Ist dir schon mal auf der Bühne, im Live-TV oder mitten in einer Konferenz etwas passiert, bei dem du am liebsten im Boden versunken wärst? Miriam und Florian nehmen sich zum Veilchendienstag genau diese Momente vor — von umgefallenen Mini-Lippenstiften vor laufender Kamera bis zur Frage, ob eine hörbare Flatulenz im TV-Studio wirklich das Ende der Welt wäre. Es wird gelacht, es wird Knigge zitiert, und dazwischen steckt eine überraschend ernste Frage: Woher kommt eigentlich das Gefühl von Peinlichkeit — und was hilft, wenn es da ist?
Zwischen Karneval und Fasching: zwei Nicht-Feiernde im Zentrum des Wahnsinns
Miriam: Ist Karneval bei uns im Haus, dann macht mein Mann die Lampe aus.
Florian: Drum lasst es nun losgehen, Fein.
Florian: Oh, puh.
Miriam: Also Stegreif-Karnevalisten werden wir nicht mehr in diesem Leben, würde ich sagen.
Florian: Jedenfalls nicht auf einer wichtigen Prunksitzung.
Miriam: Willkommen, ihr Narren da draußen, ihr Jecken und ihr Fröhlichkeiten.
Florian: Willkommen, ihr Fasching-Nicht-Feirer. Das ist auch gut.
Miriam: Wir haben euch alle lieb. Wir leben mitten im Zentrum des Wahnsinns als Nicht-Karnevalisten.
Florian: Als Nicht-Fasching-Feirer.
Miriam: Oh, du bist Fasching. Fasching-Feier. Ich bin Fasching. Wird in Nürnberg Fasching gefeiert? Fasching, ja. Die feiern Fasching da?
Florian: Ja. Es gibt, glaube ich, auch einen Umzug. Also ich habe das dunkle in Erinnerung. Als sehr kurze, sehr traurige... Oh je. Also ich kenne ja jetzt hier Rosenmontag und so. Oder ich kenne hier eigentlich die Zeit ab November. Da begegnen wir hier schon mehr Jecken im November als in Nürnberg dann am Rosenmontag. Rosenmontag, ja.
Miriam: Ja, ich wusste auch, bis ich hierher gezogen bin, nicht, dass es Tulpen-Sonntag, Rosen-Montag und Veilchen-Dienstag heißt. Bei uns war das Faschings-Sonntag, Rosen-Montag und Lumbe-Dienstag.
Florian: Lumbe.
Miriam: Ja, weil am Dienstag gab es dann die ganzen Lumbe-Bälle und ja, ist ja auch egal. Also wir feiern ja nicht, wir beide.
Florian: Das stimmt.
Miriam: Das wäre mir auch viel zu peinlich.
Florian: Wieso verkleidest du dich nicht gerne?
Miriam: Nein, das ist unser Thema heute.
Florian: Was?
Miriam: Dass du dich nicht gerne verkleidest, ist unser Thema. Ich verkleide mich nicht.
Florian: Oh, das ist mir jetzt aber peinlich, dass ich das Thema nicht verstanden habe.
Miriam: Ha, ha, ha. So. Was ist dir da draußen denn so peinlich? Du kannst es gerne unter diesen Podcast-Eintrag bei Facebook schreiben.
Florian: Oder was war dir peinlich? Was war dir peinlich? Bis du uns zugehört hast und dann realisiert hast...
Miriam: So im Maß der Dinge. Geht schon. Ja, das ist schon wahr.
Florian: Das ist so eine Relationssache.
Woher kommt Peinlichkeit? Anerzogen oder eingebaut?
Miriam: Erstens ja und zweitens wäre das schon der erste Beweis dafür, dass das, was uns peinlich ist, uns nicht in die Wiege gelegt wurde. Das ist nämlich meine These, meine persönliche, nicht neurowissenschaftliche These. Ich habe keine Ahnung, was Gehirnforscher oder Seelenforscher dazu sagen würden, ob wir so eine Art Peinlichkeitsmodus im Gehirn eingebaut haben oder ob das, was wir gemeinhin als peinlich bezeichnen, uns anerzogen wurde oder durch Erfahrung entstanden ist. Und wenn es durch Erfahrung entsteht, dann haben wir doch so eine Art Peinlichkeitsmodus. Ist das eine Feedback-Sache? Also mache ich irgendwas und ein anderer guckt schräg und dann ist das in Zukunft peinlich?
Florian: Würde das am ehesten erklären, oder? Ich wusste das ja nicht und mein Eindruck, wenn ich mir jetzt unsere beiden Jungs so anschaue, ist schon, dass dem jetzt Sachen peinlich werden. Zum Beispiel, wenn du durch den Supermarkt läufst und singst und tanzt.
Miriam: Willst du jetzt private Dinge von mir ausplaudern? Das ist mir schon peinlich. Wobei, im Supermarkt bekommst du ja ein paar Leute mit.
Florian: Ja, das ist mir auch egal.
Miriam: Ja, ich singe auch außerhalb von Supermärkten draußen.
Florian: Und ich bin dann immer in der schwierigen Wahl. Ich kann mich dann entscheiden, ob ich mich zum Fremdschämer begebe und so tue, als würde ich euch nicht kennen. Wer ist denn der Fremdschämer? Na, der Größere von beiden.
Miriam: Stimmt, der läuft immer in 12 Meter Abstand, wenn ich mit dem Kleinen im Wagen Kokolores mache und wir singen laut oder spielen Klatschspiele oder singen die Supermarktregale an, dann läuft der in 12 Meter Abstand und zieht sich so die Kapuze über den Kopf und zwischendurch sagt er, jetzt hör doch mal auf. Psst, die Menschen hören das. Ja. Mama, mach doch sowas nicht.
Florian: Oder eben der jüngere Bruder, der da einfach mitmacht und ich darf mich dann immer entscheiden, ne? Ja. Zu welcher Fraktion möchte ich mich begeben? Und ich wähle dann immer die Spaß-Fraktion. Deswegen, ja, es ist in Relation. Ich bin da deutlich entspannter geworden inzwischen durch dich. Warst du es nicht schon immer? Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, in der Öffentlichkeit zu singen und zu tanzen. Und mit dir mache ich das dann einfach.
Miriam: Stimmt. Bei mir war das nicht immer so. Ich hatte eine Zeit, da waren mir Dinge peinlicher als heute.
Florian: Okay.
Miriam: Und ich weiß gar nicht, also ich erinnere mich nicht so richtig, wann das als Kind angefangen hat, dass mir was peinlich war. Nur so über die Pubertät und in die Zwanziger hinein erinnere ich mich sehr wohl, dass mir viele Dinge peinlich waren bei mir selbst und auch bei anderen. Also dass ich so dieses Fremdschämen auch noch empfunden habe dazu. Ich sagte, oh, da gehöre ich jetzt aber nicht dazu.
Florian: Ja. Und was hat sich dann geändert?
Die Gala-Tafel, das Besteck und die unsichtbaren Regeln
Miriam: Die Frage ist ja auch in diesem Podcast, ist es zu irgendwas Nütze? Ja, kann ja sein. Also ich sage mal, was ich jetzt schon öfter erlebt habe, war zum Beispiel, ich bin in einer Familie groß geworden, die, ich sage mal, mir eine wunderbare Kindheit beschert hat aus meiner Sicht und es waren in Anführungszeichen ganz normale Eltern. Wir waren nicht in höheren Kreisen unterwegs. Das heißt, ich habe erst relativ spät, als ich zum ersten Mal zu einem richtig großen öffentlichen Gala-Diner eingeladen war als Keno-Lotto-Fee damals, habe ich das erste Mal diese Situation erlebt, wo ich zwar schon wusste, da sind jetzt viele Bestecke und viele Gläser an meinem Gedeck und vielleicht weiß ich nicht so genau was...
Florian: Immer von außen nach innen.
Miriam: Ja, immer von außen nach innen und ich schaue zur Not zu den anderen, was die machen. Nur ich habe dann festgestellt, ich hatte auch generell so diese ganzen Tischsitten, Benehmensvorlagen nicht drauf. Also dieses, ich habe schon meine Arme aufgestützt beim Löffeln, bis ich dann gesehen habe, die saßen alle kerzengerade und die Arme schwebten bei allen in der Luft ungefähr auf zwölf Zentimeter über dem Tisch. Und ich dachte, okay, scheinbar nicht aufstützen. Und es war mir schon peinlich dann in dem Augenblick, wo ich so, oh...
Florian: Uiuiui.
Miriam: Und ja klar, geladen als in Anführungszeichen auch prominenter Gast, gesetzt an irgendeine Position mit wichtigen Menschen, die um diese Lotto-Gesellschaft herum irgendwie Funktionen hatten. Ja, also mit 20 war mir das noch peinlich. Heute wäre mir das nicht peinlich.
Florian: Wobei das ja spannend ist, weil ich für mich wahrnehme, wenn ich absichtlich eine Regel breche, dann ist es mir nicht peinlich. Nur wenn ich eine Regel breche, von der ich nicht wusste, dass es sie gab oder wo ich sie so unabsichtlich breche, das wäre mir eher...
Miriam: Ist das ein Regelbrechen bei peinlich?
Florian: Naja, das, was du jetzt beschrieben hast, ist ja ein Regelbrechen, oder? Also, ihr sitzt an dieser wunderbaren Tafel und ihr habt 15 Bestecke neben dem Teller liegen und ihr fangt von außen an, weil der geht drauf. Ja, genau, nicht durchnummeriert. Das wäre auch einfacher, ne? Oder wenn jemand vorbeikommt und sagt, würden Sie bitte die Arme vom Tisch heben, dann wäre wenigstens klar, was gewollt ist, ne?
Miriam: Ja.
Florian: Und das ist ja dann eine so im Raum schwebende Regel, oder? Dass die Arme nicht auf den Tisch gestützt werden beim Essen.
Miriam: Ja.
Florian: Und peinlich wird es dann in dem Moment, wenn du die Einzige warst, die diese Regel nicht eingehalten hat?
Miriam: Ich glaube, es war so eine Mischung zwischen, die haben das von mir schon erwartet, dass ich weiß, wie ich mich als Frau, die auch jeden Tag im Fernsehen live zu sehen ist, dass ich das schon weiß. Und diese Erkenntnis bei mir selbst, dass ich da echt jetzt auffällig geworden bin, für mich damals auf sehr unangenehme Weise. Es gab Situationen auch ganz früh auf der Bühne, die sowas hervorgerufen haben wie Peinlichkeit. Also ich bin irgendwie gestolpert, blöd. So ganz am Anfang, als ich noch keine große Erfahrung hatte mit Live-Auftritten, und habe mich dann irgendwo komisch festgehalten, hingeflogen bin ich tatsächlich nie auf der Bühne. Also ich hatte nie diese klassische Kabelpurzler-Situation. Und klar gab es mal das ein oder andere missgeschickte Mikrofonständer.
Florian: Es geht dann immer wieder um das, wie es weitergeht, oder? Auch wenn ich mich in diese Situation jetzt so reinversetze.
Miriam: Ja, und ich hatte das Gefühl, mein Gehirn ist erstmal ein paar Minuten damit beschäftigt, mich wieder aus diesem Zustand rauszuholen. Natürlich weitermachen, klar. In der Situation weitermachen, nutzt ja nichts. Genauso wie an der gedeckten Tafel weitermachen. Aufstehen und gehen war keine Option, außerdem war es Essen.
Florian: Hallo, wir sind Sparbrötchen.
Miriam: Na, wir Musiker sowieso.
Florian: Endlich mal was zu essen hier.
Miriam: Manchmal ganz früh in der Bandgeschichte hatte ich das Gefühl, wir sind eh nur auf diesem Auftritt, weil es da auch was zu essen gibt. Ja und heute hat sich das wieder total geändert. Also es ist mir, da hängt so ein süßer Spruch bei meiner Mutter an der Tür zum Wohnzimmer, steht hessisch drauf: bevor ich mich aufrege, ist es mir lieber egal. Also das sind so die Hessen. Und das hat einen Teil innerer Entspannung und einen Teil Erfahrung und einen Teil Vergleichswert. Also mir ein eigenes Bild zu machen von dem, was für mich mir angemessen erscheint. Ich würde so dieses klassische ins Fettnäpfchen treten bis heute eher auf zwischenmenschlicher Ebene nicht so gern machen wollen. Also jemanden ungewollt zu treffen mit einer Aussage, die ich mache zum Beispiel. Das wäre noch was, da würde ich heute auch noch kurz zaudern.
Florian: Da ist ja eine Vorannahme drin.
Miriam: Da ist eine dicke Vorannahme drin, ja. Ich rede halt viel, ne? Und schnell.
Florian: Und dann kommen die Vorannahmen manchmal so aus dir raus. Also für euch Hörer, die Vorannahme war, dass das überhaupt funktioniert, ne? Also dass ich einen anderen Menschen treffen kann mit irgendwas.
Miriam: Ja, das stimmt. Dass ich das planen wollen würde, könnte.
Florian: Vor allem, dass das auch geht.
Miriam: Dass es geht. Ja. Stimmt, meistens sind ja solche Situationen auch viel mehr eigene Interpretationen als die von außen. Also wie viele Menschen in einem 2000er-Saal fällt auf, wenn der Mikrofonständer mal kurz wackelt. Wir haben in der Theaterwissenschaft im Studium gelernt, Theater ist ein flüchtiges Medium. Das heißt, es ist ganz schnell wieder vorbei und neue Eindrücke kommen. Und es ist vergessen, es ist anders als bei einer DVD, wo ich zurückspulen kann und mir die Szene nochmal ansehen kann und sehen kann, dass Charlton Heston als Ben Hur, ne, war das überhaupt Charlton Heston, egal, also auf jeden Fall der Darsteller, der Ben Hur gespielt hat, eine Armbanduhr trug beim Wagenrennen. Das kann ich hundertmal zurückspulen und es mir nochmal angucken und ein Standbild machen und gucken, aha, hat wirklich eine Uhr an. Also das ist eben bei einem flüchtigen Medium anders und das Leben ist für mich ein flüchtiges Medium. Das heißt, es rauscht weiter und wie viele haben es wirklich bemerkt.
Florian: Ja. Und eigentlich auch ganz gut. So wie du es beschreibst, ist es fast wie in so einem Videospiel, wo wir so wie die Mario-Figur die ganze Zeit irgendwie weiterlaufen. Ja, es hält mich an. Es geht immer vorwärts. Ja. Und wenn ich an dem einen Fragezeichenkästchen vorbeigesprungen bin, dann ist das halt jetzt so.
Miriam: Achso, da kann ich nicht zurück, ne?
Florian: Ja, nur durch ein Leben aufgeben.
Miriam: Oh, sind wir jetzt ganz karmisch wieder unterwegs. So viele Peinlichkeiten in diesem Leben, da darf ich dann nochmal.
Florian: Ist mir jetzt auch so ein bisschen peinlich, dass ich die Metapher gewählt habe.
Miriam: Ne, ist schon okay. Passt ja. Ist es dann besser zu sagen, so what? Ist das dann dein Tipp an der Stelle? Egal jetzt?
Florian: Ja, entspannt, ne? Also es hilft ja tatsächlich nichts mehr.
Wenn der Pups draußen ist: offensiv statt fremdschämen
Miriam: Nun sage ich das den jungen Menschen, die zu mir in die Sprecher- und Moderationsworkshops kommen, sage ich denen, so what, mach einfach weiter und mit hochroter Birne oder manche Menschen reagieren ja körperlich, wenn sie was erlebt haben, was ihnen peinlich ist, was sich peinlich anfühlt.
Florian: Und es ist die gleiche Antwort wie meistens, dieses Ausrichten auf, was ist das Ergebnis, das ich gerne haben möchte, wie möchte ich, dass diese Veranstaltung verläuft, wie möchte ich, dass meine Moderation verläuft und dann geht es einfach weiter, oder? Und entspannt zu reagieren, vielleicht sogar das Ganze anzusprechen, das ist tatsächlich etwas, was ich bei dir gelernt habe. Das ist dann der für mich noch größere Tipp. Bei Stellen, die tatsächlich zu sehen waren, nicht so zu tun, als wäre da nichts gewesen, sondern eher den Impuls zu haben, mit dieser Stelle zu spielen.
Miriam: Der Pups ist draußen.
Florian: Der Pups ist draußen, das haben sowieso alle gehört. Dann kann ich auch noch sichtbar die Nase rümpfen. Dann lacht vielleicht wenigstens jemand. Dann gebe ich ja ans Publikum einen Impuls von...
Miriam: Das ist mir noch nie passiert. Ich habe mich gefragt, wie peinlich mir das wäre.
Florian: Auf der Bühne.
Miriam: Nee, auf der Bühne ist zu weit weg. Auf der Bühne pupsen ist nicht schlimm. Am Fernsehen. Die Mikro sitzt meistens auch nicht an der richtigen Stelle. Naja, die sind schon sehr empfindlich, die Mikrofone. Es könnte, kommt auf die Pupsstärke. Oh, jetzt sind wir ja auf einem ganz... Jetzt wird es langsam peinlich hier.
Florian: Definitiv Fremdschämen-Niveau.
Miriam: Also Körpergeräusche. Ich durfte ja, oder der Hessische Rundfunk hat mal ein Knigge-Quiz veranstaltet. Und im Zuge dieses Knigge-Quizzes gab es dann auch eben diese wirklich genauen Benimmregeln. Zum Beispiel, wenn jemand niest. Das ist ja jetzt nicht so schlimm. Ist das so schlimm wie Pupsen? Nö. Knigge würde sagen, ja. Wie gesagt, das ist das Gleiche. Es ist ein unkontrolliertes Öffnen von Körperöffnungen mit Geräuschen.
Florian: Ja, das ist natürlich auch sehr entspannt.
Miriam: Ja, stimmt. Und der, der niest, entschuldigt sich. Und kein anderer sagt was. Das wäre unhöflich. Denn wenn jemand pupst, sagt ja auch keiner Gesundheit. Hahaha. Bitte nicht mehr darauf eingehen, bitte nicht. Nur der korrekte Umgang ist, jemand niest und entschuldigt sich dann.
Florian: Ja, genau.
Miriam: Nur allein schon das, dieser gesellschaftliche Akt von, ich entschuldige mich dafür, dass ich geniest habe, dass ich eher ein Mensch bin.
Florian: Dass mein Körper manchmal...
Miriam: Ich würde jetzt einige Hörer zu Recht den Herrn Luther wieder zitieren, der ja gerade seine Freunde, er hat es nie wirklich gesagt, oder es ist nicht erwiesen, dass er es gesagt hat. Die Idee dahinter ist, die Menschen, die um ihn herum sind, sagen, entspannt euch, menschlich, wenn das Essen lecker war, wird danach gebäuerchend gebäuert.
Florian: Das Original, also das Zitat, das ich kenne, geht ein wenig anders. Warum rülpstet und furztet ihr, hat es euch nicht geschmecket? Geschmacket. Geschmacket. Ja.
Miriam: Ja, ist okay. Dann ist es wieder auf Ansage, dann ist es kein Regelbrechen.
Florian: Es ist wirklich dieses Regelbrechen. Also es ist dieses... Ja, es ist interessant, weil wir überlegen uns ja bestimmte Regeln in unserem Leben, wo wir mit anderen Menschen interagieren, wo wir sagen, das sind so eingezogene, relativ willkürliche Regeln. Zum Beispiel eben, dass wir das Besteck von außen nehmen und dann langsam nach innen gehen. Könnten wir ja auch andersrum machen oder einfach so Besteckkörbe auf den Tisch stellen, so wie in bayerischen Wirtshäusern.
Miriam: Würdest du dich trauen, das kleine Hors d'oeuvre, die kleine, klitzekleine Mikroforspeise, die du bekommst, mit dem riesigen Fleischbesteck essen?
Florian: Nur, das sind ja Regeln, die wir uns gegeben haben, weil wir sagen, dadurch drücken wir vermutlich die Gemeinschaft zu einer bestimmten Gruppe aus, oder? Das ist das Thema. Dass wir zu einer Gruppe gehören, die sich in einer bestimmten Art und Weise verhält und dann in dieser Gruppe bestimmte Verhaltensweisen nur an den Tag legen möchten und andere nicht gut finden.
Wenn Peinlichkeit das Potenzial blockiert
Miriam: Weißt du, wo ich es schade finde? Wenn Menschen... Und ich lerne eine Menge Menschen kennen aufgrund unserer Arbeit als Trainer und aufgrund meiner Tätigkeit als Moderatorin. Wenn ich Menschen kennenlerne, die ihr Potenzial zum Beispiel auch auf der Bühne nicht entfalten, weil sie ständig Bedenken haben, dass es peinlich sein könnte, wenn sie dies oder jenes jetzt tun. Und an der Stelle setzt dieser Podcast an. Weil alles andere ist total okay. Ich kenne sehr, sehr viele entspannte Typen. Also gerade in meiner Branche und Menschen, die da schon lange im Geschäft sind. Entspannter geht nicht. Denen ist so gut wie nichts mehr peinlich. Das heißt nicht, dass die nicht auch socialized sind, dass die einen tollen Umgang haben. Im Gegenteil, die haben einen entspannten Umgang. Bei denen fühle ich mich auch sofort relaxter und habe nicht so diesen Eindruck von, ich könnte jetzt ständig irgendwas falsch machen. Gibt es ja eh in unserer Welt nicht.
Florian: Ja, wenn du nur noch Dinge richtig machst.
Miriam: Das ist ja das, was da mitschwingt. Es gibt was Richtiges und was Falsches jetzt gerade in der Situation. Und wer das Falsche wählt oder wer unbedacht das Falsche tut, dem ist das peinlich und die anderen merken das. Und wenn dann Menschen sich so verkrampfen und so Angst haben, dass sie da irgendwas falsch machen könnten auf der Bühne, vorm Mikrofon, vor der Kamera, wenn sie vor anderen Menschen sprechen und dadurch... Gar nicht ihre Authentizität entfalten. Dann, da sind die Tipps wichtig. Was können die Menschen tun, um da entspannter zu sein in Zukunft? Wie kann ich das ablegen oder wie können Menschen das ablegen?
Florian: Wobei wir jetzt über eine Angst sprechen, oder?
Miriam: Ist peinlich Angst? Hat peinlich was mit Angst zu tun?
Florian: Naja, bisher haben wir gesprochen von... Ich rede nicht von Lampenfieber. Ich habe ein Bäuerchen auf der Bühne und da ist schon was passiert.
Miriam: Das sind die Fragen, die kommen.
Florian: Nur, wenn ich ein Bäuerchen hätte auf der Bühne, dann wäre es schon passiert. Das stimmt. Dann darf ich mit der Situation irgendwie umgehen. Und vielleicht fällt mir ein lustiger Witz ein, wie zum Beispiel der Spruch vom Luther. Nur das, was du jetzt eben beschrieben hast, das steigt ja noch vorher ein. Also da mache ich mir ja Gedanken, bevor eine Situation überhaupt passiert ist. Da kann mir ja noch gar nichts peinlich sein, weil es ist ja einfach noch gar nichts passiert.
Miriam: Ja, und die Befürchtung oder die Angst, meinetwegen auch die Angst, dass Menschen irgendwas tun könnten, was ihnen dann peinlich ist, das ist das, was in meinen Seminaren immer wieder Thema wird. Also was machst du denn, wenn du wirklich zufällig einen Hustenanfall bekommst, mitten in der Live-Sendung? Oder ein Nieser entfleucht. Und es fällt was um. Wir haben zum Beispiel, das weiß ich noch wie heute, wir haben ein Lippenstift-Set verkauft mit sogenannten Mini-Lippenstiften. Und diese Mini-Lippenstifte sind sehr klein und sehr zart. Und in diesem Set waren 20 Mini-Lippenstifte. Und die standen alle vor mir aufgebaut auf so einer ganz schmalen Exponierleiste. Und alle Farben standen da nebeneinander. Und ich habe wirklich anmoderiert und habe gesagt, jetzt kommt für alle Lippenstift-Fans ein irres Set und bewege meine Hand nur durch die Luft. Ich habe die noch nicht mal berührt und dann sind die alle durch die Gegend geflogen. Und die Kamera filmte die auch gerade groß und binnen Sekunden war das Bild leer. Das heißt, wir haben ein leeres Bild gezeigt, alle weg. Natürlich hat es erstens jeder gesehen, zweitens war klar, wer es war. Also ich konnte auch nicht leugnen hinten.
Florian: Wollte ich auch nicht. War zugesendet.
Miriam: Genau. Nur, das ist nicht, das ist dann, dem einen wäre es peinlich, mir war es nicht peinlich, sondern ich habe erstmal schallend gelacht und dann bin ich unter dem Tisch rumgekrabbelt und habe die ganzen Lippenstifte wieder eingesammelt. Und habe gesagt, bestenfalls packen Sie die gleich in irgendeine schicke Schminktasche oder eine Dose. Oder ihr Mann baut Ihnen ein Plexiglas-Stellerlein auf, mit Einbuchtungen, wo die fest drinstecken.
Florian: Weil die sind klein und sensibel.
Miriam: Weil die sind klein und sensibel, genau. Ja, geplant hatte ich das nicht. Ja. Hat das was mit, ich plan Peinlichkeit und dann ist mir auch was peinlich? Oder ich plan eben, sowieso ist alles entspannt, ist alles nur menschlich, dann ist mir eh nix peinlich.
Florian: War spannend, ja.
Miriam: Wie ist das mit dem peinlich? Was ist peinlich? Wir hatten ja vorhin auch kurz dieses Fremdschämen.
Florian: Da plane ich ja auch nichts. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die beiden Themen gerne trennen möchte. Dass ich sagen würde, diese Befürchtung, die ich habe vor einem Auftritt, das ist nochmal was anderes, wenn ich jetzt über mein Leben nachdenke und über Situationen, die mir so passieren. Dann ist, wenn ich im Supermarkt mit dir bin und du fängst an zu singen und zu tanzen, dann ist das was anderes als wenn ich darüber nachdenke, was in einer Moderation oder bei einem Auftritt oder wenn ich ein Event ankündige, was da passieren könnte. Und ich glaube, ich würde die beiden gerne trennen, weil das, was ich als peinlich bezeichnen würde, ist, dass da ist schon etwas passiert und dann ist es mir peinlich oder jemand anders tut etwas und dann fremdschäme ich mich dafür. Und das andere ist, da habe ich halt was für Befürchtungen auch immer vor irgendeiner Geschichte.
Die Tipps: lachen, atmen, offensiv aufgreifen
Miriam: Okay, also es ist irgendwas Peinliches passiert, Konferenz, Sitzung, Vorstand ist da, Geschäftsführer, Manager, was weiß ich, Chef und ich pupse in die Runde hinein, fupp, kleiner Konferenzraum, alle merken es, nicht nur wegen des Geräuschs. Ja. Was tue ich?
Florian: Zum Fenster gehen. Da habe ich wirklich gelernt von dir, der beste Weg ist, nach vorne zu gehen, offensiv den anzusprechen. Und vielleicht passt das nicht zum Herrn Knigge.
Miriam: Das passt überhaupt nicht zum Knigge.
Florian: Vielleicht würde ich ja sagen, entschuldigen Sie.
Miriam: Genau. Und Fenster aufmachen im Notfall. Ja. Gut. Nur, die Frage ist ja, wie ich vorhin schon schilderte, auch wenn ich weiß, es geht jetzt weiter, wie in unserem Super-Mario-Spiel oder auf der Bühne, das Bandkonzert läuft weiter. Die Konferenz läuft weiter, es sind alle da, alle haben sich Zeit genommen, es wird jetzt nicht unterbrochen deswegen. Was kann ich tun, damit mein Gehirn, sollte es sowas empfinden wie Peinlichkeit?
Florian: Gut.
Miriam: Was könnten wir Menschen empfehlen, in so einer Situation zu tun, damit sie schnell wieder bei sich sind und sich entspannen?
Florian: Immer wieder lachen üben. Sehr cool. Um an den Punkt zu kommen, dass ich über mich selber in so einer Situation lachen kann. Weil ich glaube, das hilft. Das gibt dann nämlich meinem Publikum, wenn es denn tatsächlich darum geht, dass irgendwie Publikum vor mir sitzt oder auch nur in der Konferenz eben die drei oder vier Kollegen, die ich um mich herum sitzen habe, das gibt denen ja dann den Hinweis, was jetzt eine sinnvolle Handlung wäre.
Miriam: Stimmt.
Florian: Also wenn ich anfangen würde, mich zu schämen, dann finden die das vielleicht auch schlimmer, als wenn ich anfangen würde, schallend zu lachen, woraufhin der eine oder die andere auch anfangen würde, schallend zu lachen und wir dann zum Fenster gehen und beschließen, eine kurze Kaffeepause einzulegen, während wir mal den Raum durchlüften.
Miriam: Kennen Sie das Buch Darm mit Charme?
Florian: Ja, das passt natürlich dann auch.
Miriam: Passt auch. Ja, also Humor üben. Wie können Menschen Humor üben?
Florian: Indem sie sich zum Beispiel Witze vorlesen.
Miriam: Das ist immer wieder bei der Stelle, ne? Das machen wir ganz oft. Wenn wir sie uns nicht selbst vorlesen, lassen wir sie uns von einem fantastischen Witzerzähler vorlesen.
Florian: Ja, wir haben da jemanden entdeckt, ja. Allerdings.
Miriam: Ey, da liegen wir beide wirklich übereinander unterm Tisch.
Florian: Wir nutzen das jetzt regelmäßig, ja. Möchtest du verraten, wer es ist?
Miriam: Na klar, der Witz vom Olli. Empfehle ich von ganzem Herzen. Schau dir am besten alle 3748 Trilliarden Witze an, die der Mann schon aufgezeichnet hat. Sehr lustig, sehr lustig. Klar, wenn ich nach Hause komme und lasse die Ohren hängen, liest Florian mir Flachwitze nett vor, das ist Luxus. Ich habe jemanden zu Hause, der das macht. Und wenn du so jemanden nicht zu Hause hast, dann macht es Olli. Olli macht es übrigens perfekt. Es gibt niemanden, der besser Witze erzählt als Olli, weil Olli lacht sich schon weg, bevor die Pointe kommt.
Florian: Ja, genau. Das ist immer der Cue für die Pointe. Da weißt du schon, jetzt wird es gleich richtig lustig.
Miriam: Ja, das ist eine tolle Maßnahme. Das heißt, damit übe ich zu lachen. Oder kann ich mich denn in der Situation, in der sowas passiert, bewusst entspannen zum Beispiel auch, wenn das mit dem Lachen vielleicht nicht so klappt?
Florian: Wenn ich sowas geübt habe, wie eine bestimmte Atemtechnik zum Beispiel, dann geht es natürlich auch. Also dass ich mir, es gibt ja so Atemmeditationen, wo ich einen bestimmten Atemrhythmus einhabe, also die Länge des Einatmens.
Miriam: Das geht jetzt gerade bei mir nicht, weil wir gerade das Einatmen in dem Konferenzraum nicht tun wollen.
Florian: Bist du noch in dem Konferenzraum gewesen? Oh, ich bin schon raus in die Kaffeepause gegangen.
Miriam: Okay, da kannst du atmen. Ja, stimmt.
Florian: Nur wenn ich sowas geübt hätte, also oder sei es, wie heißt es, aggressive Muskelrelaxation oder... Nee, progressive, oh Mensch, nur weil du es nicht machst. Das wäre jetzt aber peinlich.
Miriam: Florian gehört zu denen, die einen richtig professionellen Meditationshocker besitzen.
Florian: Das stimmt. Der wackelt.
Miriam: Der wackelt, ja.
Florian: Damit ich aufwache, falls ich einschlafe. Das ist super schlau. Also kann ich wirklich nur empfehlen. Entweder ich sitze richtig oder wenn ich mich entspanne, falle ich runter.
Miriam: Florian ist Hypno-Coach. Also Florian entspannt professionell und ich wohne mit ihm in einem Haus. Ich komme nicht drum rum.
Florian: Lustige Dinge zu erleben.
Miriam: Und mit zu entspannen ein Stück weit. Entspannung ist wichtig. Also entspannt in der Konzentration sein.
Florian: Das war ja deine Frage. Wenn ich so etwas übe, so etwas mache, dann kann ich natürlich einen ganz kleinen Teil daraus hernehmen und den in so einer Situation auch verwenden. Also keine Ahnung, vielleicht halte ich meine Hände immer in einer bestimmten Art und Weise oder...
Andere Kulturen, andere Peinlichkeiten – und das flüchtige Leben
Miriam: Und der aller allerbeste Tipp, den ich wirklich auch den Menschen gebe, die in unseren Seminaren sitzen und diese Frage stellen: geh offensiv damit um, wenn es sowieso jeder gemerkt hat. Es nutzt ja nichts. Also weder der Huster noch der Versprecher noch die umgefallenen Lippenstifte noch der Nieser sind dem geneigten Publikum entgangen. Das ist zum Beispiel auch, wir senden ja in einem riesigen Studio, wir haben zwei Studios, demnächst drei bei QVC und das eine ist wirklich riesig, du kennst es ja, Florian. Und während wir in diesem Studio an einer Stelle senden, wird im anderen Teil des Studios zum Teil schon die nächste Sendung aufgebaut. Das kann Küche sein, das kann Household sein, also große Kühlschränke, Spülmaschinen, wie auch immer, da werden richtig Brocken gewuppt und da kracht es auch zwischendurch mal oder scheppert ein Teller zu Boden oder so. Dann greife ich das auf, weil es hat jeder gehört und das Gehirn des Zuschauers zu Hause würde sich kurz wundern.
Florian: War das bei mir in der Küche? Vielleicht sollte ich mal schauen gehen.
Miriam: So bevor der Zuschauer aufsteht und in die Küche geht, ja? Und ich den Zuschauer, diesen einen Zuschauer... Also ich habe den wirklich bei dir abmodelliert.
Florian: Wir haben da ja früher schon drüber gesprochen.
Miriam: Sag ich es eben. Ich sage, ui, ich habe eine These, was die nächste Sendung ist.
Florian: Ich spreche das jetzt auch tatsächlich an, wenn ich eine Moderation mache für irgendwelche...
Miriam: Gerade wurde das Tagesangebot von morgen an mir vorbeigefahren. Ich checke kurz, ob es noch verkaufbar ist. Die beiden Menschen, die es gefahren haben, habe ich eben gesehen. Auf ihren eigenen Beinen. Denen ist nichts passiert. Ja, also ich nehme es wirklich dann einfach auf. Es nutzt ja nichts. Und dann wird es meistens eh witzig. Also wenn ich ganz entspannt, offensiv aufnehme, wenn ich mich eben nicht selbst aufrege, das könnte ich ja auch tun. Ich könnte mich ja gestört fühlen in meiner Sendung. Oder es könnte mir peinlich sein, dass in meiner Sendung, in der es um filigranen Schmuck geht, jetzt irgendwas gekracht hat. Nur Blödsinn, ich nehme es auf, es ist menschlich, das ist das, was jeden Tag da draußen, hier drinnen, überall passiert.
Florian: Und es läuft sowieso weiter.
Miriam: Du hast heute auch gehustet, mehrfach während des Podcasts. Wollte ich nur erwähnt haben.
Florian: Ja, vielleicht hört man es in der finalen Version nicht, weil das Coole ist, dass ich ja mit meinem Audioprogramm arbeiten kann, um die Huster heraus zu, zumindest die Huster leiser zu machen. Echt? Echt? Ja.
Miriam: Wow. Cool.
Florian: Ich schalte meine Spur einfach stumm an der Stelle.
Miriam: Sehr cool. Okay, also falls du Huster gehört hast.
Florian: Mindestens über Miriams Mikrofon wird es der Fall gewesen sein.
Miriam: Das war der Florian. Nein, das war die Lunge. Und das ist ein Lebenszeichen. Also ist es gut. Da tut sich noch was.
Florian: Und es ist mir nicht peinlich. Ich weiß. Und es tut mir auch nicht leid.
Miriam: Das ist eh toll, finde ich, bei dir. Auch vielleicht durch deine Reisen. Da sind wir dann wieder bei Erfahrungen, andere Kulturen kennenzulernen, in denen Dinge, die hier peinlich sind, gar nicht peinlich sind. Zum Beispiel. Oder als Zeichen von Wohlstand gesehen werden. Also da ist das sogar erlaubt, erwünscht.
Florian: So wie hier die Bräune ja dazugehört.
Miriam: Sehr gutes Beispiel, ja.
Florian: Tatsächlich hat sich das ja über die Jahrhunderte geändert bei uns, glaube ich. Früher war ja Weißsein in, weil dann musste man nicht raus in die Sonne und auf dem Feld ackern. Inzwischen ist Bräune ja ein Zeichen von Wohlstand, weil wir es uns offensichtlich leisten können, irgendwie in die Ferne zu fliegen oder uns in die Sonne zu legen. Und in anderen Ländern ist das ganz anders.
Miriam: Ja, also es gibt so Unterschiedliches und ich glaube, je mehr ich reise und je mehr Kulturen ich kennenlerne und sehe, wie andere Menschen auch miteinander umgehen an solchen Stellen, desto einfacher wird es, je mehr du auf der Bühne stehst zum Beispiel, je mehr du vor anderen Menschen sprichst, wenn das ein Thema ist, umso einfacher ist es, mit solchen Situationen offensiv umzugehen und üben kann ich das in der Familie, überall, in jeder Interaktion mit meinen Kollegen, ständig. Die Dinge, die geschehen, die sowieso offensichtlich sind,
Florian: Ja, aber wenn du es tust, wirst du ganz automatisch entspannter, ja. Super.
Miriam: Ja.
Florian: Ja, cool.
Miriam: Dann würde ich aufhören mit einem karnevalistischen Peinlichkeits-Sagen. Ja. Ja.
Florian: Ich packe schon mal wieder den Tusch aus. Ja.
Miriam: Was dir vielleicht heute noch peinlich ist, kann sein, dass du es morgen schon vergisst.
Florian: Da, da, da, da, da, da, da, da.