NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 29

Ich weiß genau, was Du denkst! Kaffeesatz oder echte Telepathie??

Miriam und Florian wissen immer genau vom anderen, was er gerade denkt. Das sei gleich vorweg gesagt. Und manchmal hatten sie mit ihrer "emotionalen" Kaffeesatzleserei auch schon recht.

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In dieser Folge

Darum geht es

Der aktuelle Podcast ist reine Interpretationssache. Miriam Deforth und Florian Groß fragen sich, ab wann Interpretationen und Zukunftsvorhersagen Sinn machen - und ob sie's überhaupt tun! Denn wie leicht erreicht Menschen eine harmlos gemeinte E-Mail und sie interpretieren große Unannehmlichkeiten in die drei eher neutral formulierten Sätze? Wie häufig sagt jemand irgendetwas, und Menschen meinen, darin persönliche Ablehnung festzustellen? Dass diese sehr freie Interpretation zu Missverständnissen führen kann, haben die meisten unserer Hörer schon einmal selbst erlebt. Bevor Du zur Wahrsagerin wirst - frag lieber nach! Oder - interpretier doch einfach mal zum Spaß eine Woche lang alles Unklare positiv! Wie das geht? Das erfährst Du beim Hören dieses Podcasts. Und wer weiß, wie der wieder gemeint ist! Also, der Podcast. ;-) www.kontext-denken.de Beziehungskiste 001: Paarungsverhalten oder wie finden sich Traumfrauen und Traummänner? https://www.youtube.com/watch?v=WP5eBTmqN5Q

Miriam erzählt von dem Anruf ihrer Chefin, der sie fast zur Kündigung hochrechnen ließ — und wie sich hinterher ein neues Projekt statt einer Katastrophe entpuppte. Es geht um freies Regie-Theater im Kopf, emotionales Kaffeesatzlesen und darum, warum ein Gesichtsausdruck des Kollegen morgens oft rein gar nichts mit dir zu tun hat. Florian teilt seinen Team-Check-in gegen Missverständnisse und den Trick, E-Mails sich in unterschiedlichen Stimmen vorzulesen, um ihre Wirkung zu prüfen. Wenn du nach Themen wie Interpretation von E-Mails, Gedankenlesen und Missverständnissen, negativen Gedankenspiralen vor Terminen oder dem bewussten positiven Umdeuten von Situationen suchst, bist du hier richtig.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Glaskugel an, Podcast auf
  2. Freies Regie-Theater: Wie wir uns Situationen zurechtlegen
  3. Check-in statt Kaffeesatz: nachfragen im Team
  4. E-Mails vertonen: die selbst interpretierte Stimme
  5. Bewusst in schön: positiv Kaffeesatz lesen
  6. Für Hessen, Franken und alle Skeptiker
  7. Übung zu zweit und Abschied mit Alibi-Husten

Ein Anruf der Chefin: "Ich würde mich gerne fünf Minuten unter vier Augen mit dir unterhalten." Und schon rattert der Kopf los — was habe ich falsch gemacht? Dabei stand da noch kein einziges Wort über den Grund. Genau um dieses Kopfkino geht es hier: um den Moment, in dem du glaubst zu wissen, was andere denken, und wie du merkst, dass du gerade Kaffeesatz liest.

Glaskugel an, Podcast auf

Miriam: Ich sehe sie an der Nasenspitze. Du willst einen witzigen Podcast machen.

Florian: Ich wusste, dass du anfangen willst. Und genau mit dem Spruch. Deswegen habe ich zuerst angefangen mit dem Spruch.

Miriam: Ja, da magst du recht gehabt haben.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Zufällig.

Florian: Ich habe in meine innere Glaskugel geschaut und herausgelesen, was deine Intention ist. Und du möchtest lachen und du möchtest dich gut fühlen und warte kurz — und ihr seht es zu Hause nicht nur, meine Hand bewegt sich in Richtung von Miriams Stirn, um besser ihre Strahlung entgegennehmen zu können. Du möchtest, dass es dir gut geht im Leben.

Miriam: Willst du Geld verdienen mit Wahrsagerei? Dann los!

Florian: Es gab da diese Zeit im Leben, die schwerer war als andere Zeiten in deinem Leben.

Miriam: Wo hast du das gelernt?

Florian: Das stimmt, es fühlt sich so an, ne?

Miriam: Du trainierst Teams in der IT-Branche? Wer hat dir das beigebracht? Wir üben uns im Gedankenlesen. Der Herr Florian Groß und ich.

Florian: Die Miriam Deforth.

Miriam: Wobei ich bei dir wirklich gelegentlich das Gefühl habe, als könnte ich deine Gedanken lesen.

Florian: Ja, na klar. Ich bei dir auch. Manchmal sehe ich dir morgens an der Nasenspitze an, dass du jetzt deinen Kakao trinken möchtest.

Miriam: Das stimmt. Und ganz oft im Leben ist es mir früher passiert, dass ich dachte, zu wissen, was Menschen denken, und oft war es ganz anders.

Florian: Manchmal lohnt es sich, es nachzufragen.

Miriam: Ja, das stimmt wohl. Da sind wir dann auch beim heutigen Thema, nämlich...

Florian: Was, wenn meine Glaskugel kaputt ist?

Miriam: Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Wir haben das ganz anders besprochen. Wir haben gesagt, wir machen einen investigativen, seriösen Podcast, der zeigt, wie zauberhaft Sprache ist.

Florian: Der uns dann den Grimme-Preis in der ARD bringt. Ist der Grimme-Preis der richtige Preis? Gibt es einen Grimme-Preis für einen Podcast?

Miriam: Also das wäre jetzt auch schon wieder Gedankenleserei von anderen Menschen, nur ich glaube, wir würden nicht auf Platz 1 sein.

Florian: So einen hochseriösen Preis kriegen wir dann. Aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Miriam: Gut, das machen wir nicht, wenn wir diesen Podcast nennen: Meine Glaskugel ist kaputt. Was nun? Was nun? Warum ist das ein Thema für uns? Manch ein Hörer da draußen, der uns noch nicht gewohnt ist, würde sich fragen...

Florian: Worum geht's eigentlich?

Miriam: Genau, was machen die denn da?

Florian: Wir sind ja Kommunikationstrainer und was wir eben ganz oft haben, ist, dass wir die Frage bekommen: Naja, ich sehe doch anderen Menschen an, was sie jetzt tun wollen oder wie sie sind, oder ich weiß doch, dass mein Kollege so und so ist.

Freies Regie-Theater: Wie wir uns Situationen zurechtlegen

Miriam: Modernes Regietheater.

Florian: Was ist denn modernes Regie-Theater?

Miriam: Da guckst du mich jetzt an, ne? Ich hab auch mal studiert. Das ist, wenn ich mir etwas nehme wie Goethes Faust und mache daraus eine Inszenierung, die keiner im Zuschauerraum wiedererkennt.

Florian: Ist der Text gleich oder was bleibt gleich?

Miriam: Teile des Textes könnten auch gleich bleiben. Es gibt ja alte Werke, die sind dahingehend geschützt. Also da darf ich am Text nicht viel drehen als Regisseur. Nur manche auch nicht. Die darf ich kürzen, zusammenschrumpfen, andere Sachen reinzitieren.

Florian: Was hat das jetzt mit meinem Kollegen zu tun, von dem ich immer genau weiß, dass der mich nicht mag?

Miriam: Freie Interpretation.

Florian: Ah. Das heißt, ich sitze da morgens, trinke meinen Kaffee, mein Kollege kommt rein und macht — und ich denke mir, der mag mich nicht.

Miriam: Zum Beispiel. Das ist freie Interpretation der Lage. Weil Fakt ist, es gibt 101 verschiedene Möglichkeiten.

Florian: Vielleicht mag der sein Leben nicht.

Miriam: Vielleicht hat er Flatulenzen. Und es tut ihm was weh. Ja. Ich meine, das ist ja auch fast schon eine Flatulenz. Ja, ne? Nur anders voraus. Und es passiert ganz oft im alltäglichen Leben, auch in Gesprächen, die ich so über Tag führe mit Kollegen, mit Freunden, mit Nachbarn hier in unserer direkten Umgebung, die übrigens alle echt witzig sind, dass nur ein ganz kleiner Teil von dem, was sie erzählen, ungefähr der Realität entspricht, die sie erlebt haben, und der Rest scheint mir komplett freie Interpretation zu sein. Also sie glauben, dass das vielleicht so sein könnte oder dass das das und das bedeuten könnte.

Florian: Ja, und?

Miriam: Und?

Florian: Solange sie recht haben, ist doch alles gut.

Miriam: Das ist ja die Frage dann an der Stelle. Ich wurde im Leben schon oft überrascht. Ich habe mir vorhin überlegt, es gab so unendlich viele Ereignisse, bei denen ich gedacht habe, oh je. Zum Beispiel, als ich ganz neu angefangen habe, bei QVC im Fernsehkaufhaus zu arbeiten. Vorher war ich beim Hessischen Rundfunk und freie Moderatorin. Ich war nicht angestellt. Das heißt, ich hatte sozusagen nie dieses Gefühl von Sicherheit auf der einen Seite, die so eine Festanstellung bietet. Auf der anderen Seite, dass es da jetzt einen Chef von mir gibt oder so. Und als ich dann angestellt war und wusste, ich habe da jetzt einen Vertrag und da sind ganz viele Verpflichtungen drin und Rechte, und das Telefon klingelte im Büro und ich ging dran und meine direkte vorgesetzte Moderationsmanagerin sagt: Miriam, ich würde mich gerne mal fünf Minuten mit dir unter vier Augen unterhalten. Oh je. Da habe ich aufgelegt und dann ging es aber los.

Florian: Vielleicht wollen sie dich nicht mehr. Also vielleicht wollten.

Miriam: Vielleicht habe ich irgendwas falsch gemacht.

Florian: Nicht vielleicht habe ich irgendwas falsch gemacht. Was habe ich falsch gemacht?

Miriam: Zum Beispiel, was war mit der letzten Sendung? Was war überhaupt nochmal die letzte Sendung? Und was habe ich da gesagt? Habe ich da irgendwas gesagt, was nicht in Ordnung war?

Florian: Habe ich überhaupt was gesagt, was richtig war?

Miriam: Oh wow, wow, wow, wow. Und mit diesen ganzen vielen Gedanken im Kopf, die hinreichten bis zu "die werden mir jetzt kündigen", bin ich dann ins Büro meiner Moderationsmanagerin geschlichen. Geschlichen. Denn die Gedanken machen ja auch was mit mir. Oder machten zu dem Zeitpunkt was mit mir.

Florian: Die Gedanken machen auch weiterhin was mit dir, du machst dir andere Gedanken.

Miriam: Ja, das stimmt. Und dann habe ich wirklich vorsichtigst die Tür aufgemacht und habe gesagt: Hallo. Und dann sagte sie: Ist alles in Ordnung? Dann habe ich gesagt: Das weiß ich nicht. Du wolltest mich ja sprechen. Und dann sagte sie: Ja, wir haben ein neues Projekt, eine neue Sendung, und wir haben überlegt, ob wir dich da als Moderatorin für einsetzen können. Fub. Auch das stiftete kurz Verwirrung.

Florian: Das war was Gutes jetzt.

Miriam: Ja, das war was Gutes. Wenn mir jemand eine neue Sendung anbietet, also für eine Moderatorin, ist das was Extremes. Für dich jetzt als Trainer in der IT-Branche wäre das eher so: noch was, noch mehr reden. Für mich war das noch mehr Reden. Das war super. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Das heißt, meine Reaktion war dann auch schräg, weil ich: Was? Wow, ja, ja, ja, toll, toll. Und sie sagte: Immer noch alles in Ordnung? Also verstehst du, was ich meine? Das, was ich vorher gemacht habe, als sie anrief, war komplett reine Miri-Interpretation von einer nicht belegbaren Lage.

Check-in statt Kaffeesatz: nachfragen im Team

Florian: Ich habe genau das — also genau um solche Sachen auszuschließen — in einigen Teams schon eingeführt, dass wir, bevor wir überhaupt in irgendein Meeting einsteigen, so einen kurzen Check-in im Raum machen, und jeder sagt irgendwie ein, zwei Sätze dazu, wie es ihm gerade geht und was gerade passiert. Das ist eine fortgeschrittene Technik für Teams, die sich schon ein bisschen vertrauen. Nur manchmal kommt dann eben raus, dass der Kollege Stefan plötzlich sagt: Ja, mein Kind ist krank und ich habe heute Nacht so schlecht geschlafen, weil es die ganze Zeit geschrien hat, mir geht es einfach heute nicht gut. Und plötzlich wissen alle, dass der Gesichtsausdruck, den der Stefan auf dem Gesicht hatte, nichts, aber auch wirklich gar nichts mit den Menschen hier im Raum zu tun hat, und können eher Rücksicht auf ihn nehmen. Also um genau solche Sachen auszuschließen, um genau dieses Glaskugellesen auszuschließen — einfach vorher kurz so: Sag mal, ich nehme wahr, dass was auch immer ist.

Miriam: Kaffeesatz lesen ist auch toll.

Florian: Kaffeesatz lesen, ja. Emotionales Kaffeesatz lesen. Jetzt kann es natürlich den einen oder die andere Hörerin da draußen geben, die sagen: Ich lag noch nie daneben.

Miriam: Wow. Gibt die Seminare?

Florian: Das stimmt, das ist eine gute Idee.

Miriam: Ich will das lernen. Ich habe noch niemanden getroffen, der das wirklich mit hundertprozentiger Sicherheit machen kann, außer er stößt solche fabulösen Sätze aus wie du vorhin: Es gab da mal eine Zeit in deinem Leben. Verstehst du? Also konkret wirklich die Gedanken anderer Menschen zu lesen, Wort für Wort. Wenn das jemand kann da draußen, bitte meldet euch bei uns. Wir kommen gerne zu deinem Seminar.

Florian: Was ist denn jetzt dein Tipp, um ohne die Glaskugel unterwegs zu sein?

Miriam: Wir hatten einen Bandauftritt in einem schönen Hotel. Wir haben uns sehr darauf gefreut. Großer, großer Gig. Und es waren viele, viele Leute da, um die 2000. Und es war eine tolle Party. Die Leute standen auf dem Tisch und auf der Tanzfläche wurde getanzt und gejubelt und geklatscht. Wir hatten Spaß bis Mitternacht, und als der Auftritt vorüber war, stand ich mit dem Sänger zusammen vor der Tür des Hotels. Die Gäste gingen langsam — die, die im Hotel übernachtet haben, nicht, die, die heimgefahren sind. Und sie kamen in Scharen an uns vorbeigelaufen, und wir hören, wie eine Besucherin dieser Party zu ihrer Freundin sagt: Sowas habe ich auch noch nicht erlebt.

Florian: Dieser Satz.

Miriam: Und der Sänger der Band sagt: Oh, meinst du, die fanden uns so schlecht? Und ich habe genau das Gegenteil interpretiert, weil ich habe diesen Auftritt so cool gefunden, dass ich sofort gesagt habe: Nee, die meinte, dass wir so großartig waren. Also zwei Menschen, den gleichen Satz gehört, und beide haben was völlig anderes rausgelesen. Ja. Die hatte ja gar nichts gesagt. Die hatte nur gesagt: Sowas habe ich noch nicht erlebt.

Florian: Das war eine inhaltsfreie Aussage.

Miriam: Das war eine völlig inhaltsfreie Aussage. Ja, voll spannend. Die hätte sich ja auch aufs Essen beziehen können oder auf den Garderobendienst oder auf die Sauberkeit der Toiletten. Es war noch nicht mal klar, dass sie von der Band redet.

Florian: Oder auf die Menschen neben ihr oder was auch immer.

Miriam: Noch nicht mal das war klar. Und wir haben es beide auf uns bezogen und auch noch unterschiedlich interpretiert. Wir haben bis heute nicht rausgefunden, was sie meinte, weil wir damals noch nicht so weit waren. Heute würde ich ihr hinterherlaufen, würde sie festhalten und würde sagen: Hey, du, du hast da gerade was gesagt und ich glaube, es geht um mein Universum. Genau. Wenn sie mich dann schielend angucken würde und mich fragen würde, was und wer sind sie überhaupt, würde ich sagen: Entschuldigung.

Florian: Offensichtlich hatte es nichts mit uns. Ja, genau.

E-Mails vertonen: die selbst interpretierte Stimme

Miriam: Also das ist das, was ich meine. Es wird so oft interpretiert. Irgendjemand sagt was in einem bestimmten Ton. E-Mails sind auch so ein klassischer Fall. Bei der E-Mail höre ich nicht die Stimme dazu.

Florian: Doch, ich höre die Stimme dazu in meinem Kopf.

Miriam: Oh ja, stimmt.

Florian: Also beim Vorlesen manchmal.

Miriam: Und es ist eine vollständige Eigeninterpretation.

Florian: Und es ist — genau — es ist wirklich die selbst interpretierte Stimme. Und es hängt wahrscheinlich sogar noch davon ab, wie fühle ich mich, wie ich die Stimme des Gegenübers mache.

Miriam: Bei E-Mails mache ich es heute — ich mache es schon lange so —, dass wenn ich eine E-Mail bekomme, egal was da für ein Inhalt drin steht, ich lese die mir ganz bewusst, wahlweise sogar laut oder in meinem Kopf, total witzig vor, liebevoll, zärtlich. Das macht jede E-Mail anders.

Florian: Weißt du, was ich gemacht habe schon? Ich lese mir E-Mails — also wenn es wirklich so eine wichtige E-Mail ist, die zum Teil auch an Kunden rausging oder wo viele Empfänger waren — dann habe ich mir die manchmal auch vorgelesen in so einer richtig aggressiven Stimme. Hallo! Ich wollte euch nur kurz sagen — um einfach mal zu spüren, wie fühlt sich die E-Mail dann in dieser Stimme an, weil vielleicht liest sich der eine oder die andere ja das genau in dieser Stimme vor.

Miriam: Stimmt. Wenn du sie selbst verfasst hast.

Florian: Wenn ich sie selber verfasse.

Miriam: Okay, ich mache dieses beinahe Singen von E-Mails, wenn ich welche bekomme.

Florian: Für die, die du bekommst, ja.

Miriam: Genau.

Florian: Ja, das ist dann der Pro-Tipp, für auf der anderen Seite zu sein. Und zum Versenden habe ich das schon gemacht, dass ich mir die dann auch mal aggressiv vorlese, um einfach zu gucken, ob irgendwelche Knackpunkte drin sind, wo, wenn ich sie mir laut vorlese, Interpretationen, freies Regie-Theater möglich wäre. Wo ich dazu eingeladen hätte in der Vergangenheit.

Miriam: Sehr cool. Erstens: Ich darf das ja erstmal merken, dass ich gerade freies Regietheater mache, dass ich emotionale Kaffeesatzlesungen vollziehe, dass mir irgendjemand was sagt, ich was bemerke, ich was sehe und mein Gehirn anfängt, das in irgendeine Richtung auszulegen.

Florian: Ist das nicht normal, dass wir immer irgendwie auslegen?

Miriam: Das ja, das sagen ja auch Neurowissenschaftler. Die sagen, unser Gehirn ist dafür da, die Dinge zu bewerten für uns. So eine Wertung reinzubringen und zu verstehen, wie die Welt funktioniert. Ist gut für mich, ist nicht so gut für mich.

Florian: Das heißt, ich würde das immer bemerken jetzt. Also ich würde da jetzt einfach wach sein für: Wie bewerte ich?

Miriam: Hast du es bis jetzt immer bemerkt?

Florian: Ich bin da inzwischen sehr wach. Früher nicht.

Miriam: Deswegen — das war auch die Frage an dich als Hörer da draußen. Wie sehr bemerkst du das, ab wann es Interpretation wird? Ich prüfe das ganz gerne mit diesem Satz: Gibt es eine Doppelblindstudie der Universität Göttingen darüber? Das ist zum Beispiel so eine Maßnahme. Wenn es so generelle Interpretationen sind.

Florian: Also so Mann-Sätze oder so generelle Regeln übers Leben, da verstehe ich das.

Miriam: Ja.

Florian: Wenn es jetzt das oder das von meinem Kollegen gegenüber ist, da gibt es ja keine, da wird es ja nie eine Studie geben der Universität Göttingen.

Miriam: Und würde vielleicht mal Sinn machen.

Florian: Bei Albert schon, ja.

Miriam: Gut, also das funktioniert bei so allgemeinen Bewertungen und bei solchen Lautäußerungen oder bei "sowas habe ich noch nie erlebt". Ja, und mein Gehirn würde sowas tun wie: Oh je, das ist vielleicht Kritik. Oder die Chefin, die anruft und sagt: Ich würde mich gerne mal fünf Minuten unter vier Augen mit Ihnen unterhalten. Unter vier Augen, ist auch lustig. Dann können wir ja nur unsere Augen zu dem Termin schicken.

Florian: Das wäre lustig, wenn so Wackelaugen an der Decke hingen.

Bewusst in schön: positiv Kaffeesatz lesen

Miriam: Gut, also wenn so ein Anruf kommt und mein Gehirn fängt an, Eskapaden zu machen, dass ich es erstmal bemerke.

Florian: Nur — da haben wir ja eben gesagt, wir bewerten sowieso immer. Das heißt, ich darf einfach bemerken, dass ich immer bewerte.

Miriam: Gut, das bringt mich ja an der Stelle dann nicht weiter.

Florian: Exakt.

Miriam: Gut, anders. Ja, wie trainiere ich? Ich trainiere ja ständig, Dinge gut zu interpretieren.

Florian: Ja.

Miriam: Das ist wirklich wie so ein Muskeltraining. So fühlt sich das gelegentlich an.

Florian: Ja, genau. Das heißt, du möchtest bemerken, wenn du Dinge nicht gut interpretierst?

Miriam: Zum Beispiel.

Florian: Also ist das der Unterschied? Also dass ich wach werde dafür, dass ich manchmal Dinge in einen komischen Kontext setze oder da eine Bewertung mache, die dafür sorgt, dass ich mich einschränke, dass ich Dinge nicht tue?

Miriam: Wenn ich zum Beispiel mich vorstelle für unser Business als Trainer und es ist ein neuer Kunde, den ich noch nicht kenne, und ich darf dem erklären, was wir machen mit Zaubersprache. Ja. Hätte ich früher — Miri mit 35 — hätte ich gedacht: Oh, das wird schwierig. Was ja schon eine Interpretation der Lage ist, weil ich kann es gar nicht wissen, das wäre Kaffeesatzleserei. Weiß nicht, ob das schwierig wird mit dem.

Florian: Und was hat sich geändert seit letztem Jahr?

Miriam: Sobald ich denke: Oh, das wird jetzt schwierig, denke ich genau anders. Das heißt, ich sage stopp, innerlich, ich sage richtig innerlich stopp.

Florian: Stopp, stopp, stopp, stopp.

Miriam: Weil es ja auch nichts bringt, außer dass ich mich eventuell vorher schon verrückt mache oder dann eben ganz vorsichtig die Tür aufmache und gar nicht den selbstbewussten oder entspannten Eindruck hinterlasse, den ich gerne hinterlassen möchte. Und sage mir: Hey, vielleicht wird es total einfach. Vielleicht ist es der witzigste Kunde, den wir jemals hatten. Also ich betreibe weiterhin Kaffeesatzleserei, nur bewusst in eine positive Richtung.

Florian: Weil Kaffeesatzleserei ist halt was, was wir gerne tun. Wir Menschen? Ja. Das heißt, wir sind nicht grundsätzlich gegen die Kaffeesatzleserei oder wir möchten nicht an der Kaffeesatzleserei etwas ändern, sondern einfach nur daran, was ich da so rauslese.

Miriam: Ich stelle mir gerade vor, wie das wäre, wenn ich so eine negative Kaffeesatzleserei mit so einem Fiepston über...

Florian: Oder immer so Einzelwörter.

Miriam: Der meint jetzt bestimmt — das ist auch gut. Ja, zum Beispiel.

Florian: Und dann kommt die Stimme aus dem Off und sagt: Wahnsinnig gut für dich.

Miriam: Oh, super. Ja, genau. Das zu üben. Ja. Oder wenn ich mit einem Menschen spreche, den ich gut kenne. Ich nehme jetzt mal meine Mama, weil meine Mama und ich, wir verstehen uns extrem gut und immer alles tutti. Nur ich würde mir jetzt vorstellen, ich hätte ein Thema mit ihr zu besprechen, was mir nicht so behagt. Vielleicht schiebe ich das dann erstmal so ein bisschen raus. Allein schon deshalb, weil ich denke: Uiuiui. Ich weiß schon, was sie mir sagt. Kind, lass das. Ja, sowas. Und dann rufe ich irgendwann an und dann fühle ich mich schon nicht wohl dabei. So, das lasse ich. Ich fiepse es aus. Wenn ich mit meiner Mutter über dieses Thema spreche, dann wird es bestimmt Fiep. Und sie sagt bestimmt Fiep. Ich finde den gut.

Florian: Wahnsinnig gut.

Miriam: Ich finde den richtig gut. Der gefällt mir. Oder wenn ich entspannt genug bin dafür, mache ich sowas wie: Hey, meine Mutter hat schon schlimmere Sachen mit mir erlebt.

Florian: Das wird vielleicht total einfach. So im Vergleich? Ja. Das ist entspannt, ne? Also dann auch über den Vergleich nachzudenken und auch mal so reinzufühlen. Also: Wow, mein Chef will mit mir sprechen für fünf Minuten unter vier Augen. Puh, was ist denn das Schlimmste, was passieren kann?

Miriam: Wollte ich vielleicht mir gar nicht ausmalen.

Florian: Würde ich mir wegfiepsen. Auf der anderen Seite, vielleicht ist es gar nicht so schlimm. Also, alles gut, ne?

Miriam: Wenn er mich rauswerfen würde, würde er nicht fünf Minuten brauchen. Dann hätte er mich nur für eine Minute beschieden. Also, zum Beispiel. Ja.

Florian: Also ich übe das, weil ich gemerkt habe, dass es... Und dann zu üben, sich vorzustellen, was Cooles passieren könnte in diesen fünf Minuten.

Miriam: Oder dass es einfach cool wird. Einfach nur, dass es cool wird. Ich brauche ja gar nicht noch weiter...

Florian: Jetzt kann es natürlich sein, dass der eine oder die andere sagt: Das hat ja mit der Realität nichts zu tun. Und dann ist unsere Antwort: Das andere hat mit der Realität auch nichts zu tun. Auch die Negativvorstellung hat null mit der Realität zu tun.

Miriam: Stimmt, weil wir wurden alle — und du da draußen mit Sicherheit auch — schon oft positiv überrascht.

Florian: Das ist was, wo ich auch sagen würde, das dürfen wir wieder mehr wahrnehmen. Wo eine Überraschung ins Positive stattgefunden hat. Ich dachte, die Situation würde so und so laufen, und dann lief sie noch besser, als ich schon dachte.

Miriam: Genau, auch mit Kleinigkeiten schon. Ich dachte heute noch, das wird ein stressiger Nachmittag, und hey, war super. Also solche Ereignisse besser wahrnehmen, auch aus der Vergangenheit heraus. Das ist auch ein gutes Training dafür. Ja. Genau. Nur, wie gesagt, um das zu machen — darf ich es erst bemerken? Und es ist ganz gut, wenn du diesen Podcast hörst, dass dir vielleicht sogar die ein oder andere Situation aus deinem Leben einfällt. Ja, wo das schon mal so war, dass es positiv überraschend war. Genau. Auch Kleinigkeiten zählen da.

Florian: Ich glaube, die Kleinigkeiten sind sogar wichtiger, weil es ja so eine Schritt-für-Schritt-Geschichte ist. Es ist vielleicht auch eine Umgewöhnungssache, so einmal am Tag vielleicht was wahrzunehmen, dann zweimal am Tag und immer mehr einfach wahrzunehmen: Was habe ich da eigentlich gerade gedacht? Und wenn du das dann in die andere Richtung drehst und da auch mal was Positives dazu denkst, dann wird es mit der Zeit immer einfacher.

Für Hessen, Franken und alle Skeptiker

Miriam: Schön und wichtig finde ich auch — weil du eben gesagt hast, wenn da draußen jetzt jemand wäre, der sagt, das hat nichts mit der Realität zu tun — und ich denke dann immer so gern an meine hessischen Landsmänner.

Florian: Die haben mit der Realität halt sowieso ihre Herausforderungen.

Miriam: Also die sind voll in der Realität. Viel mehr als die anderen Bundesländer. Die Hessen sind ja von Natur aus eher skeptisch veranlagt, würden tendenziell das Schlimmste befürchten, um dann auch das Schlimmste zu erleben, um dann später über das Schlimmste erzählen zu können. Und ich darf das sagen, weil ich bin ja Hessin. Nein — wenn so jemand jetzt diesen Podcast hört, so ein wunderbarer hessischer Landsmann von mir, und würde sagen: Ja, warum soll, wenn es nichts mit der Realität zu tun hat, warum soll ich mir das denn dann schön malen vorher? Und dann wäre meine Antwort nicht nur: Weil das auch nichts mit der Realität zu tun hat, sondern meine Antwort wäre: Weil es mir dann wenigstens die Zeit vorher besser gegangen ist.

Florian: Weil ich mehr Spaß hatte vorher. Ja, ich weiß nicht, ob der Schritt zu groß ist, weißt du, für manche.

Miriam: Ach komm.

Florian: Also ob es vielleicht mal — ob am Anfang — für mich würde es am Anfang auch reichen, wenn ich mir was komisch ausgemalt habe, das dann auch noch witzig auszumalen. Also einfach nur so eine 1-zu-1-Situation herzustellen. Also so Gleichstand.

Miriam: Hä?

Florian: Beim Gleichstand anzufangen. Ich habe es mir mal blöd vorgestellt, dann kann ich es mir auch mal gut vorstellen. Und dann mit der Zeit halt immer nur Gutere.

Miriam: Gutere?

Florian: Ja, um da so ein bisschen Erfahrung zu sammeln.

Miriam: Aus welchem Bundesland kommst du?

Florian: Wieso?

Miriam: Guterer.

Florian: Guterer, ja, die Mehrzahl von gut.

Miriam: Lass mich raten. Du bist aus Bayern?

Florian: Nein, ich bin aus Hessen.

Miriam: Du bist in Hessen geboren und hast da drei Stunden gelebt. Und dann sind deine Eltern nach Bayern geflüchtet. Zu Recht. Das ist fränkisch gewesen eben, komm.

Florian: Guterer gibt's, glaube ich, nicht.

Miriam: Die Franken, die machen sowas. Oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh. Ja, ich weiß, das war Kaffeesatzleserei.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Alle fränkischen Hörer da draußen — Florian erklärt euch das später.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Ja.

Florian: Das heißt, uns geht es halt einfach besser, wenn du anfängst, dir die Sachen positiv vorzustellen und dir auszumalen, was alles Cooles passieren könnte in Situationen, dann ist es einfacher, in diese Situationen reinzugehen.

Miriam: Du bist ja krass, weil wir uns ja gelegentlich — oder ganz viele Menschen da draußen, die uns vielleicht auch zuhören, kennen ja auch diese Menschen, die ständig das Schlimmste befürchten, und sind vielleicht gelegentlich sogar genervt gewesen davon. Ich habe eine Freundin, die zum Beispiel vor jeder Urlaubsreise sich in den schlimmsten, dunkelsten Farben ausmalt, was alles schief gehen könnte, nur bei der Anreise schon. Ja. Und da habe ich mir früher schon gedacht: Ey, was soll das denn? Also ihr habt die Flüge gebucht, ihr habt den Mietwagen gebucht, so alles geklärt.

Florian: Genau, also alles fair, so dieses: Ich mache mir Gedanken darüber, was ich alles tun darf und was ich so alles brauche, alles gut, ne? Kann ich ja gerne machen. Und dann? Und dann darf ich mir vorstellen, wie toll es wird, diese Reise zu machen.

Miriam: Ja, wie entspannt das alles läuft, was ich für tolle Dinge schon sehe auf der Reise, also auf der Fahrt oder auf dem Flug oder auf der Busfahrt oder wie auch immer dahin.

Florian: Ja, meine These ist, dass die Begeisterung, die ich bei dir, Miriam, ganz viel im Leben spüre, dass die darauf basiert. Dass das das ist, was Begeisterung macht. Also was dafür sorgt, dass du so strahlst im Fernsehen oder dass du so strahlst auch im Privatleben. Dass das das ist. Dass du dir diese ganzen vielen wunderbaren Situationen ausmalst.

Miriam: Das stimmt.

Florian: Ja, also Geheimtipp hier in diesem Podcast. Hier habt ihr es zuerst gehört. Ich hab dieses... Also ich weiß nicht, ob zuerst...

Miriam: Ja, ich habe da Spaß dran. Ich habe Freude daran, mir die Sachen in schön auszumalen. Das habe ich schon immer. Ich kenne diesen Spruch, der hat mich tatsächlich auch schon mit 14 und 15 genervt. Es war so mit den Schularbeiten, so Klassenarbeiten. Ich stelle mir lieber vor, dass ich eine schlechte Note habe, dann kann es nur besser werden. Das haben Freundinnen von mir gesagt.

Florian: Ja.

Miriam: Und dann haben die drei Nächte vorher nicht geschlafen, bevor es die Arbeit gab. Ja, so ein Quatsch. An der Stelle würde ich lieber sagen: Das ist mir die Qualitätszeit dieses Lebens, das ich hier habe, wert, dass ich mir denke: Wird schon gut gehen.

Florian: Ja, es ist doch alles gut.

Miriam: Genau. Wird schon alles gut gehen. Also ich finde, das beruhigt mich instantan. Oder dieses: Das wird einfach. Es wird einfacher, als ich denke. Das sind Sätze, die mag ich sehr an der Stelle. Ja, oder auch wenn wir da nochmal zurückkommen auf den Laut des Kollegen, der das Büro betritt und sowas macht wie eine Flatulenz andersrum, dass ich da denke: Das hat nichts mit mir zu tun, zum Beispiel. Ganz bewusst.

Übung zu zweit und Abschied mit Alibi-Husten

Florian: Und das Tolle ist, in so einer Situation kann ich einfach nachfragen. Also ich kann es auch einfach verifizieren. Oder vielleicht erzähle ich an der Stelle einfach mal einen Witz, um das gleich in eine ganz andere Richtung zu lenken. Wir hatten ja dieses Thema Ablenkungsmanöver auch schon im Podcast.

Miriam: Das ist ein guter Podcast. Den darfst du dir gerne, wenn du den noch nicht kennst, mal anhören. Das ist toll. Das war das mit den Nörglern? Ja. Kannst du ja mal anhören. Ja, gut.

Florian: Und ansonsten, ich habe noch eins. Ja, also wenn ihr zu zweit seid da draußen, dann habe ich eine wirklich wunderschöne Übung für euch. Ihr könntet euch mal diese wunderschönen Geschichten gegenseitig erzählen. Also wie toll die Reise wird oder wie toll irgendetwas, was ihr zusammen unternehmen möchtet, werden wird. Und ihr erzählt euch einfach gerne in dem Detailgrad, den ihr erreichen könnt bei sowas. Erzählt euch einfach mal, wie schön das sein wird, dieses neue Haus zu haben. Wie das sein wird, da drin zu stehen, wie das sein wird, die Sonne zu sehen, die durch die Fenster fällt — um einfach diese gemeinsame Realität auch schon zu erschaffen. Das geht auch schon bei kleineren Sachen als bei dem Haus.

Miriam: Das geht auch zum Beispiel beim anstehenden Sofakauf im schwedischen Möbelhaus.

Florian: Ja, genau. Weil gleichzeitig macht das natürlich auch noch den Abgleich: Was ist denn eigentlich das, was wir wollen, und wie soll es sich anfühlen? Und das ist toll. In schönem Kaffeesatz lesen. Ja, genau.

Miriam: Wir planen, da am Samstag hinzufahren und dann in den buntesten, schillerndsten Farben loszuhalluzinieren, wie toll das wird.

Florian: Podcasten. Ja.

Miriam: Oh, sorry. Wir sind immer noch beide so erkältet. Jetzt hat's doch... Jetzt haben wir den Florian in einem... Genau. Komm, das war Alibi-Husten. Du hast es gesagt mit dem, was wir alles auf dem Sofa machen. Das ist ein jugendfreier Podcast. Dafür gibt es jetzt die Beziehungskiste. Es gibt die Beziehungskiste. Wir haben uns ausgemalt in den schönsten Farben, wie cool das wird. Wir sind jetzt zu sehen. Wir sind hörbar und sichtbar. Wir sind hörbar im Podcast und sichtbar in der Beziehungskiste auf YouTube. Das stimmt. Wie heißt der Kanal, der Channel?

Florian: Beziehungskiste.

Miriam: Einfach nur, ne, Beziehungskiste mit Miriam und Florian. Miri und Florian oder Miriam? Oh je. Wir verlinken es unter diesem Podcast. Dann findest du es.

Florian: Ich glaube, ich bin jetzt lieber ruhig.

Miriam: Sonst kommt das Husten wieder.

Florian: Es löst sich da gerade was.

Miriam: Ja, viele Menschen waren erkältet jetzt in der letzten Zeit. Die haben alle Verständnis. Und es ist total schön, dass wir uns hinsetzen und den Podcast machen. Ich klinge wie Johnny Cash und du hustest im Takt dazu.

Florian: Das stimmt. Und ich gebe mir größte Mühe, das alles rauszueditieren und rauszufiltern. Und dann schauen wir mal. Vielleicht hört ihr ja gar nichts mehr da draußen.

Miriam: Vielleicht habt ihr längst ausgeschaltet. Dann sagen wir uns, vielleicht haben wir einen Hörer noch. Dem sagen wir jetzt Tschüss.

Florian: Tschüss, Lieblingshörer.

Miriam: Das wäre jetzt wieder Glaskugelleserei. Ich könnte mir ja vorstellen, wir haben eine Million Hörer, die irgendwann auf einen Hau, auf eine Sekunde alle auf die Idee kommen, unseren Podcast bei iTunes zu bewerten und ihm fünf Sterne zu geben. Ja, die halten sich die ganze Zeit bedeckt.

Florian: Dann hätten wir innerhalb von fünf Minuten eine Million Fünf-Sterne-Bewertungen. Das ist auch eine gute Idee. Das fühlt sich gut an.

Miriam: Ein Luftschloss.

Florian: Das fühlt sich tatsächlich sehr gut an.

Miriam: Das fühlt sich super an. Macht weiter so, ihr Lieben. So darf es gehen. Wir wünschen euch viel Spaß beim positiven Kaffeesatzlesen und freien Regie-Theater im besten Sinn mit Happy End. Und dann verweisen wir auf nächsten Dienstag, da wird es übrigens dann wieder, da lernt ihr dann auch wieder was. Da haben wir ein Thema mit "sichtbar machen". Ihr Lieben, macht's gut, bis nächste Woche.

Florian: Tschüss.

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