NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 56

Die anderen sind viel besser als ich!

Heute ist hier alles relativ...

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In dieser Folge

Darum geht es

Es ist für viele eine bekannte Herausforderung: Sie lernen mühevoll eine neue Sprache, eine neue Technik, die komplexen Zusammenhänge eines neuen Computerprogramms, eine Sportart - und bemerken dann, dass andere viel schneller Fortschritte machen. Oder eben einfach auch schon viiiiiel besser sind, als sie selbst. Für manche Menschen ist das ein Ansporn - andere hören an dieser Stelle sehr plötzlich damit auf, ihr vorher recht klares Ziel zu verfolgen. Ist dieser Vergleich wirklich sinnvoll? Und was kannst Du konkret tun, damit dieser Vergleich mit einem scheinbar unerreichbaren Vorsprung gar nicht erst stattfindet? Welche Tricks haben die Profis? Viel Spaß beim Zuhören und weitermachen! Du möchtest uns endlich persönlich kennen lernen? Oder international zertifizierter NLP Practitioner oder Master werden? Für Deine Anmeldung oder Dein Info-Gespräch zur Ausbildung im NLP, besuche gerne unsere Seite: http://www.kontext-denken.de oder schreib uns eine E-Mail: miriam@pergaudiaadastra.de Und wenn Du uns öffentlich Deine Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Unseren Video-Podcast (mit bewegten HD-Bildern in Farbe) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX 

Miriam erzählt, wie der Neid im Ballett sie fast zum Aufgeben brachte — und wie derselbe Vergleich sie am Klavier zehn Jahre lang immer besser werden ließ. Es geht um den feinen Unterschied zwischen einem Vorbild, das beflügelt, und dem Gedanken "da komme ich sowieso nie hin". Florian bringt das Jonglieren, den Straßenkehrer aus Momo und das japanische Kaizen ins Spiel: große Ziele in kleine Schritte zerlegen und sich mit sich selbst von gestern vergleichen statt mit der Klassenbesten. Wenn du dich fragst, wie du mit Frustration, Selbstzweifel und dem Vergleichen mit anderen umgehen kannst, ohne dein Ziel wegzuwerfen, findest du hier konkrete Ansätze.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Wenn andere schneller sind — der Moment, der über alles entscheidet
  2. Ballett, Neid und die Kunst, sich selbst kleinzureden
  3. Vorbilder, die beflügeln: Wann der Vergleich Motor wird
  4. Der Straßenkehrer, das Jonglieren und der Vergleich mit dir selbst
  5. Ewige Verbesserung: jeden Tag neu und ein Stückchen weiter

Du steckst in etwas Neuem — eine Sprache, ein Instrument, ein Sport — und plötzlich steht da jemand, der das alles längst viel besser kann. Der eine Moment, in dem sich alles entscheidet: Machst du weiter oder klappst du das Heft zu? Miriam erzählt von Ballettstunden, in denen sie fast aufgegeben hätte, und von einem Orchesterleiter, der sie ausgerechnet über schwierige Noten zu Höchstleistungen brachte. Florian bringt seine Jonglierbälle ins Spiel — und einen Straßenkehrer aus einem Buch, der eine überraschend gute Antwort auf diese Frage hat.

Wenn andere schneller sind — der Moment, der über alles entscheidet

Miriam: Wir machen ja schon ziemlich lange Podcasts.

Florian: Also, wir machen schon ziemlich lange Podcasts. Und lang sind sie auch.

Miriam: Hallo.

Florian: Hallo.

Miriam: Hier ist der kontext*denken Podcast mit den zwei Gehirnen.

Florian: Ja, alle auf einer Seite des Mikrofons.

Miriam: Du hast ein Doppelgehirn oder ich?

Florian: Ja, ich, so wie Doktor aus, ich hätte den Namen nachschlagen sollen, Doktor Nachtigaller. Oh. Aus Zamonien.

Miriam: Es gibt ein neues Zamonien-Buch. Ich hab's schon, ich hab's schon.

Florian: Sehr empfehlenswert.

Miriam: Total cool. Von Walter Moers. Ja, wollen wir euch gerne empfehlen.

Florian: Und natürlich haben wir auch diese Woche wieder ein Thema, was mit Sprache, NLP, Kommunikation, Coaching und Business zu tun hat. Liebe Miriam, was ist das Thema diese Woche?

Miriam: Wir machen jetzt schon so lange Podcasts.

Florian: Jetzt bin ich verwirrt. Sollen wir vielleicht nochmal von vorne anfangen? Miriam, was ist das Thema?

Miriam: Dass ich gelegentlich, früher hatte ich das öfter, und wenn ich meinen oder unsere Podcasts höre ich mir ja immer selbst auch an und lerne daraus immer ganz viel. Aus dem Feedback, das dann kommt, lerne ich nochmal. Manchmal höre ich den Podcast dann nochmal an, um die Stellen rauszufinden, auf die das gute Feedback kam, auf die die Fragen auch kamen. Und früher hatte ich das öfter, dass ich mich dann gefragt habe, sind wir gut genug?

Florian: Lohnt sich das überhaupt? Also passt es.

Miriam: Oder lernen wir einfach noch und werden immer besser.

Florian: Okay. Vor allem im Vergleich.

Miriam: Ja. Genau. Und das ist ein wichtiges Thema. Denn das kennen Menschen in unterschiedlichsten Zusammenhängen.

Florian: Was ist ein wichtiges Thema?

Miriam: Dieses, wenn ich was erreichen möchte, wenn ich ein tolles Ziel habe oder wenn ich ein super Projekt habe, dass ich dann zwischendurch in so Talsohlen kommen könnte oder dass Menschen Frustration entwickeln, weil sie vielleicht andere kennenlernen, die das schon viel besser können oder die das schon viel länger machen und mit einer größeren Routine drangehen.

Florian: Die das viel besser können.

Miriam: Die das viel besser können, ja. Und dann weiß ich aus den Methoden, die wir gelernt haben, was ich dann mache, damit ich mich wieder in einen guten, stabilen State bringe und damit ich weitermache und damit es mir gut geht damit. Nur, es ist so ein kurzer Augenblick da.

Florian: Was ist denn jetzt das Thema?

Miriam: Der sich nicht gut anfühlt. Ja, Sachen lassen, weil ich das Gefühl habe, dass ich nie so gut werden könnte wie ein anderer in dem Bereich. Und es dann gleich lassen.

Florian: Aufgeben. Aufhören. Zumindest im Moment.

Miriam: Ja.

Florian: Wenn so jemand ins Coaching zu dir kommt oder wenn jemand mit diesem Thema ins Coaching zu dir kommt, was tust du denn dann?

Miriam: Mit ihm weinen.

Florian: Heute Abend haben wir noch mit zwei guten Freunden von uns gesprochen und hatten da auch das Thema, dass es voll gut wäre, wenn wir so ein bisschen mal aufmachen, wie funktioniert das denn eigentlich in unseren Seminaren und in unseren Coachings, dass falls du da draußen die Frage hast, wie wäre das denn eigentlich, dass du da so ein bisschen Einblick bekommst und du weinst dann nicht mehr allein.

Miriam: Und uneigentlich auch. Ja. Nein, ich weiß, was ich dann tue. Also ich für mich habe gelernt, was ich mache, und in Coachings ist es nochmal eine andere Situation, weil ich mich sehr öffne für den Menschen, der da zu mir kommt und mir seine Herausforderung schildert und ich auch dann sofort spüre, welches Format am besten geeignet ist, um da in eine gute Richtung weiterzugehen. Okay. Und es hat nichts damit zu tun, dass ich dann anfange zu überlegen, wie komme ich jetzt dahin, wo mein Vorbild ist. Tatsächlich nicht.

Ballett, Neid und die Kunst, sich selbst kleinzureden

Miriam: Ich kenne es auch schon aus früheren Situationen. Ich weiß, dass ich zum Beispiel in bestimmten Bereichen schon als junger Mensch, als Kind, als Heranwachsender, dass ich da diese Augenblicke gespürt habe, wo es mich zutiefst frustriert hat. Also ich erinnere mich an Ballettstunden zum Beispiel, in denen es ausweglos schien, weiter zu arbeiten, um irgendein bestimmtes Stadium zu erreichen an Können. Denn es gibt gerade im Ballett, das ab einem bestimmten Zeitpunkt sehr fordernd wird für den Körper, gibt es Menschen, die haben bessere Voraussetzungen körperlich, um zu tanzen, gerade im weiblichen Bereich, wo es nicht nur um Kraft geht. Als andere. Dehnbarkeit zum Beispiel, Figürlichkeit, dann wenn es um Hebefiguren geht und dann dürfen Mädchen federleicht sein, damit das besonders gut aussieht und damit der männliche Heber es nicht so schwer hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Was auch im Weg ist beim Ballett, beim Tanzen, ist zum Beispiel eine größere Brust. Bei Frauen. Also so heftig wie das klingt. Und dann zu beobachten, wie andere Mädchen viel schneller auch technische Dinge lösen konnten aufgrund ihrer figürlichen Eigenschaften als ich, hat mich zutiefst frustriert früher und hat mich zu der Stelle gebracht, wo ich dann gedacht habe, ich mache jetzt nicht weiter.

Florian: Ich hab ja auch schon, ich sitz manchmal auf der Couch hier und schau dir beim Klavierspielen zu und denk mir dann, ich fang gar nicht erst an.

Miriam: Ja. Ja. Ja. Ist vielleicht gut für die anderen, die hier wohnen. Hey. Hey. Ja, siehste, dann geht's doch weiter. Florian ist ja leicht zu provozieren in die Hand. Kann ja nicht so schwer sein. Nee, glaub nicht, dass du das kannst. Glaub ich nicht. Männer in deinem Alter bekommen das nicht mehr hin. Würde mich sehr wundern.

Florian: Ja, Projekt wechseln, habe ich mir dann gedacht. Oder wenn ich festangestellt wäre, Job wechseln.

Miriam: Flucht nach vorne. Flucht nach vorne. Ja, ne? Fluchttunnel-Gram. Passt schon.

Florian: Oder wir kennen das von dem Freund von einem von unseren Kids, der ist jetzt 10 und wenn der was nicht so gut kann, dann setzt er sich halt schmollend in die Ecke. Der war ja schon mal bei uns zu Besuch. Dann sitzt der halt schmollend in der Ecke. Jetzt habe ich mir auch schon mal überlegt, ob ich das einfach mache im Job. Einfach zu sagen, weißt du, dann mach du halt.

Miriam: Es sind solche Impulse, die kennen wahrscheinlich fast alle Hörer da draußen.

Florian: Da kommt jemand an und macht irgendwas Brillantes. Ja. Auf dem eigenen Expertengebiet. Und dann schnell die Augen zumachen und so tun, als wäre es nie passiert.

Miriam: Es ist so was komisches, so was Diffuses, was dann passiert bei mir, was ich dann beobachte, was mich fast schon wieder zum Schmunzeln bringt. Weil ich früher dann, es war so eine Spur Neid, dass der das jetzt schon so gut kann und ich vielleicht noch nicht. Und da ich Neid nicht haben wollte, weil sich das für mich irgendwie nicht moralisch anfühlte, nicht korrekt. Also Menschen dürfen nicht neidisch sein.

Florian: Das fühlt sich dann doof an.

Miriam: Das fühlt sich doof an. Und ich wollte auch nicht zugeben, dass ich neidisch bin an der Stelle. Also habe ich dann entweder dieses Schmollding gefahren, so nach dem Motto, pfff.

Florian: Also das hatte ich doch jetzt nur geraten.

Miriam: Ich kann andere Sachen toll. Brauche ja auch nicht jeder zu können.

Florian: Dafür bin ich in anderen Sachen besser.

Miriam: Genau, ich bin in anderen Sachen viel besser und habe dann auch nicht weitergemacht. Im Ballett, erinnere ich mich, war das eine krasse Nummer, weil ich habe weitergemacht und zwar oft mit sehr schlechten Gefühlen. Also mit diesem ständigen Gefühl von Versagen im Buckel. Also ich bin viel schlechter als alle anderen und darf bestimmte Dinge auch nicht mittanzen und werde es nie zu einer Prima Ballerina bringen und also ganz viele doofe Glaubenssätze, die dann auch dazu geführt haben, dass ich immer in der letzten Reihe stand und auch bei den Choreografien und so. Also es war schon, es führte zu noch mehr Frust, es schaukelte sich so richtig hoch, es war sehr, sehr unangenehm und bedeutete einen immer härteren Kampf für mich, schon mich zu motivieren, da überhaupt hinzugehen in dieses Training. Und dieses Gefühl erstmal zu lokalisieren. So, was passiert denn da in mir?

Florian: Erstmal wach werden dafür.

Miriam: Ja, genau.

Florian: Oh, der erste Tipp im Podcast. Ja. Achte mal drauf.

Miriam: Was ist das genau? Ja, wo ich dann auch anfing zum Beispiel den anderen schlechter zu denken, als er war. Dass ich dann so in mir drin saß, im wahrsten Sinne des Wortes.

Florian: So gut war das ja jetzt gar nicht.

Miriam: Ja, genau.

Florian: Hätte ja auch jeder drauf kommen können.

Miriam: Richtig. Und wer braucht das überhaupt? Ja, genau. Also solche Ideen. Das habe ich bei mir alles gefahren. Also ich kenne das volle Programm. Und dann auch aus Trotz, aus Frust heraus, das Projekt an den Nagel zu hängen, das kenne ich auch. Ich auch. Hab ich gebracht. Hab ich wirklich fertig gemacht. Schöne Sachen liegen zu lassen, weil dieses Gefühl von Neid in das schaff ich eh nie dann umgeschwenkt ist. Wie so eine Flucht nach vorne. Das wird eh nix.

Florian: Ich hab beim Judo den gelben Gürtel gemacht und wurde dann richtig einmal umgeworfen. Und dann dachte ich mir, ist ja sowieso eine doofe Sportart.

Miriam: Ja, stimmt. Ich kann das total gut nachvollziehen. Ich habe nie Judo gemacht, wenn du so sagst. Ich habe nie Judo machen wollen. Das war eh nicht meine Idee. War die Idee von jemand anderem.

Florian: Genau, da war ich tatsächlich... Das stimmt sogar. Das stimmt.

Miriam: Und bei mir auch oft noch dieses Warten drauf, dass dann von außen irgendeiner kommt und mir über den Kopf streichelt und sagt, du bist doch gut, du machst das doch gut. Und dann mir von da vielleicht wieder so ein bisschen Motivation zu holen, hat auch nicht immer funktioniert, by the way, nur das war schon dann eher noch eine Strategie, die ich gefahren bin oder die ich gefahren habe, nicht bin, habe. Ja, und deswegen kenne ich das Gefühl. Und es waren wieder zwei Höreranfragen, die mich zu diesem Thema motiviert haben, das in den Podcast zu bringen. Es ist ein sehr komplexes Thema übrigens, finde ich.

Vorbilder, die beflügeln: Wann der Vergleich Motor wird

Florian: Deswegen dürfen wir jetzt dringend mal einsteigen. Ja, los jetzt. Also ins Vergleichen mit anderen, die vielleicht viel besser sind.

Miriam: Und wie viel Sinn das macht. Es gab auch Menschen in meinem Leben, die waren in Sachen besser als ich und sind in Sachen, in Dingen, in Handlungen, in Fähigkeiten besser als ich. Die bewundere ich total. Da habe ich diesen Wunsch von, ich will das auch so können. Und das ging auch schon, als ich noch heranwachsend war. Da ging das. Ich erinnere mich, dass ich in dem ersten Orchester, in dem ich am Klavier mitgespielt habe, am Keyboard, einen fantastischen Orchesterleiter hatte, der die Musik arrangiert hat und das Ganze dirigiert hat. Ein Knochen, wirklich. Kein besonders charmanter Mensch. Auf seine Art witzig und eher jemand, der die Leute über Schmerz motivierte. Nur brillant in dem, was er konnte. Brillant. Also immer wieder hat er bewiesen, dass das, was er getan hat, einfach höchster Genius-Status war. Und das, was am Ende rauskam, der Klang, das, was am Ende entstand, diese gewobene Musik, die spielbar war von jedem Einzelnen, die jeden Musiker an seine persönliche Grenze gebracht hat und dann am Ende ein wunderschönes Gesamtwerk ergeben hat. Ich war hochgradig motiviert, das hinzubekommen. Und jede Note, die er mir geschrieben hat, war schwierig für mich. Und ich habe Stunden damit verbracht, mir das einzustudieren. Und ich habe mich gefragt, woher diese Motivation kam. Die kam auch daher, dass ich so werden wollte wie er. Es hat mich dazu beflügelt, richtig viel Zeit zu investieren, zu versenken in dieses Projekt. Es gab also beides.

Florian: Wo ist dann bei dir der Unterschied in der Situation, wo du sagst, das kann jemand viel besser als ich, da komme ich nie hin, das ist sowieso eine doofe Nuss, ich lasse das jetzt. Ich habe mich das gefragt. Und die andere Seite eben, wow, da kann jemand was so viel besser als ich, das will ich auch können.

Miriam: Ich glaube, wenn ich diese Situation Ballett-Tanz und diese Musikgeschichte vergleiche miteinander, dann war zum einen meine Begeisterung für die Musik höher als die fürs Ballett. Ich mochte Ballett und es war nicht dieses, ich hatte auch nie im Kopf prima Ballerina zu werden. Das war nicht mein Ziel.

Florian: Gibt es da eine bestimmte Mindestgröße, weil dann wärst du sowieso raus gewesen.

Miriam: Das ist ja... Hast du das jetzt wirklich live in diesem Podcast gesagt?

Florian: Nein, live habe ich... Also live... Alles, was ich sage, ist live.

Miriam: Hast du das jetzt...

Florian: Ausgestrahlt wird es später.

Miriam: Du hast gerade über meine Körpergröße gesprochen. Hast du das getan?

Florian: Naja, im Vergleich...

Miriam: Ja, da gibt es ja ein schmerzhaftes Thema in meinem Leben.

Florian: Ja?

Miriam: Ja, mit der Moderatorin.

Florian: Echt?

Miriam: Mir wurde beim Arbeitsamt, als ich sagte, ich möchte Fernsehmoderatorin werden, das ist das, was ich bei der Berufsberatung gesagt habe mit 16, wurde mir gesagt, es geht nicht aus zwei Gründen. Erstens, es gibt keinen Ausbildungsberuf für Fernsehmoderatorin.

Florian: Deswegen geht das hier in Deutschland nicht. Hier wird niemand Fernsehmoderatorin.

Miriam: Nur es gab ja welche und ich habe mich gefragt, wie haben die das gemacht?

Florian: Ja, die kamen schon so zur Welt. Achso.

Miriam: Und ich bin so klein. Guck, da räusper ich mich so. Das war ganz hart.

Florian: Du wärst so klein gewesen.

Miriam: Ja, sie haben gesagt, es gibt eine Mindestgröße beim, damals gab es ja öffentlich rechtlich, von 1,75. Das sind 11 Zentimeter und ich wusste, mit 6 Zentimeter packe ich nicht mehr. Wenn ich den Glaubenssatz gehabt hätte, wollte ich, doch.

Florian: Was?

Miriam: Ich wäre auch so groß geworden. Ich habe mir nur nie Gedanken darüber gemacht.

Florian: Ich bin voll froh, dass du nicht so groß bist.

Miriam: Also ich bin da rausge... Da hatte ich zum Glück eine innere Stimme, die gesagt hat, irgendwas an diesen beiden Aussagen stimmt nicht.

Florian: Weil sonst würde nie irgendjemand Fernsehmoderator in Deutschland werden.

Miriam: Genau. Also ich hatte eine hochgezogene linke Augenbraue, war auf der einen Seite frustriert, auf der anderen Seite dachte ich, es gibt einen Weg. Gab es ja auch. Es soll zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden, wie das dann dazu kam, dass ich mit einem stolzen Meta 1,64, 1,64 dann doch Fernsehmoderatorin wurde. Ja.

Florian: Ich merke das bei mir auch. Ich habe zum Beispiel ein Begeisterungsfeld, für mich ist es tatsächlich Hypnose und Entspannungszustände und Trance und Meditation. Und als ich das das erste Mal erlebt habe, im Rahmen von einem anderen Seminar auch, wie sowas funktioniert und mich hat jemand in Hypnose geführt und das war schon ein sehr erfahrener Trainer. Und da habe ich dann auch gemerkt, da geht was, da passiert was, da komme ich an Zustände ran in mir, an die ich normalerweise nicht komme. Ich kann da auch Sachen verändern. Und dann habe ich ihn auch gefragt, was kann ich denn tun, um das zu machen? Und dann hat er zu mir gesagt, das lernst du bei uns im Seminar. Und in dem Moment habe ich mir auch gedacht, das will ich. Da war es dann auch kein Thema, dass der das viel, viel, viel besser konnte als ich. Sondern es ging einfach nur drum. Jupp, das mag ich, das möchte ich jetzt können. Mit Zaubern geht es mir so ähnlich und mit Jonglieren.

Miriam: Das stimmt.

Florian: Das ist es auch. Ich kann auch Jonglierbälle in die Hand nehmen und einfach eine Stunde irgendwas machen und die fallen dann 50 Mal runter und es ist mir doch egal, ob das jemand anders besser kann. Witzig. Weil, ja... Definitiv. Es gibt da draußen Menschen, die mit elf Bällen jonglieren können und ich gehöre nicht zu ihnen. Ich gehöre auch nicht zu denen, die mit neun jonglieren können oder mit sieben.

Miriam: Nur, dass wir es mal angesprochen haben.

Florian: Ist mir doch egal. Das macht mir Spaß.

Miriam: Genau. Ich habe in diesem Orchester zehn Jahre lang musiziert. Und in diesen zehn Jahren habe ich die größten Fortschritte an meinem Instrument, an meinem Klavier gemacht. Ever, ever, ever. In einem unglaublichen Tempo. Ich war binnen kürzester Zeit extrem flink, extrem virtuos. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt, genau wie du das wie beim Jonglieren schilderst, dieses, ich werde nie so gut wie der oder diesen Gedanken gab es nicht, sondern es war schlichtweg dieses, ich habe in jeder Probe, habe ich festgestellt, wie viel besser ich schon geworden bin. Und es war nur ein Sahnehäubchen on top, dass dieser Orchesterleiter, Hugo, mir ab und zu gesagt hat, ja, da war schon viel Schönes dabei.

Florian: Das war übrigens seine Art zu loben.

Miriam: Ja, war. Und es war nur das Sahnehäubchen on top, weil ich hatte das selbst schon gemerkt, dass da jetzt schon viel Schönes dabei war.

Der Straßenkehrer, das Jonglieren und der Vergleich mit dir selbst

Miriam: Manchmal habe ich das Gefühl, dass es mir nicht schnell genug geht. Also dass es noch einen anderen Grund gibt, warum ich auch früher mal Projekte habe fallen lassen. Statt dran zu bleiben, dass ich dann für mich beschlossen habe, auch angesichts des Vergleichs mit mir selbst, ich hätte gerne in dieser kurzen Zeit schon mehr Fortschritte gemacht. Oder ich hätte mir da schon mehr erhofft, mehr Ergebnis. Ich bin jemand, der sehr stark einsteigt. Wenn ich mir was Neues vornehme, wenn ich eine neue Fähigkeit erlernen möchte, dann gehe ich da sozusagen mit 100 Sachen dran. Ich starte nicht langsam, sondern ich will alles auf einmal. Ich hätte es gerne binnen drei Tagen getroffen.

Florian: Ja, da denke ich tatsächlich immer dran, was mir ein Projektmanager in meiner Ausbildung mal irgendwann gesagt hat. Nämlich, dass es mein Job ist, dafür zu sorgen, dass die Meilensteine und in dem Fall die Schritte klein genug sind, dass wir regelmäßig was zu feiern haben. Also, dass ich tatsächlich Fortschritt sehe. Weil dann merke ich auch, dass es vorangeht, dass ich vorangehe und besser werde. Und dann geht es eben auch in einem bestimmten Tempo, dann fühlt sich das auch schon viel schneller an.

Miriam: Der Straßenkehrer bei Momo.

Florian: Der immer einen Meter, ne? Ja, einen Meter. Der die Straße, die lange Straße immer nur meterweise kehrt.

Miriam: Und sich dann freut über den Abschnitt, den er schon erledigt hat, bevor er weitermacht.

Florian: Ja. Voll schön. Weil so kommt Geschwindigkeit auf. So kommt Geschwindigkeit auf? Ja, über regelmäßig einen Meter. Das addiert sich ja auf, auf die Zeit. Erstaunlich viel sogar.

Miriam: Das habe ich sehr spät erst gelernt. Ich habe viele Fehler gemacht, oder was heißt Fehler? Ich habe mich selbst in Situationen gebracht, die sich unangenehm angefühlt haben in meinem Leben, für mich, vielleicht sogar auch für andere, weil ich diese Ungeduld an den Tag gelegt hatte. Die ich übrigens mittlerweile auch als eine gute Energie deute. Also wenn ich das so betrachte, mit welcher Wucht, mit welcher Kraft, mit welcher Idee ich rangehe an ein neues Projekt, dann ist das eine gute Energie. Nur, es ist schön, diesen Meta zu machen und dann zu feiern, was ich erreicht habe und dann den nächsten Abschnitt anzugehen. Und nicht an irgendeiner Stelle zu stoppen und zu sehen, da ist ja noch ein halber Berg vor mir. Ich dachte, ich hätte es schon längst erledigt.

Florian: Tatsächlich hat mir Jonglieren wirklich viel gebracht im Leben, glaube ich. Obwohl ich das noch nie so bewusst wahrgenommen hatte bis eben. Weil es tatsächlich, das ist genau dieses... Ich kann nicht einfach fünf Bälle in die Hand nehmen, konnte ich früher nicht, und die in die Luft werfen und dann anfangen mit fünf Bällen zu jonglieren. Da gibt es sehr, sehr schnelles Feedback drauf, dass das zu viel ist. Und gleichzeitig sind die Einzelschritte so schön klar, weil es geht darum, mit einem einzigen Ball anzufangen. Und dann eben schrittweise, ich habe mich über jeden Ball gefreut, den ich zusätzlich dazu nehmen konnte. Oder über jeden neuen Trick, der ging. Und tatsächlich immer wieder dieses komplexe Muster, was am Schluss entstehen soll. Das, wo ich mir ausgemalt habe, das ist das, wo ich mal hin möchte. So soll das mal aussehen. Vielleicht habe ich das auch auf YouTube mal einfach gesehen. So sieht es aus, wenn ich mit fünf Bällen jonglieren werde. Dann zu sagen, okay, der nächste Schritt ist eben zu lernen, jetzt erstmal dreimal die Bälle in die Luft zu werfen. Und wenn die dann runterploppen, habe ich immerhin schon mal drei geschafft. Vorher habe ich null geschafft. Das ist tatsächlich, wenn du das jetzt so erzählst, beschäftigt mich das. Auch in meinem Job.

Miriam: Oh, wie schön. Das klingt für mich auch... viel entspannter und schöner als die Wege, die ich oft beschritten habe für mich, bis ich das selbst lernen durfte, übrigens auch in einem Seminar. Weil ich mich auf die Reise gemacht habe und weil ich gemerkt habe, dass dieses Ziel erreichen... Ich habe den Wunsch gehabt, dass es mehr Spaß macht, dass es mir noch mehr Spaß macht, dass es noch weniger dieses, ich gucke irgendwo hin und denke, ach, da bin ich noch nicht, sondern eher dieses Ziel vor Augen haben und dafür begeistert sein und für jeden kleinen Schritt, der stattfindet. Das ist wirklich schön. Finde ich ganz toll.

Florian: Und insofern, wenn wir Richtung Tipp-Sektion dieses Podcast schauen, das ist mein Tipp. Lern jonglieren. Wenn du ein großes Ziel hast und wenn du dein Ziel vor Augen hast, zerlegst in kleine Schritte, freu dich wie der Straßenkehrer über jeden kleinen Schritt, den du in diese Richtung machst und dann dranbleiben. Und die kleinen Fortschritte feiern. Und dann kommt es mit der Zeit schon.

Miriam: Und ich mag es, Vorbilder zu haben.

Florian: Ich auch.

Miriam: Ich mag es wirklich. Ich finde es schön. Und es tut mir gut, bei Menschen in den Bereichen, in denen ich Fähigkeiten entwickeln möchte, zu sehen, wie weit es gehen kann, wie viel Exzellenz entwickelt werden kann in dem Bereich. Und ich freue mich über mich in meinen Fortschritten, die ich mache. Es gibt beides für mich. Es gibt beide Ebenen.

Ewige Verbesserung: jeden Tag neu und ein Stückchen weiter

Florian: Nächste Woche fahre ich tatsächlich wieder auf so ein Hypnose-Seminar, wo ich was Neues lerne auch und ich freue mich schon wahnsinnig drauf, weil ich weiß, der Trainer ist unglaublich gut und ich schaue mir wieder was ab bei ihm und dann gehe ich meinen Weg wieder ein Stückchen weiter.

Miriam: Ist das schön.

Florian: Ja. Und ich glaube, das ist der Trick, dass wenn du anfängst, dich mit dir selber zu vergleichen, wenn du mal schaust, wo stehst du heute im Vergleich zu vor einem Jahr, was hast du alles mehr gelernt, wie viel besser bist du schon und dir dann vornimmst, vielleicht möchtest du in einem bestimmten Lebensbereich einfach sagen, da habe ich noch die Idee, da möchte ich mal irgendwie was Großartiges können. Vielleicht... Das perfekte Rührei machen. Dann eben daran zu arbeiten und dann immer nur zu gucken, bin ich ein Stückchen besser geworden? Wenn ich besser geworden bin, ja, alles gut, ich bin auf dem richtigen Weg. Und dann gehst du los.

Miriam: Das habe ich übrigens dann auch im Ballett, habe ich das auch irgendwann dann begonnen für mich, weil ich gemerkt habe, dass Tanz an sich, also es ist ja auch ein Bewegen zur Musik, dass es mir viel mehr Freude macht, mich einzulassen, da war ich schon etwas älter, auf dieses ich bewege mich auf meine Weise in diesem Raum zu dieser herrlichen live gespielten Klaviermusik und genieße diese so uralte Tradition der Bewegung.

Florian: Klingt auch so, als wärst du vom Zwang zur Freiheit gegangen. Volle Kanne! An der Stelle eben für mich das Judo zu lassen und dafür einen anderen Sport zu finden, der mir mehr Spaß macht.

Miriam: Zum Beispiel. Und festzustellen, dass ich im Ballett eine bestimmte Sektion hatte, in der ich besonders gut war. Also ich gehörte nicht zu den filigranen Tänzerinnen, zu den Federchen. Und ich konnte wunderbar die Sprünge und die satten Drehungen, die konnte ich richtig gut machen. Und da wurde ich dann auch immer besser und immer besser.

Florian: Hatten wir mal einen Podcast zu Stärken Stärken?

Miriam: Nee, hatten wir noch nicht.

Florian: War spannend.

Miriam: Sollten wir direkt auf die Liste setzen, finde ich.

Florian: Allerdings.

Miriam: Und irgendwann habe ich dann auch mal bei einem Videozusammenschnitt, den mein Vater gemacht hat, von Trainings aus dem Ballett gesehen, welche Fortschritte ich gemacht habe. Also wie gut ich geworden war im Rahmen meiner Möglichkeiten des Tanzes und wie viele tolle Dinge ich schon gelernt hatte. Ich kann bis heute technisch schwierige Sprünge einfach machen, ohne weiter trainiert zu haben. Die sind da, sozusagen. Es ist ein tolles Gefühl. Es begleitet mich bis heute, was ich damals gelernt habe und ich bin da sehr stolz auf mich an der Stelle, dass ich das so weit gebracht habe.

Florian: Wenn du die Möglichkeit hast, da mitzuverfolgen und es geht ja wirklich einfach übers Handy, jetzt mal aufzunehmen, wo stehst du heute und dann einfach in 30 Tagen mal zu schauen, wenn du 30 Tage lang an deinem Ziel gearbeitet hast, irgendwas Neues gelernt hast oder so, dann empfehle ich dir das auch wirklich. Ich habe hier jetzt vor zwei Jahren die Erfahrung gemacht mit unserem Großen, der an seiner Handschrift geübt hat, in der zweiten, dritten Klasse noch. Und der hat selber gar nicht mehr mitgekriegt, welche Fortschritte er gemacht hat, weil er die Referenz völlig verloren hatte für wie war er eigentlich vor sechs Monaten oder vor zwölf Monaten. Er dachte, er wäre schon immer so gut gewesen. Und dabei war es tatsächlich dieses jeden Tag kleine Übungen machen. Und den Vergleich mit sich selber. Wenn er sich mit der Klassenbesten verglichen hat, dann Heft zu. Und wenn es nur darum ging, ist er heute besser als gestern, dann hat sich das voll gelohnt.

Miriam: Und das fühle ich auch, wenn ich unsere Podcasts höre. Ich höre gelegentlich auch ältere Folgen.

Florian: Ich überlege dann auch immer mal, sollen wir die veröffentlicht lassen oder nicht? Und ja, wieso nicht?

Miriam: Ja. Ja, ich fand die schon immer gut. Ich habe unsere Podcasts immer schon wieder gehört. Podcast ist für mich auch ein neues Medium gewesen und ich weiß, dass ich… Hörst du die wieder? Ja, bei meinem allerersten Podcast war ich richtig aufgeregt. Das habe ich auch gesagt. Ich war richtig aufgeregt, dass ich jetzt meinen ersten Podcast aufnehme. Und jetzt?

Florian: Die sind alle auf unserer Seite, kontext*denken.de. Alle da. Kannst du oben auf Podcast gehen und dann gibt es in dem Auswahlmenü, wenn du in diesem Podcast-Player drin bist, kannst du nach unten scrollen und tatsächlich den ersten Podcast hören. Das hat Miri alleine aufgenommen. Ja, das stimmt. Die erste Folge.

Miriam: Und es ist super, diese Entwicklung zu haben und es auch da vorzeigbar zu machen, dass ich für mich sage oder für uns sage, wir werden ständig besser. Mit jeder einzelnen Folge, die wir aufnehmen, werden wir besser. Und wir sind vielleicht noch nicht so gut oder wie auch immer man das so vergleichen möchte, wie ich das vergleichen möchte bei unterschiedlichen Themen und unterschiedlichen Menschen, die Podcasts machen. Und wir sind richtig gut geworden und da geht noch was und es ist toll. Also alles in allem fühlt sich das dann viel besser und viel professioneller und spannend an, weil ich auch als Moderatorin und als Trainerin gar nicht aufhören möchte, immer besser zu werden.

Florian: Bei mir im Job hat viel mit, im Englisch, im Japanischen ist es Kaizen. Manchmal wird es übersetzt im Englischen dann mit Continuous Improvement, was sowas wäre wie stetige Verbesserung. Und ich mag die deutsche Übersetzung ewige Verbesserung am liebsten. Dass wir ewig besser werden in die Richtung, in die wir gehen. Weil du es ja ewig aufsteigen darfst? Freiwillig, ja.

Miriam: Voll gut.

Florian: Das ist dieses, ich nehme meine Jonglierbälle in die Hand. Und Mönche, die seit 40 Jahren meditieren, setzen sich morgens wieder hin und üben wieder meditieren. Es geht immer was, weil wir ja jeden Tag neu sind und dann einfach wieder ein kleines Stückchen im Vergleich zu uns selber von gestern was tun können.

Miriam: Was hat Brian, ein Trainerkollege aus England, gesagt? Der beste Teil deines Lebens beginnt immer jetzt. Ja. Voll gut.

Florian: Allerdings.

Miriam: In diesem Sinn, wir machen da weiter.

Florian: Wir bleiben dran.

Miriam: Genau, freuen uns schon auf nächste Woche. Und wir freuen uns, wenn wir dich sehen am 1.10. beim Sprachzaubertag in der Nähe von Frankfurt.

Florian: In Bad Nauheim.

Miriam: Schreib uns gerne eine E-Mail, wenn du Interesse hast. Wir stehen dir persönlich zur Verfügung.

Florian: Oder geh einfach auf unsere Seite, da kannst du direkt mit wenigen Klicks buchen.

Miriam: Wird ein toller Tag. Wir haben viel vor mit dir. Und bis nächste Woche, bis zum nächsten Thema.

Florian: Tschüss.

Miriam: Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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