hätte jetzt beinahe gesagt, es ist viel einfacher. Ja, vorsichtig. Es ist anders.
Miriam: Es fühlt sich für sich einfach anders an.
Florian: Anders und gleicher.
Miriam: Anders und vielleicht auch gleich, wie es bei dir. Ja, mega. Da haben wir ja jetzt mal zwei Dinge zusammengeschoben, von denen wir selber nicht gedacht hätten, dass uns das gelingt.
Florian: Ja, den Podcast können wir durchaus auf beiden unseren Podcast-Plattformen veröffentlichen. Kontextagil, die Unternehmensberatung, die Miriam und ich ja auch noch zusammen machen und eben auch kontext*denken.
Miriam: Voll gut. Siehste, haben wir gleich wieder Arbeit gespart. Ihr Lieben, ihr merkt, wir steuern auch so ein bisschen auf unsere Weihnachtspause zu. Es gibt nochmal ein Facebook Live diese Woche, das letzte vor Weihnachten, das letzte klassische Facebook Live, bevor wir in eine fast dreiwöchige Pause abhuschen. Das heißt, komm gerne in unsere Facebook-Gruppe NLP Training at Home, da kannst du kostenlos beitreten.
Florian: Egal ob, also auch wenn du den Podcast später hörst, wir sind einmal in der Woche live mit einem Podcast.
Miriam: Da kannst du dich für anmelden.
Florian: Das ist die erste Grundlage dafür.
Miriam: Viele unterschätzen das total.
Florian: Um zu wissen, wo stehen wir, also Positionierung.
Miriam: Wer bist du? Und was unterscheidet dich?
Florian: Da sind wir genau in diesem Thema drin.
Miriam: Ihr Wundervollen, vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank fürs Dabeisein. Genießt die ruhige Zeit und Florian und ich machen zwischendurch ein bisschen Remediami für euch. Das können wir. Das stimmt. Okay.
Florian: Bis nächste Woche. Bis nächste Woche oder auf Facebook. Tschüss.
Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.