NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 86

Aufmunterung bei Krankheit? Echt jetzt?

Gibt es ein Aufmunterungsmandat? Oder ein Pflegemuss?

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In dieser Folge

Darum geht es

Das Thema zu diesem Podcast stiftete eine Hörerin, die von einem Krankheitsfall in der eigenen Familie betroffen ist. Um genau zu sein möchte sie von Miriam und Florian wissen, wie sie bei diesem Menschen für Aufmunterung sorgen kann. Wir finden - ein starkes Thema und viiiiiieeeel Potential für diesen Podcast. Ja, das ist ein komplexes Thema. Und Miri und Florian klammern vom Männerschnupfen bis zur schwereren Diagnose einfach mal alles ein. Denn ein paar Möglichkeiten gibt es da schon - findet Florian. Also - bei Männerschnupfen vielleicht nicht. Der ist zu ernst. Und bei allem anderen haben die beiden Gehirne dieses Podcasts sogar mehrere Ideen. Und bitte schön langsam. Und liebevoll. Du möchtest uns persönlich kennen lernen? Oder international zertifizierter NLP Practitioner oder Master werden? Für Deine Anmeldung oder Dein Info-Gespräch zur Ausbildung im NLP besuche gerne unsere Seite: http://www.kontext-denken.de oder schreib uns eine E-Mail: miriam@pergaudiaadastra.de Bewerte diesen Podcast bei iTunes. Du findest ihn unter "kontext*denken - zwei Gehirne, ein Podcast". Wir freuen uns, wenn Du mit Deiner Sterne-Vergabe noch mehr Menschen das Finden dieses wöchentlichen Hörwerks erleichterst. Und wenn Du uns öffentlich Deine Meinung sagen möchtest: http://fb.me/Miriam.Deforth.kontext.denken http://fb.me/Florian.Gross.kontext.denken Unseren Video-Podcast (mit bewegten HD-Bildern in Farbe) findest Du hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RxU_DlbWrqg&list=PLfj4P7lArPJDwiEArD6euHknuqZzbA3EX 

Es geht ums Aufmuntern bei Krankheit — vom grippalen Infekt über die längere Genesung bis zur schweren Diagnose. Miriam und Florian sprechen über Pacing und Leading, über die Bushaltestellen-Metapher und die Frage, wann du eigentlich für dein Gegenüber sorgst und wann für dich selbst. Konkret wird es bei der NLP-Übung mit dem großen Fußzeh, der kein Fieber hat: Wo im Körper fühlt sich gerade etwas gesund an? Und wann darf man einen kranken Menschen einfach in Ruhe lassen — oder ihn mit albernen Witzen ins Lachen bringen?

Lesefassung

Das vollständige Transkript

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein stiller Podcast über ein ernstes Thema
  2. Pacing und Leading: an der richtigen Bushaltestelle abholen
  3. Was ist eigentlich mein Ziel — und für wen tue ich das?
  4. Raum geben, wertschätzen — und dann den Fuß in die Tür bekommen
  5. Der große Fußzeh, der kein Fieber hat
  6. Drei Tipps: Zustand checken, Ziel klären, albern werden dürfen

Eine Hörerin steht mit einem Krankheitsfall in der Familie da und stellt Miriam und Florian eine ganz praktische Frage: Wie muntere ich jemanden auf, dem es gerade richtig schlecht geht? Florian antwortet erstmal mit — Schweigen. Und daraus entwickelt sich ein Gespräch über Holzlöffel, Hühnersuppe, den großen Fußzeh, der kein Fieber hat, und die Frage, für wen du eigentlich sorgst, wenn du sorgst.

Ein stiller Podcast über ein ernstes Thema

Miriam: Willkommen beim kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß.

Florian: Willkommen beim Stille Podcast mit Miriam und Florian.

Miriam: Ja. Also erstmal danke an alle, die uns wirklich sehr, sehr spannende Themen schicken, jetzt schon seit Wochen. Wir arbeiten die bis zum 100. Podcast alle ab und das ist eben pro Woche eins.

Florian: Bei welchen sind wir denn jetzt?

Miriam: Beim 86. Uns fehlen jetzt noch vier Zuschauerthemen, dann haben wir sie alle komplett. Du hast ja von Anfang an gesagt, das wird nichts.

Florian: Ja, ich hätte gedacht, dass wir dann noch irgendwelche Themen einziehen.

Miriam: Nee.

Florian: Wir können ja noch einen Reflexions-Podcast über Zuschauerthemen machen.

Miriam: Einen Reflexions-, achso, so, welche Themen werden häufig, weil ich fange tatsächlich jetzt schon an, auch Themen zusammenzufassen, weil sich Menschen parallel ähnliche Themen gewünscht haben. Und ich habe mir für heute überlegt, dass wir ein Thema dran nehmen, das ich persönlich spannend finde, weil wir hatten es, wir haben es tatsächlich noch nie so direkt gemacht in unserem Podcast.

Florian: Wir bleiben auch dabei, dass wir es nicht so direkt machen in unserem Podcast.

Miriam: Wieso? Du weißt doch noch gar nicht, um was es geht.

Florian: Was ist denn das Thema?

Miriam: Das Thema, das uns eine Hörerin jetzt zur Verfügung stellt, ist, wie kann ich Menschen, die gerade krank sind und denen es nicht so gut geht, aufmuntern? Da bist du erst mal platt.

Florian: Willkommen beim Stille Podcast mit Miriam und Florian.

Miriam: Okay. Ist das jetzt dein Ernst? Sagen wir nix?

Florian: Weiß ich nicht.

Miriam: Warum denn Stille?

Florian: Aufmerksam dabei sein.

Miriam: Wenn einer krank ist?

Florian: Ja, weiß ich nicht. Wenn ich irgendwann mal krank war früher, dann war mir manchmal das auch zu viel.

Miriam: Was, wenn ich geredet habe? Ja gut, das ist bei mir ja auch so.

Florian: Das ist extrem einfach.

Miriam: Ich rede ja, wenn ich rede, rede ich ja viel. Du meinst also am besten gar nichts sagen?

Florian: Weiß ich nicht. Was meinst du denn, liebe Miriam?

Miriam: Ich habe es erstens erlebt, dass Menschen sich sehr unterschiedlich verhalten, wenn sie eine Krankheit haben.

Florian: Wissen wir Details oder stochern wir im Nebel?

Miriam: Das ist nebulös. Also es gibt kein konkretes Beispiel in dieser Frage. Und klar ist mein Verhalten auch ein wenig abhängig von der Situation, in der ich einen kranken Menschen vorfinde. Also ich kenne ja Menschen, die haben wirklich lebensbedrohliche Krankheiten gehabt und waren in der ganzen Situation der Heilung und der vielen Maßnahmen, die da stattgefunden haben, sehr aufrecht. Also im Sinne von körperlicher Haltung, wacher Geist, eher orientiert auf, ich bin bald wieder gesund.

Florian: Also wir reden nicht über, also auch wenn es dramatisch ist, wir reden nicht über Männerschnupfen, oder?

Miriam: Nee, in dem Fall geht es nicht um Männerschnupfen. Also bei Männerschnupfen, das ist zwar eine harte Krankheit, also es ist eine extrem schwierige, ernst zu nehmen und es ist kein tödlicher Ausgang. Zumindest nicht prognostizierbar.

Florian: Siehst du, deswegen hatte ich nochmal nachgefragt. Also gehen wir von tödlichen Krankheiten aus.

Miriam: Ja, also wie gesagt, ich führe es jetzt nur an als Beispiel sozusagen. Dieser Podcast kann ja, wenn wir jetzt wüssten, es geht um einen Männerschnupfen ganz konkret, hätte ich schon anders angefangen. Dann hätte ich nämlich angefangen mit...

Florian: Ja, wie geht es jetzt weiter?

Miriam: Das hätte ich nämlich angefangen mit, das ist ein stiller Podcast. Das ist ein stiller Podcast. Und jetzt gehe ich davon aus, dass wir den Podcast zum einen… Also wir reden nicht über eine Erkältung oder mal ein Schnupfen. Ja und wir hatten in diesem Winter, können wir ja ruhig sagen, wir hatten ja in diesem Winter nun mal sehr viele extreme Grippefälle, die jetzt wahrscheinlich auch in den meisten Fällen nicht tödlich ausgegangen ist, nur wo es den Menschen schon richtig doof ging. Und auch da kann ich mich ja fragen, wie kann ich den Menschen am besten unterstützen?

Pacing und Leading: an der richtigen Bushaltestelle abholen

Miriam: Und als du das hattest, lieber Florian, da war das so, dass ich dich tatsächlich am besten, also in der harten Phase wolltest du nicht viel Zuwendung haben.

Florian: Wie hast du das denn herausgefunden?

Miriam: In dem ich dir Zuwendung stiften wollte und dann zu hören bekam, dass du weder ein Videospiel mit mir spielen möchtest, noch Boccia, noch möchtest du gerne, dass ich dir ein Buch vorlese. Also ich habe dir ein paar Ideen gebracht, um dich aufzuheitern und das einzige, was kam, war ein Murren und Knurren. Und dann habe ich irgendwann entschieden, okay, vielleicht ist es auch einfach mit 40 Fieber nicht so toll, Videos... Boccia zu spielen. Und ja, also im NLP sprechen wir von Leading und Pacing. Pacen bedeutet in dem Fall, dass ich den anderen verstehe, wahrnehme und ein Stück weit in seine Richtung folge. Und das ist mir in dem Zusammenhang...

Florian: Meine Lieblingsmetapher von... fällt mir gleich ein. An der Bushaltestelle abhole, an der die andere, also die Person, mein Gegenüber an der Bushaltestelle abzuholen, an der sie steht und nicht an meiner Bushaltestelle zu warten. Und wenn jemand krank oder genervt oder was auch immer ist, heißt das halt, erstmal dahin zu gehen und nicht Boccia spielen zu wollen.

Miriam: Ja, war ja nur eine Idee. Ich habe gedacht, der Flexiblere führt und ich mache jetzt einfach mal. Und zwar in dem Fall dann erstmal nicht von Erfolg gekrönt. Was dann von Erfolg gekrönt war, wo ich mich dann auch als deine Traumfrau wieder als solche gefühlt habe, war, ich habe dir dann Tee gekocht, dir den hingestellt, wortlos, mit einer Tasse und bin dann... und habe leise das Zimmer verlassen.

Florian: Und irgendwann war der Tee dann leer.

Miriam: Irgendwann war der Tee leer und dann habe ich neuen gekocht. Das war die Abfolge, die scheinbar in dem Augenblick, als es akut war, die beste war. Und wie gesagt, ich habe Menschen um mich herum erlebt, die mit einer Erkrankung, wo deutlich nicht klar war, ob die das überleben werden, sehr viel Kontakt wünschten oder dankbar dafür waren, dass wir was unternommen haben oder dass wir telefoniert haben oder dass wir zusammen Kaffee getrunken haben oder dass wir uns getroffen haben. Und wenn ich die Anzeichen sehe und da achte ich mittlerweile sehr genau drauf, dass derjenige befreit auch mal wieder lachen möchte, dann gebe ich Vollgas. Das ist so.

Florian: Das wäre dann das Pacing und das Leading. Also eben gucken, lacht jemand oder findet er oder sie es jetzt gerade nicht so lustig. Ich mache typischerweise, wenn hier in der Familie jemand krank ist, auch immer das Angebot, dass ich gerne mit einem Holzlöffel auf den Kopf dotzen kann. Um einen akuteren Schmerzpunkt als den bisherigen Schmerzpunkt zu erzeugen. Bisher wurde noch nie darauf reagiert und es wusste immer vorher keiner, dass das eine Option ist.

Miriam: Es ist sowieso witzig. Also wenn ich mal krank war in der Vergangenheit, war es nicht so, dass Florian mich in Ruhe gelassen hat, wenn ich gesagt habe, er soll mich in Ruhe lassen. Das finde ich witzig. Sondern entweder kam das Angebot mit dem Holzlöffel, tatsächlich, das ist kein Witz. Oder es kam dann, gut, wenn ich mit dem Holzlöffel nicht auf deinen Kopf hauen darf, um Gegenschmerz zu erzeugen, dann lese ich dir jetzt blöde Witze aus meinem Computer vor. Und auch das ist mit 39 Fieber nicht so witzig gewesen, wie für mich jetzt so. Und auch das hat nicht dazu geführt, dass Florian dann aufgehört hätte, weiter zu fahnden, wie er mich in irgendeiner Weise aufmuntern könnte. Nur Florian und ich haben auch einen Deal. Also Florian und ich haben, wir haben beide diese Ausbildungen und wir haben uns gegenseitig erlaubt, so ein Kokolores miteinander zu machen. In Situationen, wo andere vielleicht sagen würden, das grenzt jetzt schon an Pietätlosigkeit.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Ja. Und deshalb ist das okay.

Florian: Ich glaube, das Spannende ist eben, so einen Deal zu haben und nicht so zu tun, als gäbe es da nichts. Also als du die Frage eben gestellt hast, dachte ich auch an, also ich dachte an eine schwerere Krankheit. Eine, die eine Last ist, mit sich herumzutragen, die schwer auf den Schultern lastet oder was auch immer die Metapher dafür wäre. Und ich glaube, was befreiend ist, ist tatsächlich, entweder diese Krankheit mal völlig aus dem Raum schieben zu können oder halt mal jemanden zu haben, der nicht so tut, als gäbe es da nicht und da so rumtrippelt, drumrum. Und das kommt wahrscheinlich sehr aufs Gegenüber wieder an, was jetzt gerade gut ist. Und das kann ich ja mal ausprobieren und dann eben reagieren.

Miriam: Also wir können das sehr weich nehmen und sagen, es ist natürlich toll, wenn du denjenigen, um den es geht, schon kennst und weißt, wie der ungefähr tickt. Und Florian kann sehr Eigenbrötler sein, auch wenn er nicht krank ist. Also Florian kommt wahnsinnig gut mit sich alleine klar. Also der braucht mich nicht, um sich hier stundenlang zu beschäftigen. Und Florian vertieft sich auch sehr gerne in Bücher oder in irgendwelche Artikel, die er im Internet liest oder Filme, die er da guckt und dann ist das für ihn auch gerade wichtig. Deshalb weiß ich, dass das bei Florian okay ist, wenn der seine Krankheit mit sich alleine ausmachen möchte, weil meistens ist es so, dass er dann zwölf Stunden später die Augen aufmacht, sagt, ich hätte jetzt gerne Schnitzel und dann ist alles wieder gut.

Florian: Siehst du, deswegen lasse ich dich nicht in Ruhe, Miri. Weil es tendenziell bei dir eben nicht so ist.

Miriam: Ja.

Florian: Du brauchst dein Publikum, das dich ancheert. Du gesundest.

Miriam: Das ist ein Podcast der Stille.

Florian: Das stimmt. Das ist ja auch ein ernstes Thema.

Was ist eigentlich mein Ziel — und für wen tue ich das?

Miriam: Wenn es jetzt um meine Kinder geht, merke ich, dass bei mir so Muttersachen zünden. Also selbst wenn die in Anführungszeichen auch nur einen grippalen Infekt haben und mal zwei Tage hohes Fieber oder sowas, dann fahre ich schon, wenn ich zu so einem Zeitpunkt zur Arbeit gehe, fahre ich da unruhig hin. Oder ich schreibe Florian dann fünfmal in der SMS, ob auch alles okay ist. und wenn ich zu Hause bin, dann schaue ich sehr häufig bzw. erwische mich dabei, wie ich so um die rumtanze, als ob ich das Fieber wegtanzen könnte, was bis jetzt noch nie passiert ist. Auch bei den beiden Jungs gibt es einen Unterschied, wie die in der Krankheit sich verhalten, wenn die sowas mal haben. und der eine will zum Beispiel sehr gerne betüttelt werden, der sucht auch Nähe, also selbst wenn er die Augen verdreht und die ganze Zeit nur schläft, möchte er am liebsten halt die ganze Zeit wenigstens seinen Fuß irgendwo anders auf dem Bauch haben oder so. Und der andere legt sich hin, hört Hörspiel und will einfach in Ruhe gelassen werden und gesund werden, so gefühlt. Und deswegen ist es glaube ich wichtig… Sind wir alle individuelle Schneeförderchen? Sind wir alle, das finde ich schon ein bisschen gemein, das macht es total schwierig, oder?

Florian: Ich finde, es macht es einfach. Weil der Standardansatz zieht. Der Standardansatz ist halt immer auszuprobieren. Also was ist das Ziel? Vermutlich der anderen Person irgendwas Gutes zu tun. Meinem Gegenüber irgendwas Gutes zu tun. Das wird ja die Intention dahinter sein. Was kann ich tun, wenn jemand krank ist? Ich möchte der Person was Gutes tun. Also entweder bei der Heilung helfen oder die Schmerzen lindern oder wie auch immer. Was auch immer das Ziel ist. Jetzt forme ich in meinem Kopf eine Hypothese darüber, was helfen würde. Und dann mache ich das einfach mal. Eben mit dem Kochlöffel auf den Kopf hauen. Und dann gucke ich, was passiert. Und wenn das nicht geholfen hat, dann mache ich was anderes. Das ist der typische NLP-Ansatz. Erstmal überlegen, was ist denn das, also rausbekommen für mich, was ist das, was idealerweise in dieser Situation denn für mich schon mal passieren könnte? Wie sähe das denn denn gut aus? Und dann eben was zu tun, was aus meiner aktuellen Sicht in diese Richtung geht. Was weiß ich, einen Tee kochen, wenn dir das lieber ist. Oder wie Quaporopolen oder einfach bei der Person sitzen. Bei Theo ist es tatsächlich so, der möchte irgendwie dann in der Nähe sein und pennen, aber lieber in der Nähe sein. Und dann darf der halt, dann setze ich mich mit meinem Laptop irgendwie neben ihn und dann legt er seinen Fuß auf meinen Bauch und dann arbeite ich und er... Stöhnt so vor sich hin. So war das. Und dann habe ich ihm gesagt, so nicht, bitte leiser stöhnen.

Miriam: Dann hat er leiser gestöhnt.

Florian: Und dann ist er angeschlagen. Naja, es ist tatsächlich halt dieses, was ist das, was ist das, was ich erreichen möchte? Und dann tue ich was und vielleicht funktioniert es oder vielleicht funktioniert es auch nicht und wenn es nicht funktioniert, mache ich halt was anderes.

Miriam: Ich finde die Grundidee schön. Was ist das Ziel? Also was ist mein Ziel? Und das Ziel der Frage ist ja formuliert, wie kann ich jemandem, der krank ist, bessere Laune machen?

Florian: Ich finde es auch schön, weil das fokussiert so ein bisschen darauf, ich darf mir halt Gedanken machen, mache ich das gerade für mich? Also das Gegenüber ist krank, aber tue ich eigentlich was für mich? Also ist es mehr so mein Mitgefühl gehen irgendwie befriedigen oder mein irgendwie dieses Ding so befriedigen, dass ich sage, ich möchte heute etwas für jemand anders gemacht haben und da ist mein Opfer.

Miriam: Ja, oder als Mutter eben einfach so dieses, wie gesagt, ich ertappe mich ja dabei, vielleicht will der echt einfach seine Ruhe und es bringt überhaupt nichts, wenn ich jetzt 15 Mal in das Zimmer laufe und es kommt auf den Zustand an, es kommt auf diesen Menschen an, es kommt drauf an, was ist die Intention und wirklich aus ganzem Herzen und voller Liebe zu Florian gesprochen, wenn Florian 40 Fieber hat, dann brauche ich nicht mit Flachwitze nicht zu kommen. Also kann ich einfach vergessen.

Florian: Ja, dann stehe ich nämlich auf und trage mir die aus dem Zimmer raus. Und das ist einfach nicht zuträglich.

Miriam: Das ist nicht sinnführend. Ich würde ihm wahnsinnig gerne helfen und alles in mir steht auf Hilfe. Und das Einzige, was ihm wirklich was nutzt, ist, wenn er nicht runtergehen braucht, um sich Tee zu kochen. Also mache ich das. Und aus voller Liebe. Und ich weiß genau, wenn Florian sich irgendwas Besonderes wünschen würde, was ihm weiterhilft, dann würde er das A äußern und B laut. Also würde ich dann sowieso irgendwie hintraben und sagen, oh, ein Lebenszeichen, du hast lauter gestöhnt, was kann ich tun? Und ich denke, dass das so die Richtung ist, in die ich gehen würde. Ist derjenige jetzt gerade in High-End-Witze-Laune, also passt das, ist das gerade angemessen? Was mache ich überhaupt an der Stelle? Gerade bei Müttern sehe ich das oft, dass die ja selbst in einem, also die sehen ja aus, als würde es um den Tod des Kindes gehen, obwohl es im Grunde nur, nur in Anführungszeichen, eine Erkrankung ist gerade akut. Also gehen wir jetzt mal nicht von den ganz schlimmen Krankheiten aus, sondern nehmen wir halt die Grippe oder Masern oder was auch immer. So dem Kind geht es gerade schlecht, Mittelohrentzündung. Und dann sehe ich, dass es tatsächlich so eine Art Hilflosigkeit ist, Traurigkeit. Jede Mutter würde sagen, ich übernehme die Krankheit, nur lass doch das Kind bitte so. Und es ist total empathisch und total lieb. Nur aus dieser eigenen Laune heraus brauche ich gar nicht anfangen, einem anderen Menschen gute Laune zu machen. Also ich selbst sozusagen traurig, weinend, vorm Bett kniend, angstvoll, die Tür öffnend, schauend, ob es noch atmet, das ist nicht der, wir sagen, State dazu, der Gemütszustand, in dem ich einem anderen Menschen helfen kann, wirklich ernsthaft helfen kann.

Florian: Das ist dann die spannende Frage. Wann bist du in deiner Kraft, sodass du sagst, du hast die meisten Ressourcen, um genau so auf dein Gegenüber einzugehen, wie das für dein Gegenüber gut ist?

Miriam: Denn was ich, und das ist jetzt Miris Welt, festgestellt habe, und du hast es vorhin schon kurz angesprochen, je entspannter und stabiler ich aufgestellt war, desto einfacher war es herauszufinden, mit was ich dem anderen Menschen jetzt wirklich helfen kann.

Florian: Und Fragen hilft meistens.

Miriam: Fragen ist eine sehr gute Idee. Wirklich. Und selbst bei Kindern funktioniert das schon.

Florian: Ja, ich habe unseren auf der Couch liegenden, vor sich hin stöhnen leidenden Kleinstmitbewohner auch gefragt. Also ich habe ihn gefragt, was ihm denn helfen würde. Dann kam er, nichts. Dann habe ich gesagt, bitte leiser stöhnen.

Miriam: Da kriegst du mich echt jedes Mal.

Florian: Ja, die Frage ist, was ist dann die Funktion, ist es Schmerzleiden?

Miriam: So, das ist lustig, weil hier sind zwei Menschen, weil Florian, ja, wenn ich ihn frage, was kann ich denn jetzt für dich tun und Florian sagt nix, dann meint er das wirklich ernst. Also glaub mich, ich hätte das selber nicht... Das ist ja dieses klassische Ding, wenn Männer gefragt werden, was denkst du gerade und sie sagen nichts, dann meinen die das so. Für viele Frauen völlig unverständlich. Wenn ich Florian frage, wenn er krank ist, was kann ich jetzt für dich tun, damit es dir besser geht und es kommt nichts, dann gehe ich zur Tür raus und fertig. Weil ich Florian für einen erwachsenen, großen Menschen halte und ich habe gelernt, dass es nichts nutzt, wenn ich mich dann neben ihn ans Bett setze und ihm sage, soll ich dir eine Hühnersuppe kochen? Nein. Soll ich dir eine neue Unterhose bringen?

Florian: Nein.

Miriam: Soll ich dir das Bett neu beziehen? Nein. Soll ich dir einen Stirnwickel bringen? Nein. Es bringt nichts. Wenn er einmal Nein gesagt hat, heißt es Nein. Und ich weiß, wenn er Bock hat auf eine Hühnersuppe, dann kommt aus seinem Zimmer irgendwann Hühnersuppe. und dann weiß ich, was ich zu tun habe und dann...

Florian: Wenn du möchtest, ne? Das ist ja dann tatsächlich die Frage.

Miriam: Klar könnte ich dann sagen, weißt du was, gestern habe ich dich gefragt, ob du eine willst, heute mache ich die Frage.

Florian: Heute hast du Pech gehabt. Ja, das ist dann einfach die Frage, was ist meine Intention, was ist das, möchte ich meinem Gegenüber tatsächlich was Gutes tun oder ging es mehr darum, irgendwie mein Ego zu streicheln an einer bestimmten Stelle?

Miriam: Meine Ängste, meine Befürchtungen, meine schlechte Laune, weil er jetzt nicht mit mir Mickey Maus guckt.

Florian: Mir hilft immer Mickey Maus gucken. Ja, okay, vielleicht.

Raum geben, wertschätzen — und dann den Fuß in die Tür bekommen

Miriam: Und da einzusetzen, finde ich sehr, sehr cool. Und ich schaue mir die Menschen, also zu mir kommen auch Menschen ins Coaching, die eine schlimme Diagnose bekommen haben vom Arzt und die dann teils vom Heilpraktiker geschickt werden, einfach um ein bisschen mentale Stärke noch mitzunehmen zusätzlich zu dem, was die Ärzte machen. Und ich bin dann einfach für viele Minuten im Erstgespräch sehr wach und höre auf die Wünsche dieser Menschen und respektiere die von Herzen.

Florian: Diese Wertschätzung dem Ganzen zu geben, dass das jetzt schwierig ist und dass das schlimm ist und vielleicht ist es auch einfach notwendig, dem mal Raum zu geben. Voll gut. Die Frage ist nur, wie lange im Vergleich zu dem Besuch, auch bei einer guten Freundin oder so. Und ist es irgendwann, also wenn man sich zwei Stunden oder drei Stunden sieht, sind es dann drei Stunden, wo man einfach die Krankheit wertschätzt und sagt, boah, ist das schwierig und schwer. und das ist eben dieses Pacing und dann ist es vielleicht dieses einfach mal aufgefangen sein und mal darüber reden zu können oder ist es irgendwann der Punkt, dass man sagt, so und jetzt ist es auch mal gut und jetzt lass uns mal über die coolen Sachen reden, die wir mal erlebt haben oder du denkst an all die schönen Situationen, die du schon im Leben hattest und die du ja immer mit dir rumträgst und das ist einfach die Frage, was ist das, wie ist die Verteilung von Wertschätzung und dann was auch immer das Ziel noch ist.

Miriam: Und vielleicht kommen da ja auch gute Ideen zustande. Also gerade im Gespräch mit einer guten Freundin oder mit einem Menschen, der sich dir ja auch ein Stück weit anvertraut an der Stelle, wenn es darum geht. Und ich glaube, dass ich das daraus entwickeln kann. Aus diesem, wir geben der Sache Raum. Ich bin nicht der operierende Arzt, das heißt jetzt was tun konkret an der Situation körperlich oder biologisch oder physisch, dürfen wir nicht, können wir auch nicht. So das heißt, wenn es um die mentale Stärkung geht, wenn es darum geht und das war die Frage für diesen Podcast, den Menschen vielleicht ein bisschen bessere Gefühle zu machen. Ich spreche noch gar nicht von lustig und wir liegen irgendwie lachend über dem Sofa, sondern einfach ein bisschen bessere Gefühle zu machen. Dann eben einfach sehr wach zu sein und darauf zu hören, was macht demjenigen Freude, über was kann ich mit dem sprechen, was dem Freude macht. Florian findet immer was mit mir, wenn ich so auf dem Weg der Genesung war, wenn ich mal krank war in der Vergangenheit. Ich weiß zum Beispiel, einmal hatte ich eine Erkrankung, die hat zwar mich erstmal ausgebremst, Nur, ich war quasi klaren Geistes und wir haben uns dann Zaubertricks zusammen angeguckt auf YouTube, weil ich das total mag. Und Florian kann ein bisschen zaubern und ein bisschen jonglieren und wenn er dabei ist, dann sagt er coole Sachen dazu, weil dann erklärt er mir, wie es geht oder gibt mir Hinweise, wie es gehen könnte. Und manchmal macht er mir einen Zaubertrick nach, den wir da gesehen haben. Und dann merke ich, dass ich mit jedem Zaubertrick, den wir zusammen gucken, geht es mir besser und besser und besser. Und ich habe das Gefühl, dass es so eine Art Sache gibt es für jeden.

Florian: Ja.

Miriam: Es gibt den Augenblick der Stille, der Ruhe, wo der Körper und der Kopf sich vielleicht auch einfach lang machen wollen. Also einfach nur aus. Und es ist okay, weil unser Körper kann dann wunderbar arbeiten, wenn er schläft.

Florian: Ja, du heilst wunderbar. Ja, genau.

Miriam: Ja, und wenn diese Phase vorüber ist und es gibt so einen Aufschwung nach, mir ist jetzt nach Unterhaltung, nach Kokolores, nach einem Film gucken, nach ein bisschen raus an die frische Luft gehen, was auch immer. Dann los. Und es geht nicht ständig darum, andere Leute gut zu unterhalten oder den Hofnarren zu spielen. Es geht vielmehr drum, dass du dich stabil hältst.

Florian: Und es geht auch nicht drum, die ganze Zeit nur in dieser Krankheitsgrütze rumzureden.

Miriam: Das ist ein anderer Podcast, den haben wir schon aufgenommen. Es gibt auch einen Blogpost von mir dazu.

Florian: Das sind quasi die beiden Extreme.

Miriam: Ich merke, dass in Kollegenkreisen einer kommt und sagt, ich habe... Ich habe, keine Ahnung, einen Bandscheibenvorfall gehabt und dann stehen fünf Leute drum rum und erzählen von ihren schlimmen Bandscheibenvorfällen oder von ihren Rückenleiden oder von ihren Lendenwirbelkollisionen oder was auch immer sie jemals hatten. Und es wird nur noch, es wird eine Stunde lang, so wie im Wartezimmer beim Arzt, es wird nur noch über Krankheiten gesprochen. Und wenn einer nicht Rücken hat und kann nicht richtig mitreden, dann erzählt er was von seiner Thrombose oder keine Ahnung. Also sozusagen den Leuten fällt was ein. Das ist das, was ganz gewiss und aus der Erfahrung heraus nicht dazu beiträgt, dass der andere sich besser fühlt. und mich da zu beherrschen und zu sagen, ja, ich weiß ganz viel über Krankheiten und ich habe auch in meinem Umfeld schon ganz viel erlebt und an mir selbst auch, da mal die Klappe zu halten und nicht über auch noch meine Krankheiten zu reden, sondern einfach zu sagen, ja, du hast das und wie du es so schön gesagt hast, dem Raum zu geben und Wert zu schätzen und dann abzuwarten, wohin das Zeichen geht. und da entsteht eine kleine Welle.

Florian: Und vielleicht sogar bewusst diese Grenze reinzuziehen und zu sagen, pass mal auf, wir haben jetzt wirklich schon eine Stunde darüber gesprochen, tut dir das gut? Weil manchmal sind die Menschen ja auch überhaupt nicht mehr bewusst darüber, was gerade passiert ist. Also so ein Meta-Kommentar einzuführen in die Diskussion und einfach wirklich ernsthaft zu fragen, tut dir das gerade gut? und dann eben, wenn es gut tut, zu sagen, ja voll gut, dann lass uns hier weitermachen.

Der große Fußzeh, der kein Fieber hat

Miriam: Das ist übrigens eine sensationelle Hilfe, die Florian mich gelehrt hat. Tatsächlich war ich auch dabei in dieser Saison mit diesem grippalen Infekt und als ich da im Bett lag und vor mich hin heilte, kam etwas, was Florian auch schon öfter gemacht hat, dass er mich gefragt hat, gibt es denn irgendwas an deinem Körper, was sich so einigermaßen gesund anfühlt gerade, also irgendeine Kleinigkeit, sowas wie dein großer Fußzeh. Und dann habe ich an meinen großen Fußzeh gedacht und fand, ja, der war irgendwie nicht betroffen. Also an meinem Körper war ganz viel von diesem Infekt betroffen, nur der große Fuß, der war nicht betroffen. Tatsächlich. So weiche Sätze, der war nicht betroffen. Wie auch immer der das gemacht hat, diese Grippe nicht zu bekommen, der hat es geschafft.

Florian: Große Zehen husten fast nie. Die lachen höchstens mal. Ja, stimmt.

Miriam: Und dann fand ich auch noch mehr. Dann habe ich nämlich gemerkt, dass zum Beispiel der obere Teil meines Ohres, also lustigerweise der untere Teil war heiß, aber der obere Teil nicht. Da hatte ich kein Fieber. Die Hälfte meines Ohres hatte kein Fieber. Und mein kleiner Finger hatte auch kein Fieber. Okay, die Extremitäten haben kein Fieber. Wenn ich mich jetzt darauf konzentriere, kann ich vielleicht die Kühle aus diesem oberen Ohrläppchen irgendwie in den Rest vom Körper so ein bisschen reinschleusen. Da ist natürlich Florian ein toller Helfer, weil er Hypno-Coach ist und das gelernt hat. Das heißt, wir können solche Übungen machen miteinander. Das hilft mir jedes Mal enorm. Mir geht es danach besser. Das ist auch sehr wichtig.

Florian: und das unterstützt schön die Heilung des Körpers und es unterstützt die Medikamente oder was auch immer da sonst noch so im Raum ist. Ja, voll gut.

Miriam: Ja. Und das ist wirklich was, also das ist eine große, wunderbare Maßnahme und bei Kindern übrigens funktioniert die perfekt. Kinder können das sofort. Die Erfahrung machen wir bei unseren und auch bei anderen Kindern, dass wenn man die fragt, auch in einem Krankheitszustand, was an deinem Körper ist denn gerade gesund? Also welches Körperteil, welchem Körperteil geht es gerade so richtig gut? So am besten von allen Körperteilen. Und dann sagen die das sofort. Die sagen dann, der Oberschenkel, da kannst du drauf aufbauen. Das ist Material.

Florian: Das ist super. Ja, damit lässt sich schon mal. Also da ist dann auch der Unterschied. Und das ist ja das Wichtige, diesen Unterschied wieder wahrzunehmen und aus diesem Extrem rauszugehen. Es ist eben nicht so, dass alles immer ist, sondern es ist eben, da ist ein Unterschied. Und damit dann, wenn der Fuß mal in der Tür ist.

Miriam: Ah.

Florian: Dann, damit lässt sich ja arbeiten.

Miriam: Richtig. So, oder nochmal anders gedacht, was ja auch eine Übung ist, die du immer machst, so apropos Fuß in der Tür, ist ja dieses, gab es denn schon eine kleine Verbesserung? Das spielen wir auch miteinander. Also das frage ich Florian auch. Ist es denn schon ein bisschen besser als gestern? Zum Beispiel. oder gab es Tage, an denen es sich schon besser angefühlt hat? Finde ich auch schön.

Florian: Manchmal sind sich die Menschen auch gar nicht bewusst, dass sie Symptome verschlechtern können. Also das heißt ja auch schon, dass eine gewisse Kontrolle da ist. Ich hatte zum Beispiel mit einer Person auch zu tun, die so ein Zittern in den Händen hat, so einen leichten Tremor. Und da ging es immer nur darum, den zu verstecken und wegzumachen und da nicht dran zu gehen. Nur, dass es bestimmte Situationen gab oder dass zum Beispiel wenig Schlafen viel Stress dazu führt, dass es schlimmer wird. Das war der Person gar nicht so bewusst. Das war so, aber und es war ihr nicht bewusst. Also die konnte da was tun, wenn sie wollte. Cool. Und das heißt ja auch, dass eine gewisse Kontrolle da ist. Dein Körper ist ja beeinflussbar durch dich. Du kannst ja ja Dinge tun. Und die Frage ist nur, was ist dann, wenn es was gibt, was es schlimmer macht? Vielleicht gibt es ja auch was, was es besser macht. Und dann dürfen wir ja einfach nur rausfinden, welche Körperhaltung hast du? Wie geht es dir, wenn es dir gut geht? Wie stehst du? Wie sitzt du? Wie atmest du? Wie sprichst du, wenn es dir gut geht? Das sind ja Sachen, mit denen wir dann einfach mal so ein bisschen rumspielen können, egal um was es geht für ein Thema.

Drei Tipps: Zustand checken, Ziel klären, albern werden dürfen

Miriam: Und wenn es jetzt nicht dieser Akutzustand von Männerschnupfen ist, also dieses Schlimmste, was wir uns vorstellen, so, ja, wo die am besten gar nichts machen, so dramatisch, sondern wenn es eben so dieses Warten auf das Erreichen der vollständigen Heilung, das dauert ja bei manchen Erkrankungen ein bisschen länger. oder warten auf irgendeinen operativen Eingriff oder danach die Heilung oder was auch immer, dann gibt es ja, also unser menschlicher Geist ist zu so vielem schönen imstande. Erlebt habe ich es einmal auf einer Krebsstation mit diesen Clowns, die da aufgetreten sind. Kinder gehen da sofort mit, egal in welchem Stadium der Behandlung, die sich gerade befinden und wie dramatisch es gerade um sie steht. Oh, was ist denn im Moment? Ja. Nicht mein Lieblingswitz, nur ich fand den ganz gut. Was sagt ein Pirat, wenn er getrocknetes Gras findet?

Florian: Ja, sagt bitte.

Miriam: Ah, heu! Kommt jetzt gut. Also so ein bisschen auf dieses alberne gehen.

Florian: Damit habe ich jeden Tag zu tun.

Miriam: Ja, das erlebt Florian jeden Tag, manchmal kaskadenartig. Dann erzähle ich am laufenden Meter, bis er einfach vielleicht auch aus Verzweiflung lacht. Nur, ich habe ihn dann am Lachen. Uns ist es egal. Da würde ich wie gesagt immer vorher abchecken, wo sind wir gerade, wie geht es dem anderen wirklich und was ist das Ziel. So und das sind die drei wertvollen Tipps dieses Podcasts, mit denen du schon glaube ich eine ganze Menge machen kannst, wenn du jemanden um dich hast.

Florian: Oder einfach stille.

Miriam: Für dich selbst.

Florian: Achso, ja.

Miriam: Ja, wie jetzt?

Florian: Wir sehen uns. Ne, wir sehen uns die ganze Zeit. Wir hören uns nächste Woche wieder. Wenn es wieder heißt, Stille mit zwei Gehirnen. Stille mit Florian.

Miriam: Stille in zwei Gehirnen. Okay, wir lassen das jetzt. Vielen Dank fürs Zuhören.

Florian: Bis nächste Woche.

Miriam: Und gute Besserung. Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.

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