Monatelang hat Miriam dieses Thema vor sich hergekehrt — mit Schippschaufel und Kehrbesen, wie sie selbst sagt. Dann kam die Flut an E-Mails, und der "Podcast des Todes" ließ sich nicht mehr aufschieben. Wie redet man über Endlichkeit, ohne im Düsteren zu versinken? Miriam und Florian tasten sich zwischen Trauermärschen, Monty Python und einer Memento-Mori-Münze an ein Thema heran, um das die meisten lieber einen Bogen machen.
Miriam: Willkommen bei kontext*denken. Zwei Gehirne, ein Podcast. Mit den Themen, die das Leben so schreibt. Und mit Miriam Deforth und Florian Groß. Also den Anfang von dem Podcast machst ja wohl du.
Florian: Der Podcast ist... Das darf ich nicht machen, hat die Miri gesagt.
Miriam: Nee, wirklich nicht.
Florian: Obwohl Halloween diese Woche ist.
Miriam: Ja, deswegen habe ich es ja auch durchgehen lassen. Du hast ja mittlerweile einen Fanclub. Wir bekommen ja E-Mails. Monatelang habe ich dieses Thema vor uns hergekehrt.
Florian: Allerdings.
Miriam: Mit Schippschaufel und Kehrbesen. Und habe mich geweigert erfolgreich. Und dann kommt nach dem letzten Podcast, in dem wir es nur erwähnt haben, kommt da eine Flut von E-Mails, die behauptet, wir wünschen uns diesen Podcast des Todes. Und ich denke mir, ja, das ist ein wichtiges Thema, wenn wir über tabuisierte Themen sprechen möchten. Und bitte... Wenn das ein sensibles Thema ist für dich, dann hör nicht weiter zu, weil Florian ist dabei.
Florian: Hey, was soll das denn heißen?
Miriam: Ja, ist doch so. Wir können es philosophisch betrachten, religiös schließe ich mal aus.
Florian: Spirituell?
Miriam: Nee, spirituell fliegt auch raus.
Florian: Ja?
Miriam: Ja, klar. Wie kein ESO-Podcast.
Florian: Wie willst du es denn dann betrachten? Traurig.
Miriam: Also für mich hat das schon immer was Düsteres. Und ich habe das hier selbstverständlich kulturell inhaliert, also in der Musik. Diese ganzen Trauermärsche, die ich spielen durfte mit 12, 13 von Chopin und wie auch immer am Klavier.
Florian: Oder Adele. Hallo von der anderen Seite.
Miriam: Das ist Florians Lieblingsmusik, by the way. So, jetzt kommen wir hier zu Potte. Warte mal, bevor wir jetzt irgendwas machen, warte mal, warte mal.
Florian: Warte. Jetzt machst du keinen Werbe-Dringle rein oder den machen wir in diesem Podcast einfach nicht.
Miriam: Doch. Natürlich.
Florian: Was?
Miriam: Bevor wir jetzt den Podcast machen, machen wir lieber erst die Werbung.
Florian: Wir tun so, als wäre alles normal oder was bei dem Thema.
Miriam: Ja, findet ja danach alles weiter normal statt, wenn einer stirbt ja auch. Also irgendwann geht das Leben ja weiter oder das Leben geht eh weiter, ob die Menschen das wollen oder nicht. Um uns rum achtet ja keiner so richtig drauf. Die Erfahrung habe ich zumindest.
Florian: Werbeblock.
Miriam: Im Januar geht es weiter mit dem Practitioner und es sind noch Plätze frei, also kommt zu uns in die Ausbildung.
Florian: Und der Coach Basic findet im Januar auch statt.
Miriam: Oh ja, ganz wichtig, wer den NLP Coach machen möchte und eine eigene Coachpraxis eröffnen möchte.
Florian: Oder wer mal reinschnuppern möchte, in wie NLP im Coaching angewendet wird, das ist eins unserer Basisseminare, steht auch erstmal alleine.
Miriam: Richtig, kannst du herkommen, auch ohne einen Practitioner oder einen Masterabschluss. So, da sind wir doch schon beim Tod. Werbeblog. So, jetzt fehlen uns die Worte. Ja komm, wie willst du es denn aufziehen? Welche Frage willst du denn stellen?
Florian: Welches Thema haben wir denn? Der Podcast des Todes ist ja mehrdeutig. Könnte ja sein, es geht um den eigenen oder um den von jemand anderem.
Miriam: Also der Tod an sich, das Thema Tod, wird schon eher selten und wenn dann relativ gleich in den Medien gefahren, ist meine Beobachtung in Miris Welt.
Florian: Vielleicht nehmen wir einfach doch ein anderes Thema, wenn ich jetzt so näher drüber nachdenke.
Miriam: Ne, tun wir nicht. Jetzt ziehen wir es durch. Jetzt haben wir es angekündigt, jetzt machen wir es auch.
Florian: Ja, sollten wir nicht doch lieber vielleicht, also jetzt merke ich auch, wo da die Pietätsfettnäpfe, Fetteimer.
Miriam: Doch, die sind überall auf dem Weg, da können wir jetzt nichts dran ändern. Also das können wir quasi auf Ansage machen. Wir hüpfen von einem zum anderen. Das ist okay. Für mich ist das okay. Es gibt zu jeder Möglichkeit den Knopf zum Ausschalten. Und für uns ist es ein Thema, was uns tatsächlich auch manchmal beschäftigt. Ja.
Florian: Und was ja auch energiegenerierend ist. Mindestens bei einem von uns beiden.
Miriam: Witzig, ne?
Florian: Ja.
Miriam: Also für mich ist der Gedanke daran, dass das Leben endlich ist, nicht die grundsätzliche Triebfeder, Dinge zu tun.
Florian: Für mich, ich habe sogar eine Memento Mori Münze hier zu Hause.
Miriam: Was ist Memento Mori?
Florian: Der Gedanke daran, dass wir sterblich sind. Und dass es deswegen wichtig ist, den Hintern hier hoch zu bekommen in diesem Leben.
Miriam: Gut, und diese Sterblichkeit, macht die uns so viel Angst, weil wir in unserem kulturellen Umfeld nicht wissen, was da ist? Oder weil uns gelehrt wird, dass es...
Florian: Vielleicht ist es ja gar nicht wissensbar. Also vielleicht ist es nicht nur unsere Kultur.
Miriam: Ja klar, so schon mal probiert jemanden zu interviewen, der es schon erlebt hat. Manche Menschen machen das. Ne, ne, den lassen wir raus. Den hatten wir, glaube ich, schon mal bei unserem WUWU-Podcast.
Florian: Wir haben jetzt am Wochenende auch wieder mit jemandem gesprochen, die solche Erfahrungen macht mit Menschen.
Miriam: Das stimmt. Das ist auch ein sehr schräger Vogel.
Florian: Das stimmt. Und ganz, ja.
Miriam: Ja, und wundervoll.
Florian: Ein ganz wundervoller schräger Vogel.
Miriam: Ja, ganz wundervoller schräger Vogel.
Florian: Deswegen, also den Teil lassen wir jetzt erstmal raus, oder? Den Teil, dass Menschen Erfahrungen machen könnten, wo sie sagen, sie sind schon mal, auch aus diesem Leben heraus, sie sind schon mal bis hinters Licht gegangen oder bis vors Licht.
Miriam: Da sind sie ja immer noch nicht tot gewesen, das war ja dann vorm Licht bedeutet ja Nahtoderfahrung.
Florian: Das hatte ich auch manchmal schon nach einem sehr fettigen Essen, wo ich dachte jetzt. Also rückwärts über die Geburt nach vorn.
Miriam: Das ist doch WuWu-Kram. Also da können wir uns darauf einigen, dass das schon WuWu-Kram ist. Manche Menschen glauben daran, manche nicht.
Florian: Und wir kennen tatsächlich auch Menschen, denen das geholfen hat, da Erfahrungen mitzumachen.
Miriam: Gut, da ist ja eine dicke Vorannahme drin. Bleiben wir mal beim Sprachzauber. Dass Menschen überhaupt so eine Hilfe brauchen. Und dass die Angst vor dem Tod gemeinhin dann einsetzt, wenn vermeintlich lebensbedrohliche Situationen im Leben eintreten. Manche Menschen gucken ja so, als würden sie kurz vorm Sterben sein, wenn sie eine Steuernachzahlungserklärung bekommen oder so.
Florian: Also dann laufen die da wochenlang, ja, die Erfahrung hab ich. Jedes Jahr im, was ist das, April oder Mai oder so, kommt der... Ja, und das sind die, die dann ganz blass in der S-Bahn, der gefatter Tod vom Finanzamt.
Miriam: Wobei ich das Wort Gevattertod finde ich ja irgendwie schon wieder gut.
Florian: Finde ich auch zwar. Und ich denke da sofort an Terry Pratchett und seine Scheibenwelt-Bücher, wo das ja eine tatsächliche Figur ist, die auch, die nicht so richtig Gefühle hat und trotzdem, die hat, Gevattertod in der Scheibenwelt hat ja eine Tochter adoptiert.
Miriam: Das ist ein Fantasy, eine Fantasy-Reihe, ne, Romane, die auch recht schräg sind.
Florian: Der so ähnlich, und da ist es ja auch verwurstet, der so ähnlich wie die Monty Pythons halt sehr stark mit allen möglichen Elementen unserer Gesellschaft spielt.
Miriam: Ja, Monty Python ist ja auch Geschmackssache. Siehst du, wenn ich ruder, ständig rückwärts. Ich seh mich hier in so einem Ruderboden.
Florian: Wir hätten vorher so eine Liste der Dinge machen dürfen, die ich nicht ansprechen darf.
Miriam: Sensiert. Und ich liebe Monty Python.
Florian: Wenn die bei das Leben des Brian alle am Kreuz hängen und singen.
Miriam: Uiuiui. Das ist ja ein anderes Thema. Das ist ja ein religiöses Thema.
Florian: Always look on the bright side. Before you draw your terminal breath ist der Text.
Miriam: Der High-End-Einsatz von Monty Python in Sachen Tod ist bei Der Sinn des Lebens.
Florian: Der um den Sinn des Lebens geht.
Miriam: Richtig, und der aus ganz vielen kleinen Stücken besteht. Und am Ende kommt selbstverständlich der Tod. Und das ist sehr witzig, wie sie es gemacht haben. Weil der kommt nämlich in so ein kleines englisches Cottage, wo so ein englisches Ehepaar mit amerikanischen Freunden am Tisch sitzt. Und die haben sich alle eine Fischvergiftung geholt. Und dann kloppt der Tod an die Tür. Und der Dialog, der da entsteht, ist wirklich, wirklich, wirklich lustig. Ja, also gut. Also klar können wir entspannt damit umgehen, so wie sich in unserer Gesellschaft viele Themen entspannt haben, weil sie enttabuisiert wurden. Vor, keine Ahnung, 50, 60 Jahren gab es ja Themen in dieser Gesellschaft, die ähnlich kritisch beäugt wurden von vielen Menschen wie heute vielleicht der Tod noch. Also gleichgeschlechtliche Ehe, was auch immer. Das hat sich ja alles nivelliert. Das haut ja keinem mehr vom Stuhl.
Von der Bühne der 90er zum Enttabuisieren
Miriam: Ich habe das damals in meinem Theaterwissenschaftsstudium, als es so grundsätzlich noch darum ging, Anfang der 90er Jahre im Theater irgendwie auch für was Spektakuläres zu sorgen. Also die Leute von den Stühlen zu heben, dafür zu sorgen, dass die Tomaten werfen am Ende des Stückes und irgendwie den Saal verlassen, mitten in der Aufführung, weil sie es nicht ertragen, was da auf der Bühne an Härte oder an was auch immer kommt. Und es war, weil in den 60ern da schon so viel gemacht wurde mit nackt über die Bühne gehen und also das war alles, wenn das so als Idee dann kam für ein Regiestück, dann wurde gegähnt. So ja, mit nackt kriegst du natürlich Anfang der 90er überhaupt niemanden mehr dazu irgendwie.
Florian: Noch zu zucken.
Miriam: Noch zu zucken im Publikum. Die gähnen dann eher und sagen, naja, hatten wir da schon und da und da und bei dem Regisseur schon 50 Mal. So, und da ist ja immer die Frage, handelt es sich dann um eine Art Abstumpfung? Ist es eine Gewöhnung oder ist es schlichtweg ein, ich entspann mich da rein, weil mich über ein Thema, ich geh mal davon aus, dass alle, die diesen Podcast jetzt hören, relativ lebendig sind.
Florian: Und das ist ja das Angebot, das die Regisseure dann geben, ne? Entspann dich in die Themen, die bisher Tabus waren.
Miriam: Zum Beispiel?
Florian: Um dann sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.
Andere Worte für den Trauerfall
Miriam: Das ist das Nächste. Also ich weiß, dass ich mit Florian die beste Unterstützung ever bekommen habe, wenn es in unserem näheren Umfeld einen Trauerfall gab zum Beispiel. Und das sind für mich die Augenblicke im Leben, wo ich mich sehr berührt fühle von diesem Thema.
Florian: Wir nehmen uns dann tatsächlich auch die Zeit hier.
Miriam: Ja, das stimmt. Also nur um das mal erwähnt zu haben. Auch ich.
Florian: Selbst Florian. Nachdem ich hier jetzt schon so in die Ecke geschoben wurde. Nein, habe ich ja gar nicht.
Miriam: Du darfst den Part ja haben. Als mein Onkel gestorben ist. Ich kannte den normalen Umgang, den für mich gewohnten Umgang mit, da ist jetzt ein nahes Familienmitglied gegangen und meine Mutter rief mich an, weiß ich noch, wir saßen zusammen auf dem Couch, meine Mutter rief mich an und erzählte mir das und das war auch relativ überraschend. Und tatsächlich kamen mir dann auch direkt die Tränen und es war so, es hat mich sehr ergriffen, das war ein Onkel, mit dem ich als Kind sehr viel zu tun hatte und der viel Zeit investiert hat, auch damals selbst noch kinderlos gewesen war zu dem Zeitpunkt und statt mich in den Arm zu nehmen und mich dolle zu trösten und zu sagen, hoch du Arme und jetzt beruhig dich erstmal und willst einen Tee oder willst einen Schnaps, kam von Florian die Frage, erzähl mir doch mal die schönsten Augenblicke mit deinem Onkel.
Florian: Tatsächlich hatten wir bis dahin noch gar nicht über ihn gesprochen. Nee, da waren wir auch noch relativ frisch zusammen. Und Miriam hat eine große Verwandtschaft, deswegen tue ich mir manchmal heute noch schwer, Menschen auseinanderzuhalten. Und es war ganz spannend.
Miriam: Auch was dann mit mir passiert ist. Diese Aufforderung, mich an die wirklich schönsten Augenblicke zu erinnern, brachten natürlich ganz viele glückliche Bilder und ganz viele glückliche Momente und Erinnerungen in mir hoch und das hat in dem Augenblick dazu geführt, dass ich mich a. entspannt habe und b. auch, dass ich aufgehört habe, so in diesem Verzweifelten zu sein. Das war wirklich spannend. Ich hätte das selber nicht gedacht, dass das so gut klappt. Und dann konnten wir uns, ich weiß nicht, eine halbe Stunde oder so, durfte ich dann da erzählen und das war richtig cool. Und ich merke aufgrund unserer Arbeit mit dem Zauber der Sprache, dass ich bis dahin, bis zu diesem Zeitpunkt einfach eine andere Kommunikation um dieses Thema herum gelernt hatte. Andere Worte, andere Fragen, andere Sätze auch, die dann gesagt werden.
Florian: Und ich traue mich das auch nicht bei jedem. Also vor nicht allzu langer Zeit hat ein neuer Kollege mir erzählt, dass er diese Woche auf eine Trauerfeier geht, weil jemand in seiner näheren Umgebung gestorben ist. Und da traue ich mich das auch nicht.
Miriam: Witzig, ne?
Florian: Weil ich mich auch frage, was sind da die Grenzen oder was ist das? Und tatsächlich, es würde mich, also wenn es einer Person wirklich nahe geht und ich die Person sehr gerne mag, interessiert es mich. Also was waren denn die schönen Ereignisse im Leben? Was war denn das, woran du dich da erinnerst?
Miriam: Die Highlights.
Florian: Wir haben unregelmäßig, regelmäßig haben wir einen Menschen auch hier, den es schon länger nicht mehr gibt im Raum. Miriam erzählt mir ganz tolle Geschichten. Und das darf man ja als Mann auch erstmal wegstecken von einem deiner Ex-Männer.
Miriam: Ja, das war lange, lange her. Ja, ich bin einmal verwitwet, ne? Wir sind auch viele gar nicht.
Florian: Ihr wart doch nicht verheiratet.
Miriam: Ja, wir waren nicht verheiratet und fast wie, also fast 16 Jahre so, war schon lang. Und ja, Tatsache, also damals habe ich, und da war ich ja noch sehr jung, da habe ich wirklich was darüber gelernt und ich bin diesem Menschen bis heute dankbar, der hat so einen Grundsamenkorn gesetzt für den Umgang damit, dass dieses Leben auf diesem Planeten irgendwann zu Ende ist. Was ja uralter, es ist ja fast schon abgedroschen, die meisten unserer Hörer wissen es, dass in anderen Kulturen völlig anders mit diesem Thema umgegangen wird. Also dass wir hier im westlichen Kulturkreis da eine sehr pietätvolle und sehr tabuisierte und sehr vorsichtige Herangehensweise haben, das wäre für Menschen, die aus ganz anderen Ecken dieser Welt kommen, wäre das befremdlich, glaube ich, wie wir hier mit dem Thema umgehen.
Urnen, Schreine und andere Glaubenssysteme
Florian: Es gibt ja zum Teil, zum Teil machen sich in manchen Kulturen ja die Menschen Schreine und haben dann Fotos da und im Wohnzimmer steht dann noch jemand wirklich über Jahre hinweg.
Miriam: Habe ich eine Freundin, die das also wirklich für mich damals gnadenlos an ihrem dreißigsten Geburtstag gefahren hat.
Florian: Das war krass.
Miriam: Und wirklich so mittendrin und gut sichtbar steht dieses Ding. Und ich sag noch, das ist ja eine seltsame Vase, weil ich hab echt mit mir nichts gerechnet. Ja, was soll ich denn da? Vor allen Dingen so exponiert auch, so quasi unter so zwei Disco-Leuchten. Das ist kein Witz. Das ist kein Witz. Und die kommt aus einem völlig anderen Kulturkreis. Also sie sagt immer selbstbewusst, ich bin Perserin. Ja, das Persien gibt es ja nicht mehr, nur so. Und da steht diese Urne. Und auch dann war ich verwirrt, weil ich dachte, echt, ist das nicht Islam und ist das nicht eh ganz anders? Und ich habe keine Ahnung davon gehabt. Also ich habe nicht weiter gefragt, als sie sagte, mein Vater feiert natürlich mit und prostet dahin. So und das ist, für sie war das absolut ernst gemeint, das war nicht irgendwie, um die Leute da zu schocken oder so, sondern das war ihr Wunsch, dass der da dabei ist, in Form, oder in dieser Art. So und ich weiß, dass ich durchgeatmet habe und ich habe dann den Rest vom Abend einen Bogen um diese Stelle im Raum gemacht, weil ich echt die ganze Zeit das Gefühl hatte, der guckt da jetzt zu oder so.
Florian: Und ist sauer, dass die... Und der guckt da jetzt zu und was ist sauer, dass er tot ist und die anderen nicht? Oder wieso nicht dann die andere Imagination nehmen und sagen, cool, der freut sich, dass ihm die Leute noch zuposten, auch dass die sich mit ihm freuen noch. Dass er dann noch irgendwie ein Teil der Überreste ist oder so.
Miriam: Ein Teil der Überreste? Sind die Leute, die feiern die Überreste? Nein, dass er halt noch da ist. Ja.
Florian: Und da ist ja... Wenn wir an den Dualismus zwischen Seele und Körper glauben und sagen, das ist nicht ein Stoff, dann ist da ja nur ein Stück Körper im Raum.
Miriam: Das ist ja sowieso fantastisch, wenn ich mit Menschen jetzt mittlerweile und weit über 40 mit Menschen unterschiedlicher Glaubenssysteme gesprochen habe, dann gibt es ja auch hier in Deutschland große Unterschiede, selbst unter den christlichen Religionen. Gibt es Unterschiede in der Deutung dessen, was der Tod ist und was danach kommen könnte? Und es gibt absolut einige Menschen in meinem direkten Umfeld, die lachen und grinsen, wenn sie vom Tod erzählen oder wenn das Thema mal irgendwie erscheint.
Florian: Memento Mori. Also nur weil es da ein Ende gibt, heißt doch nicht, dass das, was da vorkommt, irgendwie schlimm sein braucht. Nur es ist aus dieser Sicht heraus, deswegen habe ich auch so eine Münze fast immer mit dabei.
Miriam: Was machst du denn mit der Münze? Naja, weil es die Erinnerung daran ist, ne?
Florian: Könnte auch sein, irgendwann. Und dann? Ja, cool, dann eben jetzt sinnvolle Entscheidungen treffen.
Miriam: Also wenn du, lieber Hörer, lieber Hörerin, kein Buddhist bist, und an was glauben die Buddhisten, dass die wiederkommen, auf jeden Fall, ne?
Florian: Mhm.
Miriam: So ganz habe ich das System nicht durchblickt und die können, glaube ich, die Daseinsform auch verändern.
Florian: In meinem Verständnis nach geht es raus, wenn über Erleuchtung und ansonsten in vielen asiatischen Religionen ist es eher zirkulär, also dass da immer wieder so die gleichen Themen durchlaufen werden in irgendeiner Form oder eben Karma. Das sich anhäuft und das sich dann irgendwie widerspiegelt in dem neuen Leben.
Miriam: Vielleicht ist es auch gar nicht so eine nette Vorstellung, das immer wieder zu haben.
Florian: Bei uns früher darf es irgendwie hier die falschen Dinge tun und dann irgendwo enden, wo man nicht enden will. Für immer. Für immer. Für immer, immer. Für immer, immer.
Miriam: Außer Ablassbrief gekauft.
Florian: Und dann eben Ablassbriefe oder bei den Evangelien, wo es quasi, da hat jemand schon den Ablassbrief unterzeichnet, bevor überhaupt was passiert ist. Stimmt.
Miriam: Oder? Also es sind ja... Dann die Darwinisten oder Biologen oder so, die halt sagen hier, der Papagei ist tot, da gibt es ja auch einen Sketch von Monty Python, der ist hausetot, da ist nichts mehr. Ihr wisst nicht, warum wir lachen, das ist ein sehr cooler Sketch auch, mit einer Tierhandlung, wo jemand kommt, um zu reklamieren, weil er einen Papagei gekauft hat, der tot ist. Ja.
Florian: Und wir haben hier ein wunderschönes Kinderbuch auch. Also ich finde es sehr empfehlenswert. Ich weiß nicht, ob wir es empfehlen dürfen oder nicht. Miri guckt jetzt das platte Kaninchen.
Miriam: Und wir erzählen nicht, was drin vorkommt, weil ich finde es tatsächlich ein wunderschönes Buch für Kinder. Und wir haben das an uns und unseren Kindern getestet. Und ich glaube, dass das was macht mit dieser Furcht. Weil ja, auf der einen Seite, wenn wir glauben, dass dieses Leben endlich ist und dass wir irgendwann, dass da einfach nichts mehr ist. Ich sage das auch gerne in unseren Seminaren immer mal. Wenn wir davon ausgehen würden, die Theorie stimmt, es tut einem biologischen Schlag und das war's. So dann würden wir ja davon ausgehen, oder völliges Unverständnis dafür haben, dass viele Menschen in ihrem Leben nicht auf dem Gaspedal stehen und nicht das tun, was ihnen vielleicht wirklich Freude bereiten würde.
Florian: Wo sie denken, da ist Sinn dahinter. Ja, zum Beispiel Sinnhaft. Wo sie vielleicht sagen, es gibt so viele Menschen auf der Welt, denen geholfen werden könnte, das wäre doch mal gut, das zu tun. Und dann eben was auch immer zu tun.
Miriam: oder tolle Musik zu schreiben oder Bücher oder Dinge zu erfinden oder was auch immer du gut kannst. Wenn wir das ständig in diese Verdrängungsmuster schieben, ist das natürlich kein Antrieb. Dann erfahren wir sowas wie diese eine Hospizschwester, die das Buch jetzt irgendwann geschrieben hat, diesen Bestseller, wo sie... Interviews macht mit Menschen, die kurz vor ihrem Tod stehen, also die unheilbar krank sind oder schon sehr alt und die dann ständig zu hören bekommt, was würdest du jetzt anders machen, wenn du nochmal leben dürftest und die sagen alle, ich würde mir meine Träume erfüllen, ich würde das machen, wozu ich Lust habe.
Florian: Ja, vor allem auch Freundschaften pflegen.
Miriam: Freundschaften pflegen ist auch einer dieser Punkte. Also wenn dieser Augenblick wie so ein Damoklesschwert zu nehmen wäre, dann los.
Florian: Memento Mori. Dann läuft die Zeit.
Miriam: Oder kauf dir so eine Münze. Florian kann das verlinken, wo es die zu bestellen gibt. Ich glaube, so teuer sind die nicht. Doch, echt? Was kostet so eine Münze? Oh, keine Ahnung. Weißt du nicht mehr? So, das ist das eine. Das andere wäre ja, entspannt damit umzugehen, weil wenn du einen ESO fragst, was bei dem so abgeht im Kopf, der verneint das ja, der sagt ja, nö, wir verändern die Energieform oder wir, keine Ahnung, werden vom Mensch zur Seele und die Seele fährt in einen neuen Körper.
Florian: Und an manchen Stellen können wir auch in unseren Workshops und Seminaren nur Angebote machen an der Stelle und sagen, das, woran du am Ende des Tages glaubst, das obliegt dir selbst. Und was auch immer das dann ist.
Das Himmelsfenster und die große Tafel
Miriam: Ich finde da ja auch die anthroposophische Ansicht ganz schön. Also die Kinder waren ja beide im Waldorfkindergarten und da wird der Geburtstag sehr, sehr liebevoll gefeiert und die Kindergärtnerin erzählt jedem Kind, wenn es dann vier oder fünf Jahre alt wird, also egal wie alt es wird, wird also ganz feierlich, klar mit Kerzenkranz und Geburtstag und Geschenken und Kuchen. Und dann wird eben die Geschichte erzählt, wie dieses Kind, bevor es auf der Erde war, im Himmel durch die Wolken geguckt hat, durchs Wolkenfenster runter auf die Erde und hat dort diese wunderschönen Bäume gesehen und die Berge und die Flüsse und die Schmetterlinge und alles, was hier so wunderschön ist. Und hat dann entschieden, dass es da gerne mal hin will. Und dann hat es seine Eltern entdeckt und hat gesagt, oh... Da möchte ich gern sein. Und dann ist es von den Eltern zur Welt gebracht worden und dann erzählt die Kindergärtnerin das, was sie vorher bei Mutter und Vater abgefragt hat, nämlich wie das Kind geboren wurde und wo es dann zuerst war und wer sich drum gekümmert hat und landet dann beim zum Beispiel vierten Geburtstag heute. Und das ist ein sehr schöner Gang, finde ich, um am Ende dann sozusagen den Kreis zu schließen und zu sagen, dorthin würde der Weg auch zurückgehen. Da gibt es übrigens auch eine wunderschöne Geschichte, die für die ganze Familie total tröstlich und liebevoll ist. Das ist die Geschichte von Sankt Silvester, die das mitträgt. Also im Grunde ein Märchen verpackt.
Florian: Und dann sind wir ja bei den Naturkreisläufen, die auch um uns herum sind. Am Ende des Jahres ist auch diese Zeit, wo viele Dinge enden. Wir sehen es im Moment an den Blättern, die von den Bäumen fallen. Die Natur geht jetzt in so einen Ruhemodus über. und dann im Frühjahr geht es wieder neu los. Ich dachte da auch gerade dran, eher an die indische Religion auch, wo es auch so eine Unterteilung gibt von, es wird was kreiert, es wird was geboren, eine neue Idee kommt heran, es gibt eine neue Energie, dann gibt es diese Energie des Gehaltenwerdens oder dieses Tun des Geschäftigens, das wäre bei uns in den Saisons, wäre das ja dann einfach der Sommer. Im Frühjahr wird was geboren, es entsteht was Neues, über den Sommer hinweg ist alles ganz geschäftigt und es wächst heran und ist dann da und dann Richtung Herbst, Winter. Im Herbst wird die Ernte eingefahren und im Winter ist dann einfach diese Zeit, wo auch zurückgefahren wird, wo vielleicht auch was stirbt, um dann eben eine neue Kreation, eine neue Zeit zu ermöglichen. Auf einem kleineren Maßstab ist es ja vielleicht auch so bei größeren Einschnitten im Leben einfach, wenn jemand einen Job wechselt oder wenn jemand sich für was Neues entscheidet. Ist ja so eine ähnliche Energie auch im Raum. Zumindest wenn wir esoterisch drüber sprechen. Ja, wollen wir ja nicht. Wollen wir nicht, nur, wenn wir es tätern, dann ist das ja so eine ähnliche Energie, da ist halt... Da hört was auf, was bisher viel Raum eingenommen hat vielleicht. Und das ermöglicht ja immer auch wieder was Neues. Da wo was war, ist dann ja plötzlich Raum. Und natürlich wäre es manchmal schön, die alten Zeiten genauso wieder zu haben und an der einen oder anderen Stelle Memento Mori. Das Leben geht weiter und wir hatten letztes Mal im Podcast auch die Bucketlist, oder? Die Eimerliste.
Florian: So Dinge zum Tun, bevor es in den Eimer geht.
Miriam: Bevor es in den Eimer geht, ja. Das wäre wieder dieses, okay, wenn ich weiß, da ist irgendwann die Zielgerade, dann was möchte ich bis dahin gern gesehen, erlebt, gemacht haben.
Florian: Und es kann ja auch sein, dass es irgendwie mein Gartenpflegen ist oder möglichst viele Stunden in der Sonne sitzen, möglichst schöne Momente mit meinen Freunden haben. Braucht ja nicht irgendwas, keine Ahnung, so sein.
Miriam: Ja, es ist vielleicht tatsächlich dieses Planen. So in Trainerkreisen kursieren ja im Moment diese Zitate in Richtung, Menschen planen ihren Urlaub gewissenhafter als ihr Leben. Vielleicht ist das auch der Impuls zu sagen, hey, ist dein Leben? Hier sind diese Tage, die du hast, diese Anzahl X, sind ja einige. und es ist wert, da mal drüber nachzudenken, wo soll es hingehen, was hättest du gerne, was sollte da drin vorgekommen sein, wie wäre das am Ende des Lebens? Florian hat so ein schönes Bild, wenn er da in seinem Schaukelstuhl sitzt an irgendeinem See und dann zurückblickt auf sein Leben und sagt, boah, das war cool und das war auch richtig super und da habe ich Spaß gehabt.
Florian: Und ich sehe da auch viele Menschen um mich herum, die mit meinem Leben was zu tun hatten. Also wo wir nochmal zusammenkommen und ja, so fände ich das schön.
Miriam: Voll schön. Auch um dieses Glaubensthema nochmal abzuschließen, also dass irgendwo scheint es ja ein wichtiges Thema zu sein, weil in jeder Religion kommt es zumindest vor. Es wird irgendwie anders gedeutet, es kommt vor. Also es ist eine dieser wichtigen Etappen im Leben. Und ich habe mal mit einer absolut fundamentalistischen Christin gesprochen über das Thema, die also jetzt nicht irgendwie so evangelisch, ich gehe mal an Weihnachten in die Kirche und das war es dann auch, sondern die wirklich jeden Sonntag und Bibelstunde und Bibelkreis und wie auch immer, also eher schon in die radikalere Richtung... und die dann zu mir sagt, und das hat mich total erstaunt in dieser Diskussion, in der es tendenziell eher darum ging, mich zu missionieren, die dann irgendwann sagte, und weißt du Miri, manchmal frage ich mich auch, mit wem ich nach meinem Tod da oben alles an einem Tisch sitze. Und das war eine sehr charmante und sehr schöne Überleitung zurück ins Leben, also wir gehen jetzt raus aus diesem Glaubenssystem.
Florian: Und radikaler eher im Sinne von zurück an die Wurzeln. Ja, spannend.
Miriam: Also es ist alles gut. Es war ein tolles Gespräch und ich mag es auch, mit Menschen über diese Themen zu sprechen und unterschiedliche Standpunkte da zu haben. Und es ist cool. Du hast ja auch ein spannendes Buch gelesen von Viktor Frankel, glaube ich.
Viktor Frankl und der Sinn bis zuletzt
Florian: Viktor Frankel, ja.
Miriam: Viktor Frankel, genau. Der sich auch mit dem Sinnthema auseinandersetzt.
Florian: Wenn wir das fast noch aufmachen, das ist ja eine der Fragen auch in unseren Seminaren, die uns auch beschäftigen, ist, wozu Ziele haben. Also es ist eine gute Idee, Ziele zu haben und eine Vision fürs Leben zu haben oder nicht. Und Viktor Frankl hat dazu schon deutlich spannende Bücher geschrieben, weil der ja in der Zeit des Holocaust tatsächlich im Konzentrationslager auch war und über diese Zeit schreibt und als Psychotherapeut eben sich Gedanken darüber gemacht hat, wer überlebt da und wer nicht und was ist das, was da passiert und was auch nicht. Also sehr ernste... sehr ernster Stoff und Viktor Frankl. Er wurde wohl mehrfach am Herzen operiert und vor der letzten Herz-OP haben ihn die Ärzte noch versucht zu beruhigen, so auf dem Weg in den Operationssaal. Und ja, wird schon gut gehen.
Miriam: Das war die Operation, an der er übrigens starb. Genau. Also war nicht nur die letzte Operation, die stattgefunden hat, sondern literally die letzte.
Florian: Exakt. Und dann hat er wohl, und es sind wohl einige seiner letzten Worte, hat er wohl gesagt, diese Situation entbehrt jedwiger Tragik. Also es gibt hier keinen Grund, großes Drama zu machen, weil das Leben einfach Sinn hatte. Oder weiter Sinn hat auch. Und das ist für mich sehr tröstend. Dieser Gedanke ist dann was, was mich sehr tröstet. Wo ich mir denke, ja, wenn da tatsächlich der Sinn mit drin war und ich bei vielen Dingen im Leben, vielleicht nicht bei allen, und bei vielen Dingen und immer mehr Dingen sagen kann, ja, das ist tatsächlich, das ergibt Sinn für mich. Und der ist ja sehr individuell. Dann tröstet mich das, weil dann ist es tatsächlich ziemlich wurscht wann oder wie.
Miriam: Also ich mag den Gedanken zum Beispiel von dieser großen Tafel, den diese Christin mir da geschenkt hat im Prinzip. Dass wir uns alle irgendwo wiedersehen. Dass wir da alle an so einer riesigen Tafel dann sitzen. Und echt so, weißt du, mit Bergen von Manna vor uns.
Florian: Boah, was haben wir für einen komischen Gruß gemacht.
Miriam: Wenn Buddhisten dabei sind, gibt es vielleicht was Leckereres. Das weiß ich nicht. Oder hier Muslime, vielleicht haben die ja auch...
Florian: Oh, da gibt es super leckere Sachen.
Miriam: Da gibt es leckere Sachen dann. So, siehste, da würde ich mich zu denen setzen, tendenziell, wenn da leckereres Essen wäre. Und dann würden wir zurückblicken auf das Leben, was wir dahin gebracht haben jetzt in der Etappe. Vielleicht gäbe es viel zu lachen, so rückblickend von da oben, von dieser Tafel aus. Und das beruhigt, ne? Und es macht mir Spaß. Du beruhigst dich dadurch. Ich könnte da tatsächlich weiter und weiter drüber sprechen, wie der gedeckt ist und was da sonst noch für ein Programm stattfindet dann, wer da Musik macht. Bei so einer großen Tafelrunde wird ja auch musiziert, vielleicht sogar getanzt. Und ich mag es mir, diese Art von Bildern im Kopf zu malen. Und das tut mir gut. Ja. und das auch hier schon mit in dieses Leben zu nehmen und mir vorzustellen, dass Florian und ich uns schon kannten, bevor wir durch das Himmelsfenster geguckt haben, da oben an dieser Tafel nebeneinander saßen und Schnick, Schnack, Schnuck oder Poker gespielt haben, um die Tatsache, wer diesmal der Mann sein darf und wer die Frau in diesem Leben oder so ein Kram. Also ich mache mir jetzt tatsächlich... So richtig vollmundige Gedanken über wie das sein könnte und es unterscheidet sich für mich nicht vom Realitätsgefühl her zu dem, was mir beigebracht wurde jetzt im Zusammenhang meiner religiösen, kulturellen Geschichte.
Florian: Manche Menschen haben da wirklich ein tiefes Gefühl für irgendwas ist richtig und dann ist das voll gut und fair in unserer Welt.
Miriam: Und wenn es Trost stiftet und wenn es Freude macht und wenn es diese Angst rausnimmt, aus Angst irgendwas zu tun oder bei jedem minimalen Ereignis sofort an das Schlimmste zu glauben, sofort damit zu rechnen, dass jetzt einer stirbt, das habe ich so oft, echt. Das erlebe ich, wenn Mütter ihre Kinder morgens auf den 300 Meter Schulweg schicken, das habe ich, wenn Leute ihre Hunde im Feld laufen lassen, dass sie an solchen Kram denken. Und hey, damit machen wir uns doch wirklich das Leben schwer.
Florian: Das ist eine gute Strategie. Und was alles sicher ist.
Miriam: Wie sicher diese Natur sein kann, wie schön das sein kann, wie geborgen wir sind, wie viele tolle Menschen es um uns herum gibt, die mit uns durch diese Etappe des Lebens gehen. Und dass es so einen tollen Podcast gibt, der das Thema aufgreift.
Florian: Ohne nackte Leute über die Bühne zu schicken. Wenn sich irgendwo eine Tür schließt, dann mach sie auf, weil so funktionieren Türen. Und dann ist was Neues dahinter. Wenn ihr jetzt Miris Gesicht sehen könntet.
Miriam: Du verdrehst doch Redewendungen, das geht doch ganz anders. Nein. Wieso nicht? Nicht, dass du da jetzt unsere Leute verwirrst hier.
Florian: Das Thema ist krass genug.
Miriam: Jetzt auch für mich so. Will ich mich von morgens bis abends damit beschäftigen? Nein. Möchte ich gerne im Hier und Jetzt sein? Ja. Möchte ich wissen, dass das halt nun mal irgendwann passiert? Ja. Will ich dran glauben, dass ich mit Florian bestimmt noch 70, 80 Jahre hier durchfeuern kann? Ja. So, und mehr ist es nicht für mich. Ja. So, das wäre schön.
Florian: Cool, dann lass uns das einfach machen.
Miriam: Gut. Haben wir noch einen Werbeblock?
Florian: Nein. Wir machen Schluss für heute. Aus die Maus. Ende Gelände. Schluss. und dann ist wieder ein Anfang. Nächsten Dienstag. Nächsten Dienstag ist wieder ein Anfang und ich bin mir gespannt. Diesmal darf Miri das Thema aussuchen. Wir reden sicherlich über Blümchen und Bienchen. Über Sex? Das wäre auch mal ein lustiger Podcast.
Miriam: Nicht, dass Nadine jetzt wieder schreibt, ja genau, über Sex soll sie auch mal.
Florian: Dann habe ich Florian wieder. Dafür gibt es die Beziehungskisten. Da haben wir Videos zu.
Miriam: So, vielen Dank fürs Zuhören. Wir freuen uns selbstverständlich über eure Zuschriften und bitte überlegt euch gut, was ihr uns schreibt zu diesem Podcast.
Florian: info at kontext*denken.de Genau. Eine wunderbare Woche.
Miriam: Wünschen wir euch eine lebendige. Bis dann.
Florian: Tschüss.
Miriam: Tschüss. Mehr von uns gibt es unter www.kontext*denken.de Unsere Seminare, unsere Workshops und unsere MP3-Downloads findest du auf unserer Seite. Wir freuen uns auf dein Feedback und sagen Tschüss, bis nächste Woche, bis zum nächsten Podcast.