NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 179

Vorwurfs-Podcast: NLP ist ein Dinosaurier!

Was soll das denn jetzt? Kritik!? An unserer Berufung?!

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In dieser Folge

Darum geht es

Was soll das denn jetzt? Kritik!? An unserer Berufung?! Na, da fühlt sich Miri doch direkt mal beleidigt. Wie kann ein Mensch da draußen so eine Behauptung aufstellen? Eine Methode, die so gut funktioniert wie das NLP als old-school und historisch hinfällig zu deklarieren – das grenzt an Majestätsbeleidigung. Und die Äußerung einer Facebook-Userin wirft noch ganz andere NLP-Fragen auf: Ist Weihnachten denn auch „ein Dinosaurier“ zwischenmenschlicher Feiereien? Und könnte so ein altes Flaggschiff nicht einfach abgeschafft und durch ein zeitgemäßeres Fest ersetzt werden? Unter Berücksichtigung der vielen Kirchenaustritte ist das ja nicht ganz von der Hand zu weisen. Florian wirft bei dieser Gelegenheit noch ganz andere Modernitätsansätze in die kommunikative Waagschale. Vielleicht sollten wir generell über Rhetorik, Gewaltfreie Kommunikation oder Facilitation ein letztes Gebet sprechen und diese qua digitaler Schnelligkeit wirklich sehr in die Jahre gekommenen Technologien einfach in die ewigen Jagdgründe ziehen lassen. NICHT MIT MIR(I), lautet die Devise, die ihr so liebgewonnenes NLP nicht einfach so als unzeitgemäß deklariert sehen möchte. Was werden die beiden NLP-Podcast-Gehirne in dieser Folge tun? Sich verteidigen? Miri meint: JAWOLL! Und salutiert schon mal. Miriam und Florian gehen der Frage nach, ob NLP als Kommunikationsmodell aus den 70ern heute noch zeitgemäß ist – und ziehen dabei Vergleiche zu Rhetorik, gewaltfreier Kommunikation, dem Handwerk und der doppelten Buchführung, die es schon vor Jahrhunderten gab. Es geht um Richard Bandler und John Grinder, um NLP als lebendes Modell, das sich weiterentwickelt, um Embodiment und darum, wie aus alten Erkenntnissen durch Digitalisierung und neue Studien Neues entsteht. Wenn du dich fragst, ob eine NLP-Practitioner-Ausbildung noch sinnvoll ist oder was NLP von reiner Theorie unterscheidet, findest du hier ein Gespräch über Werkzeugkasten, Praxis und Ziele. Und die Einladung, uns deine eigene Meinung zu NLP zu schreiben.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Der Vorwurf von Facebook
  2. Aus den 70ern — und trotzdem noch da
  3. Weihnachten, Rhetorik und die alten Griechen
  4. Buchhaltung, Waschbrett und höhere Standards
  5. NLP als lebendes Modell und Handwerk
  6. Auf den Schultern von Giganten weiterschauen

Eine Facebook-Userin schreibt euch, dass ihr da einen ganz schönen Dinosaurier durch die Dörfer treibt: NLP sei veraltet, Technologie aus den 70ern, längst überholt. Miri fühlt sich an der Krone gekratzt und will das nicht auf sich sitzen lassen. Florian nimmt den Vorwurf ernst und fragt zurück: Wieso überhaupt etwas benutzen, dessen erste Bücher Jahrzehnte alt sind? Von Weihnachten über doppelte Buchführung im 13. Jahrhundert bis zu den alten Griechen — die beiden drehen die Frage nach Alter und Modernität einmal komplett durch.

Der Vorwurf von Facebook

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Es gab einen Vorwurf.

Florian: Einen Vorwurf? Ja. Was denn für einen Vorwurf?

Miriam: Auf Facebook.

Florian: Du liest damit.

Miriam: Ja, ich habe da eine Seite.

Florian: Wir haben da sogar mehrere Seiten.

Miriam: Ich bin da mindestens zweimal am Tag unterwegs.

Florian: Ich bin einmal die Woche auf Facebook.

Miriam: Ich weiß, wenn überhaupt. Und nur, wenn ich dich darauf aufmerksam mache.

Florian: Ja.

Miriam: Ja, da gab es einen Vorwurf an.

Florian: Einen Vorwurf? An uns. An uns beide? Ja wohl. Was haben wir denn mit irgendwas zu tun?

Miriam: Also ich empfand es schon als krasser. Ja?

Florian: Ja. So, was war denn der Vorwurf?

Miriam: Der Vorwurf war, dass wir da einen ganz schönen Dinosaurier durch die Dörfer treiben.

Florian: Was? Wer ist denn von uns beiden der Dinosaurier?

Miriam: Nein, dass wir beide zusammen einen Dinosaurier durch die Dörfer treiben. Als Trainer, als NLP-Trainer. Weil wir Menschen trainieren? Nein, nein.

Florian: Weil wir noch nicht umgestellt haben auf Online-Trainingsprogramme und sowas?

Miriam: Nein, es geht um das NLP selbst, dass das veraltet ist.

Florian: Dass NLP veraltet ist? Ja. Ja, das stimmt, das ist Technologie aus den 70ern.

Miriam: Echt?

Florian: Ja, da wurde es... Formalisiert würde ich mal sagen, da sind die ersten Bücher erschienen und da wurde viel geforscht und viel getan. Und seitdem wird ja auch viel geforscht und viel getan. Also forschen im Sinne von Menschen probieren sehr viele Dinge aus und finden neue Wege, um Ziele zu erreichen.

Miriam: Was war der Vorwurf jetzt da drin? Dass wir dadurch, dass wir NLP dozieren oder trainieren, dass wir dadurch so ein bisschen in den 80ern hängen geblieben sind, was Kommunikationsmodelle angeht. Wobei, ich mag ja die 80er. Ich finde ja die 80er ganz cool. Also so Whitney Houston und ich bin ja Fan. Ich bin ja ein Kind der 80er. Ich kenne ja viel da. Deshalb, ja... Ja, und ich könnte sagen, früher hätte es mich empfindlich getroffen. Und diesmal habe ich natürlich alles angewendet, was ich kann, um meine Emotionen stabil zu haben.

Florian: Also bist du dann direkt ins Re-Blaming gegangen? Ins Re-Blaming? Ja, so was wäre denn moderner, was auch gut funktioniert? Das finde ich ja tatsächlich eine spannende Frage.

Miriam: Also ich könnte da die Prinzessinnummer auspacken. Ja. Weil da kratzt jemand an meinem Lieblingsmodell rum. Und wer mich kennt, weiß, ich mag von außen gern positive Impulse.

Florian: So, das heißt, wir machen jetzt einen ganzen Podcast, in dem wir uns rechtfertigen und in dem wir das... Ja, mach mal.

Miriam: Ich finde, es tut Not. Ja.

Florian: Wozu denn?

Miriam: Ich will das nicht so auf mir sitzen lassen.

Aus den 70ern — und trotzdem noch da

Florian: Also es stimmt ja, es wurde in den 70ern, sind die ersten Bücher rausgekommen.

Miriam: Ja und nur deshalb ist es nicht mehr gut, oder was? In den 70ern ist eine Menge gemacht worden und es ist bis heute noch da.

Florian: Also wenn ich mir überlege, was die ersten NLP-Seminare waren.

Miriam: Ich wurde in den 70ern gemacht und bin heute noch da. Und jetzt?

Florian: Wenn ich mir so überlege, was in den Robbins-Büchern drinsteht oder in den alten Büchern von Richard oder in den alten Büchern, die so aus dieser Zeit heraus sind, so NLP 1 und so.

Miriam: Es gibt NLP 1?

Florian: Es gibt ein NLP 1 Buch, ja. Es gibt auch ein NLP 2 Buch, nur da ist dann Richard Bandler nicht mehr mit Co-Autor.

Miriam: Ist das die Magie der Sprache?

Florian: Nein, das war ein Stückchen später.

Miriam: Ui.

Florian: Genau, da ist zum Beispiel die, falls du dich als fortgeschrittener Zuhörer dieses Podcasts, also NLP-fortgeschrittener, ich finde die Erklärung von Strategien und von der Strategiezerlegung und der Strategiennotation ist in diesem Buch sehr gut gelungen. Nur das ist ein uraltes Buch, also es ist glaube ich fast so alt wie ich.

Miriam: Du bist uralt auch schon. Meine Güte, wie messen wir denn?

Florian: Für ein Buch, das ich habe, ist es tatsächlich relativ alt.

Miriam: Also will ich jetzt alles verdammen, was schon was älter ist? Einfach nur, weil es älter ist? Logisch.

Florian: In Zeiten von TikTok und Snapchat ist schon out, oder? TikTok. Keine Ahnung.

Miriam: Ich weiß es auch nicht.

Florian: Unsere beiden Kids rennen mit TikTok rum.

Miriam: Wir treiben doch einen Dinosaurier durch die...

Florian: Wir hatten jetzt einen jungen Teilnehmer in unserem NLP-Basics-Seminar, der kam mit einer 9-Gag-Jacke. Da kenne ich das Logo zumindest. Und ab und zu schaue ich da auf die Plattform. So komische, da werden so Meme gemacht. So virale, kleine Videoclips und Sachen, die für Innenleute sind.

Miriam: So, jetzt alle Hörer sofort an den Computer.

Florian: Um Gottes Willen.

Miriam: Nein, Gag. So witzig finde ich es jetzt auch nicht. Ich finde überhaupt dieses ganze Thema nicht witzig.

Florian: Weil an diesem wichtigen Ding gekratzt wurde.

Miriam: Ja, wie ist es denn, wenn irgendwo einer an der Krone kratzt, die jemand trägt? Anders gefragt, wenn ich das so sehr liebe, sonst wäre ich auch nicht Trainerin da geworden, wenn ich das so sehr liebe und jemand kommt dann von außen und sagt, nein, nein, nein, das ist schon ganz schön alt, was soll ich denn da, also wie ist denn das mit anderen Sachen, was mit Weihnachten?

Weihnachten, Rhetorik und die alten Griechen

Florian: Weihnachten ist wahrscheinlich, zumindest von der Zeit her, auf Rituale zurückzuführen, die deutlich älter sind als alles, was es sonst so gibt.

Miriam: So lassen wir es deshalb? Also feiern wir deshalb nicht mehr Weihnachten, weil es schon so alt ist?

Florian: Und es wurde ja neu gemacht, dieser Coca-Cola-Weihnachtsmann, das ist ja das, was dazu geführt hat, oder Coca-Cola hat ja viel gebrandet, was Weihnachten angeht. Das stimmt. Und auch unsere Konsumkultur hat ja dazu geführt, dass in den letzten Jahren offensichtlich mehr Pakete verschenkt werden oder mehr Sachen verschenkt werden. Also wenn ich meinen Vater so höre, was der geschenkt bekommen hat zu Weihnachten, dann war es kurz nach dem Krieg, da ging es anders zu.

Miriam: Das stimmt und ich mag auch gern viele Geschenke.

Florian: Also manchmal ändern sich ja Dinge und manche Dinge bleiben eben gleich. Die gleiche Argumentationskette könnte man ja auch für sowas verwenden wie zu sagen, diese Worte, also diese Sprache, die ihr da verwendet, wisst ihr seit wann Menschen sprechen?

Miriam: Das stimmt.

Florian: Wenn man ein Rhetoriktraining macht, am Ende liest man noch alte Griechen, oder?

Miriam: Wenn man ein Rhetoriktraining macht, liest man. Wer ist denn Mann?

Florian: Menschen, die ein Rhetoriktraining machen. Da gibt es bestimmt Rückbezüge zu den alten Griechen. Weißt du, wie lange die schon tot sind?

Miriam: Ja, wir brauchen nur aufs Handwerk schauen. Also wenn jemand ganz neu jetzt ein Handwerk lernt, wenn er Tischler wird oder Maurer oder Friseur, dann gibt es da ja auch Techniken, die einfach schon sehr alt sind, also die einfach so Urgrundtechniken darstellen.

Florian: So ein Rad, um Lasten zu bewegen.

Miriam: Zum Beispiel, oder eben beim Friseur, ich bin keine Friseurmeisterin, nur so ein Bob ist ja jetzt auch keine Erfindung von gestern. Nur die Friseure lernen den natürlich zu schneiden und der wird ja auch immer wieder modern oder ist immer modern und wird auch immer getragen. Ich kannte noch keine Epoche, nicht mal die 80er, wo kein Bob getragen wurde und von daher ist es ja auch, ist es ja okay, dass der, also. Finde ich. Dass der weiter geschnitten wird. Und dass die angehenden Friseure das auch lernen. Und es gibt neue Techniken, es gibt neue Färbetechniken jedes Jahr, es gibt auch ganz neue Farben, es gibt neue Trends, es gibt jedes Jahr einen anderen Trend. Dieses Jahr ist die Pantone-Farbe übrigens blau in der Mode.

Florian: Echt? Ja, mal was Neues. Es gibt bestimmt ganz viele verschiedene Blau-Pantone-Farben. Welche Farben-Nummer ist denn die?

Miriam: Nein, nein, nein, es gibt jedes Jahr eine Mode-Pantone-Farbe, die wird ausgerufen, die gilt dann für das ganze Jahr und ganz viele Designer benutzen genau dieses Blau,

Florian: in ihren Kollektionen. Das heißt, es ist ein besonderes Blau.

Miriam: Es ist ein besonderes Blau, also es ist kein besonderes Blau, weil ein Kollege von mir hat es mir gezeigt, es ist wirklich einfach nur ein strahlend Blau.

Florian: Was ist denn ein strahlend Blau genau?

Miriam: Ein Mittelblau, es ist kein Royalblau, es ist kein Hellblau.

Florian: Okay, wenn du Mittelblau sagst, was meinst du denn dann mit Mittelblau? Würdest du uns bitte ein Beispiel schenken für Mittelblau?

Miriam: Mittelblau ist zum Beispiel Nivea.

Florian: Eine Nivea-Dose? So eine alte Nivea-Dose?

Miriam: Ja, das Blau. Jetzt ist dieses Jahr ganz neu, fresh.

Florian: Okay.

Miriam: Jetzt ist nichts Neues. Das ist ein Blau, das es schon immer gibt.

Florian: Wir könnten jetzt sagen, es ist ein Blau. Ja, es ist Blau. Oder wir könnten sagen, naja, es ist kein Rot oder kein Grün, sondern es ist ein Blau.

Miriam: Und manche werden sich fragen, was soll diese Podcast-Folge? Auf was wollt ihr denn raus? Ich möchte gerne NLP verteidigen. Ich möchte eine Lanze brechen für Richard Bandler und John Grinder, die Ende der 60er, Anfang der 70er etwas Tolles entwickelt haben. Und ja, ich möchte sagen, sie haben es entwickelt aus Mechanismen und Modellen in der Kommunikation, die es schon viel länger gab. Es ist nicht, es ist noch älter ist es. Es ist ein Modell, das sich stützt auf Erkenntnisse Anfang des vergangenen Jahrhunderts.

Florian: Aus der Argumentationskette heraus könnten wir ja sagen, naja, wieso dann überhaupt irgendwas Neues nehmen, ne? Also warum nicht hier Marc Aurel lesen und sagen, das ist das, was wir jetzt hier, wir brauchen auch gar keine Bücher mehr danach. Weil sowieso alles schon da gewesen.

Miriam: Das stimmt.

Florian: Und jetzt? Also dann gucken wir doch einfach, was vor NLP war. Und das Erste, was wir tun sollten, wäre, uns damit zu beschäftigen, was jemand vor 3000 Jahren geschrieben hat oder gesagt hat oder zumindest das, was davon überliefert ist.

Miriam: So und das ist doch die Modernität an der Sache, dass jemand herkommt und macht Dinge leichter. Verständnis für Sprache, das Untersuchen von Sprache, das genaue Hinhören, das genaue Hinsehen, das Wahrnehmen von grammatikalischen Regeln oder auch nicht, ist schon viel, viel älter.

Buchhaltung, Waschbrett und höhere Standards

Miriam: Jetzt ist es ja, wir haben zum Beispiel, als wir diesen Podcast geplant haben, hatten wir ganz kurz das Thema Buchhaltung. Florian meinte... Das ist ja jetzt, wenn wir Buchhaltung nehmen, zum Beispiel Buchhaltung hat sich ja radikal verändert in den letzten Jahren und ich habe gesagt, nein, hat es nicht.

Florian: Ja, alleine aufgrund der Digitalisierung ist doch alles anders geworden.

Miriam: Aufgrund der Digitalisierung gehen viele Prozesse schneller und ich brauche nicht mehr so viele Menschen. Weil früher bedeutete Buchhaltung, dass ein ganzer Saal voller Buchhalter saß, die mit diesen hochgekrempelten Ärmeln und diesen Bändchen drum, damit die Ärmel nie runterrutschen, die haben den ganzen Tag Zahlen abgeschrieben bei großen Unternehmen.

Florian: Weißt du, dass ich da einen tollen Artikel drüber gelesen habe in der letzten Zeit? Manche Menschen haben ja das Gefühl, dass alles irgendwie viel einfacher ist als vor vielen Jahren, nur sie haben nicht mehr freie Zeit als vor vielen Jahren. Also die typische Hausfrau vor Anfang des 20. Jahrhunderts hat ungefähr so viel Zeit in Hausarbeit investiert wie eine Hausfrau jetzt. Nur, damals hat Wäschewaschen, Kochen und alles viel länger gedauert, weil eben ein Holzofen anzuheizen war oder eine Holzküche anzuheizen war, Wäschewaschen am Fluss mit Waschbrett war und so. Wo ist denn dann die... Diese ganze Innovation und all das, wo ist das dann hin? Lohnt sich das überhaupt? Und eine ganz spannende Erkenntnis in dem Artikel war, dass die Standards auch nach oben gehen. Also dass es ganz üblich war Anfang des 20. Jahrhunderts, dass einmal in der Woche sich jemand neue Kleidung angezogen hat. Das war einfach so. Also hat man einmal in der Woche Kleidung gewechselt. Wir können jetzt jeden Tag waschen, wir können irgendwie automatisch spülen lassen oder all diesen Errungenschaften der Technik ist der Standard auch nach oben gegangen. Mit dem Staubsauger ist eben auch das, was früher ein Frühjahrsputz war, ist jetzt vielleicht ein Jede-Woche-Putz und Frühjahrsputz ist nochmal was Größeres geworden. Also wir können ja mit der einen oder anderen Technologie dann sozusagen dazu führen, dass wir auf einen höheren Standard drauf kommen.

Miriam: Wird jetzt jeden Tag Buchhaltung gemacht?

Florian: Ja, zum Beispiel. Weil es schneller geht. Oder wir können einfach mit 10.000 Rechnungen im Jahr umgehen, statt nur mit 300. Oder wir brauchen nur eine Person, die es macht. Ja. Und dann das Spannende eben, Buchhaltung, doppelte Buchführung gab es schon.

Miriam: Im 13. Jahrhundert. So lustig, ich habe so gelacht, wirklich. Doppelte Buchführung im 13. Jahrhundert. Buchhaltung per se, also wirklich mit Jahresabschluss und so weiter.

Florian: 800. Ja. Nachgewiesen.

Miriam: Ja, nach Christus.

Florian: Und dann eben auch diese komischen, diese irdenen, im Englischen wäre es Tablet, im Deutschen ist es, diese irdenen Bezeichnungen, wo reingekratzt wurde, wie viel Papyrusrollen, wie viel Tonkrüge, wie viel Buschelweizen ausgeliefert wurden, schon vor 3000 vor Christus.

Miriam: Guck mal, Florian war dann entsetzt, das gibt's doch nicht.

Florian: Was hat denn dann unsere moderne Zeit, was bringt die uns denn dann, außer TikTok und Snapchat und Facebook und, also bringt uns das überhaupt was oder sollten wir uns nicht zurückbesinnen auf unsere alten Werte?

Miriam: Tja, das ist die Frage, ne? Also wir stellen gerade unser ganzes Leben in Frage, habe ich das Gefühl mit diesem Podcast. So ausufernd wollte ich gar nicht werden.

Florian: Ich finde die Frage tatsächlich spannend. Wieso eine Technologie aus den 80ern nehmen? Naja, weil jede oder eine Technologie, wo die ersten Anfänge in den 60er, 70er, 80er Jahren waren. Weil die ersten, oder mit dem Argument könnte man ja fast alles auf irgendwie die alten Meister reduzieren und sagen, naja, das Handwerk, wir brauchen auch nichts Neues zu entwickeln. Damit bringen wir, glaube ich, keine Menschen auf den Mond mit diesem Ansatz. Oder wir bringen jetzt das, was Elon Musk plant, diese große Vision von, dass wir Menschen auf den Mars bringen und einen zweiten Planeten finden zum Leben oder eben eine Möglichkeit finden, auszuweichen ins Weltall. Das sind ja große Visionen, die viele Leute vorantreiben oder was Miriam so gerne zitiert, wieso sollte man den Mount Everest besteigen? Weil das sind ja dann immer wieder Erkenntnisse, wo wir versuchen, was zu finden, was neu ist. Und wo jemand sagen könnte, warum da raufkrabbeln? Also irgendjemand hat es schon mal gemacht. Reicht auch, oder?

NLP als lebendes Modell und Handwerk

Miriam: Sehr, sehr spannend. Da sehen wir, dass sich immer dann, wenn es um Kommunikation geht, aus meiner Sicht, ganz schnell auch so eine Art Weltbild oder so eine Art Philosophie formiert. Weil wir damit ja auch die Welt beschreiben, die wir individuell wahrhaben möchten. Und wenn mein Schaffensschwerpunkt in meiner Welt oder wenn meine Berufung, die ich wahrnehme, eben darin besteht, mir und anderen eine Sprache deutlicher auf den Schirm zu bringen, eine Sprache präziser zu drehen, das Leben nochmal zu vereinfachen, dadurch, dass noch mehr Möglichkeiten bestehen in der Kommunikation, im Verhandeln, in der Interaktion, in der Welt, die wir uns geschaffen haben hier, dann ist das ja erstmal grundsätzlich etwas Gutes. Und wenn ich dafür Konzepte habe, die funktionieren, dann ist das prima. Nehme ich vielleicht Technologien, die es schon länger gibt, wir sprechen von NLP als Technologie und in meiner Welt ist es immer noch ein Kommunikationsmodell, nehmen wir also solches Wissen oder solche Techniken, nehmen wir die einfach mit durch die Jahrzehnte und entwickeln sie allein dadurch weiter, dass wir uns weiterentwickeln, dass wir zum Beispiel auch über andere Themen sprechen als noch vor 30 oder 40 Jahren und die Art und Weise, wie eine Sprache eingesetzt wird, passt sich dem an? Automatisch? Weil uns heute zum Beispiel TikTok interessieren würde, vielleicht? Oder weil wir es super finden, dass wir skypen können, dass wir telefonieren mit Bild über Kontinente hinweg und es kostet nicht mal was? Und das bedeutet auch, dass Kommunikation viel weiter um sich greift. Wir sind nicht mehr begrenzt auf eine kleine Menge Menschen, sondern wir können über YouTube jederzeit eine große Menge Menschen ansprechen.

Florian: Wir haben ja die Beziehungskiste mal aufgenommen. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her. Ja.

Miriam: Und es gibt einige Folgen auf YouTube von uns.

Florian: Und die View-Zahlen gehen weiter nach oben. Und insofern bildet sich natürlich auch so eine Bibliothek an mehr Wissen, das konsumierbar ist oder das Menschen verwenden können, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Und wo es dann auch neue Erklärungen gibt oder neue Dinge, die eben zu erforschen sind.

Miriam: Das heißt ja, auf der einen Seite haben sich unsere Sprachgewohnheiten verändert, unser Sprachradius hat sich verändert, auf der anderen Seite ist es immer noch Sprache. Also wir kommen nicht umhin.

Florian: So wie eben Rhetorik.

Miriam: Sowie Rhetorik, genau. Oder auch andere Kommunikationsmodelle, die gelehrt werden. Ein klassisches Rhetoriktraining. Es gibt auch gewaltfreie Kommunikation. Also es gibt ganz viele verschiedene Ansätze, mit Sprache umzugehen und Sprache zu verwenden. Und wenn ich mir dann anschaue, wie sich so der ein oder andere sehr erfolgreiche Mensch auf YouTube einfach irgendwie vor die Kamera flirzt und eben frei nach Schnauze schwätzt und es funktioniert, dann könnte ich mich natürlich hinterfragen, braucht der dann ein NLP, um noch erfolgreicher zu sein? Vielleicht würde es noch witziger, das weiß ich nicht. Das wäre jetzt meine Annahme als Trainer. Und ist dann NLP eine unzeitgemäße Methode, um Zeitgemäßes zu erzeugen?

Florian: Also wenn ich die ursprünglichen Bücher nochmal mir in Erinnerung rufe, die über NLP geschrieben wurden, dann haben die tatsächlich auch relativ wenig mit dem zu tun, was heute in einem NLP-Training zum Beispiel auch bei Richard eben gelehrt wird oder was wir auch im NLP-Training haben. Manche Modelle, manche Formate sind komplett rausgefallen. Dafür gibt es andere, die reingekommen sind. Der Fokus hat sich ein bisschen verändert. Es ist zum Teil eben auch sehr viel mehr auch offen von Milton. Also Hypnose, Trance-Modelle und die Veränderungen, die dort eben möglich sind. Es geht sehr viel mehr darum, auch mehr Spaß zu haben oder Freude zu erfinden. Das war früher versteckt drin, das ist jetzt sehr viel offener drin. Und insofern hat sich auch in dem Modell sehr viel verändert in den letzten Jahren. Und die Empfehlung ist auch daher, erstmal die modernen Bücher vielleicht zu lesen und zu gucken, was ist denn State of the Art im Moment, um dann in die Historie reinzuschauen und von dort eben rauszufinden, wie war es denn früher mal? Insofern gibt es, das ist ja ein lebendes Modell und das ist das, was ich dann spannend finde an NLP, dass es ja sehr darum geht, welches Ziel haben wir, wo sind wir gerade, wir tun was, machen wir einen kleinen Schritt auf unser Ziel hin. Also, dass du dich damit beschäftigst, was hättest du denn gerne, was passiert? Und was ist denn was, was du jetzt tun kannst, um diesem Ziel ein Schrittchen näher zu kommen? Was kannst du denn tun, um dich ein bisschen besser zu fühlen? Ja. Das heißt, es ist schon ein bisschen was dran. Ich mag diesen Spruch ganz gerne. Wir sind wie Zwerge, die auf den Schultern von Giganten stehen. Den mag ich sehr. Und natürlich gibt es dann... Können wir weiterschauen, weil jemand vor uns was gemacht hat. Und natürlich fühlt sich wahrscheinlich jede Generation so, dass es irgendwie alles ganz neu sein sollte. Und diese Zeit ist ganz anders. Hast du dieses Bild schon mal gesehen, Miri? Manchmal wird ja verteufelt, wie sehr die Jugend jetzt in ihre Handys starrt. Und dann hat jemand ein Foto gemacht von... Jugendlichen, die an der Bushaltestelle stehen und jeder guckt so in sein Handy rein und hat daneben ein Bild gemacht von Leuten, die Anfang des 20. Jahrhunderts rumfotografiert wurden, wo jeder eine Zeitung vor der Straße und vor dem Ding. Also manche Sachen bleiben ja stabil über die Zeit hinweg, also manche menschliche Erfahrung bleibt stabil über die Zeit hinweg, dass es sich manchmal eben auch so anfühlt, als würde sich da draußen sehr viel verändern und manchmal eben auch so anfühlt, als würde sich vielleicht nicht genug verändern für den einen oder anderen.

Miriam: Ich finde die Frage auch okay. Und ich finde es schön, durch das NLP plötzlich anders auf solche Fragen reagieren zu können. Also das freut mich auch.

Florian: Ich mag die Frage auch sehr gerne. Viel Antrieb in unseren Seminaren ist ja dann auch, dass wir zum Beispiel auch Themen mit reinnehmen, sowas wie Embodiment, was ja aus der neueren Zeit erst kommt. Also wie das vielleicht was erklärt, was in der Theorie schon eine Weile drin ist. Dass es eben nicht so ist, dass wir diesen Körper nur haben, um den Kopf durch die Gegend zu schleppen, sondern dass das irgendwie alles zusammenhängt und dass wir nicht mehr in diesen Kommunikationsmodellen von Sender und Empfänger drin hängen, sondern tatsächlich das mehr wie ein Tanz wird und dann sind wir ja sehr bei Sachen, die auch im NLP schon drin sind.

Miriam: Ich mag es auch, dass das NLP im Moment so eine spannende Entwicklung hat von, und das findet so am Rande statt, bestimmte Dinge, die Richard Bandler und John Grinder in den 60er und 70er Jahren geahnt haben und dann durch eigene Feldstudien, durch eigene Praxiserfahrungen eben als Modell ausgeworfen haben, dass die jetzt erst durch neurologische Studien oder psychologische Experimente nachgewiesen werden als wahr. Und da ist Florian immer sehr am Markt. Das heißt, wenn es irgendwo eine Neuveröffentlichung gibt aus irgendeinem psychologischen Kontext, dann liegt die uns meistens recht schnell vor. Meistens nehme ich mir vor, einen Blogpost drüber zu schreiben und mache es nicht. Nur wir erfahren ja selbst, dass dieses... sich beschäftigen mit einem Thema immer dazu führt, dass es irgendwie weitergeht, dass eine medizinische Entwicklung auch immer weitergeht und dass wir trotzdem deswegen nicht den alten Erkenntnissen einen Vorwurf machen können, sondern dass eben einfach die wichtig waren, um jetzt wieder neue Dinge daraus zu schließen oder jetzt neue Möglichkeiten zu haben, aufgrund der Digitalisierung eben auch andere Dinge damit zu tun. Und ich mag die Annahme, mich da rein zu entspannen, dass sich das einfach gut anfühlt, was ich da mache.

Florian: Wir haben ja auch diesen Spruch nicht labern, praktizieren bei uns im Seminarraum hängen.

Miriam: Danke an einen ganz lieben Teilnehmer, der uns den geschenkt hat.

Florian: Und ich glaube, da ist NLP dann ein bisschen anders als die Schulfächer, die wir zum Teil gelernt haben oder als wir in der Schule gelernt haben. Weil wenn ich so zurückdenke, zum Beispiel an Chemie oder Physik, wo wir ja mit sehr vereinfachten Modellen von der Welt angefangen haben, so das erste Atommodell oder so, wo diese Kreise waren und Elektronen um so einen Atomkern rumschweben und dann damit was erklärt wurde oder man vielleicht am Anfang sogar noch gesagt hat, wir können da überhaupt nicht reinschauen, da gibt es eben so Atome, die sind in einer bestimmten Art und Weise. Und dann wurden wir über die Zeit hinweg immer detaillierter und kamen dann irgendwann zu Quantenphysik und zu was sind denn die Konsequenzen daraus. Damit können wir natürlich immer bessere Technologie bauen, nur auf der anderen Seite, was mir zum Teil gefehlt hat in der Schule, war diese Anwendung. Also was mache ich denn jetzt damit? Und wir legen bei uns in den NLP-Ausbildungen sehr viel Wert darauf, eine praktische Anwendung auch zu haben und wer dann Interesse hat, zu verstehen, was sind denn die Modelle dahinter, das gibt es dann in den fortgeschrittenen Kursen oder da gehen wir dann tiefer rein, was liegt denn unten drunter, wie ist denn die Wirkmechanik, um dann weitergehen zu können damit. Nur erstmal geht es darum, dass wir was damit tun können. Insofern ist es fast ein Handwerk.

Miriam: Das stimmt, das stimmt.

Florian: Da kommt ja auch ursprünglich dieses Practitioner her. Wir machen eine NLP-Lehre, das ist die NLP-Practitioner-Ausbildung, dann kann jemand was tun, dann ist er NLP-Geselle im Deutschen. Und dann gibt es eben die Meisterschule, wo es darum geht, wie funktioniert denn das eigentlich alles zusammen. Eine liebe Bekannte von uns, Friseurmeisterin, hat mir auch mal erzählt, wie viel Zeit sie dann verbracht hat in der Meisterschule mit Farben und Farbenlehre und wie verschiedene Chemikalien dann auf die Haare wirken und was dann wie, in welcher Kombination und wo die Herausforderungen sind. Plötzlich ist es nicht mehr nur ein, ich rühre irgendwie zwei Löffel davon und drei Löffel davon zusammen, weil es halt auf der Packung steht, sondern plötzlich ist es zu verstehen und dann sind eben auch bestimmte Zusammenhänge einfacher zu begreifen.

Miriam: Oder plötzlich setzt auch eine Kreativitätsmöglichkeit ein damit, etwas Neues daraus zu erschaffen aus diesem Wissen, etwas Eigenes daraus zu kreieren. Es ist super, damit schon zu arbeiten, weil wir einfach dadurch das schon viel mehr integrieren können. Und ich mag es, wenn wir zum einen dieses Geschichtliche, dieses Historische spüren, also dass da eben schon... sehr viele Generationen von Menschen an irgendwelchen Wissenschaften und Handwerken gearbeitet haben und die verbessert und verbessert und verbessert haben und wir jetzt in dem Augenblick, wo wir auf diesem Planeten sind und auf dieses ganze Wissen zugreifen können, viel einfacher als jemals zuvor. Dass wir so unendlich viele Möglichkeiten haben, Dinge auszuprobieren und neue Erkenntnisse für uns auch daraus zu gewinnen und etwas ganz Eigenes, etwas ganz Individuelles daraus zu kreieren. Am Ende des Tages ist ja jeder Mensch ein ganz individuelles Lebewesen, das sein Leben kreiert und seine Möglichkeiten. Und da bekomme ich schon wieder Gänsehaut, weil ich mich dann so verbunden fühle mit all dem, was da draußen ist und allem, was in mir drin ist. Welche Möglichkeiten ich eben als Menschlein hier habe und eine meiner großen Fähigkeiten ist eben, oder das was wir Menschen als große Fähigkeit haben, ist eine präzisere Kommunikation über ein Sprachsystem. Ein sehr ausgeklügeltes. Und cool, wirklich cool, dass diese Fragen kommen und dass auch Dinge in Frage gestellt werden und dass Menschen die Möglichkeit haben, sich dadurch selbst wieder mal zu hinterfragen. Und Florian und ich hatten auch die Möglichkeit oder haben die Möglichkeit, uns jeden Tag zu hinterfragen, wie modern sind wir damit? Wie zeitnah sind wir damit unterwegs? Welche Bedürfnisse im Jetzt befriedigen wir mit dem Wissen um dieses NLP?

Auf den Schultern von Giganten weiterschauen

Florian: Wir experimentieren zum Beispiel dann auch in verschiedenen Formaten mit, was können wir über Videogeschichten machen oder was können wir fernmündlich, hätte es vor Jahren geheißen, was können wir da machen, was ist das, was funktioniert, wie dürfen wir die Techniken dann anpassen. Wo ist dann der Fokus drauf? Wie können wir damit umgehen, wenn vielleicht eine visuelle Komponente nicht so da ist, weil das Video gerade verpixelt ist? Was wird dann wichtiger? Wie ist es dann mit den Sinnen? Was ist mit den Worten? Also da ist wirklich viel zu experimentieren in unserer neuen Welt. Und die Frage steht ja immer dahinter, was ist denn das Ziel? Also was ist das, was du erreichen möchtest, zum Beispiel eben auch mit NLP? Was hättest du gerne, wie sich deine Kommunikation verbessert? Und dann gibt es eben verschiedene Modelle, die das Ganze unterstützen. Und der Werkzeugkasten NLP hat sich zumindest für mich als sehr, sehr praktisch erwiesen. Und eben etwas, wo auf der einen Seite Werkzeuge drin sind, die ich benutzen kann, auf der anderen Seite genug Fundament und genug Theorie dahinter, um auch neue Dinge ausprobieren zu können und Dinge erweitern zu können. Weil wenn mal was nicht funktioniert, dann mach halt was anderes.

Miriam: Das heißt, nur weil Weihnachten schon etwas älter ist, brauchen wir es nicht gleich abschaffen.

Florian: Also wir können ja ein neues Fest gründen. Ich mag diese Idee, wir hatten das glaube ich letztens schon mal im Podcast, dass man am Anfang des Jahres zusammensitzt in der Familienrunde und sich aufschreibt, wie viele Feiertage es im Jahr gibt und dann die einfach die Anzahl der Tage übers Jahr würfelt.

Miriam: Da schugert es mich.

Florian: Wir haben ganz andere Feiertage als andere Menschen. Gar keine Lust drauf. Das ist schwierig mit Schule. Das ist schwierig mit Schule.

Miriam: Und argumentiert das mal von der Klassenlehrerin. Nein, nein, mitten im Juli bei uns ist heute Weihnachten und das ist uns sehr wichtig.

Florian: Das ist uns sehr wichtig, ja. Und ob nicht lieber, also im Februar wären die großen Ferien und dafür ist es im August. Im August hätten wir sie gerne als Lehrerin.

Miriam: Ja, ja, durchaus, durchaus.

Florian: Also manche Sachen machen wir ja auch aus anderen Gründen heraus.

Miriam: Vielleicht zum Abschluss dieses Podcasts noch, was glaubst du denn über NLP? Du hörst diesen Podcast ja, weil du aus irgendeinem Grund Interesse dran hast, weil du vielleicht selbst schon Practitioner bist, selbst schon praktizierst oder weil du darüber nachdenkst, die Ausbildung zu machen, weil du dich viel mit Kommunikation befasst oder weil es dir einfach Spaß macht, uns zuzuhören. Und was denkst du denn über das Kommunikationsmodell von NLP?

Florian: Und wie war dein Weg denn da drin, um da drin mehr zu erfahren, besser zu werden? War es eher praktisch und dann Theorie oder war es eher Theorie und vielleicht fehlt hier noch der Sprung in die Praxis rein? Und was könntest du tun, damit du mal anfängst, das zu machen?

Miriam: Und wenn da jetzt jemand käme und würde irgendwie rummeckern daran, wäre das dann okay? Ja, weil du darfst das. Also in meiner Welt darf das sowieso jeder tun und seine eigene Meinung dazu haben. Deswegen heißt es ja auch Meinung und nicht Deinung. Also das sehe ich tatsächlich als einer dieser wertvollen Skills von uns Menschen. Dass die einen eben was ausprobieren und die anderen nicht. Hahaha.

Florian: Ja, wenn wir schon auf den Schultern von irgendwelchen Riesen stehen, dann können wir auch ein Stückchen weitergucken, gell?

Miriam: Ja, stimmt. Der Ausblick ist einfach riesig von da. Vielleicht ein bisschen weitergucken, ja. In diesem Sinn, fragt mich gerne weiter auf Facebook. Wenn das was Kritisches ist, leite ich das in Zukunft einfach an den Florian weiter oder an unsere neue Mitarbeiterin, die jetzt im Büro ist, die wir sehr lieben, die gerade ihre Einarbeitung hat und von der du wahrscheinlich in der nächsten Zeit dann auch mal eine E-Mail bekommst. Und ansonsten wünschen wir dir eine tolle Woche.

Florian: Hören wir uns wieder am Dienstag, wenn es heißt Zwei Gehirne und der Dinosaurier. Der im Raum steht. Der Dinosaurier im Raum, über den niemand reden will.

Miriam: Auf dessen Schultern wir stehen und in die Pferde schauen. Macht's gut, ihr Lieben. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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