NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 19

Angst vor Unbekanntem – eine Papiertüte finden Sie im Sitz vor Ihnen…

Ängste einfach wegsprechen? Moderator, Showtänzer, Performer und langjähriger Lufthansa Flugbegleiter Patrick "Paddy" Schäfer über das Sprechen mit "Angstpatienten".

Jetzt anhören

Direkt hier starten oder später im Transkript weiterlesen.

In dieser Folge

Darum geht es

Miriam Deforth greift beherzt zur klassischen Spucktüte und spricht mit TV-Kollege und erfahrenem Lufthansabegleiter Patrick Schäfer über die Angst vor Unbekanntem. Gerade zu tollen Plänen im neuen Jahr gesellt sich bei manchen Menschen die Furcht vor dem Scheitern, dem Gegenwind durch andere und Risiken, die bei näherem Betrachten gar keine echte Relevanz haben. Patrick erlebt in seinem Job als begeisterter Lufthansa-Flugbegleiter täglich Menschen, die vor etwas Angst haben, was er als ganz normalen Zustand erlebt: Im Inneren eines Flugzeugs sein, das sich auf 10.000 Meter Höhe Richtung Übersee bewegt. Wie Patrick Sprache dazu verwendet, Menschen zu entspannen und sogar zum Lachen zu bekommen, ist mehr als zauberhaft. Und ein bisschen davon hilft sicher auch, wenn Du Familienmitgliedern, Freunden oder Kollegen bei Ängsten ein Stück des Weges zu mehr Mut und Zuversicht helfen möchtest - vorausgesetzt, sie möchten das. Viel Freude bei unserem Silvesterpodcast, der einige schöne "Wendungen" beinhaltet...

Facebook: https://www.facebook.com/SCHOKOPADDY?fref=ts

www.kontext-denken.de/seminare/

Konkret geht es um Flugangst und wie ein Flugbegleiter sie an Bord erkennt und entschärft — über Stimme, Blickkontakt und einen Stoffkranich namens Lu. Du hörst, warum das Fliegen statistisch das sicherste Verkehrsmittel ist und weshalb trotzdem so viele Vielflieger Angst haben. Und du bekommst konkrete Techniken, um deine Ängste beim Starten neuer Pläne zu lösen: an erreichte Erfolge und schöne Momente denken, der Angst einen Namen geben und Selbstvertrauen aufbauen. Ein Silvester-Podcast über Mut, Zuversicht und den Umgang mit dem Unbekannten.

Lesefassung

Das vollständige Transkript

Spring direkt zu einem Kapitel oder lies die Folge von Anfang an.

Kapitel dieser Folge
  1. Vom Dekorateur über den Uhrenladen ins Flugzeug
  2. Wie man Flugangst an Bord erkennt und entschärft
  3. Stimme, Selbstvertrauen und der Stoffkranich Lu
  4. Statistisch sicher – und was das mit deinen Plänen zu tun hat
  5. Silvester-Rückblick: Podcast-Empfehlungen und ein Ticket ins neue Jahr

Sechzig Prozent der Fluggäste haben Angst vorm Fliegen — auch die, die zweimal die Woche in der Luft sind. Paddy Schäfer ist seit 19 Jahren Lufthansa-Flugbegleiter und begegnet dieser Angst jeden Tag. Wie er mit Stimme, einem Lächeln und einem Stoffkranich namens Lu Menschen entspannt, erzählt er hier Miriam. Und ganz nebenbei geht es darum, wie du die gleiche kleine Angst überlistest, die deine Pläne fürs neue Jahr ausbremst.

Vom Dekorateur über den Uhrenladen ins Flugzeug

Miriam: Und jetzt bin ich ein bisschen aufgeregt, denn ich darf mit einem fantastischen Kollegen zusammen podcasten, dem ich schon Fernsehsendungen gemeinsam moderiert habe, mit dem ich wahnsinnig gerne mal zusammen auf der Bühne stehen würde. Irgendwann wird dieser Wunsch wahr und der aus meiner Sicht ein unglaublich positiver Mensch ist und ständig aus welcher Ressource auch immer schöpft, um andere zum Dauerlächeln grinsen zu bringen. Er ist ein wunderbarer TV-Moderator, ein Moderator, er ist Entertainer, er ist ein wunderbarer Tänzer und Choreograf und auch noch begeisterter Flugbegleiter. Ich freue mich auf Patrick Paddy Schäfer, mein Lieber, wie schön, dass das geklappt hat.

Patrick: Oh, meine liebe Miriam, ich freue mich bei dir, mit dir zu sein und vor allen Dingen quasi mit euch zusammen die Reise ins neue Jahr im Prinzip zu begehen, zu begleiten und zu befliegen.

Miriam: Boah, das machen wir jetzt auch. Das Thema dieses Podcasts ist fast unüblich, denn viele würden jetzt zu dieser Zeit, was sind deine Pläne, willst du abnehmen, willst du zunehmen, willst du fitter werden, willst du Kinder haben, willst du ein Haus bauen, was planst du für das Jahr 2017? Und ich habe gedacht... Wir nehmen ein Thema, das sehr wichtig ist, auch aufgrund des Feedbacks, das wir bekommen auf diesen Podcast, nämlich Ängste. Viele Menschen haben tolle Pläne und setzen sie nicht um, weil sie Angst haben vor vielen Sachen, die sie da nicht einschätzen können. Es ist was Ungewohntes, es ist was Neues. Und da bist du mir sofort eingefallen, denn das ist sicher eine Situation, die du aufgrund deines, ja schon seit vielen Jahren bist du bei der Lufthansa als Flugbegleiter, kennst du das. Wie genau ist denn dein beruflicher Werdegang? Denn was ich eben eingangs gesagt habe, ist ja ganz viel, was du bist.

Patrick: Das stimmt. Also ich habe im Prinzip damals angefangen, mit 16 meine Ausbildung zum Innenanrichter und Dekorateur zu begehen und auch zu beenden drei Jahre später. Und im Gleichlauf da auch noch in der Tanzschule ganz fleißig war und im Prinzip eine Tanzlehrer-Assistenten-Ausbildung gemacht habe. Und auf diesem Weg dachte ich so, okay, tanzen ist super, dekorieren ist total klasse und was gibt es noch auf dieser Welt? Also habe ich mir gedacht, Einzelhandel ist eine sehr schöne Gelegenheit, da mal einfach die Nase reinzustecken und es hat sich dementsprechend auch so ergeben, dass Freunde von mir sagten, du, wir hätten da eine Stelle, da wärst du perfekt für und ich war damals wirklich ganz jung, gerade mal 19 Jahre alt. Ich habe eine Geschäftsführerstelle angeboten bekommen für einen Uhren- und Schmuckladen in Frankfurt und dachte, ja, warum nicht? Ich dachte, es war so schön im Jugendlichen, manche würden vielleicht sagen, jugendlicher Leichtsinn, ganz im Gegenteil, sondern für mich war das einfach vollkommen klar, dass in diesem Moment ich diesen Job machen werde, obwohl ich eigentlich erstmal gar keine Ahnung davon hatte. Und das war die Herausforderung für mich, die ich gegangen bin und mit ganz, ganz, ganz viel Erfolg auch gemacht habe. Und nach einem Jahr merkte ich allerdings, dass so mein Zwilling in mir, der ich ja bin, quasi gebürtig, noch auf der Suche nach was anderem war. Und meine Großcousine ist Purserette bei der Lufthansa und sagte, Mensch, wir suchen Leute. Hast du da nicht Lust drauf? Und dann habe ich mir gedacht, Fliegen finde ich toll. Ab in die Lüfte, einmal am Tag minimum die Sonne sehen, tolle ferne Länder sehen und vor allen Dingen auch ganz viele verschiedene Menschen kennenzulernen und diesen Menschen eventuell auf der Reise auch was mitzugeben.

Miriam: Das ist dir alles geglückt. Du bist ja heute auch ganz hochoffiziell in vielen Medien zu sehen. Du leitest erfolgreichst nationale, internationale Wettbewerbstanzgruppen. Das ist der Wahnsinn, was du alles kannst und machst. Und jetzt kommen wir zum Punkt, wenn du als Flugbegleiter arbeitest und hast ansonsten diesen ganzen Star-Rummel um dich rum, ist es dann auch ein Augenblick, wo du dich entspannst und beruhigst?

Patrick: Absolut. Also in dem Moment, wo ich an Bord komme und noch keine Gäste da sind, ich meine Vorbereitungen treffe, meistens mache ich die Küchenposition, habe da so ein bisschen das Organisieren dann übernommen. Und wenn ich da meine Arbeit beendet habe, dann freue ich mich, wenn die Gäste kommen, denn dann lerne ich auf einen Schlag 400 neue Menschen kennen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Das ist aufregend, das ist spannend und für mich auf der einen Seite auch beruhigend, weil ich weiß, ich bin in einem ganz sicheren Medium, das Flugzeug dementsprechend. Ich bin in sicheren Händen, nämlich die sichersten Hände, die es gibt. Die deutschen Lufthansa-Kapitäne haben die sichersten Hände. So ist es einfach.

Miriam: Kurze Werbeunterbrechung.

Patrick: Kurze Werbeunterbrechung, genau. Das macht mir ein ganz tolles, gutes Gefühl, dass ich eine ganz prima sichere und entspannte Basis habe, auf die ich aufbauen kann und quasi mit offenem Herzen dastehe und warte, was auf mich zukommt.

Wie man Flugangst an Bord erkennt und entschärft

Miriam: Und dann gibt es diese vielen Menschen, die das Flugzeug betreten und unter denen gibt es, ich weiß nicht, wie da so die Anzahl ist, also es haben ja nicht alle Menschen Angst zu fliegen. Wie ist so die Rate, wie viele Menschen betreten ein Flugzeug, erfahrungsgemäß, und fühlen sich nicht so wohl wie du?

Patrick: Man kann sogar fast sagen, oder was heißt man, ich habe die Erfahrung gemacht, dass knapp 60 Prozent unserer fliegenden Gäste und darunter sehr, sehr, sehr viele Vielflieger, die wirklich mindestens zweimal in der Woche im Flugzeug sind, und auch darüber hinaus ganz viele internationale Flüge bestreiten mit uns, Flugangst haben. Was ja aufgrund der Erfahrung hinaus gesehen etwas damit zu tun hat, dass Menschen, die in sehr hohen Positionen sind, eventuell ein Thema damit haben, Verantwortung abzugeben an andere für sich als Person. Und in dem Moment, wo diese Tür vom Flugzeug sich schließt, wo sie sagen, oh, jetzt kann ich nicht entscheiden, wann ich aussteige, wann ich bremse, wann ich nach unten komme, sondern hier bin ich darauf angewiesen, als Passagier, als Gast, dass da vorne unsere Kapitäne ihre Arbeit tun und mich sicher nach Hause oder zur Arbeit bringen. Und das fällt eventuell nicht jedem so einfach wie mir.

Miriam: Das ist eine super schöne Annahme, auch eine schöne Erklärung. Nur letztlich sitzen die, egal aus welchem Grund, sie Angst haben im Flieger. Manche vielleicht, weil sie zum ersten Mal fliegen und es völliges Neuland ist. Manche, weil sie Kontrollettis sind und dieses Kontrollierende nicht so gerne abgeben. Andere vielleicht auch aus ganz anderen Gründen. Es ist ja grundsätzlich für dich dann als Flugbegleiter auch ein Job, mit denen richtig umzugehen. Weil du hast, das wirst du auch gemerkt haben, in den vielen Jahren ja da durchaus dann Einfluss drauf.

Patrick: Absolut. Ohne Psychologe zu sein. Für mich ist es dadurch, durch die Erfahrung der letzten 19 Jahre im fliegenden Bereich, Menschen zu erkennen und ihre Bedürfnisse zu erkennen, bevor sie sie selbst wissen bzw. ihnen etwas mit auf den Weg zu geben, wenn ich merke, es könnte sich eventuell hier gerade jemand etwas verkrampfen im Gesicht, in den Händen. Und dann spüre ich so eine kleine Schwingung von Angst. Und diese Angst nehme ich auf. Filtere sie und gebe genau diesem Menschen oder auch diesen Menschen, wenn es mehrere sind, an Bord das Gefühl der Sicherheit, indem ich ganz, ganz strikt auf sie zugehe, ganz genau ihnen in die Augen schaue, mit einer ganz ruhigen Stimme auf sie zugehe, mit ihnen spreche und sie auch ganz gezielt frage, ob es ihnen gut geht, beziehungsweise was ich für sie tun kann, ob sie sich vielleicht unwohl fühlen. Und durch dieses Gespräch kristallisiert sich dann doch zu 90,9% heraus, ne, ja, ich habe ein bisschen Flugangst. Dann sage ich, okay, kann ich verstehen. Und wir machen das heute total easy. Schauen Sie mich einfach an, die ganze Zeit, solange wie ich grinse und lächle, ist alles wundervoll. Wenn mir mein Grinsen irgendwann mal entgleitet, dann könnte es eventuell sein, dass es irgendwie anders aussieht und das werden Sie nie erleben.

Miriam: Das ist ein Job für dich, mein Lieber. Ihr dürftet Paddy jetzt sehen, der smilt von einem zum anderen Ohr, das ist so cool. Ja, glaube ich, ja, schön.

Patrick: Das ist das Schöne, ein Lächeln gibt den Menschen auch Sicherheit.

Stimme, Selbstvertrauen und der Stoffkranich Lu

Miriam: Ganz kurz, du hast eben schon was Wichtiges gesagt, du veränderst deine Stimmlage. Das ist ja für uns Sprecher, wir haben viele Zuhörer, die professionelle Sprecher sind, Speaker, die Teams anleiten, die im Business-Bereich viel kommunizieren und die vielleicht auch da gelegentlich eine Situation haben, wo sich Mitarbeiter verkrampfen oder wo es unschöne Nachrichten gibt. Wie genau veränderst du deine Stimme?

Patrick: Ich gehe mit meiner Stimme eher in den Bauch, in die Bauchregion, entspanne meinen Gaumen und entspanne vor allen Dingen meinen Geist. Ich mache mich frei, ich öffne mich und gebe dementsprechend eine ganz entspannte, ruhige Stimme, die nicht zu schnell, sondern in einer fließenden Sprachqualität im Prinzip für mein Gegenüber schön und angenehm zum Anhören ist.

Miriam: Das ist ein super Training übrigens. Also das habe ich gelernt, dass ich von meinem Gegenüber nicht erwarten kann, dass der völlig entspannt und frei und fröhlich mit mir redet, wenn ich nicht so bin. Das heißt, auch mein Bestreben ist es, und ich habe da auch einen schönen Blogpost zu geschrieben, nur wenn du mal nachlesen möchtest, auf Kommando Fröhlich heißt der.

Patrick: Ja, das ist ein schönes Thema.

Miriam: Weil ja dann oft so dieses kommt, ja ich kann das ja nicht vorspielen. Also ich kann ja jemand anderem nichts vorspielen. So wenn ihr gerade Stress hattet in eurem Team mit den Flugbegleitern und allem, was eben zu so einem Team dazugehört, ich habe keine Ahnung. Dann in so eine Situation zu gehen, fällt dir das leicht? Also kannst du dich da leicht runterfahren, entspannen oder ist es für dich selbstverständlich?

Patrick: Ich kann mich in meinem Leben mittlerweile nach einigem Training und einem wirklich besseren Denken, was stattfindet in mir, denn ich bin die Schlüsselperson und die Schlüsselfunktion in diesem Leben, habe ich für mich herausgefunden, dass wenn ich morgens aufstehe, bin ich entspannt und glücklich. Sonst niemand. Und in dem Moment brauche ich nichts mehr, als auf die Arbeit zu gehen, zu den Dingen, die mir Spaß machen und durch diese Ruhe, die ich in dem Moment sowieso habe, weil ich ja positiv von mir selbst beeinflusst bin, in diesen Job hineingehe. Ob das im Fernsehen ist oder im Flugzeug, es ist total egal. Ich bin tiefenentspannt und das spüren meine Gäste und das spüren alle Menschen um mich herum. Und da kann es sogar selbst sein, dass sich brenzlige Situationen untereinander im Kollegium, die auch durchaus mal vorkommen können, durch meine ruhige Art und durch meine positive Art ins Nicht verflüchtigen.

Miriam: Du könntest auch ganz toll Trancen einsprechen. Meditieren mit Paddy. Und dann einfach den Passagieren auf die Ohren. Auch eine schöne Idee.

Patrick: Absolut. Es ist sogar ein bisschen Meditation, mit Menschen zu sprechen und auf Menschen einzugehen, die eventuell so einen kleinen Angstschweif mit sich ziehen. Ich persönlich als sehr empathischer Mensch fange nur diese Schwingung auf. Und da ist es dann an mir zu sagen, okay, ich möchte, dass dieser Mensch hier einen total entspannten und schönen und glücklichen Flug hat und ihm vielleicht was mitgeben, was er für die Zukunft wunderbar als Schlüssel benutzen kann, damit Angst in seinem Leben vielleicht keine Rolle mehr spielt im Flugzeug. Vielleicht nimmt er es auch sogar noch mit in andere Bereiche.

Miriam: Angst ist ja oft ein großer Hemmschuh. Hast du denn auch schon das Feedback bekommen von Passagieren, die sich vielleicht bedankt haben oder gesagt haben, ich habe mich dann echt entspannen können oder es war dann besser?

Patrick: Das Feedback von Passagieren, was ich bisher bekommen habe, wenn ich mit ihnen gesprochen habe, war super positiv. Ich habe ihnen zum Beispiel auch was zu spielen gegeben. Ich habe ihnen so ein Fliegerstofftier von uns für die Hand gegeben, wo ich sage, hier können sie jetzt Entspannungsübungen mit der Hand machen. Wenn sie für sich merken, es kommt so eine Angstwelle, die sie verkrampft, dann kneten sie ein bisschen den Lu und dann spielen sie mit dem und das bringt sie in eine wunderbare Stimmung.

Miriam: Nein, ich weiß nicht, wo ihr da draußen den Lu bestellen könnt und ich weiß auch nicht, ob wir das hinbekommen.

Patrick: Auf Ebay wird der bestimmt irgendwie irgendwo, einfach mal Lu eingeben. Lufthansa Lu? Total süßes Ding, ist ein Kranich. Was sonst? Auf jeden Fall ist das eines der Dinge, womit ich meistens anfange. Damit ist ein Stück Spaß schon mal generiert. Und mit Spaß öffnen wir unseren Kopf, wir öffnen unser Herz und lassen ganz viele Dinge in unser Herz und vor allen Dingen auch in unseren Geist. Brauche ich auch nicht mal mehr aufschreiben, sondern in dem Moment, wo ich lache und glücklich bin, behalte ich das sowieso. Also das hat sich dieser Gast schon mal gemerkt. So, und dann gucke ich ihn an, dann frage ich ihn, haben Sie irgendwas in Ihrem Leben, was Ihnen totale Freude bringt, wenn Sie nur daran denken? Ob das ein Lied ist, ob das eine Sendung ist, die Sie gesehen haben, ob das ein Moment in Ihrem Leben ist, der Ihnen immer dann, wenn Sie daran denken, ein Lächeln auf die Lippen bringt. Und jeder hat bisher solch einen Moment gehabt. Und genau diesen Moment, den projiziere ich für diese Menschen wieder hervor, in dem Moment, wo vielleicht so ein Angstschub kommt. Und Sie holen sich diesen Moment hervor. Und wenn ich jetzt sage, wir atmen jetzt einmal kurz zusammen ein, wieder aus und jetzt denken Sie ganz genau an diesen Moment. Vergessen Sie alles um sich herum, denken Sie an diesen wunderschönen Moment, an dieses wunderschöne Lied und ihr werdet sehen, diese Menschen fangen an zu lächeln. Und in dem Moment, wo sie lächeln, sind sie entspannt.

Miriam: Toller Tipp. Also wenn du zu Hause im beruflichen Umfeld sowas empfängst, wie da hat jemand gerade Angst, erinnere denjenigen gerne an schöne Augenblicke in seinem Leben. Das ist ganz einfach und es funktioniert auch wirklich toll. Das ist ein super Tipp. Also professioneller hätte ich es auch nicht formulieren können.

Statistisch sicher – und was das mit deinen Plänen zu tun hat

Miriam: Jetzt ist es ja so, dass dieser Podcast ein Stück weiter geht als ins Flugzeug und nur um das abzuschließen, also wie relevant oder wie, wie soll ich das jetzt sagen, diese Flugangst, wie begründet ist die denn überhaupt? Statistisch betrachtet.

Patrick: Also wirklich jetzt mal so Hard Facts.

Miriam: Genau, Hard Facts.

Patrick: Statistisch betrachtet ist sie unbegründet, denn das Flugzeug ist und bleibt immer noch das sicherste Verkehrsmittel auf dieser Welt. Und vor allen Dingen, wenn ihr dann da draußen noch mit einer der sichersten Airlines dieser Welt fliegt. Ich meine, es kommt wie immer darauf an. Steige ich in eine alte Rappelkiste von ich weiß nicht x, y... Kann auch abenteuerlich sein.

Miriam: Mein Lebensgefährte Florian würde jetzt wieder sagen, ja, und dann mitten im Dschungel landen.

Patrick: Kann jeder machen, wie er möchte. Die meisten möchten doch irgendwie von A nach B kommen, entspannt. Und da empfiehlt es sich auf jeden Fall wirklich auf die Premium-Flieger quasi zu steigen.

Miriam: Da gibt es jetzt, also nur um diesem Podcast ein bisschen Rechnung zu zollen, da gibt es nicht nur die Lufthansa.

Patrick: Nein, das gibt es nicht. Es gibt wirklich mittlerweile sehr, sehr, sehr, also ich würde mal sagen, fünf ganz große der Welt gibt es auf jeden Fall, denen ich zu 100% vertraue in dem Moment.

Miriam: Das heißt, du hast null Bedenken, also du würdest keinen Gedanken verschwenden an, da passiert uns jetzt irgendwas.

Patrick: Absolut nicht, denn diese Zeit, die ich in diesen Gedanken stecken würde, die fehlt mir hinterher bei meinen tollen Sachen und damit ich mich nur auf meine tollen Sachen konzentriere, lasse ich das andere einfach...

Miriam: Es ist also eine diffuse Angst, eine Angst, die nicht verifizierbar wäre vorm Passagier. Also du könntest dem Passagier nicht recht geben im Sinne von, ja, es gibt Statistiken, die belegen schon, dass es gefährlich ist zu fliegen. Das geht nicht. Es geht im Grunde nur das Gegenteil.

Patrick: Richtig.

Miriam: Du arbeitest sowieso auf andere Weise, das haben wir gerade wunderbar von dir geschildert bekommen. Nur worauf ich hinaus will ist, viele Menschen haben tolle Pläne für das kommende Jahr, für 2017. Vielleicht auch schon länger, vielleicht hätten sie die auch schon für 2016 gehabt oder 2015 und gehen nicht ran, weil sie, und ich spreche jetzt nicht von Einzelfällen, sondern ich spreche so generell, dass es eben das gibt. Sie tun es nicht, weil sie an bestimmten Stellen dieser tollen Pläne Angstmomente haben, diese Angststellen oder Angstwellen, hast du es glaube ich vorhin genannt. Also vielleicht, ich habe nicht genug Fähigkeiten oder das Umfeld sagt ständig, bist du verrückt, mach das nicht. Ich habe in meinem Leben Millionen von Beispielen gesammelt, wo das super geklappt hat alles, obwohl sich das am Anfang ziemlich wahnsinnig anhörte. Nur es gibt das oder die finanziellen Mittel oft... Das heißt, wenn ich mit der Methode des Im-Flieger-Sitzens und dort eine Angst zu haben, die gar nicht begründbar ist, durch nichts, das übertragen wollen würde auf, kannst du Ängste aus diesen Plänen rausnehmen, damit du endlich anfängst, damit es endlich losgeht? Wäre das für dich, also ginge das? Ist das übertragbar?

Patrick: Es ist absolut übertragbar und ich habe das an mir selbst auch schon quasi angewandt. Ich hatte zum Beispiel in diesem Jahr ein sehr, sehr, sehr großes Projekt. Es begann eigentlich schon ein Jahr davor, 2015, mit dem Umzug raus aus Köln hinein ins Land. Da waren für mich dann erstmal die Faktoren, und krieg ich das finanziell gestemmt, weil ich diese Wohnung im Prinzip komplett selbst saniert habe und das kostet einfach ein bisschen Kohle. Am Anfang waren die Zweifel da und mit dem Moment, wo mein Bauchgefühl, das ist das Schöne, ich kann mich immer auf... Ich habe gesagt, Kinders, pass auf, ich brauche Aufträge, ich brauche super Jobs, ich brauche so und so viel an Mitteln, hab das ins Universum geschickt und du wirst es...

Miriam: Oh, jetzt wird es ganz esoterisch. Oh, Kinder, Kinder, Kinder. Das gibt Zuschriften. Also das geht auch anders. Du kannst auch einen Businessplan schreiben. Ich übersetze es gerne, weil ich kenne das auch und ich mache das auch. Nur viele Menschen schalten ja ab bei Wünsche ans Universum. Doch was? Warst du auf die Sternschnuppe oder was? Nein, also... Was absolut geht ist, wenn das Ziel klar ist und es ist klar, was das für ein Arbeitseinsatz bedeutet, was es kostet oder was auch immer. Oder dass ich was lernen möchte dafür. Es gibt ja auch andere Projekte als Haus bauen. Es gibt ja auch, ich begreife einen neuen Beruf oder wie auch immer. Dann hast du in deinem Körper schon den Plan fix und fertig, wie du dieses Ziel erreichen kannst. Der darf nur bis ins Gehirn hochblubbern.

Patrick: Richtig.

Miriam: Und das passiert in dem Augenblick, wo du dich darauf einlässt. Also wenn der Bauch schreit, yes, tschakka, wir beide, das ist genau das, was wir wollen, dann geht es uns gut, dann fühlen wir uns wohl, das ist super. Wenn ich nur dran denke, habe ich schon Schmetterlingsflügel. Dann kommt die Idee von, ich könnte ja an der Stelle mehr Geld verdienen oder ich könnte ja da noch was zurücklegen oder da kann ich was sparen dafür. Das kommt dann. Diese Pläne entstehen. Manche würden dann sagen, die kommen von oben, vom Universum und andere sagen, die kommen aus mir, aus meinem Brain. Ja, auch gut. Wo auch immer du es herzauberst, es wird da sein, weil das Ziel feststeht oder der Plan klar ist oder der Traum in voller Farbenvielfalt da ist. Also das wäre einfach meine Übersetzung, finde ich super. Nur wenn dann eben diese kleine Angst ab und zu klopft, ich bin schon dabei, ich fange schon an zu planen, dann kommt genau der Tipp aus dem Flieger. Entweder denk an das tolle Ziel.

Patrick: Absolut, denke.

Miriam: Das ist ja genau so wie der schöne Augenblick, den ich mal erlebt habe. Was auch geht ist, ich kann an Ziele denken, die ich bereits erreicht habe.

Patrick: Also Erfolge.

Miriam: Egal ob klein oder groß. Wo ich mich einfach sehr gefreut habe, dass es plötzlich da war. Dass ich es geschafft hatte. Obwohl vielleicht viele Leute gesagt haben, das wird doch niemals was.

Patrick: Ganz genau. Und eine große Portion Selbstvertrauen. Und Selbstvertrauen ist was ganz Feines. Ihr dürft euch selbst vertrauen. Vielleicht klappt ihr jetzt noch nicht dran. Kann ja sein. Weiß ich jetzt nicht. Kann ich euch nicht sagen. In dem Moment, wo ihr das tut und in den Spiegel guckt und sagt, Mensch, Kerl, klar, das schaffst du und wir schaffen das, wie auch immer. Aus dem Moment heraus passieren ganz viele wundervolle Dinge. Ich kann die sogar auch aufschreiben und kann mir so einen Weg im Prinzip, so eine Timeline, so einen Weg beschreiben. Das ist mein Ziel in den nächsten drei, vier Monaten und das tue ich dafür. Und sobald ich das geschrieben habe und mir das durchgelesen habe, fällt es mir noch mal leichter, diesen Weg zu beschreiben, weil er steht ja auch da schon beschrieben. Das ist eine schöne Geschichte.

Miriam: Und wenn ich dann innerlich vielleicht doch noch mal so einen kleinen Kratzer von Angst bekomme,

Patrick: Dann überlege ich mir... Dann kommt Lu. Genau. Gib der Angst einen Namen und schick die Kaffeetrinken. Ist doch gut jetzt. Ich habe doch den ersten und den zweiten Schritt schon gemacht. Komm, den dritten und den vierten, den mache ich jetzt auch noch. Ist doch total wurscht. Also Angst. Ade.

Silvester-Rückblick: Podcast-Empfehlungen und ein Ticket ins neue Jahr

Miriam: Ach, wie schön. Also das wäre jetzt auch erstmal rückblickend für mich, nur um es beispielhafter noch zu machen, das große Dankeschön. Es ist ja der Silvester-Podcast. Wir haben jetzt mittlerweile den 23. Podcast produziert. Ja, verrückt. Ein tolles Feedback. Fünf Sterne Bewertung bei iTunes.

Patrick: Fünf Sterne Deluxe.

Miriam: Fünf Sterne Deluxe Podcast. Vielen Dank an alle, die uns geschrieben haben, die Feedback gegeben haben, die sich Themen gewünscht haben. Wir machen weiter, wir machen auch weiter kostenlos. Ich finde ständig tolle Gesprächspartner, die das auch wollen und die ihre Geschenke weitergeben über diesen Podcast. Ich möchte dir gerne nochmal so zwei, drei empfehlen aus dem vergangenen Jahr, die richtig Spaß machen, gerade wenn es darum geht, an gute Sachen zu denken. Achterbahn der Gefühle war ein echtes Highlight für mich.

Patrick: Das ist mit Bro.

Miriam: Das ist ein großartiger Podcast. Da geht es um Ups and Downs. Und Achtung, Bro ist Experte für Achterbahnen. Der verdient sein Geld damit, dass er Achterbahnen testet auf der ganzen Welt. Und er erzählt über Ups and Downs. Ist das super? Das ist richtig cool. Weil die Achterbahn braucht nämlich das runter, um wieder hochzukommen. Also total cool. Ein wunderbarer Podcast. Auch absolut empfehlenswert aus meiner Sicht ist der Podcast mit Barbara Klein. Gerade wenn du planst, im nächsten Jahr Gewichtsmanagement zu betreiben, da geht es um den inneren Schweinehund, den Barbara auch gerne Namen verpasst, kein schön, ist ein sehr empfehlenswerter Podcast, jetzt auch gerade fürs neue Jahr, kannst du nachgucken auf unserer Seite, der ist da und der Weihnachtspodcast, den ich mit Florian aufgenommen habe, also der jetzt vorangehende, den lege ich dir auch nochmal ans Herz, der ist wirklich witzig geworden. Lieber Paddy, vielen Dank, dass du den Silvester-Podcast mit mir zusammen gestaltet hast, dass du uns über Ängste und wie sie ganz leicht weghuschen erzählt hast. Was sind deine Pläne für 2017, also die, über die du reden möchtest?

Patrick: Oh, über die ich reden möchte? Ich sage, 2017 wird genauso ein wundervolles Jahr wie 2016. Denn das habe ich bestellt und das kriege ich auch geliefert. Das habe ich in meinem Leben schon lernen dürfen. Es wird eine wundervolle Reise und auf die freue ich mich schon. Das Ticket habe ich schon. Ich darf nur noch einsteigen und das mache ich am 01.01.

Miriam: In eine Lufthansa-Maschine.

Patrick: In eine Lufthansa-Maschine und in den Paddy-Train.

Miriam: Ach, sehr, sehr gut. Den kenne ich. Lächeln, alles weg. Den kenne ich, den Paddy-Train. Oh, wenn du mitfährst, ich sage dir. Auf HSE24 sehen wir dich im Fernsehen weiterhin. Mich auf QVC. Wir wollen es an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Absolut.

Patrick: Und das Schöne ist, wir schauen uns gegenseitig immer wieder gerne zu. Das macht riesengroßen Spaß.

Miriam: Das stimmt. Wir wünschen dir einen tollen Rutsch ins neue Jahr. Komm uns gut drüben an, auch du, unser Hörer. Gib Vollgas, hab ganz viel Spaß, schau auf die guten Sachen, die passieren. Das hilft sehr, sehr viel weiter. Wenn kleine Ängste kommen bei deinen tollen Plänen, die du hast, dann denk an die guten Dinge, die du schon erlebt hast und auch an die Ziele, die du schon erreicht hast. Wenn du mehr über Paddy wissen möchtest, kein Thema. Paddy kommt sogar nach Hause zu Menschen, wenn sie begeisterte Köche sind. Mehr will ich jetzt nicht sagen. Nur auf Facebook, glaube ich, hast du das alles genau erklärt, Paddy.

Patrick: Facebook habe ich zwischendrin alles erklärt. Und wer Interesse oder vielmehr einfach richtig schöne Tipps haben möchte, wie schnell und wie einfach und wie toll kochen sein kann, der kann mich auf Facebook jederzeit gerne anschreiben.

Miriam: Deine Seite Facebook veröffentliche ich, genau, Patrick Schäfer. Es gibt viele Patrick Schäfers, vielleicht gibt es da auch Verwechslungen. Würde ich gerne unter dem Podcast hinschreiben, dass die Menschen dich direkt finden. Gibt es noch irgendwelche anderen Netzwerk-Ressourcen, die du empfehlen möchtest, für die, die mehr wissen möchten?

Patrick: Über mich jetzt oder über euch?

Miriam: Über dich.

Patrick: Ich plane 2017 eine eigen kreierte Webseite zu gestalten.

Miriam: Oh, die wird dann bestimmt super.

Patrick: Da freue ich mich richtig drauf. Im Prinzip alle meine Talente für alle auch sichtbar zu machen.

Miriam: Gute Idee.

Patrick: Vielleicht dementsprechend auch anderen Mut zu machen, zu sagen, guck mal, der hat das geschafft, ich kriege das auch hin. Eine schöne Idee. Das plane ich. Und Facebook bin ich auf jeden Fall immer zu erreichen und freue mich über jede Nachricht und über jeden neuen Freund.

Miriam: Wir freuen uns, wenn du diesen Podcast loben möchtest. Das machst du bitte bei iTunes mit fünf satten Sternen oder was auch immer du tun möchtest. Gehab dich wohl. Im neuen Jahr hören wir uns wieder, immer dienstags. Der Miriam Podcast, ein Podcast. Vielen Dank für dieses tolle Jahr. Feier dich, feier das Leben und tschüss. Tschüss.

Weiterdenken

Wenn es etwas Neues gibt, geben wir dir Bescheid.

Im Newsletter landen neue Episoden, Seminartermine und Gedanken, die sich auch ohne Kopfhörer weiterdrehen.

Zum Newsletter