Darf man mit Absicht eine gute Geschichte erzählen — oder ist das schon Manipulation? Miriam und Florian steigen genau an dieser Frage ein. Und sie zeigen dir am Sommermärchen 2006, an dudelnden Schotten in der Kölner Innenstadt und an einem ganz normalen IT-Team, warum du dich Geschichten sowieso nicht entziehen kannst — die Frage ist nur, ob du sie dem Zufall überlässt.
Warum Storytelling wichtig ist — und kein Märchen
Miriam: Krönchen richten, weitermachen.
Miriam: Der Storytelling-Podcast für Führungskräfte.
Miriam: Mit Miriam Groß-Deforth und Florian Groß.
Miriam: Powered by Kontextstrategie.
Miriam: Storytelling-Seminare, Kurse, Bücher, Artikel in Zeitschriften.
Florian: Coaches.
Miriam: Wow. Also irgendwie ist dieses Thema wichtig.
Florian: Und wir dürfen es nicht Märchen erzählen oder Geschichten erzählen nennen.
Miriam: Nein, Storytelling. Das ist eindeutig klar. Und es gibt auch einen Riesenunterschied zwischen diesen Stories im Business-Bereich. Und da gibt es nochmal Unterschiede zwischen Stories für Sales und Stories für Change und Stories für Management.
Florian: Und Brand.
Miriam: Und Brand-Stories. Und einen Riesenunterschied zu Grimms Märchen. Leute, wir sind so froh, dass wir diesen Podcast endlich machen dürfen, weil zum einen räumen wir mit Sicherheit in jeder einzelnen Folge auch einmal mit Mythen, Gerüchten und Unwahrheiten über dieses Thema Storytelling auf und zum anderen hoffen wir, dass wir es gemeinsam mit dir in einen praktikablen Bereich bekommen, weil wichtig ist es. Und das kommt nicht, weil irgendwelche Menschen sagen, wir brauchen eine Brand-Story, sondern es kommt... Ja, ist doch wahr, Mensch!
Florian: Manchmal höre ich das auch und dann wundern sich alle, warum wir uns erst mit der Geschichte befassen. Also warum kann ich denn nicht einfach jetzt anfangen, irgendwelche Bilder zu machen oder irgendwelche Interfaces zu designen oder eine neue App zu bauen, sondern warum muss ich mich erst damit beschäftigen, da irgendwie so eine Geschichte draus zu machen? Ist doch klar, was zu tun ist, oder?
Miriam: Geschichten fallen uns einfach den ganzen Tag über hinterrücks an. Also wir können es nicht ignorieren. Ständig quatschen uns andere Menschen und wir selber uns auch irgendwelche Geschichten ins Ohr, in den Kopf, ins innere Kopfkino, wie auch immer du es betrachten möchtest. Und deswegen dürfen wir uns einmal mit dieser Thematik richtig befassen. Weil Geschichten können viel, viel, viel mehr ausrichten, als die meisten Menschen das glauben. Es geht nämlich nicht einfach nur, und ich setze das jetzt mal in Anführungszeichen, um eine Geschichte, die eine Mutter ihrem Kind erzählt, damit es abends besser einschläft. Wobei das ja schon wirklich krass ist, wie wenige das tun. Also wie wenige die Macht der Geschichte auch dafür nicht nutzen. Sondern in der Historie der Menschen wurden Geschichten oft und immer und immer wieder mit Absicht benutzt, damit wir uns besser fühlen, damit wir Dinge verstehen, damit wir uns Sachen besser merken können und eben auch, damit wir zum Beispiel uns besser fühlen als Team.
Das Sommermärchen: wie Geschichten Emotionen erzeugen
Miriam: Wenn wir schauen, was in Deutschland gerade passiert, ist so irre. Dieses Wort Sommermärchen, das wir ja 2006 schon mal als Geschichte in Deutschland hatten am Start, macht auf einmal hier wieder was, während wir diesen Podcast aufnehmen, weil gerade läuft die Europameisterschaft im Fußball und ich hatte den Eindruck, dass es vor dieser Europameisterschaft gar nicht so sehr nach Sommermärchen aussah.
Miriam: Mhm. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nicht so gut gespielt, dass die Menschen glauben, die überstehen.
Florian: Wir haben eine Chance. Und solange wir uns diese Chance nicht zugestanden haben in den Geschichten, die wir uns erzählt haben, war eben auch noch wenig Emotion drin oder war wenig Begeisterung drin für das Ganze. Sondern es war halt so, ja, okay, mal schauen. Jetzt haben wir das halt hier. Die übliche Begeisterung war da.
Miriam: Ja, genau. Und seitdem die deutsche Mannschaft jetzt in der Vorrunde relativ gut abgeliefert hat und es sogar eine slightly Chance gibt, dass sie eventuell bis ins Finale kommen könnte, weil die anderen Mannschaften auch nicht so stark sind in diesem Jahr, erzählen sich die Menschen plötzlich wieder andere Geschichten übers Fußball und übers gemeinsam Feiern und über... in Deutschland Gastgeber sein für all die vielen Nationen. Und die erzählen auch Geschichten über Deutschland. Und das, was so durch die Social-Media-Bereiche geisterte als Geschichten, waren zum Beispiel gefühlt 20.000 Schotten, die mit ihren Dudelsäcken durch die Kölner Innenstadt marschiert sind, ohne vorher zu fragen. Und einfach für gute Laune gesorgt haben dort. Und das macht auf einmal so ein Event, so ein nationales Event zu einer fühlbareren, schöneren Geschichte, die wir uns später noch erzählen können darüber.
Florian: Und das ist der Grund, weshalb wir auch Storytelling in ganz anderen Kontexten haben wollen, vielleicht auch ein bewusstes Storytelling sogar in Zukunft, weil es eben, wir tun ja immer so, als wären das nur Worte, die wir jemand anderem erzählen, dabei beeinflussen diese Worte ja unsere ganze Neurologie, also werden im Gehirn irgendwie dekodiert in Assoziationen. Die Worte haben ja irgendeine Bedeutung für uns und dann entsteht ja so ein Kopfkino und dann entstehen daraus irgendwie sogar Gefühle.
Miriam: Hast du jetzt vielleicht sogar gemerkt, während Florian und ich kurz den Ausflug mit dir in diese Europameisterschaft gemacht haben, da könnte sowas passiert sein wie, ich interessiere mich nicht für Fußball oder ja Mensch, ich habe das auch so beobachtet oder vielleicht auch, na also in Krefeld war das anders. Und das ist ja auch in Ordnung. Also nur es passiert eben sofort etwas. Wir reagieren auf so eine Geschichte emotional. Und das braucht nicht immer gleich die Riesen-Euphorie sein oder zu Tode betrübt, sondern irgendwo dazwischen spielt sich's ab. So ein leicht ablehnendes Gefühl, ein leicht freudiges Gefühl. Ein irgendwo dazwischen Gefühl? Geschichten machen was. Dadurch, dass unser Gehirn, unsere ganze Neurologie, diese Geschichten, die uns andere erzählen, umsetzt. Im Kopf. Wir nennen das ja ganz gerne so Kopfkino. Ich weiß nicht, wie viel Schotten du gesehen hast, als ich über die Schotten in Köln gesprochen habe oder welche Farbe deren Schottenröcke hatte. Ich weiß übrigens, dass ich sehr viel Blau gesehen habe zu meiner Überraschung.
Florian: Bei mir war auch Blau im Kopf, als du das erzählt hast. Ich habe mich auch an so ein Meer an blauen Menschen erinnert.
Miriam: Ist das auch deshalb so, weil die Nationalmannschaft der Schotten eben im Blau auftritt? Und die sich deswegen extra ihre blaukarierten Schottenröcke mitgenommen haben?
Florian: Ich weiß es nicht.
Miriam: Und vielleicht ist ja jetzt auch der eine oder andere Hörer, die eine oder andere Hörerin dabei, die eben sagen, also die hatten rote Schottenröcke an, so wie immer in Schottland. Nur um das überhaupt nachvollziehen oder dir eine Meinung bilden zu können dazu in deinem Gehirn, darfst du halt dir ganz kurz vorstellen, wie diese Schotten durch Köln marschiert sind. Und das ist das, was wir meinen. Durch dieses Kopfkino, das da entsteht, entstehen Emotionen. Jetzt sind wir noch in einem Bereich, der businessmäßig recht unverfänglich ist, außer vielleicht für die UEFA, weil die können natürlich mit solchen Heldengeschichten wieder wunderbar viel Geld verdienen. Wer weiß, ob es demnächst UEFA-Schottenröcke gibt, überall zu kaufen. Nur fürs Business wollen wir einfach nur diesen Weg mal gehen von, was passiert denn da? Und wir tun ja manchmal so, als wären wir emotionsfreie Wesen.
Der Mythos vom rationalen Wesen
Florian: Also gerade, ich bin viel in der IT unterwegs, mit Computerprogrammierern, mit Business-Analysten, mit irgendwelchen Testern oder auch, ja obwohl, da wird es dann mehr, wenn es um die tatsächliche Interaktion mit dem Menschen geht, also User Experience Experten oder User Interface Experten. Die haben schon eher verstanden, dass das mit den Geschichten so ist. Gerade bei Programmierern oder Systemadministratoren habe ich manchmal das Gefühl, die kommen morgens in die Firma und das Modell, das die im Kopf haben, ist irgendwie, wir sind hier alles rationale Wesen, unsere Gefühlslage spielt keine Rolle, wir können uns einfach egal was an den Kopf werfen und machen unsere Aufgaben hier. Objektivität ist das, worauf es ankommt.
Miriam: Wie funktioniert das?
Florian: Nicht wirklich. Ja, das ist ja auch eine der Geschichten, die wir uns erzählen, dass wir irgendwie objektiv sein können und dass unsere Gefühlslage oder die Ängste, die wir haben, die Befürchtungen, die Hoffnungen, vielleicht die Ziele auch, die Träume, die wir haben für unser Leben, dass die keinen Einfluss auf uns haben, sondern dass es wirklich immer nur eine rationale Bewertung der Faktenlage um uns herum ist.
Miriam: Wie schön wäre es, ja?
Florian: Ich weiß nicht, ob es schöner wäre oder nicht, nur es ist halt nicht machbar.
Miriam: Da wird sich ja auch, wenn ich als Führungskraft ins Team gehe und habe keine so guten Nachrichten, wüsste ich ja auch, es regt sich auch keiner auf. Also es wird einfach rational betrachtet, unter den Aspekten, die halt gerade angesagt sind.
Florian: Ich update einfach die Wahrscheinlichkeiten, dass das irgendeine Relevanz für mein Leben hat.
Miriam: Ja genau, eher zum Beispiel.
Florian: Ja das sind ja die, also gerade bei Change-Geschichten, wenn es um eine größere Veränderung in der Organisation geht, dann bewusst oder unbewusst macht ja jeder Mensch, der da irgendwie involviert ist oder die da involviert ist, macht ja, was hat das mit mir zu tun? Was hat das für eine Auswirkung auf meinen Job? Was hat das für eine Auswirkung auf das, was ich mache? Wie viel verändert sich für mich? Ist das eine gute Veränderung? Und da ist ja noch nichts real dran, sondern da ist ja vielleicht nur erzählt, zwei Firmenteile werden zusammengelegt. Und plötzlich ist es so, ja, ist das gut für mich? Freue ich mich da drauf? Freue ich mich nicht da drauf? Das sind ja einfach nur Dinge, die vielleicht aus einer Historie heraus bei einer Person einfach entstehen, wo dann Befürchtungen kommen. Oder eben, oh geil, das war letztes Mal schon so schön, das hat mir letztes Mal schon gut getan, da habe ich ganz viel Neues kennengelernt und die Prozesse haben sich verbessert. Das ist das, was da passiert.
Storytelling im Change: Emotionen nicht dem Zufall überlassen
Miriam: Wenn ich jetzt mit einer Geschichte, die auf dieses, wir sind eben nicht objektiv, wir können gar nicht rational sein, weil unser ganzer Organismus darauf angewiesen ist, sowas für uns zu bewerten. Also erstmal festzustellen, ist das gefährlich für mich oder ist es okay? Oder sogar sehr gut. Kann ja alles passieren. Dann ist es ja für Führungskräfte, egal ob sie wirklich direkt mit dem Team in Kontakt sind, also Teamleads sind oder mit den Teamleads in Kontakt sind, es wäre ja wunderschön. Wenn du diese Art und Weise, wie Menschen emotional auf das reagieren, was du an Change-Prozessen einleiten möchtest oder was auch immer das jetzt wäre, wenn die da zumindest annähernd positiv drauf reagieren würden oder sagen wir mal anders, nicht sofort ablehnen und blockieren. Das ist ja das, was passiert, wenn Menschen plötzlich befürchten, dass sie ihren Job verlieren, es nur noch nicht aussprechen. Oder weniger Geld bekommen oder weniger Zuständigkeit, weniger Status, dass sie blockieren, dass sie alle möglichen Argumente dann auch finden aus diesem schlechten Gefühl heraus, was da dran alles nicht logisch und nicht gut ist. Und um das beeinflussen zu können, dürfen wir uns die Macht dieses Storytellings eben bewusst sein. Was erzählen sich die Teams im Vorfeld schon für Geschichten? Ist da mehr Angst und Kummer drin oder ist es eben mehr Euphorie und Freude, Neugierde auf die Zukunft? Das mal abzuchecken auch.
Florian: Und das blanke Fakten erzählen führt halt dazu, dass irgendeine Geschichte im Kopf der Zuhörer entsteht, weil wir die Fakten ja gar nicht verarbeiten können, ohne gleichzeitig da irgendwie eine Bewertung auch dazu zu geben und auch in unserer eigenen Historie zu kramen oder in den Geschichten, die wir vielleicht von unseren Eltern kennen, die wir von Freunden kennen, die wir aus der Zeitung kennen, um das irgendwie in eine Geschichte zu packen, weil so funktionieren wir nun mal. Wir sind halt Geschichten erzählende Wesen.
Miriam: Und das ist der Unterschied zwischen Deutschland ist der Ausrichter der Europameisterschaft 2024 zu, wenn du damit beginnen würdest, 15.000 musizierende Dudelsackschotten haben zusammen mit den Kölnern, mit der Kölner Stadtbevölkerung die erste Vorrunde eingeläutet, sondern gedudelt. Eingedudelt. Um dann zu sagen, so stelle ich mir eine Europameisterschaft in Deutschland vor. Das macht andere Assoziationsketten im Kopf auf und das ist mainly das, was wir unter diesem brillanten und auch vorbereiteten Storytelling verstehen. Weil dann überlassen wir es nicht ganz und gar dem Zufall.
Florian: Heißt nicht, dass wir zu 100% steuern können, was in den Köpfen unserer Gegenüber passiert. Allerdings können wir die Wahrscheinlichkeiten steuern, dass Dinge eben leichter werden oder in eine andere Richtung gehen. Und das ist das, was wir tun wollen. Wir möchten unserem Gegenüber ein Angebot machen, einen Kurs einzuschlagen, der das Ganze einen Ticken leichter macht oder in eine bestimmte Intention oder eine bestimmte Richtung geht.
Miriam: Und diese Angebote über Storytelling sind so wirksam, so wunderbar machtvoll, weil sie direkt dort ansetzen, wie unser Körper eben funktioniert. Und anstatt das dem Zufall zu überlassen, dass eben irgendjemand irgendwas sagt dazu oder dass wir es beschränken auf Deutschland ist der Ausrichter der Europameisterschaft. Sondern, dass wir uns im Vorfeld schon überlegen, was würde denn da für eine schöne Geschichte dazu passen. Und du hast es ja eben so gebracht, wenn zwei Teile eines Unternehmens zusammengelegt werden. Du hast es noch schöner formuliert als ich jetzt. Dann ist ja die Europameisterschaft eine wunderschöne Metapher. Weil sich alle hier treffen, in irgendeinem Land treffen, das passiert ja auch alle vier Jahre wieder.
Florian: Ja, das Spannende an der Europameisterschaft ist, dass halt nur ein Gewinner rausgehen kann.
Miriam: Das stimmt. Nur erstmal scheint es im Moment und in dieser Vorrunde ja ein Freudenfest für alle zu sein, sich kennenzulernen.
Florian: Wir können auch, ohne dass wir zusammen spielen, funktioniert das auch nicht. Es entsteht auch keine Freude.
Miriam: Ja, genau. Also irgendwie gibt es einen Sinn dafür, dass wir uns alle hier treffen. Und es ist für viele hoch emotional, dass da so ein Fußballfest eben auch im eigenen Land ist oder auch in ein anderes Land zu reisen, um das Fußballfest mitzuerleben. Und dort die leckeren Sachen zu essen, die es dann drumherum noch gibt. Also einen Urlaub mit Fußball zu verbrachten, herrlich. Also da kommen wir jetzt schon in Bereiche, wo mein Kopfkino ganz, ganz anders ist, als wenn ich mich alleine auf diese Aussage, Deutschland ist der Ausrichter, fokussiere.
Florian: Und das ist auch richtig, ne?
Miriam: Es ist vollkommen richtig. Wir sind der Ausrichter.
Florian: Ausrichter. Auch eine spannende Wortkommunikation oder eine Wortbindung aus und richten.
Deine Übung: Geschichten sammeln, die es wert sind
Miriam: Stimmt tatsächlich. Und jetzt kommen wir eben über diese Emotionalität, die die Geschichten machen, auch zur Teamlaune, zur Kollegenlaune, zur Mitarbeiterlaune, zu einem Meeting, das morgens beginnt in einer Zeit, in der das Team vielleicht stark unter Stress ist. Und wir das auch mitbekommen alle, dass das so ist. Also dass wir dort eben auch überlegen, welche Geschichte würde denn hier passen. Also wirklich jetzt. Es braucht nicht die Europameisterschaft zu sein. Das ist keine Allzweckgeschichte, die für alle Menschen gleich gut ist. Nur es ist auf jeden Fall im Moment mit positiven Bildern im Kopf, mit positivem Kopfkino verfügt. Für sehr viele. Und ein Sonnenaufgang am Morgen oder ein wunderschöner Moment am Meer, wo die Wellen rauschen jetzt im Sommer, ist auch sehr positiv belegt für viele Menschen und sorgt vielleicht für eine kleine Entspannung, um dann erst einzusteigen in die Themen des Tages. Und da werden wir in diesem Podcast noch häufig dran vorbeikommen, an welcher Stelle du als Führungskraft ganz einfach und mühelos mit einer winzigen Geschichte, mit einer anekdotischen Geschichte dafür sorgen kannst, dass dieser emotionale Apparat, der sowieso mit getriggert wird, möglichst ins Positive getriggert wird, wenn er denn schon getriggert wird. Und das ist die schönste und virtuoseste Zauberei, wie ich finde, die es im kommunikativen Bereich gibt, wenn wir mehr von diesen brillanten Geschichtenerzählern um uns rum hätten. Und wir jeden Tag ein paar mehr schöne Geschichten hören dürften. Das wäre toll.
Florian: Vielleicht ist das doch eine gute Übung mal für diese Woche. Also wieder in ganz kleinen Stufen unterwegs zu sein. Einfach dir mal, wenn du die Woche Revue passieren lässt oder jetzt vielleicht mit der Intention auf die kommende Woche drauf. Welche Geschichte hast du denn erlebt, die es wert wäre, weitererzählt zu werden? Welche Kleinigkeit ist irgendwo passiert, sei es beim Bäcker, sei es im Team, die es wert wäre, nochmal erzählt zu werden, weil du irgendetwas Schönes damit verbindest, weil die dich irgendwie persönlich berührt und du sagst, ah, das war ein schönes Zeichen für die Freundlichkeit, die hier bei uns in der Stadt herrscht oder die Gemeinsamkeit, oder da hat mir jemand mal geholfen.
Miriam: Ja, das finde ich eine schöne Aufgabe.
Florian: Einfach eine kleine Geschichte aus deinem eigenen Leben mal einzusammeln, um dich dran zu gewöhnen wieder. Du erlebst sowieso jeden Tag Geschichten und jeden Tag ist die Möglichkeit, da diese Geschichten, die du sammelst, in einer bestimmten Art und Weise zu erzählen. Und in den nächsten Wochen werden wir in unserem Podcast immer wieder aufgreifen. Wie kannst du es auf der einen Seite verführerischer machen, diese Geschichten zu erzählen? Und auf der anderen Seite, wie kannst du diese Geschichten auswählen? Wie kannst du an der Intention arbeiten? Das sind alles so Themen, die in den folgenden Wochen kommen. Freuen wir uns schon drauf.
Florian: Wir freuen uns schon drauf.
Miriam: Bis dann.
Florian: Tschüss.
Miriam: Alles zu den Ausbildungen bei uns gibt's auf www.kontext-strategie.de und jede Woche eine neue Podcast-Folge.