NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 199

NLP für introvertierte Menschen

Wer introvertiert geboren wird, kommuniziert nicht. Und basta?????

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In dieser Folge

Darum geht es

Wer introvertiert geboren wird, kommuniziert nicht. Und basta????? Das stimmt natürlich nicht. Menschen, die sich als „introvertiert“ bezeichnen, sprechen genauso mit anderen, wie die sogenannten „extrovertierten“ Menschen. Nur eben ein bisschen anders. Oder besser geschrieben: Kein Mensch kommuniziert überhaupt nicht. Vielleicht ist das die gute Nachricht vorweg. Nicht nur einmal, sondern in den vergangenen Wochen mehrfach, ist der Wunsch beim kontext*denken Podcast Team gelandet: Was kann NLP für introvertierte Menschen tun? Was können introvertierte Menschen tun, um besser zu kommunizieren? Wie kann ich meine Introvertiertheit in Extrovertiertheit umwandeln? Eine gewisse Zeit haben wir uns gedrückt. Jetzt tun wir's. Und wir kündigen es in den ersten Minuten dieser Podcastfolge an: Diese Folge wird eine sensible Folge. Denn (und dafür ist dieser Podcast am Ende da), wenn wir durch die Brille des „Modells von NLP“ schauen, dann gibt es „introvertierte und extrovertierte“ Menschen gar nicht. Es gibt introvertiertes und extrovertiertes Verhalten. Und hier fühlt sich der eine mehr beim einen als beim anderen wohl. Zudem würden NLP-Verwender in beiden Verhaltensweisen Stärken und Sinn entdecken. Es kommt also eher darauf an: In welchen Situationen oder zu welchem Zweck ist welches dieser beiden Verhaltensweisen besser geeignet? Und wen sollten wir dann besser für das eine oder das andere einsetzen? Miriam erzählt von 16 Jahren als Sängerin einer Coverband und dem Bedürfnis, danach still zu Hause zu sitzen; Florian von zwei Wochen allein durch die US-Nationalparks und von leisen Kollegen in IT-Teams. Es geht um Susan Cains Buch „Quiet“, um Introvertiertheit versus Schüchternheit, um das Wozu hinter Verhalten und darum, wie man ungeliebtes Verhalten trotzdem abschauen und trainieren kann. Wenn du wissen willst, wie du deine ruhige oder deine laute Seite als Stärke nutzt – statt dich in eine Schublade zu stecken –, bist du hier richtig.

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein sensibles Thema und die Sache mit den Schubladen
  2. Menschen gibt es gar nicht – nur Verhalten
  3. Der Klischee-Gaul: still in sich gekehrt oder das Leben der Party
  4. Miriam die Rampensau und Florian im Grand Canyon
  5. Stärken auf beiden Seiten – und Verhalten kann man abschauen
  6. Das entscheidende Wozu und die Frage nach dem Leidensdruck
  7. Zusammen größer aufgefächert: das Master-Skript und das Zulassen
  8. Werkzeuge, ein Cliffhanger und zwei Podcasts in einer Woche

Dreimal ist der Wunsch in der Facebook-Gruppe aufgetaucht: Was kann NLP für introvertierte Menschen tun? Miriam und Florian haben sich lange davor gedrückt — und steigen jetzt trotzdem ein. Sie erzählen dabei ungewohnt persönlich: von 16 Jahren auf Rockbühnen und dem Wunsch, danach nur noch daheim Wetten, dass zu gucken, von zwei Wochen allein durch die USA und von der Frage, was passiert, wenn du dich selbst in eine Schublade steckst. Wenn du dich irgendwo zwischen "still" und "Rampensau" verortest, findest du hier eine andere Brille.

Ein sensibles Thema und die Sache mit den Schubladen

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Das ist heute ein sensibles Thema.

Florian: Ein sensibles, ein hochsensibles Thema, würden manche Menschen sagen.

Miriam: Na ja, also ich möchte da schon behutsam mit umgehen, weil das ist ein Thema, das sich ein Mitglied aus der Gruppe, aus der Facebook-Gruppe gewünscht hat, in der wir momentan einmal in der Woche ein freies, kostenloses Training geben. Und du kannst dich da reinklicken, wenn du möchtest. Es ist unfassbar schön, was die Menschen dort schreiben, wie die sich mit NLP befassen, ohne jemals NLP gemacht zu haben zum größten Teil. Ist für Anfänger geeignet, du bist eingeladen ohne Vorwissen. Und auf Facebook kontext*denken, Training at Home, da findest du uns.

Florian: So, was ist denn jetzt das Thema heute?

Miriam: Und das Thema, das der oder diejenige gepostet hat als Wunsch für ein Training ist, was kann NLP für introvertierte Menschen tun? Also grundsätzlich das Thema introvertiert und ich habe zuerst gedacht, nee, das machen wir nicht, das machen wir weder in einem freien Training noch behandeln wir das in einem Podcast. Jetzt wurde es allerdings zum dritten Mal gepostet.

Florian: Wir haben auch jemanden in unserem Trainerteam, der eher oft, und das ist ja schon das Spannende, sind das zwei Pole und Menschen sind entweder introvertiert oder extravertiert oder extrovertiert. Also kann ich nur das eine oder das andere sein oder ist das so ein Kontinuum und die Menschen sortieren sich irgendwo da drin ein? Miriam und ich sind jedenfalls an unterschiedlichen Stellen unterwegs, habe ich den Eindruck.

Miriam: Absolut. Jetzt dürfen wir vielleicht vorweg sagen, dass wir gerne, und das sind wir, egal um was es geht, also auch wenn es um ganz andere Themen geht, sind Florian und ich vorsichtig mit so Schubläden. Also mit Kommoden, wo Schubladen dran sind, dann machen wir das auf, dann tun wir was rein und machen es wieder zu.

Florian: Der Vorteil an den Schubladen ist, wenn man die Menschen mal reingesteckt hat, dann weiß man sehr genau, wie man mit denen umgehen darf.

Miriam: Das wäre die Idee, gell?

Florian: Also so lehren wir auch zum Beispiel die Meta-Programme. Eine Idee aus dem NLP, dass wir eben auch bestimmte Verhaltensweisen an Menschen erkennen können, dass die in ein Muster reinfallen und wir dann sagen können, ah, wenn ich dieses Muster entdecke.

Miriam: Ja, genau.

Florian: Dann habe ich ein Rezept, um damit umgehen zu können. Und der Vorteil ist natürlich, wow, das nimmt diese ganze Komplexität, die da draußen in der Welt ist, all diese vielen Dinge, reduziert das runter auf einfache Handlungsanweisungen.

Miriam: Und das wäre ja super. Also wenn wir einfach, ja, das wäre Knall für Verkäufer, für Mütter, für Väter, wenn wir solche Rezepte hätten, wenn wir einen Menschen scannen können und könnten sagen, so ist der und dann wissen wir genau, wenn wir das erkannt haben, sagen wir die und die Satzkombinationen und dann spurt der. Ja. Und ich glaube, dass manche das wirklich sich von Herzen wünschen würden, weil das würde bedeuten, viel weniger Interaktion zu haben, viel weniger Aufwand, viel weniger Gedankenzeug. Und was mich sozusagen an dieser Frage, oder das ist ja keine Frage, das ist ein Auftrag regelrecht. Was kann NLP für Introvertierte tun? Da gibt es ein paar spannende sprachliche Punkte drin. Weil das NLP fast schon genommen wird wie ein Mensch. Also als wäre NLP so eine gute Fee, die was tun kann. Und NLP selbst kann überhaupt nichts tun. NLP kann getan werden. Also NLP ist etwas, was Menschen tun.

Florian: Also die nächste Stufe dieser Frage wäre, was kann ich mit NLP für... Ja und dann sehr spannend, ne? Wie kann ich mir mit NLP helfen, wenn ich eher introvertiert bin? Oder wie kann ich anderen Menschen, die eher introvertiert sind, mit NLP helfen? Das hätten wir schon zwei Fragen jetzt im Raum.

Miriam: Ja, weil das NLP an sich nutzt gar nichts, wenn du es nicht anwendest. Mit NLP-Technik, ja. Wirklich, der Hesse in mir wird sofort sagen, dann kannst du den Podcast jetzt wieder ausschalten. Was?

Florian: Nein, bleib dran. Darf das Motto sein hier.

Menschen gibt es gar nicht – nur Verhalten

Miriam: Und dann der nächste Teil dieser Frage oder dieser Aufforderung ist dieses Wort, und da dürfen wir jetzt ein bisschen NLP-spezifisch werden schon, die Introvertierten. Und auf der anderen Seite vielleicht irgendwo ganz weit weg davon, die Extrovertierten und dann irgendwo so ein Mittelfeld, die nicht ganz so extrovertiert, nicht ganz so introvertiert sind. Und immer da, wo das Wort ist oder ich bin oder die sind im Boot ist, da gehen bei einem ausgebildeten NLPler ein paar Alarmglöckchen an. Weil wir sprachlich da sehr wach sein wollen, was ein Mensch da mit sich macht. Was bist du? Wer oder was bist du?

Florian: Weil was auch immer du dir vorstellst jetzt unter Introvertiertheit oder Extrovertiertheit oder Extravertiertheit, es geht tatsächlich ja beides, was auch immer du dir da im Moment darunter vorstellst, wenn du jetzt sagen würdest, ich bin halt ein Extrovertierter, dann hieße das in der Formulierung ja auch gleichzeitig eben kein Introvertierter zu sein und das wiederum heißt, dass vielleicht viele positive Eigenschaften von jemandem, der introvertiert ist, gar nicht im Bereich des Möglichen liegen. Das ist das, was wir meinen, wenn wir uns selber in so eine Box setzen und uns die auswählen, dass uns vielleicht die Box nebenan nicht mehr zur Verfügung steht. Zumindest in dieser Metapher drin dann.

Miriam: Ja, dass wir uns sehr eingrenzen dadurch und unserem Gehirn auch Möglichkeiten nehmen, sich zum Beispiel zu entwickeln in eine bestimmte Richtung. Und das, was wir jetzt in diesem Podcast tun, deswegen ist es ein sensibles Thema für uns.

Florian: Ein hochsensibel... So wie viele Introvertierte sich vielleicht sehen.

Miriam: Ja, oder auch wenn jemand sagen würde, ich bin ein Hochsensibler, das ist übrigens genau das Gleiche. Wir können das runterbrechen bis auf, ich bin ein Vater, ich bin eine Mutter, ich bin ein Trainer, ich bin ein Bäcker, ich bin ein Musiker. Das sind alles Boxen, in die wir uns setzen und was wir jetzt tun in diesem Podcast, ist ein Angebot machen an dich, dein Verständnis vielleicht an der Stelle ein bisschen zu dehnen oder eine andere Brille zu haben, die du aufsetzen kannst, wenn du möchtest, um da drauf zu gucken. Es gibt da draußen sehr viele Angebote, das weiß ich, auch noch aus meinem Studium und wir haben auch eben in der Vorbereitung auf dieses Thema nochmal geschaut. Wenn sich jemand für introvertiert erklärt hält oder das auch schon von anderen bestätigt bekommen hat, dass das so ist, andersrum genauso. Wenn also jemand sich jetzt für sehr extrovertiert halten würde und so. Und wir machen jetzt eins von vielen. Das heißt nicht, dass wir sagen, das ist der Weisheit letzter Schluss oder es gibt nur dieses eine. Wir machen das ganz selten. Wir dürfen im Podcast ja auch Sachen einfach herunterbrechen.

Florian: Ja, genau. Und zum Verständnis ist es vielleicht auch sinnvoller, in schwarz und weiß erstmal zu malen und dann mit der Zeit in die graue Töne reinzukommen.

Miriam: Ja. Also im NLP würden wir eben sagen, du bist nicht irgendetwas, sondern wenn schon, dann bist du relativ vieles. Also was bist du alles?

Florian: Oder du tust eben Dinge.

Miriam: Oder du tust eben Dinge, denn wenn wir von Introvertiertheit und Extrovertiertheit sprechen, dann haben wir ja auch hier schon wieder einen Fall im NLP, wo wir sehr aufmerksam sind. Es würde ja so sein, als könnte ich mir Introvertiertheit in einem Laden kaufen. Als wäre das etwas, was ich irgendwo finde auf der Straße, was ich mir überziehe oder was ich mir aneignen kann.

Florian: Oder wir sind eben bei diesem, es ist halt angeboren, ne?

Miriam: Es ist ja alles angeboren, es ist nichts zu machen, ne?

Florian: Wenn es ein Verhalten wäre, dann wäre es ja, selbst in den Verständnissen vieler Menschen da draußen, die sich noch nicht viel mit Themen beschäftigt haben, bei Verhalten gehen viele davon aus, ja das kann ich lernen, wenn es angeboren wäre, ist es halt da oder auch nicht, ne?

Miriam: Ja, also wenn es ein Talent wäre sozusagen, könnte man ja auch von ausgehen, das ist ein großes Talent.

Florian: Boah, das wird ganz schön, boah. Ja.

Miriam: Also wir setzen da mal an. Warum nicht? Ein Denkologie-Podcast. Ich will den auch gar nicht so philosophisch aussuchen lassen. Wir wissen ja auch, dass wir ein paar sehr professionelle NLP-Hörer haben. Die wollen ja auch abgeholt sein. Jetzt gehen wir mal einen Schritt zurück.

Der Klischee-Gaul: still in sich gekehrt oder das Leben der Party

Florian: Wir dürfen glaube ich mal darüber sprechen, was unser Verständnis von introvertiert ist.

Miriam: So, was würden wir denn für diesen Podcast jetzt mal wählen?

Florian: Also was wäre, und dann machen wir den Sprung einfach schon ins NLP rein, was wäre denn Verhalten, was wir eher als introvertiert bezeichnen würden?

Miriam: Also ich habe da Vorstellungen von und ich habe eine spezielle Perspektive da drauf. Ja?

Florian: Sag mal.

Miriam: Wenn mein Gehirn sowas, also einfach aus der Lameng sozusagen heraus machen würde, wie da zeigt jemand introvertiertes Verhalten, dann wäre der nicht besonders kommunikativ. Der wäre nicht besonders stark vernetzt auf Anhieb.

Florian: Sowas wie still in sich gekehrt.

Miriam: Sowas wie still in sich gekehrt. Ja, ich habe da diesen irgendwo still vor sich hin denkenden Menschen, habe ich da in der Birne. Wenn ich den Klischee-Gaul loslasse, dann geht das so. Beim Extrovertierten, wenn ich da denke, auch ein Klischee-Gaul, den kann ich erstmal lostreiben, das wäre der, der eben sofort im Raum auffällt durch ganz viel Kommunikation, der mit jedem schon mal gesprochen hat in den ersten fünf Minuten.

Florian: Also das Leben auf der Party ist.

Miriam: Genau, der auch so ein Stück weit Rampensau ist, also der sich auf die Bühne stellt, der das genießt, wenn andere ihn begucken. Das wäre für mich das Extrovertierte, das Klischee, so Stereotyp. Während ich das sage, kommt bei mir schon Übelkeit auf mittlerweile. Früher hätte ich das sehr ernst gemeint.

Florian: Miriam und ich verhalten uns da sehr unterschiedlich. Und wir sind da tatsächlich von unserem Naturell her sehr unterschiedlich. Oder von dem, wie wir uns verhalten, wie wir bestimmte Situationen gerne mögen oder auch nicht so. An vielen Stellen sind wir uns sehr ähnlich und an der einen oder anderen mag Miriam Sachen, wo ich sage, das wird auch vielleicht nie wieder meins in diesem Leben, möchte ich einfach nicht. Und ich glaube auch umgedreht. Und das hat für mich schon viel mit diesem introvertiert sein oder introvertiertes Verhalten an den Tag legen zu tun. Vor ein paar Jahren, ich erinnere mich da noch relativ gut dran, weil in der IT-Industrie, in der ich ja weite Teile meines Lebens verbracht habe, also viel mit Softwareentwicklern, mit Programmierern, sich viele einsortieren würden in dieses Introvertierte. Also die wollen ihre Ruhe haben, die mögen es auch mal allein zu sein, die mögen so intellektuelle Puzzle, also alles, was dieser Klischee-Gaul vielleicht hätte. Die sitzen gerne stundenlang vorm Computer, da braucht gar kein anderer Mensch vorbeikommen. Und mindestens aus dieser Innensicht heraus ist das für die nicht kaputt oder ist nicht defekt, da ist nichts zu reparieren an der Stelle, sondern das ist einfach was, was ihnen Freude bereitet. Und manchmal wird natürlich aus einer anderen Sicht an die herangetragen, dass die doch auch mal sich sozialisieren sollten und auf Partys gehen sollten.

Miriam: Oder der Chef sagt, mach du doch mal die Präsentation morgen.

Florian: Und manche Menschen mögen das einfach nicht. Und dann dürfen wir eben sehr gut auch im Coaching unterscheiden, ist das tatsächlich eine Präferenz, wo jemand sagt, ich könnte das schon und du kannst ja einfach den Schalter umlegen und kannst dieses Verhalten einfach mal an den Tag legen, nur es macht halt trotzdem keinen Spaß. Das ist sowas wie... ähm, Buhl spielen für mich zum Beispiel. Das ist einfach nicht, das reizt mich nicht. Oder Schach spiele ich auch nicht wirklich gerne. Für Go kann ich mich begeistern. Schach finde ich einfach, jo. Und jetzt einer unserer beiden Jungs spielt einmal in der Woche Schach in der Schule und findet es ganz toll, das zu machen. Und für mich ist das so ein Spiel, boah, okay. Also ich kann die Regeln und wenn es sein muss, mache ich das auch. Und wenn muss.

Miriam die Rampensau und Florian im Grand Canyon

Miriam: Ich glaube, alle Menschen haben das. Was ich so an Feedback bekomme jetzt seit fast 50 Jahren in meinem Leben, ist, dass ich ja wohl eher eine Rampensau wäre und eher extrovertiert. Und in meinem Leben spielt die Bühne und die Kamera eine große Rolle. Und ich habe da auch Spaß, also ich habe da einen Riesenspaß dran. Und ich habe eine ganz andere Seite, die Menschen nicht so kennen. Und die wahrscheinlich dafür sorgt, dass Florian und ich wirklich sehr, sehr gut auch klarkommen miteinander, weil ich nämlich auf der anderen Seite dringend Zeiten brauche, wo ich allein bin oder mit nur ganz wenigen Leuten. Und ich bin zum Beispiel, was viele glauben würden, wenn sie mich kennenlernen, ich bin überhaupt keine Partymaus. Kein bisschen. Ich initiiere keine großen Partys und ich gehe auch sehr ungern auf große Partys. Und es ist sehr spannend, dass es sozusagen in einem Menschen beides geben kann. In Zeiten, als ich mit der Band unterwegs war, ich habe mal 16 Jahre lang in einer Rockband, in einer Coverband gespielt, das war eine Dienstleistungsband, wir wurden dafür bezahlt, dass wir vier Stunden lang Party machen mit den Leuten, in Zelten, in großen Hallen, auf großen Plätzen, mit tausenden von Menschen, sehr laut, sehr Party, sehr, sehr, sehr viel Volk. Und dadurch, dass ich fast jedes Wochenende unterwegs war auf irgendwelchen Bühnen, waren die Wochenenden, wo ich frei hatte, da war ich heilfroh, wenn ich zum einen keine Einladung von Freunden abzusagen brauchte, weil hoffentlich keine kamen, weil das Schönste und Größte für mich war, einfach zu Hause zu hocken und Wetten, dass zu gucken. Das können Menschen nicht nachvollziehen. Wir hatten auch andere Leute in der Band, die an den freien Wochenenden dann endlich mal selber feiern gegangen sind. Es war für mich völlig unverständlich, dass die sich das, was wir an jedem Wochenende beruflich zu tun hatten, dann auch noch in ihre Freizeit geben. Das Getöse, das Gedonner. Damals wurde geraucht in diesen Hallen. Also das ist nicht vorstellbar, was wir uns da auch zum Teil ausgesetzt haben. Und es ist bis heute so bei mir. Wenn ich die Möglichkeit habe, mich zurückzuziehen, mache ich das sofort. Dann schreibe ich. Ich schreibe stundenlang. Da bin ich völlig in dir drin.

Florian: Was tatsächlich eher da reinpassen würde auch und vor ein paar Jahren kam eben dieses Buch heraus, Still oder Quiet im Englischen von Susan Cain, wo sie... wo sie den Unterschied zieht zwischen, wie viel externe Stimuli kann jemand sozusagen vertragen und wo werden Batterien aufgeladen? Werden die Batterien eher aufgeladen in Hochstimulus-Umgebungen, also da, wo viel draußen passiert? Oder werden die Batterien eher da aufgeladen, wo im Außen sehr, sehr wenig passiert? Und wo einfach eine Ruhe da sein darf? Und... das ist die Unterscheidung, die wir dann auch wählen für uns. Was ist das? Möchte jemand eher in der Ruhe Dinge finden oder in einem abgeschiedenen Raum, vielleicht mit ganz wenigen Menschen oder eben mit vielen Menschen sich erholen, so wie auf eine Party gehen und dann eben viel belebter da herauszukommen?

Miriam: Macht es überhaupt Sinn, Menschen für ihr Verhalten, das ihnen gut tut, also dass Menschen gut für sich sorgen? Wir sind nun mal alle total unterschiedlich. Dass Menschen erkennen in ihrem Leben, dass ihnen Ruhe und Stille am besten tut. Ich habe dieses Beispiel so häufig in unseren Seminaren, dass es für mich vollkommen okay ist, in meiner Sicht der Welt, und das ist jetzt völlig meine. Wenn jemand das ganze Leben auf einem Felsvorsprung im Himalaya oder in der Rhön sitzt, mit einem Lendenschurz aus Baumwolle, sich zweimal am Tag ein paar Körner bringen lässt...

Florian: Die Vorstellung in der Rhön ist voll gut, ey. Ist voll gut, ne? Dass da so ein Schüsselchen Reis vorbeigebracht wird von den ansässigen Bauern.

Miriam: Ne, da wird was anderes vorbeigebracht. Da wird halt Kafferflocken vorbeigebracht und meditiert für den Weltfrieden. Das ist für mich vollkommen... Wenn ich demjenigen anmerke, dass der dabei der glücklichste Mensch der Welt ist, dann freue ich mich von Herzen, dass wir diese ganze Vielfalt haben. Und genauso freue ich mich, wenn ein Mensch, der... wer das kann und liebt, vor anderen, mit anderen zu sein, sich total stark zu vernetzen und so, wenn der sein Glück findet dabei und seinen Bedürfnissen da ein Stück weit auch nachkommt und weiß, wo er sich das holen kann, also dass er eben auch viele Menschen trifft und dass er auf Partys geht oder auf Events und wie auch immer das dann aussieht für den Einzelnen, wie cool. Ja. Wie cool. Und ich glaube, wo es mangelt da draußen ist, an einer Freundlichkeit erstmal zu sich selbst und dem Anerkennen, dass was auch immer in deiner Persönlichkeit vielleicht stärker ausgeprägt ist als bei anderen, dass das eine Stärke sein könnte. Was ist denn das Gute daran? Und es gibt ja auch gerade in diesem Buch Quiet, ist ja auch eine Stärkenaufzählung drin von diesen sich introvertiert verhaltenen Menschen und den sich extrovertiert verhaltenen Menschen.

Stärken auf beiden Seiten – und Verhalten kann man abschauen

Florian: Also oftmals ist dieses analytischere oder dieses Probleme angehen, dieses eben Nachdenken ist oftmals eine Fähigkeit von eben Introvertierten und auch dieses Umgehen mit der Unterschiedlichkeit der Menschen oder eben auch gemeinsam Lösungen finden im Sinne von, da ist genug Raum auch, dass andere ihre Meinung einbringen und wie mit mehreren Menschen zusammen gemeinsam eine Lösung entwickelt werden kann. Auf der anderen Seite hat jemand, der eher extrovertiert ist oder der da seine großen Stärken hat, dann eben die Möglichkeit, sehr schnell Dinge zu tun und sehr schnell in Prozesse reinzukommen, andere auch einfacher zu begeistern. Also das ist ja das, was an charismatischen, extrovertierten Führungskräften... auch das Tolle ist, dass die begeistern können, dass die sich vor so eine Gruppe stellen und dann hinterher sind alle motivierter und alle haben Bock irgendwie jetzt was anzufangen und dieser Funken der Begeisterung springt wirklich über. Nur, das ist natürlich auch die Herausforderung, wie viel Raum ist denn dann noch für andere Ideen an dieser Stelle und wie lässt sich da sinnvoll jemand einbinden, der vielleicht hinten in der ganz letzten Reihe sitzt und der eine tolle Idee hat, nur eine leise Stimme. Und das ist das, wo eben möglicherweise eine sehr gute Brücke geschlagen werden kann und wir die Möglichkeit haben, die Chancen und die Fähigkeiten von dem einen und den anderen zu nutzen. Was ich am NLP dann sehr gerne mag, ist, dass wir eben anfangen, das als Verhalten zu sehen und das ist das Erste, wie die Brille des NLP, dieses Modell des NLP und wie wir damit auf die Welt schauen, Introvertierten, also Menschen, die sich selbst als introvertiert bezeichnen, wie die unterstützen kann. An der Stelle eben einfach ein Verständnis zu schaffen, das ist ein Verhalten. Und ein Verhalten kann ich mir von anderen Menschen abschauen. Dann kann ich mindestens mal so tun, in bestimmten Situationen, als wäre ich auch extrovertiert.

Miriam: Oder du kannst mal die Verhaltensweisen von Extrovertierten ein Stückchen weit kopieren, ne? Könntest du. Und andersrum genauso.

Florian: Das ist, und wirklich, also wenn Miriam jetzt so erzählt, dann sind wir vielleicht eher im Kontrast, sozusagen ist sie die Extrovertierte von uns und ich bin eher der Introvertierte im Vergleich. Und vielleicht sind wir beide relativ weit verschoben sogar. Nur, ich kann dieses Verhalten abmodellieren. Also ich kann an Stellen so tun, dass mir Menschen sagen würden, ne, doch. Und das hat was damit zu tun, dass viele Menschen auch Schüchternheit und Introvertiertheit gleichsetzen. Und das braucht gar nicht so der Fall sein, sondern es können auch Menschen, die super gerne auf Partys sind, können auch echte Herausforderungen damit haben, andere Menschen anzusprechen und so diese typischen Schüchternheitsthemen haben.

Miriam: Extrovert, ja genau, können das haben, genauso wie andere. Also wir dürfen auch Begrifflichkeiten hier natürlich nicht durcheinander werfen, das ist klar und eben bei diesem Klischee-Gaul aufpassen, dass der nicht so schnell galoppiert mit uns, weil wir dann so schnell dazu neigen, diese eine Schublade aufzumachen und da einfach einzutüten und das wollen wir wirklich vermeiden. Dadurch, dass wir es als Verhalten betrachten, also etwas, was Menschen tun, ein introvertiertes Verhalten. Ich sage es einfach mal an die Hörer, die sich eher auf die eine oder auf die andere Seite einordnen würden jetzt. Wenn du dein introvertiertes oder extrovertiertes Verhalten mal jetzt genauer betrachtest für dich, während du diesen Podcast hörst, was würdest du denn da so für klassische Verhaltensweisen bei dir finden, wo du sagst, das gehört dazu, das ist das Verhalten, was da dazu gehört. Und da wird es ja spannend. Also was würde ich, wenn Florian sagt, ich würde jetzt von außen betrachtet eher auf die extrovertierte Seite gehören, wie weit auch immer nach außen. Dann würde ich mich jetzt fragen dürfen, was genau an meinem Verhalten ist klassischerweise für mich ein extrovertiertes Verhalten? Also ja, ich habe deutlich einen Hang zur Bühne, ich habe kein Thema, mich vor andere zu stellen und die zu begeistern, mitzunehmen, die zum Lachen zu bringen, Geschichten zu erzählen, was auch immer. Ja, ich docke relativ schnell an. Also ich komme schnell mit Menschen ins Gespräch. Und dann reden wir über Gott und die Welt. Also ich kann mit denen über den neuen Strickpullover sprechen, genauso wie über das große politische Thema, was es gerade gibt.

Florian: Machen wir uns hier jetzt nackig, oder was?

Miriam: Ich mache mich jetzt hier gerade nackig.

Florian: Muss ich dann auch.

Miriam: Und dadurch habe ich auch ein relativ gut ausgebautes Netzwerk. Das heißt, zu jedem Thema könnte ich aus meinem Leben irgendeine Adresse ziehen, wo ich sage, ach guck mal, den kenne ich doch noch von damals, der könnte mir da helfen oder der weiß ich, der kennt sich damit aus, zu fast allen Themen. Das sind so klassische Attribute, die ich einem extrovertierten Menschen zuschreiben würde, mit Klischee-Gaul im Rücken, wo ich sage, ja, das ist ein Verhalten, das ich von mir kenne. Wie wäre das denn bei dir mit dem introvertierten Verhalten?

Florian: Ich unterhalte mich am liebsten mit Menschen über Themen, die wir beide dann spannend finden und tatsächlich mehr Tiefgang. Also wenn wir uns jetzt hier schon so nackig machen, dieses Ding, mit dem ich über das Wetter unterhalte, mache ich nur, um für andere Menschen Stille zu füllen, wenn ich das Gefühl habe, das tut ihnen jetzt gerade gut, dass wir uns über irgendwelchen Quatsch unterhalten. Also das ist für mich eine reine Andock-Geschichte und auch tatsächlich eine sehr bewusste Wahl. Und das ist was, wo NLP für mich auch die Techniken dazu geführt haben, dass ich solche Dinge tue. Und dann sind wir in den Grundtechniken vom NLP auch drin oder in diesen Überlegungen, wie Kommunikation auch zwischen Menschen funktioniert. Es ist ja die Person, die flexibler ist oder wenn ich was möchte in einem kommunikativen Umfeld, also im Gespräch mit jemandem oder auch in einer längeren Beziehung mit jemandem, sei es mit meinem Chef oder mit Kollegen, in der Projektbeziehung oder eben auch in der Partnerschaft zu Hause.

Miriam: Also wer flirtet, kommt weiter, möchte ich mal sagen.

Florian: Da ist es eben durchaus sinnvoll, wenn ich mich auf die Vorlieben meines Gegenübers einstellen kann.

Miriam: Gut, jetzt waren wir ja immer noch bei den klassischen Verhaltensweisen von dir. Das eine war nur über tiefsinnige Themen. Also wenn du die Wahl hättest, würdest du nicht mit anderen über das Wetter sprechen, sondern über die wichtigen tiefsinnigen Themen. Und sonst auch nicht. Also sonst ist kein Gespräch nötig. Was ist noch klassisch für dich?

Florian: Klassisch? Ich brauche tatsächlich, also selbst im Vergleich mit Miriam brauche ich sehr wenig Menschen um mich.

Miriam: Ja, das stimmt. Florian braucht noch viel, viel, viel weniger Menschen.

Florian: Also tatsächlich, das sind so die Hauptdinge. Ich kann mich sehr, also tatsächlich, deswegen haben wir ja auch eine Bibliothek bei uns. Ich setze mich sehr gerne mit einem Buch hin.

Miriam: Oder versinkst in Computergeschichten da. Und zum Beispiel, das ist super schön für mich, weil wenn ich auf Reisen bin und Florian und ich sind nicht gemeinsam, ich mache mir im Gegensatz zu anderen Frauen, die haben mir das schon erzählt, die machen sich dann Sorgen um ihren Partner.

Florian: Echt jetzt?

Miriam: Ja, ich nicht. Also ich weiß, dass Florian diese vier oder fünf Tage, in denen wir getrennt sind, also ich glaube, dass er mich vermisst und ich weiß genau, dass der die auch genießt. Also dass da voll ein Genussmoment drin ist, dass wirklich mal keiner quatscht. Den ganzen Tag nicht. Und es ist total cool, dass ich ihm das durch unsere Jobs dann auch ab und zu mal liefere. Sonst würde ich es wahrscheinlich nicht tun, weil ich liebe Florian zu sehr.

Florian: Vor ein paar Jahren war ich auf einer wunderschönen Reise, mehrere Tage paddeln durch den Grand Canyon. 15 Tage sind wir den Grand Canyon runtergepaddelt mit einer Gruppe an Freunden. Und danach war so die Frage, was tun wir denn jetzt? Und ich fand das so entspannt. Ich habe mir einfach einen Mietwagen genommen und bin noch fast zwei Wochen alleine durch die USA gefahren.

Miriam: Zwei Wochen ganz alleine?

Florian: Von Nationalpark zu Nationalpark getingelt. Ich bin auch mal kurz nach Las Vegas reingefahren und nach einem Tag bin ich da auch wieder rausgekommen.

Das entscheidende Wozu und die Frage nach dem Leidensdruck

Miriam: So und jetzt kommen wir zu einer spannenden Stelle, die wir im NLP auch richtig, richtig ernst nehmen. Manchmal nehmen wir auch Sachen ernst. Und das ist das Wozu. Das hast du vorhin schon so ein bisschen angesprochen in dem, warum würdest du mit Menschen übers Wetter sprechen? Und da ist ja dann eine Intention drin, es ist etwas, also da sind wir dann beim Verhalten. Florian kann das introvertierte Verhalten mittlerweile sehr spielerisch und sehr natürlich auch verändern, wenn das wozu klar ist.

Florian: Genau, wenn ich mit denen reden möchte und dann sind wir genau eben an diesem Punkt, wenn ich mit jemandem in Kontakt kommen möchte, dann verstehe ich, dass es wichtiger ist, dass ich mich an das kommunikative Verhalten vom Gegenüber anpasse, als dass ich meinen Stiefel fahre. Also nur weil ich das gerne mag, gleich relativ tief einzusteigen in Gespräche und ansonsten lieber nichts zu sagen und dann tatsächlich auch irgendwas zu lesen oder irgendwas anderes zu machen. Ich weiß, dass es da Menschen draußen gibt, denen das gut gefällt, sich mit mir über alles mögliche zu unterhalten und tatsächlich anzudocken an der Stelle. Und dann mache ich das halt. Also dann kann ich ja diese Flexibilität an den Tag legen und das zu trainieren, dafür wach zu sein, wie ist denn das Gegenüber eingestellt. Manchmal haben wir auch Teilnehmer im Seminar, die nochmal ganz woanders unterwegs sind oder ich hatte auch in Coaching-Aufträgen schon Teilnehmer, die deutlich herausfordernd sind, also wo wirklich die nicht wirklich viel mit Teams, anderen Menschen oder sonst irgendwas zu tun haben und wo die, bei denen die Einbindung in ein Meeting, da habe ich mir tatsächlich sehr viele Gedanken gemacht und im Zweiergespräch eben auch überlegt, wie können wir das denn so gestalten, dass die wertvollen Hinweise und dieses sehr Schlaue, was solche Menschen ja manchmal haben, als Impuls reinkommt und es gleichzeitig nicht diese Tortur sein braucht, die sind dann drei Stunden irgendwie in einer lauten Umgebung für sie gefangen. Also ich hatte schon mindestens zweimal sehr extreme Menschen in Teams drin, wo jegliches in einem Teamraum sein super anstrengend war.

Miriam: Wenn es keinen Leidensdruck gäbe in diesem Bereich, dann wäre diese Frage nicht dreimal gepostet worden in der Facebook-Gruppe. Das heißt, vermutlich gibt es, und das wissen wir ja, das ist eine Welt, die aus Feedback besteht. Also alles, was du tust, im Großen wie im Kleinen. Du bekommst ein Feedback da drauf. Entweder von dem Boden, auf dem du läufst, oder eben von den Menschen, mit denen du kommunizierst. Wenn du ein Steinchen ins Wasser wirfst, dann macht der eben Kreise. Also wir können nicht kein Feedback bekommen. Wir bekommen immer ein Feedback. Du bekommst sogar ein Feedback von dir selbst. Und dieses Feedback, was da eben kommt, das... Wenn das ständig wäre, zum Beispiel von einem Chef, der sich eher extrovertiert verhält, einem introvertiert sich verhaltenen Mitarbeiter gegenüber. Jetzt mach doch auch mal, jetzt mach doch mal eine Präsentation, jetzt geh doch mal da raus, jetzt kümmere dich doch mal, dass wir auch ein bisschen Social Media Content bekommen oder was weiß ich. Und es ist... überhaupt nicht das, was innerlich Freude bereitet oder wo so ein bisschen Begeisterung für zu erzeugen ist. Dann kann ich das verstehen, dass das wirklich auch zu Leidensdruck führen kann. Andersrum übrigens genauso. Also einem Extrovertierten das völlig zu verbieten. Einem Extrovertierten zu verbieten, dass der auf eine Bühne darf oder dass der mal präsentieren darf oder dass der mal was vortragen darf oder dass der sich mal einen Mittelpunkt stellen darf. Das ist genau so andersrum. Wenn jetzt also diese Situation da wäre, es gäbe ein wozu. Also es gäbe zum Beispiel, um im Beruf weiterzukommen, um die Karriere voranzutreiben in einem Beruf, der dir Freude macht, gäbe es ein deutliches, darum wäre es gut, wenn du ein extrovertierteres Verhalten an der einen oder anderen Stelle an den Tag legst. Dann fragen wir im NLP, was kannst du tun, um dir das so leicht wie möglich zu machen?

Florian: Und dann haben wir eine reiche Schatzkiste an Dingen.

Miriam: Richtig. Und das ist etwas, was wir in der Practitioner-Ausbildung über zehn Tage, was wir da deutlich reinschieben. Selbst in unserem NLP Basic gibt es ein bisschen Futter dafür. Da sind wir ja wirklich schon mit Techniken am Start. Und das zum Beispiel, diese kleinen, diese kurzen Seminare sind ja Angebote, die auch jetzt nicht das Riesenvermögen kosten oder so, wo du es vielleicht einfach mal ausprobieren könntest, was NLP da so alles tun kann. Und wie gesagt, die erste Geschichte ist, es ist in Ordnung, dass du ein extrovertiertes oder eher introvertiertes Verhalten, wenn du es denn an den Tag legen würdest, dass du dich so verhältst. Das ist eine Stärke in einem bestimmten Kontext. In einem bestimmten Kontext ist das eine riesen Stärke.

Florian: Und jetzt, und dann sind wir eben wieder, unsere westliche Welt scheint sehr darauf getrimmt zu sein, dass wir eben irgendwie über Charisma und Personality und im Außen und darüber irgendwie Fläche erzeugen und vieles ist einfach sehr darauf ausgelegt, dass das so ist in unserer Gesellschaft. Zumindest fühlt es sich manchmal für mich so an, wer weiß schon was ist.

Miriam: Und ich merke auch den Gegenstrom. Also ich merke auch diese Gegenbewegung, die einsetzt und zwar schon seit vielen Jahren jetzt, dass Menschen sagen, ein entspannterer, sich extrovertiert verhaltener Mensch ist auch eine gute Idee. Weil diese Stehaufmännchen mit ständig Energie und Power, das ist fünf Minuten fürs Gehirn vielleicht mal ganz cool, um sich zu mobilisieren. Und irgendwann ist es, wenn wir jetzt untergehen, selbst für dich? Ja, in die Grauzone, also selbst für mich. Pass auf, das Coole ist ja, ich bin ja quasi 10 Jahre, nee länger, 20 Jahre lang genötigt gewesen, ich weiß genau, manche Hörer, die können mich jetzt verstehen, mir meine eigenen TV-Sendungen anzugucken. Und anzuhören. Das, was ich getan habe im Hessischen Rundfunk in der ARD, genauso wie dann auch später bei QVC im Fernsehkaufhaus, wo es sehr extrovertiert abgeht. Und bei der einen oder anderen Sendung habe ich da gesessen und dachte, was mache ich denn da? Das ist ja nicht auszuhalten.

Florian: Echt jetzt?

Miriam: Ja. Und das war tatsächlich vor NLP. Also da war irgendwas im Studio los. Ich habe es damals nicht verstanden. Heute verstehe ich, was da passiert ist zum Teil. Da waren zwei Extrovertierte zum Beispiel. Also da haben sich zwei Energieströme gekreuzt, so wie bei Ghostbusters.

Florian: Und dann ging es like a fucking rocket ship. Richtig, genau.

Miriam: Und es war so, als hätten wir uns gegenseitig ständig noch eine Stufe höher, noch eine Stufe schneller, noch eine Stufe lauter gefahren. Und irgendwann habe ich selber gedacht, bitte mach doch das Band jetzt aus. Es ist gut, ich habe was gelernt gerade. Und jetzt im Nachhinein kann ich mir das erklären, das nutzt nichts, es ist vorbei, es ist damals passiert, das war ein Lernprozess. Und NLP hat mir in dem Bereich auch sehr, also ich konnte NLP dafür nutzen, mich da flexibler und auch viel farbiger aufzustellen. Ja. Also meine extrovertierte Stärke, an bestimmten Stellen ganz, ganz arg rauszufahren und Vollgas zu geben mit den Leuten, wenn ich auf einer Bühne möchte, dass das Publikum anfängt zu toben und sich zu begeistern mit mir. Und dann im nächsten Moment auch wieder einen ganzen Gang runterzuschalten, was auch sehr gesund ist für mich, für meine Stimme zum Beispiel auch. Und wieder mal durchzuatmen, Raum zu geben, mir meinen Gedanken, den Gedanken der Zuhörer, Zuschauer, Call. Und wenn das bei einem sich sehr extrovertierten verhaltenen Menschen funktioniert, dann funktioniert das in meiner Welt genauso.

Florian: Also meine Story wäre genau andersrum. Dann eben auch durchaus mal, und ich konnte das schon, also das ist nichts, was ich erst durch das NLP grundsätzlich da war. Ich habe auch früher Vorträge gehalten in der Schule und im Studium viel. Auch auf Englisch war alles für mich, also ich konnte das gut. Auch vom Feedback her, das ich da drauf bekommen habe, es hat mir nur keine Freude gemacht. Und über die Techniken des NLP und über die Beschäftigung damit, weiß ich halt an der einen oder anderen Stelle jetzt noch leichter damit umzugehen und mir damit auch meinen Spaß zu machen. Ist es deswegen meine Lieblingsbeschäftigung auf der Welt geworden? Wenn es um Trainieren geht, ja. Wenn es um in Firmen alles mögliche machen geht, nö. Also da sehe ich andere Leute dann schon sehr viel mehr Leute, die ganze Zeit bespielen und Sachen machen. Da komme ich dann sehr aus meiner Stärke heraus eben und docke dann tendenziell mit mehr Menschen an. Das passt natürlich perfekt, wenn ich mit jemandem zusammenarbeite wie Miri. Und in manchen geschäftlichen Kontexten, wenn ich in einem großen Konzern in der Beratung unterwegs bin, passiert es auch, ich suche mir das inzwischen auch, weil mir aufgefallen ist, dass das eine gute Idee ist. Wenn ich jemanden an meiner Seite habe, der diesen anderen Teil eben abdeckt und sehr stark ins Powering geht und die Begeisterung macht und so, weil für mich ist es super easy, diese leisen Stimmen abzuholen. Das ist einfach, das ist keine Herausforderung. Oder Räume zu öffnen, in denen wir gemeinsam kollaborativ arbeiten können, nur dieses, dann die Leute tatsächlich mal durch zu begeistern für was, da merke ich, das ist nicht meine Komfortzone, die ich über 35 Jahre entwickelt habe, sondern das ist was, was ich mir erarbeitet habe in den letzten paar Jahren. Und deswegen mag ich das total gerne, mit jemand anders an meiner Seite zu sein, die dann eben so eine geile Begeisterung in die Leute reinspielt oder wo das so natürlich kommt. Und davon profitieren wir dann, glaube ich, beide.

Zusammen größer aufgefächert: das Master-Skript und das Zulassen

Miriam: Das war jetzt das, was ich noch hätte anfügen wollen, dass es für mich viel, viel, viel leichter geworden ist. Nochmal, also ich kann das genau wie Florian auch wunderbar alleine und ich kann mittlerweile auch den Gang runterschalten und es ist großartig, dass Florian und ich uns nicht nur als privates Paar gefunden haben, sondern dass wir eben auch gemeinsam trainieren, gemeinsam podcasten, gemeinsam Facebook live machen, weil wir zu zweit da noch größer aufgefächert sind. Und weil ich es wunderschön finde, dass wir uns da so toll ergänzen und dass Florian dann noch sozusagen die Menschen mit abholen, noch viel besser, noch viel schöner abholen kann, viel eleganter auch, als ich das vielleicht machen würde. Also da bin ich sehr dankbar für. Ich bin mir auch sehr dankbar. Und ich merke, dass sich unsere Stärken wirklich zu einer ganz großen, zu so einem Kraftballverein, wenn wir das zulassen beide.

Florian: Und das ist eben auch wieder das Zulassen. Und das ist was Aktives.

Miriam: Das ist was Aktives. Das machen wir beide sehr bewusst, dass wir uns gegenseitig den Raum dann auch lassen und dass wir wissen, das sind beides Riesenstärken und wir haben den großen Luxus, dass wir das zusammen tun können. Sprich, wenn du Teamlead wärst oder selbst Teams zusammenstellen darfst, ich würde immer, seit ich NLP kann, noch viel mehr darauf achten, dass du diese ganzen Pole, diese ganzen unterschiedlichen großen Stärken da versammelst.

Florian: Und introvertiert, extrovertiert ist ja nur eine Skala.

Miriam: Genau, von so vielen Polen, die auf so einer Skala sein können.

Florian: Und normalerweise hätten wir das gar nicht im Modell von NLP. Also introverted oder extroverted ist tatsächlich gar kein Thema. Großartig. Und es gibt... natürlich, auch wenn die Frage in der Facebook-Gruppe kommt, das bedeutet ja was für Menschen. Und der erste Trick ist eben, dass wir sagen, da steckt ein Verhalten dahinter, dem wir einen bestimmten Begriff übersetzen und dann sagen, das ist jetzt eine Box und da passen Menschen rein.

Miriam: So und jetzt kannst du dir einfach überlegen, wie sehr du in so eine Box passen möchtest und wie sich das für dich anfühlt, in so einer Box drin zu stecken und was du eben tun könntest, um aus so einer Box mit deinem Verhalten herauszukommen. Ich kann mich verhalten wie eine Mutter, ich kann mich verhalten wie eine Trainerin, ich kann mich verhalten wie eine Fernsehmoderatorin. Ich kann mich verhalten wie eine Sportlerin. Ich kann mich verhalten wie eine Traumfrau für meinen geliebten Traummann. Das ist ein Verhalten, das ich an den Tag lege. Und mein Verhalten, mein Traumfrau-Verhalten, das kultiviere ich, das trainiere ich, genauso wie all die anderen auch. Weil was ich so sehr liebe, ist diese Vielheit. Und die erkennen Florian und ich bei unseren Teilnehmern, bei Menschen, die wir kennenlernen, mittlerweile schneller noch als früher. Und ich fühle mich verzaubert von dieser Vielheit, die ich da immer wieder spüre. Und manchmal bin ich fast so ein bisschen traurig drüber, oder ich fühle mich so ein bisschen traurig drüber, wenn Menschen sich dann so in eine Box reinstecken sprachlich und die anderen Boxen dann gar nicht mehr benutzen, die sie auch zur Verfügung haben. Wenn es denn nun mal Boxen sein sollen. Ich will gar keine mehr. Also ich finde es voll schön, dass ich so ein paar wunderbare Stärken von mir kennengelernt habe. Die mich von anderen unterscheiden und die mich wertvoll machen, zum Beispiel für eben eine Gruppe, für ein Team, für eine Gemeinschaft auch, weil ich die da einbringen kann. Und es ist zum Beispiel großartig, ich schreibe ja jedes Jahr ein Stück, ein Theaterstück, ein großes Theaterstück für eine Musicalproduktion.

Florian: Also roundabout anderthalb, zwei Stunden für 30, 40 Schauspieler.

Miriam: Ja, genau. Also ich schreibe das richtig komplett selbst. Und es gibt in dieser Theatergruppe, bei diesem Theaterprojekt, gibt es eine sogenannte Autorengruppe. Und diese Autorengruppe, das sind alles sehr kreative Leute, die sind sehr unterschiedlich alle und die entwickeln das Stück dann erstmal im Vorfeld, also entscheiden überhaupt mal, welches Stück gespielt werden soll, wie dieses Stück aussehen soll, wie sich es anfühlen soll. Und ich habe eine große Stärke fürs Schreiben. Es fällt mir unfassbar schwer, mit anderen Menschen zusammenzuschreiben. Ich kann das. Das ist genau wie bei Florian schon gesagt. Ich kann das Verhalten zeigen, mit anderen Menschen zusammenzuschreiben. Und ich merke, dass mir die gesamte Freude am Schreiben vergeht, wenn ich nicht meinen Kopf für mich behalten kann in diesem Schreibfluss. Wenn ich diesen Kinofilm, diesen inneren, nicht in Ruhe angucken darf, mir anhören darf, was da gesagt wird und es dann auf Papier bringen darf. Und wir haben dafür eine Lösung gefunden. Meine große schreiberische Kraft zu nutzen, ohne diese Gruppe kaputt zu machen. Also zu sagen, es gibt keine Schreibgruppe mehr, es gibt jetzt eine Miriam und die schreibt ab jetzt. Weil das wäre ja auch eine Maßnahme gewesen.

Florian: Genau, nur dann gehen halt diese ganzen anderen Stimmen verloren.

Miriam: Richtig, und auch die Kraft, die da drin ist. Und die Vielfältigkeit.

Florian: Die Vergemeinschaftung und eine zweite Brille. Ich habe ja jetzt schon ein paar Mal mitbekommen, manche von den Feedbacks, die da kommen, sind halt auch echt schlau. Ja, natürlich sind die schlau. Also an der einen oder anderen Stelle ist halt echt auch was...

Miriam: Und ein, keine Ahnung, 120 Seiten Stück zu schreiben, da können sich bei einem Menschen und bei einem Gehirn natürlich auch ein paar Bugs einschleichen, so die einfach dann logisch nicht mehr gehen oder so. Deswegen gibt es ja auch ein Lektorat bei Autoren, also wo dann später ein Lektor drauf guckt. Und wir haben das jetzt ganz anders gelöst. Es gibt ein etwas kleineres Team, das das Konzept von dem Stück dann macht, dann fühlt sich das für mich als die Hauptautorin dann überschaubarer an. Und dann darf ich schreiben. Und dann darf ich ganz alleine dieses sogenannte Master-Skript verfassen. Das ist weder aufführungsreif, noch ist es fertig dann. Also so wie es ist, könnten wir es schon spielen. Es ist meistens zu lang oder zu kurz. Es ist an manchen Stellen verbesserungsbedürftig. Manchmal sind da auch so Sachen drin, wo ich mir was ausdenke und dann sagt zum Beispiel der Kulissenbau... Mega Idee, nur wir können keinen Vulkan auf die Bühne bringen. Nicht so wie du es schreibst. Und der Vulkan, den wir auf die Bühne bringen würden, der wäre vielleicht auch dann. Dann wären wir plötzlich bei Urmel aus dem Eis. Und das ist super, weil dann wird dieses Stück, dieser Schatz, den ich da für mich dann ganz in Ruhe verfassen durfte, den gebe ich dann in die Hände von dieser Autorengruppe. Und die bearbeiten den behutsam mit größter Wertschätzung, was ich wirklich total toll finde, bearbeiten die den dann so hin, dass der aufführungsreif wird. Und die haben halt ein fantastisches Material. Also die haben wirklich dann verwendbare Tonerde, aus der sie dann nochmal Feinheiten formen können. Ich habe den Krug schon gemacht. Und jetzt bekommt der Muster und das ist eine Aufteilung, die mir dann sehr entgegenkommt. Also was können wir zum Beispiel auch in so einem Kontext von Team oder von da sollen Menschen zusammenarbeiten und sollen kooperieren, was können wir tun, dass der ein oder andere sich dabei dann vielleicht doch wieder aufgehoben und wohlfühlt. Der Extrovertiert sich Verhaltene genauso wie der sich Introvertiert Verhaltene.

Werkzeuge, ein Cliffhanger und zwei Podcasts in einer Woche

Florian: Welche Lösungen können wir finden? Und da sind wir eben voll drin in all den Techniken, die wir aus dem neurolinguistischen Programmieren auch haben.

Miriam: Ja, also du hast dieses Andocken vorhin ja schon genannt, dieses sich gezielt Fragen stellen auf etwas, sich zum Beispiel fragen, was ist denn die Stärke daran? Also was ist denn das Gute daran, dass du so ein Verhalten hast? Was stecken da für Stärken drin? Wo hast du schon Vorteile in deinem Leben erlebt, dadurch, dass du dieses Verhalten hast?

Florian: Wenn du auf der anderen Seite den Schalter umlegen möchtest und in die andere Position reingehen möchtest mal für eine Weile, weil es in dem Fall sinnvoll ist im Rahmen von einem Ziel von dir, dann eben auch, welche Ressourcen kannst du denn aktivieren, um das zu tun? Wie kannst du dich denn gut dabei fühlen, auf der Bühne zu sein oder auf einer Party einfach dann auch tatsächlich mal Spaß zu haben für einen Abend? Weil wenn das einmal im halben Jahr ist, ist das vielleicht auch mal einfach cool. Und das genießen zu können, wenn es sowieso da ist und jetzt eine Flucht auch nicht mehr möglich, sondern es ist jetzt, wenn du halt dann auf einer Party bist, dann wenigstens auch Spaß dazu generieren. Und da sind tatsächlich, wenn du den einen oder anderen Tipp noch haben möchtest, wir haben auf kontext*denken.de oben eine Mediathek und da den Podcast und wir haben sehr viele Podcast-Folgen auch schon über die Grundtechniken im NLP gemacht. Und tatsächlich sind sowas wie die Meta-Programme, sowas Reaktiv-Proaktiv oder Pacing und Leading, die wir ja durchgenommen haben, das sind all diese Themen, die du dir gerne auch bei uns mal auf der Seite anhören kannst und ich kann nur die Lanze brechen dafür, auch in unseren Seminaren. Ich sorge dafür, dass wir, dass das eben auch... oder wir sorgen tatsächlich beide dafür, das stimmt nicht. Es ist für mich manchmal noch wichtiger, auch diesen leisen Stimmraum zu geben oder und manchmal fühle ich mich so verbunden damit auch.

Miriam: Ja, weil du ja auch tatsächlich, du hast ja die Stärken darin schon längst wahrgenommen. Also du bist ja schon dessen bewusst, dass da große Kraft drin liegt. Und das ist etwas, was sicher der erste Schritt ist. Das zu ändern, dass das eben was Gutes ist. In dem einen oder anderen Kontext.

Florian: Genau.

Miriam: Genauso wie eben auch die Menschen, die sich sehr extrovertiert verhalten. Das ist eine große Stärke.

Florian: Eine mega große Fähigkeit in vielen ganz anderen Kontexten halt.

Miriam: So, ich finde, wir haben das sehr sensibel betrachtet, das Thema. Wir haben die Schublade kurz aufgezogen, haben niemanden reingesteckt.

Florian: Da fehlt schon noch das eine oder andere, gell? Das ist schon eine Herausforderung, gell? Ich weiß, der Florian hätte zu dem Thema, wir hätten da jetzt auch... Weißt du, wie lange wir schon dran sind? 45 Minuten.

Miriam: Ach du Mann, mach das Ding aus. Mach das Ding aus!

Florian: Das ist schon zwei Folgen gemacht. Wir splitten es in der Mitte.

Miriam: Wir splitten... Wir haben eine Woche mit zwei Podcasts produziert, haben wir noch nie gemacht. Ist ja gemein. Machst du einen Cliffhanger.

Florian: Also wenn du jetzt bis hier gehört hast, weißt du ja schon, dass es nicht passiert ist. Genau.

Miriam: Lass dich gerne bei uns mal sehen, auf der Seite, in der Facebook-Gruppe. Und sehr gerne beantworten wir dir auch deine persönlichen Fragen dazu.

Florian: Und normalerweise sage ich an der Stelle immer, die E-Mail-Adresse dafür ist miriam.kontext-denken.de. In dem Fall mein nicht. Und in dem Fall darfst du gerne auch mir eine E-Mail schreiben, Florian.

Miriam: Ja, großartig. Dann vielen Dank fürs Zuhören, dass du dich für das Thema interessierst. Für dich oder für andere oder für wen auch immer. Und wir hören uns dann wieder in der nächsten Woche am Dienstag.

Florian: Wenn es wieder heißt... Die Laute und der Leise. On Air. Um noch einmal die Stereotypen hier rauszuholen. Die mit den vielen Worten und der mit den wenigen.

Miriam: Genau. Fang die Gäulein, tue sie in den Stall und dann ist hier Feierabend.

Florian: Bis nächste Woche.

Miriam: Macht's gut, ihr Lieben. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.

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