NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 174

Glaubst du an Weihnachten?

Oder: was glaubst du über Weihnachten?

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In dieser Folge

Darum geht es

Oder: was glaubst du über Weihnachten? Was glaubst Du so über Weihnachten? Was gehört aus Deiner Sicht unbedingt dazu? Wozu hast Du Dich bisher an den Feiertagen gezwungen, weil andere das vielleicht von Dir erwarteten? Was glaubst Du, läuft in vielen Familien an Weihnachten schief? Und warum? Wir stellen Dir und uns selbst diese Fragen bewusst und legen den „Stress vor Weihnachten“, den viele Menschen sich Jahr für Jahr gönnen, mal auf den Prüfstand. Miri und Florian haben vor 5 Jahren eine Idee gehabt, die sich fast wie eine Verweigerung anhört. Sie stehen nicht mehr am Heiligabend früh auf und bereiten das Dessert für den Abend vor oder stellen Getränke kalt oder holen noch schnell ein zusätzliches Päckchen Butter im Supermarkt – zur Sicherheit – sondern sie fahren in einen Freizeitpark in Holland und fahren Achterbahn. Jawohl, den gesamten 24.12. über. Beim ersten Mal wartete Miri quasi ständig darauf, dass der Teufel sie dafür holt. Und nachdem sie den entspanntesten Heiligabend ihres ganzen Lebens erfahren hatte, wollte sie es nie wieder anders machen. Welche Glaubenssätze, die Menschen da draußen einfach von Eltern, Opas und Omas übernehmen, machen Sinn und welche nicht? Und welche Deiner Rituale an Heiligabend sind einfach großes Kino und welche würdest Du abschaffen, wenn Du glauben würdest, die Wahl zu haben? Es geht um Glaubenssätze rund um Weihnachten und wie das Gehirn aus NLP-Sicht an Traditionen festhält, die eigentlich frei wählbar wären. Miriam erzählt vom Achterbahnfahren an Heiligabend in der Efteling in Holland statt Kirche und Küchenstress – und wie sich das nach 40 Jahren gleicher Rituale anfühlte. Florian bringt die Frage, was an Weihnachten wirklich sein muss: Geschenke, Baum, Weihnachtsmann, Christkind, die Weihnachtsgeschichte oder das gemeinsame Essen. Und die Einladung, sich das eigene ideale Weihnachtsfest einmal ganz ohne Kompromisse auszudenken.

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Kapitel dieser Folge
  1. Christmas in July und Lebkuchen im Mai
  2. Weihnachtsmann, Christkind und der Glaub-Raub
  3. Achterbahn statt Kirche — der entspannteste Heiligabend
  4. Was muss an Weihnachten sein — und wer hat das entschieden?
  5. Rituale bewusst wählen — was wäre dein ideales Weihnachten?
  6. Die Weihnachtsgans, Terrassenplätzchen und eine Überraschung

Seit fünf Jahren fahren Miriam und Florian am Heiligabend Achterbahn — in einem Freizeitpark in Holland, wo der 24. Dezember ein ganz normaler Tag ist. Beim ersten Mal wartete Miriam quasi ständig darauf, dass der Teufel sie dafür holt. Und dann war es der entspannteste Weihnachtstag ihres Lebens. Was du an Weihnachten unbedingt für richtig hältst — und wer eigentlich entschieden hat, dass es so sein muss.

Christmas in July und Lebkuchen im Mai

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Ich glaube an die Macht der heiligen Nacht und ich glaube an die Freude unter dem Weihnachtsbaum. Ich glaube an das friedliche Miteinander von Menschen und ich glaube an die ein oder andere Tradition.

Florian: Bist du schon ein paar Tage weiter, sag mal? Heute ist nicht Weihnachten. Nicht?

Miriam: Ich habe mich in Weihnachtsstimmung gebracht. Schnee, Flöckchen, Weiß.

Florian: Ich erinnere mich kurz daran, dass das bei manchen Menschen schon im Juli startet.

Miriam: Oh ja, stimmt, das kenne ich. Das ist lustig, wir hatten früher im Fernsehkaufhaus, hatten wir Christmas in July. Das ist eine ganze Woche im Prinzip.

Florian: In Abendrobe.

Miriam: Ja, mit Weihnachtsbäumen, mit Weihnachtsmännern, mit Nikoläusen, mit allem und draußen 35 Grad im Schatten. Ja, sehr witzig. Das war wie in so ein Paralleluniversum kommen. Draußen alle in Flipflops und Sommerkleidchen und dann zipp ins Weihnachtskostüm und dann ins Studio. Gut, da war es wenigstens klimatisiert, also von daher ging das immer auszuhalten. Und dort lief Weihnachtsmusik und es gab Plätzchen. Wirklich lustig. Das ist überhaupt was, was ich Menschen empfehlen würde, mitten im Sommer mal so ein Weihnachtsfest zu initiieren.

Florian: Also ich fand das auch immer großartig. Ich bin weite Teile meiner Jugend in Nürnberg aufgewachsen und in Nürnberg ist die Schmidt Lebkuchenfabrik, die ganzjährig im Fabrikverkauf Lebkuchen verkauft. Und im Juni oder im Mai oder selbst Ende August Lebkuchen zu essen, das finde ich ganz großartig.

Miriam: Und es duftet um diese Manufaktur, ein Kilometer weit nach Zimt, Koriander, Anis.

Florian: Manchmal schon, ja. Ja, das ist cool. So, was ist denn das Thema heute? Heute. Haben wir ein Thema oder machen wir einfach Weihnachtsgeschnapsen?

Miriam: Wir sprechen heute über den Glauben.

Florian: Was für ein Glauben denn?

Miriam: Im neurolinguistischen Programmieren.

Florian: Wir sind weder religiös noch esoterisch unterwegs hier, Miriam. An der Stelle möchte ich kurz reingrätschen. Sonst müssen wir uns bei Apple und bei was weiß ich wo wir den Podcast hochladen auch in eine andere Kategorie reinwickeln.

Miriam: Ich spreche doch gar nicht über einen christlichen Glauben oder über einen religiösen oder politischen Glauben. Ich spreche über Glaubenssysteme oder Glaubenssätze, wie Weihnachten so ist. Was glaubst du da draußen? Wie ist Weihnachten? Wenn dich jemand fragt... Und wie ist Weihnachten so? Was ist so das Wichtigste am Weihnachtsfest? Wie ist vor Weihnachten? Wie ist nach Weihnachten?

Weihnachtsmann, Christkind und der Glaub-Raub

Florian: Apropos, das ist ein prima Thema, weil ich mich nämlich schon gefragt habe, wann wir unserem Kleineren von den beiden endlich sagen, dass der Weihnachtsmann, dass es den nicht gibt.

Miriam: Du unterstehst dich! Was?

Florian: Wie lange soll der denn noch an so einen Blödsinn glauben? An einen Coca-Cola-Weihnachtsmann?

Miriam: Ich glaube nicht an einen Coca-Cola-Weihnachtsmann.

Florian: Natürlich, rotes Kostüm, weißer Rauschebart.

Miriam: Das ist der Nikolaus. Er hat mich neulich korrigiert, als ich auf einen rot-weiß gekleideten Mann gezeigt habe und gesagt habe, das ist der Weihnachtsmann, weil er meinte, das ist nicht der Weihnachtsmann, das ist noch nicht mal der Nikolaus. Der Nikolaus hat ein goldenes Gewand, ein weiß-goldenes und eine Bischofsmütze. Hat der Kleene mir gesagt. Und den Weihnachtsmann gibt es gar nicht, es gibt das Christkind. So, das glaubt der Kleine. Was glaubst du denn, Florian?

Florian: Und wann rauben wir ihn diesem Glauben?

Miriam: Willst du ihm wirklich den Glauben rauben?

Florian: Weiß ich nicht. Glauben rauben. Das ist ein Glaub-Raub-Podcast. Woran glaubst du, was Weihnachten angeht? Ich glaube jedenfalls nicht ans Christkind.

Miriam: Und warum feierst du dann überhaupt Weihnachten?

Florian: Weil es Geschenke gibt.

Miriam: Ich würde gerne diese Podcast-Folge an der Stelle unterbrechen und erst nochmal kurz mit Florian sprechen. Ach, Menno. Weißt du was? Die Geschenke, ohne Mist, ich bekomme voll gern Geschenke. Ich bekomme gern das Ganze ja jeden Tag, mehrere Geschenke. Und an Weihnachten ist es mir... Nicht wichtig.

Florian: Ob du da Geschenke bekommst? Nee. Ich merke mir das für deine Wunschliste.

Miriam: Weißt du was voll schön ist? Wenn ich anderen was schenken kann. Das finde ich voll schön.

Florian: Das finde ich auch viel besser.

Miriam: Ich habe so eine Freude, wenn sich jemand was freut oder total überrascht ist von dem, was ich mir ausgedacht habe.

Florian: Ja?

Miriam: Ja. Und ich denke mir Sachen aus. Oder mir purzeln Dinge in den Schoß, so wie bei, hier wie heißt es, Aschenputtel? So, ich bin irgendwo in der Stadt unterwegs.

Florian: Wolfsmarie, oder?

Miriam: Nein, der Aschenputtel sagt seinem Papa, als er fragt, was soll ich dir mitbringen aus der Stadt, das, was dir als erstes auf der Reise in den Schoß fällt. Und das ist dieser Zweig mit den Nüssen, mit diesen Haselnüssen. So.

Florian: Und jetzt? Du findest also das Schenken viel schöner an Weihnachten als das Geschenkbewerden? Nein, das Beschenktwerden.

Miriam: Ja. Definitiv. Das macht mir noch viel mehr Spaß, als Selbstgeschenke zu bekommen. Und ich mag gern, was wir an Weihnachten machen, nur wir machen ja was völlig anderes an Weihnachten als viele andere Menschen.

Achterbahn statt Kirche — der entspannteste Heiligabend

Florian: Das stimmt. Wir fahren in einen Freizeitpark unserer Wahl. Typischerweise dann nicht in Deutschland, weil in Deutschland sind die geschlossen.

Miriam: Nur wir wohnen nahe der niederländischen Grenze und in Holland... Und da haben die keine Skrupel. Nee, die haben einfach am 24. noch kein Weihnachten. Das ist anders als hier.

Florian: Ja, die haben so ein Boxing-Day wie in Großbritannien oder in Amerika.

Miriam: Die gehen noch ganz normal arbeiten, die Geschäfte haben offen bis 22 Uhr. Das ist kein Weihnachtstag bei denen, der 24. Deswegen haben wir da echt freie Bahn so gefühlt, auch freie Achterbahn. Und dann...

Florian: Das war tatsächlich ganz großartig.

Miriam: Ja.

Florian: Ja, und dann können wir Pfannkuchen essen. Auch ein traditionsreiches Ritual in unserem Rudel.

Miriam: Mittlerweile eine Tradition in unserem Rudel, weil die Holländer backen einfach auch wirklich gute Pfannkuchen. So, jetzt genug von unseren Weihnachtsgeschichten. Jeder hat ja seine.

Florian: Das wäre ja was zum dran glauben oder auch nicht, dass das wichtig ist, dass manche Familien machen ja seit 30 Jahren das Gleiche.

Miriam: Das stimmt. In meiner Familie ist das auch immer ziemlich gleich. Also wenn ich jetzt so meine Ursprungsfamilie betrachte. Ich kann mir vorstellen, dass das schon über 100 Jahre so geht, was meine Eltern so machen. Also da ist die Kirche gesetzt. Mein Vater ist ein bisschen Regelbrecher gewesen schon immer. Der hat sich gefreut, wenn er so ein krass kompliziertes Weihnachtsgericht zu kochen hatte, dass er keine Zeit hatte für den Gottesdienst.

Florian: Ja, echt versehentlich ist es wieder passiert, so wie in den Jahren davor auch. Und er kann ja nichts dafür. Nur jetzt ist die ganz im Ofen und wenn jetzt keiner aufpasst, dann geht die kaputt. Richtig.

Miriam: So hat er sich da immer so ein bisschen rausgemogelt aus dieser Verantwortung, die meine Mutter dann mit uns wahrgenommen hat. Nur ich erinnere mich, dass wir schon auch mit meinem Vater früher in der Kirche waren, als wir noch kleine Kinder waren und uns dort mindestens das Krippenspiel angesehen haben. Und auch wieder Regelbrecher, mein Vater. Wir sind nämlich in die katholische Kirche gegangen zum Krippenspiel angucken, weil ihm da das Krippenspiel besser gefallen hat. Obwohl wir Protestanten sind. Nein! Doch wirklich. Darf man das? Ich glaube nicht. Und ich glaube, sie dürfen auch nicht wirklich was sagen. Es ist so zwischendrin. Wenn Menschlein in die Kirche kommen, sollen sie ja willkommen sein.

Florian: Ja. Jetzt sind wir doch bei einer religiösen Folge hier.

Miriam: Nein, mir ist das doch, wie gesagt, mir ist das völlig wurscht, was jemand, wir waren ja auch schon in anthroposophischen Gottesdiensten zusammen.

Florian: Ja, das stimmt.

Miriam: Also wir schauen uns sowieso gerne Dinge an, da draußen.

Florian: Und im Rahmen der Schule, weil einer, eins von unseren beiden Kindern auch jüdische Freunde hat, die dreideln auch im...

Miriam: Im Moment wieder, das Chanukka, ne, dieses Fest, ja, ja, die, ja.

Florian: Insofern, und als ich in Vietnam war in dem einen Jahr, da hatten wir im Hotel, wirklich mitten in Vietnam, im tollen Luxushotel, hatten wir einen rosa Plastik-Christbaum.

Miriam: Den haben die aufgebaut.

Florian: Den haben die aufgebaut.

Miriam: Und dann hatten wir abends ein Bein... Welche Glaubensrichtung gibt es in Vietnam? Was machen die da?

Florian: Keine Ahnung. Weiß ich nicht. Ich glaube tatsächlich etwas Lokales da oder etwas Asiatisch Spezielles oder eben was Importiertes. Wir waren ja auch lange kolonial besetzt. Oder eben gar nichts wegen der kommunistischen Zeit. Kulturell ist es da auf jeden Fall rund gegangen.

Was muss an Weihnachten sein — und wer hat das entschieden?

Miriam: Und was glaubst du, was an Weihnachten zu sein hat und was nicht zu sein hat?

Florian: Ich jetzt?

Miriam: Ja. Und auch alle Hörer. Weil es ist ja ganz gut, sich jetzt mal einen Augenblick zu nehmen und sich Gedanken zu machen. Was ist an Weihnachten gefälligst da und was ist nicht da? Also Geschenke wissen wir bei Florian, das ist wichtig.

Florian: Geschenke, ansonsten ist es kein Weihnachten. Ansonsten ist es halt ein anderer Tag mit Familie. Einen Weihnachtsbaum brauche ich zum Beispiel nicht. Ich schon. Also ich könnte auch wunderbar Weihnachten auf den Bahamas feiern unter einer Palme.

Miriam: Ich nicht. Echt nicht? Boah, nee. Wenn ich mir das vorstelle, nein.

Florian: In Badehose. Ich würde auch in Badehose Weihnachten feiern.

Miriam: Fürchterbar.

Florian: Ja? Ja. Das heißt, du brauchst auch lange Kleidung.

Miriam: Ja, ich mag, wenn es draußen mindestens kalt ist. Am liebsten Schnee. Haben wir im Rheinland nicht so häufig, deshalb wenigstens kalt.

Florian: Also Geschenke gehören für mich dazu, der Baum ist nicht so wichtig. Diese Weihnachtsgeschichte erzählen, das hat, ich weiß, dass das Tradition hat. Bitte, das ist ein Reizthema, ich möchte es nicht in diesem Podcast haben. Möchtest du nicht im Podcast haben, dass ich auch mal die Weihnachtsgeschichte erzählen durfte? Nein. Ich habe auch gesagt, ich will die Weihnachtsgeschichte nicht erzählen. Ja, die Kinder und ich stimmen ab, wahrscheinlich gewinne ich wieder bei Weihnachtsgeschichte erzählen, weil meine Weihnachtsgeschichte ist deutlich lustiger als Miriams Weihnachtsgeschichte. Der Protagonist heißt Brian.

Miriam: Du hörst jetzt auf in diesem Podcast. Wirklich, weil wir brechen sowieso schon mit so vielen gesellschaftlichen Regeln am Weihnachtsfest. Es ist genug, finde ich. So, jetzt nochmal von vorne. Warum machen wir das überhaupt? Warum zählen wir dir jetzt auf, was für uns, für unser Weihnachtsfest wichtig ist, wo du, der du uns zuhörst, vielleicht ganz anders feierst oder überhaupt nicht oder wie auch immer oder schon seit Jahren gleich?

Florian: Was Gutes zu essen gehört dazu, finde ich. Also gemeinsam was zu essen. Ja, finde ich auch.

Miriam: Finde ich auch.

Florian: Und das ist eine Tradition, die glaube ich viele Familien haben, dass sie gemeinsam was essen und eben ein Ritus der Geschenkübergabe. Also nicht nur Geschenke irgendwie irgendwo, sondern es ist ja sehr rituell auch. Also mit, was weiß ich, bei mir zu Hause früher, also in meiner Ursprungsfamilie, da hat immer das Glöckchen geläutet und dann war der Weihnachtsmann da.

Miriam: Wie beim Pavlovschen Hund. Glöckchen, Geschenke.

Florian: Kam der Florian angerannt.

Miriam: Ja.

Florian: Mein Vater war auch immer in der Nähe der Glocke. Ist mir dann auch irgendwann aufgefallen.

Miriam: Ja und wozu jetzt, wozu das aufzählen, wozu sich Gedanken darüber machen, was wichtig ist, was nicht so wichtig ist? Weil wir es hier ja im Gehirn, und da wird es jetzt neurolinguistisch, weil wir es ja im Gehirn mit bestimmten Vorgängen zu tun haben. Also warum feiert ein ganzes Land, eine ganze Nation, ein ganzer Kontinent auf eine bestimmte Weise an bestimmten Tagen irgendein Fest?

Florian: Weil es die Einzelhändler freut.

Miriam: Ist das so?

Florian: Also inzwischen ist das Schenken schon wichtiger geworden, habe ich den Eindruck. Als es wahrscheinlich noch in der Generation unserer Eltern war. Gut, das ist auch kurz nach dem Krieg gewesen. Ja, das stimmt.

Miriam: Da habe ich neulich Geschichten gehört drüber, wie das war oder was die zu Weihnachten bekommen haben. Ja, also Geschenke gab es und es war eher dieses Metaphorische, weil die Weisen aus dem Morgenland nachgeahmt wurden, die dem Jesuskind eben auch was mitgebracht haben. Und es ging nicht darum, da irgendwelche großen Wünsche zu erfüllen an Weihnachten oder irgendwelche Träume wahr werden zu lassen. iPhone, Karrierebahn, Reisen, Erlebnisgutscheine, da ist alles drin. Wir lassen ja auch gerne bei uns Gutscheine ausstellen, damit die an Weihnachten verschenkt werden können für Weiterbildung, für Wissen. Deswegen, das ist, heutzutage ist es ganz anders von der Idee, die Kinder haben damals ein kleines Tellerchen bekommen mit Nuss und Apfel, Apfel war was Kostbares im Winter, es gab keine Kühlschränke und Tiefkühlwaren und so weiter und ein paar selbstgestrickte Socken oder so, also es war... Ja, das hat sich schon sehr geändert, insofern, ich glaube schon, dass da unsere Kultur dann auch oder die Veränderung insgesamt in unserer Kultur einen Einfluss drauf hat, dass wir eben mehr Konsum haben grundsätzlich.

Florian: Okay. Du persönlich, Florian, hast kein Problem damit. Ich glaube, es ändert sich sowieso immer irgendwie mal was an solchen Festen oder an dem, wie das gelebt wird.

Miriam: Da ist ein Glaubenssatz gewesen. Ich glaube, es ändert sich sowieso immer mal was. Ich nicht. Und jetzt sitzen wir uns gegenüber, der Herr Groß und ich und glauben unterschiedliche Dinge und darauf wollen wir raus in diesem Podcast. Was glauben wir, was wichtig ist? Wie beurteilt unser Gehirn die aktuelle Entwicklung? An welchen Sachen würdest du rumkritisieren am Weihnachtsfest? Zu viel Konsum, zu viel Tim-Tam, zu viel Laut, wenig Stille oder vielleicht das Gegenteil, noch viel zu wenig Geschenke, wenn wir sowieso schon im Rausch sind. Warum dann nicht irgendwie das ganze Zimmer mal voll machen mit Paketen? Bis zum Dach aus dem Schornstein raus.

Florian: Oder alle in der Familie kommen zusammen.

Miriam: Und wenn einer nicht kommt, ist das wirklich Verweigerung. Das ist nicht schön. Da hat die Ehefrau oder der Ehemann sich zu kümmern, dass der trotzdem Gewehr bei Fuß steht.

Florian: Und es ist tatsächlich sehr lustig. Ich habe mit einer aktuellen Kollegin vor ein, zwei Wochen auch darüber gesprochen. Wir sind beim Mittagessen gesessen und haben uns über Weihnachten unterhalten. Und dann hat sie mir erzählt, dass sie mit ihrem Mann, ihr Mann fährt zu seinen Eltern und sie fährt zu ihren Eltern. Und sie kommt aus Berlin und da gibt es dann Kartoffelsalat mit Würstchen. Ja, klassisch. Und bei ihm gibt es irgendwie, in Süddeutschland gibt es irgendwie einen Braten. Und das ist das. Und die kriegen auch die Eltern nicht zusammen an einen Ort, deswegen fährt sie immer zu ihren Eltern und er zu seinen Eltern. Was viele Leute, glaube ich, auch sagen würden, um Gottes Willen, das muss man doch zusammen verbringen. Und das wäre dann eben auch wieder einer dieser Glaubenssätze. Also was ist das? Weil es steht, es gibt ja kein Buch, in dem steht, das ist richtig oder das ist falsch. Oder es gibt, wenn es Bücher gibt, gibt es sehr viele Bücher von denen, in denen auch unterschiedliche Sachen stehen. Und dann ist eben die Frage, wie möchtest du es tatsächlich machen? Also wie hättest du denn gerne ein Weihnachtsfest? Gehört am 24. morgens hektisch noch schnell Geschenke einkaufen und dann in irgendwas einschlagen, damit sie, also einschlagen im Sinne von Papier einschlagen. Schön im Deutschen, ja. Dass man die noch unter den Baum stopfen kann in letzter Minute. Gehört das dazu oder nicht?

Miriam: Oder schon am 1. November alles vorbereitet. Gibt's auch? Ja. Ich hatte zwei Kolleginnen, die haben immer am 1. November Vollzug gemeldet, vor allen anderen. Ich empfand das als große Provokation, dass die dann da mitten im Büro standen und sagten, fertig. Und ich, was? Na, mit Weihnachtsvorbereitungen. Und ich am 1. November habe ich noch nicht mal an Weihnachten gedacht, geschweige denn, irgendwas vorbereitet gehabt. Also die Einstellungen sind da so unterschiedlich und es ist so schön, dass wir da manchmal an so innere Limitierungen stoßen, wir Menschen. Vielleicht hast du das ja schon mal gemerkt, dass dir jemand was erzählt hat von seinem Weihnachtsfest oder von seinen Kritikpunkten am Weihnachtsfest und in dir drin hat sowas gemacht wie, also wie kann der oder die sowas sagen? Und welcher Gedanke steht oder was macht unser Gehirn da? Warum halten wir fest an Dingen, die wir glauben wollen, die ja immer wieder auflösbar sind, wie wir das jetzt auch schön an der Geschichte von deiner Kollegin merken oder auch an bestimmt jeder unserer Hörer könnte wahrscheinlich eine Geschichte erzählen von einem Menschen, der Weihnachten ganz anders feiert.

Florian: Ich glaube, die Herausforderung ist, dass sich manchmal Sachen so normal anfühlen, dass wir gar nicht fühlen oder wahrnehmen, dass es auch anders ginge. Eins von meinen Lieblingsbeispielen dafür ist, dass es wirklich Menschen da draußen, auch in Deutschland, gibt, die den Ketchup nicht in ihrem Kühlschrank lagern. Oder Menschen, die Essig im Kühlschrank lagern. Und das ist sowas, das macht man einfach nicht. Eins von beiden, das geht so nicht. Also da kann man auch wirklich, das ist auch nicht, wie soll das funktionieren?

Miriam: Wie passt das denn jetzt zusammen?

Florian: Ja, genau so ist es doch an Weihnachten, also das sind so Dinge, da machen wir Menschen uns manchmal nicht mal Gedanken drüber, dass jemand es anders machen könnte. Ich merke das immer mal wieder, wenn ich bei meinen Schwiegereltern bin, dass ich das Gefühl habe, dass es wirklich, wirklich, wirklich sehr anders als bei mir zu Hause wäre. Nur mir fällt das auf, weil ich was anderes kenne. Ich glaube, bei meinen Schwiegereltern fällt es niemandem auf, dass das eine Wahl ist, in der Art und Weise bestimmte Dinge zu tun. Vielleicht hat die Wahl auch schon vor 80 Jahren irgendjemand getroffen.

Rituale bewusst wählen — was wäre dein ideales Weihnachten?

Miriam: Ganz sicher sogar. Und als wir beide, Florian und ich, das erste Mal am Heiligabend nicht zu Hause geblieben sind und unterm Baum saßen oder ich in irgendeinen Gottesdienst gegangen bin, was ich davor wirklich, keine Ahnung, 40 Jahre lang getan hatte, 40 Jahre lang, jedes Weihnachtsfest war ich in der Kirche. Selbst das eine Weihnachtsfest, das ich in Frankreich verbracht habe, ohne meine Eltern war ich in der Kirche. Und als Florian dann meinte, weißt du was, lass uns doch einfach einen Ausflug machen. Da habe ich gemerkt, wie sich in mir alles aufreibt im ersten Moment. Ich hatte das Gefühl, mich will einer im Knast einsperren. Echt? Ja, so ein Gefühl war das. Und dann beruhige ich mich wieder, weil ich weiß, dass um mit Florian zusammenzuleben, sinnvoll zusammenzuleben und ich liebe diesen Mann von ganzem Herzen und ich möchte das, darf ich hier total über meinen Schatten springen und alle meine inneren Grenzen sprengen. Und dann habe ich mich darauf eingelassen und wenn ich mich, da gehöre ich dann eben auch zu den Menschen, wenn ich mich für was entschieden habe, ziehe ich es durch. Als Florian dann sagte, wir fahren nach Efteling in Holland, was ein großer Freizeitpark ist und ich fahre wirklich sehr, sehr gerne Achterbahn, habe ich mich ganz auf dieses Achterbahnfahren konzentriert. Also volle Möhre. So Achterbahn fahren, Achterbahn fahren, Achterbahn fahren. Egal an welchem Tag. Es ist dann der Heiligabend. Es ist okay. Es wird ganz anders, als ich es gewohnt bin. Ich werde nicht hektisch morgens Pakete einpacken. Ich werde nicht hektisch noch irgendwo hinlaufen, weil ich Sahne und Milch vergessen habe einzukaufen. Ich werde nicht vier Stunden in der Küche stehen, um irgendwelche Sachen vorzubereiten. All das nicht. Nein, wir fahren in den Freizeitpark und mal gucken, was passiert. Und wir kamen an diesem Abend zurück. Wir hatten einen kleinen Weihnachtsbaum aufgebaut schon da vorher. Wir kamen an diesem Abend zurück. Ich hatte das entspannteste, entspannteste, witzigste, sorgloseste Weihnachtsfest meines ganzen Lebens verbracht. Mit den schönsten Augenblicken und als wir mittags in einer riesigen kitschigsten Pfannkuchenmühle saßen und haben die weltgrößten Pfannkuchen verspeist, da kam bei mir der Gedanke, beim Blick auf die Uhr, so dieses jetzt würde ich mich noch hektischst duschen, gerade normalerweise, damit ich frisch gewaschen und nicht nach Zwiebeln und Knoblauch riechend in die Kirche komme. Und all das war weg. Wir haben einfach getan, wozu wir Lust hatten. Und das war unfassbar schön. Und als wir dann abends wirklich noch, wir kamen dann später abends nach Hause, wir haben auch zu Hause noch was gegessen und wir saßen unter dem Weihnachtsbaum und es gab überhaupt keinen, wir müssen noch, da fehlt jetzt noch, hast du schon, ist genug Sekt kalt gelegt, keine Ahnung, es war das da, was da war. Wir haben da gesessen, der Ofen, der Kaminofen hat gebrannt und wir haben uns Geschichten erzählt und wir haben auf dem Sofa gekuschelt und es war einfach nur großartig und seitdem möchte ich Florian die Gestaltung unserer Weihnachtsfeste komplett übereignen, weil ich wirklich was gelernt habe und es gibt keinen Stress.

Florian: Manche Zuhörer werden jetzt denken, aber was ist mit den Ritualen? Und wenn Rituale wichtig sind, ist das auch gut. Also wir haben uns jetzt eben ein neues geschaffen, weil es was ist, was uns Spaß macht oder weil wir das gut finden, Spaß zu haben an Weihnachten auch und was ganz anderes zu tun.

Miriam: An Weihnachten ist auch nicht so viel los. Es schreit seit Tag. Außer es ist an einem Sonntag. Das haben wir letztes Jahr gelernt. Und es ist keine, ich bin nicht in einer Mission unterwegs und würde jetzt jedem empfehlen, lass es dir an Weihnachten entspannt gut gehen, lass die Seele baumeln, bereit doch mal nicht so viel vor oder genieß mal den Abend einfach oder es findet sich für alles spontan auch eine Lösung. Die meisten Haushalte in Deutschland könnten sowieso eine ganze Woche mit allen überleben, ohne nochmal zusätzlich einzukaufen. So improvisieren, würde ich niemals machen, weil ich genau weiß, dass jeder Mensch eine total unterschiedliche Idee hat von, so möchte ich mir meine Feiertage gestalten. Und Florian, du hast mir irgendwann mal die Geschichte erzählt von diesem Menschen, der sich die Feiertage herwirft.

Florian: Das fand ich auch sehr lustig, das habe ich mal in einem Buch von Scott Birkin gelesen. Abonniert uns! Es bricht halt mit der einen oder anderen Tradition. Und es bricht mit dem einen oder anderen gemeinsamen Ritual, was ja Menschen zum Beispiel eben in Deutschland auch haben. Also dass bestimmte Tage für uns insgesamt als Volk auch eine bestimmte Signifikanz haben. Also zum Beispiel die Vereinigung wieder, die Wiedervereinigung. Oder eben Weihnachten oder Ostern. Das sind ja so Tage, da hat einfach in Deutschland quasi jeder frei. Und dann gibt es sowas... Was lokaler ist, ne? Weil was ich auch nicht wusste, ist, dass die im Rheinland echt am... Sie machen alles zu. Ab Donnerstag bis Mittwoch. Alles zu.

Miriam: Karneval ist hier, da ist hier Flatline.

Florian: Und am Mittwoch, am Aschermittwoch ist mit vielen Kollegen noch nicht wieder was anzufangen.

Miriam: Deswegen sagen die Chefs, kommt alle am Donnerstag wieder.

Florian: Also im Grunde ist es eine ganze Woche. Und das sind ja so Sachen, da können wir ja entweder, machen wir das halt mit oder nicht. Was ich sehr gerne mag, ist da eine Wahl zu haben. Also möglicherweise schaffen wir ja auch später nochmal ganz andere Rituale im Moment. Und das war ja auch die Definitionszeit unseres Rudels, wie möchten wir als diese Familie agieren. Eben da auch zu überlegen, naja, nehmen wir Miriams Ritual, nehmen wir mein Ritual oder das Ritual von meinen Eltern oder schaffen wir uns einfach was, was zu uns gehört. Und im Moment haben wir das mal genommen, was eben zu uns gehört und uns machen eben Achterbahnen Spaß. Und Zuckerwatte. Und insofern mal drüber nachzudenken, was ist denn das, was du gerne hättest? Weil ich glaube, die Erwartungen kommen nicht von außen, dass jemand Stress hat oder dass das Essen perfekt sein muss.

Miriam: Oder vielleicht auch. Also es kann ja sein, dass, also meine Eltern haben sich durchaus etwas gewundert, als ich ihnen erzählt habe, was wir oder wie wir unseren Weihnachtstag gestalten. Und wir haben damit ja auch ein Stück weit die Familie ausgeschlossen, weil die bei sowas nicht mitmachen. Weil die eben zur Kirche gehen wollen und weil die eben, das machen die auch im Rheinland, also das ist denen egal sozusagen, die würden jetzt, meine Eltern leben in Frankfurt, die würden auch hier in Düsseldorf mit uns in irgendeine Kirche gehen. Die würden nach Holland fahren und gehen dann halt in die Kirche. Da verstehen sie ja gar nichts. Das ist ja. Wie bei einer lateinischen Messe. Es gibt doch gar keine lateinischen Messen mehr.

Florian: Ach.

Miriam: Und was dieser Podcast möchte, ist nicht zu einer Revolution der Weihnachtstraditionen aufrufen, weil die sind zauberhaft und ich glaube, dass das bei ganz vielen Familien wunderbare Momente generiert, sondern eher dazu aufrufen, an den Stellen, wo es knirscht und knarrt in den Weihnachtsvorbereitungen oder an dem Tag selbst oder an den beiden Feiertagen, wo vielleicht immer ein Spaziergang gemacht wird, obwohl gar keiner Bock hat, einen Spaziergang zu machen. Einer in der Familie drauf besteht und alle dackeln dann mit. Natürlich ist es gesund, seine Nase an die frische Luft zu halten, nur vielleicht gibt es ja auch mal eine ganz tolle Alternative dazu. Irgendwas, was witzig ist, womit du die anderen überraschst oder dich selbst und das mal ausprobierst, mal was anders zu machen. Und das ist so eine kleine Aufforderung, nicht bei den Sachen, die sowieso toll sind oder wo du und alle anderen sich total darüber freuen.

Florian: Vielleicht ist es ja auch das Zurückbesinnen darauf, was tatsächlich so schön auch ist. Also wenn dir der Baum Spaß macht, dann ist eben ein Baum da.

Miriam: Ja. Wir haben zum Beispiel deshalb einen Baum, weil ich den so liebe. Also ganz klar, das bin ich. Ich glaube, sonst würde den keiner vermissen. Und ich liebe den und deswegen haben wir einen. Und es ist voll schön, dass die Familie dann sagt, dann lassen wir ihr den Spaß. Sollen sie doch ihren Baum schmücken.

Florian: Ja, das stimmt. Wir kaufen sogar Kugeln und setzen uns dann daneben.

Miriam: Seit letztem Jahr haben wir einen anderen Baum.

Florian: Letztes Jahr haben wir einen anderen Baum.

Miriam: Einen ganz tollen Baum. Der wird immer wieder verwendet und er ist aus Holz. Wunderschön. Macht mir auch Freude, den zu schmücken.

Florian: Und beides zu haben. Also was ist das, wo du sagst, da hast du Spaß dran? Das ist das Ritual, was wir auch aufrechterhalten wollen, auch vielleicht über Traditionen, über Generationen hinweg. Das ist was, was bei uns schon immer so war. So ein Glöckchen oder Federn, die im Flur liegen oder dass der Weihnachtsmann einen halben Keks gegessen hat oder so.

Miriam: Ja.

Florian: Oder als ich in Amerika ein Jahr als Austauschschüler war, da gab es eben auch diese Socken, die wir an den Kamin gehängt haben. Und wir hatten ja nicht mal einen richtigen Kamin.

Miriam: Irgendwo hingehängt werden sie schon.

Florian: Wir haben Socken hingehängt, um dann eben Geschenke da drin zu haben. Und das Geschenke auspacken war eben am 25. morgens auch. Und solche Sachen, also solche Traditionen und Rituale dann auch einzuhalten und zu sagen, ja, das ist doch gut. Und eben auch an der anderen Stelle mal zu überlegen, welche, wenn du jetzt so ein Ritual schaffen würdest für dich, wie sähe das denn aus oder wie würde sich das anhören?

Miriam: Wie wäre es denn richtig toll? Also wie wäre so ein, einfach nur mal gesponnen und ohne es jemandem vielleicht sogar zu verraten, wie wäre so ein Weihnachtsfest im Ideal? Wenn du dir alles so hinwünschen könntest.

Florian: Wie lange würdest du am 24. schlafen? Also wann wäre die ideale Aufwach-Uhrzeit an Weihnachten? Und was würde dann passieren? Würdest du im Bett frühstücken oder unterwegs oder gehst du nochmal raus oder bleibst du drin? Weil das ist ja auch die Zeit, das sind ja auch hohe Feiertage, wo wir mal Zeit haben.

Miriam: Und da trainieren wir unser Gehirn auf ganz fantastische Weise, weil wir mal Raum geben für, wir denken uns was in richtig gut. Und es gibt keine Abstriche im Kopf, also es gibt keine Kompromisse, es gibt nur Ideal. Und es geht nicht darum, das Weihnachtsfest dieses Jahr so auszurichten, nur es mal sich ausgedacht zu haben, macht was.

Florian: Und es ist cool, dass... Ich finde das mit dem Ausschlafen tatsächlich auch eine spannende Frage, weil ich nicht weiß, oder ich möchte nicht wissen, wann viele Leute an Weihnachten aufstehen.

Miriam: Ach, Heiligabend meinst du jetzt am 24. Frühs, frühs frühestens. Wozu? Viele Eltern, um zum Beispiel dann das Wohnzimmer zuzumachen, damit der Weihnachtsbaum dort aufgebaut werden kann, weil das bis abends vorher noch benutzt wird. Also es gibt Rituale, die dazu führen, dass Menschen richtig an dem Tag wie einen Arbeitstag haben. Auch in der Küche wird gestanden. Bis zum geht nicht mehr. Meine Oma hat wirklich zwei Tage vor Weihnachten schon angefangen, für die Weihnachtsfeiertage vorzubereiten und zu kochen. Das war natürlich auch immer wirklich ein Festmahl, was es da über drei Tage gab. Und jeden Tag aufs Neue. Nur da wurde eingelegt, mariniert, vorbereitet, zerschnippelt, eingefroren.

Die Weihnachtsgans, Terrassenplätzchen und eine Überraschung

Florian: Ich möchte nur an unsere hervorragende Gans erinnern, die wir vor, ich glaube, zwei Jahren, letztes Jahr oder vor zwei Jahren gegessen haben.

Miriam: Vor zwei Jahren. Also ich möchte mich nicht daran erinnern. Ich fand es viel zu aufwendig. Viel zu aufwendig. Das waren so eine 48 Stunden ganz.

Florian: Die haben wir über Nacht, das war ganz fantastisch, die haben wir über Nacht im Backofen ganz langsam gegart.

Miriam: Vor allem die Kinder und auch der Florian fanden das super, dass es in der ganzen Wohnung wirklich nach Gans gerochen hat. Und ich habe gelitten. Meine Haare, meine Kleidung, alles hat nach Weihnachtsgans gerochen.

Florian: Zwei Tage lang. Luxus.

Miriam: So lecker riecht die Neri selten. Ja, sie haben mich auch alle verfolgt, alle drei. Wolltet ihr mich essen?

Florian: Nein.

Miriam: Gut. Das war's mit unserem vorweihnachtlichen Podcast. Damit haben wir genug Plätzchen gebacken.

Florian: Oh, Plätzchenbacken. Über Plätzchenbacken haben wir noch gar nicht gesprochen. Vanillekipferl oder Zimtsterne? Oder was gibt es noch? Oh, es gibt die leckeren mit der Marmelade in der Mitte. Ich weiß gar nicht.

Miriam: Terrassenplätzchen.

Florian: Na, da gibt es noch einen anderen Namen für, oder?

Miriam: Also meine Oma hat die Terrassenplätzchen genannt.

Florian: Ja?

Miriam: Ja. Es reicht auch jetzt. Podcast ist lang genug geworden.

Florian: Wir freuen uns auch über Plätzchenzusendungen.

Miriam: Gerne auch im Juli, wenn du auf die Idee kommst. Und genau, nächste Folge gibt es dann tatsächlich an Weihnachten.

Florian: Und vielleicht ist das ja ein neues Ritual, an Weihnachten den kontext*denken-Podcast zu machen.

Miriam: Und wir können ja schon mal verraten, dass wir eine große Überraschung haben.

Florian: An Weihnachten?

Miriam: An Weihnachten von uns für unsere Hörer. Das werden die Hörer dieses Podcasts mitbekommen. Und da wird es was für euch geben, was ihr downloaden könnt. Nur in der Weihnachtszeit. Ab danach wird es ein Produkt, das wir verkaufen. Für Geld.

Florian: Willst du schon verraten, was? Weil das Podcast-Gerät, das wir immer zur Aufnahme benutzen, bleibt jetzt stehen.

Miriam: Das bleibt jetzt nach dieser Aufnahme stehen und dann kommt ein Gast zu uns.

Florian: Und wir haben extra einen dritten Kopfhörer.

Miriam: Und wir haben ein brisantes Thema, wenn es um NLP geht und einen Podcast, der es in sich haben wird und den gibt es, wie gesagt, in extra Sonderlänge.

Miriam: In extra Sonderlänge, ja. Ich setze jetzt gleich nochmal Kaffee auf. Unbedingt, Kaffee ganz wichtig. Ist auch schon ein Hinweis auf den Gast. Mehr wird jetzt nicht verraten. Ja.

Florian: Genau. So.

Miriam: Wir freuen uns auf dich, falls du irgendwann Teil unserer Seminare bist. Bald ist Weihnachten. Wir verkaufen Gutscheine. Für Wissen. Schau gerne auf unserer Seite www.kontext-denken.de. Ansonsten viel Spaß beim Weitervorbereiten und wir hören uns an Heiligabend.

Florian: Bis dann, wenn es heißt, süßer die Glocke nie klingen.

Miriam: Gehirne. Süßer die Gehirne nie klingen. Tschüss. Tschö. Mehr von uns gibt es unter www.kontext-denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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