Ein Astronaut zieht in der Schwerelosigkeit seinen Handschuh aus und lässt ihn schweben – das Bild, das er als armer Junge im Kopf hatte, lange bevor irgendwer an seinen Traum glaubte. Genau solche Geschichten meinen Miriam und Florian, wenn sie darüber sprechen, wie ein Ziel nicht nur verstanden, sondern gefühlt wird. Denn viele Teams kennen ihr Projektziel – begeistert sind sie deshalb noch lange nicht. Hier erfährst du, wie du mit kleinen Anekdoten die Energie fürs Ziel immer wieder neu zündest, ohne dass es dir selbst langweilig wird.
Ein Ziel verstehen reicht nicht – man muss es fühlen
Miriam: Krönchen richten, weitermachen.
Miriam: Der Storytelling-Podcast für Führungskräfte mit Miriam Groß-Deforth und Florian Groß.
Miriam: Powered by Kontext Strategie.
Miriam: Das Zauberhafteste, was ich erinnere, wenn ich an unsere USA-Reise denke, ist das Interview, das ich mit einem Astronauten auf Cape Canaveral führen durfte. Im Kennedy Space Center. Der einzige brasilianische Astronaut bisher, der mit einer russischen Soyuz-Kapsel zur ISS geflogen ist, also Multikulti, hat seine Geschichte erzählt, wie er Astronaut wurde. Und jetzt könnte man sagen, ja gut, nur diese Geschichte war so großartig, weil niemand an ihn geglaubt hat, als er ein Kind war, denn er kam aus einer superarmen Familie, die sich niemals eine Pilotenausbildung hätte leisten können und dies wohl Voraussetzung. Und er hat das dann über 100 Wege, hat er es geschafft, trotzdem seinen Traum wahr werden zu lassen. Und er hat erzählt, als er dann in dieser Soyuz-Kapsel aus der Erdanziehung rausgeflogen ist in die Schwerelosigkeit, war das Erste, was er gemacht hat, seinen Handschuh ausziehen und den in der Schwerelosigkeit fliegen lassen. Denn das war das Bild, was er als kleiner Junge immer gesehen hat und wusste, das will er probieren, wenn er in der Schwerelosigkeit ist. Und das hat mich so angefasst. Ich hatte Tränen in den Augen und Gänsehaut am ganzen Körper.
Miriam: Und genau um solche Art von Geschichten geht es heute, wenn wir über das, oder zumindest habe ich es im Internet so gefunden, eines der größten Probleme bei der Team-Motivation, beim Team-Aufstellen, beim Team-Building sprechen. Und das ist an das Ziel glauben und das Ziel fühlen, das die Organisation, die Führungskraft gerne hätte. Wir können dieses Ziel zwar immer und immer wieder darstellen und mit PowerPoint an die Wand werfen, wobei selbst das zu wenig gemacht wird.
Florian: Selbst das ist einmal gesagt, ist doch genug, oder? Das Originalzitat. Ich habe das doch schon mal gesagt.
Miriam: Und für den einen oder anderen mag das so sein und wenn wir uns darauf einigen können, dass Menschen sehr unterschiedlich motivierbar sind und auch sehr unterschiedliche Motivierungsmuster haben, auch psychologisch betrachtet, dann für den einen oder anderen ist einmal gut und ein anderer braucht es täglich, um sich wieder zu erinnern, wozu bin ich überhaupt hier, wozu maloche ich gerade Überstunden, wozu bringe ich mich in der Art und Weise ein in meine Arbeit. Und da ein Ziel nicht nur verstanden werden, sondern im Idealfall eben auch gefühlt werden darf, sind wir hier an einer schwierigen Herausforderung für Führungskräfte. Denn auch da gibt es wieder Unterschiede. Das, was mich fühlen macht, also ich weiß nicht, du kannst ja für dich selbst mal prüfen, ob diese Geschichte mit dem Handschuh von dem Astronauten dich gefasst hat oder nicht. Diese Motivation, Ziele zu erreichen, aufrechterhalten, da habe ich eben um die Ecke gekommen. Das ist etwas, was Führungskräfte dringend üben sollen.
Warum smarte Ziele emotional oft leer bleiben
Florian: Ja, ich höre, viele von den Zielen, die aufgestellt werden, sind halt auch inhaltsleer. Also die Ziele, die Organisationen aufstellen, sind dann sowas wie, wir wollen eine Top-IT-Organisation werden. Und dann stellt sich für mich schon die Frage,
Miriam: Ja, oder noch schlimmer, wir wollen bis zum so und sovielten mit dem Produkt, mit dem Projekt fertig werden.
Florian: Ja, und es soll dann online gehen. Also es soll dann verfügbar sein.
Miriam: Das ist super unemotional. Also wenn du da mal rein tippst, es ist super verständlich aus der Sicht der Organisation.
Florian: Rational ist es so, also dann kann ich Timelines aufstellen, dann kann ich zurückrechnen, dann kann ich alle möglichen Sachen machen damit und könnte sagen, ja, das ist doch ein tolles Ziel. Es ist vielleicht sogar smart, also es ist sogar spezifisch messbar. Also all die Kriterien sind total erfüllt, nur es ist emotional nicht binden.
Miriam: Und wenn Menschen anfangen zu fühlen für eine Sache, dann ist das ein riesen Motivationsbooster. Wir haben ja diese großen Raketentriebwerke, also groß ist, wir haben Raketentriebwerke gesehen, ihr Lieben. Und jetzt könnt ihr mich für naiv und irgendwie vielleicht auch ungebildet halten. Ich hatte vorher noch keine in echt gesehen. Meine Güte, sind die groß. Und da ist ja nicht eins an so einer Rakete hinten am Pop ist dran, sondern irgendwie fünf. Wenn die zünden und so ein Zünder, den brauchen wir einfach auch bei der Motivation in ein Ziel hinein, gerade wenn die Zeit knapp ist, wenn es Schwierigkeiten gibt, wenn es Hürden gibt. Und da ist Storytelling ein goldener Topf am Ende des Regenbogens, wenn wir es denn sinnvoll und professionell anwenden können. Und hier in dem Podcast, in dieser Folge geben wir dir jetzt ein paar Tipps dafür, wie du also a. Und zum anderen auch als Führungskraft auf immer wieder neue Weise mehrfach, wöchentlich, täglich über dieses Ziel sprechen kannst, ohne dass es dir selbst auch langweilig wird.
Florian: Das ist ja auch eine Vorname drin, dass das langweilig werden könnte.
Miriam: Manche Menschen, also Kunden von mir haben mir das geschildert, dass sie sagen, ja, wenn ich immer wieder das Gleiche erzähle, das ist doch langweilig.
Florian: Das ist diese Idee hinter dem, ich habe das doch schon mal gesagt, wieso sollten die das jetzt nochmal hören? Und gleichzeitig gibt es gerade im Change Management eben ja auch seit x Jahren, also seit ich damit angefangen habe mit Teamcoaching und Teambuilding und Führung, gibt es schon immer dieses so, man muss es auf jeden Fall 15 Mal, 20 Mal, da gibt es ganz unterschiedliche Zahlen, die ich über die Jahre gehört habe, erzählt haben, damit es überhaupt eine Chance hat, anzukommen beim Gegenüber. Und dann eben so eine Aussage wie, da haben wir doch schon drüber gesprochen, also jetzt Haken dran.
Miriam: Ja, eben nicht. Eben nicht.
Nicht die eine Geschichte – ein bunter Strauß
Miriam: So und jetzt wollen wir dir hier auch mal wirklich einen sehr professionellen Umgang mit dem Storytelling verraten in dieser Folge, denn viele Menschen glauben ja eben, es gibt diese eine Geschichte über das Ziel und die sollte eben dann auch immer wieder ganz gleich erzählt werden. Nur unsere Emotionen sind gar nicht so gebunden an diesen spezifischen Inhalt. Wir Menschen gehen auch emotional sehr schön drauf ab, wenn wir zwischendurch diesen Zielerreichungsmuskel, den wir alle haben, weil wir haben das alle schon mal erlebt im Leben, wir haben uns was vorgenommen und haben das dann erreicht. Manchmal aus eigener Kraft, manchmal weil Menschen uns geholfen haben dabei. Manchmal haben wir Teamwork auch privat schon erlebt und das sind Emotionen, die wirklich große Endorphinausschüttungen machen, die dafür sorgen, dass Leute einen Moment lang auf Drogen sind, so wie wenn sie frisch verliebt sind, sich stolz fühlen, sich sehr zufrieden fühlen, sich sehr in der Welt und im Leben fühlen und diese Gefühle abrufen zu können auf einem Weg zu einem Businessziel, das ist mega gut, also wirklich mega gut. Dafür brauchst du nicht immer die Geschichte zu sein vom Erreichen des Projekts, sondern es geht vielmehr um einen bunten Strauß von Geschichten, die entweder über eine Zielerreichung gehen oder um so ein Subjekt wie Gewinnen oder Vorankommen. Und das sind unterschiedliche Storys, die dir da aus deinem Leben vielleicht einfallen. Und jeder von uns dürfte eine Menge davon schon haben, wenn wir jenseits der 25 sind. Also dann haben wir einfach schon ein paar Meter gemacht in diesem Leben und haben schon Ziele erreicht, ganz unterschiedlicher Art. Andere Menschen dabei beobachtet, wie sie das erfolgreich getan haben.
Florian: Irgendeinen Schluss, ne?
Miriam: Richtig. Nicht nur ein Schulabschluss, auch ein Studienabschluss, ein Berufsbildungsabschluss, irgendein sportliches Ziel, das wir erreicht haben, gesundheitliches Ziel, ein Ziel mit anderen Menschen, die Frau, den Mann, den Partner, Partnerin erobert, den wir haben wollten. Das sind alles Zielerreichungs-Stories, die wir ganz schnell mal eben erzählt haben. Oder wir haben einen tollen Film im Kopf, der uns da erinnert dran. Ja, das geht auch. Beim Gewinnen fallen uns allen irgendwelche Geschichten ein. Weil selbst wenn es darum geht, dass du endlich bei dem Computerspiel den nächsten Level gezockt hast, den du erreichen wolltest, ist es eine süße kleine Story, die du morgens beim Meeting, bevor es richtig losgeht, noch mit der Tasse Kaffee in der Hand, wie zufällig von dir geben kannst.
Die gleiche Struktur wie im Projekt: Florians erster Polo
Florian: Ja, nur jetzt mal, Miri, also jetzt fange ich an im Weekly, ne? Also ich treffe mich irgendwie einmal in der Woche mit meinem Team. So, und jetzt erzähle ich am Anfang die Geschichte davon, wie ich mit 18 mir vorgenommen habe, dass ich unbedingt ein eigenes Auto haben möchte und dann darauf gespart habe und mit Großeltern gesprochen habe und mit meinen Eltern gesprochen habe und einen Ferienshop hatte und dann habe ich dieses Auto endlich erreicht und das war damals ein VW Polo und ich bin total stolz gewesen. Dass die Fenster überhaupt aufgingen, waren noch mit manuellen Hoch- und Runterrollen und so.
Miriam: Wahrscheinlich warst du der stolzeste Mensch im Universum, obwohl es nicht mal ein Porsche war.
Florian: Das stimmt. Wie hilft das jetzt? Was soll das jetzt helfen?
Miriam: Jetzt sind wir mittendrin in der psychologischen Führung, denn solche Geschichten haben eine gleiche Struktur. Wenn wir uns vorstellen, wie wir alle glücklich und stolz, wie Oskar, wie du in deinem Polo gesessen bist mit den Fenstern, die zugingen. Wenn wir über die Ziellinie mit unserem Ziel gehen, dann ist das die exakt gleiche Struktur. Es gab Schwierigkeiten, wir hatten mit irgendjemandem zu sprechen, wir durften irgendwas dafür tun, wir durften arbeiten und Geld
Florian: Das war nicht, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, das war nicht selbst erreichbar oder das war eben nicht ganz allein erreichbar, sondern ich brauchte Hilfe dabei. Ich brauchte Mentoren, weil ich hatte auch keine Ahnung, wie man ein Auto kauft. Also ehrlich nicht.
Miriam: Ja, oder wie du das Geld dafür zusammenbekommst oder was auch immer. Und am Ende des Tages, wenn du dann mit jemandem gesprochen hast, auch jemand, der dir geholfen hat, hast du die ganze Zeit irgendwie dran gearbeitet, dass du diesen Polo dein eigen nennen durftest irgendwann. Ja. Und das ist die gleiche Struktur, die wir in jedem Projekt haben. Also wir tun halt irgendwelche Dinge, damit irgendwas fertig wird.
Florian: Die wir meistens auch nicht alleine tun können.
Miriam: Und die manchmal schwierig erscheinen oder wo wir am Anfang vielleicht bei manchen Teilen des Projekts noch nicht mal wissen, wie es geht, weil wir es noch nie gemacht haben, weil es neu ist. Und all diese Strukturen kommen in diesen Geschichten vor, die wir erleben, wenn wir Ziele erreichen. Vor allen Dingen, wenn wir sie uns irgendwann vorgenommen haben. Also wenn es nicht zufällig uns in den Schoß gefallene Ziele sind.
Florian: Ja.
Miriam: Sondern wenn wir wirklich uns überlegt haben, das hätte ich gerne in meinem Leben. Diese Partnerin hätte ich gerne, dieses Auto hätte ich gerne. Ich weiß, es ist jetzt ein bisschen blöd, das direkt hintereinander zu nennen, nur so ist das eben.
Florian: Das waren ja die Geschichten, die wir eben alle, die auch wahrscheinlich fast alle nachvollziehen können, selbst wenn sie es nicht selbst erlebt haben, weil sie es eben bei Freunden oder bei Verwandten oder beim Geschwister erlebt haben. Das sind ja so universelle Erfahrungen, die wir hier in Deutschland machen.
Miriam: Ganz genau. Und jetzt kommen wir zu der Psychologie dahinter, denn wir glühen das Gehirn immer wieder an einer bestimmten Stelle vor und warm, wenn wir solche Geschichten erzählen. Da kannst du sogar noch mehr dazu sagen.
Florian: Dann wären wir in der Bahnungsforschung oder im Priming auf Englisch, wo wir eben die Teile des Gehirns, die Muster im Gehirn aktivieren, die mit solchen Geschichten irgendwie was zu tun zu haben. Wir sind auch in so Assoziativketten drin. Also das tut ja bei mir als Zuhörer was. Entweder war ich mir denke so, ah ja, es war damals auch, bei mir war es halt kein Polo, sondern es war ein Golf oder es war, was weiß ich, ein Punto, um mal einen anderen Konzern genannt zu haben.
Miriam: Wir haben leider keine Kooperation mit dem Autohersteller. Wäre uns übrigens die Marke auch recht egal, also wenn sich da jetzt jemand melden möchte.
Florian: Ich erinnere mich, und das ist das, was eben im Gehirn passiert. Ich erinnere mich jetzt auch daran, dass zum 18. Geburtstag hat eine Klassenkameradin damals ein A3 geschenkt bekommen von ihren Eltern. Das ist natürlich dann eine andere Story.
Miriam: Das ist eine andere Story, genau.
Florian: Da ist eine andere Struktur auch dahinter. Richtig. Das ist ja die Struktur, die wir haben wollen in dem Projekt. Also es sollte eine sein, wo du dir wirklich etwas vorgenommen hast und dann ging es eine Weile, bis du das erreicht hast. Eine von diesen wunderschönen Geschichten aus deinem Leben und was auch immer es gewesen ist.
Woher die Geschichten kommen dürfen – und wie kurz sie sein müssen
Miriam: Und selbst wenn du deine Geschichten vielleicht dein Privatleben nicht preisgeben möchtest, dann darfst du an dieser Stelle auch zitieren. Also du darfst dir Geschichten schnappen, die du irgendwo gelesen hast. Ein tolles, spannendes Buch oder einen super schönen Film. Ich liebe diese 80er-Jahre-Filme total. Da kann ich auch kleine Anekdoten draus erzählen. Zurück in die Zukunft, die Goonies, also all diese ollen Schmonzetten im Grunde. Die kann ich in- und auswendig und da sind auch immer schöne Zielerreichungsgeschichten drin. Also wenn ich denke, so wie ich jetzt meinen Florian kennengelernt habe, da möchte ich nicht mit irgendjemandem aus dem Team drüber sprechen. Nur fair, nur fair. Wir brauchen also nicht uns nackig zu machen vor dem Team, um solche Geschichten zu finden. Nur es gibt da draußen unendlich viele Geschichten von berühmten Sportlern, berühmten Prominenten, die ganz klein angefangen haben und dann irgendwann ihren großen Traum erreicht haben. Es braucht nicht immer selbst erlebt zu sein. Es ist nur wichtig, dass du es fühlst, dass dich diese Geschichte berührt, dass du daran Freude hast.
Miriam: Genauso ist es auch beim Sujet Gewinnen. Ich weiß noch, wie krass das war, als ich mit Florian zusammen angefangen habe, hier Playstation zu spielen und ich wirklich nicht gut bin da drin bis heute. Florian ist unaufholbar, der hat ja schon mit drei angefangen damit irgendwie. Und wir dann dieses Spiel It Takes Two gespielt haben. Ein superschönes Spiel übrigens, also absolut empfehlenswert. Und ich dabei nicht nur immer besser wurde, wir hatten auch das gemeinsame Ziel, dieses Spiel zu gewinnen, in Anführungszeichen.
Florian: Also durchzuspielen.
Miriam: Wir spielen ja zwei Leute gegen das Spiel. Und als wir dann im letzten Chapter waren, war ich fast schon traurig, dass wir so gut geworden sind und dass wir auch miteinander so gut harmoniert haben am Ende. Weil am Anfang haben wir uns auch mal gestritten und es lief mal total rumpelig oder ich habe verzweifelt meinen Controller weggeworfen.
Florian: Wo ist jetzt wieder R3?
Miriam: L2? L2 drücken, wo ist das? Auch das sind Geschichten, die vorglühen, die für ein Team wichtig sein können und die ganz kurz erzählt sind. Wir erzählen hier keine Romane, wir verschleißen nicht die wertvolle Zeit des Weeklys mit einer Stunde Geschichte über unser Privatleben. Und das ist der nächste Tipp. Beschränkt dich auf die wesentlichen Punkte dieser Geschichte. Erzähl so viel, dass sie fühlbar ist, allerdings auch so wenig, dass du eben nicht das Team anfängst mit privaten Storys irgendwie zu nerven oder von der Agenda abzuhalten. Und das ist eine Gratwanderung, die wichtig ist beim professionellen Storytelling. Weil wir haben Leute da draußen, die jetzt nicken und sagen, ja, ich brauche eh nur drei Worte, dann habe ich alles erzählt. Wir haben allerdings so welche wie mich, die auch gern mal mehr Worte für ein Thema verwenden.
Florian: Und wenn das Meeting insgesamt halt nur eine halbe Stunde geht und wir dann fürs Priming 15 Minuten davon verwenden, da passt die Balance dann für manche der Zuhörer nicht. Ganz genau. Also da dürfen wir dann näher am tatsächlichen, wie hast du es eben so schön genannt, am Sujet des Weeklys dranbleiben, um auf der rationalen Ebene, auf der bewussten Ebene auch eine Verbindung herzustellen. Das ist vielleicht mal ein Thema für einen anderen Podcast sogar.
Autobahnen im Kopf und die schöne Nebenwirkung
Miriam: Ja, vielleicht ist es das. Und hier für jetzt und für dieses, dass du dein Team immer mal wieder auf das Ziel einschwörst, wahlweise dadurch, dass du dir eben wirklich, auch wenn es dir albern vorkommt, die Mühe machst, das Ziel immer mal auf den Tisch zu legen, so wie es ist, das ganz rationale Ziel und zu sagen, bis zum so und sovielten haben wir dieses Projekt fertig.
Miriam: Mhm. Oder und das empfehlen wir dir von ganzem Herzen, eben so ein Weekly zu nutzen, um zum Einstieg immer eine kleine Kleinstanekdote von dir zu erzählen, die du dir vorher wohl überlegt hast und die entweder was mit Ziel erreichen, was mit Gewinnen, gemeinsamen Gewinnen oder eben mit Vorankommen zu tun hat. Weil das sind die Motivationsfaktoren, die du brauchst in deinem Team und diese kleinen Geschichten, regelmäßig erzählt, die zaubern das wunderbar mitten ins Team hinein.
Florian: Und stärken eben auch die Autobahn im Kopf, dass vorankommen, Ziele erreichen, gemeinsam gewinnen immer wichtig sind für uns und dass die in der Teamkultur verankert sind als das ist was, was wir tun wollen, das ist was, was wir schön finden, wo wir gemeinsam Freude dran haben, dass wir tatsächlich fühlen als was Wertvolles.
Miriam: Es gibt noch eine kleine Nebenwirkung, die sich einstellen kann. Solche Geschichten inspirieren unbewusst andere Gehirne, nach ähnlichen Geschichten zu suchen. Und stell dir vor, wie cool es wäre, wenn dein Team sich dann plötzlich nach dem Meeting beim Kaffee die ein oder andere Geschichte noch on top erzählt, wo sie selber mal ein Ziel erreicht haben, gewonnen haben und dadurch noch mehr von dieser Energie auch in die Arbeit hineinlaufen lassen.
Florian: Wenn du das Ganze noch mehr üben möchtest, wir bieten vor allem in unserem NLP4Teams Workshop eine ganz wunderschöne Technik an, die aus der Appreciative Inquiry, aus der wertschätzenden Erkundung kommt, um genau dieses Geschichtenerzählen zu üben in verschiedenen Kontexten und die sich eins zu eins ins Team auch übertragen lässt. Deswegen haben wir die da mit drin. Dann komm gerne zu uns in eins der Seminare.
Miriam: Du findest alle Informationen dazu auf unserer Website und auf Social Media. Und wir sagen Tschüss, bis nächste Woche.
Florian: Wenn es wieder heißt.
Miriam: Krönchen richten?
Florian: Weitermachen.
Miriam: Alles zu den Ausbildungen bei uns gibt's auf www.kontext-strategie.de und jede Woche eine neue Podcast-Folge.