Skalpell, Spritze oder Serum? Miriam moderiert seit Jahren die Beauty Night bei QVC und steht selbst mit über 40 immer wieder vor der Frage, die viele ihrer Freundinnen längst mit einem Termin auf der Botox-Party beantwortet haben. In ihrem allerersten Podcast erzählt sie, warum sie sich (noch) dagegen entschieden hat, was gute Kosmetik heute wirklich kann — und weshalb der erste Schritt zur Schönheit für sie beim Blick in den Spiegel und dem Frieden mit sich selbst beginnt.
Der erste Podcast und wie das Thema Schönheit dazu kam
Miriam: So, herzlich willkommen. Ein bisschen Lampenfieber ist in der Luft. Das hier ist mein erster Podcast. Ich durfte über 40 Jahre alt werden, bis ich auf die Idee gekommen bin. Ich blogge viel, ich schreibe gerne. Ich könnte ja auch mal was reden. Und jetzt ist es soweit.
Miriam: Vielen Dank für die viele Inspiration, gerade auch von meiner Facebook-Seite. Ihr habt, du hast mir die Frage beantwortet, was soll ich als nächstes schreiben? Da ging es um meinen Blog. Und viele haben gesagt, nimm doch mal das Thema Schönheit, denn das ist ja ein Thema, das du ganz oft im Fernsehkaufhaus bei QVC auch in deinen Sendungen hast. Ja, stimmt. Ich moderiere jeden Montag die Beauty Night oder jeden zweiten Montag und da dreht es sich vier Stunden lang um Schönheit von Kopf bis Fuß.
Miriam: Und die Leser meines Blogs interessieren sich hier, und ich verstehe das gut, weil es spannend ist, für das ganz aktuelle Thema Skalpell, Spritze oder Serum? Also ganz platt die Frage, wie ist das mit dem Anti-Aging und was würdest du empfehlen? Ich komme gleich zu dem Thema.
Miriam: Bevor ich loslege, möchte ich dir gerne noch empfehlen, auf unserer Seite gerne auch mal in meinen Blog hineinzulesen. Ich schreibe sehr ausführlich und im Rahmen meiner Möglichkeiten witzig. Das heißt, die Themen, die ich dort behandle, haben alle im weitesten Sinne etwas mit Sprache und Sprechen zu tun. Darum geht es auch in unseren Seminaren, sprich Kommunikation, Sprecherziehung, klassische Rundfunksprecher-Techniken und eben auch das, was vor dem Sprechen passiert, nämlich der Gedanke, der im Kopf ist. Vielleicht findest du den einen oder anderen nützlichen Tipp.
Miriam: Im Augenblick schreibe ich auch ein Buch darüber. Und eins der Kapitel dieses Buches gibt es sogar auf dieser Seite kostenlos zum Probelesen, noch bevor das Buch erscheint, denn ich denke immer, Verbesserung, bevor das Buch draußen ist, ist besser, als wenn es dann schon in gedruckter Form vorliegt. Also ich freue mich in jedem Fall auf dein Feedback, egal ob zu diesem Podcast, zu dem Kapitel des Buches oder eben auch zu meinem Blog. All das kostenlos hier auf dieser Homepage.
Miriam: Wie soll es mit diesem Podcast weitergehen? Ich habe keine Ahnung. Das ist auf jeden Fall der erste. Und wenn es der erste ist, dann gibt es vielleicht auch noch einen zweiten und einen dritten. Und meine Idee ist, ich könnte mir auch Menschen dazu holen, die viel Ahnung haben vom Sprechen. Und ich glaube, dass ich in nächster Zeit immer mal wieder einen spannenden Gast hier neben mir sitzen habe, der mit mir zusammen über Sprache, Sprachzauberei und die Möglichkeiten der Kommunikation informiert, tolle Tipps gibt. Und deshalb bleib einfach dran, ich tue es auch.
Miriam: Und jetzt geht es los mit dem ersten Thema, das du dir, das ihr euch gewünscht habt. Vielleicht bist du auch zufällig auf diese Seite gekommen oder nach einer Empfehlung. Auch dann herzlich willkommen. Das Thema Spritze, Skalpell oder Serum.
Botox, Freundinnen und die Frage: Willst du es nicht auch machen?
Miriam: Für jemanden wie mich, der grundsätzlich schon mal was hat gegen Spritzen, ist es wirklich ein spannendes Thema, denn ich bin jetzt über 40, viele Freundinnen von mir in meinem direkten Umfeld sind unterdessen regelmäßig auf sogenannten Botox-Partys unterwegs. Das heißt, sie lassen sich vorrangig, das wird am meisten gemacht, die Stirn glätten mit diesem Nervengift, das die Nerven in der Stirn lähmt, sodass zunächst der Impuls des Stirnrunzelns nicht mehr ankommt. Das heißt, die Stirn zieht sich dadurch wieder glatter und verlernt das Runzeln. Auf Dauer, so versprechen es die Ärzte. Ich habe keine Ahnung, wie das auf Dauer ist, denn meine Freundinnen machen das alle noch nicht so lange. Ich kann es also erst in der Kurzzeitstudie beobachten. Dass es glättet, das ist so, sonst wäre es nicht so erfolgreich. Dass es sich hierbei um ein Gift handelt, ist auch klar. Und Langzeitstudien, echte Langzeitstudien fehlen an dieser Stelle.
Miriam: Ich habe deutlich recherchiert, ich habe im Internet alles durchgepflügt, ich habe mir Berichte angeschaut von Befürwortern, von Gegnern. Vielleicht haben alle irgendwie recht. Es bleibt eine Entscheidung des Einzelnen, finde ich, ob das Sinn macht oder nicht. Oft steht ja auch ein Leidensdruck dahinter oder ein vermeintlicher Leidensdruck. Deshalb, was auch immer ich in diesem Podcast jetzt sage, du weißt am besten, was für dich gut ist. Das ist etwas, was ich in meinen Sendungen immer wieder sage. Und deine Entscheidung, wenn sie dich glücklicher macht, wenn sie dich fröhlicher macht, die zählt.
Miriam: Ja, nachdem also nun in meinem direkten Umfeld die große Ich-will-wieder-aussehen-wie-30-Welle ausgebrochen ist, stand auch ich immer mal wieder vor der Frage, ja, willst du es nicht auch machen? Und ich schaue dann in den Spiegel und denke, ja. Da sind diese zarten Stirnfalten und diese klassischen Lachfältchen um meine Augen. Ich bin aus einer alten Winzersippe. Die haben die alle. Da würde dann die These wieder gelten, das ist vielleicht genetisch. Und dann benutze ich meine Lieblings-Naturkosmetikkreme und atme die ätherischen Öle ein und sehe, wie meine Haut dadurch satt wird und anfängt zu leuchten und denke mir, was reicht doch? Außerdem ist es ja auch teuer, so was zu machen. Also im Augenblick bin ich weit davon entfernt, so etwas selbst machen zu wollen und wer weiß, was in den nächsten Jahren passiert. Ich würde es nicht komplett ausschließen, geplant habe ich es nicht.
Miriam: Wenn ich darauf angesprochen werde, was ich davon halte, das ist ja oft auch in Diskussionsrunden, zu denen ich eingeladen bin als Beauty-Moderatorin oder für Zeitschriften, dann antworte ich vorsichtig und ich halte mein Gesicht hin und sage, so sieht ein Gesicht aus nach 42 Jahren Leben, Lachen, Lieben, Streiten, Denken, Grübeln, sich Sorgen machen, auch mal heulen und dann wieder von Herzen lachen. Es ist eben ein Gesicht, das zeigt, dass es gelebt hat und ein Gesicht, das zeigt, dass es oft sehr, sehr glücklich in Mimik gefaltet wurde.
Wie schön findest du dich? Der Blick in den Spiegel
Miriam: Und die Frage nach der Schönheit, die stelle ich mir immer wieder, allein durch meine Sendungen, und die möchte ich dir jetzt auch stellen. Wie schön findest du dich denn? Und gerade wenn du eine Frau bist, dann stehst du vermutlich oder vielleicht immer mal vor dem Spiegel und denkst diese Gedanken wie, ach, da habe ich schon wieder zugenommen oder das ist doch eine Falte mehr als gestern oder die Haut ist auch unruhiger geworden, irgendwie hängt sie da mehr und da ist irgendwie eine rote Stelle und ach, also all diese Dinge, du wirst deine eigenen Ideen haben. Viele Frauen meckern ja auch über ihre Haare, das machen Männer übrigens auch.
Miriam: Ist das normal? Haben Menschen das schon immer gemacht? Eine Kollegin von mir sagte irgendwann mal, also scheinbar ist es ja wichtig, dass wir uns im Spiegel wahrnehmen, sonst würde eine Wasseroberfläche uns nicht spiegeln. Also das Wasser auf einem glatten See zum Beispiel hat Menschen schon immer die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu sehen. In einem schönen See übrigens tendenziell unschärfer. Das heißt weichgezeichnet, im Gegensatz zu den Spiegeln, die wir heutzutage haben, zum Teil zehnfach vergrößert. Das ist schon eine Maßnahme.
Miriam: So, wenn es also so ist, dass wir Menschen uns spiegelnd sehen und wahrnehmen, sollten wir uns dann feiern als ein tolles Wesen, das imstande ist, so viele verschiedene Mimiken an den Tag zu legen, so unterschiedlich geformt zu sein, so einzigartig zu sein? Oder streben wir danach, einem einzigen Schönheitsideal zu entsprechen, das mit 1,75 Meter Größe die Größe 36 trägt, immer glatt ist bis über 70, volles, lockiges, wallendes, blondes oder brünettes Haar hat. Nicht ergraut natürlich. Ist es das?
Miriam: Das ist eine Frage, die sich schon viele Journalisten gestellt haben, auch in Zeitungsartikeln. Der weise Rat, der hier oft ja mitschwingt, ist: Quatsch, wir sind alles Individuen, jeder Mensch ist schön. Und die meisten, wenn sie ganz ehrlich sind, stehen vorm Spiegel und tun was, sie kritisieren sich und streben nach irgendeinem Ideal, das sie sich selbst als Ideal ausgesucht haben oder haben einreden lassen. Wie schön bist du! Wenn du jetzt sagst, ja fantastisch, ich stehe jeden Morgen vor dem Spiegel, tanze einen Freudentanz, singe ein Halleluja, hätte schon die Laune, einen Prosecco auf mich und meine Schönheit zu trinken, dann ist sowieso alles gut, dann denkst du ja gar nicht drüber nach, Skalpell, Spritze oder Serum. Wenn du zu denen gehörst, die das kennen mit diesem, da stehe ich nun vor diesem Spiegel und frage, wer ist die Schönste im ganzen Land und sage, ich bin es sicher nicht, dann ist vielleicht dieser Podcast spannend für dich.
Was Kosmetik kann — und wo der Arzt anfängt
Miriam: Ich verkaufe viele Cremes und Seren, ich verkaufe Nahrungsergänzungsmittel bei QVC. Die Qualität dieser Cremes hat in den vergangenen 15 Jahren extrem zugenommen. Wissenschaftler, Dermatologen, Hautkundige haben die Sprache der Haut, die hat ja etwas mit diesem Zellstoffwechsel, mit der sogenannten Osmose zu tun, analysiert, besser kennengelernt — es sind lange noch nicht alle Geheimnisse gelüftet — und haben daraus ein noch viel wirksameres Zusammenspiel von einzelnen molekularen Substanzen geschaffen. Das geht wirklich in die molekulare Chemie, Biochemie. Was lässt die Haut durch? Was gibt sie ab? Wo hat sie eine Barriere? Wie komme ich überhaupt in die Hautschichten, die dafür verantwortlich sind, dass wir Menschen äußerlich reifer aussehen? Und ja, da hat sich tatsächlich viel verändert.
Miriam: Es gibt Kosmetik, die schon deutlich eingreift, es gibt sogenannte Quick-Fixes, das heißt Kosmetik, die einen sehr schnellen Effekt erzielt, der dann allerdings oft nicht lange hält, sondern der ebenso ähnlich wie ein Make-up kurzfristig die Falten füllt. Um sie dann abends nach dem Abwaschen des Make-ups oder der Creme wieder freizugeben. Es gibt Cremes, die einen sehr schnellen Verbesserungseffekt erzielen, zum Beispiel durch verschieden molekular gearbeitete Hyaluronsäuren. Das ist vielleicht ein Begriff, den du schon mal gehört hast, ein hauteigener Bestandteil, der in der Haut da ist und sich über den Reifeprozess scheinbar abbaut und durch den Auftrag von außen kurzfristig in den oberen Hautschichten wieder dafür sorgt, dass die Haut aufquillt und praller wird. Das ist schon alles super und eine Haut kann dadurch sehr schnell frischer, jünger, strahlender aussehen.
Miriam: Was immer noch nicht geschafft wurde, ist dieser Switch von 15, 20 Jahren nach hinten. Das heißt, ich trage eine Creme auf und zipp, wie von Zauberhand sieht die Haut eben wieder so viele Jahre oder Jahrzehnte jünger aus. Ich habe es noch nicht erlebt. Ich habe wirklich gute Cremes erlebt, gute Seren. Und ja, da geht was, vermutlich in den nächsten Jahren noch viel mehr. Es ist nicht das, was Botox macht. Sonst gäbe es kein Botox mehr, weil wer lässt sich gerne schmerzhafte Spritzen in die Haut schießen?
Miriam: Im Vergleich dazu ist es also, finde ich, wie mit Äppelchen und Birnchen. Ich kann eine gute, qualitativ hochwertige kosmetische Versorgung nicht und immer noch nicht vergleichen mit dem, was ein Arzt da tut. Das heißt, wirklich in die Biologie, in das Organ Haut eingreifen, ins Nervensystem eingreifen und dadurch eine deutliche Glättung hervorrufen. Ich kann die Haut entspannter, schöner, strahlender aussehen lassen. Das ist eine Entscheidung, manche wählen auch beides. Es ist eine Entscheidung, die, finde ich, in zwei ganz unterschiedliche Richtungen geht. Deswegen heißt ja auch die Chirurgie oder das, was Menschen, die die Ausbildung dafür haben, mit Spritzen tun, invasiv. Und das, was eben ein Serum oder eine Creme macht, das ist external, das wirkt von außen in die Haut, manches tiefer, manches nicht so tief. So, nur dass wir den Unterschied geklärt haben.
Frieden mit sich selbst und das Vorbild vom strahlenden Altern
Miriam: Wenn es jetzt darum geht, was willst du tun, damit du noch schöner, noch strahlender, noch besser aussiehst, was sollst du wählen, dann ist das genauso individuell wie zum Beispiel die Beschimpfungs-Arie, die manche Menschen morgens vor dem Spiegel mit sich selbst führen. Ein toller Trainer, den ich sehr, sehr gerne höre, Robert Betz, hat irgendwann mal gesagt, wenn das, was du dir morgens, während du in den Spiegel schaust, selbst sagst, deine beste Freundin zu dir sagen würde, würdest du im gleichen Augenblick die Freundschaft mit ihr kündigen. Also achte darauf, wie du dich selbst darstellst.
Miriam: Du hast es nämlich auch vielleicht schon mal erlebt, dass du auf Frauen und Männer getroffen bist, die schon deutlich älter waren, denen ihr Alter auch anzusehen war. Nur, sie waren strahlend schön dabei, bis hin zu sexy. Frauen, die an die 60 sind, über 60, 70. Ich habe mal ein Foto gesehen von einer 87-jährigen Triathletin, die wirklich diese Ironman-Etappe mitgeht und zwar unter den Besten. Die hat den Körper, um den hätte ich sie als 20-Jährige schon beneidet, lang gewachsen, früher Model, immer noch unglaublich straff, auch an der Körperhaut, ein wacher Blick, ein präzise geschnittenes Gesicht, klare Augen. Unfassbare Ausstrahlung, wunderschön. Das sind die Frauen, von denen würde ich mir das Foto am liebsten, so wie ich das früher mit Plakaten von meinen Teenie-Stars gemacht habe, in meinem Zimmer an die Wand hängen, weil das ist für mich echtes Vorbild. Menschen sind imstande, strahlend schön zu reifen, du kannst auch sagen zu altern. Und wenn das geht, warum sollte das nicht bei mir, warum sollte das nicht auch bei dir gehen?
Miriam: Ja, diese Frau ist sehr sportlich. Ich bin es jetzt nicht so. Und es gibt Wege, auch ohne diesen Riesenaufwand an Training und an Sport, den Körper fit und schön zu machen und auch so energetisch zu halten. Dafür gibt es tolle Menschen, die dich beraten, die dich an der Hand nehmen, die dir helfen können. Du findest zum Teil deren Blogs kostenlos im Internet, deren Podcasts, geben dir einfache Hilfen mit auf den Weg. Bei QVC haben wir zum Beispiel unsere Barbara Klein, die dort auf einfachste Weise zweimal in der Woche 20 Minuten zeigt, wie das geht mit diesem körperlich sehr fit bleiben, sehr in der Kraft, sehr in der Energie sein.
Miriam: Wenn das nun geht, wäre meine Entscheidung eher dahin, also mir ansehen zu lassen, dass ich ein Leben hatte voller Ereignisse, voller Abenteuer, voller Liebe, voller Lachen und dann ja eben auch in zunehmendem Alter das zu sein, was ich bin. Das heißt, jeder, der bei diesem Ironman-Lauf dabei war, hat sofort gesagt, wow, sieht die Frau gut aus. Und das, obwohl ja anzusehen war, dass sie bestimmt um die 80 war. Eher jünger, also wie gesagt, 87 Tatsache, eher noch jünger, so fast ein bisschen alterslos.
Miriam: Das gleiche habe ich erlebt bei einer Kosmetikerin, einer Naturkosmetikerin in Düsseldorf, bei der ich mal einen Gutschein geschenkt bekam, die erschien mit ihren langen silbergrauen Haaren, wirklich lang gewachsen, sie trug sie offen, nur vorne so ein bisschen weggeflochten, hatte mehr so ein weißes Gewand an als den klassischen Kosmetikerinnen-Kittel und als sie den Vorraum betrat zu ihrem Behandlungszimmer und mich begrüßte, da habe ich gedacht, mir steht so eine Elbenzauberin gegenüber und ich dachte, ja genau, genau so, so darf das sein, das ist fantastisch. Also es gibt das. Es gibt dieses älter werden, reifer werden in einer unfassbaren Schönheit, in einer unglaublichen Eleganz. Und ich wünsche mir für mich, dass das so wird. Ich habe auch das Gefühl, dass mir das gut gelingt.
Miriam: Wenn du feststellst, wie du mit dir selbst umgehst, an welchen Stellen du hauptsächlich Kritik übst, dann wäre die Umkehrübung, und das kommt auch gleich nochmal in den Tipps, zu schauen, welche Stellen an dir findest du besonders schön. Das raten verschiedene Trainer mittlerweile, die sich um mentale Skills kümmern, darum, dass Menschen besser denken. Das alles gibt es schon. Ich zitiere das jetzt nur oder ich wiederhole das oder gebe das weiter. Also such gezielt die Stellen an dir, die cool sind, die dir gefallen, wo du sagst, das kann ruhig so bleiben, das ist echt fantastisch an mir. Manche meiner Zuhörer werden jetzt wahrscheinlich sofort anfangen zu sagen, das ist toll, das ist toll, das ist toll, das ist auch toll. Andere tun sich vielleicht ein bisschen schwerer. Das muss nicht gleich was Großes sein. Du darfst gerne mit Kleinigkeiten anfangen. Zum Beispiel mit deinen Augenbrauenhärchen oder mit der Spitze deiner Nase oder mit deinen Wimpern oder mit deinem Bauchnabel. Was auch immer dir einfällt, was gut an dir ist. Dein Finger, dein einer, vielleicht auch zwei. Das ist eine der wichtigen Übungen, um zum Beispiel auch Entscheidungen zu treffen für das, was deinen Körper einzigartig macht und was an dir besonders ist.
Miriam: Das klingt jetzt so ein bisschen von der Kanzel herab. Ich finde es auch relativ platt, weil ich selbst jahrzehntelang mit mir gehadert habe und immer wieder irgendwas gefunden habe, was nicht perfekt ist. Das Ganze noch unterstützt von Erziehern, Lehrern. Ich durfte im Ballett nicht beim großen Abschlusswalzer auf der Spitze mittanzen. Hebefiguren gingen auch nicht aufgrund meiner Figur, die ich damals hatte. Ich habe, als ich in der Berufsberatung mit 18 Jahren erzählt habe, dass ich gerne Fernsehansagerin werden will, als erstes zu hören bekommen, das geht nicht, du bist zu klein. Fernsehansagerinnen damals, Anfang der 90er, waren meistens ehemalige Models und waren 1,75 Meter. Warum auch immer, die meisten von denen haben hinter einem Tisch gesessen. Nur die Berufsberaterin sagte, du bist zu klein. Und all diese Sätze, die habe ich noch lange, lange mit mir rumgetragen.
Miriam: Ich bin dann übrigens trotzdem mit 1,64 Meter Fernsehansagerin geworden, nur es hat erstmal was gemacht und viele dieser Sätze haben sich relativ tief in meinen Gehirnkasten eingebrannt. Deshalb weiß ich, dass es ein Schritt ist, zu sagen, ich finde mich jetzt toll und sogar bedingungslos. Heute kann ich es. Also heute kann ich morgens aufstehen und sagen, yay, dieser Körper, du und ich, wir beide, toller Tag heute. Das ist ein gutes Gerät, was ich da zur Verfügung bekommen habe. Es funktioniert ja. Und deswegen, also sich den Frieden zu machen. Es gibt ja diese Bücher mit Loslassen und mit Geh in Frieden und mach deinen Frieden. Auch das ist für viele Menschen einfacher gesagt als getan. Wenn ich mit anderen Menschen Frieden haben will, dann darf mein erster Schritt doch sein, dass ich mit mir selbst Frieden mache. Mit dem, was ich bin, wie ich aussehe, wie ich altere. Und das ist mir so wichtig. In Nebensätzen in meinen Sendungen wirst du das immer wieder hören.
Miriam: Natürlich verkaufe ich gerne die Cremes, die wir haben. Und es ist schön, wenn Menschen sich selbst Liebe angedeihen lassen, dadurch, dass sie sich pflegen und dass sie sich Augenblicke gönnen, in denen sie ihrer Haut etwas Gutes tun, sich etwas zurückgeben. Das ist alles fein. Nur die Grundidee darf irgendwie da sein. Also bevor du eine Entscheidung triffst, für oder gegen eine Operation, eine Spritze, irgendetwas, vielleicht machst du erst Frieden und aus dem Frieden heraus dann kannst du einen klaren Gedanken fassen, will ich das oder will ich das nicht? Und glaub mir, ich verurteile weder das eine noch das andere. Ich bin in einer Branche unterwegs, da wird gebotoxed und geschnitten und festgenäht. Das ist ganz normal, das ist an der Tagesordnung.
Miriam: Ich finde es immer ein bisschen seltsam, dass sich so auch das Bild eines alternden Gesichtes deutlich verzerrt im Fernsehen. Weil ja gar nicht mehr so richtig einzuschätzen ist, wie alt sind denn die Menschen, die ich da sehe? Also ist das jetzt natürliche Jugendlichkeit oder ist das ein gemachtes Gesicht? Und vieles geht ja schon sehr unsichtbar. Also ich spreche jetzt nicht von den sogenannten Schlauchbootlippen oder so, sondern diesen Kleinigkeiten, die doch deutlich was machen. Und ja, es erzeugt so ein sich nicht mehr auf das Visuelle verlassen können bei mir. Und ich mag ja gerne mich auf das, was ich sehe, verlassen. Deswegen schaue ich immer sehr genau hin. Wenn das nicht mehr hilft, dann höre ich eben genau hin. Also Frieden mit sich selbst machen, ganz wichtig.
Die fünf großen Ls: Lachen, Leib, Liebe, Leben und Lerwöhnen
Miriam: Wie funktioniert das jetzt? Und wie kommst du dazu, noch mehr für deine Schönheit zu tun, dass du dich vielleicht selbst noch schöner findest? Ganz wichtig, was auch unsere Experten immer wieder empfehlen, was ich gerne empfehle, so viel wie möglich lachen. Jetzt könntest du natürlich sagen, so viel zu lachen gibt es ja nicht in diesem Leben. Und ja, wenn ich morgens die Zeitung aufschlagen würde, was ich schon seit zweieinhalb Jahren nicht mehr mache, dann würde mir vielleicht auch das Lachen vergehen. Stattdessen bevorzuge ich Seiten wie www.flachwitze.net, weil ich mir dann morgens statt der ersten schlechten Nachricht erstmal selbst einen Witz vorlese und vielleicht ein bisschen schmunzle.
Miriam: Ich habe mir mehrere CDs gebrannt und Sampler zusammengestellt, die deutlich gute Launemusik enthalten, sodass ich auch schon bei der ersten Autofahrt mit einer sehr gehobenen Laune unterwegs bin. Ich umgebe mich gerne mit Menschen, die auch viel lachen, die gut Witze erzählen können. Großes Dankeschön an viele meiner Kollegen bei QVC. Ihr seid so witzig. Das heißt, ich sorge in meinem Leben dafür, dass ich viel zu lachen habe, zum Beispiel auch mit der Auswahl der Filme, die ich sehe oder der Bücher, die ich lese. Ich lache gern und das hole ich mir und ich habe das Gefühl, das bringt mich zum Strahlen, das bringt mein Inneres zum Leuchten. Das ist eine gute Sache, kannst ja mal ein Experiment machen. Also Lachen, entspannt sein, so oft es irgendwie geht. Und vielleicht wird es ja in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten ein bisschen mehr in deinem Leben.
Miriam: Ich habe mir die fünf großen Ls aufgeschrieben. Also das eine ist Lachen. Nur jetzt kommt Leib. Also das, was wir innerlich in unserem Körper tun, um schöner zu sein. Es gibt ja mittlerweile Beauty-Farmen, wo Menschen irrsinnig viel Geld dafür bezahlen, sechs Wochen lang mit einer Ernährung versorgt zu werden, die einen Verjüngungseffekt haben soll. Mittlerweile gibt es da auch wohl Breitbandstudien zu. Also wie wir uns ernähren, spiegelt sich im Zustand unserer Haut. Und was heute so grundsätzlich Regeln sind, die scheinbar schon sehr vielen Menschen weitergeholfen haben an der Stelle ist, möglichst wenig Zucker, Zucker ist wirklich ein Altmacher, möglichst wenig Zucker, so wenig wie möglich tierische Produkte, dazu gehört auch Milch übrigens, also so wenig wie möglich Milch, Sahne, Eier, Fleisch vor allen Dingen auch, also bisschen ja, als Genussmittel, nicht zu viel. Sehr viel Rohkost, sehr viel gutes, vollwertiges Getreide, also Vollkorn, viel Gemüse.
Miriam: Und es gibt mittlerweile, also muss ich jetzt nicht gleich umsteigen auf vegane Ernährung, nur in veganen Kochbüchern gibt es tolle Rezepte, um einfach mal ein oder zwei vegane Tage in der Woche zu machen. Die sind irrsinnig lecker. Ich lebe seit zwei Jahren zu 95% vegan und es tut mir extrem gut, ich habe das sofort an meiner Haut gesehen, hat vier Wochen gedauert, da hatte ich mich einmal gehäutet, in Anführungszeichen, ist richtig gut. Also Lachen, Leib, Leiblichkeit, das was du isst, was du trinkst, Wasser, Tee, alte Rezepte, kennst du schon, weißt du, kein Thema.
Miriam: Liebe. Sei liebevoll, sei liebevoll zu dir selbst, sei liebevoll zu den Menschen, die dich umgeben. Liebe ist etwas, was die Haut zum Lachen bringt, zum Leuchten, zum Strahlen, zum Jungaussehen. Menschen, die vor Liebe nur so bersten, die werden als sehr jung wahrgenommen. Das ist das, wenn so ein Mensch den Raum betritt und du hast das Gefühl, jemand hat am Dimmer gedreht und es ist heller geworden. Das hat auch was mit jugendlicher Ausstrahlung zu tun. Das sind Menschen, die lieben, was sie tun. Die lieben sich selbst. Die lieben das Leben. Die lieben andere Menschen gerade für das, was an ihnen gut ist und finden auch viel Gutes.
Miriam: Jetzt könntest du sagen, ja, das sind diese hoffnungslosen Optimisten. Aha, ich kann ja nicht an jedem was Schönes finden, schon gar nicht an mir. Das ist der Punkt. Also liebevoll zu sein fängt bei dir an und geht über die Menschen in deinem direkten Umfeld. Und lustig, der alte Spruch, so wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es zurück. Passt, wenn du liebevoll handelst, voller Liebe, dann wird das gespiegelt und es spiegelt sich auch in deiner Haut, in deiner äußeren Erscheinung, in deinem Haar, bei deinen Nägeln. Das wiederum spiegeln mir ganz viele Facebook-User, die mir geschrieben haben, denen ich diese Tipps auch schon geschrieben habe und die gesagt haben, Mensch Miri, das hat richtig was getan.
Miriam: Dann kommt das Leben. Es ist dein Leben. Das Leben kann von der ersten bis zur letzten Sekunde auf diesem Planeten wirklich lebendig sein. Und Lebendigkeit bedeutet Jugendlichkeit. Das heißt, bleib in Bewegung. Tu was für dich. Geh spazieren. Geh raus. Beweg dich. Wir leben nahe eines Naherholungsgebietes in unserer Stadt, das heißt, da ist ein großer Wald und jeden Morgen zwischen 6 und 9 und jeden Abend zwischen 16 und 19 Uhr sind da die Jogger. Da sind auch die Nordic Walker. Und da sind die Hundegassige, also der Wald ist quasi voll. Und wenn ich mich da ab und zu auf eine Bank setze und denen zuschaue, während meine Kinder Tippi bauen oder so, dann sehe ich oft sehr verbissene Gesichter. Also so dieses, ich bewege mich jetzt und ich bewege mich eine halbe Stunde, weil mein Fitnesstrainer-Personal-Coach hat gesagt, halbe Stunde joggen, Stunde joggen.
Miriam: Für mich, und das ist jetzt wirklich meine Meinung, das geht nicht. Bitte, wenn du dich bewegst, dann mach es so, dass es dir Spaß macht. Welche Art von Bewegung macht dir am meisten Spaß? Ist völlig egal, was dabei jetzt rauskommt. Für manche ist es Tanzen, dann geh Tanzkurs. Es gibt Tanzkurse, wo du keinen Partner brauchst. Du kannst ganz alleine hingehen. In Ballettschulen, bisschen Jazz-Tanz, lern Steppen. Ich habe neulich einen super coolen Irish-Step-Lehrer kennengelernt. Der unterrichtet erwachsene Anfänger im Irish-Step. Wahnsinn. Reiten. Eine Kollegin von mir hat sehr, sehr spät angefangen zu reiten, hat jetzt ein eigenes Pferd, ist jeden Tag im Stall, jeden Tag an der frischen Luft, ist jeden Tag am Rumgaloppieren, hat eine Riesenfreude dran, hat eine unglaublich muskulöse Figur wiederbekommen. Wahnsinn.
Miriam: Oder keine Ahnung, Skifahren geht jetzt nicht so häufig. Wir haben sogar im Rheinland haben wir in Neuss eine Skihalle. Da können Menschen jeden Tag Skifahren. Da gibt es so Jahreskarten, die sind gar nicht so teuer. Im Grunde geht alles. Golfen. Es gibt Cross-Golf-Plätze, die sind mittlerweile so dafür gemacht, dass Menschen, die nicht so viel Geld haben, Golf spielen können. Also irgendwas, was dir Spaß macht oder jeden Tag eine andere Sportart ausprobieren, ist auch cool. Die meisten Sportinstitutionen bieten ja so Probekurse an. Du kannst ja mal ein Jahr lang Probekurse machen bei allem, um dann festzustellen, was dir am meisten Spaß gemacht hat. Geht ja auch.
Miriam: Also sorge für Bewegung, sorge für frische Luft, sorge dafür, dass du das Leben genießt an jeder Stelle, die sich bietet. Das macht schön. Das macht einen schönen Körper, das macht gute Gefühle. Und das sehe ich dann wiederum an Frauen wie, die kannst du dir im Fernsehen anschauen, Barbara Klein bei uns, Marianne Halkur. Es gibt wahnsinnig viele, die schon jenseits der 50, jenseits der 60 sind, sich bewegen und einen Körper haben wie eine 25-Jährige. Natürlich sehen sie nicht mehr ganz 25-jährig aus. Das wollen die auch gar nicht. Das sind attraktive Frauen mit großem Sexappeal, alles gut.
Miriam: So und dann habe ich das fünfte L für dich. Das habe ich allerdings nicht gefunden, weil ich habe es dann Lerwöhnen genannt, kommt von Verwöhnen. Und hier sind wir jetzt bei den Cremes. Das sind die Augenblicke, in denen du deiner Haut etwas zurückgibst. Deine Haut umgibt dich, sie schützt dich, sie lässt dich fühlen, sie gibt dir die Verbindung zu der Erde, zu dem Leben, in dem wir sind und lässt dich ja auch andere Menschen wahrnehmen, der Tastsinn, so wichtig. Und diese Haut arbeitet den ganzen Tag, die ganze Nacht mit dir, für dich. Und deshalb ist es schön, wenn du dir ein- oder zweimal am Tag Ruhe und Muse nimmst und eine tolle Kosmetik genießt.
Miriam: Also hier sind wir jetzt bei einer Stelle, die du selbst beeinflusst. Und egal, ob das eine Naturkosmetik ist, eine Apothekenkosmetik, eine QVC-Kosmetik, eine hochkarätige Anti-Aging-Kosmetik, eine High-End-Wirk-Kosmetik, eine naturnahe Kosmetik, eine klassische Kosmetik, eine Kabinettkosmetik, egal! Wenn es dir gut riecht, wenn es dir gut bekommt, wenn es dir Spaß macht, wenn deine Haut danach sagt, Miriam, lecker, dann ist es genau die richtige für dich.
Was dich glücklich macht — und der Dialog mit der Haut
Miriam: Und jetzt nochmal der Vergleich Skalpell, Spritze oder Serum, mach doch was dich glücklich macht. Und wenn dich glücklich macht, deine Haut so zu genießen, wie sie sich eben entwickelt in diesem Leben, dann schau jeden Tag in den Spiegel und freu dich drüber. Und nimm die Zeichen der Haut wahr, die sie dir sendet. Wenn sie dir kleine Rötungen schickt, dann sind vielleicht kleine Stellen in deinem Leben, die dich reizen. Wenn sie dir einen Pickel schickt, das ist ja eine Entzündung, dann gibt es vielleicht irgendwas, wo du richtig sauer drauf bist. Wenn sie dir mehrere Pickel schickt, kann es sein, iss nicht so viel Schokolade oder Chips. Unsere Haut ist wirklich ständig im Dialog mit uns. Kannst drauf hören. Und deswegen habe ich so diese Hemmschwelle zu sagen, ich lähme die Haut. Ich würde ja den Dialog an der Stelle ein Stückchen weit unterbinden, den ich so sehr mag.
Miriam: Wie du an diesem Podcast gemerkt hast, ich rede eben auch gerne. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Vielleicht viel Spaß beim Umsetzen des einen oder anderen Tipps. Wenn du Fragen hast zu diesem Thema, dann schreib mir gerne unter info at kontext*denken.de. Schreib mir auf Facebook. Du findest mich auf miriamdeforth, besser denken, besser sprechen. Dort gibt es auch die Möglichkeit, private Nachrichten zu hinterlassen. Und ja, dann sage ich jetzt einfach mal, dieses war der erste Podcast. Und der nächste? Vielleicht hast du eine Idee für ein Thema. Dann würde ich mich sehr freuen, wenn du es mir mitteilst. Bis bald. Tschüss.