NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 216

Verwirrt fühlen ist auch nicht so gut

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In dieser Folge

Darum geht es

Miri hat Zuschriften bekommen. Verwirrt fühlen sich derzeit viele unserer Hörer und wollen das gerne ändern. Das Jahr 2020 bietet sich übrigens auch aus unserer Sicht hervorragend an, um das Gefühl von totaler Verwirrung mal ordentlich auszuprobieren. Planen? Schwierig. Informationen? Unzuverlässig. Gefühle? Durcheinander. Wenn die beiden Protagonisten dieses Podcasts ihre Gehirne von der Leine lassen würden, dann würde das… die Verwirrung nicht besser machen. Was also können die Methoden des NLP tun, um dem Verwirrnis-Gefühl einen sanften Schubs in Richtung Klarheit zu spendieren? Diese Podcast Folge ist für alle Hörer, die sich gerade weit oder etwas weit von Klarheit bewegen, ihre innere Ordnung gerne etwas deutlicher wahrnehmen würden oder einfach nur Spaß an diesem Thema haben. Denn Verwirrung kann sich ja auch ganz angenehm anfühlen. Florian zum Beispiel geht, wenn er sich verwirrt fühlt, einfach schlafen.

Miriam und Florian zeigen, dass Verwirrung für jeden etwas anderes heißt — und fragen nach deinem persönlichen Gegenteil: Klarheit, Geradlinigkeit, Ordnung oder etwas Organisches. Mit dem NLP-Tetralemma tasten sie sich an den Zielzustand heran und sprechen über kleine Rituale, mit denen du dir am Morgen einen Pflock in den Tag setzt. Es geht um Planbarkeit in unsicheren Zeiten, um das Prinzip "lieber den Spatz in der Hand" und darum, wie du dich Schritt für Schritt durch eine komplexe, mehrdeutige Welt navigierst. Eine Folge für alle, die sich verloren fühlen und mit NLP wieder mehr innere Ordnung und Entscheidungskraft finden wollen.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Zuschriften und ein verwirrtes Jahr
  2. Für jeden bedeutet Verwirrung etwas anderes
  3. Das Freundschaftsbändchen: entwirren, um oben Muster zu halten
  4. Das Tetralemma und der Weg zum Zielzustand
  5. Kleine Schritte, Rituale und der Spatz in der Hand
  6. Im Einklang mit einer komplexen Welt

Verwirrung ist so ein Wort, bei dem jeder was anderes im Kopf hat. Miriam bekommt Zuschriften von Menschen, die sich verloren fühlen und fragen, ob das schon krank ist. Florian dagegen geht bei Verwirrung einfach schlafen. In dieser Folge tasten sich die beiden mit NLP an die Frage heran: Was ist eigentlich dein Gegenteil von Verwirrung — und was kannst du im Kleinen tun, um wieder ein bisschen Ordnung zu spüren?

Zuschriften und ein verwirrtes Jahr

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: So, hier ist der kontext*denken-Podcast mit den beiden Gehirnen und dem einen Mikrofon, dem Podcast mit den, also da, wo ganz viele verschiedene Themen… Was ist denn dieses Mal das Thema? Verwirrung.

Florian: Verwirrung. Wollen wir nochmal anfangen?

Miriam: Nein.

Florian: Wieso denn nicht?

Miriam: Meine Anmoderation passt doch super zum Thema. Ich habe mich vorbereitet. Ich bin, bevor ich…

Florian: So generelle Verwirrungen im Generell?

Miriam: Dieses ganze Jahr und jetzt explizit nochmal in der letzten Woche hatte ich sehr viele Zuschriften von ganz wundervollen Menschen, die zum Teil in unserer Facebook-Gruppe mitarbeiten, die uns kennen von anderen Social-Media-Plattformen als Facebook und die mir geschrieben haben, dass sie sich im Moment, also dass sie verwirrt sind. Und dass das offensichtlich kein schönes Gefühl ist. Und haben mich gefragt, was sie tun können gegen den allgemeinen Verwirrtheitszustand. Oder ob das krank ist.

Florian: Hatte ich auch eine Frage.

Miriam: Echt? Ja. Ist das ein erstes Zeichen von geistiger Krankheit? Und ich nehme das ernst, weil ich das selbst ab und zu in dieser Zeit fühle, weil so viele unterschiedliche Meldungen, dieses Jahr hat anders angefangen als es jetzt ist, mit anderen Plänen. Also wenn ich mein Gehirn da von der Leine lassen würde und würde einfach mal so los toben, dann hätte ich einigen Anlass, mich verwirrt zu fühlen. Verwirrt in Bezug auf was? Auf alles. Meine ganze Welt ist durcheinander.

Florian: Die ganze Welt?

Miriam: Nein, nicht alles. Du bist ja da. Also es gibt einige Punkte, die sind da. Meine Wohnung ist da, du bist da, die Kinder sind da.

Florian: So ein paar Fixpunkte gibt es schon. Und manche Sachen sind verwirrt.

Miriam: Oh, heavy.

Florian: Heavy?

Miriam: Naja, ich hatte das Gefühl, dass ich mir über die letzten Jahre, habe ich viele Veränderungen in meinem Leben gemacht und das lief alles so geordnet.

Florian: Also ich habe das entschieden, dann habe ich das durchgeführt.

Miriam: Entschieden, durchgeführt, einen Plan gemacht, Plan verfolgt, Ziel erreicht, nächster Plan. Es war alles so schön, eins nach dem anderen. Und es waren so viele berechenbare Faktoren gefühlt da drin.

Florian: Und im Moment ist wenig berechenbar. Wir haben es bei der Schule von unseren zwei Jungs im Moment, es ist quasi nie vorauszusehen, ob sie, wenn wir ins Wochenende gehen, ob sie am Montag dann in die Schule gehen oder nicht, weil möglicherweise einer der Lehrer oder eins der anderen Kinder irgendwie etwas hat und dann alle, die ganze Klasse zu Hause bleibt.

Miriam: Das ist jetzt auch einer Klasse passiert in dieser Schule. Wir waren nicht betroffen, nur ist eben so. Und jetzt kann ich das nachvollziehen, dass manche Menschen sagen, ich komme aus dieser Verwirrung gar nicht mehr raus. Ich wache morgens auf, fühle mich schon verwirrt, gehe abends schlafen, fühle mich verwirrter. Und es wird nicht besser. So das wäre jetzt der Ist-Stand. Das sind die Aussagen.

Für jeden bedeutet Verwirrung etwas anderes

Florian: Das ist dann Verwirrung für dich?

Miriam: Was das genau ist, das dürfte ich ja jetzt bei jedem Menschen einzeln erfragen. Also du hast mich ja jetzt schon gefragt und für mich ist es die fehlbare Planbarkeit an vielen Stellen, wo ich sie vorher sehr gewohnt war. Es ist dieses unterschiedliche Meldungen erreichen mich. Ich verzichte ja sehr bewusst auf Nachrichten.

Florian: Also diese Mehrdeutigkeit, die da draußen ist, oder?

Miriam: Ja genau, oder dass eben mich irgendeine Freundin anruft und mir dies und jenes erzählt und zehn Minuten später erzählst du mir was ganz anderes.

Florian: Je nachdem, wem man traut, kann man entweder der Tagesschau trauen oder eben explizit nicht trauen.

Miriam: Und das alles führt nicht gerade dazu, dass ich mich stabiler fühle. Es ist eher wie in so einem Strudel, der mal so rum und mal so rumläuft. Und ich werde so mitgestrudelt. Strudel, Apfelstrudel.

Florian: Ein Nussstriezel.

Miriam: Ja, gut und jetzt ist natürlich, wenn wir das aus NLP-Sicht mal bekucken, dieses Thema mit der Verwirrung, dann ist das erstmal ein Begriff, wie wir gerade schon gemerkt haben, der ja bei jedem Menschen sehr unterschiedlich besetzt ist.

Florian: Weil für mich bedeutet es gar nicht, also wenn ich sagen würde, ich bin verwirrt, dann wäre das nicht dieses, ich habe halt einen Plan gemacht und ich weiß jetzt nicht, ob der passt oder nicht.

Miriam: Ach, sehr spannend, was wäre es denn bei dir?

Florian: Verwirrt?

Miriam: Ja.

Florian: Verwirrung bedeutet für mich, wenn ich tatsächlich zwischendurch nicht mehr weiß, was gerade war. Also wenn ich irgendwas angefangen habe und schaue dann hoch und denke mir, was wollte ich denn hier gerade? Das sind die Situationen, wo ich sagen würde, da bin ich verwirrt.

Miriam: Das heißt, du hast es schon immer.

Florian: Das passiert ab und zu mal.

Miriam: Ist nicht in diesem Jahr mehr geworden.

Florian: Exakt, ja. Ne, das hat was mit, zum Beispiel mit Schlafmenge zu tun. Ja. Hat das, definitiv hat das was mit Schlafmenge zu tun bei mir. Also ich kann den Prozess, ich kann das auch hervorrufen, wenn ich das möchte. Kannst das aktiv körperlich beeinflussen? Ja, durch viel, viel körperliche Betätigung, wenig schlafen, dann denke ich mir, dann sitze ich manchmal irgendwie so und ja, was wollte ich denn als nächstes machen eigentlich? Oder wollte ich überhaupt noch irgendwas machen? Und das ist der Zustand, den ich als Verwirrung bezeichnen würde.

Miriam: Okay, fühlt sich das dann gut oder nicht so gut an bei dir?

Florian: Das fühlt sich nicht so gut an, nur sozusagen auch nicht so tragisch, weil ich mir denke, gehe ich halt schlafen.

Miriam: Die Lösung ist sozusagen sehr einfach, kostet nichts.

Florian: Deine Lösung ist im Problem eingebaut.

Miriam: Witzig, okay. Also bei dir ist das natürlich dann sehr leicht zu lösen, also du kannst dich einfach selbst hinterfragen.

Florian: Deswegen fand ich das gerade super spannend, dass du gesagt hast, weil diese Planlosigkeit, nee nicht Planlosigkeit, du machst ja Pläne, nur du weißt nicht, ob die dann passieren oder nicht.

Miriam: Ja, und ich habe so das Gefühl, da kommen dann, und das mag ich ja gar nicht, dass so äußere Faktoren eine Rolle spielen, die ich nicht so richtig beeinflussen kann mehr. Also kann ich das beeinflussen, ob die Schule jetzt irgendwelche Schulklassen zu Hause lässt? Nein. Kann ich das beeinflussen, welche Flugzeuge ich in welche Länder im Moment nehmen kann? Nein. Also es sind so viele Dinge, die ich im Moment gefühlt nicht beeinflussen kann und je weniger ich das, oder je mehr ich das Gefühl habe, dass ich weniger beeinflussen kann, das macht mich noch verwirrter.

Das Freundschaftsbändchen: entwirren, um oben Muster zu halten

Florian: Miriam kann wunderschöne Handarbeitssachen machen.

Miriam: Hä?

Florian: Ja, für die Kinder hast du, für die Schule hast du mit denen schon wunderbare Sachen gemacht. Also da würden jetzt handarbeitsbegabte Menschen, die würden sich das angucken und sagen... Und handarbeitsnichtbegabte Menschen würden sagen, wow.

Miriam: Gut, also ich habe früher gerne so Bändchen, so Freundschaftsbändchen.

Florian: Also nur weil du denkst, dass du was nicht kannst, heißt nicht, dass du es nicht doch gut kannst und es nur wieder entdecken darfst.

Miriam: Ich merke das.

Florian: So jetzt Bändchen?

Miriam: Ja, also ich habe so Freundschaftsbändchen gerne mal geknüpft und die wurden auch so lange, Perlgarn heißt das, das ist so eine bestimmte Art von Garn. Und das wird so verknotet miteinander, auf eine bestimmte Weise, mit einer bestimmten Technik. Und das sind so fünf oder sechs Stränge und die werden immer verknotet und je weiter ich oben, also die sind sehr lang, die sind so 1,50 Meter lang, hängen die und man fängt ja ganz oben an zu verknoten. Und je mehr ich oben verknotet habe, desto mehr wurden die auch unten durcheinander. Weißt du, was ich meine? Und dann hatte ich irgendwann das Gefühl, ich kriege die nicht mehr auseinander und dann hatte ich erstmal ganz viel Arbeit, diesen unteren Bereich zu entwirren, damit ich oben weiter verwirren kann.

Florian: Also nicht verwirren oben, sondern oben in ein Muster bringen, wie du es gerne hättest.

Miriam: Ja, genau. Also oben das Muster halten. Genau, dann durfte ich unten erstmal entwirren, damit es oben wieder stimmt. Und so gibt es ja ganz viele Beispiele, dass wir, wenn wir... Und am Ende des Tages habe ich ja dadurch, dass ich überhaupt ein Muster reinbringen wollte, weißt du? Also es war ja das Blöde daran. Wurde unten die Verwirrung immer größer. Nur wenn ich mir so überlege, wann sich Verwirrung in meinem Leben, das Gefühl von Verwirrung, und da sind wir jetzt beim NLP, das Gefühl von Verwirrung eingestellt hat bei mir, dann komme ich an solche Bilder in meinem Kopf. Und ein Gefühl, dass wir Menschen haben, dass wir Verwirrung nennen, ist eben nicht bei allen Menschen gleich. Manche unserer Hörer werden vielleicht sagen, ich habe das gar nicht, bei mir ist im Moment alles glasklar. Also ich sehe meine Wege vor mir, ich weiß genau, was los ist, fühle mich sehr gut informiert.

Florian: Oder du gibst dem einen anderen Begriff.

Miriam: Oder du gibst dem einen anderen Begriff, genau. Andere werden sagen, ah ja, kann ich nachvollziehen. Bei mir ist das so und so ganz anders als bei Florian. Und vielleicht hilft da eine Tasse Tee trinken oder mal durch den Wald rennen. Es gibt ja auch andere Methoden, so den Kopf wieder klar machen. Und das ist ja auch eine Metapher. Weil was bedeutet es, den Kopf wieder klar zu machen?

Florian: Einmal durchsichtig machen, dass wir das Gehirn sehen können. Ja, klar machen, oder?

Miriam: Was heißt klar machen?

Florian: Ja, dann sind wir wirklich mitten im Kern von NLP drin, dass solche Metaphern eben für jeden von uns etwas ganz Besonderes bedeuten. Nämlich das, was das eben für dich bedeutet. Also was heißt das für dich? Wenn du sagst, du siehst die Zukunft wieder klarer vor dir oder du hast einen Plan, den du zumindest schrittweise verfolgst, egal was da draußen passiert, was würde das für dich bedeuten? Da sind wir ja dann drin. Miriam und ich haben unsere eigenen Definitionen und unseren eigenen Fachbegriff wäre dann sowas wie Tiefenstruktur, die dann unten drunter liegt. Also das, wie wir es im Gehirn repräsentieren.

Miriam: Oh, das ist jetzt wieder Fachgesimpelt, wie wir es im Gehirn repräsentieren.

Florian: Ja, ist das schon Fachgesimpelt?

Miriam: Ja, also Klarheit gegenüber Verwirrnis könnten wir dich ja fragen. Woran merkst du denn Klarheit in deinem Leben?

Florian: Das ist ja auch lustig. Gegenüber von Verwirrung steht bei dir Klarheit. Ja, was ist denn für dich das Gegenteil von Verwirrung? Von Verwirrung?

Miriam: Ja.

Florian: Gradlinigkeit.

Miriam: Uh, ja das ist was anderes, Hammer. Haha, sicher. Weil Gradlinig, oh, guck mal, da werde ich bockig, ne? Merke ich sofort, spüre ich sowas wie Bockigkeit. Weil die Gradlinig, das ist für mich ja so eine Straße, die irgendwie gerade, das hat mit Verwirrung, die kann gar nicht verwirrt sein.

Florian: Eben.

Miriam: Klarheit kann auch nicht verwirrt sein. Wie wäre es mit Ordnung statt Verwirrung?

Florian: Ja, ist für dich so?

Miriam: Ja.

Das Tetralemma und der Weg zum Zielzustand

Florian: Was hast du denn? Also tatsächlich, wenn du darüber nachdenkst, liebe Hörerin, lieber Hörer, was ist denn für dich dann das Gegenteil von Verwirrung oder von, was hatten wir noch für witzige Sachen?

Miriam: Klarheit, Geradlinigkeit, Ordnung.

Florian: Von dieser Zeit im Moment auch, was auch immer das Wort für dich wäre.

Miriam: Wie das jetzt wieder, also was ich gerne für einen Zustand hätte, dass ich sage, so ist mein Leben wieder in Ordnung. Geordnet. Strukturiert. Ja, das wären so die Begriffe, da würde ich mich so hintasten.

Florian: Wenn ich drauf käme.

Miriam: Und wenn wir im NLP so einen Begriff haben, dann ist eben die Herangehensweise erstmal genau zu forschen, was bedeutet das für dich, auf der anderen Seite dann dagegen zu halten und zu sagen, welchen Begriff gibt es und was bedeutet der für dich und was könntest du tun, um diese Begrifflichkeit, die du für dich wählst, egal ob das jetzt Ordnung ist, Klarheit, mehr und mehr zu erreichen.

Florian: Da gibt es noch was anderes, wenn wir da schon dabei sind. Wir können da einen Tetralemma draus machen. Eine Vielgliedrigkeit. Ich wusste, dass dir noch was einfällt. Was wäre denn, wenn wir jetzt, bei dir, Miri, und du kannst ja zu Hause einfach mitspielen, bei dir, Miri, was wäre denn weder Ordnung noch Verwirrung?

Miriam: Weder Ordnung noch Verwirrung? Was ich gern hätte?

Florian: Nein, was der Begriff wäre für weder Ordnung noch Verwirrung?

Miriam: So dazwischen. Ähm... Organisch.

Florian: Organisch? Okay. Und der Begriff für Ordnung und Verwirrung?

Miriam: Ordnung und Verwirrung? Ja.

Florian: Blödsinn. Gut. Dann haben wir noch ein paar. Grenzen von Glaubenssätzen oder Grenzen von Worten, wo fangen Worte an, wo fangen Worte nicht an, wo hören die auf, all diese Dinge.

Miriam: Cool. So, jetzt habe ich viel von solchen Batzen.

Florian: Ja, jetzt können wir uns überlegen, was bedeutet das genau. Und was macht man jetzt damit?

Miriam: Organisch fühlt es sich am besten an.

Florian: Organisch fühlt es sich an.

Miriam: Das so organisch zu haben, weil ja auf diesem Planeten auch nicht immer alles ganz geradlinig verläuft. Also selbst wenn wir jetzt, wenn ich das Leben vor diesem Jahr 2020 betrachte, dann war das ja nicht so, dass ich ständig das Gefühl hatte, wir sind so auf einer geraden, ruhigen Straße, so eine Römerstraße, die so bam, geradeaus, einfach durch alles durchgepflügt ist. Waren wir ja nicht immer unterwegs, war ich auch nicht immer unterwegs, sondern... Es gab immer mal eine rumpeligere Stelle, mal auch Abzweige, mal Umwege, mal habe ich auch das Gefühl gehabt, ein bisschen verlaufen zu haben. Nur manchmal war die Landschaft dann trotzdem ganz schön, um dann wieder zurückzukehren auf vielleicht so eine Straße, die geradeaus geht, so Richtung Sonnenaufgang.

Kleine Schritte, Rituale und der Spatz in der Hand

Florian: Ich habe diese Herausforderung mit jedem, fast jedem meiner Unternehmenskunden, wenn es darum geht, was bauen wir denn als nächstes? Also ich arbeite häufig mit Produktteams zusammen, die dann zum Beispiel Software bauen. Und dann eben zum Beispiel auf irgendwelchen Internetplattformen sich entscheiden dürfen, wer ist eigentlich unser Kunde, was möchte der, was findet der toll, was ist das nächste tolle Feature, was gebaut wird. Wir könnten ja alles Mögliche machen bei so einer Webseite, wenn wir an irgendeine Webseite denken. Wir könnten ja lila streichen oder in grün streichen. Wir könnten ganz viele neue Knöpfe hinzufügen und sagen, auf jeder Seite gibt es irgendwie tausend Bilder drauf oder eben auch ganz geradlinig wählen. Und welche Entscheidung da richtig ist, das wissen wir ja nicht, bis wir mal was getan haben. Und der Trick an der Stelle ist tatsächlich zu sagen, tu mal was. Also mach mal was, mach mal einen kleinen Test, mach mal ein Experiment. Natürlich können wir das beeinflussen dadurch, dass wir Menschen haben, die sich gut auskennen. Also wenn wir einen Experten an der Hand haben, der kann natürlich sagen, also wahrscheinlich hilft es nicht, die Webseite, die jetzt in lila ist, in Rohr zu streichen und plötzlich kaufen die Leute 50% mehr. Das ist wahrscheinlich nichts, also wenn wir die einfach nur umbrennen. Vielleicht hat er oder sie ja auch andere Ideen, was wir tun könnten und dann dürfen wir es ausprobieren, um rauszufinden, was es ist. Und für mich ist das fast das Gleiche, dass wir nicht genau wissen, wo was passieren wird jetzt. Also tatsächlich, wir machen halt Pläne für jetzt, wir machen Pläne für die nächste Woche, wir machen Pläne für den nächsten Monat. Wir haben uns auch überlegt, wo wir jetzt über Weihnachten unsere Zeit verbringen können. Es ist ja bald wieder soweit und wir, Miriam und ich, fahren sehr gerne weg an Weihnachten und gönnen uns einfach zwei Wochen irgendwo ganz anders. Dieses Mal wird es, glaube ich, unterbrochen von einem kleinen Fernsehauftritt. Wir machen ja trotzdem Pläne, auch wenn wir sagen, boah. Keine Ahnung, ob wir dann in ein fremdes Land fahren können oder ob wir hier in Deutschland bleiben sollten oder ob wir vielleicht sogar zu Hause bleiben sollten, weil vielleicht das ist das Sicherste. Wer weiß. Im Moment nicht abzuschätzen, nur wir dürfen ja jetzt in die Planung reingehen und tatsächlich auch in die Aktion reingehen, um dafür zu sorgen, dass wir an Weihnachten irgendwo dann unsere Weihnachtsgans essen können, unsere vegetarische, vegane.

Miriam: Ist das dann so ein bisschen fake it till you make it? Also wir tun einfach mal so, als könnten wir ganz normal planen. Ist das so? Wir lassen es darauf ankommen. Also wir tun so, als könnten wir ganz normal die nächste Woche planen. Das erscheint, also das fühlt sich für mich auch noch sehr machbar an. Und dann planen wir die nächste und die übernächste Woche und wir planen auch in den Januar.

Florian: Und wir planen auch in den Januar und wir haben ja auch weiterhin ein großes Ziel. Also wir möchten ja weiterhin NLP-Seminare geben und unsere Akademie, die wir Anfang diesen Jahres, Anfang 2020.

Miriam: Crazy Chick, ey, dieses Silvester wird so lustig. Ja, weiter.

Florian: Wir möchten die ja weiterhin füllen und da große Seminare drin auch geben. So war die ja ausgelegt. Nur das hat halt jetzt erstmal nicht geklappt. Wir zahlen ja weiter auf dieses Ziel ein. Wann das passieren wird, nur wir tun halt was dafür. Für mich ist das eher dieses... Da kommen mir so ein paar Prinzipien in die Gedanken rein, nämlich lieber die Taube in der Hand als den Spatz auf dem... Nein, andersrum.

Miriam: Lieber den Spatz in der Hand, mein Schatz.

Florian: Den Spatz in der Hand. Wenn du die Taube in der Hand hast, brauchst du den Spatz auf dem Dach gar nicht.

Miriam: Wir hatten es schon in einigen Podcast-Folgen.

Florian: Genau, vor allem im Schwester-Podcast, im Kontext-Agile-Podcast, weil das tatsächlich eines der Prinzipien ist, was großartige Unternehmer in sich drin tragen, dass die Chancen nutzen, wenn sie eben da sind. Also wenn wir im Moment eben die Gelegenheit haben, ich verstehe das, wenn wir im Moment die Gelegenheit haben, in Deutschland Urlaub zu machen, weil das einfach die Variante ist, die am wahrscheinlichsten funktioniert, dann nutzen wir die halt. Dann sind die Bahamas oder Indien oder Afrika eben nächstes Jahr dran oder in zwei Jahren wieder dran und im Moment bietet es sich halt an, einfach in Deutschland Urlaub zu machen oder vielleicht mal zu Hause zu bleiben, weil das der Spatz in der Hand ist.

Miriam: Cool. Dadurch schaffst du so ein, wir klammern bestimmte Dinge aus und dadurch wird es einfacher. Also dadurch ist weniger Verwirrung drin. Es sind weniger Fäden im Spiel für so ein Freundschaftsarmband. Also ich habe weniger Fäden zu entwirren auf einmal. Weil wir sagen, gut, jetzt geht eben...

Florian: Was ist denn das, was realistisch möglich ist?

Miriam: Das macht uns vielleicht auch mehr Spaß, etwas zu planen, von dem wir glauben, dass wir es auch wirklich dann tun können. Okay, das ist das eine und was ich da jetzt rausgehört habe. Und das andere ist, glaube ich, ein bisschen emotionaler. Also so sich vielleicht, wenn so ein Gefühl mal da gewesen wäre jetzt in den letzten Tagen von Verwirrung oder wenn du so ein Gefühl gehabt hättest, dass es eine gute Idee ist, sich klare Momente vorzustellen, finde ich. Und was auch immer das für dich bedeutet. Mir hat das geholfen, also zu sagen, heute ist ein Tag, der Tag hat 24 Stunden, von den 24 Stunden verbringe ich so und so viel im Bett, weil ich schlafe, bleiben so und so viel übrig und was mache ich jetzt mit diesen Stunden am Tag? Es gibt ein paar Dinge, die sind schon einfach da, die sind familiär bedingt oder beruflich bedingt, das sind Termine, die stehen schon im Kalender und dann gibt es eben Dinge, die ich einfach da rumplanen kann und mir so ein bisschen Ordnung, mir hilft das, so ein bisschen Ordnung zu schaffen.

Florian: Wir hatten es ja im letzten Podcast auch, sich selber Rituale zu schaffen. Und es braucht ja, also ich ahne schon, wenn jetzt jemand ganz im Moment schwimmen würde durch den Tag und sagen würde, oh, ich habe überhaupt nichts zum Festhalten. Und dann in der Vorstellung zu sagen, alles klar, morgen fange ich an, morgen früh um 7.30 Uhr stehe ich auf und dann mache ich dies, das, ba, ba, ba, ba, ba, ba, ba, ba, ba, bam, bam. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt? Ja, deswegen lieber ein kleines Ritual schaffen. Zum Beispiel morgens als erstes mal einen Kaffee trinken oder morgens eine Kleinigkeit erledigen, eine Kleinigkeit tun, die dann einfach wie so ein kleiner Pflock für den Tag ist und was einfach eine Gewohnheit werden kann über die nächsten Wochen oder Monate. Nur was wirklich einfach zu erledigen ist. Also was eine Minute dauert. Die Jacke schon mal an die Tür hängen oder morgens um 8 Uhr immer kurz einen Kaffee trinken. Morgens um 8 Uhr einmal kurz die Nachrichten anschauen, wenn du das möchtest. Irgendwie sowas.

Miriam: Sehr schön. Also dir selbst so mehr Klarheit schaffen, da wo du dir Klarheit wünschst. Und das bedeutet vielleicht, sich einmal kurz am Tag hinzusetzen und dass du dir einfach Gedanken darüber machst, was hättest du denn gern in Clara genau? Weil Florian ist ja da. Die Wohnung ist da. Also es gibt Dinge, die sind da, die sind wie immer, die sind klar. Und es gibt Dinge, die vielleicht im Moment anders sind oder wo sich Vielschichtigkeit so irgendwie, das fühlt sich nach vielen Schichten an.

Florian: Vielschichtigkeit hat auch was damit zu tun.

Miriam: Ja, oder nach vielen Kabeln, nach vielen Strängen, die gleichzeitig so in der Hand behalten werden oder nach diesem Freundschaftsarmband, das irgendwie dann so unverwirrt ist. Das kennen Frauen auch, die sehr lange Haare zu einem Zopf mal geflochten haben.

Florian: Ich dachte, da fängst du unten einfach an, das auszukämmen. Also halt einen kleinen Knoten in den Haaren nach dem anderen oder einen kleinen Knoten in den Bänden nach dem anderen. Und dann darüber wird es ja mit der Zeit einfach besser. Also das wissen wir ja tatsächlich auch. Du darfst was tun.

Miriam: Ja, es ist also bei diesem Freundschaftsarmband auch ganz lustig, weil oben sind ja die festen Knoten und im unteren Bereich, wo die Fäden einfach runterhängen, wo sich das so ein bisschen verwirren kann beim Knüpfen, da ist das sehr locker. Also da kann ich auch sehr einfach den roten Faden rausziehen und den blauen und dann hängen die wieder in der Ordnung nebeneinander. Deshalb ist es einfach nur ein, ich tue es mal eben schnell oder du tust es mal eben schnell und dann kannst du wieder ganz normal weitermachen. Also für dich selbst so eine Entwirrung machen von diesen vielleicht vielen Sachen. Und dir eben überlegen, wie hättest du es denn gerne? Was wäre denn dein Zielzustand? Das ist ja auch ein Tipp aus diesem Podcast. Also was ist denn das Gegenteil für dich? Und was kannst du tun? Und da sind wir im NLP sehr gerne sehr kleinteilig. Was kannst du denn jetzt unmittelbar tun, damit sich das Ganze für dich schon ein kleines bisschen klarer, ein kleines bisschen geradliniger, ein kleines bisschen entwirrter anfühlt?

Im Einklang mit einer komplexen Welt

Florian: Weil das ist tatsächlich ja was, was wir auch üben, dass wir eben mit dem, was wir haben und wo wir gerade sind, einfach umgehen und uns überlegen, was hätten wir gerne für diesen einen kleinen Moment und dann eben im nächsten Moment auch wieder gucken, was hätten wir denn jetzt gerne auf Grundlage dessen, was wir jetzt neu haben. Das fühlt sich dann tatsächlich auch viel mehr so an, für mich ist das dann im Einklang.

Miriam: Ja, stimmt.

Florian: Das ist wie so im Einklang oder du hattest vorhin schon den Begriff organisch, eben organisch mit dem Tag leben oder organisch mit der Umgebung gerade leben. Also manche Sachen sind jetzt im Moment super, super einfach. Wenn du mal maskiert in den Supermarkt gehen wolltest, tada. Es ist super easy jetzt. In Asien ging das die ganze Zeit schon, weil die machen das schon seit Jahren, dass sie Masken anhaben. Typischerweise, wenn jemand krank ist und nicht wegen den anderen oder so, also für die anderen, nur eben die eine Person. Das geht jetzt hier plötzlich. Und das sind ja Sachen, die hier auch tatsächlich jetzt plötzlich möglich sind, die früher gar nicht möglich waren.

Miriam: Ich werde zum Beispiel jetzt weniger erkannt.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Also tatsächlich, klar, ich werde gar nicht erkannt. Oh nein. Nee, ist okay. Also ich wurde ja tatsächlich lustigerweise immer im DM erkannt. Nicht im Rewe oder im Edeka, im DM. Und jetzt, wo alle maskiert sind und dann habe ich meinen Batschkopf auf und meine Maske an und so, da sieht keiner meine Haare, da sieht keiner mein Gesicht, also werde ich nicht erkannt. Fertig. Das heißt, ich kann einfach im DM rumstöbern, ohne dass einer sagt, ach sieh. Kaufen auch eine Creme im Drogeriemarkt, ja. So, das ist schon auch cool. Also es hat tatsächlich auch was Witziges.

Florian: Ja, es sind halt die kleinen Sachen auch Nutzen, solange sie jetzt da sind. Es gibt sicherlich auch wieder andere Zeiten. Das ist ja dieses, wenn wir das, was habe ich gestern gelesen? Also ich habe so ein schönes Schild gesehen, da stand drauf, die Klopapierkrise 2020. Ich war dabei. Also wenn wir in fünf Jahren zurückschauen, ist es ja eigentlich wahrscheinlich nur, also natürlich gab es da eine große Krise und natürlich war es dramatisch an vielen Stellen und gleichzeitig ist es halt Teil unserer Geschichte geworden. Und insofern, die Zeit jetzt zu nutzen oder in der Zeit eben das zu tun, was für die Zeit sinnvoll ist, ist ja dann einfach im Einklang mit der Zeit leben.

Miriam: Und ich finde es schön, wenn wir jetzt gerade dafür sorgen, dass da draußen und hier drinnen und überall sehr viele klare Geister rumlaufen. Also dass wir uns sehr klar darüber sind, was wir tun, für was wir uns entscheiden, wie wir unser Leben jetzt gestalten. Das ist schon gut. Also ich finde das Bestreben schon gut. Dass du dir überlegst, welche Informationen möchtest du jetzt in welcher Menge auch haben. Das sind ja alles Dinge, die du selbst entscheidest. Da steht ja keiner in der Wohnung rum und sagt, so und so viele Nachrichten, so und so viele Gespräche, so und so viele Informationen pro Minute, sondern das entscheidest du selbst.

Florian: Und diese Mehrdeutigkeit entsteht ja tatsächlich dadurch, dass du eben sehr viele Sachen vielleicht konsumierst und am Ende ist es tatsächlich ja die Gewichtung, die du da drauf gibst. Also wo möchtest du, wie navigierst du durch diese ganzen Informationen durch? Die Welt da draußen war sowieso schon immer mehrdeutig. Ja, das stimmt. Also es ist tatsächlich...

Miriam: Was würden wir dazu sagen? Ist das komplex?

Florian: Das ist komplexer. In einer bestimmten Fachrichtung, in der ich auch unterwegs bin, würden die dazu sagen, das ist eine komplexe Herausforderung an der Stelle. Nur war es ja immer schon. Wenn wir in den Sommerurlaub, wenn wir uns entscheiden durften zwischen der Côte d'Azur in Frankreich und Rimini in Italien. Oder wir fliegen nach, wir wollten vielleicht nach Schweden. Ja, da sprechen doch mehr, also ganz unterschiedliche Dinge. Da spricht was für Schweden, da spricht was für Frankreich, da spricht was für Italien. Die haben alle was für sich, da spricht auch was für Zuhausebleiben. Und am Ende des Tages war ja das Einzige, was wir tun konnten, triff eine Entscheidung. Entscheide dich jetzt in dem Moment für etwas, was sich für dich besonders gut anfühlt und dann bleib da einfach am Ball. Und möglicherweise stellt sich heraus, das geht jetzt nicht mehr, dann treff halt wieder eine Entscheidung. Das ist ja der Weg, wie wir Menschen uns dann durchs Leben... Durchwursteln darf ich dazu gar nicht sagen, weil ich benutze es tatsächlich auch bei Geschäftskunden. Wir machen halt auf Grundlage des großen Ziels, wir wollen eine Akademie haben, wir wollen gemeinsam viele tolle Dinge erleben, wir möchten eine schöne Zeit haben in den nächsten Jahren. Miriam und ich haben ja Träume davon, wo wir in 30 oder in 40 Jahren, auf welchen Bühnen wir dann sind, wie das aussieht in unserer Akademie dann, einfach um diesen Nordstern zu haben, der uns immer wieder leitet. Also der, der uns eben diese Klarheit gibt der Richtung. Ob wir zwischendrin einen kleinen Umweg machen und uns ein bisschen die Landschaft anschauen und versehentlich mal abgebogen sind vom Weg, weil wir eben keine Römerstraße haben, sondern weil es mehr so ein Pfad ist, der sich halt durch die Landschaft schlängelt. Das ist dann halt mal so gewesen.

Miriam: Ich glaube, damit dürfen wir leben, wir Menschen. Und ich finde das auch ganz beruhigend. Also das kann sehr friedvoll sein, dass wir eben erstens diese Möglichkeit haben, uns jeden Tag wieder aufs Neue in ganz vielen Bereichen unseres Lebens zu entscheiden und zu sagen, so. Jetzt mache ich das mal so. Und kaum eine Entscheidung, die wir Menschen treffen, ist in Stein gemeißelt. Das heißt, wir können Dinge jederzeit verändern, wir können uns umentscheiden, wir können uns überlegen, wie es sich besser anfühlt, wenn wir was ausprobiert haben. Und das war vielleicht noch nicht so der Oberwurf. Und in ganz vielen Bereichen, und je mehr Erfahrung du sammelst, desto einfacher wird es ja da draußen, können wir eben bestimmte Dinge schon abwägen. Also zum Beispiel, wie es mir geht in bestimmten Situationen. Ich kenne mich jetzt ein paar Jahre. So, ich weiß das. Und ich weiß auch, was mir dann hilft.

Florian: Und du weißt auch, was dir wahrscheinlich morgen helfen wird, also worauf du einzahlen kannst, dass es dir morgen ein bisschen besser geht.

Miriam: Und das meinen wir auch im ganz Kleinen, also eben diese gute Tasse Kaffee am Morgen, der Song, den du dir bewusst auswählst, den du morgens als erstes hörst, anstatt einfach das Radio anzumachen und es darauf ankommen zu lassen, sodass du selbst deine Entscheidungen triffst, für was tut dir gut, was tut dir persönlich gut. Und daran achtest, dann gehörst du zu den Menschen, die sehr gut auf sich achtgeben. Und das lieben wir von ganzem Herzen. Menschen, die sich was Gutes tun und die sich da sehr klar drüber sind. Und je klarer wir für uns sorgen, desto klarer, finde ich, können wir auch umgehen mit vielleicht einer komplexen Welt da draußen.

Florian: Also dann ist die komplex. Weil wenn das alles so offensichtlich wäre, dann wäre es ja eher ein Abarbeiten von einzelnen Dingen. Also dann wäre wirklich diese Roboterisierung oder die Digitalisierung eben wirklich eine riesen Herausforderung, weil dann bräuchte es uns dann als komplexe Lebenswesen auch. Und vor allem auch... Wenn ich jetzt an Geschäftskunden denke, wenn wirklich offensichtlich wäre, was das nächste zu tun ist, um 50% Gewinnsteigerung zu haben im Online-Store oder so, dann bräuchten wir ja tatsächlich gar nicht diese Experten an der Stelle, sondern wirklich einfach nur ein... und heute machen wir das, weil das ist das Schlauste und morgen machen wir das, weil das ist das Schlauste und übermorgen ist... Also ein sehr einfach nur Abarbeiten von Sachen und gar nicht mehr dieses Explorieren, dieses Herausfinden, dieses auch rausfummeln und an bestimmten Stellen auch unsicher zu sein und aus dieser Unsicherheit eben auch heraus zu wissen. Wenn wir es dann, wenn wir den Weg gefunden haben und zurückblicken und sagen, ach deswegen hat es damals nicht funktioniert und da war das und so und dann unseren Plan für die nächste Zeit planen, dann ist ja, das ist ja tatsächlich das, was dann im Leben auch Spaß macht. Das ist ja fast schon das, du hast doch diesen schönen Spruch mit dem, wieso gehen wir auf Berge rauf?

Miriam: Weil sie da sind. Ja, das stimmt. Und deswegen mag ich es. Auch der Podcast zum Beispiel, unser kontext*denken Podcast, das ist so eine ganz stabile Größe. Der ist auch da. Der ist jeden Dienstag da. Manchmal ist er Dienstag, um Mitternacht schon da, manchmal nachmittags nur, er ist da. Das heißt, hier sind zwei Gehirne, hier ist unser Mikrofon und es ist unser Thema NLP und auch diese Dinge zu sammeln im Leben, wenn dir das gut tut, also falls, dann ist das zum Beispiel eine dieser Möglichkeiten. Und ja, damit war es das auch für heute.

Florian: Dann hören wir uns wieder nächste Woche.

Miriam: Mit der großen Klarheit, ähm, mit, ähm, ach, wie war das doch?

Florian: Vielleicht mit einem weniger philosophischen Thema oder vielleicht mit einem mehr philosophischen Thema.

Miriam: Ihr dürft uns gerne eure Themen weiterschicken und unsere damit auch, weil wir machen sie zu.

Florian: Miriam at kontext*denken.de Ja, sehr gerne.

Miriam: Ihr Lieben, oder wir sehen uns in der Facebook-Gruppe. Einmal in der Woche geben Florian und ich dort nach wie vor freie Trainings kostenlos. kontext*denken, Training at home. Einfach auf beitreten klicken und dann bist du dabei, wenn wir da live gehen.

Florian: Bis nächste Woche.

Miriam: Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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