NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 59

Bei Streit am besten weggehen?

Was tun bei Streit? Vor allem, wenn Du sowieso schon weisst, was Dein Gegenüber sagen wird...

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In dieser Folge

Darum geht es

Ein sehr lieber Freund schenkte uns das Thema: Wenn ein Kollege, der Partner, der Bruder, die Schwiegermutter eindeutig einen Streit vom Zaun brechen möchte... Wie wär's mit einfach ruhig weggehen und die Türe schließen? HA! Doch nicht mit Florian. Wobei - es wird sowieso viel zu viel geredet auf diesem Planeten. Also - reden wir drüber. Und es gibt Alternativen. Zum Weggehen. Die schenken wir unserem Freund und Dir und allen, die diese Podcastfolge hören. Viel Freude beim Ausprobieren und Spaß statt Streit haben! Du möchtest uns endlich persönlich kennen lernen? Oder international zertifizierter NLP Practitioner oder Master werden? Für Deine Anmeldung oder Dein Info-Gespräch zur Ausbildung im NLP besuche gerne unsere Seite: http://www.kontext-denken.de oder schreib uns eine E-Mail: miriam@pergaudiaadastra.de Und wenn Du uns öffentlich Deine Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Unseren Video-Podcast (mit bewegten HD-Bildern in Farbe) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX 

Ein Hörer hat den Rat "rede erstmal mit den Betroffenen" beherzigt — und fragt sich nun, ob bei wiederkehrendem Streit einfach rauszugehen eine echte Lösung ist oder doch nur Schmollecke. Miriam und Florian gehen die Frage durch: Warum Kinder ihre Strategien blitzschnell wechseln, während Erwachsene sich am Ende nur noch im eigenen Kopf streiten. Es geht um Deeskalation bei immer gleichen Konfliktthemen, um den Kontext zu verändern (Möbel umstellen, Ort wechseln, ins Restaurant gehen), ums Themawechseln und darum, mit Rapport und Humor — sogar im Singen — aus einem Streit rauszukommen. Dazu Hinweise auf die kostenlose 2-Minuten-Notfallmeditation und den Blogpost "Was du über andere denkst, verrät eine Menge über dich".

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Vom Feedback zum Thema
  2. Was tun statt gehen: Kontext verändern
  3. Schmollecke oder ehrlicher Rückzug?
  4. Der Streit im eigenen Kopf
  5. Die Tipp-Sektion: Ort wechseln, Thema wechseln, gemeinsam lachen

Rausgehen, Tür zu, warten, bis der andere sich beruhigt hat — klingt friedlich, oder? Ein Freund hat genau das ausprobiert und gefragt, ob das eigentlich eine gute Idee ist. Miriam und Florian sind sich schnell einig: Das fühlt sich verdächtig nach Schmollecke an. Sie sammeln Alternativen — vom Möbelrücken übers Themenwechseln bis zum Streiten im Gesang.

Vom Feedback zum Thema

Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt.

Gast: Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Miriam: Weshalb bist du hier? Das fragt sich vielleicht der ein oder andere Hörer da draußen.

Florian: Was ist dein Auftrag hier?

Miriam: Florian war auf so einem neuen Kommunikationsseminar.

Florian: Und wer bist du wirklich?

Miriam: So, pass auf, Florian. Jetzt geht es auch direkt gegen dich los. Es gab nicht nur Lob diese Woche für Florian. Es gab eine Menge Lob diese Woche für Florian. Und vielen Dank an alle, die die zwei Minuten Notfall-Trans so mögen. Du hast wahnsinnig gutes Feedback bekommen.

Florian: Sehr gut.

Miriam: Florian war vor Stolz so glücklich, dass ich ihn zwei Tage lang quasi nicht mehr einfangen konnte. Drei Meter über dem Boden. Allerdings.

Florian: Was wieder zur Frage führt. Was ist das Thema heute?

Miriam: So wach, wach, wach da draußen. Vielleicht sind die Leute am Autofahren, Florian. Das stimmt. So willst du jetzt mal wissen.

Florian: Was das Thema heute ist?

Miriam: Ja. Du hast in vielen unserer Podcasts als zentralen ersten Tipp für die Menschen, die uns ein Thema gegeben haben, immer gesagt, rede erstmal mit dem Betroffenen oder den Betroffenen darüber.

Florian: So und jetzt kam einer und hat's gemacht.

Gast: Und er hat's gemacht.

Florian: Und er hatte Erfolg. Und er fragt sich jetzt, warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht?

Miriam: Merkt ihr was? Es war nicht gut, dass ihr auf Facebook geschrieben habt, wie gut Florian ist. Das geht nach hinten los. Meine Güte.

Florian: So, was ist das Thema heute?

Miriam: So, wenn jetzt das Gespräch mit dem Partner, dem Freund, den Kollegen nichts bringen würde, gebracht hätte.

Gast: Ja.

Miriam: und derjenige dann entschieden hat, da ich auch nicht mehr diskutieren oder mich streiten will, gehe ich dann einfach. Mach die Tür hinter mir zu, warte bis derjenige sich beruhigt hat, manchmal dauert das Tage und dann können wir uns wieder treffen. Ich gehe einfach. Das ist ja so ein bisschen wie die Schmollecke aus dem letzten Podcast. Wie die Schmollecke. Schmollecke. Das ist ein ernstes Thema.

Florian: Ja, ich weiß.

Miriam: Soll lieber entziehen bei einem Streitgespräch oder offensiv?

Florian: Wer hat dich jetzt wie in die Schmolecke gesetzt? Also der geht, der, der, was? Können wir bitte mehr Kontext haben? Ja.

Miriam: Also es gibt zwei Menschen, die sind in irgendeiner Weise miteinander verwandt, bekannt, Freunde, wie auch immer. Und es kommt immer mal meistens bei den gleichen Themen zu Streit. Und einer von beiden hört begeistert unsere Podcasts und probiert das ein oder andere aus, klappt auch.

Florian: Zum Beispiel jetzt drüber reden.

Miriam: Zum Beispiel drüber reden.

Florian: Und die haben ja vorher schon drüber geredet, wenn es immer Streit gab.

Miriam: Richtig. Und deswegen sagt er, bevor wir jetzt weiter drüber reden und streiten uns die ganze Zeit, gehe ich lieber. Der Zuhörer. Genau. Ist das auch eine Maßnahme? Weil das streiten wir wenigstens nicht.

Florian: Ja, voll gut, oder?

Miriam: Gut, dann war es das für heute. Es fühlt sich nicht gut an für mich.

Florian: Sie streiten wenigstens nicht.

Miriam: Das ist so wie das Telefon auflegen, wenn mir was nicht passt. Das habe ich früher bei meinem Vater manchmal gemacht. Echt?

Florian: So ein Klick?

Miriam: Ja. Also ich finde nicht, dass sich das gut anfühlt. Wenn ich jetzt mit demjenigen noch in einem Raum bin und dann den Raum verlasse, kann ich ja noch nicht mal ein Funkloch vortäuschen.

Florian: Kennst du diese lustigen Videos auf YouTube, wo jemand so ein Handtuch hochwirft und dann irgendwie zur Tür raus verschwindet? Hast du noch nie gesehen?

Miriam: Doch, du hast mir mal eins gezeigt.

Florian: So ein Zaubertrick auf YouTube. Jemand sagt, Magic, wirf die Decke hoch und dann fällt die Decke runter und dann ist die Person weg. Und in den guten Videos ist die Person weg und in den schlechten Videos sieht man, wie sie so zur Seite rausrennt.

Miriam: Das wäre ja noch witzig, zumindest für den, der es macht. Erster Tipp. Witzig.

Was tun statt gehen: Kontext verändern

Miriam: Ich habe mir überlegt, wenn zwei Menschen sich sozusagen immer über das gleiche Thema in die Wolle bekommen, sei es jetzt in der Ursprungsfamilie, also bei Mutter, Vater, Schwiegereltern, Schwestern, Brüdern, Stiefschwestern, was auch immer, oder mit dem Partner oder mit dem immer gleichen Kollegen, nutzt es zum Beispiel auch schon was empfindlich einfach, was am Kontext zu verändern, also sprich zum Beispiel Möbel umzustellen? Oder das Gespräch in ein Restaurant verlegen. Wenn es wichtig ist.

Florian: Ja.

Miriam: Bevor es gar nicht stattfindet.

Florian: Ich glaube, der Trick ist einfach mal was anderes zu tun, oder? Weil wenn das, was du tust, nicht funktioniert, tu etwas anderes.

Miriam: Gut, rausgehen ist ja dann was anderes.

Florian: Ja, exakt. Und, hat es gut funktioniert? Hat es für ihn auch nicht so gut oder für sie auch nicht so gut angefühlt?

Miriam: Genau, so wie sie es anhörte, war das noch nicht der Weisheit letzter Schluss, würde Goethe sagen.

Florian: Wir haben aus dem NLP kommend ja da ein Prinzip, der Flexiblere führt. Jetzt ist nur die Frage, wer ist flexibler?

Miriam: Kinder. Kinder sind... Kinder sind ganz schön flexibel.

Florian: Kinder sind ganz schön flexibel.

Miriam: Und es ist erstaunlich, wie die sich winden können. Das stimmt. Und ihre Strategien binnen Sekunden verändern. Exakt. Da machen wir jeden Tag fantastische Erfahrungen mit und dürfen sehr wach sein, um auch flexibel zu sein. Finde ich schon.

Florian: Ja, voll gut.

Miriam: Die sind großartig da drin. Die machen sich auch keine Gedanken, ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht. Die probieren einfach ständig was Neues aus.

Florian: Die probieren was Neues aus, exakt. Insofern, warum nicht die Möbel mal umstellen?

Miriam: Das ist total cool, Kinder zu beobachten.

Florian: Oder du hast doch diesen tollen Tipp auch mit dem Ablenkungsmanöver.

Miriam: Das stimmt.

Florian: Und das hat sie auch schon ausprobiert oder er? Ja. Und funktioniert auch nicht.

Miriam: Da wäre ich vorsichtig, weil in meinem Fall tatsächlich funktioniert es mit einer 100%-Quote. Und ich glaube, dass es auf den Entspanntheitsgrad der Person ankommt, die anwendet.

Florian: Ablenken möchte, okay. Also wenn das so... Ich hatte das heute in der Firma, ich bin wirklich hart reingekretscht, also mega hart reingekretscht. Okay. Ein Kollege hat mir heute die Geschichte vom Pferd erzählt und dann vom Bruder des Pferds. Und vom Bruder des Bruders des Pferds. Und irgendwann meinte ich nur noch so, sag mal, vor dem Meeting... Jetzt habe ich vergessen, was ich fragen wollte. Ist ja auch egal. Bis nachher. Null Reaktion.

Miriam: Es geht wirklich. Ja, ich weiß, dass es geht. Ich mache die besten Erfahrungen damit. Und dein Entspanntheitsgrad ist, meine These an der Stelle ist schon so immens, dass du, das verstehst du, du machst es dann auch. Also du denkst dran, das zu tun. Und ich kenne ja Konfliktsituationen aus meinen 40 Jahren auf diesem Planeten höchstpersönlich und ich beobachte sie quasi auch täglich bei Menschen auf der Arbeit oder wie auch immer. Und ich habe nicht das Gefühl, dass zwei Menschen, die sich wegen einem zum Beispiel immer gleich Thema.

Florian: Aber das sind arme Opfer ihres Verhaltens.

Miriam: Nee. Nur entspannt sind die nicht. Und ich weiß nicht, wie das geht.

Florian: Arme gestresste Opfer ihres Verhaltens.

Miriam: Dr. Florian Groß.

Florian: Ja, wir machen wieder einen Podcast zu einer Zeit, wo ich wach bin.

Miriam: Ja, das stimmt. Meine Güte, und wir sind ja auch noch gar nicht bei der Tipp-Sektion. Ich meine, ich sammle die jetzt schon mal geistig, damit ich die nachher nochmal für dich rekapitulieren kann dann. Damit du die alle schön sortiert vorliegen hast, weil jetzt, finde ich, geht es ziemlich drunter und drüber. Wir haben mindestens schon fünf Tipps dabei und keiner so richtig.

Florian: Alle so richtig.

Miriam: Alle so richtig. Ja.

Schmollecke oder ehrlicher Rückzug?

Florian: Nur, es fühlt sich noch nicht so an, als würde wer auch immer, den du da verteidigst, als wäre das das Richtige. Das stimmt. Gibt es überhaupt was Richtiges für den oder die?

Miriam: Naja, also was ich sozusagen an der Stelle schon immer ganz cool finde ist, wenn wir nochmal zurückkommen zu den Kindern.

Florian: Ja.

Miriam: Wenn die einen Fehler machen, der Schmerzen verursacht.

Florian: Ja.

Miriam: Was ja vorkommen kann.

Florian: Zum Beispiel über einen Fuß stolpern, der Ihnen in den Weg gestellt wird. Ja.

Miriam: Gut, nehmen wir den. Nur für dich.

Florian: Oder einen größeren schubsen und dann in der Hecke landen. Ja, so ein Fehler.

Miriam: Ja, gut. Also wenn sie sowas tun würden und tatsächlich komme ich gerade von einem Elternabend und genau diese Situation wurde geschildert. Also ich sag mal, da haben sich fünf Klässler sehr, sehr nervhasenmäßig an neun Klässler rangepirscht. Und da habe ich, als die Geschichte anging, habe ich schon gedacht...

Florian: Da ist einer in der Hecke gelandet und irgendeins hat geweint.

Miriam: Ja, und ich wusste wer, also welche Seite zumindest. Gut, und das Learning bei Kindern geht extrem schnell. Also in meiner Welt machen die das kein zweites Mal.

Florian: Ja, genau.

Miriam: Weil das Learning hat wehgetan und dann sagen die beim nächsten Mal anders. Wenn ich mit denen was zu tun haben möchte oder wenn ich mit denen Fußball oder Tischtennis spielen möchte, geht es scheinbar nicht auf die Weise.

Florian: Ja, genau. Und da sind, nur um das vorwegzunehmen, da sind Lehrkräfte involviert gewesen und da wird darauf geachtet, dass das alles in den Rahmen läuft.

Miriam: Es wurde auch alles danach nochmal besprochen.

Florian: Und es sind große Jungs, ne, und die machen ihre Erfahrungen miteinander, genau.

Miriam: Ja, ist alles gut. Es ist auch keiner in der Hecke gelandet, das hast du dir ausgedacht. Es war ein bisschen anders und es tat wohl auch weh. Also, lang genug genervt, hat es auch mal gerumst. So möchte ich es sagen. Und es wird nicht nochmal passieren. Also da bin ich mir ziemlich sicher. Das beobachte ich bei den Kindern täglich. Dass die was ausprobieren, wenn es nicht funktioniert, machen sie es komplett anders. Auch in Positiv-Situationen.

Florian: Genau. Kann ich ein Eis haben? Nein. Dann versuchen wir das eben anders. Kann ich zwei Euro haben und in den Eckladen runtergehen?

Miriam: Und dir ein Eis mitbringen?

Florian: Ja, genau.

Miriam: Tolle Idee. Ja, exakt. Das ist super. Die machen sich also in dem Augenblick gar nicht Gedanken darüber, wie es jetzt nicht geklappt hat, sondern die überlegen in Windeseile, was sie tun können, damit es doch funktioniert. Vielleicht sogar unterbewusst, oder? Ich schätze, dass das unterbewusst ist. Und warum sich das viele Erwachsene da draußen abtrainieren, dieses in dem Augenblick, wo was Schmerzhaftes passiert und ich meine nicht schmerzhaft im Sinne von es fliegt einer in die Hecke, sondern ich meine auch schmerzhaft im Sinne von verbal. Also verbal Scharmützel, wie ich so gerne zu sagen pflege. Ja. Warum das bei uns oder bei vielen, bei mir mittlerweile mehr, warum das bei vielen Menschen nicht mehr geht. Dieses Feststellen von, okay, jetzt haben wir zum achten Mal über dieses Thema gesprochen,

Gast: unfreundlich gesprochen.

Miriam: Es gibt noch keine Lösung am Horizont. Beide bleiben vollständig auf ihrer Position. Es gibt nur Gnatsch. Gibt es einen Weg hinaus? Geht das anders? Und wie können wir helfen, dass das für dich in Zukunft anders ist und nicht mit Liebesentzug zu tun hat? Weil das ist ja genau das. Diese Schmollecke ist ja im Prinzip... Ja, weiß ich nicht.

Florian: Die Schmollecke könnte ja auch einfach sein, sie merkt, dass in dem Zustand, in dem sie jetzt gerade ist, dass sie jetzt da erstmal ihre Ruhe haben möchte oder dass sie gerade genervt ist und das weiß ich was und zieht sich dann mal eine halbe Stunde zurück, weil... Lieber in der Schmollecke schmollen, als irgendwie jetzt um andere Menschen um. Wenn das der Impuls wäre, so ich bringe mich erstmal selber wieder in guten Zustand, ich bringe mich selber mal in Entspannung, dann ist die Interaktion wieder leichter.

Miriam: Kaufe ich in den wenigsten Fällen. Selbst bei dir und mir manchmal nicht.

Florian: Ja.

Miriam: In den meisten Fällen ist meine These und das ist jetzt Miris These, es ist einfach nur ein, jetzt steht nicht fest, dass ich gewinne, vielleicht verliere ich sogar, ich gehe. Dann habe ich wenigstens die Tür gewonnen oder so. Also es ist nicht dieser Impuls von ich atme jetzt mal durch, bringe mich in einen guten State, höre 25 Olli-Witze auf YouTube oder tolle Musik und gehe dann wieder raus und wir beenden das Ganze friedlich mit einer tollen Lösung. Nein. Kaufe ich nicht. Das wäre super. Und wenn beide auch den Deal hätten.

Florian: Ja, genau.

Der Streit im eigenen Kopf

Miriam: Deswegen alles gut. Also was wir bis jetzt schon angesprochen haben, finde ich, also wir können gerne, weil das sind einige umfangreiche Tipps, wir können gerne damit anfangen. Also das Erste ist immer entspannt. In der Situation ging es noch nicht mal um ein Thema, sondern es geht um sozusagen ein, der andere ist genervt und sagt nicht warum und das macht der immer. Und dann merkt sozusagen der andere das und dann, also dieses Glaskugelleserei ist da auch noch im Spiel. Der eine denkt sich, was der andere sich denkt. Die streiten sich gar nicht mehr laut. Die streiten sich im eigenen Kopf.

Florian: Die streiten sich gar nicht mehr miteinander, die streiten sich mit sich selbst im eigenen Kopf.

Miriam: Ja, weil sie wissen, was der andere denkt.

Florian: Dann ist das mit dem im gleichen Raum sein auch nicht so wichtig, ehrlich gesagt.

Miriam: Da können wir auch untereinander nicht mitnehmen. Stimmt, stimmt. Und von außen betrachtet immer leichter als in der Situation.

Florian: Natürlich. Deswegen ist es ja auch wichtig, dass wir mindestens mal über solches Verhalten auch lachen können bei anderen Leuten und dann irgendwann dazu kommen, dass wir darüber lachen, wenn wir es selber an den Tag legen, weil echt. Nicht mal mehr miteinander streiten, sondern nur noch im Kopf.

Miriam: Großartig, dass bei Florian und mir immer mindestens einer hält die Entspannung. Das ist mir ganz oft aufgefallen. Also wir streiten uns sowieso selten und wenn, hält einer die Entspannung. Und wenn nicht, fliegen die Fetzen. Früher mal.

Florian: Früher mal, ja. Das kommt wirklich ganz, ganz selten vor. Dann haben wir beide auch schon rausgekriegt, das ist nicht der richtige Zeitpunkt.

Miriam: Für einen Witz vom Olli auch, das geht immer.

Florian: Der geht immer, ja.

Miriam: Also durchatmen ist eine gute Maßnahme in jeder Situation, in der du bist. Das würdest du immer tun wollen. Erstmal tief Luft holen.

Florian: Wir haben da diese Notfallmeditation.

Miriam: Oh ja, wir haben diese 2 Minuten Notfallmeditation. Die ist so wertvoll. Ich merke das wirklich in allem, auch auf meinen Facebook-Livestreamings und was auch immer. Tatsächlich großes Thema, die Notfallmeditation. Die kannst du dir kostenlos bei uns abholen unter www.kontext*denken.de. Da ist rechts auf der Seite beschrieben, wie das geht.

Florian: Entweder da oder unter Kontakt-Newsletter geht auch.

Miriam: Genau. Und dann bekommst du die kostenlos zum Downloaden, Anhören, wie auch immer. Wenn jetzt keine zwei Minuten da sind, reicht auch einmal wirklich bewusst tief ein- und ausatmen und dann den nächsten Satz formulieren. Das ist also eine absolute Notfallhilfe. Das nächste, was ich tun würde, wenn es eine wiederkehrende Situation war, also wir haben das, ihr habt schon achtmal darüber gestritten oder ihr hättet das getan. Dann darfst du etwas großzügiger mit der Flexibilität sein.

Florian: Da gibt es ja auch dieses schöne Zitat, die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Miriam: Ja, von Einstein gibt es auch irgend sowas.

Florian: Ja, das soll angeblich von Einstein sein, genau. Also was anderes tun. Nur was.

Die Tipp-Sektion: Ort wechseln, Thema wechseln, gemeinsam lachen

Miriam: So, wenn jetzt inhaltlich quasi vermeintlich keine Wahlen zur Verfügung stehen, also keine Wahlmöglichkeiten, es geht nun mal um dieses Thema, dann würde ich am Raum was verändern. Das hilft manchmal.

Florian: Warum nicht?

Miriam: Der eine setzt sich in die andere Ecke, wie er normal sitzt.

Florian: Ja.

Miriam: Viele haben das ja, dass sie immer an der gleichen Stelle auf der Couch sitzen, wenn sie sich unterhalten oder beide auf den gleichen Stühlen am Esstisch. Also einfach mal woanders hinsetzen und dann nochmal anfangen.

Florian: Ja, sehr gute Idee.

Miriam: Das ist eine einfache Möglichkeit. Wenn es gravierender wäre, würde ich vielleicht sogar ganz die Location tauschen. Sagen wir, wir treffen uns im Wald auf einer Bank oder wir gehen in ein Restaurant, wenn ihr gerade Geld habt.

Florian: Kommt halt echt drauf an, wie entspannt die beiden miteinander sind. Wenn ich mich mit den Kindern kappe, dann fangen wir auch schon mal an, einfach singen zu streiten. Im Singen zu streiten. Das passt mir hier nicht, dass du schon wieder deine Hausaufgaben nicht gemacht hast. So nicht. Dann kann ich auch sagen, was ich sagen wollte.

Miriam: Die Musical-Familie.

Florian: Ja, das ist so ein bisschen die Herausforderung. Wie entspannt ihr da schon seid.

Miriam: Ja, nun.

Florian: Nur tatsächlich, das funktioniert auch hervorragend mit den Kindern. Kann ich mal sagen, was ich sagen will. Nur ist es irgendwie nicht so ernst zu nehmen.

Miriam: Ich erzähle ganz gerne, dass du dich wirklich gnadenlos neben mich stellst, wenn ich früher mal die Ohren hängen gelassen habe und hast Flachwitze nicht vorgelegt. Tatsächlich viele schildern mir, sie hätten da bis jetzt eine Hemmschwelle gehabt, das zu tun. Wenn der andere wirklich sauer ist oder traurig, sich dann daneben zu stellen und sowas zu bringen, also einfach loszusehen.

Florian: Da darf der Rapport und was das ist, lernt ihr bei uns im NLP Practitioner. Die liebevolle Beziehung, die unten drunter liegt, darf auch wirklich gut aufgebaut sein zu dem Zeitpunkt. Weil das ist schon ein ganz schöner Missmatch.

Miriam: Das ist ein Profi-Trick. Florian zieht es durch.

Florian: Ja, du auch. Du brauchst dich hier nicht als harmlos hinstellen. Ja, genau.

Gast: Ja, ja.

Miriam: Das macht das Ganze wirklich qualitativ deutlich besser.

Florian: Und das sind alles Verabredungen, die ihr an anderer Stelle nicht in so einer Situation treffen dürft. Das ist im Endeffekt schon ein Trick. Das ist ein Meta-Trick. oder ein Meta-Tipp, dass ihr irgendwie verabredet, dass ihr zu jeglicher Situation bestimmte Sachen machen dürft, die euch beide einfach zum Lachen bringen. Also dass es auf dieser Welt alles gibt, worüber ihr lachen könnt, wenn ihr bestimmt irgendwas macht.

Miriam: Und viel einfacher und das Recht ist in so einem Augenblick ganz gravierend heftig das Thema zu wechseln.

Florian: Ja.

Miriam: Also wirklich von Nordpol nach Südpol. Dafür darf es ein bisschen entspannt sein. Also das heißt, wenn das Gespräch losginge und es bringt nichts, dass ihr miteinander darüber redet. Also das wäre sozusagen ja die Vorannahme. Wir haben ja gesagt, wenn ein Gespräch wichtig ist und darf inhaltlich geklärt werden. Dann ist es ja Blödsinn, das Thema zu wechseln. Dann will ich das ja nicht. Sondern ich möchte ja an dem Thema dranbleiben. Das heißt, Location wechseln, Stühle vertauschen, Tisch umstellen.

Florian: Und toll, dass, wer auch immer die Frage gestellt hat, dass dir dein Gegenüber so wichtig ist an der Stelle. Das vielleicht an der Stelle auch nochmal. Oh ja. Ja, das stimmt. Dass es so wichtig ist, dass du sagst, du möchtest da irgendwie eine Lösung finden und das ist dir wichtig, die Beziehung auch so schön zu machen, wie das irgendwie geht. Ja. Voll gut.

Miriam: Dieses Thema wechseln nutzt dann was, wenn ich danach wieder zum Thema zurückkomme. Ja, genau. Ich bin da verlässlich.

Florian: Ja, ich weiß. Das machst du ganz toll, Miriam.

Miriam: Deswegen podcasten wir ja so gerne zusammen. Da gibt es übrigens zu diesem Themawechseln gibt es einen eigenen Podcast auch.

Florian: Das stimmt und auch zur Entspannung haben wir auch einen eigenen.

Miriam: Echt?

Florian: Ja.

Miriam: Den habe ich wohl verschlafen. Tja.

Florian: So, was noch?

Miriam: Ich finde das schon eine ganze Menge. An Hilfestellung. Für solche Momente.

Florian: Und dann sparen. Du hast auch noch diesen gemeinen Blogpost geschrieben. Das ist glaube ich jetzt schon zwei Wochen her. Dieses mit dem so wie ich. Genau wie ich.

Miriam: Genau wie ich. Das ist eine super Übung.

Florian: So ein Eumel, der will wieder nicht über dieses Thema reden. Genau so wie ich.

Miriam: Puh, gut, den hatten wir im letzten Podcast ja auch schon mal erwähnt. Auf unserer Seite findest du einen Blogpost, der heißt, was du über andere denkst, verrät eine Menge über dich. Lies den dir gerne auch nochmal durch.

Florian: Oder hör den letzten Podcast.

Miriam: Oder hör den letzten Podcast an, genau. Das schließt alles so ein bisschen aneinander an, so ein bisschen Deeskalationsmanagement.

Gast: Eskalationsmanagement. Super, ne? Ich hier. Juhu. Ja. Ist doch gut.

Florian: Ja, das stimmt. Und es generiert deutlich mehr Spaß. Warum heißt das eigentlich nicht so? Es heißt Eskalationsmanagement, ne?

Miriam: Ja.

Florian: Nur es will ja keiner, dass irgendwas eskaliert.

Miriam: Richtig. Deeskalation.

Florian: Sehr brillant.

Miriam: So tickt mein Unterbewusstsein.

Florian: Allerdings.

Miriam: Es ruft die Fachworte ab und bringt sie gleich schon in den richtigen Rutsch.

Florian: Ja.

Miriam: Ja. So, und dann können wir auch eine Seite gründen, die heißt Abschaffung aller Schmollecken.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Weil wozu dann noch?

Florian: Darf Schmollecken?

Miriam: Darf Schmollecken? Du bist heute voll auf dem Villiastortrip.

Florian: Das stimmt. Wir hatten auch schon Hyaluron.

Miriam: Das verstehen jetzt zum Beispiel Menschen überhaupt nicht.

Florian: Reit um den See rum.

Miriam: Und da ist es eine Hommage an den großartigen Alexander Ilo, meinen fantastischen Kollegen, der einfach ein Poet ist vor dem Herrn. Der könnte auch auf den großen Bühnen dieser Welt bestehen. Oder? Ja. Ist der Podcast jetzt zu Ende? Ja, Tatsache. Verrückt.

Florian: Wenn du Spaß hattest beim Podcast hören, würden wir uns wahnsinnig darüber freuen, wenn du uns weiter empfiehlst. Da kannst du uns wirklich einen großen Gefallen tun, uns zu teilen, weiter zu empfehlen, irgendwas zu tun, weil wenn du Spaß daran hattest und du andere Menschen auch an diesem Spaß teilhaben lässt, dann haben wir insgesamt mehr Spaß auf der Welt. Und was ist schöner als noch mehr Spaß auf der Welt zu haben?

Miriam: Fünf Sterne bei iTunes.

Florian: Ja, darüber freuen wir uns am zweitmeisten.

Miriam: Okay, gerettet. Miri mit ihren Sternen immer. Ja, ich freue mich über die Sterne am meisten.

Florian: Ja, ich weiß, dass wir uns darüber freuen. Und auf der anderen Seite, also das richtig große Kompliment ist, wenn du uns teilst und wenn du irgendjemanden, wo du meinst, da passt ein Thema, einfach mal unseren Podcast auf die Ohren legst. Da freuen wir uns drüber.

Miriam: Unterschreibe ich jetzt einfach mal. Und ich freue mich jetzt schon auf nächste Woche. Wenn es wieder heißt. Zwei Gehirne. Ein Podcast. So ist der Text, Florian. Guck mich nicht so an. Ich mach's nochmal. Wenn es wieder heißt, zwei Gehirne, ein Mikrofon.

Florian: Zwei Mikrofone. Ein Gehirn. Kontext. Denken.

Miriam: Bis dann! Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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