NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 97

Coaching wider Willen

Wir sehen es doch ständig: Menschen, die ganz offenbar ihr volles Potential nicht ausschöpfen. Wie schade. Dabei wüssten wir genau, was sie tun könnten, um endlich das Leben ihrer Träume zu leben.

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In dieser Folge

Darum geht es

Tolle Eigenschaften haben sie, und wunderbare Fähigkeiten auch. Und was tun sie? Sie verlieren sich und ihre Kraft in täglichem Jammern, in Frustmomenten, in einem Dasein ohne wahren Sinn und völlig außerhalb ihrer Bestimmung. Fällt es da nicht unter "Unterlassene Hilfeleistung", wenn wir nicht hingehen und ihnen erklären, was sie tun sollten? Wenigstens das Angebot machen? Unser lieber Trainerkollege André Bachmann stellte uns die Frage nach dem "Drang, anderen zu helfen, auch wenn sie vielleicht noch nicht verstanden haben, dass sie diese Hilfe dringend brauchen". Und das ist sooooo ein tolles Thema für Coaches, Trainer und Supporter - denn alle, alle, alle kennen wir das. Wir würden so gerne. Und dennoch beherrschen wir uns. Warum eigentlich? Dieser Podcast stellt die Mündigkeit von Erwachsenen in Frage. Und es gibt guten Anlass. Miri hatte nämlich eine gaaaaanz fürchterliche, nächtliche Autofahrt. Und Florian würde sooooo gerne helfen... Im September gibt es noch Plätze für die Ausbildung zum NLP Practitioner mit Miri und Florian in der Trainer-Position und der international anerkannten Zertifizierung über die Society Of NLP unter Dr. Richard Bandler. Mehr Infos findest Du unter www.kontext-denken.de Bewerte diesen Podcast bei iTunes. Du findest ihn unter "kontext*denken - zwei Gehirne, ein Podcast". Wir freuen uns, wenn Du mit Deiner Sterne-Vergabe noch mehr Menschen das Finden dieses wöchentlichen Hörwerks erleichterst. Und wenn Du uns öffentlich Deine Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Unseren Video-Podcast (mit bewegten HD-Bildern in Farbe) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX

Diesmal wird das Thema am lebenden Objekt durchgespielt: Miri kommt mit richtig schlechter Laune vom Stau und aus Gladbeck an, Florian will helfen — und sie will partout nicht. Es geht um die NLP-Grundannahmen "der Flexiblere führt" und "wenn etwas nicht funktioniert, tu etwas anderes", um Pacing und Leading, die 5%-Regel und die Frage nach Intention und Triangulation. Außerdem: die Geschichte vom Sechsjährigen, der "unter Protest" gute Laune bekommt, ungefragtes Coaching gegen den Widerstand und wo die Grenze liegt, jemandem in schlechter Stimmung zu helfen, der keine Hilfe will.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Eine furchtbare Autofahrt und Andrés Frage
  2. Der Flexiblere führt: gute Laune als Sog
  3. Unter Protest gute Laune: die Geschichte vom Sechsjährigen
  4. Kochlöffel, Kybernetik und der Kopfschmerz-Trick
  5. Pacing und Leading: den Bus an die Bushaltestelle fahren
  6. Nicht labern, praktizieren: Intention, Deal und die Freiheit, nein zu sagen

Miri kommt an: durch Gladbeck geirrt, dreimal umgeleitet, Google Maps hat sie im Stich gelassen — und richtig schlechte Laune im Gepäck. Florian will helfen. Miri will nicht. Genau da setzt die Frage von André an: Darf man Menschen helfen, die (noch) gar keine Hilfe wollen? Diese Folge zeigt dir das Thema nicht in der Theorie, sondern live an einem der beiden selbst.

Eine furchtbare Autofahrt und Andrés Frage

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Florian: Miri sagt heute nicht zuerst irgendwas.

Miriam: Stimmt.

Florian: Miri schwingt sich noch in den Podcast hoch.

Miriam: Und jetzt? Du nimmst mich nicht mal ernst, ich sehe es in deinem Blick.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Ich hatte wirklich eine ganz fürchterliche Autofahrt. Es ist alles schief gegangen. Wurde dreimal umgeleitet, weil irgendwelche Autobahnabschnitte gesperrt waren. Dann bin ich durch Gladbeck gefahren.

Florian: Durch Gladbeck?

Miriam: Das ist nicht lustig. Warst du schon mal in Gladbeck? Nein.

Florian: Nichts gegen die Gladbecker, nur uiuiui.

Miriam: Und ich habe mich total auf Google Maps verlassen und dann habe ich mich verfahren.

Florian: Als ich angerufen habe. Ja. Was ist denn heute das Thema, das wirklich so passend ist wie selten?

Miriam: Heute bist du derjenige, der das Thema vorstellt.

Florian: Dürfen wir den Namen sagen? Klar. André hat uns geschrieben und hat gefragt, darf man anderen Menschen in seiner Umgebung helfen, wenn die keine Hilfe wollen?

Miriam: Was ist denn da dran lustig? Ich hätte Hilfe gebraucht, einen Hubschrauber.

Florian: Einen Hubschrauber, der dich hierher fliegt? Ja. Voll gut. Zur Erklärung, ich bin mal wieder auf Geschäftsreise unterwegs und Miri ist mir nachgefahren und hat eine ganz furchtbare Autofahrt.

Miriam: Ja.

Florian: Durch Gladbeck.

Miriam: Nee, das war nicht das Einzige.

Florian: Darf ich dir jetzt helfen oder darf ich dir nicht helfen? Das ist ja genau Andrés Frage.

Miriam: Nein, ich komme schon klar.

Florian: Dass du klar kommst, ist klar. Die Menschen in unserer Umgebung sind ja alle erwachsen.

Miriam: Außerdem will ich deine schlauen Ratschläge nicht. Nur weil du immer denkst, du kannst schon alles. Ist doch so. Du weißt nicht, wie sich das anfühlt.

Florian: Doch, ich bin auch von Düsseldorf hierher gefahren.

Miriam: Nicht durch Gladbeck. Deswegen kam ich von der falschen Seite ans Hotel. Da war nicht die Straße, von der du gesagt hast, dass sie da ist. Und dann stand ich mitten in Münster. So, und jetzt?

Florian: Ja.

Miriam: Und ich will keine Hilfe.

Florian: André, die Antwort ist, den Menschen in deiner Umgebung zu helfen, nur gegen ihren Willen.

Miriam: Was? Ja. Und wie willst du es machen, wenn ich mich weigere? Wenn ich einfach sage, ich verbringe den Rest des Abends jetzt damit, über Gladbeck her zu grumpfen. Was ist dann?

Florian: Dann kitzel ich dich.

Miriam: Das sind grobe Methoden.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Das hat auch nichts mit NLP zu tun.

Florian: Kitzeln. Kitzeln, klar. Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, das ist eine der NLP-Grundannahmen. Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, dann tu etwas anderes.

Miriam: Wenn du mich kitzelst, beiß ich dich in den Arm.

Florian: Wenn du mich in den Arm beißt, dann pieks ich dich.

Miriam: So, da wird doch nichts.

Florian: Klar. Ich finde es voll lustig, dich zu pieksen.

Miriam: Wenn die Leute da draußen jetzt glauben, dass das NLP ist, dann haben wir keinen guten Job gemacht. Weil dann sagen die, ach, dann können meine Kinder ja NLP.

Florian: Oh, doch.

Miriam: Was? Oh doch.

Florian: Oh doch. Weil das Wichtige ist ja, den State zu halten, egal was in der Umgebung passiert.

Miriam: Mach ich.

Florian: Ich auch. Jetzt hat Miri gelacht. Aber sie sagt es jetzt nicht, weil im Moment könnte sie nichts sagen, ohne dass sie schon... Ach Mann. Mir ging es eben wirklich nicht gut bis jetzt.

Miriam: Ich wollte mir auch wirklich nicht helfen lassen. Ich war mal richtig sauer. Ich habe mich so richtig stinkig gefühlt.

Florian: Wir haben das seit einer halben Stunde hier.

Miriam: Ja.

Florian: Und dann haben wir beschlossen, jetzt fangen wir trotzdem mit dem Podcast an.

Miriam: Ich finde die Frage gut.

Florian: Die Frage ist exzellent. Ich mache gerade hier in Münster ein Training, eins von den Standard-Trainings, wo ich inhaltlich arbeite, also inhaltlich Team-Training, wie gehe ich mit Projektmanagement um in Firmen und versteckt mache ich immer auch NLP.

Miriam: Nein.

Florian: Doch. Deswegen darf ich das eigentlich nicht sagen.

Miriam: Ist das legitim? Weiß ich nicht. Also ich meine, ist das in Ordnung? Wenn die Leute nicht unterschrieben haben, dass sie das haben möchten?

Florian: Aus so einer Räucherstäbchen-Wattebausch-Sicht haben sie mich in ihr Leben gezogen.

Miriam: Jetzt fang nicht schon wieder an mit ESO-Kram. Immer wenn ich in unseren Vorträgen sage, dass du der ESO-Beauftragte von uns beiden bist, bekomme ich schwere Widerpforte.

Florian: Also begeben die sich in meine Umgebung und tue ich deswegen was mit denen? Na klar. Okay. Auf ganz vielen verschiedenen Ebenen.

Der Flexiblere führt: gute Laune als Sog

Miriam: Ist das schon öfter passiert, dass ich in einen Raum kam und es war mega Stimmung und dann wurde meine Stimmung auch besser. Obwohl ich gerade nicht so gut gelaunt war. Weil ich sozusagen in einem...

Florian: Sehr gemein von denen.

Miriam: Ja.

Florian: Ich bringe regelmäßig in Trainings Menschen zum Lachen.

Miriam: Das ist auch echt manipulativ, wenn ich es mir jetzt überlege. Nur wenn ich die Leute gefragt hätte, die in dem Raum waren und im Rheinland gibt es oft Räume, in denen Menschen sind, die laut lachen. Wenn ich jetzt diese Leute, wenn ich denen den Vorwurf machen würde, wenn ich reingehe und sage, hey... Ihr Gruppe. Ihr manipuliert mich gerade. Ich bin hier reingekommen aus dem schönsten Stau. Und mir ging es richtig doof. Und ich komme jetzt hier rein und ihr lacht alle, ist das doch. Das ist nicht okay. Und ihr seid so massiv guter Laune.

Florian: Und in die andere Richtung. Es ist auch nicht okay, dass morgens, ich bin fröhlichster Laune, gehe in die Arbeit und morgens kommt mein Kollege schlecht gelaunt ins Büro rein. Das ist nicht okay. Das ist die fieseste Manipulation nach unten.

Miriam: Vielleicht möchte er dir helfen.

Florian: Was dabei, meinen guten State zu verlieren?

Miriam: Naja, dich anzupassen.

Florian: Dich anzupassen?

Miriam: Ja.

Florian: An die Zombie-Konzerte.

Miriam: Oh, oh, oh. Das ist ja auch nicht überall gleich. Es gibt ja Firmen, in denen es tendenziell ganz gute Laune gibt.

Florian: Ich glaube, es gibt Firmen, in denen Laune schwieriger ist als in anderen Firmen und es gibt immer wieder Individuen da drin, die trotzdem lustig sind, die trotzdem lachen und trotzdem Spaß haben. Also egal, die kontextfrei einfach lustige Menschen sind.

Miriam: Weißt du, was eben echt doof war, als du mich gefragt hast, was kann ich jetzt tun, damit es dir ein bisschen besser geht?

Florian: Fandst du doof?

Miriam: Ja, weil in meinem, also dadurch, dass ich mich wirklich schlecht gefühlt habe und ich habe mich tatsächlich, also das ist jetzt nicht für diesen Podcast hingeschauspielert, sondern ich bin hier angekommen mit richtig Brass in der Magengrube. Und als du mich das gefragt hast, und ich kenne diese NLP-Frage, als du mich das gefragt hast, war meine spontane Antwort, lass mich in Ruhe.

Florian: Genau die Frage, die André gestellt hat. Was mache ich dann mit diesen Menschen? Flexibler sein? Ja.

Miriam: Und jetzt kann ich schon seit fünf Minuten diese schlechte Laune nicht so richtig halten. Also im Moment fühlt es sich so abgehackt an und das fühlt sich auch nicht gut an.

Unter Protest gute Laune: die Geschichte vom Sechsjährigen

Florian: Meine Lieblingsgeschichte ist da unser Sechsjähriger. Früher, wenn wir ihn am Tisch umgesetzt haben, wenn wir gesagt haben, wir mischen die Tischordnung durch und er nicht neben Mama Miri sitzen durfte. Dann hat er manchmal richtig schlechte Laune entwickelt, weil er neben seinem Bruder an der Tischecke sitzt. Ein ganz normaler, richtig guter Platz an unserem Abendessentisch. Und trotzdem nicht das, was er sich vielleicht vorher vorgestellt hatte. Und dann hatte der am Anfang richtig schlechte Laune. Und alle anderen am Tisch haben sich köstlich unterhalten, nur er hatte schlechte Laune. Und ich habe das Gefühl gehabt, dass irgendwann in ihm drin so... Eine Unentschlossenheit war. Da war auf der einen Seite diese Sturheit. Ich lasse mich doch nicht jetzt von der guten Laune der anderen anstecken, während ich doch noch hier eine Rebellion zu kämpfen habe, eine Fahne zu verteidigen, die schon lange nicht mehr da ist. Und die Lösung, wir haben sie schon mal im Podcast erzählt oder in unserem Workshop erzähle ich die gerne. Theodor macht dann unter Protest mit. Also er hat dann gute Laune, weil das ist ja das, was eigentlich viel mehr Spaß macht. Nur unter Protest. Das für die ganzen Sturköpfe da draußen.

Miriam: Ich will auch nicht unter Protest.

Florian: Du darfst unter Protest, unter Protest gute Laune haben.

Miriam: Doppelt protestiert.

Florian: Es ist Meta-Protest.

Miriam: Meta-Protest?

Florian: Ja, es ist auf einer höheren Ebene protestierst du dagegen, jetzt gute Laune zu haben.

Miriam: Ich will jetzt auch keine gute Laune haben. Das passt auch nicht zu meinen Erlebnissen, die ich gerade hatte. Das stimmt. Und nur weil ein anderer gute Laune hat oder andere, kann ich ja mal üben, mich zu widersetzen.

Florian: Das stimmt. Das ist ein gutes Protestrecht. Du darfst dich so schlecht fühlen, wie du willst. Wirklich. Das ist mein voller Ernst. Jeder darf sich so schlecht fühlen, wie er oder sie will. Den ganzen Tag von mir aus. Nur nicht in meiner Umgebung.

Miriam: Es ist so, Leute, wirklich.

Florian: Und ich vermute, dass das der Hintergrund auch von der Frage ist.

Miriam: Dieser Podcast ist ein Podcast, der euch wirklich Einblicke gibt in unser Beziehungsleben und ich hoffe, dass ich nach diesem Podcast Beileidsbekundungen per E-Mail bekomme, weil ihr vielleicht mitbekommt, was hier abgeht. Ich sitze einem Triple Practitioner, Master Coach-Trainer gegenüber, international, Doppellizenzierung. Ich habe sozusagen keine Chance. Meine Seele hat keine Chance gegen diese massive Manipulation. Egal mit welch schlechten Gefühlen ich auch immer, ich übe, egal mit welch schlechten Gefühlen ich komme, es wird noch nicht mal angekündigt, dass mir geholfen werden soll. Und es wird mir ja auch nur geholfen im Sinne von dem Menschen, der glaubt mir helfen zu wollen. Es ist ein ganz komplexes Konstrukt an, ich will mich selbst beweisen, ich möchte schlechte Laune haben weiterhin, obwohl ich weiß, dass es nicht gut ist für mich. Und die Wahrheit ist, da sitzt mir einer gegenüber, der durch seine sture, stoische, gute Laune alles kaputt macht. Das ist doch nicht okay. Guck mal, was meine Stimme macht. Die kiekst.

Florian: So geht es nicht. Ja. Und jetzt? Was ist denn deine Antwort auf Andres Frage?

Miriam: Warum überhaupt was mit anderen Menschen zu tun haben?

Florian: Warum nicht nach Vanuatu ziehen und am Strand leben?

Miriam: Was ich gemerkt habe ist, jetzt aus meiner hochmanipulativen Perspektive, wenn jemand schlecht gelaunt ist und ich gehe hin und sage, ich möchte dir helfen und ich glaube, dass ich das aufgrund meiner Ausbildung auch kann, dann geht es erst richtig ab. Das mache ich auch nicht mehr. Früher hatte ich hin und wieder den Impuls.

Florian: Und jetzt?

Miriam: Und es wäre kostenlos gewesen.

Florian: Kostenloses Coaching. Ohne Auftrag. Richtig. Auftragsloses, deswegen ohne Kostenvoranschlag.

Kochlöffel, Kybernetik und der Kopfschmerz-Trick

Miriam: Du, ich habe was Tolles gelernt.

Florian: Guck mal, ich kann dich zum Lachen bringen, indem ich dich mit dem Kochlöffel in die Seite pikse.

Miriam: Das ist nicht NLP, wir haben tolle Formate.

Florian: Wieso ist es nicht NLP? Flexible... Eine der anderen Grundannahmen in der NLP, das flexibelste Element, bestimmt, wohin das System geht.

Miriam: Es gibt NLP-Fachleute, die diesem Podcast zuhören.

Florian: Oh nein!

Miriam: Die haben gerade das mit dem Kochlöffel gehört.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Ich möchte es dir nur sagen.

Florian: Ja, und wir haben im NLP diese Grundannahme, der Flexiblere führt.

Miriam: Das stimmt.

Florian: Kommt aus der Kybernetik. Die Idee ist, wir sind ja umgeben von Systemen. Also du in deinem Team, du in der Familie, du in deinem Hobby, in deinem Verein, was auch immer du tust, ist ja immer ein Zusammenschluss von mehreren Leuten, die sich gegenseitig beeinflussen auch. Wer führt das System? Wer bestimmt, wie sich das System bewegt? Das Element, das am flexibelsten ist. Und wer mit Kochlöffeln in die Seite piksen kann, könnte damit flexibel sein. Wenn das nicht funktioniert, dann tue etwas anderes. Mein erster Versuch mit einem Kochlöffel wäre, auf den Kopf zu dotzen.

Miriam: Sag mal, das tut doch weh.

Florian: Hauptsache eine State-Veränderung, ganz ehrlich.

Miriam: Du meinst von frustriert nach noch frustrierter?

Florian: Manchmal bei den Jungs. Und die gesamte fünfte Klasse von unserem Großen stimmt mir zu, dass Gegenschmerz voll Sinn ergibt.

Miriam: Jetzt auf mit solchen Aussagen. Doch, wirklich.

Florian: Letztens war ich da. Die haben ein wunderschönes Theaterstück aufgeführt. Und einer der Hauptdarsteller... Hatte Kopfschmerzen. Habe ich gesagt, soll ich dafür sorgen, dass du nicht mehr an deine Kopfschmerzen denkst? Hat er gesagt, ja, habe ich ihm vor das Schienbein getreten. Hat er gesagt, au! Und, denkst du noch an deine Kopfschmerzen? Nein, mein Fuß tut weh.

Miriam: Ja, das ist doch keine Lösung.

Florian: Es ist eine Lösung.

Miriam: Also haben dich dann zwei zurückgetreten, ich hab's gesehen. Das stimmt. Und dann haben wir gelacht. Im Prinzip hast du dich aufgeopfert. Das stimmt.

Florian: Und geht's auch ohne Kochlöffel? Ja, na klar. Nur wenn sich Menschen sehr wehren wollen gegen was auch immer ich ihnen anbiete. Huiuiui. Gibt's eine Stelle, wo du aufgibst? Bei dir?

Miriam: Nee, bei mir nicht, habe ich gerade gemerkt. Ich habe auf allen Rohren gefeuert.

Florian: Du bist meine Traumfrau. Bei dir gebe ich nicht auf. Bei dir ist es einfach... Ich möchte dich lachen sehen. Bei jemand anders da draußen, ja.

Miriam: Gibst du dann auf irgendwann?

Florian: Wenn jemand partout mir sagen würde, ich möchte jetzt nicht, würde ich sagen, alles klar. Ich kann auch weinend mit jemand da sitzen. Das ist alles fein. Nur ist es vielleicht nicht der State, den wir in bestimmten Situationen, zum Beispiel wenn wir einen Podcast aufnehmen, haben wollen. Für mich ist immer die Frage, was ist die Intention in jedem Moment?

Pacing und Leading: den Bus an die Bushaltestelle fahren

Miriam: Ich finde das ganz schön in meinem Fernsehkaufhaus, wo ich live sende, dass ich mir vorstelle, nebst dem Job, den ich dort habe, nämlich Dinge verkaufen und eine gute Unterhaltung bieten währenddessen, dann stelle ich mir vor, und ich sehe es nicht, ich kann es noch nicht mal überprüfen, dass da draußen vielleicht auch 1, 2 bis 10 oder mehr Zuschauer sind, die gerade nicht so gut gelaunt waren, als sie den Fernseher eingeschaltet haben. Und nachdem sie die Sendung geguckt haben, geht es ihnen ein bisschen besser. Und ich habe bestimmt nicht in die Kamera gesagt, hallo ihr Traurigen da draußen. Jetzt!

Florian: Ihr Traurigen! Und du bist aber auch nicht hingegangen und hast für die Paar eine traurige Sendung gemacht.

Miriam: Nein, das würde ja auch nicht helfen.

Florian: Das ist ja dann auch Coaching.

Miriam: Das würde uns vielleicht zusammenschweißen. Ja, genau. Empathisch, also gemeinsam. Nur die Idee ist ja, dass ich dadurch, dass ich in der Sendung immer fröhlicher und immer fröhlicher und noch fröhlicher werde, dass ich einen kleinen Sog erzeuge nach dahin. So wie bei unserem Sechsjährigen, der am Tisch irgendwann den Sog spürt von den anderen Dreien, die viel Spaß haben.

Florian: Und wo sein Gehirn irgendwann geht, hallo, die wollen Spaß haben.

Miriam: Und ich mag den Sog dahin, mag ich lieber. Was schwerlich, glaube ich, geht, ist von 0 auf 180 zu gehen, was Taron im Phantasialand macht. Ich meine, ich finde das schon cool. Also es geht, es geht. Also das ist eine Magnetbahn, die ist ganz neu gebaut. Wir fahren ja gerne Achterbahn, Florian und ich.

Florian: Inzwischen anderthalb Jahre alt, oder?

Miriam: Ja, wo eine Achterbahn steht und wir sind gerade da, wird sie gefahren, mehrfach. Und wir waren auch mit unter den Ersten, die diese ganz neue Achterbahn im Phantasialand gefahren sind. Und das Ding beschleunigt tatsächlich, ich glaube, in drei Sekunden auf 120. Irgendwie so ein Kram macht die, ne? Ich hab's jetzt nicht genau im Kopf. Auf jeden Fall ist es schon ein krasses Gefühl, weil die wird nicht einen Berg runtergeschubst, sondern die wird einfach über so einen Magnetantrieb...

Florian: Und die meisten Menschen haben nicht trainiert, so schnell von einem Gefühl in ein anderes Gefühl umzuschalten.

Miriam: Ja, genau. Es geht.

Florian: Es würde gehen, ja.

Miriam: Also du machst das bei mir. Bei dir sehe ich keine sanften Übergänge, wenn ich hier ankomme und sage, ich bin durch Gladberg gefahren.

Florian: Und mit vielen anderen Menschen bin ich sehr viel sanfter. Ja, das stimmt. Also Tatsache.

Miriam: Ist es dann so eine Art, ich verstehe den anderen auch, also im NLP reden wir von Leading und Pacing, also ich würde jemandem ein Stück weit ins Jammertal folgen, damit ich nicht von 0 auf 180 oder einen viel zu großen Treppenstufenschritt gehe. Und ich sage nicht... Schau mich an, guck mal, wie ich es mache. Ich bin jetzt erst ein bisschen traurig und dann geht es mir ein bisschen besser. Und wenn ich dann meine Mundwinkel ein bisschen nach oben mache, dann geht es mir noch besser. Das mache ich nicht. Ich sage ja nicht, was ich tue, sondern ich verstehe denjenigen. Das heißt, du könntest jetzt anfangen, mich zu verstehen, Florian.

Florian: Ich verstehe dich ja.

Miriam: Du verstehst mich? Ja. Das Gefühl habe ich noch nicht.

Florian: Voll gut. Und du hast zwischendurch schon gelacht.

Miriam: Ich habe mir die lustigste Musik im Auto angemacht und habe nicht gelacht.

Florian: Und du lachst zwischendurch immer wieder. Wenn das mit ungeübteren Menschen, also wenn es quasi nicht NLP-Trainer wären, die mir gegenüber säßen, die sich ja da auch selber helfen könnten, wenn sie nur wollen würden und das einfach aus Sturheit jetzt vielleicht nicht tun oder aus anderen guten Gründen. Dann würde ich auch das machen. Ich habe mal diese 5%-Regel gehört. Ich gehe auf den anderen zu, ich fahre meinen Bus, meine Emotionen an die Bushaltestelle des anderen, lasse ihn einsteigen und bringen uns dann gemeinsam 5% ein Stückchen nach vorne. Also in sehr kleinen Schritten in die Richtung, in die ich als Angebot gebe, dass ich sage, komm, lass uns irgendwie... Ein bisschen lustiger sein oder ein bisschen fröhlicher sein oder was auch immer. Oder vielleicht aus einer tiefen Traurigkeit raus einfach zu sagen, lass uns irgendwie überlegen, was könnte ein Abschluss sein oder wann könnte das sein. Und wenn jemand einfach traurig sein möchte, ist das auch okay. Also es ist wirklich ja. Die Frage ist immer, was ist die Intention? Wenn ich einfach empathisch mit meiner... Mit meiner Freundin oder meinem Freund unterwegs sein will. Ich erinnere mich an eine ganz furchtbare, also tatsächlich war das damals für mich furchtbar, eine Situation, als ich acht oder neun war, da ist bei uns auf dem Balkon eine Grille gestorben. Und ich habe die im Garten begraben, wirklich. Das war eine ganz traurige, wenn jetzt einer von unseren Jungs ankäme und würde sagen, das ist irgendwie traurig jetzt gewesen. Würde ich sagen, alles klar, ja, dann lass uns irgendwie Begräbnis machen und sonstiges. Und an schöne Situationen denken, die wir mit Grillen erlebt haben. Und dann eben in dieser Traurigkeit drin, es ist ja auch okay, wenn wir gemeinsam Zeit verbringen möchten und die Intention für den Moment ist, dass wir was gemeinsam erleben, okay, fair enough. Nur wenn wir einen Podcast machen, ganz ehrlich. Ja.

Nicht labern, praktizieren: Intention, Deal und die Freiheit, nein zu sagen

Miriam: Ich glaube, dieses Erklären, was ich vorhabe, hat an vielen Stellen, oder das Leben hat mich gelehrt, dass das nicht der Weg ist.

Florian: Was heißt erklären?

Miriam: Also wenn ich an unseren NLP Practitioner denke, wo die Menschen, die teilnehmen, viele Formate lernen, die tatsächlich wie Übungen anzuwenden sind. Also ich mache mit mir oder mit jemand anderem eine tolle Übung, die tatsächlich sehr gut funktioniert im Bereich, jetzt geht es dir besser oder wir können mal die Perspektive wechseln oder was auch immer. Dann ist das super, wenn einer sagt, oh ja, mach das doch mal mit mir, toll, ja, das möchte ich auch mal erfahren oder ich möchte sogar lernen oder was auch immer. Nur, wenn jemand eben einfach in einem schlechten Gefühl drin hängt und der festen Überzeugung ist, dass er von alleine da gar nicht raus kann oder auch will, was ich gar nicht hinterfrage, dann gibt es Situationen, in denen ich es gut finde, wenn wir gemeinsam mit dem Bus ein Stückchen bergauf fahren und es uns dann besser geht, zum Beispiel ein Interviewpartner von einer Sendung. Den hätte ich gerne aufgeräumt, neben mir stehen, allein schon ihm zuliebe, dass er vor der Kamera einen guten Eindruck macht, dass wir beide glänzen können, dass er im bestmöglichen State neben mir steht. Dann erkläre ich nicht, was ich mache, sondern genau das, was Florian während dieses gesamten Podcast schon tut mit mir, was ich ja merke.

Florian: Das macht es nur noch schlimmer.

Miriam: Das macht es noch schlimmer. Und glaub nicht, dass ich mich nicht mit aller Kraft wehre. So, ich erkläre das nicht, sondern ich mache. Einer unserer Teilnehmer hat ja NLP, was korrekterweise neurolinguistisches Programmieren heißt, übersetzt mit nicht labern, praktizieren, was wir beide sehr, sehr cool finden. Denn es geht im Leben nicht darum, Dinge zu erklären, sondern es geht darum, in die Tat zu gehen. Und die Tat heißt, ja, es kann sein, dass ich eine Idee hätte, wie es dem anderen besser gehen könnte. oder was er alles besser machen könnte, damit es ihm noch viel besser geht oder damit er endlich das Leben seiner Träume lebt oder damit er endlich Gas gibt und in sein Potenzial kommt oder damit er endlich seine Berufung findet und die erfüllt. Klar, manche Menschen glauben das wahrscheinlich auch von mir und glauben was völlig anderes als ich.

Florian: Ja, das stimmt.

Miriam: Wenn wir alleine vom Gefühl ausgehen, ist es toll, wenn du die Fähigkeit hast, ohne es zu erklären, durch dein sensibles Verhalten Menschen ein Stückchen weit mit den Berg in die guten Gefühle hinaufzunehmen.

Florian: Alleine auch deswegen, und da sind wir dann in, welche Brillen haben wir, um die Welt zu sehen und uns zu erklären, welche Wahrgebung geben wir der Welt da draußen. Ich habe für mich gemerkt, richtig gute Entscheidungen treffe ich, wenn es mir halbwegs gut geht, also mindestens halbwegs gut geht, oder wenn ich mich gut fühle. Wenn ich in meinen Ressourcen bin, wenn ich das Gefühl habe, ja, ich habe Kraft und ich möchte was erleben da draußen, dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Entscheidungen besser werden. So, wenn jetzt jemand in einem Zustand ist von, weiß ich nicht, morgens ins Büro reinkommen und schon gar keinen Bock mehr. Wird diese Person dann gute Entscheidungen treffen für den Tag? Meine Vermutung eher nein. Und da abstrahiere ich dann einfach von mir heraus. Deswegen mache ich mal das Angebot, nach oben zu fahren. Wenn jemand nicht möchte, ist es tatsächlich fair.

Miriam: Wie sieht das in der Praxis aus?

Florian: Solche Angebote? Ich erzähle blöde Witze zum Beispiel.

Miriam: Das stimmt. Das ist keine Lüge. Ja. Das ist absolut wahr. Florian bringt das wirklich.

Florian: Ja.

Miriam: Guck mal hier. Ist das dann ein billiger Trick?

Florian: Ja, das ist ein teurer Trick. Hat ganz schön viel Geld gekostet.

Miriam: Das ist zu lernen. Wir schenken euch den jetzt hier im Podcast.

Florian: Nee, dann tatsächlich den einfach mal in den Raum zu werfen. Und wenn dann mein Gegenüber einmal lacht, gehe ich davon aus, okay, jetzt sind wir vielleicht an einer besseren Stelle, um drüber nachzudenken, was passiert hier gerade, weil Lachen ja auch entspannt und du fühlst dich ja dann einfach besser, ohne vielleicht genau zu wissen, warum oder ohne selbstbewusst darüber nachzudenken. Und dann ist der Moment, Entscheidungen zu treffen für, wie soll es jetzt eigentlich weitergehen in der nächsten halben Stunde, in der nächsten Stunde.

Miriam: Ich bekomme von drei, vier Leuten sehr regelmäßig auch sehr lustige YouTube-Clips geschickt. Also wirklich lustige. Freue ich mich immer, wenn von denen WhatsApp kommt mit so einem YouTube-Clip.

Florian: Wir haben ganz viel auch den Witz von Olli empfohlen schon.

Miriam: Ja, das stimmt.

Florian: Ein YouTube-Kanal, wo jemand, der Olli, immer ganz tolle Witze erzählt. Und eine der Haupteigenschaften von diesem YouTube-Kanal ist, dass Olli noch mehr Spaß hat als alle Zuschauer. Alle anderen. Das ist der Beste. Voll gut. Das ist der Beste. Manche von den Witzen sind bisher, genau. Ja, es kommt gar nicht auf den Witz an. Würde ich nicht mehr weitererzählen. Ja. Nur ist es einfach so ansteckend.

Miriam: Ja.

Florian: Und oftmals geht es ja darum, also dann bin ich total im Arbeitskontext bei mir drin. Das ist was für mich unglaublich Praktisches. Wo ich mir denke, wow, jetzt sind wir in diesem Meeting drin und wir möchten Entscheidungen treffen. Was ist das, was wir die nächsten vier Wochen lang machen? Wie priorisieren wir unsere Aufgaben? In welche Reihenfolge bringen wir die? Da brauche ich doch Leute, die entspannt sind und deswegen wirklich über Dinge nachdenken können. Und das ist das, wo ich sagen würde, das ist die sinnvolle Grundlage, die ich in dem Meeting haben möchte. Und dann gebe ich mir natürlich alle Mühe und dann setze ich alles ein, was ich habe, um zu sagen, komm, wir gehen jetzt erstmal hier ein Stückchen, wir machen erstmal ein bisschen Spaß.

Miriam: Und an manchen Stellen würdest du es auch einfach lassen.

Florian: Wenn jemand nicht möchte?

Miriam: Mhm. Und es ist okay. Guck mich nicht so an.

Florian: Es ist kein Video-Podcast. Also ich spreche dann tatsächlich in Teams auch mal eine Einladung aus, ob es sinnvoll ist, an diesem Termin teilzunehmen gerade. Also ich habe den großen Vorteil, dann arbeite ich mit Erwachsenen, dass ich auch so eine Intervention mal machen kann und sagen kann, dass wir darüber sprechen können, auf einer rationalen Ebene, vielleicht nicht in den Momenten oder im Nachgang, ist das der State, in dem wir zusammenarbeiten möchten. Also ist das das, wie wir am besten lernen. In jedem Seminar, in jedem Workshop, auch wenn wir die zusammen geben, Miriam und ich zusammen sind. Es ist, dadurch dass wir mit Erwachsenen arbeiten, kann ich, ich kann die fragen, was ist das, was denen gerade helfen würde? Was ist das, was ist eine gute Lernumgebung für die? Und ich kann mit denen auch gemeinsam Erfahrungen machen, ob das eine oder das andere hilfreicher ist. Und das ist eine Ebene, die ich in unseren Workshops unglaublich schätze, dass wir auch so eine Ebene reinziehen, du lernst dich einfach besser über die Zeit kennen. Und wenn dir das bewusst ist, wie du besser lernst, dann kannst du dich immer noch frei entscheiden, ob du dieses Wissen nutzt oder nicht. Und beides ist fair. Im anderen Raum dann vielleicht.

Miriam: Ja, ich mag die Frage sehr. Die Frage ist brillant von André. Weil ich die Situation gut kenne.

Florian: Keine Blaupause für mich.

Miriam: Und ich auch manchmal das Gefühl habe, ich würde so gerne helfen. Ich würde so gerne noch mehr helfen. Und an bestimmten Punkten ist es okay. Da merke ich, es ist jetzt das, was geht.

Florian: Miriam und ich, und das ist ja das, was dann auch den Anfang dieses Podcasts trägt, ist, dass wir einen Deal haben. Dass wir sagen, wir dürfen da uns gegenseitig auch mal foppen oder vielleicht anders miteinander umgehen, als andere Menschen das machen würden.

Miriam: Nur Florian ist viel, viel sturer als ich. Und wer mich kennt, wird jetzt fragen, geht das?

Florian: Es geht tatsächlich. Ja. Der Flexiblere führt.

Miriam: So unglaublich, echt.

Florian: Wir haben zwei, also wir haben außer mir noch zwei Sturköppe. Das stimmt. Und es ist einfach sehr praktisch, der sturste von allen sein zu können oder eben auch nicht.

Miriam: Ja, ja, voll schön.

Florian: Ja, es ist jetzt die Antwort.

Miriam: Welche Antwort? Ich habe keine gehört, im ganzen Podcast nicht. Hör genau.

Florian: Für mich ist es immer die Triangulation mit der Intention. Also es gibt mich und das, was ich gerne hätte, es gibt die andere Person, was die gerne hätte und dann gibt es ja was Gemeinsames. Und bei Miriam und mir gibt es eben so einen Deal, den wir ausgemacht haben, wo wir mal bewusst drüber gesprochen haben. Mit anderen Menschen gibt es vielleicht nichts explizit ausgesprochenes, dann kann ich das herausfinden über Erfahrung, was unsere Absprache ist an der Stelle, ob ich sowas machen darf oder nicht. Und an der einen oder anderen Stelle habe ich mich auch schon entschuldigt, wenn was daneben gegangen ist. Und oder auch viele Leute schon zum Lachen gebracht.

Miriam: Das stimmt. Zauber, Zauber.

Florian: Das sagt die Zaubererin selbst.

Miriam: Ja. Also,

Florian: Auf jeden Fall mutiger sein an der Stelle. Das ist auch aus unserer Erfahrung geboren. Viele Menschen freuen sich auch und können wie unser Sechsjähriger. Wenn der richtig sauer ist, fällt es ihm schwer, drüber nachzudenken, ob jetzt fröhlich sein vielleicht besser wäre.

Miriam: Die Erfahrung, die ich auch gemacht habe, war, dass in dem Augenblick, wo ich sehr konsequent und sehr bewusst meine eigene Handlung auf dem Schirm habe und merke, wie viel leichter mir das jeden Tag fällt, meine eigene Gefühlswelt zu gestalten, indem ich all die Möglichkeiten nutze, die ich gelernt habe. Desto häufiger kommen Menschen zu mir an, ganz aktiv und sagen, kannst du mir das erklären oder kannst du mir das beibringen, wie du das machst? Und ich mache das so gerne. Das ist mein Lieblingsthema. Damit bekommen die mich quasi sofort. Super cool, wenn jemand nicht fragt und ich habe das Gefühl, dass die gemeinsame Intention, also die Triangulation jetzt im Vordergrund steht, zum Beispiel dieses gemeinsame Interview vor der Kamera und ich habe das Gefühl, dass ich jetzt dadurch, dass ich ein Witzchen mache oder besonders entspannt agiere.

Florian: Oder über Hobbys sprechen oder über Lieblingsthemen, letzten Urlaub oder was auch immer. Also es kann ja mal einfach ein paar Angebote geben.

Miriam: Ja. über schöne Farben des Lebens sprechen, einen Augenblick lang und genau beobachten, dann Ist es okay, weil es ein natürliches Miteinander ist und sozusagen der Raum, in dem viele Menschen sind, die gerade fröhlich sind und sehr ansteckend damit, eben transportierbar ist auf jede Situation, in der sich Menschen treffen. Dann bin ich eben manchmal der Raum mit den Menschen, die alle sehr fröhlich sind. Ich habe sowieso genug Stimmen dafür im Kopf, also daran mangelt es nicht. Ich habe so viele, die können sich gegenseitig Witze erzählen. Wenn ich es zulasse.

Florian: Wenn sie wollen würden.

Miriam: Richtig.

Florian: Und das ist noch nicht ganz klar. Meistens schon.

Miriam: Vielen Dank für das super Thema. Und wir freuen uns auf den Master. Dauert nicht mehr lang. Dann packen wir wieder unsere NLP-Koffer.

Florian: In anderthalb Monaten geht es los, genau. Und wenn du einen Practitioner gemacht hast, einen NLP Practitioner, dann freuen wir uns, wenn du noch spontan Lust hast teilzunehmen. Und ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder.

Miriam: Ganz genau. Wenn du möchtest.

Florian: Wenn es wieder heißt. Nur wenn du möchtest. Schweine im Weltall.

Miriam: Das war aus der Muppetshow, die haben immer gesagt, nächste Woche, wenn es wieder heißt. Juhu, ich habe die Anreise überlebt. Das ist ein Grund zum Feiern. Ich trinke mir jetzt ein stilles Wasser drauf. Ihr Lieben, es reicht für heute mit der guten Laune. Tschüss.

Florian: Tschüss.

Miriam: Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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