Da liegt eine gute Idee im Wohnzimmer und wartet. Ein gestricktes Lesezeichen, ein Buch, ein Produkt, das ein paar Menschen glücklich machen könnte – und niemand weiß davon. Miriam nennt das die Tarnkappe: den Reflex, sich selbst und das eigene Projekt unsichtbar zu halten. In dieser Folge nimmt sie sich die Frage vor, die immer wieder zu ihr kam: Wie gehe ich mit dem, was ich mache, an die Öffentlichkeit? Und sie erzählt, wie sie es selbst macht.
Woher die Frage kam
Miriam: Hallo und willkommen im zweiten Podcast. Das geht jetzt schon viel einfacher. Den ersten habe ich mehrfach recordet, bis er mir gefallen hat. Und beim zweiten ist mir klar, den nehme ich jetzt einmal auf und es passt, das Thema steht.
Miriam: Vielen Dank an die Menschen, die sich gemeldet haben und geschrieben haben. Das passte in diesem Fall jetzt zu dem, was auch schon vor einigen Wochen, Monaten immer mal wieder zu mir geblubbert kam über Facebook, über E-Mail, auch über den Sender. Miriam, wie gehe ich denn mit dem, was ich mache, am besten an die Öffentlichkeit und wie hast du es gemacht? Und deshalb habe ich den heutigen Podcast Tarnkappe ab, bring dich groß raus genannt. Wieder mit einem zwinkernden Auge, weißt ja, denn... ich bring dich groß raus.
Miriam: Möchte ich dich ganz herzlich einladen, auf unserer Webseite www.kontext*denken.de ein bisschen auf die Finde zu gehen. Wir freuen uns, wenn wir dich in einem unserer Seminare begrüßen dürfen, zum Beispiel Besser Denken, Besser Sprechen. Das ist unser Einsteigerseminar, unser Klassiker. Bewege an einem Wochenende ganz viel für dich, für deinen Auftritt, für deine Sprache vor und mit Menschen, egal ob du beruflich viel vor Menschen kommunizierst, mit Menschen. Es ist ein Workshop, den wir genau darauf ausgerichtet haben. Wenn du die Kundenstimmen auf unserer Seite liest, dann merkst du, das ist ein Wochenende, was ganz, ganz viel bringt, ganz viel Futter.
Miriam: Und es ist ein Wochenende an einem wunderschönen Ort. Wir fahren mit unseren Teilnehmern immer nach Arnsberg. Dort sitzen wir wirklich mitten im Wald auf einem Berg, den Sternen schon näher, für Rheinländer schon sehr nah, für Menschen, die uns aus Österreich und der Schweiz besuchen, nicht so hoch. Und wir genießen die Atmosphäre dort. Es ist sehr dicht und zum Seele baumeln lassen in tollen kanadischen Holzhäusern, die wundervoll ausgestattet sind mit einem fantastischen Frühstück und natürlich eben mit unserem Seminar. Ja und damit los geht's mit dem Podcast.
Die Tarnkappe – und woran sie uns hindert
Miriam: Wer da draußen hat die Tarnkappe noch an und fragt sich jeden Tag, warum rufen mich denn meine Kunden nicht an oder warum liest denn keiner meinen Blog oder warum haben andere Menschen so eine tolle Homepage und ich habe keine. Ach, das kostet viel zu viel Geld. Ich glaube, dass sobald du ein tolles Projekt am Start hast, etwas, wofür du dich direkt komplett begeisterst, so wie du es als Kind schon konntest. Als Kind konnten wir das sofort. Wir haben irgendetwas gesehen bei einem Kollegen, wo wir spielen waren. Der hatte eine tolle Puppe, einen tollen Playmobil und wir haben sofort gesagt, ja, das will ich auch haben. Und es war gar nicht die Frage, wie komme ich denn da dran oder wie viel kostet das, sondern wir sind zu unseren Eltern gegangen und haben gesagt, dieses Jahr, Weihnachtsmann oder Christkind, hier dieses Ding. Und es war uns völlig klar, das wird auch was.
Miriam: Diese Einstellung ist die gleiche, mit der du an neue Projekte gehst und du kennst es vielleicht aus deiner Zeit als erwachsener Mensch auch noch, dass du eine tolle Idee hast, die entsteht aus einem Gespräch mit einem anderen Menschen oder in einer netten Runde. Miriam, ich nähe jetzt ganz tolle Accessoires, Teile, die Menschen wirklich helfen, die gerne viel lesen. Also Teile, mit denen wir Bücher unterstützen, tolle Lesezeichen setzen, witzig auch gemacht. Also tolle Sache, die näht und strickt und häkelt sie selbst und die kann das richtig gut. Und dann sagte sie, aber die will ja keiner haben.
Miriam: Und dann saß ich ihr gegenüber mit all meinem Wissen und sah sie richtig in sich zusammensinken und dann fiel mir ein, dass viele, viele von euch mir geschrieben haben, Miri, sprich doch mal über dieses Phänomen, wie gehe ich denn mit meinem Projekt nach draußen? Wenn wir Workshops geben, dann sitzen da 20 Leute und wir bekommen mindestens 20 fantastische Ideen geliefert und oft ist einhellig die Meinung am ersten Tag, und ich weiß das ja schon seit Jahren, dass ich das gut kann, dass das ein tolles Produkt ist, nur es kommt nicht so richtig in die Gänge und ja, wenn ich dann mal meine eigene Homepage gemacht habe und wenn ich meinen ersten Blog geschrieben habe und wenn ich mit QVC, Fernsehkaufhaus, einen Vertrag abgeschlossen habe, dann kommt das Ding groß raus, dann geht's rund und das sagen diese Menschen oft schon seit vielen, vielen Jahren, arbeiten irgendwo in einem Betrieb, wo sie angestellt sind, da alles gut und haben in ihrem Backlog, in ihrem Wohnzimmer eine Idee liegen, die vielleicht ein Riesenerfolg wäre oder einfach nur ein paar Menschen richtig glücklich machen könnte.
Miriam: Das wäre es ja auch schon wert. Wenn der Gedanke, ich werde mit dem Ding jetzt Millionär, nicht so deiner ist, dann nimm doch den kleineren. Wenn Ina mit ihren wunderbaren Leseideen, das sind wie so kleine Monster, die dem Buch und dir und als Leser helfen. Wenn Sie damit nur 50 Leser, viel Leser von Büchern zum Lachen bringen, noch mehr Lesespaß bereitet, wäre es ja auch schon cool gewesen, das mal zu erfahren. Vielleicht entwickelt sich daraus dann ein Feedback und daraus wieder mehr, nur wie den ersten Schritt gehen.
Miriam: Und da wir das nicht als Kern, wir sind ja keine Businessberatung oder Unternehmensberatung, da mir Gedanken drüber zu machen, hat mir Spaß gemacht, weil es auch nicht so ganz mein Lieblingsthema ist. Mein ganzer Lebensweg zielte, und das war über Jahrzehnte, unbewusst darauf hin, in der Öffentlichkeit zu sein. Meine Projekte, die Dinge, die mir in Auftrag gegeben werden, an der Öffentlichkeit bestmöglich, in der Öffentlichkeit bestmöglich zu präsentieren. Und das durfte ich jetzt über 20 Jahre auf der Bühne und vor der Kamera trainieren. Für mich ist zum Beispiel Lampenfieber natürlich kein Thema mehr. Dazu wird es übrigens einen eigenen Podcast geben. Also es ist sehr selbstverständlich und da ich in einem Unternehmen auch arbeite, weiß ich, dass wir eben Spezialisten am Start haben, die sich darum kümmern, noch mehr Kunden zu erreichen, noch mehr Zielgruppe zu erschließen. Die haben das studiert. Es ist nicht meins. Und es funktioniert erstens natürlich im Fernsehkaufhaus und zweitens auf meinen privaten Projektseiten, bei meiner Musical-Tournee, es funktioniert für unsere Seminare, es geht.
Erster Tipp: Weiß, was du willst – und geh online
Miriam: Und was mir als erstes eingefallen ist und jetzt kommt auch schon der erste Tipp dieses Podcasts, es gibt ganz viele Möglichkeiten für dich. Die einzige Voraussetzung ist, du weißt, was du willst. Hab ich heute übrigens auch gerade selbst ein Newsletter dafür bekommen von einem tollen Trainer. Also ich lese ganz viel auch bei anderen Menschen mit. Das Ziel, das Ergebnis, was wünschst du dir? Wenn du das klar hast, wenn da schon diese gestrickten Lesehilfen oder was auch immer liegen, dann ist ja logisch, um was es geht. Und ab dann gibt es ganz, ganz, ganz viele Möglichkeiten.
Miriam: Die einen sind kostenlos, da investiere ich dann vielleicht selbst ein bisschen mehr Arbeit, ein bisschen mehr Zeit, die anderen kosten was, dann mischen sich wieder andere Dienstleister ein, wahlweise mit passender Software oder mit tollen Internetseiten, die sie zur Verfügung stellen oder eben auch mit Dienstleistung. Da kommt es darauf an, hast du ein Budget? Ja, prima, wie hoch? Willst du es ausgeben dafür? Hast du Keynes? Auch gut, dann gehst du selbst dran.
Miriam: Also jetzt aus meiner Sicht ist am Anfang ganz wichtig, dass es so eine professionelle Webseite ist, wie ich bleibe jetzt mal beim Fernsehkaufhaus QVC Deutschland mit ich weiß nicht wie vielen Millionen Usern und einem Stab von IT-Leuten, die das Ding programmieren. Heute gibt es sogar kostenlose Möglichkeiten, eine wirklich ansehnliche Website selbst herzustellen. Zwei habe ich dir gepickt. Das sind die, mit denen ich selbst tolle Erfahrungen gemacht habe.
Miriam: Das eine ist, geh endlich auf Facebook. Wenn Ina mir gegenüber sitzt und sagt, nee, also Facebook, also nee, gar nicht, weil das ist nicht mein Ding. Facebook gibt so viele Möglichkeiten, Dinge zu schreiben, nicht zu schreiben. Ich kann mein Geburtsdatum zur Hälfte angeben, dann wissen alle, ich habe am 17. März Geburtstag. Ich kann das Jahr weglassen, ich kann sagen, ich stehe dazu. Mich zwingt niemand, mich nötigt niemand, Bilder von meiner Familie oder von wirklich privaten Situationen zu posten. Ich kann einfach zur Nachbarin gehen, die wunderschönen Rosen im Garten fotografieren und die als Foto nehmen. Die Facebook-User unter euch, die schmunzeln jetzt und sagen, ich weiß das alles. Die, die es noch nicht tun und haben ein Projekt, das ist kostenlos.
Miriam: Und Facebook gehört nun mal zu den größten Netzwerken. Dass die da Werbung machen und dass es da Dinge gibt, die auch zu kritisieren sind. Ja, nur da treffen sich viele Menschen. Und von diesen Millionen Menschen, die Facebook benutzen, gibt es vielleicht ein paar, die deine gestrickten Lesehilfen total super finden und dir direkten Feedback geben oder sogar eins kaufen. Nicht erschrecken, wenn einer es haben will. Facebook ist eine tolle Möglichkeit und komplett kostenlos. Das einzige, was du, wenn du wirklich ein Produkt hast, dann mach doch ein Foto davon. Das ist immer schön. Ist ja dann auch dein Foto, kannst du mitmachen, was du willst, packst auf deine Facebook-Seite, fertig. Facebook übrigens eine Seite einrichten ist kinderleicht, weil dieses Netzwerk darauf ausgelegt ist, dass Menschen das machen, die nicht so viel mit Computer zu tun haben.
Miriam: Wenn du jetzt immer noch sagst, Facebook bitte nicht, okay, dann mach dir doch eine eigene Homepage. Du kannst dir jetzt wieder sagen, ja, eigene Homepage ist gut, nur ich kann ja nicht programmieren. Und mir einen Programmierer zu leisten, das ist viel zu teuer. Ich hab dir Jimdo rausgesucht, das schreibt sich J-I-M-D-O. Jimdo, das ist ein Anbieter, der auch kostenlose Webdesigns zur Verfügung stellt, die sehr modern aussehen und die richtig was können. Für einen geringen Betrag im Monat hast du dann keine Jimdo-Werbung drin. Und es stört am Anfang überhaupt nicht. Immerhin finden Menschen dich dann im Internet und auch hier ist es Step-by-Step erklärt. Es gibt da übrigens noch mehr Anbieter und wenn du Lust hast, dann schick uns gerne einen Kommentar, wenn du noch eine tolle Empfehlung hast. Hier weiß ich einfach, es ist ein seriöser Anbieter.
Miriam: Viele meiner Freunde und Bekannten haben dort selbst schon ihre ganz einfache Seite erstellt, konnten sofort online gehen und damit auch Werbung machen auf ihren Visitenkarten oder wenn sie irgendwo im Freundesbekanntenkreis unterwegs waren und haben über ihr neues Projekt oder ihre Dienstleistungen oder ihr Produkt erzählt. Auf diesen Seiten wiederum hast du dann auch ganz viele Möglichkeiten. Du kannst deine Fotos posten, du kannst kleine Filmchen drehen mit deinem Handy, die Qualität reicht vollständig aus, um zu zeigen, wie zum Beispiel dein Produkt funktioniert, bestenfalls von dir selbst vorgeführt. Du kannst das ja auch am besten. Brauchst nicht dazu zu reden, kannst später was dazu schreiben und wenn du sagst, ich will mich nicht fotografieren und mein Produkt auch nicht und auch keinen Film drehen, dann schreib einen kleinen Text dazu, was du tust, was du anbietest, üb dich da drin.
Miriam: Das tue ich jeden Tag und mit großer Begeisterung. Auch dieser Podcast, das ist mein zweiter, ist für Profi-Podcaster wahrscheinlich noch behaftet mit allen möglichen Mängeln. Hier hat mir ein Kollege neulich geschrieben, ich habe vier Ms gezählt in deinem Podcast. Du bist doch professionelle Sprachtrainerin. So what? Und ich habe ihn gemacht und an irgendeiner Stelle gesagt, jetzt ist er gut genug, um die Inhalte zu transportieren, die mich darstellen, das Thema darstellen, die Idee darstellen, was auch immer. Verstehst du, sei irgendwann einfach zufrieden damit, wie es jetzt ist, klopf dir auf die Schulter und sag, wie cool, dass ich das jetzt immerhin schon mal hinbekommen habe. Und mit jedem Podcast mehr wird es besser und mit jeder Veröffentlichung auf deiner Homepage wird dein Schreibstil sicherer und mit jedem Feedback, das dir ein Kunde gibt, wirst du noch kundenorientierter. Das passiert dann automatisch.
Sei begeistert wie als Kind – und sprich darüber
Miriam: Der nächste Tipp ist, sei wieder so begeistert, wie du es als Kind sein konntest. Manche von euch oder du willst jetzt vielleicht sagen, ich bin total begeisterungsfähig. Mir kommt irgendeiner in die Quere, erzählt mir eine neue Idee, bin ich schon mit dabei, würde ich am liebsten sagen, du, so cool, ich helfe dir und die Zeit ist nicht da. Wenn das so ist, toll. Wenn nicht, dann übe es mal wieder. Übe es an den kleinen Sachen im Leben.
Miriam: Ich stehe morgens auf, das habe ich mir angewöhnt, weil ich liebe Geschenke und ich weiß, ich bekomme jeden Tag Geschenke. Mal große, mal kleine und immer mindestens 50. Bei 50 höre ich auf zu zählen. Jetzt sagst du, das kann doch nicht sein. Die Idee vor, die geht doch nicht durchs Leben und an jeder Ecke lauert ein Geschenk. Doch, das geht morgens los, weil ich den Filter Geschenke vor mein Gehirn schalte, weil ich sage, ich freue mich auf die vielen Geschenke heute, das mir schon auffällt. Mein Lebensgefährte hat nicht nur das Frühstück vorbereitet, sondern das Geschirr vom Abendessen schon in die Spülmaschine geräumt. Ich habe fest damit gerechnet, dass ich das mache. Ich mache es ja auch gern. Und dann ist das alles schon erledigt. Und damit habe ich zehn Minuten mehr Zeit, um mit meinen Kindern Tönnekes zu machen, bevor wir in Schule Kindergarten fahren. Großartig. Erstes Geschenk. Also es ist nur ein Beispiel.
Miriam: Wie ich plötzlich wieder mehr Begeisterung in meinem Leben entdecke, entwickle und es sind auch richtige materielle Geschenke dabei unterdessen. Also ich bekomme viel, viel, viel geschenkt. Es wird gefühlt immer mehr und es begeistert mich vollständig. Eine neue Idee. Ich glaube, es war Heinrich Heine, der gesagt hat, in jedem Anfang steckt ein Zauber. Da bin ich wie von den Socken. Da siehst du mich quasi instantan abheben. Das ist wie so ein Raketenantrieb unter meinen Fußsohlen. Ich habe eine Idee, die ich cool finde und so bin ich unterwegs ins Weltall damit. Das heißt, ich sehe schon genau, wie es fertig aussieht. Ich bin schon dort, wo andere Menschen das kopieren, weil sie es so gut finden. Also meine Gedanken sind dann wie ein Kinofilm, der abläuft in, das ist die Erfolgsgeschichte dieser Idee. Davon habe ich am Tag drei, umgesetzt werden davon von mir eine pro Monat und die dann wirklich mit Volldampf.
Miriam: Ich schöpfe also mittlerweile aus einem Ideenreichtum... wenn ich meinem Lebensgefährten, meinen Eltern, meiner Familie, meinen Freunden, Kollegen davon erzähle, verdrehen manche die Augen und sagen, ja schon wieder, du hörst ja nie auf, dir irgendwas zusammenzuspinnen. Und genau das ist mein Skill. Ja, manches davon ist Spinnerei, manches stellt sich auch beim Ausprobieren, beim Herstellen raus als Blödsinn und manches hat richtig Gehalt und geht richtig durch die Decke, so wie ich am Anfang mit meinen Gedanken, als ich die Idee hatte, sei begeistert von dem, was du tust.
Miriam: Und jetzt kommt gleich der nächste Punkt. Sprich darüber. Mach deinen Mund auf. Da sind wir jetzt bei Tarnkappe ab. Was soll schlimmstenfalls passieren? Es gibt so viele Kreative da draußen. Du gehörst bestimmt dazu. Du hast super Ideen und denkst dir vielleicht auch rekrutierend aus Erfahrungen mit. Oft sind es die Ehepartner, die des Sprechens müde geworden sind über neue Sachen oder auch beste Freundinnen und Freunde, die mich schon sehr gut kennen, die ihre eigenen Probleme haben. Da will ich ja dann nicht noch mit einer neuen Idee reinplatzen. Es ist dieses Angelernte, wer will das denn schon wissen? Ich zum Beispiel und vielleicht ganz viele andere auch.
Miriam: Poste es auf deiner Facebook-Seite. Wenn du irgendwo eingeladen bist bei Freunden, Bekannten, es wird sich eine tolle Gelegenheit ergeben, mal kurz darüber zu sprechen. Was du tun kannst ist, schau dir genau an, wie andere Menschen darauf reagieren. Wenn die die Augen verdrehen, wenn die weggucken, wenn die gähnen, finden sie es nicht so spannend, dann hast du es mal gesagt und kannst mit ihnen dann wieder über ihr Lieblingshobby reden. Oder sie schauen dich begeistert an mit offenem Blick und sagen, wow, das klingt ja gut und stellen vielleicht sogar eine Frage, die dir noch mehr Gelegenheit bietet, über dein neues Projekt zu sprechen.
Miriam: Und vielleicht ist es dir aufgefallen, wenn du über diese Dinge redest, werden die konkreter. Das heißt, beim Sprechen drüber stellst du fest, an der einen oder anderen Stelle hackt es noch, da gibt es einen logischen Fehler. Den kannst du dann sofort im Gespräch mit einem anderen vielleicht sogar, der dir dabei hilft, verändern. Oder du siehst, Mensch, da gibt es ja noch viel mehr Potenzial in dieser Idee, habe ich jetzt noch gar nicht drüber nachgedacht. All das entsteht dann, wenn du deinen Mund aufmachst und diese Idee da rauslässt. Tarnkappe abziehen und dann schauen.
Angst vorm Klauen, Vorbilder und der letzte Tipp: Tu's
Miriam: Eine Freundin von mir hat mir tatsächlich gesagt, ja Miriam, das kannst du doch nicht machen. Du kannst doch nicht über dein Buch sprechen, wenn es noch nicht verlegt ist. Dann klaut es dir einer. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Dieses Buch ist so fest an mich geknüpft, dass nur ich das Buch schreiben kann. Das kann kein anderer so schreiben. Der Titel ist hinterlegt, ja, den haben wir gesichert, alles gut. Und das Buch selbst, was soll das? Deswegen gibt es auch das Probekapitel auf unserer Seite. Da haben übrigens einige Leute gesagt, mach das nicht. Am Ende veröffentlicht es einer. Hallo? Das Buch wird ja sowieso veröffentlicht und wer weiß, was die Leute dann damit machen.
Miriam: Also, hier ist das Probekapitel. Du kannst es dir über den Sprachzaubertipp auf unserer Seite www.kontext*denken.de frei und kostenlos runterladen. Und jedes Feedback, das ich bis jetzt zu diesem Kapitel bekommen habe, hat mich in meiner finalen Arbeit am Buch viel weitergebracht und noch weitergebracht. Ich habe viele Dinge noch verbessern können. Vielen Dank an alle. Das bringt was. Tarnkappe ab, sprich drüber, mach den Mund auf, stell Teile deiner Arbeit zur Verfügung, filme Prozesse. Beschreib für Tagebuch über den Entstehungsprozess deines Produkts. Warum nicht? Du bist sowieso der Einzige, der es so macht, wie du es machst. Wenn es andere nachmachen wollen, das ist eine tolle Sache. Und sie werden es eh ein bisschen anders machen. Es geht ja gar nicht genau so. Jeder Mensch ist anders.
Miriam: So, jetzt bei Vorbildern. Mein Lebensgefährte hat, als wir jetzt angefangen haben mit dem Facelift für unsere Homepage, hat er mir gesagt, schau mal bei anderen rein, die Podcasten, auch international, schau auf amerikanischen Seiten, auf englischen Seiten, auf französischen Seiten, was gefällt dir, wie findest du es schön, dann schick's mir, dann kann ich mal schauen, wie wir das so hinbekommen. Mein Lebensgefährte hat Ahnung von Internet und Computer, ist das Luxus. Dann war ich wieder in meinem Job und durfte einfach stöbern bei anderen Podcastern, die das schon seit Jahren tun, die irrsinnig erfolgreich sind und sehr erfahren, wie ist das Design bei denen, wie schnell kommen die Leute an den Podcast.
Miriam: Und bei meinem ersten Podcast zum Thema Schönheit, Spritze, Skalpell oder Serum, da hat es auch noch gerumpelt. Da haben mir einige Facebook-User geschrieben, ich kann den nicht anhören, ich kann den nicht runterladen. Sowas sollte nicht passieren. Jetzt beim zweiten wird es schon anders. Wir sind schlauer geworden. Also ich schaue mir Vorbilder an und dann nehme ich mir das raus, was mir daran gut gefällt. Ich fahre auch zu denen hin. Ich besuche auch deren Workshops. Wenn da einer dabei ist, von dem ich denke, wow, genau mein Ding, bei dem möchte ich lernen. Ticket gebucht, fertig. Ich habe ein kleines Fortbildungsbudget in jedem Jahr. Das nutze ich nicht nur zugunsten meiner Gehirnarbeit, sondern eben auch, um abzugucken. Ich stehe dazu.
Miriam: Ein Kind lernt durch was? Durch abgucken. Das guckt, wie seine Eltern die Dinge machen, fängt beim Laufen an, geht bis zu Redewendungen. Irgendwann dann auch komplexere Tätigkeiten. Wie macht die Mama das mit dem Schnürsenkelbinden? Die gucken sich's ab und dann machen sie es so lange, bis sie es können, mit einer Ausdauer. Also kleine Kinder dabei zu beobachten, ist auch ein super Tipp.
Miriam: Jetzt kommt der letzte Tipp dieses Podcasts. Tu's! Immer nur drüber nachdenken hat noch nie zu irgendetwas geführt. Einer meiner Lieblingstrainer hat mir den Satz ins Gehirn gepflanzt, Miriam, dadurch, dass du über ein Problem nachgedacht hast, hat es sich noch nie verändert. Stimmt, vollständig. Deswegen kann ich auch jetzt abends viel besser einschlafen, weil das, was ich mir dann noch eine Stunde lang im Kopf von rechts nach links tue, verändert nicht die Sachlage, um die ich mir Gedanken oder gar Sorgen machen möchte. Ich lasse es einfach.
Miriam: Ich habe eine tolle Idee. Das erste, was passiert, ist im Kopf. Der zweite Zwischenschritt vielleicht auf dem Papier. Und dann geht es in die Tat. Und dann probiere ich es aus. Und so ähnlich wie beim Schnürsenkelbinden sieht es am Anfang bekloppt aus. Der Knoten fällt erstmal auseinander. Die Schleife funktioniert nicht. Ich verknoten mir eher die Finger als die Schnürsenkel. Und dann frage ich nochmal, wie es geht. Und dann wird es mir nochmal gezeigt. Und irgendwann geht es ganz langsam. Und dann wird es immer besser. Genauso ist es mit einer handwerklichen Tätigkeit, wenn du irgendwann mal stricken gelernt hast. Jede Masche drei Sekunden und jetzt mittlerweile strickst du vielleicht wie eine Strickmaschine. Das funktioniert alles und es hat auch seine Zeit gebraucht. Da habe ich mich super rein entspannt. Mittlerweile kann ich so toll über mich selbst lachen, an den Stellen, an denen ich ein neues ausprobiere, auch hier bei meinem Podcast-Projekt.
Miriam: So, das war das, was mir dazu eingefallen ist, was ich zusammengetragen habe zum Thema Tarnkappe ab, bring dich groß raus. Wenn dir dieser Podcast gut gefallen hat, dann darfst du ihn abonnieren bei iTunes und über was wir uns riesig freuen würden, wäre eine Sternebewertung dort für uns, damit noch mehr Menschen mich finden, diesen Podcast finden, der bleibt kostenlos und nahezu werbefrei, außer unsere Seite www.kontext*denken.de, die ja auch für viele Klicks nichts kostet und die dir viele kostenlose Tipps liefert. Danke fürs Anhören, danke für dein Feedback, danke für deine Bewertungen, eventuell bei iTunes und bis zum nächsten Podcast mit der magischen Nummer 3.