NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 163

Ökologie des Ziels

Wie gut passt dein Ziel zu dir?

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In dieser Folge

Darum geht es

Dies ist ein Zauder-Podcast. Ja, richtig gelesen. Denn anschließend an die Podcast-Folge 162 geht es in dieser Episode darum, Dein Ziel auf Sinnhaftigkeit und Auswirkung für Dich und Dein jetziges Umfeld zu testen. Sollte das nicht eher ein Unternehmensberater, ein Beziehungsexperte oder ein Fachmann machen, könntest Du Dich fragen? Und ja, ein Unternehmensplan zum Beispiel ist vielleicht etwas, was bei einer geplanten Selbstständigkeit von einem Betriebswirtschaftler übernommen werden könnte. So weit sind wir mit Deinem Ziel noch nicht. Aus NLP-Sicht möchten wir eher mit Dir zusammen eine Reise in deine emotionale Zukunft machen. Welche Konsequenzen hat Deine Idee – egal ob privat oder beruflich – auf Dein soziales Umfeld, Deine jetzige berufliche Situation, Deine Fitness und Entspanntheit… eben alles, was für Dich wichtig sein könnte und durch das Ziel berührt wird. Im Podcast erfährst Du, wie Du diesen Check durchführst und danach Deine eigenen Erkenntnisse generierst. Du hast Dein Ziel klar? Du weißt, wo Du hin möchtest? Dann los und viel Freude beim großen Ökologiecheck Deines Vorhabens.

Miriam und Florian arbeiten sich am NLP-Öko-Check entlang: Was ist der Vorteil, wenn du dein Ziel erreichst — und was der Nachteil? Was gewinnst du, wenn du bleibst, wo du bist? Konkret wird es an der Geschichte des Toningenieurs, der mit sicherem Gehalt im öffentlichen Dienst blieb, bis er Busfahrer wurde und dabei aufblühte. Es geht um sanfte Wege gegen den großen Cut, um kleine Übungsziele wie die Steuererklärung und darum, dass Alter kein Argument ist. Wenn du nach Zielsetzung, Ökologie des Ziels, wohlgeformte Ziele oder NLP und Veränderung suchst, bist du hier richtig.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein Zauder-Podcast? Anknüpfen an die Ziele
  2. Warum Vorsicht bei der Zielerreichung?
  3. Der glücklichste Busfahrer Frankfurts
  4. Sanfte Wege oder großer Cut?
  5. Die vier Felder des Öko-Checks
  6. Alter ist kein Argument — und ein Ausblick

Du hast dein Ziel klar vor Augen — und trotzdem lohnt sich ein Zwischenstopp, bevor du losrennst. Miriam erzählt von einem Toningenieur beim Hessischen Rundfunk, der eigentlich Busfahrer werden wollte. Was aus damaliger Sicht völlig absurd schien, wurde später sein glücklichstes Kapitel. Genau darum geht es hier: Wie prüfst du, ob ein Ziel wirklich in dein Leben passt — mit allem, was daran hängt?

Ein Zauder-Podcast? Anknüpfen an die Ziele

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast.

Florian: Mit den Themen, die das Leben so schreibt und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: In der letzten Folge haben einige unserer Zuhörer Ziele entworfen, sie bis heute erreicht. Und damit ist auch unser Job schon getan.

Florian: Ja, voll gut. Dann brauchen wir nie wieder einen Podcast machen.

Miriam: Na, das wäre schade. Ja, das stimmt. Das fände ich jetzt auch langweilig. Nein, wir hatten versprochen, dass wir in dieser Folge nochmal fortsetzend an Ziele anknüpfen.

Florian: Nur wollen wir uns dann wirklich dran halten? Ich schon.

Miriam: Ich bin gerne meinen eigenen Regeln treu.

Florian: Ja, das ist eine gute Idee. Sich anzugewöhnen, die eigenen Regeln einzuhalten. Fang an damit. Voll gut. Was denn noch? Was machen wir denn jetzt? Machen wir erst Werbung? Werbung ist gut.

Miriam: Unser neuer Terminplan 2020 ist da. Ja. Es gibt vier Practitioner zur Auswahl. Im Februar, im Mai, im August und im Dezember.

Florian: Wieso machen wir denn im August einen Practitioner?

Miriam: Weil wir es können. Ein Sommer-Practitioner.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Wir wollten mit den Practitionern auch mal ins Waldschwimmbad gehen.

Florian: Oder so. Ja. Ja.

Miriam: Genau. Und noch viele andere neue Trainings gibt es. Wir werden zum ersten Mal einen Hypnose-Master anbieten. Wir werden zum ersten Mal einen Kommunikationstrainer-Ausbildungslehrgang machen. Viel Spannendes. Und ProSales wird es wieder geben, weil das ein, ich würde mal sagen, phänomenaler Erfolg war.

Florian: Ja, wir haben tatsächlich Zahlen, das ist das Großartige.

Miriam: Also wir haben so erfolgreiche Ergebnisse bei unseren Teilnehmern und die haben uns so hart weiterempfohlen, dass das am besten gestern nochmal stattgefunden hätte. Und wir haben einen Termin bis jetzt, der ist auch im Sommer. September, Anfang September.

Florian: Und wir denken deutlich darüber nach, einen Frühjahrstermin noch zu machen. Falls dich NLP und Sales oder die Sales-Vertriebsausbildung in dem Bereich interessiert, schreib gerne an miriam-at-kontext*denken.de, dann nimmt sie dich auf die Liste mit auf. Dann wäre das ja schon ein Ziel.

Warum Vorsicht bei der Zielerreichung?

Miriam: Und jetzt würden wir, wenn wir an Ziele anknüpfen, haben wir letztes Mal gesagt, es gibt so eine Art Vorsichtsmaßnahmen. Was? Ja.

Florian: Wieso denn vorsichtig sein, wenn es um Zielerreichung geht?

Miriam: Nicht jedes Ziel ist immer auf deine Eltern. Sagt jemand, ich werde Schauspieler. Die Eltern sagen, ja, Vorsicht.

Florian: Ja, wer weiß. Taxis braucht es gar nicht mehr in der Zukunft.

Miriam: Ja, und Schauspieler verdienen nicht so viel, es ist eine brotlose Kunst.

Florian: Deswegen arbeiten an der Frittenbude.

Miriam: Ja, also das könnte passieren und manche Menschen machen das auch innerlich mit sich und die meisten tollen Ziele, die meisten wunderschönen Vorhaben scheitern übrigens daran, dass sie nie durchgeführt werden. Deshalb ist es uns ein Anliegen, zum einen ermutigend zu bleiben und zu sagen, hör dir den letzten Podcast an, falls du ihn nicht gehört hast, denn da erklären wir dir, wie aus Sicht des NLP ein sogenanntes wohlgeformtes Ziel, ein gehirngerechtes Ziel entsteht.

Florian: Wie sich das plötzlich anfühlen kann, wenn du tatsächlich mal eine Referenzerfahrung dafür hast, wie dein Ziel sich anfühlt oder wenn du plötzlich mit dir darüber sprichst, wie schön das ist, dein Ziel zu erreichen.

Miriam: Und in diesem Podcast setzen wir an und sprechen über den NLP-Begriff Ökologie des Ziels. Das ist genauso wichtig wie das Ziel selbst, finde ich. Und macht Sinn. Jetzt könntest du sagen, ja wie, wenn ich mir jetzt was Tolles ausgedacht habe oder schon immer wusste, ich bin der neue Bundeskanzler. Das ist doch toll, dann lass mich doch. Geht alle weg, geht mir aus der Sonne. Ich bin auf der Reise, auf der politischen. Dann würden wir als NLP-Trainer immer noch sagen, Moment, bevor du richtig loslegst,

Florian: Lass uns kurz die Ökologie des Ziels überprüfen und das heißt in dem Fall, inwieweit passt dieses Ziel denn in dein Leben rein und in die Sozialsysteme, die du vielleicht auch noch pflegen möchtest. Also möglicherweise hast du ja eine Beziehung oder du hast eine Familie mit Kindern und vielleicht auch die Ursprungsfamilie und vielleicht würdest du die ja gerne auf die Reise mitnehmen.

Miriam: Vielleicht ist deine Frau glücklicher mit einer anderen Partei, als in der du gerne Bundeskanzler werden möchtest.

Florian: Ja, das wäre natürlich, also das wäre schon tragisch, gell? Was würdest du denn da machen?

Miriam: Ja, es gibt's auf jeden Fall, also es wäre Potenzial drin für Streit.

Florian: Ja, wenn du sagst, ich will unbedingt in Köln leben und die Partnerin sagt, nein, Düsseldorf.

Miriam: Und diese Situation kennen wir alle. Also es gibt dieses wunderschöne Ziel, das fühlt sich genau richtig an. Manche Menschen stecken das auch sehr groß, weil um von Köln nach Düsseldorf zu fahren, das dauert eine Stunde, könnten Menschen auch über zwei Wohnungen nachdenken. Und ja, wenn jemand nach Neuseeland auswandern möchte, dann ist da schon eine größere Strecke dazwischen. Und ich kenne das mittlerweile von meinen Zielen, die ich mir gesteckt habe und auch erreicht habe, dass es mir gut getan hat und es sich noch sicherer angefühlt hat, vorher diesen Öko-Check zu machen. Was ist denn Öko-Check? Öko klingt so nach selbstgemachtem Müsli.

Florian: Ja, es geht eben darum, das Ökosystem um jemanden herum oder um die Person, die sich etwas wünscht. Wenn du dir ein Ziel vorgenommen hast, dann nicht nur in dieses Ziel hineinzugehen und zu träumen und dir vorzustellen, das ist sicherlich wichtig und diese Gefühle schon zu haben, wie toll das ist, wenn du dein Ziel erreicht hast. Und dann auch einen Schritt zurück zu machen und dir das Ganze anzuschauen und zu überlegen, was für Konsequenzen hat es denn auf das gesamte Ökosystem um dich herum, wenn du dir dieses Ziel vornimmst. Zum Beispiel eben dieses Bundeskanzler werden würde wahrscheinlich bedingen, in eine Partei einzutreten, also wäre meine Vermutung, dass das am einfachsten so ist. Würde bedingen, dann eben viel Zeit in dieser Partei auch zu verbringen. Würde bedingen, Wahlkampfveranstaltungen zu machen und Werbung zu machen und Ämter zu übernehmen. Und das ist ja dann ein Teil des Lebens plötzlich. Und wenn du mehrere Ziele gleichzeitig hast, sowas wie vielleicht auch regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, Zeit mit einer Partnerin verbringen, Zeit mit den Kindern verbringen, möglicherweise auch noch beruflicher Erfolg, eine großartige Karriere in irgendeinem Beruf und dann eben auch noch mittel- und langfristig Bundeskanzler werden, dann ist ein einfacher Weg, indem du einfach aufhörst zu schlafen.

Der glücklichste Busfahrer Frankfurts

Miriam: Ja. Ja. Es gibt auch noch andere Punkte. Es gibt ja auch finanzielles Thema. Ich habe, als ich noch im Hessischen Rundfunk moderierte, hatte ich dort einen Toningenieur an meiner Seite, der als großen Traum hatte, Busfahrer zu werden. Das hat er mir, ein sehr guter Tontechniker. Und beim Hessischen Rundfunk sind Angestellte tendenziell im öffentlichen Dienst. Das heißt, es gibt viele Vorteile dort. Also es ist ein gutes, sicheres Gehalt, dass ich nach oben aufstock.

Florian: Das ist ja schon ein paar Jahre her.

Miriam: Ist schon ein paar Jahre her, genau.

Florian: Da war das sogar noch sicherer.

Miriam: Ja, und also es war damit viel verknüpft und ich hatte den Eindruck, der ist immer sehr vergnüglich und sehr fröhlich in seinem Job als Toningenieur und dann waren wir irgendwann mal zusammen Kaffee trinken und dann sagte er mir, schon immer, schon als Kind und es treibt ihn dieser Gedanke, dass er besser als Busfahrer wäre noch als Toningenieur. Für mich war das... Völlig absurd damals, ich war jung, ich war 24, 25 und hab den mit großen Augen, ich hab sehr große Augen, ich hab den mit großen Augen angeguckt und wusste gar nicht, was ich sagen sollte dazu, dass der auf so eine Idee kommt. Und er hatte auch alles mögliche auf dem Schirm, also dass er natürlich jetzt in einer schönen großen Wohnung in Frankfurt lebt, in einer Altbauwohnung und ein schönes Auto fährt und dass das alles dann nicht mehr so einfach ist, weil das Gehalt wäre schon deutlich niedriger als Linienbusfahrer, es ging nicht mal um Reisebusfahrer, sondern Linienbus.

Florian: Was ja viel lustiger ist vielleicht auch, das heißt ja auch abends zu Hause schlafen, ne?

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: Also sowas darfst du dir ja tatsächlich überlegen, was ist das, was du haben möchtest.

Miriam: Und also schon echter Frankfurter mit Herz und Seele Eintracht-Fan und eben für diese Stadt.

Florian: Geil auch, dann, wenn Fußballspiel ist, genau die Linien mit den Fanbussen, oder? Ah, geil.

Miriam: Und er erzählte mir davon und ich hatte ständig so auf der Zunge, lass das. Echt? Ja, volle Kanne. Oder eher so, überleg nochmal, denk nochmal nach. Willst du das wirklich? Ja. Also er widersetzte sich in allem und fing an zu argumentieren und er hatte auch auf dem Schirm, dass das schwierig werden könnte, denn er durfte ja nochmal einen Führerschein zusätzlich machen und einen Personenbeförderungsschein und dann auch einen Job bekommen als Busfahrer. Und all das war schon im Raum, es schien mir nicht realitätsfern und es schien mir völlig abwegig so eine Entscheidung zu treffen, zumal da dieses Geldthema auch war. Also kleinere Wohnungen, kein Auto mehr unter Umständen, nicht mehr so schöne Urlaubsreisen oder so, was heißt schön, nicht mehr so teure Urlaubsreisen.

Florian: Das ist ja schön, also sich auch damit zu beschäftigen, sozusagen, was ist der Vorteil davon, wenn du das Ziel nicht erreichen würdest? Also was ist das, da dürfen wir ja mal mindestens in dem Coaching kurz drüber sprechen oder wenn du dich mit deinen Zielen eben befasst und sowas aufschreibst. Mal kurz drüber nachzudenken. Was wären denn die Vorteile davon, wenn du dein Ziel nicht erreichst? Und in dem Fall wäre das vielleicht, ja die Altbauwohnung bleibt eher da und Urlaubsreisen sind einfacher möglich. Vielleicht brauchen wir auch nicht so viel Zeit für irgendwelche Fortbildungen und für irgendwelche Weiterbildungen, Führerschein machen und solche Sachen.

Miriam: Ja. Also für mich war es damals völlig absurd.

Florian: Wieso wollte er das denn dann tun? Also offensichtlich war ja an der aktuellen Situation, die er hatte, auch sowas, dass er gesagt hat, so kann es nicht weitergehen. Also offensichtlich hatte da bleiben, wo er ist, also das Ziel nicht erreichen, auch echt Nachteile. Absolut. Was denn?

Miriam: Ich habe die vollständige Gefühl, dass das Ziel nicht erreichen bedeutet, dass er weiter in einem Job arbeitet, in dem er sich offensichtlich nicht ganz richtig fühlte. Das waren seine Worte, da erinnere ich mich noch dran. Das fühlte sich nicht ganz richtig an. Und immer wenn Schwierigkeiten auftauchten oder wenn der Job ihm mühsam erschien, dann fing er im Kopf an, Busfahrer zu sein.

Florian: Echt?

Miriam: Ja.

Florian: Wie witzig.

Miriam: Und wie schön. Ja, und ich weiß, dass das Gespräch ins Nichts verlief, also ich, klar, ich hätte ihn weder unterstützen noch ihm irgendwas raten können zu dem Zeitpunkt, ich war einfach nur völlig erstaunt, bis hin zu ein bisschen erschrocken, das hatte mich überrascht, weil ich ihn wahrgenommen hatte als sehr, sehr guten Ton-Inch und auch sehr tollen Kollegen und... Als ich den Hessischen Rundfunk verließ, war er noch da. Und als ich einige Jahre später mal wieder in Frankfurt war und alte Kollegen traf vom Sender und wir abends in Frankfurt gemütlich irgendwo saßen, war er auch dabei. Und dann sagte er eben, dass er jetzt nicht mehr beim Hessischen Rundfunk arbeitet, sondern Bus fährt.

Florian: Und?

Miriam: Und dabei leuchtete sein Gesicht. Und er ist der glücklichste Busfahrer der Welt, glaube ich. Und er hat seine Gitarre mit im Bus und so ein kleines Körbchen mit Keksen und Bonbons. Echt jetzt? Ja, und einige Fahrgäste kennt er, die also regelmäßig mit dieser Linie fahren. Da weiß er, wann die Geburtstag haben und dann spielt er denen ein Ständchen. Und wenn sie im Stau stehen, erzählt er einen Witz über die Anlage und liebt das total. Macht auch kleine Ansagen, wenn Fremde da sind, über die Stadt, also wo sie gerade vorbeikommen und... Achtet drauf, dass wenn einer eingeschlafen ist auf dem Sitz, dass er die Ansage von der nächsten Haltestelle viermal macht.

Florian: Besonders laut.

Miriam: Er findet das alles voll cool und liebt seinen Job und liebt sein Busfahren. Jetzt habe ich ihn schon länger nicht gesehen. Meine Vermutung ist, dass das auch der beliebteste Busfahrer Frankfurts geworden ist. Und ja, es geht. Und er schien mir deutlich entspannter, glücklicher, aufgeräumter...

Sanfte Wege oder großer Cut?

Florian: Jetzt, da könnte, also, na, da, der Investigativ-Journalist in mir, der sagt, ja, okay, dann hast du jetzt halt mal den einen getroffen, ne, bei dem das so gut funktioniert hat. Und jetzt, also wir können ja nicht einfach alle so Träume und Ziele hier, also wenn ich anfange mich mit meinem Ökosystem um mich herum zu beschäftigen, mit meinen Eltern und meinen Kindern und mit meinen Freunden und Freundeskreis und mit dem vielleicht meinem Fitnessclub oder was auch immer, manche Ziele gehen ja dann gar nicht mehr. Und dann?

Miriam: Das stimmt. Und unser Gesellschaftssystem würde zusammenbrechen mal eben, wenn alle Menschen plötzlich ihre Träume leben würden.

Florian: Glaubst du?

Miriam: Ja. Absolut.

Florian: Das ist ein spannender Glaubenssatz.

Miriam: Auf jeden Fall ergab diese Studie, wurde auch glaube ich im Spiegel veröffentlicht, ergab, dass 75% aller Deutschen nicht glücklich sind in der Arbeit, in der sie tun und dass sie sie hauptsächlich für den Verdienst tun, den sie da bekommen. Und dass sie nicht gerne da hingehen und auch nicht wirklich Sinn in dem sehen, was sie da machen. Weder für sich noch für ein größeres System oder ein großes Ganzes.

Florian: Jetzt sind wir wieder in den Nachteilen da drin, da zu bleiben, wo man vielleicht ist. Und wir sind sehr beruflich unterwegs, oder?

Miriam: Ja, wir können das auch aufs Private ziehen. Manche Menschen wünschen sich eine Traumpartnerschaft, manche Menschen wünschen sich mehr Reisen, manche Menschen wünschen sich... Ein Häuschen irgendwo an einer bestimmten Stelle auf diesem Planeten.

Florian: Beziehung ist doch gut. Und das wäre ja genau das, weshalb wir sagen, ja, wir wollen auf die Ökologie schauen. Also was passiert, wenn du dein Ziel erreichst? Was sind die Vorteile und die Nachteile davon, wenn du es erreichst oder eben, wenn du auch da bleibst, wo du bist? Da gibt es auch Vorteile. Möglicherweise hat es eben Vorteile, zum Beispiel für die Kids in dem Fall. Und dann, was wäre denn dann der nächste Schritt? Also jetzt stelle ich fest, für die Kinder wäre das irgendwie ganz schlecht. Und jetzt gebe ich dann mein Ziel auf...

Miriam: Ja.

Florian: Dann fängt der Prozess im NLP an, das einzubauen. Dann wäre ja die Frage, kann ich mein Ziel erreichen unter Berücksichtigung einer bestimmten Randbedingung? Oder wie können wir das einbauen? Was könntest du tun, um dein Ziel zu erreichen und gleichzeitig das zu machen? Vielleicht wird das Ziel ein bisschen anders dadurch. Möglicherweise könnte es ja sowas sein wie eben die Beziehung, die aktuell laufende Beziehung einfach schöner machen. Es braucht ja nicht immer die Trennung vom aktuellen Arbeitgeber und die Trennung in der aktuellen Beziehung sein. Das klingt manchmal so absolut für mich.

Miriam: Oh, ich bin freaked out für Wege, die sanft sind und die zum Beispiel auch parallel laufen können. Manche Menschen denken auch in schwarz und weiß so sehr. Das heißt, es gibt entweder das eine oder es gibt das andere. Und es gibt dazwischen nichts. Und ich habe so viele Modelle in meinem Leben selbst auch erlebt, wo ich zum Beispiel sanft angefangen habe, ein neues Ziel zu bauen und zu erreichen, während ich in den alten Strukturen noch weitergefahren bin, die ich ein bisschen verändert habe, um Zeit zu haben für das Neue, was da wächst.

Florian: Wir bauen seit fünf Jahren jetzt an kontext*denken, also an unserer NLP Akademie. Am Anfang mit Wochenendseminaren tatsächlich und dann vor zwei Jahren haben wir dann die offizielle Lizenzausbildung noch gemacht, dass wir die lizenzierten NLP-Ausbildungen auch geben dürfen. Und vorher waren das eben Seminare mit einem anderen Fokus, mit einem anderen Zertifikat danach. Und wir haben das Schritt für Schritt so nebenbei ausgebaut, um eben bestimmte Ziele nebenbei auch zu erreichen noch und weil wir beide auch ja noch einen anderen Job hatten und andere Berufe hatten.

Miriam: Und das war absolut okay, das fühlte sich auch richtig gut an und es hat nicht gleich, also alles einmal über den Haufen geworfen. Ich habe neulich eine E-Mail bekommen von einer Freundin, die mir schrieb, bei mir ist kein Stein mehr auf dem anderen. Und würde ich das haben wollen? Also einmal alles sozusagen zerlegen?

Florian: Ist das Ziel führen? Also wie möchtest du leben?

Miriam: Stiftet das die richtige Plattform, um das Ziel zu erreichen? Kann. Es gibt unendlich viele Modelle, ein Ziel zu erreichen. Manchen tut es auch gut, wirklich alles hinter sich zu lassen, was vorher war und ins Neue zu gehen. Da entsteht ja auch so ein bisschen Handlungsdruck dann. Das habe ich auch schon erlebt, dass manche sagen, ich brauche das, ich will das. Ich will gerne Schluss machen mit allem, was da ist. Ganz neuer Boden und da neu säen.

Florian: Und da wird es eben sehr individuell, weil möglicherweise ist in der Ökologie des Ziels eben drin, dass es in der aktuellen Situation eher schrittweise ist für dich. Möglicherweise ist es drin, ne, großer Cut und mal was ganz anderes ausprobieren ist das, was gerade wichtig ist. Und die einzige Person, die eine gute Aussage darüber treffen kann, was ist im Moment richtig und wie soll es weitergehen, wie ist eine Schrittigkeit dahin zu kommen, bist ja dann du für deine Ziele.

Miriam: Ich finde, üben kannst du auch ganz gerne mal mit nicht gleich so den ganz großen Zielen, also den ganz riesigen Veränderungen. Die natürlich auch und vielleicht Ziel für eine Woche mal machen oder Ziel für einen Tag oder für ein bestimmtes kleineres Projekt. Ein Ziel kann ja auch sein, ich habe die Steuererklärung pünktlich fertig. Und alles was wir an Techniken gelehrt haben im letzten Podcast darauf anwenden. Also wie sieht das Ziel dann in fertig aus, wie ist es malbar, dann Ökologie-Check, was bedeutet es, wenn ich pünktlich mit der Steuererklärung fertig bin, was ist das Gute daran, was ist nicht so gut daran.

Florian: Vielleicht diese Woche keinen Sport gemacht oder so und die Zeit dafür verwendet oder wo könnte ich das dann nebenbei noch einflechten oder ist das dann, irgendwo darf ich ja dann tun.

Miriam: Es ist ja im Grunde ein Lösungsfinden für eben genau diese ganzen Probleme, die Menschen sich machen, dadurch, dass sie dann, wenn das große Ziel feststeht und wenn klar ist, das wär's doch, dass dann sie sich irgendwas selber in den Kopf quatschen mit dies geht nicht und das geht nicht, das ist alles nicht gut. Oder dass eben auch andere Menschen kommen und sagen, so wie bei dem der Schauspieler werden möchte vielleicht, dass die Eltern dann da stehen und sagen, das geht alles nicht und hu. Dass wir mit der Ökologie des Ziels da ein bisschen Druck rausnehmen. Ich empfinde das als sehr, sehr schön.

Florian: Auf der einen Seite Druck rausnehmen und sagen, wie integrieren wir das schön. Und auf der anderen Seite immer wieder so einen Schub von hinten. Also, dass auch immer wieder klar ist, was ist das, was passiert, wenn du es nicht tust. Weil es ist ja wichtig, tu es, mach endlich was. Das ist ja das, was wir haben wollen als so Impuls in dir, dass du, wenn du dir wirklich ein Ziel gesteckt hast, du bleibst einfach dran und du machst es und du gehst da dran und fängst an und fühlst immer wieder, wie toll sich das anfühlen wird, wenn du das Ziel erreichst und wenn möglicherweise zwischendurch mal eine Phase ist, wo du sagst, ja heute möchte ich lieber auf der Couch bleiben, dass dann irgendwie was kommt und du sagst, ah, heute Abend arbeite ich da auch dran. Und der Ökologie-Check zahlt auf beides ein. Weil möglicherweise stellt sich bei der Ökologie des Ziels auch heraus, wir hatten das im Practitioner auch schon, wenn wir Ziele im Practitioner mit Teilnehmern machen, dass die sich wunderbar vorgenommen hatten und dann im Ökologie-Check herausgefunden haben, ja okay, das wäre eine Veränderung. Miriam und ich haben früher angefangen, uns zu überlegen, wie ein Frühstück aussehen soll oder wie wir einen schönen Abend zusammen haben wollen.

Miriam: Ein ideales Frühstück für Florian und mich zum Beispiel. Und dann das abzugleichen, diese Vorstellungen, die wir da hatten. Und ja, das sind alles Übungen, um dein Gehirn wieder dahin zu trainieren, überhaupt klar zu bekommen, wie wäre dein Leben in noch schöner oder in wunderbar. Und das Träumen zuzulassen und dann gleichzeitig, und das ist ja so dieses, bleib mal mit deinen Füßen auf der Erde, so diesen Kontakt wiederherzustellen zu, wie viel Sinnhaftigkeit steckt da drin, welcher Arbeitsaufwand, welcher Zeitinvest, auch welcher Geldinvest. Das alles können ja eine Rolle spielen und Auswirkungen haben eben auf das Leben von dir und von Menschen, die im Moment an deiner Seite sind.

Florian: Und vielleicht auch langfristig an deiner Seite sind. Oder auch sagst du, es ist dir wichtig, auch sowas zu haben?

Miriam: Ja, deswegen, ich finde es super, diesen Öko-Check durchzuführen und ich habe schon manchmal den Eindruck, dass ich am liebsten, wenn ich ein Ziel höre, sofort loslegen würde. Du würdest am liebsten loslegen, oder? Ja.

Florian: Ja, und mein Impuls ist oft eher in diesen Öko-Check erstmal reinzugehen und diese Realismus-Basis reinzuziehen. Und Miriam und ich haben uns da unser System dann auch geschaffen. Miriam ist die, die oft losrennt und Sachen macht und dann sorge ich dafür, dass wir, wenn wir irgendwo runtergesprungen sind, dass wir ein Fallschirm haben und ein Netz dabei und vielleicht uns sogar noch irgendwo abseilen können und dass ein Plan einfach auf lange Sicht auch richtig gut funktionieren kann. Und wir brauchen eben oftmals beides. Dieses auf der einen Seite, leg los, mach's, tu was und dann, wenn zwischendurch mal was Seltsames passiert, oh, das hätte ich mir anders vorgestellt, dann eben auch den Drive zu haben und zu sagen, okay, dann packen wir es jetzt erst recht an.

Die vier Felder des Öko-Checks

Miriam: Und diese Fragen, was sind denn genau die Fragen, die wir bei einem Öko-Check stellen würden?

Florian: Also die einfachste Variante ist tatsächlich, in so vier Feldern zu denken und zu sagen, wenn du dein Ziel erreichst, und darum ging der letzte Podcast viel, was ist dann der Vorteil? Also wenn du dein Ziel erreichst, was ist dann anders, was ist dann besser, was ist das, was du gerne hättest? Und dann auch eben die andere Seite mal abzuchecken und zu überlegen. Ah, wenn du dein Ziel erreichst, welche Nachteile würden denn da auch entstehen? Also was ist denn, was müsstest du denn vielleicht dann tun? Manchmal ist es ja auch einfach so, dass dann jemand sagt, ah ja, dann müsste ich mich ganz schön verändern oder dann würde ich nicht mehr in der Nähe von meinen Freunden wohnen. Oder dann, also zum Beispiel, wenn das Ziel sowas ist wie längere Zeit mal im Ausland verbringen, dann dürfen wir halt überlegen, wie möchtest du denn in Kontakt bleiben mit Menschen, die dir im Moment nahestehen? Und manchmal lässt sich ja dann relativ einfach eine Lösung dafür finden, die Idee hinter dem Öko-Check, den an der Stelle zu machen ist, dass es nicht erst auffällt, dass es da Menschen in der Nähe gab, wenn du schon irgendwo in Kuala Lumpur sitzt und dir dann denkst du, oh.

Miriam: Oder wenn dir dann als werdender Bundeskanzler plötzlich klar wird, jetzt habe ich jeden Abend in der Woche irgendwo eine Landtagssitzung und weiß überhaupt nicht, ja weiß nicht, was es da gibt, Ortskartell, was es da eben gibt und bin irgendwie ständig auf irgendwelchen Aktionen und irgendwo hin eingeladen und habe irgendwelche Parteikongresse oder so. Und ich mache gar keinen Sport mehr oder die Zeit ist dann gar nicht mehr übrig. Wenn ich zurückkomme, hat das Fitnessstudio schon zu. Und dann läuft der Prozess schon.

Florian: Ja, weil dann würden manche Menschen aufhören. Das wäre ja so halb gar Richtung Ziel gehen und dann irgendwie sagen, oh nee, das war es dann doch nicht. Und vielleicht wäre es das ja bloß mit eben ein paar kleinen Anpassungen. Also für mich entsteht im Kopf dann so eine Schleife, zu überlegen, was ist denn der Vorteil, ah ok, was wären denn die Nachteile, oh wie können wir denn, kann ich mit den Nachteilen von der Zielerreichung leben? Und für manche Leute ist das ganz einfach. Und dann eben auch zu überlegen, was wäre denn der Vorteil, wenn ich einfach da bleibe, wo ich bin? Also möglicherweise hat es ja tatsächlich auch Vorteile, dieses Ziel überhaupt nicht anzugehen. Da mal drüber nachzudenken und sich zu überlegen. Auch da mal reinzufühlen. Wie wäre denn das, wie bei deinem HR-Kollegen, wenn der sein Leben lang nicht Busfahrer geworden wäre? Also es braucht ja gar nichts, oder wenn du nie Tennis gelernt hättest, oder wenn du nicht Aquarell malen lernst, oder was auch immer dein Ziel ist. Und es kann ja wirklich sehr viel sein. Wie wäre das, wenn du das nie anfangen würdest? Und für manche Menschen stellt sich dann schon raus, hört das auch okay? Und dann ist es vielleicht einfach kein wichtiges Ziel. Dann brauchen wir auch nicht so zu tun. Dann brauchen wir auch, weil dann ergibt sich gar kein, dann brauchen wir da keine Zeit reinstecken und keinen Aufwand reinstecken. Dann können wir an der Stelle einfach sagen, ja, dann lass uns lieber irgendwas anderes nehmen. Irgendwas, was dir Spaß macht, was dich morgens zum Aufstehen bringt.

Miriam: Ah, voll schön.

Florian: Und dann eben auch zu überlegen, was sind denn die Nachteile davon, wenn du da bleibst, wo du bist. Also, wenn du jetzt wirklich, wenn du nicht aus dem Quad kommst.

Miriam: Und wir rechnen deutlich in Jahrzehnten an der Stelle. Bei den meisten Menschen geht es um eine lange Zeit. Wir werden sehr alt. Dieser Tage. Deutschland hat ein ganz gutes medizinisches System. Das heißt, die lassen dich nicht so schnell auf die Wolke zurück. Also es dauert schon so, bis du 100 bist. Wenn du dann rechnest von jetzt ab, das sind noch einige Jahrzehnte, die übrig sind. Was wäre der Nachteil, wenn das alles so bleibt, wie es jetzt ist?

Florian: Möglicherweise hast du ja auch so ein Ziel, du wirst fröhlicher und fröhlicher im Leben. Und möglicherweise stellst du ja auch die Frage, naja, wenn ich jetzt einfach so ein bisschen rumboppern würde jeden Tag. Ja, dann zähl mal die Minuten zusammen.

Miriam: Mhm.

Florian: Oder zählen mal zusammen, wie es ist, wenn du bestimmte Sportarten nicht machst oder so. Was dann über die Zeit hinweg passiert, was die Konsequenzen davon sein könnten, wenn du 60, 70, 80 oder 90 bist. Wie wäre das denn dann? Da würde es sich vielleicht schon lohnen, wenn du tatsächlich jetzt aktiv wirst, wenn du was tust, wenn du Sport machst, wenn du rausgehst, wenn du dich bewegst. Das zahlt sich vielleicht nicht nächste Woche aus, nur in 20 Jahren, wenn du den Zinseszinseffekt der Bewegung dir überlegst, dann lohnt sich's schon.

Alter ist kein Argument — und ein Ausblick

Miriam: Das beste Erlebnis hatte ich, als wir unsere Trainerausbildung gemacht haben und wir Brian kennengelernt haben, der 86-jährige ehemalige Schauspieltrainer der Royal Academy in London, der noch eben mal mit 86 entschieden hat, weil er noch ehrenamtlich Studenten betreut und denen ein paar Tricks und Kniffe verrät aus seinem Leben, dass er noch ein paar Werkzeuge gerne hätte, ein paar moderne. Und er hat gesagt, werde ich jetzt nochmal NLP-Trainer zusätzlich. Und hat mit 86 seine Reise, seine Ausbildung, alles selbst organisiert und hat dann da die Prüfung abgelegt in Florida, in Orlando. Nur wozu, ne?

Florian: Also wirklich. Ja, guck mal. Ja, das ist ja die Frage, die sich vielleicht der ein oder andere wirklich stellt. Ist das wirklich notwendig? Das ist ja auch ein teurer Spaß, ne? Ja. Ist das wirklich notwendig? Und die Frage kann ein einziger Mensch auf dieser Welt beantworten, nämlich Brian. Ist das für ihn notwendig? Möchte er das noch tun? Und wenn das so ist, dann go for it. Es ist doch völlig egal, wie alt. Also tatsächlich haben wir echt die Herausforderung, dass die Menschen immer älter werden. Und dass die ein oder andere Geschichte auch ist, ja, ich sehe mein Rentenalter jetzt noch nicht so vor mir kommen. Also wer weiß, wann ich überhaupt mal aufhören würde zu arbeiten. Ich sehe das auch bei meinem Vater. Der mit über 70 immer noch fleißig arbeitet und der immer noch aktiv ist als Geschäftsführer in unserer gemeinsamen GmbH.

Miriam: Übrigens denkt der auch nicht im Traum dran in Rente zu gehen, das ist für den gar kein Lebenskonzept. Weil der Spaß hat an dieser Arbeit.

Florian: Dieses Konzept von, naja, wenn ich dann mal 60 bin, dann kann ich irgendwie anfangen mit XY, das würde bei ihm überhaupt nicht mehr funktionieren. Sondern er macht es einfach zwischendurch. Das heißt, er fährt einfach zwischendurch mal nach Österreich in die Berge und geht wandern. Dahin, wo er gerne hingeht. Oder er räumt eben den Sport ein. Oder was auch immer er so tut.

Miriam: Ich finde das großartig.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Das sind Vorbilder für mich und ich genieße es, solche Menschen zu beobachten und die erleben zu dürfen, auch die Energie, die da drin steckt.

Florian: Jedes Jahr auch in den Musical-Vorstellungen, die Miriam mit sehr vielen Leuten, das Ensemble inklusive Orchester ist ja riesig. Und den ganzen Helfern, die dann da sind. Wir reden ja über... 100 Leute. Über wirklich viele. Und wenn es nur ist, mal was zu essen hinzubringen, mal ein Tiramisu zu machen oder mal einen Nudelsalat zu machen... von so einer kleinen Hilfe, die die Leute dann einfach fit hält beim Arbeiten, beim Einstudieren des Stückes, bis zu eben Hauptrolle oder musikalische Leitung, sowas. Also wie viele Leute da involviert sind und was da für ein Drive drauf darf und alles dafür, eben paar tausend Leute jedes Jahr zu begeistern und denen schöne Stunden zu machen. Und das weißt du am besten. Ja, genau. Was ist das, was du möchtest? Das ist die magische Frage.

Miriam: Wie hättest du es denn gerne? Und was wären in verschiedenen Lebensbereichen, beruflich, privat, was wäre das? Eine Sache haben wir noch.

Florian: Florian zeigt auf.

Miriam: Falls du jetzt denkst, ich habe keine Vision im Leben.

Florian: Mein Eindruck ist, dass Menschen, die nicht auf der Couch zu Hause finden. Ach, vielleicht machen wir das beim nächsten Mal.

Miriam: Wie Menschen überhaupt an Visionen kommen. Manche Menschen behaupten, dass das eine Krankheit ist.

Florian: Ja, möglicherweise. Wie käme man denn da jetzt dran? Wenn wir jetzt hier so viel über Ziele gesprochen haben. Was, wenn ich keine Ziele habe? Da reden wir mal nächste Woche drüber. Ich glaube, da gibt es bestimmte Glaubenssätze bei vielen Leuten, die sehr spannend sind an der Stelle, die wir im Coaching und im Practitioner und im Master Pract immer wieder hören und an die wir da auch mal dran dürfen aus einer NLP-Sicht.

Miriam: Okay, ist gekauft. Dann bleibt es dabei, wenn du diesen Podcast überstanden hast, anders, wenn du mit deinem Ziel diesen Podcast überstanden hast, leg los, so schnell wie möglich, weil dann passt es schon. Also dann ist alles gut, wenn du dein Ziel da mal durchgefahren hast, durch diese Röntgenmaschine. Und jetzt immer noch weißt, ich werde Bundeskanzler, dann los. Oder du wirst Schauspieler oder du wirst, was auch immer dir Freude macht. Oder du hast einfach ein wundervolles Frühstück mit deiner Partnerin, deinem Partner morgen.

Florian: Wir hören uns nächste Woche wieder, wenn es wieder heißt, zwei Gehirne.

Miriam: Und ein Ziel, äh, ein Podcast.

Florian: Bis nächste Woche.

Miriam: Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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