NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 185

NLP in der Beziehung – oh je!

Gibt’s da echt Bedenken? Was ist, wenn einer in einer Paarbeziehung NLP kann und der andere nicht?

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In dieser Folge

Darum geht es

Gibt’s da echt Bedenken? Was ist, wenn einer in einer Paarbeziehung NLP kann und der andere nicht? Vermutlich, so wäre zumindest Miri‘s These, ist das wieder eine jener Allmachtsunterstellungen, die dem NLP als großes Mysterium voranplätschern. NLP wird nach wie vor von einigen Menschen gerne als manipulative Sammlung konstruktivistischer Kommunikationsspielarten dargestellt. Als eine Möglichkeit, Menschen zu etwas zu bringen, was sie in Wahrheit überhaupt nicht wollen. Ohne, dass sie es merken. Bedenken wir bitte an dieser Stelle: Wenn Menschen nichts merken, sind sie vermutlich nur eins, nämlich tot. Von daher können wir den Gedanken gerne mal in sehr theoretischer Weise aufgreifen und behaupten, dass ein Mensch nicht merken würde, wenn er im Sinne von neuen Sprachmustern manipuliert würde. Dann wäre ja in der Beziehung auch alles gut. Einer verändert was, der andere merkt nichts, und fertig. So einfach ist es nun denn doch nicht. Und Florian und Miri sehen die Herausforderung ganz woanders. Wo, das erklären die beiden sehr gerne in dieser Podcastfolge. Viel Spaß - für alle NLP-geforderten Paarbeziehungen - und für alle anderen auch! Es geht um die Angst vor Manipulation durch NLP in der Partnerschaft und darum, was wirklich passiert, wenn einer aus dem Seminar nach Hause kommt und plötzlich alte, eingespielte Muster nicht mehr greifen. Miriam und Florian sprechen über Pacing und Leading als Grundfertigkeit, über den "Musterunterbrecher" (Miriams Bügelbrett-Kartenspiel-Geschichte) und Gunter Schmidts Rat, erstmal nach Hause zu kommen, zuzuhören und den anderen dort abzuholen, wo er gerade steht. Wenn du wissen willst, wie sich Kommunikation, veränderte Gewohnheiten und Zweisamkeit vertragen — und was der "Schüleraustausch" in einer Beziehung damit zu tun hat — findest du hier ein sehr persönliches Gespräch der beiden über ihre eigene Beziehung.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Wenn einer NLP kann und der andere nicht
  2. Wenn das Gewohnte plötzlich anders ist
  3. Was NLP wirklich ist — und was Pacing damit zu tun hat
  4. Schüleraustausch statt Skepsis

Du kommst von fünf Tagen Seminar nach Hause, voller neuer Ideen — und dein Partner hat währenddessen die Wäsche gemacht und den Müll rausgebracht. Was passiert, wenn du dann mit "Schatzi, wir verändern jetzt alles" durch die Tür kommst? Genau da liegt die eigentliche Herausforderung, wenn einer NLP kann und der andere nicht. Miriam und Florian nehmen sich die alte Manipulationsangst vor — und erzählen dabei ziemlich offen aus ihrer eigenen Beziehung.

Wenn einer NLP kann und der andere nicht

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. So, wenn einer in der Beziehung NLP kann und der andere nicht, dann ist das eine Katastrophe.

Florian: Wieso ist das eine Katastrophe?

Miriam: Alle, bei denen das so ist, wir haben noch Plätze frei im Practitioner, im NLP Practitioner im Mai und wir haben noch Plätze frei im August und wir haben noch Plätze frei im Dezember. Also holt auf, lasst euch nicht manipulieren von euren Partnern. Versteht es wenigstens, dann könnt ihr schön Kontra geben.

Florian: Du hast jetzt nicht wirklich gesagt, kommt zu uns zum Practitioner. Das ist jetzt wirklich platt für die Partner, oder was?

Miriam: Ja, das ist das Thema heute im Podcast, wenn einer in der Beziehung NLP kann und der andere nicht.

Florian: Ja und dann?

Miriam: Da ist doch der, der nicht NLP kann, ist doch total unterlegen. Dann sollte doch auf jeden Fall der in den Practitioner kommen. Das ist ein Aufruf bundesweit. Lasst euch nicht an der Nase rumführen.

Florian: Gut, dann sind wir ja durch mit dem Thema.

Miriam: Beide sollten NLP können. Hatten wir nicht einen Podcast vor kurzem, der heißt Alle sollten NLP können? Wieso fangen wir nicht in Beziehungen an? Ja, was soll ich denn sagen, wenn mir jemand so eine Frage stellt? Dann sage ich natürlich, beide oder zu dritt, wenn es ein flotter Dreier ist, alle.

Florian: Was können wir denn für einen Tipp geben an Menschen, die jetzt gerade einen Practitioner gemacht haben, nur ihr Partner oder ihre Partnerin ist sehr skeptisch und möchte das vielleicht nicht?

Miriam: So, jetzt haben wir das Thema raus. Florian hat seriös formuliert, das ist das Thema.

Florian: Jetzt echt oder was?

Miriam: Das ist das Thema. Wenn einer das kann und alles versteht und weiß und hört und merkt.

Florian: Und meine Partnerin wehrt sich.

Miriam: Gegen die positiven Gefühle. Da ist guter Rat teuer.

Florian: Das verraten wir dann im Master.

Miriam: Ich finde das Thema super. Wir haben das in unseren Seminaren, die Situation, dass wir wissen,

Florian: Im Mai wird das nochmal besonders, weil wir sehr häufig unsere Seminare am Stück geben. Das heißt, mit wenig Zeit zu Hause viel Zeit zu verbringen, weil wir gemerkt haben, dass das an vielen Stellen für viele Leute sehr praktisch ist, mal kompakt am Stück einen Practitioner zu machen zum Beispiel. Jetzt diesen Mai, da ist es besonders, da haben wir vier Wochen Pause zwischen. Also es läuft vom 1. bis 5. Mai und dann vom 1. bis 5. Juni. Und dann in den vier Wochen zu Hause.

Miriam: Begeistert zurückkommend nach den ersten fünf Tagen nach Hause.

Florian: Und dann, ich mag das so gerne, was der Gunter Schmidt dazu gesagt hat, und die Partnerin oder der Partner hat jetzt fünf Tage Windeln gewechselt, alleine, oder den Müll rausgebracht und gebügelt und Wäsche gewaschen und die Wohnung aufgeräumt und dann kommt ein hochmotivierter NLP-Jüngling oder eine NLP-Jünglingerin hinein und dann... Ja, wie mache ich Beziehungsstress?

Miriam: Schatzi, ich habe was Tolles gelernt. Wir verändern jetzt alles. Wir machen jetzt tolle neue Sachen und Gehirnexperimente und ja. Gut, also das ist die, glaube ich, die größte Sorge oder vielleicht auch die Furcht, die die Menschen haben, dass sie, wenn sie an ihrer Sprache was verändern und plötzlich mehr von anderen mitbekommen und mehr verstehen und Dinge anders betrachten wollen, dass der Partner da vielleicht nicht mitgehen will oder dass der sich vielleicht sogar sträubt oder vielleicht Kritik übt. Das kann ja auch passieren.

Wenn das Gewohnte plötzlich anders ist

Florian: Die Herausforderung habe ich immer wieder in Teams, wenn ein Teammitglied plötzlich anfängt, etwas mal anders zu machen. Also manchmal in 1 zu 1 Gesprächen, in 1 zu 1 Coaching mit Teammitgliedern habe ich es dann, dass wir ausmachen, ja, jemand... Ich arbeite viel in der IT-Industrie. Das heißt, tatsächlich ein häufiges Thema ist es, dass jemand vielleicht mal als Erster anfängt zu sprechen oder als Erster irgendwie was in die Hand nimmt und sich freiwillig meldet für irgendwas. Dass das für den einen oder die andere schon eine herausfordernde Situation ist.

Miriam: Wenn der das vorher nie gemacht hat.

Florian: Wenn der das vorher nie gemacht hat. So, jetzt macht die Person das und plötzlich gibt es auch noch Gegenwind von allen anderen im Team, weil plötzlich sagen die... Was wird jetzt? Und all die alten Muster sind über den Jordan. Und jetzt? Was machen wir dann? Das ist genau die Herausforderung auch in der Beziehung. Vielleicht ist es ja sogar eine Veränderung, die jemand mit nach Hause bringt und jetzt völlig egal, ob aus einem NLP-Seminar oder aus irgendwelchen anderen Seminaren, vielleicht ist es ja sogar eine Veränderung, die sich der Partner oder die Partnerin gewünscht hat, nur halt nicht jetzt und nicht so plötzlich auf einmal, ohne sich darauf einstellen zu können.

Miriam: Ja. Das ist doch eh die Herausforderung bei uns Menschen. Wir sind ja alle so berechenbar. Wenn wir es mal genau betrachten, sind wir alle sehr berechenbar, weil wir uns in vielen Lebensbereichen immer sehr gleich verhalten. Wir mögen eben bestimmte Dinge und bestimmte Dinge mögen wir nicht. Und es gibt Menschen, die eben nie Fleisch essen und es gibt Menschen, die nur Fleisch essen und es gibt Menschen, die... irgendwie sich besonders schick kleiden, wenn sie zur Arbeit gehen und welche, die das nicht so tun und auch das nicht so gut finden. Es gibt Menschen, die fahren Elektroautos und es gibt Menschen, die fahren andere und es gibt Menschen, die finden irgendwelche Religionen gut und andere nicht. Und wir lernen einen Menschen ja kennen, entweder als Kollege über viele Jahre, Monate, Jahre. Wir lernen einen Menschen eine Beziehung natürlich irgendwie kennen. Eine Beziehung spielt sich ein, bestimmte Verhaltensweisen spielen sich ein.

Florian: Wir haben eine Verlässlichkeit.

Miriam: Total, wir haben auch eine Verlässlichkeit im Streit. Also wir haben eine Verlässlichkeit im Guten wie im Bösen, so wie der Pfarrer das in der Kirche sagt bei der Trauung. Das heißt, viele Paare wissen ja sehr genau, welche Knöpfe sie beim anderen drücken und da kommt verlässlich Stress bei raus. Also es ist so. Und tatsächlich kann das durchaus sehr beunruhigend sein für den einen oder anderen, wenn er so einen Knopf drückt, so wie 15 Jahre. Und es kommt kein Stress, sondern es bleibt entspannt. Oder es wird sogar witzig. Und das tatsächlich macht so eine, wir würden jetzt alle sagen, ist doch toll, wenn da einer plötzlich nicht mehr an die Decke geht wie das HB-Männchen, sondern wenn da einer entspannt bleibt, fokussiert, dann, ne, das wäre doch super. Ja, nur es ist, an der Stelle wird etwas sehr Gewohntes, ist plötzlich anders. Wir kennen das alle vielleicht von so Geschichten, wir. Es gibt morgens auf dem Weg zur Arbeit, den wir zehn Jahre immer gefahren sind, gibt es auf einmal eine Baustelle und wir sind quasi genötigt, einen kleinen Umweg zu fahren und alles fühlt sich auf einmal nicht mehr so an. Ist das bei dir so? Ich kenne Menschen, bei denen das so ist. Und die kriegen richtig Schweißausbrüche, wenn ein minimales Detail des Ablaufs, das der sehr gewohnt ist, nicht mehr funktioniert. Ich kenne Menschen, die da überhaupt kein Thema mit haben. Die einfach sagen, ach... Die fahren sowieso oft neue Wege. Das sind andere Leute. Das passt jetzt auch nicht zu dem Beispiel. Nur es gibt Menschen, die fahren wirklich immer, immer, immer. Sie fahren 20 Jahre lang den gleichen Weg zur Arbeit. Das ist für Florian nicht vorstellbar. Weil Florian sorgt dafür, dass er nie den gleichen Weg zur Arbeit hat.

Florian: Doch, es gibt, nur ich probiere regelmäßig mal aus, ob die anderen Wege, die ich als nicht so sinnvoll eingestuft habe, ob die vielleicht nicht doch inzwischen viel schneller geworden sind.

Miriam: Und es gibt auch in deinem Leben, Florian, das habe ich schon mitbekommen, Augenblicke, wenn bestimmte Routinen unterbrochen werden, wo ich dich erlebe und es ist nicht der Weg zur Arbeit. Es sind andere Sachen. Also Florian ist da auch zu bekommen. Selbst jemand, der so viel Veränderung liebt, das ist so. Und wenn an solchen Stellen plötzlich Dinge anders sind, solche verlässlichen Stellen,

Florian: Ich habe noch ein super Beispiel.

Miriam: Achtung.

Florian: Wenn ein Mann jetzt ganz stereotyp in der Beziehung seit 15 Jahren keine Blumen mehr mitgebracht hat und dann bringt er mal Blumen mit.

Miriam: Da gibt es sogar Witze drüber.

Florian: Ja, genau. Das ist ein Zeichen für, da muss jemand die Schuld eingestehen oder was vergeben haben.

Miriam: Ja, zum Beispiel.

Florian: Und was für ein spannender Glaubenssatz dann oder was für eine spannende Reaktion, dass wenn wir davon ausgehen, dass jemand ein Geschenk mitbringt, der sonst nie ein Geschenk mitbringt, dass da was im Argen sein muss. Was soll das denn jetzt? Anstatt, dass wir uns über das Geschenk freuen können. Oder eben anerkennen können, dass jemand mal ausprobiert, wie das mit dem Schenken ist.

Miriam: Also es gibt diese, wir sagen so, Musterunterbrecher auf dieser Welt. Und je nachdem, in welcher Situation die stattfinden. Und wie gesagt, Beziehungen sind oft sehr eingespielt. Wer macht was im Haushalt? Wer macht was im Alltag? Über welche Themen streiten sich die Menschen in der Beziehung regelmäßig? Und welche Themen laufen einfach so durch?

Florian: Oder auch, worüber freuen sich Menschen, was ist das, was sie geübt haben, wo sie Zweisamkeit verbringen oder was sie machen.

Miriam: Ja. An welchen Stellen wird für die Beziehung gesorgt und an welchen auch nicht. Und es ist sehr, sehr cool, was passiert, wenn völlig unabhängig von NLP hier Veränderungen sind. Also wenn einer von beiden sich entscheidet, mal was anderes zu machen. Das ist wirklich spannend, weil ich habe einmal so eine Situation erlebt, ganz früh, als ich meine erste wirklich lange Beziehung hatte, da hat sich dann auch an den Abenden, an denen wir zu Hause waren, hatte sich sowas eingeschliffen, wie mein damaliger Freund hockte irgendwann vorm Fernseher und guckte irgendwie seinen Sport und ich habe im Haushalt noch alles mögliche gekruscht und meistens haben wir uns dann erst getroffen, wenn wir uns beide irgendwann zu unterschiedlichen Zeitpunkten entschieden hatten, auch schlafen zu gehen. Und ich weiß, dass ich im Esszimmer stand mit meinem Bügelbrett und habe Wäsche gebügelt. Und ich war es gewohnt, dass er zu der Zeit eben Sport guckt. Und plötzlich steht er vor mir und sagt, du, ich hätte voll Bock mal ein Kartenspiel zu spielen oder so. Und mir ist fast alles aus der Hand gefallen. Auch das Bügeleisen. Und ich meine, das ist voll die nett gemeinte Frage, nur in meinem Kopf war wie so ein Vakuum. Ich wusste nicht, was ich antworten soll. Ich spiele sehr gern Karten, by the way. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, weil das war jahrelang nicht passiert, dass in diesen Ablauf irgendetwas hineinkam, was es, ja, gab es nicht.

Florian: Und hat fast schon gestört beim Bügeln.

Miriam: Es war nicht mal das. Alles hat gestört. Oder beziehungsweise nichts hat mir gepasst. Nichts. Kein Stein hat mir auf den anderen gepasst. Weil da war sowas zwischen, der ist krank. Oder es ist was Schlimmes passiert. Und wir können doch jetzt nicht unsere Routine für ein Kartenspiel opfern. Das war wirklich so ein totaler Stau in meinem Gehirn. Ich konnte nichts sagen.

Florian: Das einzig Sinnvolle wäre gewesen, entspann dich eine Runde. Ja. Geh es mal ganz ruhig an und ganz langsam.

Miriam: Ich hatte das Gefühl, dass ich vorher echt entspannt war.

Florian: Und dann einen kleinen Schritt nach dem anderen. Ja, genau. Ja. Und sonst? Was machen wir denn jetzt als Ratschlag, wenn sowas passiert?

Was NLP wirklich ist — und was Pacing damit zu tun hat

Miriam: Erstmal schlagen wir ja schon lange nicht mehr. Auch nicht mit Rädern.

Florian: Oder mit Raten.

Miriam: Raten, wir raten auch nicht mehr, welcher Schlag jetzt passen würde. Sondern wir gehen davon aus, dass wenn Menschen sich mit, und darum geht es ja im NLP, dass Menschen lernen, ihr Gehirn besser zu benutzen mit all den Fähigkeiten, die es hat. Und das Gehirn kommuniziert eben ganz, ganz viel mit uns selbst, wir mit ihm, es mit uns insgesamt, nach außen dann mit anderen Menschen. Und Kommunikation macht das Gehirn auf ganz unterschiedliche Weise. Und NLP ist eine Form von Kommunikationstraining, die genau dort ansetzen möchte, wie wird denn Sprache im Gehirn prozessiert, also was passiert denn da genau. Und wenn sich Menschen damit befassen, dann wollen sie ja, vielleicht auch ähnlich wie sogar der Wunsch bei einem Rhetoriktraining oder bei einer Sprecherausbildung oder so, sie wollen ja etwas verändern an ihrer Sprache und meistens wissen sie auch genau wozu. Also für Vorträge, Präsentationen, für Verkaufsgespräche, Konfliktgespräche, auch in Partnerschaften. Dann weiß ja der Partner schon, meine zieht jetzt los und will ihre Sprachskills verbessern. Das heißt, die kommt bestimmt nach Hause und kann besser sprechen. Das wäre ja die Annahme, dafür würden wir auch das Geld investieren wollen, oder?

Florian: Also ich fände das gut. Oder das ist das, woran Miri und ich uns ja dann auch messen an dem Feedback, dass wir nicht vielleicht sogar direkt nach dem Practitioner bekommen, sondern das, was zwei, drei, fünf, sechs, zwölf Monate danach kommt, dass eine tatsächliche Veränderung stattgefunden hat. Dass wirklich jemand sich nochmal meldet und sagt, folgendes ist mir passiert, das beschäftigt mich seit dem Practitioner, ich habe da jetzt dran gearbeitet und jetzt endlich großes Ziel erreicht.

Miriam: Ja.

Florian: Das ist das Schöne. Das ist das, was NLP für uns auch in die Wirksamkeit reinbringt, weshalb wir irgendwann mal beschlossen haben, NLP-Trainer zu werden, weil wir solche Ergebnisse eben gesehen, selbst erlebt haben und dann auch weitergeben möchten. Und das steht natürlich im krassen Kontrast. Also das ist auf der einen Seite der Wunsch, wenn jemand zu uns kommt und auf der anderen Seite natürlich auch, wenn der erfüllt wird, dann verändern sich halt Dinge. Auch für Menschen, die drum herum leben.

Miriam: So und da kommt es ja jetzt darauf an, was du glaubst. Also wenn ich davon ausgehen würde, dass das eine positive Veränderung oder dass ich damit eine positive Veränderung herbeiführe für meine berufliche Karriere oder für deine Vorhaben, deine Projekte, deine Partnerschaft, dann würdest du ja auch mit diesen positiven Vorannahmen da rausziehen. und sagen so, jetzt kann ich noch viel bessere Liebesgedichte formulieren und ich kann viel romantischer sprechen mit meiner Liebsten, mit meinem Liebsten. Ich kann meine Gefühle noch besser zum Ausdruck bringen, was auch immer da dann eine Frage wäre oder was du dir wünschen würdest dafür. So, wenn wir davon ausgehen würden, dass NLP das kann, dann würden wir ja, und das ist das, was häufig passiert, ein Feedback bekommen von, boah, in der Beziehung läuft es viel besser. Und das ist das, was in unseren Seminaren am häufigsten geschieht. Menschen kommen danach dann auf uns zu, nachdem sie die Ausbildung gemacht haben und sagen, du lustig, ich bin ja Vertriebler und ich verkaufe jetzt viel mehr Verträge und nebenbei, komme ich jetzt auch mit meiner Frau, mit meinem Mann wieder viel besser ins Gespräch? Wir haben viel liebevollere Gespräche jetzt wieder. Wir sprechen über andere Dinge. Wir sind fast wieder ein bisschen frischer verliebt.

Florian: Ich glaube, einer der Tricks ist, dass wenn wir NLP wirklich zurückgehen an, was sind denn die Grundfähigkeiten, die jemand beherrscht, der mit NLP gut umgehen kann, dann geht es eben am Anfang auch um das Pacing und Leading. Und das sind zwei Fachbegriffe aus dem Englischen dann. Das hat was damit zu tun, dass ich mich auf einen anderen Menschen gut einstellen kann. Also erstmal mich ihm oder ihr eben angleiche, sei es in der Sprechgeschwindigkeit oder in der Art und Weise, wie Worte verwendet werden oder vielleicht auch in einer Beziehung mit der, wie gehen wir miteinander um, was ist das, was gerade passt, wie ist der Stresslevel oder der Entspannungslevel von meinem Gegenüber, wenn ich nach Hause komme, von meiner Partnerin, wenn ich nach Hause komme. und da eben drauf zu reagieren und die Menschen da abzuholen, wo sie sind und erstmal dort zu starten. Das ist eine der Grundfertigkeiten im NLP, tatsächlich wahrzunehmen, was mit diesem anderen Menschen da draußen gerade passiert.

Miriam: Und wie schön, wenn das funktioniert.

Florian: Genau.

Miriam: Und deswegen von meiner Seite aus ist es so, naja, wenn ich vom Positivsten ausgehe, was eine NLP-Ausbildung bewirken kann, dann kann sie auch Positives für die Beziehung und die Kommunikation in der Beziehung bewirken. Und wir haben auch schon den Fall gehabt, dass eben einer der Partner die NLP-Practitioner-Ausbildung gemacht hat und ein paar Wochen später hatten wir dann den anderen Teil am Telefon, der gesagt hat, nächster Practitioner. Ein Platz für mich.

Schüleraustausch statt Skepsis

Florian: Und wir haben auch den, ja wir hatten jetzt schon öfter, wir haben zumindest dann mal zu den öffentlichen Info- und Übungsabenden, wurden wir dann schon mal besucht von jemandem, der mal so schnuppern wollte oder auch mal sehen wollte, wie das so ist, was ich ja ganz nett finde. Als ich Miriam kennengelernt habe, fand ich das ganz großartig. Wir haben in den ersten Monaten unserer Beziehung, haben wir wie so Schüleraustausch gemacht. und ich durfte mal mitgehen mit Miriam zu ihrem damaligen Beruf in ihren Job rein, um einfach mal zu sehen, wer ist denn das so und dann hat sie mir ständig von irgendwelchen Kollegen erzählt und plötzlich hatte ich mal ein Bild davon und konnte mir eher vorstellen, wie die so tatsächlich sind. Vorher hatte ich ja irgendwelche Vorstellungen im Kopf und Miriam ist einmal mitgekommen zu mir in das Projekt, das ich damals hatte und hat sich auch da die ganzen Leute angeschaut und einmal gesehen, wie ich als agiler Coach dann arbeite und was da so alles passiert. und genau so ist es ja dann vielleicht auch mal einfach sich zu beschäftigen, entweder deinem Partner ein paar Sachen auch zu erzählen, wie war das denn in dem Seminar oder eben, wenn es dich interessiert, als die Person, die vielleicht auch kein Interesse daran hat, irgendeine Veränderung zu machen. oder da jetzt irgendein Seminar zu belegen, dann einfach mal ein Video zu gucken oder einen Podcast zu hören oder so, um einfach rauszufinden, wie sind die denn so, bei denen dann der Partner oder die Partnerin war. Und nicht alle Kollegen haben Podcasts nur.

Miriam: Also Schüleraustausch machen.

Florian: Wäre eine Variante.

Miriam: Gut. Um jetzt in Partnerschaften zu helfen, wo einer NLP kann und der andere nicht.

Florian: Ja. Also ich habe das tatsächlich wahrgenommen auf dem Info- und Übungsabend. Wir wurden schon beäugt von Partnern.

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: Und es waren tatsächlich auch sehr lustige Interaktionen. Manche möchten bei uns dann auch einen Practitioner machen, manche machen woanders einen Practitioner, manche sagen auch, nö, wollen sie nicht. Und das ist alles gut. Also ich nehme das als sehr großes Kompliment wahr, dass so jemand dann auch zu uns kommt und sagt, weil dann hat sich was verändert. Das ist das, was ich mir dann denke. Braucht die andere Person dann auch dazukommen? Nö. Weil wenn das mit dem Pacing klappt und jemand sich nach einem verändernden Seminar weiter auf seinen Partner oder seine Partnerin einstellen kann und sagen kann, jetzt kann ich meine Liebe noch mehr zeigen, ist das doch voll gut.

Miriam: Das wäre das Ziel. Oder das ist unser Ziel auch als Trainer, denn genau da liegt ja die große Kraft von unserer Kommunikation drin. Und das hast du auch ohne NLP schon erlebt, dass wenn du auf Menschen freundlich zugehst und verständnisvoll und wenn du anfängst Menschen wahrzunehmen, wie sie eben gerade sind oder wie ihre Situation gerade ist. Oder wenn du mit den besten Vorannahmen in eine Situation hineingehst, zum Beispiel dich positiv überraschen zu lassen von Menschen, die dir vielleicht negativ angekündigt worden sind. Und es gab diese positive Überraschung. Alle haben gesagt, oh, mit dem zu sprechen, das wird schwierig, das ist ein schwieriger Kunde, das ist ein schwieriger Patient, das ist ein schwieriger Mensch. Und du hast ihn kennengelernt, voller Herzenswärme und Herzensöffnung und hattest einen super Talk mit dem und bist danach raus und dachtest, was haben die denn alle? Der ist voll nett oder die ist voll nett und mit denen ist voll gut zu reden und da ist voll Potenzial drin. Dann ist es ja genau das, was wir im NLP utilisieren möchten. Also wo wir sagen wollen, das geht vermutlich in den meisten Situationen, weil deine Einstellung sehr maßgeblich dafür ist, wie ein Gespräch stattfinden kann. Deine mentale Aufstellung, wie positiv, wie entspannt kannst du dich aufstellen, bevor du in irgendeine Situation gehst? Wie sehr kannst du bei dir bleiben? Wie sehr kannst du dich unabhängig machen von den Gefühlen anderer Menschen und eben eher anfangen, die zu verstehen? Es gibt Situationen, in denen bringt es sehr wohl was, ein Feuerwerk an Emotionen zu zünden. Das empfehlen wir dann auch deutlich. Und es gibt welche, wo wir sagen würden, hey. Da können wir vielleicht über gezieltere Kommunikation oder besondere Sprachmuster eher für eine ruhigere, für eine entspanntere Atmosphäre sorgen. All das Positive, was in diesem wundervollen, für mich immer noch magischen Konzept von Sprache liegt, das passt am allerschönsten, finde ich, in Partnerschaft. Ich glaube, Florian und ich, zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten auf diesem Planeten, wären schon lange nicht mehr zusammen, wenn wir beide dieses Wissen nicht hätten. Und wenn wir uns immer wieder über diese Möglichkeiten der Sprache gegenseitig und uns selbst in einen entspannten, in einen humorvollen, in einen liebevollen Zustand bringen, der dann wieder dazu führt, dass wir deutlicher Lösungen finden, dass wir uns schneller berappeln.

Florian: Die Frage ist ja immer, was hättest du denn gerne, was passiert? Was ist denn das, wie würdest du es denn gerne haben? Hättest du gerne, dass du nach Hause kommst aus einem Seminar oder von einem Workshop, von einem schamanistischen Wochenende oder aus einer schwitzenden Erfahrung, was auch immer du gerne machen möchtest. Wie würdest du denn gerne begrüßt werden und wie möchtest du auch deinen Partner oder deine Partnerin begrüßen? Das sind ja die Fragen, die wir dann haben. Welche Bilder stellst du dir vor? Wie stellst du dir die Begrüßung vor? Wie stellst du dir so den ersten Austausch vor? Was ist das? Was du gerne sehen würdest, was würdest du gerne erleben oder wenn du die Stimme von deinem Partner oder deiner Partnerin hörst, was hörst du denn dann an der Stelle? Das sind ja die Sachen, weil dann kannst du anfangen im Zug auf dieses, mach doch mal was. Also tatsächlich was zu tun, um dahin zu kommen.

Miriam: Das geht übrigens auch, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst und nicht nur aus der Spitze. Manchmal ist die Arbeit verändernder. Ja, ist doch so. Also es ist ja eine Frage, die wir uns generell stellen dürfen, unabhängig davon, ob du jetzt schon eine Practitioner-Ausbildung gemacht hast oder nicht. Darum geht es nicht. Sondern es geht darum, dass du dein Leben so gestaltest, dass es für dich und die Menschen um dich herum irgendwie ein positives Gefühl hinterlässt oder während du es lebst schon hast. Wie cool ist das? Ich meine, was soll das? Was soll das Gerede drumherum? Was wollen wir Menschen denn? Wir wollen uns garantiert lieber gut als schlecht fühlen. Und Florian hat eben gesagt, tu was. Menschen tun unterschiedliche Dinge, um sich in bestimmte emotionale Zustände zu bringen und wir wissen, dass manche sich richtig viel Mühe geben, um sich ständig schlecht zu fühlen. Wir beobachten das auch. Das ist ein hartes Brot. Also ständig was zu finden dafür. Andersrum geht es auch und das ist auch in Beziehungen so. Eine funktionierende Beziehung und wir beobachten das in unserem Umfeld sehr genau. Eine funktionierende Beziehung, wo zwei Menschen sich lieben und so sehr lieben, dass sie wissen, sie wollen viele, viele, viele Tage, Monate, Jahre ihres Lebens zusammen verbringen. Da kann sowieso von außen nicht viel passieren. Wenn ich Florian und mich beobachte, wir sind super unanfällig. Es gibt sozusagen auch keinen Mann da draußen, der mich in irgendeiner Weise so beeindruckt wie Florian. Die können noch so gut aussehen, noch so charmant sein, noch so freundlich, noch so fröhlich. Sobald mein Gehirn eine Möglichkeit findet. sagt es mir. Und gleich sehe ich Florian wieder. Oh, das schreibe ich gleich dem Florian. Oh mein Florian, da kann doch weder eine Fortbildung noch so... Florian hat schon so schräge Fortbildungen gemacht. Leute, ihr wollt nicht wissen, was Florian schon alles für Fortbildungen gemacht hat. Ich bin ein Waisenknabe dagegen. Nein, ein Waisenmädel. Ich gehe auf vernünftige Fortbildungen. Ich lerne sowas wie Clean Language oder so. Also irgendwas, was zu NLP und zu Kommunikation passt. Oder ich mache Sales-Ausbildungen. Florian geht zu ganz, ganz schrägem Zeug, wenn er die Möglichkeit hat. Nicht nur. Nicht nur. Und auch Florian guckt schon wieder kritisch. Ist mir egal. Ist mir egal.

Florian: Was heißt denn hier wieder? Wenn ich, wenn ich...

Miriam: Manchmal, wenn wir telefoniert haben und Florian hat mir dann aus den Seminartagen heraus erzählt, was sie da so gemacht haben. Dann hatte ich kurz die Befürchtung, welcher Mensch da zur Tür reinkommt, wenn der nach Hause kommt. Und es war nach wie vor mein Florian. mit tollen Geschichten, mit fantastischen Erlebnissen. Das war dann so Lagerfeuerstimmung. Wir konnten uns danach den Seminaren abends zusammen hinsetzen und Florian hat erzählt und erzählt und ich habe gefragt und gefragt und ich habe nicht genug davon bekommen. Und wir haben Sachen zusammen ausprobiert, die Florian gelernt hat. Wie cool ist das denn?

Florian: Und manche Sachen waren echt grützig. Manche Sachen waren auch grützig, natürlich, woher soll man das vorher wissen? Und manche Sachen waren wirklich spektakulär und haben wir dann auch eingebaut. Und das ist halt dieses, natürlich hat es dann Veränderungen gehabt an der einen oder anderen Stelle. Und wenn ich nach Hause kam, habe ich auch immer gefragt, was Miriam gerade gemacht hat oder auch umgedreht.

Miriam: Jeden Abend, wenn wir telefoniert haben. Florian war manchmal weit, weit weg und wir haben telefoniert. Und das erste, was Florian mich gefragt hat, war, was ist zu Hause los? Was machst du gerade? Was beschäftigt dich gerade? Das sind schöne Fragen.

Florian: Weil das ist auch einer der Tricks, die Gunter Schmidt dann eben erzählt. Dann erstmal nach Hause zu kommen, nach so einer Veranstaltung und die Koffer abzustellen und wenn dann dein Partner fragt, und wie war es auf dem Kommunikationsseminar, dann zu sagen, ach Kommunikation, weißt du. Das machen wir doch sowieso den ganzen Tag. Was war denn bei dir? Wie war es denn bei dir? Und dann erstmal zuzuhören und einfach auch mal Gelegenheit zu geben, vom Müll runterbringen, was zu hören. Oder von dem Alltag, der eben stattgefunden hat, zwischendurch auch. Bei der Person, die dir vielleicht am wichtigsten ist auf der Welt.

Miriam: So herrlich. Ja, oder eben Karten spielen statt bügeln. Das geht auch. Manchmal ist das vielleicht die bessere Maßnahme. Das stimmt. Weil selbst mit viel Mühe geben, ist bügeln zu zweit, es geht.

Florian: Echt, hast du das gemacht?

Miriam: Wir haben das auch gemacht, wenn es ganz eilig sein sollte.

Florian: Einer zieht, einer...

Miriam: Das war ja mit Bandgeschichten so, wenn wir so, also ich habe ja mal in einer Band gesungen und das war der Lebensgefährte, der damit verknüpft war, wenn wir Auftrittskleidung zum Beispiel dann noch schnell vor dem Auftritt irgendwie vorzubereiten, hat einer aufgelegt. und einer drüber gedämpft und dann das nächste aufgelegt und drüber gedämpft und weggezogen und ja. Es geht schon zu zweit. Kartenspielen geht besser zu zweit, finde ich.

Florian: So. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Ja.

Miriam: Wenn es wieder heißt Die zwei Gehirne und das NLP und der Podcast. Und nächste Woche senden wir schon aus Amerika.

Florian: Oh, Florians Gesicht, es geht nach Amerika. Wir sind unterwegs.

Miriam: Ja. Wir assistieren im Trainerteam von Dr. Richard Bandler in der International Society of NLP. Und Florian liebt das Essen und die Lebensweise in den USA sehr.

Florian: Und ich nehme Miri immer mit.

Miriam: Damit ich aufpasse, dass er zwischendurch einen Apfel isst. Ihr Lieben.

Florian: Bis nächste Woche.

Miriam: Bis dann. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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