NLP mit Miriam Deforth und Florian Groß Folge 9

Der innere Schweinehund – Zwergpinscher statt Dogge!

Wenn er sich meldet, bleiben Menschen auf der Couch liegen, statt Sport zu treiben oder essen Schokolade statt Rohkost. Aber gibt es ihn überhaupt? Diesen Schweine-Hund? Und welcher Rasse gehört er an?

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In dieser Folge

Darum geht es

Wie bitteschön sieht denn ein innerer Schweinehund aus? Und welcher Rasse gehört er an? Und gibt es für ihn eine Hundeschule? Miriam spricht in dieser Podcastfolge mit Fitness- und Ernährungs-Ikone Barbara Klein über den Zwergpinscher oder die ausgewachsene Dogge, die scheinbar in vielen, menschlichen Gehirnen ihr Unwesen treiben möchte. Dabei streifen die beiden Schweinehund-Dressiererinnen Vorhaben wie "Steuererklärung erledigen" oder "endlich abnehmen". Barbara gibt Tipps aus ihrer Zeit als ehemalige Leistungssportlerin und ihren heutigen Tätigkeiten im Physio- und Trainingsbereich. Wie gehen Profi-Sportler mit der "Dogge" im Kopf um und wie machen sie sie zum Zwergpinscher? Wie bleiben erfolgreiche Menschen wie Barbara an einem Projekt dran - auch wenn es manchmal schwierig wird? Die Podcastfolge widmet sich dem Thema "dran bleiben" oder auch überhaupt "in Action kommen" - auf humorvolle und unterhaltsame Weise. Wie immer. Viel Spaß beim Hören! https://www.facebook.com/Abnehmen-mit-Barbara-Klein-bei-QVC-115314248512076/

www.kontext-denken.de/

Es geht um Aufschieberitis und den Trick, das gute Gefühl nach getaner Arbeit bewusst abzuspeichern — ob nach zehn Minuten Trampolin oder nach dem endlich abgehefteten Steuerordner. Barbara erzählt, warum sie dreimal die Woche in Bewegung bleibt, wie ein Tagebuch beim Dranbleiben hilft und weshalb man sich mit dem Sport genauso verabreden sollte wie mit dem Zahnarzt. Wer nach Motivation, Prokrastination überwinden, Ziele setzen und kleinen Schritten beim Anfangen sucht, findet hier ganz konkrete, alltagstaugliche Ideen.

Lesefassung

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Kapitel dieser Folge
  1. Ein Podcast über alle inneren Schweinehunde
  2. Wo überall die Dogge sitzt
  3. Das gute Gefühl danach abspeichern
  4. Wo man mehr Barbara Klein findet
  5. Dranbleiben: sich mit sich selbst verabreden
  6. Spaß rein — auch in die Steuererklärung

Wie sieht er eigentlich aus, dieser innere Schweinehund? Miriam sitzt mit Barbara Klein zusammen — und die hat eine klare Ansage: Sie hat ihren längst zum Zwergpinscher geschrumpft. Es geht ums Steuererklärung-Aufschieben, um den Anruf beim Opa, um Sport, der nach zehn Minuten Spaß macht. Und um die Frage, wie man wirklich dranbleibt, wenn der Kopf lieber auf der Couch bliebe.

Ein Podcast über alle inneren Schweinehunde

Miriam: Also, ich weiß nicht, ich habe heute nicht so richtig Lust zum Podcasten. Wie kommt's? Es gibt ja so Tage, ne? Es gibt so Tage, da kann ich mich kaum bremsen mit irgendwas und es gibt so Tage, da weiß ich auch, Dienstag kommt der nächste Podcast und dann... Sollte der auch irgendwie da sein? Nein, ich habe total Bock. Wenn ihr wüsstet, wer hier neben mir sitzt, wenn es so etwas gäbe wie einen inneren Schweinehund und da sind wir schon beim Thema, dann wäre der sowieso schon in dem Augenblick in tausend Teile zersprungen, als Barbara Klein mir gesagt hat, sie podcastet mit mir. Herzlich willkommen, ihr Lieben da draußen. Das ist ein Podcast, wieder alle Schweinehunde und zwar die inneren Wäldchen. Und liebe Barbara, du bist vorrangig menschenbekannt, weil du eine Sportikone bist, eine Fitnessikone, eine Physiotherapie-Ikone und eine Ernährungsikone. Gehörst zu den zehn Nike-Athletinnen in Deutschland, eine riesen Auszeichnung und berätst Menschen und vor allem auch Trainer weltweit in Sachen gesunder Lebensführung. Und als Sportlerin, als Trainerin, als Beraterin, kennst du überhaupt sowas wie einen inneren Schweinehund?

Barbara: Also zum einen freue ich mich jetzt schon mal, dass ich hier etwas richtig stellen darf, was nämlich viele Menschen denken. Ah, die macht ja jeden Tag Sport, das ist ja praktisch ihr Beruf. Auch wenn mich hier manchmal deine Kollegen so vorstellen, die ist Leistungssportlerin, dann habe ich zuerst zu sagen, ich war mal Leistungssportlerin, tatsächlich, nämlich zwischen meinem 9. und meinem 15. Lebensjahr. Das ist jedoch schon 35 Jahre her. Da war ich tatsächlich in Deutschland in meinem Alter eine der besten Schwimmerinnen. Da kann ich jetzt gleich mal weiter ausholen, denn jeder, der irgendwann mal Leistungssportler war, hat später tatsächlich eine eherere Tendenz zu Gewichtsproblemen als ein Nichtsportler. Denn der Körper, während er wächst und sich aufbaut, ist dieses Verbrennen gewöhnt und wenn man dann nicht mehr verbrennt, muss man immer nach dem Gewicht schauen. Allerdings ist in meiner Zeit als Mama, ich habe zwei Kinder, 14, 18, gut der eine ist jetzt nach Abi schon aus dem Haus, derzeit in Australien, ist es aber, um zurück zum Punkt zu kommen, es ist trotzdem so, ich mache circa dreimal die Woche Sport, zwischen 30 und 60 Minuten und ich denke, das sollten wir uns wert sein und wie man den Schweinehund überwinden kann, verrate ich auch gleich.

Miriam: Das heißt, du gehst auch davon aus, dass es den grundsätzlich gibt. Was bezeichnen wir Menschen denn überhaupt? Also wenn ich mir vorstelle, so ein Hund, der eine Schweinsnase hat und ein Ringelschwänzchen, der in meinem Kopf hockt oder wo hockt der? Also was bezeichnen Menschen denn als diesen sogenannten inneren Schweinehund?

Barbara: Es gibt, ich sehe es so ein bisschen in unserem Kopf... Wow, Couch, bei mir ist meine Leidenschaft tatsächlich dann am Abend auch noch ein Glas Rotwein oder vormittags tausend Gründe, wo ich sage, ich muss noch Toilettenpapier einkaufen, egal was, was jetzt so ansteht.

Miriam: Toll, Barbara hat es auch, ein Schweinehündchen, wie heißt deiner? Bello, nein.

Barbara: Nein, ich kann tatsächlich sagen und jetzt kommen wir zum Punkt. Ich denke, ich habe ihn zu einem Mini-Hündchen degradiert und ich habe da auch einen Trick, wie wir ihn alle kleiner bekommen.

Miriam: Also Zwergpinscher statt Dogge.

Barbara: Genau, Zwergpinscher statt Dogge.

Wo überall die Dogge sitzt

Miriam: Bevor wir dazu kommen, die Tipps kommen im Podcast immer ein bisschen weiter hinten. Ich möchte das Verständnis für so ein Thema auch noch ein bisschen größer machen. Auf unserer Seite kontext*denken.de gibt es ja... Wir reden viel von Sport, von Gewichtsreduktion. Nur diesen inneren Schweinehund gibt es auch an anderen Stellen. Den gibt es auch, wenn ich mir ein berufliches Projekt vornehme, das mich am Anfang völlig begeistert. Dann kommen vielleicht die ersten kleineren Rückschläge oder es läuft nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe. Und auch da meldet sich ja dieses Teufelchen, von dem du eben gesprochen hast oder dieser hoffentlich schon Zwerg-Pinscher. Und sagt, komm, heute rufen wir keinen an, heute bleiben wir zu Hause und sind ein bisschen deprimiert. Oder?

Barbara: Ja, ganz genau.

Miriam: Wir gehen lieber Bad putzen.

Barbara: Ja, genau. Wir haben ja dann tausend Ausreden parat. Ich denke, das sind auch so Sachen wie in unserem Alter, also jetzt bin ich ein paar Jahre älter, aber wir können ja, sage ich jetzt mal, von der mittleren Generation sprechen. Sei es drum... Ich liebe meine Mama, meine Eltern, alles, aber da jetzt doch anzurufen und sich wieder was anhören zu müssen. Oder mein Mann zum Beispiel mit seinen Eltern, die ich liebe und großartig sind, aber jetzt geht es dem Papa mit 80 schon nicht mehr so gut. Ja, die Kinder schnappen und dahin fahren. Danach war es immer großartig. Ich sitze im Auto, fahre zurück und denke nur, wieso habe ich mich tatsächlich jetzt wieder... über eine Woche gesträubt, weil sie sind zu uns nach München gefahren. Und das ist auch, egal in diesen Themen, die Möglichkeit, diesen Zwergpinscher zu züchten. Da kommen wir jetzt zu. Jetzt wollen wir was unternehmen und nicht mehr nur wissen, um was es geht.

Miriam: Was sind, jetzt fange ich mal so rum an, mache ich normalerweise nicht nur bei dem Thema, will ich es ganz bewusst, was sind die fatalsten Fehler, die Menschen im Umgang mit ihrer Dogge machen? Sie zu füttern.

Barbara: Also der fatalste Fehler wäre tatsächlich zu sagen, es ging mir doch auch gut auf meiner Couch mit meinem Glas Rotwein oder es zu verdrängen, indem ich beispielsweise sage, ach den Opa kann ich doch auch nächste Woche anrufen oder mich um meine geordneten Schubladen kümmern, machen wir ein andermal. Einfach etwas aufzuschieben, das nährt, sage ich jetzt mal, diese Dogge. Weil richtig wehtun, wenn wir es verschieben, tut es ja nicht.

Miriam: Sehr cool.

Barbara: Also die Dogge füttern heißt Aufschieberitis. Genau, Aufschieberitis.

Das gute Gefühl danach abspeichern

Miriam: Okay, und jetzt kommen die Tipps. Also da sitzt diese bei manchen Menschen schon ausgewachsene Dogge, bei manchen ist es vielleicht auch ein mittelgroßer Schweinehund und meldet sich zu Wort in der genau passenden Situation. Was kann ich tun?

Barbara: Erstmal wahrscheinlich es bemerken, oder? Ja, zuerst mal erkennen, aber ich glaube, es zu erkennen oder nicht zu erkennen, das haben die wenigsten. Ich denke, alle von uns sagen sich doch jeden Tag aufs Neue, morgen, morgen, Montag, Montag, nächste Woche, nächste Woche. Bei der Aufschieberitis, die haben wir ja, haben wir ja schon erkannt, dass wir etwas verdrängen und wegschieben. Jetzt geht's, also in dem Fall haben wir es ja schon erkannt, jetzt kommt mein tatsächlich, so arg wir sind es gar nicht, also wir sind vielleicht auch erst mittendrin, aber ich habe dann noch kleine Feinheiten. Jetzt kommen wir zum absoluten, ultimativen Tipp, ob bei Bewegung, bei Besuchen, beim Aufräumen von Schubladen. Steuererklärung. Steuererklärungen, Betreuung von Hausaufgaben. Es ist ganz egal. Das gute Gefühl, was wir danach haben. Also ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich, wenn ich mit meinem Exkurs, wobei Trampolin ist für mich immer nur Freude, aber es gibt schon verschiedene Liegestütze zum Beispiel. So nach 30 Sekunden Liegestütze wäre es absolut gelogen, wenn ich sagen würde, mei ist das toll, das ist ja Wahnsinn. Ich kenne ja gar nichts Schöneres. Es zieht mir ehrlich gesagt Bauch, Rücken, Beine, Po, Brust. Ich wäre so ein bisschen kurzatmig, gut ausschauen tut man in so einer Liegestütze auch nicht. Ich will mich auch gar nicht im Spiegel sehen. Aber es geht um das Gefühl danach und das kann man sich abspeichern. Und dieses gute Gefühl danach, so funktionieren übrigens auch Drogen. Das heißt, wir können in unserem Gefühl gewisse Glückshormone, Glücksgefühle regelrecht abspeichern. Und deswegen ist es auch wichtig, dass ich einen Sport finde, gerade für den Anfang, der mir absolut Spaß macht. Wenn ich jetzt zum Beispiel auch zu meinen Eltern fahre oder die Steuererklärung mache, dass ich mit kleinen Häppchen anfange, dass die erste aufgeräumte Schublade doch schon toll aussieht, dass der ausgemistete Kleiderschrank Platz macht für was Neues und dass die erste kleine BMI- oder Trampolineinheit doch Wahnsinn war und wenn ich es am Morgen sogar schaffe, ich denke den ganzen Tag, ich fühle mich stolz, ich fühle mich fröhlich, ich fühle mich selbstbewusster und das wird abgespeichert.

Miriam: Fantastisch. Was hältst du dann in dem Zusammenhang? Fällt mir gerade auf, weil wir es ja auch unterrichten. Was hältst du dann von der These, dass auch ein gutes Ziel diesen inneren Schweinehund klein hält?

Barbara: Definitiv. Das ist mit das Allerwichtigste. Und sich die Ziele auch realistisch decken und eventuell sogar dokumentieren. Also gerade bei Gewichtsproblemen oder Menschen, die sich auch ungern bewegen, am besten alles aufschreiben. Ich meine, dieses Tagebuch führen ist so alt wie Menschheit überhaupt. Es gibt ja wirklich aus ein paar Jahren nach Christus die ersten Sachen, wo Menschen einfach aufgeschrieben haben, was war, was bewegt mich, wieso habe ich etwas vielleicht auch gemacht oder fehlgemacht. Und da geht es schon los, dass wenn sie aufschreiben, eine halbe Stunde Trampolin oder 15 Minuten, 20 Minuten unser BMI. Eine ganz kleine Bewegungseinheit.

Miriam: Münzen wir es mal auf die Steuererklärung.

Barbara: Münzen wir es auf die Steuererklärung. Danach tatsächlich sagen, heute habe ich meine Steuererklärung geschafft. Ich fühle mich stolz, ich fühle mich frei. Das ist abgehakt, das ist wie wenn wir eine überladene Festplatte wieder so ein bisschen löschen und befreien. Ich habe zur Zeit meinen Computer, ich nenne die Marke nicht, aber... Der wird permanent gerade angezeigt, Festplatte voll, Festplatte voll. Ich kann nichts Neues mehr aufnehmen, ich kann kein Bild mehr abspeichern, es ist überladen. Und so ist es ja bei Aufschieberitis auch. Wir schieben alles irgendwo hin, wir sind dadurch mit Sicherheit nicht glücklicher, wir können auch nichts Neues aufnehmen. Das heißt, diese Festplatte gerade bei so aufgeschobenen Dingen mal wieder löschen oder kommen wir zurück zu Sport oder auch mal, ich nehme mir vor, mich besser zu ernähren, es aufschreiben und am Ende des Tages sagen, Wahnsinn, ich fühle mich gut danach.

Wo man mehr Barbara Klein findet

Miriam: Wo finden unsere Hörer noch mehr Barbara Klein? Also wir haben klar, die QVC-Zuschauer kennen dich gut, wissen, du hast diverse Seiten im Internet. Nur wenn jetzt Menschen diesen Podcast hören, die dich noch nicht kennengelernt haben.

Barbara: Also wenn man, ich weiß, das ist zum Beispiel etwas, wo ich mir auch noch vornehme, ich möchte noch besser werden in technischen Dingen, vor allen Dingen, weil ich nicht mehr auf meinen Sohn zurückgreifen kann, der jetzt für ein Jahr in Australien ist. An Weihnachten fliege ich schon mal hin, aber ohne mein Computer, das möchte ich da auch nicht auf den Tisch bringen, sage ich mal. Nein, ich nenne Ihnen jetzt eine Seite, da sind immer wieder tausende von Menschen überrascht, dass ich es alles selber mache und solange ich es auch noch schaffe, möchte ich es auch noch ganz alleine hinbekommen. www.flexi.de. Firmen, privat, alles wo ich, so wie du auch, alles wo wir teilen möchten mit Menschen, die wir mögen, das pflege ich einmal am Tag. Und wenn da jemand aber eine Frage hat, dann beantworte ich die so zeitnah wie möglich.

Dranbleiben: sich mit sich selbst verabreden

Miriam: Also den inneren Schweinehund gleich jetzt schon mal zum Pinscher machen und weitergehen, weiter informieren, dranbleiben. Da sind wir jetzt noch bei einer wichtigen Frage, die ich dir stellen möchte. Also gesetzt den Fall, du hast es geschafft und das wäre ja fantastisch, einen Hörer, eine Hörerin, die eine Dogge gezüchtet hat über Jahre. Auch immer wieder über Kopf gestreikt. Jetzt wirklich in Aktion zu gehen und vielleicht irgendetwas anzufassen, was über Wochen, Monate, Jahre verschoben worden ist. Dann kommen wir zu dem nächsten Thema, nämlich dieses Dranbleiben. Ich finde auch das Wort ganz schön, das Dranbleiben. Also nicht so, du musst das schaffen, sondern Dranbleiben.

Barbara: Wie bleiben Sportler dran? Auch dafür ist dieses Tagebuch einfach genial. Großartig, sage ich immer so gerne. Mit sich verabreden. Tatsächlich sagen, so, das schaffen wir ja bei anderen Sachen auch. Wenn wir einen Zahnarzttermin, einen Frauenarzt, sonst was eintragen, dann ist es dieser Termin. Wir haben es in unserer menschlichen Geschichte immerhin geschafft, dass die meisten von uns zweimal am Tag ihre Zähne putzen, dass wir jeden zweiten Tag die Haare waschen. Es gibt solche kleine und auch da sagen wir ja nicht Hilfe, sondern Zähne putzen, frische Gefühl, schön mache ich schnell. Und genau so ist es auch mit dem Sport. Und deswegen finde ich es auch schön, dass es sehr viele Methoden gibt, wo zehn Minuten schon viel bringen. Und wo ich klitzeklein anfangen kann und mir danach im Kopf, da kann nämlich auch schon fast so eine Art Suchtcharakter entstehen, bei mir, wo ein Schweinehund mal bewegen, nein, deswegen zurück zu ganz am Anfang vom Podcast, wo ich gesagt habe, ich bewege mich dreimal die Woche, 30 bis 60 Minuten, schaffe ich es mal nicht 60 Minuten, gehe ich zumindest 15 Minuten auf mein Trampolin, aber spätestens am dritten Tag ohne Bewegung bin ich so unzufrieden. Da bin ich so, da fühle ich mich nicht wohl in meinem Körper. Ich bin auch echt der süddeutsche Sekretiker. Also einfach nicht mehr in einer hormonellen Stimmungsbalance. Und ich weiß es auch von diesen 1200 Menschen, mit denen wir auf unserer Sportfreunde-Flexisport-Seite kommunizieren dürfen, dass ich das dort bei fast allen geschafft habe, dass mittlerweile drei Millionen Menschen weltweit mit unseren DVDs trainieren. Und dass die Menschen sich zwar, also die mögen unsere Vegamak-Suppe oder so, aber dass die Menschen, die ich zu Sport bewegen konnte, immer nochmal viel, viel dankbarer sind, weil die auch vorher so viel ausprobiert haben, auch im Bereich Nahrungsergänzung, was ohne die Bewegung langfristig einfach nicht funktioniert hat.

Miriam: Da dürft ihr übrigens gerne mal bei QVC reinschauen, denn in jeder Sendung, die Barbara gibt, klar verkauft sie dort auch ihre Produkte. Das ist gar keine Frage. Die sind auch alle toll. Nur da gibt es so viel Zwischeninformationen, so viele tolle Hinweise, so viel Möglichkeit, als echte Couch-Potato für eine sehr effektive, kurze Bewegung zu suchen.

Spaß rein — auch in die Steuererklärung

Miriam: Nächstes spannendes Thema für uns. Viele entwickeln diese Dogge ja auch deshalb, weil sie glauben, etwas ist ganz schwer, etwas ist riesengroß und kaum zu bewältigen. Also ja, ich habe ja auch mit dir wieder angefangen, ein bisschen Sport zu treiben und ich hatte auch, dadurch, dass ich als Kind Ballettunterricht hatte und den Drill erfahren habe in so einer Akademie da, der da gefahren wird, ich hatte die Idee von Sport muss viermal in der Woche stattfinden, sonst bringt es nichts und es ist immer hart und es dauert immer zwei Stunden 45 und... Also ich hatte da wirklich so Bilder im Kopf, die sich schon das erste Mal, als wir uns trafen, als null und nichtig erwiesen haben. Es gibt Sportarten, da reichen zehn Minuten am Tag.

Barbara: Natürlich. Also auch da reichen, wie gesagt, ich würde sogar sagen, dreimal zehn Minuten. Aber das Schöne ist, wir finden dann eben einen Sport, wo ich nach zehn Minuten schon gar nicht aufhören möchte. Also ganz klassisch ist auch unser, was wir ja jetzt auch drehen dürfen, unser BMI-Programm, wo wir Menschen...

Miriam: Übrigens heute, während ihr den Podcast hört, ihr Lieben, sind Barbara und ich.

Barbara: Genau, zugange.

Miriam: Ihr kommt an dem Tag raus, wenn wir beide zugange sind, mit einem Projekt, ihr Goldigen. Wir wissen nicht, ob wir schon drüber sprechen dürfen, machen wir es mal nicht.

Barbara: Ja, aber es sind auf alle Fälle der Sport und deswegen liebe ich halt auch Trampolin, schon seit 15 Jahren so. Das ist für mich fliegen, das ist für mich leicht, da kann ich zwar nach 10 Minuten sagen, hätte mir echt schon viel gebracht. Aber wenn ich es dann auch nur zeitlich irgendwie einrichten kann, bleibe ich in jedem Fall drauf und dran und gehe vor 20 Minuten nicht runter. Und so muss es sein. Bei mir zum Beispiel war es so, dass zu einer Zeit, als ich wieder Sport machen sollte, aufgrund dessen, dass ich den ganzen Tag in Schulen und bei Ausbildungen etc. saß, habe ich mir gedacht, komm, geh doch abends joggen. Und nach 5 Minuten, 10 Minuten habe ich einfach schon verschwitzt, rot, birnig, mich gefragt, was das mir jetzt bringen soll, wenn ich es so hasse. Nichts bringt es dann und das ist natürlich auch verkehrt. Deswegen können wir ja auch hier bei QVC an so viele Sachen heranführen. Ist es Yoga? Ist es eben ein Bewegungskonzept? Ist es viel Abwechslung? Ach, das kann es ja sein.

Miriam: Ganz genau. Also den Spaß implementieren in eine Sache, von der vielleicht die Idee kommt, es macht keinen Spaß. Würde jetzt der findige Zuhörer da draußen sagen, ja mach das mal bei einer Steuererklärung. Da will ich dich mal sehen, wie du da Spaß implementierst. Du kannst zumindest eine gute Musik dazu einschalten. So ist es. Oder dir einen tollen Tee dazu kochen. Ganz genau. Oder dir das Bild von deiner neuen Flamme hinstellen und zwischen jeder Quittung, die du abheftest, einmal kurz verwegen, keine Ahnung, einen Blick in ihr Dekolleté wagen. Also wirklich, ich würde mir an der Stelle, würde ich mich darum kümmern, dass es Spaß macht. In unserem Fall Sport macht es Barbara und mit ihrem Team. Die gucken, dass es dir Spaß macht, dich zu bewegen plötzlich. Deswegen entwickeln sie so viele neue tolle Sachen. Bei anderen Sachen darfst du dich selbst kümmern, dass es Spaß macht.

Barbara: Genau. Und vor allen Dingen dieses Gefühl danach abspeichern. War es denn so schlimm? Nein, war es nicht. Natürlich hat es Motivation und wie gesagt eben erstmal hinsetzen, sich die Zeit nehmen. Aber dieser abgeheftete Ordner, wow, ist es nicht toll. Und ab da ist nicht mehr jeden Tag das schlechte Gewissen. Es ist vorbei. Man hat ein gutes Gefühl. Und dann ist die Dogge plötzlich der Zwergpinscher.

Miriam: Und es gibt noch ganz, ganz viel mehr super schöne Tipps für dich und auch vor allen Dingen ganz viel Energie auf Barbaras Seite. Wir schreiben es unter dem Podcast flexisport.com und so, dass du dich direkt verbinden und nachlesen kannst. Vielen Dank fürs Anhören dieses Podcasts. Vielen Dank an Barbara. Ich danke. Und wenn du Lust hast, dann bewerte den Podcast auf iTunes, der darf und soll kostenlos bleiben, damit ihn viele Menschen finden. Gib schöne 5 Sterne satt, bitte. Und ansonsten gibt es mehr Informationen zu unserer Arbeit, zu Florian und mir auf www.kontext*denken.de. Dankeschön und tschüss.

Barbara: Jawohl, bis bald.

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