Ein Teufelchen auf der Schulter, das dir ständig einflüstert, dass du etwas nicht kannst — meistens dann, wenn's beruflich wichtig wird. Eine Hörerin hat genau davon geschrieben und gefragt, wie sie dieses Vieh zum Schweigen bringt. Miriam und Florian nehmen die Metapher mal ganz wörtlich und probieren aus, was passiert, wenn du der Stimme im Kopf plötzlich einen Dialekt gibst, sie hochpitchst oder ihr kündigst. Und ganz nebenbei erfährst du, warum Miriam heute selbst so gar keine Lust auf diese Aufnahme hatte.
Heute mal gar keine Lust
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. So, heute hab ich gar keine Lust.
Florian: Wieso hast du heute gar keine Lust?
Miriam: Ich habe heute Koffer gepackt, ich fliege ja nach München und wir haben hier noch viel zu tun. Ich habe noch einen ganzen Berg Wäsche und ich habe mir die ganze Zeit in meinem eigenen Kopf gedacht, weil es war auch keiner da, mit dem ich hätte reden können oder mit dem ich mein Leid hätte klagen können. Da habe ich mir die ganze Zeit gedacht, auf was ich jetzt am wenigsten Lust habe, ist Podcast aufnehmen. Und das habe ich mir mantraartig runtergebetet, bis ich es noch mehr gefühlt habe. Und dann habe ich es so sehr gefühlt, dass ich mich am liebsten hingesetzt hätte und hätte gesagt, diese Woche gibt es keinen.
Florian: Dann hören wir doch einfach einen Podcast.
Miriam: Ich habe mich hier gerade geoutet.
Florian: Ja, gut. Das braucht nie jemand hören.
Miriam: Stimmt.
Florian: Wir haben ja die Wahl, ob wir es tun oder nicht.
Miriam: Wollen wir einfach mal Molekülrauschen posten?
Florian: 30 Minuten.
Miriam: Und dann behaupten, es ist eine neue Meditationstechnik.
Florian: Oder da liegt irgendeine Frequenz drunter. Was wäre denn das Thema? Das Thema ist eine Zuschrift.
Miriam: Wir haben eine ganz süße Zuschrift bekommen von einer ganz lieben Facebook-Followerin, die bei fast jedem Training dabei ist, was wir dort geben und auch schon bei Trainings am Mittwoch war. Und sie ändert gerade ganz viel in ihrem Leben und macht das auch ganz toll und hat gefragt, was sie mit dem kleinen Teufelchen tun soll, das auf ihrer Schulter sitzt und ihr ständig reinflüstert, dass sie was nicht kann.
Florian: Ach, das wäre das, oder wie?
Miriam: Sie meint, das ist der Grund, warum sie langsam vorankommt und bestimmte Dinge nicht tut, obwohl sie sie tun sollte.
Florian: Weil das kleine Teufelchen ihr ins Ohr flüstert.
Miriam: Sie sagt das oder sie schrieb, das ist ein kleines Teufelchen.
Florian: Das ist schon spannend, was wir für Metaphern haben als Menschen, was sich so natürlich anfühlt. Weil wenn jemand in einem normalen Gespräch sowas zu mir sagen würde, würde ich wahrscheinlich nicken und sagen, ja verstehe ich, dass das so ist oder dass jemand das so wahrnimmt. Dabei ist es ja... Das kleine Teufelchen?
Miriam: Ja, wobei diese Engelchen-Teufelchen-Nummer, die habe ich auch schon als Kind kennengelernt. Also die scheint schon was älter zu sein.
Florian: Grafiken dazu.
Miriam: Gute Stimme, die böse Stimme im Kopf. Huiuiui.
Florian: Den weißen Wolf, den schwarzen Wolf kenne ich auch, gleiches Ding.
Miriam: Das habe ich noch nie gehört.
Florian: Ja, gibt es auch eine Geschichte dazu, welchen wir füttern wollen durch unsere Aufmerksamkeit, durch unsere Energie. Gleiche Geschichte, ne? Ja. Also, das heißt, es gibt da irgendwie... Also allein schon der Gedanke, dass ich ständig zu dritt bin. Würde mich... Ist doch schön, oder? Dann bist du nie alleine. Nee.
Miriam: Dann wäre ich ja nie alleine. Stell dir mal vor, ich will aufs Klo. Was soll ich mit denen dann machen?
Florian: Ja, das ist der Nachteil dann wahrscheinlich beim Engelchen-Teufelchen sein. Dass die halt immer mitkommen, ne?
Miriam: Überleg mal. Du willst in Ruhe dein Geschäft erledigen? Und hast schlecht die zwei Typen da mit. Also irgendwo hört es bei mir auf.
Florian: Auf der anderen Seite, wenn die sowieso vor der Klotür warten würden, also wenn die sozusagen auf dem Klo nicht auftauchen, dann halt einfach... Dann würde ich einfach aus dem Klo nie wieder rauskommen.
Miriam: Aus dem Klofenster rausklettern? So wie in so einem Film, weißt du, wo die Gangster in der Toilette durch die Gitterstäbe klettern.
Florian: So, wenn wir es wörtlich nehmen, ist das dann... Ich mag das.
Was, wenn wir die Metapher ernst nehmen?
Miriam: Ich mag sowas wörtlich zu nehmen. Das bedeutet ja auch, dass wir es ernst nehmen, ihr Lieben. Also, wenn jemand sowas behauptet, dass da ständig ein Teufel auf seiner Schulter sitzt, würden wir, also wenn wir es ganz, ganz, ganz wörtlich nehmen, würden wir sagen, gut, da liegt ein schweres psychisches Leiden vor, weil der sich Dinge halloziniert, die nicht da sind, denn wir sehen dieses Teufelchen nicht. Wenn es auf der Schulter sitzt, sitzt es ja draußen. Da müsste ja jeder Mensch, der einem begegnet, müsste ja sowas sagen wie, Entschuldigung, du hast da was.
Florian: Das sieht nicht gut aus.
Miriam: Ich meine, wenn da wenigstens dann auf der anderen Seite noch so ein schicker Engel sitzt, könnte man ja sagen.
Florian: Genau, das ging mir eben auch durch den Kopf. Was, wenn sozusagen auf der anderen Seite vom anderen Team ist gerade niemand verfügbar oder so?
Miriam: Vom anderen Team? Was heißt das denn?
Florian: Das verstehe ich. Das wäre ja auf der einen Seite, das ergibt sich ja aus dieser Metapher ganz natürlich. Auf der einen Seite sitzt irgendwie so ein Teufelchen. Nur was ist mit Team Angel?
Miriam: Hatten die keine Zeit? Die haben aufgegeben.
Florian: Die haben aufgegeben.
Miriam: Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Kann ja sein, dass dieser Teufel da rumbrüllt irgendwie. Dass der laut ist.
Florian: Und die generelle Situation wäre, dass jemand mit sich selber quatscht, weil das ist es ja dann. Gedanken im Kopf. Gedanken im Kopf haben, die nicht hilfreich sind oder nicht nützlich sind im Sinne von einer positiven, guten Zielerreichung. Oder jetzt in dem konkreten Fall, hat die Zuseherin geschrieben, um was es ging?
Miriam: Nee, nicht genau. Und wenn, würde ich es glaube ich auch ungern im... Ja, ja, genau.
Florian: Nee, nur hätte ja sein können, dass es um Hausarbeit geht oder um beruflich.
Miriam: Nee, es geht um ihre Karriere. Um Karriere, okay. Ja, also sie will ein eigenes Unternehmen aufbauen, hat schon damit angefangen. Es geht darum, das jetzt größer zu machen, sichtbarer zu machen.
Florian: Und dann gibt es immer mal wieder, und dann sind wir im NLP, würden wir dem eben den Begriff geben, der interne Dialog. Also die Gedanken, die wir mit uns denken, wo wir mit uns selber in Sparring...
In welcher Sprache denkst du eigentlich?
Miriam: Das ist jetzt mal ein ganz spannender Test. Für alle, die uns zuhören bei diesem Podcast. Wenn du denkst, wenn du für dich allein, wir gehen davon aus, dass du das tust, weil du hörst diesen Podcast, das ist schon ein gutes Zeichen. Jetzt gehen wir mal davon aus, du denkst und du bist allein abends im Bett, bevor du einschläfst oder irgendwo mal in Ruhe und du denkst so vor dich hin. In welcher Sprache tust du das dann? Tust du das in Deutsch oder auf Deutsch oder hast du eine andere Muttersprache? Manche Muttersprachler, die aus anderen Ländern kommen, die denken zum Beispiel, also haben wir schon öfter im Seminar auch gehabt, die denken in Englisch, Französisch oder auf Türkisch und sprechen Deutsch. Nur das ist unterschiedlich. Also es ist mal ganz spannend, das rauszufinden.
Florian: Das ist ja schon die spannende Frage. Wir nehmen es wirklich mal ernst, weiterhin. Wenn das Engelchen oder das Teufelchen auf der Schulter sitzt, wie spricht dich das dann an? Sagt das, ey, du, oder, ey, ich weiß nicht, wie bekommt es denn überhaupt Aufmerksamkeit, ne?
Miriam: So, wenn du dich da jetzt nochmal weiter untersuchst und rausgefunden hast, in welcher Sprache du denkst, dann könntest du dich noch weiter untersuchen, also mal noch ein bisschen präziser werden und dich mal... Bonjour, Monsieur. Ja, also wie diese Stimme im Kopf, denn Gedanken sind ja schon Sprechen. Das ist nur im Kopf, nicht auf dem Außenlautsprecher. Ob die einen bestimmten Klang hat, ob die sich ein bisschen anhört wie deine eigene Stimme oder ob das die Stimme von anderen ist und du brauchst es niemandem zu verraten. Ich weiß, manche Teilnehmer sind dann so, ich höre ganz viele Stimmen, ich höre die von meinem Mathelehrer, die von meiner Mutter, die von mir selber, wenn ich denke, das ist super, das ist völlig normal. Also das kann passieren. Manche Menschen haben einen großen Chor sozusagen im Kopf von unterschiedlichen Stimmen, manche haben das ein bisschen sortierter und ausgewählter oder haben sich angeeignet, alles schon auf ihre eigene Stimme zu tun. Das hat nichts mit einer, also das ist völlig normal. So macht unser Gehirn das. Nur es wäre mal spannend, das rauszufinden. Und gerade an den Stellen, wo diese Zuhörerin, Zuseherin eben das Gefühl hat, der Teufel meldet sich, wäre es ja auch ganz spannend. Da könnte sie ja selber mal zuhören. In welcher Art und Weise verändert sich dann diese Stimme im Kopf, dieses Denken? Ist es noch die eigene Stimme? Ist es eine andere? Erkennst du die? Ist die dann irgendwie aggressiver oder ist die nett? So ein Teufel kann ja auch total... Schmeichelnd daherkommen. Ja, so verlockend.
Florian: Hallo.
Miriam: Ja, das gibt's ja auch.
Florian: Wie geht's dir?
Miriam: Ja.
Florian: Hast du nicht Lust, was anderes zu machen heute Abend? Ja, bleib doch mal bei deinen Leisten, du süßer Schuster.
Miriam: Ja, kann ja sein, dass der Teufel sowas macht. Oder er ist vielleicht wirklich so truff, dass der so ätzend ist, weißt du, so sagt, das können wir eh nicht, kannst du nicht, so.
Florian: Können sie nicht.
Miriam: Vielleicht sieht's der sogar, ja. Vielleicht ist das so ein Arroganter.
Florian: Cool wäre ja auch Französisch, ne? Bonjour, Monsieur.
Miriam: Je ne crois pas, ich glaube nicht, dass sie das gönnen. Ich als Französischer. Der könnte auch so einen amerikanischen Slang haben.
Florian: Da ist der ja gar nicht mehr so ernst zu nehmen.
Miriam: Lassen wir mal. Das ist ja nicht schön. Ich frage mich auch manchmal, wie die heißen, die Biesser. Könnte man sich auch überlegen. Das ist dann einfacher, wenn so ein Hund sich mal schlecht benimmt und ein Herrchen sagt, sitzt platt, platt, still.
Florian: Dann brauchen wir ja auch einen Namen.
Miriam: Dann heißt er ja vielleicht Bello und dann ist das auch einfacher, das irgendwie auszusprechen.
Florian: Dann weiß Bello auch, dass er gemeint ist. Richtig.
Vom Pitchen der Stimme bis zum Trainerwechsel
Miriam: Das sind alles so Spiele, die spielen wir im NLP bewusst, für alle, die es interessiert. Das ist im Practitioner eine der ersten Lektionen, wo es um die sogenannten Submodalitäten geht. Da haben wir auch einige Folgen zu produziert. Die findest du so um die 170er rum. Weil wir ja auch sehr viele NLPler haben, die uns zuhören. Also das ist so ein klassisches Spiel, was du spielen kannst, um erstmal rauszufinden, wer da überhaupt wirklich mit dir spricht.
Florian: Also wenn du es wirklich wissen wollen würdest. Wahrscheinlich ja nicht wer, sondern wie du selber mit dir sprichst. Ja, genau. Also an irgendeinem bestimmten Punkt ist es ja auch wieder sinnvoll, den zurückzuziehen und zu sagen, da gibt es ja niemanden da draußen. Ja, genau. Ich habe mir die nicht eingefangen, als ich versehentlich ohne Maske draußen war. Sondern das ist ja was, was du selber produzierst. Und dann ist ja die Frage, was hast du dir für seltsame Angewohnheiten gemacht, wie du mit dir selber sprichst. Oder vielleicht hast du ja auch großartige Angewohnheiten, wie du mit dir sprichst. Also wir könnten es ja genauso auf der anderen Seite nutzen. Das ist ja schon cool, wenn sich so jemand von den wichtigen Arbeiten oder den wichtigen Themen abhält. Dann könnten wir das ja auf der anderen Seite auch nutzen, um so einen Coach zu etablieren. Also vielleicht braucht es ja nur einen Wechsel von der Persönlichkeit oder man muss mal eine interne Neuorganisation anstreben, wo bestimmte Stellen einfach nicht mehr besetzt werden.
Miriam: Das ist auch cool. Das wäre für mich so ein allerletzter Schritt, weil am einfachsten wäre es natürlich, diese teuflische Stimme, die da ab und zu scheinbar wäre und irgendwelche seltsamen Dinge von sich gibt, die mal so zu verändern, wie wir das eben schon gemacht haben. Also die könnte plötzlich ein Dialekt auch sprechen, die könnte sehr anhören, wie so ein bayerischer, weißt du ja, so... oder in Hesse. Die sind ja auch immer so gemäß, weil es ist ein Unterschied, wenn so ein Teufel sagt, ich glaube nicht, dass du das kannst. Da ist es irgendwie einfacher. Da kannst du sagen, hä, was willst du mir denn sagen? Und ich bin aus Hessen, ich darf das.
Florian: Entschuldigen Sie, würden Sie bitte von meiner Schulter runtergehen.
Miriam: Entschuldigung, würden Sie bitte hochdeutsch mit mir sprechen? Können wir damit schon mal anfangen? Nur da ist plötzlich ein anderes Gefühl, das kannst du gerne mal ausprobieren. Es funktioniert richtig gut, da mal so ein bisschen dran rumzuschrauben oder die Stimme so zu pitchen, als hätten wir so einen Mischpult, so einen Tonmischpult im Kopf und wir könnten den Klang der Gedanken, könnten wir über das Mischpult ziehen und zum Beispiel so hochpitchen, dass das klingt wie Mickey Maus oder wie Donald Duck oder wie so eine kleine Biene.
Florian: Du, wenn der nur Blödsinn sagt, dann kannst du den auch einfach schneller machen. Bei YouTube und bei den modernen Videoplattformen gibt es das ja auch. Anderthalb, zweifache, zweieinhalbfache Geschwindigkeit. Wahrscheinlich weiß man ja sowieso schon, was er sagen wird.
Miriam: Ich mache das immer, wenn ich bei meinen Kosmetikvideos so Inhaltsstoffe aufzähle, wo ich weiß, das merken sich meine Zuschauer nicht genau. Und wenn dann jemand schreibt, es hat noch nie jemand geschrieben, nur wenn dann jemand schreibt, würdest du mir die Inhaltsstoffe bitte nochmal genau mitteilen, schreibe ich gerne eine Liste auf. Da kenne ich nichts. Ja, also das wäre sicherlich eine der Maßnahmen, die schon mal hilft. Dann, was wirklich auch geht, also wenn dieser Teufel sowieso schon outgesourced ist, also wenn du den wirklich sozusagen vor dem inneren und äußeren Auge wahrnehmen würdest, dann spielen wir mal damit. Also dann könnte man den ja tatsächlich mal ein bisschen kleiner machen, ein bisschen doofer klingen lassen.
Florian: Oder halt den Wechsel, den Trainerwechsel.
Miriam: Oder Trainerwechsel beantragen, ja, an höchster Stelle. Wir sind ja alle gut angebunden.
Florian: Mal ein neues Casting machen für einen neuen Trainer.
Miriam: Ja, der andere Sachen sagt, was würde der dann sagen? Wenn da so ein Typ wie Tony Robbins sitzen würde oder so, der so, los, du machst das, du schaffst das, ey, boah, jetzt aber, da passiert was. Also das geht bis hin zu diesem Embodiment. Also wenn du dich sozusagen zu was bringen möchtest, was dich vielleicht die ganze Zeit noch ungewohnt angefühlt hat. Dann könntest du eben auch anfangen, dich vielleicht erstmal gerade hinzusetzen und mit lauter klarer Stimme zu denken oder bestenfalls sogar nach außen zu sagen, ich stehe für diese Art von Gespräch nicht zur Verfügung. Das macht was. Das klingt jetzt alles so witzig, nur wenn du es mal ausprobierst zu Hause, das ist wirklich cool. Das geht. So habe ich mich zum Beispiel auch zum Kofferpacken gebracht. Es ist für mich normalerweise ein leichtes, meinen Koffer zu packen. Im Moment fühlt es sich so ein bisschen edge an. Erstens durch die ganze Reisesituation gerade, also ich reise ja beruflich und verpflichtend, nur es ist so, ja, wenn ich es vermeiden könnte, wenn ich eine Möglichkeit hätte, sie von zu Hause aus zu senden, würde ich das tun. Dann ist es jetzt ausgerechnet an zwei Wochenenden, die ich so halb abschneide durch dieses...
Florian: Also die Zeit, wo wir alle hier Ruhe zu Hause haben und Dinge tun können.
Miriam: Und da zieht natürlich so dieses Gefühl, mich lieber auch mit dem Rudel aufs Sofa kuscheln zu können. Natürlich freue ich mich auf diese Woche bei HSE. So ist es nicht. Also auf diese Sendewoche beim Homeshop. Ich freue mich riesig da drauf. Ich weiß, das wird auch voll die Gaudi und ich habe wirklich geile Produkte mit im Gepäck. Wir haben so Angebote, weil es ist die erste sogenannte Joker-Woche, die ich da machen darf. Wir haben es so krachen lassen. Und da brauche ich das auch oder gebrauche ich das. Also wenn ich merke, das setzt so ein dieses, wird jetzt eigentlich, das ist eine innere Denke, das ist jetzt mein innerer Dialog und das klingt auch übrigens genauso, so wie ich das eben, es wäre jetzt viel schöner, wenn ich einfach mich aufs Sofa, es wäre viel schöner, wenn ich jetzt.
Florian: Wir Menschen sind wirklich, wirklich witzig, dass wir sowas können. Also, dass wir auch in verschiedenen Stimmen und Arten miteinander sprechen. Mit uns selbst.
Miriam: Mit anderen haben das vielleicht schon viele mehr im Bewusstsein geübt. Dass die das auch innerlich machen, das fällt ja manchen erst auf, wenn die so einen Podcast hören.
Florian: Plötzlich stehst du da irgendwo und denkst dir, was habe ich denn da eben zu mir selber gesagt? Wo kommt das denn her?
Miriam: Hab ich das gerade gedacht? Tut das jetzt gut?
Florian: Also hilft mir... Und das sind halt die eingefahrenen Bahnen, die wir uns irgendwann angewohnt haben. Und da mag ich NLP auch total gerne. Dass wir eben nicht uns großartig damit beschäftigen, wo kommst du her oder was ist das? Weil Angewohnheit da ist halt Angewohnheit da. Ich hatte mal eine Phase, da war ich sehr großer Kinderriegel-Konsument. Achso, jetzt brauchen wir auch noch andere Dinger. Duplo, das ist alles das gleiche Konzern. Ist doch egal, komm. Ja.
Miriam: Wir haben die selber bezahlt.
Florian: Wir haben die damals selber bezahlt, genau. Und das war halt meine Angewohnheit. Also ich meine, das war halt, ich habe dann, erstens habe ich immer dafür gesorgt, dass welche zu Hause sind und zweitens habe ich immer dafür gesorgt, dass wenn ich an meinen Schreibtisch gegangen bin, dass da einer neben mir lag oder dass ich einen mitgenommen habe. Das sind ja Dinge, die wir uns irgendwann mal angewöhnt haben, wo die dann herkommen, ob ich da verführt wurde oder was auch immer, ist vielleicht ja sogar zweitrangig für die Veränderung. Weil das, was ich einfach tun durfte, ist, lass die Sachen einfach da, wo sie sind oder hör auf, bestimmte Sachen zu tun. Das war ja das. Und dann habe ich es eben durch was anderes ersetzt. Nehme mir einen Kaffee mit oder ein Glas Wasser und ersetze das dadurch. Das ist ja das Schöne am NLP, weil wir dann eben sagen würden, jetzt ist die da, was machen wir denn jetzt mit der, um damit mehr Spaß zu haben? Und wenn die schon so einflussreich ist, dann würde ich den Trainerwechsel anstreben.
Danke sagen und tschüss — die Stimme verabschieden
Miriam: Ich finde den witzigen Umgang auch ganz hübsch irgendwie. Im Coaching würden wir uns ja sogar einen Augenblick lang fragen, wozu war das Vieh gut? Also vielleicht hatte das mal einen ganz wichtigen Job. Also vielleicht war dieser kleine Teufel sogar, bevor wir ihn in die Rente schicken, vielleicht war der früher in deinem Leben, als du noch nicht Unternehmerin sein wolltest oder konntest und noch andere Pläne hattest, vielleicht hat er dich vor Blödsinn bewahrt auch ein Stück weit.
Florian: Oder zum Erfolg gebracht bisher.
Miriam: Oder zum Erfolg gebracht bisher. Und ich brauche das gar nicht weiter zu analysieren. Wenn wir uns sowas zulegen, normalerweise wir Menschen und unser Gehirn arbeitet ja für uns, gehen wir davon aus, dann tun wir das ja mit bester Absicht. Und ich verabschiede solche metaphorischen Gestalten, ich kann das wunderbar übrigens, also ich kann mich selbst zu irgendwas in Gedanken machen, wenn ich die nicht mehr haben möchte oder wenn ich merke, die Zusammenarbeit taugt nicht mehr und ich möchte die gerne ersetzen durch den nächsten Level. Ja. Dann verabschiede ich die mit Danke. Danke für das, was du bis jetzt gemacht hast. Ich habe zwar nicht verstanden, was es soll, nur Dankeschön. Es war bestimmt für irgendwas gut. Und jetzt Tschüss. Ja, weil es reicht ja auch irgendwann.
Florian: Genau, und dann ist eben Hilfe zur Selbsthilfe, also dann ist eben die Möglichkeit eben zu sagen, wie können wir es denn uns innerlich anders klingen lassen oder anders tun, weil so wie es bisher war, ist jetzt einfach mal Schluss.
Miriam: Und da die Gedanken, die wir denken, ja unsere Gedanken sind, da gehe ich mal von aus. Wir sind vor Überraschungen manchmal nie gefeit. Nur grundsätzlich bei Menschen, das was du in deinem Kopf denkst, gehört dir. Und das kannst du auch beeinflussen. Du kannst ja auch in deinem Kopf, das ist jetzt ein Experiment, um dir zu beweisen, wie kraftvoll du deine Gedanken selbst steuern kannst. Du könntest ja jetzt mal ganz kurz anfangen, innerlich alle meine Entchen zu singen. Das geht nämlich. Du kannst dir innerlich alle meine Entchen vorsingen.
Florian: Das Witzige ist, ich habe auch angefangen, immer mal wieder einen internen Soundtrack zu machen. Das habe ich von Miri sehr stark gelernt. Immer mal wieder. Der Vorteil ist, wenn ich innerlich singe und irgendein Lieblingslied singe oder den Hit des Tages singe, in der Zeit kann ich nicht mit mir quatschen. Der Gesang ist einfach innen drin.
Warum Singen die Angst blockiert
Miriam: Da kommt übrigens noch was total krasses dazu. Es gibt eine Studie und ich finde die irgendwann, weil ich hatte die schon mal vorliegen. Ich weiß, dass es die gibt. Die ist fantastisch und das ist aus meinem Psychologiestudium noch. Da ging es darum, dass wenn wir singen, blockieren wir im Gehirn die Region, mit der wir uns Angst machen. Das heißt, wenn jemand singt, kann er sich nicht fürchten. Das wurde früher auch genutzt bei Soldaten. Wenn die halt gesungen haben, wenn die in Krieg marschiert sind, dann konnten die sich zu dem Zeitpunkt nicht fürchten. Und das ist sehr spannend. Ich habe damit tatsächlich auch schon, keine Ahnung, wenn ich beim Arzt früher Blut abgenommen bekommen habe oder sowas. Das mache ich heute mit anderen Sachen. Mittlerweile durch das NLP ist das eh keine Herausforderung mehr. Nur früher habe ich dann laut gesungen. Die Ärzte fanden das natürlich teilweise witzig, teilweise nicht so witzig, nur ich habe mir damit eben auch selbst geholfen. Und deswegen dieses innerliche Singen ist eine total krass geile Methode, Entschuldigung, dass ich das so sage, nur es ist so, um sich sehr schnell selbst zu helfen aus so einer Situation. Und wer jetzt sagt, boah, ich finde das spannend oder du hast es ausprobiert und merkst, wie cool das ist, in einem Coaching zum Beispiel kann das natürlich auch nochmal ein bisschen expliziter mit dir persönlich bearbeitet werden. Also nur mal so der Hinweis drauf. Wir kennen sozusagen mittlerweile in ganz Deutschland haben wir Coaches sitzen. Das heißt, wir können dir auch Adressen rausgeben. Wenn du dich da interessierst, melde dich gerne unter info at kontext*denken.de. Dann helfen wir dir da gerne weiter. Und ansonsten, wenn dich das interessiert, was wir hier machen mit der Kommunikation, dann kommst du mal in unsere Facebook-Gruppe. Weil da sind wir nämlich jede Woche einmal live ein Stündchen mit NLP-Training unterwegs. Kostenlos, zum Reinschnuppern und es ist wirklich Training. Ich glaube, es gibt auf Facebook, ich habe bis jetzt noch keine andere Gruppe gefunden, wo wirklich trainiert wird, wenn es heißt, wir trainieren was. Wir trainieren da mit den Leuten. Kannst in die Gruppe gehen und mal fragen, in die Runde, wie das so ist. Einmal in der Woche, geben wir den Termin bekannt, ändert sich immer mal.
Florian: Die Gruppe heißt NLP und dann Leerzeichen Training at Home. Richtig.
Miriam: Und alle neuen, wer es gleich ernst meint, sagt, ich mach gleich Spiel Practitioner, dann schaust du mal auf unserer Seite vorbei, www.kontext*denken.de, da sind alle Termine aufgezählt.
Florian: So, klingt ja so, als wären wir jetzt fertig.
Miriam: Für mich ist das Thema durch.
Florian: Was ist denn jetzt mit diesem, dass du am Anfang mi, mi, mi Richtung Podcast gesagt hast? Wir wollten ja gar nicht, also veröffentlichen wir den jetzt oder lassen wir das?
Miriam: Also heute habe ich wirklich, ich habe mich zu schwach gefühlt. Um selbst innerlich zu singen. Bei mir ist die probateste Methode, ich habe verschiedene Party-Soundtracks auf verschiedenen Plattformen hinterlegt. Auf Spotify gibt es eine Miri Catch a Good Mood Soundliste zum Beispiel. Habe ich auch den Link schon ein paar Mal veröffentlicht. Hören jetzt viele mit schon. So, und wenn ich mir die aufziehe auf den Kopfhörer... Dann singt halt von außen jemand für mich. Da würde ich so einen kleinen Teufel, den würde ich ja nur noch sehen, den würde ich ja nicht mehr hören. Das wäre ja sehr witzig, wie der sich aufregt dann, dass ich seine Stimme nicht mehr höre. Nur ich würde halt tanzen und grooven und der könnte da halt irgendwie so vor sich hin eiern.
Florian: Also veröffentlichen wir ihn. Nichts mit dem großen Experiment 30 Minuten Stille.
Miriam: Das haben wir ja vereitelt, dadurch, dass wir uns hingehockt haben und die Kopfhörer aufgesetzt haben mit den Mikrofonen dran. Ihr habt nochmal Glück gehabt da draußen. Das hat Florian gerettet für euch heute, sonst hätte es nicht stattgefunden. Dann sagen wir Tschüss. Bis dann.
Florian: Tschüss.
Miriam: Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.