NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 67

Voll unter Druck - und wer genau drückt?

Miriam und Florian nehmen sich das Gefühl des „Unter Druck seins“ mal genauer vor und geizen wie immer nicht mit herzlicher Besserwisserei, wie Du „Druck“ – gerade jetzt vor Weihnachten – einfach vermeiden kannst.

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In dieser Folge

Darum geht es

Manch ein Jemand fühlt sich unter Druck gesetzt, denn es ist kurz vor Weihnachten. Uhhh! Da fragen Miri und Florian mal genau nach: Wer erzeugt denn den Druck und kommt der von außen oder vielleicht doch von innen? Könnte es sein, dass wir uns früher den Druck selbst gemacht haben? In diesem Podcast sprechen die beiden NLP Trainer genau darüber. Du möchtest uns persönlich kennen lernen? Oder international zertifizierter NLP Practitioner oder Master werden? Für Deine Anmeldung oder Dein Info-Gespräch zur Ausbildung im NLP besuche gerne unsere Seite: http://www.kontext-denken.de oder schreib uns eine E-Mail: miriam@pergaudiaadastra.de Und wenn Du uns öffentlich Deine Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Unseren Video-Podcast (mit bewegten HD-Bildern in Farbe) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX

Es geht um die Frage, ob Druck von außen kommt oder wir uns selbst unter Druck setzen – vom Chef, der jeden Morgen in der Tür steht, über den gestressten Mann im Zug bis zum Vorweihnachtsstress und Jahresabschluss. Miriam und Florian zeigen, wie aus "Ich setze mich unter Druck" ein bewusster Anspruch an sich selbst wird, und wie Prioritäten, ein Gang zurück und die Notfall-Meditation dabei helfen. Ein Gespräch über Opferhaltung, Eigenverantwortung, Geschenke-Stress, Abkürzungen im Alltag – und warum ein bisschen Humor manchmal das beste Ventil ist.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Unter Dampf oder unter Druck?
  2. Das Weihnachtsproblem: einmal im Jahr
  3. Wer erzeugt den Druck wirklich?
  4. Vom Druck zum Anspruch: Ventile öffnen
  5. Humor, Zimtsterne und ein bisschen Advent

"Bei uns ist gerade viel los" – und schon fühlt sich der Vorweihnachtstrubel an wie ein Topf, dessen Deckel jemand von außen zudrückt. Aber wer hält da eigentlich das Ventil zu? Miriam und Florian gehen genau dieser Frage nach: Ob dich wirklich jemand unter Druck setzen kann – oder ob der Druck vielleicht anderswo entsteht. Zwischen QVC-Hochsaison, Geschenke-Chaos und Zimtstern-Mangel wird es dabei überraschend praktisch.

Unter Dampf oder unter Druck?

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Wie los im Moment?

Florian: Ja, ist so viel los in deinem Leben.

Miriam: Lass das.

Florian: Ich konnte... Lass was?

Miriam: Ich kenne den Film.

Florian: Welchen Film?

Miriam: Den Film mit dem Zumanier, wo diese Faultiere... Ich glaube auf Deutsch Zootopolis, eins von beiden. Wo diese Faultiere irgendwie drei Stunden für einen Satz brauchen. Das ist so gar nicht mein Tempo. Ich mag auch gerne Tempo. Ich mag gern viel, wenn viel ist. Und im Moment ist viel. Also im Moment ist eine Nuance zu viel und ich habe auch das Gefühl, dass mich ein paar Leute echt unter Druck setzen.

Florian: Ist das das heutige Thema?

Miriam: Ist voll das Thema heute.

Florian: Du wirst unter Druck gesetzt. Ja. Jemand anders hat deinen Dampftopf zugemacht. Nein, wie heißt das? Ventil. Hochdruckreiniger Topf.

Miriam: Das Ventil.

Florian: Das Ventil zu. Jemand hält dein Ventil zu. Es gibt auch so Herbstblätterpressen.

Miriam: Und ich habe mit vielen Menschen in der letzten Zeit sprechen dürfen, die gerade im sogenannten Vorweihnachtsstress sind und die sagen... Wenn wir uns so unterhalten und fragen mich, wie geht's dir? Und ich sage, viel los, toll, hier Weihnachtsbasar, dort die Theatertournee, auf der anderen Seite unser Business und dann QVC. Und bei QVC setzen sie dich im Moment wahrscheinlich auch richtig unter Druck, für alle, die es nicht wissen. QVC ist ein Fernsehkaufhaus, also wir verkaufen Sachen. Und auch wir, so wie überall im Einzelhandel, haben im letzten Quartal des Jahres immer unser Hauptgeschäft.

Florian: Ja, da ist die Zeit, wo ihr am meisten Umsatz macht, in kürzester Zeit.

Miriam: Ja, da kommt immer die Annahme, wo da seid ihr bestimmt richtig unter Dampf. Ja. Und nö.

Florian: Unter Dampf nicht, unter Druck.

Miriam: Oder unter Druck. Für mich ist das die Metapher für beides.

Florian: Ob du unter Dampf bist oder unter Druck. Unter Dampf ist für mich positiv belegt. Oh, wie lustig. Unter Dampf, da habe ich das Gefühl von so einer alten Dampflok, die unter Dampf ist eben.

Miriam: Ja, und da habe ich mir Gedanken gemacht über die Frage, kann mich von außen jemand wirklich unter Druck setzen?

Florian: Oder...

Miriam: äußere Umstände mich unter Druck setzen. Von außen, meine ich jetzt.

Florian: Geht das überhaupt?

Miriam: Geht das? Ja, gute Frage. Wollte ich jetzt an dich weiterschieben, weil du bist ja hier der Doppel-NLP-Master, Practitioner, Trainer, Coach.

Florian: Du bist die Coachine.

Miriam: Da, gib mal Gas.

Florian: Wir fühlen uns unter Druck. Es ist wirklich so, als würde uns jemand in so einen Topf stecken und die Temperatur hochdrehen. Und den Deckel zuhalten. Und den Deckel zuhalten. Vielleicht sich auf den Deckel draufsetzen.

Miriam: Ich habe mir gerade vorgestellt, wie meine Moderationsmanagerin sich auf den Topf draufsetzt. Was sie definitiv nicht tut. Für die möchte ich jetzt hier mal ein gutes Wort einlegen. Das ist eine sehr entspannte Frau.

Das Weihnachtsproblem: einmal im Jahr

Florian: Oder ist das eher so, dass die Menschen sich selber unter Druck setzen, weil sie... Von außen das Gefühl haben. Bei Weihnachten ist ja tatsächlich eins der Probleme an Weihnachten ist ja, dass es nur einmal im Jahr stattfindet. Findest du?

Miriam: Ich weiß nicht, ob ich das mehrfach haben wollen würde.

Florian: Ja genau, nur wenn du es mehrmals hättest, dann würdest du dich darum kümmern, dass die Geschenke da sind und dann wäre das mit dem Packen auch einfacher und dann wären die ganzen Verzierungen nicht irgendwo in der Garage auf dem Dachboden, sondern lägen irgendwo halbwegs griffbereit. Das ist ein Teil des Christmas-Problems, des Weihnachtsproblems.

Miriam: Ach cool.

Florian: Ja.

Miriam: Ich habe eben, als du es erzählt hast, habe ich mir in meinem Kopf so überlegt, ja schon verpackt bestellen. Also es war sofort so, dass die schon als Geschenke verpackt kommen, was ja viele nicht machen, weil es ja viel liebevoller ist, die selbst einzuschlagen, heißt es ja tatsächlich.

Florian: Ich bin mir nicht so sicher, ob ich da voll hinter der Formulierung stehe, nur das ist die, die in meinem Bereich im Teamcoaching verwendet wird. Da gibt es für diese agile... Prozessoptimierung, also wir machen Teams schneller, wir sorgen dafür, dass die besser zusammenarbeiten können, gibt es den Spruch, wenn es weh tut, mach es häufiger. If it hurts, do it more often. Weil wir dann dafür sorgen, dann ist es nicht so ein unterschwelliger Schmerz, so wie an Weihnachten eben. An Weihnachten ist ja einmal im Jahr da, kaufen wir Geschenke. Nur wenn das jeden Monat wäre, dann würden wir uns was einfallen lassen. Dann wäre das mit dem Geschenke aussuchen für andere Menschen viel einfacher. Weil wir es dann echt viel üben würden.

Miriam: Du hast es eben sehr schön formuliert und ja, dieses jetzt rennen alle los und brauchen nicht ein Geburtstagsgeschenk oder so, sondern brauchen eben, keine Ahnung, zehn Geschenke für all die lieben Menschen, die sie so um sich rum haben und für den einen oder anderen mehrere.

Florian: Und dann dürfen wir noch den Baum schmücken und einen Baum kaufen und wir dürfen noch die ganzen Wichtelpartys besuchen und die ganzen Weihnachtspartys.

Miriam: Warte, ja, warte doch mal.

Florian: Ja, das ist doch alles dieser Teil dieses Drucks, der auf uns lastet.

Miriam: Ja, das stimmt. Und deswegen gibt es ja jetzt plötzlich in bestimmten Parfümerien lange Schlangen an diesen Geschenkpackstationen oder am Counter. Oder Verkäuferinnen stehen nicht zur Verfügung in irgendeinem Spielzeugladen, weil so viele Menschen da jetzt sind. Das heißt, das spielt sich ja sozusagen, dann diese Massenbewegung Geschenke kaufen. spielt ja in viele Gewerke rein. Und da kommt ja diese Idee her von, jetzt sind wir mehr unter Druck. Der Hermes-Bote zum Beispiel, der uns viele Pakete bringt hierher, der hat an der Tür gestanden und hat gesagt, wir sind so unter Druck im Moment, ich weiß überhaupt nicht mehr, wo mir der Kopf steht.

Florian: Ich habe dem die Tür aufgemacht am Wochenende, jetzt viertel vor neun abends war es.

Miriam: Ja, also der geht ja auch nicht davon aus, dass das von innen von ihm herauskommt, sondern der hat einfach sein Auto knallvoll mit Paketen und alle Welt wartet drauf.

Florian: Übrigens wäre das auch viel besser, wenn wir das häufiger machen würden, ne? Wenn wir das ganze Jahr wie die bekloppten Geschenke kaufen würden. Wenn wir einmal im Monat Weihnachten hätten.

Miriam: Dann gäbe es einfach auch wahrscheinlich weniger Geschenke.

Florian: Vielleicht gäbe es auch genauso viele Geschenke, nur die wären drauf ausgelegt. Also die Hermes-Boten würden einfach ganzjährig viel zu tun haben. Dann hätten sie mehr Boten. Und nicht einmal alle gleichzeitig. Eine einfache Lösung für dieses Thema ist übrigens, dass wir am Anfang des Jahres auswürfeln. Wir haben 365 Tage im Jahr und wir würfeln für jeden deutschen Bürger einfach aus, wann er Weihnachten in diesem Jahr feiert und wir verteilen das einfach gleichmäßig aufs Jahr. In jedem Haushalt nur anders. Christmas in July.

Miriam: Weihnachten im Juli. Das ist ja ein ketzerischer Podcast hier.

Florian: Das geht ja jetzt ab. Dann wird sich das besser über das Jahr verteilen. Dann wird es nicht alles so geballt zu einem Zeitpunkt. Wir haben uns das ja ausgesucht.

Miriam: Das haben wir uns ausgesucht. Das stimmt. Das ist das, was glaube ich so... Und da würden jetzt auch schon wieder einige sagen, haben wir nicht.

Florian: Also ich mir persönlich nicht. Ich war da nicht dabei, als der Jesus...

Miriam: Richtig, einige Familienväter würden jetzt aufs Dach rücken. Das haben wir uns ausgesucht.

Florian: Ich war schon in Thailand, nein, wo waren wir? In Vietnam waren wir zu Weihnachten. Da ist das alles viel entspannter. Weil die sich nichts schenken. Doch, die hatten dann auch, also wir waren in einem westlichen Hotel. Das hast du schon mal erzählt, letztes Jahr an Weihnachten mit pinken Weihnachtsbäumen. und die Amerikaner waren da in ihren Batik-T-Shirts. Also sehr entspannt alles im Vergleich zu diesem deutschen Trubel, den wir da hatten.

Miriam: Schick ist ja auch Auslegungssache.

Florian: Ja, genau.

Wer erzeugt den Druck wirklich?

Miriam: Das stimmt. Wenn ich so drüber nachdenke, jetzt so, aus dieser Perspektive, wer erzeugt denn den Druck, wenn da einer wäre oder früher gewesen wäre? Es gibt ja für alles eine Lösung. Also es gibt Familien, die deutlich sagen, wir klinken uns aus, aus diesem ganzen Weihnachtsrummel. Bei uns gibt es Heiligabend-Kartoffelbrei und Würstchen.

Florian: Wir könnten auch im Juli einfach schon die Päckchen kaufen.

Miriam: Ja, stimmt. Oder es gibt eben keine Geschenke an Weihnachten.

Florian: Oder wir schenken allen das Gleiche. Mein Vater hat sich da auch eine brillante Abkürzung überlegt. Der nimmt einfach immer Geld und steckt es in den Umschlag und sagt, kauf dir was Schönes. Und deine Reaktion an deinem Gesicht, das seht ihr, liebe Podcast-Hörer, war eben so, das ist ja zu einfach.

Miriam: Nee, ist es nicht.

Florian: So lieblos.

Miriam: Das kann er ja auch das ganze Jahr über machen.

Florian: Das stimmt. Miriam hat schon vier Weihnachtsgeschenke bekommen, weil ich so gerne Geschenke kaufe und dann einfach direkt schenke statt auf Weihnachten zu warten.

Miriam: Ich lerne dieses Jahr nicht nur von Florian, ich lerne dieses Jahr von so vielen Menschen, dass Schenken wirklich nichts zu tun hat mit da ist dieses eine Datum. Das ist großartig. Nur viele Menschen glauben ja, dass der Druck von außen kommt, also dass es nicht sie selbst sind. Und sie würden es auch genauso erklären, also ganz arg verargumentieren. Mein Chef steht ja jeden Morgen in der Tür und trampelt mit den Füßen. Oder es gibt einmal in der Woche ein Meeting, wo es dann heißt, um wie sieht's aus. oder die Kinder freuen sich eben auf Weihnachten und erwarten diesen Baum und erwarten den Braten im Ofen. Die kommen ja auch alle an Weihnachten nach Hause, wenn es jetzt schon ältere Kinder sind.

Florian: Das ist ja nicht nur Weihnachten, das jetzt ist, Ende des Jahres, sondern auch der Jahresabschluss für viele Geschäfte. Richtig. Oder für viele Unternehmen. Richtig. Wo jetzt klar wird, wie viel Umsatz wurde in 2017 gemacht. Und der läuft jetzt noch. Und ich glaube, das ist das, was im Geschäft, was in den Teams, in der Arbeit einfach viel Druck erzeugt. Selbst wenn man eine Bank oder eine Versicherung ist, sind jetzt die ganzen letzten Möglichkeiten, Projekte dieses Jahr noch über die Bühne zu bekommen.

Miriam: Was ist das überhaupt emotional betrachtet, wenn ein Mensch sich unter Druck gesetzt fühlt? Das ist ja eine Metapher für ein Gefühl.

Florian: Ja, und wo auch immer sich das bei der Person dann anfühlt. Auf jeden Fall ist es eine deutliche Opferhaltung. Weil da ist ja da draußen irgendwas, was ihn oder sie unter Druck setzt.

Miriam: Irgendwo ist eine Dampframme aufgebaut.

Florian: Wenn das ein Beispiel für Druck ist von außen.

Miriam: Drückt ja von oben.

Florian: Und es kann sich manchmal so anfühlen, als könnten wir uns dem nicht entziehen.

Miriam: Ja genau, da will ich drauf raus.

Florian: Als könnten wir uns dem, was ist denn das dem?

Miriam: Ich habe, als ich vor ein paar Tagen mit dem Zug gereist bin, hat neben mir ein Mensch gesessen, ein männlicher Mensch, der während der gesamten Zugfahrt, die fast drei Stunden dauerte, pausenlos am Handy war, also am Telefon. Und die Gespräche klangen immer hektischer und immer aggressiver auch, die er geführt hat. Es waren drei Personen, die er immer nacheinander in Schleife wieder angerufen hat, weil es Dinge abzuklären gab, die jetzt vor dem 31.12. in seiner Firma, ich habe viel mitbekommen. Es war echt Industriespionage, nur es war auch so laut, dass ich, also, und der hat, der hat, sein Kopf wurde immer röter und sein Hals wurde immer lilaner.

Florian: Vielleicht ist deswegen der Weihnachtsmann auch rot gekleidet, dass er uns nicht sieht.

Miriam: Und zwischendrin hatte ich wirklich kurz... So, was war ich denn jetzt? Ich hatte zwischendurch den Impuls aufzustehen und meine Hände auf die Schultern zu legen und zu sagen Atmen! Atmen! Atmen! Das ist nicht tödlich, zumindest nicht unmittelbar, nur wenn du so weitermachst, habe ich eine These, vielleicht schon. Also es war so. Und dann an so einer Stelle, wenn so ein Mensch abends nach Hause kommt und das erste, was er zu seiner Frau sagt ist Es ist unendlich viel Druck im Moment in der Firma. Ne, dann stimmt es.

Florian: Bei mir überschlägt sich ja auch der Termin gerade.

Miriam: Bei dir überschlägt sich es auch gerade.

Florian: Weil die alle ihr Geld loswerden wollen noch zum Ende des Jahres.

Miriam: Setzt du dich dann selbst unter Druck? Macht es irgendein anderer? Spürst du irgendeinen Druck?

Florian: Also wenn ich einen spüre, dann spüre ich den, weil ich das gemacht habe.

Miriam: Okay.

Florian: Weil ich einen Anspruch habe an die Qualität meiner Arbeit, weil ich sage, ich möchte dies und jenes ganz gut machen und sich im Moment sehr viele Termine in meinem Kalender, also ich viele Termine ausgemacht habe, so rum. Zum Beispiel bin ich die nächsten drei Tage auf einem Training unterwegs und dann an dem Tag komme ich zurück zu dem Stammteam, in dem ich im Moment bin und mit dem ich Coachings mache. Und dann abends haben wir unseren Weihnachtsabend und dann am Freitag geht es auf Richtung Musical nach Assenheim. Ich glaube, es gibt noch wenige Karten für einige der Vorstellungen. Es gibt keine mehr. Es gibt gar keine mehr. Es ist ausverkauft. Oh, ich habe heute irgendwo was gesehen. Ich dachte, es wäre am 2.

Miriam: Das ist ja gruppenintern. Da gibt es gar nichts.

Florian: Da war ein Saalplan mit ein paar freien Sitzen. Deswegen dachte ich, dass da noch was wäre. Das Musical ist am Wochenende wieder, deswegen sind wir im Frankfurter Raum unterwegs. Und wenn ich dann zurückkomme, habe ich wieder eine Woche hier in Düsseldorf. Und es ist halt einfach zum Ende des Jahres hin jetzt noch viel zu erledigen, was ich gerne erledigen wollen würde.

Miriam: Was du gerne noch erledigen wollen würdest, ja.

Florian: Und auch mit Weihnachten. Ich möchte dir und allen lieben Menschen um mich herum einfach schöne Geschenke machen.

Miriam: Oh.

Florian: Nur das ist ja mein Anspruch. Und vielleicht freuen sich die Menschen um mich herum viel mehr, wenn ich entspannt durch die Weihnachtszeit gleite. Und wenn unterm Weihnachtsbaum vielleicht nichts liegt, außer ein, ich war die letzten vier Wochen, habe ich meine ganze Zeit investiert in Wohnung aufräumen oder Kleinigkeiten machen oder so.

Vom Druck zum Anspruch: Ventile öffnen

Miriam: Ja, ich finde dieses Geschenke-Thema besprechenswert in der Familie.

Florian: Machen wir mal einen, wir könnten einen zweiten Weihnachts-Podcast machen.

Miriam: Wo du Ventile öffnen kannst, wo du Dinge entschleunigen kannst, wo du es dir einfacher machen kannst, wo du vielleicht durch ein Gespräch auch Druck rausnehmen kannst, wenn da welcher wäre. Und unsere Bitte oder meine Bitte ist, Von außen kann niemand in deinen Körper reinschlüpfen. Das geht noch nicht. Vielleicht geht es irgendwann, dass so ein Chef wie so ein Dämon in den Körper... Und es wäre nicht schön, wenn das wirklich...

Florian: Das geht auch...

Miriam: Ja, ich weiß nur, ich will es mal so sagen, der ist nicht in mir drin. Das ist nicht derjenige, der in mir die Gefühle macht.

Florian: Das ist nicht derjenige... Und jetzt sind wir beim NLP, bei Practitioner-Grundstoff, bei was, was wir im Besser-Denken-Besser-Sprechen-Seminar auch machen.

Miriam: Oh, vom 26.1. bis zum 5.2.10. Sprach- und Winterurlaub in Arnsberg mit Flori und Miri und NLP und die zertifizierte internationale Ausbildung. So, jetzt sind wir wieder am Thema.

Florian: Ja, nur, weil es ist in diesem Podcast relativ schwierig, wenn, oder weiß ich nicht, vielleicht seid ihr ja auch alle schon viel weiter. Weil ich mir mal vorstelle, wenn ich mich jetzt die ganze Zeit unter Druck fühlte und dann kommt jemand von außen an und sagt, den Druck machst du dir. Du darfst die Ventile öffnen. Du entspannst dich in der Weihnachtszeit. Dann weiß ich gar nicht, wo, also... Kann ich den dann einfach so nehmen?

Miriam: Worauf ich raus will, ist, dass es erstmal eine positive Energie wird. Dass ich feststelle, dass ich mich da, du hast das vorhin so schön gesagt, ich habe einen Anspruch an mich. Ich möchte gerne, dass ich in der Firma brillant abliefere. Ich möchte gerne, dass meine Familie an Weihnachten verwöhnt ist oder sich verwöhnt fühlt.

Florian: Dass wir entspannt sind.

Miriam: Ich möchte gerne diese Gans braten. Ich möchte gerne diese Knödel machen. Ich möchte gerne an Weihnachten irgendwo in der Karibik rum.

Florian: Ja, du fühlst dich wohl, ja genau.

Miriam: Das ist das, worauf ich raus will. Und wenn dieser Anspruch an mich selbst bei QVC im Fernsehen, in unseren Trainings, auf der Bühne, im Musical, wenn der hoch ist und ich erfülle mir den dann, dann ist es ja am Ende des Tages ein Ziel oder vielmehr dieses Ich-erfülle-mir-träume-Ding statt Ich-setze-mich-unter-Druck. Und wenn ich merke, ich habe jetzt gerade vier, fünf Sachen gleichzeitig... Wenn da so viele Dinge gleichzeitig laufen würden, dass ich dann ganz wach bin, das ganz wach wahrnehme, an welcher Stelle fühlt sich das für mich gerade nicht passend an? Und wo kann ich jetzt vielleicht mal einen Gang runter schalten? Dann gibt es Prioritäten, die du dir setzen darfst. So jetzt und heute ist das erstmal wichtig. Und morgen ist dann das wichtig. Und übermorgen das. Und weiter brauche ich auch nicht zu denken, weil der Terminplan ja sowieso geschrieben steht und ich brauche meinen Kopf nicht noch weiter voll zu füllen. Wenn es jetzt für mich, wenn ich mich entscheide, dass es für mich jetzt mal darauf ankommt. Das kann der Job sein, das kann die Familie sein, das kann auch das Einkaufen von Weihnachtsgeschenken sein. Ich finde es wichtig, einen Überblick zu haben. Und auch in der Vorweihnachtszeit oder auch in anderen Zeiten, in denen vielleicht viele tolle Sachen gleichzeitig los sind oder wo du ganz gefragt bist an vielen Ecken und Enden, ist es für mich schön, wenn du wach auf dich achtest und an der einen oder anderen Stelle sagst, okay, wenn das in einer halben Stunde passiert, ist das auch noch gut. Und bis dahin lege ich mich jetzt mal kurz auf die Couch und mache die Augen zu. oder ich höre mir die zwei Minuten Notfall-Meditation von Florian und du kannst dir die bei uns kostenlos runterladen. Zwei Minütchen. Einfach nur, um mal durchzuatmen.

Florian: So.

Miriam: Und dann ist das auch plötzlich nicht mehr so, also für mich klärt sich da immer was.

Florian: Ja.

Miriam: Und das mag ich sehr. Wenn ich dann sage, jetzt habe ich auch wirklich Muse loszuzockeln und für jeden eine kleine Überraschung zu besorgen für den Weihnachtsabend.

Florian: Muse oder Muse? Du hast Muse, das ist auch schön. Du hast Muse.

Miriam: Ja, ich mag die Musen, also die, die, genau, ja, das meinte ich auch damit.

Florian: Ah, wie schön. Ich kenne das immer bisher als Muse. Musetun, ne. Nein, ganz entspannt, also mit, ich habe jetzt Luft und Raum und fühle sich lockerer.

Miriam: Ich bin inspiriert.

Florian: Ja, gut. Das heißt, das ist unser Tipp diese Woche.

Miriam: Ja, deutlich.

Florian: Was hast du gesagt? Du entspannst dich mehr und du nimmst dir die Freiräume, die du brauchst, um dann die Sachen ganz entspannt zu tun oder schöner zu tun. Da kommt ja auch diese Idee hinein, dass wenn ich anderen Menschen etwas schenke, dass ich vielleicht schon liebevoll kaufen möchte. Ja. Okay. Ja, voll gut.

Miriam: Ich mag es auch.

Florian: oder da bin ich tatsächlich, da finde ich meinen Vater schon spannend. Der macht halt dann an Stellen, wo er sagt, das ist mir, da nehme ich eine Abkürzung, da nimmt er halt die Abkürzung. Vielleicht gibt es ja die Abkürzung. Und wenn dir auffällt, wo du einfache Abkürzungen nehmen kannst, die dafür sorgen, dass du die gleiche Qualität lieferst, bloß dass du weniger Zeit brauchst und dadurch ein bisschen entspannter bist, ist das ja auch gut. Das tut den Menschen um dich herum ja auch gut.

Miriam: Das stimmt.

Humor, Zimtsterne und ein bisschen Advent

Florian: Weil die Weihnachtszeit ist ja auch eine der schönsten Zeiten des Jahres. Es wird früh dunkel, wir machen den Kamin an, wir kümmern uns um den Zimtsterne-Überschuss hier in der Wohnung.

Miriam: Der ist schon lange abgearbeitet, der Überschuss.

Florian: Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Eure Portionen sind weg. Wir hatten die ganz klar priorisiert. Jeder hier in der Wohnung einen Zimtstern, bis auf mich. Ich habe den Rest.

Miriam: Es hat noch nicht mal geadventet.

Florian: Es hat noch nicht mal geadventet. Hast du gerade Advent verbalisiert? Jawohl.

Miriam: Ja, übrigens auch ein Tipp. Manchmal hilft auch wirklich ein bisschen Humor. Oder sich diese Sachen, die so an, ja, wie... Ja, so Worte irgendwie mal wörtlich zu nehmen. Ich finde das schon auch, dass das hilft. Ich mag das, wenn so ein Schmunzeln auf einmal mit drin ist in dieser ganzen Nummer. Ich mag auch da nämlich wirklich dieses große Ding von der Universität Göppingen, das ist ja meine Lieblingsuni in Deutschland, die eine empirische Doppelblindstudie herausgebracht hat und die sagt deutlich, 99,99% aller Probleme im Leben von Menschen sind eines, nämlich nicht tödlich und damit einmal durchatmen. Und dann... Nochmal genauer hinschauen. Das mit den Zimtsternen ist ein anderes Thema. Da wollen wir über Überfluss und Mangel sprechen. Und das machen wir dann auch in einem der kommenden Podcasts.

Florian: Ja, das stimmt. Wir haben einen deutlichen Zimtsternemangel hier in der Wohnung.

Miriam: Ich backe keine mehr. Diese Saison. Ich habe fünf Bleche Zimtsterne gebacken. Aus. Das nächste sind Vanillekipferl.

Florian: Oh, na gut.

Miriam: Wenn es sein muss. Wenn du Fragen hast zu diesem Podcast, Ideen, wenn du ein Thema hast, eine Anregung, jetzt auch gerade in dieser wunderbaren Zeit, lass es uns bitte wissen. Du erreichst uns persönlich unter info at kontext*denken.de und alle Informationen zu unseren Fortbildungen und Seminaren, gerade auch im Bereich Sprache, findest du auf www.kontext*denken.de. Wir freuen uns, wenn wir dich kennenlernen dürfen, persönlich, wenn wir dich weiterbilden dürfen oder dich sogar zertifizieren, international, das dürfen wir.

Florian: Und wir wünschen dir einen wunderschönen Anfang der Weihnachtszeit, weil wenn wir uns das nächste Mal hören, ist ja schon der erste Advent rum.

Miriam: Das ist wohl wahr. Da hat's geadventet.

Florian: Da hat's geadventet, genau. Viel Spaß beim in die Adventszeit rein Dampflokomotisieren. Was denn? Ich finde es schön. Dampflokomotiven haben wirklich den Vorteil, die sind richtig, das ist richtig gemütlich. Stimmt, die sind gemütlich. Das ist so eine gemütliche Reisegeschwindigkeit.

Miriam: Und kraftvoll. Voller Kraft, voller Energie. Exakt. Ach ja, stimmt. Okay.

Florian: Mit Choo-Choo in die Adventszeit.

Miriam: Ihr Lieben, however.

Florian: Nächstes Mal singen wir Weihnachtslieder. Oh, ich bin dabei. Ich weiß.

Miriam: Bis nächste Woche. Bis dann, tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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