Grenzen schließen, Reisepläne kippen, eine ganze Fernsehproduktion baut über Nacht ihren Sendebetrieb um — und mittendrin ein Kosmetiklinien-Launch bei HSE24. Miriam steckt genau da, wo vieles anders läuft als geplant, und merkt: das leichte Prosecco-Prickeln um den Solarplexus ist trotzdem da. Wie du dein Gehirn in solchen Zeiten stabil hältst, mit welchen NLP-Techniken, und warum ausgerechnet Florian ihre beste Nachrichtenquelle ist — darum geht es hier.
Ein großer Tag mitten in bewegten Zeiten
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Heute ist mein großer Tag. Heute ist mein großer Tag. Heute ist mein großer Tag. Heute wende ich NLP an.
Florian: Heute wendest du NLP an? Wie immer. Was ist denn heute für ein großer Tag, Miriam?
Miriam: Heute ist mitten in einer sehr bewegten Zeit ein großer Tag.
Florian: Das stimmt. Wir hatten uns das anders vorgestellt vom Rahmen her, vom Kontext her.
Miriam: Ja, das stimmt. Und jetzt ist es, wie es ist. Und etwas, was Florian und ich uns angeeignet haben, ist, das Beste aus Situationen zu machen. Das ist uns bis jetzt sehr gut geglückt. Und außerdem führt sowieso kein Weg dran vorbei, dass ich heute Abend bei HSE24 live on air gehe und meine einzigartige neue Miri-Kosmetiklinie präsentiere zum ersten Mal.
Florian: Das heißt, wenn du diesen Podcast hörst, dann ist das wahrscheinlich auch schon wieder ein paar Tage her.
Miriam: Oder es läuft noch, denn am Dienstag kommt der Podcast raus und den ganzen Dienstag übersende ich ab 8 Uhr morgens live stündlich. Also es kommt kaum einer an mir vorbei, der HSE24 einschaltet an dem Tag. Und ja, ich habe tatsächlich, obwohl ich nicht damit gerechnet habe, aufgrund der Umstände, die so anders sind, ich habe doch dieses leichte Prosecco-Prickeln um meinen Solarplexus und diese Spurbühnenaufregung, die ich so liebe, die ich so sehr liebe. Ja, ja.
Florian: Das deutet doch auf gute Sachen hin.
Miriam: Das deutet auf sehr gute Sachen hin.
Florian: Was haben wir denn heute als Thema?
Miriam: Was nutzt uns NLP gerade?
Florian: Du hast ja gesagt, du nutzt NLP heute.
Miriam: Du hast mich auf das Thema gebracht, weil du mir neulich in irgendeinem Kontext mal so, das kam so aus dem Rückenmark bei dir, Florian, als du gesagt hast, ich bin im Moment echt froh, dass wir NLP können. Und tatsächlich habe ich den Gedanken auch schon öfter gedacht in der letzten Zeit. Weil das Kommunikationsmodell von NLP darauf ausgelegt ist, zum einen mitzubekommen, was dein Gehirn so tut, um dich zu unterstützen in deinem Alltag oder auch gelegentlich mal ordentlich auszubremsen. Und beides hat seine Vor- und Nachteile. Also unser Gehirn kann das und in vielen, vielen, vielen, vielen Situationen des Lebens macht es das ganz automatisch, weil es konditioniert, also wie programmiert ist. Das haben wir uns selbst erarbeitet oder wir wurden so erzogen oder wir haben aufgrund von bestimmten Dingen da draußen Erfahrungen, die wir gesammelt haben mit anderen Menschen, mit bestimmten Kollegen im Arbeitsablauf haben, wir uns eben Automatisierungen eingefangen. Und viele dieser Automatisierungen durfte ich in den letzten Wochen komplett über den Haufen werfen, weil nichts mehr so war, wie mein Gehirn das kannte. Und ich liebe Automatisierungen.
Florian: Es hat sich wirklich viel verändert in den letzten Wochen und im Außen. Viele Menschen haben sich erstmal nicht verändert, sondern es hat sich das Außen so verändert, dass jetzt plötzlich Menschen, die abends gerne weggehen ins Kino, in Bars, ins Theater, plötzlich das nicht mehr können in Deutschland.
Wie unterschiedliche Gehirne mit der Isolation umgehen
Miriam: Also es geht eben im Moment nicht oder es ist eben von außen her reglementiert. Das ist ja auch alles gut. Und wie gehen Gehirne unterschiedlich damit um? Wie geht Florians Gehirn damit um? Wie geht mein Gehirn damit um? Da sind schon Unterschiede zu merken. Florian zum Beispiel ist super entspannt in dieser Isolation. Also scheinbar ist es für dich jetzt nicht so ein Riesenthema, dass du nicht ständig Menschen begegnest.
Florian: Also ich habe ja eine Handvoll Menschen, denen ich regelmäßig begegne in unserem Rudel.
Miriam: Das ist keine ganze Handvoll.
Florian: Drei. Ja. Für einen Sägewerksmitarbeiter.
Miriam: Du siehst, so für Florian ist das total fein. Und du machst ja dann eben auch sehr entspannt deine Skype-Meetings.
Florian: Genau, also ich habe ja auch mit vielen Kollegen virtuell Kontakt einfach gehabt und habe noch virtuell Kontakt mit vielen Kollegen. Deswegen ist es so, ja, also ich war früher auch viel am Telefon. Jetzt ist es zum Teil Videokonferenz, jetzt ist es eben auch weiterhin Telefon. Deswegen, ja. Ich finde es mal ganz angenehm. Ich glaube, dass diese Zeit auch wieder vorbei geht und deswegen ist es doch schön, jetzt die Zeit zu nutzen, mal eine Weile zu Hause einfach Dinge tun zu können und eben auch mal zu entspannen und vor allem auch für mich zu üben, wie das mit dem Homeoffice geht, wie das funktioniert mit den Videokonferenzen. Das ist ja auch immer sehr praktisch für den Bereich, in dem ich arbeite.
Miriam: Und da haben wir schon die erste Anwendung des NLP erlebt gerade. Also das ist das sogenannte Reframing, also der Situation, wie sie gerade ist, sozusagen eine neue, andere Bedeutung geben. Was ist das Gute daran? Florian lernt jetzt ganz viel über virtuelle Meetings und technologisch haben wir schon ganz viel gelernt, wir beide auch in den letzten Tagen. Wenn ich überlege, was ich alleine über Facebook gelernt habe, das ist crazy. Ich mache seit 18 Jahren Facebook. Und es ist, ja wirklich, oder noch länger fühlt sich das an. Ich gehörte wirklich zu den allerersten, die auf Facebook waren. Und ich habe ganz viele Funktionen nicht genutzt oder nicht mitbekommen, dass die eingeführt wurden. Also es ist völlig verrückt. Ich habe so viel gelernt über die Computerbedienung schon wieder. Wir haben unser NLP-Kompakt, unser NLP-Online-Training gelauncht, das ein Jahr lang bei uns rumgelegen ist. Fix und fertig produziert. Ein riesen NLP-Kurs für zu Hause. Den haben wir letztes Jahr im Frühling bei Rocco Media produziert. Richtig aufwendig mit im Studio filmen und ganz tolle Lektionen entwickeln für euch. Jetzt hatten wir nicht die Zeit, das ist sehr aufwendig, das technisch so zu setzen, dass ihr die Lektionen alle zwei Wochen bekommt, automatisiert und dass wir zur Verfügung stehen auf einer Facebook-Gruppe extra dafür und hin und her. Jetzt steht alles. Steht alles. Florian und ich haben gefühlt vier Tage lang Tag und Nacht rumgearbeitet, damit dieses Programm online geht. Jetzt geht's. So, das ist eine der NLP-Techniken, die wir im Moment anwenden. Das heißt, was ist das Gute daran, dass das jetzt so ist? Und da gibt es bei dem einen oder anderen sicher Unterschiede, nur das wäre eine mögliche Herangehensweise. Jetzt gibt es natürlich welche, die sagen, da ist bei mir gar nichts Gutes dran. Das ist okay, das kann ja sogar sein. Es kann sein, dass du noch nicht mal ausschläfst oder so. Also es gibt ja so Mini-Dinge, die vielleicht nur, kann ja sein, dass noch nicht mal das gegeben ist. Was dann? Was würde NLP uns dann helfen? Im NLP gibt es Formate, die tatsächlich beim Entspannen helfen, in Situationen, wo Menschen sich vielleicht früher aufgeregt hätten.
Durchatmen, Ankern und die Werkzeuge fürs eigene Gehirn
Florian: Das heißt, wir können über Hypnosen oder eben Trancen dann einfach darauf achten, dass es uns gut geht und dass wir uns an der einen oder anderen Stelle entspannen. Dadurch wird es dann auch leichter zu sehen, was denn ein möglicher Vorteil wäre, weil irgendeinen kleinen Vorteil wird es wahrscheinlich fast immer geben. Also alleine durch die Veränderung.
Miriam: Ich glaube, dass es nach wie vor zu wenig Menschen bewusst tun, dieses einmal am Tag für fünf Minuten wenigstens durchatmen, den Kopf mal leer machen.
Florian: Also und wenn es nur ist, atme mal tief ein und aus und alleine nur dieses Geräusch, dieses alleine das mal zu genießen, wie schön das sein kann, zu seufzen und mal tief auszuatmen und was abzuschließen für den Tag.
Miriam: Voll gut. Ja, in meiner Welt dürftest du dir, wenn du das noch nicht tust oder falls du es bis jetzt noch nicht gemacht hast, dürftest du dir vielleicht überlegen, ob das eine mögliche Idee wäre, weil das können auch Menschen, die jetzt keine Practitioner-Ausbildung gemacht haben. Es gibt auch im Internet ganz wunderschöne Anleitungen dafür, also geführte Meditationen oder so kleine Traumreisen auf YouTube und auch zum Kaufen.
Florian: Wir haben die auch, wir hatten die mal zum Newsletter-Anmeldung, haben wir die für eine Weile mal online gestellt gehabt. Die sollen jetzt auch wieder auf shop.kontext*denken.de kommen. Vielleicht, wenn du es hörst, funktioniert das schon. Im NLP-Kompakt haben wir die einfach hinten schon mal mit drangelegt als kleine Bonus-Lektion, weil wir denken, dass es einfach sinnvoll ist.
Miriam: So und dann gibt es da noch mehr, was wir tun können. Im NLP, um uns jetzt zu unterstützen mental, dass wir aus dieser Zeit möglichst das Beste herausholen. Das ist etwas, was unsere Teilnehmer im NLP Practitioner und im Master lernen und teils auch wirklich ganz aufwendige Formate, die zum Beispiel dafür sorgen, dass sich bei einer Aufregung oder bei Befürchtungen, die sich einstellen, wir uns selbst ein bisschen helfen können in unserem Gehirn.
Florian: Ich glaube, dass wir sogar was machen können hier für Podcast-Hörer oder für Podcast-Hörerinnen, weil wir hatten den Tipp früher schon mal, es geht um das NLP-Thema Ankern, also aus einer wunderschönen Situation oder aus was, was du schon mal erlebt hast. Es gab ja da diese Situation in deinem Leben, wo du dich schon mal richtig gut gefühlt hast. Oder wo vielleicht dieser kleine Moment war, wo du sagen würdest, ach, das war ein schöner Moment, das wäre jetzt gut, das wieder herzuholen, das zu erleben. Und vielleicht war da ein bestimmter Duft im Raum, das Parfum von ihm oder das Eau de Toilette oder das Rasierwasser oder vielleicht war es eine bestimmte Musik, die gespielt hat zu der Zeit. Und einfach jetzt nochmal bewusst diese Parfum mit reinzuholen oder ein Musikstück mit reinzuholen und das anzuhören, um dann eben die Gefühle von damals jetzt wieder aufleben zu lassen und vielleicht sogar noch stärker zu spüren und vielleicht das eine oder andere nochmal Revue passieren zu lassen in Erinnerung, um die Gefühle zu haben.
Miriam: Vor allen Dingen das bewusst zu steuern.
Nachrichten dosieren: die richtige Menge und der richtige Zeitpunkt
Miriam: Ihr Lieben, wir tun manchmal so, oder wir erleben Menschen da draußen, Florian und ich tendenziell nicht, nur wir erleben Menschen da draußen, die so tun, als wären sie gezwungen, achtmal am Tag die gleichen Nachrichten zu gucken. Im Moment. Natürlich ist es wichtig, dass ihr informiert seid und wir alle sollten darüber informiert sein, wie wir uns derzeit verhalten sollen. Und in meiner Welt reicht es zum Beispiel völlig aus, sich einmal am Tag von einer bestimmten exklusiven selektierten Quelle für dich. Wenn du sagst, ich brauche das häufiger, damit es mir gut geht, alles klar. Wenn du dich wirklich lustig dabei fühlst und wenn sich das für dich sicher anfühlt und du hast davon einen Mehrwert, das ist nicht unser Job, dir zu bestimmen, wie viele Nachrichten du hast. Unser Tipp wäre es, hier mal bewusst drüber nachzudenken, wie häufig am Tag konsumierst du das, wie viel Neues gibt es da wirklich, was existenziell wichtig ist für die Situation jetzt. Also wird da zum Beispiel durchgesagt, wo es jetzt aktuell Toilettenpapier gibt, das wäre ja zum Beispiel sowas, das wäre eine wichtige Information, nur scheinbar ja nicht. Und ich habe zum Beispiel das ausprobiert, als wir noch in den USA waren, das ist ja jetzt drei Wochen her, als wir noch in den USA waren und es ging dann darum, dass Grenzen geschlossen werden und Florian und ich eben angefangen haben, darüber nachzudenken, diese Reise abzubrechen, was wir ja dann auch getan haben. Und da habe ich angefangen, Nachrichten zu konsumieren nach, ich weiß nicht, fünf Jahren völliger Nachrichtenabstinenz. Und binnen zwei Tagen hatte ich mich in einem Zustand von völliger Desorientierung, Aufregung, panikartigen Ängsten, weil ich einfach in Amerika mir eine Seite rausgepickt hatte mit öffentlichen Nachrichten und da stand so viel Kram, der überhaupt nichts dazu beigetragen hat, dass ich jetzt sinnvoll reagiere in dieser Zeit. Und sehr schnell, schon als wir dann wieder zu Hause waren, habe ich mich entschieden, wieder meine persönliche beste Nachrichtenquelle anzuzapfen. Das ist Florian.
Florian: Ja, ich lese Nachrichten.
Miriam: Florian liest und du liest auch sehr selektiert. Also ich habe nicht das Gefühl, dass du oder ich weiß, dass du nicht den ganzen Tag vor irgendeinem Nachrichtenticker hängst.
Florian: Also vielleicht ist das einer der Tricks auch, find mal raus für dich, wann es gut ist, Nachrichten zu lesen oder zu hören. Weil möglicherweise stellst du fest, dass das, was mit dir tut, also dass es ins Gefühl reingeht, was ja schön ist. Also das ist ja die Fähigkeit, eben das zu spüren und wahrzunehmen. Und vielleicht ist es dann gut, entweder morgens Nachrichten zu lesen, weil du dann ein, zwei Stündchen Zeit hast, um das Ganze für dich zu verarbeiten. Und dann abends ganz entspannt ins Bett gehen kannst oder vielleicht ist es abends ganz gut, dass du den Tag über den Kopf frei hast von Sachen, dass es so ein- oder zweimal am Tag ist, wo es eben darum geht, jetzt die aktuellen wichtigen Informationen zu bekommen und ansonsten, das ist auch nichts anderes als mit E-Mails in der Arbeit oder so, wo ich mir auch feste Zeitfenster vornehme und nicht alle fünf Minuten in die E-Mails reinschaue, weil sonst bin ich den ganzen Tag mit E-Mails beschäftigt.
Miriam: Ja, also es ist eine Einteilungssache, ein gesundes Häppchen machen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass, also zum einen vertraue ich Florian da sehr, Florian ist auch imstande, mir das sehr gut darzustellen, Florian komprimiert das für mich auf die wichtigsten Informationen.
Florian: Gibt keine neuen Erkenntnisse.
Miriam: Ja genau, und meistens, tatsächlich, wenn Florian das zusammenfasst, hat er, es gibt immer noch keine neuen Erkenntnisse, es gibt immer noch nichts Neues und damit reicht es mir dann auch. Also ich brauche das nicht zu prüfen, ich brauche das nicht selbst zu haben, das ist alles super, so wie es ist. Und das ist auch eine Maßnahme, wo ich instantan gemerkt habe, dass es mir wieder besser ging. Also dass ich meinen Kopf wieder frei hatte für Pläne für die Zukunft. Florian und ich sind sehr damit befasst, um unser Unternehmen zu kümmern. Und ich habe vor ein paar Tagen, vier, fünf Tagen von einer amerikanischen Bloggerin und Online-Marketerin und sehr erfolgreichen Vertriebsfrau, bei der ich auch schon eine Ausbildung gemacht habe, habe ich eine E-Mail bekommen, da stand drin, es gibt im Moment zwei Prioritäten. Und das eine war, save lives, also verhalte dich so, dass du dich, deine Familie, die Menschen um dich herum jetzt bestmöglich beschützt. Und das andere, das nächste ist, save business, also rette dein Unternehmen. Das ist jetzt eher was für die Unternehmer da draußen, die uns lauschen, die Selbstständigen, die da verantwortlich sind oder vielleicht sogar auch für die Angestellten, die ja jetzt…
Florian: Wir hatten Videokonferenzen schon, in denen Kinder im Hintergrund herumgelaufen sind oder wo kleine Kinder gewickelt werden wollten zwischen einem Anruf und dem nächsten.
Save Lives, Save Business — und das Beste aus dem Zuhause machen
Miriam: Also krass. Und ich mag diese beiden Prämissen. Also Safe Lives bedeutet eben auch für mich, und da steckt nicht nur drin, dass ich natürlich drinbleibe in den meisten Situationen und mich isoliere und das tue, was im Moment am besten ist, sondern da ist auch drin, dass ich die Lebensqualität erhalte im Rahmen der Möglichkeiten. Das ist übrigens auch gesund. Wir haben ein wunderschönes Abenteuerspiel begonnen mit den Kindern, das sich über mehrere Tage zieht. Wie heißt es?
Florian: Der Herr der Träume.
Miriam: Können wir das verlinken unter dem?
Florian: Können wir theoretisch auch verlinken.
Miriam: Kannst du, Florian, das verlinken? Würdest du das bitte machen? Das ist so ein cooles Brettspiel und es glotzt mal keiner irgendwie ins Handy oder auf dem Computer und es macht allen vier einen Spaß, die sind ja unterschiedlich groß, acht und zwölf.
Florian: Und wir haben zum Teil angefangen, Figuren anzumalen, also ein bisschen dieses Modellbau anmalen zu machen, weil da tatsächlich so kleine Plastikfiguren drin sind von den, einmal den Helden der Geschichte und dann auch von den Monstern.
Miriam: Ja, die da drin vorkommen. Es ist übrigens für Kinder ab acht gedacht. Es ist ein Rollenspiel, es ist ein Abenteuerspiel, ein Geschichtenspiel, das immer wieder neue Wendungen nehmen kann, je nachdem, wie das Team der Spieler agiert. Das Spiel spielt im Prinzip gegen die Gruppe, die da spielt. Es ist megatoll. Und wir können es von ganzem Herzen empfehlen. Wir haben es jetzt angetestet. Auch der Achtjährige, der ist am begeistertsten von allen. Der bekommt nicht genug. Eine Runde kann bis zu vier Stunden dauern, dann ist Pause möglich. Und der bekommt nicht genug.
Florian: Also die Runden sollten kürzer sein. Wir haben, glaube ich, durch die Kinderkonstellation, die wir haben, dauert das ein wenig länger, als wenn wir konzentriert mit Erwachsenen durchspielen würden.
Miriam: Natürlich, weil die auch Texte lesen und dann dauert das länger, bis sie die Texte vorgelesen haben. Das ist voll süß. Ja, und das ist, verstehst du, auch das gehört für mich zu diesem Save Lives. Also seid lieb zueinander. Das, was ich heute jetzt in den Vorbereitungen für meinen Studioauftritt erfahre, ist so unfassbar. In diesem Sender ist kein Stein mehr auf dem anderen. Der ganze Sendebetrieb ist verändert. Es treffen sich noch höchstens zwei Menschen in diesem Studio. Es ist völlig irre, wie die das geschafft haben, das umzubauen und den Live-Sendebetrieb aufrechtzuerhalten. Und nichts fühlt sich so an, wie ich das vom Fernsehen kenne. Und alle sind total lieb, machen gute Laune, machen im Rahmen der Möglichkeiten ihre Sprüche und sind guter Dinge und sagen mir immer wieder, wie sehr sie sich auf heute Abend freuen und natürlich wird das super improvisiert und wer weiß, wie lustig das auch wird zum Teil.
Florian: Ich bin auch gespannt.
Miriam: Es ist eben jetzt, wie es ist. Und ich werde heute Abend viel lernen wieder, dafür, dass ich schon über 20 Jahre vor der Fernsehkamera stehe.
Stoiker, soziale Unzuständigkeit und die Vorfreude auf den Sommer
Florian: Und dann fallen wir ja auf ganz alte Philosophien zurück, zum Beispiel auf die Stoiker, die ja auch in der Selbsthilfeszene im Moment sehr gefeiert werden, rauf und runter. Wo es eben dann auch darum geht, zu unterscheiden, was ist das, was wir ändern können und was sind einfach Sachen, die wir ändern können. Da darfst du jetzt entspannt mit umgehen und eben üben, wie kannst du dich in jeder Situation, die von außen kommt, entspannen. Weil bei manchen Sachen Dinge zu verändern, jetzt hier gerade ist die eine oder andere kleine Herausforderung. Deswegen, es sind halt manche Sachen so, wie sie sind.
Miriam: Ja. Und wie kannst du jetzt im Augenblick das Beste daraus machen?
Florian: Dafür sorgen, dass es dir gut geht. Weil dann sind wir ja bei dieser zum Teil auch, ich glaube Rolf Dobelli nennt das eine soziale Unzuständigkeit.
Miriam: Oh, das klingt super.
Florian: Also an manchen Dingen können wir im Moment einfach nichts tun oder ich zumindest nicht. Bei manchen Dingen, ich habe wunderschöne Sachen schon gesehen, in unserer Nachbarschaft haben Leute jetzt Schilder aufgestellt, auf denen draufsteht, man kann sich gerne bei ihnen melden, wenn irgendwie Unterstützung benötigt wird. Wir haben uns auch bei unseren Nachbarn schon erkundigt, was so geht und ob die was brauchen. Wir haben zwei ganz liebe Nachbarn, die auch im Krankenhaus arbeiten. Und die natürlich in irgendeiner Form Unterstützung vielleicht brauchen und dann solche Sachen gehen natürlich und an bestimmten Sachen ist jetzt einfach nichts zu ändern als zu Hause zu bleiben oder eben dafür zu sorgen, dass in dem Rahmen, in dem wir agieren können, Sachen passieren. Und für das andere sind wir erstmal unzuständig und haben dann die Aufgabe dafür zu sorgen, dass es uns gut geht, dass wir eben auch fit sind und eben auch lustig und entspannt sind, weil das auch gut ist fürs Immunsystem.
Miriam: Und da gehört sicherlich dazu, welche Informationen lässt du in deinen Kopf, also worauf filterst du, wie sehr trainierst du jeden Tag das Gute zu sehen an der Situation, die Kleinigkeiten, die sich vielleicht im Positiven jetzt verändert haben, das Gelernte, was jetzt schon da ist.
Florian: Wie sehr nimmst du dir jetzt schon Sachen vor? Gehst du jetzt schon in die Vorfreude rein von Dingen, die du wieder tun wirst, wenn dann mal alles wieder normal ist oder wenn es sich wieder verändert hat? Ich habe mich zum Beispiel die letzten paar Tage wahnsinnig darauf gefreut. Es war wunderschönes Wetter, es war noch klirrkalt bei uns und ich habe irgendwie rausgeguckt und die Sonne hat geschienen und ich dachte mir, ins Freibad oder in den See schwimmen gehen, da habe ich diesen Sommer auch wieder Lust zu. Und mal sehen, ob es klappt oder nicht, dann ist es vielleicht nächstes Jahr, nur eben diese Vorfreude schon mal zu haben und einfach drüber nachzudenken, was wäre denn so schön. Wir haben zwei Freunde, die eine Eisdiele haben. Oh toll, was die machen. Die jetzt Eis nach Hause verschicken. In Hamburg, Volksdorf, ja. Weil das gehört zum Sommer auch dazu und dann eben auch dazu, die Wirtschaft wieder anzukurbeln oder Sachen zu machen. Das bestimmte Sachen eben auch ganz normal weiterlaufen und wir unsere Lebensqualität auch halten und sagen, zum Sommer gehören für mich kurze Ärmel, kurze Hosen und eben ein Eis dazu. Und dann kann man das eisig auch liefern lassen.
Miriam: Ich bin gespannt, wer in unserer rheinländischen Region eine Eislieferung oder eine Eisabholung macht. Ich warte darauf, wirklich.
Florian: Ich hätte auch gerne so ein Milchshake von meinem Lieblingsmilchshake-Eisdealer in Krefeld.
Miriam: Kann man schauen, was die sich einfallen lassen, damit wir zu Hause und von zu Hause aus die schönstmöglichen Gelegenheiten finden, dass wir vielleicht auf der einen Seite ein bisschen Normalität erhalten, auf der anderen Seite, und das sind diese Anker, so eine Eiscreme um diese Zeit, wenn die Sonne da ist, zählt sicher aus.
Florian: So das erste Eis ist oft bei mir im März gewesen.
Miriam: Ja, bei mir auch, bei mir auch, mit dem Fahrrad irgendwo hinfahren und Eis essen. Ja, ihr Lieben, also von daher ist es ein Podcast, der dazu anregen möchte, dass du zu Hause NLP nutzt, auch vielleicht schon ohne eine NLP-Ausbildung gemacht zu haben, im Sinne von einer stabil aufgestellten Kommunikationsfähigkeit mit dir und mit anderen. Und das nutzt aus unserer Sicht und in Florians und meiner Welt richtig, richtig viel. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann empfehlen wir dir sehr, unser Online-Training zu buchen. Das gibt es im Moment zu einem Krisenpreis. Das ist ein halbes Jahr NLP-Training, das du von zu Hause aus machst und wird für 200 Euro angeboten, im Moment für 129. Und von daher ist es eine schöne Gelegenheit, vielleicht jetzt zu sagen, Mensch, ich höre den Podcast schon so lange, jetzt kann ich das auch mal im Detail lernen. Auf der Seite shop.kontext*denken.de steht alles drauf, was du wissen möchtest vielleicht dazu, ist alles beschrieben. Jo, wir verabschieden uns aus dieser Podcast-Folge, wünschen dir weiterhin alles, alles Gute, ganz viel Gesundheit und dass dir das ein oder andere vielleicht jetzt in diesem Podcast nochmal bewusster geworden ist.
Florian: Genau. Und wir freuen uns schon auf heute Abend, weil nachher geht's los.
Miriam: Jetzt hör auf, eben gerade hatte ich mich so gut aufgestellt.
Florian: Jetzt fängst du wieder an. Ich finde, das gehört dazu, dass wir so ein bisschen, also ich bin…
Miriam: Der Florian ist aufgeregter als ich, soll ich euch das sagen? Wir arbeiten da so lange dran.
Florian: Wir arbeiten seit Ende letzten Jahres da dran, dass das jetzt kommt. Und Miriam ja schon seit über zehn Jahren und dann wir seit fünf Jahren im eigenen Unternehmen. Ich finde es total gut, dass wir jetzt so ein bisschen, dass wir das spüren. Nicht wir, nicht wir, du auch. Heute um 23 Uhr, also gestern um 23 Uhr.
Miriam: Gestern, genau, wenn der Podcast rauskommt, ist es gestern um 23 Uhr.
Florian: Das kannst du schon auf Facebook nachlesen und den ganzen Dienstag lang, falls du uns am Dienstag schon hörst.
Miriam: Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.