NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 18

Schöne Bescherung – auf Kommando heiliger Abend!

Miriam Deforth und ihr Lebensgefährte und Geschäftspartner Florian Groß podcasten gemeinsam zu Weihnachtsgeschenken, Bäumen und gaaaanz viel Liebe.

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In dieser Folge

Darum geht es

Auf Kommando entspannt und fröhlich - sobald die Bescherung beginnt. Viele Menschen kennen das Phänomen, dass sie eher vor Erschöpfung nass geschwitzt und schielend oder bereits durch das erste, voller Stress gestürzte Glas Sekt leicht sediert unter dem Baum sitzen und dann, ja dann ist endlich Weihnachten! Woher kommt dieses geschäftige Unruhigsein vor Heiligabend? Warum geht sich bei vielen Menschen alles auf den letzten Drücker aus? Wie kannst Du Dir helfen, falls um Dich herum die große Weihnachtshektik ausbricht? Und welche Tipps gibt es dazu aus dem Sprecher-Coaching und NLP Gebiet? Miriam Deforth und ihr Lebensgefährte und Geschäftspartner Florian Groß lassen nichts aus, sprechen sehr offen über Fluchtgedanken in die Karibik, über rosa Plastikweihnachtsbäume und das liebevolle Wahrnehmen von unperfekten Weihnachtsfesten. Viel Spaß beim Weihnachtspodcast 2016 und ... (einmal tief ein- und ausatmen...) - viel Freude an DEINEN heiligen Tagen...

Filmtipp: "Schöne Bescherung!" USA 1989, Hauptrolle: Chevy Chase
App-Tipp: "Calm" und "Headspace"
www.kontext-denken.de

Konkret gehen die beiden dem Stress vor Heiligabend nach: dem Päckchen-Verpacken drei Minuten vor der Bescherung, der Frage, für wen das Fest eigentlich da ist, und der Idee, Weihnachten bewusst optional zu machen – vom Geschenke-Jour-fix bis zum rosa Plastikbaum in Saigon. Dazu teilen sie drei einfache Tipps zum Runterkommen: sich in den Arm nehmen lassen, kurze Meditationen mit Apps wie Calm und Headspace und der eine bewusste Atemzug, der immer im Jetzt ist. Wer nach entspannter durch die Vorweihnachtszeit, Umgang mit Weihnachtshektik oder Achtsamkeit an den Feiertagen sucht, ist hier richtig.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Auf Kommando gemütlich – und Florians Blick auf den Vorweihnachtsstress
  2. Für wen ist das Fest? Kinder, Gans und ein teures Ritual
  3. "Schöne Bescherung" – wenn nichts nach Plan läuft
  4. Weihnachten optional – Geschenke-Jour-fix und Karibik statt Kirche
  5. Tipps zum Runterkommen: in den Arm nehmen, Meditation, ein Atemzug
  6. Das Fest der Liebe: Intention, Erwartungen und die kleinen Momente

Alle reden von Liebe und Entspannung – und du sitzt schweißgebadet unterm Baum, weil du drei Minuten vor der Bescherung noch Geschenke einpackst. Genau um dieses Gefühl geht es hier: das Weihnachten auf Kommando. Miriam und Florian sprechen über rosa Plastikbäume in Saigon, über den Film "Schöne Bescherung" und über ganz kleine Tricks, mit denen du auch mitten im Vorweihnachtstrubel wieder runterkommst.

Auf Kommando gemütlich – und Florians Blick auf den Vorweihnachtsstress

Miriam: Herzlich Willkommen zum Podcast. Wow!

Florian: Eben noch voll im Stress gewesen, voll alles vorbereitet und jetzt wird's gemütlich. Das ist ein Befehl.

Miriam: Das erinnert mich immer total dran, dass ich mal, da gab's diese Fernsehsendung Switch und da gab's eine Folge da... Florian Groß, Hallo Florian!

Florian: Hallo Miri. Oh, Premiere. Das stimmt, ich bin auch ganz aufgeregt.

Miriam: Ach, erzähl mir doch nichts. Du bist der Entspannungsmeister. Der Einzige, der immer aufgeregt ist, bin ich. Das ist auch gleich schon unser Thema. Ich hab's genannt, auf Kommando, heilig am Abend.

Florian: Kommando, eilig am Abend. Eilig am Abend oder heilig am Abend? Heilig, heilig, heilig mit, weil jetzt ist ja kurz vor Weihnachten, das ist der Weihnachtspodcast.

Miriam: Wir werden auch am Ende dieses Podcasts gemeinsam vier, fünf Lieder singen mit insgesamt 26 Strophen. Du darfst mitsingen, wir haben die Texte, nein.

Florian: Du weißt ja, ich kann nur die Refrains.

Miriam: Und wir erleben ja Weihnachten privat als Paar, wir erleben es in unserem Beruf, wir erleben es überall, so wie alle Menschen auf diesem Planeten und die, die uns zuhören. Florian, was ist so deine persönliche Einstellung zu Weihnachten? Er wusste nicht, dass diese Frage kommt.

Florian: Ich freue mich tatsächlich sehr darauf, Weihnachten mit den Kindern zu feiern und so zu erleben. Und ansonsten ist Weihnachten auch eine Zeit, wo beruflich bei mir so eine kleine Pause ist. Deswegen genieße ich das sehr, in die Entspannung zu kommen und mal ein paar Tage nichts zu tun zu haben.

Miriam: Da sind wir auch schon beim Thema, weil ich kenne es von mir, dass Weihnachten ist ein Termin, an dem alle von Liebe und Entspannung reden. Und wenn wir gemeinsam Weihnachten feiern, dann ist es oft so, dass ich echt bis zur letzten Sekunde, also bis wir da sitzen und was essen oder die Geschenke auspacken, noch irgendwas zu tun habe. Das ist in den letzten Jahren besser geworden. Ich war früher noch viel schlimmer. Also nicht alles, dass ich noch Päckchen verpackt habe, drei Minuten bevor die Glocke geklingelt hat und schweißgebadet unterm Weihnachtsbaum angekommen bin. Wahrscheinlich bist du da draußen, der uns lauscht, da schon etwas weiter. Oder du schüttelst jetzt den Kopf und denkst, du wirst vielleicht Menschen kennen in deiner Umgebung, die das auch können. Und was meine Idee ist... Wenn Weihnachten immer so verbunden ist mit, und das ist doch im Beruf auch so, oder? Alle bereiten sich auf Weihnachten vor. Und es ist mehr Stress. Also bei uns ist es so, der Schreibtisch muss noch leer werden und dies und jenes muss noch vor Weihnachten erledigt werden, so als wäre da die Welt zu Ende.

Florian: Also ich kenne da zwei Sachen und ich sehe ja viele Firmen dadurch, dass ich als Berater in verschiedenen Firmen unterwegs bin. Ich glaube, es gibt die, die zwischen den Jahren arbeiten. Für die ist Weihnachten tatsächlich oft eine Entspannung. Und die haben dann zwischen den Jahren Zeit, die Sachen zu erledigen. Und die nehmen sich, glaube ich, auch einfach die Zeit, weil es da sehr ruhig ist. Und dann ist die Weihnachtszeit meistens so eine Zeit von ab dem 20. wird Glühwein getrunken und Kekse gegessen. Und das ist ja auch tatsächlich ganz schön, mal wieder in Kontakt zu kommen miteinander und diese Gemeinschaft mehr zu stärken. Und dann gibt es die anderen, so wie du es beschrieben hast, das ist aber eher so ein Urlaubsphänomen, oder? Ich kenne das von mir auch, wenn ich zwei Wochen in Urlaub gehe, dass ich dann vorher noch bis zum 10 Uhr abends sitze und all diese E-Mails schreibe, die ich schon lange hätte schreiben dürfen und die jetzt mal vom Tisch kommen. Also da ist es ja auch im Positiven gesehen etwas, was dazu führt, dass einfach so eine künstliche Linie, die man sich gesetzt hat, um da Sachen zu erledigen. Eigentlich ganz praktisch.

Miriam: Aha, okay, schon wieder was gelernt. Das heißt es gar nicht zu nehmen als, ich muss jetzt in Windeseile und vielleicht auch unter Stress noch alles mögliche erledigen, sondern ich nehme den deshalb entspannt, weil es bringt mich ein ganzes Stück weiter und ich komme dann zurück ins Büro nach den drei Tagen Weihnachten oder nach der Woche Urlaub über Silvester und es ist auch wirklich alles erledigt und ich kann total befreit ins neue Jahr starten.

Florian: Exakt.

Für wen ist das Fest? Kinder, Gans und ein teures Ritual

Miriam: Du hast vorhin gesagt, du freust dich auf das Feiern mit den Kindern.

Florian: Ja.

Miriam: Das finde ich sehr witzig, weil ich freue mich auch ohne Kinder auf Weihnachten immer wie ein Kind. Letztlich ja. Also das, was dann passiert, so Geschenke auspacken und lecker essen, das kann ich auch allein. Also es ist toll, die Kinder zu erleben in dem Zusammenhang. Nur ich kann das auch ohne.

Florian: Ja, das geht auch ohne. Jetzt weiß ich nicht, wie viel ich über unsere Weihnachtspläne verraten darf.

Miriam: Nee, gar nicht. Das ist ja privat.

Florian: Dann stell mir nicht solche Fragen.

Miriam: Nicht her, ich sag ja nur, weil ich glaube, dass dieses Aufteilen, das ist ja das Fest für die Kinder. Dafür wird aus meiner Sicht dann doch ein bisschen viel Aufwand getrieben in vielen Haushalten. Also wenn es wirklich nur für die Kinder wäre, dann wäre der Baum mit den Geschenken drunter alles, was wir bräuchten. Ich weiß nicht, wie viele Kinder wirklich bewusst nach der Gans im Ofen brüllen.

Florian: Ja, wobei, wir haben schon das Feedback bekommen, dass der Hahn vom letzten Jahr auf der Hahn dieses Jahr sein darf.

Miriam: Ja, einmal angewöhnt.

Florian: So schnell hat man ein Ritual geschafft.

Miriam: Ein teures Ritual, das sehr zeitintensiv ist.

Florian: Wir hätten letztes Jahr einfach Knäckebrot austeilen sollen.

Miriam: Oder Würstchen mit Kartoffelbrei. Wäre auch okay gewesen.

"Schöne Bescherung" – wenn nichts nach Plan läuft

Miriam: Das erinnert mich total an den Film, den wir neulich zusammen geguckt haben. Wie hieß der denn mit Chubby Chase?

Florian: Schöne Bescherung.

Miriam: Schöne Bescherung, großartig. Dass alles klappen muss, weil es das großartigste Weihnachtsfest werden soll, das er jemals gefeiert hat.

Florian: Mit der ganzen Familie, alle zusammen.

Miriam: Und alles vom Besten. Der Baum, der größte, der jemals da war, die Geschenke, die meisten, die Feudalzen, bis hin zum Pool, den er in den Garten einziehen will. Nicht unmittelbar am Weihnachtsfest, sondern später. Nur der ganze Film dreht sich darum, dass alles perfekt sein soll. Und was den ganzen Film trägt, ist, dass nichts, wirklich gar nichts von allem, was der Plan klappt.

Florian: Exakt, ja. Das ist ein schöner Film, auch aus Klamauk-Sicht durchaus sehr entertaining. Da gehen auch echt Wünsche in Erfüllung, die explizit ausgesprochen wurden. Das ist ein schöner Teil dieses Films.

Miriam: Oh ja, stimmt.

Florian: Dass da eine ganz unwahrscheinliche Person in die Weihnachtsmann-Rolle schlüpft.

Miriam: Und obwohl wir den, oder ich zumindest, also wir haben den zusammen geschaut, nur ich hab gedacht, okay, gucken wir halt was Lustiges, also wir gucken gern lustige Filme und ich dachte, okay, gucken wir ein bisschen Klamauk-Film. Nur der Film hat was mit mir gemacht, der hat mich echt entspannt.

Florian: Tatsache.

Miriam: Ja, ich dachte nämlich erst, oh nein, also es ist ständig so dieses Gefühl von, oh nein, der Arme, oh nein, weil der sich wirklich immer so freut auf diesen riesen Baum, den der holt und dieser Baum ist dann viel zu groß.

Florian: Der Griswold-Weihnachtsbaum. Ja.

Miriam: Also der strahlt so in dieser Tannenschonung in so einem epischen Licht von oben.

Florian: Also wirklich ein sehr schöner Film.

Miriam: Sehr cool gemacht.

Florian: Wir dürfen nicht spoilern. Ach so, Entschuldigung.

Miriam: Ja, und der Film hat eben gerade aus diesem Fremdschämen heraus oder dieses Oh-Nein-Gefühl hat mich super runter entspannt. Weil ich dachte, am Ende des Films war es oder ist es eines der schönsten Weihnachtsfeste, dass die...

Florian: Das stimmt. Also ein ganz unwahrscheinliches Weihnachtsfest an der Stelle. Und eben auch, Tatsache, entspanntes in Richtung, möchte man mit der Familie feiern, wie möchte man mit der Familie feiern, wie groß ist der Aufwand, den man betreibt. Das darf man sich alles tatsächlich so festlegen, wie man das gerne möchte. Und selbst wenn große Katastrophen oder selbst wenn alles glatt geht, ist es einfach ein schönes Weihnachtsfest, wenn wir gemeinsam feiern. Aus.

Miriam: Was mir auch gefallen hat, war, dass je mehr passiert ist, desto entspannter wurden die... Also das war es am Ende, sondern eigentlich sind es zwischendurch. Das fand ich gut. Wo ist denn, wenn wir so jetzt über Weihnachten sprechen und auch gleich zu Tipps kommen von unserer Seite, also aus Trainersicht für Entspannen oder für sich vielleicht in bessere Schwingungen bringen, wenn es dann mal nicht so klappt oder wenn außenrum scheinbar alle durchdrehen wollen oder so. Oder wo bleibt der Weihnachtsgedanke? Das ist ja jedes Jahr wieder Thema, auch quer durch alle Medien. Das ist ja das Weihnachtsfest. Irgendwo eine Mischung ist zwischen heidnischem Brauch und christlichem Gedanken. Also der Baum selbst ist, glaube ich, super heidnisch, so einen Tannenbaum zu schlagen.

Florian: Es gibt ja dann auch immer diese berühmten U-Boot-Christen, die zu Weihnachten und Ostern in der Kirche auftauchen.

Miriam: U-Boot-Christen, das habe ich noch nicht gehört. Ja, stimmt.

Florian: Also das ist ja auch die Frage, möchte ich dieses Fest christlich feiern, möchte ich da einen gewissen religiösen Gedanken reinbringen, ist mir das wichtig.

Weihnachten optional – Geschenke-Jour-fix und Karibik statt Kirche

Miriam: Wäre die Konsequenz zu sagen, feierst gar nicht oder wir machen aus dem Tag einen Jour fix für Geschenke?

Florian: Einen Geschenke-Jour fix, den könnte es dann mehrmals im Jahr geben.

Miriam: Finde ich auch. Das wäre dann die große Freiheit, die dahinter stünde. Gibt es da auch einen Fachbegriff für?

Florian: Das Witzigste, was ich mal gehört habe, ist, in einem Blog hat jemand mal beschrieben, dass er die ganzen Feiertage eines Jahres am Anfang des Jahres zusammenzählt und dann auswürfelt, wann die sind in dem Jahr. Weil er eben an Tagen, wo andere Menschen Feiertage haben, gerne arbeitet und dafür an manchen anderen Tagen gerne frei hat. Und das fand ich eine super Idee, das erinnert mich gerade jetzt daran, dass man so ein Geschenkeshow fix einführt.

Miriam: Also einfach selbst... Ich sehe den Stress in den Augen der Menschen, die zu einem bestimmten Datum alle Weihnachtsgeschenke eingekauft haben wollen.

Florian: Das wäre doch super, wenn wir quasi am 17.02. und am 08.05. und am 31.08. irgendwie Geschenketage hätten. Also wenn wir das einfach bestimmen würden und wir schenken uns was Kleines. Lieber Hörer dieses Podcasts. Ich schenke einfach wahnsinnig gern.

Miriam: Bitte nicht nach. Und ja, also das mit dem Schenken, das wissen wir beide, sehr gut sogar, geht jeden Tag.

Florian: Ja, genau.

Miriam: Wir machen uns beide gerne Geschenke. Also richtig gerne, also wie die kleinen Kinder. Und, wenn ich mich entscheide, wird diese Entscheidung noch bewusst getroffen, Weihnachten zu feiern? Oder feiern wir es einfach, weil es eben schon immer so ist, weil alle um uns rum Weihnachten...

Florian: Das ist eine spannende Frage. Ich glaube, mit den Kindern, da dürfen wir mal überlegen, wie viel Wahl wir hätten. Also die sind schon sehr auf Geschenke eingestellt. Insofern dürfen wir uns da vielleicht einfach dafür entscheiden, dass wir Weihnachten feiern möchten.

Miriam: Und dann...

Florian: Und dann feiern wir Weihnachten, inklusive Weihnachts-Hähnchen und inklusive Weihnachtsbaum und all diesen Kugeln und allem Schnickschnack drum und dran.

Miriam: Du hast Weihnachten auch schon ganz woanderswo verbracht.

Florian: Ich war auch schon im Ausland. Ich war tatsächlich zu der Zeit, auf die du anspielst, war ich in einem tollen Hotel in Saigon in Vietnam, Ho Chi Minh City. Wo denn nun? Ja, die haben den Namen irgendwann geändert.

Miriam: Mary Clinton, Melly Clinton.

Florian: Saigon war der alte. Und was die hatten, war in der Lobby ein rosa Plastik-Weihnachtsbaum.

Miriam: Die haben es wirklich getan?

Florian: Ich hätte jetzt gedacht, da ist von Weihnachten keine Spur. Doch, natürlich, ja. Da war auch ganz viel los an Weihnachten. Die hatten die ganze... Ich denke, das ist westliche, die ganze westliche Weihnachtsikonografie hatten die, also Sternchen, LEDs, die hatten das alles, es war halt nur irgendwie viel wärmer und wir sind in kurzen Hosen durch die Gegend gelaufen. Und abends hatten wir ein großes Dinner, wo auch formelle Kleidung angesagt war.

Miriam: Also ich habe viele Bekannte, die das schon gemacht haben, die ganz bewusst Weihnachten völlig woanders verbracht haben als hier. Auch fernab von schlechtem Wetter, also wirklich voll in der Sonne. Und das Feedback darauf war, wenn wir dann über die Urlaube gesprochen haben, die die gemacht haben, sehr unterschiedlich. Die einen haben gesagt, das machen wir nie wieder. Das hat uns das komplette Gefühl für Weihnachten genommen. Wir haben uns total falsch gefühlt mit diesem Abend, obwohl im Hotel sowas inszeniert wurde, das aussah wie Weihnachten. Ich kenne auch Menschen, die auf dem Schiff gearbeitet haben und in der Karibik Weihnachten dann mehrfach verbracht haben. Die haben das auch so geschildert und andere, die sagen, ich mache das jetzt jedes Jahr. Ich bin einfach ganz raus aus dieser Konsumnummer und aus diesem gesellschaftlichen, alle machen das so, die Kinder wollen das dann auch so und erwarten das, also das, was du eben angesprochen hast. Auch da gibt es für mich persönlich keine Regel. Also wenn mir jemand sagt, ich bin dieses Jahr in Belize und feiere da Weihnachten oder auch gar nicht, dann ist das... Ich finde das eine super Idee, was du gerade gesagt hast, weil es dann tatsächlich optional wird.

Florian: Also wenn spätestens mit der Reise in irgendein Land, wo Weihnachten nicht so wichtig ist wie bei uns, ist einfach alles raus. Auch mit den Kindern. Ja, da kann man dann am Strand Weihnachten feiern mit einem kleinen Cocktail in der Hand.

Miriam: Ich sehe deine Augen leuchten, ich habe das nicht vor. Achso. Was ich toll daran finde ist, dann wird es eine echt bewusste Entscheidung. Das stimmt, ja. Also volle Kanne. Dann entscheide ich mich entweder hier für das volle Programm oder ich sage ganz bewusst... Nein.

Florian: Und sehr umweltverträglich, würde ich mal sagen. Stimmt. Aus der Ökologie gesehen ist es vielleicht einfacher, dann wegzufahren. Wir hatten das ja tatsächlich auch überlegt, ob wir einfach an die Nordsee mal fahren und in so ein Strandhaus gehen und beobachten, wie die Wellen und der Schnee und wie es kalt ist.

Miriam: Den Gedanken, den finde ich immer noch gut.

Florian: Ja, und auch da wären, je nachdem wie familiär wir da unterwegs sind, wie viel Familie wir einladen, ist es ja dann sehr weit draußen. Insofern, es gibt auch Nahziele, die man benutzen kann, um einfach mal kurz anders Weihnachten zu feiern und die Liebe, die in der Familie steckt, vielleicht ganz anders auch mal rauskommen zu lassen.

Miriam: Ein tiefsinniger Podcast. Das habe ich mir gewünscht. Du darfst dir da draußen jetzt schon Zebra hinlegen.

Florian: Vielleicht wird es noch rührender, weil jetzt kommen wir nämlich... Florian ist für die wirklich ernsten Gespräche da.

Miriam: Das machen wir auch nur einmal im Jahr.

Florian: Nein, also... Na, bereust du es schon, mir die Fragen nicht vorgegeben zu haben?

Miriam: Ich finde, ich habe das bis jetzt sehr gut vorbereitet.

Tipps zum Runterkommen: in den Arm nehmen, Meditation, ein Atemzug

Miriam: Was jetzt kommt ist, und das ist klassisch für diesen Podcast... Die Tipps zum Runterkommen, werden sich der ein oder andere Wachehörer fragen, von wo? Nur aus dem Dachgeschoss, wo der Christbaumständer steht, den wir dann finden, der hoffentlich noch funktioniert. Und auch diese Lichterkette, die letztes Jahr hoffentlich mit ganz großer Akribie wieder zurück in dieses Kästchen gepackt wurde.

Florian: Auch da wieder die Referenz auf schöne Bescherung.

Miriam: Oh ja, schau dir den Film an, wirklich, ist großartig. Wir haben den übrigens original in Englisch geguckt. Das ist ein sehr guter Tipp, wenn du der englischen Sprache einigermaßen mächtig bist oder jemanden an deiner Seite hast, der dich unterstützt beim Übersetzen. Also Tipps zum Runterkommen, zum Entspannen. Florian macht das teils hauptberuflich, dass er Menschen durch entspannte Zustände in neue Erkenntnisse oder auch zu neuen Fähigkeiten führt. Florian, wenn du mich so rumhibbeln siehst in der Vorweihnachtszeit, dann nehme ich dich meistens erstmal in den Arm.

Florian: Das ist der Haupttipp. Deine Partnerin oder deinen Partner einfach mal in den Arm zu nehmen, wenn du siehst, da ist gerade viel los. Das darfst du dann natürlich auch annehmen. Also als derjenige, der in den Arm genommen wird oder diejenige. Es ist natürlich dann auch schön, kurz innezuhalten und das zu genießen. Das ist tatsächlich das Schönste, finde ich.

Miriam: Das klappt übrigens wunderbar. Also wenn du mich in den Arm nimmst, merke ich, wie mein Herzschlag runtergeht. Das ist ganz toll. Ich habe das Gefühl, dass es auch etwas damit zu tun hat, wie du mich in den Arm nimmst. Weil ich werde in Situationen, in denen es heiß hergeht, auch manchmal in den Arm genommen oder wurde das früher zumindest. Das hat sich mehr angefühlt wie Festhalten. Also wie Abhalten von dem, was ich jetzt gern tun möchte. Und deswegen glaube ich, ist es wichtig, wie du dich fühlst, wenn du mich dann in den Arm nimmst. Weil ich biete mich dir da nicht an, gerade in diesen Augenblicken. Ich bewundere dich da auch, dass du dann auf die Idee kommst, mich in den Arm zu nehmen, weil da besteht Verletzungsgefahr.

Florian: Ich überlege gerade, was ich da denke oder was da der Impuls ist. Es ist tatsächlich, ich würde sagen, das ist immer das Gleiche in den Arm nehmen. Es ist immer ein unglaubliches Spüren. Es ist ein sehr enges Halten und es ist sehr... Ich möchte da Schutz und Sicherheit geben, glaube ich. Das ist der Impuls von meiner Seite. Und das Geschenk ein bisschen Entspannung.

Miriam: Ja, also das funktioniert toll. Jetzt könnte der ein oder andere Hörer sagen, gut, jetzt habe ich nicht jederzeit einen Florian an meiner Seite oder jemanden, der mich da in den Arm nimmt in so einem Augenblick. Was kann ich denn tun, wenn ich alleine durch die Vorweihnachtszeit rase?

Florian: Ja, also zwei Sachen, die wir beide ja tatsächlich sehr gerne machen. Die eine Sache ist Mediation.

Miriam: Das ist das, was ich in der Arbeit mache. Also eine Mediationssitzung bei einem professionellen Mediator kostet um die 175 Euro und wäre dann ein tolles Weihnachtsgeschenk für dich.

Florian: Vor allem brauche ich erstmal einen Konflikt.

Miriam: Mit mir selbst.

Florian: Ich meinte eine Meditation. Es gibt schöne Apps fürs Handy, die ganz sanft uns nach unten führen und die ganz sanft dazu führen, dass du dich tiefer entspannst, dass du einfach ruhiger wirst und die ohne große Anleitung auch einfach dafür sorgen, dass die Weihnachtszeit noch entspannter wird für dich.

Miriam: Diese Apps, die können wir ja unter diesem Podcast mal runterschreiben. Wir haben die schon öfter auch auf unserer Seite erwähnt. Auch in meinen Blogs kommen die, Blogposts kommen die immer mal vor, weil ich auch großer Fan davon bin. Denn da reicht es, wenn ich meine, da gibt es sogar auf Calm gibt es eine 2-Minuten-Notfall-Meditation.

Florian: Die dauert echt nur 2 Minuten.

Miriam: Das heißt, ich schließe meinen Kopfhörer ans Handy an, egal wo ich bin, auch selbst in meinem Redaktionsbüro und schirme mich mal kurz ab. Es sind nur zwei Minuten und es hilft irrsinnig viel. Das hätte ich früher auch nicht gedacht.

Florian: Ja, das ist tatsächlich super. Also du hast ja die eine jetzt schon genannt. Calm ist die eine, wie das englische ruhig, also Cäsar, Anton, Ludwig, Martha. Und die andere heißt Headspace, so wie der Kopfraum auf Englisch.

Miriam: Ich glaube, es gibt mittlerweile auch deutschsprachige Apps, vergleichbare. Ich habe welche gesehen und ich habe mir den Namen nicht gemerkt. Da dürfte ich jetzt nochmal recherchieren. Die funktionieren sehr einfach, weil es nicht mal wahnsinnig darauf ankommt, was die Menschen sagen, die da anleiten. Nur es sind Profis, die da anleiten und es ist absolut empfehlenswert. Jetzt könnte der eine oder andere sagen, gut, ich bin völlig unerfahren im Meditieren. Wenn du mir vor drei Jahren gesagt hättest, im Weihnachtsrummel, setz dich mal hin und meditiere mal, hätte ich gesagt, das kann ich so nicht. Nicht aus dieser Lage heraus. Der einfachste Trick, den auch... Bühnenmenschen benutzen, Schauspieler, Moderatoren, Kollegen von mir ist, einmal bewusst atmen. Mir hat mal eine Schauspieltrainerin gesagt, der Atem ist immer im Jetzt. Es gibt keine Möglichkeit, den nach vorne zu denken oder nach hinten zu denken. Ein Atemzug tief ein und aus.

Florian: Ja super, das wäre das nächste gewesen. Es gibt schöne Atemmeditationen, wo auch damit gespielt wird, wie ist die Länge von Einatmen zu Ausatmen und im Zweifel einfach mal diesen einen Atemzug spüren. Tief einatmest und spürst einfach mal, wo ist denn der Atem zu spüren? Ist es eher in der Nase oder eher im Hals oder in den Lungen oder ist es vielleicht der Bauch, der sich sanft hebt? Das ist einfach schön, da kurz die Konzentration, den Fokus draufzulegen beim Ausatmen, wieder mehr ins Außen zu kommen und schon geht es entspannter weiter.

Miriam: Das klappt sogar vorm überfüllten Spielzeugregal im Kaufhaus, wenn du auf den letzten Drücker vielleicht noch... Ist ein super Tipp auch, weil es völlig unsichtbar ist nach außen, also überall möglich. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, konsultiere gerne Florian Groß.

Florian: Er ist ein fantastischer Entspannungstrainer.

Das Fest der Liebe: Intention, Erwartungen und die kleinen Momente

Miriam: Weihnachten ist auch das Fest der Liebe und ich habe mir überlegt, dass es schön wäre, am Schluss dieses Podcasts nicht nur einen kleinen Tipp für den entspannteren Umgang mit der vielleicht für den einen oder anderen an der einen oder anderen Stelle etwas hektischen Vorweihnachtszeit zu geben, sondern auch darüber zu sprechen, wie ich dann aus dieser Hektik, da sind wir dann wieder bei Jetzt wird's gemütlich auf Kommando am Heiligabend das Fest der Liebe feier.

Florian: Yay! Die Familie ist gerade gekommen.

Miriam: Jetzt gilt's. Ja, und das ist die Stelle. Ich glaube, dass viele unserer Hörer das kennen, dass aus diesem Gefühl von, ich habe eben noch geguckt, dass die ganz nicht verbrennt, sind die Päckchen alle durchgezählt, die Betten gemacht für alle, die übernachten wollen und was da so alles zu tun ist, die Einkäufe für die Feiertage, ist genug zu trinken, sind genug Batterien, was Leute da alles denken, in das Gefühl von Liebe zu gehen. Es ist mir an vielen Weihnachtsfesten ganz gewiss nicht geglückt. Ich habe alle möglichen Gefühle gehabt. Es kam sowas auf wie zarte Dankbarkeit für tolle Geschenke, die mir gemacht wurden. Es kam sowas auf wie völlige Erschöpfung irgendwann am späteren Abend. Das sind die Gefühle, an die ich mich erinnere bei vielen früheren Weihnachtsfesten. Auch dieses dann im Bett liegen und nicht mehr wissen, wie ich heiße und denken, okay, ab morgen ist dann auch Feiertag, da wird lecker gegessen. Und es gibt mittlerweile Weihnachtsfeste und gerade in den letzten Jahren haben die sich verdichtet mit, vielleicht auch durch die Kinder, wo ich merke, dass zumindest unterm Baum, wenn Augen anfangen zu leuchten oder wenn es auf einmal so ruhig wird, also wenn auf einmal die Hektik draußen und drinnen aufhört und nachlässt, dass dann so was aufkommt wie Liebe und Dankbarkeit. Letztes Jahr habe ich dann sogar gedacht, ich war dieses Jahr zum ersten Mal gnädig zu mir selbst.

Florian: Ja, ich glaube, einer der Faktoren ist definitiv immer die Intention im Blick zu haben. Also was möchte ich an diesem Abend eigentlich haben? Und wenn es eben diese Liebe und die Entspannung und die Aufmerksamkeit ist auf die Familie, dann ist es vielleicht okay, egal was passiert. Und das ist alles gut und den Fokus immer wieder dahin zu lenken und ganz entspannt zu genießen, welche kleinen Momente der Liebe es dann vielleicht auch zu entdecken gibt in den Momenten.

Miriam: Oh, wie schön. Also gerade ganz bewusst, das ist eine Sache von Wachheit.

Florian: Ja, definitiv.

Miriam: Gerade in diesem vielleicht manchmal entstehenden Kuddelmodell oder es gibt ja auch Weihnachtsfeste, die in kleinem, ganz kleinem Rahmen stattfinden, wahrzunehmen, dass sich da jemand im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viel Mühe gegeben hat, was einzupacken.

Florian: Ja, genau.

Miriam: Hatten wir jetzt bei dem Adventskalender. Das ist toll, wirklich. Jedes Päckchen ist so süß eingepackt.

Florian: Ich habe für kein einziges Päckchen eine ganze Rolle verwendet, nur manchmal eine halbe.

Miriam: Es sind keine großen Päckchen. Es ist total schön, das zu entdecken. Das lerne ich jeden Tag mehr und es ist total schön, die kleinen Gemütsregungen auch wahrzunehmen.

Florian: Ja, ich glaube, zweite Sache ist in der Vorbereitung auf die Festtage einfach mal die eigenen Erwartungen nochmal anzuschauen und zu schauen, wie erwarte ich eigentlich, dass die anderen, meine Familie, meine Freunde, meine eingeladenen Gäste sind. Und denen vielleicht ein bisschen mehr Raum zu gönnen dieses Weihnachten, um ganz andere Verhaltensweisen an den Tag zu legen und ganz anders mich überraschen zu lassen auch. Davon, was eben diese kleinen Gesten sein können, wenn ich wirklich darauf achte, wie die ihre Liebe ausdrücken an diesem schönen Fest.

Miriam: Oh, achte mal drauf, du, der du uns zuhörst, wenn du es nicht sowieso schon tust. Es gibt sehr achtsame Menschen, wir haben auch sehr, sehr achtsame Hörer, das merkt man im Feedback auf unserem Podcast. Vielen Dank auch an dieser Stelle. Das ganz große Dankeschön machen wir an Silvester, nur jetzt an Weihnachten auch schon mal. Ja, dann haben wir über die Liebe gesprochen und ich hatte mir vermerkt, dass wir da jugendfrei bleiben, das haben wir auch geschafft. Finde ich toll.

Florian: Ja.

Miriam: Weil wer weiß, zu welcher Tageszeit dieser Podcast gehört wird. Unser Podcast ist ohne Altersfrage, oder?

Florian: Ich habe dieses sicher für alle Altersklassen angehakt.

Miriam: Hast du angehakt?

Florian: Ja, da gab es auch diese...

Miriam: Jetzt wäre jetzt Jahresrückblick. Das machen wir dann irgendwann anders. So, dann wollen wir uns verabschieden, nicht ohne dich darauf hinzuweisen, dass wir uns riesig freuen, wenn du unseren Podcast bewertest. Das machst du auf iTunes. Wir haben uns über jede einzelne Bewertung im Jahr 2016 riesig gefreut. Auch, dass der Podcast bei fünf satten Sternen steht. Das ist toll. Das ist das größte Weihnachtsgeschenk für mich, was diesen Podcast angeht. Wir laden dich ganz herzlich ein, das Jahr zu starten mit uns gemeinsam, mit dem Modell von Besser Denken und Besser Sprechen. Das ist unser Seminarkonzept am 28. und 29.1. Es sind ja spontan zwei Plätze frei geworden, wenn du Lust hast, Buch und erkundige dich bei uns, wenn du da noch Fragen hast. Es ist ein intensives Wochenende für alle, die noch besser denken und dadurch noch besser sprechen wollen. Dann haben wir im nächsten Jahr viel vor. Wir planen einen großen Besser-Sprecher-Tag mit vielleicht sogar tollen Kollegen von uns. Das wird vermutlich im Mai stattfinden. Wir haben noch kein endgültiges Datum. Und da darfst du auf unserer Webseite immer mal schauen. Wir werden es selbstverständlich auf Facebook, den sozialen Netzwerken, auf denen wir sind und auch in diesem Podcast bekannt geben, sobald wir genaues wissen. Und dann natürlich unser Geschenk für dich, dieser Podcast, der immer kostenlos ist, auch heute und es weiter bleibt auch im Jahr 2017. Also von ganzem Herzen an dieser Stelle entspannte, liebevolle, frohe Weihnachten!

Florian: www.meta-modell.com

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