Ein Beatles-Song beim Spülmaschine-Ausräumen, plötzlich tanzen deine Eltern durchs Wohnzimmer. Ein Duft nach Weihnachten mitten im Juli in Nürnberg. Kann man solche Zustände auch bewusst herbeirufen — und ist das dann noch echt oder nur geschauspielert? Genau darum drehen sich Miriam und Florian in dieser Folge, mit jeder Menge persönlicher Anekdoten.
Was heißt eigentlich State Control?
Miriam: Ich kontrolliere meine Gefühle. Ich kontrolliere meine Gefühle.
Florian: Ab jetzt geht's dir gut. Ab jetzt fühlst du dich noch besser. Fühl dich gut.
Miriam: Funktioniert noch nicht.
Florian: Wieso denn nicht?
Miriam: Keine Ahnung, vielleicht sollte ich mal NLP lernen.
Florian: Dafür haben wir ein wunderbares Angebot. Aktuell gibt's eine Sommeraktion. Wir haben unseren NLP Practitioner wahnsinnig reduziert, lizenziert von der International Society of NLP und erreichbar unter
Miriam: www.kontext*denken.de-sommer. Da gibt es das Angebot. Und jetzt gibt es den Podcast. Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast.
Florian: Mit den Themen, die das Leben so schreibt.
Miriam: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Mindset-Up, State-Control, auf Knopfdruck die richtigen Gefühle haben, losziehen, sich selbst motivieren, Kontrolle, Kontrolle über das eigene Gedöns.
Florian: Das ist heute das Thema. Den Podcast macht heute die Miriam.
Miriam: Ja, sehr gerne. Ich freue mich schon. Ich habe mich eben fünf Minuten lang darauf vorbereitet, mich zu freuen.
Florian: Ja?
Miriam: Also alle Tricks habe ich angewendet. Guck mal, wie gut ich drauf bin. Na gut, ihr seht es jetzt nicht. Ich bin total gut drauf. Ich lächle.
Florian: Ja, bei mir startet es bestimmt auch gleich. Ja, ja. Was ist denn jetzt das Thema?
Miriam: Ich bin ja hochgradig ansteckend. Ja, mit meinem State Control.
Florian: Das ist im Moment keine gute Aussage. Nicht am Abend, bevor wir ein Live-Seminar starten.
Miriam: Ja, das stimmt. Mit guter Laune. So. Hallo zusammen. Wir freuen uns.
Florian: Was ist denn das Thema?
Miriam: Das Thema ist State Control.
Florian: Skate Control? Das klingt wie was, das unser Zwölfjähriger tun würde draußen auf der Straße.
Miriam: State Control, also die Kontrolle des eigenen Zustands, und ist das dann geschauspielert, gekünstelt, schwierig oder echt?
Florian: Also geht es darum, ob ich gerade flüssig, fest, Plasma bin oder wie?
Miriam: Oder gasförmig? Florian, du nennst Aggregatzustände, wobei das fast hinkommt, ja. Wir könnten ja, wenn wir zum Beispiel total traurig sind, wäre das vielleicht flüssig, weil da gibt es ja auch Tränen und so.
Florian: Was meinst du denn da mit diesem Anglizismus? Immer diese Anglizismen auch.
Miriam: Ja, ich find's auch ganz doof. Schließlich sind wir ein deutschsprachiger Podcast.
Florian: So, was heißt denn das jetzt?
Miriam: Zustandskontrolle, Gefühlskontrolle.
Florian: Zustandskontrolle.
Miriam: Ja, Menschen behaupten ja, dass sie sich in einem bestimmten Zustand befinden. Das ist ja ein geflügeltes Wort, ein nicht ganz genau definiertes für, so fühlen sich Menschen, so sind sie drauf, so geht es ihnen gerade.
Florian: Aha.
Miriam: Da gehört sicherlich auch die körperliche Verfassung dazu, wenn wir von Zustand sprechen. Ein Mensch kann ja in einem sehr guten Zustand sein oder auch schon in einem etwas verbrauchteren.
Florian: Hahaha. Kann er schon durch sein, ne?
Miriam: Ja, dann wird er gebraucht auf Ebay oder so. Also das ist das, was wir gemeinhin unter Zustand verstehen würden. Unter dem Zustand eines Menschen. Und wir würden es gerne auf die Gefühle fokussieren, weil da haben wir mit NLP was mit zu tun.
Florian: Also es geht jetzt nicht um einen körperlichen oder physischen Zustand, sowas wie wie sportlich ist jemand gerade oder nicht, sondern wie fühlst du dich?
Miriam: Ja. Und wie kannst du es verändern? Oder geht das überhaupt? Und ist es dann, wenn ich das bewusst mache, also wenn ich jetzt bewusst nicht so gut drauf wäre und würde dann dafür sorgen, dass ich besser drauf bin.
Florian: Also gesetzt den Fall, dass du schon glaubst, dass das geht.
Miriam: Wäre das dann echt oder wäre das dann nicht echt? Und wäre das anstrengend? Geht das überhaupt? Wäre auch eine Frage, die wir in diesem Podcast stellen wollen. Geht das, Florian?
Florian: Was?
Miriam: Ja, da dürfen wir als Erstes drauf eingehen.
Musik, Düfte und der Beweis, dass Veränderung geht
Florian: Wie ist es denn, wenn du traurige Musik aus deiner Jugend hörst? So das, was, wenn es damals so die ersten Teenie-Beziehungen gab, wann auch immer das bei dir war, und dann sich das ein oder andere Pärchen getrennt hat. Da gab es doch bestimmt Musik, die zu der Zeit ganz wichtig war. Sowas wie... Da, da, da, da, da, da, da, da, dreams are my reality. Wäre das so ein Lied bei dir, Miriam?
Miriam: Ja.
Florian: Miriam sitzt mir auch, naja, das wäre ja dann schon eine Veränderung.
Miriam: Also sowas zu hören, ja gut.
Florian: Hauptsache bewiesen, dass Veränderung geht. Also sobald, ist ja erstmal egal in welche Richtung, wenn es möglich ist, die eigenen inneren Gefühle zu verändern, zum Beispiel aufgrund eines Lieds aus der Jugend oder Kindheit, dann ist ja zumindest schon mal bewiesen, dass wir Einfluss darauf haben.
Miriam: Mhm.
Florian: So, jetzt die nächste Frage wäre, habe ich auch Einfluss in die Richtung, die ich gerne hätte? Oder geht nur nöt, nöt, nöt?
Miriam: Warum, wozu, wirklich, wozu sollte ich mich auf diese Weise beeinflussen? Wirklich, das ist doch völliger Unfug. Manche Menschen machen das. Das funktioniert bei mir auch mit dem Theme von Vom Winde verweht.
Florian: Echt?
Miriam: Ja.
Florian: Oh nein!
Miriam: Das ist so furchtbar, weil den Film habe ich immer halb geguckt, wenn ich ganz fürchterlichen Liebeskummer hatte früher. Und dann habe ich dazu Zartbitterschokolade gegessen. Deswegen funktioniert beides. Zartbitterschokolade geht auch. Das war sehr schlau von mir übrigens, weil dann esse ich nicht so viel Schokolade. Weil ich dann so traurig bin. So, ist doch gar nicht so dumm.
Florian: Also grundsätzlich funktioniert es so. Jetzt brauchen wir noch Beispiele im Leben, wo es auch in die andere Richtung funktioniert.
Miriam: Habe ich genauso. Ich habe Songs, wenn ich die reinlege, hält mein Gehirn genau 15, 30 Sekunden höchstens stand und dann geht es mir besser.
Florian: Zum Beispiel?
Miriam: Weißt du, das ist jetzt ganz schöne Gefühlshüpferei, ey. Warte, mir fällt gleich einer ein.
Florian: Und ganz schön billig, ne? Schon. Also wenn du die Anker von deinem Gegenüber rausfinden möchtest.
Miriam: Ah, hier. Da, da, da, da. Here comes the sun. Von den Beatles. Ja? Ja. Funktioniert bei mir einwandfrei. Bin ich sofort in so einem Happy Holiday. Ja, geht direkt.
Florian: Ja, cool.
Miriam: Geht direkt. Es gibt ein paar Songs, die ich mit meiner Band früher gespielt habe, die funktionieren auch, weil das waren die Songs, wo das Publikum auf der Tanzfläche ausgeflippt ist und zwar garantiert. Und dann habe ich nicht nur mich, sondern auch das Publikum.
Florian: Wo tausend, zweitausend, dreitausend, fünftausend Leute vor dir geklatscht haben.
Miriam: Gehüpft, gesprungen, sich die Kleider vom Leib gerissen.
Florian: Ja. So, dann hätten wir eine Art und Weise, wie Miriam ihre Gefühle beeinflussen kann, nämlich zum Beispiel über Musik hören.
Miriam: Ja, und es kann ein Schlager sein für manche, für manche ist es Heavy Metal, für manche ist es so Pop oder Rock.
Florian: Und die Annahme wäre, dass jeder sowas hat.
Miriam: Ich vermute. Ich vermute, manche Menschen setzen das vielleicht nicht bewusst ein, sondern warten sozusagen darauf, dass das irgendwann im Radio...
Florian: Dass das zufällig passiert.
Miriam: Ja, und da ist natürlich die Wahrscheinlichkeit bei der Masse an Songs, die jeden Tag rotiert werden, ist es schon, also da ist schon eine gewisse...
Florian: Das ist auch eine lustige, also wenn ich sozusagen, weil da kommen wir ja dann Richtung Manipulation. Neurolinguistisches Programmieren ist manipulativ. Weil wenn ich sozusagen merke, ich bin nicht in so einer guten Stimmung, ich lege jetzt mal, bei mir wäre sowas ACDC, finde ich, tut auch was bei mir. So, jetzt lege ich so eine Platte ein oder, ich lege keine Platte.
Miriam: Oh, wie cool, du, echt, hast du eben gesagt, wie geil ist das denn? Boomer, Boomer. Hahaha.
Florian: Nein, ich drücke bei Spotify auf meistgespielte ACDC-Songs. Ja, das ist ACDC, heißen die ja dann immer.
Miriam: Spotify ist ja auch schon längst wieder out, oder?
Florian: Guck mal, was? So, wir haben es ja noch wegen den Kindern, weil es da viele Hörbücher gibt für Kinder. Oder Hörgeschichten.
Miriam: Nur falls Bro zuhört.
Florian: Ja, exakt. So. Das heißt, wenn ich das bewusst mache... um mich in einen besseren Zustand zu bringen, dann fühlt sich das vielleicht unauthentisch an in dem Moment. Nur wenn jetzt zufällig in meiner 2020 Compilation ein Lied von ACDC kommt, dann ist es irgendwie authentischer, oder?
Miriam: Achso, du meinst, dann hat es dich überrumpelt.
Florian: Miriam, du hast ja dieses Wort gesagt mit den fünf Buchstaben, was Menschen früher gehört haben. Ra, ra, wie habt ihr das früher genannt? Ra. Stimmt, ich habe Radio gesagt. Ja, mein Gehirn ist... Ich bin immerhin schon bei Spotify gewesen.
Miriam: Hallo, hier sind die Achtziger und wollen ihr Radio zurück. Ja, ist so. Früher war das Radio im Auto oder auch in der Küche oder beim Aufräumen oder so. Ist ja auch wurscht. Auf jeden Fall, wenn wir darauf warten würden, dann können wir vielleicht manchmal lange warten.
Der spontane Tanz in der Küche und Weihnachten im Juli
Florian: Und ich erinnere mich dran, am Wochenende waren wir bei Miriams Eltern und Ringo Starr hatte Geburtstag.
Miriam: Oh, das war krass. Das war krass. Meine Eltern hören wirklich konsequent HR1. Das läuft bei denen den ganzen Tag. Und das ist halt so ein Oldiesender. Oldie, ne? Spielen halt so Titel, ich sag mal, von 1950 bis 1980 laufen da. Und tatsächlich wurde an dem Tag Groß der Geburtstag von Ringo Starr gefeiert und Ringo Starr ist der Drummer von den Beatles gewesen und hatte danach noch eine riesige Solo-Karriere, auch als Produzent, war weiterhin erfolgreich und es gibt sehr viel zu hören von Ringo Starr und meine Eltern lieben natürlich die alten Beatles-Titel total, das erinnert die an ihre Jugend und was passierte war,
Miriam: Also nichts ahnend, ja, habe ich meiner Mutter geholfen, nach dem Abendessen die Spülmaschine einzuräumen und dann fängt irgend so ein Titel an von den Beatles und mein Vater springt auf und sagt: Uschi, unser Lied! Und die fangen an, im Wohnzimmer hier zu schwoofen, also dazu zu tanzen. Ja, jetzt nicht so hippie hippie shake, sondern so miteinander, nur zum Beatles-Song und total süß. Und ich habe dann, weißt du, an der Spülmaschine gestanden so, was geht denn hier ab? Die haben mich auch völlig ignoriert. Das war denen egal. Irgendwann habe ich mir dann überlegt, nö, da mache ich jetzt mit. Also ich habe dann die Teller stehen lassen und habe eine Runde mitgetanzt. Und dann habe ich weiter den Tisch abgeräumt. Nur ja, also sowas kann passieren und vielleicht kennst du ja solche Geschichten auch. Für Musik sind wir da relativ anfällig, wir Menschen.
Florian: Deswegen habe ich es auch als Beispiel genommen, weil es tatsächlich gut nachvollziehbar ist, ohne erweiterte Techniken zu kennen. Weil wenn das sozusagen funktioniert, dann könnten wir uns natürlich überlegen, was wären in den anderen Sinneskanälen, die wir haben, solche Sachen.
Miriam: Duft ist auch extrem gut.
Florian: So das erste, Jil Sander Sun.
Miriam: Ja, Jil Sander Sun haben ganz viele im Sommerurlaub, wenn sie irgendwo toll am Strand die ersten Urlaube auch vielleicht mit heißem Flirt und so weiter und tollem Tauchkurs und was weiß ich. Ja, der Duft erinnert viele an irgendwas. Und da dürftest du natürlich beim Duft, ähnlich wie bei der Musik, für dich prüfen, genau. Weißt du, dass ich eine mega coole Erinnerung mit dem Duft Kaschmir verbinde und dass ich den deshalb nicht trage. Ich weiß gar nicht, ob es den noch gibt. Nur das würde ich deshalb schon nicht tun, weil ich halt jetzt verheiratet bin mit Florian und total glücklich und so.
Florian: Wow. Und das hast du noch nie erzählt.
Miriam: Ja, es gibt da was in meinem Leben.
Florian: Kaschmir.
Miriam: Kaschmir ist der Duft, ja. Ich weiß auch gar nicht, ob er mir heute noch gefällt. Wahrscheinlich gäbe es einen Backflash. Den trägt irgendwie auch gar keiner mehr. Der war eine Zeit lang fast überall. Bitte, wenn ihr Florian guckt mit großen Fragezeichen, wenn ihr diesen Podcast jetzt hört und kennt den Duft Kaschmir, schreibt mir.
Florian: Miriam at kontext*denken.de. Jawohl.
Miriam: Also bei Düften, genauso wie bei Songs, dürfen wir ja checken, weil es gibt auch Songs, die upbeat sind, also die schnell sind und partytauglich, nur der ein oder andere verbindet vielleicht nicht was Gutes damit. Und es gibt sicherlich auch voll die traurigen oder die schnulzigen Songs, wo andere sagen würden, oh, zu mollig und sind die schönsten Erinnerungen, weil das eben das erste Mal... Weil der Song, den ich vorhin angesungen habe, der mein Traurigkeitssong ist, das ist ein absoluter Schmusetanz-Song gewesen Anfang der 80er, weil der aus dem Film La Boum die Fete ist und er wurde halt rauf und runter gedudelt auf Partys. Und es kann durchaus sein, dass bei diesem Song andere da draußen sofort Herzen in die Augen bekommen und sich nicht mehr einbekommen vor Glück. Und bei mir...
Florian: Leider nicht. Filme würden auch funktionieren. Vom Winde verweht hast du eben schon gesagt.
Miriam: Sissi ist toll. Sissi erinnert mich an meine frühe Jugend, an meine Kindheit. Der Traum von der Prinzessin. Die Musik von Sissi allein reicht schon.
Florian: Und dann haben wir ja auch in den Redewendungen drin so, ne, der Rotkohl so wie beim Mutti oder die Buletten wie beim Mutti oder was auch immer das bei dir wäre.
Miriam: Ja, der Duft von Weihnachtsplätzchen oder so, ne, oder auch das Essen.
Florian: Boah, das ist, dann sind wir wieder beim Duft, ne. Ich bin ja in Nürnberg aufgewachsen. Oh, krass. Und dann Schmidts Lebkuchenfabrik lag an der Straße, an der ich dann auch in die Schule gefahren bin, als ich später ein Auto hatte. Und Wahnsinn, im Mai oder im Juni da vorbeizufahren und Weihnachten zu riechen.
Miriam: Ich war vor drei Jahren zum ersten Mal mit Florian in dieser Fabrik und zwar im Juli und es war einer dieser Jahrhundertsommer, also 40 Grad draußen und in dem ganzen Areal, so ungefähr einen Kilometer Umkreis, riecht es dort nach Weihnachten. Und zwar das ganze Jahr.
Florian: Und das ist das, und wir kürzen den so ab, es riecht nach Weihnachten, dabei riecht es nach den Gewürzen, die eben auch an Weihnachten in dieser Kombination verwendet werden.
Miriam: Die verkaufen auch das ganze Jahr Lebkuchen. Lecker, so frisch.
Florian: Ja, und viele Menschen essen das an Weihnachten und da in der Nähe wohnen.
Miriam: Mein Gehirn hat sehr witzig reagiert darauf. Da war voll die Verwirrung drin. Ich habe auf einmal unwillkürlich an mir runtergeguckt und befand, ich bin falsch angezogen. Ja. So in der kurzen Shorts und mit einem irgendwie Riemchen-Top und so.
Florian: Oh, da erinnere ich mich auch dran. Ein Jahr habe ich in Vietnam Weihnachten gefeiert und der Weihnachtsbaum, den die aufgestellt hatten, war ein rosa Plastik-Weihnachtsbaum.
Miriam: Das war im großen Hotel. Ich hätte in Vietnam niemals damit gerechnet, dass sie überhaupt so ein europäisches Symbol da irgendwie fahren.
Florian: Ich glaube eher ein amerikanisches Symbol. Ja, oder ein amerikanisches. Also wirklich ein knallpinker Weihnachtsbaum. So ein richtig... großer, urseliger Plastikum.
Miriam: Hast du dann vielleicht doch festgestellt, dass du nicht zu Hause bist?
Florian: Und draußen 30 Grad? Das ist seltsam. Und klar macht das, das sind ja alles so Gefühle oder wenn du dir eben Geschichten aus der Vergangenheit überlegst, wo du mal in einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Gefühl hattest, das sind ja alles so Möglichkeiten, deinen Zustand zu verändern.
Ausgeliefert oder selbstbestimmt? Die knackige Stelle
Miriam: Jetzt kommen wir an die knackige Stelle dieses Podcasts. Grundsätzlich geht es also, die meisten unserer Hörer werden es auch schon mal erlebt haben, wahlweise mit Absicht oder unabsichtlich, wegen irgendeines Reizes von draußen, die die Laune extrem verändert hat.
Florian: Und sei es auch, der komische Kollege betritt das Büro und plötzlich ist die gute Laune dahin.
Miriam: Ja, genau. Also unser Körper kann sowas. Die Fehlannahme ist, dass wir hilflos diesem Reiz ausgeliefert sind. Also dass wenn, immer wenn dieser Kollege den Raum betritt, immer wenn dieses Lied läuft, immer, immer, immer, dass wir dann auf diese Weise reagieren müssen und es gibt auch keinen Weg raus. Das ist eine absolute Fehlannahme. Denn lustig ist ja, dass zum einen andere Menschen ganz anders reagieren auf den Reiz. Also das haben wir zum Beispiel bei einem Duft oder auch bei einem Song eben schon.
Florian: Also wie auch immer Kaschmir riecht. Ich vermute, dass wenn man mir das vor die Nase sprühen würde, dass ich mir denke, ein Parfum. Ich lüft mal.
Miriam: Das heißt, es ist keine zwanghafte Reaktion, die bei Massen von Menschen stattfindet, sondern eine individuelle.
Florian: Da würden wir ja sagen, es ist nicht eingebaut in uns. Also es ist nicht natürlich im Menschen drin, dass wenn er oder sie das riecht, dass dann im Kopf oder in der Neurologie, in der Physiologie das passiert.
Miriam: Und das ist sozusagen die eine Stelle, über die wir einfach mal nachdenken dürfen. Und die andere ist, dass du es eben schon erlebt hast, dass von eben auf gleich durch das Verändern von irgendwas im Außen plötzlich auch im Innen was anders war. Und das lässt sich unter anderem, also was ganz wichtig ist zu wissen, das Gefühl, was wir resonieren, also was wir sozusagen spielen in dem Moment, wo wir in irgendeiner Situation sind, das ist eine ganz individuelle Reaktion, die dein Körper baut und nicht irgendein anderer. Weil das sind Hormone und chemische Prozesse, biochemische Prozesse in deinem Körper. Ja, du hast da Einfluss drauf. Also, schon gemerkt. Jetzt ist so dieses, dadurch, dass viele Menschen über Jahrzehnte, über Jahrhunderte lang lernen, dass sie eben nichts tun können, dass sie dem ausgeliefert sind, dass wir Opfer sind.
Florian: Über Jahrhunderte?
Miriam: Ja. Lernen, dass es nicht funktioniert, geben sie sich dem so hin und manchmal habe ich den Eindruck, und zwar in beide Richtungen, auch bei mir noch, also ich bin schon wirklich so viel wacher und bewusster geworden, was das angeht. Ja, ich kann Entscheidungen treffen. Ich habe die oft beruflich früher schon intuitiv getroffen, dass ich, wenn ich nicht so gut drauf war, dafür gesorgt habe, dass es mir besser geht, bevor ich vor die Kamera trete. Zum Beispiel. Also, dass ich mir irgendwie Ruhe verschafft habe, dass ich noch was gegessen habe, dass ich mir was Nettes im Internet angeguckt habe oder auch was Lustiges, dass ich ganz bewusst zu einem Kollegen hin bin, wo ich gesehen habe, ach, der ist gerade am Lachen, da lasse ich mich jetzt mal anstecken, nur um dieses Wort nochmal zu benutzen, von seiner guten Laune. Und das habe ich intuitiv gemacht, ohne zu wissen, was ich da jetzt genau tue. Nur, das wäre so eine Entscheidung gewesen, es tut mir jetzt und meinem Erfolg und meiner Karriere und dem Vertrag, den ich unterschrieben habe, besser, wenn ich in einem aufgeräumteren Zustand bin.
Florian: Und da sind wir dann bei einem ganz entscheidenden Punkt, dass ich nämlich für einen bestimmten Moment im Leben eine Intention haben darf, was wäre jetzt ein guter Zustand. Also dass ich mir überlegen oder vornehmen oder eben vorstellen darf. Mal reinfühlen, wie es wäre, wenn ich jetzt, was wäre denn das Richtige für diesen Moment? In Bezug auf irgendein Ziel, also wenn du zum Beispiel, es ist ja oftmals der Abend. Ich habe jetzt von einigen Kollegen gehört, letzte Woche war ich wieder in einem Live-Training drin. Wo jemand mit zwei kleinen Kindern gesagt hat, endlich, endlich, endlich raus aus zu Hause und mal wieder wo sein und acht Stunden, zehn Stunden am Tag nach draußen kommen, weil die immer noch Homeoffice haben und eben von zu Hause arbeitet und mit den zwei kleinen Kindern es auf der einen Seite super gut findet, zu Hause zu sein, nur auf der anderen Seite ganz schön anstrengend auch den ganzen Tag da zu sein und plötzlich viele Dinge zu erleben und gleichzeitig noch arbeiten zu dürfen und den Kopf da drin zu haben. Und dann ist das natürlich auch mal eine Möglichkeit, was anderes zu erleben in so einem Live-Training.
Miriam: Absolut und vor allen Dingen, sich dabei so wach schon wahrzunehmen, also das sich einzugestehen, weil viele würden das ja gar nicht sagen wollen, weil dann heißt es wieder, was sagt der denn da über seine Kinder oder über seine Familie und das kann doch nicht sein, dass ein Papa oder eine Mama froh sind, wenn sie mal acht Stunden woanders sind in einem anderen Umfeld. Also allein schon dieser ganze Umgang mit dir selbst, dass du dir klar darüber bist, okay, wie geht es mir jetzt gerade und wie hätte ich es denn gern? Wenn du jetzt vor diesem Podcast sitzt und sagst, ja, einwandfrei, Freunde, ich feiere hier gerade das Leben, dann gibt es vielleicht gar keinen Veränderungsbedarf. Wenn du in Situationen bist, wo du sagst, ich will jetzt mal in Ruhe traurig sein, also ich möchte gerne mal eine Runde trauern. Auch super. So, dass wir das mehr ins Bewusstsein holen, wie hättest du es denn gerne? Und wenn du das klar hast, wie du es gern hättest oder wie es besser wäre vielleicht für die Situation, in die du dich gleich begibst. So zum Beispiel dieses Nachhausekommen von der Arbeit, die vielleicht stressig war, ein stressiger Tag. Und dann bin ich früher in meine Familie reingeplatzt mit all diesen stressigen und unschönen Gefühlen, die ich mir da gebaut hatte über den Tag, und die konnten gar nichts dafür und die waren auch vielleicht in einer ganz anderen Situation gerade. Das sind die Menschen, die mir am nächsten sind und die ich am meisten liebe. Und als ich angefangen habe, darüber wach zu werden, habe ich angefangen, mich zu fragen, was kann ich denn jetzt auf der Fahrt vom Sender nach Hause tun, damit ich mit einer freundlicheren Miene oder entspannter jetzt in die Situation komme, wo die sind. Und dann ist zum Beispiel Musik ein sehr einfaches Mittel gewesen.
Florian: Oder eben nach so einem Tag Homeoffice und zwei Kinder, dann abends noch eine Stunde mit der Partnerin irgendwie auf der Couch, da eben vielleicht ein bisschen einen schönen romantischen Abend zu haben. Und was auch immer am Tag war, einfach lass es doch sein, was es war. Und du bist ja jetzt hier. Was kannst du denn jetzt tun, um dich in solche Situationen zu erinnern?
Lächeln auf Knopfdruck — geschauspielert oder echt?
Miriam: So und jetzt könnten ja manche sagen, ah ja, die Fernsehleute, also ich bin ja jetzt auch wieder im Fernsehen zu sehen auf HSE24 mit meiner eigenen Linie seit März. Die Fernsehleute, die lernen das ja, dass die sozusagen auf Kommando lächeln, auf Knopfdruck. Nur dieses Lächeln, ihr Lieben, ist dann natürlich nicht echt, ne, würden ganz viele sagen. Das ist nur geschauspielert. Das meinen die. Aber lächeln kann ja jeder. Wäre übrigens gar keine so schlechte Idee. By the way, ist auch einer der Tricks. Nur, das wird, oder wurde mir ganz häufig unterstellt. Oder es wird vor den Interviews auch gefragt.
Florian: Hast du das mal richtig gelernt? Wie das funktioniert?
Miriam: Ich war im Gegensatz zu vielen Kollegen tatsächlich mal in einer Schauspielschule. Und da würden wir mit sowas arbeiten wollen. Allerdings ist es zum Beispiel für die Bühne nicht das, was wir für die Kamera bräuchten. Oder für Real Life. Weil wir auf der Bühne ja bis Reihe 25 ein Gefühl übertragen wollen würden. Das heißt, wir arbeiten mit sehr intensiven Moves, was so Gefühlsmomente angeht. Wohingegen wir, wenn wir im Fernsehen sind, ja viel näher an den Leuten dran sind. Und da ist ziemlich schnell der Unterschied festzumachen, finde ich, zwischen so einer gewissen Spur von Überdrehtheit oder einem sehr gegroundet sein und sehr entspannt witzig und fröhlich.
Florian: Das ist heute der Abend des Anglizismus. Ein Backdraft und ein gegroundet sein und ein State Control, das ist ja spannend.
Miriam: So siehst du, jetzt habe ich mir schon wieder schlechte Gefühle gemacht. Echt? Ja.
Florian: Bad Feelings sozusagen.
Miriam: Bad Feelings, ja.
Florian: Weil das ist ja tatsächlich, also wie es eben im Schauspiel oder auf der Bühne ist, ich glaube, das wirkt für viele Menschen dann halt so, dann wird es zum Job. Und dann hat es gar nicht so sehr mit, was ich so gerne mag, wie wir das tatsächlich auch im NLP benutzen. Ist ja so eine Leichtigkeit da reinzubringen oder eben eine Bewusstheit dann reinzubringen und dann tatsächlich, du triffst eine Entscheidung, dich gut zu fühlen und dann tu was dafür, dass es funktioniert. Das ist ja dieses, nach der Entscheidung fühlt sich der Prozess sehr, sehr leichtgewichtig an und ist auch sehr einfach durchzuführen. Und dann haben wir eben andere Mittel und ein paar von den Tricks haben wir hier ja schon ausgeplaudert. Die haben dann im NLP noch besondere Fachbegriffe, die lernen wir zum Beispiel in der Grundausbildung im NLP, im NLP Practitioner. Und da kommen die dran und dann üben wir diese Techniken eben auch ein, zu was, wenn ich keinen Kuschelrock-Song von damals mehr habe, sondern irgendwie jetzt was Neues aufbauen möchte, wie kann ich mir sowas Neues aufbauen? Und so, dass es ins Leben, in die jeweilige Situation eben reinpasst, dass es für den Zustand, den wir gerade im Moment haben möchten, im Zuge auf ein bestimmtes Ziel, eben auch passend ist und von der richtigen Intensität her ist.
Miriam: Und das wäre jetzt schon ein ziemlich großer Schritt, also den wollen wir dir gar nicht zumuten an der Stelle.
Florian: Über einen Podcast funktioniert das, glaube ich. Also über einen Podcast können wir den Weg skizzieren oder wir können mal so wie sähe das grob aus skizzieren. Was sind die Sachen, die schon natürlich laufen, weil viel von NLP ist ja dann tatsächlich auch etwas, was wir ganz normal auch im Alltag tun. Bloß bewusster angewandt. Und dann noch die eine oder andere Technik und die eine oder andere Kombination aus mehreren Techniken zusammen, um dem Ganzen einen Raketenanschub nach vorne zu geben, dass es richtig rund gehen kann im Leben.
Körper und Gehirn sind eins — und was du damit anfangen kannst
Miriam: Das stimmt. Und was mir aufgefallen ist bei dieser Arbeit vor der Kamera, und ich mache das jetzt seit weit über 25 Jahren, das ist schon crazy. Ich bin eh eine Frohnatur, also an den meisten Tagen im Jahr brauche ich mich nicht darum zu kümmern, also bewusst gut drauf zu sein, weil ich liebe den Job, mir macht das Spaß, ich gehe gerne vor die Kamera. An einigen Tagen war das so und auch in einigen Phasen meines Lebens, dass ich das Gefühl hatte, ich darf da jetzt wirklich aktiv was machen. Ich war damals sehr dankbar, als ich diese Techniken gelernt hatte, weil da ging es schneller und einfacher. Es fühlte sich leichtfüßiger an. Was mir aufgefallen ist, dass wenn ich selbst in einem nicht so guten Zustand angefangen habe zu senden und es war sozusagen meine Pflicht zu lächeln zu Beginn der Sendung, weil die Zuschauer können ja nun auch nichts dafür, wenn jetzt, keine Ahnung, gerade mein Hamster gestorben war, dass dieses Lächeln auch in meinem Gefühl etwas verändert hat. Weil die erste halbe Stunde durchgelächelt von so einer Sendung und dann habe ich mich selber gefragt, wo ist denn dieses schlechte Gefühl jetzt hin? Also ich fühle mich super gut. Und wir haben im Körper ja so fantastische Mechanismen, die auch andersherum funktionieren, also die wir auch auf den Kopf stellen können. Denn wenn unser Gesicht die ganze Zeit lächelt, dann ist unser Gehirn irgendwann am Schwanken. So zwischen diesem, wenn die die ganze Zeit lächelt, dann gibt es doch auch was zum drüber freuen, sonst würde die das ja nicht machen. Und irgendwann stellt sich das Gefühl auch ein.
Florian: Das ist ja auch das, wenn wir anfangen in einem entspannten Rhythmus zu atmen, wenn du in einem Rhythmus atmest, der bewusst eben einer ist, der aus der Entspannung kommt. Im Yoga gibt es ja auch so Atemmethoden oder im amerikanischen Militär werden die zum Beispiel benutzt, dass ein sehr bewusstes Atmen in einer bestimmten Art und Weise eben dazu führt, dass der Körper auch anfängt, anders sich wahrzunehmen und plötzlich ist es ein anderes Gefühl aus einer bewussten Entscheidung heraus, jetzt anders zu atmen, dann eben sich plötzlich anders zu fühlen auch. Genau die gleiche Wirkmechanik. Wie atmest du, wenn du entspannt bist und so mal eine Weile zu atmen? Oder wie atmest du, wenn du fröhlich bist oder wenn du überschwängliche Freude hast oder was auch immer die Zustände sind, die du gerne hättest?
Miriam: Boah, Gefühlsatmen. Das ist ein neues Seminar. Und eine wunderschöne Anwendung. Denn wir sind nun mal eins. Also das, was wir denken, was wir glauben, was wir da gerade sehen oder was uns gerade widerfährt im Leben, das ist auch in unserem Körper und umgekehrt ganz genauso. Also wir sind immer eins. Dieses Gehirn und dieser Körper sind untrennbar miteinander verbunden und verwoben und wir Menschen dürfen anfangen, mit diesem tollen Konzept, was wir da haben, auch wirklich bewusst umzugehen und zu arbeiten. Ich liebe das. Und ich freue mich eben, dass ich über das NLP, also das neurolinguistische Programmieren, jetzt mittlerweile imstande bin, mir sehr schnell den gewünschten Zustand herzustellen. Und zwar vollkommen authentisch. Was natürlich für mich einen riesen Vorteil darstellt, ist, ich bin definitiv produktiver, kreativer, ich bin fleißiger, ich bin effektiver am Arbeiten, ich bin schneller fertig mit Dingen, wenn es mir dabei gut geht. Und ich probiere mich wirklich auch aus an sowas wie einer Steuererklärung oder Spülmaschine ausräumen oder so. Ob ich das mittlerweile oder wie vergnüglich ich das hinbekommen kann. Also wie weit ich es treiben kann. Und ja, ich habe einen wundervollen Partner an meiner Seite mit Florian, der auch ein ähnliches Konzept lebt und sich ähnlich übt, so dass wir uns da gegenseitig auch immer noch ein bisschen motivieren können und das genieße ich ohne Ende. Also von daher, ja, ich kann alle Tricks in Anführungszeichen nutzen, die es gibt, von Musik über Düfte bis hin zu Bildern, die ich abrufen kann, Erinnerungen.
Florian: Zu fortgeschritteneren NLP-Techniken dann.
Miriam: Genau, die, wie gesagt, die mir den meisten Impact gebracht haben, nebst Musik hören. Und ich freue mich einfach, dass es das gibt und dass ich es am eigenen Leib erfahren habe.
Was gegen Selbstmanipulation spricht — und dein Experiment für die nächsten Tage
Florian: Wie gehen wir denn jetzt mit diesem, ist das dann noch authentisch, um? Also, weil das ist ja dann für mich die Frage, wenn es zufällig im Radio spielt und deine Eltern dann glücklich werden, ist es dann authentischer, als wenn sie es absichtlich spielen würden. Also was, wenn dein Vater abends auf die Idee kommen würde, weißt du?
Miriam: Jaja, das wäre ganz schön schlau von ihm, by the way.
Florian: Und würde diese Musik auflegen für...
Miriam: Ich empfehle ihm das jetzt mal nicht aktiv, weil es sind meine Eltern. Es wäre schlau von ihm. Es wäre sehr schlau. Und vermutlich würde das Lied immer wieder die gleiche Emotion auslösen. Weil da haben meine Eltern sich kennengelernt in der Zeit. Es ist vermutlich die romantischste Zeit ihres Lebens gewesen. Hippie-Zeit. Ich will auch gar nicht mehr drüber nachdenken, glaube ich. Ist ja so. Ja, also wie authentisch ist es? Wie echt fühlt es sich an? Und das ist ja etwas, was du für dich entscheiden kannst. Also warum nicht mal damit rum experimentieren? Weil was soll ich jetzt hier für eine Behauptung aufstellen? Du hörst ja diesen Podcast hoffentlich, weil du Interesse hast am NLP und auch vor allen Dingen an deiner persönlichen Weiterentwicklung. Und da wäre das einfach ein Tipp, da mal rum zu experimentieren mit. Also wie schnell das funktioniert und vielleicht wie absichtlich du das auch für dich einsetzen kannst. Denn jetzt mal unter uns Gebetsschwestern, wer kann denn bitte schön etwas gegen Selbstmanipulation sagen?
Florian: Kann ich doch machen, wann ich will, oder? Manche Menschen machen das über die Schokolade oder über das Eis oder über was zu essen oder über ganz viele andere Wege. Und es gibt eben auch noch eine Alternative dazu.
Miriam: Richtig. Und diese Frage nach der Authentizität, die stellt sich ja in meiner Welt, das ist jetzt total miri, die stellt sich in meiner Welt nur deshalb, weil viele Menschen da draußen, wir nicht mehr, nur viele Menschen da draußen würden ja skeptisch, wenn sie einen Freund oder einen Bekannten acht Tage hintereinander fragen würden, wie geht's, und er würde jedes Mal sagen, saugeil. Und irgendwann wäre es verdächtig sozusagen. Und da dürfen wir uns ja eher Gedanken machen, über was glauben wir denn, wie gut es uns überhaupt gehen kann, uns Menschen. Also wie viele gute Gefühle, wie viel gute Laune können wir denn vertragen?
Florian: Das gilt es doch mal herauszufinden in den nächsten Tagen.
Miriam: Ich finde auch. Das wäre das Experiment, zu dem wir dich deutlich auffordern wollen würden.
Florian: Nicht zu schnell.
Miriam: Ja, ja, Vorsicht, Vorsicht. Vor allem, wenn du Anfänger bist.
Florian: Mit guten Gefühlen.
Miriam: Und ansonsten?
Florian: Also mal morgens, am Morgen vielleicht eine halbe Stunde Beatles hören. Beatles. Oder irgendwas, um mal zu schauen, ja? Ja. Welche Musik könntest du hören zum Aufwachen?
Miriam: Die so, oder was hättest du denn gerne? Manche wollen ja zum Aufwachen sowas Motivierendes. Manche wollen eher etwas, was erstmal entspannt. Manche wollen etwas, was sie so fröhlich macht. Gibt's ja bestimmt Songs, die da ganz genau passen. Der Soundtrack deines Lebens.
Florian: Sehr gut.
Miriam: Okay, finde ich auch. Und vielleicht kommst du ja endlich in unseren Practitioner. Im August geht das noch, da sind noch Plätze frei vom 18. bis 28. August.
Florian: Und wir haben ein besonderes Angebot dieses Jahr, kontext*denken.de-sommer, dann kommst du direkt auf die Seite des Seminars. Da steht oben auch der Gutscheincode mit dabei. 1499 Euro kannst du einfach teilnehmen. Unser Angebot eben auch wegen dieser Mehrwertsteuersenkung und im Moment, und wir wissen von Teilnehmern, die schon da waren, ist es ganz gut, ein Airbnb zu nehmen und mit Selbstversorgung hier zu arbeiten. Und dann haben wir eben auch die Handreichung dafür getan.
Miriam: Das stimmt. Ihr Lieben, das war's für heute. Wir hören uns nächste Woche wieder. Wenn's heißt, zwei Gehirne, die Beatles und richtig gute Gefühle.
Florian: Bis dann.
Miriam: Bis dann. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.