NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 91

Kann das nicht wer anders tun!?

Arbeit an andere abschieben, abgeben, delegieren

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In dieser Folge

Darum geht es

Live! Auf Youtube! Mit diesem Podcast sind Miri und Florian erstmalig live auf Youtube zu sehen oder - wie immer - ganz entspannt über iTunes, kontext-denken.de und Spotify zu hören. Das Thema stammt von Hörer Andreas und lautet: "Aufgaben an andere abgeben oder lieber selbst machen?" Die Herausforderung mit dem Delegieren haben einige Menschen und ist es überhaupt eine Herausforderung? Wem würdest Du etwas zutrauen wollen? Und steckt in dem Wort "zutrauen" das "Trauen" - also in Wahrheit eine Angst? Und wenn ja - wovor?

Du möchtest uns persönlich kennen lernen? Oder international zertifizierter NLP Practitioner oder Master werden? Für Deine Anmeldung oder Dein Info-Gespräch zur Ausbildung im NLP besuche gerne unsere Seite: http://www.kontext-denken.de oder schreib uns eine E-Mail: miriam@pergaudiaadastra.de Bewerte diesen Podcast bei iTunes. Du findest ihn unter "kontext*denken - zwei Gehirne, ein Podcast". Wir freuen uns, wenn Du mit Deiner Sterne-Vergabe noch mehr Menschen das Finden dieses wöchentlichen Hörwerks erleichterst. Und wenn Du uns öffentlich Deine Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Unseren Video-Podcast (mit bewegten HD-Bildern in Farbe) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX 

Konkret geht es hier um Delegieren und den inneren Kontrolletti: Warum das doppelte Nacharbeiten so oft passiert, wie das gemeinsame Logo-Projekt mit Grafiker Sven zwischen Feintuning und Überforderung lief, und warum die eingestellte Teilzeit-Assistenz am Ende doch nicht blieb. Florian erklärt seine Idee einer Mindesthürde beim Abgeben, das Achtel- statt Vollvertrauen und wie er selbstorganisierte Teams begleitet. Miriam beschreibt an Wäsche, Maske und Schminken, wo sie loslässt und wo nicht. Wenn du dich fragst, ob du Aufgaben abgeben oder lieber selbst machen sollst, wem du etwas zutraust und wie transparente Kommunikation dabei hilft, findest du hier echte Beispiele statt Ratschläge von der Stange.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Verteilen oder selber machen — wer macht am Ende alles?
  2. Das Logo mit Sven: hat sich das Abgeben gelohnt?
  3. Die Assistenz-Stelle und die 30 Knöpfe
  4. Kontrolletti und die Meta-Kontrolle
  5. Achtelvertrauen und die Mindesthürde
  6. Wäsche, Schminke und wo Zutrauen anfängt
  7. Gute Kommunikation und selbstorganisierte Teams

Ein Mount Everest voll Arbeit türmt sich vor dir auf — und da ist diese Verlockung: einfach abgeben. Nur meldet sich sofort die leise Stimme, die sagt, dann machst du es doppelt, weil du hinterher eh alles nochmal kontrollierst. Genau um dieses Ziehen geht es hier, an echten Beispielen von Miriam und Florian: vom Logo-Design mit Sven bis zur Wäsche, die falsch aufgehängt ist. Und um die Frage, ob im "Zutrauen" nicht ein "Trauen" steckt.

Verteilen oder selber machen — wer macht am Ende alles?

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Und jetzt geht's los mit dem Thema Aufgaben verteilen oder besser selbst machen. Wie hältst du's damit?

Florian: Miriam und ich haben uns wie üblich bei uns das Thema aufgeteilt. Ich sage Aufgaben verteilen, Miriam macht's dann.

Miriam: Das hat mein Gehirn nicht verstanden.

Florian: Doch, so machen wir das immer. Du möchtest eher selber machen, ich möchte eher verteilen, deswegen ergänzen wir uns so gut.

Miriam: Ja, weil ich mach dann alles.

Florian: Ja, das stimmt.

Miriam: Wer von euch kennt es, dass ihr im Grunde einen Berg, einen Mount Everest voll Arbeit vor euch seht, entweder notiert in einer Kladde, in einem elektronischen Device oder einfach per Papier auf dem Schreibtisch und diese Verlockung da wäre zu sagen, dieses Ding hier gebe ich einfach einmal weiter. Weil dann brauche ich es nicht zu machen und kann mich den Prio-1-Dingen widmen und eine leise Stimme in dir sagt, wenn ich das abgebe, mache ich es doppelt, weil dann schaue ich es mir an, korrigiere es und mache es dann am Ende doch selbst. Ich kenne viele solche Menschen. Und ich habe das lange Zeit von einem Menschen gelernt in meiner unmittelbaren Umgebung. Ich sage jetzt mal familiärer Umgebung. Der bis heute sich eher schwer tut, Jobs wirklich komplett in andere Hände zu geben.

Florian: Und der sich auch immer wieder beschwert, dass niemand will.

Miriam: Ja, dass es dann keiner richtig macht.

Florian: Ja, und auch, dass keiner hilft.

Miriam: Ja, das stimmt. Also zum einen ist es keine Delegierung.

Florian: Es kann keiner richtig machen und es helfen auch zu wenig Leute.

Miriam: Ich habe, fällt mir gerade dazu ein, wir haben hier auf dem Seminar eine ganz wundervolle Frau kennengelernt, die eine Profi-Violonistin ist, sie selbst sagt Geigerin und mit ihr durften wir uns in den letzten Tagen viel unterhalten und ich habe Aufnahmen von ihr gehört und es ist unglaublich, was sie kann. Es ist unfassbar. Auch alleine schon, wenn sie anfängt, über ihre Berufung zu sprechen, wie sie sofort in diese Position geht. Also sie hat sofort gefühlt die Geige in der Hand. Und ich habe Gänsehaut, sobald sie anfängt, darüber zu sprechen. Und es ist so eine Freude. Sie dabei zu beobachten, wie sie das lebt und wie sie das macht. Also das ist mir aufgefallen in den letzten Tagen, wie sich mein Blick wieder geöffnet hat, dass so Fortbildung und Training und sowas immer auch einen Effekt auf mich haben, also direkt. Das ist eine schöne Sache. Es fiel mir gerade so ein, das war jetzt einfach mal an der Zeit.

Florian: Hat dieses Thema tatsächlich immer was damit zu tun, dass auch gar nicht genug Menschen da sind, die es richtig machen würden?

Miriam: Wie meinen?

Florian: Na, also Menschen, die Aufgaben tendenziell eher nicht gerne abgeben, weil die anderen Menschen sie gar nicht richtig erfüllen können, finden auch gar nicht genug Menschen, um alle ihre Themen abzugeben, weil die Menschen auf der anderen Seite auch genervt sind.

Miriam: Oh, du meinst, es ist ein... Also die Helferlinge auch echt davon genervt werden können, wenn ständig nur Kritik da dran kommt oder es die Person dann doch wieder selber macht. Ich weiß gar nicht, wann ich mir diese Frage... Sollen wir das mit reinnehmen oder nicht?

Florian: Das kannst du ruhig mit reinnehmen.

Miriam: Wenn dieses Phänomen existieren würde bei dem einen oder anderen Hörer... Würde ich mir ja überlegen, wo ich mir Hilfe suche. Also die Idee ist ja, die richtigen Menschen zu finden für den richtigen Job.

Das Logo mit Sven: hat sich das Abgeben gelohnt?

Miriam: Und wir haben ja auch erstens schon mit Menschen zusammengearbeitet in unserem Business. Da ging es dann zum Beispiel um das Entwerfen unseres Designs, also unserer Homepage. Als wir gesagt haben, wir werden jetzt Corporate und haben ein Logo und haben ein... Entschuldigung, wir werden jetzt Corporate. Ja, und haben ein Logo und haben eine Homepage und haben Visitenkarten und haben ein T-Shirt. Da war ja dann auch die Idee, da war cool, weil wir können das beide nicht. Wir sind beide keine Grafikdesigner. Das ist mega. Wir können es gar nicht. Selbst wenn wir gewollt hätten, das, was dabei rausgekommen wäre, wäre ein Logo gewesen und kein schönes.

Florian: Das hätte für mich jetzt einfach viel zu lange gedauert. Und es gibt Menschen, die sich damit auskennen, die das richtig gut können. Wieso soll ich es dann selber machen?

Miriam: Und wir haben gemerkt, dass der Prozess, also der Mensch, dem wir das in die Hände gegeben haben, der fantastische Sven, gibt es bei Vicky und die wilden Kerle auch einen Sven?

Florian: Ja, ich glaube schon.

Miriam: Oh, das ist der Böse. Das ist der irgendwas Sven.

Florian: Sven, ist das Sven?

Miriam: Ne, Flake ist das Dorf. Das heißt ja sowieso Sven, der wilde Sven oder der sowieso Sven. Also egal, auf jeden Fall unser wilder Sven hat dann angefangen dieses Logo zu kreieren und es gab ständig Zwischenschritte, wo er auf uns zugekommen ist und hat uns dann einen Computer voller Entwürfe geschickt, die wir dann wiederum zu Hause nächtelang und ich war mehrfach so weit, zu Florian zu sagen, der soll einfach das nehmen, was ihm am besten gefällt. Und fertig. Das braucht viel zu lange. Und dann kam von Sven wieder die Rückrunde, ja, ha, ha, ha. Das ist ja ein Logo, was ihr über Jahrzehnte mit euch tragen wollt. Das darf mit allergrößter Verantwortung ausgewählt werden. Und mir stand der Schweiß auf der Stirn, weil ich mich auch völlig überfordert gefühlt habe für einen so langen Zeitraum. Und da geht es um Feintuning, verstehst du? Da geht es nicht darum... Ob wir jetzt ein Teddybär nehmen, eine Erdbeere oder einen Baum, die Diskussion hatten wir schon lange hinter uns. Sondern unser Stern, unser kontext*denken-Stern, hat der dann in den Ecken grün und in der Mitte weiß oder eine grüne Ecke und sonst so weiße.

Florian: Ist der mehr Star-Trackig und das ist er geworden.

Miriam: Ist er geworden. Oder ist es ein ganz klassischer Stern oder ist es überhaupt ein fünfeckiger, ist es ein sechseckiger Stern.

Florian: Und wir spitzen oder runden.

Miriam: Es war einfach much too much und ich glaube, ein Grafikdesigner wiederum findet es halt mega.

Florian: Für einen Grafikdesigner ist es so... Ja, da wäre dann schon die Frage, hat es sich gelohnt, das abzugeben oder nicht? Oder hätten wir es nicht doch schneller selber gemacht? In dem Fall würde ich sagen, nein.

Miriam: Wir hätten es schneller selber gemacht, glaube ich schon. Und wir hätten es nicht besser gemacht. Es geht ja auch um eine Qualität dann, oder? Ich glaube nicht, dass wir das besser gekonnt hätten.

Florian: Ich nicht.

Miriam: Also bin ich der festen Überzeugung.

Die Assistenz-Stelle und die 30 Knöpfe

Miriam: Wir haben auch schon andere Erfahrungen gemacht. Wir haben auch schon überlegt, dass es dringend jetzt an der Zeit wäre, dass wir eine Art Assistenz bekommen. Also dass wir jemanden haben, der uns im Büro unterstützt bei den konkreten Seminargeschäften. Wir haben ja unsere wundervollen Malis. Ich sage immer wunderbare Marlies. Nur das, was sie tut, ist das Backoffice?

Florian: Alles, was mit dem Backoffice zu tun hat. Also manchmal hauptsächlich das, was mit Papier zu tun hat.

Miriam: Und dann wäre es jetzt schön, jemanden zu haben, der die Seminarreisen bucht, sich dort vor Ort um die Logistik kümmert, die Termine macht, sich um die Kunden kümmert an einer bestimmten Stelle und und und. Und da haben wir einen Versuch in Anführungszeichen unternommen, haben jemanden gefunden, der nicht nur extrem schlau ist, sondern auch noch extrem witzig und haben das erstmal über so eine kleine Teilzeitstelle gelöst. Und das ging in die Hose, weil wir doch beide, da war nämlich stand, ah, uiuiui, was hat Florian auch geschimpft, und ich dachte, das ist es dann wiederum nicht wert, also wenn das, was wir ja auch nicht erwarten können, ist, dass wir jemanden casten, für mich ist das immer casten, vom Fernsehen her.

Florian: Jemanden einstellen, ja.

Miriam: Jemanden auswählen. Und dann denken, das klappt doch auf Anhieb. Der kann das jetzt alles, was wir uns vier Jahre lang angeeignet haben. Videoschnitt, Audio-Podcast-Schnitt, Homepage pflegen, Podcasts einpflegen, Reisen organisieren, die richtigen Hotels finden.

Florian: Also ich finde es nicht schwer. Also bitte.

Miriam: Ich finde es komplex. Du findest es nicht schwer?

Florian: Ne, für die ersten Podcasts habe ich anderthalb Stunden gebraucht.

Miriam: Ja, wie lange brauchst du jetzt?

Florian: Um den kompletten Podcast fertig zu machen, wenn du den Text geschrieben hast? Nachdem wir ihn aufgenommen haben?

Miriam: Ja.

Florian: Viertelstunde? So. Viertelstunde reine Arbeitszeit.

Miriam: Überleg mal, von eineinhalb Stunden runter auf eine Viertelstunde. Du bist sehr behändet mit so Computergeschichten.

Florian: Ja. Wenn ich davon ausgehe, dass jemand... Ich würde jemand anders auch flockige 20 Minuten geben aufgerundet. Und bei den ersten paar Malen war klar, dass das nicht so funktioniert.

Miriam: Das kann nichts werden.

Florian: Natürlich nicht.

Miriam: Das wird nichts.

Florian: Und es hat tatsächlich, in dem Fall hat das mit den Podcasts ganz gut geklappt zu der Zeit.

Miriam: Ja, es funktioniert, weil ja auch viel Zeit war. So, jetzt gibt es sozusagen ein paar Faktoren, finde ich, die bei so einer Stelle eine Rolle spielen. Liegt es nur an mir, wenn ich sage, das ist so nicht gut, weil dann habe ich das Gefühl, ich darf alles nochmal Korrektur schauen, alles nochmal Korrektur lesen, alles hinterfragen.

Florian: Die Podcast hatten wir zu dem Zeitpunkt, da habe ich nicht mehr drauf geschaut.

Miriam: So, warum haben wir denn dann die Assistentin nicht mehr?

Florian: Weil wir zu spät den Podcast aufgenommen haben.

Miriam: Ah, sag an uns. Ja, da sind wir jetzt wieder an einer anderen Stelle, ne?

Florian: Das stimmt. Also ein Teil war sicherlich, ein paar von den Aufgaben waren zu dem Zeitpunkt einfach so, dass wir zu viel erklären durften für eine bestimmte Aufgabe, also wenn es um irgendwie, was hatten wir denn zum Beispiel, Konkurrenzanalysen, irgendwelche Sachen im Internet rausfinden für uns, solche Geschichten, alleine das Erklären und dann wieder die ersten Infos zurückbekommen und wieder Erklären und die ersten Infos zurückbekommen und Erklären und die ersten Infos zurückbekommen, hat dann länger gedauert in Summe, als das schnell selber zu machen.

Kontrolletti und die Meta-Kontrolle

Miriam: Mal zurückzukommen auf Sprachzauberrei. Hat das was mit diesem Kontrolletti-Ding zu tun?

Florian: Also ich hätte es gerne abgegeben.

Miriam: In unseren Workshops hören wir es oft, dass die Menschen sagen, die dann zu uns kommen und sagen, ja ich bin eben so ein Kontrolletti. Also ich möchte gerne alles kontrollieren. Mich, andere. Ist es das? Wenn ich jetzt sagen würde, ich will das alles unter Kontrolle haben.

Florian: Du möchtest das alles unter Kontrolle haben, ja. Ich möchte möglichst entspannt durch den Tag gehen.

Miriam: Ja, und wenn es nicht die Qualität hat oder in dem Zeitfenster passiert, das du dir vorstellst, ist es ja auch wieder nicht gut.

Florian: Nein, das Hauptthema damals war, die tatsächlich die Aufgaben beschreiben.

Miriam: Ich frage nur die Frage, ist es ein Kontrollettithema? Wenn die grundsätzliche Frage besteht, abgeben?

Florian: Bei der grundsätzlichen Frage spielt das definitiv eine Rolle.

Miriam: Was würden wir tun? Was tun wir, wenn dieses Kontrolletti-Thema da ist? Die sogenannten Kontrollettis. Manche davon sich selbst erkennend, manche nicht. Wie gehst du mit den Menschen um? Wenn die so einen Kontrollzwang haben. Ist das was Preußisches?

Florian: Worum die Menschen sich auf alle Fälle kümmern sollten, wären ihren Kontrollzwang genau zu kontrollieren. Oftmals, was so Kontrollettis oftmals nicht gut im Griff haben, ist ihre Kontrollettitätigkeit.

Miriam: Ja. So habe ich da noch gar nicht drüber nachgedacht. Das heißt, wenn ich es nicht unter Kontrolle habe...

Florian: Hier hat sich Video jetzt wirklich gelohnt. Normalerweise ist es auch immer so.

Miriam: Die Kontrollen durchzuführen. Ja. Also ich, also ich, dann ist es ja wieder nicht gut funktionieren.

Florian: Die Frage ist, machst du als Kontrolletti genug Meta-Kontrolle dir selber gegenüber?

Miriam: Verstehe ich nicht. Wie geht das?

Florian: Naja, wenn ich jemand anderes kontrollieren will, darf ich ja erstmal kontrollieren, ob das, was ich kontrollieren möchte, tatsächlich genau richtig kontrolliert wird. Das heißt, wir machen eine Meta-Kontrolle und dann eine Meta-Meta-Kontrolle.

Miriam: So bitte jetzt nicht, also wach, wach, wach bleiben. Ich möchte das nicht. Ich möchte das nicht haben.

Florian: Genau, deswegen lieber Aufgaben ganz entspannt abgeben.

Miriam: Und an wen?

Florian: An den, dessen Job das ist.

Achtelvertrauen und die Mindesthürde

Miriam: Ja gut, jetzt überlege ich mir sozusagen, an wen könnte ich das abgeben mit vollem Vertrauen. Da gibt es in mir schon so eine Stimme, die sagt, volles Vertrauen ist zu viel.

Florian: Und es baut sich ja langsam auf, oder?

Miriam: Halbes Vertrauen für den Achtel.

Florian: Oder Achtelvertrauen.

Miriam: Mit einem Achtelvertrauen könnten wir beginnen. Es gibt die 80%-Regel. Wenn ich jemandem zu 80% zutrauen würde.

Florian: Echt, so benutzt du das Pareto-Prinzip jetzt? Was das mein Ansatz ist, ich würde es mit so wenig Aufwand wie möglich einfach mal an die Personen ranspielen und ich mache den tatsächlich so, auch in Coachings oder wenn ich mit Teams arbeite, mit so wenig Aufwand wie möglich mal probieren, ob es klappt und ob dabei was Sinnvolles rumkommt, weil wenn ja, habe ich mir und den anderen Menschen ganz viel Zeit gespart. Und dann kann sein, dass das erste Feedback kommt und das war nicht das, was wir wollten.

Miriam: Ich finde das ein mega spannendes Thema. Wenn jetzt jemand sagen würde, ja, das habe ich schon ein paar Mal gemacht.

Florian: Ich würde jetzt dann schrittweise eben aufbauen, also Schritt für Schritt mehr Anweisungen geben, Schritt für Schritt mehr Informationen drumherum geben, mehr Kontext geben, dass sich jemand anders orientieren kann in dem Bereich, wo was wäre, um das dann möglichst schnell abzugeben und immer wieder zwischendrin abgeben und wieder zurückholen.

Miriam: Ich habe da Videos zu gemacht. Florian, ja, du hast Videos gemacht und ich habe mir Videos angeguckt. Echt, hast du? Ja, ich habe mir sie angeguckt, also eins davon. Und wirklich, für mich wäre das viel Aufwand. Ich würde quasi immer 50 Sekundensequenzen gucken, dann auf Pause drücken, das machen, mir dann auf dem Zettel notieren, was ich gerade gemacht habe und dann weitergucken.

Florian: Ich habe anderthalb Stunden bei den ersten Malen gebraucht. Das ist voll okay. Dass das am Anfang echt viel länger geht, ist voll klar.

Miriam: Gut, also du meinst, das kann jeder mit diesem Video. Und du würdest es auch jedem geben. Du hättest kein Thema zu sagen, komm wir fragen einfach mal bei uns.

Florian: Weißt du, das ist anders aus? Für mich ist das Kriterium nicht, wenn wir beim Podcast oder bei Videos schneiden bleiben, das Kriterium ist nicht, hat er oder sie wahnsinnig viel Erfahrung mit Videoschnitt oder mit Podcasts oder mit Audio und Video auf dem Computer oder so. Für mich ist das Kriterium, ist die Person genau im Ausführen von Anweisungen an der Stelle oder nicht. Weil da gibt es wirklich, es gibt ein drölftemillionstel Knöppe in diesen ganzen Videodingern drin. Also wir brauchen davon nur 30 oder so. In der richtigen Reihenfolge einfach gedrückt werden.

Miriam: Soll ich dir sagen, was in meinem Gehirn passiert? Soll ich es dir sagen? Wenn ich höre, wir brauchen davon nur 30 Knöpfe, dann geht bei mir sowas los wie, ich bin raus.

Florian: Ja?

Miriam: Ja.

Florian: Bist du ja auch.

Miriam: Bin ich ja auch. Deswegen hatten wir ja die Idee, jemanden dazuzunehmen.

Florian: Und das ist der Teil, der geklappt hat.

Miriam: Da steht was, warte mal, und wieso lässt du mich dann 20 Minuten den Drehknopf drücken?

Florian: Wir reden über einen anderen Drehknopf.

Miriam: Echt jetzt?

Florian: Ja.

Miriam: Würdest du uns bitte aufklären?

Florian: Da hättest du einfach mitlesen können.

Miriam: Ach so, okay.

Florian: Da kommen die ganze Zeit Nachrichten.

Miriam: Ja, da war ich... Wer diesen Podcast jetzt hört, wir senden den, das ist unser erster Live-Podcast auf YouTube und wir lesen hier auch gerade Live-Kommentare.

Florian: Also ich habe die Live-Kommentare mitgelesen, du hast nicht bemerkt, dass da irgendwas live kam.

Miriam: Nein, weil in meinem Kopf gerade sowas stattgefunden hat, wie ich werde nie wieder irgendeine Aufgabe an irgendjemanden abgehebt. Echt? Ja. Wieso nicht? Nein, da mache ich es schneller selbst.

Florian: Das ist ja ererbt.

Miriam: Das ist ererbt. Echt, ist das genetisch?

Florian: Offensichtlich. Bei dir ist das genetisch.

Miriam: Ich will nie was dagegen unternehmen. Ich werde also weiterhin in Arbeit ersticken.

Florian: Weißt du was? Ich schichte noch ein bisschen Arbeit drauf.

Miriam: Was?

Florian: Ja.

Miriam: Machst du dann ein Fähnchen oben auf den Berg?

Florian: Und der Podcast-Schnitt. Ich finde es einfach gut. Ich habe ja die These jetzt aufgestellt, dass sogar Miri das schaffen könnte. Wir beweisen das jetzt einfach mal die nächsten 10 Mal.

Miriam: Das ist grober Kokolores.

Florian: Wirklich, dann gibt es heute Nacht keinen Podcast.

Miriam: Ja, wenn ich da dranbleibe jetzt, wo mache ich das?

Wäsche, Schminke und wo Zutrauen anfängt

Miriam: Ich gehöre wirklich zu der Gruppe und ich stehe da total zu. Ich hänge die Wäsche lieber selbst auf. Warum? Weil ich sie dann so aufhänge, dass sie mir beim Abhängen nachher schneller geht. Weil wenn Florian sie aufhängt, sind die Sachen alle auf links und auf rechts. Er hängt die Sachen verkrumpelt auf, er hängt die Socken nicht in Pärchen nebeneinander. Und wenn dann alles getrocknet ist, stehe ich vor diesem Wäscheständer und fange an, alles zu sortieren und von rechts nach links zu kippen. Du machst das auch alles falsch. Das ist nicht meine Abfolge.

Florian: Wenn ich die Wäsche abnehme, dann ist es auch alles anders, als ich das gerne hätte.

Miriam: Das ist mir jetzt egal. Ich sage nur, wie es ist. So, dann mache ich es lieber alleine. Ich lasse mich nicht bekehren. Dann bleibe ich in Kontrolletti. Ich habe keine Lust mehr. Jetzt schon gar nicht. 30 Knöpfe.

Florian: Hartmut ist auf meiner Seite.

Miriam: Ja, wobei, also gerade Hartmut, wir dürfen reden. Wenn Hartmut jetzt gerade zuschaut, Hartmut übrigens für alle, die Hartmut nicht kennen, Hartmut ist nicht nur ein fantastischer Trainerkollege, sondern Hartmut ist auch ein wunderbarer Freund und Hartmut hat uns schon diverse richtig coole Podcast-Themen gestiftet. Und Hartmut bei Jobs abgeben, ich weiß es nicht. Ich sehe, wir können ja nochmal reden in der stillen Minute. So, wenn du dich ganz ehrlich hinterfragst, an welchen Stellen bist du bereit, Jobs abzugeben? Ja, es gibt welche. Also es gibt welche, die ich würde...

Florian: Was ist denn dein Kriterium für Jobs abgeben?

Miriam: So, da wo ich meine persönlichen, das ist sehr cool jetzt die Frage, finde ich, wo ich meine persönlichen Fähigkeiten nicht sehe.

Florian: Also das Logo-Design gibst du ab, weil du sagst, da kommen, also meine Worte dafür, da kämen bei mir nur Grütze raus?

Miriam: Schau, das ist sehr cool, weil zum Beispiel Schminken. Fürs Fernsehen werde ich in einer Maske geschminkt. Ich werde seit ich meinen 16. Geburtstag gefeiert habe, was ja erst 4-5 Jahre her ist, werde ich in Masken geschminkt. Also in Theatermasken und auch in Fernsehmasken. Und ich habe schon immer, schon immer, ich kann ein bisschen Lidstrich drauf machen, ich kann auch ein bisschen Mascara und Rouge auftragen und ich finde nicht, dass ich mich wirklich brillant gut schminken kann. Ich schminke nicht brillant gut. Ich konnte mich in dieser Maskensituation schon immer hinsetzen und egal welche Maskenbildnerin da war, wenn die mich gefragt haben, hast du irgendwelche besonderen Wünsche, trägst du irgendwelche besonderen Farben gerne, habe ich immer gesagt, mach einfach. Mach es einfach. Du bist der Profi, du siehst mein Gesicht, du machst mich noch schöner.

Florian: So gehe ich auch zum Friseur.

Miriam: So, ich habe null Themen. Und es gibt ganz viele Kollegen, die dann echt eine Herausforderung haben. Die dann sagen... Zum Beispiel sagen, du machst die Grundierung, ich schminke mir meine Augen selbst. Oder ich mache mir die Haare selbst.

Florian: Da hast du sicherlich in der Theaterzeit und im Fernsehzeit viel erlebt.

Miriam: Da habe ich eine Menge erlebt. Das fiel mir gerade ein, da wo ich einem Menschen Professionalität zutraue, wo ich zum Beispiel auch, und ich treffe viele neue Maskenbildner, die mir noch nicht bewiesen haben, wie brillant sie sind.

Florian: Nur das könntest du ja zum Teil auch besser, oder?

Miriam: Mich schminken?

Florian: Ja.

Miriam: Nein, ich könnte es nicht mehr. Was war das jetzt wieder? Komm, ihr seid die ganze Zeit am Rumprohnen. Wer ist denn da noch?

Florian: Der Olli.

Miriam: Ah, Olli!

Florian: Kannst du das nicht lesen?

Miriam: Nee, ich kann es von hier nicht lesen, du bist so klein.

Florian: Diese Meta-Kommentare, da bin ich nachher wieder mit dem Schnitt beschäftigt, dann das rauszuschneiden.

Miriam: Dann dauert es doch mal wieder anderthalb Stunden. Also habe ich gerade gemerkt, eins meiner Muster ist es, für mich internal zu entscheiden, kann derjenige das besser als ich und das macht keinen objektiven Sinn.

Florian: Weißt du, was für mich das Kriterium ist? Kann der das an meine Mindesthürde an Standard ran?

Miriam: Also hast du eine Mindestanforderung?

Florian: Also pro Job habe ich eine Mindestanforderung und ich liege oft selber drüber. Also wenn es mir wichtig ist, liege ich tendenziell weit drüber. Nur wenn die andere Person was für mich macht und ich sage, ja, ist gut genug, dann passt das.

Miriam: Übrigens habe ich das bei Florian tatsächlich bei dir festgestellt, dass du extrem entspannt bist. Wenn Florian und ich uns gemeinsam entscheiden, der eine übernimmt das für eine Seminarvorbereitung, der andere das, dann habe ich nie das Gefühl gehabt, dass Florian meine Checkliste kontrolliert. Sozusagen es ging immer nur dann zur Sache, wenn es anstand und es war nicht da. Und das kommt selten vor, weil wir sind beide sehr zuverlässige Menschen. Was unser Business angeht, was unsere Beziehung angeht, was die Familie das Rudel angeht. Das heißt, ich habe Florian bei mir und auch in Bezug auf Menschen, die wir beschäftigt haben, egal ob als Freelancer oder auch mal eine Zeit lang angestellt, habe ich dich immer sehr entspannt erlebt. Also diese Menschen hatten gefühlt unglaublich viel Zeit und konnten aus Florians Sicht das auch nachts machen. Also egal wann auch immer.

Florian: Ich möchte mich doch damit gar nicht beschäftigen. Wenn ich einen Job abgebe, dann habe ich den doch abgegeben. Das ist mir doch egal, wann die Person ist. Also wenn es ein asynchroner Job ist, wenn wir nicht auf irgendwas angewiesen sind.

Miriam: Ich bin dann eher jemand, der da nochmal hinterfragt oder nochmal nachschaut oder auch sich einen Zwischenstepp anguckt.

Florian: Dann kann ich es ja gleich selber machen.

Miriam: Also nur bei den Maskenbildnern habe ich Erlebnisse gehabt, dass dann die mal eine ganz ausgefallene Lippenstiftfarbe für mich ausgewählt hatten und als sie anfing zu pinseln, dachte ich schon, Neon-Pink? Ja gut, also es passt zum Dress, es passt zum Styling und wow, also das ist sowas, das würde ich niemals selbst aussuchen. Und vor der Kamera im Studio sah es super aus.

Florian: Es sah toll aus, ne?

Miriam: Nur um damit zum Rewe einkaufen zu gehen, nope.

Florian: Nur dafür haben sie es ja auch nicht gemacht.

Miriam: Dafür haben sie es nicht gemacht, genau. Also dann kurzfristig auch mal zu vertrauen und zum Beispiel Sven zuzutrauen, dass er die richtigen Arbeitsschritte mit uns macht. Ich war zwischendurch versucht zu sagen, dann kann ich es auch alleine machen.

Florian: Bei Sven hatte ich volles Vertrauen. Wir haben vorher... und der war spannend, weil dieses Logo haben wir, wir haben ein älteres Logo noch und wir haben damit auch Visitenkarten mal verteilt. Da war ein Stern mit einem Schweif drauf oben drüber und das hatten wir auf so einer Internetplattform gemacht und da war unser Favorite-Logo und da habe ich auch tatsächlich nachkontrolliert, dass das, was wir eigentlich als Favorite hatten, hatte jemand irgendwo anders geklaut.

Miriam: Ja, stimmt, ich erinnere mich.

Florian: Und da habe ich dann auch nachkontrolliert und dann war der ganze Prozess für mich im Eimer. Also dann haben wir uns zwar eins ausgesucht, nur dann war es für mich, da war dann, da kamen wir dann nicht mehr ran. Also wenn ich selber anfangen darf, dann nachzukontrollieren, ist das, gibt es das schon irgendwo, was ist damit irgendwie, nee, das passt ja dann nicht. Nur wenn die Person, also sobald wir über diese Mindesthürde drüber sind, sage ich, boah, alles gut.

Gute Kommunikation und selbstorganisierte Teams

Miriam: Was ich auch schön finde, ist rückzufragen. Also wenn ich das Gefühl habe, ich arbeite mit jemandem zusammen und wir sind beide ein Stückchen weit dadurch aufeinander angewiesen, ich habe eine Deadline für einen Text oder für ein Theaterstück, jetzt im Augenblick aktuell schreibe ich wieder ein Theaterstück und wenn es eine Deadline gibt dafür, dann... und ich habe ein Thema, aber ich komme nicht weiter. Es ist schön, wenn ich aktiv werde und frage. Andersrum genauso, also wenn derjenige, der verantwortlich ist oder der das Projekt leitet, mich anspricht und sagt, es hat sich was verändert oder der Termin verändert sich. All das sind ja wichtige Informationen. Das heißt, für mich ist es wichtig, eine transparente, gute Kommunikation zu haben. Und ja, als NLPler würden wir jetzt sagen, was genau ist eine gute Kommunikation? Wie oft am Tag möchte ich angesprochen werden? Ab wann geht Florian auf den Keks? Wenn alle 5 Minuten jemand anruft und sagt, jetzt habe ich den Knopf Nummer 12 gefunden.

Florian: Und ich fange da halt sehr breit an. So waren die Briefings auch immer bei mir. Oder so fange ich an. Weil keine Ahnung, wie detailliert jemand etwas braucht. Das heißt, bei mir gibt es erstmal wahnsinnig viel Freiraum und dann experimentieren wir da und schauen mal, ob was bei rumkommt. Und wenn da nichts bei rumkommt, dann wird es halt detaillierter. Nur irgendwann wird es mir dann zu detailliert. Da mache ich es dann lieber selber.

Miriam: Also ich erinnere mich total gerne an den Abschluss des Projekts mit Sven, als dann unser Design fertig war und Sven hat für uns ungefähr alles gemacht. Also das Homepage-Design, alles was wir an Briefen, Zertifikaten, kontext*denken, alles, alles, alles hat er gemacht. Das Podcast-Logo und es ist so cool geworden. Wir haben wirklich das Gefühl, dass er... Wo er dann uns gefragt hat, Podcast-Logo, Podcast-Framing, Podcast-Layout, wie wollt ihr es haben? Im Moment würde ich das empfehlen, weil... Und dann haben wir das einfach so gemacht.

Florian: Ich habe tatsächlich der Teil, den du nicht mitbekommen hast, weil das für dich so natürlich war, Miri, ich habe mich auch bei der Auswahl der Initial-Logos total auf dich verlassen. Also für mich einen viel besseren Geschmack hat, was sowas angeht, viel stabiler, als ich, mir ist das dann tatsächlich, ich merke das immer wieder, dass ich an bestimmten Stellen einfach auf Miriam sage, dann mach, wenn du die Entscheidung triffst, Miriam, das ist alles gut.

Miriam: Also das tut mir gut übrigens, also es fühlt sich super an.

Florian: Ich würde kein bisschen, was die Technik angeht, die Entscheidung in Miriams Hände legen.

Miriam: Ja, das ist gut so.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Also halt dich auf.

Florian: Da würde ich dann, wenn ich über die Technik mit jemandem sprechen möchte, würde ich eher mit jemandem wie dem Andreas drüber sprechen, weil da lerne ich dann noch was bei und da merke ich dann, okay, das sind so die Kriterien, die man die Mannen anlegen könnte noch, weil sein Standard viel höher ist als mein Standard, die Mindesthürde und dann wird es spannend.

Miriam: Und was mir aufgefallen ist, dass wir in der letzten Zeit geschafft haben, wie auch immer wir es getan haben, dass es uns gelungen ist, viele Menschen kennenzulernen, mit denen ich jetzt schon total gerne eine Zusammenarbeit, kooperieren, wo ich mir vorstellen könnte, in den nächsten Jahren, vielleicht sogar schon Monaten, je nachdem, wie es sich entwickelt, wirklich auch ein gemeinsames Business zu haben. Das wird immer mehr. Menschen, denen ich alles Mögliche zutrauen würde, denen ich vertrauen würde. Und da fängt es, glaube ich, an, wo dieses Kontrollding, was ich deutlich in meinen Skills habe, dieses Kontrollding...

Florian: Ich arbeite ja viel mit selbstorganisierten Teams zusammen und eine der Fragen an den Teamlead oder den Manager, wer auch immer da bisher davor war, ist von meiner Seite auch immer, wenn das jetzt richtig gut wäre, also wenn die richtig selbstorganisiert, selbstgemanagt laufen würden, wie sähe das denn dann aus? Also wie wäre denn dann das Team an der Stelle? Würde dann vielleicht für ein Teamlead überhaupt niemand mehr kommen und Fragen stellen? Also bisher ist der Teamlead irgendwie wichtig und verteilt Aufgaben oder was auch immer. Jetzt fangen wir an, selbst organisiert zu arbeiten, was auch immer das genau dann eben bedeutet. Nur was ist denn dann die Rolle noch?

Miriam: Der bringt Torte mit.

Florian: Fair enough.

Miriam: Und macht einmal im Monat eine Siegesfeier.

Florian: Was auch immer für die Person richtig ist. Und für mich ist eben die Antwort auf die Frage, möchte ich Aufgaben abgeben oder selber machen? Die Aufgaben, die mir wahnsinnig viel Spaß machen, die möchte ich weiterhin selber machen. Die Aufgaben, wo wir noch niemanden gefunden haben, der die notwendigen Skills hat, mache ich selber und alles andere möchte ich am liebsten abgeben.

Miriam: Sobald die Stelle wieder zu vergeben ist, schreiben wir die aus. Wenn wir uns erholt haben.

Florian: Und es hat viel was mit Computern zu tun. Allerdings.

Miriam: Ihr wunderbaren Menschen, vielen Dank fürs Zuhören, in dem Fall sogar fürs Zusehen. Wir sind ganz glücklich, dass uns das technisch und auch, ne, also technisch gelungen war. Florian, war es klar, dass es uns technisch gelingt?

Florian: Ja, nur, ja, ja, genau. Ich bin ein bisschen skeptisch. So, es ist uns geglückt.

Miriam: Florian konnte sogar die Kommentare lesen. Ich lese sie jetzt auch alle noch. Wir wünschen euch dir noch einen schönen Abend, in dem Fall eine tolle Woche und am nächsten Dienstag gibt es wieder den ganz normalen Podcast mit einem Gehirn und... Nein, nein, nein. Gibt es diese zwei Gehirne?

Florian: Zwei Gehirne, ein Podcast. Auch wieder auf YouTube.

Miriam: Wir freuen uns aufs Weiterempfehlen, übers Weiterempfehlen.

Florian: Und auf unserer Seite.

Miriam: Genau.

Florian: Vielen Dank. Schöne Grüße an Hartmut, Andreas und Olli.

Miriam: Und Nicole.

Florian: Und Nicole.

Miriam: Vielen Dank. Tschüss.

Florian: Tschüss.

Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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