Was schreibst du auf Facebook — und was lieber nicht? Miri ist seit fast neun Jahren dabei und teilt hier, was sie in dieser Zeit über Interaktion, Kritik und den Umgang mit einem Shitstorm gelernt hat. Kein Lehrbuchwissen, sondern gelebte Erfahrung, garniert mit dem legendären Shitstorm-Roulette von Joko und Klaas. Und ja: Die konkreten Tipps kommen — wie Miri vorwarnt — erst am Ende.
Amateurlust statt Lehrbuch: unsere Facebook-Erfahrung
Miriam: Willkommen im Podcasthausen, hier ist Florian Groß, der fantastische Facebook-Experte.
Florian: Wow, wow, wow.
Miriam: Oh, wie schön. Ich freue mich, dass wir wieder Podcasts machen. Mir macht das immer einen Riesenspaß.
Florian: Ja, und mir gegenüber sitzt die fantastische Miriam Deforth. Das ist die tatsächliche Facebook-Expertin hier in diesem Podcast.
Miriam: Das ist ein spannendes Thema heute. Wir haben zum ersten Mal Social Media auf dem Plan.
Florian: Ich habe bestimmt schon mehr über Social Media gelesen und über Social Media gehört und konsumiert als du. Nur die Expertin in diesem Podcast bist eindeutig du, Miri. Ich bin aufgeregt.
Florian: Wieso bist du aufgeregt?
Miriam: Weil ich das Thema zum einen super spannend finde und zum anderen weiß ich, dass es da draußen unendlich viele echte Facebook-Experten gibt.
Florian: Also es geht irgendwie so ein bisschen um Facebook. Was ist denn das genaue Thema?
Miriam: Das genaue Thema wurde gestiftet von unseren Zuhörern. Vielen Dank übrigens. Ich habe ein kurzes Posting gemacht, bevor wir in die Produktion gegangen sind und es sind sub zwölf Themen eingerasselt binnen Sekunden, die alle super waren.
Florian: Wir machen jetzt Podcasts, die drei Minuten lang sind.
Miriam: Wir machen jetzt ganz viele Schnellen, damit alle Themen dabei sind. Nein, vielen Dank. Und das Facebook-Thema, da kribbelte es mich so in den Fingern. Also das war sowas, wo ich zu Florian gesagt habe, ich würde es gern aufnehmen. Und es haben also insgesamt drei Leute haben sich gewünscht, dass wir mal erzählen, wie eine Facebook-Seite im Grunde erfolgreicher sein kann oder wie man seine Facebook-Seite besser vor sowas schützen kann wie Shitstorm.
Florian: Wow. Ja, nix posten. Nächste Frage.
Miriam: Ich finde Florian Tipps immer so pragmatisch. Die Tipps kommen übrigens erst am Ende des Podcasts. Also wenn du denkst, da kommt jetzt noch was Besseres, dann bleib dran. Ja, also ich mag die Idee, gleich vorweg... Ich erzähle jetzt hier, oder wir werden jetzt hier aus unserer Erfahrung berichten. Das ist nicht unbedingt konform mit, kauf dir ein Facebook-Buch und lese es durch. Weil es gibt bestimmt Literatur mittlerweile.
Florian: Es gibt nicht nur Literatur, es gibt Videocasts und Podcasts dazu, Seminare. Die wir nicht geben. Nein. Von Menschen, die auch 10.000, 50.000, 100.000 von Fans haben.
Miriam: Ja, genau. So, und das Einzige, was ich vorweisen kann, ich finde, das ist schon ganz ordentlich, ich bin, also ich habe nachgedacht, ich bin seit acht Jahren auf Facebook.
Florian: Okay.
Miriam: Und das weiß ich gar nicht. Und ich bin ziemlich, ja, also ich bin mittlerweile sehr routiniert damit. So das ist das, was ich sagen kann und wahrscheinlich gibt es Hörer da draußen, die sind schon seit 30 Jahren auf Facebook. Gibt es schon seit 30 Jahren Facebook?
Florian: Ne, ich glaube seit 2005 hätte ich jetzt so getippt, auch das wäre was, was wir einfach nachschlagen könnten.
Miriam: Hätten können, wollen, sollen bei der Recherche vor diesem, ja. Und die Frage dahinter ist sozusagen, wie schaffe ich es auf meiner Seite oder wie schaffen Menschen es auf ihrer Seite vernünftige Diskussionen herzubekommen, so spannende Themen zu posten, dass viele Menschen mitreden. Erst dann macht Facebook in meiner Welt ja auch richtig Spaß, wenn Leute sich beteiligen und wenn es einen Austausch gibt. Wenn es Meinungen gibt, wenn es Likes gibt, wenn geteilt wird, das ist ja der Sinn von Facebook. Und es ist für mich eine tolle Möglichkeit, es ist ein Tor zur Welt.
Florian: Und Facebook steht hier für alles, was mit Social Media Marketing zu tun hat, oder? Nein. Also wir reden heute nur über Facebook, nicht über Instagram, Twitter, Xing, LinkedIn. Ganz andere Themen. Snapchat.
Miriam: Ja, tatsächlich, für mich total unterschiedlich. Also ich mache Snapchat zum Beispiel gar nicht. Das ist mir zu viel. Ich mache jetzt Instagram, Facebook, Twitter und Xing. Okay. Crossing, Xing. Wie heißt das denn richtig?
Florian: Xing, glaube ich, ja. Darunter kennen es die Menschen.
Vom Einzelfall zum Shitstorm-Roulette
Miriam: Jetzt ganz konkreter Fall, hat eine Bekannte von mir, die auch in der Öffentlichkeit steht, mir gesagt, dass sie also öfter auf ihrer Facebook-Seite sowas erlebt wie Beleidigung, Beschimpfung.
Florian: Also der Shitstorm.
Miriam: Ist das dann ein Shitstorm? Ich habe sie gefragt, wie viele haben es denn, ja zwei oder einer, das ist für mich kein Shitstorm.
Florian: Das ist ein kleiner Shit. Das ist ein Einzelschicksal. Ein individuelles Einzelschicksal. Ja, genau. Ein individuelles Einzelschicksal. Okay, wenn es eine Person ist, dann gibt es auch diese Blog-Funktion, oder?
Miriam: Ja, das wäre einer der Tipps. Das ist auf Facebook echt einfach. Also wenn mir einer richtig auf den Sack gehen würde.
Florian: Einfach blocken.
Miriam: Fliegt der raus? Also was soll das? Wer sind wir denn? Das sind doch nicht die Menschen, die ich auch...
Florian: Warum überhaupt zögern an der Stelle?
Miriam: Warum zögern, genau. Also selbst wenn es jemand ist, den ich persönlich kennen würde. Die bekommen das noch nicht mal mit bei Facebook, ne? Blockieren. Ich weiß nicht, wie viele Menschen mich schon blockiert haben, ohne dass ich es weiß. Ja, so zu auch. Ja, wozu soll ich? Genau, umso besser. Ja, von anderem Kram erfahre ich. Das ist echt easy. Ich erfahre nicht, wenn es einer mit mir macht und der erfährt es nicht, wenn ich es mache.
Florian: Vor dem Blog steht ja noch auf der Timeline, kann man ja auch sagen, Meldungen dieses Typs nicht mehr anzeigen oder diese Art nicht mehr anzeigen.
Miriam: Oder so, noch sanfter. Das ist ja fast schon weggestreichelt.
Florian: Das ist noch subscribed und noch Freunde und alles nur.
Miriam: Und wenn Sven und Lini uns heute zuhören, gibt es sowieso Feedback. Lini, bitte sei gnädig mit uns. Lini ist echt Expertin.
Florian: Ja, das wäre gut gewesen, die in diesem Podcast zu haben. Vielleicht machen wir einfach das nochmal zu dritt.
Miriam: Ich habe nämlich einen Facebook-Podcast noch, also noch ein anderes Facebook-Thema. Wenn Lini Lust hat, laden wir sie ein. Also wir haben ja was sehr Lustiges gesehen zum Thema Shitstorm. Jetzt wollen wir also mal weg vom Einzelschicksal, das zu blockieren ist, hin zu eine Meute ungebändigter Mozza-Feld über irgendeine Seite XY.
Florian: Oh ja, da haben wir wirklich was Lustiges gesehen.
Miriam: Und vielleicht haben es einige von euch auch gesehen, ich wusste gar nicht, dass das gibt bis vor kurzem, jetzt gucke ich alles, dass Joko und Klaas, die ja ganz bekannt sind in der deutschen Fernsehsendung.
Florian: Die machen normalerweise Zirkus Halligalli, genau.
Miriam: Genau, haben alle drei Monate oder so eine riesen Samstagabendsause bei ProSieben und das heißt die beste Show der Welt.
Florian: Wo sie verschiedene Showformate durchprobieren.
Miriam: Genau, und das Publikum darf dann voten, wie gut die sind.
Florian: Da war schon die Schienbein-Tret-Weltmeisterschaft dabei.
Miriam: Da war schon großer Bullshit dabei. Und?
Florian: Wie der Dümmste friert. Und ich stehe auf Kokolores. Wirklich ganz großer Blödsinn.
Miriam: Kann ja nicht genug Kokolores sein für mich. Also ich habe Chapeau gemacht, deshalb finde ich das super, was die da machen.
Florian: Also lustig ist es.
Miriam: Und ich habe über Florians Knie gelegen vor Lachen.
Florian: So, und einmal.
Miriam: Und einmal. Oh, möchtest du es erzählen? Ist so gut.
Florian: Nein, erzähl du.
Miriam: Nee, erzähl ruhig.
Florian: Einmal haben sie Shitstorm Roulette gespielt und haben Prominente oder Semiprominente oder Internetprominente eingeladen. Zum Beispiel Sammy Slimani war dabei, eine der deutschen Internetgrößen. Wer noch? Mark Forster und eine Tänzerin. Joko musste glaube ich auch mitspielen, weil es war ein Spiel von Klaas. oder umgedreht. Und dann ging es darum, sie haben am Anfang quasi immer nur ausgewürfelt, wer jetzt dran ist und wer dran ist, musste dann ein Facebook-Posting machen, dass es garantiert Feedback gibt. Zum Beispiel, das erste war, das hat Slammy Slimani, glaube ich, rausgegeben, da war er als Großwildjäger verkleidet.
Miriam: Du erzählst es so emotionslos, das war richtig bitter. Ich hatte Gänsehaut stehen, wenn die das gemacht haben. Ich hatte schweißende Hände.
Florian: Naja, die hatten so eine Attrappe von einem toten Löwen und haben ihn in so ein Großwildjäger-Kostüm gesteckt.
Miriam: Vor eine Savanne.
Florian: Vorne Savanne und haben dann ein Foto von ihm gemacht und hochgeladen.
Miriam: Mit einem Guide. Das sah echt aus. Das sah so aus, als wäre der ein Tag in Südafrika.
Florian: Und dann irgendwie, der Mensch siegt wieder über die Natur, irgendwie sowas.
Miriam: Danke an meinen Guide Mr.
Florian: Kreuzer oder so. Das war wirklich lustig. Bei der Vorstellung, dass das auf meiner Facebook-Timeline auftaucht, da wurden meine Finger dann auch feucht.
Miriam: Also den fand ich schon massiv. Und dann haben sie eingeblendet, was auf Facebook los war, nachdem der das gepostet hat. Das war für mich ein neuer Referenzwert.
Florian: Da darf man wirklich überlegen, will ich überhaupt bei Facebook sein, wenn ich sowas sehe.
Miriam: Vor allen Dingen, wie schnell Facebook ist. Das hat Sekunden gedauert. Und klar, der hat natürlich auch, keine Ahnung, 1,5 Millionen Follower auf seiner Seite.
Florian: Von denen sind immer welche wach und immer auf Facebook.
Miriam: Und es war wirklich, das war kaum, also die Pixel hatten sich kaum sortiert auf dieser Seite.
Florian: Schon gab es Feedback.
Miriam: Also erstens, Facebook ist rasend schnell, was das angeht. Und zweitens ist es enorm wichtig, dass du weißt, alles, was du da postest, ist einfach sichtbar. Es nutzt nichts. Das ist kein privates Tagebuch.
Florian: Ja, nee, das kann wirklich jeder lesen.
Miriam: Also es gibt ja schon bei Diskussionen am Küchentisch No-Gos. Ja.
Florian: oder mit Schwiegermama und Schwiegerpapa oder mit innerhalb der Familie oder es gibt diesen entfernten Onkel, mit dem man nicht über ein bestimmtes Thema reden darf, Radkappen oder so.
Miriam: Stimmt, ja. So und auf Facebook gibt es wahrscheinlich auch so ein paar absolute No-Gos. Ich glaube Tiere und Tierschutz gehört definitiv dazu.
Florian: Ist ja tatsächlich auch ein sensibles Thema und das ist natürlich in der großen, in diesem großen Resonanzkörper ist das natürlich nochmal lauter alles.
Miriam: Also auf jeden Fall, ich war schweißgebadet und ich glaube, wenn jemand selbst so heftig in der Öffentlichkeit, ich glaube, dass selbst jemand, der nicht so heftig in der Öffentlichkeit steht, war da echt fällig an der Stelle. Ui, ui, ui, ui, ui. Gut, also das zu verhindern, ich würde als allererstes mal gesunden Menschenverstand drüber schreiben. Das war jetzt ein Spiel und es wurde später aufgeklärt, nur wow.
Facebook ist niemals privat: die NSA liest mit
Florian: Spannend, wenn gesunder Menschenverstand heißt das, dass ich manchmal nicht echt bin an der Stelle? Oder überlegst du dir manchmal, dass du Sachen nicht postest, weil du sagst, da kommt jetzt Feedback drauf?
Miriam: Die Frage zielte ja ganz konkret, wie kann ich das vermeiden? Es gibt Menschen, die ganz gezielt sehr polarisierend posten, weil sie dann vielleicht auch einen Shitstorm auslösen.
Florian: Oh, die alte Regel, jedes Marketing ist Marketing, oder?
Miriam: Bad Advertising ist Good Advertising, ich glaube, so hieß das auch früher. Hauptsache Aufmerksamkeit. Richtig, Hauptsache Aufmerksamkeit generieren. Ja, wenn es Absicht ist und wenn sich jemand der Sache stellen möchte. Ich persönlich habe da einfach keinen Bock drauf.
Florian: Du antwortest dann da ja auch noch drauf. Auf was? Du bist ja bei Facebook, also für euch liebe Hörer da draußen, Miri antwortet tatsächlich auf ihrer Facebook-Seite selbst. Es gibt keine Facebook-Redaktion oder kein Facebook-Team, das da hinten dran sitzt und antwortet.
Miriam: Nicht nur auf meiner Seite, wir betreiben insgesamt vier Seiten.
Florian: Ja.
Miriam: Alle ich.
Florian: Ja, bei der Florian Groß-Seite. Da bist du, nur ich antworte oft. Ja, du bist da oft flexibler oder schneller dran.
Miriam: Ich schreibe da natürlich, wenn da jemand eine Privatnachricht schreibt, schreibe ich dazu, ich bin jetzt die Miri, hallo. Nur bevor es drei Wochen dauert.
Florian: Ja, weniger schreiben führt zu weniger.
Miriam: So, da sind wir ja beim nächsten Punkt. Manche haben eine Facebook-Seite einfach nur zur privaten Freude, glaube ich.
Florian: Oder um in Kontakt zu bleiben mit ganz entfernten Menschen.
Miriam: Kontakt zu bleiben mit anderen Menschen, also so richtig dieses voll privat. Die haben dann vermutlich, hoffentlich auch alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen da eingeschaltet, dass da eben auch nur die draufkommen, die zum engen Freundeskreis sind.
Florian: Und ich kann mir ja wirklich überlegen, ob ich meine Posts öffentlich schalte oder nur für Freunde oder was der Rahmen ist.
Miriam: Ich weiß nicht, was die finden bei Facebook. Es gibt auch nur ich.
Florian: Ich kann es auch nur für mich machen? Oh, das wusste ich gar nicht. Dann ist es mehr so das Tagebuch, ne?
Miriam: Ja, oder ich kann eben was Probe posten. Ich kann gucken, wie das dann da aussieht, ob der Link funktioniert oder wie auch immer und es dann später für alle oder für eine bestimmte Gruppe freischalten.
Florian: Uh, da wäre ich ja vorsichtig, ne?
Miriam: Was, wieso?
Florian: Ja, nicht, dass ich mal irgendwann in Zukunft versehentlich auf alles öffentlich irgendwo klicke oder so, ne? Das würde ich vorsichtig, mit Vorsicht genießen, ne?
Miriam: Ja, da sind wir an der nächsten Stelle, ne? Also alle können auf Facebook immer alles lesen.
Florian: Also jedenfalls darf ich davon ausgehen. So behandle ich das auch.
Miriam: Ich habe tatsächlich das Gefühl gelegentlich, wenn ich mir Seiten anschaue, ich schaue ja nicht nur auf meine, ich finde meine zwar bezaubernd.
Florian: Ja, du hast ja eine ganz riesige Chronik durch die vielen Freunde auch, die du hast.
Miriam: Richtig, genau. Also bei mir passiert ja jeden Tag, ich weiß nicht wie viel auf der Chronik. Ich lese also ganz viele Nachrichten von allen möglichen Menschen. und manchmal habe ich das Gefühl, die Leute sind sich dessen nicht bewusst, dass da die ganze Welt im Prinzip zu gucken kann, selbst wenn ich eine Gruppe eingrenze. Facebook ist da kein sicheres Medium, glaube ich. Also ich bin immer davon ausgegangen, egal was auch immer ich bei Facebook raustue, es ist immer öffentlich.
Florian: Wir hatten ja vorhin schon Snapchat erwähnt. Das war ja eins dieser Features von Snapchat, dass Bilder nur eine bestimmte Zeit verfügbar sind und danach nicht mehr. Und auch da kann ich ja Screenshots auf meinem Handy machen. Das hat die App zwar gemerkt und dann kam klar, okay, da hat jemand jetzt ein Screenshot von gemacht, nur dann ist es auch schon raus. Also es ist alles öffentlich.
Miriam: Es ist definitiv öffentlich, auch wenn ich sage, ich zeige das jetzt nur fünf Leuten oder es ist eine Gruppe. Ich glaube nicht, dass Facebook ein wasserdichtes Medium ist, um wirklich private Dinge da drauf zu tun. Für mich ist das öffentlicher Raum.
Florian: Genau.
Miriam: Ja, und es ist kein Schließfach in der Schweizer Bank.
Florian: Das ist so, wie wenn ich mich im Café mit dir über irgendwas unterhalte, da kann auch am Nachbartisch...
Miriam: Genau. Oh, sehr gut, ja.
Florian: Darf ich auch einfach mir überlegen, was sagen wir in der Öffentlichkeit, was sagen wir zu Hause, über was möchten wir reden?
Miriam: Deswegen gibt es auf meiner Facebook-Seite zum Beispiel, das ist eine Regel, die ich mir selbst von der ersten Sekunde, und vor neun Jahren war auf Facebook noch lange nicht so viel los wie heute, von der ersten Sekunde an für mich selbst festgelegt habe, es wird niemals zum Beispiel Fotos von meinen Kindern auf Facebook geben.
Florian: Echt jetzt? Ja. Witzig.
Miriam: Es gibt, glaube ich, eines von hinten bei Sascha Heiner auf dem Arm.
Florian: Okay. Wo man sehen kann, du hast einen Mensch geboren.
Miriam: Genau, er hat ein Baby auf dem Arm. Das passt auch schon. Also das einfach, um die zu schützen auch vor dieser großen Öffentlichkeit. Und wenn die irgendwann alt genug sind, um das selbst zu entscheiden, dürfen die meinetwegen ihre Babyfotos selber posten. Also mir egal. Nur ich mache es eben nicht, weil das ein anderer Mensch ist, der vielleicht auch jetzt noch gar nicht abschätzen kann, was das bedeuten würde.
Florian: Vielleicht ist das auch so ein altes Gefühl, also vielleicht ist das in Zukunft einfach ganz normal und wir sind gerade in dieser Umbruchphase.
Miriam: Kann auch sein. Also einfach meine Entscheidung, die ich bis heute sehr konsequent halte, wohingegen ich jetzt mit den Dingen, die mich persönlich betreffen, mittlerweile uns betreffen, also sehr großzügig bin.
Florian: Ja, wir posten ja.
Miriam: Auch aus dem Urlaub. Aber es ist schon viel Privates dabei und bei jedem Foto, bei jedem Text, den ich da schreibe, habe ich für mich, und das ist mein Trick im Kopf, ich tue jetzt so, als würde die NSA gerade mitlesen.
Florian: Weißt du, wie das auch einfacher wird? Wenn du eher positive Sachen postest.
Miriam: Das stimmt.
Florian: Oder das, was wir im Alltag ja auch haben. Also das macht es tatsächlich einfacher. Wenn wir uns über schöne Sachen unterhalten möchten, sind diese Posts natürlich auch einfacher, weil dann macht es ja noch mehr Spaß, die zu teilen.
Miriam: Ich frage mich einfach, wenn mich jetzt jemand auf der Straße ansprechen würde auf dieses Posting, wie könnte ich dazu stehen? Also würde ich dann sagen, naja klar, das habe ich vorgestern geschrieben, weil so. Und das ist bei mir tatsächlich dann auch wahr und wahrhaftig. Ich habe vor fünf, sechs Jahren noch mehr gejaunert auf Facebook. Wenn die NSA das alles durchlesen möchte, ich bin eine Frau der vielen Worte. Die haben echt viel zu tun.
Florian: Wir haben auch einen Newsletter, den kann ich an der Stelle wirklich nur empfehlen. Das sind Halbstundenerlebnisse.
Miriam: Oh ja, unser Newsletter soll, lass dir von mir ab und zu einen Brief schicken.
Florian: Ein mehrseitigen.
Miriam: Ein kleines Büchlein, was da jedes Mal kommt. Das ist mein ganzer Stolz. Und ich mache verschiedene Themen.
Florian: Von den Inhalten ist toll, nur es ist viel Text, das stimmt.
Miriam: Und das geht dann an eine ganz spezielle Personengruppe, die Auserwählten sozusagen. Nur die bekommen den Brief von Miri. Ja, kannst du auf unserer Seite, kannst du dich kostenlos dafür anmelden. www.kontext*denken.de Für mich wichtig, die NSA könnte das alles lesen. Das ist ein super Gefühl. Bei jedem Enter, das ich drücke, nach jedem Posting, denke ich, viel Freude damit.
Florian: Ja, mindestens Facebook-Algorithmen lesen das ja, um dann die Chronik anzupassen.
Miriam: Auch das ist vielen nicht klar. Hinter Facebook steckt eine Riesenmaschine, die alles, aber auch alles, jedes Komma, das du setzt, wertet und auswertet und berücksichtigt. Ja. Punkt. Nussnix. Egal in welcher Gruppe du es postest.
Florian: Das Coole ist ja dann, die Werbung passt dann auch.
Miriam: Die Werbung passt. Facebook ist toll.
Florian: Ist auch sehr praktisch. Das ist ja der Vorteil davon, viel Geld damit.
Miriam: Ja, stimmt, damit verdienen die ihr Geld. Und wahrscheinlich nicht zu knapp.
Was Interaktion bringt: think positive und Fragen stellen
Miriam: Also was jetzt genau tun, damit eine Facebook-Seite, eine Seite wird, in der viel Interaktion stattfindet, auf der sich viele Leute wohlfühlen, bei der du, wenn es jetzt nicht nur darum geht, so eine Art privates Tagebuch zu führen, sondern auch darum geht, in einer Öffentlichkeit zu sein, vielleicht machst du das beruflich oder vielleicht planst du beruflich tolle Sachen, möchtest Facebook nutzen als Werbeplattform oder auch als Tor zur Welt. Dann ist die oberste Devise, hast du eben schon gesagt, think positive, klingt total abgedroschen.
Florian: Das stimmt. Und ist so. Also tatsächlich, eine grundpositive Lebenseinstellung hilft einfach, weil die Postings dadurch spannender werden oder witziger werden und dann ist dieses, ich kann das dann einfach posten.
Miriam: Es fällt mir auf, wie gesagt, bei mir landet viel Kram, es landen viele tolle Sachen und es landet viel Kram auf meiner Chronik. Und die Menschen, die tagtäglich posten, wie schlecht es ihnen geht und wie schlecht die Welt ist und wie fürchterlich alles ist, die bekommen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit zunächst. und dann irgendwann hat das Ding noch drei Likes und da frage ich mich dann auch, wer liked denn, wenn es einem anderen schlecht geht? Mittlerweile einfacher mit den mehr Smileys zur Auswahl. Es gibt ja immerhin jetzt auch einen heulenden Smiley. Also drei weinen dann mit.
Florian: Und die Frage ist ja auch, was möchte ich mit den Menschen um mich herum teilen oder möchte ich vielleicht auch was, was mir jetzt erstmal schwierig gefallen ist, wo ich sage, da darf ich jetzt auch mal fünf Minuten drüber nachdenken, was jetzt daran das Positive war. Trotzdem das Positive damit teilen, einfach um auch mehr davon in die Welt zu bringen.
Miriam: Oder vielleicht ganz konkret nach einer Lösung fragen.
Florian: Oder das.
Miriam: Weil das sind Postings, das habe ich gesehen, die kommen richtig gut an. Also hat einer eine Idee. So bei mir ist gerade das und das. Hat einer eine Idee. Und da sind tolle Sachen auf Facebook entstanden. Es gibt in fast allen großen deutschen Städten mittlerweile dieses Netzwerk, wo sich Leute einfach helfen. Also wo einer sagt, ich habe auf dem Sperrmüll ein Sofa gefunden, das hätte ich gern zu Hause, kann jemand schnell mit seinem Lieferwagen vorbeikommen und mir das Ding irgendwie zur Wohle fahren.
Florian: Das funktioniert. Das gab es früher einfach gar nicht.
Miriam: Gab es nicht. Die schlechte Variante davon wäre ja zu posten, so ein Mist, jetzt habe ich schon wieder einen Schatz gefunden und bekomme ihn nicht nach Hause. Punkt. Ja, das wäre, ja. Sorry, das ist das, was wir lehren.
Florian: Ja, das wäre wirklich so. Da steht jetzt ein Sofa und ich sitze drauf.
Miriam: So, da drücken dann drei Leute auf den heulenden Smiley.
Florian: Ich sitze drauf und ich weine. In der Ritterstraße 12.
Miriam: Was geil wäre, Entschuldigung, was schön wäre, wenn dann echt fünf Leute da hinfahren und sich dazusetzen und mitweinen. So, ja, also wie gesagt, es geht mir jetzt nicht darum, dass Facebook nicht auch problematische Dinge ansprechen darf. Wir haben ganz viele Menschen, die auf Facebook echt die problematischsten Dinge dieser Welt posten. Für mich ist immer die Frage, wenn du eine erfolgreiche Seite haben willst, wie tust du es? Und welches Feedback erwartest du auf dieses Posting? Ja. Und wie viel Hilfe entsteht tatsächlich? Ich habe zum Beispiel letztes Jahr eine irrsinnige Hilfe erfahren, weil uns für die Musical-Aufführung ein Darsteller kurzfristig ausgefallen war.
Florian: Ich erinnere mich.
Miriam: Wir haben tatsächlich über Facebook einen Profi gefunden, der kurzfristig eingesprungen ist. Robert, vielen Dank nochmal. Also unglaublich. Und das war über fünf Ecken. Also der wurde empfohlen über eine Freundin.
Florian: Das gibt es ja immer wieder, auch für Tiere oder für, also da ist tatsächlich die Reichweite halt super.
Miriam: Das war eben auch nicht diese Art von Posting, oh nein, alles ist schlecht, jetzt fällt auch noch der und der Darsteller aus.
Florian: Und manchmal kann man die Reichweite einfach gut nutzen, auch um schnell Menschen zu erreichen oder schnell was zu machen.
Miriam: Wie gesagt, eine Frage auf Facebook zu stellen, hat sich für mich schon immer als sehr hilfreich erwiesen und es antworten tolle Menschen mit tollen Meinungen und tollen Ideen und da ist viel Kreatives dabei. Also wer eine interaktive Seite haben möchte, kann davon ausgehen, dass Fragen stellen schon mal richtig gut ist. Also sozusagen ein fix und fertiges Ding von sich selbst.
Florian: Das macht ja automatische Interaktion.
Miriam: Gibt nur Meinung. Also wenn ich schreibe, heute ist ein schöner Tag, mir geht es gut, überall wachsen Blumen, posten vielleicht manche so einen Hund, der in die Hände klatscht oder so ein Kätzchen, das tanzt oder super viel Spaß.
Florian: Und das ist ja auch schon.
Miriam: Ist ja auch schon und es gibt keine Interaktion im Sinne von...
Florian: Also dadurch entsteht kein Dialog, kein Austausch, kein Hin und Her.
Miriam: Wohingegen, wenn ich eben was frage, und das kann ganz easy sein, das macht ein Kollege von mir bei QVC, finde ich fantastisch, kann ich selber noch lernen, der postet dann ein Foto von sich, wie er morgens total verpennt irgendwie am Frühstückstisch sitzt und fragt, Honig oder Marmelade? Und dann schreiben da hundert Leute ihre Meinung und manche schreiben tatsächlich Käse, wo ich mich fragen würde.
Florian: Käse? Jetzt echt? Das stand gar nicht zur Auswahl.
Miriam: Und Käse ist schön zweideutig an dieser Stelle. Nur dann wird es witzig. An der Stelle wird es kreativer und witziger und Fragen helfen tatsächlich, habe ich gemerkt.
Kritik, Recht haben und der Trick für Fortgeschrittene
Miriam: Dann würden ja einige sagen, gut, jetzt habe ich immer noch fürchterlich Angst, dass, wenn ich da irgendwas poste, dass dann jemand kommt und schreibt was Negatives dazu. Kritisiert mich. Zum Beispiel, das war ja auch einmal, ich glaube, da ging es um eine andere Kollegin, die gepostet hatte, welches Kleid soll ich heute Abend in der Sendung anziehen, das rote oder das blaue? Und dann schrieb tatsächlich einer... Irgendwas mit besser eine Hose anziehen, Kleid, offenes Knie ist nicht gut für Fernsehen, was weiß ich, also so ein Blödsinn halt.
Florian: Ja.
Miriam: So, wenn das jetzt das Allerschlimmste wäre bei 50 Postings, die schreiben das Rote, das Blaue, das Rote, das Rote, das Blaue, Blaue, ne? Und einer schreibt, ich mag keine Kleider, ist das dann dramatisch? Oder wie dramatisch wäre das?
Florian: Ausblenden.
Miriam: Blockieren.
Florian: Blockieren. Ignorieren.
Miriam: Ignorieren. Also was ist das Schlimmste, was passieren kann?
Florian: Oder tatsächlich in den Dialog einsteigen. Also das ist ja auch ein Angebot für Dialog. Offensichtlich, da ist ja eine Energie da oder ein Wunsch zum Austausch irgendwie da. Ist vielleicht jetzt nicht so formuliert, dass wir sagen würden, ist schon ein Kompliment. Ist auf dem Weg zum Kompliment.
Miriam: Ist auf dem Weg zum Kompliment zu werden.
Florian: Wir haben da so ein Podcast über Komplimente. Embryo-Kompliment. Ist gar nicht so lange her. Wird noch. Es hat sich immer Zeit genommen.
Miriam: Ja, da sind wir jetzt wieder bei die positive Seite daran sehen. Da sind wir mittlerweile, glaube ich, auf dem Weg zur Deutschlandmeisterschaft.
Florian: Ich bin da total überrascht bei dir. Manchmal reagierst du auf solche, also wenn irgendwie was kommt, was sich erstmal schief anhört, da reagierst du dann super positiv drauf und dann stellt sich raus, das war überhaupt nicht so gemeint. Also es war ganz anders gedacht.
Miriam: Ich habe gelernt und da sind wir jetzt bei meinen Erfahrungen und ich weiß nicht, was die Facebook-Experten da draußen dazu sagen. Ich habe zwei Dinge gelernt. Das eine ist echt für fortgeschritten und ich weiß nicht, ob wir es jetzt bringen sollten. Nein. Ich überlege es mir nochmal. Das andere ist, was ich schon mal gemerkt habe, es nutzt nichts, dagegen zu feuern. Also ich habe es gemacht.
Florian: Das führt zu länglichen Diskussionen, oder?
Miriam: Es führt zu einem Schusswechsel, ganz einfach. Es ist so. Weil wenn ich dann irgendwas dagegen schreibe, kommt 100% der nächste Argument.
Florian: So und dann gibt es natürlich den großen Trick. Dann gibt es den großen Trick.
Miriam: Das ist jetzt eben für die Fortgeschrittenen. Meine Grundeinstellung ist an der Stelle, dass jeder da draußen Recht hat.
Florian: Für sich.
Miriam: Für sich. Nicht aus meiner Sicht.
Florian: Und dass da eben eine positive Intention dahinter steckt. Was auch immer.
Miriam: Da fällt mir sogar jetzt und heute noch ab und zu schwer. Bei mir kommt es echt selten vor, dass einer mal richtig mit der Schippe draufkloppt. Also es kommt wirklich selten vor. Die meisten Einträge, die ich auf meiner Facebook-Seite habe, sind so großartig.
Florian: Und jedes Mal, wenn du darauf reagiert hast, so was ich mitbekommen habe, stellte sich heraus, dass die Intention tatsächlich eine gute war und dass es um was ganz anderes ging. Also es war gar nicht so, wie sie es vielleicht erst mal gelesen hat. Das ist ja auch echt eine Herausforderung mit schriftlicher Text und wir tauschen uns nur über so ein paar Zeichen auf der Tastatur aus und sehen uns nicht gegenüber und können uns nicht in die Augen schauen und sehen, ob jemand was ironisch meint oder...
Miriam: Ja, und jeder wertet aus seiner momentanen Situation heraus. Das heißt, mit einem für mich total harmlosen Posting kann es ja sein, dass ich jemanden erwische, ohne dass ich auch nur im Entferntesten darüber nachgedacht hätte, dass da jetzt da draußen einer sitzt, der genau damit schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat oder der da einen wunden Punkt hat. Großes Beispiel, letzte Weihnachten. Wir haben unseren liebevollsten, unseren Weihnachtspodcast aufgenommen, der ist lustig, da ist Musik dabei, wir hatten Spaß daran und die Werbung, in Anführungszeichen, also die Ankündigung für unseren neuen Podcast kommt ja immer in der Nacht von Montag auf Dienstag, weil der...
Florian: Ah, da ist irgendwas passiert gewesen.
Miriam: Und da war irgendein Terroranschlag draußen oder sowas und ich habe es nicht mitbekommen und poste dieses Ding. Also, ich stehe ja auch dazu, ich schaue keine Nachrichten.
Florian: Genau, und da gibt es halt zwei Seiten, dann gibt es die Seite, sowas passt nicht.
Miriam: Also einige schrieben, vielen Dank, dass bei dir alles okay ist und dass wir uns jetzt auf deiner Seite quasi so ein bisschen erholen dürfen. Und ein paar haben sich auch richtig aufgeregt und geschrieben, wie kannst du nur. Und es war, also der Post ist auch da, also kannst du gerne gucken, wenn es dich interessiert. Ich habe das total verstanden, dass die Leute sich darüber aufgeregt haben. Deswegen in meiner Welt haben die Recht. Und es war teils sehr beleidigend, was die geschrieben haben, so hätte ich es früher betrachtet. Nur sie haben in ihrer Welt haben die Recht. Und deswegen gebe ich denen dann auch recht. Nicht, weil ich das so sehe. Ich würde mich auch gerade dann freuen, wenn einer was Nettes postet. Oder dass ich mir zwischendurch was Lustiges anhören darf. Oder was Schönes. Oder was Gewinnbringendes. Wie auch immer. Also auf jeden Fall ist es scheinbar die Frage, die sich immer noch stellt, um etwas zu tun auf Facebook. Wenn ich mich ständig fragen würde, wenn ich das jetzt poste, wenn ich das jetzt poste, wenn ich das jetzt poste, trete ich irgendeinem auf den Schlips? Nein. Das mache ich nach wie vor. Meine Grundintention ist eine gute.
Florian: Und dann schaltet es aus dem Facebook-Wald auch so zurück.
Miriam: In den meisten Fällen ja. Also ich habe viel Spaß an Facebook. Mir macht es wirklich eine Riesenfreude, dort Meinungen einzusammeln.
Experimentieren, persönlich werden — und Krönchen wieder aufsetzen
Florian: Unser zweiter Podcast, ich habe vorhin nachgeschaut, hieß Tarnkappe ab. Und das ist tatsächlich das Thema. Ja. Also gerade wenn, du hast es vorhin so nebenbei erwähnt, dass vielleicht jetzt der ein oder die andere Hörerin da draußen vielleicht sein eigenes Geschäft promoten möchte oder sich selbst mehr zeigen möchte. Und dann darf ich das natürlich üben.
Miriam: Ich finde auch dafür ist Facebook toll.
Florian: Ja.
Miriam: Ja, mach Experimente.
Florian: Oh, es haben sich auch Leute auf deiner Facebook-Seite gewünscht, dass wir was zum Thema Verkaufen machen, ne?
Miriam: Ja, das stimmt.
Florian: Leser und Leserinnen, Hörerinnen.
Miriam: Ja, werden wir auch aufgreifen. Wir haben tolle Themenvorschläge bis jetzt schon. Ich sammle noch, der Post ist auf meiner Seite, also klick einfach hin und schreib.
Florian: Einer der nächsten wird also irgendwie was mit dem Verkaufen zu tun haben.
Miriam: Ja, der hat sogar einen sehr reißerischen Titel. Ich bin gespannt, was da kommt.
Florian: Und dann ist es natürlich super, wenn ich auf meiner Seite mein Tagebuch habe oder mehr von mir zeige. Also, Podcast Nummer 2, Tarnkappe ab!
Miriam: Ist sehr schön, zum Nachhören jetzt. Die gibt es schon, also da kannst du einfach mal reinhören. Ich finde es mega, auf Facebook eben auch einfach mal ein Experiment machen zu dürfen. Und es ist mir am Ende des Tages gar nicht so wichtig, ob dieser Beitrag jetzt 500 Likes hat oder 20, sondern für mich ist es viel wichtiger... Welche Interaktion ist entstanden? Wie viele Nachrichten habe ich bekommen? Was fragen die Leute an der Stelle? Wo geht das Interesse hin? Es ist eine öffentliche Seite, die ich habe.
Florian: Und wie einfach in Kontakt zu kommen mit Menschen am anderen Ende der Welt.
Miriam: Mega.
Florian: Voll gut.
Miriam: Also dafür ist Facebook wirklich eine tolle, tolle Plattform nach wie vor. Und es ist kostenlos. Und es bietet einen riesigen Mehrwert. und alles, was ansonsten so über Facebook gesagt wird. Ich weiß ja immer mal irgendwelche Wellen von lustigen Hackern oder so. Ich entspann mich da deshalb rein, weil eben meine Seite dahingehend sauber ist. Also die können gerne alles lesen. Viel Spaß!
Florian: Das ist nur sehr viel.
Miriam: Bis die beim heutigen Tag angekommen sind, bin ich schon wieder drei Jahre weiter.
Florian: Also das ist einfach viel zu viel.
Miriam: Nein, alles gut. Und deswegen die Aufforderung an der Stelle, wenn du eine Seite haben möchtest, jetzt aus unserer langjährigen Erfahrung heraus. Die Interaktion bringt und die auch immer neue Leute generiert, dann sei entspannt. Es ist nur Facebook. Es geht nicht um die Rettung der Welt oder um eine Herzklappen-Operation.
Florian: Bei einem meiner Kunden gibt es unten im Haus einen Bäcker und der postet sein Mittagsmenü immer per Foto auf Facebook. Oder der Burger-Truck, der da rumfährt, auch per Facebook. Super toll.
Miriam: Wahnsinnig gut. Auf Facebook kann ich mittlerweile einen eigenen Fernsehsender haben. Wird nochmal ein eigenes Thema. Durch das Livestreaming gibt es da jetzt wirklich MiriTV. Ich mache das im Moment noch Guerilla-mäßig und irgendwann wird es ein Fernsehprogramm geben da.
Florian: 100 Prozent. Ich finde das so mega. Wenn es Montagabend um 8 ist. Beauty Night.
Miriam: Da geht es nicht.
Florian: Dienstagabend um 8.
Miriam: Eventuell. Eventuell.
Florian: Eventuell.
Miriam: Also Facebook ist entspannt zu handeln. Wenn du gerne Interaktion haben möchtest, dann darfst du persönlich werden. Das die Erfahrung habe ich gemacht.
Florian: Und Fragen stellen und öffnen.
Miriam: Das ist ein echter Tipp jetzt aus meiner Trickkiste. Stell Fragen, sei persönlich. Ich habe auch gemerkt, dass Postings mit Fotos, die nicht von irgendwoher aus dem Internet sind, sondern von mir, Die sind besser. Ich habe auch gemerkt, dass wenn ich was poste von YouTube oder irgendein Video, dann darf das richtig witzig sein, sonst geht das gerade durch. Also das interessiert sonst echt keinen. Abwechslungsreich ist schön.
Florian: Du hast so viele Facetten im Leben und dann ist es ja auch schön, die alle zu zeigen.
Miriam: Und ich finde es spannend, wenn jemand zum Beispiel eine Seite hat, auf der er seine Stricksachen zeigt, sein selbstgebasteltes oder dazwischen ab und zu mal ein Gedicht, so eine Blümchenseite, also wo es echt nicht jetzt um das Weltgeschehen geht oder um, das sind für mich so Facebook-Oasen. Es gibt so schöne Facebook-Seiten, Leute, die da ihre besten Rezepte oder die Rezepte von der Oma vorkochen oder fast wie bei YouTube. Ganz wunderbar. Ich mag das. Ich finde das wunderschön und dafür ist in meiner Welt auch Facebook da. Und wenn du wirklich Spaß mit Facebook haben willst, dann hab auch Spaß da, was zu schreiben.
Florian: Das stimmt. Tarnkappe ab und los geht's.
Miriam: Tarnkappe ab ist der Podcast, den wir hier noch empfehlen. Genau. Und dann noch ein kleiner Tipp am Schluss. Wenn bei Facebook mal irgendwas so gelaufen ist, wie du es nicht erwartet hättest, das ist ja all about Feedback. Also wenn da jetzt, sagen wir mal, ein Feedback kam, wo du dachtest, naja, es ist jetzt mehr als einer.
Florian: Wow, auf den Eintrag haben 10.000 Menschen reagiert.
Miriam: Dann würde der alte Spruch von unserem fantastischen Trainer John Lawall wieder hier Platz finden. Wenn du einen Fehler machst, mach ihn einfach nur einmal. Dann ist schon gut, weil dann haben wir was daraus gelernt.
Florian: Auslernen und weiter geht's.
Miriam: Und aus, genau. Oder wie meine süße Tante Ciri immer sagt, Krönchen wieder aufsetzen, weiterlaufen.
Florian: Ja. Passt schon.
Miriam: So, wir wünschen uns ganz viele Fragen zu diesem Podcast oder ganz viel Lob. Das wäre auch schön, weil wir uns ja doch mal auch für uns auch eher ungewohntem Gebiet bewegen.
Florian: Ja, gewohnt und ungewohnt.
Miriam: Gewohnt und ungewohnt, ja. Also zu tun, Facebook gewohnt.
Florian: Wenn euch Social Media Marketing mehr interessiert, habe ich auch noch ein paar tolle Ressourcen dafür. Da dürft ihr mir einfach eher nicht mehr schreiben. Ah, prima. Eher Englisch.
Miriam: Hi.
Florian: Ja, ja.
Miriam: Wenn ihr mehr von uns wissen möchtet, dann besucht gerne unsere Workshops und Seminare. Dort bringen wir euch Kommunikation bei.
Florian: La Kommunikation.
Miriam: La Kommunikación Profesional. Unter www.kontext*denken.de Erreichbar sind wir unter miriam.at und florian.at kontext*denken.de und ihr findet uns auf Facebook zum Bleistift. Ganz persönlich und in Farbe und wir beantworten alles, was da an Privatnachrichten oder öffentlichen Postings drauf fliegt.
Florian: Kommt.
Miriam: Vielen Dank fürs Zuhören.
Florian: Eine wunderschöne Woche wünschen wir dir.
Miriam: Das nächste Mal geht es um Verkaufen.
Florian: Vielleicht. Wer weiß.
Miriam: Tschüss.
Florian: Ciao.