NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 54

Ein bisschen Betrug ist doch okay!

In Zeiten von geschönten Statistiken, aufgespritzen Stirnpatien und gekauften Followern bei YouTube oder facebook nimmt's doch eh keiner mehr so genau.

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In dieser Folge

Darum geht es

Uiuiui - Ihr Lieben - in diesem Podcast geht's ab. Miriam bekam ein Angebot, sich YouTube Views auf die Beziehungskiste zu kaufen und Florian ist sauer. Es gibt noch Moral! Oder ist das alles in Wahrheit eh schon salonfähig und gar nicht der Rede wert? Wie viel Betrug im Alltag willst Du ertragen und wo steckst Du selbst schon mittendrin - im allgemeinen "Verschönerungswahnsinn"? Denn Florian fragt zurecht: Wo ist der Unterschied zwischen geschönten Statistiken, geschönten Gesichtern und geschönten Beiträgen auf Instagram und LinkedIn? Und bis wohin ist es erlaubt und ab wo beginnt eine illegale Verzerrung? Und was sagt das über unsere Gesellschaft und die sozialen Netzwerke aus? Ein Podcast mit ganz schön Dampf und mit einem spannenden Thema. Viel Spaß beim Lauschen.

Konkret geht es um gekaufte Klicks, Views, Likes und Subscriber auf YouTube, Facebook, Instagram, LinkedIn und Xing – und um die Frage, warum Florian das Angebot zum Views-Kaufen für ihre Beziehungskiste sofort abgelehnt hat. Miriam erzählt außerdem, wie sie einen manipulierten Fall in der pränatalen Diagnostik selbst recherchiert hat, über den später Deutschlandfunk, WDR und ZDF berichteten. Dazu Botox, Schönheits-OPs und der Druck in der Fernsehbranche – und wie "fake it till you make it" beim Selbstwert hilft, wo aber der Selbstbetrug anfängt. Am Ende die einfache Antwort auf die Titelfrage: Wenn ich es als Betrug empfinde, mache ich es nicht.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein Angebot über gekaufte Klicks – und ein klares Nein
  2. Botox, Schönheits-OPs und der Verschönerungswahnsinn
  3. Geschönte Statistiken und gekaufte Likes: Wenn das System kippt
  4. Ehrlich zu dir selbst: fake it till you make it – und wo Selbstbetrug endet
  5. Ist ein bisschen Betrug okay? Das Fazit – und was ansteht

Ein Angebot flattert rein: Klicks, Views, Likes – einfach dazukaufen, damit die Zahlen besser aussehen. Miriam war erst baff, dass es das überhaupt gibt. Florian hat sofort nein gesagt. Und daraus wird ein Streitgespräch darüber, wo geschönte Statistiken, geschönte Gesichter und geschönte Instagram-Feeds eigentlich anfangen – und ab wann du dich selbst dabei belügst.

Ein Angebot über gekaufte Klicks – und ein klares Nein

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Heute wird ein kompliziertes Thema.

Florian: Bei uns ins Haus ist ja unten jetzt jemand eingezogen, die sich auf professionelle Betrügerei spezialisiert hat.

Miriam: Florian, lass uns doch erstmal das Thema vorstellen, bevor du losballerst. Ich finde, unsere Hörer haben es zumindest verdient, dass wir ihnen ordentlich Hallo sagen. Jetzt darfst du.

Florian: Hallo.

Miriam: Hallo da draußen. Florian ist voller Energie, der sitzt mir gegenüber und bebt sozusagen.

Florian: Das stimmt. Heute habe ich das Thema schon gehört, bevor es losging. Da habe ich eine Meinung zu.

Miriam: Das kann ich dir aber sagen. Deswegen, das wird, also wir polarisieren uns jetzt schon.

Florian: Die professionelle Betrügerin ist unten bei uns ins Haus eingezogen.

Miriam: Das ist keine Betrügerin. Was denn? Das, was sie macht, hat nichts mit Betrug zu tun. Klaro. Die hat eine Dienstleistung, die Leute kommen, holen sie es ab, bezahlen dafür. Das ist nicht Betrug, das ist fein. Okay, also es gibt für dich offensichtlich einen Unterschied zwischen was verkaufen Menschen, was verkaufen Menschen.

Florian: Was verkaufen Menschen, genau. Genau. Das ist kein ehrliches Gewerbe, so wie ein Eishändler, wo sich alle freuen.

Miriam: Vielleicht möchtest du ja, und auch nicht wirklich, weil Eis kann ganz schön dick machen. Und dann ist der Eishändler, der Eis verkauft, ganz schön unverantwortlich. Wenn er weiß, es ist viel Zucker, das ist schädlich für die Zähne, das macht die Menschen dick, die Kinder auch.

Florian: Das sieht man dann wenigstens.

Miriam: Achso, da ist ein Unterschied, das siehst du nicht unmittelbar.

Florian: Was ist denn das Thema heute, Miriam?

Miriam: Das Thema heute ist, so ein kleines bisschen Betrug schadet doch nicht.

Florian: Als ob man Betrug abschwächen könnte, als ob man ein Gramm Betrug haben könnte und 99 Gramm Ehrlichkeit.

Miriam: Das Thema haben mir bereits zwei Internet-User zugespielt und zwar auf sehr spannende Weise, gar nicht mal als Podcast-Wunsch, sondern der eine, weil er professionell Hilfe anbietet für Menschen wie uns, die einen Podcast haben und einen Blog. Und es ist ein Mensch, der sagt, ich kann euch Klicks verkaufen.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Für eure Podcasts.

Florian: Kann ich auch in China kaufen. Weiß ich, wo man die kauft.

Miriam: Und vermutlich wäre es günstiger als bei diesem Menschen. Und ein anderer hat gesagt, hat mich gefragt, warum wir das nicht machen. Ja, da ging es nämlich um einen Firmenauftrag und er meinte, die Podcasts sind genial, wenn er diese Firmenbeauftragten auf unseren Podcast lenkt bei YouTube und da sind nicht so viele Klicks drauf, dann sieht das nicht so gut aus.

Florian: Was sind denn viele Klicks? Views. Ja, was sind denn viele Views?

Miriam: Viele Views scheinen so ab 10.000 oder sowas loszugehen, ich weiß es nicht.

Florian: Ja, da haben wir echt noch wenig Views.

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: Ich glaube, wir haben jetzt, Maximum sind irgendwie um die 2.000 bei dem einen oder anderen Video.

Miriam: Lieber Hörer, du kannst was dafür tun, dass wir diesen Job bekommen. Und ich habe gesagt, das mache ich nicht. Und ich bin zu dir hingekommen und habe... Gott sei Dank hast du schon vorher gesagt, dass du abgelehnt hast. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht abgelehnt, weil... Weil er meinte, das machen doch alle.

Botox, Schönheits-OPs und der Verschönerungswahnsinn

Florian: Also bei uns unten im Haus, die Dame ist wirklich nett, die jetzt hier eingezogen ist.

Miriam: Ja.

Florian: Nur überspitzt formuliert hat sie sich aufs professionelle Betrügen spezialisiert.

Miriam: Ich würde das anders sehen.

Florian: Weil bei uns vorm Haus, und das ist das Witzige, da stehen jetzt lauter Porsche, große BMWs, da kommt die Düsseldorfer Elite, kommt hierher, um sich hübsch spritzen zu lassen.

Miriam: Das ist was, da könnte Florian sich stundenlang drüber aufregen, wenn er nicht wüsste, wie es ändern muss.

Florian: Also was ganz toll ist, ich kann mich immer auf den Balkon setzen und kann mir einen Porsche anschauen.

Miriam: Ja, das stimmt. Also hat es doch Vorteile.

Florian: Das hat definitiv Vorteile. Nur ich verstehe nicht, wieso wollen diese Frauen, sehen danach nicht wirklich jünger aus. Die sehen nur alle gleich aus. Die haben dann Katzenaugen und... Ja, okay, ihr Gesicht sieht irgendwie glatt aus, stimmt, nur an den Händen und am Dekolleté und an den Ohrläppchen und an, das ist doch überall noch zu sehen.

Miriam: Also, das ist deine Meinung.

Florian: Das stimmt, das ist meine Meinung und es gibt auch da eine deine.

Miriam: Ich habe, als wir das Thema festgeschrieben haben für diesen Podcast, habe ich gewusst, das wird polarisieren, das wird abgehen. Du darfst hier alles drunter schreiben, was dir dazu einfällt.

Florian: Und Schönheits-OPs, wenn die dafür da sind, dass jemand kosmetisch, also dass es irgendwie jemand einen Unfall hatte oder es irgendwie was gab, wo man gesagt hat, da ist jetzt eine Narbe, weil was weiß ich was. Und die wird dann weggemacht. Wunderbar, voll schön. Nur, dass jetzt alle irgendwie gleich aussehen sollen und wir sehen das in der Düsseldorfer Schikaria, die sehen wirklich alle gleich aus. Da gibt es irgendwie ein Schönheitsideal und inzwischen dürfen sich sogar alle noch daran orientieren. Wir haben wunderschöne Models kennengelernt aus Miriams Bekanntenkreis, die sich dann noch irgendwas operieren lassen, weil die dann, weiß ich nicht.

Miriam: Florian.

Florian: Weil die durch das gleiche Sandförmchen durchpassen dann alle.

Miriam: Florian. Wenn Menschen sich dann besser fühlen, dann ist es für mich was anderes. Das hat für mich eine andere Note.

Florian: Ich glaube nicht, dass die erste Person, die das gemacht hat, sich tatsächlich besser gefühlt hat. Und ich glaube auch nicht, dass die Leute sich besser, also die machen das nicht aus einem Besserfühlen heraus. Das glaube ich nicht. Das ist eine Weg von Motivation. Das ist ein Weg von dem Alter.

Miriam: Das darfst du jetzt erklären, was weg von heißt.

Florian: Die möchten nicht mehr so alt aussehen. Das ist das Thema. Die wollen nicht alle gleich aussehen, sondern die wollen alle nicht alt aussehen. Das ist meine These. Das ist das, was ich rausgehört habe, wenn ich mich bisher mit denen unterhalten habe. Ich lasse mich gerne überzeugen von jemand anderem.

Miriam: Und schau, wie lustig. Du bist mit einer Frau zusammen, die einmal in der Woche ein zweistündiges Format moderiert, wo es darum geht.

Florian: Ja, stimmt.

Miriam: Dass Menschen sich jünger cremen, pflegen, niedeln, mit Elektrostrom behandeln, wo ist die Grenze? Also wo ist die Schallgrenze? Das ist, wenn es was gibt.

Florian: Das ist sehr wahr. Am liebsten mag ich Miriam, so wie wir waren jetzt, wir waren gerade im Urlaub und Miri war ungeschminkt für ein paar Tage und ich finde es wunderschön. Ich mag das total gerne.

Miriam: Ja, das stimmt und es freut mich total und es ist ein riesen Kompliment für mich. Und wenn ich irgendwas im Spiegel an mir feststellen kann... Und ich mag dich auch total gerne, wenn du aufgebretzelt bist.

Florian: Siehste.

Miriam: So, da ist es doch die Stelle. Ja, du kannst es machen.

Florian: Ich finde bei den Cremes und bei vielen von den anderen Sachen, da gibt es irgendwie, da möchten Menschen... Da möchten Menschen schöner wieder sein. Ich glaube, vielleicht ist da auch viel weg von Motivation dabei. Also viel weg von alt werden oder weg von Falten bekommen oder was auch immer. So schön ist das.

Miriam: Ich finde, es gibt mehrere Ansätze dafür und da mag ich sehr gerne auch meine Beauty-Expertin Marianne Halkur, die mit ihren über 60 Jahren nicht invasiv behandelt ist, nur wirklich viel dafür tut, dass sie so aussieht, wie sie aussieht. Also sie treibt viel Sport, sie ist viel draußen unterwegs, sie ernährt sich sehr bewusst, sie lacht ganz viel, sie hält sich positiv, sie hat ein unglaubliches Charisma, sie umgibt sich mit fantastischen Menschen und sie cremt und schmirgelt und macht. Wir können auch Schleifen dazu sagen. Wird die oberste Hornhautschicht abgetragen, darf man einen Tag nicht in die Sonne und die Haut ist ganz rot und da kommt dann ganz viel Hyaluronsäure drauf und das soll dann ganz viel Effekt bringen und es war auch so. Wir haben uns gesehen und du hast gesagt, wow.

Florian: Ja, eine coole Sache hast du ja jetzt auch ganz frisch entdeckt.

Miriam: Ja, das stimmt. So, also ist das dann Betrug, wenn ich mir so ein Pflasterchen auf die Stirn klebe, was die Hautwehr durchblutscht wieder und wo dann sich Falten deutlich verringern? Da sind wir an der Stelle. Da sind wir an der Stelle. So ein kleines bisschen Betrug ist doch in Ordnung.

Florian: Nee, finde ich nicht. Ich würde auch das Creme weglassen.

Miriam: Du würdest das Creme weglassen? Aua!

Florian: Ich würde diese Cremes, die wirklich darauf ausgelegt sind, dass es jetzt hier Hightech-Schummelung, würde ich auch sagen, so eine Feuchtigkeitscreme für den Abend, wenn man viel draußen war. Ja, super. Bin ich voll dabei.

Miriam: Ich weiß genau, dass ganz viele Frauen da draußen jetzt sagen, die Arme.

Florian: Dazu darf man wissen, dass wir hier in der Wohnung ungefähr so viel Kosmetik haben, wie 30 Frauen normalerweise in 5 Jahren verbrauchen. Ja, das stimmt. Also, ich bin sehr tolerant.

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: und sehr verliebt.

Miriam: Das ist auch schön. Und ich mag es für mich und für dich gut auszusehen. Ja, das ist ja auch schön. Gut, also wo ist sozusagen die Schallgrenze? Es gibt Menschen, wenn wir vielleicht nochmal, also wenn du sagst, da fängt Betrug schon an, ja, an dieser Stelle.

Florian: Ich glaube, das, was mich ärgert, ist, dass es sich so hochschaukelt. Da fangen Menschen an, eine Creme zu benutzen und sehen dadurch ein bisschen jünger aus und dann schippen die Nächsten einen drauf und machen Botox. Und dann schippen die Nächsten einen drauf und machen, was ist denn die nächste Stufe?

Miriam: Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

Florian: Exakt, genau das meinte ich. Und dann schippen die Nächsten einen drauf und sagen, was weiß ich was. Ich lasse mir einen neuen Körper transplantieren. Ja, es gibt Menschen, die aussehen möchten wie Barbie oder wie... Wir kennen uns. Sich komplett umoperieren lassen dafür.

Miriam: Gut, und wenn das deren Wunsch und Wille ist?

Florian: Dann dürfen sie das. Sie sind ja hier auf dem Planeten, um zu spielen. Brauche ich trotzdem nicht schön finden. Und wenn die sagen, sie möchten wie Barbie aussehen, ja fair enough. Nur gerade in der Fernsehbranche, soweit ich das mitbekomme, ist ja zum Teil plastische Chirurgie bzw. Botox schon fast ein Einstiegskriterium, um irgendwie einen Job zu bekommen. Bei den Models klang das so für mich.

Miriam: Na, also nein.

Florian: Es gibt die und die.

Miriam: Das ist ganz un...

Florian: Wie viele Moderatorinnen im Fernsehen über 40 gibt es denn überhaupt? Und wie viele von denen sind dann nicht behandelt?

Miriam: Ich kenne die Statistiken nicht. Und jetzt hör mal auf, so auf Krawall gebürstet zu sein. Das hier ist ein friedvoller Podcast.

Florian: Nein, ist er heute nicht. Wir haben heute ein disruptives Thema.

Miriam: Ein disruptives Thema, ey.

Geschönte Statistiken und gekaufte Likes: Wenn das System kippt

Florian: Gut, wir können auch auf diese Facebook, da habe ich noch mehr. Also da habe ich richtig Brass drauf.

Miriam: Naja, das geht ja bei den großen Firmen schon los, die irgendwelche Zahlen schönen oder Statistiken. Und da ist es ja dann nicht Betrug in Anführungszeichen, sondern es ist eine Auslegungssache.

Florian: Ja, brauch keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Miriam: Also es gibt ja diese Studien, das war ja damals ein Skandal mit diesem Cholesterin-Medikament da zum Beispiel. Oder ich habe das selbst mal aufgedeckt, so ein Fall. Als ich damals in diese pränatale Diagnostikgerätmaschine und mich damit nicht abfinden wollte und vor allen Dingen das Kind nicht abtreiben wollte, habe ich angefangen, da zu recherchieren, worauf die Daten basieren, die bei mir diese oder bei dem Kind, das ich im Leibe trug, diese Prognose hervorgerufen haben.

Florian: Ja, die machen halt einfach Statistik.

Miriam: Ja, es war skandalös. Darüber haben der Deutschlandfunk, der WDR und das ZDF berichtet unterdessen. Also es ist schon, finde ich, sehr einfach geworden und fast so ein bisschen wie so ein, wie sagt man dazu oder wie sagen Menschen dazu, wenn das so, weißt du, wenn das so hingeht? Nee, nicht hip, sondern so, es gibt so halb illegale Sachen, die so akzeptiert werden einfach.

Florian: Und da wäre doch so ein wenig bürgerliches Engagement und Rebellion und Demonstration dagegen eigentlich gut.

Miriam: Ja, und andere würden sagen, Korinthen-Kackerei.

Florian: Ja, das stimmt.

Miriam: Oder du steckst deine Nase in Sachen, die erstens dich nichts angehen und zweitens die die Welt nicht verändern. Tja. Also wo soll es hingehen? Was ist die Idee dahinter? So ein bisschen bescheißen?

Florian: Also bei den Statistiken für Podcasts und Facebook und YouTube, da haben wir uns ja tatsächlich wirklich damit auseinandergesetzt, was kostet es, was bringt es. Ich verstehe nicht, was es bringen soll, weil es zieht uns auch die Datenbasis weg. Wir haben dann auch echt keine Ahnung, welche Videos kommen gut an und wann schaust du zu und wie viel von so einem Video möchtest du als Zuschauer dann tatsächlich sehen? Das kriegen wir dann alles nicht mehr raus, wenn wir anfangen, da Sachen zu schönen. Das ist voll schade, da würde ich sagen, ey, so ein Quatsch, bitte lass uns doch einfach, wie heißt das, organisch wachsen.

Miriam: Tatsächlich ist es wohl so, und das hat mich schon so ein bisschen schockiert. Vielleicht bin ich auch naiv an der Stelle, keine Ahnung. Nur tatsächlich ist es wohl so, dass ich auf allen sozialen Plattformen, auf allen, egal ob Facebook, YouTube, Instagram, LinkedIn, Xing, kann ich Klicks, Views, Likes kaufen. Ich wusste das nicht. Ich wusste nicht, dass das geht. Das hat für mich sozusagen den Blick auf Erfolgreiche.

Florian: Da gibt es so wunderschöne Fotos von Menschen in Ländern, wo die Löhne nicht so hoch sind, wo so eine Person steht vor so einer Wand, wo lauter Handys drauf sind und macht den ganzen Tag nichts anderes als auf Like klicken auf den verschiedenen Bildschirmen.

Miriam: Wow.

Florian: Ja, weil mit Algorithmen ist es schon schwierig geworden.

Miriam: Das heißt, die Sache generiert Jobs.

Florian: Die Sache generiert definitiv Jobs, ja. Nur ich weiß halt nicht mehr. Dieses ganze System basiert ja darauf, dass ich Sachen cool finde, die meine Freunde oder meine Kollegen cool finden. Also dass es ein Indikator dafür ist, dass mir das auch gefallen könnte, wenn jemand aus meinem Freundeskreis sagt, ja, ich hab das gemacht. Ich finde das ein schönes Foto oder das ist ein schönes Video. So, wenn jetzt jemand von der Seite reinkommt und sagt... Ich kann dir da 150.000 Klicks drauf besorgen. Das zerstört ja auch irgendwie das ganze System. Unsere Almende geht kaputt.

Miriam: Oh, was ist eine Almende?

Florian: Unser Gemeingut geht quasi kaputt, weil das ist ja was, also ich verteile meine Aufmerksamkeit gerade bei Facebook oder bei YouTube ja auf Videos, die gute Bewertungen haben, die irgendwie Daumen hoch haben oder die viele Leute geschaut haben, weil ich denke, hey, vielleicht ist interessant. Es hat vielen anderen Leuten anscheinend gefallen. Und wenn da jemand Schmuh mittreibt, dann geht der an Sachen ran, wo ich sage, ey, dann funktioniert unser System nicht mehr so, wie ich das gerne hätte. Ich glaube, deswegen nervt mich das auch so. Weil dann kann ich nicht mehr darauf vertrauen, wenn jemand... Oder bist du vielleicht ein bisschen neidisch, weil die anderen schon... Ich würde mich auch... Ich freue mich total, wenn jemand sagt, er hat 50.000 Downloads auf dem Podcast oder wenn diese großen YouTube-Vlogger Millionen Klicks haben. Ich finde das super. Ich finde das super interessant. Meistens finde ich die Videos irgendwie nicht so interessant. Nur ich habe das tatsächlich auch schon angeschaut. Also jetzt hier ein paar YouTuber durften ein Interview machen mit Frau Merkel.

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: Zur Wahl hin. Ich finde es toll, dass die neuen Medien da so reinziehen und dass wir ganz andere Plattformen haben als früher und dass es da so viele Klicks gibt und dass jeder jetzt die Chance hat, hier zu influenzen oder eben seinen eigenen Kanal aufzumachen. Und wir machen unsere Beziehungskiste auf YouTube und jemand anders macht vielleicht sein, keine Ahnung, Eisenbahn-TV oder... Was weiß ich was? Golfball-Sammlungen im Fernsehen. Ja, es gibt ganz großartige Videos da draußen. Da freue ich mich wirklich. Ich bin manchmal erstaunt, wie viele Leute sich für manche Themen interessieren.

Miriam: Und ist es dann nicht wieder egal? Also wenn ich rein aus dem Inhalt heraus beurteile, wenn ich sage, ich suche mir bei YouTube die Videos raus.

Florian: Naja, nur YouTube schiebt ja die nach oben und Facebook schiebt die nach oben, die viele Likes haben oder viele Interaktionen haben.

Miriam: Nach oben heißt es, es wird für mich sichtbarer oder ich werde darauf aufmerksam gemacht.

Florian: Es wird sichtbarer in der Suche, es taucht öfter auf im Facebook-Stream und da finde ich dann zum Beispiel Werbung schalten schon viel transparenter.

Miriam: Okay.

Florian: Das ist ja so, wie ganze Seiten geschrieben werden, nur um bei Google auf den, bei bestimmten Stichworten in der Google-Suche weit oben zu landen.

Miriam: Na gut, ist das auch Betrug? Nö, das ist einfach nur das Nutzen.

Florian: und ich mache mir 50 Domains auf und verlinke die alle gegenseitig miteinander dafür, dass wenn jemand nach Golfballwaschmaschine sucht, dass meine Golfballwaschmaschine auf dem ersten Platz landet. Wo ist denn das Nichtbetrug? Das ist schon in den Google-Statuten irgendwo dann nicht mehr ganz koscher. Und ich optimiere halt auf den Algorithmus hin. Tun wir ja auch auf unserer Webseite. Also ich setze auch die Keywords so, dass wir gefunden werden oder wir machen uns auch Gedanken darüber, weil wir möchten ja gefunden werden. Nur wenn jemand, keine Ahnung, 15.000, 20.000, 150.000 Euro in die Hand nimmt, kann er beliebig in den Statistiken da rumfälschen.

Miriam: Ja, es ist doch ein bisschen neidisch, wenn wir 150.000 Euro für Werbung hätten.

Florian: Ich finde es halt schade, dass das so ein Hurusten ist.

Miriam: Na ja gut, Werbung hat schon immer so funktioniert. Also bei Werbung waren schon immer die, die viel Geld investieren konnten, die konnten auch immer viele Fernsehspots laufen lassen, große Plakatwände beziehen, überall internationale Kampagnen machen und kleinere Unternehmen, die nicht so einen riesen Werbe-Kontingent hatten, konnten sich nur über andere Wege bemerkbar machen. Ist es nicht eine Aufforderung, dann wieder noch kreativer zu sein? Also andere Wege zu finden?

Florian: Wenn es dazu führt, voll gut.

Miriam: Ja, ne? Ja. oder vielleicht ist es demnächst auch, wenn sozusagen alle Frauen gleich aussehen auf diesem Planeten, kommen dann die vier, fünf, die anders aussehen, vielleicht groß raus. Wer weiß? Also es gibt ja dann immer so komische Umkehrschwünge an solchen Stellen. Also ja, immer wenn so ein Trend die Masse ergreift und dann plötzlich alle das haben und es dadurch auch viel transparenter und erkennbarer wird,

Florian: Dann wird es plötzlich wieder interessant in die andere Richtung.

Miriam: Dann schauen vielleicht auch Unternehmen plötzlich wieder genauer hin, wenn ein... Ich glaube, den Trend gibt es schon. Wenn ein YouTube-Video sozusagen... Es gibt ja immer mehr Plattformen da draußen, die dann Bewertungen machen auch. Und dann kann ich eben sagen, die 2000 Klicks, die das Video hat oder die Seite hat.

Florian: Und trotzdem, ich möchte mich nicht für Werbung... Also ich möchte an bestimmten Stellen nicht mitspielen. Zum Beispiel eben... Facebook-Likes kaufen oder YouTube-Klicks.

Miriam: Ja, das hat er mir damals ganz klar verboten. Da hat er gesagt, machen wir nicht.

Florian: Ja, gibt es kein Geld für aus der Firma.

Miriam: Erstmal war ich schockiert, weil erstens, ich war völlig baff, dass es das überhaupt gibt, zweitens wurde es sofort abgebügelt, drittens, jetzt verstehe ich warum. Wirklich, ich habe früher sozusagen, ja ich weiß.

Florian: Vor allem, weil ich da nichts mehr vertrauen kann, was ich da sehe. Ich freue mich wirklich, also wirklich, und Miriam auch. Wenn ein Video 1000 Klicks hat, dann freuen wir uns wie Bolle. Das ist wirklich... Miriam hat es ja schon ein paar Mal erzählt. Dann setzen wir uns abends zusammen und schauen uns das nochmal an und schauen die Statistiken durch und gucken dann, wer schaut wie lange und wie sieht es aus. Und wenn wir einfach 10.000 Leute da drauf kaufen würden, wir könnten dem einfach nicht mehr... Es wäre einfach hohl, finde ich. Lieber so. Lieber bei jedem einzelnen Klick denken, yeah! Lieber 65 Subscriber, ja, 65 Leute, die unsere Beziehungskiste so toll finden, dass die sich von YouTube...

Miriam: Gar nicht auch Subscriber kaufen?

Florian: Ja, klar.

Miriam: Das sind die Abonnenten, also für alle, die sich jetzt nicht so auskennen. Echt?

Florian: Ja.

Miriam: Boah, das wäre doch cool. Wenn wir 2000 Views hätten und 20.000 Subscriber...

Florian: Nein. So rum geht es nicht.

Miriam: Geht nicht?

Florian: Nein. Dafür ist YouTube zu schlau.

Miriam: Echt? Ach so.

Florian: Nein, du musst dann 25 Millionen Views und 2000 Subscriber kaufen oder was auch immer. Was auch immer da der richtige Quotient ist.

Miriam: Okay. Okay. Wow. Oh, es ist alles komplex.

Florian: Naja, und es gibt Dinge, wo... Ja, YouTube versucht es ja auch zu verhindern und Google auch und Facebook auch.

Miriam: Es gibt ja mittlerweile so Dinge, da winken sozusagen alle schon ab. Also ich finde so Wahlversprechen, da verdrehen ja selbst die Wähler einer Partei die Augen und sagen, ach, darauf komme ich wenig an. Ich weiß eh, dass die vor der Wahl alles Mögliche sagen. Ich wähle die, weil ich die schon seit 20 Jahren wähle oder weil meine Eltern die gewählt haben.

Florian: Irgendwie geht es ja immer voran. Wir sind ja auf einem guten Kurs.

Miriam: Statistiken hin und her. Ich wollte sozusagen nochmal darauf zurückkommen, weil wir es vorhin kurz angerissen hatten mit diesen großen Firmenbilanzen, große Statistiken im Gesundheitswesen oder auch im Wirtschaftswesen, sodass da immer was geht, um es noch besser, noch schöner darzustellen. Und da sind viele schon, die halt so mit halben Augen, halben Augen, halben Gesicht, halben Ohr da drauf gucken und sagen, ja, hat eh keinen Wert. Ja, das wäre dann bei so einer gekauften Geschichte bei YouTube so, dass sich das vielleicht demnächst dahin entwickelt, dass sowieso keiner mehr so richtig da drauf guckt.

Florian: Vielleicht wird es wieder lokaler, so wie du gesagt hast. Wenn du unseren Podcast hörst und dir gefällt das, was wir im Podcast tun, du kannst davon ausgehen, dass du genauso viel Spaß hast in unserem Seminar. Das stimmt. Das ist das, so wie wir im Podcast sind, so sind wir auch im Workshop, so sind wir in Moderationen oder Vorträgen, so bin ich auch in Firmen.

Miriam: Das stimmt. Das stimmt.

Florian: Also exakt so. Keine Hoffnung. Das ist, wie es ist. Das darf dir so viel Spaß machen, ja.

Ehrlich zu dir selbst: fake it till you make it – und wo Selbstbetrug endet

Miriam: Ich habe wirklich über Jahre auch eine andere Einstellung gehabt zu diesem, so ein bisschen geschummelt ist ja nicht schlimm oder so getan als ob ist ja auch in Ordnung. Und ein Stückchen weit sehe ich heute. Also meine Einstellung dazu hat sich dahingehend geändert, dass ich sehr gerne ehrlich zu mir selbst bin. Also dass ich in mich reinfühle und höre, was es in mir wirklich gerade fühlt oder was sich für mich besser anfühlt, wenn es zum Beispiel um eine Entscheidung geht. Und dafür brauche ich einen ehrlichen Zugang zu mir, sonst komme ich da nicht dahinter. und was schon funktioniert, ist diese klassische Technik, fake it till you make it. Also ich kann so lange die Mundwinkel zu den Ohrläppchen hochziehen, bis es mir ein bisschen besser geht, weil das Gesicht, was ich dann im Spiegel sehe, einfach so grotesk und lächerlich.

Florian: So a la Charlie Brown von den Peanuts. Wenn ich nach oben schaue.

Miriam: Wenn ich mich aufrichte und die Schultern zurücknehme, dann wird es besser. Ja. Da an der Stelle gibt es für mich, ja das läuft über so eine Art Selbstbetrug am Anfang, nur der hat eine sehr positive Auswirkung. Wenn ich mich schlecht fühle und sage, ich will jetzt was dagegen unternehmen und nutze dieses Mittel, dann passt es gerade nicht ehrlich, dass ich jetzt lächle.

Florian: Es hilft.

Miriam: und die Gratwanderung zu, ab wann wird es ein Betrug? Ab wann wird es wirklich betrügerisch?

Florian: Das darf jeder für sich selbst entscheiden.

Miriam: Ja. Also da ist für mich auch so ein moralisches Dilemma dahinter.

Florian: Und ich ziehe die Grenzen sehr eng an vielen Stellen, ja.

Miriam: Das stimmt. Und ich finde es auch gut, weil dann haben wir einen ehrlichen Zugang zu, wie treffen wir unsere Entscheidungen oder wie planen wir unsere Zukunft. An welcher Stelle kann ich noch besser werden oder noch wachsen, auch gerade was Podcasts, YouTube-Videos, wie auch immer angeht. Mein Körper und mich selbst so anzunehmen, wie ich bin und so zu lieben, wie ich bin, das ist nochmal ein ganz anderes Thema, das ist ein sehr spannendes Thema und wäre beinahe geeignet für einen eigenen Podcast.

Florian: Was heißt beinahe?

Miriam: Denn ich finde da, ich zitiere jetzt an der Stelle gerne mal wieder Robert Betz, der das Thema sehr eng aufgreift auch und der sagt, und ich mag das, kaum ein Mädchen, er hatte eine Mutter, die, als es noch klein war, hat seine Mutter nicht erlebt, wie sie jubilierend singend vor Freude vorm Spiegel stand und ihren eigenen Körper gefeiert hat. Sondern das, was Mädchen oft von ihren Müttern zu hören bekommen ist, ich habe schon wieder zugenommen, die Jeans saß früher auch mal besser, die Bluse kann ich nicht anziehen, ich ziehe mich nochmal um, da ist schon wieder eine Falte mehr, wo kommen denn die ganzen Pickel her? Das heißt, wir lernen sehr früh, unseren Körper mehr zu beschimpfen, als ihn zu loben. Und was wir da haben, ist der Körper, mit dem wir bis zum Ende unserer Tage auf diesem Planeten sind. Das heißt, das Beste, was wir tun können, ist uns morgens vor den Spiegel zu stellen und uns erstmal zu loben für alles, was da ist. Für alles. Für diese Nase, für diese Ohren.

Florian: Ja, sei dankbar für deinen Körper, ja. Der uns durchs Leben trägt.

Miriam: Das ist ein Riesenschritt. Ja. Und ich habe das geübt und trainiert, gerade auch aus der Situation heraus, meinen Vegging fast jeden Tag vor eine Fernsehkamera zu halten. und mit allem konfrontiert zu sein, ich meine, ich brauche ja nur mal ein A-Linien-förmig geschnittenes Top anzuziehen, dann schreiben mir Zuschauer, bist du wieder schwanger? Da willst du doch bestimmt einen Bauch verdecken. Wenn das so wäre, wäre es, weil ich tags zuvor zu viel Schokolade gegessen habe.

Florian: oder Sauerkraut.

Miriam: Oder Sauerkraut, genau. Dieses Ausgesetztsein von, da ist viel Äußerliches im Raum und auch ganz viel Gegencheck ständig. Reicht das aus? Bin ich noch ansehnlich genug? Allein der Gedanke fühlt sich ja schon, Entschuldigung, dass ich das jetzt sage, kacke an. und da dran zu arbeiten, das war ein Weg, da habe ich vor vier Jahren erst mit begonnen. Vorher war ich ein strudelndes Kügelchen in Selbstbeschimpfung und Beschimpfung von außen, die ich dann wiederum zu einer Selbstbeschimpfung erklärt habe. Und viele würden das vielleicht gar nicht verstehen, weil Frauen, die ich angucke, die ich persönlich angucke, von denen ich sagen würde, das sind die schönsten Frauen dieses Planeten. Wenn ich ein Mann wäre, würde ich mich sofort verlieben. Die haben genau den gleichen Kram im Kopf, wie ich damals hatte.

Florian: Das ist halt das, was mich so schockiert. Wunderschöne Frauen, wunderschöne Models und irgendwie...

Miriam: und nicht nur die. Wir haben Frauen entdeckt, die so spannend sind, die vielleicht nicht Model sind, sondern die alleine durch ihre, wow, die haben eine Ausstrahlung, die füllen einen Raum, wenn die den betreten mit Licht. Das gleiche Thema.

Florian: Da hatten wir Männer früher echt noch einen großen Vorteil. Ich weiß nicht, ob das jetzt immer noch so ist.

Miriam: Männer haben wohl laut, also laut Untersuchungen haben Männer an der Stelle tatsächlich einen Vorteil.

Florian: Laut Statistiken, die wir nicht selber gefälscht haben.

Miriam: Das stimmt.

Florian: Die aber gerade mal passten.

Miriam: Und es darf damit anfangen, dass du Kleinigkeiten in deinem Körper findest, die dir gefallen. Wenn es nur Kleinigkeiten sind, von denen du sagen würdest, die würde ich niemals hergeben. Niemals im ganzen Leben nicht, weil diese Nasenspitze ist perfekt. Oder dieser kleine Finger. Oder dieser kleine Fußzeh. oder diese eine Stelle an meinem Oberschenkel.

Florian: Wie ist das bei dir? Du entdeckst jeden Tag so eine oder zwei Stellen bei dir, oder?

Miriam: Du, unterdessen bin ich super da drin geworden. Mittlerweile zeige ich mich ungeschminkt auf Facebook, wie ich Sachen von QVC ausprobiere.

Florian: Und witzig, es kommt wahnsinnig gut an. Ja, ich war auch völlig... Oder auch dieses neue Produkt, wo es eben nicht um Eingriffe geht, sondern um Falten oder Durchblutung. ohne Chemie, ohne Operation, es kommt wahnsinnig gut an, also es dreht sich schon zumindest in unserem Kreis.

Miriam: Und das ist das Credo, was ich mir auch auf die Fahnen geschrieben habe und ich freue mich riesig, dass ich doch auch immer mehr Frauen treffe, die einen unglaublich selbstbewussten Stil und mit einer großen Selbstliebe an der Stelle unterwegs sind. Und das macht mich ganz glücklich, da bin ich innerlich ganz happy, manchmal auf Facebook und das sind dann eben auch. Das sind nicht Comments, die wir gekauft haben, sondern die sind echt.

Florian: Dafür sind es manchmal weniger. Weiß ich nicht.

Miriam: Und manchmal auch ganz schön viele.

Florian: Und manchmal auch richtig viele, genau.

Ist ein bisschen Betrug okay? Das Fazit – und was ansteht

Miriam: und deswegen freuen wir uns wie Honigbrötchen, wenn wir so ein tolles Thema bekommen für unseren Podcast.

Florian: Ja, wenn du diesen Impuls hast, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Like abzugeben oder bei YouTube eine Bewertung. Wir freuen uns da wirklich, wir merken das auch.

Miriam: Florian merkt jedes einzelne Like und jedes einzelne Sternchen, das wir bekommen bei iTunes und auf allen Wegen. Also wir sind unendlich dankbar und wir wissen, dass wenn wir bei einem Podcast mal auch nur drei oder vier E-Mails bekommen von Menschen, die uns schreiben, das hat in meinem Leben gerade was verändert. Dieser eine Satz oder diese eine Bemerkung oder diese eine Stelle hat mich aufgerüttelt oder hat mich dazu gebracht, mal was anderes zu probieren.

Florian: Oder ich denke jetzt gerade über das nach oder ja, mir ist mal genau die gleiche Geschichte passiert oder da habe ich diese Perspektive noch dazu oder so. Super. Ganz toll.

Miriam: Dann freue ich mich genau über diese drei, genauso wie wenn ich 20 oder 30 Mails bekomme. Also es ist toll und vielen, vielen Dank. Und ich fand das Thema wichtig, finde es nach wie vor wichtig.

Florian: Ja, ich glaube, wir dürfen da nochmal dran irgendwann.

Miriam: Wir dürfen es nochmal unterteilen. Und wie würden wir jetzt die Frage beantworten?

Florian: Ist so ein kleines bisschen Betrug? Wenn ich es als Betrug empfinde, dann mache ich es nicht.

Miriam: Voll cool. Sei ehrlich zu dir.

Florian: Exakt. Hab dich lieb.

Miriam: Ganz ehrlich. Ganz ehrlich.

Florian: So, das war jetzt wieder ein längerer Podcast. Nächste Woche am Dienstag geht es wieder weiter.

Miriam: Die Dame unter uns, die unter uns wohnt, Dienstleistungen ganz ehrlich anbietet. Das stimmt.

Florian: Ich glaube, sie macht das sehr gut.

Miriam: Vermutlich.

Florian: Ja.

Miriam: Und sehr freundlich. Ja, dann freuen wir uns auf nächste Woche.

Florian: Exakt. Da geht es nämlich weiter mit dem Podcast und an jedem Samstag, so auch an diesem, kommt unser YouTube-Video-Beziehungskiste heraus. Das Nicht-Paar-Coaching-Paar-Coaching-Video.

Miriam: und Einladung, es sind noch ein paar Plätze frei, am 1.10. ist Sprachzaubertag, ein intensiver Tag für deine Kommunikation. Wir geben dir die 10 wichtigsten Sprachzaubereien an die Hand und du kannst sie danach sofort anwenden. Das Ganze wird witzig, klar, sehr unterhaltsam. Wir haben tolle Snacks und Getränke in den Pausen in der Nähe von Frankfurt am Main. Schau auf unserer Webseite vorbei. Da gibt es alle Informationen. Wir freuen uns sehr, wenn du dabei bist.

Florian: Cool. Dann bis zum 1.10. Hab eine wunderschöne Woche.

Miriam: Richtig. Tschüss. Ciao. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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