Eine Hörerin, 57, seit vielen Jahren in der Altenpflege, schreibt Miriam eine Frage: Lohnt es sich noch, jetzt eine Ausbildung zur Ergotherapeutin zu machen? Bin ich dafür nicht schon zu alt? Miriam und Florian nehmen genau diese Frage auseinander – und drehen sie um. Wenn du mit über 50 noch das Gefühl hast, dass da etwas anderes auf dich wartet, geht es hier um dich.
Die Zuschrift und die vermeintlich einzige Wahl
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.
Florian: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.
Miriam: Das Alter.
Florian: Ja, das ist ein Wort im Deutschen, ja. Was ist denn das Thema heute?
Miriam: Das Thema ist besser spät als nie. Zu alt fürs Traumleben. Ja, das wird ein Jammer-Podcast. Ich habe überlegt, wir jammern jetzt mal eine Runde. Du nicht, du bist ja noch knackig. Ich jammer jetzt mal eine Runde. Ich gehe hart auf die 60 zu. Da ist einfach dann auch alles vorbei. Also da ist dann, da ist nicht mehr viel zu holen, würde ich sagen. Nein, das Thema ist tatsächlich zustande gekommen, weil, und vielen, vielen Dank dafür, ich einige Zuschriften hatte, gerade in den letzten zwei Wochen, aufgrund der Facebook-Trainings, die wir im Moment kostenlos geben, von Frauen und Männern. Die sich motiviert gefühlt haben, jetzt bestimmte Dinge doch nochmal anzugehen, die sie im Leben schon begraben hatten für sich. Und die Frage an mich war dann immer, was ich dazu meine, dass sie das jetzt mit 57 noch machen. Also da war zum Beispiel eine Dame dabei, die jetzt noch Ergotherapie lernen möchte und das gerne machen möchte. Aus einer Altenpflegekarriere heraus. Und sich total unsicher war, ob sie das mit 57 noch machen soll oder nicht. Und ich weiß nicht, was ich dann antworten soll. Wirklich. Keine Ahnung.
Florian: Ich habe vorhin unserem Jüngsten tatsächlich einen Witz auch erzählt. Er kannte ihn leider schon. Nur der ist so on point für dieses Thema. Das ist dieses, morgens wacht der Sohn auf, weil der Vater ihn weckt. Und der Vater sagt, Sohn, du musst jetzt aufstehen.
Miriam: Nein, ich will noch nicht aufstehen.
Florian: Doch, du musst jetzt wirklich aufstehen. Es wird Zeit, in die Schule zu gehen.
Miriam: Nein, ich will noch nicht aufstehen. Papa, lass mich doch noch eine Runde schlafen.
Florian: Doch, doch, steh jetzt auf und geh in die Schule.
Miriam: Nein, ich will nicht in die Schule.
Florian: So, und ich geb dir jetzt zwei gute Gründe, warum du in die Schule gehen musst. Erstens, du bist 43 und zweitens, du bist der Schuldirektor.
Florian: Ja, stimmt, das passt jetzt. Weil viele Menschen leben genau dieses Leben.
Miriam: Wir wollten keinen Witze-Podcast.
Florian: Und viele Menschen leben genau dieses Leben. Ich weiß. Dass sie den ganzen Tag was machen, worauf sie grundsätzlich so wenig Bock haben, dass sie am liebsten morgens sich überlegen würden, oh...
Miriam: So, was willst du jetzt machen? Einen Kündigungsaufruf starten? Das bringt doch auch nichts. Also das ist ja genau das, was dahinter steht. Will ich jetzt dieser Frau empfehlen, ihre Stelle, ihre Altenpflegestelle zu kündigen, im Zweifel, um so eine Ausbildung machen zu können und dann ihr ganzes Leben nochmal von vorne an zu, also sozusagen ihr ganzes Berufliches? Also wenn wir uns die Altersstruktur in Deutschland anschauen, dann haben Menschen in Deutschland eine relativ hohe Chance an die 100 zu kommen mit ihrem Alter. Wenn Menschen dann Mitte 50 sind, also nehmen wir mal 55, dann haben die noch 45 Jahre Planungszeit vor sich. Das ist eine ganze Menge, wenn ich das jetzt für mich so mal fühle. Dann wird es sich lohnen. Also alleine so für die Jahre berechnet. 45 Jahre noch in diesem, ich will nicht aufstehen, ich will nicht zu dieser Arbeit fahren, wäre ja auch doof. Oder wenn wir von dem klassischen Rentenalter ausgehen, jetzt mittlerweile mit 67, dann sind es ja ab 55 auch noch zwölf ganze Jahre. Jahre, nicht Tage, Jahre, die so verbracht werden würden.
Florian: Mit acht Stunden pro Arbeitstag.
Miriam: Wenn du mich jetzt fragst, was ich da machen würde, ist meine Antwort relativ klar. Und wer sich mein Leben oder meine Lebensgeschichte anschaut, der sieht das auch. Genauso ist das übrigens auch bei Florian.
Florian: Du hast eben gesagt, Miri, als ob du das empfehlen möchtest, so alles abzubrechen und alle Zelte und all diese Expertise, die aufgebaut wurde. Das klingt ja so, als gäbe es nur das eine oder das andere. Also es wären das die beiden Optionen. Entweder... Film mal in diesem furchtbaren Job bleiben oder eben zu sagen, ich mach jetzt alles anders, ich werd jetzt... Was weiß ich was. Auf Bali. Konditorin. Konditorin auf Bali. Als wir in Nepal waren auf zweieinhalbtausend Meter, da gab es tatsächlich eine Schwarzwälder Kirschtorte, weil da ein Konditor hingezogen ist. Nee. Ich habe Schwarzwälder Kirsch, also es hat sehr anders geschmeckt, weil die Zutaten da wohl ein bisschen schwierig zu bekommen sind. Also es gibt einfach nicht diese Schokolade und das mit der Sahne war auch so ein bisschen sketchy. Nur er hat eine Schwarzwälder Kirschtorte auf zweieinhalbtausend Metern verkauft. Wie cool.
Miriam: Es gibt ganz viele solcher Geschichten. Weil der da Spaß dran hatte. Wir könnten ganz viele solcher Geschichten erzählen, weil wir relativ viel rumkommen.
Florian: Und spannend, wahrscheinlich war der hier in Deutschland auch schon ein Konditor. Der ist nicht Bergführer geworden da drüben oder Hühnerfarmer oder sowas.
Miriam: Ja, das stimmt. Also wir haben da über die vielen Jahre, die wir jetzt auch Seminare geben und in NLP-Seminaren geht es zwar schwerpunktmäßig um Sprache und Kommunikation, aber am Ende des Tages ist es ein sehr starkes Reflektieren auch über was denke ich, was sage ich dann, was sage ich mir selbst in meinem Leben ganz häufig und viele Menschen kommen da also auch mal durch den Perspektivenwechsel auf neue Ideen und natürlich sind wir dann auch an deren Seite und überlegen gemeinsam und wir haben ja auch die Möglichkeit noch mit Einzelcoachings, was da jetzt wirklich gerade sinnvoll ist oder was ein erster Schritt sein könnte, wenn es im Leben, also wenn das Gefühl bei Menschen da ist, dass sie gerne was verändern wollen würden. Und was mich da, erstmal bin ich froh, dass Menschen mit über 50 oder über 60 den Impuls verspüren, nochmal was zu ändern. Das ist ja erstmal das Coole daran. Also wirklich nochmal was zu tun, damit ihr Leben noch besser wird oder viel besser als jetzt. Und das darf ja erstmal jeder für sich überhaupt überlegen. Was ist denn an dem Ist-Zustand, den ich jetzt in 57 Jahren aufgebaut habe? Und da sind Florian und ich uns sehr einer Meinung, dass das was mit dir zu tun hat, wo du gerade bist.
Florian: Also das ist ja dann ein Soll-Ist-Abgleich oder vielleicht ist es ja kein Soll, sondern ein Wunsch-Ist-Abgleich oder ein Traum-Ist-Abgleich.
Miriam: Ja, finde ich schöner noch die Formulierung. Also was ist jetzt gerade in deinem Leben da? Wie hättest du es gern? Also wie wäre es in toll? Wie wäre es in ideal? Wie wäre es in wunderschön? In welchem Zustand würdest du gern morgens aufwachen und dir überlegen, boah, wie cool, dass ich da jetzt hinfahre oder dass ich das jetzt mache? Das ist erstmal das eine. So, wenn das feststeht.
Die Traumjob-Lüge: Expertise statt Bruch
Miriam: Dann haben wir da noch eine andere Geschichte, die wir reinfahren, bevor wir überhaupt aufs Alter, glaube ich, gehen. Oder die Lebensjahre, die ein Mensch schon auf diesem Planeten verbracht hat. Denn da kennen wir genug Geschichten. Und was wir sehr gerne mögen ist, wie heißt das Buch nochmal? Die Traumjob-Lüge.
Florian: Von Cal Newport, ja.
Miriam: Von Cal Newport, der in eine andere Richtung geht als dieses, ja, mach dich endlich auf und leb das Leben deiner Träume und sieh zu, dass es dir gut geht und da so alles über den Haufen werfen und egal, ob andere dann...
Florian: Bisher war ich Finanzbuchhalter in einem großen Konzern. Ab jetzt bin ich T-Shirt-Druckerin in einem kleinen Start-up. Oder bisher war ich Marketing-Experte...
Miriam: Jetzt eröffne ich meine Tanzschule.
Florian: Oder fang an Autos zu verkaufen.
Miriam: Also wenn sozusagen da ein riesen Unterschied drin ist, dann empfiehlt dieser Cal Newport was sehr Schlaues, weil er sagt, gerade wenn wir über ein Alter ab 55 sprechen und du warst sehr viele Jahre in einem bestimmten Bereich tätig, dann gehen wir davon aus, dass das nicht spurlos an dir vorübergegangen ist und wir meinen das im besten Sinn.
Florian: Genau, dass da Expertise aufgebaut wurde. Dass du Expertise aufgebaut hast.
Miriam: Du bist eine Fachfrau, ein Fachmann in einem bestimmten Bereich und das ist wirklich großartig. Und das nimmt dir keiner mehr und das ist sehr verkaufbar in Deutschland. Also wir wissen einfach, dass wenn Menschen in der Vita sehen, boah der macht wirklich seit 20 Jahren nichts anderes, dann kennt der sich da wirklich damit aus oder sie. Und das erleben wir immer wieder, dass das durchaus Kunden bringt, dass das durchaus ein sogenannter USP ist, ein Unique Selling Point. Und natürlich stimmt das ja auch. Florian macht jetzt seit so vielen Jahren agile Trainings. Wenn irgendein Kunde irgendeine Frage zu dem Thema hat, Florian kann die einfach alle aus dem FF beantworten und kann in seinen Trainings unfassbar routiniert handeln, wenn da sonst was passiert. Da kann nichts mehr passieren, was Florian aus der Spur bringt. Das geht einfach nicht. Und das vermuten wir eben auch, wenn du jetzt seit über 50 Jahren oder seit, aber das ist nicht seit 50 Jahren in der Altenpflege, nur wenn du seit 30 Jahren in der Altenpflege arbeiten würdest, dann bist du einfach ein Experte in dem Bereich. Das heißt, du weißt, wie Krankenhaus- oder Pflegeheimabläufe sind, du kennst dich mit Hygienemaßnahmen aus, mit all dem Wissen, was du haben darfst über die Gesundheit von Menschen. Das ist Wahnsinn und das unterscheidet dich ja auch von einem absoluten Anfänger in der Branche, der das jetzt seit einem halben Jahr macht und eben ausgelernt ist.
Florian: Da ist noch ein zweiter Aspekt drin, gerade in der Traumjob-Lüge. Nämlich diese Idee, dass wir einfach aus dem Nichts heraus wissen können, was unsere große Vision ist oder was uns wirklich erfüllen würde hier im Leben. Also dass ich jetzt hier da sitzen könnte und kann sagen... Spieleentwickler. Spieleentwickler, ja. Das ist das, was ich haben will. Weil ich mache unglaublich gerne spielig. Spieleentwickler ist genau das. Und dabei weiß ich gar nicht, was die den ganzen Tag tun. Also ich habe vielleicht so ein bisschen eine Idee.
Miriam: Ist das wirklich so spannend? Also spielen die wirklich auch den ganzen Tag?
Florian: Exakt. Das, was mir Spaß macht, ist nämlich das Spielen. Oder wenn du sagen würdest, ich mache meine eigene Eisdiele auf. Ja, weil du gerne Eis isst, möglicherweise ist Eis machen und Eis essen, was ganz, ganz, ganz unterschiedlich ist. Und dann wird es ja darum gehen, erstmal herauszufinden, was steckt denn eigentlich dahinter? Und dann eben, dann ist die Idee eben aus einem Job heraus, aus dem du, in dem du dich schon auskennst, aus einer Expertise heraus, aus einer Kompetenz heraus, die du aufgebaut hast. Dann diese Kompetenz immer mehr in die Richtung zu bringen von Sachen, die dir Spaß machen innerhalb dieser Kompetenz. Vielleicht dreht sich das dann auch einmal komplett irgendwann. Also vielleicht ist es ja so, dass ich vom Marketing-Experten für irgendwelche Verträge innerhalb eines Unternehmens, also was weiß ich, ich mache im Moment vielleicht Marketing für Telefonie-Verträge. Und dann würde ich sagen, oh, das, was mir wirklich Spaß macht, ist irgendwie die Unterlagen schön zu gestalten und dann wird es immer mehr in dieses Gestalterische reingehen und irgendwann wäre es eben das Design von Webseiten oder das Design von Flyern für solche Telefonieverträge und dann würde ich sagen, ah ja, das, was mir auch noch mehr Spaß macht, ist jetzt mehr damit zu tun zu haben, wie Menschen mit den Flyern oder der Webseite interagieren und dann wird es eben mehr da reingehen, dass ich vielleicht anfange, mit tatsächlichen Endkunden Experimente zu machen oder zu sehen, wie interagieren die mit unseren Produkten. Nur das wäre ja dann eine nachvollziehbare Laufbahn und ich könnte eben zwischendurch auch immer wieder sagen so, ach mit den Endkunden, das ist ja jetzt komisch, die benutzen die Sachen ja ganz anders, als ich mir das dachte. Das will ich gar nicht wissen. Ich gehe lieber wieder in eine andere Richtung, nur gleichzeitig hast du immer diese feste Basis und bist immer sicher in dem, was du tust und eben immer noch in einer großen Expertise drin.
Miriam: Denn meistens sind bei so richtig großen Veränderungswünschen, und das ist wirklich unabhängig vom Alter, das kann auch Anfang Mitte 30 passieren, das kann sogar Anfang 20 passieren, dass eben Menschen plötzlich von heute auf morgen sagen, ich will das, was ich bis jetzt gemacht habe, nicht mehr tun, ich bin damit unglücklich.
Florian: Wie viele Studenten wird es geben, die während des Studiums feststellen, wow, ich dachte, Biologie hat was damit zu tun, dass ich ganz viele Tiere streicheln kann. Und es ist ja auch gut, dass wir manchmal diese Vorstellungen haben oder dass wir dann eben Dinge ausprobieren und dann merken, manchmal ist es richtig cool und manchmal so.
Wer ist noch betroffen? Der Öko-Check
Miriam: Dann eben, worauf ich jetzt raus wollte ist, wenn so eine Stelle im Leben da ist und Menschen spüren das sehr deutlich, wenn so eine Stelle da ist, dann auch noch mitzuchecken und mitzutracken, wer ist denn jetzt in diese Veränderung noch so alles involviert? Also gibt es eine Familie, die von meinem Gehalt vielleicht abhängig ist gerade? Sind da vielleicht noch recht junge Kinder, die eben noch nicht ihren Schulabschluss gemacht haben, noch keine Berufsausbildung angefangen haben? Gibt es vielleicht einen Mann oder eine Frau, die auch mitlebt von diesem Geld? Gibt es ein Haus, das abzubezahlen ist und so weiter? Also das heißt, da sind ja auch äußere Faktoren, die wir, finde ich, durchaus mit in diese Überlegung. Es lässt sich alles lösen. Ein Haus lässt sich verkaufen, Kinder nicht. Nur es ist eben so, dass wir an der Stelle einfach überlegen dürfen. Was ist denn oder inwieweit betrifft meine Entscheidung vielleicht auch andere Menschen? Bei einem Alter weit über 50 können wir ja davon ausgehen, dass zum Beispiel dieses Kinderthema nicht mehr so eine Riesenrolle spielt, weil die eben oft auch schon viel älter sind und schon gar nicht mehr zu Hause wohnen oder wenn, könnten die relativ flugs auch ausziehen. Also da ist dann nicht mehr so dieses Abhängigkeitsverhältnis drin, was ein Riesenvorteil ist zum Beispiel von diesem Alter. Wohingegen vielleicht ein Mitte-30-Mensch, der noch kleine Kinder hat, sich da viel mehr Gedanken machen darf, wenn er jetzt nach Neuseeland gehen will und da Schwarzwälder Kirschtorte backen möchte. Und das der große Traum wäre. Weil Florian und ich sehen uns an der Schwelle ja auch ab und an. Wir haben ja auch zwei Kinder, die absolut noch mitten in der Schullaufbahn sind.
Florian: Noch die nächsten zehn Jahre.
Miriam: Und eine Entscheidung, jetzt hier großartig einen Ortswechsel selbst in eine andere Stadt zu machen, bedeutet ganz schön viel. Also wir können das natürlich, das geht. Und das bedeutet, da sind einfach Menschen betroffen. Egal wie gut die das finden oder auch nicht. Also das ist auch so ein Punkt, den wir einfach da mit in die Waagschale werfen wollen und der vielleicht eine Rolle spielt, vielleicht auch nicht.
Florian: Möglicherweise ist es ja auch einfach so, dass wenn ich mit Teilnehmern von uns schon zu tun hatte oder im Coaching mit Führungskräften was zu tun hatte, dass da oft auch so eine Zerrissenheit drin war. Also dieses, ich will eigentlich nicht mehr, das was ich jetzt mache, wenn ich morgens aufstehe, möchte ich meinem Papa am liebsten sagen, ich will nochmal weiter schlafen, ich will nicht in diese Arbeit. Und auf der anderen Seite gibt es eben diese ganzen guten Gründe, weiter diesen Job zu machen, auch wenn ich manchmal Dinge tue, gerade im mittleren Management, in großen Unternehmen ist das ja manchmal so, ich war nicht an der Entscheidungsfindung beteiligt und ich darf jetzt mit meinen Mitarbeitern irgendwie damit umgehen, was wir damit machen. Und dann da eine Entspannung zu finden und zu sagen, nee, das ist keine Zerrissenheit oder keine, ich brauche mir da nicht noch eine reinwürgen dafür, dass ich jetzt nicht das Leben meiner Träume lebe, sondern es ist tatsächlich ja was sehr Ehrenswertes und was sehr Respektvolles, ein respektvoller Umgang mit den Menschen auch in deiner Umgebung. Wenn du sagst, ich bleibe jetzt noch eine Weile aus guten Gründen in der Situation, so wie sie ist und verändere vielleicht meinen Zugang zu den Themen, also das heißt ja, du kannst trotzdem ja fröhlicher in die Arbeit gehen oder glücklicher, kannst lustigere Interaktionen haben, vielleicht das ein oder andere ausprobieren, was eben auf einer kleineren Ebene ist, wenn du sagst, ja, ich möchte diesen Job eben halt mal behalten, weil, boah, ich werde gut bezahlt.
Miriam: Oder es gibt so eine Art Zwischenlösung. Wenn in Neuseeland Schwarzwälder Kirschtorte backen das ursprüngliche Traumziel gewesen wäre, dann können wir davon ausgehen, dass eine sehr gute Schwarzwälder Kirschtorte sich ja auch in Deutschland verkaufen lässt. Und vielleicht am Anfang noch nicht in einem angemieteten, vollumfänglichen Kaffee-Konditorei, sondern über einen anderen Weg. Auf irgendwelchen Wochenmärkten oder mal so am Wochenende sich irgendwo...
Florian: Vor allem finden wir dann auch heraus, wie viel Spaß uns das macht. Also ist das dann tatsächlich die Vision? Ist das tatsächlich das, was erfüllt? Und wenn es so ist, voll gut, dann würde ich da Geschwindigkeit drauf geben. Dann ist das ja auch was, was dir Spaß macht. Und wir merken das bei unseren Trainings ja auch. Wir verbringen oftmal noch eine halbe Nacht. Wir haben hier ein Facebook-Training, das bis neun oder bis um zehn Uhr geht. Bei unseren Mittwochs-Livetrainings, die wir jetzt angefangen haben, online auch zu geben, die gehen von... Um 19 Uhr fange ich an, mich einzuwählen hier und alles aufzusetzen und dann sind wir so 22.15 Uhr, 22.30 Uhr fertig und danach konzipieren wir teilweise noch ein Training, das für den nächsten Tag ist oder für die nächste Woche.
Miriam: Oder nehmen einen Podcast auf. Also wir sind sehr rührige Menschen und wir arbeiten ziemlich mit Hochdruck an unseren Träumen immer und es macht uns großen Spaß. Wir merken gar nicht, wie die Zeit vergeht, das ist auch in Ordnung. Nur um jetzt mal so diesen, was in vielen Büchern geschrieben steht, die wir kennen, was auch einige Trainerkollegen sehr stark promoten, dieses Go for it und so, das ist auch in Ordnung. Es ist toll, wenn Menschen sich ihre Träume erfüllen, egal zu welchem Zeitpunkt in ihrem Leben und wenn es irgendwann diese Schnittstelle gibt von bis hierhin habe ich jetzt so gelebt, ich will das nicht mehr, ich ändere das jetzt.
Florian: Ja, voll gut.
Miriam: Und diese ganze Konsequenz, die da drin liegt, die ist auch ein Stück weit in dir drin. Also du kennst dich aus mit deinem Leben. Du weißt, was du für ein Typ bist. Du hast vielleicht schon Sachen ausprobiert. Du hast dich vielleicht schon mit ein paar Themen beschäftigt. Du hast vielleicht auch schon gecheckt, wie realistisch das ist, jetzt eine neue Ausbildung zu machen, wie du das einteilen könntest finanziell und und und. Nochmal, wir kennen genug Geschichten, wo das einwandfrei durchgelaufen ist und wo wir wirklich erschüttert waren, wie Menschen ihren Traum auf die Beine gestellt und es dann auch wirklich sehr erfolgreich durchgezogen haben. Wenn wir an die denken, die das nicht so erfolgreich hinbekommen haben in unserem Umfeld, dann haben wir für uns als Trainer eben einfach entschieden, dass wir, wenn wir an der Stelle, wenn wir dieses Thema aufgreifen, dass wir das größer ziehen. Also dass wir eben nicht einfach nur sagen, jawohl, wer ist prima Ballerina, sondern dass wir eben einfach ein paar Impulse mitgeben für...
Florian: Wie kann das denn überhaupt funktionieren, wenn du gleichzeitig auch noch ein Leben hast, was du bedienen möchtest? Also es ist eben dieser, manchmal wird das verkauft von Trainerkollegen, dass die sagen, es muss dieser Bruch sein. Es muss dieses riesige Cliff da sein, von dem man runterspringt, um dann ein ganz anderes Leben zu haben. Und so empfinden Miriam und ich das nicht so. So haben wir das tatsächlich jetzt in den letzten fünf Jahren unseres gemeinsamen Geschäfts auch nicht gemacht. Wir fallen auf viele Fähigkeiten zurück, die wir schon von vorher haben. Und wir haben eben auch angefangen, am Wochenende erst mal Trainings zu geben und das dann auszuweiten, dann mal hier für eine Firma was zu machen und dort für eine Firma was zu machen. Und das nebenbei immer weiter aufgebaut. Und so kenne ich eben auch viele Geschichten, die über eine tolle Zeit passiert sind und wo sich jetzt plötzlich irgendwie viele, auch gerade in so seltsamen Zeiten, wie in denen wir uns jetzt befinden, wo sich plötzlich das eben auch lohnt. Ich habe mit einem Restaurantbetreiber vor ein paar Tagen gesprochen. Und der hat gemeint, er lässt sein Geschäft jetzt erstmal zu, weil unter den aktuellen Bedingungen kann er das nicht wirtschaftlich aufhalten. Nur was ihm jetzt total was bringt ist, der hat neben seinem Geschäft auch einen Carrera-Laden. Also der verkauft so Carrera-Rennbahnen und Autos dafür und Modellautos und ist da total begeistert. Und bisher war das hauptsächlich Hobby und jetzt trägt das mit seine Kosten jeden Monat im Geschäft. Und das ist natürlich auch, das ist natürlich eine coole Nummer, wenn du gerne Schwarzwälder Kirsch backst oder wenn du irgendwas kleines nebeneinander machst und dann plötzlich merkst, oh, da ist ja mit der Zeit entsteht halt doch ein zweites Standbein da und mit der Zeit über die Investition von Geduld und von auch Aufmerksamkeit ja, plötzlich lohnt sich's vielleicht auch und du kannst ganz anders in einen anderen Job einsteigen nebenbei und Da gibt es ja dann, diesen Bruchmoment gibt es irgendwie gar nicht.
Miriam: Gibt es bei vielen nicht. Eine Zuschrift, eben gerade die von der Dame, die in der Altenpflege jetzt seit vielen Jahren arbeitet und jetzt diese Ergotherapeutin draufsetzen möchte. Hey, das passt doch perfekt zusammen. Wo arbeiten denn Ergotherapeuten? Das heißt, da gibt es ja diese Verbindung schon quasi per Natur. Also das fühlt sich ja sehr organisch an, dass da jetzt eben einfach eine Spezifikation nochmal stattfindet.
Florian: Und das wäre auch ein vorgestellter Weg, wie das jetzt funktionieren könnte. Erstmal Ergotherapie in der Altenpflege dann, weil da kennt sie sich ja jetzt gut aus. Und wenn das endgültige Ziel, vielleicht das, was in der Zukunft irgendwann da ist, Ergotherapie mit Kindern zu machen oder eine eigene Praxis zu haben, dann ist das vielleicht Schritt zwei oder Schritt drei auf dem Weg. Nur dann ist jeder einzelne Schritt eben auch machbar und die Einzelschritte führen da eben sehr konsequent auch hin.
Nie zu spät: Miriams eigene Geschichte
Miriam: Es sind so schöne Geschichten, die wir erleben und wir wollen da absolut ermutigend sein und selbst auch mit diesem Beispiel vorangehen. Und ich sage das jetzt mal ganz krass, es ist verdammt nochmal nie zu spät für das Leben der Träume. Und wenn ich meine eigene Geschichte betrachte, dann spinnt sich das durch mein ganzes Leben. Dass ich häufig sogar etwas später dran war als andere mit dem, was ich so getan habe. Dass ich mir relativ viel später als Menschen in meinem Jahrgang Gedanken gemacht habe über eine Selbstständigkeit oder über ein Rausgehen aus alten Mustern oder jetzt nochmal ein ganz neues Projekt starten. Was ich gemerkt habe ist, wenn ich es getan habe, war mir mein Alter nicht wichtig. Dann habe ich keine Sekunde damit verschwendet darüber nachzudenken, ob ich jetzt dafür zu alt bin oder nicht. Das Alter war überhaupt nicht die Schwelle. Meine Schwellen waren andere. Wenn ich meine Veränderungen im Leben aufgerufen habe, das ist immer gleich gewesen, dann war da eine Riesenbegeisterung drin. Also ich war wie ein Rocket-Chip unterwegs. Ich habe gemerkt, da ist was Tolles für mich versteckt. Da lauert ein Riesengeschenk hinterm Busch, das ich die ganze Zeit übersehen habe. Und jetzt kann ich zufassen, jetzt habe ich es gesehen, jetzt greife ich zu. So und das ist eins. Und dann mit voller Begeisterung, mit viel Wunsch auch zu arbeiten, mit viel Zeit, die da rein investiert worden ist und so, das spielt damit eine Rolle. Und auch immer der Gedanke von, geht das jetzt mit den Kindern, geht das mit der Situation, in der ich gerade bin, wie realistisch ist es gedacht, welches Geld springt da am Ende bei raus, wenn es um berufliche Veränderungen ging und so weiter. Und das wie so eine Art, wir sagen ja im NLP Öko-Check am Ende des Tages dazu.
Florian: Also Öko für Ökologie?
Miriam: Genau, also wenn wir Ziele definieren, auch mit unseren Klienten, dann durchlaufen die, wenn sie dann formuliert sind und da ist dieses völlig begeisternde Moment von, boah, ich sehe mich schon, wie ich in Neuseeland die erste Schwarzwälderkirsch auf so einem schönen, weißt du, so einem deutschen Porzellan serviere da und so ein kleines Schwarzwaldkaffee eröffne mitten zwischen Kängurus, dann sehe ich mich da schon.
Florian: Also jetzt sind wir im dritten Land schon unterwegs, Kängurus in Australien.
Miriam: Gibt es in Neuseeland keine Kängurus?
Florian: Ich habe von Nepal gesprochen.
Miriam: Also umgeben von Gnus in Neuseeland. Gibt es da Gnus?
Florian: Bergziehen.
Miriam: Serviere ich hier meine Schwarzwälder Kirschtorte.
Miriam: Und bevor wir das dann sozusagen weiter planen würden, also einen Ort suchen in Nepal, wo das geht und überhaupt.
Florian: Oder in Australien.
Miriam: Würden wir eben erstmal diesen sogenannten Öko-Check mit unseren Klienten machen. Wir hatten ja eine Ziele-Coaching-Aktion auch in unserer Facebook-Gruppe laufen, haben sehr viele mitgemacht, sehr erfolgreich. Da passiert genau das.
Florian: Da hatten wir auch so einen kleinen Impuls in diese Richtung hin. Und die erste Frage ist, was für Auswirkungen hat das sonst noch aufs Leben? Also wenn du dieses Ziel erreicht hättest, welche Auswirkungen hätte das sonst auf den Rest deines Lebens? Und da darfst du eben mal alle Lebensbereiche anschauen. Partnerschaft, Familie, das Soziale, also welche Freunde, was ist mit dem Beruf, was ist mit Wohlstand und so. Jetzt mal ganz, ganz knapp.
Miriam: Ganz knapp, genau. Und es wird da auch wieder eine Aktion geben, also die planen wir schon ein bisschen anders als Zieldefinition und es geht wieder um genau dieses Thema, es geht wieder genau um Ziele und es geht eben um diese Lebensbereiche und ich glaube, dass das vielleicht für den einen oder anderen, der diesen Podcast jetzt hört, eine ganz gute Idee ist, da mal reinzuschauen, denn... Es ist nun mal so, dass wir vielleicht aus unserem, oder das habe ich gemerkt, aus meiner kleinen Höhle, aus meiner kleinen Komfortzone heraus, die ich mir so gebastelt hatte, manchmal den Weitblick gar nicht hatte für, was bedeutet es denn auch für meine spätere Zukunft? Also nicht nur unmittelbar, sondern was bedeutet es, wenn Florian und ich jetzt so ein Geschäft gründen, dann binden wir uns schon für eine gewisse Zeit auch einfach da dran, damit es überhaupt so erfolgreich werden kann, wie wir uns das vorstellen.
Florian: Und wenn wir zwischendurch gemerkt hätten, dass es nichts ist, dann, also dass wir da keine Freude dran haben.
Miriam: Es ist nichts unverrückbar. Also wir können, mit dem Gedanken können wir sowieso immer losziehen. Wenn du 30 Jahre in der Altenpflege gearbeitet hast, ist es wahrscheinlich kein Thema, irgendwann zu sagen, auch Ergotherapie ist ganz nett, soll lieber andere machen. Ich gehe dahin wieder zurück. Also das wird vermutlich, unsere Vermutung ist, das wird ziemlich reibungslos funktionieren. Und solche Gedanken eben auch mitzunehmen, das ist in Ordnung. Also wir alle, Florian und ich auch, wissen, dass es für uns immer irgendwie weitergehen wird. Wir sind beides Menschen, die sich da schon wieder aufstellen.
Vorbilder, Schnittmengen und neue Marken
Florian: Und das ist eben auch irgendwas, dass im Leben immer wieder Bewegung drin ist. Ich sehe das jetzt bei meinem Vater, der gar nicht mehr so weit weg ist von der 80 und der immer noch arbeitet oder immer noch, der weiter arbeitet als Selbstständiger. Der ist da so stur, ne? Und das ist das, wo der dann Spaß hat, also auch in seiner Vita. Also der ist seit länger als es mich gibt, ist der selbstständig. Und eben, er hat zwischendurch auch immer mal wieder gewechselt, was anderes gemacht, nur diese Expertise im Unternehmersein, die hat er mitgenommen und das ist inzwischen das, wie er auch Finanzierung und Anlageberatung für andere Unternehmer macht. Das ist natürlich was, was er jetzt einfach als Hintergrund an der Stelle hat, auch wenn er nicht mehr das macht, was er ursprünglich mal gemacht hat, also er hat mal viel mit Logistikunternehmen gemacht.
Miriam: Vater ist so cool, echt. Wenn ich den anrufe zu den Geschäftszeiten und erreiche den im Büro, dann frage ich, und was machst du? Und dann sagt er, ich gehe meinem Lieblingshobby nach. Und dann sage ich, echt, guckst du Fußball nebenbei? Nein, ich arbeite.
Florian: Das ist Freizeitgestaltung für ihn.
Miriam: Und das ist für mich ein riesen Vorbild, das so wahrnehmen zu dürfen und so haben zu dürfen. Das ist der Idealzustand, finde ich, der eintreten kann, dass du morgens aufwachst und deinen Tag beginnst, deinen Arbeitstag beginnst und dich genau so sehr darauf freust, wie du dich jetzt vielleicht auf dein Lieblingshobby freust. Und ich kenne diese Sprüche von Verwandten und Freunden von mir auch, die sagen, ja Hobby zum Beruf machen hat ja noch nie funktioniert. Doch, das hat bei vielen Menschen schon sehr gut funktioniert und in einem sehr erfolgreichen Umfang.
Florian: Und bei manchen Menschen wurde der Beruf dann immer mehr zum Hobby.
Miriam: Weil die sich den umgebaut haben und haben eben ihre Expertise mitgenommen in das, was sie dann im Hobbybereich so sehr liebten. Denn oft, und das ist vielleicht der Trick, den wir auch in diesem Podcast an dich weitergeben wollen, oft ist es so, dass es eine Schnittmenge gibt. Wenn wir genau hinschauen. Es gibt eine Schnittmenge von Trainer oder Coach sein zu viel Moderationserfahrung haben. Also schon immer mit Sprache arbeiten. Vielleicht in einer etwas anderen Weise. Nur für mich war dann dieses, ich bin jetzt Trainerin für NLP. Ich habe schon immer mit Sprache gearbeitet. Da gab es eine sehr spürbare Schnittmenge. Florian hat schon immer trainiert. Nur nicht im Bereich Kommunikationstraining. Nur da gab es eine Schnittmenge, eine sehr deutliche, weil er Hunderttausende Stunden Erfahrung hatte, vor Leuten und Menschen zu stehen und denen was beizubringen. Wir können diese Schnittmengen finden und wenn die da sind, dann dürfen wir da hineinblicken und uns überlegen, was kann man denn jetzt als erstes Mal damit machen, wenn es da so eine Verbindung gibt. Und die kann sich sehr cool anfühlen. Damit habe ich drei Jahre extrem gut gelebt und bin sehr glücklich dabei gewesen, beides noch zu haben.
Florian: Und eben möglicherweise stellt sich dann erst auch dabei heraus, was es ist, was dir wirklich Freude bereitet. Also da dann dabei zu merken, aus der Tat herauszukommen, weil früher gab es ja auch, es gab ja gar nicht so diese Wahl über viele Jahrhunderte hinweg, was jemand macht, ob er jetzt das studiert oder jenes studiert und so diese völlige Wahlfreiheit, die wir heute haben und die ja damit zufällig oder vielleicht auch nicht zufällig gleichzeitig entsteht, dass viele Leute sagen, ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Weil früher war es eben so, dass jemand einfach eine Lehre gemacht hat oder eine Ausbildung gemacht hat, da wo eben die Möglichkeit bestand und dann in der Arbeit auch festgestellt hat, dass es beim Erschaffen von Dingen einfach so viel Gestaltungsmöglichkeit gibt. Da kann jemand künstlerischer werden oder man kann es mehr in Richtung Prozesse machen. Man kann die Interaktion mit dem Kunden sehr schätzen, dann ist es eben mehr ein Verkaufsding. Also in jedem Handwerksberuf oder in jedem Beruf gibt es ja die Möglichkeit, so viel zu gestalten und eben daraus, aus der Tat heraus, aus dem tatsächlich was zu tun, auch zu merken, was ist denn das, was mir Spaß macht. Ich brauche das vielleicht gar nicht vorher so abstrakt wissen. Sondern dann wirklich in der Tat einfach das zu erkennen und in der Tat hinzuhören, was ist denn das, was du dir sagst, was dir gut tut.
Miriam: Jetzt nochmal zurück zu der Anfangsfrage, was hat das denn jetzt mit dem Alter zu tun?
Florian: Oder wenig.
Miriam: Also vielleicht stellst du dir die Frage auch einfach nochmal selbst.
Florian: Ich gehe stark davon aus, dass mein Vater nochmal mit 80 nochmal einen anderen Weg einschlägt, um irgendwas anderes zu tun beruflich, weil das ist eben das, was ihm auch am meisten Spaß macht.
Miriam: Der würde im Traum nicht dran denken, so einen Rentenweg zu gehen.
Florian: Ich empfehle ihm das auch immer wieder nicht, das zu tun, weil das ist was, was ihm eine sehr große Freude macht. Und es gibt ja dann genug andere Beispiele auch von Leuten, die anfangen, hier, wir haben einen Förster hier, der eben anfängt, Schülern und Kindern was beizubringen darüber, wie der Wald funktioniert. Da sind eben andere Teile des Berufs fallen jetzt vielleicht weg aufgrund des Alters. Dafür ist jetzt eine neue Perspektive da und eben über das viele Wissen und die viele Erfahrung auch die Möglichkeit da den Jungen was beizubringen.
Miriam: Es ist so cool, wie sich das ein Stück weit verschiebt und wie das wirklich überhaupt nicht altersabhängig ist. Als wir unsere Trainerausbildung gemacht haben, war der älteste Teilnehmer auch über 80. Der hat sich auch jetzt nochmal überlegt, NLP-Trainer zu werden und hat das auch alles selbst organisiert und die ganze Ausbildung selbst durchgezogen und ist dann von London nach Orlando geflogen und hat dann dort auch noch die Lizenz gemacht. Also wir sind da sehr verwöhnt in unserem Umfeld mit Menschen, die da keine Hemmschwelle haben. Wenn ich mir mit fast 47 überlege, jetzt nochmal eine neue Marke zu gründen, ausgerechnet auch noch im Kosmetikbereich, wo wir ja davon ausgehen würden, da kommen eher junge Gesichter irgendwie hin. Und es ist eine Proud Aging Marke und ich bin genau in dem Bereich unterwegs, wo ich mich auch fühle und sehe, mit genau dem Anspruch an Kosmetik, dann ist das eben so. Und dann frage ich mich doch nicht, ob ich jetzt dafür zu alt bin, sondern dann denke ich doch, ich bin genau richtig. Das ist genau richtig jetzt. Besser hätte es nicht kommen können. Ja, jetzt wird es spannend. Jetzt kann ich sehen, wie gut die Cremes wirken hier, Leute. Jetzt ist cool.
Florian: Wir haben auch so viel Creme zu Hause gerade.
Miriam: Das stimmt. Florian ist auch noch immer mit eine Testperson, weil ich habe hier nicht so viele. Und es ist total lustig. Wir bekommen so ganz spannende Laborproben. Die sehen auch richtig spannend aus. Wo wir dann beide so auf drei zählen und uns dann ins Gesicht machen. Also die Sendetermine übrigens von meiner Kosmetikmarke findest du auch auf unserer, aber wir haben ja jetzt mehrere Webseiten. Vielleicht auf der Miri Beauty mal reinstellen. Das stimmt. Okay, das ist die Aufgabe, die ich mitnehme aus diesem Podcast, dass ich die Sendetermine da mal drauf tue.
Ermutigung zum Schluss
Miriam: Für heute soll es das sein. Also wir finden es schön, dass Menschen, egal in welchem Erfahrungsbereich sie sich gerade bewegen oder in welcher Lebensphase, sich ihre Träume erfüllen und das auf eine liebevolle, sanfte und ganz, ganz erfolgreiche Weise. Das wünschen wir jedem von euch. Und wenn ihr da Interesse habt, auch mal an einer persönlichen Beratung, wie gesagt in der Facebook-Gruppe kontextdenkentrainingathome ist auch der Paddy mit dabei. Das ist einer unserer Coaches. Florian und ich sind Coaches. Also wir machen da immer mal Sonderaktionen.
Florian: Und die Aufgabe, die ich mir dann diese Woche mitnehme, ist, unsere Firma heißt ja Per Gaudia Ad Astra, also mit Freuden zu den Sternen, mit Freuden was erreichen.
Miriam: Sterne für den Walk of Fame, weißt du, für das Beste nochmal.
Florian: Und bisher sind die gar nicht verlinkt darauf, dann verlinke ich die einfach mal darauf, dass sowohl unsere Trainingssachen als auch die Miri Beauty, die ja jetzt neu da ist, auch da verlinkt ist und die du auch finden kannst.
Miriam: Freuen wir uns auf deinen Klick und wir freuen uns, wenn du nächste Woche wieder einschaltest, wenn es heißt, zwei Jungspunte, wenn es heißt, zwei ewige Jungspunte.
Florian: Und ein Podcast.
Miriam: So sieht's aus.
Florian: Bis nächste Woche.
Miriam: Ciao. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de. Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche. Bis zum nächsten Podcast.