Du kennst diese Menschen: Fragst du sie, wie der Urlaub war, redest du eine Stunde. Oder du bekommst genau ein Wort zurück – "Gut." Genau da fangen die Metaprogramme an. Nach der Hörerfrage einer Leserin von "Wort sei Dank" gehen Miri und Florian im zweiten Teil tiefer rein: mit zwei erweiterten Programmen, die selten besprochen werden, und einer sehr konkreten Idee, wie du das Ganze endlich üben kannst, statt es nur zu verstehen.
Warum noch ein zweiter Teil?
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Herzlich willkommen zum bunten Meta-Programme Podcast Teil 2. Wir beschäftigen uns noch einmal mit dem großen Thema des Wie kannst du Menschen lesen?
Florian: Wieso beschäftigen wir uns eigentlich nochmal damit? Also das leuchtet mir jetzt nicht ein.
Miriam: Weil es eine Hörerfrage, ein Hörerwunsch ist.
Florian: Okay.
Miriam: Dass wir da tiefer in die Materie gehen, noch mehr Metaprogramme erklären. Und wir könnten diesen Podcast jetzt beenden mit der Aufforderung, komm und mach einen Practitioner. Weil da beschäftigen wir uns fast einen ganzen Tag mit dem Thema. Metaprogramme. Ist auch spannend. Ich finde das ein tolles Thema. Ist eins meiner Lieblingsthemen im NLP, weil es so eine, es hat sowas von FBI und wir durchschauen Menschen, wir scannen die und dann erkennen wir, wie die ticken und dann können wir die...
Florian: Was sind denn jetzt diese Metaprogramme? Also falls jemand zum ersten Mal heute einschaltet.
Miriam: Dann sollte er sich erstmal Podcast 160 anhören, das ist die Folge.
Florian: Oh ne ne ne, wir machen nicht, ja wir haben in Podcast-Folge 160 schon über Meta-Programme gesprochen.
Miriam: Und erklärt, was sie sind.
Florian: Und Beispiele gegeben.
Miriam: Und gesagt, wo sie herkommen. Wir haben alles in diesem Podcast schon.
Florian: Das heißt, wir machen jetzt Schluss und verweisen auf Podcast 160. Ich kann dir 160 auch einfach hier reinschneiden.
Miriam: Das ist doch eine gute Idee. Dann schneiden wir den jetzt hier rein.
Florian: Hahaha.
Miriam: Ja, also optimal finde ich es auch nicht. Nur auf der anderen Seite könnten wir bei dir jetzt eine kurze Pause machen und sagen, alle Hörer, die den Podcast 160 noch nicht gehört haben, bekommen jetzt gleich von uns die Gelegenheit, hier auf Pause zu drücken, dann die Folge 160 zu hören und dann jetzt hier weiterzuhören. Wir machen so ein Geräusch dazu. Nee, wir machen so. Überbrückungsmusik, Überbrückungsmusik. So, jetzt reicht's. Bei Überbrückungsmusik fängst du wieder an.
Florian: Gab es eine konkrete Frage von der Hörerin?
Miriam: Ja, sie liest gerade das Buch Wort sei Dank.
Florian: Das ist eins der Standardbücher, die in dem Bereich immer genannt wird, von Shelley Rose Charvet.
Miriam: Genau. Und findet es toll und hat das Gefühl, dass sie alleine aus dem Buch heraus nicht in die Praxis kommt. Und das kennen wir, dieses Phänomen von NLP-Büchern.
Florian: Wir hatten auch mal diese NLP-Buchempfehlungsfolge.
Miriam: Jetzt kommen wir vom Äppelskinn zum Birnskinn, wir können ja einmal durch unsere ganzen vergangenen Folgen hüpfen.
Florian: Ja, das stimmt. Nur das ist tatsächlich die gleiche Herausforderung. Wie kann ich das Ganze dann üben? Weil Metaprogramme, komm, Erik, bitte. Falls jemand jetzt nicht 160 mal eben so zur Hand hat und in der Bahn gerade sitzt ohne Funkempfang und es auch nicht runterladen kann.
Der Wunsch, Menschen in Schubladen zu packen
Miriam: Okay, soll ich schnell reden? Florian zögert, weil ich kann das wirklich jetzt, ich könnte das jetzt sehr schnell reden mit vielen Worten. Also es gibt da draußen recht viele Systeme, die darauf ausgelegt sind, Menschen zu charakterisieren, sie einzustufen, sie zu klassifizieren, in irgendwelche Kategorien einzuordnen, damit wir die Möglichkeit haben, sei es im Verkauf, sei es bei Patienten, bei Schülern und Studenten oder auch einfach bei Kriminellen. einen besseren Zugriff zu haben auf das Verständnis ihres Charakters. Es ist ja die Wunschvorstellung jedes Verkäufers, dass ein Kunde zur Tür reinkommt, wir haben drei, vier Werkzeuge, mit denen wir diesen Kunden einscannen, dann legen wir fest, das ist ein lila Kunde, das heißt, das, was ich jetzt mache, ist dieses und jenes und dann kauft er das neue Bett. und das funktioniert so halb gut. Ich habe schon viele dieser Systeme selbst kennenlernen dürfen. Es gibt sehr aufwendige Modelle, bei denen Menschen stundenlang Fragebögen ausfüllen, um dann so ein 80-seitiges Portfolio über ihre Charakterstärken und Charakterschwächen zu bekommen.
Florian: Es gibt welche, da wird man dann so in vier Buchstaben, Mensch, so I-N-T-J und so.
Miriam: Ja, oder D-I-S-K gibt es glaube ich auch.
Florian: Disc, genau, ja.
Miriam: Und das, also wie gesagt, da gibt es ganz viele Systeme. Und wir Menschen dürsten quasi, das sind auch diese, da gibt es in so Frauenzeitschriften auch immer so Tests, bist du Typ A, Typ B oder Typ C, wenn es um Männer geht oder um Fashion oder um Nagellackfarben.
Florian: Das geht ja noch lustiger. Welcher Typ, welcher Zauberer aus Harry Potter bist du? Ja, ja.
Miriam: Auf Facebook, wenn es zwölf Fragen sind. Meistens sind es drei Bilder, die du anklickst. Also sozusagen der Wunsch ist ja toll oder die Vorstellung ist ja toll, dass das geht, dass wir Menschen einfach so zu kategorisieren sind und dass es was Passendes gibt, was anderen tun ja Horoskope jetzt auch nicht. Und es gibt auch sicherlich immer wieder Matches, also so Stellen, wo das erstaunlich gut passt. Also wo ich selbst beim Horoskoplesen so denke, boah, natürlich, ich kann gar nichts anderes sein als Fische. Fische ist total passend. Und wenn ich aufmerksam Zwilling lese... Dann finde ich da wahrscheinlich auch ein paar Sachen, die zu mir passen würden.
Florian: Beziehungsweise wenn wir es tauschen würden, bevor du es gewusst hast.
Miriam: Bevor ich es gewusst habe, das wäre ein ganz cooles Experiment, so das mal durcheinander zu würfeln und dann Leuten hinzulegen. Nur, wir wollen ja nicht widerlegen, dass das geht und ich möchte auch niemanden, der an Horoskope glaubt oder der daraus Kraft und vielleicht auch Energie zieht, da irgendwie an Karren fahren. Das ist nicht die Absicht dieses Podcasts, ganz im Gegenteil. Ich habe in den Metaprogrammen, und das ist das Angebot, was das NLP in dem Bereich macht, an denen habe ich meine größte Freude. Ich arbeite täglich damit und habe meine größte Freude. Das heißt nicht, dass ich glaube, dass das das Allheilmittel ist, um einen Menschen komplett zu erkennen. Tatsächlich überraschen mich Menschen trotzdem noch ab und zu.
Florian: Und dann fallen wir zurück auf die Grundannahmen im NLP, also diese ganz Basissätze, was wir über die Welt denken, was wir denken, wie die Welt funktioniert oder was sinnvolles Verhalten ist, wenn wir mit anderen Menschen kommunizieren möchten. Und da geht es eben darum, immer wieder den Menschen, so wie er gerade ist, wahrzunehmen, dafür im Kopf einfach mal... Einfach Ruhe im Kopf schaffen, viel mehr wahrnehmen, was da draußen passiert und wenn du nimmst wahr, was im Außen passiert bei dem anderen Menschen und dann kannst du dich sehr flexibel darauf einstellen, dann ist das eine Arbeitserleichterung, wenn wir so Schubladen haben, in die wir Menschen mal testweise reinstecken können, um dann eben sinnvoll mit denen umgehen zu können, leichter mit denen kommunizieren zu können. und möglicherweise bewegt sich der eine oder andere in der einen oder anderen Situation aus so einer Schublade raus und deswegen lassen wir die einfach offen.
Miriam: Deswegen mag ich die Meta-Programme auch, weil es ein sehr offenes Konzept ist, das auf die Frage Antwort geben möchte, wie motivieren sich Menschen Dinge zu tun? Also was passiert da? Und welche Mechanismen können wir da feststellen? Und in unserem Practitioner zum Beispiel bieten wir den Teilnehmern neun oder zehn von diesen Meta-Programmen an, sodass sie eben die Möglichkeit haben, damit schon zu arbeiten, wenn sie das wollen. Und in dem Buch, das das Wort sei Dank heißt, gibt es noch ein viel größeres Angebot. Und im Internet, wenn du das da mal googelst, ein noch viel, viel größeres davon.
Florian: Beziehungsweise im Master und im Coach kommen dann eben an der einen oder anderen Stelle noch Sachen dazu. Gerade wenn Fragen kommen oder wenn bestimmte Herausforderungen im Raum sind, würden wir dann sagen, dafür ist, da passiert jetzt übrigens das.
Miriam: Auch in meiner Sales-Pro-Ausbildung, die ich gebe, nehmen wir uns mal Metaprogramme vor, die, wo wir die Annahme haben, dass die besonders hilfreich sind, zum Beispiel zum Verkaufen. Okay.
Für wen gelten Regeln? Ein erweitertes Metaprogramm
Florian: Um mal so ein Beispiel zu geben, was wie Meta-Programme in der Anwendung sind. Ich habe im Moment einen Kollegen in einem der Projekte, in denen ich arbeite. Der ist ein wenig schwierig, weil, und das ist jetzt schon, ich denke da schon in dem Metaprogramm drüber nachmerke ich gerade, das Verhalten, das er an den Tag legt ist, er gibt relativ viele Regeln raus, an die sich die Menschen zu halten haben, also wie ein Team zusammenarbeiten soll oder wie die Organisation mit seinem Team zusammenarbeiten soll. Was doch am praktischsten wäre in der gemeinsamen Arbeit. Solche Geschichten wie, die Prozesse sollen möglichst einfach sein, die sollen einfach entscheiden können wollen, was sie tun und so. Das soll also alles so funktionieren. Wenn es dann darum geht, dass er sich an diese gleichen Regeln halten soll, dann macht er das nicht. Also es gibt sozusagen Regeln, die für andere gelten und Regeln, die für ihn gelten. Und das ist eins der Metaprogramme, eins der erweiterten Metaprogramme, über die wir hier auch noch nicht geredet haben. Für wen gelten denn solche Regeln? gelten die ganz grundsätzlich und wir kennen auch Menschen, die, wenn sie eine Regel aufstellen, die dann sagen, wow, die gilt irgendwie global für alle Menschen, ich halte mich dran, alle anderen sollen sich auch dran halten und dann gibt es eben Menschen, die sagen, naja, für die Menschen da draußen gibt es irgendwelche bestimmten Regeln, nur ich bin vielleicht anders und darf die Regeln auch kreativ brechen. Und mit dem Hintergrund, Metaprogramm an so einer Stelle sowas zu verstehen und sowas zu kennen, lässt sich eben entspannter vielleicht auch mit so einer Person umgehen.
Miriam: Metaprogramme funktionieren übrigens immer so, dass wir davon ausgehen, dass es Außenpositionen gibt, die dann auch besonders spannend werden, wenn sie bei Menschen ausgeprägt sind, weil die bemerkst du dann auch. Und wir gehen auch davon aus, dass Menschen diese Metaprogramme besonders deutlich zeigen, wenn sie ein bisschen unter Stress geraten. Deswegen zum Beispiel wird auch bei Vorstellungsgesprächen gerne mal so ein bisschen eine zwickelige Frage gestellt oder so ein bisschen provoziert, weil sobald der Teilnehmer ein bisschen unter Stress kommt, dann zeigt sich das deutlicher, wenn zum Beispiel der entsprechende Personalreferent mit Metaprogrammen arbeitet, was sehr häufig gemacht wird. Und deswegen gibt es da die sogenannten Außenpositionen. Die meisten Menschen bewegen sich im entspannten Zustand irgendwo mittig und wir können es gar nicht so genau feststellen.
Florian: Das wäre jetzt so wie in meinem Beispiel mit den Regeln. Natürlich hält sich mein Kollege auch dran, mit Gabel und Messer zu essen in der Kantine. Also es gibt bestimmte Regeln, an die er sich auch halten kann, wenn er oder sie das für sinnvoll halten an so einer Stelle. Da ist auch nicht viel Energie drin.
Miriam: Nein, es ist einfach dann nicht spannend.
Detail und Global: drei Seiten Mail oder ein Wort
Miriam: Und um das vielleicht nochmal ein bisschen konkreter zu machen, wie gesagt, im Podcast 160 hatten wir das Beispiel schon mal. Du kennst vielleicht Menschen, die unfassbar detailliert über irgendwas erzählen, sobald sie erzählen dürfen. Und die kennen wir alle. Also es gibt sie einfach. Und die reden dann und reden und reden. Ich erlebe das sehr häufig bei Zuschriften, die wir bekommen. Jetzt zum Beispiel für diese Umfrage, schenk uns dein Thema für den Podcast. Manche Mails, die mich erreichen, haben drei Seiten. Und da geht es um ein Thema, das dann am Ende rauskommt mit, wie kann ich entspannter mit meiner Freundin umgehen. Das ist das Thema. Nur um das genau zu erklären, was derjenige damit meint, habe ich dann drei Seiten Text zu lesen. Wann die sich kennengelernt haben, seit wann die zusammenleben, wann die zusammengezogen sind, warum die nochmal umgezogen sind, warum sie bis jetzt noch keine Kinder haben. Das steht da sozusagen alles drin und bis er dann zum Punkt kommt, also bis er mir schildert, was das Thema genau sein soll, habe ich schon die Geschichte der ganzen Beziehung konsumiert. Vielleicht verstehe ich es dadurch besser, vielleicht auch nicht. Nur da ist eben viel Detail drin. Andere tatsächlich schreiben mir auf die Aufforderung, schick uns dein Thema, eine Mail, wo drinsteht, wie kann ich besser mit Veränderungen umgehen. Das ist mein Thema, liebe Grüße. So und da haben wir schon ungefähr eine Idee von, wie jemand, wenn er sich so anfängt Gedanken zu machen, wie kann ich denen das jetzt erklären und da ist ja ein bisschen Stress drin, also wie bringe ich das Thema an Miriam und Florian jetzt ran. wird der eine eben wahnsinnig detailliert und der andere wird umso und das ist jetzt der Gegenpol dazu globaler. Und dann gibt es welche, die schwimmen so irgendwo in der Mitte. Die schreiben drei, vier Sätze schon zu ihrem Thema, um es ein bisschen zu erläutern. Und sehr klar und deutlich kommt gleich am Anfang oder relativ schnell auch der Themenwunsch. Das ist so diese Mittellage. Und dir ist das wahrscheinlich im Gespräch mit Kollegen, mit Freunden schon aufgefallen, dass du bei manchen Menschen zögerst, denen die Frage zu stellen, wie ihr Urlaub war. Weil du weißt, du bist eine Stunde beschäftigt mit dem Zuhören.
Florian: oder du weißt, da kommt sowieso nichts hin, also da kommt nur ein Gut und dann kommt nichts mehr.
Miriam: Ja genau, das geht auch.
Florian: Das wäre ja die Kehrseite der Medaille.
Miriam: So und das ist eins dieser vielen Metaprogramme und wir nennen es eben Detail auf der einen Seite und Global auf der anderen. Die Globalen, die alles in sehr kurze Worte fassen und immer so einen Blick auf das Ganze haben und die Detaillierten, die... Eben in allem Details finden und auch suchen und auch sich wünschen. Und es ist lustig, es gibt kein schlechter und kein besser. Sozusagen deine Position ist entscheidend. Wo bist du da ungefähr angesiedelt? Wenn es bei dir so in der Mitte ist, wirst du die beiden Außenpositionen feststellen. Wenn du es super findest, wenn einer einfach nur mit gut antwortet auf deine Fragen, hätte ich eine These, wo du dich eher einsortierst auch.
Florian: Und dann gibt es kein gut oder schlecht, sondern vielleicht ein gewohnter oder ungewohnter, ein für bestimmte Kontexte nützlicher oder weniger nützlich.
Miriam: Weil es gibt Berufe, da würde ich als Personalreferent garantiert jemanden finden wollen, der viele Details sortiert. Zum Beispiel in der Buchhaltung. Wenn da jemand absolut global tickt, dann ist das keine gute Idee für alle Belege zusammenfinden, auch den kleinsten Betrag sehr genau nehmen, auf den Cent genau ausrechnen, auf den Cent genau auch haben wollen. Das ist etwas, wo wirklich Details gefragt sind. Bei der Innenausstattung, bei der Dekoration von der Schaufensterscheibe, wenn da jemand nicht detailliert tickt, dann weiß ich nicht, wo sonst.
Florian: und diese eben auf der Berufsfinde da zu beraten oder da die Metaprogramme zu nutzen, das ist so eins der typischen Beispiele, wo die praktisch sind.
Miriam: Beim Chirurg würde ich mir auch detailliert wünschen.
Florian: Ja? Gefällt mir gerade so, ja. Weil so global. Oder das große Ganze im Blick behalten. Ah, nee.
Miriam: Ah, weiß ich nicht. Ja gut, da könnte man jetzt weiter diskutieren. Nur ich glaube, beim Chirurg fände ich es gut, wenn der auch die kleinsten Gefäße wieder zusammenbaut.
Florian: Und es heißt ja nicht, dass die es wieder können, dass die es nicht können, sondern die Frage ist immer, wo geht die natürliche Tendenz hin? Und dann können sich Menschen natürlich auch Systeme schaffen, in denen die mit ihrer Tendenz einfacher umgehen können oder in denen es irgendwie schwieriger ist.
Miriam: und oder eben entspannt bleiben. Weil wir davon ausgehen, dass im entspannten Zustand der Zugriff auf beides möglich ist, selbst wenn jemand irgendwo normalerweise eine Außenposition beziehen würde. Auch für die globalen gibt es ja wichtige, also gibt es Positionen, wo die sehr gut aufgehoben sind. Da, wo der Blick aufs große Ganze eben auch besonders wichtig wird. Dass jemand von oben auf die Sache guckt. Da kannst du dir jetzt selbst mal Gedanken machen, was dir da noch so alles einfällt, also welche Berufe, das ist immer so ein Spiel, was wir spielen können und was auch in dem Buch Wort sei Dank gespielt wird, da geht es hauptsächlich um die Karriere, wo kann ich welche Stärken besonders gut einsetzen oder wie kann ich mit meinen Stärken eben auch in Positionen, wo die vielleicht nicht so gefragt sind, trotzdem was Gutes tun oder wie kann ich da trotzdem was Gutes mit erzeugen. Also das ist ein ziemlich cooles Thema und wir hatten uns dann überlegt, weil wir ja schon drei dieser Meta-Programme vorgestellt haben in der Folge 160, was wir heute noch tun können oder was wir heute noch liefern können.
Prozedural oder optional: nach Rezept oder aus dem Bauch
Florian: Einen kleinen Bonus gab es schon mit den Regeln.
Miriam: Es wird selten angesprochen, dieses Meta-Programm und ich finde es auch cool. Und es gibt eins, das finde ich ganz pfiffig zu wissen, da kannst du jetzt gleich auch auf die Finde gehen in deinem Freundes- und Bekanntenkreis.
Florian: Erstmal vielleicht sogar bei dir selbst. Wo fühlst du dich am wohlsten?
Miriam: und wo wird es vielleicht auch im Stress noch etwas heftiger. Und da gibt es die Menschen, die zum Beispiel immer nach Rezept kochen oder die niemals ohne einen Einkaufszettel einkaufen gehen würden oder die sich, wenn sie was vorhaben, einen Schritt-für-Schritt-Ablaufplan machen möchten.
Florian: Die sich am wohlsten fühlen, wenn es da so eine, wenn ganz klar ist, als erstes wird das gemacht, dann als zweites das, als drittes das, als viertes das und als fünftes das.
Miriam: und die auch darauf schauen, zum Beispiel in Sitzungen, bei Elternabenden gibt es welche, die fordern definitiv ein Protokoll ein, das sich an der Agenda ausrichtet, die vorher bitte auch gemacht wird. Manchen ist das total egal. Die finden es okay, wenn sie eins haben und es ist auch okay, wenn keins da ist. Und andere wiederum verdrehen die Augen, wenn jemand sagt, können wir ein Protokoll machen oder können wir bitte vorher schon die Punkte aufschreiben, über die wir heute sprechen wollen. Können wir die erstmal sammeln und dann nach Priorität sortieren? und da siehst du, welche da auschecken von den Anwesenden. Und dieses Metaprogramm heißt Prozedural auf der einen Seite, also jemand, der immer nach Rezept kocht, weil es wichtig ist, jeden Schritt einzuhalten und es gibt auch ein sichereres Gefühl und es gibt auch ein besseres Essen. Oder jemand, der sich vor den Kühlschrank stellt und denkt, oh, da ist Paprika und Rosenkohl, da bekommen wir doch was super hin. Ich google mal, ob Paprika und Rosenkohl irgendwas gibt oder ich schmeiße es einfach mal in den Topf.
Florian: So und jetzt da darfst du dann ganz genau aufpassen, weil es gibt möglicherweise kommt jetzt sowas hinein auch und da unterstützt sich das ein oder andere Metaprogramm mit einem anderen. Das heißt nicht, dass jemand, der sehr strukturiert, prozedural vorgehen möchte, nicht jedes Mal das gleiche Rezept irgendwie anders kocht, sondern das Wichtige ist dann diese Schrittigkeit, die da drin ist und dieses Folgen einer Anwendung. von außen ist Folgen einer Anleitung. Oder dass jemand, der optional ist, nicht immer wieder die gleiche Geschichte machen kann, bloß eben leicht anders ans gleiche Ziel kommt. Das wäre dann wieder was, das ist natürlich dann besonders auffällig, wenn jemand die Sachen immer gleich haben möchte und auch noch eine Prozedur dafür haben möchte. Und im NLP betrachten wir das tatsächlich als zwei getrennte Metaprogramme.
Miriam: Das stimmt. Deswegen, wie gesagt, nehmen wir uns auch in Practitioner für dieses Es ist ja eher ein Werkzeug im Werkzeugkoffer. Es ist ja kein Format im NLP.
Florian: Und das ist eben sehr praktisch auch bei Sales oder bei der Einstellung von neuen Leuten.
Miriam: Es wird auch in der Kriminalistik benutzt. Es ist auch schön, dass im Kontakt mit Studenten, mit Schülern oder mit Patienten, Ärzte, die wir kennen, finden das super, weil sie Patienten dadurch individueller betreuen können und besser wahrnehmen können, was für die wichtig ist. Einem Patienten eben Schritt für Schritt zu erklären, wie die Behandlung ablaufen wird oder ein Patient, der einfach nur hören will, alles wird gut.
Florian: beim Umgang mit Kommentaren und Anfragen über Social-Media-Kanäle. Ist das auch sehr praktisch.
Miriam: Ja, genau. Also das heißt, wir haben über die Meta-Programme sehen wir die Möglichkeit und es ist eine von vielen. Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss aus unserer Sicht. Es ist eine schöne Möglichkeit, mit Menschen noch besser umzugehen, sich besser anzupassen. Da sind wir wieder im Leading und Pacing und auch darüber haben wir schon Podcasts gehalten. Wir laden dich da sehr herzlich zu ein. Also natürlich das Buch Wort sei Dank empfehlen wir dir an der Stelle. Das ist ganz nett zu lesen, um mal so ein bisschen einen Eindruck zu bekommen von Meta-Programmen. Im Practitioner holen wir groß aus und im Internet gibt es unfassbar viel dazu zu lesen. Eine kleine Warnung möchte ich vielleicht noch zu diesem Podcast und generell zu solchen Systemen aussprechen. Wir Menschen sind so viel mehr als irgendein System, das sich jemand ausdenkt. Wir Menschen sind so facettenreich und so unterschiedlich, so wunderbar individuell in allem, was wir sind. Und wir haben alle so viele Stärken und nicht nur eine besondere oder eine, die besonders hervorkommt. Und deswegen gehen wir auch davon aus, dass Menschen erstens mehrere Außenpositionen haben und allein schon die Kombination dieser Außenpositionen in Metaprogrammen Was ganz Spannendes erzeugen, ein ganz spannendes, tolles, individuelles Stärkenprofil von einem Menschen. Mehr geht jetzt in so einer Podcast-Folge aus unserer Sicht und das mag ein Glaubenssatz sein nicht, weil wir einfach das Thema auch für zu bildschön halten.
Wie du Metaprogramme üben kannst
Florian: Wie würde denn jetzt jemand üben? Das war ja die Frage, glaube ich.
Miriam: Also üben geht in meiner Welt schon, indem du zum Beispiel aus so einem Buch wie Wort sei Dank, du dir mal eins der Meta-Programme rausgreifst und nicht alle 30, sondern eins. Das wirklich mal durchdringst, in Ruhe durchliest und danach mal auf die Finde gehst da draußen, wo dir das über den Weg stolpert. In Team-Meetings, da wo du Menschen triffst, in Vereinen, in Schulklassen, wo auch immer du dich aufhältst, wo du mit vielen Menschen zusammen bist, Treffen mit Freunden, Grillparty.
Florian: Einfach mal darauf achten für ein paar Tage, eine Woche. Dieses, nur dieses eine Meta-Programm rauszunehmen und zu überlegen, ja, was ist jetzt mit dieser Person?
Miriam: Bei welchen Menschen fällt dir das besonders auf und bei welchen vielleicht gar nicht? Ja, da spielt das gar keine Rolle. Das ist sehr spannend, das mal auf diese Weise zu betreiben, weil da draußen menschelt es und kommuniziert wird immer. Auch gut, um Metaprogramme erfahren zu können, bei anderen, vielleicht auch bei sich selbst, ist, sich Fragen zu stellen. Wie mache ich denn bestimmte Dinge? Wie motiviere ich mich denn dazu, bestimmte Dinge zu lernen? Oder mir, zum Beispiel, wie verhalte ich mich in Situationen, die neu sind? Wie verhalte ich mich in meiner Beziehung? Was ist mir besonders wichtig in der Beziehung? Das sind alles solche Fragen, die kannst du dir mal stellen und da purzeln auch diese Metaprogramme raus bei den Antworten. Schreibst du besonders lange Texte dann auf oder gibst du besonders ausführliche Antworten? Oder sagst du eher, in der Beziehung ist mir wichtig, dass wir uns lieben? Ist gut, wenn Menschen sich lieben. Ja.
Florian: Dann belassen wir es heute schon dabei.
Miriam: Finde ich auch. Und wir sind mitten im großen Schenk-uns-deine-Themen-Bereich. Das heißt, wir machen noch einige Folgen mit Hörerwünschen. Wir freuen uns, wenn du noch einreichst unter info-at-kontext*denken.de. Der nächste Practitioner findet im Mai statt und zwar vom 1.5., der erste Block. Und dann gibt es den zweiten Block vom 1. bis 5.6.2020. Es sind noch Plätze frei, melde dich gerne bei uns. Wenn du mehr Informationen dazu haben möchtest, die schicken wir dir sehr, sehr gerne kostenlos und unverbindlich zu. Ansonsten gibt es auch ganz viel auf unserer Website www.kontext*denken.de. Wir verabschieden uns bis zum nächsten Dienstag.
Florian: Das klang ja jetzt sehr professionell.
Miriam: Ich bin professionell, was sowas angeht. Und strukturiert prozedural.
Florian: Dann schlumpel ich jetzt halt mal hier so raus aus dem Podcast. Tschö dann, bis bald.
Miriam: Macht's gut, ihr Lieben. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.