NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 162

Das wohlgeformte Ziel im NLP

Wie treffen erfolgreiche Menschen ins „Schwarze“?

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In dieser Folge

Darum geht es

Werden Ziele überbewertet? Ist das so eine amerikanische Marotte, dass jeder Mensch immer mehrere kleine und mindestens ein großes Ziel für sich klar haben sollte? Miri ist da skeptisch. Sich im Hier und Jetzt richtig wohl zu fühlen, ist doch prima. Immer weiter und weiter und noch besser und ganz anders erscheint ihr nicht immer erstrebenswert. Florian ist seit über 15 Jahren erfolgreicher Unternehmer und unterschreibt, dass sinnvolle Ziele viel Sinn machen. Im NLP gibt es dafür ein Werkzeug, das Menschen dazu bringt, ihre Ziele möglichst gehirngerecht für sich und andere zu formulieren. Es heißt: Wohlgeformte Ziele. Diese Folge erklären wir Dir, was damit gemeint ist und helfen Dir dabei, Dir zu Hause ein solches Ziel (oder auch mehrere) zu kreieren und dann mal zu schauen und zu fühlen, wie anders ein solches Ziel sich auswirken kann. Neurologen gehen nämlich davon aus, dass es Menschen leichter fällt, ein Ziel zu erreichen, wenn sie es genau für sich erkennen und darstellen können. Welche Informationen dafür wichtig sind und wie Du Dein Gehirn dazu bringst, diese Informationen zu finden, das dürfte Dir nach dieser Folge des Podcasts und einem kleinen, schriftlichen Entwurf zu Hause oder im Büro klar sein.

Konkret gehen Miriam und Florian die Kriterien für ein wohlgeformtes Ziel durch: in der Ich-Form, positiv formuliert (ohne das Wörtchen "nicht"), sinnlich konkret nach dem VAKOG-Prinzip, selbst initiierbar und aufrechterhaltbar, in der Gegenwart formuliert. Es geht um die Wozu-Frage, um Ziele in Coaching und Teamcoaching, um Beispiele aus Musical-Proben, Diät-Vorsätzen und Beziehungswünschen. Und um die Frage, wie sehr du dich auf dein Endergebnis wirklich freust. Der Ökologie-Check folgt in der nächsten Folge. Wenn du deine Formulierung prüfen lassen willst, kannst du sie an Miriam oder Florian schicken.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Werden Ziele überbewertet?
  2. Meilensteine und die Sache mit der Zieländerung
  3. Ich-Form und positiv formuliert
  4. Sinnlich konkret und selbst initiierbar
  5. In Präsenz formuliert — und die Freude drauf
  6. Der Öko-Check kommt nächste Woche

Braucht der Mensch Ziele — oder ist das nur so eine amerikanische Marotte? Miri sitzt gerade zwischen Faust-Proben und ihrer eigenen Skepsis, Florian coacht Teams, die sich verändern wollen. Aus dieser Reibung entsteht ein handfestes NLP-Werkzeug: das wohlgeformte Ziel. Am Ende kannst du dich zu Hause hinsetzen und dein eigenes Ziel nach ein paar klaren Kriterien aufschreiben — und mal spüren, wie sich das anfühlt.

Werden Ziele überbewertet?

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Manche Trainer sagen ja, Menschen brauchen Ziele.

Florian: Das klingt sehr amerikanisch.

Miriam: Ich will auch gar nicht länger drüber reden. Meine Güte, diese Hatz nach einem Ziel. Wenn jetzt einer kein Ziel hat gerade und ist, weißt du, dieses hier und jetzt glücklich sein, so wie es gerade ist, reicht doch.

Florian: Ja, stimmt.

Miriam: Gut, ich sag ja, wird ein kurzer Podcast.

Florian: Weil wir heute über wohlformulierte Ziele im NLP reden möchten.

Miriam: Ja, das stimmt. Das hat was damit zu tun, dass wir seit einigen Folgen NLP-Begriffe klären und erklären.

Florian: Und NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren. Das hat nichts mit dem Finanzinstitut zu tun und auch nichts mit Natural Language Processing, was ich auch schon mal gefragt werde wegen meines IT-Hintergrundes.

Miriam: Ja, gut. Und jetzt Ziele. Schnell.

Florian: Was ist denn das Ziel dieses Podcasts?

Miriam: Das Ziel dieses Podcasts ist, dass wir das wohlgeformte Ziel so erklärt haben, dass unsere Hörer da draußen sagen, ah, ich weiß, wie im NLP mit Zielen und dem Thema Ziele umgegangen wird. Also wenn wir es rein förmlich bekommen.

Florian: Da könnten wir ja noch ein bisschen dran arbeiten.

Miriam: Ja.

Florian: Weil wir haben mehrere Kriterien, die für Wohlgeformtheit des Ziels, und das ist eben dieses hohe Gut im NLP, die dafür zur Verfügung stehen und die erfüllt werden dürfen.

Miriam: Ja, ich bin mit dem Thema so ein bisschen sensibel, weil ich es auf der einen Seite für sehr nützlich halte, auch im kleinsten Bereich des Lebens ein Ziel zu setzen oder zumindest die Wozu-Frage zu stellen und auf der anderen Seite ist es auch okay, wenn es einfach nur Spaß macht. Für mich. Also wenn das, verstehst du, ich trainiere das selbst und ich bringe Menschen bei, nicht nur in unseren NLP-Seminaren, sondern auch in unserem Sales Pro, wie wichtig es ist, ein Ziel formulieren zu können. Ein Ziel so formulieren zu können, dass es fürs Gehirn und vielleicht auch für Mitarbeiter, für Kunden, für wen auch immer Sinn ergibt. Das ist eine großartige Fähigkeit.

Florian: Auch für Teams.

Miriam: Und ich finde es ganz wichtig, dass Menschen das grundsätzlich können. Und Florian und ich trainieren da ständig dran, dass wir uns immer wieder die Wozu-Frage stellen. Wo soll das hinführen? Was ist der Outcome? Was ist das Endergebnis dessen, was wir planen? Wenn das jetzt Business ist oder sonst was. Ich probe gerade für das neue Musical. Für Faust, ganz anders und als Musical im November, toll. Und da ist das Ziel so klar.

Florian: Weil da siehst du dich, was ist das Ziel?

Miriam: Grundsätzlich gibt es eben dieses Regie-Team, das sagt, so, wir spielen das dieses Jahr und dann ist allen, die da mitmachen, klar, am so und sovielten November, ich glaube am 22., das ist ein Samstag, ist die Premiere und bei der Premiere wird der Vorhang aufgehen und dieses Stück wird gezeigt. Und zwar im besten Sinn, also so gut wie alle können und wollen und in der Lage sind. Und natürlich sehe ich dann zum Beispiel, ich sehe immer den Schlussvorhang. Also ich sehe nicht den Anfangsvorhang, sondern wenn ich daran denke, dann sehe ich das ganze Ensemble auf der Bühne im Finale. Riesen Menschenmengen, Pyrotechnik, explodierende Feuerwerkskörper, rauschende Musik und tosende Beifallsstürme. Das ist das, was ich dann schon sehe für mich vor dem geistigen Auge, was ich mir hinhalluziniere. Und dann freue ich mich. Und dann gebe ich Vollgas in den Proben und will das erreichen. Und wenn in den Proben mal was ein bisschen schwieriger ist, dann erinnere ich mich, wie toll das ist, wenn das Publikum Zugabe schreit oder aufsteht und Standing Ovations gibt. Und wir sind ja auch teils in Theatern mit 750 Menschen drin. Das ist irre. Das ist voll schön, so vielen Menschen gleichzeitig so eine Freude zu bereiten.

Florian: Aber voll gut. Und jetzt habe ich, ich war ja in den letzten zwei Jahren oder in den letzten drei Jahren auf dem Theaterworkshop dabei, der immer im Herbst stattfindet, wo die großen Choreografien eingeprobt werden und wo die meiste Arbeit stattfindet, bevor es dann tatsächlich in die Durchlaufproben geht. Und etwas, das Miriam und ich da immer gemacht haben für die gesamte Gruppe, war mal drüber zu sprechen, ob alle so ein Ziel vor Augen haben und alle schon sehen, wie das ist, wenn der Schlussvorhang aufgeht und dann ein Standing Ovation ist. Und mein Eindruck war, manche ja, manche sahen sich auch stundenlang irgendwas proben, manche sahen sich auch vor buhrendem Publikum, glaube ich, da stehen und scheitern an den schwierigen Stellen. Und manche hatten vielleicht überhaupt kein Ding, sondern wir haben halt einfach Spaß daran. Und dann ist ja die Frage, was ist nützlich? Also was führt dazu, dass wir mehr Spaß bei den Proben haben und oder die notwendige Energie auch reinstecken und auch die notwendige Zeit aufwenden und Energie aufwenden, um ein tolles Ergebnis zu haben?

Miriam: Wir könnten jetzt die Diskussion aufmachen, ob das wirklich Sinn macht und ob es nicht auch geht ohne dieses Ziel. Oder eine genaue Vorstellung davon. Oder sich mal Gedanken zu machen, welches Ziel, welche Zielvorstellung besser tut.

Florian: Weißt du, wie ich das für mich auflöse?

Miriam: Wie?

Florian: Die Herausforderung, die ich auf den Unternehmen habe, ist, dass wir, die wollen irgendeine Veränderung haben. Also die wollen irgendwie, da darf was anders werden. Manchmal ist es auch nur motiviert daraus, dass sie sagen, so kann es nicht weitergehen, die Konkurrenz zieht an uns vorbei. So, ohne ein Ziel zu haben, wissen wir nicht, was von den Möglichkeiten, die wir im Moment haben, was tatsächlich eine gute Möglichkeit ist oder nicht. Oder in dem Sinne nicht gut oder schlecht, sondern eine nützliche Möglichkeit, weil die uns zu irgendeinem Ziel hinbringt. Also in einem Team könnte jemand vorschlagen, ja, lasst uns doch morgens einfach 15 Minuten kurz zusammenstehen und gemeinsam bereden, was wir an dem Tag machen für ein Team. Eine mögliche Maßnahme. Jemand anders könnte sagen, was wir tun sollten, ist uns einfach E-Mails schicken über den Tag hinweg, wenn wir irgendwas machen und wir setzen uns immer alle in CC. Wie soll ich denn jetzt zwischen diesen beiden Maßnahmen unterscheiden oder sagen, ja, die eine ist vielleicht nützlicher auf ein bestimmtes Ziel hingesehen, wenn ich kein Ziel habe. Also dann sind die völlig äquivalent. Und deswegen brauche ich gerade in Teamcoachings Ziele. Oder dann eben auch im normalen Coaching.

Meilensteine und die Sache mit der Zieländerung

Miriam: Ich habe das für mich nochmal anders angegangen und habe mich irgendwann gefragt, die Meilensteine in meinem Leben. Also es gibt Meilensteine in meinem Leben, besondere Augenblicke, besondere Momente des, ich habe was erreicht fühlens. Und wie sind die zustande gekommen? Wie habe ich das gemacht, dass ich bestimmte Ziele überhaupt erreicht habe? Habe ich mir da vorher schon so eine Art Ziel gesteckt gehabt oder ist es einfach zufällig in mein Leben gepurzelt und war auf einmal da?

Florian: Du bist um die Ecke gegangen und plötzlich hatte ich das Ziel angesprungen.

Miriam: Richtig, plötzlich war ich Fernsehansagerin, fup. Oder plötzlich hatte ich mal eine Traumbeziehung oder plötzlich hatte ich ein Kind. Was habe ich vorher getan? Was war sozusagen die, was war initial dafür, dass das passiert ist? Und bei den großartigen Dingen, bei den tollen Sachen, die ich in meinem Leben erreicht habe, wo ich rückblickend sagen würde, wow, das war auch ein irres Gefühl, als es dann auf einmal da war. Da hatte ich irgendwann vorher eine Idee von, ich hätte das gerne. Es war bei mir so. Das kam manchmal inspiriert durch andere Menschen, manchmal kam es inspiriert durch mich selbst, manchmal inspiriert durch was, was ich im Fernsehen gesehen hatte oder in einem Buch gelesen habe. Es gab immer so einen Auslöser und dann bei mir so einen Gedanken von, das will ich haben. Und dann ging es in meinem Kopf rund. Und dann habe ich den Schlussvorhang gesehen. Weißt du? Also dann habe ich das Endergebnis vor meinem geistigen Auge schon gesehen.

Florian: Fürs Uni-Studium hast du dich auch gesehen, wie du das Diplom, oder bei dir ist es ja kein Diplom, sondern ein...

Miriam: Nein, viel witziger, du wirst es nicht glauben. Das würden vielleicht einige glauben, so mit dem Hütchen auf, mit so einem schwarzen amerikanischen, so einen Zettel irgendwie in die Luft schmeißen. Oder der Hut wird in die Luft geschmissen. Nee, ich habe Theaterfilm und Fernsehwissenschaften angefangen zu studieren, weil ich mich gesehen habe im dunklen Theaterraum, im Zuschauerraum sitzen, alleine und Menschen auf der Bühne als Regisseurin anweisen, was sie tun.

Florian: Echt jetzt? Ja. Oh, dieses Ziel hast du nicht erreicht, oder?

Miriam: Nein, das habe ich nicht erreicht.

Florian: Also in der Theatergruppe Assenheim, da wo bei denen auch Faust läuft, da vielleicht schon.

Miriam: Nee, beruflich habe ich es nicht erreicht, weil dann ja was passierte während des Studiums.

Florian: Was denn?

Miriam: Ich habe eine Zieländerung vor.

Florian: Was? Ist es denn dann wirklich ein Ziel? Also darf ich, will ich mir heute einfach aussuchen, dass ich das eine mache und morgen dann das andere? Ja. Eieiei, ob das zielführend ist?

Miriam: Oh, ich weiß auch nicht, wir können das gleich nochmal abgleichen.

Florian: Wir schneiden das einfach raus aus dem Podcast.

Miriam: Meinst du, wenn Kollegen zuhören, die sagen, ach du meine Güte.

Florian: Ihr könnt doch nicht hier erzählen von den Zieländern zwischendurch.

Miriam: Hier gibt's nur reine Erfolgsgeschichten. Das! Hier war der Claim gesteckt und bäm, die Bonk.

Florian: Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen, die manche Menschen haben, wenn sie sich ein Ziel stecken sollen, die auch in Teams häufig bei mir eine Herausforderung sind, wo die Leute sagen... Wenn ich mich auf das eine festlege und wenn dann zwischendrin was passiert und dann arbeite ich natürlich gerne in dem Bereich, in dem ich arbeite, weil ich arbeite als agiler Unternehmensberater, Organisationsentwickler und eins der Prinzipien in der Agilität ist, Veränderungen in der Welt da draußen anzunehmen und dann den Plan zu ändern. Und wenn ich mich selber verändere, dann ist es eben auch eine Planänderung möglich.

Miriam: Ich mag das mit der Planänderung mittlerweile. Früher fand ich das furchtbar. Ja, du hast mir das mal beigebracht von diesem Feldmarschall, der irgendwie gesagt hat, kein Plan... Feldmarschall. Ein Bundeswehroffizier, der gesagt hat, kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt. Nee, es war auch kein Bundeswehroffizier. Ist auch egal, es war früher.

Florian: Ein Waffenoffizier auf dem Tornado. Der hat mir das mal gesteckt und ich vermute, dass der Spruch von von Moltke kommt. Ich weiß es gar nicht genau.

Miriam: Noch älter. Das wird ihm zumindest in den Mund gelegt.

Florian: Hast du nachgeschaut? Ja, hab ich. Wie lustig. Und der zweite Teil des Spruches ist, ohne Plan überleben wir den ersten Feindkontakt nicht. Also die Idee dahinter, eben einen Plan zu haben und das ist vielleicht das zweite Element, das zu einem Ziel gehört dann, eben auf sich zu überlegen, wie komme ich denn, wenn das mein großes Ziel ist, wie komme ich denn dann dahin, ist vielleicht eine gute Idee. Nur zwischendrin, wenn wir dann merken, ah, auf dem Weg, ja, das dachte ich mir, wäre vielleicht eine brillante Idee, nur jetzt merke ich, wo ich dem jetzt näher komme, so doch nicht, dann dürfen wir das natürlich auch anpassen.

Ich-Form und positiv formuliert

Miriam: Und jetzt kommen wir mal zum NLP. Also wir nehmen jetzt mal die reinen Regeln und die sind okay. Die haben mir sehr geholfen, die haben mich auch sehr unterstützt. Das heißt, wir geben dir jetzt ein tolles Werkzeug an die Hand, wenn du das probieren wollen würdest, wie du zu Hause dich einfach mal in Ruhe, in einem ruhigen Augenblick hinsetzen und für dich mal ein Ziel unter diesen Prämissen formulieren könntest. Und dann mal einfach zu beobachten, zu fühlen, auf dich selbst zu hören, wie das so ist, wie gut das ist, das so mal klar zu haben. Ich mag's.

Florian: Was ist denn die erste Regel?

Miriam: Regel Nummer 1 für ein Ziel, das überhaupt fürs Gehirn irgendwie darstellbar ist, wo es so eine Art Zug nach vorne gibt, nach da willst du hin, ist, du formulierst es in der Ich-Form, da tun sich viele Menschen schon schwer. Man könnte ja mal...

Florian: Gestern hat unser Practitioner gestartet.

Miriam: Ich erinnere mich dunkel. Da haben wir am ersten Teil, stellen wir auch die Frage nach den Zielen. Und es kann sein, dass dir das auffällt, wenn du da draußen so durch die Welt spazierst und triffst deine Freunde, bekannten Kollegen und jemand ist unglücklich und du sagst, ja, was würdest du dir denn wünschen?

Florian: Wie wäre es denn in gut? Also ich weiß schon, was ich nicht will.

Miriam: Ja, also ich will nie wieder was mit diesem Mann oder mit dieser Frau zu tun haben. Ja gut, das hast du ja jetzt schon gesagt. Was würdest du dir denn wünschen? Ja, dass ich auch die ganze Familie von dem nicht mehr sehe. Gut. Okay.

Florian: Das ist dann die zweite Regel, dass es positiv formuliert sein darf.

Miriam: Also, was willst du? Die Frage lautet, was willst du?

Florian: Und wir hatten ja vor ein paar Wochen den Meta-Programme-Podcast, auch eins der großen NLP-Themen und da ging es auch darum, dass sich manche Menschen besser oder lieber daher motivieren, dass sie sagen, weg von dem ganzen Scheiß, der da irgendwie passiert ist.

Miriam: Und es gibt auch ordentlich Schub.

Florian: Und genau. Da ist Schub drin. Jetzt eben zielgerichteten Schub. Also wo soll der Schub hingehen? Und deswegen brauchen wir das manchmal.

Miriam: Weil wir können sozusagen so ein Raketenauto zünden und können das einfach ins All schießen.

Florian: und möglicherweise endet dann jemand einfach auf Bali.

Miriam: Ich hätte jetzt gesagt auf der Vega.

Florian: Und wundert sich dann. Vor was weggerannt.

Miriam: Da gibt es diesen alten Spruch, vom Regen in die Traufe kommen. Also es ist dann so zufällig.

Florian: So was ist das Ziel? Wie soll es denn dann aussehen? Oder wie soll es sich anfühlen? Was ist das, was du dann hörst, schmeckst und riechst, wenn du dieses Ziel tatsächlich erreicht hast?

Miriam: Deswegen in dieser Zielformulierung kommt kein nicht vor. Also bald du das Wort nicht in deiner Zielformulierung findest, darfst du nochmal drüber schauen.

Florian: Und ich habe schon wirklich, gerade wenn es 10, 12 Leute im Raum hat und wir gemeinsam uns überlegen, wie die Zukunft für ein Team aussehen darf, habe ich wirklich schon viel Zeit damit verbracht. Weil für manche Menschen ist es ungewohnt, das erstmal wieder ins Positive zu formulieren. Und ich finde es eine spannende Frage an Teamleads oder an Führungskräfte hinan, auch an Abteilungsleiter und drüber. Wenn ihr euch jetzt vorstellt, wie das in einem Jahr ist, wie soll das denn dann sein idealerweise in der Firma? Also wenn wir es uns aussuchen könnten, wie wäre es denn dann? Dann komme ich als Führungskraft ins Unternehmen rein und dann sagen die Mitarbeiter morgens, hallo Florian, ich sage, hey, frag und, wie geht's? Alles im Griff, alles im Griff. Und unterhalten sich dann wieder und was ist das, was ich dann tue? Also das sind ja dann so Fragen, die sich stellen als Führungskraft im Unternehmen. Möchte ich Mitarbeiter haben, wo ich den ganzen Tag als Führungskraft am besten nichts zu tun habe, weil die völlig autark arbeiten, ohne mich, völlig selbstermächtigt und selbstorganisiert und die treffen einfach ihre super Entscheidungen und ab und zu kommen sie bei mir vorbei und sagen, ja, ist immer noch alles super, hier sind die neuen Zahlen, sieht alles toll aus. Ist das so? Was mache ich denn dann den ganzen Tag?

Miriam: Ich glaube sowieso, dass dieses in die Ratio gehen an so einer Stelle auch erstmal unfassbar viel Gequatsche im Kopf ist. Ja. Also die beste Übung, weil ich kenne unfassbar viele Menschen in Coachings, ich gebe ja auch 1 zu 1 Coachings oder in den Situationen im Seminar, die dann eben da sitzen wie so ein Kanickel vor Blitz und Donner und sagen, ich weiß nicht, was ich will, ich weiß es aber, mir fällt nichts ein, mir fällt nichts ein. Weil alles, was ihnen vielleicht einfallen würde, sofort von dieser inneren Stimme weggequatscht wird in Richtung, das geht ja nicht. Also das geht nicht, das geht nicht, das geht nicht. Wenn jemand aus einer kaputten Beziehung kommt, und sagt, ich will das nicht mehr. Und wird gefragt, was willst du denn gerne? Und der sagt sowas wie, ja, ich habe da diesen Traumpartner. Das wäre toll. Nur meistens kommt es nicht, weil die Leute sich eher sowas sagen wie, naja, für mich gibt es halt kein Glück.

Florian: Für mich gibt es halt kein Glück.

Miriam: Das ist jetzt schon die achte Beziehung, die gescheitert ist. Ich lasse es einfach. Und das wäre ja dann auch die Möglichkeit, es positiv zu formulieren, zu sagen, die nächsten zehn Jahre Single. Glücklicher Single. Wie sieht der glückliche Single aus?

Florian: Hat der glückliche Single dann Sex? Kann sich ja meins total gehen. Das ist eben die Frage.

Miriam: Ich formuliere, ich bin ein glücklicher Single. Ich entscheide, was ich will, wann ich will, wo ich will. Ich reise, wann ich will. Ich koche.

Florian: Ich pupse unter der Bettdecke, ohne dass jemand riecht.

Miriam: Genau.

Florian: Kann ja sein.

Miriam: Und es einfach mal laufen zu lassen. Verstehst du, wenn du das alleine mit dir zu Hause spielst, das Spiel, es hört ja keiner zu. Es guckt dir auch keiner über die Schulter, was du da aufschreibst und es gibt auch kein richtig und falsch. Es gibt einfach nur ein, wenn wir unsere Kinder fragen, was wünschst du dir zu Weihnachten? Da gibt es kein Halten. Wenn wir da nicht sagen, stopp, das Christkind hat nur begrenzte Ladefläche auf diesem Schlitten, dann schreiben die fünf Seiten Wünsche auf. Mal eben so. Alles mögliche. Bis hin zu Schneefall.

Florian: Ja.

Miriam: Wo wir uns als Eltern natürlich auch fragen, wie sollen wir das machen?

Florian: Oder nächstes Wochenende, an meinem Geburtstag sollen alle gesund sein. Voll gut.

Miriam: Ja. Die schreiben alles, die schreiben wirklich kreuz und quer. Und dann auch wieder die große Lego Harry Potter Sause oder so. Es ist wirklich großartig, wie die das hinbekommen. Hammer. So und dann können wir eben das nochmal auf, wie realistisch ist es oder wie sinnvoll ist es, checken. Nur lass doch erstmal, also lass erstmal laufen. Lass erstmal aus deiner Feder, schreib mal auf, sag's dir auf Band, was auch immer dir gut tut, was dich gut anfühlt.

Sinnlich konkret und selbst initiierbar

Florian: Oder eben malen.

Miriam: Malen ist auch super.

Florian: Weil das ist dann die nächste Regel. Und für die Regelbrecher unter euch, das ist halt so ein Thema dann. Die nächste Regel ist, wir wollen sinnlich konkret sein. Das heißt im NLP, wir hatten in den ersten NLP-Folgen ja schon WACOC mit drin, also das Visuelle, das Auditive, das Kinesthetische, Olfaktorisch und Gustatorisch. Unsere Sinne eben. Das heißt, was ist denn das, was du wirklich genau siehst, wenn du dein Ziel erreicht hast? Was ist das, was du spürst? Was ist das, was du hörst? Was ist das, was du riechst oder schmeckst? Was fühlst du?

Miriam: Und dieses, das ist malbar, also du könntest ein Bild davon malen, wie so ein Ziel-Finish-Foto.

Florian: Das stellt sicher, dass es sinnlich konkret wird.

Miriam: Genau. Und es stellt auch sicher, dass da nicht so ein Ziel ist wie, ich bin dann wieder glücklich.

Florian: Weil für die meisten Menschen ist eine Aussage, wie ich bin dann wieder glücklich, eben keine sinnlich konkrete Aussage. Sondern es ist eher die Geschichte, ich bin nicht mehr unglücklich. Und dafür gibt es irgendwie dann auch ein Gefühl innen drin, klar. Nur wo ist das denn genau? Oder wer ist denn um dich herum? Was passiert dann genau?

Miriam: Was ist das? Was hast du getan, um wieder glücklich zu sein? Wie hast du dich wieder glücklich gemacht? Und das ist dann schon die nächste Regel, in der wir sind, also nach, dass es eben ein malbares, darstellbares Ziel ist, ist, dass du etwas tust dafür, also dass du etwas dafür tun kannst.

Florian: Meine aktuelle Lieblingsformulierung ist selbstinitierbar oder selbstaufrechterhaltbar an der Stelle. Also dass es eben nicht ist, mein Chef gibt mir eine Gehaltserhöhung. Was ja tatsächlich auch malbar wäre. Also ich könnte mir ja vorstellen, ich male mich da hin und dann male ich den Chef da hin und der Chef hat irgendwie so ein Bündel Geldscheine in der Hand. Nur die Idee bei den NLP-Zielen ist, dass es uns in die Lage versetzt, du tust jetzt was für deine Ziele. Du machst was. Du gehst raus. Du hast die Energie, um loszugehen. Und dann geht es eben darum, was ist denn das, was du machen kannst? Wie kannst du das aufrecht erhalten auf deinem Weg zu dem Ziel? Wir hatten vor einigen Jahren im Practitioner oder Master mal jemanden, die gesagt hat, sie möchte ihre Kleider auf den großen Laufstegen der Welt sehen oder auf großen berühmte Frauen sollen die tragen. So, jetzt könnte ich natürlich sagen, ja, die Idee ist, dass die dann auf die Designerin zukommen sollen und sagen, design mir doch mal ein Kleid und sie kann den ganzen Tag am Telefon sitzen oder in ihrem E-Mail-Account sitzen und darauf warten, dass sich Madonna meldet oder Cher meldet oder wer auch immer da für sie wichtig war. Nur dann sind wir eben nicht selbst initiier- oder aufrechterhaltbar. Dann ist es, ja möglicherweise melden die sich oder möglicherweise auch nicht. Kommt halt drauf an, ob sie überhaupt eine Idee davon haben, dass es diese Kleider gibt. Nur mit Menschen in Kontakt zu treten, mit Promotern in Kontakt zu treten, mit anderen Promis in Kontakt zu treten. die aufzusuchen, selber auf irgendwelche Modemessen zu gehen, auf irgendwelche Vorträge zu gehen. Das ist ja das, was dann Mode bekannter macht, in der Öffentlichkeit zu sein mehr damit, heutzutage ja auf Instagram, wir hatten ja schon einige Influencer bei uns in den Seminaren, da tatsächlich dann auch was zu posten. Das hat vielleicht schon was damit zu tun, dass du auch bekannter wirst.

Miriam: Ja, und es ist auch nicht dieses, ich möchte, dass sich der Willi verändert, damit es mir endlich wieder gut geht.

Florian: Mein Mann soll nur... Wenn mein Mann die Schubladen zumacht, dann bin ich wieder glücklich.

Miriam: Also es ist ein Ziel, das aus dir herauskommt. Und klar, es gibt Ziele, wenn jemand Unternehmen gründet oder das plant, dann gibt es ein Endergebnis und das ist dann ein Bild von wie glückliche Kunden irgendwelche Produkte benutzen oder wie Frauen, die Kleider tragen, die eine Designerin designt hat. und vielleicht braucht es dafür ein Team, vielleicht braucht es dafür mehr Menschen als nur einen, vielleicht sind da einige nötig und dann kann ich das nicht komplett selbst erreichen, weil ich vielleicht keine Ahnung habe von Buchhaltung oder von Steuer oder von wie auch immer, nur ich kann zumindest etwas dafür tun, ständig und stets, dass dieses Ziel näher und näher rückt, indem ich eben zum Beispiel einen Steuerberater finde, der zu mir passt oder der das mit übernehmen möchte, wie auch immer. oder mit Menschen spreche, die davon Ahnung haben oder mir Bücher kaufe und mich schlau mache. Also es gibt ganz viele Möglichkeiten, selbst zu initiieren und selbst aufrecht zu erhalten. Auch wenn am Ende des Tages andere involviert sind. Und ich sehe das auch bei einer Beziehungsplanung so. Also wenn jemand sich eine tolle Beziehung wünschen würde. Da ist der andere Mensch involviert. Beziehung bedeutet meistens zwei oder mehr. Das heißt, einer allein kann das Finden dieser Beziehung oder das Erreichen dieses Zustands schon aufrechterhalten. Das geht auch nicht dadurch, dass du dich zu Hause aufs Sofa hockst. und wartest, ob einmal ein schöner Hermes-Boot oder eine schöne Hermes-Bootin vorbeikommt.

Florian: Selbst da wäre ja was zu tun.

Miriam: Selbst da wäre was zu tun.

Florian: Da dürfte ich ja dann auch was bestellen.

Miriam: Was bestellen und auch dann was sagen.

Florian: Ja, wenn die da klingeln. Die Tür aufmachen, wenn die klingeln.

Miriam: Die Tür aufmachen, ja, auch so sieht das aus. Genau.

In Präsenz formuliert — und die Freude drauf

Florian: Also es ist tatsächlich ein Tool, ein Werkzeug, um in die Tat zu kommen und eben auch zu unterscheiden, ist eine bestimmte Aktion nützlich auf dieses Ziel oder eben nicht? Und um auch immer wieder gegen zu checken, bin ich da schon angekommen? Also habe ich vielleicht ein Teilziel schon erreicht? Habe ich schon was gemacht? Und dann eben auch, um gegen zu prüfen, welche Teile von so einem Ziel könntest du denn jetzt schon haben? Also es geht schon noch ein bisschen weiter und für zu Hause, für die Übung... Ist das mal ganz gut, wenn du es in der Ich-Form, in positiv formuliert, in sinnlich konkret und das, was tatsächlich du machen kannst, also was du initiieren kannst oder was du aufrechterhalten kannst, wenn du diese Teile mal aufschreibst.

Miriam: Einen haben wir noch? Jetzt kommen wir in die Grammatik. Ja, das Ding ist in Präsenz formuliert.

Florian: Ja.

Miriam: Sag ich jetzt nichts weiter zu, könnt ihr alle.

Florian: Ja, also Gegenwart.

Miriam: Also nicht, ich würde dann gerne... oder ich werde, sondern Menschen, die, also wenn wir sehr erfolgreichen Ziele erreichern, lauschen, dann, egal ob das Leistungssportler sind oder Topmanager oder ganz erfolgreiche Unternehmer, wenn die von ihren nächsten Zielen sprechen, sei es ein Jahresziel, ein Fünfjahresziel, was auch immer, dann sind die in ihrer Sprache schon da. Also die sagen, in einem Jahr haben wir unseren Umsatz verdoppelt, wir sind Marktführer im Bereich, und das ist nicht Futur oder so, also Zukunft, sondern das ist Präsenz. Wir sind Marktführer, in einem Jahr sind wir Marktführer.

Florian: Das Schöne ist, dass das natürlich Gefühle auslöst. Also wenn das ein entsprechend schönes und entsprechend großes Ziel ist, dann löst das natürlich auch schöne Gefühle aus und vielleicht nimmt es ja schon einen Teil dessen, was du dann später mal haben wirst, schon im Hier und Jetzt vorweg. Und wenn du mit diesen guten Gefühlen arbeitest, ist es natürlich noch einfacher, dieses Ziel zu erreichen. und das ist was, was wir im NLP Practitioner oder im NLP Master Practitioner dann tatsächlich noch verstärken. Da gibt es dann einige Werkzeuge, die das Ganze noch unterstützen und die Grundtechnik ist das, was wir dir hier beschrieben haben eben.

Miriam: Ein letztes hätte ich noch anzufügen.

Florian: Was denn?

Miriam: Weil du gerade über die Gefühle redest. Wir erleben manchmal Menschen, die ein Ziel sehr gut schon formulieren, die das geübt haben oder bei uns den Practitioner gemacht haben. Und während sie das Ziel sagen, zum Beispiel in einem Jahr bin ich Abteilungsleiter, ist ihnen nicht anzusehen, dass sie sich darauf freuen, dass das Endergebnis da ist.

Florian: Wenn du glücklich bist, sagst du deinem Gesicht Herausforderung.

Miriam: Ja, genau. Und manchmal habe ich das Gefühl, die können ihrem Gesicht gar nichts sagen, weil die sind nicht glücklich dabei. Das ist gar nicht das Ziel, was sie wirklich glücklich macht. Es ist halt ein notwendiges Ziel oder vielleicht einfach der nächste Schritt in der Karriere, der nächste logische. Oder es ist was, was andere von ihnen erwarten würden, dass sie es erreichen.

Florian: Auch bei Studenten haben wir das öfter.

Miriam: Also wenn du dich schon zu Hause hinsetzt und machst die Übung, dann prüf das gleich mit. Wenn du dir schon was ausdenkst, wie sehr freust du dich da drauf? Weil wenn ich unsere beiden Söhne beobachte, wenn die diese Wunschzettel schreiben, dann sind das die freudigsten Augenblicke mit im Jahr.

Florian: Der Kleine kriegt sich kaum ein. Wir dürfen auch wirklich die Lego-Kataloge vorher bestellen oder irgendwo besorgen. Und dann werden die durchgeblättert und angeschaut.

Miriam: Da wird eine Vorauswahl getroffen.

Florian: Exakt. Und dann die exakte Lego-Nummer, inzwischen können sie beide schreiben, die Lego-Nummer aufgeschrieben, dass auch ja das Richtige ist.

Miriam: Und dann referiert der Kleine gerne noch eine Stunde, warum er das haben will, was da dran alles so toll ist, bis ins Detail. Es ist großartig. Also der kriegt wirklich knallrote Bäckchen, wenn er das erzählt.

Florian: Und darum wird es gehen dann, ne?

Miriam: Also wie sehr freust du dich auf das Endergebnis davon? Das Endergebnis, nicht mittendrin. Ja, da sind wir bei diesem klassischen Diätthema, wenn sich Menschen vornehmen, eine Diät zu machen, ist das ja auch ein Ziel. Das klingt so, das klingt nach einem tollen Ziel an Silvester, ich mache eine Diät. Ich mache jetzt Gewichtsmanagement. Das ist kein Endergebnis. Was ist denn das Endergebnis von der Diät?

Florian: Also wie siehst du dann aus? Wie viel Energie hast du? Wie viel machst du vielleicht irgendwas, was du vorher nicht gemacht hast?

Miriam: Siehst du dich in Geschäften, in tollen Kleidergeschäften stehen und drei Größen kleiner kaufen?

Florian: Also siehst du, Bilder, die ich jetzt im Kopf gehabt hätte, wären auf irgendeinen Turm raufgehen über die Treppen und oben ganz entspannt und ruhig anzukommen zum Beispiel.

Miriam: Also du siehst dich dann oben auf dem Turm stehen.

Florian: Genau, bei uns in der Nähe gibt es einen hohen Turm, wo, weiß ich nicht, 150, 200 Treppenstufen am Stück sind. Und die Kinder und ich sind da schon hochgerannt auch. Und dann eben oben überhaupt nach dem Tempo anzukommen und dann eben ruhig zu atmen noch und der Körper ist gerade erstmal aktiviert, das sind ja vielleicht auch schöne Bilder. Also was ist das, was du dann tun kannst? Was ist das, was du dann erreichen kannst?

Miriam: oder vielleicht mal richtig in die Übertreibung gehen und dich wirklich mal, und trau dich das ruhig, in so einem Glitzerkleid in Größe 36 so eine Showtreppe runterkommen sehen.

Florian: Wenn dir das gute Gefühle macht.

Miriam: Also wirklich im Ideal sein so. Und in deinem Kopf darf das ja ideal sein, egal wie schnell oder wie langsam dir das möglich erscheint oder wie möglich überhaupt. Das ist nicht relevant für dieses, ich formuliere mal ein Ziel und fühle dann mal rein.

Florian: Weil dann sind wir wieder bei diesem Studium der Film- und Fernsehwissenschaften oder Theaterfilm- und Fernsehwissenschaften mit dem, was ist das, was dich voranbringt? Und wenn das eben ist, diese Idee von, dass du in einem dunklen Theaterraum sitzt, ganz alleine und die Schauspieler stehen da auf der Bühne und du gibst ihnen Anweisungen. Wenn das dafür sorgt, dass du ein erfolgreiches Studium hast, dieses Bild, dann ist es vielleicht gar nicht mehr so wichtig, ob danach das tatsächlich so ist oder ob wir zwischendrin merken, es geht eher in eine andere Richtung. Nur du kommst aus dem Quark raus und du fängst an, Dinge zu tun. Das ist ja das, was wir erstmal haben wollen. Apropos, da gibt es ja noch so Menschen um uns herum und das eine oder andere Ziel könnte auch Konsequenzen haben für...

Der Öko-Check kommt nächste Woche

Miriam: Das machen wir nächste Woche.

Florian: Machen wir nächste Woche? Ja. Das gehört doch auch noch zum wohlformulierten Ziel dazu.

Miriam: Ja, es ist so ein Appendix, möchte ich sagen.

Florian: Ein Appendix.

Miriam: Naja, das nennt sich Öko-Check.

Florian: Also Ökologie-Check. Was passiert in dem System um dich herum oder was passiert in den anderen Systemen, in denen du drin bist? Ein Beispiel wäre, du möchtest jetzt Ultramarathonläufer werden. Und das bedingt wahrscheinlich ein bisschen Training.

Miriam: Mehr.

Florian: An der einen oder anderen Stelle. Und möglicherweise hat das Auswirkungen auf andere Karriereziele. Und dann dürfen wir das natürlich irgendwie in Einklang bringen oder mit der Familie oder Kindern oder wie auch immer, mit der Oma.

Miriam: Ja, da ist sie.

Florian: Das heißt, über einen Ökologie-Check reden wir erst nächste Woche.

Miriam: Ja, nächste Woche. Also, wenn du jetzt dann zu Hause diese Übung gemacht hast und hast fantastische Endergebnisse gefunden, tolle Bilder gemalt, im Ich formuliert, im Präsenz, denkst, boah, cool, ich kann das. Stopp.

Florian: Stopp. Fühl dich gut.

Miriam: Im nächsten Podcast, genau. Fühl dich gut. Bis zum nächsten Podcast.

Florian: Und dann machen wir nochmal den Gegencheck. Aus der Erfahrung heraus wissen wir auch, dass die Formulierung an der einen oder anderen Stelle ein bisschen Übung bedarf. Wenn du das an miriam-at-kontext*denken.de oder an florian-at schicken möchtest, sehr gerne. Wir geben dir da gerne Feedback drauf, ob das schon wohlformuliert ist im Sinne von NLP.

Miriam: Gerade wenn du im Augenblick diesen Drang nach Veränderung spürst oder wenn du die Idee hast, was Großes zu tun, wenn schon lange eine Idee in dir schlummert und du hast noch nicht so dieses Ziel formuliert, dass das wirklich auch dazu führt, dass bestimmte Dinge in deinem Leben jetzt plötzlich zu Taten werden, dass du beschließt loszugehen. Mach die Übung ruhig mal und wir unterstützen dich da gerne.

Florian: Gut und dann nächste Woche ist auch schon klar?

Miriam: Nächste Woche ist klar. Dann prüfen wir das mal mit diesem Theater-Wissenschafts-Ding.

Florian: Fernsehen.

Miriam: Fernsehen war es dann, ja.

Florian: Tatsächlich mache ich am Dienstag, also am Tag, an dem der Podcast rauskommt, gibt es einen Workshop, wo ich mit Teams wieder genau darüber spreche, wie soll die Zukunft aussehen. Ich bin sehr gespannt.

Miriam: Schön soll sie aussehen.

Florian: Rosig.

Miriam: Oh ja. Im Februar ist der nächste Practitioner. Wir freuen uns, wenn du dabei bist. Bis dann.

Florian: Bis dahin.

Miriam: Tschüss. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.

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