Zwei Wochen ins Jahr — und schon die Ansage: Vorsätze abschreiben. Klingt frech, ist aber ein Wortspiel mit Ernst dahinter. Miriam und Florian stecken mitten in ihren Ziele-Boost-Tagen und reden darüber, was passiert, wenn du deine Ziele nicht nur denkst, sondern wirklich aufschreibst. Und warum manche davon beim Aufschreiben plötzlich verschwinden dürfen.
Vorsätze abschreiben — was soll das heißen?
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Florian: Also du willst jetzt wirklich sagen, dass 14 Tage nachdem das neue Jahr angefangen hat, dass wir unsere Ziele schon oder dass wir unsere Vorsätze schon abschreiben können?
Miriam: Ja. Ja.
Florian: Das wird der Titel dieses Podcasts, das ist dir klar, oder? Ja. Wie passt das denn damit zusammen, dass wir gerade einen Ziele-Workshop laufen haben, der für 2021 ist?
Miriam: Ich bin nicht bereit, dazu Stellung zu nehmen.
Florian: Also los, warum können wir unsere Vorsätze für 2021 jetzt schon abschreiben? Oder nicht wir, sondern die Menschen da draußen, oder was?
Miriam: Alle.
Florian: Alle? Ja.
Miriam: Ich habe mir dieses Jahr einfach mal genauer angeguckt, so vorausschauend, also orakelnd sozusagen. Habt ihr auch neue Fähigkeiten bei mir entdeckt?
Florian: Ja.
Miriam: Und aus ganzem Herzen kann ich sagen, schreibt eure Ziele alle ab und die Vorsätze auch. Wir geben übrigens gerade diesen Ziele-Workshop und das ist so cool, ihr Lieben, wir machen das zum ersten Mal. Das ist eine Riesengruppe und online natürlich und es ist so eine mega Stimmung und so ein Aufbruch da drin und so ein Bock auf die Zukunft und ich freue mich so auf morgen. Ich finde es erstens schade, dass es dir nur zwei Tage geht. Also wir arbeiten richtig intensiv. Ich übrigens auch, Florian auch. Also wir sind auch dabei, unser Jahr klar zu machen. Wir haben es zum ersten Mal offen gemacht. Also Leute können einfach dazukommen und wir machen das gemeinsam mit denen, mit all den Techniken und Methoden und Werkzeugen, die wir haben und kennen. Und ich könnte noch fünf Tage weitermachen und dann bin ich ganz traurig, wenn es vorbei ist. Obwohl dann sind ja alle Vorsätze und Ziele auch klar.
Florian: Ja, so. Das läuft darauf hinaus, dass du da ein Wortspiel gemacht hast, oder? Als du es eben so bewusst formuliert hast, dachte ich mir so, oh ne. Das wird das Wortspiel. Wir schreiben die also ab.
Miriam: Ja, so Ambiguitäten. Die nutzen wir ja bewusst. Ziele abschreiben, verstehst du? Da kannst du ja so oder so sehen. Gibt's ja im Deutschen, gibt's das im Englischen auch?
Florian: Ich hätte mich nie auf diesen Titel einlassen sollen. Okay, das heißt, was ist denn der Vorteil daran, wenn jemand seine Ziele schreibt?
Warum Aufschreiben etwas im Gehirn verändert
Miriam: Also nehmen wir mal an, unsere Hörer hätten ein Ziel.
Florian: Ja, genau. Oder Vorsätze.
Miriam: Oder einen guten Vorsatz für das Jahr 2021. Und würden das tatsächlich aufschreiben, habe ich heute noch einen Artikel drüber gelesen, dann passiert etwas Magisches sozusagen und zwar für unser Gehirn. Weil normalerweise erzählen sich Menschen ihre guten Vorsätze und Ziele halt in ihren Kopf. Also sich selber. Wir nennen das drüber nach Hirnen oder Denken. Und wenn wir das nach außen parken, was wir da so an guten Vorsätzen und Zielen haben, bekommt es fürs Gehirn plötzlich eine andere Bedeutung.
Florian: Das ist ja schon dieser soziale Trick, den man machen kann, um Ziele wahrscheinlicher zu machen, indem ich anderen Menschen davon erzähle.
Miriam: Also dass ich jeden Tag joggen gehen will und erzähle es meiner Frau oder meinem Mann.
Florian: oder Kollegenkreis.
Miriam: Und behalte es nicht nur für mich sozusagen. Und das eine ist das drüber reden, das macht schon mal anders, wirklich ausgesprochen, also laut gesagt und das funktioniert sogar, wenn da keiner ist. Wenn du es einfach nur laut sagst, weil unser Gehirn ist es so gewohnt, dass wenn es was laut sagt, dass es das normalerweise mit anderen zusammen macht, dass es das so hin nimmt, dass es jetzt raus, jetzt ist es raus, jetzt müssen wir auch.
Florian: Da fehlt dann natürlich diese soziale Komponente. Manche Menschen haben da ja dann irgendwie Skrupel, wenn sie Freunde enttäuschen oder wenn irgendwas anderes ist oder so. Das kommt ja auch nochmal dazu.
Miriam: Davon spreche ich jetzt erstmal nicht. Ich reduziere mich ganz auf das Gehirn. Wir können irgendeine andere Folge gerne machen, was das bedeutet, mit anderen Menschen zu teilen, also auch Inhalte.
Florian: Nicht nur den Kuchen, was ich niemals tun würde übrigens. Kuchenteilen machen wir jetzt nicht in dieser Familie.
Miriam: Weil ich mir oft, oder Menschen machen sich oft, wenn sie was schreiben, das ist wohl der erste Grund, nochmal mehr Gedanken bewusst über das, was sie da aufs Papier bringen wollen. Dass die Rechtschreibung zum Beispiel stimmt, manchen ist das egal, nur für die meisten eben nicht. Dass es irgendeine Art von Satzkonstrukt ist, der auch verständlich ist. Manchmal denken wir ja relativ kuddelmuddelhaft, nur wenn wir es aufschreiben, darf es irgendwie sortiert sein, damit es überhaupt in so eine geschriebene Sprache passt.
Florian: Ich kann das voll nachvollziehen. In meinem Kopf, wenn ich eine E-Mail formuliere an Kunden, wo so ein bisschen komplexer Zusammenhalt drin ist, in meinem Kopf ist die super klar und dann versuche ich es aufzuschreiben und dann denke ich mir so...
Miriam: So nicht, ne?
Florian: Also es sind nicht die 30 Sekunden, die ich gerade in meinem Kopf dafür gebraucht habe.
Miriam: Genau. Das ist ja super einfach mal zu machen, das Experiment. Wie gesagt, ich gehe mal davon aus, du als unsere Hörerin, unser Hörer hast einen Vorsatz oder ein Ziel zur Hand fürs Jahr 2021. Setz dich wirklich zu Hause hin und schreib das Ding auf.
Florian: Dann steht da, ich esse jetzt jeden zweiten Tag Gemüse.
Miriam: Ja, zum Beispiel. Oder ich esse nur noch einmal in der Woche Fleisch oder was auch immer da wäre. Und wenn es da geschrieben steht, dann achte mal auf dich selbst. Vielleicht während du schreibst schon und wenn du es dir dann auf dem Zettel anguckst, was mit dem Gefühl dazu passiert und mit der Vorstellung davon. Ja.
Florian: Manche Sachen würde ich dann glaube ich direkt wieder durchstreichen und nochmal anders schreiben.
Sich selbst fertigmachen oder nett zu sich sein
Miriam: Und vielleicht würdest du dir viel Stress und Druck rausnehmen, weil das ja genau das ist, was wir haben wollen. Genau das würden wir haben wollen. Nicht, dass alle Ziele jetzt, das stimmt mit dem Abschreiben auch.
Florian: Möglicherweise stimmt das ein oder andere dann auch, weil wir einfach so, ah ja, okay, wenn es jetzt da so steht, dann möchte ich es vielleicht doch nicht haben.
Miriam: Ich kenne deutlich mehr Menschen, die sich am Anfang vom Jahr irgendwas überlegen, zum Beispiel eben dieses, ich esse nur noch Sonntagsfleisch und halten sich dann nicht dran und machen sich dann noch selber fertig dafür. Also denken dann so, jetzt habe ich das doch gemacht.
Florian: Der Double Whammy.
Miriam: Der Double Whammy.
Florian: Das ist so, erst schon nicht an den tollen Vorsatz halten und dann auch noch sich selber reinbürgen dafür.
Miriam: Richtig.
Florian: und vor allen Dingen lustig... Und wer hat sich das ausgedacht?
Miriam: Und wie krass das, was das für eine krasse Strategie ist, etwas nicht zum Funktionieren zu bringen. Also wie oft tun Menschen das und bringen sich trotzdem nicht zum Joggen. Also erzählen sich wirklich ganz schlimme Schimpfworte selbst, beschimpfen sich nach den Regeln der Kunst und ziehen ihre Sportschuhe nicht an damit. Da kannst du auch lassen. Da kannst du auch total nett zu dir sein. Hey, ein guter Vorsatz, abgeschrieben. Nur, das ist das, was ich meine. Die, die da geschrieben stehen, kann sein, dass die plötzlich dadurch, dass die draußen sind und auch noch auf einem Medium, also dass die abgelegt sind sozusagen, dass die jetzt vor uns schon liegen, dass unser Gehirn dieses vor uns liegen auch tatsächlich mal wörtlich nimmt, wenn wir schon bei Ambiguitäten sind. Und jetzt käme noch ein weiterer Schritt. Das Geschriebene jetzt auch noch in ein Bild zu packen.
Das Vision Board — To-Do-Liste fürs Unterbewusstsein
Florian: Jetzt sind wir dann beim Vision Board, oder?
Miriam: Ja, kannst es Vision Board nennen, kannst es Zukunftsbild nennen.
Florian: Inzwischen ist Vision Board, glaube ich, ziemlich bekannt. Also die meisten Menschen, die in unsere Seminare kommen, wenn wir die fragen, ob die das kennen oder nicht, die meisten haben schon mal was davon gehört oder schon mal eins gesehen, sich schon viele Jahre vorgenommen, mal eins zu machen.
Miriam: Wir haben in diesem Ziele-Workshop ein paar richtig olle Klamotten drin. Uns ist das auch aufgefallen. Wo wir so gedacht haben, jetzt echt gibt es nicht irgendwas Top of the Trending, was wir den Leuten mal servieren können, wo die noch nie was von gehört haben.
Florian: Also dass ich das manchmal auch in Unternehmen habe, also ich mache ja wirklich Bleeding Edge, also wirklich ungelogen. Das ist tatsächlich so. Also mit den Themen, die ich in Unternehmen reinbringe, das ist sozusagen an der Kante von wie neue Arbeit funktionieren kann. Theoretisch. Und in der Praxis manche von den Sachen, die einen neuen Namen haben, das sind also wirklich alte Klamotten und die haben ein schönes neues Gewand bekommen und wenn ich mich dann mal so mit dem einen oder anderen unterhalte, dann sagt der, sieht aber sehr aus wie in den 80ern, was wir da hier so und so genannt haben. Das würde ich jetzt auf keinem Medium unterschreiben, das irgendwie nachvollziehbar ist, nur ich verstehe auch nicht so richtig, was da passiert ist, außer der Rebrand. Und manchmal ist das ja auch notwendig. Also manchmal ist es ja einfach so, dass wir bestimmte Tools nie richtig verstanden haben oder bestimmte Werkzeuge gar nicht richtig einsetzen konnten, von außen drauf geguckt haben und gedacht haben, äh, langweilig. Und wenn wir es richtig einsetzen, dann funktioniert es richtig gut. Also das passiert ja sogar im richtigen Leben, also im richtigen Leben da draußen. Wenn ich einfach nicht weiß, wozu diese komische, wie könnte man das beschreiben, diese Spange an manchen Hammern dran ist. Dass man damit irgendwie Löcher halt in die Wand hauen kann. Nur nicht, also wenn ich nicht weiß, dass das zum Nägel rausziehen ist und wie das funktioniert, dann wundere ich mich vielleicht auch.
Miriam: Stimmt.
Florian: Und dann suche ich vielleicht auch, dann fange ich an, einen Nagel mit einer Zange rauszuzerren oder was auch immer. Nur wenn ich weiß, dass das hinten an manchen Hammern dran ist und wie das funktioniert, dann geht die Arbeit vielleicht viel schneller. Und so ist es ja auch manchmal mit den Werkzeugen, die wir haben, um eben unser Leben zu verbessern.
Miriam: Auch wer mich kennt, weiß, ich habe da grundsätzlich gar kein Problem drauf, dass wir da auch mal so richtig urtraditionelles Zeug auspacken, wenn es denn gut funktioniert. Ja, ich habe da keinen Schmerz drauf. Ich nehme gerade wieder Klavierunterricht. Ist das toll? Habe ich schon erzählt? Habe ich es oft genug erzählt schon?
Florian: Hier im Podcast noch gar nicht.
Miriam: Hier im Podcast noch gar nicht.
Florian: Weil es ist nämlich wirklich seit gestern.
Warum Wiederholung nichts Schlechtes ist
Miriam: Gestern hatte ich meine Probestunde. Leute, ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, weil ich einer Klavierlehrerin ein Stück vortragen sollte, damit sie natürlich sieht, wo mein Stand der Dinge ist mit Klavierspielen. Und ich habe gestern viel Altbekanntes auch dann wieder gehört und das fühlte sich fast wärmend an. Ich hatte als Kind und Jugendliche intensiv Klavierunterricht und habe das dann tatsächlich jetzt zwölf Jahre völlig verrotten lassen, das Klavierspielen. Habe so gut wie gar nicht mehr gespielt, so an Weihnachten mal einen Jingle Bells und das war es auch schon. Und das war so cool und ja natürlich, die hat auch neue Sachen gewusst zwischen meinem Klavierunterricht damals und heute liegen ja auch irgendwie geschundene 30 Jahre oder so. Nur da war auch ganz viel dabei, was ich schon kannte und wo ich auch schon wusste, dass es sehr sinnvoll ist, es zu üben. Das macht es ja nicht schlecht deswegen. Nee, also von daher waren wir uns einig, das ist in Ordnung.
Florian: Tatsächlich macht es das vielleicht sogar besser. Es gibt ja, wie lernt unser Gehirn und wie bringen wir Sachen in dieses Langzeitgedächtnis auch rein über eben Wiederholungen, die in einem bestimmten Abstand stattfinden. Also wir haben das ja auch zum Teil gemacht oder ich mache das mit Jonglieren zum Teil noch. Beim Sprachenlernen haben wir das gerade mit unserem Großen, der lernt Englisch. Da geht es eben auch darum, innerhalb bestimmter Abstände, bring dich immer wieder in Kontakt mit dem gleichen Thema, komm immer wieder dazu, komm zurück, mach das wieder, wiederhol die Themen nochmal, weil die dann einfach viel besser funktionieren und dann auch leicht abrufbar werden. Das ist ja der Unterschied zwischen aktivem und passivem Wissen. Passives Wissen würde ich wieder erkennen, wenn es kommt und aktives Wissen ist etwas, was ich auch reproduzieren kann.
Miriam: Ja.
Florian: So, jetzt.
Miriam: Jetzt was? Habe ich schon erzählt, dass sie mich genommen hat?
Florian: Ja, sehr gut. Gut. Also ein Vision Board, ja?
Miriam: Ja, ein Vision Board.
Florian: Also ein Whiteboard oder ein Bild von dem, was du dir vorstellst, wie du Ende 2021 aussiehst. Oder was du vielleicht erleben möchtest.
Miriam: Was dann da ist, wenn jemand ein Haus baut, würde er sich sozusagen ein fertiges Haus, das möglichst so aussieht, wie das, was er bauen möchte oder sie, dann eben irgendwo ausschneiden, abkopieren, abfotografieren, aufmalen und das eben dann auch tatsächlich für das Gehirn, an möglichst vielen Stellen platzieren, wo es das jeden Tag sieht. Das ist wie so eine, ich habe es heute To-Do-Liste fürs Unterbewusstsein genannt. Weil wenn wir da drei, vier Mal am Tag vorbeistreichen an so einem Bild, weil es zum Beispiel auf der Innenseite vom Spiegelschrank im Bad pappt oder weil es in unserer Kladde auf der ersten Seite eingeklebt ist, wenn Menschen noch analog Kalenderführung machen oder so, dann sieht unser Gehirn, und ich meine wirklich unser Gehirn, nicht unsere Augen. Unser Gehirn sieht unser Ziel. Ständig. Auch ein Foto aus der Jugend mit der Traumfigur ist da wunderbar für geeignet, wenn es um Gewichtsmanagement ginge oder von einem Promi, der exakt die Figur hat, die ich gern hätte.
Florian: Das ist ja auch so ein bisschen, also egal ob man jetzt dran glaubt, dass da das Unterbewusstsein was tut oder nicht oder ob man da irgendwie was irgendwo bestellen kann oder dass das automatisch ins Leben kommt. Der Teil, den ich gut finde, also den ich auch bewusst wahrnehmen kann, ist der, dass ich dann eher weiß immer wieder, worauf ich mich eigentlich fokussiere gerade. Also was ist das, weshalb ich bestimmte Dinge zum Beispiel tue? Weshalb gehe ich und mache Unternehmensberatung? oder weshalb geben wir die Seminare? Was ist das, was dahinter liegt?
Miriam: Wozu gehe ich jeden Morgen joggen? Wozu ziehe ich diese Schuhe an? Bestimmt nicht, um bei Regen im Rheinland irgendwie nass zu werden.
Florian: Nicht?
Miriam: Ne, sondern weil da dieses Bild von mir hängt.
Florian: Also Schnee kann man hier selten abbekommen.
Miriam: Ich habe ganz bewusst Regen gesagt. Ich will ja auch hier keine falschen Versprechungen, falls Leute planen, ins Rheinland zu ziehen. Es gibt ein paar unserer Teilnehmer, die würden das gerne machen. Ich erzähle denen, wie es ist hier.
Florian: Also das Wetter in Bayern war besser.
Miriam: Nun sind wir ja nicht in Bayern. Leute, wir verlieren total den Faden. Vielleicht kannst du ja auch nochmal was dazu sagen, weil ich habe zwar heute ein bisschen was drüber gelesen, was das so für einen Impact hat aufs Gehirn. Und das ist wohl tatsächlich auch spürbar. Also wenn du das mal machst, einfach mal ausprobierst. Das ist kein großer Aufwand. Bei einem Vision Board, bei einem Ganzen, würdest du nicht nur eins deiner Ziele da drauf kleben, schreiben, malen, basteln, fotografieren, kopieren, kollagieren, sondern alle. Dann hättest du so ein tolles, buntes Gemälde, wo alles das, was du im Jahr 2021 gerne erreichen würdest, privat und beruflich. Du hattest heute die acht wichtigsten Gebiete aufgeschrieben. Fand ich ganz toll, mich da mal wieder dran zu erinnern. Den hatte ich schon verdrängt. Weißt du die noch?
Die Lebensbereiche — wo überall Ziele stecken
Florian: Beruf oder Karriere, eine berufliche Entwicklung in irgendeiner Form. Dann haben wir die Familie, also alles was mit der Familie zu tun hat, der du dich zugehörig fühlst. Dann die Beziehung, also wenn du eine Partnerschaft hast mit irgendjemandem. Das kommt dazu. Dann finanzielles, also alles was rund um Geld geht, um finanziellen Erfolg. Materiellen Erfolg, also alles was damit zu tun hat.
Miriam: Kann ja auch sein, dass da ein Diamantring oder ein tolles Auto, ein schlüssiger Schlitten drauf ist.
Florian: Exakt.
Miriam: Ja, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Was war noch?
Florian: Bei Familie könnte auch Freunde mit rein. Freunde könnte man auch noch separat nehmen.
Miriam: Hobbys und Freizeit ist drin.
Florian: Hobbys und Freizeit ist noch ein Thema. Die Weiterbildung ist noch ein Thema.
Miriam: oder Weiterentwicklung, sagen auch manche dazu. Als Florian das an unser Board schrieb für die Teilnehmer, wir arbeiten ja mit einem interaktiven Online-Board in unseren Online-Seminaren, habe ich mich mal wieder so richtig erinnert gefühlt, dass das die klassischen Bereiche sind, aus denen wir uns normalerweise beschäftigen.
Florian: Ja, körperliche Gesundheit würde noch fehlen, oder das käme noch dazu, was ist das, was du haben möchtest. Wäre mal so eine grobe Einteilung, die im Coaching immer ganz praktisch ist, im Hinterkopf zu haben, weil wenn jemand ein Ziel äußert, lässt sich das eigentlich ganz gut zuordnen und dann so ganz vorsichtig mal die anderen abklopfen, ob noch irgendwo was begraben ist oder irgendwo vielleicht tatsächlich auch noch eine große Ressource steckt.
Miriam: Das sind so die Probleme, die Menschen in unserer westlichen Welt so haben können.
Florian: So könnte man die mal einmal klassifizieren.
Miriam: Wir sind ja ganz schön viele. Wer viele solcher Kapitel aufmacht, braucht sich nicht wundern. Früher bei unseren Vorfahren, über die wir ja auch doziert haben, referiert haben, heute in diesem Ziele-Workshop ganz kurz mal, weil unser Gehirn leider in manchen Teilen noch so tickt. Was hatten die? Die hatten ja noch nicht beruflich Karriere. oder ich werde Stammesoberhaupt oder so. Hatten die ja wahrscheinlich nicht. Das war irgendwie geregelt. Gesundheit hatten die vielleicht schon. Fortpflanzung hätten die noch gehabt.
Florian: Das wäre in der Beziehung wahrscheinlich.
Miriam: Achso, Beziehung? Familie? Irgendwo dazwischen. Guck mal, der Vorgang der Fortpflanzung ist ja auch ganz, ich weiß was, wir hören heute mal ein bisschen früher auf. Ich sehe es in Florians Blick, es wird Zeit. Das kannst du dir jetzt auch gleich schon mal abschreiben.
Die drei Kniffe zum Mitnehmen
Florian: Das heißt, die Tricks sind Ziele aufschreiben, also tatsächlich mal aufschreiben, um dann eben beim Schreiben vielleicht auch zu merken, vielleicht möchtest du es nochmal anders formulieren, vielleicht merkst du da ja auch schon, was wäre die Konsequenz davon, wenn du es erreichst, wozu tust du das eigentlich? Was ist das, was du damit erreichen möchtest und was würde das bedeuten, wenn du diesen Vorsatz oder dieses Ziel wirklich verfolgst?
Miriam: Ja.
Florian: Welche Auswirkungen hätte das?
Miriam: So einfach kann es manchmal sein.
Florian: Das ist das, was bei mir passiert, wenn ich die Sachen aufschreibe.
Miriam: Voll cool. Mach doch einfach mal das Experiment. Es ist ein kleiner, kompakter, schöner Kniff, möchte ich sagen.
Florian: Und dann mal so ein Board machen, also einfach entweder einen DIN A4, DIN A3 Zettel und da ein paar Sachen draufkleben oder eben ein paar Bilder draufmalen von wie soll es sein.
Miriam: Ja.
Florian: Und schon hast du dir deine Vorsätze abgeschrieben, hm?
Miriam: Ja, aufgeschrieben, abgeschrieben, hingeschrieben, zugeschrieben. Ich liebe Ambiguität. Ach, so einen Podcast können wir nächste Woche wieder machen. Ihr Lieben, wir wünschen euch alles Glück der Welt und viel Spaß diese Woche und seid im nächsten Zieleboost-Workshop dabei von uns. Das ist wirklich eine Sause. Ich möchte das jedes Jahr machen. Weißt du, dass es mir egal wäre, ob da 30 oder 6 Leute drin wären. Ich finde dieses Gruppenhudeln mit Zielen, finde ich super. Das ist voll die Rodelpartie.
Florian: Alleine das mit den anderen Menschen zu klären und zu erzählen und
Miriam: Ach, und was haben wir für wunderschöne Ziele auf dieser Wand, ey. Was ist da eine Motivation drin? Ganz ohne Tschakka-Zeug, ne? Super, mega. Ja, ihr Lieben, ihr seht, wir haben viel zu tun, wünschen euch viel Spaß mit euren Zielen und sehen und hören uns auf Facebook Live einmal in der Woche zum kostenlosen Training. Bis dann. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext-denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.