NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 31

Neid ist die höchste Form der Anerkennung? ECHT JETZT?

Da Neid offiziell nicht zu den Tugenden gehört, die Menschen sich gerne zuschreiben... Ist dies hier wieder einer jener philosophischen Podcasts. Voll philosophisch. Und bitte kein Neid deswegen, ja?

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In dieser Folge

Darum geht es

Miriam Deforth und Florian Groß sprechen aus Trainersicht über das Thema Neid. Manche würden es nur mit spitzen Fingern anfassen wollen. Denn schließlich ist Neid etwas gar unfeines - zumindest gesellschaftlich betrachtet. Manche Menschen jedoch behaupten im Brustton der Überzeugung, dass Neid die höchste Form der Anerkennung ist. Wir behaupten: Ein ehrliches Lob darf's auch gerne sein. Und was ist zu tun, wenn andere "neidisch auf einen sind"? Und gesetzt den Fall, Gevatter Neid würde schwefelig-pestilenzisch stinkend auch früher einmal nach Deiner Seele gegriffen haben? Wie bist Du aus dieser Umarmung wieder heraus gekommen? Wir freuen uns über Dein Feedback und Deine Anregungen zum Thema. Völlig neidfrei. Is' klar! Und bis dahin: Viel Freude beim Lauschen. www.kontext-denken.de

Es geht um die Frage, was du tun kannst, wenn du das Gefühl hast, jemand ist neidisch auf dich — die neidische Schwiegermutter, die Kollegin bei einer Beförderung, der Blick auf teure Autos an der Kö. Miriam und Florian erzählen von der Freundin mit dem reichen Partner und dem schlechten Gewissen, vom Luxusauto, das in der Garage bleibt, und von der Konkurrenzband aus Miriams Sängerinnen-Zeit. Dabei drehen sie den Spieß um: Wann liest man Neid nur in andere hinein ("Neidhypochonder"), wann hilft schlicht nachfragen statt Glaskugellesen — und wie fühlt sich Gönnen von innen heraus an. Wer nach Umgang mit Neid, Missgunst, gegönnt und Anerkennung sucht, findet hier eine sehr persönliche, humorvolle Trainer-Perspektive.

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Kapitel dieser Folge
  1. Wetterneid, Bühnenneid — und die drei Alternativen
  2. Die Freundin, der Reichtum und das schlechte Gewissen
  3. Neidhypochonder: Wenn wir den Neid selbst hineinlesen
  4. Gönnen statt Neiden: die dritte Alternative
  5. Nachfragen statt Glaskugel: Die Schwiegermutter und 2000 klatschende Hände

"Ein bisschen neidisch bin ich auf dich." So fängt es harmlos an — und mündet mitten in ein Thema, das viele nur mit spitzen Fingern anfassen. Was, wenn jemand behauptet, auf dich neidisch zu sein? Und was, wenn du diesen Neid vielleicht nur in andere hineinliest? Miriam und Florian nähern sich der Sache mit Ford Mustang, Ablassbriefen und einem Jongleur in Köln.

Wetterneid, Bühnenneid — und die drei Alternativen

Miriam: So ein bisschen neidisch bin ich auf dich.

Florian: Wieso bist du denn neidisch auf mich?

Miriam: Weil du immer so entspannt bist, wenn wir Podcast aufnehmen.

Florian: Boah, und ich bin neidisch auf dich.

Miriam: Was?

Florian: Ja. Jeden Abend vor Millionen Publikum im Fernsehen. Und so bekannt.

Miriam: Heute nicht.

Florian: Das stimmt. Heute hier. Vor Hörpublikum.

Miriam: Mir haben mehrere Kommunikationstrainer gesagt, dass allein der Begriff neidisch sein nicht so eine gute Idee ist.

Florian: Nein.

Miriam: Nein. Und wiederum andere haben mir gesagt, sie ist positiv, Neid ist die höchste Form der Anerkennung, die ein anderer Mensch dir stiften kann.

Florian: Hallo da draußen.

Miriam: Hallöchen. Wie neidisch warst du heute schon? Nein.

Florian: Das war's für heute. Echt? Ja, den ganzen Tag jonglieren da draußen. Bei gutem Wetter bin ich da neidisch drauf.

Miriam: Ich wollte gerade sagen, ich will dich sehen, wenn es in den Strömen regnet.

Florian: Oder schneit. Naja, dann nicht. Ist das ein Teilneid?

Miriam: Ja, es ist ein Wetterneid.

Florian: Manchmalneid.

Miriam: Ein Wetterneid, ja. Ja, also die Frage dieses Podcasts ist eine spannende Frage. Also manchmal erreichen mich Zuschriften oder Menschen, die zu uns ins Coaching kommen, sagen, ich habe das Gefühl, ich habe immer Stress mit dieser oder jener Person, weil die neidisch ist auf mich. Weil sie mir das nicht gönnt, was ich mache oder was ich habe oder was ich bin. Okay. Und das kann für manche Menschen da draußen ein schwerwiegendes Thema sein. Weil es ja sozusagen zwei Handlungsmöglichkeiten, zwei Handlungsspielräume lässt. Entweder ich verändere mein Handeln so, dass der andere nicht mehr neidisch ist auf mich. Das heißt, der Jongleur in Köln hört auf zu jonglieren. Oder jongliert nicht, wenn du vorbeifährst.

Florian: Mit gebrochenen Armen.

Miriam: Och, Florian!

Florian: Uiuiuiui!

Miriam: So, wir spulen den Podcast nochmal zurück. Also, der Jongleur hört auf zu jonglieren, weil er Rücksicht nehmen möchte auf dich und auf deine Gefühle.

Florian: Das stimmt. Ich freue mich, wenn der jongliert. Ich freue mich, wenn der jongliert. Nur, ich stelle mir dann vor, wie cool wäre es jetzt, zwei Stunden da zu jonglieren.

Miriam: Wir kommen ja später darauf, wie es auch noch eine dritte Alternative gibt, mit diesem Gefühl umzugehen, das manche Menschen als Neid bezeichnen.

Florian: Also Neid und die zweite Alternative ist?

Miriam: Für diese Menschen, die mich das fragen, ist die eine Alternative, ich verändere mein Verhalten, damit der Mensch, der neidisch ist, nicht mehr neidisch ist.

Florian: Und eine dritte Alternative gibt es später im Podcast.

Miriam: Die zweite Alternative ist, dass sie weitermachen und sich dabei schlecht fühlen, obwohl sie was machen, wobei es ihnen an und für sich gut geht. Oder was sie für sich entschieden haben, was richtig ist.

Die Freundin, der Reichtum und das schlechte Gewissen

Miriam: Das heißt, Beispiel, eine Bekannte von mir hat mir erzählt, dass eine Freundin von ihr jetzt einen neuen Lebenspartner hat und der hat wohl ziemlich viel Geld. Das heißt, diese Freundin ist jetzt plötzlich... und nicht wegen des Reichtums, sondern sie ist reingerutscht, weil sie sich einfach unglaublich... Ich habe keine Ahnung, ob sie sich à la Marilyn Monroe einen Millionär angeln wollte, was sie dann erfolgreich getan hätte, oder ob das einfach so passiert ist. Fakt ist, dass sie jetzt ganz andere Veranstaltungen erlebt, mit anderen Autos fährt, anders gekleidet ist und, und, und. Und was so ein bisschen rausschwang bei der Erzählung war eben... So was von einem Gefühl von Neid. Ja, also dass da so was war wie, warum passiert das der, die hat das gar nicht verdient, die weiß das gar nicht zu schätzen. Also das kam so bei dem Gespräch auch rum.

Florian: Oho, sie hat das nicht verdient.

Miriam: Ja, es ist ja nicht ihr Geld, so nach dem Motto. Das hat der ja verdient.

Florian: Im wahrsten Sinne des Wortes wahrscheinlich, ne?

Miriam: Worauf willst du jetzt raus?

Florian: Alles gut.

Miriam: Ich wollte nur ein Beispiel geben. Und dann, was soll die andere Freundin tun? Diesen Mann behalten, aber nicht an seiner Luxuswelt teilnehmen, damit ihre Freundin nicht... Oder ein schlechtes Gewissen haben.

Florian: Ihn behalten und ein schlechtes Gewissen haben.

Miriam: Oder ihn behalten und obwohl sie frisch verliebt ist vielleicht und total glücklich, ein schlechtes Gewissen haben zusätzlich.

Florian: oder einen Ablassbrief kaufen? Das geht? Früher ging das.

Miriam: Also ihr könnt bei Florian für einen geringen finanziellen Aufwand... Ja, verkaufen wir jetzt neuerdings Ablassbriefe.

Florian: Wir brauchen einen Shop.

Miriam: Machen einen Ablassshop.

Florian: Schlechtes Gewissen, Ablassshop.

Miriam: Verschiedene Stufen, verschiedene Preise. Ja. Echt jetzt? Ja, ja. Und den klebe ich mir dann auf die Stirn? Wenn mein Freund mir ein Porsche Cabrio durch die Gegend fährt. So ein Blödsinn. Gut, du hast ja mitunter auch sehr gute Ideen.

Florian: Ja, wir können ja einfach mal schauen, was passiert.

Miriam: Oder ich erlebe gelegentlich Menschen in Seminaren, die wir besuchen, die einen Trainer, einen Vortragenden, einen Speaker auf der Bühne erleben und nichts anderes tun, als ständig Fehler suchen, wo ich das Gefühl habe, also was ist das jetzt? Ist das jetzt der Neid, dass der jetzt auf der Bühne ist und nicht sie selbst? Oder ist das, wo ich mich das dann auch frage? oder, ja, also ich weiß nicht, an welchen Stellen ihr da draußen vielleicht in eurem Leben bei anderen Menschen auch schon mal so eine Art Neidreaktion gemerkt habt, euch gegenüber. Und was ist dann in euch passiert? Habt ihr dann auch irgendwie versucht, das abzumelden? Habe ich ganz oft erlebt. Zum Beispiel auch da, wo gar kein Neid stattfindet, lustigerweise. Also wenn ich zum Beispiel ein völlig ehrlich gemeintes Kompliment mache wegen irgendwas.

Neidhypochonder: Wenn wir den Neid selbst hineinlesen

Florian: Eingebildeter Neid.

Miriam: Ne, gar keiner. Also wenn ich zum Beispiel...

Florian: Wie heißt das, wenn man sich Krankheiten einbildet? Was meinst du? Wenn man eine Krankheit hat, also wenn man denkt... Hypochonder. Hypochonderneidismus. Da hat gar kein Neid stattgefunden und ich habe mir den nur eingebildet, dass jemand auf mich neidisch war. Ich hypochondere Neid.

Miriam: Ja gut, dann wären wir wieder bei unserem letzten Podcast. Glaubenssätze, Kaffeesatz, Leserei. Kannst du gerne nachhören. Bei uns sind alle Podcasts ja noch... Vorletzter. Entschuldigung, vorletzter Podcast. Wo ich in andere hineininterpretiere, dass sie jetzt neidisch reagieren könnten auf irgendetwas. Wow.

Florian: Und dafür gibt es Ablassbriefe bei uns.

Miriam: Am Ende kommen wirklich Anfragen wegen Ablassbriefen und ich habe gar keine.

Florian: Tausende Euro.

Miriam: Soll ich die dann mit der Hand schreiben? Dann mach lieber ein Seminar bei uns.

Florian: Für tausende Euro schreibe ich auch in der Hand geschriebenen Ablassbrief. Drei Zeilen.

Miriam: Das war ganz anders geplant. Das ist ein ernstes Thema. Das stimmt. Wollen wir jetzt schon sprechen über dieses Neid in einen anderen Menschen hinein halluzinieren? Oder darf ich erst bleiben bei dem Fall, wo ich einfach nur ein Kompliment gemacht habe wegen irgendwas? Also eine Frau, die ich kennengelernt habe bei einem Job und ihr gesagt habe, ich finde den Mantel, den du trägst, fantastisch. Und es war deutlich sichtbar, dass dieser Mantel ein eher teurer Mantel gewesen ist. Und sie fing sofort an, den runterzuspielen. Also den habe ich am Outlet gekauft, der war viel günstiger als normal. Wo ich dachte, der ist doch alles gut, selbst wenn der 10.000 Euro gekostet hat, der steht dir.

Florian: Der steht dir, total gut. Alles gut. Super Investition.

Miriam: Das heißt, da war das Halluzinieren andersrum. Sind das Bedenken, dass jemand neidisch sein könnte?

Florian: Ja, deswegen meinte ich gerade, das ist so Neidhypochonder. Also die haben in die andere Person, aus der anderen Person rein halluziniert, dass die neidisch wäre.

Miriam: Ich habe mal gelesen, dass das in Deutschland eher ausgeprägt ist als in anderen Ländern.

Florian: Echt?

Miriam: Ja, also dass es in Deutschland eher so ist, wenn jemand im Wohlstand lebt, dann ist das schon mal Suspekt. Also wenn jemand ein Riesenauto fährt und... Dass der das dann ganz tief in der Tiefgarage und mit so einer Punto-Plane oder so... Ich kenne jemanden, der sein echt cooles, cooles Luxusauto, Traumauto, das er sich gekauft hat, aus dem Grund nicht fährt.

Florian: Wer weiß denn, ob überhaupt jemand neidisch auf ihn wäre? Er könnte ja nachts fahren. Wenn Neumond ist. Dann sieht ihn niemand.

Miriam: In Deutschland? In Deutschland gibt es, glaube ich, überhaupt keinen Flecken, der nicht beleuchtet.

Florian: Doch, wir sind mal durch ein bestimmtes Gebiet Deutschlands gefahren. Da waren wir um 9 Uhr abends die Einzigen auf der Autobahn.

Miriam: Das stimmt und da war Beleuchtung.

Florian: Ja. Nee, auf der Autobahn nicht. Nein, nein. Echt? Ja, da war es erst dunkel gewesen.

Miriam: Aber unsere Scheinwerfer haben geleuchtet.

Florian: Ja.

Miriam: Ja, das hat mich vielleicht jetzt irritiert, dass wir doch was gesehen haben.

Florian: Ja, also er könnte bei Dunkelheit fahren. Sieht man es nicht so. Oder ein Tarnmuster aufs Auto machen lassen. Und es ist doch schon schade. Also da steht ein Luxusauto irgendwo in der Garage und wird nicht gefahren, weil jemand denkt, dann wäre jemand anders leidet.

Miriam: Ich bin der festen Überzeugung und ich kenne ja einige unserer Hörer mittlerweile persönlich, weil die mir ganz tolle Sachen schreiben. Ich bin mir sicher, dass einige jetzt vor diesem Podcast sitzen und sagen, hey, ich fahr's auch. Ich auch. Also wenn der möchte, dass da Kilometer drauf kommen, mir egal, was andere denken. Über die Kö. Über die Kö in Düsseldorf, wo auch immer.

Florian: Wobei, das ist ja schon spannend, wenn wir gerade die Köhe haben. Auf der Köhe ist es ja so, dass Menschen ihre Riesenautos spazieren fahren, um sie einfach damit anderen, also, weiß nicht, machen die das damit anderen neidisch werden oder geht es einfach nur darum, diesen Luxus eben nach außen zu zeigen oder interessiert es die Menschen da einfach nicht und die mögen das einfach, ihren Riesenschlitten auch mal spazieren fahren zu können und die Köhe ist halt einer der Orte, wo man das machen kann.

Gönnen statt Neiden: die dritte Alternative

Miriam: Ich kenne ganz unterschiedlichen Umgang mit Reichtum im materiellen Sinn. Ich kenne auch ganz viele Menschen, die sind auch reich an geistiger Kapazität und ich kenne unterschiedlichen Umgang mit Reichtum. Die Menschen, die da sehr entspannt mit umgehen, die ich kenne, die fahren ja dieses Auto, was sie sich irgendwann mal erarbeitet haben oder was sie auf irgendeinem Weg bekommen haben, mit fast kindlicher Begeisterung über die Köhe und dann auch noch weiter...

Florian: zum Beispiel.

Miriam: Und es gibt andere, die das gefühlt eher deshalb fanden, damit andere Menschen das auch sehen, damit das auch wahrgenommen wird. Und dann gibt es wiederum die, nee, ich glaube, das sind die zwei, die mir jetzt so einfallen, spontan. Und es ist mir egal. Also mir persönlich ist es echt egal.

Florian: Was ist dir egal?

Miriam: Warum Menschen, was, also wie soll ich das sagen? Ich finde es großartig, wenn ein Mensch in seinem Leben viel erreicht hat und zum Beispiel, ich habe auch eine Freundin, die hat sich in ihrem Leben noch nie Gedanken über Geld machen brauchen. Die hatte immer mehr als genug Geld im Überfluss und hat auch dafür nie Arbeiten brauchen. Reiche Familie, viele Immobilien, kein Thema. und das ist eine unglaublich entspannte Person, sehr pfiffig, sehr witzig, sehr aufmerksam, sehr anderen Menschen zugewandt und wenn die Lust hat, sich eine Handtasche zu kaufen, dann fragt die nicht nach dem Preis, weder internal noch external, dann tut sie es einfach.

Florian: Also internal, external, sie fragt weder bei sich selber nach dem Preis, noch dass sie zu ihrem Mann geht oder zu dem Verkäufer. Oder zum Verkäufer, einfach diese hier einpacken und da ist die Karte.

Miriam: Genau. und ich finde das super schön. Also das ist doch genial. Einmal alles richtig gemacht. Ich habe sie gefragt, wie sie es gemacht hat und sie meinte dann so ein bisschen mit zwinkerndem Auge, naja, ich habe vom Himmel runter geguckt und habe gesehen, die Eltern sind gerade frei. Hey, wäre schön blöd, wenn ich die nicht nehme. Und ja, richtig so. Also alles gut, wo auch immer es herkommt. und dadurch, dass ich mich immer erfreue an Menschen, die auch, auch wenn wir im Bereich sind, die können etwas, was ich noch nicht kann und was ich vielleicht gerne selbst auch können würde, dann freue ich, entdecke immer, dass ich mich da erstmal wie ein kleines Kind drüber freue, dass es diese Menschen gibt.

Florian: Das heißt, es gibt... Jetzt sind wir bei der dritten Alternative schon angekommen, oder?

Miriam: Oh, war ich zu früh damit?

Florian: Nein, nur um das jetzt ganz offen zu spielen. Also das ist die dritte Alternative. So gehst du damit um, wenn jemand anders was Cooles hat oder was sehr Teures hat, wo du sagst, wow, wie schön.

Miriam: Es passiert fast.

Florian: Oder wenn jemand was Tolles kann.

Miriam: Rückführung in meine Kindheit. Ich freue mich so mit und ich freue mich, dass es das gibt auf dieser Erde, weil das bedeutet, wenn es das gibt, dann kann ich es vielleicht auch irgendwann erreichen. Also es ist zumindest da. Es ist nichts, was ich mir vorstelle, was sein könnte, sondern ich sehe die Menschen, die so viel Geld haben, dass sie sich nicht mal Gedanken machen brauchen, ob es heute und morgen eine Designer-Handtasche sein darf. Und es gibt die Menschen, die fantastische Fähigkeiten haben. Bei dir ist es das Jonglieren. Da habe ich mittlerweile wieder Abstand genommen, voller inneren Frieden, weil ich ja festgestellt habe...

Florian: Ein versenkter Jonglierball reicht auch.

Miriam: Ja, die Dinger sind auch echt teuer, wenn wir da wieder dabei sind. Nein, es macht mir keinen Spaß. Nur da, wo ich mich wirklich für begeister, da erlebe ich mich in diesem völlig kindlichen, boah, wie schön, dass es das gibt.

Florian: Letztens hatten wir einen befreundeten Unternehmer, der uns mal für einen Tag seinen Tesla geliehen hat. Ja. Da dachte ich mir auch...

Miriam: Wow! Da hättet ihr Florian sehen.

Florian: Das war großartig.

Miriam: Ich darf die Fotos nicht veröffentlichen, weil Florian, ohne Miss Florian, hat rote Bäckchen gehabt beim Fahren von dir raus.

Florian: Das war ganz großartig. Und für mich war auch dieses Gefühl, ja, der passt im Moment nicht in mein Budget. Und großartig, dass er den hat. Und noch großartiger, dass er damit so generös umgegangen ist, dass wir damit mal fahren durften. Und das ist tatsächlich auch das, was ich finde. Dieses, wenn jemand sowas hat und ich sehe das, dass ich mich dann einfach mitfreue. Wie cool das ist, wenn jemand so einen Spaß an so einem Auto hat oder so Spaß an, was weiß ich, riesigen Fernsehern. Oder vielleicht ist es ja auch was ganz Kleines. oder es ist eben wirklich diese Fähigkeit, die jemand hat. Ich war vor drei oder vier Jahren auf der Europäischen Jonglierkonferenz, wieder dieses Thema, und da waren Achtjährige, die können viel, viel, viel, viel besser jonglieren als ich. Und ich dachte mir so, wie cool ist das denn? Vielleicht wird es deren Profession, vielleicht ist das das, was die machen. Ja, und irgendein Jonglier-Weltmeister war der Papa und so. Die haben das echt schon mit der Muttermilch aufgesogen.

Miriam: Die kamen jonglierend auf die Welt.

Florian: Richtig cool, denen zuzuschauen.

Miriam: Stell dir das gerade vor.

Florian: Ja. Also toll, was es da draußen für Fähigkeiten gibt. Und bei manchen Fähigkeiten denke ich mir dann, boah, das möchte ich auch können. Ich baue meine Fähigkeiten in dem Bereich auf. Und bei anderen Fähigkeiten denke ich mir, wie cool, dass diese Person das kann. und das ist mir zu viel Aufwand, das auch zu lernen.

Miriam: Gut, jetzt ist es ja fast, also es ist ja brillant, wie wir beide scheinbar offensichtlich mit diesem Thema umgehen können, anderen etwas gönnen. Allerdings. Das ist ja dann sozusagen das Gegenteil davon.

Florian: Ja, das können wir.

Miriam: Also voller... Das Gönnen, Lernen, ich habe schon festgestellt, dass sich das bei mir in den letzten Jahren verändert hat, auch mit den Ausbildungen, die ich gemacht habe und mit den Gedanken, die ich mir in vielen Bereichen meines Lebens gemacht habe.

Florian: Ja, mit den Trainings, die wir auch geben.

Miriam: Früher hatte ich schon öfter und eher mal sowas bissiges wie, ah Mist jetzt, also ich war Sängerin in einer Band. Ja. und wir hatten eine direkte Konkurrenzband. Vielleicht hört der Sänger jetzt sogar zu. Und das war ein süßes Verhältnis, weil wir haben uns gegenseitig sehr genau beobachtet.

Florian: Oh, und wenn die einen Auftritt hatten, den ihr dann nicht bekommen habt?

Miriam: Ja, genau. Dann hatte ich schon so einen kleinen Biss, nur das Verhältnis war sehr entspannt und wir waren dann am Ende wieder witzig. Oder die haben einen Song einstudiert, den wir auch gerade einstudiert haben. Wir haben beide Top 40 gespielt, also Coverband, Hits, die gerade aktuell waren. Und die haben den vor uns einstudiert und wir waren gerade dran. Dann haben wir wirklich diesen Song, obwohl wir schon dran geübt hatten.

Florian: Ihr habt den eingestellt. Eingestampft.

Miriam: Und wenn ich jetzt überlege, wie gesagt, das war ein witziges Verhältnis und ich kenne dieses Gefühl. Und wenn jetzt zum Beispiel jemand zu mir kommt und sagt, ich habe das Gefühl, dass die andere Person auf mich neidisch ist. Das passiert ja eher. Ich glaube, dass viele Menschen eher sagen würden, ja, ich bin ja auch nicht neidisch. Will ja auch keiner sein. Das heißt, ich gehe davon aus, die Hörer dieses Podcasts sind alle nicht so viel neidisch in ihrem Leben.

Florian: Sondern gönnen ganz viel.

Miriam: Sondern gönnen ganz viel und kennen vielleicht Menschen, die neidisch sind hin und wieder oder wo sie das feststellen wollen würden, können würden.

Florian: Dann sind wir wieder beim Podcast von vor zweimal, mit dem in andere etwas hinein halluzinieren.

Nachfragen statt Glaskugel: Die Schwiegermutter und 2000 klatschende Hände

Miriam: Ich kann dir ein konkretes Beispiel geben. Eine Frau, die zu mir ins Coaching kommt, hat in einer der ersten Sitzungen direkt gesagt, sie hat großen Stress mit ihrer Schwiegermutter, weil die ständig neidisch ist auf ihre Lebensweise. Und sie hatte Indizien dafür gefunden.

Florian: Indizien oder hat sie sie gefragt?

Miriam: Es gab Gespräche zwischen den beiden und für sie war sehr klar, die macht mir so einen Stress, weil die neidisch ist. Dass ich ihren Sohn wegnehme und er jetzt nicht mehr hier gehört.

Florian: Man muss nicht raten, über 40 der Sohn und so. Du durftest deutlich schon zu Hause ausziehen.

Miriam: Darum geht es ja jetzt nicht. Das ist das Thema von einem anderen Podcast. Es geht ja darum, dass jetzt vielleicht der ein oder andere Hörer sagt, ja ich bin ja nicht neidisch, nur ich weiß, der oder der ist neidisch auf mich und deswegen haben wir Struggle an der einen oder anderen Stelle. Was können wir als Trainer an der Stelle empfehlen oder was würdest du empfehlen zu tun, wenn solche Gefühle generiert werden? Sagst du dann einfach das Glaskugel Leserei? Hast du denjenigen schon mal gefragt?

Florian: Ja, das wäre doch das Erste, oder? Wirklich verifizieren, dass das das Thema ist und nicht irgendetwas anderes. Bei dem Beispiel, das du gerade gebracht hast, das ist ja nicht neidisch auf den Sohn sein, in meiner Welt, sondern das ist ja tatsächlich, vielleicht möchte sie mehr Zeit mit ihrem Sohn verbringen oder vielleicht möchte sie da integriert werden oder was ist denn die andere Lösung zu, der Sohn war vielleicht bisher ganz viel da und jetzt ist der Sohn bei der neuen Partnerin und was ist mit Mama? und die dürfen da einfach eine Entscheidung treffen, glaube ich, oder?

Miriam: Also du sagst, reden, reden, reden.

Florian: Nicht klären, klären, klären.

Miriam: Also wenn ihr dafür professionelle Hilfe benötigt.

Florian: Also ich denke schon, dass es wirklich wichtig ist, da genau zu wissen, ist es tatsächlich Nein oder es geht um eigentlich ein anderes Thema.

Miriam: Also nachfragen. Ja.

Florian: Was ist deine Empfehlung, Schlaubi Schlumpf?

Miriam: Ja, pass auf, ich erinnere mich auch wieder an eine Geschichte mit der Band. Wir waren immer zu zweit als Sängerinnen in der Front und die zweite Sängerin in der Band ist oft nach unserem ersten Einsatz, das war gleich am Beginn des Konzerts, großes Feuerwerk, wir haben eine riesen Stimmung gemacht und dann hatten wir eine kurze Pause, hat dann der Frontmann was gesungen und wir konnten ein Gläschen Wasser trinken und uns hinter der Bühne kurz durchatmen und dann ging es wieder weiter. Und es passierte sehr oft so ähnlich, dass wir dann hinter der Bühne standen und sie mir sagte, boah, hast du diese beiden Frauen in der ersten Reihe gesehen? Die haben die ganze Zeit über unsere goldglitzernden Hosen hergezogen. Und ich schwöre dir, so wahr ich hier sitze, ich habe die nicht gesehen. Ich habe 2000 Menschen gesehen, die die Hände über dem Kopf hatten und geklatscht haben.

Florian: Das ist ja großartig. Nur in deinem Beispiel hat die Dame ja ihre Schwiegermutter gesehen. Die ist ja in ihrem Leben.

Miriam: Ja, und die zweite Sängerin hat ja auch die schlechte Idee gesehen. Die schlechte Idee gesehen. Und nicht die gute, von dem Auftritt. Das heißt, die Frage wäre ja, kann ich das ausblenden, dass ich überhaupt merke, dass andere Menschen neidisch sein könnten. Dieses Glaskugel-lesen-Ding. Wenn die nicht kommen und sagen, ich bin neidisch auf dich, dann einfach lassen. Dann einfach lassen. Ist das zu einfach wieder? Ist das zu miri?

Florian: Wie ist das denn mit der Schwiegermama? Da verstehe ich noch nicht, wie das... Ist dein Tipp dann, die Schwiegermama auszublenden?

Miriam: Naja, aus Nein. Nein, natürlich nicht. Also Familie ist Familie.

Florian: Ja, man gehört dazu. Das heißt, wir wollen auch den Kontakt haben. Und das ist natürlich schön, auch den Kontakt zu haben.

Miriam: Genau. Und dann an der Stelle die guten Dinge sehen. Also lieber die 2000 Leute, die die Hände über dem Kopf haben und klatschen. Das heißt zum Beispiel bei der Schwiegermutter lieber mich darauf konzentrieren, wie lecker die kocht.

Florian: Gut, dann... Dann geht es nur darum, dann ignorieren wir diese Indizien so ein Stück weit oder sagen, das ist uns vielleicht nicht so wichtig und es gibt mehr Komplimente, es gibt einen großzügigeren Umgang mit der Schwiegermama. Wir konzentrieren uns auf die Stärken und auf das, wo die Beziehung toll ist mit ihr.

Miriam: Eine sehr weise Frau, die ich kenne, hat mich auch mal gefragt, also die Frage fand ich gut, weißt du, dass das wirklich wahr ist, was du da gerade denkst?

Florian: Ja, das ist dann schon Glaskugelleserei, ne? Also wir wollen sicherstellen, dass das, was da draußen ist, tatsächlich war. Das war das, wo ich meinte, mal mit dir reden.

Miriam: Also wenn es ein 1 zu 1 Fall ist, eine Kollegin ist vielleicht gefühlt neidisch auf eine Beförderung oder die Schwiegermutter ist neidisch auf die Zeit mit dem Sohn oder es gibt ja noch andere Fälle, dann ist wirklich der Schritt, um das loszuwerden, die Idee ist, entweder ich frage nach, dann bekomme ich es gesagt oder auch nicht. oder ich lebe in dem vielleicht naiv scheinenden kindlichen Glauben, 2000 Leute, die die Hände oben haben und feiern.

Florian: Und spannend, für all das, wo ich früher vielleicht neidisch gewesen wäre, da darfst du dann einfach mal gönnen und in dieses Gefühl reingehen? Oder wie funktioniert das?

Miriam: Das ist auch schön, dass ich mir und anderen alles erdenklich Gute gönne. Also wirklich gefühlt. Und das ist schon ein Schritt.

Florian: Definitiv. Je nachdem, was das halt ist.

Miriam: Super spannend. Kommt es daher, dieses von innen heraus gönnen, können, wollen?

Florian: Dass wir im Überfluss leben. Dass es da draußen ganz viel gibt für jeden von uns. Ich glaube schon.

Miriam: Okay. Cool. Voll schön. Tausende von Jonglier-Bällen für alle Menschen.

Florian: Oder was auch immer das kleine Tolle ist für mich oder für dich. Oder auch das Größere.

Miriam: Auch das Größere, ja.

Florian: Für manche ist es größer, für manche ist es kleiner.

Miriam: Tesla ist schon größer als ein Jonglier-Ball.

Florian: Das stimmt.

Miriam: Das stimmt. Ja. Und gut. Dass jetzt erstmal die Erfahrung da drin zu sitzen und den zu fahren...

Florian: und vielleicht ist das irgendwann einer der großen Träume und eine der großen Sachen, die bei uns passieren und vielleicht auch nicht.

Miriam: Ich hätte jetzt, ich hätte eine andere Idee als Tesla.

Florian: Ja?

Miriam: Ja.

Florian: Okay. Können wir ja nachher mal drüber reden. Nicht, dass jemand neidisch wird.

Miriam: Also für den Anfang würde mir so ein Ford Mustang Cabrio reichen. Ich glaube, das ist nicht so teuer wie ein Tesla.

Florian: Das kommt drauf an, ob die 300 PS oder die 700 PS Variante.

Miriam: Echt? 700 PS gibt es da?

Florian: Ja, 700 PS gibt es bei Tesla.

Miriam: Bei Tesla. Ich spreche vom Ford Mustang Cabrio, nicht vom... Oh, meine wunderschöne Traumfrau. Nein, nein, nein, nein, nein. Ja, ihr Lieben, wenn es Fragen gibt zu diesem Podcast, falls...

Florian: Falsch, ja.

Miriam: Dann lasst es uns gerne wissen.

Florian: Super gerne.

Miriam: Und vielleicht habt ihr ja Ideen zum Thema, wenn andere Menschen um euch herum schon mal Neid entwickelt haben, wie ihr auf sehr positive Weise damit umgegangen seid. Und schöne Tipps für die Hörer dieses Podcasts zu dem Thema. Wir freuen uns, wenn ihr die hier unter dem Podcast vermerkt, unter Notizen auf unserer Seite oder auf Facebook. Da poste ich immer etwas zum Podcast. Und da gibt es ganz viel Raum, um... Deine Meinung, Deine Idee dazu mit einzubringen für alle, die das Thema berührt und für alle, die es spannend finden. Wir kommen jetzt zum Werbeteil.

Florian: Dies ist der Werbeteil.

Miriam: Ihr könnt Ablassbriefe kaufen bei Florian. Das ist das neueste Produkt auf unserer Seite.

Florian: Es gibt noch keinen Button dafür. Direkte Anfrage um die Sünde.

Miriam: Die Sünde Neid. Neid ist eine der sieben Todsünden, oder?

Florian: Miri, keine Ahnung.

Miriam: Ich glaube schon. Ich meine ja. Ja nun, da passt das ja mit den Ablassbriefen. Jetzt komm, sei nicht so kleinlich. Das war jetzt noch. Und du darfst uns gerne live erleben bei unseren Seminaren, wenn du magst. Am 18. und 19. April, wenn du dich ganz doll beeilst, haben wir vielleicht noch einen Platz frei. Das ist das Seminar Besser Denken, Besser Sprechen, in dem Fall ausgelegt für Vertrieb, das heißt eventuell. oder du trägst dich noch ein für unser großes Seminarerlebnis im Juli. Wir geben unseren ersten NLP Practitioner vom 13. bis zum 26. Juli. Alle Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage oder du schreibst uns eine E-Mail an info-at-kontext*denken.de und wir telefonieren da auch gerne persönlich mit dir. Deswegen dann gib uns gerne deine Telefonnummer per E-Mail. Und damit sagen wir Tschüss, bis nächsten Dienstag.

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