NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 35

Streitkultur – was soll das denn bitte sein?

Miri sagt: "Streitkultur ist eine Kultur, die ich nicht haben will." Florian sagt: "Mit Streitkultur findet sich der bessere Weg, um sich die Meinung zu sagen." Was sagst Du?

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In dieser Folge

Darum geht es

Im aktuellen Podcast gibt's richtig Kasalla. Streiten ist nun mal Streiten - ob kulturell oder nicht. Das behauptet zumindest NLP Trainerin, Kommunikations-Coach und TV-Moderatorin Miriam Deforth. Und die muss es doch wissen, oder? Florian Groß, NLP-Trainer, Facilitator und Hypno-Coach nimmt das ganze - wie immer - gelassener und freut sich, wenn zwei Menschen sich kulturell auf höchstem Niveau streiten. Was Streitkultur nun genau bedeutet und wie sich Menschen am besten gar nicht streiten - das erfährst Du in diesem Podcast. Und falls es in Deinem Leben einmal zu "Auseinandersetzungen" kam - dann weißt Du für die Zukunft, wie Du sie zu einem Kulturprogramm machen kannst. Viel Spaß beim Hören und Zähnefletschen.

Für noch mehr Kommunikations-Fähigkeiten in Deinem Leben, besuch gerne unsere Seminare: http://www.kontext-denken.de

Dein Feedback und Deine Fragen schreibst Du einfach an Miriam@pergaudiaadastra.de

Und wenn Du uns öffentlich die Meinung sagen möchtest:
https://www.facebook.com/Miriam.Deforth.kontext.denken/

Unseren Video-Podcast (ja, da sind wir zu sehen) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX

Miriam und Florian streiten sich über die Frage, ob "Streitkultur" überhaupt ein sinnvoller Begriff ist – und ob man Streit braucht, um in einer Beziehung oder im Team eine Lösung zu finden. Es geht um den Unterschied zwischen Streit, Diskussion und Meinungsaustausch, um die Idee, dass sich nach einem Gewitter die Luft klärt, und um Miriams Geschichte mit dem brüllenden Hausmeister Herrn Mayer, die sie durch Deeskalation statt Zurückbrüllen völlig gedreht hat. Am Ende geht es darum, statt zu streiten lieber Wünsche und Bitten zu äußern und die Perspektive des Gegenübers einzunehmen. Passende Stichworte: Streitkultur, Konflikte in Beziehung und Team lösen, Deeskalation, wertschätzende Kommunikation und Perspektivwechsel.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein Streit als Übung
  2. Was heißt hier eigentlich Kultur?
  3. Braucht es Streit, um besser zu werden?
  4. Die Geschichte mit Herrn Mayer
  5. Lieber Wünsche äußern als streiten
  6. Perspektivwechsel statt Fetzen fliegen

Teller werfen, damit hinterher die Luft klar ist? Oder lieber gar nicht erst loskloppen? Miriam und Florian nehmen sich das Wort "Streitkultur" vor – und werden sich herrlich uneinig darüber, ob es das überhaupt geben kann. Zwischen Bio-Champignons, Schuhen im Flur und einer Geschichte über einen brüllenden Hausmeister landen sie bei der Frage, ob du Streit wirklich brauchst, um eine Lösung zu finden.

Ein Streit als Übung

Florian: So nicht. So wirklich nicht. Und mir reicht's jetzt hier. Wir streiten uns nicht im Podcast. Das kannst du dir voll abschminken.

Miriam: Was willst du denn? Was willst du denn? Mal wieder richtig streiten? Ja. Hast du Lust? Ja. Dann los, voll auf die Fackel.

Florian: So nicht. Ja. Fräulein.

Miriam: Wie denn?

Florian: Entspannt. Schön entspannt. So wie ich bin. Nicht wie du bist.

Miriam: Aha. Ich höre es, unsere Hörer hören es auch. Hallo da draußen.

Florian: Hallo. So. Miri und ich streiten uns gerade.

Miriam: Weil wir gesagt haben, es ist wichtig, dass wir eine gute Streitkultur haben.

Florian: Allerdings. Und deswegen üben wir das jetzt regelmäßig.

Miriam: Ja, weil normalerweise machen wir das nicht.

Florian: Du hast heute Morgen den Umschlag falsch aufgemacht von dem Brief.

Miriam: Uns hat jemand gesagt, ein gutes Paar, eine gute Beziehung braucht eine gute Streitkultur.

Florian: Allerdings.

Miriam: Was ist Streitkultur? Nur um das erstmal auszustreiten.

Florian: Streitkultur ist wie Leitkultur, bloß mit mehr St.

Miriam: So wird das nix.

Florian: Wieso wird das nix? Nur weil du dich nicht streiten kannst. Du willst ja gar nicht in den Streit reingehen. Du möchtest die Themen gar nicht klären.

Miriam: Ich entziehe mich.

Florian: Hinter deinem Lachen.

Miriam: Welche Themen? Das mit dem Briefumschlag?

Florian: Ja. Und das mit, wo der Kaffee steht. Und das mit, wie wir den Tisch aufräumen.

Miriam: Und dass du immer meine Bio-Champignons aus dem Kühlschrank isst. Roh.

Florian: Und du meine Cola trinkst, obwohl du sie gar nicht magst, weil du Cola Light viel mehr magst. Zum Beispiel. Jawohl. Und die Schubladen lasse ich auch offen stehen.

Miriam: Du lässt auch immer deine Schuhe vor den Schubladen stehen.

Florian: Das stimmt. Meine Schuhe sollen da auch stehen.

Miriam: So, so. Ja. Bis der ganze Flur voll ist.

Florian: Untergeht in Schlappen.

Miriam: Außerdem wollte ich mich noch mit dir um das Auto streiten. Um das Auto? Ja, wer welches Auto nimmt. Ach so. Das kleine oder das große. Ja.

Florian: Ist jetzt egal, was du sagst, ich will das andere.

Miriam: Schon mal aus Prinzip.

Florian: Das stimmt. Ja, puh, dann haben wir unser Streitpensum für dieses Jahr erledigt. Finde ich auch. Was ist denn jetzt diese Streitkultur?

Was heißt hier eigentlich Kultur?

Miriam: Ich finde das Wort an sich ist schon so witzig. Also wie kann es denn, wenn ich Kultur als etwas empfinde, was ein Schatz ist in der Entwicklung der Menschheit, die Schätze, die entstehen durch schöpferische Kraft. Kultur ist für mich etwas, was verknüpft ist mit bildender Kunst, mit Musik, mit Bildern, mit... Farben, mit Errungenschaften, mit Traditionen.

Florian: Ach, das ist wirklich interessant, weil für mich ist Kultur tatsächlich das, wie die Menschen Dinge tun. Das heißt im Business, im Geschäftsleben, in den Konzernen, in denen ich unterwegs bin. Wie interagieren die Menschen miteinander? Welche Werte drücken sich aus durch die Interaktion der Menschen miteinander? Oder wie die durch die Gegend schlappen? Ja.

Miriam: Dann gibt es ja gar keine, nee, dann gibt es Streitkultur. Ja. Wie gestritten wird.

Florian: Wie streiten die sich?

Miriam: Gut, das heißt, es gibt ein gutes und ein schlechtes Streiten.

Florian: Das ist jetzt schon sehr wertend. Findest du, dass alles immer bewertet werden muss? Ich finde nicht, dass immer alles bewertet werden muss.

Miriam: Wie erkenne ich denn dann Streitkultur?

Florian: Ja, ich glaube, die Frage zielt darauf ab, und es ist ja eine höhere Frage, wenn ich das richtig weiß. Die Frage zielt darauf ab, kann ich, wir sind eigentlich wieder bei dem Kritikthema, oder? Ich möchte, ich habe eine unterschiedliche Meinung zu meinem Gegenüber, zum Beispiel.

Miriam: Nein, nein, ich will streiten.

Florian: Ja, genau, ich habe eine unterschiedliche Meinung.

Miriam: Geht nicht um Kritik.

Florian: Ja, nur, also. Olleck und Bolleck haben unterschiedliche Meinungen. Siehst du, wenn du lachst, kannst du nicht streiten. Das ist sehr gut. Wir haben nur unterschiedliche Meinungen zu einem bestimmten Thema und werden uns nicht einig und dann wird es laut.

Miriam: Herzlich willkommen zum Podcast von Olleck und Bolleck.

Florian: Oder Schnocke und Schnöcke.

Miriam: Gut, ich mag Olleck und Bolleck. Gut, Olleck und Bolleck wollen sich streiten.

Florian: Genau.

Miriam: Wollen sie das?

Florian: Sind sich nicht einig. Da gibt es ein ganz wichtiges Thema, wo es auch elementar ist, dass wir die richtige Lösung finden.

Miriam: Okay.

Florian: Ja. Dann wird mal richtig gestritten. Ja, und dann werden wir uns nicht einig auf normalen Wege. Und dann werden wir laut.

Miriam: Und das ist dann Streitkultur.

Florian: Ich glaube schon.

Miriam: Ich hab mal gehört, dass Streitkultur was damit zu tun hat, dass es schon okay ist, sich richtig zu zoffen, nur...

Florian: Dass man sich hinterher noch mag.

Miriam: Ja, weil man sich gegenseitig nicht mit Absicht beleidigt hat. Sondern nur unabsichtlich.

Florian: Das ist natürlich auch eine schöne Erklärung.

Miriam: Oder was ich auch mal gehört habe, ist, dass Streitkultur dann entsteht, wenn sich zwei Menschen oder mehr im Streit immer noch höflich behandeln. Also so ähnlich wie, wenn wir uns jetzt streiten über deine Schuhe. Und ich finde, das ist ein guter Grund, dass wir uns mal streiten. Die im Gang stehen.

Florian: Ja, also nicht vor der Schublade, hast du eben gelogen.

Miriam: Dann könnte ich ja sagen, dass es zumindest schöne Schuhe sind, die du hast.

Florian: Ich glaube, es geht auch darum, dass ich einen unterschiedlichen Standpunkt haben kann von dir und unterschiedlicher Meinung sein kann und anerkennen kann, dass du vielleicht auch einen anderen Standpunkt hast.

Miriam: Jetzt kommt der Lieblingssatz von unserem Hörer Herbert. Achtung, es heißt ja auch Meinung, weil es eine Deinung heißt.

Florian: Beim Meinungs-Podcast waren wir ja auch schon bei Zweinungen.

Miriam: Ja, stimmt. Also, Streitkultur. Gibt es das überhaupt? Gibt es eine Streitkultur? Ich bin mir mit dem Begriff immer noch nicht grün.

Braucht es Streit, um besser zu werden?

Florian: Okay. Kann man denn über Streiten, können wir durch Streiten tatsächlich Erkenntnisse gewinnen oder unser Verhalten verbessern? Funktioniert das bei dir?

Miriam: Ich habe das im Bezug auf Beziehungen mal gehört von jemandem, der gesagt hat, wenn sich ein Paar nicht auch mal richtig streitet, dann ist es kein richtiges Paar.

Florian: Aha.

Miriam: Ich würde da gerne drauf verzichten nach wie vor.

Florian: Also ich finde Streit... Ich finde das schon lustig, wenn wir mal so Teller werfen würden oder so.

Miriam: Okay, jetzt echt?

Florian: Darf ich? Es geht alles kaputt dann, ne? Das ist alles im Eimer.

Miriam: Ich weiß nicht, ob mir das gefällt. Wir haben jetzt auch nicht so viele Teller.

Florian: Die Herausforderung ist halt, dass wir Spaß und viele Emotionen und Energie auch haben können mit Positiven. Und dann ist die Streitkultur nicht so.

Miriam: Ist es ein sich immer noch wertschätzend behandeln im Streit?

Florian: Ja, ich glaube schon.

Miriam: Wie geht das?

Florian: Wie, wie geht das? Den Teller knapp am Kopf vorbeiwerfen?

Miriam: Anna, wenn ich mich jetzt über dich aufrege und als Hessin kann ich das richtig gut.

Florian: Ja.

Miriam: Also wenn ich mich irgendwann mal früher über dich aufgeregt habe.

Florian: Ja.

Miriam: Wie bin ich dann im Streit noch wertschätzend?

Florian: Indem du mich zum Beispiel nicht persönlich angehst, sondern indem es immer noch bei der Sache bleibt. Also indem es um die scheiß Schuhe geht und nicht um den, der die Schuhe da hingestellt hat oder was weiß ich.

Miriam: Ja, das geht doch gar nicht. Die Schuhe würden ja nicht da stehen, wenn du sie da nicht hingestellt hättest. Und die Schuhe interessieren mich da auch überhaupt nicht, wenn sie im Schuhschrank stehen.

Florian: Vielleicht erkennst du dir jetzt schon an, dass es mehrere Orte gibt, an denen die Schuhe gut aussehen.

Miriam: An denen sie gut aussehen.

Florian: An meinen Füßen zum Beispiel und im Flur und im Schrank.

Miriam: Und wenn ich nachts über die Schuhe falle, weil ich auf die Toilette drin hatsch und sie stehen da mit einem Gang. Das ist doch nicht wertschätzend dann. Wer ist denn dann überhaupt nicht wertschätzend, wenn er seine Schuhe einfach in einem Haus, in dem mehrere Leute stehen, auf dem Gang baut?

Florian: Nur manchmal, und ich glaube, das ist ja das in Beziehungen auch, wenn wir, wie ist es, wenn Menschen völlig unterschiedlicher Meinung sind und sich grundsätzlich mögen?

Miriam: Also es gibt ja einen Unterschied für mich immer noch zwischen Diskussion und Streit zum Beispiel. Oder Meinungsaustausch und Streit. Streit hat für mich einen ziemlich, hat schon einen negativen Geschmack. Streit heißt, dass zwei Menschen sich verbal oder körperlich kloppen. Das ist nicht, für mich hat das immer noch nichts mit Kultur zu tun. Ein Meinungsaustausch oder eine kontroverse Diskussion, wo verschiedene Standpunkte klargelegt werden und der Zuhörer, vielleicht ein neutraler Zuhörer, kann sich ein Bild machen von Aha, es gibt diese und jene und noch eine dritte Meinung zu diesem Thema und dann suche ich mir die schönste raus oder wie auch immer nur. Ein Streit bedeutet zwei Pole. Oder Vorwürfe und der, ne, also für mich ist Streit, hat Streit nichts, ich will keine Streitkultur mit dir haben. Immer noch nicht. Ich will auch in einer Partnerschaft keine Streitkultur.

Florian: Und ich hab, ich hab vorher mal geguckt, ne, im Internet, Streiten ist total positiv belegt.

Miriam: Ich weiß.

Florian: Weil die Idee ist, dass wir damit neue Erkenntnisse gewinnen können. Also wir unterhalten uns über Themen, wo wir unterschiedlicher Meinungen sind, also Leinungen haben und Meinungen und dann passiert Streitmagic und dann geht's uns besser.

Miriam: So wie ein Gewitter.

Florian: Danach ist die Luft klar. Ja, wow.

Miriam: Gibt ja auch den... Hat sich einmal richtig entladen und dann war's wieder gut.

Florian: Gibt ja auch die Möglichkeit, körperlich zu interagieren nach einem Streit.

Miriam: Dies ist ein Podcast, der keine Altersfreigabe hat. Also zum Beispiel sich die Hand zu reichen.

Florian: Zum Beispiel die Hand zu reichen. Okay, gut. Oder den Kopf zu streicheln.

Miriam: Okay, nehmen wir das. Ja klar, nur warum habe ich mich denn dann erst überhaupt gestritten? Damit die Luft wieder klar ist.

Florian: Und wie oft gelingt es bei einem richtigen, ernst gemeinten Streit, also ein Streit, der wirklich entbrennt, wie oft gelingt es dann zügig... Und das ist eben die Streitkultur, dass der nicht so entbrennt, dass wir da völlig aus... Dass Menschen danach nicht zu... Also dass Teller fliegen.

Miriam: Wobei in diesem Asterix-Comic, Asterix und Kleopatra, da schmeißt die Kleopatra ja immer teure Vasen, wenn sie sich aufregt. Ja. Und danach geht es ihr besser. Also auf manchen Bildern ist es dann gar nicht mehr zu sehen, dass sie die Vase schmeißt, sondern es ist nur noch das Wort hingeschrieben. Kratsch!

Florian: Wir haben auch Menschen kleinerer Körpergröße, jüngere Menschen hier, die auch schon erkannt haben, dass wenn sie sich ärgern, dass dann Türen schmeißen irgendwas tut. Mit ihnen selbst. Mit ihnen selbst und sie bekommen dann auch Feedback. Nur irgendwie ist das, ne?

Miriam: Ich finde das eine andere Art, sich abzureagieren. Es gibt ja auch Leute, die stellen sich dann irgendwo unter eine Tanne und brüllen einfach mal. Das hat was für mich mit Abreagieren zu tun. Also wenn sich irgendwie was aufgebaut hat an Wut oder Frust. Das Rausgewittern miteinander.

Florian: Das Rausgewittern, nur brauche ich dafür einen Gegenüber, der das aushält. Ja.

Miriam: Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die sagt immer, mein Freund streitet sich einfach nicht mit mir. Ich will mich mal mit dem richtig streiten, der reagiert einfach gar nicht.

Florian: Du streitest dich auch nicht mit mir.

Miriam: Das stimmt. Ich habe keine Lust, mich mit dir zu streiten. Ich würde am liebsten den ganzen Tag in deinem Arm liegen und dir Komplimente machen.

Florian: Ja und was ist jetzt mit den Schuhen im Flur?

Miriam: Wann habe ich das letzte Mal was zu diesen Schuhen?

Florian: Wie bekommen wir das denn jetzt gelöst?

Miriam: Soll ich dir was sagen? Immer wenn deine Schuhe im Flur stehen und ich laufe dran vorbei und du bist nicht zu Hause, dann habe ich das Gefühl, du bist noch da. Der Duft von dir ist noch in der Luft.

Florian: Was? Hallo? Ist doch toll. Gut, dann üben wir das mit dem Podcast-Schneiden jetzt auch mal. Uiuiui. Und immer wenn deine Cremetiegelchen im Bad in die ganze Dusche verstellen, denke ich mir auch, ich wohne mit meiner Traumfrau zusammen.

Miriam: Ja, wie gesagt, ich habe gar keine Lust, mich mit dir zu streiten. Also selbst wenn wir unterschiedlicher Meinung sind und das kommt bei uns vor, selten.

Florian: Dann spielen wir halt Schnick, Schnack, Schnuck und wer gewinnt, hat gewonnen.

Miriam: Ja, oder du machst einfach irgendwelche Sachen. Das Equipment, mit dem wir diesen Podcast aufnehmen, ist nie von mir freigegeben worden, budgetmäßig. Ja, das stimmt. Die Kamera, mit der wir unsere Beziehungskiste aufnehmen, war plötzlich da.

Florian: Ja, ich habe ja auch lang genug gefragt, ob ich das Budget bekomme oder nicht und du hast immer Nein gesagt.

Miriam: Richtig. Erstens, wenn die Sachen dann sowieso schon da sind, warum soll ich mich dann noch aufbürsten? Ich denke dann wieder an den Spruch meiner Mutter, bevor ich mich ufrisch, ist es mir lieber egal.

Florian: Na egal ist dir ja nett, oder?

Miriam: In dem Augenblick schalte ich dann echt auf egal. Okay. Weil ich will mich nicht mit dir streiten. Ich will mit dir Friede, Freude, Eierkuchen haben. Das ist der beste Zustand überhaupt. Am liebsten noch witzig. Das finde ich am besten. Und Streitkultur, nochmal, ist für mich ein Unwort. Für mich. Kann ja sein, dass es da draußen Menschen gibt, die sagen, einmal im Monat kracht's bei mir richtig und dann fliegen die Fetzen und dann ist der Gewittersturm vorüber und alles ist wieder gut. Oder noch besser als vorher. Ich kenne wenige, ehrlich gesagt.

Die Geschichte mit Herrn Mayer

Florian: Wie ist es denn, wenn jetzt irgendwo was passieren würde, wo jemand was tut, was nicht okay ist? Also, keine Ahnung, wir wären mit den Kindern unterwegs und dann würde jemand einen von unseren Jungs umrempeln. So. Oh nu. Gut, du könntest dann als... Jetzt, und was machst du als Mutter?

Miriam: Das ist eine gute Frage. Ich bin, das auch wenn, wenn sowas, manchmal passieren so Sachen mit dem Auto, einer überholt blöd oder schneidet einen oder wie auch immer, ich bin nicht einer, der dann anfängt aggro zu werden.

Florian: Okay.

Miriam: Ich denke mir, Arschloch-Alarm, dreh mich rum und mach was anderes.

Florian: Bis eben war der Podcast ohne Altersbeigaben.

Miriam: Pieps! Entschuldigung.

Florian: Ja, alle Zuhörer denken sich das Pieps jetzt bitte über dem Wort.

Miriam: Ja. Also das bitte nicht zu Hause sagen.

Florian: Ja.

Miriam: Nur ich machte, ich, wenn ich jetzt mit diesem Menschen dann einen Streit vom Zaun breche, ist ja auch so ein geflügeltes Wort.

Florian: Ja, pädagogisch wertvoll tätig werden.

Miriam: Zeige ich den Kindern? Schön aggro, immer auf die Fackel, wenn einer was macht, was mir nicht gefällt. Vielleicht hat derjenige das noch nicht mal absichtlich gemacht. Wenn er es absichtlich gemacht hat, will ich gar nichts mit ihm zu tun haben, längerfristig. Ich kümmere mich hauptsächlich um mein Kind und sage, schau, wenn du gehst, manche Erwachsene gucken nicht richtig hin, wo sie laufen, vergib ihnen, was sie tun und weich aus, ist gelegentlich besser, weil es tut nicht so weh. Tröste im Zweifel, wenn es einen Schmerz gegeben hat. Nur dieses dann loskloppen, ich habe das manchmal beobachtet als Beifahrer zum Beispiel, dass ich jemanden neben mir sitzen hatte, der sich alle fünf Minuten über irgendeinen anderen Autofahrer aufgeregt hat. Am Ende war sein Adrenalinspiegel völlig über der Mütze und die Fahrt war super stressig für denjenigen. Was mir auch aufgefallen ist, wenn einer, zum Beispiel, ich hatte mal in einer Mietwohnung gewohnt, das wusste ich nicht, die hatte eine sehr große vermeintliche Autoeinfahrt direkt vor der Eingangstür, es war ein mehrstöckiges Haus. Die Garagen waren sehr weit weg von diesem Haus. Und ich bin dann am Anfang, als ich da neu eingezogen war, wenn ich Einkäufe gemacht hatte, immer auf diese Einfahrt drauf gefahren, hab alles ausgeladen, nach oben getragen und dann hab ich mein Auto in die Garage gefahren. Tatsächlich war diese vermeintliche Einfahrt gar keine Einfahrt, sondern ein reiner Fußgängerplatz und auch nicht gedacht für das Gewicht von einem Auto. Ich habe das nicht gewusst. Irgendwann hat der Hausmeister mein Auto dastehen sehen, als ich gerade oben im Kasten Wasser die Treppe hochgeschlutzt hatte und es klingelte, als ich fast schon wieder auf dem Weg nach unten war. Es war eine Freisprechanlage und ich habe den Hörer abgenommen und ich werde direkt angebrüllt, völlig unvermittelt, für mich auch völlig unverständlich, weil ich ja in völlig friedlicher Absicht meine Einkäufe nach unten getragen hatte. Und er brüllt mich an.

Florian: Wissen Sie eigentlich, wo Sie Ihr Auto hier stehen haben?

Miriam: Das ist... Ja, hoffentlich steht es da unten. Hoffentlich steht es da unten. Und dann sage ich, Sie kommen jetzt sofort runter und fahren das Auto weg. Sondern bin ich runtergegangen und auf dem Weg nach unten hatte ich eine Krawatte bis nach Bagdad Süd. Also ich war so aufgebürstet, dass ich dachte, dem fahre ich jetzt richtig, richtig vor die Füße. Der bekommt jetzt Rückrunde. Jetzt ist es soweit. Er hat keine Ahnung, ich wusste davon nichts, der brüllt mich einfach an wie eine gesenkte Sau. Er hätte mich ja mal fragen können, ob ich das überhaupt weiß. Ich bin hier auch zahlender Mieter, also ich hatte so richtig alles im Kopf. Und auf dem Weg nach unten, das waren zum Glück acht Stockwerke, also ich hatte ein bisschen Treppe vor mir. Hab ich mir überlegt, was passiert jetzt, wenn ich da runter gehe und brüll den auch an? Also ich brüll dem richtig in die Ohren.

Florian: Ja und dann hinterher einen trinken gehen und dann beste Freunde sein, oder? Manche Menschen machen das so.

Miriam: Pass auf, ich habe genau das Gegenteil gemacht. Ich bin runtergegangen und habe gesagt, Herr Mayer, das tut mir so leid, ich wusste nicht, dass dieses Auto da nicht parken darf und es tut mir so leid, dass Sie sich jetzt so aufgeregt haben deswegen. Das ist wirklich unangenehm. Ich fahre das jetzt sofort weg, ich bringe dann die Einkäufe später hoch. Und er hatte damit gerechnet, dass ich ihn anbrülle.

Florian: Echt?

Miriam: Pass auf, was passiert ist. Er sagte, ja, also hier darf kein Auto stehen, weil diese Einfahrt ist nicht für das Gewicht vom Auto gedacht, da drücken sie mir die Steine nach unten. Ich sagte, nie wieder. Also so war ich hier, es steht nirgendwo ein Schild, ich habe es einfach nicht gewusst. Wahrscheinlich steht es irgendwo im Mietvertrag und ich habe es nicht gelesen. Es tut mir total leid. Dann sagt er... Haben Sie jetzt noch was im Auto? Sag ich, ja, meine Einkäufe, nur ich fahre das Auto jetzt erstmal weg. Nein, nein, nein, wir packen jetzt erstmal die Einkäufe raus. Dann hat er mir die Einkäufe nach oben getragen, Stockwerke.

Florian: Und dann habe ich mein Auto weggefahren.

Miriam: Also die Situation hat sich komplett in eine andere Richtung gedreht. Das heißt, dadurch, dass ich eben nicht gestritten habe und dass ich eben nicht das getan habe.

Florian: Siehst du, und das ist echt das Witzige, ne? Also, ähm... Weil für mich ist Streit auch eher wertend in negativ belegt und anscheinend ist es nicht für alle Menschen so. Da ist es Streit einfach eine Meinungsverschiedenheit, die offen irgendwie ausgetragen wird und Emotionen sind involviert.

Miriam: Und dann darf ich mir überlegen, wie oft im Leben, oder jeder Hörer darf sich fragen, wie oft Streit im Leben schon zu einem richtig guten Ergebnis geführt hat. Also so, dass beide sich wirklich vollen Herzens die Hand gegeben haben und gesagt haben, hey, weißt du was, du hast recht. Einer sagt, du hast recht. Die ganze Zeit habe ich Mist erzählt. Tut mir leid. Das, was ich mit Herrn Mayer gespielt habe. Das Spiel.

Florian: Und da war es ja noch nicht mal echt. Also je nachdem, wie man sich Streit hindefiniert, habt ihr einen Streit gehabt. Du hattest nur eine sehr gute Streitkultur.

Miriam: Wenn das Streitkultur ist, war es eine Streitvermeidung. Und es hat nur einer gestritten. Und Streit ist für mich was, was zwischen zwei Leuten stattfindet. Einer war aggro. Und der andere ist nicht drauf eingegangen.

Florian: Und hat sogar noch das Gegenteil. Herr Mayer hat eine Verhaltensänderung bei dir hervorgerufen. Und du bei ihm auch, weil er hatte vorher wahrscheinlich nicht vor, deine Einkäufe noch umzutragen.

Miriam: Das stimmt. Das stimmt.

Florian: Also ich finde mindestens in der Umgangssprache ist Streit, so wie ich es erlebe, eher negativ belegt auch. Das ist dieses Laute, das ist dieses mit Emotionen, unterschiedliche Meinungen haben.

Lieber Wünsche äußern als streiten

Miriam: Reicht nochmal anders. Wenn es sowieso nur diese eine Sache, also wenn Streitkultur entweder eine Ausrede ist für reicht euch danach die Hand und alles wieder gut, das kann ich...

Florian: Naja, nicht nur das, nein, nein, nicht nur das, sondern auch, ich nehme Standpunkte von anderen Menschen wahr, ich nehme wahr, dass die vielleicht auch eine Perspektive aufs Leben haben, die realistisch ist und so. Im Streit. Das ist die Streitkultur.

Miriam: Für mich ist Streitkultur nach wie vor ein Unwort, das hat sich nicht aufgeklärt jetzt. Und für mich wäre es eher ein, wenn Menschen glauben, dass sie Streit brauchen, damit es ihnen danach wieder gut geht, damit die Beziehung danach wieder funktioniert, damit sie danach wieder Freunde sind, damit sie danach wieder sich besser mit Bruder oder Schwester verstehen oder mit Kollegen, dann frage ich mich, ob es Alternativen gibt.

Florian: Was ist denn jetzt die Alternative, wenn sich jetzt zwei Menschen zum Beispiel im Büro nicht einig sind, wo es lang geht?

Miriam: Gut, würden die sich dann streiten oder würden die eine Aussprache haben mit ihrem Chef? Würden die einen Meinungsaustausch betreiben?

Florian: Die sind unterschiedlicher Meinung und damit sind sie im Streit, wenn man den Streit als das schon annimmt.

Miriam: Ist der Streit das wichtigste Element, um eine Lösung zu finden? Also wenn es darum geht, dass die nicht mehr im gleichen Büro sitzen wollen, weil die sich einfach gegenseitig anätzen. Oder geht es darum, dass sie einfach nicht gut zusammenarbeiten und ein Teamwechsel stattfindet? Oder geht es darum, dass...

Florian: Es kann ja sein, dass ich, wenn ich morgens ins Büro komme, dass ich es blöd finde, wenn mein Kollege Heinrich einen unaufgeräumten Schreibtisch hat. Ja.

Miriam: Was ist die Lösung? Du räumst den Schreibtisch auf.

Florian: Der räumt seinen Schreibtisch auf. Ich räume den Schreibtisch auf. Ja, das ist natürlich der kreative Weg. Alles in Ablage.

Miriam: Oder du baust so eine Wand, so ein, wie heißt denn das, so ein Traumteil. Neuerdings Trump-Wall. So ein Paravent stellst du zwischen die Schreibtische, sodass du dann den unaufgeräumten Schreibtisch nicht mehr siehst.

Florian: Es gibt halt tausend Möglichkeiten, ne?

Miriam: Ja, nur brauche ich, um diese Lösung zu finden, einen Streit mit dem. Oder gibt es ein Luftklären auch ohne Streit? Kann ich Luft klären dadurch, dass ich ein Streichholz anzünde?

Florian: Das Angenehmste finde ich tatsächlich mal, meinen Wunsch zu äußern oder eine Bitte zu äußern. Und zu sagen, ich hätte gerne, würdest du bitte, ja, würdest du bitte einen Paravent für mich bauen?

Miriam: Also zum Beispiel, wir haben ein Redaktionsbüro. Das heißt, wir haben keinen festen Schreibtisch. Wir haben ein paar Arbeitsplätze und die Moderatoren, die gerade Redaktionsdienst haben, suchen sich einen freien Platz. Alle meine Kollegen, inklusive mir, gehen sehr unterschiedlich mit diesem zur Verfügung gestellten Raum aus. Um. Nicht aus, sondern um. Der eine hat also wirklich immer jeden Stift am gleichen Platz liegen, um zu arbeiten. Beim anderen ist dieses kreative Chaos mit ganz viel Papieren und der dritte hat irgendwie dazwischen auch noch seinen Kaffee und seine Kekse und der vierte hat kaum was auf dem Tisch liegen. Und ihr zankt euch nicht? Nein. Wir haben tatsächlich zwei Kolleginnen, die irgendwann, so alle drei Monate, diesen gesamten Raum mal aufräumen. Die machen das dann. Ich habe von denen noch nie einen Vorwurf deswegen gehört, weil sie, glaube ich, auch vernünftig genug sind, um zu wissen, sie müssen es nicht machen.

Florian: Ich mag das in Teams auch am liebsten. Also ich bin nicht der, der am meisten Ordnung hält an bestimmten Stellen. Also ich hatte es öfter in Teams, dass manchen Teammitgliedern Ordnung wichtiger war als mir oder die darauf achten, wenn wir zum Beispiel Post-its benutzen, dass die schön beschriftet sind, denen das irgendwie wichtig ist oder dass Linien an der Wand gerade gezogen sind. Und ich habe das immer gerne genutzt, wenn es jemandem wichtig war, diese Person dann zu nutzen, um zu sagen, dann lade ich dich ein, das eben mit mir zu machen, da unterstütze ich dann gerne dabei. Nur die Person, der das wirklich am Herzen liegt, dass die dann auch die Zeit investiert oder die Energie investiert, um da was dran zu machen. Das klingt so ähnlich, ne?

Miriam: Es klingt so ähnlich.

Florian: Und ich bin super dankbar. Also das ist ganz toll, weil das ist ein ganz toller Service oder ein ganz toller Dienst für das Team, um zu sagen, es ist nicht nur einfach irgendwie, sondern es sieht auch noch toll aus oder es ist nochmal organisierter, es ist nochmal schöner strukturiert. Das habe ich immer als ganz wertvoll wahrgenommen. Und mir fällt ein Kollege ein, den ich vor zwei Jahren in Karlsruhe hatte. Für den war das auch wichtig, dass der sich wohl fühlt.

Miriam: Gut, jetzt kann ich sozusagen meinen, also wenn es jetzt wirklich feste Schreibtische gibt, so wie bei dem Kollegen, von dem du vorhin sprachst, dann ist es für mich wieder so, mein Bereich, dein Bereich. Solange es keinen Ungeziefer hat und stinkt, ist es eben so, dass einer vielleicht einen sehr ordentlichen Schreibtisch hat und der andere hat...

Florian: Das ist ja nur eine Meinung. Also könnte man ja auch jetzt darüber streiten, ob der sich nicht hier... Wir könnten ja auch Regeln einführen.

Miriam: Und dann ist es wieder was anderes, wenn ich sage, wir stellen ab jetzt Regeln auf. Wie gesagt, es geht ja immer um eine Lösung. Für mich geht es immer um eine Lösung. Und muss ein Streit da sein, um eine Lösung zu haben? Also können die Probleme nur über einen Streit geklärt werden? Und ist es dann wichtig, dann wäre es für mich wichtig, so eine Art Streitkultur zu haben. Ich hätte lieber eine Meinungskultur.

Florian: Meinungsaustauschskultur. Und ich glaube, manche Menschen verwenden das Wort Streit in genau diesem Sinne. Und alles andere ist Zanken oder Zwietracht oder Zwist. Das ist dieser negative Touch und ich finde für mich auch Streit klingt schon so nach, da sind schon so viele Sachen vorher gelaufen. Und so viele Sachen vorgelaufen. Also ich habe wirklich wahnsinnig gute Erfahrungen damit gemacht, einfach Wünsche zu äußern und Bitten zu äußern.

Perspektivwechsel statt Fetzen fliegen

Miriam: Schön. Ich denke, das ist ein schöner Schlusspunkt. Denn was wir jetzt hätten tun dürfen am Ende dieses Podcasts, ist Tipps für eine Streitkultur zu geben. Und ganz ehrlich, ich weigere mich immer noch.

Florian: Und im Sinne von, wie gehe ich gerne mit meinen Mitmenschen um, die Perspektive meines Gegenübers einzunehmen, ist sicherlich auch mal interessant anzuerkennen, dass es mehrere Perspektiven auf alles gibt da draußen. Dass hinter dem Verhalten meines Gegenübers auch eine positive Absicht steckt, die ich vielleicht jetzt nicht sofort sehe, sondern die eben aus dem unterschiedlichen Weltbild kommt, das ist schon was, was ich mir antrainieren kann. Und was ich auch empfehlen würde.

Miriam: Und mag ein bisschen, weil oft sind ja dann, ja genau, also gerade wenn es Familienmitglieder sind oder so, wenn Emotionen im Boot sind.

Florian: Vielleicht lieber in Situationen üben, wo ich jetzt erstmal nicht so emotional involviert bin.

Miriam: Gut. Es geht ja auch nicht ums Streiten, sondern es geht um Streitkultur. Und die würde ich an dieser Stelle gerne beerdigen.

Florian: Nur weil du dich immer nicht streiten willst.

Miriam: Ja, stimmt.

Florian: Du Harmonie-Häschen. Ja.

Miriam: Schön mit dir zu lachen. Das stimmt. Schön dich strahlen zu sehen.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Schön dich in einem entspannten und witzigen Zustand zu erleben. Schön mit dir über Meinungen reden zu können.

Florian: Schön, dass du so tief entspannt bist.

Miriam: Ja, ich bin schon viel besser geworden. So.

Florian: Und nun? Nun? Kommt noch der Blog, wo wir sagen... Komm zu unserem Practitioner.

Miriam: Lern Streitkultur.

Florian: Also wenn du dich mit jemandem auf dem Practitioner streiten möchtest, wir finden sicherlich jemanden.

Miriam: Uns zum Beispiel.

Florian: Im Juli.

Miriam: In einer ganz tollen Location. In einer ganz, ganz fantastischen Umgebung lernst du Kommunizieren vom Feinsten. Wir praktizieren die Königsklasse und freuen uns sehr, wenn du dabei bist. Meld dich bei uns, wenn du Lust hast. Zwei Wochen intensives Sprechersprache- und Kommunikationstraining.

Florian: Mehr Infos dazu gibt es auf www.kontext*denken.de.

Miriam: Danke für dein Lob, das ist uns sehr wichtig. Du kannst uns eine große Freude machen.

Florian: Wir freuen uns wirklich immer. Wir lesen das auch alles.

Miriam: Ja, wenn du auf iTunes eine Bewertung abgibst, wenn du bei YouTube abonnierst.

Florian: Und wir stoßen mit einem kleinen Karottensaft auf dich an, wenn du einen besonders schönen Kommentar hinterlässt.

Miriam: Nee, Karottensaft will ich nicht.

Florian: Dann halt Ingwer. Ich will Sauerkrautsaft. Sauerkrautsaft.

Miriam: Gut, genug des Streits. Der Worte sind genug gewechselt.

Florian: Genau, wir freuen uns über deine Sternebewertung. Auf deine Friedenskultur. All das, genau.

Miriam: Genau. Mach's gut bis nächsten Dienstag. Tschüss. Ciao.

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