NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 186

Leichter mit Veränderung umgehen!

...oder soll doch lieber alles so bleiben wie es ist?

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In dieser Folge

Darum geht es

...oder soll doch lieber alles so bleiben wie es ist? Miri und Florian starten mit dieser Folge eine Reihe von Podcasts mit Hörer-Themenwünschen. Und ja, wir finden, dass dieses Thema deutlich die richtige Feuerwerks-Qualität hat, um das kontext-denken-Wunschkonzert mit einem „Tutti“ zu eröffnen. Veränderungen im Leben können sich bisweilen schräg, unangenehm oder auch ungerechtfertigt anfühlen. Wie nun sollten Menschen unter Berücksichtigung der NLP Vorannahmen mit Veränderung umgehen? Die Antwort ist recht simpel: Entspannt. Denn ein entspanntes Gehirn ist zu großem in der Lage. Vor allem zu Flexibilität. Dass der Flexiblere es in Veränderungszuständen einfacher hat, als der Unflexible, scheint vermutlich auch dem größten NLP-Gegner plausibel. Und das mit dem Entspanntbleiben ist in der einen oder anderen Veränderungssituation sicher erst einmal leichter gesagt, als getan. Selbstverständlich liefert diese Podcastfolge Tipps, um mit Veränderungen leichter umzugehen. Um genau zu sein, gibt es aus Miri’s Sicht EINEN sehr probaten, superleichten Kniff… und auch der ist in dieser Folge versteckt. Viel Freude bei all der Veränderung – und in Zukunft wünschen Miri und Flo. Und das kontext*denken Veränderungs-Team. Miri erzählt vom schweren Abschied vom Seminarort auf dem Berg im Sauerland und von ihrer Furcht vor dem neuen Alltag nach zehn Jahren QVC — und wie aus dem "Grauen" ihre größte Freude am Bürotag wurde. Florian bringt zwei Modelle mit: die J-Kurve nach Virginia Satir und die vier Räume der Veränderung. Es geht um das Stammhirn und seinen "Nein!"-Impuls, ums Dranbleiben in kleinen Schritten (Japanischlernen, Stricken, Fitnessstudio) und um den Unterschied zwischen selbst gewählter und von außen aufgezwungener Veränderung. Und um den einen simplen Gähn-Trick, der dein Gehirn beruhigt, wenn es Alarm schlägt.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Das erste Hörerthema: Wie komme ich besser mit Veränderungen zurecht?
  2. Abschied vom Berg: Wenn eine gute Entscheidung sich trotzdem schwer anfühlt
  3. Das Stammhirn und der "Nein!"-Impuls: Warum Entspannung Veränderung erleichtert
  4. Kleine Schritte, dranbleiben: Japanisch, Stricken und das Fitnessstudio
  5. Vom Grauen zur größten Freude: der neue Alltag nach QVC
  6. Von außen aufgezwungen? Der Gähn-Trick und was du trotzdem tun kannst

Eine Freundin ruft an und zieht nach Neuseeland. Der Chef stellt dich um, ohne zu fragen. Oder du hast selbst eine große Sache angeschoben und stehst plötzlich auf halbem Weg und denkst: Wollte ich das wirklich? Miri und Florian starten mit dieser Folge ihre Reihe mit Hörer-Themenwünschen — und das erste Thema kommt direkt aus dem Alltag: Wie komme ich besser mit Veränderungen zurecht? Ihre kurze Antwort ist "entspannt". Warum das kein leerer Ratschlag ist und was das mit deinem Stammhirn zu tun hat, erzählen sie hier ganz konkret — vom Abschied vom Seminarort auf dem Berg bis zu Florians erstem Satz auf Japanisch.

Das erste Hörerthema: Wie komme ich besser mit Veränderungen zurecht?

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Es gibt viele Veränderungen dieses Jahr in unserem Leben. Zu viele.

Florian: Zu viele. Das heißt, wir fahren wieder Veränderungen zurück.

Miriam: Zu viele Veränderungen auf einmal. Ist auch nicht gesund. Kann nicht gesund sein.

Florian: Woher willst du das denn wissen?

Miriam: Kann nicht gesund sein. Ja, immer schön der Reihe nach. Weiß ich nicht, in meiner Welt kann es nur irgendwo ein Maß geben, wo Veränderung einfach auch zu viel ist. Wir starten übrigens heute mit der Reihe, ihr fragt und wir, nein, ihr stiftet uns die Themen und wir behandeln die im Podcast, das ist das erste Hörerthema, was heute dran kommt.

Florian: Und wie heißt das Thema genau?

Miriam: Das Thema genau ist, wie komme ich besser mit Veränderungen zurecht? Und die Hörerin hat nicht geschrieben, dass ihr Name genannt werden soll.

Florian: Deswegen keinen Namen zu nennen.

Miriam: Genau.

Florian: Okay. Wie komme ich besser mit Veränderungen zurecht? Das ist die Frage. Entspannt.

Miriam: Dann ist der Podcast damit auch schon vorbei. Das sind Fragen, die wir mögen, beziehungsweise Themen, die wir sehr lieben.

Florian: Oder lustig, würde auch funktionieren.

Miriam: Ja, und lustig ist schon fast forward. Also manche Veränderungen sind ja erstmal im ersten Moment nicht so, fühlen sich nicht so angenehm an. Für manche Menschen. Es kann ja sein, dass eine Veränderung im Leben ist, wo manche Menschen erstmal sagen, will ich das so? Ist das jetzt wirklich eine gute Idee? Manche Veränderungen passieren ja auch ohne das Gefühl dabei zu haben, sie selbst verursacht zu haben. Also zum Beispiel, dass, keine Ahnung, irgendeine Freundin anruft und sagt, sie zieht jetzt nach Neuseeland und dann ist die weg. Da habe ich ja nicht... Da hast du gar nichts selber gemacht, sondern... Ich habe der ja nicht gesagt, die soll weggehen oder so. Und die geht dann weg und dann ist die weg und dann...

Florian: Und dann?

Miriam: Fühle ich mich ganz ein. Ja, ist doch so. Ich nehme jetzt ein Beispiel, was irgendwie relativ weit hergeholt scheint, nur ich glaube, dass alle Hörer wissen, wovon ich rede. Oder dass der Arbeitgeber irgendwas bestimmt und sagt, so, wir kürzen hier jetzt Arbeitsplätze und Sie, Frau Müller, arbeiten jetzt nicht mehr als Fachbereichsleiterin für das, sondern Sie machen jetzt plötzlich das. Das ist auch eine Veränderung, die Frau Müller vielleicht gar nicht wollte oder die sie nicht intendiert hat.

Florian: Die vielleicht nie, also wozu auch?

Miriam: Und wir haben vielleicht auch alle in unserem Leben schon mal sowas gehabt, wo wir dachten, das ist jetzt schräg. Also ich kann das total nachvollziehen. Und wie können Menschen dann besser mit sowas umgehen, wenn sie das Gefühl haben, dass es eine Veränderung ist, die sie nicht hervorgerufen haben, sondern die so mit ihnen passiert, vielleicht. Weil bei Veränderungen, die Menschen selbst hervorgerufen haben, dadurch, dass sie was gesagt, was getan, was angeschubst haben, das wäre ja nochmal eine andere Situation, oder?

Florian: Da ist mehr Freiwilligkeit mit drin, ne?

Miriam: Ja, oder so Verantwortlichkeit. Weißt du, da habe ich da selber was mit zu tun. Jetzt habe ich das gesagt, jetzt ist es so, so jetzt komme ich da vielleicht irgendwie mehr oder weniger gut mit klar. Ich hatte sowas auch. Florian und ich haben so einen Deal zum Beispiel. Also ich bin jemand, der gerne fast forward ist, das heißt Florian und ich denken uns irgendwas aus, für den Beruf oder auch privat und ich spinne das dann aus und habe die tollsten Gedanken und die tollsten Pläne und erzähle Florian, boah, wenn wir das machen würden, dann wäre das so und so und so und dann so auf halbem Weg, wenn wir das dann tun, denke ich plötzlich, vielleicht war das jetzt doch eine Veränderung, die zu groß, eine Nummer zu groß war. Vielleicht wollen wir das gar nicht so. Und dann ist Florian derjenige, der so sagt, nö, jetzt haben wir das angefangen, jetzt haben wir das gemacht, jetzt bringen wir das zu Ende.

Florian: Das ist schön, nur ich wäre überhaupt nicht der, der das so fast forward starten würde. Ja, das stimmt. Also Miriam ist diejenige bei uns, die die Themen dann anschiebt, die eine große Begeisterung in manchen Themen entwickelt und die werden dann angeschoben. Nur wenn die mal angeschoben sind, dann schiebe ich die halt weiter.

Abschied vom Berg: Wenn eine gute Entscheidung sich trotzdem schwer anfühlt

Miriam: Ja, das stimmt. Und wie. Und jetzt, das war eine ziemlich, zum Beispiel, wir haben jetzt funkelnagelneue Seminarräume, die sind wunderschön, wir hatten unsere ersten Seminare jetzt dort, das ist fantastisch. Und wir waren vorher an einem Ort, der uns beiden sehr gut gefallen hat, als Seminarort. Also dieses Arnsberg im Sauerland, auf einem Berg, mit toller Aussicht, den Sternensender.

Florian: Übrigens auch ein wunderschöner Ferienort.

Miriam: Urlaubsort, ja. Und dort zu lehren, dort Menschen etwas beizubringen, war Luxus oder fühlte sich für mich an wie echter Luxus. Und ich bin dort wahnsinnig gerne hingefahren und ich hatte auch immer das Gefühl, dass mir das auch sehr gut tut, obwohl wir dort sehr viel gearbeitet haben und sehr wenig geschlafen teils und so. Und es war irgendwie das Gefühl, dass mir dieser Ort auch gut tut. Und wir entschieden, oder Florian war derjenige, der das dann sehr pushte, zu Recht, also unter Abwägung aller Dinge, die wir jetzt gerade im Leben haben, war es eine sehr schlaue Entscheidung zu sagen, wir haben jetzt eigene Räume. Und das war dann sehr schnell auf gleich. Wir hatten sozusagen das Jahr 2020 schon auf dem Berg geplant. Und dann entschieden wir eigene Räume und für mich war das so, oh nein, jetzt nehmen wir Abschied. Das war so mitten im Seminar gefühlt, dass ich plötzlich, dass mir klar wurde, das ist jetzt das letzte Mal, dass wir hier oben sind, wo alles so gewohnt ist, wo ich mich so wohl gefühlt habe immer und das war ganz traurig und dann habe ich, wenn ich abends dann vor der Terrasse von unserem Zimmer saß dort und habe in die Sterne geguckt, war mir immer ganz traurig zumute. Und jetzt, wo wir die ersten Seminare gegeben haben, hat sich da schon was dran verändert. Nur dieses, dass da eine große Veränderung für unser Wirken als NLP-Trainer drin ist, das war für mich schon, oder fühlte sich herausfordernd an.

Florian: Da gibt es ja auch die unterschiedlichsten Denkmodelle dazu, die ich in Veränderungsfortbildungen schon gelernt habe. Da gibt es eine J-Kurve von der Virginia Satir zum Beispiel, die sehr gerne zitiert wird. Dass wie so bei einem Schreibschrift-J erstmal so ein kleiner Huggel entsteht, wenn eine Veränderung passieren soll, dass wir so ein bisschen hochgehen. In Richtung eines neueren, höheren, besseren Zustandes und dann erstmal wieder nach unten gehen, in ein Tal der Veränderung rein oder manchmal heißt es auch Tal der Tränen rein, wo die Veränderung eben auch ganz viel komische Gefühle hervorruft. Abschied. Und dadurch wird es erstmal ungewohnter und schwieriger und von dem Zustand, auf dem wir bisher waren, da sind wir jetzt schon ganz schön weit entfernt. In Unternehmen würde das zum Beispiel auch heißen, dass die vielleicht ein Stückchen langsamer werden, also dass ein Team grundsätzlich besser werden möchte, nur jetzt erstmal ein Stück weit langsamer wird. Eine schöne Metapher dafür finde ich, so wie auf der Autobahn. Wir brauchen einfach Kapazität, um Kapazität auszubauen. Das heißt, es gibt erstmal eine Baustelle in dem Team dann drin. Da sind die Spuren ein Stückchen verengt. Dadurch wird es irgendwie am Anfang schwieriger. Nur dann haben wir vielleicht eine zusätzliche Spur irgendwann mit dabei. Das ist das Denkmodell, das unter dieser Kurve drin ist und irgendwann geht es eben diesen Anstieg im J nach oben und dann kommen wir auf einen neueren, auf einen neuen Level drauf, auf einen, der idealerweise natürlich höher ist als das, wo wir gestartet haben.

Miriam: Das wäre eine gute Idee.

Florian: Und da ist ja dieses, in diesem Modell ist das auch mit drin, dieser Abschied oder dieses fühlt sich erstmal doof an, dass wir da irgendwie in irgendeiner Form durchgehen dürfen.

Das Stammhirn und der "Nein!"-Impuls: Warum Entspannung Veränderung erleichtert

Miriam: Es hat ja auch was mit, wie arbeitet unser Gehirn zu tun. Es gibt ja diese Theorie, dass unser Stammhirn, also der älteste Teil des Gehirns, der tatsächlich dafür zuständig ist, dass wir einfach nur überleben, also der hauptsächlich tagsüber dafür sorgt, dass unser Herz weiter schlägt, auch wenn wir schlafen, dass wir dann weiter atmen, dass wir verdauen, ohne darüber nachzudenken, dass dieses Gehirn auch noch eine weitere Funktion hat und zwar möchte das gerne gleich gleich haben. Das heißt, früher, als es doch um das Überleben vor Bedrohungen ging, wie Säbelzahntiger oder Mammuts oder wilde Stämme, die einander angegriffen haben, da war eben die Strategie, die uns heute hat überleben lassen, auch für morgen eine gute Strategie. Und deswegen war Veränderung nicht so gut. Also da was dran zu rühren, war Blödsinn. Und das Gehirn gibt sozusagen Alarm, dieses Stammhirn, wenn wir größere Veränderungen in unserem Leben wahrnehmen. Dann kommt da so ein Impuls von, nein! Nein, wir haben es gestern so gemacht wie heute. Wenn wir das jetzt verändern, dann könnten wir sterben. Und das ist schon eine massive Attacke emotionalerseits. Also da gehen schon manche Menschen ganz schön mit, ich sag jetzt mal, schwanger.

Florian: Und dann deswegen die Antwort, entspannt und witzig, als Umgangsart mit Veränderung. Und wir sind in Orlando und wir machen ja im Moment das Trainerstraining wieder mit und haben da auch ein T-Shirt, auf dem draufsteht, Make Good Brain Juices. Wir wollen guten Gehirnsaft machen, weil guter Gehirnsaft heißt, dass unser Gehirn entspannt ist, also dass wir entspannt sind und dass wir Spaß zusammen haben und viel lachen. Veränderungen leichter stattfinden, weil das Stammhirn nicht auf die Idee kommt zu sagen, Gefahr, Gefahr, Gefahr, Säbelzahntiger könnte hier sein, sondern es ist alles so locker und leicht und flockig und da sind dann große Veränderungen, kannst du einfach ganz in dein Leben integrieren, so nebenbei. Das ist das, was dann möglich ist, wenn wir eben entspannt bleiben an mancher Stelle.

Miriam: So, jetzt ist ja diese Grundansage, bleib entspannt. Er hilft nichts, ne? Für viele Menschen. Das kann ich jetzt nicht. Das fühlt sich gerade nicht so an. Ich weiß, als ich vor, das ist jetzt fast schon anderthalb Jahre her, bei QVC, damals bei meinem Fernsehkaufhaus, bei dem ich zehn Jahre lang gearbeitet habe in Festanstellung als Moderatorin im Fernsehen. Als ich damals kündigte dort, da hatten Florian und ich, das war keine Entscheidung bei mir von heute auf morgen. Ich bin nämlich eine sehr treue Seele tatsächlich und ich tue mir tatsächlich auch, deswegen kann ich das so nachvollziehen, schwer mit solchen Veränderungen, die sich für mich sehr maßgeblich anfühlen. Also wo auf der einen Seite viel Gutes ist und wo ich gar nicht das innere Bedürfnis hätte, jetzt aus Schmerzen heraus da irgendwas zu verändern dran, weil es ist ja viel Gutes dabei. Und auf der anderen Seite diese Veränderung notwendig erscheint für neue Projekte, neue Ziele, neue Möglichkeiten im Leben. So dieses, wenn du eine Tür zumachst, dann hast du die Hände frei, um eine andere aufzumachen. Ja, ich mag's auch nicht mehr. Seit ich den Business Line lese, ertappe ich mich bei so.

Florian: Was ist denn der Business Line?

Miriam: Oh, der Business Line ist ein Blogger auf Instagram, der so diese metaphorisch schwerwiegenden Sprüche von Motivationären aufs Korn nimmt und die satirisch verzerrt.

Florian: Oder mal beim Wort nimmt.

Miriam: Oder beim Wort nimmt, genau. Und ich habe hier schon echt auf dem Sofa gesessen und Florian fast schon genervt mit meinem Lachen, weil ich den ganzen Abend durchgelacht habe, als ich seine Seite durchgelesen habe. Wohlwissend, dass wir auch zu diesem Stammen der Trainer gehören.

Florian: Also er nimmt dann so Sprüche wie, wenn du den Weg nimmst, den alle nehmen, wirst du auch nur dort ankommen, wo alle ankommen. Und schreibt dann unten drunter irgendwie sowas wie, also fahre ich nicht mehr auf der Autobahn von Berlin nach München, sondern nehme die Landstraße.

Miriam: Genau. So Vorsicht mit solchen Geschichten, weil das macht ja auch Bilder bei uns im Kopf, die unter Umständen vielleicht wieder dafür sorgen, dass wir uns eher einschränken als befreien. Und was du willst, ist ja dich befreien, das heißt gerade auch in diesem Raum oder in diesem Zuge einer Veränderung, es ist ja wichtig, dieses Gefühl stabil zu halten von du bist immer in Sicherheit. Und ich glaube, dass das eine Rolle spielt. Florian hat das weniger als ich. Also wir beide sind da unterschiedlich aufgestellt. Ich habe das Gefühl, dass Florian schon deutlich entspannter umgeht mit Veränderungen im Leben. Es gibt welche, die auch bei Florian, da habe ich eher so das Gefühl, die sind dann so lästig. Also so mehr lästig als jetzt dieses oh je, oh je. Ja, also auf jeden Fall war das, als ich damals dann eben die Entscheidung für mich treffen wollte, war das ein sehr langwieriger Prozess, bei dem Florian mich auch tatsächlich als Coach, nicht nur als Traummann und als wunderbarer Partner, sondern auch als Coach unterstützt hat, weil ich das wollte. Weil ich das Gefühl hatte, dass ich alleine auch damit mich tatsächlich überfordert fühle. Und ich weiß, dass Florian ein brillanter Coach ist und dass es ihm nicht, ihm persönlich, es wäre total okay gewesen, wenn ich gesagt hätte, ich bleibe bei QVC. Und das ist, glaube ich, das Wichtige, was mir da widerfahren ist. Ich habe plötzlich die Freiheit gespürt, diese Veränderung in mein Leben zu holen, wenn ich das will. Und dass eine Veränderung eben auch sowas bedeuten kann, wie wir Menschen sind frei, in unserem Leben Dinge zu verändern oder Veränderungen als Möglichkeit anzunehmen. Das hat was mit Freiheitsgefühl zu tun. Ich weiß, dass die Veränderung ständig dann, als es dann erledigt war, als ich dann gekündigt hatte und als ich wusste, das kommt jetzt irgendwann, irgendwann wird jetzt der Tag in nicht mehr allzu ferner Zukunft sein, wo ich das letzte Mal in dieses Fernsehstudio gehe und das letzte Mal dieses Mikrofon anziehe und das letzte Mal die Kollegen sehe, so wie ich sie häufig gesehen habe. Das war immer so zwischen Gruseln und ich freue mich auf das, was danach ist. Und das ist super schräg von der Gefühlslage her.

Florian: Bei mir ist es tatsächlich dann sehr schnell die Vorfreude auf das Neue, was kommt. Also dieses sehr schnell abgeschlossen haben mit dem Alten. Wenn ich die Entscheidung mal gefällt habe, dann ist es ein sehr schnell konsequent. Zum Beispiel, wenn ich in ein neues Projekt reingehe oder als ich früher umgezogen bin, dann ging das ratzfatz.

Miriam: Ja, das stimmt. Ja, so kenne ich Florian. Also das ist dann, ja.

Florian: Ich brauche viel länger für die Entscheidung als Miriam an der Stelle. Oder ich nehme mehr Energie auf. Die Hürde ist da tatsächlich für mich eine andere. Nur das ist ja das, wo wir dann zusammenkommen. Wenn die Entscheidung mal gefallen ist, dann bleib einfach dran. Das ist das, was bei mir im Kopf dann entsteht. Und ja, und dann, ich kenne ein zweites Modell, das ich bei den Kommunikationslotsen gelernt habe in der Facilitator-Ausbildung, also wie Großgruppenmoderation funktioniert oder Workshop-Moderation für richtig große Gruppen geht. Die haben das Modell vorgestellt von einem schwedischen Forscher, der Herr Jansen, der vier Räume der Veränderung. Und wir starten in der Komfortzone und dann gibt es erstmal eine Verleugnungsphase, also dass manchen Menschen überhaupt nicht klar ist, dass jetzt irgendwas zu tun ist oder irgendwas zu verändern wäre. Und das ist was, was ich in Organisationen dann schon auch erlebe. Die einen sagen, da sollte eine Veränderung her, wir möchten was verändern. Und so wäre das ja vielleicht auch in einer Partnerschaft oder in einer Familie, dass jemand sagt, ich hätte jetzt gerne mal was anders oder lass uns doch mal was anders machen. Und dann die erste Reaktion darauf ist eine Verleugnung. Wozu brauchen wir denn das jetzt? Wir hatten ja letzte Woche das Thema mit dem, was wenn ein Partner NLP macht und der andere oder die andere nicht. Und auch da wäre das ja sowas. Hier braucht sich keiner verändern. Und danach kommt eine Phase der Verwirrung und dann die Erneuerung. Und in dem Modell ist es notwendig, durch all diese Phasen durchzugehen, um tatsächlich einmal den Zyklus abzuschließen. Also es ist auch... Auch da ist eingebaut, dass es sich zwischendrin mal kurz seltsam anfühlt. Es scheint eine universelle Erfahrung zu sein, dass manche Veränderungen komisch sind zwischendurch. Vielleicht auch gepaart deswegen, weil viele Leute es eben nicht so entspannt mit aufnehmen oder da Stress dann zum Beispiel im Job entsteht.

Miriam: Oder vielleicht, weil der Anspruch so hoch ist, dass immer gleich alles perfekt sein sollte. Das haben wir ja vorhin mit dem Team, dass erstmal durch so eine enge Baustelle durch darf, dass gleich der Anspruch ist, wenn wir jetzt was verändern, dann darf es auch morgen irgendwie schon in Perfektion, in perfekter Form vorliegen. So wie wenn wir... Also da finde ich dieses Bild von dem Kind, das was lernt, immer so schön. Also wie lernen Kinder laufen oder wie lernen kleine Kinder sprechen. Und es klappt nicht von heute auf morgen. Um genau zu sein, ist es ein Prozess, der sich über Monate oder Jahre hinzieht. Und das ist sehr lang, finde ich.

Kleine Schritte, dranbleiben: Japanisch, Stricken und das Fitnessstudio

Miriam: Und wenn wir überlegen, wie schnell wir Menschen heute den Anspruch haben, eine neue Sprache zu können. Also wie schnell Florian sich jetzt zum Beispiel auferlegt, Japanisch zu können, weil er... In diesem Jahr auch eine lange Zeit in Japan leben möchte. Ja, weil es gibt Menschen, die behaupten, sie lernen binnen 14 Tagen eine neue Sprache und damit setzen sie die Messlatte ja hoch. Also das heißt, alle anderen würden ja sagen, 14 Tage eine so komplex scheinende Sprache wie Japanisch, wie soll das gehen? Und es gibt offenbar Menschen, die können das. Und dann würde bei mir so, wenn ich mich mit denen vergleiche, also wie lange ich gebraucht habe, um eine neue Sprache zu lernen und wie lange das gedauert hat, bis ich noch jeden Satz Wort für Wort übersetzt habe in meinem Kopf, um dann irgendeinen krummen Satz in der neuen Sprache auszudrücken, der überhaupt noch nichts zu tun hatte mit flüssig oder mit schön, sondern wenn ich Glück hatte, hat mein Gegenüber verstanden, was ich wollte. Und das mal nachzuvollziehen, wie lange ich gebraucht habe. Ja, ich spreche recht fließend Französisch, weil ich eine Zeit meines Lebens, der regelmäßig wochenlang in Frankreich war, wochenlang und von Franzosen umgeben. Und deswegen funktioniert das heute ganz adäquat und ich habe gemerkt, dass ich es schon mal besser konnte, weil ich eben viele Jahre jetzt nicht mehr in Frankreich war und es nicht so trainiert habe. Nur das erste, was ich aus dem Nichts heraus in Frankreich lernte, war einfach nur ein Wort. Also ich wusste dann, dass Bois etwas trinken heißt. Und was ich am Tisch in dieser Familie dann von mir gegeben habe, war Bois. Also trinken. Super, oder? Ja. Und alle wussten, was ich meine und haben mir dann alles, was auf dem Tisch zur Verfügung stand. Wasser, Sprudelwasser, Saft.

Florian: So sind die ersten Schritte, oder? Ja.

Miriam: Das sind die ersten Schritte, genau. Und tatsächlich konnte ich in dieser Situation sehr entspannt bleiben, weil mir einfach klar war, es nutzt ja nichts. Es nutzt nichts. Es nutzt nichts, jetzt da einen Fass aufzumachen, innerlich, bei mir.

Florian: Also bei mir wird es November sein dieses Jahres, den ich quasi komplett in Japan verbringe und ich freue mich jetzt über jeden Fortschritt, den ich gerade mache, weil ich das Gefühl habe, das wird die Zeit, die ich dort bin, stelle ich mir schon immer vor. Das wird einfach schöner, dadurch, dass ich so ein bisschen zumindest lesen kann und jetzt schon die ersten Hiragana irgendwie lesen kann, also die ersten Schriftzeichen von dieser Lautschrift, von der Silbenlautschrift, dass ich das verstehen kann, dass ich da schon die ersten Sachen zusammensetzen kann, wenn ich mit meinen Apps übe, dass ich da jetzt, wenn da was steht, dass ich das schon richtig aussprechen kann aufgrund der Silben, die ich da rauslese.

Miriam: Kannst du schon was sagen?

Florian: Ja.

Miriam: Würdest du bitte mal was sagen?

Florian: Das Einfache ist ja Sushi, ne? Ja gut, okay. Habe ich tatsächlich schon gelernt, weil das sind zwei Einfache. Kannst du sowas sagen? Konnichiwa.

Miriam: Ja, gut. Ja, hallo. Klingt auch schon ziemlich japanisch. Kannst du schon sowas sagen wie ich bin Florian oder ich bin... Nicht sicher, nein.

Florian: Okay. Also tatsächlich habe ich den, mein Name ist oder ich heiße schon gemacht und nicht sicher genug.

Miriam: Okay, wir testen das nochmal im Sommer.

Florian: Kurewanandesuka zum Beispiel.

Miriam: Oh, wie cool, was ist das denn?

Florian: Was ist das denn? Ich finde, das ist ein super wichtiger Satz. So habe ich auch Thai gelernt, als ich in Thailand war, weil ich die Leute dann immer gefragt habe, wie heißt das auf Thai? Und dann konnte ich Baum und Blatt sagen und Raupe. So geht's. Ja, und deswegen, ich freue mich auch auf die Zeit jetzt, wir werden auch japanische Teilnehmer haben in den Kursen, die wir in den nächsten Wochen haben und dann mit denen einfach so ein bisschen nebenbei, also morgens mal guten Morgen sagen zu können und abends Tschüss sagen zu können und so, weil das ist ja das, was dann vielleicht schon die Sache einfach ein klein bisschen schöner macht. Um zu merken, wenn du die kleinen Schritte gehst, dann merkst du ja auch einfach den Fortschritt schon und du erkennst einfach zwischendurch, ja, es geht voran. Nur gerade was Sprachenlernen angeht und es fällt mir ziemlich einfach, habe ich das Gefühl. Und manche Leute sagen denen, ja, als Kind, da war es so einfach, Sprache zu lernen. Und wenn ich zurückschaue auf meine Zeit, wie viele Stunden ich in der Woche Englisch hatte, also was wir damals auf dem Gymnasium an Englischstunden hatten bis zur siebten, achten Klasse, da kann ich mich hier aber mit dem Japanisch richtig ranhalten, bis ich da ungefähr auf den gleichen Level komme. Da darf ich ja drei oder vier Stunden Japanisch machen in der Woche.

Miriam: Ja, mindestens.

Florian: Plus Hausaufgaben.

Miriam: Du hast ja kein ganzes Jahr mehr, um dich vorzubereiten.

Florian: Ja, das brauche ich auch nicht.

Miriam: So, da siehst du, das ist schon mal so ein mentales Setup jetzt. Das kannst du bei Florian abmodellieren, würden wir im NLP sagen.

Florian: In der ersten Woche werde ich nochmal genauso viel lernen da drüben, wie ich jetzt vorher gelernt habe. Und umso mehr ich jetzt lerne, umso besser.

Miriam: Genau. Das heißt, wir unterschätzen oft aus der Vergangenheit, also rückblickend heraus, wie lange wir für bestimmte Dinge gebraucht haben, die uns heute sehr leicht fallen. Auch ich habe Jonathan beobachtet, unseren älteren Sohn, wie er stricken gelernt hat ab der ersten Klasse und wie viele Stunden da reingeflossen sind in dieses Stricken. Und ich habe mit ihm zusammen wieder begonnen, weil ich dachte, es nutzt vielleicht was, wenn ich da wieder einsteige. Der hat mich jetzt schon 30 Mal überholt, weil der einfach vier Mal in der Woche Handarbeitsunterricht hat, da jeweils eine Stunde hockt und strickt. Und ganz regelmäßig, das heißt, wenn ich heute nicht weiß, was ich der Oma zum Geburtstag schenken soll, sage ich zu dem Kind, kannst du mir bitte einen Schal stricken, dann macht der das in einer halben Stunde gefühlt so. Dann rattert der da so einen gestrickten Schal irgendwie raus. Weil der in einer Geschwindigkeit strickt, das ist unfassbar. Und der macht das nicht mal so gerne, also es ist jetzt nicht so, dass der für Begeisterung irgendwie hier im Dreieck springt wegen Stricken.

Florian: Nur ist es das Dranbleiben. Die Idee, die dahinter steht, ist ja dieses, wenn ich heute ins Fitnessstudio gehe und hebe ein paar Handeln hoch und mache ein paar Sit-Ups dort und mich dann im Spiegel anschaue, dann werde ich mir auch denken so, ja, das hat ja mal nichts gebracht. Also das war ja mal eine verschwendete Stunde, die ich da verbracht habe. Und dann, wenn ich das morgen nochmal mache und wieder in den Spiegel schaue, kann ich wieder das Gleiche denken.

Vom Grauen zur größten Freude: der neue Alltag nach QVC

Miriam: Das, was meine größte Furcht war nach QVC.

Florian: Was denn?

Miriam: Nach meinem Job dort. Und Büro, Planungen. Dann zwischendurch die Seminare, die eine ganz andere Tagestaktung haben und dann wieder in einen Alltag zu finden, der sich trägt über, wir beantworten Kundenanfragen und setzen irgendwelche Dinge in Bewegung und betreiben Akquise und machen Werbung.

Florian: Super, dann können wir uns unsere eigene Struktur schaffen.

Miriam: Für mich das Grauen. Und ich weiß, als ich Florian das damals vordrug, war seine Reaktion original genauso wie jetzt. Der lag quasi fast so am Tisch vor Lachen, weil ich mit dieser Veränderung nicht klarkam. Und was wir dann gemacht haben war, wir haben eine App gefunden, die uns so eine Art Tagesablauf darstellen lässt. Also wo wir einfach Aufgaben zum Beispiel sichtbar machen können, die zu tun sind, die abgearbeitet werden können. Ich hatte dann auch am Anfang so das Gefühl, alles was da drin steht, braucht mindestens einen Tag, weil es so neu war. Und dann sagt Florian, guck mal, für dieses Telefonat und die nachfolgenden E-Mail brauchst du doch keinen Tag. Guck dir das doch mal genau an. Das ist doch, das Telefonat fünf bis zehn Minuten, die E-Mail, ich schreibe wirklich schnell Texte, die E-Mail, sagen wir mal, wenn wir dir viel Zeit geben, halbe Stunde höchstens. Und dann kannst du schon die nächste Aufgabe machen. Und mittlerweile ist es so, wenn ich ins Büro komme, ich war jetzt länger nicht im Büro, weil wir im Moment noch ein anderes Projekt haben, das ja auf Instagram jetzt schon sehr sichtbar ist, also ich werde Ende März bei HSE24 wieder auf Sendung gehen, also ich werde wieder im Fernsehen sein, mit was ganz anderem und auch nicht. Ist im Moment der Rhythmus sehr reiselastig und fühlt sich sehr anstrengend an gerade. Ich freue mich auf die Zeit, wenn ich wieder im Büro bin und wenn ich wieder mehr Überblick habe über das, was wir gerade tun und was ich gerade tue. Nur es ist auf jeden Fall, was ich wirklich jetzt beruhigend und jetzt aus der Erfahrung mit dieser neuen, damals neuen Situation sagen kann, es ist genug Arbeit für mich da. Es ist nicht so, dass ich im Büro sitze und denke, Mist, was könnte ich denn jetzt machen? Nein.

Florian: Ich habe in meiner Selbstständigkeit, und ich mache das ja jetzt auch schon acht Jahre, neun Jahre, selbstständig, ich habe nicht das Gefühl, dass mir die Ideen ausgehen. Nein. Arbeit habe ich immer genug.

Miriam: Ich habe auch gemerkt, dass es deutlich ein Fehler sein kann, zu Florian zu gehen und zu sagen.

Florian: Ja, ich auch immer. Für andere Menschen habe ich auch Ideen.

Miriam: Und zwar richtig coole, nur die sind auch meistens richtig groß.

Florian: Weil die kleinen haben wir schon gemacht.

Miriam: Ja, genau. So und diese Veränderung, auch jetzt eben nicht mehr jeden Tag in die Redaktion zu fahren, sondern in ein Büro, Seminare zu planen, Seminare zu geben, Seminare zu planen, Seminare zu geben, hat sich am Anfang ganz, ganz, das hat sich schwer angefühlt für mich. Und jetzt mittlerweile ist es meine größte Freude, wenn ich weiß, morgen habe ich einen Bürotag, ich habe einen Bürotag und dann weiß ich, ich werde zehn Stunden da verbringen mit voller Freude und nebenbei einen Kaffee kochen und meinen Kaffee schlürfen und diese ganzen vielen Aufgaben erledigen für unser Business, für unser Seminar-Business, für die Projekte, die wir haben. Florian hat wahrscheinlich auch Riesenprojekte, wo ich ein bisschen mit beteiligt bin, die mir Riesenfreude machen. Es ist so cool und es war ein sich dran gewöhnen für mich, so wie ich mich an eine neue Sprache gewöhne, Stück für Stück und merke, da kommen immer klarere Sätze, das kommt immer flüssiger, das funktioniert immer schneller mit dem Transfer, ich spreche dann einfach drauf los und genau so ist es eben auch mit dieser Veränderung, habe ich das Gefühl, das Gehirn lernt plötzlich das Normal. Florian hat vor zwei Jahren zum ersten Mal beim Musical mitgespielt. Und bei der Premiere war der Zustand der meisten Darsteller ein völlig anderer als bei Aufführung Nummer 12.

Florian: Ja, na klar.

Miriam: Und es war kein anderes Stück.

Florian: Und das ist ja das Gute. Wenn du jeden Tag jetzt ins Fitnessstudio gehst oder du gehst dreimal in der Woche, dann können wir dir nicht sagen, ab wann du das erste Mal im Spiegel siehst, dass du dich sehr verändert haben wirst. Nur wir können dir sagen, dass es passieren wird. Und genauso ist es auch mit der Veränderung, wenn du an deinen Zielen arbeitest oder wenn du dich in einer bestimmten Art und Weise veränderst, Dinge machst, am Anfang ist vielleicht gar nicht genau klar, wann du das erste Mal eine Veränderung wahrnehmen wirst, nur wenn du dranbleibst, irgendwann plötzlich rutscht mir der erste Satz auf Japanisch raus wahrscheinlich und ich kann eben dann 5, 6, 7 Sätze sagen oder 10 Sätze oder mich mit jemandem unterhalten und das ist ja dann die Entwicklung, die du auch mit der Zeit durchmachst.

Von außen aufgezwungen? Der Gähn-Trick und was du trotzdem tun kannst

Miriam: Wenn wir jetzt von den Veränderungen sprechen, die vermeintlich von außen kommen und die, wo Menschen das Gefühl haben, sie können da jetzt nicht frei agieren, weil diese Entscheidungen oder diese Veränderungen nicht von ihnen selbst initiiert wurden in ihrem Leben, dann haben wir eine emotional etwas andere Situation. Weil da bei manchen Menschen sowas mitschwingt wie ausgeliefert sein oder Opfer sein von irgendetwas oder irgendjemandem. Und wir würden im NLP da immer nochmal genau hinschauen. Also in welchen Situationen sind wir Menschen tatsächlich in so einer Art Opferstadium und können nicht wirklich was tun? Und wo sind wir Menschen in der Situation, wo wir doch immer irgendwas tun können? Also zumindest eine Entscheidung treffen können von, wir verlassen diesen veränderten Raum. Ich habe das bei einer lieben Freundin erlebt, die auch einfach zwangsversetzt werden sollte in ihrem Unternehmen. Eine Stelle, die ihr gar keine Freude mehr gemacht hätte inhaltlich. Die hat tatsächlich dann gekündigt aus dem Grund. Und ist dann in ein neues Unternehmen gegangen und hat eine andere Stelle angenommen und ist jetzt sehr viel glücklicher. Also das heißt, sie hat sich sozusagen selbst rausgehoben aus, es war eine Veränderung insgesamt und vielleicht war der erste Impuls für diese Veränderung nicht von ihr, sondern von ihrem Chef. Nur sie hat den Impuls genommen und hat den eben umgesetzt mit ganz viel Energie und hat eben jetzt eine noch bessere Lebenssituation als vorher.

Florian: Oder in dem neuen Job eben etwas finden, wo wir unsere eigenen Interessen und Fähigkeiten ein bisschen mehr einsetzen können, wo wir mehr Spaß dran haben und das dann sukzessive ausbauen. Das ist ja auch einer der Tricks, die wir in unserem Leben anwenden und die wir auch tatsächlich mitlehren im Practitioner und im Master Pract dann auch. Was sind die Stärken, die du schon hast und wie kannst du die ausbauen und wie kannst du dafür sorgen, dass das, was dir Spaß macht, mehr Zeit in Anspruch nimmt in deinem Leben oder dass du dem mehr Zeit geben kannst in deinem Leben. Und dann ist es ja, die Veränderung von außen kann eben ein Impuls sein, wo sich mal was in eine andere Richtung verändert, um dann zu entdecken, wie können wir denn kreativ damit umgehen und da ist es eben wichtig, dann entspannt zu bleiben oder... In irgendeiner Form zumindest damit witzig umzugehen, weil dann ist dein Gehirn in einem ganz anderen Zustand und es ist viel einfacher, tolle Gelegenheiten auch wahrzunehmen und zu entdecken, was für tolle neue Möglichkeiten in einer Situation drin stecken, egal wie die am Anfang mal aussah oder egal wie die hergekommen ist. Weil wenn so eine Situation da ist, dann dürfen wir damit kommen.

Miriam: Da hat Florian übrigens den besten Trick überhaupt, finde ich. Also das ist dieser Gantrick. Der funktioniert bei mir super, wenn mein Gehirn, wenn dieses Stammhirn sich meldet und anfängt von Säbelzahntigern zu reden.

Florian: Ja, und dann einfach absichtlich gähnen.

Miriam: Absichtlich gähnen, entweder im Kopf oder wirklich nach außen.

Florian: Die innere Stimme mal gähnen lassen.

Miriam: Das ist so cool, Leute, wirklich, das hört sich so platt an, nur das ist das Beste, was wirklich, das habe ich von Florian gelernt. Ich gähne in einem Meeting, wenn irgendwie alles um mich rum irgendwie scheinbar eine Auslösung ist, gähne ich innerlich, manchmal auch äußerlich. Nur, das macht was mit uns, da wo gegähnt wird.

Florian: Da ist offensichtlich gerade kein Kampf.

Miriam: Da ist offensichtlich alles in Ordnung.

Florian: Funktioniert auch sehr gut mit Hunden.

Miriam: Ja, genau. Und es ist das, was wir euch jetzt mitgeben können, auf die Schnelle sozusagen in einem Podcast, der den Anspruch hat, etwa 30 Minuten zu dauern, wenn du mehr davon haben willst. Und mein Leben hat sich, was Entspanntheit angeht, um 100 Prozent verbessert, seit ich NLP kann. Wenn du mehr davon haben möchtest, dann komm doch zum Beispiel, wenn es nicht gleich der Practitioner sein soll, einfach mal zu unserem NLP Basic. Das ist ein Drei-Tage-Seminar, da bekommst du schon ziemlich viel von uns an kleinen Werkzeugen, die du gerade in solchen Situationen auch einsetzen kannst.

Florian: Um dann eben ein Stück weit entspannter zu sein oder witziger oder lustiger mit sowas umgehen zu können.

Miriam: Kreativer dadurch auch.

Florian: Weil das wäre ja das Ziel. Du bist einfach ein bisschen flexibler an der einen oder anderen Stelle und kannst damit entspannter umgehen. Und das ist das, was dann ermöglicht, eben auch neue Lösungen zu finden. Und was dir dann auch ermöglicht, schöner mit dem Leben umzugehen oder mehr Spaß zu haben oder was auch immer dein Ziel ist. Dann atmen wir doch jetzt alle mal gemeinsam tief ein und aus. Weil dann kann nichts passieren.

Miriam: Wir sehen uns nächste Woche wieder. Mit diesem spannenden Podcast.

Florian: Zumindest tut es was auch mit dem Atmen.

Miriam: Vielen Dank für dieses tolle Thema. Und wir arbeiten die jetzt ab und wir nehmen auch noch welche an. Also wenn du uns noch welche schreiben möchtest, dann gerne.

Florian: Wir könnten hier einen zweiten auch noch draus machen mit Glaubenssätzen zum Thema Veränderung. Wir haben es angeschnitten, wie einfach oder wie schwierig Veränderung sein kann.

Miriam: Oh, das finde ich cool. Weißt du was, da sollten wir, ich schreibe das jetzt auf, das machen wir nächste Woche noch.

Florian: Machen wir nochmal.

Miriam: Machen wir nochmal. Finde ich gut.

Florian: Können wir uns darauf kommitten, Herr Florian? Ach, weiß ich auch nicht. Vielleicht machen wir auch was ganz anderes. Ihr Lieben, lasst es euch immer gut. Veränderung geschehen lassen.

Miriam: Genau. Oder so. Bis bald. Ciao. Ciao. Mehr von uns gibt es unter www.kontext-denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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