Charisma – klingt nach Trainingsraum und Übungskatalog. Miriam und Florian gehen anders ran: über Weihnachtsbeleuchtung, Studio-Licht und die Frage, was ein Kostüm mit einer Schauspielerin macht, kurz bevor sie auf die Bühne geht. Es geht ums Leuchten, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Und darum, was passiert, wenn drei Minuten vor der Sendung das Licht angeht.
Kirmes, Lebkuchen und der erste Advent
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.
Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Miriam: Der nächste kontext*denken-Podcast ist am Start. Heute geht's rund bei uns. Heute haben wir ein Thema ausgerufen, das die Nation begeistern wird. Denn da gibt es extra Trainings für, die wir gar nicht geben. Hier kommt Charisma bei Miriam Deforth und Florian Groß.
Florian: Heute geht's rund. Heute starten wir durch. Kaufen Sie jetzt noch Ihre Tickets. Was?
Miriam: Das wäre cool. Das ist die Düsseldorfer Rheinkirmes. Wobei das die, glaube ich, drittgrößte Kirmes in Deutschland ist.
Florian: Oh, da hätte ich das Mikro auch. Da hätte ich das Mikro näher am Mund. Heute geht's rund und heute geht's los. Kommen Sie dazu. Kommen Sie rein. Hier macht's Spaß.
Miriam: Und dann noch mit rheinländischem Akzent.
Florian: So, jetzt wieder das Wadern abschalten.
Miriam: So, wer nicht weiß, was Wadern ist, das ist, wenn du den Atem des Sprechers im Mikrofon laut und deutlich hörst.
Florian: So, als wäre er Darth Vader.
Miriam: Ja. Das machen wir heute nicht.
Florian: Es ist ja fast Weihnachtszeit. Ist das schon der Weihnachts-Podcast?
Miriam: Nein, der Weihnachts-Podcast ist nächste Woche. Das ist der Frequently Asked Questions Podcast.
Florian: Ich finde die Zeit ja jetzt ganz spannend. Es sind ja überall jetzt die ersten... Du feierst doch gar nicht Weihnachten. Das stimmt. Das brauchst du ja jetzt nicht verraten, oder?
Miriam: Ich verrate dir alles. Fast.
Florian: Ich saß jetzt schon zweimal und das ist ja auch tatsächlich diese Zeit. Ich saß jetzt schon zweimal an Frühstückstischen, wo irgendwelche Adventskränze auf dem Tisch sind. Naja. Was machen wir jetzt?
Miriam: Ist das die Stelle, wo du merkst, dass Weihnachten ist? Stimmt. Weil andere Leute ihre Zimmer dekorieren. Das ist sehr, sehr cool. Bei anderen Leuten im Fenster habe ich Beleuchtung gesehen und Sterne.
Florian: Ja, daran mache ich fest, dass es jetzt losgeht.
Miriam: Kollegen bringen Tupperdosen mit oder Lock-und-Lock-Dosen mit Keksen.
Florian: Ja, die Herausforderung bei mir ist dann einfach, und ich weiß nicht, wollen wir wirklich diesen Kaninchenbau hinunter? Ja, offensichtlich. Ich bin in einem großen Teil meiner Jugend und Kindheit in Nürnberg aufgewachsen. Und da gibt es ganzjährig Lebkuchen. Ja. Das ist sehr hart. Die Schmetterlebkuchenfabrik macht ganzjährig Lebkuchen.
Miriam: Ich finde das nicht hart. Ich würde auch das ganze Jahr über Lebkuchen.
Florian: In Langwasser, wenn wir bei denen vorbeigefahren sind, kann es sein, im Hochsommer, im August riecht es nach Lebkuchen.
Miriam: Toll, oder?
Florian: Also ich war immer sehr begeistert. Da habe ich echt noch Lust auf Lebkuchen. Mega.
Miriam: Ich mag es gern, Lebkuchen in Kaffee zu tunken.
Florian: Wow.
Miriam: Ja, eine Spezialität. Ja, Weihnachtszeit, genau. Da haben viele von unseren Hörern vermutlich sehr schöne Erinnerungen oder so dieses, die Vorfreude auf die Geschenke. Wir erleben es bei unseren Kindern jetzt auch wieder, dass so Wunschzettel geschrieben werden und dass da viel Hoffnung ins Christkind geschoben wird, dass es auch ja brav alle Geschenke bringt und es ist Aufregung dabei, so ein bisschen so dieses, wird es wohl meinen Geschenkewunsch verstehen, den großen Wunsch, der dahinter steht.
Florian: Der Wunsch.
Miriam: Der Kleine wünscht sich eine Michael-Jackson-Lederjacke. Das ist kein Witz. Unbedingt. Davon redet er jeden Abend, wenn er ins Bett geht.
Florian: Der hat Thriller gesehen, oder? Bad.
Miriam: Das Bad-Video hat er gesehen. Aus den 80ern, aus dem Tiefsten. Und jetzt ist er gerade, der ist sieben, ist er gerade Michael-Jackson-Fan. Und jetzt will er so eine Lederjacke. Unbedingt. Eine schwarze. Jetzt ist in Größe 128.
Florian: Es lohnt sich vor allem auch überhaupt nicht von der Investition her.
Miriam: Jetzt habe ich schon mit einem Christkind gesprochen, weißt du, und habe gesagt, so eine Lederjacke, ja. Und wir nehmen die auch gleich eine Größe größer, auf die Gefahr hin, dass er am Anfang die Ärmel hochkrempelt. Das ist okay. Kann ein bisschen reinwachsen. Auch in den Job.
Florian: Oh ja, die Fußstapfen könnten ja größer fast nicht sein.
Miriam: Das stimmt. Und der Wunsch steht nun mal auf dem Wunschzettel. Ich finde das ein ganz süßer Wunsch.
Florian: Das ist tatsächlich ein ganz süßer Wunsch. Und kann er ja haben, wenn er 18 ist.
Miriam: Ich mag das total gerne.
Kostüm und Absatz: Wenn Kleidung die Performance verändert
Miriam: Es gibt ja so eine Erhebung, dass Darsteller auf der Bühne, wenn sie das Kostüm tragen, eine hundertprozentige Steigerung in der Intensität ihrer Performance erleben.
Florian: Tatsache. Ja.
Miriam: Also wenn bei Romeo und Julia wirklich die von der Universität in Göppingen, ne gibt's unter Schauspielregisseuren wird das hin und wieder dann auch mal so in den Raum gestellt, dass endlich die Kostüme bei sollen, damit da nochmal ein Schwung reinkommt.
Florian: Wir kommen ja gerade von der Musical-Tournee auch und der diesjährige Regisseur hat da auch drum gebeten, dass wir in den Durchlaufproben, in den vier Durchlaufproben vor der Hauptprobe auch schon unsere Kostüme tragen sollten.
Miriam: Und das ist sehr schlau von ihm, weil da passiert nochmal was mit der Gesamtperformance. Und es ist ein Unterschied, ob jemand in einer Jogginghose und einem T-Shirt und Turnschuhen auf der Bühne probt oder ob er eben das, keine Ahnung, 18 Kilo schwere Kleid mit fünf Unterröcken trägt und Absatzschuhe. Da ist schon in der Bewegungsführung ein großer Unterschied. Wie kann ich mich dann überhaupt noch bewegen? Also es ist schon spannend, schon spannend. Und auch eine Stabilität zu finden in solchen Schuhen. Da bewundere ich ja Kolleginnen von mir, die so mit ab 12 Zentimeter Absatz aufwärts stabil stehen wie eine deutsche Eiche. Also wo ich immer denke, ja, Herrgott, also wie machen die das? Wie machen die das? Ich bin in 10 Zentimeter, bin ich wirklich schon am Balance halten.
Florian: Da komme ich mir vor wie so eine Seiltänzerin.
Miriam: Da fühle ich mich auch so. Da bin ich wie so eine Seiltänzerin auf so einem Seil unterwegs und denke die ganze Zeit Contenance oder wie unser lieber Freund Paddy zu sagen pflegt, Courage.
Florian: Courage. Courage. La Courage oder Le Courage?
Miriam: La.
Florian: La Courage.
Miriam: Ja, Le Courageux und La Courage. Ja, kann passieren.
Florian: Das stimmt allerdings.
Die Zeit des Lichts – von der Öllampe zum Studio-Licht
Miriam: Und Weihnachten ist auch die Zeit des Lichts.
Florian: Die Zeit des Lichts?
Miriam: Ja, Licht in die Dunkelheit bringen.
Florian: Da, wo vorher, ja, das stimmt. Wenn ich hier durchs Viertel gehe abends jetzt, ist es tatsächlich so, da, wo vorher vielleicht einfach nur dunkle Fenster waren, sind jetzt plötzlich Kerzen zu sehen. Oder sogar bei dem einen oder anderen Nachbarn eine völlig übertriebene Helligkeit.
Miriam: Ist das cool? Ich könnte mich kaputtlachen. Haben wir das nicht zusammen geguckt, diesen Film, wo der das Haus erleuchten will? Wie heißen die denn? Diese wahnsinnige Familie in Amerika mit diesem völlig kaputten Weihnachtsfest, dieses Comedy-Ding. Griswold? Genau! Und dann legt er doch irgendwie die ganze Stromversorgung lahm mit seinem Haus, weil alles voller Lampen ist und alles, alles ist, jeder freie Zentimeter ist voller Lampen. Das ist so mega. Und noch dieser Rentierschlitten, dieser riesige im Garten, der auch noch beleuchtet ist und der hat eine Freude daran, das aufzubauen. Das ist so cool. Also der Film ist auch cool, das ist auch eine Empfehlung. Komm, der war sehr witzig.
Florian: Der ist sehr witzig.
Miriam: Und der hat ein sehr schönes Ende, finde ich. Ein sehr anrührendes, schönes Ende. Obwohl der wirklich die ganze, der ist 120 Minuten Kokolores und am Ende ist er sehr, sehr schön. Ich habe sehr viel gelacht, ich habe Tränen gelacht und ich habe am Ende, habe ich so richtig Weihnachten gefühlt. Und es hausleuchtet am Schluss. Es hausleuchtet. Verstehst du?
Florian: Verstehst du. Ja. Und es leuchtet so, dass alle anderen das auch sehen können. Ja.
Miriam: Total krass, was sich so alles verändert hat mit Licht, also wie im Theater zum Beispiel, wir kommen ja nun mal, wir haben es ja schon mehrfach erwähnt, dass wir jetzt gerade zwei Wochen Musical-Tour hinter uns haben, spüren das auch noch am Körper und in der Stimme etwas und dass es eben früher im Theater Öllampen gab.
Florian: So war das früher ausgeleuchtet. Ich dachte, die spielen immer nur tagsüber draußen.
Miriam: Das war auch eine Zeit lang so. Und als es dann eben die Möglichkeit gab, Öllampen zu entzünden, später auch Gaslampen, wurde das gemacht im Theater und genutzt, auch schon mit Farblicht. Und daher kommt auch dieser Aberglaube, dass Menschen, dass Schauspieler, Beteiligte im Theater nicht pfeifen dürfen.
Florian: Weil sie dann das Licht auspusten könnten, oder?
Miriam: Also es gibt ja nur noch die Ansage, Pfeifen im Theater bringt Unglück. Und die Wahrheit ist, dass diese Lampen so heiß waren, diese Glaslampen, dass die bei einem hohen Ton dann tatsächlich, bestand die Gefahr, dass die dann springen. Das ist natürlich heute nicht mehr so, nur damals war es so.
Florian: Oh wow.
Miriam: Dass die eben von hohen Tönen dann auch zerspringen konnten. Und das waren Funzeln.
Florian: Im Vergleich zu heute?
Miriam: Im Vergleich zu heute.
Florian: Also das, was früher bei dir vielleicht noch schon hell erschien, also eine einzelne kleine Kerze oder eine Feuerstelle eben, ist ja nichts mehr im Vergleich zu dem, wie die Technologie sich da auch entwickelt hat. Ja, ist großartig. Heutzutage, ne?
Miriam: Ja, ist großartig. Ich habe zum Beispiel noch in wirklich heißem Studio-Licht gestanden, also weil so viele Lampen an sind, um ein ordentliches, professionelles Kamerabild zu erzeugen, die richtig Hitze gemacht haben.
Florian: Was ja auch richtig viel Energie gekostet hat, ne?
Miriam: Dampf-Sauna. Und heute wird ja immer nochmal, oder wurde ich angesprochen auf, ich sag mal, schwitzt ihr da nicht wahnsinnig im Studio? Nein, wir schwitzen gar nicht mehr, weil es alles LED-Lampen sind, die da jetzt an sind.
Florian: Der Stromverbrauch ist quasi, die Kilowattstunden sind gar nicht mehr so das Problem.
Miriam: Nee, und es entsteht auch keine Hitze mehr. Das Problem ist eher, dass die Klimaanlagen dieser Studios noch ausgelegt sind auf Hitze. Und dass wir da echt froh sind, wenn wir Winterjackensendungen gemacht haben bei QVC, wo wir mal was Warmes anhatten.
Florian: Auf der anderen Seite ist es toll, wenn du mit dem gleichen Licht strahlst und wenn du die gleiche Ausstrahlung hast in dem Kamerabild dann drin, wenn du die gleiche Ausstrahlung hast und es kostet fast keine Energie mehr.
Miriam: Ja, exakt. Nicht nur das, sondern auch die Helligkeit, die da entsteht, ist frappierend. Also dieses noch viel höher drehen können und ganz genau angepasst an die jeweiligen Sendeformate oder auch an das, was beleuchtet werden soll. Dieses gleißende Licht, was fast schon so dieses, da gibt es den Song Blinded by the Light. Großartiger Song, eine Hymne. Und die so... Ich erinnere mich an diese Augenblicke kurz vor der Sendung, wenn das Studio-Licht noch gedämmt ist. Wir nennen es Arbeitslicht. Also wenn ein Licht ist, in dem Details zu erkennen sind, nur es ist eher schummrig. Und so drei Minuten vor der Sendung wird dann das Programm gestartet in einem Studio, in einem modernen, das für die Sendung einprogrammiert wurde an Beleuchtungskraft und welche Lichter von welcher Richtung auf welche Punkte. Und dann geht dieses Licht an und es geht auf einmal an. Also es macht...
Florian: Und du siehst so gut aus.
Miriam: Ja, alles. Und der Augenblick ist auch sehr beeindruckend. Für mich immer noch gewesen jetzt, bis zum Schluss, bis zu meiner letzten Sendung.
Florian: Ich fand das immer total beeindruckend. Du wirkst so raumfüllend an der Stelle und du wirkst so groß in diesen Situationen.
Miriam: Genau. Also es ist schon alles strahlender zu sehen. Die Farben sind leuchtender, die Gesichtszüge sind klarer, die Augen leuchten.
Menschen fangen an zu leuchten – Geschenke, Trinkgeld und das Seligkeitsgeschenk
Miriam: So ähnlich wie eben auch an Weihnachten. Und das ist ja nicht nur bei Kindern zu sehen, sondern auch bei Erwachsenen. Also wenn du genau hinschaust, wenn so ein Geschenk glückt. Also ich habe mich letztes Jahr so sehr über Florians Geschenk gefreut und andersrum genauso. Das wird auch dieses Jahr wieder passieren.
Florian: Schenken wir uns was?
Miriam: Ich schenke dir was.
Florian: Äh, dann muss ich dir ja auch was schenken.
Miriam: Nein.
Florian: Wie nein? Wie kommst du darauf, dass du das musst? Achso, nicht?
Miriam: Nein, du darfst.
Florian: Ich darf, wir sind in einem NLP-Podcast. Ja. Da muss niemand irgendwas.
Miriam: Nein, das ist doch eine Entscheidung von dir.
Florian: Da entscheiden sich Menschen dafür, irgendwas zu tun oder auch nicht.
Miriam: Du entscheidest dich sicher dafür, mir ein tolles Geschenk zu machen oder mehrere.
Florian: Ich habe ja heute schon erfahren, dass ich Karten kaufen darf für, oh je.
Miriam: Die Elbphilharmonie. Für die Elbphilharmonie. Kleiner Wunsch.
Florian: Ein klitzekleiner Wunsch. Wenn wir die hinterste Variante hinter dem Pfeiler nehmen.
Miriam: Bayreuth steht auch noch an, also wenn wir sowieso schon über Karten sprechen.
Florian: Oder für einen guten Bekannten von mir, Ludovico Einaudi. Ah, siehste. Ja, nur an einem Ort, wo er einfach hinkommt.
Miriam: So, hast du dir auch noch gemerkt.
Florian: Ich hab's ja auch noch gemerkt.
Miriam: Ja, so ist das eben. Und schon fangen Menschen an zu leuchten. Also ich habe die Kinder im Kopf, das hat Astrid Lindgren erfunden, das Seligkeitsgeschenk.
Florian: Das Seligkeitsgeschenk, was ist das denn?
Miriam: Dass es unter dem Weihnachtsbaum ja meistens nicht nur ein Geschenk gibt in den Familien, sondern dass jeder... Ist das so ein Pulli? Drei, vier? Nee. Das ist eben dieses Red Rider Luftgewehr. Das war jetzt ein Insider.
Florian: Das ist fröhliche Weihnachten, der Film.
Miriam: Das ist der Film fröhliche Weihnachten, ja. Also dieser Wunsch, der lange gehegt wird, über den immer wieder gesprochen wird und wo nicht klar wird, ob der erfüllt werden kann, aus welchem Grund auch immer, weil es etwas ist, was schwer zu bekommen ist oder weil es was Teures ist oder weil das Christkind vielleicht sowas noch nie gebracht hat und dann ist es da. Und ich hatte das zweimal in meinem Leben als Kind, dass das passiert ist. Und ich weiß, wie sich das angefühlt hat. Und die anderen Geschenke sind dann verblasst im Licht dieser einen großartigen Wunscherfüllung, die stattgefunden hat. Und ich glaube, dass da, also dass meine Eltern, da gibt es auch Fotos von mir, wie ich da sitze und völlig versunken bin in diesem Gefühl, dass dieser Wunsch wirklich wahr geworden ist. Also das sind alle Zweifel zur Seite geräumt.
Florian: Ich habe irgendwo jetzt über WhatsApp, glaube ich, hat mir jemand ein Video geschickt. Da hat eine junge Kellnerin in einem Restaurant in Amerika über 100 Dollar Trinkgeld bekommen. Auf eine Rechnung. Hat ihren Gast einfach dagelassen. Und das Video, was sie gezeigt haben, ist, sie haben die einfach gefilmt, wie die anfängt, das Geld zu zählen. Und wie sie immer begeisterter und begeisterter wird. Und die Begeisterung breitet sich so richtig aus von einer Person auf die andere. Um sie herum, wie die alle so...
Miriam: Ja, das ist das immer wieder beim Kussworten.
Florian: Weihnachten, ja genau.
Miriam: Dieser Blick, dieser Schauspieler ist so großartig, dieser Blick. Das ist Chevy Chase. Das ist Chevy Chase. Diesen Blick, den der spielt, wenn der diesen riesen Weihnachtsbaum fällen möchte. Diesen viel zu großen Weihnachtsbaum. Nur wie so ein kleiner Junge, wie so ein kleiner Junge. Da ist sowas völlig, also Begeisterung wäre noch untertrieben. Das ist sowas sphärisches, sowas, da ist er.
Florian: Ist das nicht so, dass der auch viel zu groß ist?
Miriam: Der ist viel zu groß. Natürlich, die stutzen den doch noch zusammen und die räumen Möbel weg dafür, dass der überhaupt da stehen kann. Die Lichterketten reichen nicht. Und dann werden noch Lichterketten gekauft, damit dieser Baum von Kopf bis Fuß irgendwie eingekleidet ist in Licht und eingehüllt ist. Es ist so cool. Also der Film ist echt empfehlenswert, wenn du dir einen Film angucken möchtest. Auch zum Thema Erleuchtung. Und du kennst sie nicht. Wahrscheinlich kommen jetzt eh Feedbacks zu diesem Podcast mit. Ich habe den Film schon 30 Mal gesehen. Ich kann die Dialoge auswendig. Würde mich nicht wundern.
Florian: Allerdings.
Miriam: Steht auch auf meinem Plan für uns beide, wenn wir in den Niederlanden sind dieses Jahr. Den werden wir wohl gucken.
Florian: Noch anderthalb Wochen, dann geht's los.
Miriam: Ich freue mich sehr.
Florian: Dann fahren wir wieder in den Urlaub.
Miriam: Vorher haben wir noch unser Trainer-Seminar. Ja. Auch toll. Ja, also ich erlebe das im Moment auch sehr stark und ich habe ein Bild vor Augen, also wenn ich jetzt hier an unseren Bezirk denke, wo wir wohnen und wo wir auch unterwegs sind und wo diese jetzt schön beleuchteten Fenster sind, manchmal übertrieben beleuchteten Fenster, meistens sehr schön beleuchteten Fenster.
Florian: Und es zieht die Aufmerksamkeit.
Miriam: Genau, dann habe ich auch ein Bild vor Augen, das ich mal auf einer Postkarte gesehen habe, wo so in so einem verschneiten Wald, in dem alle Bäume gleich aussehen, weil sie so eine Schneehaube haben, diese Tannenbäume, weißt du?
Florian: Ja.
Miriam: Ein Baum eben mit Lichtern geschmückt ist unter diesem Schnee. Und der kommt, der steht so im Zentrum dieses Geschehens von einem in sich erfrorenen, erstarrten Wald, steht dieser kleinste Baum von allen und leuchtet die anderen mit an. Also dieses warme Licht, das von dem ausgeht, überstrahlt so die anderen. Das ist eine Postkarte, die habe ich als Kind mal bekommen, die habe ich sogar noch als Lesezeichen. Witzig. Auch unterjährig.
Stabil stehen, gefochten und der Abschluss-Song
Florian: Weißt du, weshalb ich auch weiß, dass Weihnachten ist? Bei dem einen Kunden, bei dem ich im Moment bin, steht ein sieben Meter hoher Weihnachtsbaum vor der Tür. Oder zehn. An den ersten zwei Tagen kam nur der Kran und die ganze Füllmasse für unten für den Weihnachtsbaumfuß.
Miriam: Ja klar. Der darf schon stabil stehen, ne?
Florian: Allerdings.
Miriam: Da darf ein Statiker dran, hör mal.
Florian: Die Kugeln sind so groß wie Köpfe.
Miriam: Bin ich sehr einverstanden. Und es ist einfach nur Gewöhnungssache. Es ist einfach nur, du gewöhnst dich dran, stabil zu stehen, auch wenn du so hohe Absätze hast.
Florian: Und wenn du viel größer bist und viel größere, ja.
Miriam: Das ist mega. Das ist wirklich cool. Das macht schon was. Auf einmal, ich bin 1,64. Wenn ich 10 Zentimeter trage, bin ich 1,74. Ich bin schon fast Model aus Marz. Das ist cool.
Florian: Ich dachte aber 1,75.
Miriam: Für mich ist es schon so, die Welt von oben betrachten. Das ist ein mega Gefühl. Ich liebe es mittlerweile. Am Anfang habe ich mir schwer getan. Es gibt sehr bequeme hohe Schuhe. Also mittlerweile sind die Hersteller auch unterwegs und machen sehr, sehr bequeme hohe Schuhe, in denen es okay ist. Jetzt ist es keine Wanderschuhe für irgendwelche Touren.
Florian: Der Trick, ein weiterer Trick ist, du findest einfach das, was sich für dich gut anfühlt.
Miriam: Richtig, genau. Deutlich.
Florian: Nur groß.
Miriam: Groß und dann erstmal stehen üben. Stabil stehen üben. Und dann geht auch irgendwann das elegante Laufen da drin. Ja, ein bisschen gebraucht. Und ich bin am Schluss behände, zwei Stockwerke gerannt in diesen Schuhen auch, wenn es kurz vor Sendung war. Also kein Thema mehr. Das ist einfach nur Gewöhnungssache. Das ist toll.
Florian: Das passt, oder? Das passt, gell? So, das war's mal wieder fast, oder? Haben wir noch was?
Miriam: Wobei wir noch nicht frohe Weihnachten sagen, der Weihnachts-Podcast kommt erst noch.
Florian: Ach so, was machen wir da? FAQ.
Miriam: Ja, ich stelle wieder alle Fragen zusammen, die über das Jahr 2018 per E-Mail, per Facebook und per Instagram... Das wird wieder ein opulenter Podcast.
Florian: Ja, und wie lange du gebraucht hast, um dir alle Fragen daraus zu fnotzeln.
Miriam: Du, das macht ja auch Spaß. Ein paar habe ich schon.
Florian: Sehr cool.
Miriam: Und in meiner E-Mail-Box sind die ja auch schnell extra hit.
Florian: Wenn du noch eine Frage hast an Miriam, dann gerne jetzt. Deine Fragen, dann lese ich die nächste Woche vor.
Miriam: Zum Thema Sprachzauberei, zum Thema NLP, zum Thema Miri und Florian. Wenn es allzu intim wird, Leute, macht's piep bei uns im Podcast. Genau. Grad heraus.
Florian: Ich habe gerade Angst. Als es ums Singen ging, in der einen Probe.
Miriam: Wie ums Singen ging?
Florian: Im Theater.
Miriam: Ach so, ja.
Florian: Beim Musical. Beim Musical.
Miriam: Ja.
Florian: Wo du mir hinterher das Feedback gegeben hast. Daher, du brummelst halt so unten rum.
Miriam: Dafür sahst du extrem schick aus. Als dunkler Ritter. Also Florian in seinem Kostüm, es war schon beeindruckend. Es waren schon viele Menschen sprachlos, dich so gesehen zu haben. Und ich hatte auch eine andere Attitude mit dieser Augenklappe und diesem Hut. Das macht schon was. Also ich finde, das gibt schon Dampf.
Florian: Ja, es ist dann wie eine Uniform. Also es ist halt Status über...
Miriam: Ja, es fühlt sich auch irgendwie an. Also Kleidung fühlt sich ja irgendwie an. Die Darsteller, die, wie gesagt, diese Annahme, dass ein Darsteller 100% intensiver spielt, wenn er sein Kostüm trägt, mag vielleicht übertrieben sein. Und es ist was Wahres dran. Also ein Pirat, der plötzlich ein Säbel umhängen hat und eine Augenklappe trägt und eine Narbe ins Gesicht geschminkt bekommen hat und irgendwie zerrissene Kleidung trägt, das ist schon ein anderes Gefühl, als in der Jogginghose da zu stehen. Und es macht was mit dem Körper, es macht was mit der Haltung, es macht was mit dem Bewegungsradius und ich empfinde das auch jedes Jahr wie so ein kleines Wunder, dass da nochmal so ein Schub durch dich durchgeht.
Florian: Ich bin auch dem einen Darsteller, dem Hauptdarsteller in dem Musical so dankbar, weil ich viele Szenen hatte, wo wir zusammen gefechtet haben.
Miriam: Gefochten.
Florian: Geht gefechtet nicht? Nein. Gefochten. Und ich gucke das nachher nach.
Miriam: Ja, bitte.
Florian: Ich gucke das jetzt gleich nach. Weil es ist super spannend, welche Energie dann plötzlich auf der Bühne ist, wenn die aufeinander krachen, die Degen. Und es fühlt sich fast so an, als würden Funken sprühen. Also als würde so diese silbernen Blitze durch die Luft ziehen und es überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen. Wir wollten schon vor fünf Minuten diesen Podcast beenden. Ja, Tatsache. Ja, ist so.
Miriam: Bin ich gespannt, wer von unseren Lesern sich für welche Leuchtkraft beim Tannenbaum entscheidet. Das sanfte, warme, sich verteilende Leuchten durch den ganzen Raum oder dieses... Chevy Chase, Chevy Chase, Bäm, Studio Licht, 100 LEDs, Farbwechsel changierend.
Florian: Mega.
Miriam: Ich liebe Vielfalt. Mit diesem Sinn, lass leuchten.
Florian: Es wird geleuchtet, war jetzt auch.
Miriam: War unser Abschlusssong. Jetzt wird geleuchtet. So viel zum Thema Charisma. Cool. Dann bis nächste Woche, bis zum Frequently Asked Questions Podcast.
Florian: Deine Fragen kannst du stellen an miriam at kontext*denken.de. Exakt, oder unter diesem Podcast-Blog.
Miriam: Ist das da ein Blog?
Florian: Nur wenn du den Blog-Post dazu machst.
Miriam: Florian, würdest du bitte den Blog-Post dazu machen?
Florian: Bis nächste Woche.
Miriam: Danke fürs Zuhören. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.