NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 127

Ich bin... Und diese Einleitung hat es in sich.

Was genau bist Du? Immer mehr als das.

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In dieser Folge

Darum geht es

Was genau bist Du? Ein Bankkaufmann? Ein Lebenskünstler? Mutter? Vater? Bruder? Tochter? Freundin? Müde? Frustriert? Oder fröhlich? Im NLP betrachten wir eine „Ich bin…“ - Äußerung im Sinne des „Metamodells der Sprache“ und wissen, sobald jemand in den „ich bin“ Modus wechselt, heißt es für den wachsamen Zuhörer: Wir bewegen uns plötzlich auf der sogenannten Identitätsebene. „Ich bin“ lässt Haupt- und Wie-Worte mit der Persönlichkeit desjenigen verschmelzen, die er darstellt. Näher als „ich bin krank“ kannst Du einen Zustand sprachlich nicht an Dich heranlassen. „Ich bin frustriert“ sendet ein völlig anderes Signal an Dein Gehirn, als „ich fühle mich frustriert“. Denn „ich bin“ ist sehr in Stein gemeißelt. „Ich fühle mich“ hingegen lässt eine Veränderung einfacher zu. Gefühle können sich ändern, manchmal sogar sehr plötzlich. Eben noch missmutig spielt der Radio DJ einen großartigen Song aus unserer Jugend und wie aus dem Nichts verbessert sich Deine Laune um Längen. Wir konzentrieren uns also mal auf das sprachliche Konstrukt: ICH BIN … und geben Dir ein paar Alternativen an die Hand. Und damit Du den Fachbegriff lernen (und gerne auch gleich wieder vergessen) kannst: Wir haben es im Sinne des Metamodells der Sprache hier mit einer „komplexen Äquivalenz“ zu tun. Und jetzt Schluss mit der Theorie – ab in die Praxis. Viel Freude mit dieser fröhlich-analytischen NLP Podcast-Folge.

Miriam und Florian arbeiten sich an einem einzigen Satz ab: „Ich bin frustriert“ — und zeigen, was passiert, wenn daraus „ich habe Frust“ oder „ich fruste rum“ wird. Es geht um die Dilts-Pyramide der neurologischen Ebenen, um Identitätsebene, Werte und Nominalisierungen, und um die Frage, ob Schuldirektor und Rocker in dieselbe Box passen. Mit dem Trick „…und noch so viel mehr als das“ und dem Blick auf entspannte Nasenspitzen und Ohrläppchen bekommst Du eine praktische Übung an die Hand. Wer nach NLP, Meta-Modell der Sprache, Umgang mit Frust und Stress oder dem Ändern eigener Sprachmuster sucht, ist hier richtig.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Frust, Manager und die Frage nach dem „Ich bin“
  2. Passt der Rocker in die Box des Schuldirektors?
  3. Fünf Kilo Frust bei Ebay — vom Sein zum Haben
  4. Rumfrusten: Wenn der Zustand wieder zur Tätigkeit wird
  5. Stress in den Schredder — und die entspannte Nasenspitze

„Ich bin frustriert.“ Vier Silben, und schon hängt der Frust an dir wie festgeklebt. Miriam und Florian nehmen genau diesen kleinen Satz auseinander — und spielen dabei so ausgiebig mit dem Frust, dass du ihn am Ende bei Ebay versteigern willst. Es geht um die Frage, was mit dir passiert, sobald du „ich bin“ sagst statt „ich habe“ oder „ich mache“.

Frust, Manager und die Frage nach dem „Ich bin“

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Willkommen.

Florian: Willkommen. Zu diesem Podcast. Allerdings. Ich weiß nicht, wieso ich das im Moment in mein Leben ziehe. In dem einen Unternehmen, in dem ich gerade arbeite, da kamen jetzt schon mehrere hohe Manager zu mir in Einzelgesprächen und haben gesagt, sie sind so frustriert.

Miriam: Das kenne ich.

Florian: Ich weiß nicht, ob das Midlife-Crisis ist.

Miriam: Das habe ich in Coachings auch.

Florian: Das wird auch immer später, das Midlife.

Miriam: Wir bleiben ja immer länger schön und jung da. Midlife-Crisis mit 100, wäre dann auch mal spannend. Und es gibt auch ganz junge Menschen, die noch weit, weit entfernt wären von so einer Midlife-Crisis.

Florian: Meine erste Idee ist auch immer, die dann direkt zum Practitioner einzuladen. Das stimmt. Das ist das Thema.

Miriam: Und das, was wir heute machen, ist tatsächlich Practitioner-Stoff, weil wir tauchen ein ins Meta-Modell der Sprache, so tief, wie wir das in diesem Podcast können. Und in einer halben Stunde, da haben wir uns ordentlich was vorgenommen, ihr Lieben.

Florian: Eine halbe Stunde? Ich dachte 20 Minuten.

Miriam: Nix, Ohren gespitzt? Ja, wenn man 20 Minuten fährt. Ich weiß, das frustriert dich dann wieder. Ja. Wie ist das überhaupt mit diesem, ich bin frustriert?

Florian: Das klingt so, ja.

Miriam: Ich bin Miriam Deforth. Ja, das ist ja lustig, dass wir das, es gibt die Dilts-Pyramide und da gibt es verschiedene Ebenen.

Florian: Die neurologischen Ebenen, ja.

Miriam: Neurologischen Ebenen und die Identitätsebene, also die Ebene dort, wo Menschen etwas sind, weil es mit ihrer Identität zu tun hat.

Florian: Erkennst du daran, dass sie ein Sein-Wort da verwenden, zum Beispiel ich bin.

Passt der Rocker in die Box des Schuldirektors?

Miriam: Oft ist ja dieses, ich bin Bäcker, ich bin Banker, ich bin IT-Spezialist, ich bin Moderatorin, das ist auf der Identitätsebene. Also Menschen verbinden sich stark mit ihrem Beruf.

Florian: Sehr lustig, weil da haben wir schon die erste kleine Herausforderung bei vielen Menschen. Wenn sie Schuldirektor sind, dann können sie vielleicht nicht gleichzeitig Rocker sein. Das schließt sich irgendwie für viele Menschen aus. Und wenn ich mich mal in so eine Box reinsetze, das ist für mich immer das Bild, dass ich das Gefühl habe, da ist halt irgendwo so eine Box, da steht drauf Schuldirektor. Und wenn ich mich da mal reingesetzt habe, dann passen da vielleicht nur bestimmte andere Boxen dazu. Kann der da noch Heavy-Metal-Fan sein?

Miriam: Ist überhaupt, wenn einer festlegt, ich bin das und das, noch Platz für was anderes? Also kann der CEO von einem großen Konzern auch Vater sein? Also dass er sagt, ich bin CEO von und bin Vater und bin Rocker, weil er nämlich wochenends auch in einer Rockband spielt. Und offensichtlich geht's, weil ganz viele Menschen, die ich kenne, erzählen mir solche Sachen.

Florian: Und für manche fühlt sich das einschränkender. Oder für manche tun bestimmte Dinge nicht, weil sie denken, dass das nicht zu ihrer Identität passt. Ich bin Pfarrer. Kann ich als CEO von einem Unternehmen wirklich auch sehr entspannt sein? Manche ja und für manche schließt sich das aus.

Miriam: Also spannend, die Sprache an der Stelle mal genauer unter die Lupe zu nehmen, wenn Menschen in diesem Ich-bin-Kontext unterwegs sind.

Florian: Und falls du das in der nächsten Woche hörst, dann haben wir hier schon die kleine Aufgabe für dich, die du machen kannst. Du kannst ja im Kopf immer, wenn jemand zu dir sagt, ich bin, kannst du hinten an den Satz dranfügen und noch so viel mehr als das.

Miriam: Oh, wie schön, oder? Weil gerade wenn jemand käme mit dem Satz, ich bin frustriert,

Florian: und noch so viel mehr als das.

Miriam: Das löst es sofort auf in so ein offenes Feld.

Florian: Das wäre auch lustig. Ich bin Frust.

Miriam: Ich bin Frust. Das ist anders. Das sagen die Menschen anders. Rutschen wir auf eine andere Ebene. Ich habe Frust.

Florian: Ich habe Frust. Ich bin Frust, die Frustfinger.

Miriam: Ja, das sind ja Wie-Worte, die da benutzt werden. Also wir sind ja im Wie-Wort-Bereich. Ich bin lustig, ich bin krank, ich bin verrückt, ich bin fleißig, ich bin, ja genau. Also das ist ja auch Identität, also ich bin das offensichtlich alles und bin ich das wirklich? Bin ich das? Oder ist es ein Zustand, der gerade eben da ist?

Florian: Und immer noch so viel mehr als das, ja genau.

Miriam: Und noch so viel mehr als das, ja. Sehr, sehr, sehr schön, die Sprache an der Stelle zu öffnen.

Florian: Mindestens die Erinnerung reinzuholen, dass das nicht alles ist.

Miriam: Also gerade auch in Zuständen wie Frust oder Trauer, Krankheit.

Fünf Kilo Frust bei Ebay — vom Sein zum Haben

Florian: So, jetzt hat Miri gerade schon gesagt.

Miriam: Ich habe Frust. Die nächste Variante. Ich bin frustriert. Ja, guten Tag, ich bin Miriam Deforth. Es kommt, ich habe Frust.

Florian: Frustriert ist auch ein komischer Vorname. Und jetzt, ich habe Frust. Gut, dann.

Miriam: Herzlichen Glückwunsch, wo haben Sie den denn gekauft? Genau. Wo bekommt man den denn?

Florian: Das ist eigentlich eine gute Frage. Kann ich fünf Kilo Frust kaufen?

Miriam: Ersteigern.

Florian: Auf Ebay. Oder wenn ich fünf Kilo Frust habe, vielleicht versteigere ich es einfach auf Ebay.

Miriam: Vielleicht kann ich es auch teilen dann. Vielleicht gebe ich 2,5 Kilo an einen Ehemann ab, der dann auch was davon hat. Das klingt so. Das klingt so, als wäre das ein Hab und Gut.

Florian: Das ist auch lustig, den Frust in kleine Scheibchen teilen. Ja. Wie ein Puzzle zusammensetzen.

Miriam: Ja, in kleine Säckchen abfüllen. Abgewogen.

Florian: Und dann ab in die Mülltonne. Sondermüll. Je nachdem, was für ein Thema wir haben.

Miriam: Oder vielleicht will den ja jemand anders haben und zahlt viel Geld dafür, weil es Sammlerfrust ist. Limitierter Sammlerfrust. Kannst du bei Ebay so ein Dings drauf machen? Was jetzt? Achtung, Achtung, Florian.

Florian: Vielleicht kannst du auch ein H-Kennzeichen dafür bekommen, weil du den schon seit 25 Jahren hast.

Miriam: Ein H-Kennzeichen?

Florian: Ja, so ein historischer. Ein Oldtimerfrust. Oldtimefrust.

Miriam: Oldtime. Nicht Alltimefrust.

Florian: Oldtimefrust.

Miriam: Oldtimefrust. Ja. Welche Ebene ist das auf der Dilts-Pyramide der neurologischen Ebenen? Ich habe Frust.

Florian: Ich habe Frust.

Miriam: Ist das ein Wert dann?

Florian: Das klingt sehr nach Werten. Also da sind wir schon in Richtung Werten und Glaubenssätzen unterwegs, genau. Und da geht es ja dann darum, dass wir eine Nominalisierung geschaffen haben. Also was früher mal ein Prozess war, ich fruste herum, würde jetzt plötzlich zu einem Besitztum. Ich fruste herum. Ja, im Deutschen gibt es da keine schöne, also im Deutschen sagen wir dann schnell, ich bin frustriert.

Miriam: Das ist Identität.

Florian: Da ist so ein Ist gleich dazwischen, deswegen sagen wir Identitätsebene, genau. Ich habe Frust. Gibt es auch oft. Gibt es auch sehr oft, ja. Oder gab es früher sehr oft.

Miriam: Oder wurde jetzt ausgetauscht gegen, ich habe so einen Hals.

Florian: Ich hab so ein Hals. Ja, zum Glück. Sonst würde der Kopf direkt auf den Schultern sitzen.

Miriam: Ist auch nicht hübsch. Nee. Gut, also ich hab Frust, es war früher, ist immer noch.

Florian: Also es ist, wenn wir aus der Linguistik kommen, aus dem Meta-Modell der Sprache wieder, dann wäre es eine Nominalisierung. Da, wo sich jemand über irgendwas frustriert hat, ist plötzlich so ein Besitztum draus geworden. Könnte ja auch sein, dass der Frust in einem kleinen goldenen Käfig sitzt neben einem. Ich habe Frust, so wie ich habe Wellensittiche zu Hause.

Miriam: Ach, okay, ich verstehe. So wie so ein schicker Hund in so einer Handtasche.

Florian: Ja, bloß der Frusthund kackt immer in die Handtasche. Und dann ist die Frage, wieso trägst du ihn mit dir herum?

Miriam: Ja, sehr gut. Also, da wach sein. Ich habe... Ich habe Frust.

Rumfrusten: Wenn der Zustand wieder zur Tätigkeit wird

Miriam: Und dann gibt es ja noch eine weitere Möglichkeit, da kommen wir jetzt in die Tätigkeits- und Verhaltens-Ebene. Ja, da bin ich jetzt sehr gespannt, genau. Du hast ja vorhin gesagt, rumfrusten. Wie du es werbst. Ja, wie du es werbst, genau, wie du es verwerbst. Und das ist bei, weil frustriert sein tatsächlich ja als Zustand gewertet wird, also frustrierend oder frustriert. Ja. Und Frust als Hauptwort gibt es und es gibt nicht frusten.

Florian: Ich fruste.

Miriam: Wurde allerdings in der Jugendsprache auch schon.

Florian: Ja?

Miriam: Ja, also ich kenne es noch. Ein Kind der 70er. Wir haben noch rumgefrustet. Echt habt ihr rumgefrustet? Wir haben rumgefrustet. Holla die Waldfee. Ja. Und immerhin war es da eine Tätigkeit, die wir auch wieder lassen konnten. Also auf jeden Fall rumfrusten kenne ich. Und es ist eine Tätigkeit. Also es ist etwas, was Menschen tun.

Florian: Das Schöne an einer Tätigkeit ist ja, dass Menschen das tun und es auch wieder lassen können.

Miriam: Richtig. Exakt. Deswegen wäre es immer schön von dieser Identitätsebene, wenn es etwas Unangenehmes ist, wieder runterzugehen auf das, was es ursprünglich mal war, nämlich eine Tätigkeit, etwas, was wir machen. Ich frustriere mich über... Ich bin frustriert über... oder ich, ja genau.

Florian: Ja, dann bist du wieder.

Miriam: Ja, dann bin ich wieder in der Identität. Frustrierend ist ein spannendes Wort, ne? Weil ich liebe jemanden, geht ja. Nur da geht ich habe Liebe, ja.

Florian: Ich fühle eine tiefe Liebe zwischen uns.

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: Da ist dieses Haben drin, dieses ich kaufe fünf Kilo Lieben im Supermarkt. So, und ich liebe jemanden und ich bin Liebe. Das ist schon sehr... Und du darfst einfach sehr darauf achten, was ist das, was du in deinem Leben auch sprachlich tust, weil aus neurolinguistischer Sicht eben Sprache auch Auswirkungen darauf hat, wie du dich fühlst. Wenn du einen Frust hast und den immer in deiner Handtasche mit dir herumträgst und der da regelmäßig reinkackt, dann wäre für mich einfach die Frage, wieso bringst du ihn nicht dahin zurück, wo er hingehört?

Miriam: Mhm. Ich finde es auch immer spannend, also sozusagen wach werden würde ich dann, wenn Menschen weggehen von dieser Tätigkeit hin zu zum Beispiel eben einem, ich habe das oder ich bin das, weil dann wird es sehr fest, dann wird es sehr verknüpft mit demjenigen, dann verbindet sich derjenige.

Florian: Da ist dann auch nicht mehr so, da wechseln eben auch die Metaphern für, was können wir damit dann tun. Also wir können es dann, vielleicht lässt es sich einfacher zurückgeben oder wegstellen, wenn ich was habe, oder wegwerfen oder bei Ebay wieder versteigern. Nur plötzlich ist es nicht mehr ganz klar, wer macht denn das eigentlich. Weil die Gefühle, die laufen uns ja nicht hinterher und springen hinterm Busch hervor und sagen, ich bin ein kleiner Frust. Sondern das ist ja tatsächlich was, was wir tun, weil wir in einer bestimmten Art und Weise über die Arbeit nachdenken oder uns bestimmten Situationen aussetzen. Darüber erzeugen wir das ja. Ah, das ist so eine dieser blöden Grundannahmen im NLP. Weil wer weiß, da müsste man dann dran glauben, gell?

Miriam: Da müsste man dran glauben, guck mal.

Florian: Ja, naja. Plötzlich ist eine gewisse Verantwortung auch im Raum.

Miriam: Ja, das stimmt. Und es ist eine Möglichkeit da, das loszuwerden, wenn es dich stören würde.

Florian: Ja.

Stress in den Schredder — und die entspannte Nasenspitze

Miriam: Also das heißt, wenn ich jetzt vom Frust mal weggehe und sage, ich bin gestresst, ich habe Stress, dann wäre es etwas, was ich irgendwo habe, was ich irgendwo gekauft habe oder mir geliehen habe oder was auch immer. Also es ist eine Portion Stress. Was mache ich damit? Ab in den Häcksler oder dieses Papier, was ist das? Dieses Papier so durchschreddern. So ein Schredder. Genau, so durch den Schredder und dann weg. Und ist es, wenn ich sage, ich bin gestresst, habe ich es viel näher bei mir. So und da reinzugrätschen und zu sagen, vielleicht habe ich besser Stress oder wie habe ich Stress gemacht in mir?

Florian: In der Formulierung, ich bin gestresst, ist eben nicht mehr drin, ich stresse mich. Das wäre ja das. Oder andere.

Miriam: Schau, was das gleich macht. Will ich mich stressen? Nein. Will ich andere stressen? Nein. Ach, warum nicht? Will ich Stress in der Tasche mit mir rumtragen? Nein. Und da machen wir was. Genau da ist Sprache so machtvoll. Da wird es plötzlich Zaubersprache. Weil du plötzlich die Möglichkeit hast, dich zu entscheiden und zu sagen, ne, versteigere ich jetzt bei Ebay.

Florian: Will vielleicht nur niemand.

Miriam: Stress.

Florian: Ach, es gibt genug, die wir haben wollen. Im Moment noch gibt es genug. Es sind ja noch nicht so viele Practitioner. Kannst ruhig probieren. Sagt Sammler, stresslimitierte Edition.

Miriam: Antik-Stress. Lässt von Null aufsteigern oder von 1 Euro aufsteigern. Antikstress ist auch schön. Schön restauriert. In liebevolle Hände abzugeben.

Florian: Über 25 Jahre gepflegt und gehegt.

Miriam: Ja, vielleicht schon länger. Vielleicht ist es der Originalstress von Marie Antoinette.

Florian: Da gibt es auch Glaubenssätze zu, das stimmt. Erbstress.

Miriam: So, du merkst, wie wir mit Worten spielen in diesem Podcast, das ganz bewusst, weil wir gesagt haben, wir gehen mal mehr in diese Richtung NLP und wie genau wir Sprache im NLP eben auch unter die Lupe nehmen und feststellen, was machen wir mit uns selbst, wenn wir bestimmte Sprachmuster verwenden. Und aus dem Ich-bin-krank ist es tatsächlich mühsamer, wieder rauszukommen, gefühlt, als aus dem Ich fühle mich gerade krank oder ich kränkel. Das wäre schon mal eine Tätigkeit, wo ich sagen könnte, ja, dann lasse ich das so schnell wie möglich wieder.

Florian: Ja, sehr gut.

Miriam: Oder vielleicht fühle ich mich morgen schon viel besser. Vielleicht fühle ich mich in einer Stunde, wenn ich geschlafen habe, schon wieder viel besser.

Florian: Da ist ja auch der Teil drin, nicht alle Teile von mir, also wenn ich sage, ich bin gestresst oder wenn ich bin gefrustet, nicht alle Teile von mir sind es wahrscheinlich. Sondern es gibt wahrscheinlich auch bestimmte Stellen in meinem Körper, wo ich das nicht so spüre. Ohrläppchen. Das lachende Ohrläppchen an deinem Kopf.

Miriam: Die Haarspitzen.

Florian: Oder die Nasenspitze. Sowas. Und auch wenn ich sage, ich habe Stress oder ich habe Frust, dann gibt es da wahrscheinlich noch ganz viele andere Teilaspekte, die da drin sind. Also vielleicht habe ich auch noch was anderes. Und das ist auch einer der Wege, damit umzugehen, dass du dich darauf konzentrierst, was hast du noch alles anderes in deinem Leben, da ist noch so viel mehr als das.

Miriam: Und jetzt zurück zu dem fantastischen Tipp, denn wir gehen hier allein über Sprache. Wir könnten ja sagen, wenn ein Mensch Stress empfindet oder wenn ein Mensch sagt, ich habe Stress, könnten wir ja so einen Meditationsguru anrufen, die beiden zusammen aufs Sofa setzen, Kerzchen anzünden und die sollen dann irgendwie fünf Stunden zusehen, wie sie klarkommen. Oder wir sagen, okay, wenn die Sprache den Prozess nach entspannt besser unterstützen könnte, dann machen wir das eben mit diesem Ich hab Stress und noch so viel mehr.

Florian: Weil Nasenspitzen sind meistens entspannter.

Miriam: Hab ich mir auch schon sagen lassen. Ohrläppchen übrigens halten sich auch oft raus. Die sind so ein bisschen neutrale Zone.

Florian: Das heißt, wenn du anfängst, deine Konzentration und deinen Fokus darauf zu legen, was bei dir schon entspannt ist oder wo es richtig gut läuft, in der Nasenspitze, im Ohrläppchen oder wo auch immer, dann kann sich das von daher ausbreiten.

Miriam: Das stimmt. Und was dieser Podcast auch möchte, ist dich noch ein bisschen wacher machen in Bezug auf Formulierungen der Menschen um dich herum oder auch von dir selbst. Und klar heilt ein grippaler Infekt nicht in zwei Minuten, weil jemand seine Sprachmuster ändert. Und es entspannt ungemein. Ich habe es ausprobiert. Es entspannt ungemein in diesen Heilungsprozess hinein. Denn was dein Körper in jedem Fall möchte, wenn er sich früher mal eine Erkältung geholt hätte,

Florian: Und bei Krankheiten natürlich? Gehen Sie bitte zum Arzt.

Miriam: Die Idee ist, auch dein Arzt freut sich, wenn du das, was er macht, um dich noch schneller zu heilen, eben unterstützt. Kannst du machen. So, wenn es zu diesem sehr komplexen Podcast Fragen geben wollen würde? Info at kontext*denken.de. Florian sitzt 24 Stunden am Computer, um die zu beantworten.

Florian: Um sie weiterzuleiten an Miri.

Miriam: Und ja, wir freuen uns, wenn du nächste Woche wieder dabei bist, wenn sich zwei Gehirne um ein Thema winden, das vielleicht dann etwas einfacher gestrickt ist als dieses und ich finde es gut, dass wir es gemacht haben.

Florian: Ich bin fröhlich. Bis nächste Woche.

Miriam: Ich bin die Froheit.

Florian: Ich habe die Frohitesse.

Miriam: Die Frohitesse, das ist auch gut. Ich habe drei Kilo Fröhlichkeit gekauft. Heute in Köln, da ist Karneval, da ist im Moment billig. So ihr Lieben.

Florian: Bis nächste Woche.

Miriam: Bis nächste Woche.

Florian: Tschüss. Tschüss.

Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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