Stell dir deinen nächsten Urlaub vor. Siehst du das Meer, hörst du das Rauschen, riechst du die Luft, die dort anders duftet? Genau darum geht es bei VAKOG: sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken – im Außen und mitten in deinem Kopf. Miriam und Florian erklären das Modell, laden dich zu einem kleinen Experiment mit deiner inneren Stimme ein und zeigen an einem ganz banalen Blumentopf, wie das im Verkauf funktioniert.
Frosch im Hals und ein Start mitten im NLP-Stream
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Ah, Frosch im Hals.
Florian: Sollen wir nochmal von vorne anfangen?
Miriam: Nein, das ist okay. Das kann ruhig so anfangen.
Florian: Ich bin ja nicht so zufrieden, wenn wir nicht auch mal irgendwie... Das ist doch kein Anfang für einen Podcast.
Miriam: Wenn ich mich räusper... Oh, da werde ich jetzt sowieso wieder Zuschriften bekommen von Menschen, die sagen, Räuspern ist gar nicht gut für die Stimmlippen. Was? Ja.
Florian: Wieso denn nicht?
Miriam: Ach, da knallen die so ein bisschen aneinander. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das nichts verändert. Das macht nichts Schlimmes. Und ja, also manche Menschen...
Florian: Was haben wir denn jetzt heute für ein Thema?
Miriam: Wir sind mitten im NLP-Stream.
Florian: Ach. Ja. Surprise, surprise. Also falls du die letzten Wochen nicht zugehört hast, wir haben uns beim kontext*denken-Podcast vorgenommen, NLP-Themen zu klären. Begriffe. Das ganze nächste Jahr lang.
Miriam: Ja. Heute ist VAKOG dran.
Florian: Was?
Miriam: VAKOG. V-A-K-O-G, Fakog. Ja, jetzt kommen wir zum... Und jetzt Farquhark.
Fünf Sinne – und was VAKOG bedeutet
Miriam: Wir gehen im NLP davon aus, und ich glaube, das lässt sich gut nachvollziehen.
Florian: Es ist ein Modell von Welt.
Miriam: Du denkst kompliziert manchmal noch. Bis jetzt hast du.
Florian: Naja, wenn wir jetzt Neurowissenschaftler haben, die zuhören oder so, die würden dann sagen, das geht schon noch genauer.
Miriam: Ja, das geht auch genauer und wir wollen es schnell und einfach haben für den täglichen Gebrauch im Business, im Privatgespräch. Und wir gehen davon aus, dass Menschen grundsätzlich diese Welt und das Leben um sie herum über ihre Sinne wahrnehmen. Und die Sinne, die setzen sich zusammen aus V-visuell-Sehen. A. Auditiv hören, K. Kinesthetisch fühlen, O. Olfaktorisch riechen und G. Gustatorisch schmecken.
Florian: Sauerbraten.
Miriam: So, da sind wir doch schon beim Denken von Florian. Florian ist ein Mann und wir haben gelernt, da gibt es drei wirklich spannende Themen. Das war das Essen, Hobbys und Sport.
Florian: Und Sex. Wir waren die letzten zwei Wochen auf einer internationalen Fortbildung der Society auf NLP und da haben wir diese Geschichte wieder von John Laval gehört.
Miriam: Und lustigerweise gibt es mehr kniesige Gesichter von Frauen an der Stelle.
Florian: Ja, echt?
Miriam: Ja, die dann so die Nase...
Florian: Die Männer alle so, ja, ja, ja, ja, ja, was, was, was? War keine so schlechte Beschreibung.
Miriam: Und die Frauen so, nee, ist ja auch nicht nett. Ach, probier's mal. So, das wäre dann eher ein themenspezifisches Gebiet, da kommen wir später in anderen Folgen noch dazu. Heute geht es uns darum, was machen wir denn jetzt mit diesem Wissen darum. Einige Hörer könnten ja sagen, ja natürlich sehe ich was, höre ich was, fühle ich was, rieche ich was, schmecke ich was und dann entscheide ich, ist es gut für mich oder nicht.
Bilder, Töne und Düfte im Kopf: die Repräsentationssysteme
Florian: Die Idee ist, dass auch unsere ganzen internen Repräsentationen, also zum Beispiel sowas, was wir landläufig als Erinnerungen beschreiben oder wenn wir uns was vorstellen, was in Zukunft passiert, wenn du dir vorstellst, wie du eine wunderschöne Zukunft haben wirst, was du morgen erlebst oder was du übermorgen erlebst.
Miriam: Oder wie dein nächster Urlaub wird.
Florian: dass das auch in den Sinneskanälen passiert, in uns innen drin. Also du hast ein Bild von deinem wunderschönen nächsten Urlaub oder von der nächsten Sache, auf die du dich freust, dem nächsten Ereignis, auf das du dich freust.
Miriam: Menschen, wenn wir von Bild reden, sagen ja manche, ich habe kein Bild. Eine Vorstellung davon. Wie machst du dir diese Vorstellung? Wenn wir dich jetzt fragen, wo geht es hin, dann stellst du dir irgendetwas vor, wie es da aussieht, manche sogar, wie es da klingt, wenn sie am Meer irgendwo einen Urlaub gebucht haben, das Rauschen des Meeres, die Palmen, die im Wind langsam wedeln und dazu so ein Knistern verursachen.
Florian: Oh, ich hatte eher so Strandgras in Holland.
Miriam: Ja, auch schön. Oder es gibt Gerüche, Düfte am Meer. Da duftet die Luft anders. Und wir haben eine Vorstellung davon. Und es ist gar nicht hier, vielleicht sitzt du jetzt im Auto und hörst dem Podcast zu oder du sitzt zu Hause und das Meer ist noch sehr weit weg.
Florian: Vielleicht warst du ja sogar noch nie am Meer und hast einfach Vorstellungen aus, entweder hast du im Fernsehen was gesehen oder in irgendwelchen Videos was gesehen oder es ist eben aus Büchern angelesen.
Miriam: und irgendwie findet das in deinem Kopf statt. Und das meint Florian mit den sogenannten Repräsentationssystemen. Und im NLP finden wir das spannend, weil wir uns natürlich fragen, wenn ein Mensch sich diese Vorstellungen macht, diese Bilder, diese Düfte, diese Geschmäcker, diese Gefühle vorstellt, aus der Vergangenheit erinnert oder in der Zukunft, dann ist die Frage, lässt sich das im Gehirn dann auch einfach verändern? Also kann ich mit dieser Art von Vorstellung rumspielen? Kannst du das?
Florian: Klar.
Florian: Wie? Du kannst dir zum Beispiel, das ist ja das, wie wir es dann tatsächlich nutzen, erstmal den nächsten Urlaub wirklich schön vorstellen und dir die Bilder davon einfach machen und einfach Bilder im Kopf malen oder vielleicht auch draußen Bilder malen und die dann in deinen Kopf holen. Wir haben ja hier zwei Kids, die viele Buntstifte haben und den zum Beispiel zu nutzen, mal außen zu malen, wie sieht denn dieser Strand aus? Oder wie sieht die Berglandschaft aus? Oder wo auch immer du gerne hinfahren würdest? Oder auf welches Ereignis freust du dich? Wacken war jetzt dieses Jahr, glaube ich. Es kommt noch dieses Jahr.
Miriam: Wie kommst du jetzt auf Wacken? Immer so was ganz anderes aufzuspannen.
Florian: Für alle, die nicht wissen, was Wacken ist. Das ist so ein Rock-Festival in Deutschland.
Miriam: Das sind andere Bilder, hör mal, als der Strand.
Florian: Da habe ich auch einen anderen Sound.
Miriam: Da habe ich Tinnitus schon bevor es losgegangen ist.
Florian: Das ist auch komisch, ne? Dass sie die Soundanlage so laut machen, dass sie auch gleichzeitig immer noch Gehörschutz brauchen.
Miriam: Ja, machen die ja nicht. 16 Jahre Band. Ich weiß, wovon ich rede. Ich höre gut. Wie ein Luchs. Nee, ich sehe wie ein Luchs. Ich höre wie ein Luchs. Wie ist denn das? Egal, also was auch immer du dir vorstellst in der Zukunft, worauf du dich freuen würdest, irgendwie machst du es in deinem Gehirn, dass du eine Vorstellung davon hast. Oder wenn wir dich bitten, dich an dein schönstes Weihnachtsfest zu erinnern oder ein tolles Ereignis in deinem Leben, dann rufst du irgendwelche Bilder aus der Vergangenheit ab, die du als deine Erinnerung bezeichnest oder eben Töne und so weiter. Jetzt könntest du immer noch fragen. Und wozu dieses Wissen? Das ist doch logisch. Klar fasse ich vorher einen Pullover an, bevor ich ihn kaufe oder ich trage ihn und fühle, wie der sich auf meiner Haut anfühlt. So nehme ich nun mal die Welt wahr.
Florian: Oder wir haben, ich habe jetzt die Geschichte gehört, letzte Woche, dass eine Golferin morgens, und das ist wohl verboten, barfuß golfen geht, weil sie den Rasen und das Gras so gern unter den Füßen spürt.
Miriam: Wie schön, das habe ich auch noch nie gehört, dass das jemand macht.
Florian: Ja, genau. Ist auch nicht erlaubt. Deswegen frühmorgens.
Miriam: Wenn auch keiner am Platz ist. Genau, wenn es keiner sieht. Manche haben das auch in ihrem Garten, das Gefühl. Ich liebe zum Beispiel den Duft von frisch gemähtem Rasen. Das erinnert mich an meine Kindheit und Samstags und wenn der Papa mit dem Rasenmäher da irgendwie durchgezogen war, dann wurde das Planschbecken aufgestellt und das duftete alles nach diesem frisch gemähten Grün. Also wir haben solche Erinnerungen gespeichert. Unsere Sinne funktionieren also nicht nur dort, wo wir gerade sind.
Florian: Also nicht nur im Außen, sondern eben auch im Innen. Das ist das Modell von NLP, wie das funktioniert in uns drin. Und dann ist eben das Praktische, dass es nicht irgendwas Magisches ist, irgendwas völlig Unbekanntes, wie wir Erinnerungen oder unsere Wünsche speichern, sondern dass wir die tatsächlich beeinflussen können auch darüber, welche Bilder wir uns machen, welche Geräusche wir hören in uns drin. Vielleicht, manche Menschen reden ja innen mit sich nur.
Miriam: Das habe ich auch schon gehört.
Florian: Manche Menschen hören sogar die Stimmen von ihren Eltern.
Miriam: Manche davon wohnen hier bei uns. Sind ein paar. Wir sind zu viert. Ich würde sagen, wir haben eine 100%-Quote.
Florian: Mit Stimmen im Kopf? Das klingt ja jetzt nicht so.
Miriam: Klingt nach Psychopathologie. Ist es nicht. Das ist genau das, was passiert, wenn Menschen zum Beispiel abends im Bett liegen und sagen, sie können nicht so richtig einschlafen, weil ihnen noch so viele Gedanken durch den Kopf gehen. Gedanken sind meistens Worte, die sie hören.
Florian: Oder Situationen. Bei mir ist es manchmal auch, dass ich Situationen des Tages nochmal vor mir sehe. Manchmal bin ich da auch drin und sehe aus meinen eigenen Augen in Erinnerungen heraus und manchmal sehe ich mich in den Situationen von außen.
Ein Experiment: mit dem inneren Dialog spielen
Miriam: Wie machst du es? Wenn du gerade diesen Podcast hörst, kannst du damit mal schon ein bisschen üben. Wenn du dir Gedanken machst über irgendein Thema, das dich gerade beschäftigt, siehst du dann Bilder davon vor dir? Planst du mit Bildern? Hörst du eher eine innere Stimme? Manche Menschen sagen, das ist so eine diffuse Stimme. Manche können sogar die Stimme zuordnen. Die können sagen, das ist meine eigene Stimme, die ich da höre und wahrnehme innerlich. Kommt gar nicht auf den Außenlautsprecher.
Florian: Oder in Seminaren und Workshops haben wir immer wieder auch das Feedback, das ist die Stimme von Mama oder Papa.
Miriam: oder von einem Lehrer oder von einem Chef oder von Kollegen ist, die sie hören. Oder Mickey Mouse.
Florian: Wups. Also ging in die richtige Richtung.
Miriam: Kannst auch Darth Vader nehmen.
Florian: Ich bin dein Vater.
Miriam: Also manche Menschen betreiben das sehr intensiv zum Beispiel und damit könnten wir jetzt ein kleines Experiment machen mit diesem inneren Dialog, wenn du Lust dazu hast. Also das heißt, wenn es gerade ein Thema gäbe, mit dem du dich gerne beschäftigst oder was im Moment eine gewisse Priorität in deinem Leben hat, was noch nicht erledigt ist und wo du vielleicht mehrfach am Tag plötzlich dran denkst, Florian macht das ganz gerne, dass es dann auch auf den Außenlautsprecher gibt, so aus nichts heraus sowas zu sagen wie, ah, da muss ich auch noch dran denken. Und dann frage ich ihn, an was? Und Florian sagt, ja, da die Kommunikation mit dem Kunden und die E-Mail schreiben, ah, da wird es dann genauer. Also wenn es so ein Thema gäbe, über das du in deinem Kopf nachdenkst, im Kopf. Oder ganz schnell.
Florian: Das ist eher die Mickey-Maus-Stimme, ne?
Miriam: Ja, ganz schnell und ganz hoch. Wie Mickey-Maus-Stimme? Genau den gleichen Text sagst du eben ganz, ganz schnell. Ich muss doch diese E-Mail schreiben an diesen Kunden. Das macht auch Spaß.
Florian: Das klingt ja überhaupt nicht mehr sinnvoll dann.
Miriam: Es ist die Idee. Wenn es zum Beispiel ein Thema wäre, was... Und mach dieses Experiment gerne mal. Ja, was dann passiert. Also wir wollen jetzt gar nichts vorwegnehmen, sondern schau mal, was passiert, wenn du sowas mal tun würdest. Oder manche Menschen reden im Du mit sich, also die duzen sich im Kopf, wenn sie über irgendwas nachdenken. Oder ichsen sich. Oder ichsen. Ja. Ha, ich hab die Wäsche noch nicht gemacht. Ha, liegen noch zwei Bergewäsche rum. Ha, ich will schnell die Wäsche noch machen.
Florian: Und das sind Spiele mit den Repräsentationen, also diesem VAKOG, visuell, auditiv, kinesthetisch, olfaktorisch, gustatorisch, in dir drin.
Miriam: Geht auch mit Bildern.
Florian: Kommen wir wahrscheinlich bei den Bildern noch dazu, ne? Weil die nächsten Wochen schauen wir uns dann nochmal visuell, auditiv, kinesthetisch genauer an. Ja. Um mal so ein bisschen da reinzufahren. Also jetzt weiß jemand das. Und jetzt?
Wozu das Ganze? Erinnerungen wiederbeleben
Miriam: Und jetzt?
Florian: Wozu? Wozu?
Miriam: Wozu brauchen wir das Zeug?
Florian: Das ist wirklich eine relevante Frage.
Miriam: Soll ich es dir verraten? In jedem Fall. Weil unser Körper und unser Gehirn es lieben, die Welt ganzheitlich wahrzunehmen. Möglichst viele Sinne, möglichst großer Eindruck. Das heißt, je mehr Informationen wir in einer Situation bekommen, umso dreidimensionaler wird zum Beispiel auch die Erinnerung, die wir haben. Je wacher wir sind, je achtsamer wir in einer Situation sind, desto mehr Details nehmen wir wahr. Wir nehmen dann an Weihnachten nicht mehr nur unsere Geschenke wahr, sondern auch das, was die anderen alle so bekommen haben. Oder wie genau das Essen geschmeckt hat, das Tolle. Oder welche kleinen Details es am Weihnachtsbaum zu entdecken gab. An Ostern, jetzt steht Ostern kurz bevor, wenn dieser Podcast erscheint. Vielleicht gibt es am Osterfest plötzlich viel mehr Details, die du wahrnehmen kannst, wenn du deine Sinne schärfst dafür.
Florian: Wir haben ja auch ein paar Profis, die zuhören. In der Hypnose gibt es auch die Technik der Revivification, was auch immer das auf Deutsch, welcher Artikel auch immer da stände. Also die Wiederbelebung, die wirkliche, dass ein Mensch sich eine Erinnerung so sehr ins Bewusstsein, ins Jetzt reinholt, dass es so ist, fast als würde es jetzt nochmal passieren. Und wie unterstützen wir das? Darüber, indem wir eben mehr Dinge über das Bild fragen. Also wer war da noch alles drin? Wie waren die Farben? Wie war die Lichtstimmung? Voll in das Bild einzutauchen, reinzusteigen, was wir dann in den nächsten Wochen noch machen. Dann eben auch, was hast du gehört in solchen Situationen? Also gerade wenn es, dafür lässt sich das natürlich super nutzen, gerade für gute Situationen. Wie war das denn damals bei deinem ersten Kuss? Obwohl der erste Kuss vielleicht gar nicht so, beim schönsten Kuss.
Miriam: Vielleicht wurde da was gesagt auch. Vielleicht gab es Worte, die dich besonders berührt haben oder die du dir bis heute dann wie mit so einem Tonband.
Florian: Irgendwelche Musik im Hintergrund. Kuschelrock.
Miriam: Geige. Wenn die Geigen singen.
Florian: Ja, wenn die Geigen singen, genau.
Miriam: Ja, herrlich.
Florian: Also dann ist das eine Technik in der Hypnose auch, um Erinnerungen eben wieder erlebbarer zu machen und mehr in den Vordergrund zu holen. Und du spürst wieder mehr, du hörst wieder mehr, du siehst wieder mehr. Die Erfahrung von damals wird wieder realer für jetzt. Und das können wir ja nutzen, um gute Gefühle über den Tag hinweg zu haben.
VAKOG im Verkauf: der Blumentopf mit allen Sinnen
Miriam: Ich kann auch im Verkauf das VAKOG-Prinzip gut benutzen.
Florian: Oder du kannst das gut benutzen. Wie würdest du es denn dann benutzen?
Miriam: Ja, ein Produkt, wenn wir von einem Produkt ausgehen, nicht von einer Dienstleistung, da geht das auch. Und ich mache es mir einfach und nehme ein Produkt, ein wunderschöner Blumentopf, den ich verkaufen wollen würde. Dann hat der über alle Sinne Wahrnehmungsmöglichkeiten. Das heißt, ich kann den sehen, natürlich. und kann dem Menschen, der ihn kaufen soll, zum Beispiel diesen Topf gut beschreiben, von außen, die Farben, die vielleicht Muster, die es da gibt oder wenn es ein Tontopf wäre, vielleicht auch eine Struktur, die zu sehen ist.
Florian: Ich kann so einen Topf... Du nimmst jetzt nichts vorweg, was dann im Sales Basic auch dran kommt, oder?
Miriam: Naja, so ein bisschen. Und ach, da gehen wir da ordentlich drauf ein.
Florian: Miriam gibt tatsächlich einen Workshop, erstmal ein Sales Basic, was eine Einführung in Verkaufstechniken auf NLP-Basis ist.
Miriam: Ja, wird zum ersten Mal im Juni stattfinden, dieses Jahr in Unna und dann bei uns auch nochmal im Herbst. Das heißt in Mönchengladbach, da könnt ihr einfach mal schauen auf unserer Seite www.kontext*denken.de, dort gibt es alle Informationen zu dem Seminar. Also jetzt könnten wir so einen Blumentopf auch zum Klingen bringen. Das heißt, ich kann da mit einem Stückchen, mit einem Löffel oder so dran klopfen und zeigen, wie massiv der Ton ist oder das irdische Material, aus dem der gefertigt ist. Der hat einen Sound, wenn der auf dem Tisch aufgestellt wird. Dann gibt es die Möglichkeit, den zu fühlen. Wie schwer, wie leicht ist der? Ist der gut hebbar? Wie fühlt sich die Struktur des Materials an? Wenn der aus Ton wäre, ist das ein natürliches Material. Das fühlt sich anders an in den Fingern als ein Plastikmaterial. Und genauso kann ich eben... Naja, beim Schmecken würde ich auschecken.
Florian: Ich würde den nicht ablecken.
Miriam: Der Ton wäre das wahrscheinlich eh ungefährlich, nur ich würde es mir sparen. Ich habe tatsächlich früher bei QVC Kosmetik probiert. Ich weiß genau, wie einzelne kosmetische Inhaltsstoffe schmecken. Ich habe die alle irgendwann mal einzeln da gehabt.
Florian: Da ist der Trick, das wusste ich vorher auch nicht, dass Kosmetik in Deutschland immer essbar sein darf.
Miriam: Die fällt unter das Lebensmittelschutzgesetz, die tut also nichts. Sie ist verzehrbar, sie ist nicht dafür geeignet und sie schmeckt auch meistens nicht. Um genau zu sein, habe ich bis jetzt noch keine einzige Creme oder irgendein Serum gefunden, der schmeckt.
Florian: Nur das wäre nicht das, was du beschreiben würdest. Nein, genau.
Miriam: Also da darf ich dann pro Produkt entscheiden, welche Sinneskanäle machen hier Sinn. Was natürlich schon geht, ist, dass so ein Tontopf den Geschmack von Natürlichkeit hat. Ich kann das sozusagen als eine Meta-Ebene da draufsetzen.
Florian: und einfach so tun, als gäbe es einen Geschmack. Was auch immer Natürlichkeit für den Geschmack hat. Genau. Für viele verschiedene Menschen.
Miriam: Es gilt in dem Fall dann auch für Duft. Auch hier kann ich mit dem Tontopf nicht viel anfangen. So ein Tontopf riecht jetzt nicht intensiv nach irgendwas, hoffentlich. Was vielleicht schon duftet, ist die Lasierung. Also es gibt Produkte, die duften. Zum Beispiel Holzprodukte duften. Ganz klar, da habe ich den Duftkanal offen. Also wenn ich was aus Holz verkaufe.
Florian: Wir haben Zirbenholz zum Beispiel hier.
Miriam: Wir haben einen absoluten Holzexperten auch unter unseren Teilnehmern. Der hat gerade jetzt frisch auch seinen NLP-Trainer absolviert. Ganz liebe Grüße an Hartmut. Der fertigt unter anderem aus Holz auch Schmuckstücke. Und diese Schmuckstücke haben definitiv einen Duft. Ich frage Hartmut mal, wie der schmeckt. Wobei, ich habe selbst zwei Ringe davon. Ich könnte ja mal dran schlabbern.
Florian: Ja, dann kann er selber einen bringen.
Miriam: Kann er selber?
Florian: Okay. Dann mache ich den Spann.
Miriam: Genau. Und ich kann Geschichten, wenn du Geschichten erzählst in deinem Job oder deinen Kindern, kannst du die lebendiger gestalten über diese Sinneskanäle, wenn du wach genug bist, daran zu denken.
Ausblick: In den nächsten Wochen Buchstabe für Buchstabe
Florian: Das heißt, nächste Woche machen wir mal hier... Wir gehen schön in der Reihenfolge nach vor, weil es ist ja auch ein deutscher Podcast. So, wir lieben Regeln. V-A-K-O-G, das heißt wir fangen bei V an.
Miriam: Richtig. Heute grundsätzlicher Einblick da drauf und wir gehen noch viel tiefer in diese Materie. Das wird spannend in den nächsten Wochen. Vor allen Dingen, wenn du eben im Business-Bereich deine Sprache präzisieren möchtest, wenn du viel mehr Menschen noch erreichen möchtest. Denn so einfach wie es klingt, dass wir diese Welt wahrnehmen über diese Sinneskanäle, so wenig benutzen Menschen dieses Wissen. Das ist verrückt.
Florian: So, das heißt, wir holen dir jetzt, wir machen dir erstmal einen Hustentee oder was?
Miriam: Brauche ich nicht. Ich habe ein bisschen Jetlag vom Flug. Meine Schleimhäute verdauen noch die neun Stunden Klimaanlage in dem Flugzeug.
Florian: Okay. Das heißt, nächste Woche in neuer Stimmqualität.
Miriam: Wobei ich meine Stimme mag, wenn die so klingt.
Florian: Ja, ich auch.
Miriam: Hat so ein bisschen was.
Florian: Wir haben jetzt was vor. Ich bin dein Vater.
Miriam: Ihr Lieben, danke fürs Zuhören.
Florian: Und bis nächste Woche.
Miriam: Wenn es wieder heißt. Zwei Gehirne und der Podcast. Bis dann.
Florian: Tschüss.
Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.