NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 153

NLP und Hypnose

Bist du ein Krapfen?

Jetzt anhören

Direkt hier starten oder später im Transkript weiterlesen.

In dieser Folge

Darum geht es

Alf, der Außerirdische der 80er Jahre, hat diesen Satz ins Deutsche Wort-Volk katapultiert. Fast jeder, der diese Fernsehserie sah oder später anschaute, kennt den Ausschnitt, in der Alf den Familienkater Lucky mit einem Pendel hypnotisieren möchte. Damit zitieren die Schreiber der Serie das, was viele Menschen unter dem Begriff Trance und Hypnose ablegen. Show, arme Opfer, die sich wahlweise auf offener Bühne zum Brot oder zur Zitrone machen oder manipulativste Beeinflussung von Individuen, die sich gegen den magischen Blick eines Hypnotiseurs nicht wehren können. Die Wahrheit ist eine andere. Wir Menschen hypnotisieren einander ständig. Das verliebte Pärchen, das weltversunken auf einer Parkbank sitzt und sich tief in die Augen blickt, bevor der nächste, innige Kuss erfolgt? Trance. Und was für eine!! Das Kind, das abends noch sein Sandmännchen im TV schauen darf: Trance. So tief, dass während der Fernsehsendung keine einzige Frage von Mama in seinem Gehirn ankommt. Der Power Point Vortrag, der dazu führt, dass nach 10 Minuten alle Teammitglieder im Kopf irgendwo sind, nur nicht mehr bei den „aktuellen Sicherheitshinweisen für das Unternehmen“? Tiefste Trance. Power Point Trance eben. Miriam und Florian räumen in diesem Podcast mit Gerüchten auf und zeigen Dir, wie Du hypnotische Sprachmuster in Zukunft nicht mehr unabsichtlich anwendest. Viel Freude dabei.

Es geht um Milton H. Erickson und seine Lebensgeschichte von der Kinderlähmung bis zum bekanntesten Hypnotherapeuten des 20. Jahrhunderts, um die Milton-Sprachmuster im NLP und woher sie über Richard Bandler und John Grinder kommen. Miriam und Florian sprechen über den Unterschied zwischen Show-Hypnose und konversationeller Hypnose, über PowerPoint-Trance in Meetings, über den Einsatz von Sprache im Verkauf und darüber, wie Trance für mehr Gelassenheit und Fokus im Alltag genutzt werden kann. Wenn du wissen willst, was hypnotische Sprachmuster, Ericksonsche Hypnose, Trance-Zustände und NLP wirklich miteinander zu tun haben, bist du hier richtig. Buchtipps und ein Link zu einer Trance-Aufnahme unter kontext*denken.de/trance gibt es obendrauf.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

Spring direkt zu einem Kapitel oder lies die Folge von Anfang an.

Kapitel dieser Folge
  1. Wer war Milton H. Erickson?
  2. Trance ist längst überall: die Milton-Sprachmuster
  3. PowerPoint-Trance und die Sprache im Verkauf
  4. Die Märchenerzählerin und die konversationelle Hypnose
  5. Vom Gegner zum Fan: Gelassenheit statt Kontrollverlust
  6. Stille statt Applaus – und ein paar Buchtipps

„Du bist ein Krapfen“ – Alf mit dem Pendel vor der Katze Lucky, das ist für viele das Bild von Hypnose. Show, willenlose Opfer, magischer Blick. Miriam und Florian schauen genauer hin: auf Milton H. Erickson, auf die sanften Sprachmuster im NLP und auf all die Trance-Zustände, die wir längst kennen, ohne sie so zu nennen. Und ja, du darfst beim Zuhören ruhig wach bleiben.

Miriam: Willkommen bei kontext*denken.

Miriam: Zwei Gehirne, ein Podcast.

Miriam: Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Du bist ein Krapfen.

Florian: Du bist ein Krapfen.

Florian: Du bist ein Krapfen.

Florian: Sag ich doch, du bist ein Krapfen.

Miriam: Nee, du sollst das nicht auch sagen, weil wenn ich dir sage, dass du ein Krapfen bist, dann bist du ja der Krapfen.

Florian: Was soll ich denn dann sagen? Hä? Einfach nur ja. Was ist denn das Thema heute?

Miriam: Entspannung und Hypnose im Zusammenhang.

Florian: Vielleicht wäre es keine gute Idee, das im Auto zu hören, jetzt diesen Podcast, diese Folge. Willst du so entspannen? Weiß ich nicht. Also wenn wir über Hypnose und Entspannung und NLP sprechen.

Miriam: Ich finde, wir sollten einen investigativen, sehr wachen Podcast über dieses Thema machen.

Florian: Ja, du darfst einfach wach bleiben beim Zuhören.

Miriam: Vorbehalte beim Thema Hypnose.

Florian: Und NLP. Und NLP sowieso. Das wird ein polarisierender Podcast für alle Fans da draußen.

Miriam: Ihr dürft jetzt eure NLP-Fan-T-Shirts anziehen, die Fähnchen auspacken.

Florian: Wir haben dieses Thema ausgewählt, weil wir heute im NLP-Master, wir sind mitten im NLP-Master. Und wir haben das Podcast-Equipment mitgenommen, weil es tendenziell eine Zeit ist, bei der wir auch sehr kreativ sind und sehr viel schaffen.

Miriam: Wir sind im Hochsauerland, wenn wir unsere langen NLP-Seminare geben im Augenblick und wenn wir hier aus unserem Fenster schauen im Hotel, dann sehen wir das Mönetal in seiner ganzen wunderschönen Pracht hier im Midsommer liegen. Das ist so herrlich und wenn ich dann über Entspannung nachdenke, dann brauche ich gar nicht weiterdenken, dann ist sie schon da.

Florian: Es war schön abends auch manchmal einfach auf der Veranda zu sitzen. Ich habe meinen Laptop tatsächlich auch schon ein, zweimal mit rausgenommen und dann einfach ein bisschen draußen in der Natur gearbeitet und ihn dann auch mal zugeklappt und einfach nur Sterne geguckt.

Miriam: Hier sind auch ganz viele Sternschnuppen. Weißt du, dass wieder Plejadenzeit ist jetzt?

Florian: Ja, kommt jetzt, Ende Juli.

Miriam: Die Erde gönnt sich eine Sternschnuppendusche. Ich habe immer gedacht, die Sternschnuppen ziehen an uns vorbei Ende Juli, Anfang August. Und die Wahrheit ist, dass die Erde sich durch diesen Stern- oder diesen Meteoritenschauer durchdreht. Einmal im Jahr. Oh, wie witzig. Ja, und sich duscht.

Florian: Einmal duschen.

Miriam: Ja, in Sternschnuppen.

Florian: Aber gut, wieso ist denn jetzt Hypnose überhaupt ein Thema in NLP?

Miriam: In NLP?

Florian: Ja, im neurolinguistischen Programmieren.

Miriam: Das ist exakt historisch begründet, aus dem Ursprung von NLP, dass ja keine Neuerfindung von Kommunikation oder Sprache oder gar Sprachmustern wäre. Viele Leute glauben, sie lernen etwas völlig Neues, wenn sie NLP lernen.

Florian: Dabei ist die Technologie 40 Jahre alt.

Miriam: Und sie beruht aus einer Sammlung von Sprachmustern, Kommunikationstechniken, die es vorher schon gab und die zwei sehr gewiefte Gehirne zusammengetragen und in ein Konzept gebunden haben. Und eines der wunderschönsten, sanftesten, liebevollsten Sprachmuster, die wir im NLP anwenden, egal ob das jetzt dazu dient, dass du und andere sich noch tiefer entspannen können und in gelassenere Zustände kommen oder dafür dient, einfach eine sehr liebevolle Sprachweise anzuwenden, sind die sogenannten Milton-Sprachmuster. Und an der Stelle darfst du jetzt zu Hause tatsächlich kurz zucken und dich fragen: Milton, what is dat denn?

Florian: Ist das eine Abkürzung, sag mal, M-I-L-T-O-N?

Miriam: Ja, dann wäre das ja ein...

Florian: Die multiplen interrogativen linguistischen Techniken für omnineurale Entspannung.

Miriam: Wie heißt das dann? Entakronimisierung machen. Ja, ist es nicht. Das ist ein Nachname von einem Mann.

Florian: Das ist ein Vorname.

Miriam: Wir hatten heute den ganzen Tag Tieftrance. Ja, das stimmt. Wach, wach, wach, wach.

Florian: Genau. Milton H. Erickson, der große Hypnotherapeut des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich der größte, den es bisher gab, der die Hypnose und eben auch den indirekten Hypnose-Stil, also sehr konversationelles Arbeiten, so nebenbei sehr vorangetrieben hat.

Wer war Milton H. Erickson?

Miriam: Jetzt dürfen wir da ein bisschen genauer werden, weil das war eben ein Satz da, also heute sowieso und gelegentlich schon, hätte der mich sehr entspannt.

Florian: Ja.

Miriam: Was? Sag's nochmal in Deutsch bitte.

Florian: Naja, Milton H. Erickson ist im frühen 20. Jahrhundert geboren. Und von seiner Lebensgeschichte her hat er eine sehr spannende Laufbahn als Arzt durchlebt und hat eben viel über Hypnose geforscht. Weil als er Kind war, hat er Kinderlähmung bekommen. Und die Ärzte haben ihn tatsächlich damals, es war auf einem kleinen Dorf und seine Eltern waren eben Farmer, Bauern in Amerika. Und die Ärzte, die da zu ihnen kamen, haben ihn schon abgeschrieben und haben seinen Eltern gesagt, abends, und Milton hat es eben im Nachbarzimmer gehört, dass er den Tag nicht überleben wird oder den Abend nicht überleben wird. Er wird den neuen Sonnenaufgang nicht mehr sehen. Und das hat ihn so gefuchst, weil er so gemerkt hat, dass eine Traurigkeit über seine Mutter und seinen Vater kam, dass er alles dran gesteckt hat, um am nächsten Morgen auf jeden Fall den Sonnenaufgang zu sehen. Er hat dann sein Bett noch verrücken lassen, sodass er durch sein Fenster hindurch auch tatsächlich sehen kann, wenn die Sonne aufgeht und ist dann die ganze Nacht wach geblieben und mit purem Lebenswillen hat er es geschafft, den nächsten Morgen zu sehen.

Miriam: Und den nächsten.

Florian: Und den nächsten und den nächsten, ja genau.

Miriam: Denn er ist ja auch in ein relativ hohes Alter gekommen, dafür, dass er so schwer krank war.

Florian: Ja.

Miriam: Am Ende des Tages.

Florian: Nach dieser Krankheit, also er hat es erstmal überlebt, nur er war tatsächlich lange Zeit gelähmt auch und hat alles wieder neu gelernt.

Miriam: In dem Zusammenhang liegt es ja beinahe schon nahe, dass da auch eine mentale Kraft dahinter steckt. Also ein Wille, wieder gesund zu werden. Eine Vorstellung von, wie wäre es, wenn ich wieder laufen könnte? Wie wäre es, wenn du wieder alles tun würdest, was du wolltest? Und ich glaube, dass das mit auch ein großer Beweggrund war für ihn, sehr viel zu forschen über, wie viel Kraft steckt in dieser geistigen Haltung zu etwas.

Florian: Und was können wir überhaupt mit dem Geist bewegen? Also inwieweit können wir über unseren Geist unseren Körper beeinflussen? Die Geschichte, die hauptsächlich im Raum steht dann, ist, dass er eines Tages in einem Schaukelstuhl auf der Veranda sitzen gelassen wurde von seiner Familie. Weil klar, als Bauern in einem Amerika Mitte des 20. Jahrhunderts, Anfang Mitte des 20. Jahrhunderts, die ganze Familie hat gearbeitet. Also die hatten keine Zeit, jemanden abzustellen, der dann sich Vollzeit um ihn gekümmert hat, sondern Milton war gelähmt und saß auf der Veranda. Nur an dem einen Tag hatten sie ihn leider nicht so hingesetzt, wie er gerne sitzen wollte, nämlich dass er sehen kann, wenn jemand kommt, wenn zur Mittagszeit jemand nach Hause kommt.

Miriam: Mit freiem Blick auf den Weg zum Haus.

Florian: Genau. Um ihm eben auch wieder ein bisschen was anderes zu bieten, als nur diese Veränderung im Licht und diese, wie verändert sich was in den Jahreszeiten, dass er da einfach aussehen kann. Das ist ja durchaus ein verstehbarer Wunsch, dass er sagt, ja, selbst in so einem Zustand, du möchtest ja neue Dinge erleben und was Neues im Leben auch haben, mal eine Veränderung haben. Und was ihm dann eben passiert ist, ist, dass er mit diesem starken Wunsch eingeschlafen ist und als er wieder aufgewacht ist, saß er plötzlich so da, dass er tatsächlich auf den Weg schauen konnte.

Miriam: Also der Stuhl hatte sich bewegt oder er war imstande gewesen, das wissen wir alles nicht.

Florian: In den Geschichten ist das tatsächlich so ein bisschen die Frage, am ersten Tag, würdest du dem glauben, also würdest du dem trauen oder ist vielleicht einfach während er geschlafen hat jemand gekommen und hat ihn zurechtgerückt und ist dann wieder gegangen und das waren eben auch die Fragen, die bei ihm im Raum standen. Hat er das selber gemacht, weil er war ja gelähmt und dann hat er angefangen damit zu experimentieren und hat eben gemerkt, dass mit Bewegungen, die er selber gar nicht wahrnehmen konnte zu dem Zeitpunkt, dass er eben doch Einfluss darauf haben konnte über den Schaukelstuhl. Da war natürlich auch Glück im Raum, dass sie ihn in einen bewegbaren Stuhl gesetzt haben, dass er über Mikrobewegungen eben doch in der Lage war, seine Position zu verändern und mit der Zeit dafür zu sorgen, dass das, was er sich wünschte, eben auch in seinem Leben drin war. Und das war das Zeichen für ihn, dass da eben noch viel mehr geht, als die Ärzte ihm damals auch zugetraut hatten.

Miriam: Milton H. Erickson hat dann im Laufe seines Lebens sehr vielen Menschen geholfen über die Technik dieser Tieftrance oder auch der Hypnose und Hypnosetherapie. Es gibt große Milton H. Erickson Institute in fast allen Ländern der Welt, wo Hypnotherapeuten ausgebildet werden.

Florian: Hier in Deutschland gibt es alleine eine Handvoll. Von dem einen haben wir auch schon ein paar Mal erzählt vom Institut in Heidelberg von Gunter Schmidt, der ja auch hier in Deutschland noch sehr viel forscht und eben auch diesen Ericksonischen Ansatz ans Leben auch weiterbringt mit einer hypnosystemischen Therapie.

Miriam: Und unglaublich vielen Menschen hilft pro Jahr in dem Bereich. Und was Dr. Richard Bandler und John Grinder auffiel, als sie am NLP arbeiteten, also am neurolinguistischen Programmieren, ist, dass hinter der Aktivierung des Gehirns in Richtung Tieftrance oder diesem Zustand völliger Entspannung, in der so viel schneller zum Beispiel gelernt werden kann oder sich neue Fähigkeiten angeeignet werden können, dass da auch spezielle Sprachmuster dahinter stecken.

Florian: Genau. Richard war irgendwann dann bei Milton in seinen späteren Jahren und Milton hat diese Kinderlähmung tatsächlich nochmal eingeholt in den späteren Jahren. Er hat also zu Hause bei sich in seiner Praxis bis zu seinem Lebensende Seminare gegeben in ganz kleinem Rahmen und da war eben auch Richard Bandler. Und hat abmodelliert, wie Milton das tut, tief in Trance zu gehen, welche Muster er verwendet, welchen Ansatz er auch verwendet, um über Veränderungen nachzudenken und Veränderungen bei anderen Menschen zu ermöglichen. Und das ist dann eine der Basisfähigkeiten im NLP auch geworden.

Trance ist längst überall: die Milton-Sprachmuster

Miriam: Und es ist nicht diese klassische Show-Hypnose, mit der manche Menschen diesen Begriff auch verbinden.

Florian: Ja, das ist beim Begriff Hypnose so ein bisschen die Herausforderung, den wir auch im Practitioner immer haben. Weil Hypnose, nur ein Teil von Hypnose hat was damit zu tun, dass Menschen auf einer Bühne vor vielen anderen Leuten sich zum Huhn machen oder zum was auch immer, um eben Aufmerksamkeit und Lacher zu erzeugen.

Miriam: Das habe ich noch nicht gelesen auf Instagram, sorry. Wenn du ein Brot wärst, welche Sorte wärst du? Ein Weißbrot. Ein Weißbrot. Ein Rausbrot.

Florian: Ein Roggenbrot. Rausbrötchen.

Miriam: Ja, genau. Also das ist nur ein kleiner Teil davon.

Florian: Die Annahme ist einfach, dass wir und Trance und Hypnose nehmen wir jetzt mal zumindest hier im Podcast als synonym an oder eine tiefere Entspannung oder ein fokussierter Zustand, weil es tatsächlich immer darum geht, wo richtest du gerade deine Aufmerksamkeit hin? Ist die mehr nach außen gerichtet oder sehr verstreut über sehr verschiedene Sachen? Wenn ich bei mir ins Büro komme, je nachdem, was für ein Kunde das ist, da bin ich dann auch erstmal, da kommt der an und dann will der was und dann kommt die nächste an und dann habe ich das Gefühl, meine Aufmerksamkeit ist auf sehr viele verschiedene Punkte gelegt und ich mache sehr viele Dinge gleichzeitig. Und bei der Trance geht es eben darum, wie ist es, wenn du auf eine Sache fokussierst. Und bei Entspannung konkret dann eben, wie ist es, wenn sich dein Blick nach innen gerichtet hat, wenn du deinen inneren Stimmen lauscht, wenn du deinen inneren Bildern folgst. Ach, jetzt sagt die Miriam schon, jetzt darf ich nicht mehr weiterreden. Das ist die Herausforderung. Wach, wach, wach, wach, wach.

Miriam: Ja, ich bin wieder da. Und es sind nicht nur die entspannten Zustände, sondern was mich besonders interessiert – Florian arbeitet auch im hypnotherapeutischen Bereich, im Hypno-Coaching-Bereich, ich weniger. Und um NLP-Trainer zu sein, NLP-Coach zu sein, lernst du eine Menge hypnotischer Sprachmuster und auch Tieftrance-Phänomene. Und von daher, ich kann das. Und was mich noch am allermeisten daran interessiert, ist der konversationelle Teil, also diese unglaublich sanfte, liebevolle Sprache, die hinter diesem Milton-Sprachmuster-Modell steckt. Und ich bin jedes Mal verzaubert, wenn wir diese Tage haben im Practitioner oder jetzt im Master noch viel intensiver, an denen wir diese Sprachmuster genauer unter die Lupe nehmen und genauer reinfühlen und die Unterschiede hören zur Sprache oder auch feststellen, wie viele Menschen da draußen Hypnotiseure sind, ohne es zu wissen.

Florian: Du kennst, also Trance-Zustände, Zustände unterschiedlicher Fokussierung sind sowieso im Leben ganz normal. Viele Autofahrer haben schon mal die Erfahrung gemacht, dass sie nach Hause gekommen sind, sind ausgestiegen und wussten nicht, wie sie gefahren sind. Das ist schon im Rahmen dieser Erklärung einfach so einer dieser Zustände gewesen. Da war der Fokus irgendwo ganz woanders. Und es ist Auto gefahren. Und Flow-Zustände von Sportlern würden auch dazu zählen. Zustände großer Fokussierung auf irgendwas. Und da kannst du natürlich auch was dran machen und das ein oder andere Experiment tun.

Miriam: Was jetzt genau meinst du? Also beim Autofahren würde ich wenig Experimente machen wollen zum Beispiel. Eher dann mal zu Hause.

PowerPoint-Trance und die Sprache im Verkauf

Florian: Genau. Was jetzt aus meiner Praxis, also ich bin ja wirklich berufsbedingt, muss ich in vielen und ich absichtlich sage ich muss, weil ich werde dafür dann gut bezahlt als externer Berater, muss ich manchmal in irgendeinem Meeting drin sitzen. Und ich habe wirklich das Gefühl, dass die auch andere Zustände hervorrufen wollen. Manchmal habe ich das Gefühl, ich gehe auf eine innere Reise, die mehrere Jahre dauert, bis die 20 Minuten PowerPoint um sind. Und das sind so, da verwendet jemand komische Sprachmuster, die ich aus einer NLP-Brille, und das ist ja nur eine Perspektive auf Kommunikation, nur mit der NLP-Brille kann ich erklären, was da passiert. Wenn jemand sagt, was uns wichtig ist hier, ist Erfolge. Dadurch, dass wir Kundenzufriedenheit herstellen, dass wir wirklich Hoffnung haben, dass es in Zukunft besser wird. Und mein Kopf macht die ganze Zeit so, was bedeutet das denn alles? Was bedeutet das denn alles? Kundenzufriedenheit, Hoffnung, Erfolge, Gewinne. Was? Und das ist ja das, was viele Menschen auch dann auch in Meetings tatsächlich erleben. Das ist so, da redet einer fünf Minuten vorne und dann bin ich irgendwie bei meinem Urlaub in Bali oder gehe meine innere Shoppingliste durch oder was auch immer. Und das ist das, wo wir verstehen möchten, was ist der Wirkmechanismus dahinter, uns eben an der einen oder anderen Stelle auch sinnvoll einsetzen können wollen. Jetzt ist diese Milton-Sprachmuster oder die hypnotischen Anteile von NLP, die haben ja auch was mit Verkaufen zu tun. Unsere Verkaufsexpertin.

Miriam: Ja, klar. Das ist ja etwas, was dem NLP, also das NLP schleppt sozusagen so einen ganzen Tross von Verkäufern hinter sich her, die das sehr vereinnahmt haben und ich verweise sehr bewusst, wenn Menschen zum Beispiel auch in mein Sales-Pro-Seminar kommen, darauf, dass selbstverständlich Sprache maßgeblich wichtig ist für einen exzellenten Verkäufer. Wie willst du denn sonst anderen Leuten klarmachen, was du für ein tolles Teil verkaufst oder eine super Dienstleistung, oder?

Florian: Wir sind Podcast, kein Videocast, deswegen können wir jetzt nicht mit den Armen wedeln, damit du verstehst, kauf jetzt!

Miriam: Ja, genau. Es ist eben die Sprache. Auf der Internetseite hast du Worte zur Verfügung und Bilder, um Menschen darzustellen oder Videoclips. Immer ist Sprache im Boot, verstehst du? Immer. Und natürlich ist dann NLP plötzlich auch spannend für Verkäufer. Jeder Mensch, der mit Sprache andere bewegt, ist in meiner Welt jemand, der mit NLP und gerade auch diesen Milton-Sprachmustern zumindest mal angedockt haben sollte. Wie gut wäre es aus meiner Sicht, wenn Ärzte das könnten, wenn Ärzte das schon im Studium lernen würden, zum Beispiel so Hoffnung stiften können, ganz bewusst. Und Hoffnung ist eins dieser Worte. Da sind wir schon wieder. Was bedeutet Hoffnung? Was bedeutet Hoffnung für dich? Was bedeutet Freiheit für dich? Was bedeutet Liebe für dich? Und wir würden im Milton-Sprachmuster diese Worte einsetzen, zum Beispiel um Menschen zu beruhigen, die gerade in einem aufgeregten Zustand sind. Wenn wir von Hoffnung sprechen und von, dass alles irgendwie gut wird und dass wir uns darauf verlassen können, dass auf diesem Planeten immer alles gut wird. Und ich mag es, das bewusst einzusetzen und nicht, weil es irgendwo gerade her sprudelt, sondern genau dann, wenn es Sinn macht. Denn ansonsten sind es unkonkrete Aussagen und an manchen Stellen sind die sehr heilsam. Ich sage dann immer, dann streicheln wir mit unseren Worten die Seele vom Gegenüber. Weil wir ihm so viel Raum lassen, seine eigenen Bilder und Vorstellungen in das hinein zu projizieren, was wir von uns geben. Das ist ein Teil dieser Milton-Sprachmuster und ich empfinde den als reinste Poesie. Ich könnte einen ganzen Tages-Podcast damit machen. Vier Stunden Tieftrance mit euch zu Hause. Mit Poesie. Mit Poesie. Wo wir nur solche Dinge sagen und wo wir zum Beispiel Blumen unterstellen, dass sie sich anfühlen wie zarte Glockenklänge. Im Frühling. Das ist Milton. Das ist nichts anderes als Milton. Und du könntest sagen, ja, die Dichter in der Romantik haben das ja auch schon gemacht. Exakt. Das ist keine Neuerfindung, sondern eine Sammlung von wunderbaren rhetorischen und kommunikativen Techniken, die du einsetzt, wenn es Sinn macht. Und das ist das, was wir im NLP mit dir lernen. Und die Milton-Sprachmuster führen eben deutlich dazu, dass Sprache sehr sanft und sehr liebevoll werden kann.

Die Märchenerzählerin und die konversationelle Hypnose

Florian: Die einzelnen Sprachmuster und dann eben Geschichten, Metaphern auch und der Einsatz von Geschichten zu bestimmten Zwecken oder wie du so Geschichten erzählen kannst, dass es tatsächlich spannend wird.

Miriam: Wir waren mal mit einer Frauengruppe, Frauengruppe, als ich schwanger war mit dem ersten Kind, hatten wir uns mit lauter schwangeren Frauen getroffen auf der hessischen Märchenstraße. Die heißt so, das ist der Weg, der... Also den die Gebrüder Grimm sozusagen gegangen wären mit ihren Märchen, die sie aufgeschrieben haben. Und die stammen ja aus verschiedenen Orten in Deutschland. Und in Hessen gibt es besonders viele, waren ja auch zwei Hessen, die Gebrüder Grimm. So und auf dieser Märchenstraße in Hanau und in verschiedenen Orten in Hessen sitzen eben zum Beispiel dort, wo die Frau Holle war oder dort, wo das Rotkäppchen beheimatet sein soll, der Legende nach. Dort gibt es auch immer viele Märchenerzähler. Und die kannst du buchen. Du kannst dich abends eine Stunde zu denen setzen und die erzählen dir ein Grimms Märchen.

Florian: Echt jetzt?

Miriam: Ja und die machen das hochprofessionell, die lesen das nicht vor, die erzählen das.

Florian: Also die können alle Grimmschen Märchen auswendig und zwar in einer schönen Variante auch noch. Nicht nur so, ja Hänsel und Gretel, da sind halt zwei Kinder in den Wald gegangen und dann haben die so eine Hexe getroffen und dann haben sie die in den Ofen geschoben und dann sind sie wieder nach Hause gekommen und waren auch noch reich. Also die können die auch richtig erzählen.

Miriam: Die erzählen die entzauberhaft.

Florian: Oh, wie schön.

Miriam: Und die suchen sich das Märchen aus, das zur Gruppe passt. Und die haben ein Arsenal von über 200 Märchen im Kopf, aus dem sie schöpfen. Und als diese Frau, die wir damals dann als Märchenerzählerin bei uns hatten, angefangen hat, die Geschichte vom Eselsprinzen zu erzählen, da war binnen 30 Sekunden eine Stille in diesem Raum, die fast verzaubert war. Und wir haben dieser Geschichte so fokussiert gelauscht. Ich glaube, du hättest um uns herum diese Städtchen abbrennen können und wir hätten das nicht mal gemerkt. So hat die uns in ihren Bann geholt, mit ihrer Art auch diese Geschichte zu erzählen. Das ist Hypnose. Sagen wir, wie es ist.

Florian: Ja, konversationelle Hypnose. Und dann eher in der Tradition von Milton H. Erickson, als es gibt ja auch noch andere Hypnoseformen, also sehr viel direktivere, wo es eben nicht so sehr mit weicher Sprache und Geschichten geht, sondern wo es sehr schnell in tiefe Trance-Phänomene reingeht. Zum Beispiel die Elman-Induktion wäre so eine, die Zahnärzte einsetzen können, um ihre Klienten tief zu entspannen. Was ja dann mit einem anderen Zweck einfach ist. Was vielleicht eher in einen medizinischen Kontext reinpasst, als tatsächlich diese sehr lockeren Sprachmuster von Milton, die einfach ganz normal im täglichen hier und da in der Kommunikation mit der Bäckerei-Fachverkäuferin oder wem auch immer einfach kommen können.

Vom Gegner zum Fan: Gelassenheit statt Kontrollverlust

Miriam: Ja. Was können wir denn jetzt zu Hause mal üben?

Florian: Wir könnten eine von den Hypnosen, die ich mal aufgesprochen habe, oder von den Trancen, könnten wir einfach mal wieder im Internet verfügbar machen.

Miriam: Wenn du das jetzt im Podcast versprichst, warten unsere Hörer drauf.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Dass da ein Link ist, auf den sie klicken können.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Ich veröffentliche den gerne, wenn ich den habe.

Florian: Ja. Dann tun wir das wohl.

Miriam: Wo machen wir das wahrscheinlich? Weil du bist der technische Beauftragte.

Florian: Ja, dann gibt es wohl eine Seite kontext*denken.de slash trance, T-R-A-N-C-E, alles kleingeschrieben. Und da verlinken wir die im Zweifelsfall einfach bei info at kontext*denken.de bei Miri oder mir nach. Dann schicken wir dir den Link auch gerne zu. Oder wir schreiben in die Shownotes von diesem Podcast auch rein.

Miriam: Da kannst du auch einfach draufklicken.

Florian: Und der Trick dabei ist nämlich tatsächlich, wie kannst du in andere Zustände reinkommen, entspanntere Zustände oder fokussiertere. Wir können es zum Beispiel auch nutzen für Sportler, um zu coachen, dass in bestimmten Situationen für Basketballspieler zum Beispiel der Korb größer wird, dass der Korb näher herankommt an sie, gefühlt. Also solche komischen Phänomene entstehen, wo wir eine verzerrte Wahrnehmung haben, was ja ganz hilfreich sein kann, wenn wir in den Spitzensport reingehen. Und genau das gleiche ergibt sich eben auch im Beruf an vielen Stellen, dass die eine oder andere Hilfe da gut ist.

Miriam: Manche Menschen wünschen sich oder viele sogar, die mich anrufen für Coachings, wünschen sich ja auch einfach nur in Anführungszeichen mehr Gelassenheit in Situationen, in denen sie sich früher vielleicht zu schnell aufgeregt hätten und dann die Kontrolle auch verloren haben. Es ist dann eskaliert und es gab ganz oft Streit im Büro oder mit dem Partner und da mehr Gelassenheit und Fokus zu haben auf das Wesentliche und eher sich dann auf eine Lösung zu besinnen, auch dazu ist das dienlich. Ich hätte niemals gedacht, dass ich so davon schwärme und dass ich das in so einem Podcast so sehr verkaufen würde, weil ich war jahrzehntelang ein extremer Gegner davon. Weil für mich das Thema tatsächlich sowas zu tun hatte mit Kontrollverlust und was ich gelernt habe in den Jahren des NLP jetzt ist, es ist ein Kontrollgewinn.

Florian: Es ist ein Tanzen auch. Also es sind halt gerade bei Milton dann sehr viele Einladungen im Raum, um in entspanntere Zustände reinzukommen zum Beispiel. Und dann darf jemand trotzdem sich noch in einer gewissen Art darauf einlassen. Und umso mehr einlassen, umso spannender wird es sozusagen. Also umso mehr spannende Phänomene können wir auch gemeinsam erkunden. Und wenn jemand nicht möchte, dann wird es sozusagen immer anstrengender auch aus der anleitenden Sicht oder in der konversationellen Sicht. Dann ergibt es vielleicht auch irgendwann einfach keinen Sinn mehr.

Miriam: Für mich übrigens auch noch ein ganz spannender Punkt und hier üben NLPler relativ lange auch, bis sie das ganz fließend sozusagen in ihre normale Sprache bewusst integrieren, dieses Milton-Sprachmuster verwenden ohne die Krapfennummer. Also einfach im Gespräch.

Florian: Die Krapfennummer kommt übrigens von Alf, ne?

Miriam: Die kommt von Alf, genau. Das ist so cool. Lucky, die Katze heißt Lucky. Heute Mittag habe ich drüber nachgedacht, weil wir hatten es auch kurz im Seminar vom Krapfen. Und ich dachte, ja, Alf, klar. Und wie hieß die Katze? Lucky. Genau, und Alf war in dieser ganzen Serie, für alle, die es jetzt nicht gesehen haben, ständig drauf und dran, diese Katze irgendwie zu fangen und zu essen, was die Familie verhindert hat, in der er lebte. Ja, Alf, ein Außerirdischer. Sehr cool. Dann hat er es auch mal damit probiert.

Florian: In den letzten Jahren hat das übrigens zugenommen, weil gerade in der Society of NLP, in der International Society, in der Miriam und ich ja auch Trainer sind, ist eben Trance und Arbeit in Trance, also NLP-Formate in Trance zu verwenden, sehr normal geworden und ist ein großer Bestandteil unserer Arbeit auch.

Miriam: Ja, und mit zunehmender Freude wirklich. Also ich achte bewusst darauf, diese aus meiner Sicht eben sehr liebevollen und sanften Sprachmuster, die oft ins Positive einfach auch hineinleiten, so vom Inhalt her, ganz bewusst einzusetzen. Damit mache ich mir selbst wunderschöne Gefühle und bessere Gefühle und ich mache mir Mut und ich halte mich entspannter in Situationen, in denen ich früher beflissen die Wand hochgegangen wäre.

Florian: Komm, wir suchen jetzt auch mal den YouTube-Clip raus. Das ist so lustig, wenn Alf vor der Katze sitzt mit einer Uhrenhand.

Miriam: Willst du es gleich mit verlinken? Das kann ich auch bei der Werbung für den Podcast noch mit verlinken. Ich bewerbe unseren Podcast ja ohne Geld einfach auf meinen Social-Media-Plattformen, auf Instagram und auf Facebook. Da habe ich eine Seite, Miriam Deforth. Und im Newsletter.

Florian: Und im Newsletter, genau, empfehlen wir die Folgen.

Miriam: Und da kann ich den Link auf YouTube mit Alf dazugeben.

Florian: So das mal als Überblick über NLP und Hypnose.

Stille statt Applaus – und ein paar Buchtipps

Miriam: Was mir eben noch eingefallen ist, ist, dass diese Märchenerzählerin, die wir da konsultiert hatten, am Ende, also es gab keinen Applaus. Sie war fertig und es blieb still. Das hat mich sehr gewundert, weil ich das gewohnt bin, dass wenn jemand was vorträgt, dass danach auch geklatscht wird. Und ich war fast so ein bisschen peinlich berührt von meiner Gruppe. Und dann sagte sie, dass es total okay ist, wenn sie keinen Applaus bekommt, weil sie sieht unser Lächeln.

Florian: Oh, wie schön. Ja. Euer Lächeln ist gut. Ja. Ja.

Miriam: Ja, voll schön. Ja. Gibt es ein Buch, das du vielleicht empfehlen könntest, wer sich da mal so ein bisschen aufschlauen wollen würde in deutscher Sprache? Ich weiß, du liest fast nur englische Originale und ich weiß nicht, ob du...

Florian: Eins, das immer wieder empfohlen wird, ist Meine Stimme begleitet dich überall hin. Ja, von Richard Bandler. Go with you. Ich? Ich glaube Jeffrey Zeig über Milton H. Erickson.

Miriam: Ah, okay. Ja. Also Meine Stimme, dann verlinke ich das auch.

Florian: Oder die Transformation von Richard. Definitiv. Da sind dann aus NLP-Perspektive Sachen drin.

Miriam: Gut, die beiden Bücher, die schreibe ich noch mit dazu.

Florian: Jo. Herrlich. So, weiter geht unsere Exploration von NLP. Hier im Podcast und hier am Zauberberg.

Miriam: Für die NLP-Master, für die zukünftigen. Genau. Ihr Lieben, wir hören uns dann nach der Masterprüfung wieder. Bis dahin wünschen wir euch eine tolle, entspannte, gelassene Woche. Genau. Denkt ans Sales Pro Seminar. Es gibt noch Plätze vom 12. bis 16.8. Wende dich an info at kontext*denken.de. Da kommst du bei mir an und dann können wir reden, wie gut das zu dir passt.

Florian: Okay. Sehr gut, sehr gut. Bis nächste Woche.

Miriam: Bis dann. Tschüss. Tschüss.

Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.

Weiterdenken

Wenn es etwas Neues gibt, geben wir dir Bescheid.

Im Newsletter landen neue Episoden, Seminartermine und Gedanken, die sich auch ohne Kopfhörer weiterdrehen.

Zum Newsletter