Denk mal an einen Moment, in dem etwas richtig gut lief — ein Vertragsabschluss, ein Flirt, ein Gespräch, das sich einfach leicht anfühlte. Miriam ist überzeugt: Geschwiegen hast du dabei nicht. Sie und Florian gehen in dieser Folge der Frage nach, wie deine Sprache — nach außen und im eigenen Kopf — deine Erfolge mitbaut. Und Florian bleibt seiner Rolle treu: Er sucht das Gegenbeispiel, bevor er Miriam recht gibt.
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Florian: Und auch heute wieder mit irgendeinem Thema. Welches Thema haben wir heute, Miri?
Miriam: Ach, weißt du was, wir haben gedacht, wir machen heute mal einen themenfreien Podcast. Themenfreier Podcast.
Florian: Wir reden so viel über Intentionen.
Miriam: Ja, was sagen manche Menschen, wenn sie was sagen? Das ist mir jetzt wieder in diversen Meetings, die ich hatte, aufgefallen. Und dann wieder die Rückwendung auf ... Wir sind Kommunikationstrainer, wir sind NLP-Trainer, beschäftigen uns von morgens bis abends intensiv und voller Begeisterung mit Sprache. Und die Wichtigkeit dessen, was unser Wort, was das passende Wort zum passenden Zeitpunkt ausmacht, ist... So groß. Ich habe ein Facebook-Posting gemacht und habe mir da so ein bisschen was von der Seele geschrieben. Und da ist eine Stelle drin, die empfinde ich als so wichtig, dass ich sie in diesem Podcast mal zitiere. Und zwar ist Sprache definitiv der Erfolgsfaktor Nummer eins für uns Menschen. Weil natürlich kommunizieren wir auch über unsere Körperhaltung, über unser Äußeres, über unsere Mimik und Gestik und es sind die Worte, mit denen wir unsere Inhalte klar machen. Jetzt könntest du da draußen zu Recht sagen, das ist ja jetzt auch nichts Neues. Nur denk bitte mal an, wir gehen jetzt einfach mal frisch davon aus, dass du schon Erfolge hattest in deinem Leben. Egal ob privat oder ob jetzt beruflich, ist völlig egal, im Hobby.
Florian: Also mal Kinder gemacht. Florian. Was denn?
Miriam: Egal, also was auch immer du als Erfolg bezeichnen würdest und wenn du an diese erfolgreichen Augenblicke in deinem Leben denkst, dann pick dir mal einen raus und dann überleg, welche Rolle die Sprache und die Kommunikation mit dir selbst und mit anderen da gespielt hat.
Florian: In diesem Moment?
Miriam: In diesem Moment und davor, so dass der hat stattfinden können.
Florian: Ist das das Thema heute?
Miriam: Das ist das Thema heute. Und wir können das auch andersrum spielen. Wir können auch sagen, wie ist das mit den Pleiten in deinem Leben?
Florian: Ja. Ja.
Miriam: Also auch da das gleiche Spiel. Wer hat was wann gedacht und gesagt? Also es gibt bestimmt auch buddhistische Mönche, die... Also wenn ich mich an die wirklich großen Erfolge in meinem Leben zurückerinnere, waren das nicht welche, die in Schweigeminuten stattgefunden haben.
Florian: Nicht? Nein. Also du saßt nicht irgendwo auf einer Wiese unter einem Baum und hast darüber nachgedacht?
Miriam: Geschwiegen, auch im Kopf.
Florian: Oder auch über nichts nachgedacht?
Miriam: Es können eh die wenigsten Menschen im Kopf schweigen. Hast du das schon mal gemacht? Ja, Florian hat es schon gemacht.
Florian: Ich habe es schon gemacht.
Miriam: Bei mir funktioniert das immer nur kurz.
Florian: Ich finde, es sind auch sehr schöne Momente, auch wichtige Momente.
Miriam: Ja, und sind es die Momente, in denen du die größten Erfolge deines Lebens generiert hast?
Florian: Ich habe vielleicht die Vorbereitung für die größten Momente generiert. Also die sind schon auch wichtig, so Momente der Stille oder der Ruhe sind, glaube ich, sehr, sehr, sehr wichtig als Vorbereitung.
Miriam: Und jetzt kommt zur Sprache.
Florian: Ich will dir noch nicht recht geben.
Miriam: Also anders gesprochen, wie wichtig ist Sprache für uns Menschen? Wir können noch nicht, im Augenblick noch nicht, vielleicht auch, weil wir es einfach vergessen haben, wie es geht. Das weiß man nicht, wir behaupten das. Telepathisch funktioniert offensichtlich noch nicht so zuverlässig.
Florian: Selbst das wäre ja Sprache.
Miriam: Und selbst das wäre Sprache, ja.
Florian: Also ob es jetzt telepathisch ist oder, also ob telepathisch Gefühle übertragen werden oder, das wäre ja auch Kommunikation. Und dann sind wir genau wieder bei diesem, wir können nicht nicht kommunizieren, wenn wir mit anderen Menschen irgendwas zusammen tun. In irgendeiner Form, auch bei stummen Menschen oder bei taubstummen Menschen, auch da passiert ja Kommunikation. Auch bei Helen Keller, die ja überhaupt keine Möglichkeit hatte, mit ihrer Umwelt groß in Kontakt zu treten. Das ist eine der großen Beispiele für, wie kann ein Mensch trotzdem Kontakt zur Außenwelt aufnehmen, auch als eben ganz tragisch, in ihrem Fall blind, taub und stumm. Und wie funktioniert es trotzdem noch, in eine Kommunikation mit der Außenwelt reinzugehen?
Miriam: Ja, also diese, wir wollen es jetzt nicht so ganz ausufern lassen in diesem Podcast und es ist schön, dass Florian auch das absolute Extrem mal in die Wartschale geworfen hat.
Florian: Ja, ich dachte mir, vielleicht finde ich da ja ein Gegenbeispiel für Miriams seltsame These.
Miriam: So, ja und jetzt wollen wir in diesem Podcast ganz konkret werden mit, wie kannst du deine Sprache, deine Sprechweise, deine Art zu kommunizieren noch so verändern, dass du wahlweise noch erfolgreicher wirst, weil du es eh schon bist? Wie kannst du dir deiner Erfolgsrezepte in der Kommunikation bewusst werden, wenn du sowieso ständig Erfolge generierst? Vielleicht ist da ein System drin. Was? Vielleicht hast du dir das ja nur noch nicht überlegt. Manche Menschen behaupten ja standhaft, das mache ich alles intuitiv. Allerdings sind das witzigerweise nicht die, die ich kenne, die die größten Erfolge haben. Wo diese Aussage kommt, ich mache das alles intuitiv. Das habe ich bei den ganz Erfolgreichen, die ich kenne, nicht gehört, wenn ich die gefragt habe. Und ich frage die.
Florian: Haben die sich weitergebildet oder haben die was gemacht? Alle, die ich kenne.
Miriam: Und ich möchte jetzt, bestimmt findet der ein oder andere Hörer eine Ausnahme.
Florian: Ich gehe jetzt wieder auf die Suche nach der Ausnahme.
Miriam: Ich weiß, dafür ist Florian ja auch hier, dafür wird er bezahlt. Das ist alles gut. Florian ist der Ausnahme- und Gegenbeispielfinder. Das ist auch gut so. Wir wollen ja nicht hier irgendwelche Thesen aufstellen und dann am Ende kommen 15 Leute und sagen, Moment mal, ich habe hier den Oberintuitivi, der weiß überhaupt nicht, was er macht.
Florian: Leider habe ich gestern Abend wieder ein Buch bestellt von einem Sportscoach, der nichts anders macht als Sportler zu trainieren.
Miriam: Also da ist was drin versteckt und was wir jetzt nicht gleich wollen ist und vielleicht wäre das jetzt auch wieder die Annahme von einigen, ja die wollen ja halt jetzt ihre Seminare verkaufen. Also ja wollen wir schon und nicht in diesem Podcast, da haben wir andere Wege. Sondern was uns viel wichtiger ist, ist, dass du in diesem Podcast ein paar gute Tipps mitnimmst, dass du in dieser Folge vielleicht das ein oder andere klitzekleine Rezept bekommst und vielleicht sogar in dir das ein oder andere Rezept findest für Erfolg. Jetzt machen wir es ganz spannend. Ja, wir wollen natürlich, dass du die Folge zu Ende hörst. Die Tipps kommen erst...
Florian: Ganz am Schluss.
Miriam: Ja, nee, dann würde ja jetzt jemand vorspulen. Die kommen irgendwann. So, jetzt haben wir dich. Ja. Ja, bevor wir loslegen, ein kleiner Hinweis, das habe ich jetzt wieder gelernt, ich bilde mich ja auch fort. Wir bitten dich als unseren Hörer, vielleicht schon viele Jahre, vielleicht schon einige Monate, Wochen, vielleicht zum ersten Mal, uns eine Bewertung zu schenken. Damit tust du uns wirklich gut. Wir tun dir vielleicht und hoffentlich gut mit diesem Podcast und andersrum, wenn du uns auf iTunes eine Sternebewertung schenkst.
Florian: oder wir haben unsere neuen Seminarräume ja eröffnet. Das heißt, auf Google Maps sind wir jetzt zu finden bei Google als neues Institut, eben mit neuen Seminarräumen und auch da freuen wir uns über eine Bewertung.
Miriam: Da sind wir jungfräulich, was Bewertungen sind. Ja, noch sind wir jungfräulich, das stimmt. Du könntest der Erste oder die Erste sein oder unter den ersten Zehn.
Die Reise nach Rapport
Miriam: So, und jetzt kommen wir zur Erfolgssprache. Und da ist ja, Florian ist ja der Meister in der Erfolgssprache.
Florian: Wirklich? Ja.
Miriam: Das ist verrückt, was du für ein Self-Business aufgebaut hast. Von daher würde ich bei dir schon ein paar Sachen abmodellieren, wenn ich es wollte. Wenn ich mir nicht zu fein dafür wäre, zu Florian zu gehen und zu sagen, ey, wie machst du das?
Florian: Weiß ich auch nicht. Mach ich halt so. Intuitiv. Intuitiv. Ja, manchmal werden wir ja gefragt, was hat NLP uns gebracht oder was ist die, wie sind unsere Geschichten mit NLP? Und tatsächlich bin ich in eine Produktmanagementrolle reingerutscht nach meinem ersten NLP-Seminar.
Miriam: Nach dem ersten wohlgemerkt.
Florian: Nach dem ersten. Also nach dem ersten offiziellen. Ich war, als ich noch Jugendlicher war, haben meine Eltern mich damals ganz aufgeregt mitgenommen auf ein Seminar bei einem Trainer, den es immer noch gibt, der so Meditationstechniken und Fokussierungstechniken macht. Da war ich, glaube ich, zwölf oder dreizehn.
Miriam: Überleg mal, wie cool. Ja. Und danke an deine Eltern.
Florian: Definitiv. Nur dann nach dem ersten NLP-Seminar bin ich in eine Produktmanagement-Rolle reingerutscht. Einfach mal so, es hat sich so ergeben.
Miriam: könnten wir jetzt sagen. Und witzig, dass es unmittelbar danach passiert. Und das sind die Geschichten, die wir von unseren Teilnehmern fast schon abfordern als Feedback, weil wir sagen was? Bitte sagt uns Bescheid, was ihr mit den Sachen danach macht oder was das bei euch für Fortschritte erzeugt oder wie ihr eure Karriere damit noch weiter ausbaut. Und es ist verrückt, was gerade nach so Seminaren, die sehr oft, wir sind noch erfolgreicher ausgelegt sind wie das Sales Pro oder der Kommunikationstrainer. Wie krass die Geschichten danach sind. Also was die direkt feststellen, manche schon während der Ausbildung.
Florian: Beim SalesPro finde ich das wirklich sehr praktisch, weil da der Vorteil ist, bei Vertrieblern sind meistens auch Messwerte im Raum. Also das heißt, wir haben sowas wie KPI, Key Performance Indicator, wo wir eben sagen, wie viele Abschlüsse haben die, wie viel Umsatz generieren die im Monat. Da sind ja tatsächlich Zahlen im Raum in vielen Vertriebsorganisationen. Das heißt, wenn sich da was verändert, lässt sich das auch nachvollziehen, ab wann da ein Lift stattgefunden hat.
Miriam: Was unterscheidet denn Menschen, die besonders erfolgreich sind, in ihrer Sprache? Oder was stellen wir da fest, sind so besondere Dinge, die die tun, die vielleicht andere nicht machen, obwohl sie die gleichen Worte zur Verfügung haben?
Florian: Also was immer wieder im NLP stattfindet, ist diese italienische Stadt, in der wir uns treffen mit anderen Menschen, Rapporto.
Miriam: Das erste, was ich mit anderen... Das habe ich zum ersten Mal gehört jetzt. Machst du das alleine, wenn ich nicht dabei bin?
Florian: Was denn, Raporto? Nach Raporto fahren?
Miriam: Nach Raporto fahren? Ist das gut. Also NLPler haben diesen Witz jetzt verstanden. Alle, die noch keinen NLP...
Florian: Vielleicht. Insofern sind wir nicht in Raporto gewesen mit den Hörern jetzt gerade.
Miriam: Würdest du bitte kurz unsere Hörer mitnehmen nach Raporto?
Florian: Eine der ersten Techniken beim NLP ist ja immer, dass wir sagen, wir möchten in Rapport gehen, also in unseren Bus, ich möchte meinen Bus an die Bushaltestelle meines Gegenübers fahren, wo auch immer die Person da steht. Das heißt, mit möglichst vielen Menschen überhaupt erstmal in eine Kommunikation kommen können. zu sehen, zu hören, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie jemand anders kommuniziert und mich dann darauf einstellen können. Das eine ist die Wahrnehmung und das andere ist die Flexibilität in der eigenen Sprache und im eigenen Verhalten zeigen zu können.
Miriam: Es ist super leicht zu trainieren. Das kannst du zu jeder Tages- und Nachtzeit da draußen machen. Selbst wenn du dein Auto betankst und sprichst drei, vier Sätze mit dem Tankwart, der dich dann abkassiert nach dem Tankvorgang. Weil du feststellen wirst, dass er eine bestimmte Art hat, dich anzusprechen. Vielleicht spricht er besonders leise und macht seinen Mund nicht so ganz weit auf beim Sprechen. Oder es ist so ein Burschikosa, der dich schon begrüßt mit, na, guten Abend. Und wie war die Reise bis jetzt? So ein bisschen Kommunikation auch findet. Und dich darauf einzustellen, auch wenn es vielleicht normalerweise nicht dein Stil wäre, zu kommunizieren, erzeugt sofort ein Feedback.
Florian: Genau, und wenn das besonders gut funktioniert, dann tun wir halt so, also wir tun immer so, als wäre das so ein Schalter. Entweder wir sind in Rapport oder wir sind nicht in Rapport. Das ist diese italienische Stadt. In der Praxis ist es ja tatsächlich so, wir sind mit jedem Menschen um uns herum in irgendeiner Form von Tanz unterwegs. Und manchmal fühlt es sich halt leichter an und leichtfüßiger und wir machen Pirouetten zusammen und haben viel Spaß.
Miriam: und manchmal ist es eben so, dass wir sagen, wir haben uns gegenseitig schon ein bisschen auf die Füße getreten und wir wussten nicht so recht, wer führt.
Florian: Und möglicherweise hatten wir auch Spaß. Und das ist eben das, da fängt dann die NLP-Kunst an. Dafür ist das gut in meiner Welt.
Miriam: Das heißt, wir haben bei Menschen, die große Erfolge generieren, gerade auch im Verhandlungsbereich, stellen wir häufig fest, dass die das unfassbar gut machen. Also dass die andocken an ihr Gegenüber.
Florian: Das ist auch eine Metapher.
Miriam: Und dass sofort so eine Art Vertrauensbasis entsteht. Und auch Vertrauen lässt sich von beiden Seiten übrigens viel besser verhandeln. Egal, wem es jetzt um was geht in so einem Gespräch.
Wozu gehst du da rein? Die Frage nach dem Ziel
Florian: Und dann sind wir auch schon bei dem zweiten, gerade bei den Verhandlungen, eben eine Intention zu haben oder ein, in weniger schlau Deutsch, ein Ziel. Also was ist das, was du aus einer Interaktion mit einem anderen Menschen, wie hältst du es gerne?
Miriam: Das fällt manchen Menschen schwer, wenn sie in Gespräche gehen, vor allen Dingen dann, wenn sie in Gespräche gehen, ist mir aufgefallen, die sie von vornherein als schwierig deklarieren würden. Also das ist ein schwieriger, komplizierter Gesprächspartner, da geht es um ein blödes Thema, das würden wir am liebsten gar nicht besprechen, nur muss halt sein. Und da scheint mir dieses, ich schaue mal, wie würde ich denn gerne aus dem Gespräch rausgehen? Was wäre denn idealerweise in meiner Welt das Ergebnis, wenn wir uns trennen nach diesem Gespräch? So weit gucken wir nicht.
Florian: Oder zusammenbleiben nach dem Gespräch.
Miriam: und noch einen Kaffee trinken gehen. Ja, was auch immer. Und selbst ich ertappe mich dabei, dass ich das an der einen oder anderen Stelle, gerade in den Planungen, in denen wir im Moment sind, echt bewusst mir wieder ins Gedächtnis rufen darf. Dass ich sage, okay, ich habe jetzt gemeckert und gemeckert und festgestellt, was alles nicht geht und was alles schwierig ist. Nur, was wünsche ich mir denn? Was hätte ich denn gerne als Outcome? Und sobald ich das tue, habe ich viel schönere Sätze, viel schönere Argumente, eine viel schönere Stimmung schon in mir, als nur über das nachzudenken, was gerade eben noch schiefgelaufen ist dabei.
Florian: Ich war letzte Woche in einem Training drin auch, wo es um Organisationsentwicklung ging und wo wir ein bestimmtes Format eben beigebracht haben oder eine bestimmte Art und Weise damit umzugehen. Also du hast trainiert? Und in einer der Übungen kamen dann auch eben Fallbeispiele von Teilnehmern auf und dann hat ein Teilnehmer gesagt, ja, in seiner Organisation oder in dem Bereich, in dem er arbeitet, der war vielleicht so Ende 20, Anfang 30, würde er den Schnitt um 20 Jahre nach unten senken, weil die meisten seiner Kollegen stehen irgendwie kurz vor der Rente und es wäre sehr schwer, die noch zu irgendwas zu bewegen. Die sind halt die Gurus, die alle Antworten schon kennen und die alles auch besser wissen als diese jungen Spunde und die wollen auch nicht mehr ausprobieren. Haben sie auch alles schon ein Dutzend Mal gemacht, schon 20 Mal gemacht. Lohnt sich alles auch nicht, funktioniert hier nicht. Und genau da war auch für mich die Frage, wie wäre es denn, wenn es jetzt richtig gut wäre? Also sprechen die denn da drüber? Weil wenn jemand kurz vor der Rente steht, möglicherweise ist dann einfach auch die Aussage, der möchte halt seine Ruhe haben, dann wissen wir es wenigstens. Dann können wir damit umgehen. oder in was für eine Position würden diese erfahrenen Mitarbeiter eigentlich gerne reingehen, also wenn es jetzt wirklich gut laufen würde. Meine Vermutung ist nämlich, dass die nicht einfach diktatorisch bestimmen wollen, wo es hingeht, sondern gerne in so eine Mentorenposition reingehen, nur eben auch an der Stelle irgendwie gewertschätzt haben wollen, dass sie seit 30 Jahren in dem Unternehmen drin sind.
Miriam: Oder was auch immer sie sich wünschen. Was auch immer, genau. Es wäre ja spannend zu wissen, was wünschen die sich denn?
Florian: Wirklich, wie wäre es denn denn gut?
Miriam: Und wie häufig fällt es Menschen Tatsache, sehr schwer in diesen Moment zu gehen, wenn es keine Grenzen gäbe, no limits, wenn alles perfekt laufen würde. Wenn wir danach was zu feiern hätten, was wäre das dann? Nach dem Gespräch.
Florian: Also was ist das Ziel? Nur um es mal auf dem Radar zu haben, um einfach eine Idee zu haben, wie das wäre.
Miriam: Diese Zieldiskussion hatte ich schon mit einigen Menschen, die sich für NLP interessiert haben grundsätzlich und die dann natürlich Kritik an der Stelle hatten und sagten, ja was habe ich denn davon, wenn ich weiß, wie es am besten wäre, das ist ja nur mein Ziel, das erreiche ich eh nicht, also es ist illusorisch mit diesen Menschen, das bekommen wir eh nicht hin. Probier es erstmal aus.
Florian: Miriam und ich haben das in unserer privaten Beziehung, wir haben damit Erfahrungen gemacht. Manchmal haben wir uns schon, weil wir eben beruflich und privat ein Paar sind, manchmal schwappt das eine so ein bisschen in das andere über. Das heißt, wenn wir viel um die Ohren haben, beruflich, dann merken wir das auch privat. Und dann ist es einfach wichtig, dass wir uns manchmal zurückbesinnen, was möchten wir denn jetzt heute Abend haben? Wollen wir die berufliche Diskussion bis 23.50 Uhr weiterziehen? Ist das das Ziel jetzt, was wir haben? Also tut uns das gut, wollen wir das? Weil wenn das so ist, können wir das ja machen. oder wollen wir einfach noch die nächsten zwei Stunden einen schönen Abend verleben? Und dann ist es manchmal wichtig, dass die eine den anderen daran erinnert, dass sie sagen so, jetzt waren zwei Stunden, die wir uns mal genommen haben, um in unserer Beziehung was zu machen, einen lustigen Film zu schauen und eine Runde zu lachen.
Miriam: Und es ist witzig, es macht sofort was mit mir. Selbst wenn Florian derjenige ist, der mich erinnert, der sagt, wie soll denn der Rest des Abends jetzt verlaufen? Was wäre denn so idealerweise heute Abend jetzt mit uns? Das ist in mir so, ich merke so, wie ich Gänsehaut bekomme und wie ich auf einmal denke, ja, am liebsten würde ich jetzt mit dir auf dem Balkon sitzen und die Sterne angucken. Und es sind viel schönere Bilder als jetzt noch zwei Stunden, die wir auch am nächsten Tag noch aufbringen können, um was zu diskutieren.
Florian: Die Arbeit geht uns in der Arbeit nicht aus. Das ist ja auch der Vorteil. Miriam und ich sind beide so kreativ, dass uns immer wieder was einfällt, was wir noch tun können.
Miriam: Beschäftigen können wir uns 24 Stunden, wenn wir es drauf ankommen, wenn wir es laufen lassen. Und mit uns noch eine ganze Armada von anderen Menschen. Das ist nicht das Thema. Also das heißt, der erste Schritt war die Reise nach Raporto. Der zweite Schritt war... Wozu? Wozu nach Raporto? Wozu wollen wir nach Raporto? Willst du schwimmen, willst du segeln, willst du Pizza essen? Das kannst du dir wirklich überlegen. Was ist am Ende?
Erfolgreiche modellieren: einfach fragen, wie sie es machen
Miriam: So und dann gibt es noch ein paar sprachliche Feinheiten und da will ich dich als Hörer, als Hörerin jetzt auch wieder ins Boot holen. Weil es wirklich an der einen oder anderen Stelle total spannend ist, dass du dich genau erinnerst, wie das bei deiner letzten erfolgreichen Verhandlung im Beruf, wie das bei deinem letzten erfolgreichen Flirt war. Ich hätte nie gedacht, dass ich imstande bin, so exzellent zu flirten, dass ich nicht nur meinen Traummann kennenlerne, sondern dass der mich auch heiratet. Irgendwas habe ich richtig, richtig, richtig gut gemacht. Und ich bin wirklich dran. Manchmal abends, wenn ich noch merke, ich habe zu viel Kaffee getrunken und brauche noch einen Augenblick zum Einschlafen, dann liege ich im Bett und denke mir, wie habe ich das da, was habe ich genau gemacht bei Florian? Was habe ich genau zu ihm gesagt? Wie habe ich mich genau verhalten? Das ist wirklich spannend, weil da könnte eine gute Flirtstrategie drinstecken, die ich vielleicht mal in einem Buch verkaufe.
Florian: Hab ich mir überlegt.
Miriam: Weil beim letzten Infoabend in Berlin hat mich danach...
Florian: Da war ich nicht dabei.
Miriam: Da warst du nicht dabei. Es war so großartig. Leute, hab ich schon erwähnt, wir waren in der Vivantis-Klinik eingeladen und zwar im Zentrum für Psychotherapie für Kinder und Jugendliche. und die Chefärztin war auch da bei diesem Infoabend und wir werden wahrscheinlich dort wieder hinreisen und ich bin immer noch völlig berührt von dieser Symbiose, die da entstand, auch die Gespräche danach mit diesen fantastischen Profis im Bereich Psychotherapie, die sich so interessiert haben für das Modell von NLP und ihre Geschichten waren so spannend, ich durfte mir die Stationen angucken. Also ich durfte wirklich, bevor der Infoabend war, überall hin, auch teils mit den Patienten sprechen und es war so ein irres Erlebnis. Und auch da, wenn ich, also bei diesem Infoabend am Ende, da waren ja auch ganz normale Menschen, klingt jetzt in dem Fall so, also es waren nicht alle Psychotherapeuten, die da waren, neurotypische Menschen.
Florian: Also wenn du von den... Ja genau.
Miriam: Nicht nur NLPler und nicht nur Psychotherapeuten waren da, es waren auch ein paar normale da. So und eine junge Frau sprach mich nach dem Infoabend an, weil ich eben auch darüber gesprochen habe, wenn ich was Exzellentes lernen möchte, wenn ich wissen möchte, wie Erfolg geht oder wie noch erfolgreicher geht, dann gehe ich zu Menschen, die noch erfolgreicher sind und frage die, wie sie es machen. Wenn ich wissen wollen würde, wie gute Beziehung funktioniert, dann würde ich eben zu einem Paar gehen, das offensichtlich gut funktioniert. Also wo ich das Gefühl habe, so wie die, das könnte ich mir vorstellen. Jetzt kam sie danach zu mir und sagte, mir fällt kein anderes Paar ein als ihr beide. Ich kenne euch vom Podcast. Ihr seid so süß miteinander und ihr seid so toll. Ich würde gern wissen, wie ihr es macht. Und wir haben zehn, zwölf Minuten gesprochen, weil ich gesagt habe, kannst du mich ein bisschen genauer fragen? Und dann stellte sie mir genauere Fragen. Es war toll. Und dieses Informationen einholen bedeutet, dass du, klar, Menschen ansprichst. Und viele haben da tatsächlich, viele, nicht alle, nur viele Menschen da draußen, die ich kenne, haben Hemmungen zu jemandem, der erfolgreicher, der flirtier, der schicker, gekleidet, der was auch immer ist als sie. hinzugehen und sich selbst und ihm das sozusagen zuzugestehen, dass die Situation jetzt so ist.
Florian: Witzig, weil die meisten Menschen, die in einem Gebiet erfolgreich sind, reden voll gerne über dieses Gebiet.
Miriam: Voll! Voll! Wenn mir jemand solche Fragen stellt, wie ich, der bekommt einen kostenlosen Exkurs ins teure NLP. Florian hat mich teilweise nachts schon unterbrochen um eins, weil ich von zehn bis eins, weil mich jemand geschickt gefragt hat, Practitionerstoff ausgepackt habe. Und hat irgendwann gesagt, so ab jetzt kostet es Geld. Das ist mal gut jetzt. Das ist wertvolles Wissen. Und es war so schön, diese Fragen zu beantworten und zu merken, wie diese junge Frau angefangen hat, wieder zu fragen, wieder Fragen zu stellen. Und nicht einfach nur durch die Welt zu gehen und zu sagen, ich kann halt keine Beziehung. Ich war selbst mal an dem Punkt, ich war an dem Punkt, Miriam, ich, dass ich glaubte, ich sei beziehungsunfähig und viele, viele Menschen da draußen haben mir das gesagt.
Florian: Und dann ist es eben tatsächlich so, die Fokussierung darauf, es gibt auch einen Begriff dafür, so eine positive Abweichung zu haben. In manchen Leuten können halt was oder in manchen Situationen merkt man, dass eine bestimmte Gruppe irgendwie in der Lage ist, Dinge zu tun. Das wäre in dieser Organisation von dem Teilnehmer, den ich letzte Woche hatte, da würde ich halt mal fragen, gibt es irgendwo ein Team, das es irgendwie geschafft hat, wo ältere Menschen, ältere Mitarbeiter sich integrieren mit den Jüngeren? Das wäre die Frage an der Stelle. Oder gibt es einen von diesen erfahrenen Mitarbeitern, gibt es irgendwie einen, der gut klarkommt damit, dass da ein Altersunterschied mit allen anderen da ist? Wie macht er das? Wie denkt er darüber nach? Wie geht er in die Interaktion rein? Wie wird der vielleicht in die Interaktion eingebunden? Um dann davon abzuleiten, was die anderen auch machen könnten oder welche Angebote ich machen kann, wenn ich als Coach dort unterwegs bin.
Miriam: Die Auskünfte, die du an solchen Stellen bekommst, wenn du einen solchen Menschen oder eine solche Gruppe findest, sind meistens spannend. Vielleicht brauchst du nicht alles davon. Nur ein gewisser Teil, bin ich mir sicher, so ist es mir bis jetzt immer gegangen, packe ich ein und denke, boah, wie gut. Wie gut.
Florian: Oder eben der Fokus, also, und ich denke wirklich gerne nach. Nur an der einen oder anderen Stelle kommt dann einfach was von jemanden, wo ich mir denke, da wäre ich nicht drauf gekommen. Oder dass dieser Fokus, diese Perspektive da auch noch mit reinspielt.
Miriam: Oder was, das fängt schon bei der Begrüßung an? So weit war ich manchmal. Dass ich dachte, jetzt echt oder was? Also, dass dieser Mensch erfolgreich Verträge aushandelt, fängt bei der Begrüßung an?
Florian: oder beim Setup, wie ein Gespräch überhaupt zustande kommt, wie überhaupt der Erstkontakt stattfindet.
Miriam: Ist das wirklich in einem Konferenzraum nötig? Oder treffen wir uns lieber in einem schönsten Café der Stadt?
Florian: oder dann bringe ich eine PowerPoint-Präsentation mit und werfe die an die Wand und wir starren da dann alle gemeinsam drauf oder nehme ich einen Flipchart in die Hand oder wie gestalte ich das? Ziehe ich mich so an wie die oder möchte ich mich explizit anders anziehen als sie? Also wenn ich zum Beispiel als Coach, als Organisationscoach in eine Versicherung reingehe, von der ich weiß, die sind sowieso auf dem Weg, irgendwie jünger, moderner, offener zu werden, möchte ich dann im Anzug bei denen auftauchen mit Krawatte und Weste? Ist das das, wo die hinwollen oder passt das dann eher nicht? Das sind ja dann so Fragen.
Miriam: Das sind die Tipps, die du bekommst und du merkst schon, da geht es nicht um Rocket Science. Die meisten Tipps davon sind ziemlich einfach umzusetzen.
Florian: Also ich finde schon, dass da brillante Sachen dabei sind. Manche von denen sind eher durch genaues Hinhören oder genaues Hinschauen dann relativ einfach zu empfinden, dass das irgendwie was Besonderes ist, auch wenn es einfach ist.
Miriam: Und wenn wir jetzt davon, und jetzt sagst du vielleicht, naja, was ich jetzt anhabe, hat ja nicht unbedingt was mit Sprache zu tun. Erstens, um es rauszufinden schon.
Florian: Wir kommunizieren auch über unsere Kleidung.
Miriam: Zweitens, um überhaupt drüber nachzudenken schon.
Der innere Dialog: Welche Stimme läuft, bevor du reingehst?
Miriam: Und das ist die nächste Stelle und vermutlich auch das letzte Chapter, was ich in diesem Podcast aufmachen wollen würde, ist der Gedanke, den du denkst, bevor du irrsinnig erfolgreich handelst, sprichst, verhandelst.
Florian: Dann sind wir wieder bei diesem, glaube ich dran, dass ich mein Ziel erreichen kann, oder?
Miriam: Und noch mehr. Und noch mehr. Das Ziel haben wir schon durch. Also Ziel ist wichtig. In unserer Welt, in Florians und meiner Welt ist es wichtig zu wissen, wozu gehst du jetzt in diesen Raum? Wozu triffst du dich jetzt mit diesem oder jenem Menschen? Wozu machst du das und was wäre der ideale Outcome? Das nächste ist, was denkst du denn generell? Sei mal wach. Was denkst du denn über die Situation, über den vielleicht bis jetzt vorgestellten Schwierigkeitsgrad? Was denkst du über dich als Mensch? Wie erfolgreich kannst du sein? Was denkst du, bevor du in eine Situation hineingehst? Was sind die Gedanken, die du denkst? Eine Woche vorher, zwei Wochen vorher, je nachdem, wann du anfängst, dich darauf vorzubereiten, egal um was es geht, egal um welchen Termin in deinem Leben, egal um was. Meistens wollen wir Menschen, und das ist ja auch verständlich, dass die Termine, die wir haben, privat, beruflich, gesundheitlich, beziehungstechnisch erfolgreich verlaufen. Der Erfolg bei einem Flirt ist bei manchen Menschen sehr eindeutig besetzt. Wie würde ein Flirt erfolgreich enden? Florian guckt schon so ein bisschen... Ich sag jetzt mal nicht schlüpfrig. Das wünschen wir uns. Was passiert, sobald wir klar haben, was wir uns wünschen? Bei vielen Menschen da draußen passiert sowas wie, ich will ja eh nicht stattfinden, das schaffe ich auch gar nicht. Da bin ja auch nicht nur ich für zuständig, da sind ja noch drei andere mit im Raum, die sind eh schwierig. Dann geht dieser sogenannte, und wir sagen im NLP, innerer Dialog geht da los. Also die Stimmen in deinem Kopf oder die eine Stimme. Bei mir sind es viele. Ich habe mich auch damit abgefunden. Ich habe mir jetzt in der Vivantes-Klinik nochmal bestätigen lassen, das ist normal.
Florian: Ja, dass wir mit uns quatschen.
Miriam: Im Rahmen der Möglichkeiten, dass da lauter Normale saßen, war ich auch normal. Also, dass wir mit uns quatschen, auch in unterschiedlichen Stimmen mit uns quatschen. Dass wir vielleicht in der einen oder anderen Situation die Stimme unseres Mathelehrers im Kopf haben.
Florian: Was?
Miriam: Ja, manche Menschen hören die Stimme von Lehrern, die irgend so einen komischen Kram sagen. Oder auch gute Sachen. Ich höre die Stimme meiner Mutter, wenn ich Klamotten kaufen gehe. Meine Mutter ist mein ständiger Begleiter. Ich weiß! Es würden einige sagen, nimm doch lieber einen Stylisten mit. Ja, meine Mutter hockt in meinem Kopf, wenn ich Klamotten kaufe. Und irgendwie finde ich es ja auch süß, weil ich höre ihre Stimme auf Hessisch. Das hat irgendwie Charme. Da fühle ich mich auch so darm irgendwie. Und ich habe gelernt, mich ihren Anweisungen an der einen oder anderen Stelle zu widersetzen.
Florian: Das sind Anweisungen.
Miriam: Ja, klar. Also im Winter weiße Sachen kaufen. Da gibt es eine eindeutige Ansage von meiner Mutter, an die ich mich sehr gut erinnere.
Florian: Das ist sehr unpraktisch.
Miriam: Und in meinem Kopf ruft es dann sowas wie... Die hatte ja auch immer gewaschen, als du nur neun warst. Ja, genau. Ja, richtig. Die hatte ja die Waschmaschine da rumliegen, stehen, sitzen.
Florian: Tatsächlich, die wäscht ja nicht mehr für uns. Das kann ihr ja gerade egal sein.
Miriam: In vielen Situationen und nach den Jahren Beziehung jetzt mit Florian, höre ich Florians Stimme. in der einen oder anderen Lebenssituation. Unsere Teilnehmer schildern uns, dass sie Florians Stimme hören, weil Florian mit unseren Teilnehmern in den längeren Seminaren Entspannungsübungen macht und dafür eine wunderschöne Sprechstunde macht.
Florian: Das klingt total seltsam, wenn du so Entspannungsübungen sagst. Das sind Trance oder Hypnosen oder geführte Meditation oder wie auch immer.
Miriam: Ja, genau. Und unsere Teilnehmer sagen in Situationen, wo sie sich früher aufgeregt hätten, kurz vor dem Termin hören sie Florians Stimme in ihrem Kopf, die eben sowas sagt wie entspann dich erstmal oder atme mal tief durch. oder was auch immer die da hören, ich habe keine Ahnung, ich will es auch vielleicht gar nicht wissen.
Florian: Oh nein, oh nein, oh nein, oh nein! Jetzt geht es gleich los!
Miriam: So und da darfst du da eine Wachheit zu entwickeln, wie du selbst mit dir und auf dich einquatschst in der einen oder anderen Situation deines Lebens.
Deinen eigenen Soundtrack wählen
Florian: Miriam hat jetzt lange darüber gesprochen, dass da irgendwie komische Stimmen sind, die von irgendwo kommen. Am Ende des Tages, es gibt nur einen Menschen, der die macht. Das heißt, was dir gut tut und was du gerne hören würdest an Soundtrack zum Leben, welche Musik du einspielst, wenn du tolle Momente haben möchtest. Wir waren, als wir in Orlando letztes Jahr waren, zum Trainer's Training, waren wir auch in einem Freizeitpark und da gab es eine Achterbahn, Rocket Ride. Da konnten wir unseren eigenen Soundtrack auswählen. Also da hatte jeder Mitfahrende in dieser Achterbahn, hatte eigene Boxen um die Ohren herum und dann konnten wir einspielen, was wir gerne als Rock'n'Roll oder Techno-Soundtrack haben.
Miriam: Ich habe nicht verstanden, wie die Knöpfe gehen. Ich hatte dann generisches Techno, während wir gefahren sind.
Florian: Ich habe vor der Fahrt, habe ich mir hier schön eingestellt, ZZ Top. Das passt.
Miriam: Das passt, ja.
Florian: Und seitdem ist das auch eine schöne Erinnerung, wenn ich dieses Lied höre.
Miriam: Ja, das ist das Nächste, worauf wir dich noch, und das ist vielleicht auch ein bisschen eine fortgeschrittene Übung, nur warum nicht? Also probieren kannst du es ja mal. Und dich selbst sehr genau zu beobachten, dir selbst sehr genau zuzuhören und in dich reinzufühlen, was du vor solchen vermeintlich wichtigen Augenblicken tust, wie du denkst.
Florian: und welche von den Stimmen eigentlich in die Vergangenheit gehören, weil die mal da waren, als du neun warst und inzwischen bist du an einer ganz anderen Stelle.
Miriam: Ich frage mich dann immer, wenn ich jetzt das Geld hätte für so einen teuren Motivationstrainer, der personal wäre, also der nur für mich da ist. Und der würde neben mir stehen. Was würde der mir jetzt sagen? Und der würde mir bestimmt nicht sagen, oh nein, oh nein, oh nein, oh nein. nicht? In meiner Welt nicht. Und ich weiß sogar, wie der klingen würde. Der hätte eine coole Stimme. So ein bisschen wie Werner Reinke, HR3-Hitparade. Kennst du nicht mehr. Nur so eine Stimme hätte der. Und mit dieser Stimme, das ist keine Stimme, der kam aus dem Weltall, der Typ. Diese Stimme, vielleicht lebt der sogar noch, ich weiß es gar nicht. Mit der würde ich dann so motivierende Sachen hören.
Florian: So voll um dich herum oder wie?
Miriam: Ja, krass. Stell dir mal vor, der sagt zu dir sowas wie, du gehst da jetzt rein und rockst die Hütte, Baby. Du siehst toll aus.
Florian: Wäre jetzt nicht. Also wie lustig. Das wäre das, was...
Miriam: und es ist was anderes als das, was ich früher mit mir gemacht habe.
Florian: Welchen Text hättest du denn gerne? Ich glaube, das ist auch einfach eine dieser Fragen, die du dir mal stellen darfst. Dann sind wir bei sowas Ähnlichem und doch bei was ganz anderem als diese Zielfrage. Ich lese im Moment auch ein Buch, wo es darum geht, wie wir uns selber behandeln und wie liebevoll du mit dir selber umgehst. Und an der Stelle wäre es ja schon mal die Frage, Was wäre denn das, was du gerne zu dir sagen wollen würdest? Also wenn du diese Stimme mal lauter machst, die irgendwie nette Dinge zu dir sagt. Hörst du dann sowas wie, du gehst da jetzt rein und rockst die Hütte, Baby? Oder welchen Text hättest du gerne? Welcher Stimmlage? Oder welche Musik möchtest du drunter haben?
Miriam: Weiß ich auch. Also kommt auf die Situation an. In Flirty-Situationen habe ich tatsächlich einen anderen Soundtrack als in geschäftlichen Veranstaltungen.
Florian: Marvin Gay? Auch.
Miriam: Ich habe ein paar Anker auf Marvin Gay. War jetzt wieder für die NLP-Lau. War ich nicht in Raporto unterwegs jetzt? Ja, das stimmt. Mit meiner Anka-Ansage. Und wir haben über Anka eine ganze Podcast-Folge vorliegen.
Florian: Wir haben auch über Passing und Leading jeweils Podcast-Folgen gemacht in unserem NLP.
Miriam: Ach, ich will eine Podcast-Folge über die Reise nach Raporto machen.
Florian: Ja, vielleicht machen wir das mit unseren, wir sind ja im März wieder in Orlando, vielleicht fragen wir unsere italienischen Kollegen mal, ob wir eine englische Folge machen können über Rapport.
Miriam: Das wäre toll. Und am 4. startet ja der Frühjahrs-Practitioner bei uns.
Florian: Am 4. Februar.
Miriam: Am 4. Februar. Und mit unseren Teilnehmern reisen wir auf jeden Fall nach Rapport dieses Jahr. Ich lasse mir so ein Raporto-T-Shirt machen.
Florian: Mit so mehr... Urlaub in Raporto.
Miriam: So ein bisschen toskanische Pflanzen.
Florian: Und da sind wir dann halt wieder dabei, dass das so klingt, als ob entweder sind wir da oder wir sind nicht da. Dabei ist es ja tatsächlich ein gradueller Übergang. Und an der einen oder anderen Stelle bist du vielleicht sehr im Einklang mit jemand anders. Und an anderen Stellen habt ihr euch bisher noch auf die Füße getreten beim Tanzen. und jetzt geht's ums Kommunikative, um den kommunikativen, was gibt's da alles, Drive.
Miriam: Oh, Paso Doble.
Florian: Ja.
Miriam: Haha. Cha-cha-cha.
Florian: Oder Tango.
Miriam: Yeah. Gut, ihr Lieben. In diesem Sinne, Florian und ich üben jetzt ein bisschen Tanzen.
Florian: und Miriam schreibt weiter fleißig kilometerlange Facebook-Posts.
Miriam: Nein, mach ich nicht. Wirklich.
Florian: Das war mal ein Ausrutscher.
Miriam: Und der ist genial geworden. Schau auf Facebook nach. Im Moment ist er ja ganz aktuell. Gut zu sehen auf meiner Timeline. Gut. Dann würde ich sagen... Es reicht, ne? Erfolg genug. Wir sind bei 36 Minuten. Erfolg genug generiert, ihr Lieben. Tschüss, bis nächste Woche. Vergesst unsere, ne, denkt an unsere Bewertungen bitte. Also Bewertung für uns. Bewertungen.
Florian: Zwei Gehirne, ein Podcast. Nächste Woche wieder am Dienstag. Bis dann.
Miriam: Ciao. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.